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Aus Problemen Chancen machen

Aus Problemen Chancen machen

Über Fokus, positives Denken und den richtigen Riecher für Chancen

Vor Kurzem saß mir eine Führungskraft in einem Coaching gegenüber, der mit seiner aktuellen Situation im Job überfordert war. „Was ist denn Ihr Problem?“, fragt ich ihn zu Beginn. „Oh“, antwortete er, „bei uns im Unternehmen ist das Wort Problem verboten. In einer Schulung der Personalabteilung haben wir gelernt, nur noch von Herausforderungen, Geschenken und tollen Gelegenheiten zu sprechen.“ Kommt Ihnen bekannt vor, oder? Die Welt ist voller Menschen, die mit einer rosaroten Brille durchs Leben laufen, sich sämtliche Misserfolge schönreden und auch die größten Schwierigkeiten einfach wegzulächeln versuchen.

Doch ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe Probleme in meiner täglichen Arbeit, meinem Unternehmen und in meinem Leben. Es gibt Zeiten, da läuft manches schief und der Wind bläst mir so richtig von Vorne ins Gesicht. Und eines habe ich schon vor langer Zeit verstanden. In diesen Situationen präsentiert mir das Leben weder ein Geschenk, noch stehe ich vor einer tollen Gelegenheit. Nein, ich habe schlicht und einfach ein Problem. Manchmal nur ein kleines, oft aber auch ein richtig großes.

Und was ist daran schlimm? Jeder von uns erlebt Höhen und Tiefen. Jeder von uns macht Fehler. Jeder von uns hat Probleme. Sie zu ignorieren wäre töricht, denn sie sind der beste Indikator, dass es an der Zeit ist, eine Veränderung vorzunehmen. Eine Vogel-Strauß-Mentalität und die Taktik des Aussitzens mag bei Helmut Kohl noch funktioniert haben, aber ich kenne nicht einen einzigen Fall, in dem Schönfärberei und das Ausblenden von Schwierigkeiten zum Erfolg geführt haben. Nur mit aktiver Veränderung können wir wachsen, besser werden und uns weiterentwickeln.

Ja, was ist denn nun mit dem positiven Denken?

Nun mögen Sie möglicherweise einwenden: „Okay, Ilja, aber betonst Du nicht immer die Wichtigkeit des positiven Denkens? Hier ist die Antwort ein klares „Jein“. Denn das allseits bekannte positive Denken, wie man es vor allem aus Esoterik- und Tschakka-Kreisen kennt, ist vor allem gleichzusetzen mit dem permanenten Tragen einer rosaroten Brille, und dem Ausblenden von Fakten. Diese Form der Realitätsverweigerung halte ich für extrem kontraproduktiv und niemals für zielführend. Wofür ich hingegen plädiere ist eine radikal positive Grundhaltung. Denn Negativität hat noch niemals, ich wiederhole, noch niemals zu positiven Ergebnissen gefühlt. Entscheidend ist die Grundhaltung mit der Sie durchs Leben gehen, mit der Sie Ihr Business betreiben und mit der Sie Ihre Entscheidungen treffen. Wenn Sie hierfür einen Leitfaden benötigen, möchte ich Ihnen gerne meine drei Top Tipps für nachhaltigen Erfolg im Business und im Leben vorstellen. Here we go:

  1. Seien Sie immer positiv.
  2. Seien Sie immer positiv.
  3. Seien Sie immer positiv.

Mit dieser Haltung sind Sie auch dann gut gewappnet, wenn Sie mal durch schwere Zeiten gehen. Denn bei gleichen Rahmenbedingungen macht immer ihre Attitüde den Unterschied.

Auf Probleme Fokussieren, in Lösungen denken

Entscheidend ist also einzig und alleine, wie wir mit Problemen umgehen. Ob wir uns von ihnen erdrücken lassen, oder ob wir in den Angriffsmodus schalten und an einer möglichen Lösung arbeiten. Tatsächlich ist es so, dass Innovation immer aus Unzufriedenheit entsteht. Auf diese Weise entstehen neue Produkte, Dienstleistungen und sogar ganze Unternehmen. Als praktisches Werkzeug für Ihren (beruflichen) Alltag kommt hier daher mein Leitfaden mit zehn knackigen Impulsen, um jede Art von Problemen in entsprechende Chancen zu transformieren.

10 Impulse, um aus Problemen Chancen zu machen

  1. Seien Sie immer positiv (okay, das hatten wir schon einmal, aber es ist eben so wichtig)
  2. Gehen Sie mit offenen Augen durchs Leben
  3. Hinterfragen Sie Abläufe, Prozesse und vermeintliche Standards
  4. Werden Sie stutzig bei Sätzen wie „Das geht nicht“, „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Dafür bin ich nicht zuständig“.
  5. Fragen Sie sich regelmäßig: „Was frustiert mich so richtig?“
  6. Identifizieren Sie die dahinter stehenden Probleme
  7. Analysieren Sie das Problem und richten gleichzeitig Ihren Fokus auf mögliche Lösungen.
  8. Stellen Sie die folgenden W Fragen: „Wie könnte es gehen?“ „Wer könnte mich unterstützen?“, „Was müsste getan werden, um die Situation zu verbessern?“, „Warum gibt es diesen Prozess/Ablauf/etc. überhaupt?“
  9. Entwickeln Sie alternative Ideen, Handlungsmöglichkeiten oder Lösungen.
  10. Handeln Sie nach dem Muster „Love it. Change it. Or leave it.“

Problem erkennen. Problem lösen. Mund abputzen und weitermachen.

Auf diese Weise gelingt es Ihnen, Probleme als motivierende Quelle für Innovation, Fortschritt und notwendige Veränderungen zu etablieren. Denn so kontraindikativ es auch klingen mag. Je besser Sie in der Lage sind, Probleme zu identifizieren, desto schärfer wird gleichsam Ihr Riecher für lohnenswerte Chancen. Wir wollen daher den Bogen spannen, und zum Abschluss dieses Artikel noch einmal folgendes klarstellen:: Ein Problem ist ein Problem. Punkt. Je eher Sie das akzeptieren, desto besser können Sie nämlich damit umgehen.

Oder wie es der amerikanische Erfinder Charles Kettering so schön formuliert hat: „Ein Problem, das gut formuliert ist, ist ein Problem, das halb gelöst ist.“ Und genau darum geht es. Das Problem als solches zu erkennen und gleichzeitig den Fokus auf mögliche Lösungen zu richten. In drei knackigen Schritten zusammengefasst:

1) Legen Sie die rosarote Brille ab, und akzeptieren Sie, dass Sie ein Problem haben.

2) Lösen Sie das Problem.

3) Putzen Sie sich den Mund ab, und machen Sie weiter.

Dabei wünsche ich Ihnen ganz viel Freude und Erfolg. Und natürlich interessiert mich, wie Sie mit diesem Thema umgehen. Schreiben Sie es mir unten ins Kommentarfeld.

Herzlichst, Ihr

Signature Ilja Grzeskowitz

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