„Haben Sie auch manchmal ein Problem damit, sich zu entscheiden? Regelmäßig höre ich folgenden Satz: „Ach Ilja, ich bin mir häufig so unsicher, wie soll ich da die richtige Entscheidung treffen?“ Dabei gibt es einen einfachen, aber wirkungsvollen Kompass, mit dem solche Probleme schnell der Vergangenheit angehören. Ich spreche von einer Eigenschaft, die in den Zeiten der Political Correctness nicht sehr verbreitet ist, und die manche Menschen gerne wie die berühmte Fahne in den Wind hängen. Ich spreche von einer klaren und festen Meinung. Dem Wissen, was gut und was schlecht ist. Von eindeutigen Werten und von Integrität. Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen.

Die eigene Meinung

Kennen Sie auch diese Zeitgenossen, die sich niemals festlegen können? Mal ganz davon abgesehen, dass „Ich kann nicht“ ja bekanntlich in der „Ich will nicht Straße“ wohnt, wird diese Wankelmütigkeit meistens damit begründet, dass eben nicht alles auf dieser Welt Schwarz oder Weiß sei, sondern es eben auch eine Menge Grauzonen gäbe. Schon mal gehört? Schon mal gesagt? Gerade erst in der letzten Woche saß ich mit einem Bekannten beim Kaffee und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Es kam allerdings kein richtiges Gespräch zustande, weil er wirklich alles relativierte. Zum Beispiel sagte er: „Natürlich Ilja, es ist wichtig, dass wir unseren Kindern feste Grenzen setzen. Aber wir müssen Ihnen auch die Freiheit geben, sich entwickeln zu können. Ja, es ist wichtig, dass ich morgen das Konfliktgespräch mit meinem Mitarbeiter führe, aber ich will ihn auch nicht unter Druck setzen. Und ich finde es richtig, dass immer mehr Menschen Vegetarier werden. Aber Fleisch essen ist halt auch wichtig.“

Die Kraft klarer und starker Werte

So ging es die ganze Zeit. Er wollte einfach keinen Standpunkt einnehmen und eierte herum. Der ewige Hinweis, dass doch nicht alles Schwarz oder Weiß, sondern meistens Grau sei, wurde zur Standardausrede, um sich nicht festlegen und keine Entscheidung treffen zu müssen. Verwundert es Sie da, dass auch seines eigenen Lebens in einer Art Grauzone mehr schlecht als recht vor sich hindümpelt? Wenn es um die eigene Meinung und einen festen Standpunkt geht, habe ich mich schon lange entschieden, mich nicht in Grautönen zu verfangen. Mich entweder für Schwarz oder für Weiß zu entscheiden. Ich kann mich mit dem ganzen Gesäusel einfach nicht anfreunden, dass es so etwas wie richtig und falsch gar nicht gäbe und sowieso alles relativ sei. Für mich gibt es einfach Dinge auf dieser Welt, die gut sind. Und genau so gibt es welche, die schlecht sind. Es gibt schwarze Dinge und weiße Dinge. Und vor allem gibt es Dinge, die richtig oder falsch sind. Welche das sind? Das müssen Sie für sich ganz alleine entscheiden. Ist es nicht so? Natürlich, je mehr Sie das Grau ablehnen und sich festlegen, desto angreifbarer machen Sie sich von Außen. Aber Sie werden gleichzeitig einen deutlichen Zuwachs an Zufriedenheit erfahren. Eiern Sie nicht rum, sondern entscheiden Sie, was für Sie wichtig ist. Nicht für jemand anders, die Medien oder für mich. Es geht ausschließlich um Sie. Was wollen Sie? Erfolg im Job oder möglichst viel Freizeit? Einen trainierten Körper oder den Genuss von Fastfood. Eine glückliche Beziehung mit einem einzigen Menschen oder die Freiheit von wechselnden Partnern? Entscheiden Sie für sich, was richtig und was falsch ist. Und dann tun Sie von den richtigen Dingen möglichst viel.

Die richtigen Dinge tun

Am Ende des Tages gibt es einfach kein Grau. Es ist entweder Schwarz oder Weiß. Richtig oder Falsch. Gut oder schlecht. Wichtig oder unwichtig. Nur die Mittelmäßigkeit legt sich nicht fest. Machen Sie einen Unterschied und trauen Sie sich, Schwarz und Weiß zu denken. Vertrauen Sie auf Ihre Intuition, und handeln Sie nach klaren Werten. Auf diese Weise wird Ihre Einstellung zu einem kraftvollen Verbündeten, mit dem Sie Veränderungen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen mit einfachen Mitteln meistern können. Denn unter dem Strich kommt es weniger darauf an, die Dinge richtig zu tun, sondern die richtigen Dinge zu tun. Und das geht nun mal am besten mit den immer gleichen, einfachen Prinzipien. Wie kompliziert die Herausforderung auch sein mag. Veränderung wird dann einfach, wenn Sie es einfach machen.“