Entscheidungen richtig treffen: So klappt es!

7 Tipps für bessere und nachhaltige Entscheidungen

Wenn ich Sie fragen würde, was für Sie die wichtigste Eigenschaft erfolgreicher Unternehmer und Führungskräfte ist, was käme Ihnen da spontan in den Sinn? Für mich ist es vor allem eines: Die Fähigkeit, klare und zeitnahe Entscheidungen treffen zu können. Weil jede Veränderung – die kleinen wie die großen – immer mit einer Entscheidung beginnt. Weil aktiv handelnde Menschen ihrem Umfeld Orientierung geben. Weil dadurch eine Firmenkultur entsteht, die von Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Umsetzungskompetenz geprägt ist. Da sollte man doch meinen, dass man in unseren Unternehmen auf eine Vielzahl solcher Entscheider treffen sollte, die innovativ denken und mutig handeln, nicht wahr?

Entscheidungen schaffen Klarheit und Verbindlichkeit

Aber weit gefehlt. Wie viele Menschen kennen Sie, die Weltmeister im Ankündigen, Planen und Vornehmen von Veränderungen sind, aber dann regelmäßig an der Umsetzung scheitern? Wie häufig hatten Sie selber schon eine grandiose Idee, aber konnten diese nicht in die Tat umsetzen? Es mag Sie überraschen, aber die meisten Unternehmen haben kein Umsetzungs- sondern ein Entscheidungsproblem. Es ist das Resultat von Wischi-Waschi-Werten und dem damit einhergehenden Mangel an klaren Prioritäten. Die Folgen sind fatal: Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass andere Menschen einem die Entscheidungen schon abnehmen werden. Der Chef, die Kollegen, der Lebenspartner, die Nachbarn, der Kellner, die Verkäuferin oder auch die nette Dame an der Hotelrezeption. So gut wie jedem traut man zu, eine Entscheidung für einen treffen zu können. Nur man selber drückt sich davor wie der Teufel vor dem Weihwasser. Menschen, denen es schwer fällt, Entscheidungen zu treffen, können Sie auch sehr gut an der Sprache erkennen, denn sie verwenden auffallend häufig ihre beiden Lieblingswörter „eigentlich“ und „vielleicht“. Denn wenn man vielleicht darüber nachdenkt, ob man sich eigentlich verändern sollte, dann muss man sich schließlich auch nicht festlegen.

Entscheidungen zu  treffen bedeutet, sich festzulegen

Aber warum ist das überhaupt so? Warum will sich niemand mehr festlegen? Warum fällt es so vielen Unternehmern und Führungskräften so schwer, sich zu entscheiden? Zum einen spielen da natürlich die eigenen Werte eine zentrale Rolle. Wenn ich nicht weiß, wie meine Prioritäten ich im Leben aussehen, dann kann ich mich auch nicht danach verhalten. Wenn ich innerlich unsicher bin, dann ist es nicht möglich, im Außen klare Entscheidungen zu treffen. Doch in den allermeisten Fällen liegt es gar nicht daran, dass sich jemand nicht festlegen kann. Vielmehr liegt es am Wollen. Denn es gibt ein zentrales Merkmal von Entscheidungen: Immer wenn wir uns für etwas entscheiden, dann entscheiden wir uns gleichzeitig auch gegen etwas. Mit allen Entbehrungen, Risiken und Konflikten. Aber eben auch mit den entsprechenden Ergebnissen. Es immer eine Frage, was Ihnen wichtiger ist. Jede Entscheidung ist immer eine Frage von „entweder oder“. Ein paar Beispiele gefällig?

  • Sie können entweder die Freiheit des eigenen Unternehmens haben oder die (vermeintliche) Sicherheit einer Festanstellung
  • Sie können entweder den wichtigen Kundenanruf tätigen oder zum zehnten Mal am Tag auf Facebook die Statusmeldungen checken
  • Sie können alles dafür tun, um den lange ersehnten Posten als Abteilungsleiter zu ergattern, oder auf Ihren pünktlichen Feierabend beharren

Sicherlich fallen Ihnen noch weitere Beispiele aus Ihrem persönlichen Alltag ein. Und jede dieser Entscheidungen fällen Sie immer auf der Grundlage, was Ihnen wichtiger ist. Und je besser Sie wissen, wo Ihre Prioritäten liegen, desto leichter fällt es Ihnen auch, sich festzulegen. Tatsächlich ist es sogar möglich, das Entscheiden zu trainieren. Im Folgenden möchte ich Ihnen sieben Tipps vorstellen, die Ihnen dabei helfen werden, klare und wirkungsvolle Entscheidungen zu treffen.

7 Tipps für bessere und nachhaltige Entscheidungen

  1. Klarheit schafft Verbindlichkeit: Entscheiden Sie sich, auf jeden Fall eine Entscheidung zu treffen
  2. Viele Wege führen nach Rom: Analysieren Sie die Ausgangslage und wägen Sie Ihre Optionen ab
  3. Hinterher ist man immer klüger: Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Sie vorher niemals genau wissen werden, welche Entscheidung richtig oder falsch ist
  4. Mit Herz und Verstand: Kombinieren Sie Ihr Wissen mit Ihrer Intuition und entscheiden Sie sich
  5. Nichts geht über Verlässlichkeit: Übernehmen Sie die volle Verantwortung für die Konsequenzen der Entscheidung.
  6. Sie können es sowieso nicht allen recht machen: Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung, auch wenn Sie auf Gegenwind stoßen
  7. Nicht das gewünschte Ergebnis? Haben Sie den Mut, eine Entscheidung auch einmal zu revidieren

Ich würde mir wünschen, dass Ihnen diese sieben Ideen in Zukunft ein treuer Begleiter sein werden. Trainieren Sie das Entscheiden so oft wie möglich. Jede einzelne Veränderung beginnt immer mit einer unumstößlichen Entscheidung, für die Sie bereit sind, alles Notwendige zu tun, um die gewünschten Resultate zu erzielen. Und je ausgeprägter die Entscheidungskultur in Ihrem Unternehmen ist, desto erfolgreicher werden Sie sein.