Veränderung einfach machen

Veränderung einfach machen – So gelingt Change Management

Seit vielen Jahren lautet der Claim meines Unternehmens: Veränderung einfach machen. Ich liebe die Ambiguität des Satzes einfach, denn je nachdem, ob Ihre Betonung auf dem Wort einfach oder machen liegt, hat er eine vollkommen andere Bedeutung. Aber was versteckt sich eigentlich genau hinter der Philosophie des Veränderung einfach machen? Genau dieser Frage wollen wir uns in diesem Artikel ausführlich widmen. Haben Sie Lust, dass wir direkt loslegen?

Veränderung ist das, was Sie daraus machen


Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie würden in einem meiner Vorträge im Publikum sitzen. Sie haben hoffentlich schon viel gelacht und hören mich ein Experiment ankündigen, in dem ein Glas Wasser die Hauptrolle spielt, welches ich gut sichtbar mit ausgestrecktem Arm in die Luft halte. Möglicherweise geht Ihnen sofort folgender Gedanke durch den Kopf: „Ach, jetzt kommt der alte Hut, ob das Glas nun halbvoll oder halbleer ist.“ 

Aber darum geht es überhaupt nicht. Ich bin ergebnisorientiert und mich interessiert nur, ob das Wasser meinen Durst stillt. Stattdessen stelle ich Ihnen eine andere Frage: „Wenn ich das Glas auf diese Art und Weise halte, was glauben Sie, wie schwer es dann ist?“ Nachdem ich Ihre Antwort gehört habe, komme ich zum eigentlichen Punkt. „Wissen Sie was, das absolute Gewicht spielt überhaupt keine Rolle. Es kommt ausschließlich darauf an, wie lange ich in dieser Position bleibe. Wenn ich das Glas nur kurz halte, ist es kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halte, dann würde irgendwann mein Arm anfangen zu zittern, und ich hätte morgen einen schlimmen Muskelkater. Und wenn ich es den ganzen Tag so halten würde, dann könnte ich an nichts anderes mehr denken, ich hätte starke Schmerzen und der Arm wäre wie gelähmt. In jedem der Fälle verändert sich das Gewicht des Glases nicht. Aber je länger ich es halte, desto schwerer wird es.“

Veränderung einfach machen: Der Fokus ist entscheidend


Jeden Tag befinden wir uns in dutzenden Situationen, in denen wir mit verschiedensten Veränderungen konfrontiert sind. Und es macht einen riesigen Unterschied, wie Sie damit umgehen. Ob Sie denken: „Och nö, das wird bestimmt nichts.“ Oder ob Sie sich für die Alternative entscheiden: „Au ja, packen wir es an.“ Ob Sie das Glas mit aller Macht festhalten oder rechtzeitig wieder abstellen. Doch immer dann, wenn die Entscheidung besonders herausfordernd ist, tritt sie mit schöner Regelmäßigkeit in Aktion. 

Diese kleine, fiese Stimme im Kopf, die in Gestalt eines kleinen Teufelchens auf Ihrer Schulter auftaucht, und Ihnen sehr ausführlich und verführerisch erklärt, warum Ihr Vorhaben keine besonders gute Idee ist, was alles schiefgehen kann und weshalb Sie es am besten gar nicht erst probieren sollten. Kennen Sie diese Zweifel, Sorgen und Ängste, die mit Veränderungen einhergehen? Das war natürlich eine rhetorische Frage, denn jeder von uns hat sie. Und es ist auch gut, dass sie da sind, weil sie eine wichtige Funktion haben. Sie schützen uns davor, allzu großen Blödsinn zu machen. 

Doch wie auch beim Wasserglas kommt es vor allem darauf an, wie Sie damit umgehen. Wenn Sie nur ein wenig zweifeln, dann ist das vollkommen okay. Wenn Sie die Zweifel aber länger mit sich herumtragen, dann werden irgendwann Sorgen draus. Und wenn Sie sich den ganzen Tag Sorgen machen, dann bekommen Sie Angst. Und Angst lähmt. Die Botschaft der Metapher ist also einfach. Erfolgreiche Veränderung hängt nicht davon ab, mit welchen Problemen Sie konfrontiert sind, sondern einzig und alleine, wie Sie darauf reagieren. 

Denn vor welcher Herausforderung Sie auch immer stehen, Sie alleine bestimmen, wie lange Sie Ihr Glas festhalten und wann Sie es wieder abstellen. Ich würde mir wünschen, dass Sie diese Erkenntnis von Anfang an verinnerlichen: Veränderung ist nicht, was um Sie herum geschieht. Es ist die Art und Weise, wie Sie damit umgehen. Es ist Ihre Attitüde.

In den Momenten des Zweifels kommt es sogar ganz besonders darauf an. Wenn alles perfekt läuft, kann jeder glänzen. Schönwetter Kapitäne kennen wir alle zur Genüge. Aber wie gut sind Sie, wenn die Dinge einmal nicht so laufen, wie sie sollen? Jammern Sie, wie schwer Sie es haben und wie ungerecht die Welt ist? Oder beschließen Sie, das Beste daraus zu machen, Au ja zu sagen und sich aktiv zu verändern? Auch wenn die Situation schwer erscheint, Sie können die äußeren Umstände meist nicht ändern. 

Warum Ausreden nachhaltige Veränderungen verhindern


Das einzige, was Sie beeinflussen können, ist die Art und Weise, wie Sie darauf reagieren und zu welchem Zeitpunkt Sie Ihr metaphorisches Glas wieder abstellen. Damit Ihnen das erfolgreich gelingt, erhalten Sie von mir in diesem Artikel einige Ideen und Impulse, mit denen Sie sich ein Mindset aneignen, mit dem Sie auch unter schweren Rahmenbedingungen  Veränderung einfach machen können. 

Natürlich bin ich mir sehr bewusst, dass ich bei diesem Vorhaben ebenfalls mit unterschiedlichsten Varianten der kleinen, fiesen Stimme in Ihrem Kopf zu kämpfen haben werde. Denn immer dann, wenn es sich um einfache Lösungen handelt, sagt das kleine Teufelchen auf der Schulter gerne Sätze wie „kenne ich schon“, „hab ich schon ausprobiert“, oder „das mag bei anderen funktionieren, bei mir aber auf keinen Fall.“ Wenn Sie sich im Laufe der Lektüre bei einem solchen oder ähnlichen Gedanken ertappen sollten, dann erinnern Sie sich bitte daran, das Glas wieder rechtzeitig abzustellen. Ich weiß, was Sie jetzt denken: „Aber Ilja, so häufig kommt das bei mir gar nicht vor.“ Doch diese als unschuldige innere Stimme getarnte Suche nach Ausreden und Gründen, warum etwas nicht geht, taucht in den verschiedensten Gesichtern auf. Und viele haben sich die eigenen Ausreden so häufig selber erzählt, dass sie es gar nicht mehr mitbekommen, wie sehr die eigene Veränderungsresistenz bereits ausgeprägt ist.

Zu viel Change auf einmal: Das Phänomen der Veränderungsmüdigkeit


Hinzu kommt eine sich vermehrt ausbreitende Veränderungsmüdigkeit. Als ich vor kurzem einem befreundeten Unternehmer davon berichtete, dass ich ein weiteres Buch über erfolgreiche Veränderung in Planung habe, runzelte er die Stirn und bemerkte kritisch: „Ach komm, zum Thema Veränderung ist doch nun wirklich alles gesagt, was es zu sagen gibt.“ Und wissen Sie, was? Ganz Unrecht hatte er nicht. 

Wohl jeder von uns hat dutzende Bücher zu diesem Thema gelesen, hat Metaphern über Mäuse, Pinguine oder Eisberge verinnerlicht, Strategien für Zeitmanagement, Glück oder Motivation entwickelt, und beim Lesen heftig mit dem Kopf genickt. Aber welche dieser vielen Informationen haben Sie dann auch  umgesetzt? In Seminaren, Vorträgen und Teambuildingmaßnahmen haben Sie gelernt, wie Veränderung theoretisch funktioniert. Sie haben Ihre Hand ans Kinn geführt und herzlich gelacht, als Sie der Seminarleiter darauf hingewiesen hat, dass er doch laut und deutlich Nase gesagt hatte (Wenn Sie jetzt nicht wissen, wovon ich rede, hatten Sie Glück und saßen wahrscheinlich noch nicht in einem der typischen, aber meist austauschbaren Veränderungstrainings). 

Sie haben gespürt, wie es sich anfühlt, wenn Sie Ihre Hände falten, und dabei den oben liegenden Daumen wechseln. Und wahrscheinlich kennen Sie noch viele weitere theoretische Übungen, die Sie gemacht haben, um sich dem Thema Veränderung zu nähern. Aber wie sagte ein Teilnehmer in einem meiner eigenen Seminare kürzlich zu mir: „Veränderung? Das habe ich schon ausprobiert. War mir viel zu kompliziert.“

Das große Dilemma erfolgreicher Veränderung


Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn es gibt nun mal einen entscheidenden Unterschied zwischen kennen und können. Zwischen kompliziert denken und einfach machen. Und dieser Unterschied führt zu einem großen Dilemma. Auf der einen Seite nimmt die Schlagzahl an Veränderung rasant zu. Im Job, zu Hause, unterwegs, einfach überall. Manchmal sind wir von so vielen unerwarteten Herausforderungen umgeben, dass wir gar nicht genau wissen, welche wir davon zuerst angehen sollen. 

Gleichzeitig explodiert das theoretische Wissen, wie man mit Veränderung umgehen könnte. Die Menge an verfügbaren Informationen steigt exponentiell an. Egal, welches Know-how Sie heute benötigen, im Normalfall ist das Wissen nur einen Mausklick entfernt. Und es spielt keine Rolle, worum es sich handelt, es gibt zu wirklich jedem Themengebiet ausführliche Erfahrungsberichte und Sie können auf die gesamte Schwarmintelligenz der Menschheit zurückgreifen. Probieren Sie es aus. Wenn Sie bei Google den Suchbegriff „Wie kann man…?“ eingeben, dann erhalten Sie 1,7 Milliarden Treffer. Es gibt nichts, was Sie im Internet nicht lernen könnten. Dann müsste doch eigentlich alles perfekt sein, oder? Situation erkannt, Problem gelöst, Haken dran.

Doch das zunehmende Wissen ist keinesfalls eine Erleichterung, sondern für viele mittlerweile zu einer großen Hürde geworden. Denn bevor es überhaupt zu einer möglichen Umsetzung kommen kann, wird die gesamte Energie dafür eingesetzt, die Informationsflut zu sortieren und die Nadel im Heuhaufen zu finden, mit der die Philosophie des “Veränderung einfach machen” umgesetzt werden soll. Das Ergebnis: Die berühmt-berüchtigte Prokrastination, auf Deutsch auch Aufschieberitis genannt. 

Einfach bedeutet nicht leicht, sondern „nicht komplex“


Man schiebt eine geplante Veränderung so lange hinaus, bis man sich damit abgefunden hat, dass „es eben kompliziert ist“, und man ja doch nichts ändern kann. Kennen Sie das nicht auch von Menschen aus Ihrem persönlichen Umfeld? Möglicherweise sogar von sich selbst? Ich bin immer wieder erstaunt, wie kompliziert manche Menschen den Umgang mit Veränderung machen. Sie analysieren das Problem bis ins letzte Detail, entwickeln mehrstufige Umsetzungspläne oder studieren sämtliche Forschungsergebnisse der letzten zwanzig Jahre. 

Doch je komplizierter ein Weg ist, desto geringer ist die Chance, dass er auch wirklich gegangen wird. Und weil Sie so häufig gehört haben, wie schwer und komplex Veränderung doch ist, glauben Sie es irgendwann selber und haben eine wunderbar plausible Ausrede gefunden, warum Sie sich eben doch nicht verändern können. Wenn Sie den Umgang mit den eigenen Herausforderungen allerdings zu einer komplizierten Sache machen, ist ein Scheitern geradezu vorprogrammiert. 

Zu meiner Zeit als Warenhausgeschäftsführer wurde so gut wie bei jeder Führungskräftetagung ein neues Changeprogramm vorgestellt. Die hatten eines gemeinsam: Tolle Titel, meist über 200 PowerPoint Folien und 7 Veränderungsstufen, die jede wiederum 9 Unterschritte hatten, die wir in 3 Phasen abarbeiten sollten. Während einer dieser Tagungen saß ich mal neben einem Kollegen aus dem Ruhrgebiet. Während alle anderen in ihren Sitzen zusammengesunken waren, sah er auch bei Folie 175 immer noch richtig begeistert aus. Also hab ich ihn gefragt: „Du nickst immer so wissend, weißt Du, wie Du das umsetzen kannst?“ Und er sagte: „Nee, viel zu kompliziert, aber es sieht so gut aus“. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich finde, es ist schwer, sich für eine Veränderung zu begeistern, die kompliziert ist. Und es ist unmöglich, andere Menschen für etwas zu begeistern, für das Sie sich selber nicht begeistern können.

Die Grundlagen erfolgreicher Veränderung


Aber wenn es so nicht geht, wie funktioniert erfolgreiche Veränderung denn nun? Unter dem Strich sind es immer die gleichen, einfachen Prinzipien und eine große Portion gesunder Menschenverstand. Doch kennen Sie nicht auch Menschen, welche die Lösung für ihr Problem nicht finden, weil sie so damit beschäftigt sind, nach komplizierten Ausreden zu suchen, warum sie sich nicht verändern können? Ich wünschte, Sie wären dabei gewesen, als eines Tages Frau T. bei mir im Büro für ein Coaching saß. Ich schaute ihr lange in die Augen und sagte dann: „Frau T., sie sind achtunddreißig Jahre alt, eine erfolgreiche Businessfrau und haben laut eigener Aussage schon 152 Therapiestunden hinter sich. Trotzdem fühlen Sie sich immer noch nicht in der Lage, in Ihrer Firma eine Präsentation zu halten?“

Sie errötete leicht und antwortete: „Ach, Herr Grzeskowitz, es ist halt kompliziert. Ich habe schon so viel ausprobiert, aber ich bekomme jedes Mal große, rote Flecken am Hals, kriege einen trockenen Mund und fange dann an, zu stottern.“ Ich nickte und stellte dann die Frage aller Fragen: „Ich verstehe, Frau T. sind Sie denn bereit, etwas zu verändern?“ Ihre Antwort sagte schon alles: „Wissen Sie, Herr Grzeskowitz, ich würde mich ja eigentlich gerne verändern. Aber das geht ja nicht so einfach. Wenn Sie wollen, dann können wir es ja mal versuchen.“ 

Also ich wollte. Aber ich spürte, dass sie nicht wirklich wollte. Trotzdem arbeiteten wir intensiv miteinander und es gelang uns, in nur einer Session ihr Problem zu lösen. Nach nur neunzig Minuten war sie in der Lage, frei vor einer Gruppe zu sprechen. Ohne rote Flecken. Ohne trockenen Mund. Und ohne Stottern. Aber wenn Sie jetzt denken, dass Frau T. deswegen in Jubelstürme ausgebrochen ist, dann haben Sie sich getäuscht. Stattdessen sagte sie immer wieder: „Das kann ja nicht so einfach sein. Nein, das kann auf keinen Fall so einfach sein. Das hält bestimmt nicht lange an.“ 
Und sie sollte recht behalten. Denn genau drei Wochen später klingelt das Telefon. Frau T. ist dran. Und mit einer gewissen Genugtuung in der Stimme verkündet sie: „Tja, Herr Grzeskowitz, wissen Sie was? Ich musste heute vor dem Außendienst die Quartalszahlen präsentieren. Ich habe kaum ein Wort herausbekommen und die roten Flecken sind jetzt wieder da. Ha, ich habe Ihnen ja gleich gesagt, dass Veränderung nicht so einfach ist!“

Veränderung ist immer so einfach, wie Sie es machen


Warum das so war? Ich habe keine Ahnung, vielleicht genoss sie die Aufmerksamkeit, oder liebte es, anderen von ihrem Problem erzählen zu können (Das ist nämlich ein großes Hobby von sehr vielen Menschen). Aber so sehr ich mir gewünscht hätte, dass Frau T. sich ändert, sie wollte es einfach nicht und blieb lieber in ihrer gemütlichen Komfortzone. Sie war so auf die Notwendigkeit einer komplexen Lösung fixiert, dass sie die naheliegende Einfachheit überhaupt nicht in Betracht gezogen hatte. Doch erinnern Sie sich einmal an Ihre eigenen Veränderungen, die Sie in der Vergangenheit nachhaltig gemeistert haben. Was war der gemeinsame Nenner? Richtig, es waren immer einfache Lösungen und Wege, welche die besten Ergebnisse nach sich gezogen haben.

Wie einfach es sein kann, können Sie an einer Form von Veränderung sehen, die wohl jeder von uns kennt. Ich spreche vom Rauchen. Genauer gesagt vom Aufhören. Dort sind es immer die gleichen Muster. Während die einen mit einfachen Mitteln erfolgreich sind, kämpfen die anderen jeden Tag aufs Neue mit einem vermeintlich komplizierten Problem. Haben Sie schon mal erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört? Kennen Sie jemanden, der es geschafft hat? 

Ich selber habe früher geraucht. Auch habe ich als Coach viele Raucherentwöhnungen durchgeführt und dutzende Seminare zu diesem Thema gegeben. Meine Erfahrungen lassen sich einfach zusammenfassen. Unterm Strich gibt es immer nur zwei Kategorien von Rauchern. Da sind diejenigen, die von vorneherein Zweifel haben, ob sie es auch wirklich schaffen. Die sich Sorgen über Entzugserscheinungen, Gewichtszunahme und Nebenwirkungen machen. Die dann für ein paar Tage aufhören, aber bei der ersten Gelegenheit wieder anfangen. Die sich selber so häufig einreden, wie kompliziert es doch ist, bis sie es irgendwann selber glauben. Und sich dann eben nicht verändern, sondern weiterrauchen. Und natürlich jammern, wie gerne sie aufhören würden, wenn es nicht so kompliziert wäre.

Aber wie machen es dann die Millionen von Ex-Rauchern, die es erfolgreich geschafft haben, sich zu verändern? Sind Sie bereit für die harte Wahrheit? Hier ist Sie. Sie haben eine Entscheidung getroffen, und aufgehört zu rauchen. Einfach so. Von heute auf morgen. Von einem Augenblick auf den anderen. Manche brauchen dazu eine kleine Anschubhilfe in Form eines Coachings, eines Seminars oder eines Buches. Aber trotzdem hören Sie dann einfach auf und sind von einem Augenblick auf den anderen Nichtraucher. 

Ich höre schon die Einwände des kleinen Teufelchens auf Ihrer Schulter: „Aber Ilja, das mag ja vielleicht so einfach sein, wenn man nur wenig raucht. Ich rauche schließlich eine ganze Schachtel am Tag.“ Es tut mir leid, aber es spielt keine Rolle, wie viel Sie rauchen. Auch starke Raucher hören dadurch auf zu rauchen, indem sie einfach aufhören zu rauchen. Es dauert zwar länger, bis der Körper sich entgiftet hat, aber das Prinzip ist das gleiche. Doch vielen Menschen hat man so häufig eingeredet, wie schwer und kompliziert Veränderung doch ist, dass sie überhaupt nicht mehr auf die Idee kommen, dass die beste Lösung immer noch die einfache ist.

Treffen Sie eine echte Entscheidung für die Veränderung


Mir ist das sehr bewusst geworden, als ich während eines Sommers meine damals vierjährige Tochter Emma dabei beobachtete, wie sie im obersten Fach unseres Kühlschranks eine große Packung Wassereis entdeckte. Falls Sie jetzt nicht wissen, wovon ich spreche, das sind diese künstlichen Wasserstangen mit Waldmeister-, Cola- oder Zitronengeschmack, die man in den Kühlschrank legt, und die dann dort zu Eis werden. 

Auf jeden Fall war meine Tochter völlig verrückt nach diesen Dingern. Sie hatte jedoch ein Problem. Sie war nicht groß genug und kam nicht heran. Was denken Sie, was sie jetzt getan hat? Richtig, sie hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um an das Eis zu kommen. Zum Schluss stand sie auf einer wackligen Konstruktion aus einem Stuhl, zwei Kissen und einem Kochtopf. Und als sie voller Stolz ihre Trophäe in die Luft streckte, spürte ich, dass sich die Mühe gelohnt hatte. Sie hatte die Veränderung herbeigeführt, weil sie das Eis unbedingt haben wollte. Sie hätte einfach alles dafür getan, es zu bekommen. Und es ging einfach so. Ich musste ihr vorher nicht sagen: „Pass auf Emma, das ist ein ganz schön kompliziertes Problem, da solltest Du Dich gut vorbereiten. Es gibt da so ein revolutionäres Veränderungsmodell, dass ein Professor der Universität Tübingen entwickelt hat. Aber führe vorher unbedingt einen Persönlichkeitstest durch, damit Du herausfindest, was für ein Veränderungstyp Du bist. Und besuche  auf jeden Fall ein Verhaltenstraining, in dem Du lernst, in welchem Winkel man am besten den Kühlschrank öffnet.“ 

Das brauchte sie alles nicht. Sie hat es einfach getan. Weil sie motiviert war und einen einfachen Weg gefunden hatte, wie sie ihr Ziel erreicht. Und daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: Ob Sie nun ein Eis aus dem obersten Fach des Kühlschranks holen, mit dem Rauchen aufhören oder vor einer ganz anderen Herausforderung stehen. Veränderung einfach machen eben.

Veränderung wird einfach, wenn Sie Veränderung einfach machen.


Albert Einstein hat einmal gesagt: „Mach´ die Dinge so einfach wie möglich. Aber nicht einfacher.“ Ich möchte Sie mit diesem Artikel daran erinnern, dass erfolgreiche Veränderung immer auf einfachen Ideen und Lösungen basiert. Doch gestatten Sie mir einen entscheidenden Hinweis. Auch wenn ich so häufig das Wort einfach betone, ich meine damit keinesfalls leicht, mühelos oder ohne jeglichen Aufwand. Ganz im Gegenteil. Das Schicksal kann ganz schön hart sein und fordert Sie täglich aufs Neue heraus, ob Sie es auch wirklich ernst meinen. 

Das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Es ist häufig unfair, oft verletzend und auch nicht immer gerecht. Wenn Sie sich unter diesen Umständen verändern wollen, dann geht es nicht, ohne etwas dafür zu tun. Erfolg geschieht nicht von alleine. Und ich weiß, dass es Hunderte von Büchern und auch viele Seminarleiter gibt, die Ihnen versprechen, man müsse sich die Veränderung nur fest genug wünschen, und schon fällt sie vom Himmel. Aber wenn das so wäre, warum sitzen dann so viele Menschen zu Hause in ihrer Jogginghose auf der Couch, haben schon acht Mal „The Secret“ gesehen, schicken pro Stunde zehn Wünsche ans Universum, und wundern sich, warum sie immer noch einen mittelmäßigen Job haben, warum sie seit Jahren Single sind, und warum der bei Universum bestellte Ferrari in der Garage immer noch ein klappriger Opel Corsa ist?

Weil Erfolg eben immer die Kombination aus harter Arbeit und erstklassiger Qualität ist. Weil es ohne Handeln und Umsetzen nicht geht. Weil Veränderung zwar einfach ist, aber auf keinen Fall leicht. Wichtig ist mir daher vor allem eines: Dass Sie Ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und sich aktiv verändern. Denn wenn Sie wie der berühmte Vogel Strauß mit dem Kopf im Sand darauf vertrauen, dass schon alles gut gehen wird, dann könnten Sie irgendwann vor der Situation stehen, dass Sie von den äußeren Umständen verändert werden. Und diese Veränderungen stehen dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Einklang mit Ihren Werten, Zielen und Träumen, sondern mit denen von anderen Menschen. Und das ist vielleicht nicht die beste Zukunftsaussicht, oder?

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Lets talk about change baby grzeskowitz

Vita

Überblick über Iljas bisheriges Berufsleben
  • 1975: Geboren in der schönen Hansestadt Lübeck
  • 1994: Abitur am Carl-Jacob-Burkhardt Gymnasium zu Lübeck
  • 1994: Zivildienst am Universitätsklinikum Lübeck: Arbeit mit behinderten und lernschwachen Kindern in einer integrativen Einrichtung.
  • 1995 – 2001: Studium der Wirtschaftswissenschaften in Greifswald, Mannheim und Hamburg. Schwerpunktfächer: Marketing, Wirtschaftspädagogik und Organisationstheorie. Abschluss: Diplom Kaufmann
  • 1995 – 2001: Diverse Jobs, u.a.: Dolmetscher für amerikanische und nigerianische Unternehmen, Barkeeper, Businessplan Schreiber, Consultant für Start-Ups, Business Development Manager
  • 2002 – 2008: Geschäftsführer für insgesamt zehn Standorte von Karstadt, Hertie und Wertheim
  • 2008 – 2009: Storemanager IKEA in Hamburg
  • 2009: Gründung von Ilja Grzeskowitz – Veränderung. Einfach. Machen.
  • 2013-2015: Lehraufträge an der Berlin School of Law and Economics und der SRH Hochschule
  • Seit 2009: Internationaler Keynote Speaker, Bestsellerautor von 12 Büchern und Change Berater
  • Seit 2013: Initiator und Gastgeber des Change Awards
  • 2023: Gründung der Change Leaders Academy

Mission

Unternehmensphilosophie

Die Unternehmensphilosophie basiert auf unserem gesamten Denken, Handeln und Wirken. Unternehmen verändern sich, wenn die Menschen sich verändern. Deshalb glaube ich fest an zwei Dinge: An die Kraft der individuellen Persönlichkeit und die Magie einer von starken Werten getriebenen Veränderungskultur. Wenn sich die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Menschen mit den übergeordneten Organisationszielen im Einklang befinden, entsteht ein magischer Cocktail aus Leidenschaft, Commitment und operativer Exzellenz. Dies haben wir in unserem Mission Statement zusammengefasst:

“Mein Businessansatz ist radikal menschlich, denn ich bin der festen Überzeugung, dass der Mensch in Zeiten der immer schneller werdenden Veränderung der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft ist. Ich helfe Menschen dabei, ein auf Selbstbestimmung, persönlicher Freiheit und Sinnhaftigkeit basierendes Leben zu führen. Ich unterstütze Organisationen und Unternehmen, die großen Chancen der Veränderung zu nutzen und eine Change Kultur zu etablieren, die von geteilten Werten, Diversity und Sinn geprägt ist. Die individuelle Definition von Erfolg ist dabei der kraftvolle Fixstern, der Weg dort hin die Veränderung.”

Werte-Codex

Diese Werte treiben uns an
  • Verantwortung: Nur wenn jeder persönliche Verantwortung übernimmt, können wir gemeinsam erfolgreich sein.
  • Dankbarkeit: Wir gehen mit einer Attitude of Gratitude durchs Leben. Wir geben, bevor wir nehmen.
  • Diversity: Wir respektieren jeden Menschen so wie er ist und behandeln ihn individuell.
  • Integrität: Wir lassen Taten sprechen und tun, was wir angekündigt haben.
  • Unterstützung: Niemand gewinnt allein. Deshalb ist uns das Team heilig.
  • Familie: Erfolg hat bei uns eine klare Reihenfolge: Family First, dann kommt das Business.
  • Bedeutung: Für uns ist Job nicht nur Job. Unser gesamtes Wirken beruht auf Sinnhaftigkeit, um die Welt jeden Tag ein Stück besser zu machen.
  • Humor: Wir lachen gerne und viel, besonders über uns selbst. Denn für uns muss Arbeit vor allem eins: Spaß machen!
  • Qualität: Wir haben hohe Ansprüche an unsere Produkte, unseren Service, besonders aber an uns selbst.
Natürlich gibt es für uns auch einige NO-GO‘s:

Gleichgültigkeit. Beliebigkeit. Feigheit. Egoismus. Rumeierei. Zynismus. Humorlosigkeit. Schwarzmalerei. Gewalt. Hass. Dogmatismus. Besserwisserei. Opportunismus.

Vision

Diese Überzeugungen treiben uns an
  • Wir glauben, dass Unternehmen sich verändern, wenn die Menschen sich verändern.
  • Wir glauben, dass eine Kultur der Veränderung jede noch so ausgetüftelte Strategie schlägt.
  • Wir glauben, dass wir für unsere Ergebnisse verantwortlich sind. Für die guten, wie die schlechten.
  • Wir glauben, dass in jedem Problem eine Chance steckt.
  • Wir glauben, dass Motivation auf Sinnhaftigkeit und Werten basiert und nicht auf externen Faktoren.
  • Wir glauben, dass in jedem Menschen ein großes Feuer lodert, das nur darauf wartet, entzündet zu werden.
  • Wir glauben, dass sich alles verändert, wenn Sie sich verändern.
  • Wir glauben, dass innovatives Denken, harte Arbeit und Commitment die Grundlage für Erfolg bilden.
  • Wir glauben an Individualität und Diversity statt an Gleichmacherei.
  • Wir glauben an einfache Lösungen und nicht an komplizierte Probleme.
  • Wir glauben an Klarheit, Entschiedenheit und Integrität.
  • Wir glauben an Ergebnisse und nicht an Ankündigungen.
  • Wir glauben, dass der Umgang mit Veränderung die wichtigste Schlüsselkompetenz der Zukunft sein wird.

Awards

Auszeichnungen, Awards & Preise
  • 2013: Publikumspreis für außergewöhnliche Rednerleistungen
  • 2013: Rednerpreis „Best Media“
  • 2014: Rednerpreis „Best Performer“
  • 2016: Aufnahme als erster Deutscher in den C-Suite Book Club in New York City
  • 2016: Certified Speaking Professional (CSP), verliehen durch die National Speakers Association in Phoenix/Arizona
  • 2016: Rednerpreis „Best Brand“
  • 2018: Best Business Book Award für über 100.000 verkaufte Exemplare auf der Frankfurter Buchmesse
  • 2019: Fellow of the PSA, verliehen durch die Professional Speaking Association UK & Ireland

Awards

Auszeichnungen, Awards & Preise
  • 2013: Publikumspreis für außergewöhnliche Rednerleistungen
  • 2013: Rednerpreis „Best Media“
  • 2014: Rednerpreis „Best Performer“
  • 2016: Aufnahme als erster Deutscher in den C-Suite Book Club in New York City
  • 2016: Certified Speaking Professional (CSP), verliehen durch die National Speakers Association in Phoenix/Arizona
  • 2016: Rednerpreis „Best Brand“
  • 2018: Best Business Book Award für über 100.000 verkaufte Exemplare auf der Frankfurter Buchmesse
  • 2019: Fellow of the PSA, verliehen durch die Professional Speaking Association UK & Ireland

Vision

Diese Überzeugungen treiben uns an
  • Wir glauben, dass Unternehmen sich verändern, wenn die Menschen sich verändern.
  • Wir glauben, dass eine Kultur der Veränderung jede noch so ausgetüftelte Strategie schlägt.
  • Wir glauben, dass wir für unsere Ergebnisse verantwortlich sind. Für die guten, wie die schlechten.
  • Wir glauben, dass in jedem Problem eine Chance steckt.
  • Wir glauben, dass Motivation auf Sinnhaftigkeit und Werten basiert und nicht auf externen Faktoren.
  • Wir glauben, dass in jedem Menschen ein großes Feuer lodert, das nur darauf wartet, entzündet zu werden.
  • Wir glauben, dass sich alles verändert, wenn Sie sich verändern.
  • Wir glauben, dass innovatives Denken, harte Arbeit und Commitment die Grundlage für Erfolg bilden.
  • Wir glauben an Individualität und Diversity statt an Gleichmacherei.
  • Wir glauben an einfache Lösungen und nicht an komplizierte Probleme.
  • Wir glauben an Klarheit, Entschiedenheit und Integrität.
  • Wir glauben an Ergebnisse und nicht an Ankündigungen.
  • Wir glauben, dass der Umgang mit Veränderung die wichtigste Schlüsselkompetenz der Zukunft sein wird.

Werte-Codex

Diese Werte treiben uns an
  • Verantwortung: Nur wenn jeder persönliche Verantwortung übernimmt, können wir gemeinsam erfolgreich sein.
  • Dankbarkeit: Wir gehen mit einer Attitude of Gratitude durchs Leben. Wir geben, bevor wir nehmen.
  • Diversity: Wir respektieren jeden Menschen so wie er ist und behandeln ihn individuell.
  • Integrität: Wir lassen Taten sprechen und tun, was wir angekündigt haben.
  • Unterstützung: Niemand gewinnt allein. Deshalb ist uns das Team heilig.
  • Familie: Erfolg hat bei uns eine klare Reihenfolge: Family First, dann kommt das Business.
  • Bedeutung: Für uns ist Job nicht nur Job. Unser gesamtes Wirken beruht auf Sinnhaftigkeit, um die Welt jeden Tag ein Stück besser zu machen.
  • Humor: Wir lachen gerne und viel, besonders über uns selbst. Denn für uns muss Arbeit vor allem eins: Spaß machen!
  • Qualität: Wir haben hohe Ansprüche an unsere Produkte, unseren Service, besonders aber an uns selbst.
Natürlich gibt es für uns auch einige NO-GO‘s:

Gleichgültigkeit. Beliebigkeit. Feigheit. Egoismus. Rumeierei. Zynismus. Humorlosigkeit. Schwarzmalerei. Gewalt. Hass. Dogmatismus. Besserwisserei. Opportunismus.

Mission

Unternehmensphilosophie

Die Unternehmensphilosophie basiert auf unserem gesamten Denken, Handeln und Wirken. Unternehmen verändern sich, wenn die Menschen sich verändern. Deshalb glaube ich fest an zwei Dinge: An die Kraft der individuellen Persönlichkeit und die Magie einer von starken Werten getriebenen Veränderungskultur. Wenn sich die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Menschen mit den übergeordneten Organisationszielen im Einklang befinden, entsteht ein magischer Cocktail aus Leidenschaft, Commitment und operativer Exzellenz. Dies haben wir in unserem Mission Statement zusammengefasst:

“Mein Businessansatz ist radikal menschlich, denn ich bin der festen Überzeugung, dass der Mensch in Zeiten der immer schneller werdenden Veränderung der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft ist. Ich helfe Menschen dabei, ein auf Selbstbestimmung, persönlicher Freiheit und Sinnhaftigkeit basierendes Leben zu führen. Ich unterstütze Organisationen und Unternehmen, die großen Chancen der Veränderung zu nutzen und eine Change Kultur zu etablieren, die von geteilten Werten, Diversity und Sinn geprägt ist. Die individuelle Definition von Erfolg ist dabei der kraftvolle Fixstern, der Weg dort hin die Veränderung.”

Vita

Überblick über mein bisheriges Berufsleben
  • 1975: Geboren in der schönen Hansestadt Lübeck
  • 1994: Abitur am Carl-Jacob-Burkhardt Gymnasium zu Lübeck
  • 1994: Zivildienst am Universitätsklinikum Lübeck: Arbeit mit behinderten und lernschwachen Kindern in einer integrativen Einrichtung.
  • 1995 – 2001: Studium der Wirtschaftswissenschaften in Greifswald, Mannheim und Hamburg. Schwerpunktfächer: Marketing, Wirtschaftspädagogik und Organisationstheorie. Abschluss: Diplom Kaufmann
  • 1995 – 2001: Diverse Jobs, u.a.: Dolmetscher für amerikanische und nigerianische Unternehmen, Barkeeper, Businessplan Schreiber, Consultant für Start-Ups, Business Development Manager
  • 2002 – 2008: Geschäftsführer für Karstadt, Hertie und Wertheim mit insgesamt zehn Standorten in Lübeck, 2 x Hamburg, Kassel, Mönchengladbach, Frankfurt/Oder und 5x Berlin
  • 2008 – 2009: Storemanager IKEA in Hamburg
  • 2009: Gründung von Ilja Grzeskowitz – Veränderung. Einfach. Machen.
  • 2013-2015: Lehraufträge an der Berlin School of Law and Economics und der SRH Hochschule
  • Seit 2009: Internationaler Keynote Speaker, Bestsellerautor von 12 Büchern und Change Berater
  • Seit 2013: Initiator und Gastgeber des Change Awards
  • 2020: Gründung des Solopreneur Clubs