{"id":32909,"date":"2023-07-24T11:01:52","date_gmt":"2023-07-24T09:01:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/?p=32909"},"modified":"2023-07-24T11:01:52","modified_gmt":"2023-07-24T09:01:52","slug":"unbewusste-selbstsabotage-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/unbewusste-selbstsabotage-verhindern\/","title":{"rendered":"Preventing and breaking through unconscious self-sabotage"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"32909\" class=\"elementor elementor-32909\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-92e595f elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"92e595f\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d3ad090\" data-id=\"d3ad090\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0a8649d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0a8649d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div>Kennen Sie den gr\u00f6\u00dften Feind des <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/what-is-success\/\">Success<\/a>? Es ist die unbewusste Selbstsabotage, mit der wir alle mehr oder weniger intensiv zu k\u00e4mpfen haben. Sie tritt immer dann auf, wenn unsere unbewussten Muster im Gegensatz zu den bewussten Zielen und Vorhaben stehen. In diesem Artikel wollen wir uns anschauen, wie die unbewusste Selbstsabotage entsteht und nat\u00fcrlich auch, wie man sie duchbricht.<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Unbewusste Botschaften pr\u00e4gen das Mindset<\/h2><div>Ich war nie ein guter Sch\u00fcler. Sp\u00e4testens ab der 8. Klasse habe ich mich mehr oder weniger durgewurschtelt. Und h\u00e4tte ich nicht einige Paradef\u00e4cher gehabt, so h\u00e4tte mir mein komplettes Desinteresse an Mathe, Physik und Chemie wohl notentechnisch das Genick gebrochen. Aber erst heute, viele Jahre und eine gro\u00dfe Portion Lebenserfahrung sp\u00e4ter wei\u00df ich, warum die Schule und ich nie beste Freunde wurden. Es lag an der Struktur, den Zielen und den Botschaften, die mir bewusst oder unbewusst \u00fcber meine gesamte Kindheit eingetrichtert wurden.\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Vielleicht kommen Ihnen einige davon ja bekannt vor: Sitz still. Bereite Dich gut auf die n\u00e4chste Pr\u00fcfung vor. Pass Dich an. Mach Deine Hausaufgaben. Hinterfrage nicht. Befolge die Anweisungen der Lehrer. Lerne auswendig. Schreib in Deinem Heft nicht \u00fcber den Rand. Mach nicht mehr als n\u00f6tig. Regeln sind wichtiger als Kreativit\u00e4t. Halte Dich im Hintergrund. Das Kollektiv ist wichtiger als der Einzelne. Vermeide Risiken. Tue das, was alle tun. Schlag Dir die Tr\u00e4umereien aus dem Kopf. Tu das, was alle tun. Und last but not least nat\u00fcrlich der bekannte Klassiker\u00a0<i>Gute Noten sind wichtiger als etwas zu verstehen<\/i>.<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Wertsch\u00e4tzung versus Versagerbotschaften<\/h2><div>Das Ergebnis? Das Schulsystem hat meine Kreativit\u00e4t und meinen Entdeckergeist gekillt. Und weil auch heute immer noch die Methoden aus den 1980er Jahren Bestand haben, sind Millionen von Kindern zwar echte Experten im Auswendiglernen und Bestehen von Klausuren, verf\u00fcgen jedoch \u00fcber so gut wie keine Probleml\u00f6sungskompetenz. Nat\u00fcrlich ist dies nicht die Schuld der Lehrer, denn viele Lehrkr\u00e4fte sind super engagiert und richtig toll. Leider haben sie mit genau den gleichen Hindernissen zu k\u00e4mpfen, denn die Institution Schule mag keine kreativen P\u00e4dagogen.\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Stattdessen mag sie starre Lehrpl\u00e4ne. Fixe Strukturen. Und auf keinen Fall eine Abweichung von der Norm. Der Status Quo des Bildungssystems f\u00fchrt dann dazu, dass die einzige F\u00e4higkeit, die unsere Kinder nach ihrem Abschluss perfekt beherrschen, &#8222;gut in der Schule sein&#8220; ist. Doch welche Relevanz hat das Auswendiglernen von Fakten, die man innerhalb von wenigen Sekunden googeln k\u00f6nnte? Wie wichtig ist das Wiederk\u00e4uen von Antworten, welche die fragenden Lehrkr\u00e4fte schon l\u00e4ngst kennen?\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Richtig, im wahren Leben sind vollkommen andere Kompetenzen gefragt. Weder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Astrid_Lindgren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Astrid Lindgren<\/a>, Elon Musk, Arianna Huffington oder irgendeine andere au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeit hat ihren Erfolg der Ausbildung an einer Schule zu verdanken. Denn wir leben schon lange nicht mehr in der Industriegesellschaft, wo Schulen vor allem konforme Arbeiter hervorbringen sollten, die dann flei\u00dfig und zuverl\u00e4ssig ihren Dienst an den Flie\u00dfb\u00e4ndern der Fabriken absolvieren sollten. Gut in der Schule zu sein ist beim Aufbau eines StartUps, in der <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/leadership-german\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Guidance<\/a> eines Unternehmens oder der Entwicklung von zukunftsorientierten Ideen leider genau so irrelevant wie wenn Sie eine absolute Expertin im Bowling w\u00e4ren.<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Unbewusste Selbstsabotage verhindern: Das Mindset ist der Schl\u00fcssel<\/h2><div>Auch im Studium wird es nicht etwa besser. Die Themen und Inhalte m\u00f6gen zwar komplexer sein, aber trotzdem geht es in erster Linie immer noch um das Auswendiglernen von pr\u00fcfungsrelevanten Informationen. Die praktische Anwendung des Wissens in unterschiedlichen Kontexten spielt hingegen so gut wie keine Rolle. Es war ein pr\u00e4gender Moment in meinem Leben, als ich direkt nach meinem Uni-Abschluss zum ersten Mal eine neue Perspektive eingenommen habe.\u00a0Weil ich begriff, dass mir die Pr\u00e4gungen, Botschaften und Suggestionen des Bildungssystems f\u00fcr meine Zukunft nur im Wege stehen w\u00fcrden.\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Und ehe ich mich versah, stand ich vor der wohl schwierigsten <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/make-change-easy-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Shift<\/a> of my life so far. I had to learn to unlearn everything I had grown up with. What had been drilled into me at school for years. I had to discard the messages from the past and redefine who I wanted to be. What I believe in. And which <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/mindset-german\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mindset<\/a> should drive me. There is a direct connection between the results in our lives and our current mindset, which you can imagine as follows.<\/div><div>\u00a0<\/div><div><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-32916 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mindset-Lernen-und-Beeinflussen-1024x576.png\" alt=\"Mindset Modell deutsch\" width=\"800\" height=\"450\" title=\"\"><\/div><div>\u00a0<\/div><div>However the <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/shaping-a-sustainable-mindset\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mindset<\/a> aussieht, mit dem Sie zurzeit durchs Leben gehen, es ist die einzigartige Kombination Ihrer Identit\u00e4t, Ihren wichtigsten <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/what-are-values\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Values<\/a> und Ihren tiefsten <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/recognizing-the-resolution-of-beliefs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beliefs<\/a>. Diese besondere Mischung bestimmt nicht nur Ihre generelle Weltsicht, sondern auch Ihre F\u00e4higkeiten, Ihr Verhalten, Ihre Entscheidungsstrategien und am Ende des Tages eben auch Ihre Ergebnisse. Oder kurz und knackig auf den Punkt gebracht:<\/div><div>\u00a0<\/div><div><i>Your behavior is always a direct reflection of your mindset.<\/i><\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Ihr Mindset beeinflusst das gesamte Leben. Immer. \u00dcberall.<\/h2><div>Sie k\u00f6nnen sich auf intellektueller Ebene noch so sehr w\u00fcnschen, eine erfolgreiche Unternehmerin zu sein, finanzielle Freiheit zu erlangen oder endlich den Partner f\u00fcrs Leben zu finden. Wenn Ihr Mindset auf einer diesen Tr\u00e4umen entgegengesetzten <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/self-image\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Identity<\/a> und damit einhergehenden Glaubenss\u00e4tzen basiert, dann werden Sie alles daf\u00fcr tun, dass die Realit\u00e4t sich Ihren \u00dcberzeugungen angleicht. Dies liegt an einem universellen Zusammenhang, wenn es um Ver\u00e4nderungen im Leben geht.<\/div><div>\u00a0<\/div><div><i>The more a behavior attacks our current mindset, the more we will unconsciously do everything we can to postpone or even completely prevent this behavior.<\/i><\/div><div>\u00a0<\/div><div>Please note that this process takes place completely unconsciously, even if you are rationally guided by your <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/set-goals\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Targets<\/a> are convinced. Nevertheless, people are true artists at unconsciously sabotaging all these consciously expressed intentions in order to preserve their own identity and the convictions that go with it.<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Glaubenss\u00e4tze als Quelle f\u00fcr unbewusste Selbstsabotage<\/h2><div>Statt \u00dcberzeugungen k\u00f6nnen Sie gerne auch Glaubenss\u00e4tze oder Beliefs sagen. Gemeint sind damit die vermeintlichen Fakten und Zusammenh\u00e4nge, von denen Sie glauben, dass sie wahr sind, sowie die generellen Prinzipien, wie das Leben funktioniert, was alles m\u00f6glich ist oder wer Sie als Pers\u00f6nlichkeit sind bzw. sein k\u00f6nnten. Ein paar Beispiele gef\u00e4llig?\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Hier kommt eine unvollst\u00e4ndige Auswahl von ein paar Klassikern:<\/div><div>\u00a0<\/div><ul><li>Schuster bleib bei Deinen Leisten.<\/li><li>Ich bin nicht gut genug.<\/li><li>Geld verdirbt den Charakter.<\/li><li>Rechne lieber mit dem Schlechtesten, dann wirst Du nicht entt\u00e4uscht.<\/li><li>Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen.<\/li><li>Das Leben ist kein Zuckerschlecken.<\/li><li>Die Menschheit wird immer schlechter.<\/li><li>Ich ziehe den Misserfolg magisch an.<\/li><li>Das geht nicht so einfach.<\/li><li>Um Erfolg zu haben, muss man die Ellenbogen ausfahren.<\/li><li>Ich bin an allem schuld.<\/li><li>Daf\u00fcr fehlt mir die Zeit.<\/li><li>Das mag bei anderen klappen, bei mir ist das anders.<\/li><li>Or my absolute favorite: change has to be hard for it to work.<\/li><\/ul><div>\u00a0<\/div><div>Ich bin mir sicher, dass Sie beim Lesen direkt noch weitere Beispiele im Kopf hatten, nicht wahr? Dann lassen Sie uns jetzt zum wohl wichtigsten Charakteristikum von Glaubenss\u00e4tzen kommen. Diese entstehen n\u00e4mlich nicht aus dem Nichts und sind auf einmal da. Ganz im Gegenteil. Glaubenss\u00e4tze kommen immer von Au\u00dfen. Kennen Sie ein Baby, das als Rassist geboren wurde? Kennen Sie einen kleinen Jungen, der mit diskriminierenden Vorurteilen durchs Leben geht? Oder kennen Sie ein M\u00e4dchen, dass ihre ausl\u00e4ndische Freundin im Kindergarten ausgrenzt, weil sie davon \u00fcberzeugt ist, dass diese ihr sp\u00e4ter mal den Job wegnehmen wird?\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Sehen Sie, ich auch nicht. S\u00e4mtliche \u00dcberzeugungen (die positiven wie die negativen) lernen wir erst im Laufe der Zeit von wichtigen Bezugspersonen aus unserem sozialen Umfeld. Ob wir es wollen oder nicht, wir \u00fcbernehmen die Weltsicht unserer Eltern, Verwandten und sp\u00e4ter unserer Lehrer. Anfangs sind diese Glaubenss\u00e4tze noch ganz klein und zart. Aber je mehr wir diese best\u00e4tigt sehen, desto mehr verfestigen sich diese. Bis sie irgendwann tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind, und dort zuverl\u00e4ssig ihre Wirkung entfalten.<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Die Summe der Glaubenss\u00e4tze beeinflusst das Mindset<\/h2><div>By the time we are teenagers at the latest, we have developed a mindset that serves as a compass for our lives. We have learned what is good and what is bad. What to do and what not to do. What place fate has assigned us and what our future will look like. And since the mass of messages we have been bombarded with has tended to be negative, the mass of our beliefs is correspondingly limiting. The result: despite our best intentions, we sabotage ourselves and struggle with the constant feeling that we are running into a glass wall. Because our behavior is always a reflection of our mindset. And what is even more insidious is that we are completely unaware of all this.<\/div><div>\u00a0<\/div><div>&#8222;Okay Ilja, wenn mein Mindset ganz automatisch meine F\u00e4higkeiten, mein Verhalten und meine Entscheidungen beeinflusst, dann muss ich ja eigentlich nur mein Mindset positiv ver\u00e4ndern und schon f\u00fchren mich meine unbewussten Programme wie von selbst n\u00e4her an meine Ziele und Tr\u00e4ume, oder?&#8220; Gut, dass Sie fragen. Meine Antwort kommt im Radio Eriwan Stil und lautet: Im Prinzip ja. Denn die gro\u00dfe Herausforderung lauert im unscheinbaren Wort eigentlich. Es funktioniert nicht per Fingerschnipp und braucht eine gewisse Zeit. Wie Sie in der Abbildung erkennen k\u00f6nnen, ist die einzige M\u00f6glichkeit, Ihr Mindset dauerhaft durch Ihre Gedanken, Ihre Entscheidungen und Ihr Verhalten zu ver\u00e4ndern n\u00e4mlich bewusstes Lernen.\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Unbewusste Selbstsabotage verhindern<\/h2><div>Der grunds\u00e4tzliche Prozess, um unbewusste Selbstsabotage zu verhindern, ist \u00fcberraschend einfach. Es gilt, ein limitierendes Muster zu identifizieren und aus dem Unterbewusstsein an die bewusste Oberfl\u00e4che zu bef\u00f6rdern. Dort k\u00f6nnen wir es dann mit einer f\u00f6rderlichen Alternative ersetzen, und es wieder zu einem unbewussten Automatismus werden lassen, der dann seinen positiven Dienst f\u00fcr uns erledigt. Klingt erst einmal einfach, nicht wahr? Ist es auch. Wie so h\u00e4ufig steht das Wort <i>einfach<\/i>\u00a0aber vor allem f\u00fcr\u00a0<i>nicht kompliziert<\/i>\u00a0und nicht f\u00fcr leicht. Denn unbewusste Muster k\u00f6nnen extrem hartn\u00e4ckig sein und es braucht eine gro\u00dfe Portion Disziplin, Commitment und Durchhalteverm\u00f6gen, um eine negative Gewohnheit in eine positive zu transformieren.<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Of course, I know that these values don't sound particularly sexy in times when everyone just wants to live in the moment and have all their needs met immediately. But not only is it worthwhile, it can also be a lot of fun. If you look at the illustration, you can see the 4-step process at a glance.<\/div><div>\u00a0<\/div><div><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-32924 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/4-Stufen-Prozess-Lernen-zu-Verlernen-1024x576.png\" alt=\"glaubenss\u00e4tze aufl\u00f6sen\" width=\"800\" height=\"450\" title=\"\"><\/div><div>\u00a0<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>Unbewusste Selbstsabotage: Das Wenn-Dann-Schema<\/h2><div>Bevor wir uns die einzelnen Stufen anschauen, ist es wichtig, dass wir uns noch einmal detailliert das Prinzip von unbewussten Automatismen anschauen. Diese funktionieren n\u00e4mlich immer gleich. Stellen Sie sich dazu vor, dass Sie ein Computerprogramm schreiben, dem folgender Algorithmus zugrunde liegt:\u00a0<i>Immer, wenn X passiert, dann reagiere mit Y<\/i>. Ein klassisches Reiz-Reaktions-Schema. Im Kontext menschlichen Verhaltens ist X ein bestimmter Trigger, der eine emotionale Reaktion hervorruft, uns an eine bestimmte Erfahrung erinnert oder einen Zustand ausl\u00f6st. Als Trigger k\u00f6nnen dabei Bilder, W\u00f6rter, Ger\u00e4usche, Ger\u00fcche, Geschm\u00e4cker oder Tonf\u00e4lle dienen. Wird ein solcher Trigger ausgel\u00f6st, spult unser Unterbewusstsein automatisch das gelernte Programm ab. Hier einige konkrete Beispiele:<\/div><div>\u00a0<\/div><ul><li>Sie nehmen den Duft von frischem Kuchen wahr, und erinnern sich sofort an eine sch\u00f6ne Situation aus Ihrer Kindheit.<\/li><li>Ihr Lebenspartner reagiert auf einen Vorschlag mit einem typischen Gesichtsausdruck, und Sie f\u00fchlen sich automatisch unsicher.<\/li><li>Sie h\u00f6ren Ihr Lieblingslied im Auto und sind wie von selbst motiviert.<\/li><li>Sie blicken auf Ihr \u00fcberf\u00fclltes Emailpostfach und beginnen sofort damit, sich mit sinnlosem Surfen auf Social Media abzulenken.<\/li><li>Ihr Chef gibt benutzt einen bestimmen Tonfall und Sie f\u00fchlen sich unsicher.<\/li><li>Vor einer Pr\u00e4sentation blicken Sie in die Gesichter Ihrer Zuh\u00f6rer und Ihr Herz f\u00e4ngt an, schneller zu schlagen.<\/li><li>You're driving down the highway hungry and spot the glowing M of a large fast food chain. Although you want to eat healthily, you pull off at the exit and order a double cheeseburger with fries and a milkshake (you know, I got this example from a friend)<\/li><\/ul><div>\u00a0<\/div><h2>Lernen, zu verlernen in vier Stufen<\/h2><div>In each of these examples, the respective trigger ensures that an automatic program is unwound. Your subconscious doesn't care whether it's something positive or negative. Only one thing is important: when X happens, it reacts with Y. This leads to a crucial insight. If we are dissatisfied with Y, then we have to start with X.<\/div><div>\u00a0<\/div><h3>Stufe 1: Bewusstheit<\/h3><div>Jeden Tag l\u00e4uft Ihr Unterbewusstsein auf Hochtouren. Sie denken, entscheiden und handeln. Das Problem dabei: Das Ganze l\u00e4uft so automatisiert ab, dass es f\u00fcr Sie so normal geworden ist, dass Sie es gar nicht mehr mitbekommen. Das Ziel dieses Schritts ist es, diesen unbewussten Loop zu durchtrennen, und unbewusste Muster an die bewusste Oberfl\u00e4che zu holen. Gehen Sie hierf\u00fcr mit einem hohen Grad an <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/achtsamkeit-lernen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Achtsamkeit<\/a> durchs Leben. Nehmen Sie wahr, welche Trigger bei Ihnen welches Verhalten ausl\u00f6sen. Welche Gedanken Sie in welchen Situationen denken. Welche Strategie Ihre <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/learning-to-make-decisions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Decisions<\/a> determined. And which patterns you can recognize in your behaviour. At first, this will seem like an almost impossible task. No wonder, because where your everyday life was on autopilot not long ago, you are now taking the wheel into your own hands. But mindfulness can also be trained. And the more consciously you become of the many processes that were previously completely unconscious, the easier step two will be for you.<\/div><div>\u00a0<\/div><h3>Stufe 2: Verlernen<\/h3><div>Je achtsamer Sie durchs Leben gehen, desto mehr unbewusste Muster werden Sie wahrnehmen, die f\u00fcr Sie eher limitierend als f\u00f6rderlich sind. W\u00e4hlen Sie sich nun eines dieser Muster aus, das Sie gerne ver\u00e4ndern m\u00f6chten. Achten Sie f\u00fcr einige Tage ganz genau drauf, welche Strategien hinter dem Verhalten stecken. Wie genau l\u00e4uft das Muster ab? Was genau tun Sie und in welcher Reihenfolge tun Sie es? Welche Sinne sind involviert? Und am allerwichtigsten: Durch welchen Trigger wird das Verhalten ausgel\u00f6st? Denn es gilt das gelernte Programm &#8222;Wenn X passiert, dann reagiere mit Y&#8220; so bewusst wie m\u00f6glich zu unterbrechen und im n\u00e4chsten Schritt umzuprogrammieren.<\/div><div>\u00a0<\/div><h3>Stufe 3: Lernen<\/h3><div>Nun ist es Zeit f\u00fcr eine Entscheidung. Welches alternative Verhalten m\u00f6chten Sie anstelle des alten als unbewussten Automatismus etablieren? Es reicht leider nicht, wenn Sie sich nur von einer negativen Gewohnheit verabschieden. Ohne positive Alternative ist dieser Versuch zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil nach der Verbannung des Verhaltens zun\u00e4chst ein Vakuum entsteht. Immer wenn der Trigger X ausgel\u00f6st wird, sucht das &#8222;Programm&#8220; verzweifelt nach der gewohnten Reaktion Y. Bieten Sie an dieser Stelle keine Alternative an, so wird nach kurzer Zeit wieder auf das alte Verhalten zur\u00fcckgegriffen. Es ist nicht ausreichend, nur zu entscheiden, dass Sie bspw. kein Fastfood mehr essen wollen, Sie ben\u00f6tigen auch die entsprechende neue Wahlm\u00f6glichkeit. Der Algorithmus k\u00f6nnte dann so aussehen: &#8222;Immer, wenn ich das leuchtende M an der Autobahn entdecke, atme ich tief durch, trinke einen Schluck Wasser und genie\u00dfe einen Proteinriegel.<\/div><div>\u00a0<\/div><h3>Stufe 4: Gewohnheit<\/h3><div>Abschlie\u00dfend gilt es nun, aus der gew\u00e4hlten <a href=\"https:\/\/www.grzeskowitz.de\/en\/make-change-easy-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Shift<\/a> einen neuen &#8211; und f\u00f6rderlichen &#8211; Automatismus zu machen. Je bewusster Sie den Trigger mit dem neuen Verhalten verbinden, desto erfolgreicher wird die Transformation verlaufen. Wie James Clear in seinem Bestseller\u00a0<i>Atomic Habits<\/i>\u00a0beschreibt, dauert es im Schnitt 66 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren. Warum also nicht ein Projekt starten, dass genau so lange dauert? Wichtig sind dabei zwei Faktoren. Erstens, das bewusste Einbauen des neuen Verhaltens in Ihren Alltag. Und zweitens die Regelm\u00e4\u00dfigkeit. Denn je h\u00e4ufiger das neue Programm abgespult wird, desto eher hat es die Chance, wieder ins Unterbewusstsein zu sinken, und von dann an dort als Automatismus seine positive Wirkung zu erzielen.<\/div><div>\u00a0<\/div><h2>In diesen Bereichen lauert die unbewusste Selbstsabotage<\/h2><div>Auf diese Weise haben Sie eine wundervolle Methode an der Hand, limitierende Muster zu verlernen, neue Gewohnheiten zu etablieren und so schrittweise Ihre pers\u00f6nlichen Eisberge zu durchbrechen. Sie ben\u00f6tigen noch etwas Inspiration, in welchen Bereichen es sich lohnt, zu lernen, wie man unbewusste Automatismen verlernt? Here we go:<\/div><div>\u00a0<\/div><ul><li>Limiting beliefs<\/li><li>Poor decision-making strategies<\/li><li>Negative thought patterns<\/li><li>Unnecessary assumptions<\/li><li>Impulsive behavior<\/li><li>Emotional reactions<\/li><li>Unfounded prejudices<\/li><li>The tendency to look for excuses as to why something doesn't work<\/li><li>The focus on problems<\/li><li>Excessive doubting<\/li><li>The tendency to justify oneself<\/li><li>The urge for perfectionism<\/li><li>The stories you tell yourself every day<\/li><\/ul><div>\u00a0<\/div><div>Ich w\u00fcnsche Ihnen gleichsam Freude und Erfolg beim Entdecken und Durchbrechen Ihrer unbewussten Selbstsabotage Muster. Doch achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel auf einmal wollen. Ein Automatismus zurzeit ist nicht nur mehr als ausreichend, sondern Sie erh\u00f6hen auch die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Ver\u00e4nderung.<\/div><div>\u00a0<\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennen Sie den gr\u00f6\u00dften Feind des Erfolgs? Es ist die unbewusste Selbstsabotage, mit der wir alle mehr oder weniger intensiv zu k\u00e4mpfen haben. Sie tritt immer dann auf, wenn unsere unbewussten Muster im Gegensatz zu den bewussten Zielen und Vorhaben stehen. 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