{"id":26628,"date":"2022-11-29T07:03:19","date_gmt":"2022-11-29T06:03:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/?p=26628"},"modified":"2022-11-29T07:03:19","modified_gmt":"2022-11-29T06:03:19","slug":"storytelling-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/storytelling-lernen\/","title":{"rendered":"Storytelling lernen in 7 einfachen Schritten"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"26628\" class=\"elementor elementor-26628\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-7e6a3e4 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"7e6a3e4\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d31fccb\" data-id=\"d31fccb\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-260d011 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"260d011\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2>Definition Storytelling<\/h2><p>Storytelling lernen. Oder klassisch auf Deutch: Die Kunst des Geschichten erz\u00e4hlens meistern. Warum sollte man sich damit besch\u00e4ftigen, diese F\u00e4higkeit zu lernen? Ganz einfach. Geschichten fesseln. Geschichten begeistern. Sie bewegen emotional und wirken auf unbewusster Ebene. Laut <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Storytelling_(Methode)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a> wird Storytelling wie folgt definiert: <em>&#8222;Es ist eine Erz\u00e4hlmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form von Leitmotiven, Symbolen, Metaphern oder anderen Mitteln der Rhetorik weitergegeben wird.&#8220;<\/em><\/p><p>Und Storytelling wirkt. Wenn Sie an den <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/keynote-speaker\/vortrag-change-management\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">besten Vortrag<\/a> denken, den Sie jemals geh\u00f6rt haben, dann werden Sie sich kaum an die Fakten und konkreten Inhalte erinnern, aber ganz bestimmt an diese eine Anekdote des Redners, die Ihnen noch heute ein gutes Gef\u00fchl bereitet. Mit der Kunst des Storytellings ber\u00fchren Sie Ihre Zuh\u00f6rer im Kopf, vor allem aber im Herz. Da f\u00e4llt mir eine Geschichte ein&#8230;.<\/p><h2>Storytelling Beispiel<\/h2><p><em>Es war Tonys erste Nacht im Gef\u00e4ngnis. Nachdem das Licht ausgeschaltet wurde, h\u00f6rte er aus der Zelle nebenan einen lauten Schrei: \u201e107\u201c. S\u00e4mtliche H\u00e4ftlinge begannen aus voller Kehle zu lachen. Dann schrie ein anderer: \u201e47\u201c. Wieder ert\u00f6nte aus den Zellen ein schallendes Gel\u00e4chter. Ziemlich verdutzt fragte Tony seinen Zellennachbarn John: \u201eWas geht denn hier vor, warum lachen alle wie verr\u00fcckt?\u201c \u201eTja\u201c, antwortete John, \u201edas ist ganz einfach. Jeder Einzelne ist schon so lange hier, dass wir uns nicht mehr die M\u00fche machen, komplette Geschichten zu erz\u00e4hlen, wir schreien einfach nur die Nummern in die Nacht hinaus\u201c.<\/em><\/p><p><em>Tony war sofort neugierig: \u201eDas w\u00fcrde ich gerne einmal ausprobieren, kannst du mir eine Nummer nennen?\u201c \u201eKlar, probier\u00b4 es mit der 88, die ist ein Klassiker\u201c, antwortete John. Und so schrie Tony voller Inbrunst: \u201e88\u201c. Aber niemand r\u00fchrte sich. Also probierte er es ein weiteres Mal, diesmal doppelt so laut. Doch wiederum erhielt er die gleiche Reaktion, vollkommene Stille. Tony fragte seinen Zellennachbarn: \u201eHey, was ist los, warum lacht niemand?\u201c Die Antwort von John war sehr einfach: \u201eWei\u00dft du Tony, manche Menschen k\u00f6nnen Geschichten erz\u00e4hlen und manche k\u00f6nnen es eben nicht!\u201c<\/em><\/p><h2>Die Storytelling Methode<\/h2><p>Nichts vermag Ihre Botschaft so elegant zu transportieren, wie eine gut aufgebaute und humorvoll pr\u00e4sentierte Geschichte. Nur, wenn Sie witzig sind, statt mehr oder weniger platte Witze zu erz\u00e4hlen, sind Sie in der Lage, Ihr Publikum emotional zu ber\u00fchren, und Ihre Botschaften auf unbewusster Ebene nachhaltig wirken zu lassen. Kennen Sie nicht auch Menschen, die zu jeder Gelegenheit eine passende Story parat haben, und denen Sie bereits nach kurzer Zeit wie gebannt an den Lippen h\u00e4ngen?<\/p><p>Die ihre Themen und Argumente so elegant in Anekdoten verpacken, dass Sie gar nicht anders k\u00f6nnen, als sich mit Begeisterung auf eine faszinierende Reise voller guter Gef\u00fchle mitnehmen zu lassen? Was auf den ersten Blick wie eine angeborene Gabe wirkt, ist tats\u00e4chlich eine jahrhunderte alte Methode, mit der auch Sie zu einem solchen <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/what-is-a-keynote-speaker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Redner<\/a> werden k\u00f6nnen.<\/p><p>Die Technik, die hinter dieser besonderen Art der Informationsvermittlung steht, nennt sich Storytelling, und ist mehr eine Kunst als ein Handwerk. Nur wenn eine Geschichte richtig erz\u00e4hlt wird, kann sie ihre volle Wirkung entfalten, und ihre Zuh\u00f6rer auf fast schon magische Weise in ihre ganz eigene Welt ziehen. Und hier kommt ein weiterer wichtiger Faktor ins Spiel: Der Humor. Lachen ist nicht nur die einfachste Br\u00fccke zwischen zwei Menschen, sondern die perfekte M\u00f6glichkeit, eine Story emotional aufzuladen. Es ist nun mal wesentlich leichter, Ihre Kernbotschaft zu vermitteln, wenn sich Ihr Publikum in einem ressourcevollen Zustand befindet.<\/p><p>Mit der Storytelling Methode sind Sie in der Lage, auf der kompletten Klaviatur des Humors zu spielen. Sie k\u00f6nnen mit Ihren Zuh\u00f6rern individuell kommunizieren und gleichzeitig Ihre eigene Pers\u00f6nlichkeit einbringen. Ein herzhaftes Lachen, ein alberner Lachkrampf, ein intellektuelles Schmunzeln oder ein warmherziges L\u00e4cheln; in einer einzelnen Geschichte k\u00f6nnen Sie jede gew\u00fcnschte Form von Humor unterbringen und damit eine Atmosph\u00e4re generieren, die viel Spa\u00df, nachhaltige Motivation und einen hohen Erinnerungsfaktor nach sich zieht.<\/p><h2>Storytelling meistern mit der A.M.E.R.I.K.A. Methode<\/h2><p>Sicherlich \u00fcberlegen Sie gerade, wie Sie sich dieses unsch\u00e4tzbar wertvolle Werkzeug f\u00fcr Ihren Job aneignen k\u00f6nnen, nicht wahr? Die A.M.E.R.I.K.A.-Methode stattet Sie in sieben einfachen und leicht nachvollziehbaren Schritten mit einem Leitfaden aus, an dem Sie sich orientieren k\u00f6nnen. Auf Ihrem Weg als Storyteller werden Sie spannende Erfahrungen machen, wie Sie als Redner in Erinnerung bleiben und Ihre Inhalte elegant kommunizieren k\u00f6nnen. Dabei ist A.M.E.R.I.K.A. ein Akronym und steht f\u00fcr:<\/p><p><strong>A<\/strong> \u2013 Anlass<\/p><p><strong>M<\/strong> \u2013 Motivation<\/p><p><strong>E<\/strong> \u2013 Erfahrung<\/p><p><strong>R<\/strong> \u2013 Routine<\/p><p><strong>I<\/strong> \u2013 Instrumente<\/p><p><strong>K<\/strong> \u2013 Komik<\/p><p><strong>A<\/strong> \u2013 Abschluss<\/p><p>In den folgenden Abschnitten erl\u00e4utere ich Ihnen die einzelnen Schritte, auf die es beim Storytelling ankommt. Sie werden sich einen einfache Methode aneignen, mit der Sie in der Lage sind, jederzeit die passende Geschichte zu w\u00e4hlen, und diese in einer Art und Weise zu pr\u00e4sentieren, die Ihre Zuh\u00f6rer verzaubern wird. Und nat\u00fcrlich verpacken wir den Inhalt in eine kleine Anekdote. Sind Sie bereit? Lassen Sie mich Ihnen eine Geschichte erz\u00e4hlen&#8230;<\/p><h3><strong>Storytelling lernen &#8211; Schritt 1: Anlass<\/strong><\/h3><p><em>Henri Dumont ist ein erfahrener Pilot bei einer gro\u00dfen Airline. Und er ist verliebt. Seit er heute morgen aufgewacht ist, denkt er bereits voller Freude an den Abend. Er ist sehr nerv\u00f6s, denn er will seiner Freundin Juliette in einem Luxusrestaurant \u00fcber den D\u00e4chern von Paris den lange geplanten Heiratsantrag machen. Doch bis es soweit ist, muss Henri noch 300 Passagiere sicher von Chicago zum Flughafen Charles de Gaulle bef\u00f6rdern. <\/em><\/p><p><em>Obwohl er die Strecke schon dutzende Male geflogen ist, geht er in Gedanken noch einmal die Route durch und l\u00e4sst sich von seinem ersten Offizier die Wetterlage durchgeben. Vor dem Start l\u00e4uft er komplett um das Flugzeug herum und kontrolliert \u00a0alle wichtigen Punkte anhand einer detaillierten Checkliste. Im Cockpit bespricht er die kommenden Stunden mit seinen Co-Piloten und der Crew. Jede Eventualit\u00e4t wird durchgegangen, Sonderw\u00fcnsche der Passagiere abgestimmt und der Dienstplan der Teammitglieder besprochen. Kurze Zeit sp\u00e4ter gibt der Tower das \u201eGo\u201c und die Boeing 747 hebt ab Richtung Paris&#8230;<\/em><\/p><p>Ob Sie mit Ihrem Storytelling das Publikum begeistern werden, entscheidet sich bereits lange vor dem eigentlichen Vortrag. F\u00fcr Sie als Speaker ist eine gute Vorbereitung nicht etwa die halbe Miete, sondern Alles. Fertigen Sie sich eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen an, die Sie vor jedem Termin beantworten. Was genau ist der Anlass Ihres Vortrages? Wie ist die demografische und soziale Zusammensetzung Ihres Publikums? Welche Themen wollen Sie transportieren und wie lautet Ihre Kernbotschaft? Gibt es bestimmte Anforderungen Ihres Auftraggebers?<\/p><p>Erg\u00e4nzen Sie diese Aufz\u00e4hlung durch weitere Punkte, die f\u00fcr Ihre Branche oder Ihr Expertenthema besonders relevant sind. Aus den Informationen, die Sie dadurch erhalten, erstellen Sie sich dann ein Anforderungsprofil f\u00fcr m\u00f6gliche Geschichten, Metaphern oder Anekdoten, die optimal f\u00fcr den konkreten Anlass geeignet sind. Der Lohn Ihrer sorgf\u00e4ltigen Vorbereitung: Ihr Publikum wird Ihnen w\u00e4hrend Ihres Vortrages an den Lippen h\u00e4ngen und Ihnen am Ende Standing Ovations schenken. Denn w\u00e4hrend die meisten Redner immer wieder die gleichen Metaphern erz\u00e4hlen, die an ein Sakko vom Textilmarkt im Einkaufszentrum erinnern, haben Ihre Zuh\u00f6rer das Gef\u00fchl, Geschichten zu h\u00f6ren, die so perfekt passen wie ein Ma\u00dfanzug aus der Londoner Savile Row.<\/p><h3><strong>Storytelling lernen &#8211; Schritt 2: Motivation<\/strong><\/h3><p><em>Obwohl erst wenige Minuten seit dem Take Off vergangen sind, befindet sich Henri Dumont in Gedanken bereits in Paris. Vor seinem geistigen Auge l\u00e4uft ein phantasievoller Film ab, in dem ihn Juliette mit ihren einzigartig blauen Augen anschaut, w\u00e4hrend er alles daf\u00fcr tut, dass Sie sich wohl und begehrenswert f\u00fchlt. An diesem Abend muss einfach alles passen. Es soll der perfekte Moment werden, damit Juliette gar nicht anders kann, als \u201eJa\u201c zu sagen&#8230;<\/em><\/p><p>Sie sollten sich bereits vor Ihrer Rede \u00fcberlegen, in welchem Zustand sich Ihre Zuh\u00f6rer am Ende befinden sollen. Der rote Faden Ihres Storytellings sind dabei die Emotionen. Je mehr Sie es schaffen, Ihr Publikum auf eine Achterbahnfahrt der Gef\u00fchle mitzunehmen, desto besser werden Sie als Redner in Erinnerung bleiben. Wollen Sie beispielsweise Ihre Zuh\u00f6rer motivieren, so w\u00e4hlen Sie Geschichten, die zum Handeln anregen und aktivierend wirken. Bauen Sie innerhalb Ihrer Anekdoten einen konsequenten Spannungsbogen auf.<\/p><p>Beschreiben Sie die Pers\u00f6nlichkeit ihrer Helden in den Geschichten m\u00f6glichst detailliert, so dass sich Ihre Zuh\u00f6rer leicht mit ihnen identifizieren k\u00f6nnen. Schlagen Sie inhaltliche Haken, bauen Sie Wendepunkte ein und lassen Sie auch einmal etwas Unerwartetes geschehen. Denken Sie bei Ihrer Dramaturgie immer daran, welche Gef\u00fchle Ihre Zuh\u00f6rer erleben sollen. Dies setzt nat\u00fcrlich voraus, dass Sie ein wichtiges Prinzip beherzigen: \u201eGo First\u201c. Sie m\u00fcssen die Emotionen selber sp\u00fcren, die Sie verbal und nonverbal in Ihren Geschichten transportieren wollen.<\/p><h3><strong>Storytelling lernen &#8211; Schritt 3: Erfahrung<\/strong><\/h3><p><em>Henri Dumont h\u00e4lt es vor lauter Nervosit\u00e4t kaum noch aus. Statt hier im Cockpit zu sitzen, w\u00fcrde er lieber seine Juliette in den Arm nehmen und leidenschaftlich k\u00fcssen. Doch welche Flugroute soll er w\u00e4hlen, um so schnell wie m\u00f6glich nach Paris zu kommen? Zum Gl\u00fcck ist Henri ein sehr erfahrener Pilot, der jede der m\u00f6glichen Strecken schon dutzende Male geflogen ist. Er holt sein Notizbuch hervor, in dem sich die Aufzeichnungen der letzten f\u00fcnf Jahre befinden. Anhand der St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der einzelnen Routen trifft er seine Entscheidung. Er w\u00e4hlt den Kurs, der \u00fcber Gr\u00f6nland f\u00fchrt. Der ist zwar am schwierigsten zu Fliegen, aber auch um eine Stunde schneller, als alle Alternativen&#8230;<\/em><\/p><p>Wenn Sie etwas aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln wollen, m\u00fcssen Sie es vorher hineinpacken. Je gr\u00f6\u00dfer Ihr Repertoire ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, f\u00fcr jeden Anlass die passenden Geschichten auszuw\u00e4hlen. Sie fragen sich, wie das am besten geht? Lesen Sie spannende Romane, schauen Sie sich Theaterauff\u00fchrungen an und abonnieren Sie inspirierende Blogs. Und gehen Sie vor allem mit offenen Augen durchs Leben.<\/p><p>Die Welt ist voller Geschichten, die nur darauf warten, von Ihnen erz\u00e4hlt zu werden. Noch besser ist es, wenn Sie auf viele selbst erlebte Erfahrungen zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Das steigert Ihre Authenzit\u00e4t und Kompetenz als <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wie-finde-ich-einen-guten-vortragsredner\/\">Redner<\/a> betr\u00e4chtlich. Die einfachste M\u00f6glichkeit, um sich einen riesigen Schatz an spannenden Geschichten anzueignen, liegt daher in einem abwechslungsreichen Leben. Und halten Sie die erz\u00e4hlenswerten Momente unbedingt schriftlich fest. Legen Sie sich ein hochwertiges Notizbuch zu und dann schreiben Sie Ihre pers\u00f6nlichen Erlebnisse auf. Und zwar immer sofort und nicht erst am Abend oder wenn Sie Zeit daf\u00fcr haben.<\/p><p>Glauben Sie mir, ein Gedanke, der erst einmal verschwunden ist, kommt so schnell nicht wieder. Schon bald werden Sie ein Bewusstsein f\u00fcr die richtigen Situationen entwickeln. Und Sie werden ebenso rasch feststellen, dass Ihr Leben gleichzeitig bunter, spannender und ereignisreicher sein wird. Wenn Sie heute beginnen, haben Sie in 365 Tagen ein komplettes Buch mit spannenden und emotionalen Geschichten. Vor <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/keynote-speaker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jedem Vortrag<\/a> m\u00fcssen Sie dann anhand Ihrer Checkliste nur noch die Stories w\u00e4hlen, die am besten zum Thema und zum Anlass passen.<\/p><h3><strong>Storytelling lernen &#8211; Schritt 4: Routine<\/strong><\/h3><p><em>Kurz vor Gr\u00f6nland wird das Flugzeug von einem heftigen Gewitter \u00fcberrascht. Der f\u00fcr das Cockpit verantwortliche erste Offizier ist noch neu im Gesch\u00e4ft und mit der kritischen Situation \u00fcberfordert. Der Schwei\u00df rinnt ihm die Stirn herunter und er wei\u00df nicht, was er tun soll. Doch Henri rettet die brenzlige Lage mit seiner ganzen Erfahrung und \u00fcbernimmt das Steuer. Weil er schon h\u00e4ufig in einer \u00e4hnlichen Situation war, strahlt er Sicherheit, Ruhe und Kompetenz aus. Nach wenigen Minuten hat er die Maschine wieder auf Kurs gebracht und schaut l\u00e4chelnd auf die Uhr. Noch drei Stunden bis Paris&#8230;<\/em><\/p><p>Wiederholung ist die Mutter allen Lernens und Training der Vater des Erfolgs. Nervosit\u00e4t und Unsicherheit resultieren vor allem durch eine nicht ausreichende Vorbereitung und zu wenig \u00dcbung. Trainieren Sie das Erz\u00e4hlen Ihrer Geschichten im Auto, vor dem Spiegel oder auf Familienfeiern. Ideal ist es, wenn Sie Kinder haben, denn ehrlicheres Feedback werden Sie nirgendwo anders bekommen. Nehmen Sie genau wahr, welche Stellen gut ankommen und wo Sie noch etwas feilen m\u00fcssen.<\/p><p>\u00dcben Sie, bis Sie Ihre Geschichten so fl\u00fcssig erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, dass Sie ein Teil von Ihnen geworden sind. Ab diesem Moment k\u00f6nnen Sie sich voll und ganz auf die kunstvolle Pr\u00e4sentation und die humorvolle Interaktion mit Ihren Zuh\u00f6rern konzentrieren.<\/p><h3><strong>Storytelling leren &#8211; Schritt 5: Instrumente<\/strong><\/h3><p><em>Paris. 19:00 Uhr. Bei sommerlichen 23 Grad sitzen Henri Dumont und seine Freundin Juliette auf der Dachterrasse des Restaurants Coup de Coeur und genie\u00dfen gemeinsam den Sonnenuntergang, der wohl nirgendwo auf der Welt so romantisch ist, wie in der Stadt der Liebe. Der Wind weht angenehm k\u00fchl \u00fcber die Haut und der s\u00fc\u00dfliche Duft von Flieder liegt in der Luft. Henri \u00fcberl\u00e4sst an diesem Abend nichts dem Zufall. <\/em><\/p><p><em>Er hat seinen besten Anzug angezogen, und tr\u00e4gt die edlen Manschettenkn\u00f6pfe mit Gravur, die Juliette ihm zum Geburtstag geschenkt hat. Er ist sehr aufmerksam, macht seiner Liebsten viele Komplimente und hat zu jeder Gelegenheit eine passende Geschichte parat. Juliette schmilzt dahin: \u201eAch Henri, ich kann es nicht rational begr\u00fcnden, aber ich f\u00fchle mich in deiner Gesellschaft einfach wohl und geborgen&#8230;\u201c<\/em><\/p><p>Nachdem Ihr Inhalt steht, k\u00f6nnen Sie Ihren Fokus auf die Form und den gezielten Einbau von Humor richten. Die wichtigsten Werkzeuge f\u00fcr Sie als Storyteller sind dabei Ihre Stimme, Ihre Mimik und Ihre Gestik. Grunds\u00e4tzlich gilt: Je abwechslungsreicher, desto besser. Spielen Sie mit der Lautst\u00e4rke und benutzen Sie die ganze Bandbreite der Tonalit\u00e4t.<\/p><p>Setzen Sie kraftvolle Gesten ein und unterstreichen Sie die Aussagen der Worte mit Ihrer Mimik. Je mehr Sie Ihre Anekdoten selber leben, desto leichter wird Ihnen dies fallen. Ein wichtiger Tipp: Nehmen Sie ihre Performances regelm\u00e4\u00dfig mit einer Kamera oder Ihrem Smartphone auf und achten Sie bei der Analyse besonders auf die Wirkung der angesprochenen Punkte.<\/p><p>Wenn Sie Ihr Publikum nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz ber\u00fchren m\u00f6chten, ist es von entscheidender Bedeutung, Ihre Geschichten emotional und sinnesspezifisch zu gestalten. Lassen Sie mit Ihren Worten in den K\u00f6pfen der Zuh\u00f6rer gro\u00dfe und lebendige Bilder entstehen. Aktivieren Sie alle f\u00fcnf Sinne und verwenden Sie viele Adjektive. Spannen Sie mit Ihrem Storytelling mehrere Ebenen gleichzeitig auf: inhaltlich, sprachlich und auch emotional.<\/p><p>Erz\u00e4hlen Sie Geschichten in Geschichten und machen Sie bewusste Pausen, wenn es spannend wird. Je abwechslungsreicher und humorvoller Sie ihr Storytelling pr\u00e4sentieren, desto st\u00e4rker erreichen Sie Ihre Zuh\u00f6rer auf der unbewussten Ebene und potenzieren damit den Lern- und Erinnerungseffekt. Vor allem aber bleiben Sie als <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/meine-10-besten-praesentationstipps\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">begeisternder Redner<\/a> und virtuoser Verbalakrobat im Ged\u00e4chtnis.<\/p><h3><strong>Storytelling lernen &#8211; Schritt 6: Komik<\/strong><\/h3><p><em>\u201eSo viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Es kommt mir vor, als w\u00e4re ich in jeder Deiner Geschichten die Hauptperson.\u201c Juliette ist gl\u00fccklich und ihre Augen funkeln. Dabei war Henri noch vor wenigen Monaten eigentlich eher sch\u00fcchtern. Seine zaghaften Versuche, humorvoll sein zu wollen, wirkten ziemlich h\u00f6lzern. Doch dann begeisterte er sich f\u00fcr den feinsinnigen Humor von Loriot und schaute sich viele unsch\u00e4tzbare Details ab. <\/em><\/p><p><em>Vor allem wurde er mutig. Im Kollegenkreis erz\u00e4hlte er immer wieder ein paar witzige Stories und schon bald wurde er f\u00fcr seine ber\u00fchmte Geschichte mit der blonden Stewardess gesch\u00e4tzt, bei der sich die Zuh\u00f6rer immer wieder vor Lachen die B\u00e4uche hielten. Heute ist Henri ein sehr eloquenter und humorvoller Erz\u00e4hler, dem es mit gro\u00dfer Souver\u00e4nit\u00e4t gelingt, seine Zuh\u00f6rer zum Schmunzeln zu bringen. Gerade als Juliette sich wieder einmal eine Freudentr\u00e4ne aus dem Augenwinkel wischt, greift er in die Innentasche seine Jacketts&#8230;<\/em><\/p><p>Humor ist Ihr wichtigstes Instrument, wenn Sie Ihr Publikum dazu bringen wollen, eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen aufzubauen und in ressourcevolle Zust\u00e4nde zu gehen. Storytelling bietet Ihnen den optimalen Rahmen, um Ihre Zuh\u00f6rer lebendig und humorvoll zu unterhalten. Nichts vermag Menschen so leicht zum Lachen zu bringen wie eine lustige und authentisch erz\u00e4hlte Geschichte.<\/p><p>\u201eAber Ilja\u201c, werden Sie jetzt vielleicht einwenden, \u201eich bin \u00fcberhaupt nicht humorvoll und von Natur aus eher der ernste Typ!\u201c Keine Sorge, da habe ich eine gute Nachricht f\u00fcr Sie: Humor ist eine F\u00e4higkeit, die erlernbar ist. Auch von Ihnen. Hier ist Ihr pers\u00f6nlicher Trainingsplan:<\/p><ul><li>Lachen Sie regelm\u00e4\u00dfig vor dem Spiegel und schauen Sie sich dabei in die Augen. Ihr Gehirn macht keinen Unterschied, ob etwas real ist oder ob Sie es sich nur vorstellen. Die neurophysiologischen Prozesse sind die gleichen. (Ja, trauen Sie sich ruhig, es schaut ja keiner zu)<\/li><li>Umgeben Sie sich so oft es geht mit humorvollen und lebensbejahenden Menschen.<\/li><li>Schauen Sie sich lustige Serien, Filme und Theaterst\u00fccke an. Nehmen Sie genau wahr, wor\u00fcber Sie lachen m\u00fcssen, und warum.<\/li><li>Verbringen Sie viel Zeit mit Ihren Kindern (wenn Sie keine haben, dann mit denen Ihrer Freunde). Kinder sind die wahren Meister, wenn es um Humor und Lebensfreude geht!<\/li><li>Nutzen Sie jede Gelegenheit, um humorvolle Geschichten zu erz\u00e4hlen. Beginnen Sie im sicheren Kreis (Familie, Freunde, etc.) und filtern Sie heraus, womit Sie andere Menschen zum Lachen bringen.<\/li><li>Betrachten Sie Humor nicht als Technik, sondern als <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/attituede\/\">Attitude<\/a>.<\/li><\/ul><h3>\u00a0<\/h3><h3><strong>Storytelling lernen &#8211; Schritt 7: Abschluss<\/strong><\/h3><p><em>Es ist der perfekte Moment. Die elegante Schatulle mit dem Ring in der Hand haltend, stellt Henri die entscheidende Frage, die er in seinem Kopf schon so h\u00e4ufig geprobt hat: \u201eJuliette, willst Du meine Frau werden?\u201c Nun blickt er erwartungsvoll in die blauen Augen, in die er sich vor genau acht Monaten so unsterblich verliebt hat. <\/em><\/p><p><em>\u201eWei\u00dft Du, Henri,\u201c beginnt Juliette z\u00f6gerlich, \u201eich erinnere mich noch gut an unser erstes Date. Du warst so anders als die M\u00e4nner, die ich bisher kannte. Du hast dich f\u00fcr mich interessiert, mir so aufmerksam zugeh\u00f6rt und mir jederzeit das Gef\u00fchl gegeben, etwas ganz Besonderes zu sein. In dem Moment wusste ich: Mit diesem Mann m\u00f6chte ich den Rest meines Lebens verbringen. Meine Antwort lautet: Ja!\u201c Henri strahlt \u00fcber das ganze Gesicht. Er gibt dem Kellner das verabredete Zeichen, dieser entz\u00fcndet ein Streichholz, und im selben Moment wird der Pariser Abendhimmel von einem einzigartigen Feuerwerk\u00a0 erleuchtet. <\/em><\/p><p><em>Die Lippen von Juliette und Henri bewegen sich aufeinander zu. Und kurz bevor die Beiden sich leidenschaftlich k\u00fcssen, haucht Juliette ihrem zuk\u00fcnftigen Ehemann noch etwas ins Ohr: \u201eAch Liebster, der Anfang unserer Beziehung war schon beeindruckend. Aber den Abschluss dieses Dinners werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen!\u201c<\/em><\/p><p>Der Anfang und das Ende eines Vortrages werden gerne untersch\u00e4tzt. Ihr Publikum erinnert aber vor allem, was Sie als erstes und als letztes gesagt und getan haben. Streichen Sie zu Beginn s\u00e4mtliche belanglosen Floskeln, Begr\u00fc\u00dfungen oder Informationen, sondern kommen Sie sofort zum Punkt. Beginnen Sie mit einer faszinierenden Geschichte, die Ihre Zuh\u00f6rer sofort in die Handlung zieht.<\/p><p>Und wenn Sie Ihr Publikum erst einmal emotional gepackt haben, dann lassen Sie es nicht mehr los. Weben Sie Ihre Geschichten und Metaphern ineinander und enden Sie dann mit einem Knaller, der im Ged\u00e4chtnis bleibt. Dies kann eine sehr pers\u00f6nliche Anekdote sein, eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Pointe oder ein besonders emotionales Ende einer Geschichte. Wof\u00fcr auch immer Sie sich entscheiden, wenn Sie mit einem Highlight enden, dann werden Sie als Redner mit der positiven Emotion verkn\u00fcpft. Auf diese Weise gelingt es ihnen, sich einen Platz im Kopf ihrer Zuh\u00f6rer, vor allem aber einen in den Herzen zu sichern. Und darauf kommt es an.<\/p><h2><strong>Storytelling im Business &#8211; Ein machtvolles Werkzeug<\/strong><\/h2><p>Die Storytelling Methode ist das optimale Vehikel, um Ihre Ideen und Botschaften humorvoll und erinnerungsw\u00fcrdig zu transportieren. Wenn Sie die einzelnen Schritte der A.M.E.R.I.K.A.-Methode beherzigen und regelm\u00e4\u00dfig trainieren, haben Sie einen treuen Begleiter an Ihrer Seite, um Geschichten, Anekdoten und Metaphern als wichtiges Tool in Ihren professionellen <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/keynote-speaker-werden\/\">Redner-Werkzeugkasten<\/a> aufzunehmen. Genie\u00dfen Sie es, Ihre Zuh\u00f6rer mit auf faszinierende Reisen zu nehmen. Erz\u00e4hlen Sie Ihre Stories auf eine Art und Weise, dass sie Ihnen an den Lippen h\u00e4ngen und Ihnen Standing Ovations schenken. Und wer wei\u00df, m\u00f6glicherweise lautet einer Ihrer Lieblingss\u00e4tze schon bald: \u201eDa f\u00e4llt mir eine Geschichte ein&#8230;\u201c.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definition Storytelling Storytelling lernen. Oder klassisch auf Deutch: Die Kunst des Geschichten erz\u00e4hlens meistern. Warum sollte man sich damit besch\u00e4ftigen, diese F\u00e4higkeit zu lernen? Ganz einfach. Geschichten fesseln. Geschichten begeistern. Sie bewegen emotional und wirken auf unbewusster Ebene. Laut Wikipedia wird Storytelling wie folgt definiert: &#8222;Es ist eine Erz\u00e4hlmethode, mit der explizites, aber vor allem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26638,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-26628","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alle"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26628"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26628\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}