Veränderungskompetenz ist das Change Management der Zukunft

Wie Unternehmen in Zeiten von VUKA, Wandel und Unsicherheit Veränderung erfolgreich gestalten

Die persönliche Veränderungskompetenz wird zum wichtigsten Erfolgsfaktor der Zukunft. Dies ist die Hauptthese dieses Artikels. Doch lassen Sie uns zu Beginn über die Hintergründe sprechen. „Wie sieht das Change management der Zukunft aus?“ Diese Frage bekomme ich in den letzten Wochen und Monaten so häufig wie keine andere gestellt. Kein Wunder, denn mittlerweile ist es kein großes Geheimnis mehr, dass wir uns in einer der größten Transformationsphasen der Menschheit befinden. Auf der einen Seite bewegen wir uns weg von der Informations- hin zur Sinngesellschaft, was die Art wie wir leben dramatisch verändert. Auf der anderen Seite sorgen Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, Robotiks, Quantencomputer, 3-D-Drucker und natürlich die Digitalisierung dafür, dass sich auch die Wirtschaft in einem massiven Wandel befindet. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass sich die Art und Weise, wie wir in zehn Jahren arbeiten und lernen, dramatisch vom derzeitigen Status Quo unterscheiden wird. Dies bleibt selbstverständlich nicht ohne Folgen. Insbesondere für den Umgang mit der Shift selber.

Exponentielle Veränderung statt linearem Wandel: Change is the new Normal

Die größte Veränderung im Umgang mit Change ist der Verlauf des Wandels an sich. Dieser geht nämlich schon lange nicht mehr linear vonstatten, sondern verläuft längst exponentiell. Dies gilt sowohl für die gesamtgesellschaftliche Betrachtung, aber natürlich auch für jede einzelne Branche.

Exponentielle Veränderung

Die Folge: Veränderung hat heute keinen Anfang und kein Ende mehr, sondern ist ein permanenter Dauerzustand geworden. Veränderung ist die neue Normalität. Sie ist heute schneller, komplexer und unberechenbarer als noch vor wenigen Jahren. Und dies hat entsprechende Auswirkungen auf den Einsatz von Change management. Vorbei sind die Zeiten, in denen es einen sicheren Status Quo gab, dann alle paar Jahre einen Veränderungsprozess (den man dann mehr oder weniger erfolgreich managte), bevor man dann den Change irgendwann für beendet erklärte und wieder zur gemütlichen Tagesordnung überging.

Veränderungskompetenz führt zu erfolgreichem Change Management

Lassen Sie uns daher eine unbequeme Wahrheit gleich zu Beginn dieses Artikels aussprechen: Klassisches Change management ist tot. Stattdessen benötigen wir für die Herausforderungen der Zukunft eine vollkommen neue Fähigkeit: Veränderungskompetenz. Dies ist eine besondere Kombination aus Mindset und Skillset. Eine besondere Art und Weise, mit den komplexer werdenden Rahmenbedingungen umzugehen, die Zukunft aktiv zu gestalten und sich selber und die Menschen im eigenen Umfeld mit Empowerment, Mut und Flexibilität auszustatten. Das WAS wir tun, sieht dabei zwangsläufig anders aus, vor allem aber sind es das WIE und das WARUM bzw. WOFÜR, die einem radikalen Paradigmenwechsel unterliegen. In der folgenden Abbildung sehen Sie mein Modell der Veränderungskompetenz in der Übersicht.

Veränderungskompetenz modell

Das Modell der Veränderungskompetenz

Eines sollte aus den ersten Sätzen deutlich geworden sein: Der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft wird der Mensch sein. Und genau aus diesem Grund erhält die Veränderungskompetenz eine so wichtige Bedeutung. Diese so wichtige Eigenschaft basiert auf vier starken Säulen: Leadership, Kultur, Kommunikation und Performance. Der gemeinsame Nenner aller vier Komponenten ist dabei ist Kombination eines kraftvollen Motivs und starker Values. Diese Grundlage wollen wir zunächst betrachten, bevor wir uns dann den vier Faktoren der Veränderungskompetenz detailliert widmen. Diese sind jeder für sich betrachtet wichtig, beeinflussen sich aber auch gegenseitig, und können daher nur in der Gesamtbetrachtung genutzt werden.

Motiv: Shift sollte immer einen Sinn haben, und niemals nur um der Veränderung selber geschehen. Alles beginnt daher mit der entscheidenden Frage:

Warum wollen wir uns überhaupt verändern?

In dieser Antwort liegt Ihr emotionaler Antrieb. In Kombination mit der Frage

Wofür wollen wir uns verändern?

haben Sie ein Motiv, das sowohl einen inneren, als auch einen äußeren Grund beinhaltet, und die unbedingte Grundlage für nachhaltige Ergebnisse ist.

Values: Starke, gemeinsame und geteilte Werte sind in der heutigen Zeit wichtiger als Geld, hierarchische Positionen oder Status. Sie sorgen auf der einen Seite dafür, dass Menschen persönliche Verantwortung übernehmen, sind andererseits aber auch das verbindende Element eines erfolgreichen Teams.


Welche Veränderungen Sie auch immer vorhaben, arbeiten Sie zuerst an Ihrem Motiv und Ihren Werten. Diese bilden die Grundlage für alle vier Elemente der Veränderungskompetenz. Behandeln Sie diese Faktoren stiefmütterlich oder lassen Sie gar vollkommen außen vor, dann ist jedes Change Vorhaben von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Veränderungskompetenz Faktor #1: Leadership

Führung, bzw. Leadership und erfolgreiche Shift gehen Hand in Hand. Die große Kunst ist es, persönliche Verantwortung (unabhängig der hierarchischen Position) zu übernehmen, aber gleichzeitig als Team erfolgreich zu sein. Dies bedeutet, dass es natürlich im ersten Schritt auf Self-Leadership ankommt, denn nur, wer in der Lage ist, sich selber zu führen, der kann auch andere führen und für neue Ideen und Wege begeistern. Erfolgreiches Change Leadership basiert dabei (neben dem Motiv und gemeinsamen Werten) auf folgenden Faktoren:

Klarheit: Mit der Klarheit steht und fällt alles. Und ich meine in diesem Fall wirklich alles. Je größer die eigene Klarheit, desto wirkungsvoller die Entscheidungen, die Kommunikation und die Veränderungs-Strategie.

Fehler: Wer sich auf den Weg macht und den Status Quo radikal hinterfragt, neue Ideen generiert und mutig neue Wege geht, der macht zwangsläufig auch Fehler. Viele Fehler. Und das ist gut so. Erlauben Sie es sich und insbesondere den Menschen in Ihrem Umfeld Fehler machen zu dürfen, ja machen zu müssen. Jeder Fehler bietet eine großartige Möglichkeit, daraus zu lernen und neue Alternativen auszuprobieren.

Entscheidungen: Für mich die wichtigste Eigenschaft eines modernen Leaders. Besonders in unsicheren Zeiten, in denen wir mit entsprechenden Herausforderungen konfrontiert sind, ist es von imminenter Bedeutung, Entscheidungen zu treffen. Zeitnah, transparent und vor allem konsequent. Je besser Sie in der Lage sind, auf diese Art und Weise Entscheidungen zu treffen, desto mehr geben Sie Ihrem Umfeld Orientierung.

Veränderungskompetenz Faktor #2: Kultur

Eine von Flexibilität, Offenheit und Mut zu neuen Wegen gekennzeichnete Unternehmenskultur ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in Zeiten der Veränderung. Ihre Produkte, Ihre Marketingstrategie und Ihre Preise können (und werden) vom Wettbewerb (dem aktuellen und dem zukünftigen) kopiert werden. Aber Kultur kann niemals kopiert werden. Sie ist es, was die Seele eines Unternehmens bzw. einer Organisation ausmacht und am Ende des Tages die Spreu vom Weizen trennt.

Vision: Sämtliche erfolgreiche Unternehmen besitzen eine Gemeinsamkeit: Eine klare, emotionale und eindeutige Vision, die sämtliche Strategien, Ziele und Prozesse prägt und den beteiligten Menschen einen Orientierungspunkt vermittelt. Nicht nur gibt eine Vision dem eigenen Tun und Schaffen eine Bedeutung, sie ist auch der verbindende Faktor, der aus einer Ansammlung einzelner Menschen ein echtes Team formt.

Awareness: Wir können nur das verändern, was uns auch bewusst ist. Je höher der Bewusstheitsgrad der einzelnen Menschen ist, desto höher auch die Veränderungskompetenz. Wichtige Fragen, die Sie sich regelmäßig stellen sollten: Wie wirke ich? Wie kommuniziere ich? Wo liegt mein Fokus? Wie ausgeprägt ist meine Veränderungsbereitschaft? Wie verhalte ich mich? Dieser mutige Blick in den Spiegel ist nicht immer ganz einfach, ohne ihn wird es allerdings wesentlich schwieriger, bzw. sogar gänzlich unmöglich, Veränderungen aktiv und erfolgreich zu gestalten.

Mindset: Dieser Begriff lässt sich schwer ins Deutsche übersetzen. Oftmals fallen dann Definitionen wie Haltung, Denkweise, Einstellung, Lebensanschauung oder Mentalität. Tatsächlich ist das Mindset aber mehr als die Summe der einzelnen Teile. Es ist die Art und Weise, wie wir Denken, Handeln, Entscheiden und Informationen verarbeiten. Zusätzlich ist es aber auch der Grund, warum wir das genau so tun. Da der Großteil der Menschen immer noch in veralteten Denk- und Verhaltensmustern feststeckt, bedarf es für die Herausforderungen der Zukunft eines radikalen Mindset Shifts.

Veränderungskompetenz Faktor #3: Kommunikation

Wenn ich eines in den letzten Jahren in Unternehmen unterschiedlichster Größenordnung, Kultur und Herkunft lernen durfte, dann ist es dies: Sehr viele wichtige und notwendige Veränderungen scheitern aufgrund mangelhafter Kommunikation. Dies liegt meistens daran, dass Erwartungen nicht ausgesprochen, entscheidende Informationen nicht weitergegeben oder Ziele nicht mitgeteilt werden. Der Faktor Kommunikation ist daher für eine ausgeprägte Veränderungskompetenz nicht nur außerordentlich wichtig, sondern wird mit zunehmender Unsicherheit und Komplexität immer entscheidender.

Transparenz: Wenn Sie Change erfolgreich gestalten wollen, kommen Sie um radikale Transparenz nicht herum. Keine Zahlen, Informationen oder Fakten sollten geheim, oder nur einem elitären Kreis zugänglich sein. Dies hat zwei Gründe: 1) Menschen benötigen immer einen rationalen Grund, warum Sie sich verändern sollen (die Emotionen führen dann im zweiten Schritt zum Wollen). Je mehr Informationen, Zahlen, Daten und Fakten Sie kommunizieren, desto besser. 2) Transparenz führt dazu, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Wenn alle Menschen in einem Team auf dem gleichen Wissens- und Informationsstand sind, dann fördert das nicht nur die Motivation, sondern auch die Eigeninitiative.

Focus: Eines meiner Lieblingszitate lautet: “Sprache ist die Kleidung der Gedanken.” Und Ihre Sprache kann entweder Problem- oder Lösungsorientiert sein (um dies zu evaluieren, helfen Ihnen die Faktoren Klarheit und Bewusstheit). Wagen Sie an dieser Stelle wieder den mutigen Blick in den Spiegel und dann kommunizieren Sie lösungsorientiert und richten Ihren (semantischen) Fokus auf Chancen und Möglichkeiten. Denn genau diese gilt es in der Zukunft zu nutzen.

Fähigkeiten: Hier kommt das (kommunikative) Skillset der an einer Veränderung beteiligten Menschen ins Spiel. Wie gut trainiert sind Ihre Mitarbeiter? Wie ist es um Ihr Wissen bestellt? In meinem Buch “Radikal Menschlich” habe ich die These aufgestellt, dass Mitarbeiterorientierung in den nächsten Jahren wichtiger als Kundenorientierung sein wird. Stellen Sie also die Menschen Ihres Teams in den Mittelpunkt und investieren Sie in die Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Die Ergebnisse werden es Ihnen danken.

Veränderungskompetenze Faktor #4: Performance

Auch wenn ich im letzten Abschnitt noch einmal deutlich auf den Erfolgsfaktor Mensch hingewiesen habe, bedeutet dies natürlich nicht, dass unternehmerische Businessaspekte weniger wichtig sind. Denn nur, wenn Change mit der Intention durchgeführt wird, eine Organisation langfristig erfolgreich am Markt zu positionieren, führt das entsprechende Vorhaben auch zu den gewünschten Ergebnissen. Folgende Elemente sind daher ebenso entscheidend für eine ausgeprägte Change Competence.

Strategie: Die Vision ist der emotionale Antrieb, aber die Strategie sorgt dafür, dass eine Veränderung nicht zufällig geschieht, sondern strukturiert und mit nachvollziehbaren Meilensteinen abgearbeitet werden kann. Grundsätzlich gilt: Ohne Strategie keine nachhaltige Veränderung.

Ziele: Aus der übergeordneten Strategie ergeben sich die einzelnen Ziele. Diese sorgen dafür, dass ein großes Vorhaben greif- und umsetzbar wird. Hier gilt: Groß und mutig denken, aber den Weg der kleinen Schritte gehen. Detaillierte und transparente Ziele helfen hierbei.

Prozesse: Aus den jeweiligen Zielen lassen sich dann die notwendigen Prozesse ableiten, die dann von den einzelnen Abteilungen bzw. Menschen abgearbeitet werden. Versuchen Sie möglichst viele automatisierte Systeme zu etablieren, ohne dabei die Flexibilität und Spontaneität zu beschneiden.

Veränderungskompetenz als Schlüsselqualifikation

Niemand weiß exakt, wie die Zukunft aussehen wird (sorry liebe Zukunftsforscher), aber eines lässt sich mit großer Sicherheit prognostizieren: Business as usual ist längst vorbei und die nächsten Jahre werden es so richtig in sich haben. Egal, was auch passieren wird – und glauben Sie mir, es wird einiges passieren –, Sie werden sich immer auf Ihre Fähigkeiten, Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen verlassen können. Je mehr die Zukunft von technischen Veränderungen, disruptiven Entwicklungen und digitaler Komplexität geprägt sein wird, desto entscheidender wird der Erfolgsfaktor Mensch. Im Business, in der Gesellschaft und auch im ganz privaten Umfeld. Klassisches Change Management ist daher obsolet geworden, stattdessen kommt es auf die persönliche Veränderungskompetenz an. Dieser Schlüsselskill wird darüber entscheiden, ob Sie auf den Zug Richtung Zukunft mit aufspringen, oder ob Sie alleine am Bahnsteig stehengelassen werden. Investieren Sie in Ihre eigene Veränderungskompetenz und die Ihrer Mitarbeiter. Sie wird der entscheidende Wettbewerbsfaktor der nächsten Jahre sein.

DIE MACHER MENTALITÄT

Verändere Dein Leben heute: „Ich mach das jetzt einfach!“

Wenn es um das Thema Macher Mentalität geht, muss ich unweigerlich an eine meiner Lieblingsanekdoten denken.

Es war einmal ein Junggeselle, der mit Anfang 40 immer noch zu Hause bei seinem Vater wohnte. Eines Abends sagte dieser beim Essen: »Sohn, ich bin krank, mir geht es nicht gut und es geht langsam dem Ende entgegen. Ich habe nur Dich. Wenn ich in drei bis vier Jahren nicht mehr bin, dann wirst Du die Firma und mein gesamtes Vermögen in Höhe von 100 Millionen Euro erben.«

Also beschloss der Sohn, sich eine Frau zu suchen, mit der er seinen zukünftigen Reichtum teilen könnte. Und tatsächlich, während einer Dienstreise traf er auf dem Flughafen die schönste Frau, die er jemals gesehen hatte. Sie war so umwerfend, dass es ihm fast den Atem verschlug. Trotzdem sprach er sie an und sagte: »Ich mag zwar nur wie ein gewöhnlicher Mann aussehen, aber mein Vater wird in drei bis vier Jahren sterben. Dann erbe ich sowohl die Firma als auch ein Vermögen in Höhe von 100 Millionen Euro. Hier ist meine Visitenkarte.«

Mit einem mysteriösen Lächeln nahm die Dame die Karte entgegen und ging. Doch sie drehte sich noch einmal um und sagte nur einen Satz: »Wir werden uns wiedersehen.« Und sie sollte Wort halten. Noch am selben Abend wurde sie seine Stiefmutter.

Wie ausgeprägt ist Deine Macher Mentalität?

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich muss über diese kleine Anekdote immer wieder schmunzeln. Trotzdem steckt auch ein sehr ernster Kern in der Geschichte. Die Botschaft ist eindeutig. Bei allen Krisen, Problemen und Herausforderungen bietet die Zukunft doch riesige Chancen. Und wenn wir diese nicht ergreifen, dann kommt irgendwann jemand anders, und schnappt sie uns weg.

Lass dies bitte nicht zu. Warte nicht, bis es zu spät ist, sondern ergreife die Gelegenheiten dann, wenn sie sich bieten. Doch leider wird dieses Vorhaben sehr häufig von der sich rasant ausbreitenden Volkskrankheit Nummer Eins torpediert. Was ich damit meine? Ich spreche von der berühmten Aufschieberitis und der Prokrastination.

Macher Mentalität statt Aufschieberitis

Die Symptome sind immer gleich. Statt eine Veränderung umzusetzen, wartet man lieber ab und begründet das eigene Zögern mit den unterschiedlichsten Ausreden. Und dann wartet man. Und wartet und wartet. Bis irgendwann der Sankt-Nimmerleins-Tag gekommen ist und jemand anders die Chance genutzt und die Gelegenheit beim Schopf gepackt hat.

Löse Dich von alten Mustern und Konditionierungen!

Der zögernden Abwartehaltung Lebewohl zu sagen und das Ende der Ausreden einzuläuten, ist daher ein wichtiger Schritt. Aber er reicht bei Weitem noch nicht aus. Es bedarf einer Alternative zu den ehemaligen Verhaltensmustern. Einer Macher Mentalität, die Deinen Fokus auf das Erkennen von Chancen, das Ergreifen von Gelegenheiten und die Umsetzung von Veränderungen richtet. Möglicherweise braucht es einige Zeit, bis Du Dich von alten Mustern und Konditionierungen gelöst hast. Aber es lohnt sich.

Das Training ist denkbar einfach.

Ersetze den alten Reflex durch einen neuen. Wo Du früher gezögert, gezweifelt und zur guten alten Ausrede gegriffen hast, halte kurz inne und denke dann ganz bewusst: »Ich mach das jetzt einfach!« Ein paar Anregungen gefällig?

  • Warte nicht, bis Dein Chef Dich dazu auffordert, sondern gehe jetzt die Extra-Meile für Deine Kunden!
  • Warte nicht darauf, dass Dein Kollege sich schon kümmern wird, sondern übernehme Du die Aufgabe!
  • Warte nicht, dass Deine Kunden Dich schon finden werden, sondern greife jetzt zum Telefonhörer!
  • Warte nicht bis Silvester, um Deine Gewohnheiten umzustellen, sondern fange heute damit an!
  • Warte nicht darauf, dass in Konfliktsituationen andere Menschen auf Dich zukommen, sondern ergreife Du die Initiative!
  • Warte nicht auf den perfekten Moment, sondern handele jetzt!
  • Warte nicht, bis Du einen Titel, genügend Geld oder die Erlaubnis anderer hast, sondern verändere Dein Leben heute!
  • Warte nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern sage Dir aus voller Brust: “ICH MACH DAS JETZT EINFACH!

 

Bei Ausbau Deiner Macher Mentalität wünsche ich Dir ganz viel Erfolg. Und übrigens, es gibt auch die passende Keynote Speech zu dem Thema.

KULTUR SCHLÄGT STRATEGIE: 7 TIPPS FÜR DIE ZUKUNFT

Weil eine Kultur der Veränderung in disruptiven Märkten der größte Wettbewerbsfaktor der Zukunft ist

Kultur schlägt Strategie. Dieser Ausspruch stammt von Management Vordenker Peter Drucker. Okay, im Orginal heißt es dort „Culture eats Strategy for Breakfast“. Aber wir wollen uns nicht an Formulierungen festhalten, sondern uns auf die Kernaussage konzentrieren. Denn die Welt wandelt sich. Immer schneller. Nichts bleibt gleich. Besonders disruptive Technologien, die demografische Entwicklung und die digitale Revolution haben dafür gesorgt, dass die Märkte sich teilweise dramatisch wandeln und die Kunden sich heute komplett anders verhalten als noch vor ein paar Jahren.

Ein paar Beispiele gefällig? Amazon beginnt mit der Paketauslieferung via Drohnen, die ersten 3-D-Drucker sind in der Lage, nahrhafte Nahrung herzustellen und Roboter mit künstlicher Intelligenz erledigen bereits heute einfach Aufgaben in Lägern, an Fließbändern und sogar in Operationssälen. Dies hat Auswirkungen auf Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Jobs, die in der Zukunft schlicht und einfach obsolet werden.

Und auch komplette Branchen werden kräftig durchgeschüttelt. So haben Facebook, Uber und Airbnb in nur wenigen Jahren den Big Playern in den jeweiligen Märkten den Rang abgelaufen und sind zum neuen Benchmark geworden.

Kultur schlägt Strategie. Und zwar um Längen!

Ob wir es nun gut finden, oder nicht. In den letzten zehn Jahren hat sich die Gesellschaft und auch die Art und Weise, wie das Business funktioniert, mehr verändert als in den hundert Jahren zuvor. Und der Wandel wird intensiver, denn die Veränderung verläuft schon lange nicht mehr statisch, sondern ist ein dynamisches Phänomen. Wir stehen gerade erst am Anfang von Entwicklungen, die unseren Alltag wieder und wieder auf den Kopf stellen werden. Der Umgang mit diesen Veränderungen ist also schon lange nicht mehr nur “nice to have“, sondern schon lange zum wichtigste Wettbewerbsvorteil in den Märkten der Zukunft geworden.

Doch wie reagieren die Unternehmen? Viele denken immer noch, dass sie zu erfolgreich sind, und dass ihnen daher nichts passieren könne. Welch ein Irrtum. Denken Sie nur mal an den Sony Walkman, den Kodak Farbfilm oder die Yahoo Suchmaschine. Alle drei Produkte waren einst die absolute Nummer eins Weltweit und sind dann Opfer genau dieser Denkweise geworden.

Der Großteil der Firmenlenker hat aber durchaus begriffen, dass man sich heute verändern muss, um auch in fünf bis zehn Jahren noch erfolgreich sein zu können. Doch leider konzentriert man sich dabei vor allem auf klassisches Change Management, temporäre Projekte oder Methoden aus der Personalentwicklung. Dies ist grundsätzlich auch nicht verkehrt, doch da Unternehmen sich immer nur verändern, wenn die Menschen sich verändern, entscheidet am Ende des Tages immer die Einstellung, das Mindset und die Haltung jedes einzelnen Mitarbeiters.

7 Tipps, um eine Kultur der Veränderung zu etablieren

Kultur schlägt Strategie. Oder genauer: Eine Kultur der Innovation, der Offenheit und des Muts zu neuen Wegen schlägt jede noch so ausgetüftelte Business Strategie um Längen. Weil diese einzigartig ist. Denn eines ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Wenn Sie gut sind, dann werden Ihre Konkurrenten alles kopieren. Ihre Produkte. Ihre Preise. Möglicherweise sogar ganze Marketingideen. Doch sie werden niemals in der Lage sein, Ihre Kultur zu kopieren. Weil diese einzigartig ist.

Es lohnt sich also, eine Veränderungskultur zu etablieren, die von jedem einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen geteilt und gelebt wird. Auf diese Weise wird der Umgang mit Change nicht zu einem notwendigen Übel, sondern zu einer selbstverständlichen Haltung, die sich am Ende des Tages positiv auf Ihre Umsätze, Kundenzufriedenheit und Profitabilität auswirken wird.

Im Folgenden möchte ich Ihnen daher sieben Schritte vorstellen, um auch in Ihrem Unternehmen eine Culture of Change zu etablieren, die Sie als Unique Selling Proposition (USP) in den Märkten der Zukunft in die Waagschale werfen können.

Tipp 1: Kultur ist Chefsache

Veränderungen scheitern nie aufgrund mangelnden Wissens, falscher Methoden oder ungenügender Strategien. Natürlich gibt es auch hier hohe qualitative Unterschiede, aber der Hauptgrund, warum notwendige Innovationen nicht umgesetzt werden, ist schlicht und einfach die fehlende Bereitschaft der handelnden Personen.

Wenn nicht jeder einzelne Mitarbeiter in einem Unternehmen mit der richtigen Einstellung an die Arbeit geht, dann wird die Umsetzung von Change und fortschrittlichen Ideen extrem schwer. Überlassen Sie die Kultur Ihres Unternehmens daher nicht dem Zufall, irgendwelchen Projektgruppen oder gar einer externen Agentur. Die Change Kultur hat eine so entscheidende Bedeutung, dass Sie die allerhöchste Priorität besitzen sollte. Und das heißt eben ab sofort: Kultur ist Chefsache!

Tipp 2: Wie ist es um Ihre jetzige Kultur bestellt?

Schauen Sie genau hin und bewerten Sie die Ausgangslage. Wie ist die Stimmung, welche Kommunikationsstandards gibt es und welches Selbstverständnis gibt es in Ihrem Unternehmen? Je besser Sie den Ist-Zustand analysieren, desto leichter wird es Ihnen fallen, die notwendigen Maßnahmen, Nachjustierungen oder Kursänderungen festzulegen. Stellen Sie hierzu viele Fragen und binden Sie Ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner mit ein. Je offener Sie dies tun, desto besser. Je mehr Sie an dieser Stelle schon ein Wir-Gefühl schaffen, desto stärker wird es auch später sein.

Tipp 3: Schauen Sie nur auf sich

So verlockend es auch ist, sich an Unternehmen mit einer einzigartigen Change Kultur zu orientieren, lassen Sie es lieber von Anfang an bleiben. Natürlich können Sie sich von IKEA, Vaude oder Trigema grundlegend inspirieren lassen, aber die Kultur Ihres Unternehmens sollte sich an Ihrer Vision, Ihren Werten und Ihren Vorstellungen vom Business orientieren. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Je persönlicher Sie Ihre Kultur ausrichten, desto universeller wird die Wirkung nach Innen und Außen sein.

Tipp 4: Definieren Sie Ihr Mission Statement

Warum tun Sie, was Sie tun? Was ist der Sinn Ihres Unternehmens? Welche Vision teilen Sie mit Ihrem Team? Die Antwort auf all diese Fragen fließt in Ihr Mission Statement ein. Wann immer Sie einmal unsicher in Ihrer grundlegenden Ausrichtung sind, können Sie sich an diesem Warum orientieren. Es gibt Ihnen, Ihrem Team und Ihren Kunden Klarheit und Orientierung. Und in Zeiten, in denen sich um uns herum alles immer schneller verändert, ist dies eine wohltuende Ausnahme. ​

Tipp 5: Legen Sie Ihre Werte fest

Wenn es einen Faktor gibt, für den Sie viel Zeit aufwenden sollten, dann sind es Ihre Unternehmenswerte. Was ist Ihnen wichtig? Welche Prinzipien stehen im Vordergrund? Was ist für Sie unabdingbar und was ein absolutes “No Go”? Je genauer Sie diese Werte definieren, desto schärfer wird Ihr Markenprofil und damit Ihr Ansehen in der Öffentlichkeit.

Und nur, damit wir uns richtig verstehen, nur eine Liste zu machen und diese per Memo an alle Mitarbeiter zu versenden ist nicht genug. Jeder einzelne Unternehmenswert muss täglich gelebt werden. Und zwar von allen. Ohne Ausnahme. Das bedeutet, dass Ihr Team sich mit den Werten identifizieren können muss. Ist dies der Fall, ist das der wichtigste Baustein einer kraftvollen Change Kultur.

Tipp 6: Leben Sie die Change Kultur vor

Auch wenn ich mich wiederhole, dieser Punkt ist so entscheidend, dass ich es gerne tue. Eine Kultur der Offenheit, Flexibilität und Innovation zu etablieren ist nichts, was Sie theoretisch am Reißbrett festlegen. Noch weniger ist es etwas, was Sie delegieren, kaufen oder in einer einmaligen Hauruckaktion implementieren können.

Nein, wenn Sie sich entscheiden, Ihre Unternehmenskultur zur Chefsache zu machen, dann bedeutet das, dass Sie von heute an jeden einzelnen Tag daran arbeiten müssen. Persönlich. Denn eine starke Kultur will vorgelebt, intensiviert und feinjustiert werden. Wie der stete Tropfen den Stein aushält, so implementiert Ihr individueller Einsatz die Kultur in die Köpfe und ganz besonders die Herzen der Menschen in Ihrem Unternehmen.

Tipp 7: Ihre Mitarbeiter kommen IMMER an erster Stelle

Und zum Schluss ein Schritt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das genaue Gegenteil von dem ist, was Sie bisher gehört, gelesen und möglicherweise sogar umgesetzt haben. Denn der Konsens im Business ist nach wie vor: Der Kunde ist König. Und da ist auch eine Menge dran, denn der Kunde sollte immer im Mittelpunkt sämtlicher unternehmerischer Anstrengungen stehen, schließlich sorgt er mit seinem Geld dafür, dass wir auch morgen noch etwas zu Essen auf dem Tisch haben.

Trotzdem sollten Sie IMMER Ihre Mitarbeiter an die erste Stelle setzen. Erst dann kommen Ihre Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre. Haben Sie unbedingt hohe Erwartungen, kommunizieren Sie klar und treffen Sie verbindliche Entscheidungen. Aber sorgen Sie gleichzeitig für eine hohe Wertschätzung, für eine Atmosphäre, in der Ihre Mitarbeiter wachsen können und geben Sie jedem einzelnen Menschen die Möglichkeit, seine Talente, Stärken und Ideen einbringen zu können.

Denn wenn Ihre Mitarbeiter gerne, mit einer hohen Motivation und viel Spaß zur Arbeit kommen, dann steigt die Zufriedenheit und damit die Leistung. Und dies sorgt dafür, dass auch Ihre Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre mit einer ganz anderen Einstellung behandelt werden.

Haben Sie eine Entscheidung getroffen? Werden Sie die Etablierung einer innovativen Change Kultur in Ihrem Unternehmen zur Chefsache erklären? Ich wünsche Ihnen viel Spaß, Freude und Erfolg bei der Umsetzung. Und schreiben Sie mir gerne Ihre Erfahrungen, Fragen oder Meinungen ins Kommentarfeld. Ich freue mich auf eine spannende Diskussion zum Thema Kultur schlägt Strategie.

Yours sincerely, Ilja Grzeskowitz

LOVE IT CHANGE IT OR LEAVE IT - MORE MEANING IN YOUR JOB

3 ways you can give your job meaning again

Hand on heart, dear readers: Have you ever heard the old Change saying „Love it Change it or Leave it“? Yes? Then let's apply the philosophy behind it directly to your career. 

How much do you like your job? Do you love it idolatrously, is it more of a necessary evil or do you get an ulcer just thinking about it? If you like your job, then you belong to a small and exclusive minority, because the majority of people are at best dissatisfied with their own professional activity. I even know a lot of people who downright hate it. Would you agree with me? But if this is the case, why do so few people act accordingly and make a change? The answer is as simple as it is complicated: It's the fear of change. The fear of the unknown.

Love it Change it or Leave it: Translation in German

Because „Love it Change it or Leave it“ can best be translated as follows: „Love it. Change it. Or leave it.“ And so many people are simply terrified of the second and third points in particular. And even though this applies to almost all areas of life, the fear of change is most intense in business.

Because isn't that the case? In hardly any other area of life does fear dominate our actions as much as at work. There is a simple reason for this, because nowhere else do two of the most important values for us humans collide so violently. I'm talking about security on the one hand and the urge for freedom on the other.

Some time ago, I read about a study that new employees know after two weeks at the latest whether they will stay with the company in the long term. Nevertheless, most of these people who are dissatisfied only leave after two years. The reverse is also true: companies usually know after three to six months whether they want to keep a new employee long-term. However, if this is not the case, they do not give notice until after three years on average.

The reason for this kind of seemingly absurd behavior? Quite simply fear. Fear of not getting a new job. Fear of not finding a better employee. Fear of a possible conflict. And so people prefer to accept the alternative, which ultimately leads to a single state of affairs: Dissatisfaction.

Love it Change it or Leave it: Life is too short for dissatisfaction

Far too many compromises are being made on the part of both employees and companies. You have probably also heard of the famous Gallup study. This is now being used almost inflationarily by speakers, book authors and lecturers of all stripes and states that in 2014, only 14% of all employees in German companies had a high level of loyalty to their company. In contrast, 61% felt only a low level of loyalty and a full 23% had long since resigned internally and were only physically present (and not always, the yellow slip sends its regards).

These situations always break my heart, because such anxiety-driven dissatisfaction shouldn't be necessary. And since we spend most of our waking hours at work, nothing should be as high a priority as doing a job that challenges, fulfills and makes us grateful. And companies of all sizes should also put a lot of effort into ensuring that their employees feel comfortable and can develop their full potential.

Responsibility as the basis for meaningful change

Forward-looking companies have long understood one fact: If people can contribute their skills, talents and strengths in a suitable working environment, then they are capable of exceptional performance. Richard Branson - multimillionaire, owner of over 260 companies and founder of the Virgin Group - summarized this very aptly on his blog with the following sentence: „Give your employees a mission that matches their aspirations. When you challenge people, you will be surprised at what they are capable of.“

And of course I know that not all entrepreneurs have such a great attitude as Richard Branson. There are a large number of companies that don't place as much emphasis on prioritizing employee retention. You may even work in such a company. Of course, the easiest thing in the world would be to join the chorus of whiners and complain about how awful your job is. However, I would like to take this opportunity to remind you how much power personal responsibility can have.

If you feel even the slightest hint of professional dissatisfaction, I would like to invite you to make a promise here and now to actively change something about it. What do I mean by that? I'm talking about a commitment to yourself to turn a boring and frustrating job into a meaningful activity that will provide you with a high level of satisfaction every day. Motivation pursue. Not just once, but every single day. Always remember: Love it Change it or Leave it. Or to put it another way: a job is only an ordinary job if you decide to value it as such.

Love it Change it or Leave it: 3 effective tips

Instead, every conceivable activity really does give you the opportunity to develop your unique talents and abilities. However, this is only possible if what you do for eight (and in many cases many more) hours a day has a deeper meaning and fills you with satisfaction in the morning and gratitude in the evening.

So let's look at three ways in which you can use the power of meaningful activity to significantly increase the level of personal responsibility, success and fulfillment in your life. Because nothing prevents the feeling of fear as fundamentally as thinking and acting with a sense of purpose. Because you will suddenly be acting from a state of certainty that will equip you with an enormous amount of courage and determination.

Love it Change it or Leave it Factor #1: Perceive the existing meaning

Time and again, I notice how reflexively people focus on all the things in their job that they can't change anyway. They get annoyed by unfair superiors, lazy colleagues and customers who are far too demanding. They complain about the general conditions and company policy and conjure up the good old days. And they often forget to focus on the good things, on everything that works well and makes their own workplace special.

I am convinced that every job can have its good sides and a deeper meaning. Yes, really any job. But only if we are prepared to see it. So take a close look. Pay attention to the values in your company, the things you love about your job and all the little things that fill your heart with joy as soon as you think about them. In this way, a simple job will quickly become a meaningful and satisfying activity that gives you the chance to express your own greatness.

Love it Change it or Leave it Factor #2: Create a meaning

If, despite an intensive search, you don't notice anything worthwhile about your current job, resist the impulse to take refuge in victimhood. Instead, take action yourself. I recently read a nice saying on Instagram: „The world is full of wonderful people. If you can't find one, be one yourself.“ There's a lot to that, isn't there?

And the same applies to the question of the Sense of our jobs. Your workplace is also full of meaningful aspects. And if you can't find any, then create some yourself. There are countless ways to give meaning to seemingly unimportant things. Bookkeeping, routine tasks, customer phone calls, staff meetings or the journey to work. „But Ilya, what sense could all these things have?“ I can think of a few possibilities. For example, because it is important for a particular customer, because you are making a contribution to your team, because your industry fulfills an important social purpose or because you want to be a good example for your colleagues.

And sometimes the greatest sense is simply that it is the right thing to do. Because you have signed a contract, because you have agreed to do it or because people are relying on you.

Love it Change it or Leave it Factor #3: Don't do anything pointless anymore

I guarantee that with the first of the two options, you can turn an ordinary job into a great one in over 95 percent of all cases. meaningful activity can do. But what if, despite all your efforts, you are unable to find or create even a small spark of meaning in your job?

Then you should look for a sensible alternative as soon as possible and follow the well-known wisdom of change „Love it change it or leave it“. Does the thought alone scare you? But what would be the alternative? Doing things for eight hours a day that frustrate you, restrict you and make you unhappy? That's 40 hours in a week, 160 hours in a month and 1,920 hours in a year that you spend in a job that you don't like, loathe or even hate.

Shouldn't this fact scare you much more? Face up to this fear, tear down the mental walls and create living and working conditions that make sense. You will not regret it.

RUHE AUF DEM BALKON! EIN RANT GEGEN NEGATIVITÄT.

Ruhe auf dem Balkon! Das möchte ich mit diesem Artikel laut in die Welt hinausrufen. Denn es scheint mir, dass die Besserwisser immer mehr und insbesondere lauter werden. Und sich die Negativität dadurch weiter auszubreiten beginnt. Und genau dieser Negativspirale habe ich den Kampf angesagt. Doch lassen Sie uns zuerst eine kurze Reise in die Vergangenheit unternehmen.

Warum wir mehr Batteriewechsler und weniger Besserwisser, Nörgler und anonyme Kritiker brauchen

Es war ein gewöhnlicher Dienstag Nachmittag im November. Wie so häufig saß die komplette Abteilungsleiter-Riege im Besprechungsraum des Warenhauses zum wöchentlichen Jour-Fix zusammen. Als Geschäftsführer nutzte ich diese Termine u.a. dazu, um die Führungskräfte über alle aktuellen Themen zu informieren. An jenem Tag sollten die einzelnen Abteilungen ihre Maßnahmen für das kommende Weihnachtsgeschäft vorstellen.

Den Start machte Frau Müller (was nicht ihr echter Name ist) aus der DOB (was für Damenoberbekleidung steht). Doch als sie mit dem Präsenter zur ersten Power Point Folie klicken wollte, geschah etwas. Nämlich nichts. Hektisch klickte sie auf der Fernbedienung herum und starrte voller Hoffnung auf die Leinwand. Doch auch der zehnte Klick auf den Präsenter brachte keine Veränderung: Immer noch war der Startbildschirm zu sehen, die Technik wollte einfach nicht funktionieren.

Es dauerte nicht lange, bis das Gemurmel im Raum losging. “Es müsste dringend jemand etwas tun” sagte einer. “Typisch IT-Abteilung, nicht mal das bekommen sie hin” sagte jemand anders. Und eine dritte Person beklagte sich: “Kein Wunder, bei der uralten Ausstattung, mit der wir hier arbeiten müssen kann das ja nicht klappen”.

Fast alle Abteilungsleiter stimmten in das Wegklagen und die Schuldzuweisungen ein. Und es wurde heftigste Kritik geübt: An den Technikern, der Verwaltung, der Zentrale, an der unfähigen (weil technisch völlig unbegabten) Kollegin und sogar am Vorstand. Die Stimmung kochte.

Und das nur, weil ein Präsenter nicht funktionierte. Wahrscheinlich wäre es noch länger so weitergegangen, wenn nicht die junge Abteilungsleiterin aus der Parfümerie etwas getan hätte, womit keiner rechnete. Sie kramte in ihrer Tasche, erhob sich von ihrem Platz und ging wortlos nach Vorne. Dann ließ sie sich von der verdutzten Frau Müller den Präsenter geben, öffnete die Verschlussklappe und wechselte die Batterien. “So”, ließ sie ihre Kollegen wissen, “jetzt geht´s wieder. Wir können weitermachen!”

Aus der sicheren Entfernung kritisiert es sich leicht

An dieses Erlebnis musste ich in letzter Zeit häufig denken. Denn mich beschleicht das Gefühl, dass immer weniger Menschen selber etwas wagen, erschaffen oder umsetzen. Und die Mutigen, die sich trauen, müssen sich dann mit Kritikern auseinandersetzen, die meist ungefragt, sowie mit sicherem Abstand aus der Ferne ihre Meinung kundtun, unter der Gürtellinie attackieren und grundsätzlich der Meinung sind, alles besser zu wissen.

Natürlich würden diese Besserwisser ihnen das nie ins Gesicht sagen. Stattdessen versteckt man sich in der Anonymität des Internets und kann endlich mal das sagen, was man schon immer mal sagen wollte. Es kommt mir ein wenig so vor wie bei der Muppet Show. Können Sie sich noch erinnern? Dort saßen die beiden Senioren Waldorf & Statler auf ihrem gemütlichen Balkon und haben alles kommentiert, zerrissen und in den Kakao gezogen, was sich unten auf der Showbühne abspielte.

Und gibt es nicht auch im wahren Leben genau diese zwei Sorten von Menschen? Die einen, die Handeln, Bewegen und Verantwortung übernehmen. Die Unternehmer, Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Schiedsrichter, Schriftsteller, Selbständigen, Gründer, Polizisten und alle anderen Menschen wie Sie und ich, die machen, tun und produktiv tätig sind. Und wer handelt, der macht zwangsläufig Fehler. Wird dadurch angreifbar. Bietet sich als perfekte Zielscheibe an.

Und dann gibt es da noch die anderen. Diejenigen, sich weit entfernt vom tatsächlichen Geschehen aufhalten. Die umgehend in Deckung gehen, wenn es heiß wird, wenn es weh tut, wenn es ans Eingemachte geht. Sich aber natürlich trotzdem das Recht herausnehmen, die Taten der handelnden Menschen auf der weit entfernten Showbühne des Lebens zu kritisieren, zu beurteilen und zu zerreißen.

Konstruktive Kritik vs. anonyme Beschimpfungen

Und nur damit wir uns richtig verstehen, ich spreche hier nicht von konstruktiver Kritik. Diese ist nicht nur hilfreich, sondern für Shift absolut notwendig. Nein, ich spreche vor allem von dem zunehmenden anonymen Bashing, das teilweise absurde Formen annimmt.

Doch woran liegt das? Ist es mangelndes Selbstbewusstsein, Neid oder eine generelle Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben? Ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich: Es nervt! Gerade gestern habe ich wieder zwei Bewertungen für meine Bücher auf Amazon gelesen. Beides waren 1 Sterne Rezensionen. Beide gingen nicht mit einem Wort auf den Inhalt ein, sondern strotzten nur so vor persönlichen Anfeindungen.

Und selbstverständlich hat sich keiner der beiden „Kritiker“ getraut, unter seinem echten Namen zu schreiben. Hinter der sicheren Maske von Pseudonymen kommen einem verbale Tiefschläge eben viel leichter über die Lippen, bzw. Tasten. Natürlich weiß ich, dass meine Meinungen, meine Inhalte und meine Persönlichkeit durchaus polarisieren. Trotzdem habe ich mit diesen anonymen Beschimpfungen vom Balkon grundsätzlich ein Problem.

Warum? Ich persönlich habe diesbezüglich ein dickes Fell und bin gut in der Lage, dem entgegenzutreten. Das kostet zwar Kraft, ist für mich aber auch der Preis, den ich dafür zahle, exponiert auf der Showbühne zu stehen.

Doch für viele andere Menschen kann so etwas durchaus existenzbedrohend sein. Denken Sie an das inhabergeführte Restaurant (da fallen auf einschlägigen Bewertungsportalen Worte wie „ekelhaft“ „widerlich, „unzumutbar“), den kleinen Laden um die Ecke („furchtbarer Service“, „unfreundlich“, „furchtbar“) oder die Tagesmutter aus dem Nachbarort („kann nicht mit Kindern“, „wird schnell wütend“, „ungeeignet“).

Es reicht! Eine Aufforderung an alle Besserwisser und anonymen Nörgler

Ich für mich habe beschlossen, diese Entwicklung nicht mehr nur schweigend hinzunehmen. Im Namen aller produktiven, mutigen und handelnden Menschen möchte ich den besserwisserischen Kritikern daher zurufen:

„Wir freuen uns über jede konstruktive Kritik, weil wir wissen, dass wir uns nur so weiterentwickeln, besser werden und wachsen können. Wir können auch mit direkten Worten, harten Argumenten und Klartext leben, wenn diese Form der Kritik wertschätzend und mit offenem Visier kommuniziert wird. 

Ansonsten gilt: Ruhe auf dem Balkon! Wir haben keine Lust auf Besserwisser, Nörgler und Miesepeter, die uns ungefragt als Projektionsfläche ihrer eigenen Ängste benutzen. Wir brauchen Eure Kommentare aus der sicheren Entfernung nicht. Wir brauchen auch keine Belehrungen, Beschimpfungen oder Miesmacherei. 

Wenn ihr mitreden wollt, dann verlasst den bequemen Balkon und kommt zu uns auf die Showbühne. Dahin, wo es weh tut. In die Hitze des Gefechts. Dorthin, wo Blut, Schweiß und Tränen fließen. Die Welt braucht keine weiteren Menschen, die ganz genau wissen, was die anderen alles falsch machen. Stattdessen braucht die Welt dringend mehr Menschen wie meine junge Abteilungsleiterin. Sie braucht mehr Batteriewechsler. Sie braucht Menschen, die mutig handeln, Fehler machen und Verantwortung übernehmen.“

Ruhe auf dem Balkon! Die Welt braucht mehr Batteriewechsler

Es ist Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

Wollen wir Verantwortung übernehmen, oder die Leistungen anderer zerreden?

Gehen wir dahin, wo es weh tut, oder kritisieren wir das Geschehen vom bequemen Balkon aus?

Wollen wir Batteriewechsel oder Besserwisser sein?

Wir alle haben jeden Tag die Wahl!

Wofür entscheiden Sie sich?

Herzliche Grüße Ihr Ilja Grzeskowitz

Intention Meaning - Why meaning and purpose are so important

Intention is everything - The art of successful communication

Have you ever wondered whether there is such a thing as a single characteristic that determines whether every type of communication is positive or negative? There actually is. And you might be surprised, because I'm not talking about a technique, a method or a specific process. The key that can open the door to success in all situations in life is your intention. 

It does not matter whether your Communicate with employees, you are facing a difficult negotiation or want to teach your children something. Your results stand and fall with the expectations with which you approach the small and large tasks of everyday life.

Intention Definition German: Communicate with meaning

I would like to share one of my deepest convictions with you: Intention beats everything. Yes, really everything. Others may be smarter, faster or more talented. If you approach your tasks with the right intention, you will always be that famous step ahead. So let's take a closer look at what I mean by intention. 

On the one hand, for me it is the mentality, with which you do the things you do. A clear expectation of the end result of the upcoming communications. It is the absence of doubt and the deep certainty that you will achieve exactly what you set out to do. This applies to sales talks, conflicts and negotiations, but also to flirting, conversations with your relatives and raising your children.

Intention: the importance of communication with meaning

Let's move on to the second factor, namely the question, why and why not you communicate with other people at all. What, you usually don't even know that because you're the spontaneous type? Sometimes you just exchange a few irrelevant phrases because that's what people do on certain occasions?

Then I would like to suggest the following idea to you. Never go into a conversation, conversation or any other type of communication without a specific goal. Think about what you want your conversation partner to think, do and especially how you want them to feel beforehand. The more clearly you know what your goal is, the more clearly you can act. You will be amazed at how quickly people sense when you are acting with the right intention.

The more you focus outward on your customers, employees or family members, the more you will achieve your own goals. Because everything in life really revolves around relationships with other people.

What you can learn about communication from a waiter

An example. Last year, we spent our family vacation in Florida, where one morning in Fort Lauderdale at Denny's were having breakfast. As soon as we sat down in our alcove, our waiter introduced himself. His name was Bobby and he immediately made a joke to greet us. He then brought us the menus and asked: „Hey, are you ready for the best French toast of your life?“

My attention was definitely piqued. And Bobby continued at the same high level. He had two small gifts for our children in his trouser pocket and he put a discount coupon on the table for my wife and me, which we could use to save on a meal that day. He then asked what we were going to do in his home town, told us about his time in the army in Germany and always made us laugh. We quickly found a shared passion and talked about golf, tennis and the many leisure activities in the area. Bobby was never pushy, but managed to make us feel right at home in no time at all.

And after we had eaten, he offered to reserve the best table in the restaurant for us the next day. Where do you think we were sitting 24 hours later? And because I was so fascinated by his intention, I asked Bobby when we said goodbye how he manages to be so friendly and courteous despite always having the same routine at work as a waiter. He just laughed briefly and then said: „Well, that's simple, I just like people.“

11 reasons why you should only communicate with intention from now on

„I just like people.“ This one sentence perfectly summarizes the effect of intentional communication. It's always about people. If you manage to establish a personal connection with your employees, colleagues and customers, the best things will happen. Because then they feel comfortable.

And if you feel good, you will act accordingly. Your sales, negotiation success and all communication results are directly related to the intensity of the relationships you build with other people. Because nothing is as powerful as the right intention. Because you no longer act randomly, arbitrarily and irrelevantly, but give concrete meaning to every single moment of your life. This applies to the small problems of everyday life, but especially to the big challenges. Why? Quite simply because intention...

  1. ...provides clarity
  2. ...strengthens your self-confidence
  3. ...eliminates doubts
  4. ...creates an invisible bond between two people
  5. ...creates certainty
  6. ...creates positive feelings
  7. ...replaces irrelevance with meaning
  8. ...ensures the right focus
  9. ...motivated
  10. ...is more important than all techniques, methods and processes put together
  11. ...beats everything

Your expectations can tip the scales at important moments and determine success or failure. The best thing about this is that you become completely independent of external factors, because your intention is controlled exclusively by you from start to finish. The better you do this, the more confident, convinced and successful you will be in these moments and the more you will be able to enjoy the rollercoaster ride that inevitably follows.

And now I'm curious: How do you deal with the topic of intention, what experiences have you had? I look forward to your comment 🙂

Yours sincerely

Ilja Grzeskowitz

Nein sagen lernen mit diesen 10 genialen Tipps

Nein sagen lernen. Wer würde das nicht gerne. Denn Hand auf´s Herz, liebe Leserinnen und Leser. Haben Sie auch manchmal Schwierigkeiten damit, nach Außen hin ein klares Nein zu kommunizieren? Keine Sorge, Sie sind damit nicht allein. Ganz im Gegenteil, ich glaube sogar, dass die große Mehrheit grundsätzlich eher Ja sagt, obwohl sie eigentlich Nein meint. Möglicherweise kennen Sie es ja auch:

  • Der Kollege fragt, ob Sie an einem bestimmten Tag für ihn einspringen können
  • Ihr nerviger Onkel Sepp fragt, ob er über Ostern bei Ihnen wohnen darf
  • Ihr Chef fragt, ob Sie bereit sind, für ein bestimmtes Projekt Überstunden zu machen

 

In all diesen Fällen würden sagen wir nur Ja, weil wir andere Menschen nicht verletzen wollen, Angst vor einem möglichen Konflikt haben oder den Weg des geringsten Widerstands gehen wollen. Doch das muss nicht sein. Und mit den Tipps aus diesem Artikel können auch Sie Nein sagen lernen. Versprochen.

Warum es sich lohnt, viel häufiger Nein zu sagen

Ich möchte Ihnen ein konkretes Beispiel aus meiner täglichen Arbeit geben. Ich hatte einmal einen Coaching Kunden, der ein kleines Unternehmen führte. 80 Prozent seiner Umsätze machte er mit nur fünf Großkunden. Für diese war er daher auch rund um die Uhr verfügbar. Egal, wie unwichtig das Anliegen auch war, er kümmerte sich umgehend um eine Lösung. “Wow, großartiger Service” mögen Sie jetzt einwenden. Das Problem war nur, dass mein Kunde daran kaputtging. Dauerhafter Stress, immer weniger Schlaf und ein permanent vorhandener subtiler Druck. So konnte es nicht weitergehen, und wir waren uns schnell einig: Nein sagen lernen war angesagt.

Nein sagen lernen: Klarheit schafft Verbindlichkeit

Auf meinen Vorschlag hin, nicht den Service, aber zumindest die Rund-um-die-Uhr-Betreuung herunterzufahren, reagierte er mit Angst. “Was? Dann verliere ich ja meine besten Kunden!” war seine prompte Reaktion. Also sagte ich: “Lassen Sie uns folgendes probieren. Wir schreiben Ihren Top-Kunden eine E-Mail mit folgendem Text: “Sehr geehrter Kunde, Service wird bei uns großgeschrieben. Um noch besser auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können, sind wir ab sofort von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr für Sie da.” Dann schauen wir, was passiert.”

Mein Coaching Kunde war sehr skeptisch, willigte aber ein. Nach acht Wochen sahen wir uns wieder, und er strahlte übers ganze Gesicht. “Ilja,” begrüßte er mich, “Sie werden es nicht glauben, aber es läuft besser als zuvor. Die Umsätze sind leicht angestiegen und ich habe endlich wieder Zeit für mich. Am besten aber war die Mail meines absoluten Top-Kunden. Der schrieb mir folgendes: “Für uns war das sehr bequem, aber ich hatte mich schon immer gewundert, warum Sie das so lange mitgemacht haben…”

Einschränkende Glaubenssätze und Überzeugungen

Woran liegt es jetzt, dass Nein sagen lernen für so viele Menschen eine extrem große Hürde darstellt? Zum einen spielen häufig einschränkende Glaubenssätze und Überzeugungen eine Rolle. Damit meine ich unbewusst ablaufende Programme, die Sie daran hindern, das zu bekommen, von dem Sie auf bewusster Ebene träumen.

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Wenn ich jetzt Nein sage, mag mich mein Gesprächspartner nicht mehr
  • Wenn ich jetzt Nein sage, verletze ich meinen Gegenüber
  • Wenn ich jetzt Nein sage, verliere ich meinen Kunden
  • Wenn ich jetzt Nein sage, denkt mein Chef, ich wäre faul

 

Ich bin mir sicher, dass Sie beim Lesen noch das eine oder andere Beispiel vor Ihrem geistigen Auge hatten, nicht wahr? Und mit den einschränkenden Glaubenssätzen ist es ja nicht getan. Es gibt da nämlich zusätzlich noch die Angst vor Ablehnung, Zurückweisung oder möglichen Konflikten. Doch der Grund, aus dem Menschen am häufigsten Ja sagen, obwohl sie eigentlich Nein meinen, ist ein anderer: Sie wollen es allen und jedem recht machen.

Nein, Sie müssen es nicht allen recht machen

Genau darin liegt das große Dilemma. Denn nicht nur ist es vollkommen unmöglich, es allen recht zu machen, sondern es führt direkt zum noch viel größerem Problem. Je mehr wir versuchen, es allen anderen recht zu machen, desto mehr vergessen wir unsere eigenen Werte, Bedürfnisse und Prinzipien. Und entfernen uns damit schleichend immer weiter von unserer eigenen Mitte weg. Die Folgen können Sie täglich beobachten:  Stress, Unzufriedenheit und das nagende Gefühl, immer nur ausgenutzt zu werden. Doch das muss nicht sein. Ich behaupte sogar: Je mehr Sie auf Ihre inneren Bedürfnisse hören, desto größer werden auch Ihre Erfolge im Außen sein. Dafür müssen Sie nur eins: Nein sagen lernen. Klar. Konsequent. Konsistent.

Nein sagen lernen Übungen

  1. Akzeptieren Sie, dass Sie es nicht allen recht machen können und schon gar nicht müssen
  2. Nein zu sagen, bedeutet nicht, dass Sie egoistisch handeln und nicht für andere da sein können
  3. Hören Sie auf Ihre Values, Bedürfnisse und Prinzipien. Sie bilden die Grundlage für jede Entscheidung
  4. Überprüfen Sie Ihre Glaubenssätze und ersetzen Sie hinderliche Überzeugungen durch solche, die Sie weiterbringen
  5. Sagen Sie Nein, wenn Sie Nein meinen. Klarheit schafft Verbindlichkeit
  6. Beginnen Sie vor dem Spiegel (ja, machen Sie das wirklich). Schauen Sie sich in die Augen und sagen dann mit fester Stimme: Nein!
  7. Fangen Sie bei kleinen Dingen an und steigern Sie sich langsam
  8. Nehmen Sie die Reaktionen auf Ihr Nein ganz genau wahr
  9. Begründen Sie im Zweifelsfall Ihr Nein, aber entschuldigen Sie sich nicht dafür
  10. Je mehr Sie wissen, was Sie wollen, desto, leichter fällt es Ihnen, Nein zu sagen

Nein sagen lernen: Sagen Sie Ja, indem Sie Nein sagen

Je mehr Sie sich daran gewöhnen, Nein zu sagen, desto mehr werden Sie feststellen, dass Sie sich wohler in Ihrer Haut fühlen. Weil Sie bei sich sind, weil Sie zu Ihren Prinzipien stehen. Aber noch etwas anderes werden Sie erfahren: Sie werden im Ansehen Ihres Umfeld steigen. Weil Sie einen Standpunkt haben und sich trauen, diesen auch zu vertreten. Denn unter dem Strich gilt: Wenn Sie Nein sagen, dann sagen Sie eigentlich Ja.  Ja zu mehr Klarheit. Ja zu mehr Verbindlichkeit. Ja zu mehr Charisma.

Und jetzt interessiert mich natürlich: Wie gehen Sie mit dem Thema „Nein sagen lernen“ um? Wie schaffen Sie es, auch in schwierigen Situationen Nein zu sagen? Schreiben Sie mir Ihren Kommentar, ich freue mich darauf 🙂

Yours sincerely Ilja Grzeskowitz

ENDLICH CHEF. 10 TIPPS FÜR DIE ERSTEN 100 TAGE IM NEUEN JOB

Endlich Chef. Aber was nun? Sie haben es geschafft. Sie sind befördert, versetzt oder ganz neu eingestellt worden. Ihr neues Team wartet bereits voller Neugier auf Ihren neuen Chef und hinter vorgehaltener Hand fragt man sich bereits, was für ein Typ Sie wohl sind. Und Sie wissen: Die nächsten 100 Tage sind entscheidend, denn in dieser Zeitspanne, werden Ihre neuen Mitarbeiter Sie beurteilen, Ihre Grenzen austesten und sich in der Teamhierarchie positionieren. Aus meiner eigenen Vergangenheit weiß ich, wie herausfordernd diese Phase sein kann. In meiner Zeit als Geschäftsführer für Karstadt, Hertie, Wertheim und IKEA habe ich in nur sieben Jahren deutschlandweit zehn Standorte geleitet. Meine wichtigsten Erkenntnisse möchte ich in diesem Artikel gerne mit Ihnen teilen.

Endlich Chef: Was nun?

Wie so oft im Leben kommt es auch bei der Übernahme einer neuen Führungsposition auf die richtige Balance an. Zum einen ist es vollkommen normal, wenn Sie Ihre eigenen Vorstellungen haben, und diese direkt umsetzen wollen. Dafür bedarf es natürlich gewisser Veränderungen, die notwendig und auch wichtig sind. Doch die Kunst ist es, es mit den neuen Ideen nicht direkt zu übertreiben und darauf zu achten, die bestehenden Strukturen, Wege und Prozesse erst einmal wertzuschätzen. Dies ist notwendig, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, für die Sie hoffentlich ein guter Leader sein werden.

Seien Sie konsequent, klar und menschlich

Gleich vorweg, es gibt nicht DEN Weg, mit dem Sie die ersten 100 Tage im neuen Job bestmöglich meistern können. Aber es gibt einige wichtige Grundlagen, die aus meiner Sicht unumgänglich sind, wenn Sie mit Ihrem neuen Unternehmen, Ihrer Abteilung oder Ihrem Team gemeinsame Erfolge feiern wollen. Hierzu gehören für mich vor allem eine offene, klare und zeitnahe Kommunikation. Gerade in der Anfangszeit ist die Unsicherheit der Menschen am größten. Wen Sie also endlich Chef geworden sind, kommunizieren Sie lieber etwas zu viel als zu wenig. Und dann beherzigen Sie die folgenden 10 Tipps, die mir und meinen Kunden schon häufig treue Dienste geleistet haben.

Die 10 wichtigsten Tipps für die ersten 100 Tage als Chef

  1. Schätzen Sie alte Strukturen, Abläufe und Erfahrungen unbedingt wert. Verändern Sie nicht alles auf einmal und gehen Sie behutsam vor
  2. Sprechen Sie klare Erwartungen aus, formulieren Sie Ziele und Visionen, mit denen sich Ihr Team identifizieren kann
  3. Zeigen Sie so oft wie möglich Ihre Kompetenz und ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Fehler zu machen
  4. Zeigen Sie sich auch mal von der „menschlichen Seite“. Niemand mag einen Roboter-Chef
  5. Kommunizieren Sie klar, konsequent und glaubwürdig
  6. Führen Sie viele Einzelgespräche und geben Sie regelmäßiges Feedback. Stichwort: Hart in der Sache, aber gleichzeitig fair auf der Beziehungsebene
  7. Hören Sie zu und seien Sie sich nicht zu schade, Ihre Mitarbeiter bei wichtigen Entscheidungen mit ins Boot zu holen
  8. Gehen Sie als Leader voran und sorgen Sie dadurch für Begeisterung und Loyalität
  9. Fördern Sie eine Kultur der Veränderung und etablieren Sie wichtige Werte
  10. Und vielleicht der wichtigste Tipp von allen: Haben Sie nicht den Anspruch, von jedem gemocht zu werden. Seien Sie authentisch, das reicht vollkommen aus

Endlich Chef: Genießen Sie die erste Zeit

Mit diesen 10 Tipps ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie die erste Zeit in einem neuen Job gut meistern werden. Seien Sie aber auch darauf vorbereitet, dass Ihnen nicht immer alle Mitarbeiter folgen werden. Es gibt in jedem Team Stinkstiefel, Nörgler und ewig Gestrige. In solchen Fällen kann es dann auch einmal notwendig sein, diese Teammitglieder zu ersetzen. Trotzdem sollten Sie die ersten 100 Tage als Chef unbedingt genießen. In keiner anderen Phase haben Sie die Gelegenheit, so gestalterisch Einfluss auf die strategische Ausrichtung Ihres Unternehmens zu nehmen. Haben Sie Spaß, nehmen Sie die Menschen mit und Sie werden zwangsläufig Erfolg haben.

Was sind Ihre besten Tipps für die ersten 100 Tage im neuen Job? Schreiben Sie mir Ihre Erfahrung aus der Zeit, als Sie endlich Chef wurden, ich freue mich drauf 🙂

Yours sincerely, Ilja Grzeskowitz

Keine Angst vor Veränderung – Mit diesen 4 Tipps klappt der Wandel

Direkt zu Beginn möchte ich Ihnen folgenden Impuls mitgeben: Keine Angst vor Veränderung. Denn wenn es um die Umsetzung persönlicher oder beruflicher Change Vorhaben geht,  dann stehe ich in meiner Arbeit als Keynote Speaker and Veränderungs-Coach sehr häufig von einem Dilemma: Jeder will Veränderung. Aber niemand will sich verändern. Aber woran liegt das?

Der Hauptgrund hierfür ist schlicht und einfach Angst. Denn nichts beeinflusst unsere Entscheidungen so stark wie die Furcht vor dem Unbekannten. Auf der einen Seite hindert sie uns, lässt uns zögern und lähmt uns sogar. Auf der anderen Seite kann sie aber auch ein kraftvoller Antreiber sein. Wenn wir uns der Angst stellen und Sie zu einem kraftvollen Verbündeten machen. Trotzdem ist die Beschäftigung mit dem Thema Angst immer noch weitgehend ein Tabu in unserer Gesellschaft.

Vor nichts haben wir so viel Angst, wie offen und ehrlich einzugestehen, dass wir Angst haben. Meine Botschaft ist daher sehr einfach: Keine Angst vor Veränderung. Stattdessen Lust auf neue Chancen und die Möglichkeit, die Zukunft aktiv zu gestalten. Und wie das genau geht, darum wollen wir uns in diesem Artikel kümmern.

Angst vor Veränderung – Warum unsere größte Schwäche gleichzeitig unsere größte Stärke sein kann

As Business Coach liebe ich ganz einfach Fragen. Weil sie eine ungeheure Kraft besitzen. In meiner Arbeit mit Unternehmerinnen, Managern und Führungskräften habe ich es schon häufig erlebt, dass eine einzige Frage den Unterschied zwischen Stillstand und Innovation, zwischen Zögern und Handeln, zwischen Frustration und erfülltem Leben ausmachen kann.

Doch noch mehr kenne ich die kaum zu bändigende Wirkung starker Fragen aus meinem eigenen Leben. Ich kann mich nicht mehr an den genauen Tag erinnern und weiß auch nicht mehr, wohin ich eigentlich wollte. Ich weiß nur noch, dass ich wieder einmal mit meinem Dienstwagen in irgendeine Karstadt Filiale unterwegs war. Um mich von der akuten Langeweile abzulenken, hatte ich ein Hörbuch in den CD-Player meines Audi A6 eingelegt und bereitete mich auf eine weitere belanglose Berieselung vor.

Doch plötzlich, ganz ohne jegliche Vorwarnung, stellte die Sprecherin eine Frage, die mein Weltbild mit einem Paukenschlag aus den Angeln heben sollte: „Wenn Sie morgens aufstehen, sich geduscht, angezogen, gefrühstückt und sich von Ihrer Familie verabschiedet haben, ist der Job, zu dem Sie täglich fahren, der Job, den Sie wirklich machen wollen?“

Angst als kraftvoller Antreiber für persönliche Entwicklung

Meine erste Antwort kam impulsiv. Zu impulsiv. Natürlich war er das, es war doch schließlich mein Traumjob, für den ich viele Jahre studiert, hart gearbeitet und eine Menge privater Entbehrungen in Kauf genommen hatte. Doch die Frage ließ mich nicht mehr los, und es begann in mir zu rattern. Und während um mich herum Zeit und Raum verschwammen, begann sich ganz langsam eine neue, eine tiefgründig ehrliche Antwort ihren Weg an die Oberfläche zu bahnen. Und gemeinsam mit der immer klarer werdenden Erkenntnis verspürte ich plötzlich ein in dieser Intensität bisher nicht gekanntes Gefühl: Ich hatte Angst. Angst vor der Wahrheit.

Erst Jahre später ist mir klar geworden, dass ich mich in diesem Moment an einem Wendepunkt in meinem Leben befand. Denn nichts hat so eine große Auswirkung auf unsere Entscheidungen wie Angst. Sie kann uns hindern, zögern lassen und lähmen. Auf der anderen Seite kann sie aber auch ein kraftvoller Antreiber, Motivator und Wegbereiter sein. Trotzdem ist die Beschäftigung mit dem Thema „Angst vor Veränderung“ immer noch weitgehend ein Tabu in unserer Gesellschaft. Vor nichts haben wir so viel Angst, wie offen und ehrlich einzugestehen, dass wir Angst haben.

Dabei bestimmt die Angst den Alltag jedes einzelnen Menschen auf dieser Erde. Es gibt keine Ausnahmen. Und wenn Sie mal wieder auf einen dieser vermeintlich super selbstbewussten Zeitgenossen treffen, die Ihnen erzählen wollen, dass sie keine Angst hätten, dann können Sie sicher sein, dass es sich um eine Lüge handelt.

Keine Angst vor Veränderung – Nutzen Sie die Emotion positiv

Jeder hat Angst. Ich genauso wie Sie. Der verbeamtete Lehrer genauso wie der smarte Multimillionär. Kleine Kinder genauso wie weise alte Männer. Die Hausfrau genauso wie der Vorstandsvorsitzende. Der Azubi genauso wie die Staatsoberhäupter dieser Welt. Wir werden von Angst gesteuert. Sie ist der Hauptgrund, warum wir bestimmte Dinge tun und andere lassen. Ein paar Beispiele gefällig?

  • Aus Angst vor dem Unbekannten verändern wir uns nicht
  • Aus Angst, nichts Besseres zu finden, fahren wir jeden Tag zu einem Job, der uns frustriert, unzufrieden macht oder den wir sogar hassen
  • Wir schließen die unterschiedlichsten Versicherungen ab, weil wir Angst vor einem Notfall haben
  • Aus Angst vor dem Altern legen wir uns beim Schönheitschirurgen unters Messer, lassen uns Fett absaugen oder spritzen uns Botox in die Lippen
  • Aus Angst, nicht dazuzugehören, kaufen wir uns Autos, Markenkleidung oder Plasmafernseher, die wir uns eigentlich gar nicht leisten können
  • Wir erledigen die ungeliebten Routinen in der Firma, weil wir Angst haben, entlassen zu werden
  • Wir sagen nicht das, was uns wichtig ist, weil wir Angst haben, nicht politisch korrekt zu sein
  • Aus Angst vor Ablehnung wechseln wir permanent unsere Meinung und verbiegen uns
  • Aus Angst vor Einbrechern verschanzen wir uns hinter hohen Zäunen, Mauern und Alarmanlagen
  • Aus Angst, nicht dazuzugehören, tragen wir unbequeme Masken und spielen Rollen, die nicht zu uns passen
  • Aus Angst, dick und unattraktiv zu werden, fangen wir an zu Joggen oder melden uns im Fitnessstudio an
  • Weil wir Angst haben, unsere vermeintliche Sicherheit aufzugeben, wagen wir es nicht, die Freiheit, von der wir so sehr träumen
  • Aus Angst vor dem Sterben verpassen wir es, wirklich zu leben

Die Angst als kraftvoller Verbündeter aller Changemaker

Ich hätte diese Aufzählung noch endlos weiterführen können. Aber ich denke, dass der entscheidende Punkt deutlich geworden ist, nicht wahr? Vor Kurzem habe ich mal wieder den Film „Eat. Pray. Love“ mit Julia Roberts in der Hauptrolle gesehen. Und ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, der die komplette Liste auf eine tragisch präzise Weise auf den Punkt bringt: „Wir nehmen es hin, unglücklich zu sein, aus Angst vor Veränderung, aus Angst, alles könnte einstürzen.“

Ob wir es nun gut finden oder nicht: Angst ist der entscheidende Antreiber, wenn es um nachhaltige Veränderung geht. Entweder tun wir Dinge, weil wir Angst haben, wenn wir sie nicht tun würden. Oder wir tun Dinge nicht, weil wir Angst haben, wenn wir sie tun würden. Ein angstfreies Leben gibt es nicht, und je schneller Sie diese Tatsache akzeptieren, desto besser können Sie damit umgehen. Weil es so wichtig ist, möchte ich zwei Punkte besonders betonen:

  1. Es ist vollkommen normal, Angst zu haben.
  2. Es ist entscheidend für unser Glück, unseren Erfolg und unser gesamtes Leben, wie wir mit der Angst umgehen.

Besonders der zweiten Aussage wollen wir uns in den nächsten Abschnitten widmen. Wie schaffen Sie es, die Angst bei den Hörnern zu packen? Wie machen Sie Ihre Angst zu einem starken Verbündeten machen, der Sie dazu antreibt, Ihr volles Potenzial zu nutzen? Wie nutzen Sie Ihre Angst, um Veränderungen umzusetzen, von denen Sie niemals geglaubt hätten, dass wir zu ihnen in der Lage wären?

Sobald Sie für sich die passenden Antworten auf diese Fragen gefunden haben, besitzen Sie den Schlüssel für das Königreich namens Shift. Wenn Sie nämlich in der Lage sind, Ihre Angst in produktive Energie zu transformieren, dann haben Sie den machtvollsten Verbündeten an Ihrer Seite, den es überhaupt gibt.

Die Angst ist Ihr Freund

Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Angst ist tatsächlich Ihr bester Freund. Wenn Sie zulassen, dass sie es wird. Allerdings ist das die große Herausforderung, die viele Menschen davon abhält, notwendige Veränderungen anzugehen und ihre Träume in die Tat umzusetzen. Statt die Angst als kraftvollen Verbündeten zu betrachten, lassen sie sich von ihr dominieren, aufhalten und lähmen.

Und befinden sich dann in einer sich selbst verstärkenden Negativspirale, aus der es sehr schwer wird, wieder zu entkommen. Die Folgen sind fatal, denn die Ängste, denen wir uns nicht stellen, werden zu unseren Grenzen. Die Zweifel, denen wir nachgeben, werden zu Zäunen, die diese Grenzen stärker und immer weniger überwindbar machen.

„Aber Ilja“, werden Sie jetzt vielleicht einwenden, „das ist ja leicht gesagt, denn wirklich erfolgreiche Menschen kennen so etwas wie Angst doch gar nicht.“ Weit gefehlt. Ich behaupte sogar, dass die Ängste proportional steigen, wenn die Träume größer, die Vorhaben irrwitziger und die Veränderungen mutiger werden. Nein, ich möchte es noch einmal wiederholen.

Wirklich jeder Mensch hat Ängste. Die entscheidende Frage ist einzig und allein, wie Sie damit umgehen. Ob Sie sich von ihnen lähmen lassen oder ob Sie die Angst zu Ihrem besten Freund machen. Damit Ihnen das bestmöglich gelingt, möchte ich Ihnen meine vier wirkungsvollsten Tipps vorstellen.

Angst vor Veränderung überwinden #1: Akzeptieren Sie, dass es okay ist, Angst zu haben

Geben Sie sich auf keinen Fall dem Irrglauben hin, dass Angst zu haben ein Zeichen von Schwäche wäre. Ganz im Gegenteil. Hatte ich bereits erwähnt, dass jeder Mensch Angst hat? Gut, dann wäre das hoffentlich ein für allemal geklärt und wir können einen Schritt weiter gehen. Wenn es für Sie nämlich vollkommen normal ist, dass Sie diese Gefühle verspüren, dann sind sie auf dem besten Wege, aus einer vermeintlichen Schwäche eine große Stärke zu machen.

Je offensiver Sie mit Ihren Ängsten umgehen, desto besser sind Sie in der Lage, sich Ihnen zu stellen, sie aktiv anzugehen und sie am Ende zu überwinden. Daraus wird dann schnell eine sich selbst verstärkende Positivspirale. Jede bezwungene Angst lässt Sie lernen, als Persönlichkeit zu wachsen und stärker zu werden.

Angst vor Veränderung überwinden #2: Werden Sie sich Ihrer Motivation bewusst

Können Sie sich an eine Situation erinnern, in der Sie sich erst verändert haben, als der Leidensdruck unerträglich hoch wurde? Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie den entscheidenden ersten Schritt immer wieder hinausgezögert, weil Ihre Angst vor der Veränderung (dem Unbekannten) viel größer war, als alle negativen Dinge zusammen, die Sie am Status quo gestört haben. Begründet wird das dann meist so: „Wer weiß, ob es nicht noch schlimmer kommt.“ Schon mal gehört? Schon mal gesagt?

Menschen mit Macher-Mentalität drehen diesen Spies einfach um. Statt sich vor dem Unbekannten der Zukunft zu fürchten, haben Sie viel mehr Angst davor, dass alles so bleiben könnte, wie es ist. Und diese Angst treibt an. Viel mehr, als es das beste Ziel dieser Welt jemals könnte. Ich behaupte sogar, dass Angst der größte Motivator ist, den Sie überhaupt haben können. Sie sorgt für einen Maximalschub an Adrenalin, Disziplin und Durchhaltevermögen. Entscheidend ist nur, ob Sie diese enormen Ressourcen dafür einsetzen, sich im Schneckenhaus zu verkriechen, oder ob Sie ins Handeln kommen und die Angst produktiv nutzen, um etwas zu verändern.

Angst vor Veränderung überwinden #3: Steuern Sie Ihr Kopfkino 

Die meisten Veränderungen sind großartig. Leider wissen wir das immer erst hinterher. Vorher läuft stattdessen unser Kopfkino auf Hochtouren. Wir malen uns in den buntesten Farben aus, was alles schief gehen kann, wie furchtbar die Konsequenzen sein werden und warum wir auf keinen Fall irgendetwas ändern sollten. Der Ablauf ist fast immer gleich. Wir haben eine wichtige Aufgabe zu erledigen und wissen theoretisch ganz genau, was wir tun müssten. Doch dann zögern wir und sagen Sachen wie: „Ich bin noch nicht so weit, ich bin zu alt, ich bin zu jung, es ist zu früh, es ist zu spät, es geht mir zu schnell, es geht mir zu langsam, ich schaffe es bestimmt nicht.“

Angst vor Veränderung überwinden #4: Kommen Sie ins Handeln

Nachdem Sie Ihren Fokus auf mögliche Lösungen ausgerichtet haben, ist es Zeit, den ersten Schritt zu machen. Die meisten Ängste verflüchtigen sich nämlich, sobald wir uns ihnen stellen. Und wenn wir sie erst einmal überwunden haben, machen uns die Erfahrungen stärker, hoffnungsvoller und mutiger. Wann immer Sie Zweifel, Unsicherheit und Angst verspüren, sollten Sie sich auf jeden Fall das Versprechen geben, etwas zu tun. So klein der Schritt auch sein mag, er bringt Sie Ihrem Ziel ein kleines Stück näher.

Besiegen Sie die Angst vor Veränderung – Schritt für Schritt

Stellen Sie sich vor, Sie würden durch einen dunklen Wald gehen und hätten nichts anderes dabei, als eine kleine Taschenlampe. Ihre Sichtweite ist durch den dünnen Strahl auf fünf Meter begrenzt. Also gehen Sie genau bis zu dem Punkt, bis zu dem Sie noch sehen können. Dann leuchten Sie weiter und setzen Ihren Weg fort. Und leuchten wieder. Und gehen weiter. Auf diese Art und Weise durchqueren Sie das unbekannte Terrain Schritt für Schritt, bis Sie irgendwann Ihr Goal erreichen.

Ich hoffe sehr, dass Ihnen die vier Schritte in Zukunft ein treuer Begleiter sein werden, um Ihre Ängste in produktive Emotionen zu transformieren. Wenn die Angst Ihr größter Feind ist, dann steht Ihnen ein Kampf bevor, den Sie nicht gewinnen können. Erinnern Sie sich so oft wie möglich an folgende Idee: Die Ängste, denen wir uns nicht stellen, werden zu unseren Grenzen. Die Zweifel, denen wir nachgeben, werden zu Zäunen, die diese Grenzen stärker und immer weniger überwindbar machen.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, diese Zäune einzureißen und die geistigen Grenzen zu überwinden. Sobald die Angst Ihr Freund geworden ist, werden Sie ein wundervolles Gefühl der Freiheit erleben. Vor allem aber entfesseln Sie damit eine innere Kraft, mit der Sie zu unvorstellbaren Dingen fähig sind.

Wie ist es bei Ihnen, lautet das Motto bereits „Keine Angst vor Veränderung“?

Welcher Angst haben Sie sich zuletzt gestellt? Ich freue mich auf Ihren Kommentar 🙂

Yours sincerely

Ilja Grzeskowitz

New Leadership: 10 Tipps für die Führung der Zukunft

Über Leadership wird viel geschrieben. Aber was ist New Leadership? Für mich ist es ein vollkommen neuer Ansatz guter Leader, der die Chancen der Zukunft in den Mittelpunkt stellt, und sich auf die Menschen und weniger auf Prozesse und Kennzahlen konzentriert. Was genau meine ich damit?

Es gibt die verschiedensten Ansätze und Theorien, was eine erfolgreiche und nachhaltig agierende Führungskraft ausmachen sollte. Alle diese Ansätze haben in einem bestimmten Kontext ihre Bedeutung. Jedoch gibt es bestimmte Grundsätze, die heutzutage jede Führungskraft beherrschen sollte.

Im Folgenden finden Sie daher 10 kurze und knackige Tipps, mit denen Sie als Führungskraft erfolgreicher in ihrem Unternehmen agieren können. Sie können die einzelnen Punkte als so genannte “Quick Wins” verstehen, mit denen es Ihnen gelingen wird, authentisch zu führen und eine New Leadership -Philosophie zu etablieren, der man gerne folgt und die Sie als Leader zu jemandem machen werden, für den man bereit ist, die Extra-Meile zu gehen.10 Tipps für Leadership und Führung mit Persönlichkeit und Attitude

1. Wer andere führen will, muss sich selbst managen können

New Leadership beginnt immer mit guter Selbstführung. Der Entwicklung einer ausgeprägten intrinsischen Motivation und Klarheit über Ihre wichtigsten Werte, Ziele und Erwartungen. Dies bedeutet auch, dass Sie bereit sein sollten, die komplette Verantwortung für ihre Handlungen, Gefühle und Entscheidungen zu übernehmen.

2. New Leadership: Die intuitive Führungskraft

Die Führungskräfte der Zukunft verfügen über die richtige Balance zwischen Logischen Denken und der Fähigkeit, in wichtigen Momenten auf den eigenen Bauch zu hören. Die große Kunst ist es, die richtige Kombination aus rationalen Analysen und intuitiven Bauchentscheidungen zu finden. Denn New Leadership ist sowohl rational als auch emotional

3. Create A Company People Love To Work For

Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Team eine Vision und eine Leadership Philosophie, der Menschen gerne folgen. Auf diese Weise gelingt es ihnen, ihre Mitarbeiter auf einer persönlichen Ebene abzuholen und mitzunehmen. Denn auf der einen Seite können die individuellen Menschen Ihre Persönlichkeit einbringen, haben gleichsam aber richtig Lust, Teil des Teams zu sein.

4. Die Peitsche ist Out

Führen Sie niemals, wirklich niemals mit Angst. Das ist nicht nur ein Leadership Ansatz aus dem vorletzten Jahrhundert, sondern auch der Anfang vom Ende. Schaffen Sie stattdessen eine Atmosphäre, in der man gerne arbeitet und in der man sich traut, Fehler zu machen. Und die Grundlage dafür sind die drei wichtigsten Eigenschaften guter Leader: Vertrauen, Transparenz und Empathie.

5. Falsche Entscheidungen sind besser als gar keine

Es gibt nichts Schlimmeres, als Führungskräfte, die sich nicht trauen, Decisions zu treffen. Denn dadurch kommt es zum Stillstand und einer sich immer weiteren Ausbreitung von Unsicherheit in Ihrem Umfeld. Treffen Sie stattdessen klare und nachvollziehbare Entscheidungen, sobald Sie mit ihnen konfrontiert sind. Auch wenn nicht jede Entscheidung von allen bejubelt werden wird, nichts ist schlimmer, als nicht zu entscheiden.

6. Nach Außen immer wie eine Einheit

Kennen Sie auch die sogenannten Leader, die Ihre Mitarbeiter vor einem Kunden so richtig zur Schnecke machen? Werden Sie bitte NIEMALS so! Der umgekehrte Weg ist der richtige. Und das bedeutet:  Sprechen Sie Fehler und Probleme intern klar und direkt an. Doch stehen Sie in der Kommunikation zum Markt (Kunden, Lieferanten, etc.) immer voll und ganz hinter ihrer Mannschaft. Das ist New Leadership in Reinkultur.

7. Ihr größtes Potenzial – Die Ressourcen ihrer Mitarbeiter

So wichtig Prozesse, Kennzahlen und effizientes Arbeiten auch sein mögen. In Zeiten massiver Changes ist der Mensch mit seiner individuellen Persönlichkeit der wichtigste Erfolgsfaktor. Und dementsprechend sollte Ihr Führungsstil aussehen. Fördern Sie die Kreativität und die Einzigartigkeit ihrer Mitarbeiter, und setzen Sie sie ihren Qualifikationen entsprechend ein.

8. Walk your Talk

Moderne Leader verzichten auf Ankündigungen, sondern lassen stattdessen Taten sprechen. Weil Integrität und gute Führung immer Hand in Hand gehen. Tun Sie also immer das, was Sie angekündigt haben. Und noch viel wichtiger: Fordern Sie nur solche Dinge, die Sie auch bereit sind, selber zu tun. Leben Sie ihre New Leadership Philosophie jeden Tag mit Haut und Haar.

9. Lernen Sie, “Nein” zu sagen

So hart es klingen mag, aber als Führungskraft kann man es nicht allen recht machen. Egal, wie modern und menschlich Ihr Leadership Stil auch sein mag. Es gehört daher dazu, dass Sie in der Lage sind, klar und konsequent zu kommunizieren. Dies beinhaltet auch, dass Sie Ihre Konfliktfähigkeit trainieren. Je authentischer Sie “Nein” sagen können, desto mehr steigt ihr Profil als Führungskraft.

10. Loben Sie ihre Mitarbeiter!

Der letzte Punkt wird in der Praxis häufig vernachlässigt. Dabei ist er so wichtig. Denn insbesondere für die Generation XYZ ist die Wertschätzung durch die Führungskräfte fast noch wichtiger als das monatliche Gehalt. Loben Sie Ihre Mitarbeiter daher. So oft es geht. Wenn diese Art des Feedbacks für Sie zum täglich Brot wird, ist ihr Team bereit, für Sie die “Extra Meile” zu gehen

Und jetzt interessiert mich Ihre Meinung. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie mir Ihre Meinung. Ich freue mich… 🙂

Yours sincerely Ilja Grzeskowitz