Developing change competence with the 4 W's of change

Lassen Sie mich direkt mit der Kernaussage dieses Artikels starten: Der Auf- und Ausbau Ihrer Veränderungskompetenz wird die entscheidende Fähigkeit der Zukunft werden. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Veränderungskompetenz“, auf welchen Erfolgsfaktoren basiert der Skill und was haben die 4 W’s der Veränderung damit zu tun? All diesen Fragen wollen wir uns nun ausführlich widmen.

Warum scheitern Veränderungen?

Im Jahr 1995 hat Professor John P. Kotter in einer großen Studie hunderte von Unternehmen jeglicher Größenordnung untersucht, die aktiv Change management betrieben haben. Dabei ist er zu folgendem Ergebnis gekommen: 70 % aller Veränderungsvorhaben sind gescheitert und haben nicht die gewünschten Ergebnisse erreicht. Seitdem sind fast dreißig Jahre vergangen, der Wandel hat massiv zugenommen und Shift ist zu einem täglichen Begleiter geworden.

Da könnte man doch meinen, dass unsere Veränderungskompetenz mittlerweile gestiegen sein sollte, nicht wahr? Doch auch im Jahr 2024 sagen die Studien, dass immer noch 70 % aller Veränderungsvorhaben scheitern. Manche gehen sogar noch von einer höheren Zahl aus. Weil die alten Regeln schon längst nicht mehr gelten. Was gestern noch Standard war, kann heute bereits überholt sein. Die Taktung von Veränderungen steigt nicht mehr linear, sondern exponentiell. Eric Schmidt, der ehemalige CEO von Google hat das bereits im Jahr 2011 in einem Interview auf den Punkt gebracht: „Die Menschheit produziert heute in 48 Stunden genau so viele Informationen, Daten und Ideen wie von der Steinzeit bis ins Jahr 2003 zusammen.“ Was glauben Sie, wie hoch diese Zahl heute ist?

Veränderungskompetenz als entscheidende Fähigkeit der Zukunft

Diese Entwicklung bleibt natürlich nicht ohne Folgen und beeinflusst unseren Alltag in hohem Maße. Großen Risiken und Unabwägbarkeiten stehen enorme Chancen gegenüber. Noch nie war es so leicht, Erfolg zu haben, und noch nie war es so schwer, sich dem immer schneller werdenden Wandel anzupassen. Und dieser Wandel wird immer komplexer, intensiver und unberechenbarer (siehe auch die VUKA Welt). Ein paar Beispiele gefällig?

  • Globalization
  • Generationenwandel
  • Demografische Entwicklung
  • Klimawandel
  • Digitization
  • Verändertes Konsumentenverhalten
  • Weltweite Krisen
  • Künstliche Intelligenz
  • New Work
  • Inflation

Ich hätte diese Liste noch beliebig weiterführen können, und es ist nur ein Ausschnitt all der Faktoren, die dafür sorgen, dass die Märkte sich dramatisch wandeln und die Kunden immer anspruchsvoller werden. Wir werden mit immer mehr Veränderungen in immer kürzerer Zeit konfrontiert. Tendenz steigend. Und das bedeutet, dass Ihre Veränderungskompetenz darüber entscheidet, ob Sie zu einem Spielball der äußeren Umstände werden, oder in der Lage sind, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Turning problems into opportunities

Die große Kunst besteht darin, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und dann passende Lösungen dafür anzubieten. Doch welche Veränderungen werden uns in den kommenden Jahren besonders beschäftigen? Die Antwort hat der dänische Wissenschaftler und Nobelpreisträger Niels Bohr in einem sehr bekannten Bonmot zusammengefasst: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

Welche konkreten Ideen, Produkte und Technologien den größten Einfluss haben werden, lässt sich schwer voraussagen. Nur eines scheint sicher, der Wandel wird immer schneller und die Digitization unserer Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Während Sie diesen Beitrag lesen, arbeiten Forscher an der Entwicklung von virtuellen Holodecks, Apple hat vor Kurzem seine bahnbrechende Cyberbrille Vision Pro veröffentlich und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie zur ersten Generation gehören, die mal schnell übers Wochenende zum Mond fliegen kann.

Und das Ende der Entwicklung ist noch lange nicht erreicht. Wenn Sie sich mit Zukunftsforschern unterhalten, deren Bücher lesen oder sich auf Zukunftskongressen umhören, dann ist sich die Fachwelt in einem Punkt einig. Wir befinden uns erst am Anfang von Veränderungen, die unsere Jobs, unsere Habits und unseren gesamten Alltag revolutionieren werden.

Veränderungskompetenz bedeutet, die Zukunft aktiv zu gestalten

Und nun Hand auf‘s Herz: Finden Sie diese möglichen Veränderungen faszinierend oder haben Sie eher ein mulmiges Gefühl, weil Ihnen das alles dann doch etwas zu schnell geht? Vielleicht sind Sie genau so erstaunt wie ich, aber technisch ist bereits heute viel mehr möglich, als wir uns das alle vorstellen können.

Im Jahr 2021 schickte charterte der Milliardär Jared Issacman gemeinsam mit drei Mitstreitern für schlappe 200 Millionen Dollar ein Raumschiff der Firma SpaceX, um die Aussicht im Weltall zu genießen. Künstler wie Frank Zappa, Roy Orbison oder Amy Winehouse gaben vor Kurzem ihr Comeback auf Hologramkonzerten. Und auf künstlicher Intelligenz basierende Tools wie ChatGPT, Midjourney und Co. haben längst ihren festen Platz in unserem Alltag erobert (Bei Ihnen nicht? Dann wird es aber Zeit).

Auch in der Wirtschaft dreht sich das Rad der Veränderung immer schneller, und viele liebgewonnene Bequemlichkeiten wurden längst von der aktuellen Entwicklung und den Anforderungen der Zukunft eingeholt. Das Konsumverhalten der Menschen hat sich dramatisch gewandelt und so gut wie jedes Produkt kann heute via Smartphone von der heimischen Couch verglichen, bewertet und natürlich zum günstigsten Preis gekauft werden.

Die Folgen dieser Entwicklung erleben wir täglich. Der Online Handel wächst seit Jahren mit konstant zweistelligen Raten, während der stationäre Handel immer noch nach den richtigen Erfolgsrezepten sucht. Selbst um ein neues Auto zu konfigurieren, zu besichtigen und zu kaufen, müssen Sie schon lange nicht mehr das Haus verlassen. Und apropos, die meisten Autos können mittlerweile alleine einparken und theoretisch sogar von Berlin nach Lübeck fahren, ohne dass ein Mensch am Steuer sitzt.

Firmen wie Tesla, Mercedes oder Waymo arbeiten seit Jahren mit Hochdruck daran, mit autonom fahrenden Autos den Massenmarkt zu erobern. Wie würden Sie sich darauf vorbereiten, wenn Sie Taxifahrer, Busunternehmer oder Automobilhersteller wären? Ohne die eigene Veränderungskompetenz zu entwickeln wird es definitiv schwer.

Veränderungskompetenz richtet den Fokus auf Chancen und Möglichkeiten 

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber je häufiger ich er über all diese Entwicklungen nachdenke, desto mehr fällt mir auf, wie riesig die Möglichkeiten sein werden. Wenn wir uns darauf einlassen, sie auch wahrzunehmen. Durch das Internet ist die Welt mittlerweile komplett vernetzt, so dass es kaum noch die klassischen lokalen Märkte gibt. Ein Schüler aus Flensburg kann heute seine Produkte oder Dienstleistungen mühelos mit nur wenigen Mausklicks an über sieben Milliarden potenzielle Kunden in Los Angeles, Buenos Aires oder Johannesburg verkaufen.

Und ich könnte wetten, dass es mindestens einen solchen Jungen (und wahrscheinlich drei Mädchen) gibt, der gerade jetzt genau dies tut. Und während dieser pfiffige Kerl die Grundlage für seine erste Million legt, trauert die Masse der traditionellen Unternehmen der guten alten Zeit hinterher und beklagt die immer weiter voranschreitende Digitalisierung des Handels.

Change. Adapt. Or Die.

Der letzte Absatz lässt sich relativ leicht zusammenfassen: Change. Adapt. Or Die. Wir können uns entweder verändern. Oder wir werden in der Zukunft irrelevant werden. Diese Aussage ist Ihnen zu hart? Dann lassen Sie uns einmal anschauen, was passiert, wenn man diesen Rat ignoriert.

Könen Sie sich noch an den Sony Walkman, den Kodak Farbfilm oder die Yahoo Suchmaschine erinnern? Alle drei Produkte waren einst der absolute Marktführer in ihrem Segment. Vielleicht sogar mehr.

  • Die Erfindung des Walkmans im Jahr 1979 sorgte für eine kulturelle Revolution und eine ganze Generation war plötzlich mit Kopfhörern in der U-Bahn, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen anzutreffen.
  • Familien auf der ganzen Welt hielten ihre Urlaubserinnerungen auf einem Kodak Filmrolle fest. Dies sorgte dafür, dass Kodak im Jahr 1991 einen Rekordumsatz von 19,4 Mrd. Dollar generieren konnte.
  • Und es gab wohl nicht einen einzigen User, der in den Anfangsjahren des Internets seine Suchanfragen nicht über das Eingabefeld von Altavista laufen ließ. Heute ist das alles längst Geschichte. Sony spielt auf dem Markt für portable Musik schon lange keine Rolle mehr. Kodak wurde von der Entwicklung der digitalen Fotografie nahezu überrollt und musste im Jahr 2012 sogar Insolvenz anmelden. Und wann haben Sie das letzte Mal die Seite yahoo.com dazu genutzt, um nach etwas im Internet zu suchen? Eben.

Hier kommt die tragische Note dieser Beispiele: Alle drei Unternehmen sind einzig und alleine daran gescheitert, dass sie sich nicht rechtzeitig dem Wandel angepasst haben. Die notwendige Technik, das Knowhow und auch die finanzielle Stärke, all das war vorhanden. Doch statt diese Ressourcen in eine innovative Zukunftsstrategie und die Entwicklung der eigenen Veränderungskompetenz zu investieren, entschied man sich lieber für ein bequemes „Weiter so“.

Vom Markt vor die Alternative „Change. Adapt. Or Die“ gestellt, wählte man die zweite Variante und starb einen Tod auf Raten, der schlussendlich darin mündete, dass man komplett vom Markt verschwand.

Und es sind ja nur drei von einer riesigen Anzahl an vergleichbaren Fällen. Denken Sie mal an Karstadt, Loewe, Adler, Holzmann, Quelle, Kunert, Märklin, AirBerlin, Schlecker oder Praktiker.

All diese deutschen Erfolgsmarken haben entweder Insolvenz angemeldet oder sind komplett von der Bildfläche verschwunden. Weil es in Zeiten des immer schneller werdenden Wandels nur zwei Möglichkeiten gibt:

  • Entweder, wir verändern uns.
  • Oder wir werden sterben und vom Markt verschwinden.

Die 4 W’s der Veränderung: Wandel gestalten anstatt den Status Quo zu verwalten

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, wir stehen erst ganz am Anfang einer digitalen Revolution, durch die sich unser Leben und vor allem der Alltag in den nächsten Jahren weiterhin dramatisch verändern wird. Die Regeln haben sich geändert und werden sich weiterhin ändern, vollkommen unabhängig davon, ob wir das gut finden oder nicht. Die wichtigste Schlüsselqualifikation der The future wird daher der persönliche Umgang mit dem Wandel sein. Die Entwicklung unserer Veränderungskompetenz. Oder um es mit einem Wahlspruch der Surfer aus Hawaii zu formulieren: „Du kannst die Welle nicht verhindern. Aber Du kannst lernen, sie zu reiten.“

Das ist die Einstellung, mit der Veränderung auf einmal keine Bedrohung mehr ist, sondern eine einmalige Gelegenheit, als Persönlichkeit zu wachsen und besser zu werden. Eine ausgeprägte Veränderungskompetenz basiert dabei immer auf vier starke Säulen, den 4 W’s der Veränderung. Diese stehen für:

Das 1 W der Veränderung: Wählen

Always Go First! Mahatma Gandhi hat einst gesagt: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir für die Welt wünscht.“ Übersetzt ins Moderne heißt das so viel wie: Leben Sie Veränderung vor und verändern Sie zu allererst sich selber. Denn wenn Sie sich verändern, verändert sich auf einmal alles um Sie herum. Und dies bedeutet, dass Sie ihr Mindset jeden einzelnen Tag ganz bewusst wählen und auf die vielen Chancen der Zukunft ausrichten müssen. Wohin Ihr Fokus gerichtet ist, dahin fließen Ihre Zeit, Ihre Energie und Ihre Geld. Und wohin diese Ressourcen fließen, davon bekommen Sie mehr. Sind wir also sehr problemorientiert, was bekommen wir? Richtig, mehr Probleme. Wenn Sie sich hingegen auf die riesigen Chancen der Digitization fokussieren, dann werden Sie auch in Zukunft noch erfolgreich sein, weil sich Ihnen viele Türen öffnen werden.

Das 2 W der Veränderung: Wollen

Wer sich nicht verändern will, der verändert sich nicht. So einfach ist das. Übernehmen Sie daher Verantwortung. Immer. Überall. Besonders wenn es schwer fällt. Für die guten Ergebnisse, aber auch für das, was nicht so gut gelaufen ist. Gestalten Sie den Wandel aktiv und warten Sie nicht, bis Sie von den äußeren Umständen dazu gezwungen werden. Denn wenn Sie sich nicht verändern, dann werden Sie irgendwann verändert. Ohne Verantwortung kann Veränderung nicht stattfinden. Und das bedeutet, dass Sie neben einer generellen Offenheit für neue Ideen insbesondere einen starken intrinsischen Antrieb benötigen. Und je besser Sie Ihre wichtigsten Values, Ihre Motive und Ihren Purpose im Leben kennen, desto besser wird es Ihnen gelingen, diesen sukzessive auf- und auszubauen.

Das 3 W der Veränderung: Wagen

Mut ist die entscheidende Komponente in Zeiten der Veränderung. Denn in komplexen und unsicheren Zeiten müssen wir regelmäßig Wagnisse eingehen. Alte und vielleicht sogar erfolgreiche Muster hinterfragen, Gewohntes loslassen und dann mutig neue Wege gehen. Das falscheste, was Sie tun können, ist auf Nummer sicher zu gehen, zu zögern und passiv abzuwarten und zu hoffen, dass alles so bleiben wird, wie bisher. Wenn Sie die Zukunft aktiv gestalten wollen, dann benötigen Sie die unbedingte Bereitschaft, alte Zöpfe abschneiden zu wollen und Ihre den Status Quo, Ihre Ziele, Ihre Strategien und insbesondere sich selber immer wieder zu hinterfragen. Um dann im nächsten Schritt mutige Decisions zu treffen.

Das 4 W der Veränderung: Wiederholen

Jede Veränderung beginnt mit Commitment. Doch es ist die Konsistenz, die langfristig den entscheidenden Unterschied macht. Neue Verhaltensweisen benötigen ganz einfach Zeit, bis sie zu einer unbewussten Gewohnheit geworden sind. Aus diesem Grund ist Change management niemals eine einmalige Sache. Erst die tägliche Wiederholung und Einbindung in den Alltag führt dazu, dass aus einem Vorhaben nachhaltige Ergebnisse werden.

Veränderungskompetenz entwickeln und trainieren

Am Ende des Tages ist Ihre Veränderungskompetenz der einzige Faktor, den Sie von vorne bis hinten selber bestimmen können. Sie können nicht beeinflussen, ob die Märkte sich wandeln, welche Technologien Ihre Branche in Zukunft verändern oder wie Ihre Wettbewerber sich verhalten. Aber Sie haben immer die Wahl, wie Sie damit umgehen. Ich behaupte sogar: In Zeiten des immer schneller werdenden Wandels ist der Umgang mit Change Management der entscheidende Faktor, ob Sie die Zukunft passiv wie ein Blatt im Wind ertragen müssen, oder ob Sie die Zukunft bei den Hörnern packen und aktiv gestalten.

Jeder einzelne von uns hat täglich die Wahl, ob er auf den Zug der Veränderung aufspringt, oder am Bahngleis stehen gelassen wird. „Business as usual“ ist schon lange vorbei und wir leben in den spannendsten Zeiten, die man sich überhaupt vorstellen kann. Wenn Sie den Wandel nicht als Bedrohung ansehen, sondern Ihren Fokus auf die vielen Chancen und Möglichkeiten richten, dann wartet eine erfolgreiche und erfüllte Zukunft auf Sie.

Doch zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis: Von alleine wird all dies nicht passieren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Zeit, Herzblut und Geld Menschen in das Erlernen einer neuen Sprache, einer Sportart oder eines Musikinstruments stecken. Nur, wenn es um den aktiven Umgang mit Veränderung geht, dann denkt man sich: „Ach, wird schon irgendwie klappen.“ 

Doch das tut es natürlich niemals. Von nichts kommt nichts, und die eigene Veränderungskompetenz zu entwickeln erfordert eine Menge Commitment, Zeit und die Bereitschaft, jeden einzelnen Tag dazuzulernen. Doch wenn Sie diesen Skill erst einmal erlent haben, dann haben Sie sich automatisch von 99% Ihres Umfelds abgesetzt. 

Change. Adapt. Or Die. Change competence through the change loop

Change. Adapt. Or Die. (Auf Deutsch: Verändern. Anpassen. Oder sterben) Mit dieser Ausssage lässt sich die aktuelle Zeit wohl am besten beschreiben. Denn die Regeln haben sich massiv verändert, und der aktive Umgang mit Changes jeglicher Art ist schon lange nichts mehr, was nur „nice to have“ ist. Statdessen ist er ein messbarer Wettbewerbsvorteil geworden, der darüber bestimmt, ob wir auch in der Zukunft noch erfolgreich sein, oder in der Irrelevanz versinken werden.

Change. Adapt. Or Die. Verändern oder verändert werden

Die wohl schwerste Situation meiner beruflichen Karriere hatte ich im Jahr 2004 zu meistern. Viele meiner Kollegen sprachen damals von einem Himmelfahrtskommando, meine Vorgesetzten von einer super Chance, mir meine Sporen zu verdienen. Die Aufgabe war so einfach, wie herausfordernd. Ich sollte als Projektleiter das ehemals erfolgreichste Kaufhaus Berlins, das altehrwürdige Hertie in der Neuköllner Karl-Marx-Straße, zu einem Schnäppchen-Center umwandeln, in dem das Unternehmen die Altware aus dem gesamten Bundesgebiet vermarkten wollte. Es war der allerletzte Versuch, den Standort noch zu retten.

Anfang der neunziger Jahre arbeiteten in dem über 40.000 Quadratmeter großen Kaufhaus noch 1200 Mitarbeiter und die Umsätze gingen direkt nach der Maueröffnung durch die Decke. Doch im Laufe der Jahre erlebte nicht nur Neukölln einen wirtschaftlichen Niedergang, sondern auch das Hertie Kaufhaus.

So kam es, dass an meinem ersten Tag gerade noch 120 Mitarbeiter verzweifelt versuchten, die Umsatzeinbrüche aufzuhalten, die seit langem bei über zwanzig Prozent pro Jahr lagen. Es war allerdings ein hoffnungsloser Kampf, denn der Niedergang war bereits zu weit fortgeschritten. Ganze Abteilungen waren seit längerem geschlossen und es verirrten sich immer weniger Kunden in das Warenhaus, welches von der Atmosphäre manchmal an eine Geisterstadt erinnerte.

Der Umgang mit Veränderung als Schlüsselkompetenz der Zukunft

Und nun stehe ich in einem muffigen Besprechungsraum und vor mir sitzen die verbliebenen sechs Abteilungsleiter, die mich mit ängstlichen Augen anblicken. Der amtierende Geschäftsführer steht nur wenige Wochen vor seiner Pensionierung und macht bei meiner Vorstellung keinen Hehl aus seiner Meinung: „Meine Damen und Herren, darf ich ihnen Herrn Grzeskowitz vorstellen. Er ist hier, um unserem Kaufhaus den Todesstoß zu versetzen und es zu einem Schnäppchencenter zu machen. Ich halte diese Entscheidung für völlig falsch, aber die jungen Leute denken ja immer, sie wissen alles besser.“

Rumms. Können Sie sich vorstellen, wie ich mich gefühlt habe? Obwohl ich nur der Überbringer des neuen Konzepts war, bekam ich die gesamte Wut und aufgestaute Hoffnungslosigkeit der versammelten Menschen zu spüren. So gut es ging lenkte ich den Fokus auf die sich bietenden Chancen, stellte meine Ideen zur Rettung des Standorts vor und versuchte, die Herzen meiner zukünftigen Mitarbeiter zu erreichen.

Es folgte eine hitzige Diskussion, die von vielen Fragen und Zwischenrufen geprägt wurde. Doch es war ein einzelner Satz, der sich mir bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat. Herr Leopold (nicht sein richtiger Name), der Abteilungsleiter aus der zweiten Etage (Zuständigkeiten für einzelne Abteilungen wie in anderen Häusern gab es schon lange nicht mehr) stand auf, blickte mir direkt in die Augen und sagte dann: „Aber verstehen Sie es denn nicht, Herr Grzeskowitz? Wir können diese neuen Ideen hier nicht gebrauchen, weil dann unser Kaufhaus stirbt. Aber wir wollen nicht sterben. Wir wollen leben!“

Veränderungskompetenz zu entwickeln ist schon lange nicht mehr „nice to have“

Es war ein Satz, der mich traf wie ein Donnerhall. Und er zeigt das große Dilemma, welches Changes mit sich bringen. Herr Leopold traf diese Aussage nämlich zum einem Zeitpunkt, als der Patient Hertie Neukölln seit Jahren auf der Intensivstation lag, und de facto bereits klinisch tot war. Und dennoch sträubten sich die beteiligten Menschen gegen sämtliche Alternativen wie der Teufel gegen das Weihwasser. Man wollte, dass alles so blieb, wie es einmal war, nur die Resultate sollten besser werden.

Und dieses Mindset war tragisch, denn auch wenn niemand damals sagen konnte, ob der Kurswechsel den Standort noch retten konnte, so sprachen die aktuellen Umsätze, Deckungsbeiträge und Prognosen doch eine sehr eindeutige Sprache: Mit den Strategien der Vergangenheit zögerte man den Untergang maximal noch um ein paar Monate heraus.  Es gab also nur zwei Möglichkeiten: Sich auf die Veränderung einzulassen. Oder zu sterben. Change. Adapt. Or Die.

Chancen erkennen, nutzen und Wandel gestalten

Und genau dort liegt das große Dilemma. Mich beschleicht nämlich immer häufiger das Gefühl, dass viele Menschen veränderungsmüde geworden sind. Weil die Taktung der Neuerungen so stark zugenommen hat und sich mancher damit einfach überfordert fühlt. Weil das Wort „neu“ gerade im Unternehmenskontext häufig mit schlankeren Strukturen, Personalabbau und Einschränkungen des persönlichen Arbeitsplatzes verbunden wird. Weil alles, was „neu“ ist, gerne als eine Bedrohung der eigenen Komfortzone betrachtet wird.

Weil „neu“ sehr häufig eine Emotion erzeugt, die der größte Feind der Innovation ist: Angst. Und das ist schade, denn Angst lähmt, verlangsamt die eigene Entwicklung und führt über kurz oder lang zum Stillstand. Ich habe mir es daher seit Jahren auf die Fahne geschrieben, dieser Neo-Phobie den Kampf anzusagen. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Lust auf Veränderung zu machen und den Fokus auf die riesigen Chancen zu lenken, die sich im Wandel verbergen. Denn wenn Sie ihre Träume leben, Ziele erreichen und auch morgen noch erfolgreich sein wollen, dann ist es unumgänglich, bereits heute die notwendigen Veränderungen vorzunehmen.

Die Veränderungskurve nach Kübler-Ross

Dafür gilt es, einen radikalen Paradigmenwechsel vorzunehmen. Was ich damit meine? Werfen Sie bitte einen Blick auf die folgende Grafik:

Die Veränderungskurve nach Kübler-Ross

Sie haben es sicher gleich erkannt, es handelt sich um die klassische Veränderungskurve, die in den 1960er Jahren von Elisabeth Kübler-Ross entwickelt wurde. Wie Sie an der Jahreszahl erkennen können, handelt es sich um ein Modell, das seit vielen Jahren in Seminaren, Personalschulungen und Trainings gelehrt, und auch heute noch als eines der Standardtools im Change management verwendet wird.

Selbst hochrangige Unternehmensberatungen setzen die Changekurve immer noch als ein Modell ein, welches Führungskräfte dabei unterstützen soll, Veränderungsprozesse gemeinsam mit ihren Teams zu managen.

Das große Problem der Veränderungskurve

Doch die Changekurve hat ein großes Problem. Sie ist ganz einfach nicht mehr zeitgemäß, denn das Modell wurde in zwei wichtigen Punkten von der Realität überholt.

  • Zum einen basiert es auf der Vorannahme, dass Veränderung immer eine Reaktion auf externe Ereignisse wäre, was heute einfach nicht mehr stimmt. Wir können es uns im Jahre 2024 schlicht und einfach nicht mehr erlauben, nur noch reaktiv zu handeln, sondern müssen die Zukunft aktiv gestalten.
  • Die zweite obsolete Annahme ist diejenige, das Veränderungen immer einen Anfang und ein Ende haben würden. Dies mag in der Vergangenheit sogar noch gestimmt haben. Da gab es einen Normalzustand, alle paar Jahre eine Veränderung, und dann hatte man mit der neuen Normalität wieder für eine gewisse Zeit seine Ruhe. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, denn wir haben es mit Rahmenbedingungen zu tun, die es schon lange nicht mehr zulassen, einen Veränderungsprozess über mehrere Jahre laufen zu lassen. Stattdessen ist Change ein permanenter Dauerzustand geworden, der immer schneller und intensiver Einzug in unseren Alltag hält.

Das Modell des Change Loops

Aus diesem Grund habe ich ein eigenes Modell entwickelt, welches diese Faktoren einbezieht, und den Herausforderungen der nächsten Jahre gerecht wird. Ich nenne es den Change Loop, und ich setze es sowohl in der Einzelarbeit mit Unternehmern, Managern und Führungskräften, aber auch in der Begleitung von Teams und Organisationen ein. Es funktioniert nämlich sowohl auf der individuellen Ebene der Persönlichkeit, als auch im Vorantreiben von unternehmerischen Veränderungen.

Wie bei jedem Loop gibt es weder einen Anfang, noch ein Ende, und jeder Teil spielt eine gleichwichtige Rolle. Lassen Sie uns daher einen Blick auf die einzelnen Faktoren des Change Loops werfen, bevor ich ihnen meine drei wichtigsten Prognosen für die Zukunft vorstellen möchte.

Der Change Loop

 

Change Loop Faktor #1: Bewusstheit

Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Denken, Handeln und Wirken ist unumgänglich für erfolgreiche Veränderung. Aber Hand auf´s Herz, wie bewusst sind Sie sich der zunehmenden Komplexität um Sie herum, ihrer Kommunikation, ihrer Wirkung auf andere Menschen, über ihre Rolle in ihrem Unternehmen, über den Zufriedenheitsgrad im Alltag und über den Grad an Verantwortung, den Sie bereit sind, zu übernehmen? Und das ist so ein Fragenkomplex, über den es sich lohnt, ein wenig länger nachzudenken.

Change Loop Faktor #2: Antrieb

Der Wandel ist heute intensiver, schneller und unberechenbarer, als noch vor wenigen Jahren. Die führt bei vielen Menschen zu einer gewissen Resignation, weil sie einfach keine Lust mehr haben, immer wieder von vorne beginnen und sich tagein tagaus an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Wenn Sie hier über keine nachhaltige und intrinsische Motivation verfügen, werden Sie auf Dauer nicht erfolgreich sein. 

Change Loop Faktor #3: Strategie

Ohne konkrete Ziele, Meilensteine und schlussendlich eine von allen Beteiligten getragene Strategie wird jede Art von Veränderung schwer. Weil Sie dann auf die Alternative vertrauen, und die ist nun mal der Zufall. Je besser Sie wissen, was Sie wollen, mit welchen Methoden Sie dahinkommen wollen, und warum Sie das überhaupt vorhaben, desto erfolgreicher werden ihre Change Projekte.

Change Loop Faktor #4: Handeln

Es mag ihnen etwas komisch vorkommen, dass ich den Schritt des Umsetzens mit in den Change Loop aufgenommen habe, schließlich sollte das doch etwas Selbstverständliches sein, nicht wahr? Ist es aber in der Praxis nicht. Wenn ich für jede Ankündigung, die nicht umgesetzt wurde, nur einen Cent erhalten hätte, dann wäre ich heute ein extrem vermögender Mann.

Nein, eine ausgeprägte Umsetzungskompetenz ist beileibe kein Selbstgänger. Und weil Sie für erfolgreiche Veränderung einfach unabdingbar ist, hat sie einen prominenten Teil in meinem Modell erhalten.

Drei Thesen für die Zukunft durch die Change Brille

Ein hoher Grad an Bewusstheit, ein kraftvoller Antrieb, eine nachhaltige Strategie und eine ausgeprägte Umsetzungskompetenz, das sind die vier entscheidenden Faktoren für erfolgreiche Veränderungen in Zeiten zunehmender Unsicherheit. Sie verstärken einander, und Sie können leider keinen Schritt auslassen, weil er ihnen möglicherweise zu mühsam ist.

Auch ist die Nutzung des Change Loops keine einmalige Sache. Es ist wie bei einer sich selbst verstärkenden Spirale, die immer wieder von neuem beginnt. Und der entscheidende Punkt bei diesem Modell ist ihnen wahrscheinlich schon längst aufgefallen. Sämtliche vier Faktoren sind weder von der Konjunktur, noch von den äußeren Umständen, noch von anderen Menschen abhängig. Sie alleine haben zu hundert Prozent Einfluss auf ihre Bewusstheit, ihren Antrieb, ihre Strategie und ihr Handeln. Basierend auf dieser Erkenntnis möchte ich ihnen daher meine drei wichtigsten Change Thesen für die kommenden Jahre vorstellen:

Change These Nummer 1:

Wir stehen erst am Anfang von Veränderungen, welche die Art wie wir leben, arbeiten, lieben, essen oder wohnen dramatisch verändern werden.

Change These Nummer 2:

Die demographische Entwicklung, disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz oder Robotik, sowie die Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche werden nicht nur die Arbeitswelt, sondern unsere gesamte Gesellschaft kräftig durchschütteln.

Change These Nummer 3:

Der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft wird der Mensch sein. Weil keine künstliche Intelligenz, kein Roboter und auch keine Software jemals Dinge wie persönliche Beziehungen, Empathie oder Teamspirit ersetzen können. Dies hat natürlich Auswirkungen für jeden von uns. Es bedarf einer maximalen Verantwortungs- und Veränderungsbereitschaft, einer Neuausrichtung der Prioritäten, sowie eines ganz neuen und wertschätzenden Miteinanders.

Diese Sätze sind ihnen zu lang? Dann habe ich hier die komprimierte Version für Sie. 

Der persönliche Umgang mit Change und Wandel wird die Schlüsselkompetenz der Zukunft sein.

Und ich finde, das ist ein wunderbarer Abschlusssatz für diesen Artikel. Nicht wahr?

Shaping change - with ownership and responsibility

If you Shift If you want to shape the future of your company, there is one crucial factor you cannot avoid. I am talking about ownership. It used to be called responsibility in the old-fashioned way, but at the end of the day, both terms have the same meaning. It's about accepting your own circumstances, focusing on what you can influence yourself, letting go of what is outside your sphere of influence and then doing everything you can to achieve the best possible results. 

But what sounds so simple in theory can, as is so often the case, be quite challenging in everyday life. In this article, we therefore want to focus on the success factor of ownership (or responsibility), which you will be able to use both in your own life and in your company, Shift to be able to shape the future.

Ownership? No thanks. It's always the others' fault

When I was at school, I had a classmate who was known for being late on a regular basis. Sometimes it was only 5 minutes, but much more often half an hour. But he was never actually on time. However, he was much more reliable when it came to presenting plausible excuses. Sometimes it was the alarm clock that hadn't rung. On other occasions, he had to shovel the snow that had fallen overnight on his father's behalf. And even today, almost 40 years later, I will probably never forget how he announced after another late arrival that his sister's hamster had fallen ill. His creativity in finding excuses knew no bounds.

One day, when he once again arrived 45 minutes late, our class teacher was furious and asked: „Tom, why can't you make it to school on time for the most important exam of the year?“ „It wasn't my fault,“ was his answer, „I come from Zarpen and have to take the bus every day. The 08:00 train had engine trouble today, so I'm only here now.“ I don't know whether it was his persuasive manner or his heartbreaking puppy dog eyes, but our teacher, as always, was satisfied with the excuse. But I still remember exactly what the person sitting next to me said to me at the time: „Funny, I live in Zarpen too and I was here on time. Because I already took the bus at 07:00.“

Ownership instead of pointing the finger at others

I still often think about this moment today. For me, it is symbolic of the progressively decreasing willingness of many people to take responsibility for their behavior. Don't you find it amazing how good some of our contemporaries have become at blaming external circumstances for their results in all areas of life? How naturally they begin to actively look for reasons why something is not working? And how creative the Excuses that are always presented when something has not worked out? 

The role of the guilty party is distributed extremely generously. To the bad superiors, the ungrateful employees, the lazy colleagues, the unprofessional business partners and even their own parents and siblings. And if that's not enough, then you go straight to heavier calibers and blame the current economic situation, politics, the weather or the fact that Mercury is currently in retrograde. Everything and everyone is responsible for their own results, except themselves. And this development is one of the main reasons why so many people are dissatisfied with their lives.

Change needs responsibility

Because what applies on a small scale naturally also applies on a large scale. You live a life that is basically determined, controlled and steered by other people, the state or your employer. You pursue the goals of others, fulfill the expectations of others and rely on the fact that others will take care of you. But the more you become dependent on others, the more you move away from your own dreams, Targets and expectations of your own life. And that is tragic. 

After all, how can you be happy and content if other people tell you from an early age how to live, what to do and what not to do? When your helicopter parents wrap you up in absorbent cotton even as a small child, make every difficult decision for you and completely micromanage your everyday life? When all individuality and creativity is trained out of you at school so that you can play your part in society as a functioning cog? When your own job consists solely of mindlessly following instructions and the state has now penetrated into the most private corners of our lives and dictates in detail how we should live, what we are allowed to eat and how we should behave in general?

Security is just an illusion 

And here's the curious thing: many people give in to this supposed security because if others determine your own life for you, then you don't have to deal with difficult situations. Decisions take risks or find solutions to problems that arise. However, this state of comfort is deceptive, because the more you become dependent in this way, the more you distance yourself from your own needs, goals and dreams. 

And before you know it, you have resigned yourself completely and come to terms with the fact that a fulfilled life is only possible for a privileged minority, while all you can do yourself is function, save yourself from vacation to vacation and spend your evenings being exhausted by watching soap operas on the TV.

Does this idea sound just as daunting to you as it does to me? Then I would like to inspire you with the only possible alternative, namely to take full and comprehensive responsibility for your life. For the good things as well as the bad. For your successes, but also for the defeats. For the events that you have brought about yourself, but also for those for which you were not really responsible. 

Ownership as a general principle in life

The sooner you accept the cards that fate has dealt you, the sooner you can focus on the strategy with which you want to play your hand. The conscious and irrevocable decision to take full responsibility for your past, present and future is the absolute prerequisite for a life that is characterized by meaning, purpose and fulfilment. Is it easy? Of course not. Depending on where you start from, you will face minor or major setbacks. 

Old habits and unconscious imprints can be extremely stubborn. You will be doubtful, insecure and often tempted to point the finger at someone else who you can blame for your situation. But it is extremely worthwhile to persevere. After a short time, you will experience a dramatic increase in personal freedom, professional fulfillment and general independence. And there is probably nothing better than the intense feeling that automatically sets in when you have found your inner center and are living a life in harmony with your dreams, values and needs.

But enough words. It's time to get down to action. Are you ready to make the decision to take full responsibility for your life? And are you prepared to stand up more than you fall down on the path that follows? Wonderful, because I can't make that choice for you. What I can do, however, is to accompany you on your individual path to more balance and fulfillment in the best possible way. And I suggest my home in northern Germany as the starting point for this journey.

Rüm Hart - Klaar Kiming - The perfect metaphor for ownership

The perfect motto for the topic of responsibility comes from Schleswig-Holstein. The region between the North Sea and the Baltic Sea, where you have a chat with your neighbor, the word „Moin“ is used as a universal greeting and you only talk about a real storm when the sheep no longer have curls. The motto I'm talking about is „Rüm Hart - Klaar Kiming“ and is attributed to the North Frisian captains who had to steer their ships through rough seas, high waves and heavy storms hundreds of years ago. Translated, it means something like „wide heart - clear horizon“. The word "Kiming" is derived from the "Kimme", which refers to the line between the sea and the sky and has always been seen as a magical place that stands for wanderlust, openness and a spirit of discovery.

And isn't that exactly what we currently need most in our everyday personal lives, in business and indeed in life as a whole? On the one hand, trust, transparency and empathy in our dealings with the people around us. And on the other hand, a clear vision, thinking outside the box and a permanent openness to new experiences. Would you agree with me that the world doesn't need any more vested interests who focus on their ego, cling to the past and try to maximize their personal advantage with a comfortable „carry on“ strategy? 

I have a clear opinion on this and maintain that what we need above all in the current times are people who have a yearning for new horizons, but who never forget where they come from. People who do not rest on the laurels of the past, but set sail for new shores in good time. Who do not see new ways of thinking, ideas and paths as a threat, but as a great opportunity to become even better, to grow and to achieve their own goals. Who take responsibility not only for themselves, but for their entire crew. 

The prerequisite for being able to live the motto „Rüm Hart - Klaar Kiming“ every single day is clarity. About where you come from, where you want to go, why and for what reasons, and of course what possible ways to get there might look like. You will get the most valuable answers when you combine a wide, warm heart with a sharp mind. If you are open to new ideas, opinions and approaches and at the same time rely on powerful values, positive beliefs and a positive Mindset can fall back on. I would therefore like to take this opportunity to invite you to reflect a little on your innermost needs, your boldest goals and your craziest dreams. The greater your clarity, the easier it will be for you to take the next step, namely to consciously and fully take ownership of the following areas:

Your current life situation

No matter where you are today, how satisfied you are and how hard life may have been on you. As soon as you decide to stop defining yourself as a victim of external circumstances and take responsibility for the status quo, you will suddenly have completely new opportunities to shape your life. 

Your success

Perhaps the most important question you should ask yourself is: „What does success mean to me?“ The vast majority of people follow the suggestions of the media, influencers on social media or the advertising industry's messages that Success automatically equate with going faster, higher and further, with luxury clothes, expensive cars and the constant pursuit of money, status and power. If that's exactly what you dream of, that's wonderful. 

However, if you realize that you expect something completely different from your life, then let go of these definitions as quickly as possible. Not everyone has to become a millionaire, a superstar or a successful entrepreneur. Always remember: it's your life and only you make the rules. Especially when it comes to your own personal definition of success. The only yardstick I recommend you use from now on is the following question: „Am I happy?“ Because nothing else matters.

Your values

Values are my absolute favorite topic. Because I know about their power. Because they are the basis for all decisions. And because our daily behavior is always a direct reflection of our most important values. It is therefore worth consciously determining and defining your own core values. And not because they are currently „in“, socially accepted or desirable for a certain social environment. 

In the long run, this only leads to frustration, dissatisfaction and the gnawing feeling that you are moving further and further away from yourself. If, on the other hand, you take full responsibility for the values that are really important to you, you will not only communicate congruently, but also have an infallible compass at your side that will always serve you faithfully.

Your goals and dreams

How many people around you do you know who only took up their profession because their parents wanted them to? Who only embarked on their career as a lawyer, dentist or industrial clerk because it has always been a family tradition? And who are deeply unhappy because they would much rather be a chef, artist or actress? But putting your own goals and dreams in a drawer just to fulfill the expectations of others inevitably leads to a life in a mental no-man's land. 

You're not really unhappy, but you're not happy either. The once blazing inner fire has gone out and instead of living passionately, you just function and exist. Fortunately, however, it is never too late and you can always make the decision to take full responsibility for your goals and dreams from now on. 

Shaping change - it won't work without ownership

And there are other areas for which you should do exactly the same. For your beliefs, your strategies, your decisions, your thoughts, your health, your finances, your relationships, your communication, your career and, of course, your future. And yes, I am aware that this is quite a lot at once. So let me take the pressure off you right away. As soon as you take responsibility for your life, something fascinating, almost magical, will happen. You will experience an unexpected feeling of personal freedom. Because your inner values are suddenly in harmony with your outer behavior. Because you free yourself from external expectations and listen to your own needs. Because you are suddenly leading a life that really deserves the name. And isn't that what it's all about every single day?

Mastering sustainable change - the satisfaction paradox

Wenn Sie nachhaltige Shift meistern wollen, dann müssen Sie in der Lage sein, sich permanent in zwei widersprüchlichen Zuständen zu befinden. Auf der einen Seite ist es von essenzieller Bedeutung, dass Sie sich niemals mit dem Erreichten zufriedengeben, sondern sich den Hunger auf bessere Ergebnisse, auf persönliches Wachstum und auf eine kontinuierliche Entwicklung des UnChange Mindsets bewahren. Und gleichzeitig ist es genauso wichtig, zufrieden zu sein. Mit den kleinen und großen Erfolgserlebnissen des Alltags. Mit den persönlichen Errungenschaften. Und natürlich mit all dem, was Sie in Ihrem Leben bereits erreicht haben.
 

Zufrieden und gleichzeitig unzufrieden? 

Klingt paradox? Stimmt, und das ist auch ziemlich gut so. Denn wie hat es der Psychiater C.G. Jung so schön formuliert: „Die Paradoxie gehört sonderbarerweise zum höchsten geistigen Gut; […], denn nur das Paradoxe vermag die Fülle des Lebens annähernd zu fassen.“ Fällt Ihnen die Parallele zum UnChange Mindset auf? 
 
Das Leben mit all seinen Facetten, Unabwägbarkeiten und Überraschungen ist einfach viel zu komplex, um es mit reinem Schwarz-Weiß-Denken bewältigen zu können. Vielmehr kommt es darauf an, die Klaviatur der unterschiedlichsten Grautöne virtuos zu beherrschen, die unterschiedlichsten Herausforderungen differenziert zu analysieren und Situationen immer individuell zu betrachten.
 
Das gilt ganz besonders beim Thema Zufriedenheit, wo die richtige Balance von entscheidender Bedeutung ist. Je zufriedener Sie nämlich sind, je mehr Sie in sich ruhen und je mehr Sie dankbar für all Ihr kleinen und großen Erfolge sind, desto mehr wird Ihr gesamtes Leben von Sinn, Bedeutung und Erfüllung geprägt sein. 
 

Erfolgsfaktor Bewusstheit

Nehmen Sie sich also regelmäßig Zeit, einen Schritt zur Seite zu treten, um ganz bewusst aus der Vogelperspektive auf Ihre Achievements zu blicken und voller Stolz wahrzunehmen, was Sie alles erreicht, geschafft und umgesetzt haben. Wie so oft gilt auch hier: Wenn Sie diese Momente dem Zufall überlassen, dann ist das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wenn Sie hingegen den Erfolgsfaktor Bewusstheit ganz gezielt einsetzen, dann kann die Zufriedenheit zu einem starken Motivator für Sie werden. Und damit die generelle Positivity noch einmal verstärken.
 
Dabei bin ich mir übrigens sehr bewusst, dass all dies in der Theorie sehr einfach klingt, während die tatsächliche Umsetzung im Alltag ziemlich herausfordernd sein kann. Lassen Sie mich Ihnen erklären, was ich damit meine. Ich würde mich als extrem positiven Menschen bezeichnen. Und doch gab es eine Phase in meinem Leben, wo mein Fokus sich temporär verschoben hatte. Ohne, dass ich es bewusst mitbekam, triggerten mich immer mehr externe Ereignisse und ließen mich schrittweise zu einem dieser Nörgler werden, die sich ständig über irgendetwas empören. 
 

Loslassen, was man nicht kontrollieren kann

Ob es die grandiose Ungerechtigkeit auf der Welt, die unseriösen Machenschaften in meiner Branche, die Unehrlichkeit von Menschen, die Doppelmoral in der Politik oder die zunehmende Gleichgültigkeit in der Gesellschaft war, all diese Dinge lösten in mir eine Kombination aus Wut, Betroffenheit und Ärger aus. Und diese Emotionen kanalisierten sich dann in den unterschiedlichsten Versuchen, diese Zustände nicht länger hinzunehmen und auf irgendeine Art und Weise wieder in die aus meiner Sicht richtigen Bahnen zu lenken.
 
Eine Tatsache übersah ich dabei allerdings. All die Dinge, über die ich mich so sehr aufregte, lagen durch die Bank weg außerhalb meines Einflussbereichs. Und da Sie weder andere Menschen noch die äußeren Umstände verändern können, blieb eben auch alles beim Alten. Na ja, nicht ganz. Denn während sich das Universum einen feuchten Kehricht für meine dauerhafte Entrüstung interessierte, schlitterte ich immer mehr in Richtung Desillusionierung, Negativität und Unzufriedenheit. 
 
Und all das, obwohl ich grundsätzlich einen positiven Unterschied für die Welt bewirken wollte. Doch wir alle haben unsere blinden Flecken und sehen oftmals das Brett nicht, das sich direkt vor unserem Kopf befindet. Zum Glück hatte ich Menschen in meinem Umfeld, die mich darauf aufmerksam machten, dass ich zu einem dieser negativen Profi-Empörer wurde, vor denen ich sie jahrelang immer gewarnt hatten. 
 

4 Schritte, um nachhaltige Veränderung meistern zu können

Die Erkenntnis war anfangs ziemlich hart, aber die radikale Ehrlichkeit mir selbst gegenüber half mir, schnell den Schalter umzulegen. Allerdings war dies gar nicht so einfach, denn auf der einen Seite wollte ich mich zu hundert Prozent auf ein positives Mindset konzentrieren, andererseits war ich aber auch nicht bereit, die vielen Probleme und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt einfach so hinzunehmen. Folgende Erkenntnisse halfen mir schlussendlich beim nachhaltigen Turnaround:
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 1: Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass Sie andere Menschen und die äußeren Umstände niemals ändern können. So frustrierend dies manchmal auch sein mag, ohne diese Akzeptanz geht es einfach nicht.
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 2: Nutzen Sie die Technik des Fünf Minuten Jammern sind okay, und dann fokussieren Sie sich ausschließlich auf positive und konstruktive Lösungen
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 3: Lassen Sie los, was Sie nicht kontrollieren können und widerstehen Sie der Versuchung, die Welt verändern zu müssen.
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 4: Verändern Sie stattdessen sich selber, und stecken Sie die Menschen in Ihrem Umfeld mit Ihrer Positivität an.
 

Was Veränderung mit Dominos zu tun hat

Und wer weiß, je mehr Sie die Dinge im Kleinen positiv beeinflussen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus irgendwann eine Dominorallye entwickeln kann, die das Potenzial besitzt, auch die ganz großen Probleme und Ungerechtigkeiten zu lösen. „Okay Ilja, das klingt ja sehr schön, aber was kann ein einzelner Mensch denn schon bewirken?“ Mehr als sie denken. Viel mehr sogar. Am letztmalig stattfindenden Dominoday im Jahr 2009 führte das Anstoßen eines einzelnen Steins dazu, dass insgesamt 4.491.863 weitere Steine umfielen. Ein bis heute bestehender Weltrekord. 
 
Doch damit nicht genug. Der Physiker Lorne Whitehead veröffentlichte bereits 1983 einen Artikel im American Journal of Physics, in dem er die faszinierenden Erkenntnisse seiner Forschungen teilte. Demnach ist ein einzelner Dominostein in der Lage, einen 50 % größeren Dominostein umzuwerfen. In seinem Experiment startete er mit einem Stein, der 10 mm hoch war. Die entstehende Kettenreaktion endete mit einem umfallenden 13. Dominostein, der 64-mal so hoch war, wie der Auslöser (Auch hier wurde im Jahr 2009 ein Weltrekord aufgestellt, als in den Niederlanden der größte Dominostein der Geschichte fiel). 
 
Würden Sie diese Kette hypothetisch weiterführen, dann hätte der 18. Stein bereits die Höhe des Schiefen Turms von Pisa, der 31. wäre höher als der Mount Everest und der 57. würde die Entfernung zwischen der Erde und dem Mond überbrücken. Faszinierend, oder?
 

Nachhaltige Veränderung meistern: Mach es einfach!

Glauben Sie jetzt, dass ein einzelner Mensch einen riesigen Unterschied machen kann? Eine einzige mutige Entscheidung, eine verrückte Idee oder eine positive Perspektive auf eine scheinbar hoffnungslose Situation kann eine ungeahnte Kettenreaktion auslösen. Je mehr persönliche Dominos Sie also in Ihrem Alltag anstoßen, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie irgendwann Ihren ganz persönlichen Dominoday erleben werden. 
 
Auch in diesem Fall hilft es, sich weniger auf ein eventuelles Ergebnis, sondern vor allem auf den Prozess zu konzentrieren. Die Welt lechzt einfach nach Changemakern, die mit Ihrer Positivität als Vorbild vorangehen, den Blick voller Optimismus auf mögliche Chancen richten und auch bei den kniffligsten Problemen stets in Lösungen denken. Ich habe für mich beschlossen, dass ich genau so eine Person sein möchte. 
 
Wie sieht es bei Ihnen aus? Wenn Sie es nicht sowieso schon getan haben, dann wäre doch genau jetzt eine perfekte Gelegenheit, eine ausgeprägte Positivität zu einer absoluten Priorität in Ihrem Leben zu definieren, nicht wahr? Mir hilft dabei seit vielen Jahren ein Leitspruch, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte.
 
Seien Sie so positiv, dass es negative Menschen nicht in Ihrer Nähe aushalten.
 

Klingt Ihnen das zu sehr nach Ausgrenzung? Ist es aber überhaupt nicht. Natürlich, einige Menschen haben sich an die eigene negative Attitude so sehr gewöhnt, dass diese zu einem zentralen Lebensinhalt geworden ist. So traurig es auch ist, in diesen Fällen ist bereits Hopfen und Malz verloren. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass Sie die Nörgler, Miesepeter und Grantler in Ihrem Umfeld mit Ihrem positiven Mindset so sehr inspirieren, dass es bei ihnen zu einem Umdenken kommt. 

Und dieser Perspektivwechsel führt dann eben dazu, dass die Menschen sich von Ihnen magisch angezogen fühlen, und sich nichts sehnlicher wünschen, als Teil Ihres Umfelds werden zu können. Und genau das ist die beste Voraussetzung überhaupt, um nachhaltige Veränderung meistern zu können.

Never Normal instead of New Normal: Why the future offers huge opportunities

Haben Sie schon mal vom Never Normal gehört? Nein, dann lesen Sie jetzt unbedingt weiter. Wir leben in Zeiten, in denen permanente Veränderung das New Normal – das neue Normal – geworden ist. Diese Aussage hört man immer wieder. Kein Wunder, denn der Wandel sowohl in der Arbeitswelt, als auch in der Gesellschaft wird immer schneller, unberechenbarer und insbesondere intensiver. Und auch wenn an der Vorstellung des New Normal eine Menge dran ist, so greift die Beschreibung der neuen Normalität doch zu kurz. Warum das so ist, und wie ich die aktuellen Zeiten der Veränderung stattdessen beschreiben würde, erfahren Sie in diesem Artikel.

New Normal – Der Wunsch nach Stabilität im Chaos

Wenn Sie schon einmal einen Roadtrip durch den Norden Amerikas gemacht haben, dann sind Sie südlich von Chicago möglicherweise durch meine absolute Lieblingsstadt gefahren. Diesen Status hat der 52.736 Einwohner zählende Ort nicht etwa durch seine Architektur, sein kulturelles Angebot oder eine erfolgreiche Baseballmannschaft erhalten. Vielmehr ist es der Name, der mich fasziniert, denn die Stadt heißt Normal.

Wie überall in den USA üblich steht am Ortsausgang ein Schild, dass die Gäste verabschieden soll. Der Text lautet: Leaving Normal. Kann es eine bessere Metapher für das Leben geben? Denn spätestens seit die COVID-19 Pandemie unsere gewohnten Regeln und Abläufe komplett durchgeschüttelt hat, sollte auch der Letzte verstanden haben, dass es so etwas wie eine Normalität nicht mehr gibt. Dafür sind die Krisen zu unberechenbar, die Veränderungen zu intensiv und die Notwendigkeit zur Anpassung zu dringend geworden. Eine Schlussfolgerung, die dann gerne gezogen wird, lautet dementsprechend auch: Welcome to the New Normal. Willkommen in der neuen Normalität.

Never Normal statt New Normal

Und ich kann das dahinterstehende Mindset durchaus verstehen, denn wir Menschen sehnen uns nun mal nach Beständigkeit, Routinen und gewohnten Abläufen. Nach all den Unsicherheiten der letzten Jahre lechzen wir danach, dass die Welt endlich wieder normal wird. Und wenn es schon nicht mehr ganz so wie früher sein kann, dann doch wenigstens in einer neuen Form, also einem neuen Normal.

Aber was wäre, wenn es nie wieder so wird wie früher? Was wäre, wenn 2019 nur noch eine Erinnerung an die gute, alte Zeit wäre? Was wäre, wenn die intensiven Veränderungen bleiben und zu einem Dauerzustand würden? Hier kommt eine große Idee: Vergessen Sie das Konzept des New Normal. Stattdessen möchte ich Ihnen eine alternative Botschaft vorschlagen:

Welcome to the Never Normal. Willkommen im Zeitalter, in dem nichts mehr normal ist.

Die Welt wird einfach nicht mehr so sein, wie wir es gewohnt waren. Was wir alle instinktiv spüren, belegen auch die aktuellen Studien. Laut einer McKinsey Umfrage unter 200 Organisationen in verschiedenen Branchen sagen 90% der Entscheider, dass die Art und Weise, wie das Business funktioniert, sich fundamental verändern wird. Auch unser Alltag lässt sich mit vielen Worten Beschreiben. Normal ist keines davon. Macht Ihnen der Gedanke daran Angst? Keine Sorge, Sie sind damit nicht alleine. Denn wenn Veränderungsvorhaben scheitern, egal ob im persönlichen Alltag oder im Job, dann selten, weil Menschen nicht bereit wären, neue Ideen zu akzeptieren. Es liegt vielmehr an der Angst davor, die alten loszulassen.

Das Zeitalter des Never Normal: Eine riesige Chance wartet

Ein guter erster Schritt, um das Zeitalter des Never Normal zu begrüßen wäre, den Glaubenssatz zu verlernen, dass Krisen immer gleichbedeutend mit Entbehrungen, Niedergang und riesigen Problemen wären. Denn in Zeiten der Veränderung gab es in der Geschichte schon immer Menschen, die erfolgreiche Unternehmen gegründet, bahnbrechende Erfindungen gemacht und außergewöhnliche Ideen entwickelt haben.

Jeff Bezos erkannte in den 1990er Jahren, dass die Welt durch die Verbreitung des Internets nie mehr so sein würde, wie vorher. Also kündigte er seinen gut bezahlten Job bei D.E. Shaw, zog nach Seattle und gründete einen virtuellen Buchladen, der heute als Amazon bekannt ist. Der Unternehmer Bodo Janssen traute sich während einer großen Krise seiner Hotelkette Upstalsboom entgegen allen Gepflogenheiten die Mitarbeitenden und den Faktor Sinn in den Mittelpunkt zu stellen und sorgte mit dem Paradigmenwechsel der stillen Revolution für einen Turnaround. Bekannte Marken wie Uber, Airbnb, WhatsApp oder Slack wurden während der Finanzkrise 2008 gegründet, und auch während der Corona Pandemie erblickten mehr Technologie-Start-ups das Licht der Welt als in den Jahren davor.

Die schlechteste Strategie in der Ära des Never Normal ist es, abzuwarten, zu zögern und zu hoffen, dass sich die Vergangenheit durch Zufall irgendwie in die Zukunft übertragen ließe. Obwohl Kodak der absolute Marktführer im Bereich der Fotografie war, setzte man lieber auf die Verbesserung des Farbfilms und überließ der Firma Logitech die Massenverbreitung der Digitalkamera.

Das Automobil wurde nicht von Kutschenbauern, der Personal Computer nicht von Schreibmaschinenherstellern und digitale Bezahlsysteme nicht etwa von Banken, sondern von den Handyproduzenten Telenor Mobil und Ericsson erfunden. Woran das liegt? Weil das Prinzip Hoffnung und das Festhalten an den Erfolgen früherer Jahre noch nie ein guter Berater waren. Weil man in Zeiten, die von intensiven Veränderungen geprägt sind, mit einem bequemen weiter so einfach keinen Blumentopf gewinnen kann.

Tschüss, New Normal. Moin Never Normal

Je eher Sie daher das Konzept des Never Normal nicht nur akzeptieren, sondern als Ihren größten Verbündeten umarmen, desto größer können Ihre Durchbrüche sein. Insbesondere in Krisen trennt die bewusste Anwendung des UnChange Mindsets die Spreu vom Weizen. Denn je stabiler und fester Ihre Wurzeln sind, desto flexibler können Sie im Denken und Handeln sein. Und je häufiger Sie den Fokus auf Chancen und Möglichkeiten richten, desto eher können Sie lernen, die bekannten Wege zu verlassen, und Dinge auszuprobieren, die sich vorher noch niemand getraut hat.

Einer meiner Lieblingsautoren ist James Patterson, dessen Bücher sich bis heute über 100 Millionen Mal verkauften. Doch sein Start ins Leben eines Schriftstellers lief eher suboptimal. Nachdem er seinen Job als Werbetexter in einer Agentur aufgab, um sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen, verkauften sich nur knapp 10.000 Exemplare seines Debutromans The Thomas Berryman Number.

Eine mehr als dürftige Zahl. Also beschloss er, für sein nächstes Werk – den Thriller Along Came a Spider – mit den Konventionen der Buchbranche zu brechen und etwas vollkommen Neues zu probieren. Er wollte das Buch mit TV-Werbung einem breiten Publikum vorstellen. Die Antwort seines Verlags: „Auf keinen Fall. Zu teuer. Die Leser wollen keine Buchwerbung im Fernsehen erhalten.“

Doch Patterson gab nicht auf und produzierte die Werbespots mit seinem eigenen Geld. Die Qualität überzeugte auch den Verlag, der sich bereit erklärte, die die Hälfte der Kosten für die Kampagne zu übernehmen. War es ein mutiger Schritt? Definitiv. Noch nie wurde ein Buch im nationalen Fernsehen mit Anzeigen beworben. Es war eine Aktion jenseits der Normalität. Hat es sich gelohnt? Und wie. Das Buch kletterte zum Erscheinungstermin direkt auf Platz neun der New York Times Bestsellerliste, es wurden bis heute über fünf Millionen Exemplare verkauft und Along Came a Spider ist bis heute Pattersons erfolgreichstes Werk. Gleichzeitig war es der Startschuss für eine der bemerkenswertesten Karrieren in der Literaturgeschichte. Das Vermögen von James Patterson wird heute auf knappe 100 Millionen Dollar geschätzt und er veröffentlich jedes Jahr mehrere neue Bücher.

Embrace the Change – Umarmen Sie die Veränderung

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, in welchen Bereichen Ihres Lebens ist es an der Zeit, die bequemen Pfade zu verlassen, und jenseits der Normalität Spuren zu hinterlassen? Denn genau dort, in den unerforschten Gebieten des Never Normal liegen die größten Chancen. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre unbewussten und limitierenden Glaubenssätze zu identifizieren und die Segel zu neuen Ufern zu setzen. Natürlich wird Ihnen der Wind dabei häufig direkt von Vorne ins Gesicht blasen.

Je mutiger Ihre Ideen sind, desto mehr wird man sie bekämpfen, belächeln oder sogar versuchen in die Ecke von realitätsfernen Spinnern zu drängen. Mein Lieblingsbeispiel ist ein Tweet des ehemaligen Siemens Chefs Joe Käser vom 8.11.2019, in dem er Elon Musk als „kiffenden Kollegen aus den USA bezeichnet, der von Peterchens Mondfahrt spricht“. Aber wenn es jemanden gibt, der das Konzept des Never Normal mit Haut und Haaren verinnerlicht hat, dann ist es der Visionär aus Südafrika.

Heute, vier Jahre nach dem Tweet ist das Tesla Modell Y der meistverkaufte PKW in Deutschland, Starlink versorgt viele Teile der Welt mit Highspeed Internet und Musks Raumfahrtfirma SpaceX hat nicht nur die NASA in Sachen Innovationsfähigkeit überholt, sondern führt auch längst kommerzielle Flüge ins Weltall durch.

Der größte Erfolgsfaktor des Never Normal Zeitalters

Denken Sie immer dran. Es ist Ihr Leben. Und nur Sie bestimmen, wie Sie es leben, welche Goals Sie erreichen und welche Träume Sie in die Tat umsetzen wollen. Wichtig dabei ist, dass Sie die richtige Balance finden. Denn natürlich ist nicht alles Neue automatisch gut. Und nicht alles ist per se schlecht. Aus diesem Grund ist jedes Veränderungsvorhaben auch immer ein wenig wie der berühmte Ritt auf der Rasierklinge.

Auf der einen Seite sollten wir uns immer wieder fragen, was gut funktioniert, sich bewährt hat und wir es daher bewahren wollen. Und gleichsam sollten wir nie die Bereitschaft verlieren, Prozesse, Ziele, Strategien und insbesondere uns selber radikal auf den Prüfstand zu stellen und einer bewussten Disruption zu unterziehen. Das Zauberwort ist dabei das Wort bewusst. Denn dies ist der entscheidende Erfolgsfaktor, der in unsicheren und stürmischen Zeiten dafür sorgt dass Dinge geschehen werden, von denen andere Menschen nicht einmal zu träumen wagen.

Denn wenn Bewusstheit in Ihr Leben Einzug erhält, dann sind Sie nicht nur in der Lage, Ihre unbewussten Eisberge zu durchbrechen, sondern Ihre Lebensqualität dramatisch zu erhöhen. Weil Sie der Beliebigkeit Lebewohl sagen. Weil Sie Ihrem Umfeld Orientierung bieten. Und weil Sie nur noch mit Intention (also bewusst) kommunizieren und wirken. Hier kommt eine weitere große Idee in diesem Artikel: Bewusstheit schlägt alles.

Bewusstheit sorgt für Orientierung im Never Normal

Bewusstheit schlägt alles. Ja, wirklich alles. Andere mögen schlauer, schneller oder talentierter sein. Wenn Sie mit der richtigen Intention an Ihre Aufgaben gehen, werden Sie immer den berühmten Schritt vorne sein. Weil nichts eine derart große Kraft besitzt, wie die richtige Intention. Weil Sie nicht länger zufällig, beliebig und belanglos agieren, sondern jedem einzelnen Moment Ihres Lebens eine konkrete Bedeutung geben. Das gilt für die kleinen Situationen des Alltags, besonders aber für die großen Herausforderungen in Zeiten des Never Normal. Warum?

· Bewusstheit sorgt für Klarheit
· Bewusstheit stärkt Ihr Selbstbewusstsein
· Bewusstheit eliminiert Zweifel
· Bewusstheit knüpft ein unsichtbares Band zwischen zwei Menschen
· Bewusstheit schafft Gewissheit
· Bewusstheit erzeugt positive Gefühle
· Bewusstheit ersetzt Belanglosigkeit durch Bedeutung
· Bewusstheit sorgt für den richtigen Fokus
· Bewusstheit motiviert
· Bewusstheit ist wichtiger als alle Techniken, Methoden und Prozesse zusammen
· Bewusstheit durchbricht Ihre ganz persönlichen Eisberge

Je nachdem, von welchem Ausgangspunkt Sie starten, bedeutet es natürlich ein wenig Arbeit, die Wurzel der Bewusstheit in den Mutterboden Ihres Mindsets wachsen zu lassen. Aber je häufiger Sie bewusst denken, entscheiden, kommunizieren und handeln, desto eher durchbrechen Sie die unbewusste Selbstsabotage und entwickeln positive Automatismen. Und dann geschieht etwas Spannendes, ja fast schon Magisches.

Sie werden all das mit einer großen Portion Gelassenheit und Leichtigkeit angehen. Sie werden nicht nur außergewöhnliche Ergebnisse erzielen, ein Leben mit Bedeutung führen und Spuren auf den Wegen jenseits der Normalität hinterlassen. Ich könnte es nie so gut formulieren wie der Lyriker Walt Whitman, der es mit folgendem Satz auf den Punkt brachte: „Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war – und das veränderte mein Leben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

The 99 nastiest killer phrases to prevent change

Der größte Feind von Veränderungsvorhaben sind Killerphrasen, in der Umgangssprache auch als Totschlagargument bekannt. Wann immer eine neue Idee, ein guter Vorschlag oder eine vielversprechende Initiative geäußert wird, es dauert meist nicht lange, bis die ersten Killerphrasen die zarte Pflanze der Veränderung direkt im Keim erstickt haben.

Aber was genau sind überhaupt Killerphrasen und wie entgegnet man ihnen am besten? Diesem Thema wollen wir uns in diesem Artikel widmen. Und als Bonbon gibt es am Ende noch die ultimative Liste der 99 „besten“ Killerphrasen, um Veränderung zu verhindern

Was sind Killerphrasen?

Wikipedia definiert eine Killerphrase als […] in einer Diskussion verwendete, keinen Widerspruch duldende Phrase[…]. Es handelt sich also um gut klingende, aber inhaltlich vollkommen leere Aussagen, die einen einzigen Zweck verfolgen: Diskussionen zu beenden und neue Ideen, Vorschläge und Initiativen abzuschmettern. Wer kennt es nicht, im Meeting traut sich der schüchterne Kollege, einen Vorschlag zur Verbesserung eines wichtigen Prozesses zu machen. Doch er hat seine Idee noch nicht mal zu Ende ausgesprochen, schon passiert es. Ein lautes „Haben wir denn nicht Wichtigeres zu tun? Das klappt sowieso nicht!“ schallt durch den Raum.

An diesem Beispiel wird noch einmal das Wesen von Killerphrasen deutlich. Es handelt sich um inhaltsleere Behauptungen, die dazu dienen, den Gesprächspartner zu diskreditieren, Ideen abzuwürgen und mögliche Changes zu verhindern. Valide Argumente, fundierte Begründungen oder gar nachweisbare Zahlen, Daten und Fakten? Leider komplette Fehlanzeige. Und genau das bringt uns zu den typischen Merkmalen von Killerphrasen.

Typische Merkmale von Killerphrasen

Killerphrasen erkennen Sie relativ einfach, denn sie folgen so gut wie immer einem ganz bestimmten Muster. Achten Sie vor allem auf die folgenden Merkmale:

  • Es handelt sich um inhaltsleere Behauptungen
  • Nachweisbare Zahlen, Daten und Fakten fehlen komplett
  • Das Fehlen von Argumenten wird mit Inbrunst und Überzeugung ausgeglichen
  • Statt detaillierte Aussagen wird auf pauschale Verallgemeinerungen zurückgegriffen
  • Es wird versucht, andere Menschen verbal zu attackieren und deren Kompetenz infrage zu stellen
  • Scheinargumente führen eine mögliche Diskussion in eine kommunikative Sackgasse
  • Statt objektiver Evaluation verschiedener Szenarien wird das auf Vorurteilen und subjektiven Bewertungen basierende Ergebnis als alternativlos dargestellt

Killerphrasen kontern: Eleganter Umgang mit Totschlagargumenten

Ja, der Einsatz von Killerphrasen und Totschlagargumenten verhindert nicht nur effektiv Veränderungen, sondern sorgt auch für eine Vergiftung der Kommunikationskultur in Teams, Abteilungen und ganzen Unternehmen. Doch zum Glück gibt es Mittel und Wege, um den Nutzern von Killerphrasen bestimmt und effektiv entgegenzutreten und sie auf eine Art und Weise zu entlarven, die dazu führt, dass wieder konstruktiv und sachlich diskutiert werden kann. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden. Die besten sind:

  • Konkret nachfragen, um vom Pauschalen zurück auf das Spezifische zu kommen (Was genau?, Wie genau meinen Sie das? Wer genau sagt das? etc.)
  • Auf der Sachebene argumentieren, und die subjektiven Behauptungen anhand von nachweisbaren Zahlen, Daten und Fakten widerlegen
  • Kontern und selbstbewusst antworten. Hierzu benötigt es etwas Selbstbewusstsein. Aber wer verbal deutlich macht, dass man sich nicht einschüchtern lässt, der nimmt einer Killerphrase direkt den Wind aus den Segeln
  • Die Killerphrase als solche deutlich benennen und entlarven („Das ist ja nun wirklich eine Killerphrase, können wir bitte zurück zur Sachebene kommen?“)

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, eine Killerphrase sollte niemals unwidersprochen bleiben. Je besser Sie also mit pauschalen Totschlagargumenten umgehen können, desto besser. Und um Ihnen das Ganze etwas einfacher zu machen, habe ich Ihnen noch eine Liste mit den gängigsten Killerphrasen im Business zusammengestellt. 

Kennen Sie weitere Killerphrasen, die in der Liste fehlen? Dann freue ich mich auf Ihren Kommentar am Ende des Artikels, damit wir die Sammlung kontinuierlich wachsen lassen können.

Die ultimative Liste der 99 fiesesten Killerphrasen im Business

  1. We've always done it this way
  2. Dafür fehlt uns das Budget
  3. Wenn es so einfach wäre, dann hätte es ja schon längst jemand anders probiert
  4. Unsere Situation ist besonders
  5. Das mag bei anderen funktionieren, bei uns jedoch nicht
  6. Dazu fehlt uns die Zeit
  7. Klingt theoretisch gut, aber die Praxis sieht nun mal anders aus
  8. Daran sind schon ganz andere gescheitert
  9. Klingt gut, wird aber nicht funktionieren
  10. Warum sollten wir etwas verändern? Es läuft doch alles gut.
  11. Da haben wir nun wirklich Wichtigeres zu tun
  12. Ich fühle mich gerade nicht danach
  13. Das gibt Ärger mit der IT
  14. Das haben wir in der Vergangenheit schon mal probiert
  15. Um das umzusetzen, fehlt uns das Personal
  16. Ich warte erst einmal ab
  17. Wieso eigentlich immer ich?
  18. Oh, mal wieder eine typische Idee der XYZ-Abteilung
  19. Da machen unsere Leute niemals mit
  20. Von mir aus, aber ich kann Ihnen jetzt schon sagen, wie das endet
  21. Damit sollten wir bis nächstes Jahr warten
  22. Wissen Sie, was für ein Aufwand das wäre?
  23. Das bringt doch sowieso nichts
  24. Da habe ich zurzeit wirklich Wichtigeres zu tun
  25. Wer sagt denn, dass es dadurch besser wird?
  26. Das ist ja nun wirklich bekannt, dass es so nicht funktionieren wird
  27. Da macht der Betriebsrat garantiert nicht mit
  28. Wenn die Politik ihre Arbeit vernünftig machen würde, dann hätten wir vielleicht eine Chance
  29. Das geht jetzt viel zu schnell
  30. Man wird uns für verrückt erklären
  31. Das machen unsere Kunden niemals mit
  32. Diese Idee kriegen wir im Vorstand niemals genehmigt
  33. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass das nichts wird
  1. We've never done it like this before
  2. Das wird niemals funktionieren
  3. Gute Idee, ABER…
  4. Das haben wir vor Jahren schon mal ausprobiert
  5. I am not responsible for that
  6. Was sollen wir denn noch alles machen?
  7. We've never done it like this before
  8. Sollen „Die da Oben“ doch erstmal anfangen
  9. Was sollen wir denn machen, wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen?
  10. Als ich jung war, hatte ich auch noch so naive Ideen
  11. Dafür haben wir einfach nicht die richtige Kultur
  12. Stellen Sie sich mal den ganzen Papierkram vor
  13. Dafür ist unsere Belegschaft viel zu alt
  14. Ich finde es ja gut, aber meine Kollegen machen da niemals mit
  15. Sie stellen sich das viel zu einfach vor
  16. Wer hat Ihnen denn diese Flausen in den Kopf gesetzt?
  17. Klingt ja nett, ist aber völlig unrealistisch
  18. Mit solchen Vorschlägen verunsichern Sie die Mitarbeiter nur
  19. Wir machen das jetzt seit zwanzig Jahren so. Und auf einmal soll es nicht mehr gut genug sein?
  20. Das schaffen wir auf keinen Fall
  21. Dafür fehlen uns die nötigen Spezialisten
  22. Wie soll das denn gehen, bei unserem hohen Krankenstand?
  23. Das kann ich Ihnen jetzt schon sagen, dass dies eine Schnapsidee ist
  24. Ist das Ihr Ernst?
  25. Das ist doch rein organisatorisch überhaupt nicht zu bewältigen?
  26. Wie soll das mit unserer alten Technik denn klappen?
  27. Das kenne ich schon
  28. Das kann ich schon
  29. Das weiß ich schon
  30. In der jetzigen Lage wäre das vollkommen unverantwortlich
  31. Jetzt ist es eh schon zu spät, etwas zu verändern
  32. In der Praxis funktioniert das niemals
  33. Soll jetzt alles schlecht gewesen sein, was wir in der Vergangenheit gemacht haben?
  1. We've never done it like this before
  2. Dafür fehlt Dir die Erfahrung
  3. Haben wir denn keine anderen Sorgen?
  4. Das schaffen wir im stressigen Tagesgeschäft doch gar nicht
  5. Die Zeit ist noch nicht reif für diese Art von Ideen
  6. Sie sind viel zu unerfahren, um das beurteilen zu können
  7. Bei aller Wichtigkeit von Veränderungen, wir müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen
  8. Wie soll das denn bitteschön gehen?
  9. Wir sollten das nicht überstürzen
  10. Da reden wir nach dem Sommer noch mal drüber
  11. Das ist ja nun wirklich eine Idee aus der Mottenkiste
  12. Ich weiß, wie der Hase läuft, das klappt niemals
  13. Das Problem wird sich schon von ganz alleine lösen
  14. Das weiß doch jeder, wie so etwas endet
  15. Da können Sie doch überhaupt nicht mitreden
  16. Daran sind schon ganz andere gescheitert
  17. Das ist doch alles graue Theorie
  18. Dafür ist der Markt noch nicht reif
  19. Warum sollten wir etwas verändern? Der Erfolg gibt uns doch recht
  20. Da könnte ja jeder kommen
  21. Wir haben aktuell einfach andere Prioritäten
  22. Da sollten wir erst die Entwicklung abwarten
  23. Sie sind ja größenwahnsinnig
  24. Das mag in den USA funktionieren, die Deutsche Mentalität ist einfach anders
  25. Die gesamte Abteilung ist sich einig, dass es nicht klappen wird
  26. Diese Art von Idee ist doch längst überholt
  27. Dafür ist unsere Personaldecke viel zu dünn
  28. Mit der Idee ist schon Unternehmen XYZ gescheitert
  29. Ein typischer Akademiker-Vorschlag
  30. Die wirtschaftliche Lage lässt so eine Idee aktuell gar nicht zu
  31. Dafür ist die Stimmung bei uns viel zu schlecht
  32. Wissen Sie, wie oft das schon probiert wurde?
  33. Da macht sowieso niemand mit

Out of the comfort zone - guaranteed to work with the 4-zone model

Get out of your comfort zone. Have you heard this phrase before? Maybe said it yourself a time or two? I admit it, in my Keynotes and Books I have often called for this, sustainable changes by following the motto “Get out of your comfort zone”. But what sounds so simple in theory is often quite difficult to implement in everyday life. In this article, I would therefore like to introduce you to the 4-zone model of change, which will make it easier for you to leave your comfort zone, enter unknown territory and thus grow as a person in the long term. 
 

Get out of your comfort zone - what you can learn from (your) children

The perfect role models for regularly leaving your comfort zone are (your) children. With infectious curiosity, they regularly try out all kinds of different things. Test their own limits. Leave their comfort zone. And when they are confronted with the inevitable failures, they don't complain about it, but try it out in a different way. 
 
Yes, you could almost think that children invented the advice “Get out of your comfort zone”. Because they are true masters in dealing with any kind of change. Don't you find it fascinating how much joy young people take in new experiences and feel almost magically attracted to the unknown? You would never expect children to say things like „We've never done it like this before„, „That never works“ or „I'd rather not try, it could go wrong“. Instead, like human chameleons, they can adapt to almost any new situation, let their imagination and creativity guide them and learn almost any sport, musical instrument or even new languages within a few weeks.
 

In love with the unknown - desire for growth and development

Unfortunately, most children are bombarded with the same messages over and over again by a wide variety of caregivers by the time they reach their teenage years: „Adapt„, „You must finally become sensible„, „An end to eternal daydreaming“ or „Now the serious side of life begins“ are just a few of them. And before you know it, the former abundance of lightness is lost and replaced by supposed reason, skepticism and a convulsive adherence to the status quo. 
 
Without ever wanting to, you have become a conformist, mediocre and, above all, functional member of society who has lost any form of fun, joy or satisfaction. I don't know about you, but I find that tragic. Fortunately, it doesn't have to come to that. If the phrase “Get out of your comfort zone” is not just lip service for you, but a philosophy that guides all your thoughts and actions. When you fall in love with the unknown every single day. 
 
When you enjoy the butterflies in your stomach when you think about the possibilities of the future. When you stop sitting on your comfy couch hoping that your situation will somehow improve and instead take action. When you go out into life and start pursuing your goals and dreams with passion. Woody Allen once aptly stated that the 80% of the Success is to just show up. So show up as often as possible. The more you give in to your desire for new impressions, experiences and stimuli in your life, the greater the likelihood that you will achieve extraordinary things.
 

Longing for new horizons as the key to change

Just imagine what would have happened if people like Marco Polo, Roald Amundsen or Christopher Columbus had not followed their spirit of discovery, but had waited in a safe harbor for a guarantee that they would definitely reach their destinations. They would never have reached China, the South Pole or America. The same applies to the invention of the light bulb, the printing press or the iPhone, all of which changed the world. Because Thomas Edison, Johannes Gutenberg and Steve Jobs shared the longing for innovation, for new paths and the permanent questioning of existing conventions. And they did not rest on their laurels, but rather maintained a willingness to constantly question their own achievements.
 
The longing for new horizons as a success factor is therefore so essential, because today's exceptional is tomorrow's good and the mediocre the day after tomorrow. I remember exactly how I thought in 2008 that with the iPhone 3G I was holding such a brilliant product in my hands that it couldn't get any better. How wrong you can be, because when I compare it with the current model, the iPhone 15 Pro Max, it seems to me like a smartphone from the Stone Age. It's similar with us humans, because we are like plants in this respect. If we can't grow, we don't stop at the current stage of development, we die. Not overnight, of course, but gradually. 
 
And this process is much more insidious. It's like the famous parable of the frog. If you try to put it in a pot of boiling water, it jumps out immediately. If, on the other hand, you put it in cold water and heat it only gradually, it will not notice the increase in temperature. Until at some point it is too late. Even if this metaphor is a myth, the statement behind it is true for many people. Because if you don't regularly expose yourself to new stimuli, challenging experiences and unknown situations, your personal comfort zone will become increasingly cozy over time and dullness, mediocrity and arbitrariness will spread.

Beyond the comfort zone: the 4-zone model of change

But what actually happens as soon as you give in to the longing for Shift give in and dare to embrace uncertainty? You will gradually move through a process that will take you through four different zones and reward you with personal growth at the end. The following illustration provides an overview.
 
The 4-zone model of change

 

Out of the comfort zone: Phase 1 - The comfort zone

We all know this zone. Here, everything is known, familiar and, above all, very comfortable. You do what you always do, avoid any risks and have everything under control at all times. Routines and standard procedures characterize everyday life and most behaviors run on autopilot mode. However, the absence of any challenges creates a major problem. No growth takes place in the comfort zone, as you only fall back on known and proven methods. 
 
Life in the comfort zone is not particularly exciting, but the lack of variety is compensated for by a pronounced feel-good factor. In the short term, there is nothing wrong with this at all. But if you don't just want to function and live as you please, then you have to grow in the long term. Because growth is a basic human need and the basis for a life characterized by meaning, satisfaction and fulfillment. Here is a great idea that I wish you would never forget:
 
Your quality of life depends on the amount of growth you can live comfortably with in the long term.
 
True life always begins outside your comfort zone. As soon as you dare to overcome your limits, head for new horizons and set sail on a stormy voyage. But before you can reap the rewards of this courageous step, there is unfortunately another zone waiting for you that most people fail to reach.
 

Out of the comfort zone: Phase 2 - The fear zone

Beyond the comfort zone, the unknown lurks. The fear zone begins, and the crocodile brain (you can find out exactly what it is in my book “The mindset revolution” in detail) tries with all its might to persuade you to turn back. Because you are suddenly exposed to new situations that you have never experienced before, you start to doubt, look for excuses and would prefer to give up immediately. 
 
No wonder, because so much can go wrong, won't work the first time and a familiar inner voice will constantly remind you how little self-confidence you have in this zone. You will often feel overwhelmed because so many new impressions are coming at you. Your most important task is therefore to resist the temptations of the resistance triggered by the crocodile brain and instead consciously take the path of small steps. To embrace uncertainty and transform it into personal growth. And to repeat this as often as necessary until the first signs of success appear.
 

Out of the comfort zone: Phase 3 - The learning zone

As soon as this happens, you are in the learning zone. Here too, most things are still new, while the old rules no longer apply. However, your curiosity is already so pronounced that your problem-solving skills are gradually increasing, which in turn boosts your self-confidence. Through the sum of the many small successes, you have set in motion a self-reinforcing positive spiral that enables you to acquire new knowledge, new skills and new abilities. 
 
New opportunities and possibilities suddenly seem to appear of their own accord, opening up further opportunities for you to try out your newly acquired skills straight away. Of course, not everything always works immediately in the learning zone and you have to take most of the steps very consciously, but the more often you face up to the challenges, the sooner you will make the transition to the decisive final phase.
 

Out of the comfort zone: Phase 4 - The growth zone

Change is most fun when it is accompanied by purpose, fulfillment and, in particular, balance. And this is exactly what happens in the growth zone. Your self-confidence has now increased enormously, so that you dare to do things that you would never have dared to dream of before. Full of joy and ease, you throw yourself into solving problems, try out new ideas immediately and develop into a role model for those around you. Your new abilities, skills and characteristics have now become second nature to you and help you to achieve your goals and dreams as unconscious automatisms.
 
But something else, much more important, happens as soon as you start to spend a lot of your time in the growth zone. Almost as if by magic, the boundaries of both your comfort zone and your fear zone shift. On the one hand, the comfort zone expands. No wonder, because what seemed completely unthinkable and beyond known rules and standards some time ago has now become a lived reality. 
 
At the same time, the fear zone is also shrinking, because many situations in which you would have reacted with trembling knees and a pounding heart in the past have now become a perfect opportunity for you to grow as a person and gain new experiences. Will the doubt, uncertainty and fear ever disappear completely? Of course not. And that's a good thing, as they are the perfect indicator that you are about to do something extraordinary. Or in other words:
 
The changes you are most afraid of are the ones that bring the biggest breakthroughs for you.
 

Out of the comfort zone - into change

 
Dear readers, I very much hope that I have succeeded in triggering your longing for new ideas, new paths and new behaviors with this article. That I was able to make you want to renounce the comfort of the status quo and fall in love with the unknown. That it has become natural for you to regularly leave your comfort zone. It is very worthwhile not only to understand the 4-zone model of change, but to internalize it.
 
Because the more you grow as a person, the greater the degree of fulfillment, meaning and satisfaction. Always remember: your quality of life depends on the amount of growth you can live comfortably with in the long term. But before you rush straight off, a quick tip, because of course the right balance is also important here.
 
Why? Not everything that is new is automatically good. And not everything that is old is automatically bad. Dealing with necessary changes in a balanced way is therefore a bit like the famous ride on the razor's edge or the tightrope act in the circus. Only if you find the right balance between old and new will you be able to enjoy the wonderful effects of the growth zone. 
 
On the one hand, this means appreciating what has proven its worth. What is good. What you consciously want to preserve. And on the other hand, you should always be prepared to regularly question processes, conditions and especially yourself. And then radically change them. In this way, you get that magical cocktail of tradition and modernity, of preservation and daring, and of firm and stable Values and flexible behavior.

The UnChange Mindset Model - change beyond the self-optimization mania

Das UnChange Mindset ist ein Modell, dass die traditionelle Mindset Definition erweitert, und den Umgang mit Change management, Transformationsprozessen und jeglicher Form von Shift auf eine gesunde und balancierte Basis stellt. In diesem Artikel möchte ich Ihnen das UnChange Mindset ausführlich vorstellen.
 

Mindset – Die traditionelle Definition

Ich gebe es offen zu: Ich bin ein riesiger Mindset Fan. Ich benutze den Begriff so häufig, dass meine Fokussierung auf den Erfolgsfaktor innere Haltung mittlerweile sogar schon auf meine Familie abfärbt. So teilte mir meine zehnjährige Tochter vor ihrer letzten Mathearbeit mit: „Das Lernen der Formeln ist gar nicht so wichtig, Papa. Das Mindset ist viel entscheidender.“ Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff, der sich immer mehr verbreitet und mittlerweile sogar an den Grundschulen dieser Republik angekommen zu sein scheint?
 
Die wohl bekannteste Forschungsarbeit zum Thema Mindset geht auf die amerikanische Verhaltensforscherin Dr. Carol Dweck zurück, die in ihrem Buch Mindset – Changing the way you think to fulfil your Potential von einem Fixed Mindset und einem Growth Mindset spricht. Beim Fixed Mindset (starr, unflexibel) gehen Menschen laut Dweck davon aus, dass ihre Talente, Fähigkeiten und Denkweisen fixe Eigenschaften sind, die entweder vorhanden oder auch nicht vorhanden, auf keinen Fall jedoch veränderbar sind. Beim Growth Mindset (Wachstum, Entwicklung) hingegen sind die Menschen überzeugt, dass die beschriebenen Faktoren veränderbar und ausbaufähig sind, wenn man ausreichend trainiert, lernt und an sich arbeitet.
 
Auf Deutsch ist der aus dem Englischen stammende Begriff Mindset schwer zu übersetzen, denn für das englische Wort „Mind“ gibt es leider kein entsprechendes Synonym. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird es daher oft mit Einstellung, Haltung, Mentalität oder Denkweise verwendet, während das Onlinelexikon Wikipedia das Mindset als „[…] eine vorherrschende psychische Persönlichkeitseigenschaft (Prädisposition) im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe“ definiert.
 

Warum Iron Man seinen Erfolg dem Mindset zu verdanken hat

Für mich geht diese Definition allerdings noch nicht weit genug, und ich möchte Ihnen daher gerne meine traditionelle Mindset Definition verraten: 
 
Das Mindset basiert auf unserer Identität und ist die Summe unserer Werte, Überzeugungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften, Gewohnheiten, Entscheidungsstrategien und unserer generellen Attitüde dem Leben gegenüber. Es ist weniger das, was wir tagtäglich tun, sondern vor allem die Art und Weise, wie wir es machen und der Purpose (emotionaler Grund), also das warum und wofür.
 
Dieser Satz klingt Ihnen zu kompliziert? Wie wäre es dann mit folgender Metapher:
 
Ihr Mindset ist für Sie, was die künstliche Intelligenz Jarvis für Iron Man ist.
 
Können Sie sich noch erinnern? In den erfolgreichen Marvel Filmen hatte der von Robert Downey Jr. gespielte Milliardär Tony Stark eine von ihm programmierte künstliche Intelligenz als Assistenten, mit dem er mittels Sprachbefehlen kommunizieren konnte. Wann immer er eine Information benötigte, verschiedene Handlungsoptionen abwägen musste oder vor einer schwierigen Entscheidung stand, startete Jarvis einige Rechenoperationen, durchforstete seine Datenbank und versorgte Tony Stark nach wenigen Millisekunden mit dem gewünschten Wissen, bestimmten Zahlen, Daten und Fakten oder einem auf Erfolgswahrscheinlichkeiten basierenden Ratschlag.
 

Das Mindset beeinflusst Ihr Leben in jeder einzelnen Sekunde

Mit Ihrem Mindset verhält es sich sehr ähnlich. Nur dass Sie Ihre mentale Software nicht bewusst programmiert haben, sondern dass sich Ihre innere Datenbank im Laufe der Jahre durch die Anhäufung und Vertiefung von Wissen, Fähigkeiten, Values, Gewohnheiten, Erfahrungen und den verschiedensten Überzeugungen von ganz alleine immer mehr vergrößert hat. Vor jeder Decision, vor jeder Handlung und auch vor jedem einzelnen Gedanken kommt es zu einem Abgleich mit den Daten der Vergangenheit, bevor das Programm dann unbewusst und zuverlässig abgespult wird.
 
Ihr Mindset ist wie eine von Ihnen programmierte Software, die automatisiert im Hintergrund abläuft, Sie unterstützt, berät und Sie immer wieder an das erinnert, was wirklich wichtig ist.
 
Das Mindset bestimmt Ihre generelle Sicht auf die Welt, beeinflusst sämtliche Ihrer Verhaltensstrategien und wirkt wie ein stets funktionierendes inneres GPS-System, das Sie sicher durch die verschiedensten Abenteuer des Alltags navigiert. Die Qualität Ihres Mindsets bestimmt also Ihre generelle Lebensqualität. Bedeutet dies nun, dass Sie einfach nur Ihr aktuelles Mindset etwas aufpeppen und in eine positive Richtung shiften müssen, und schon klappt es mit dem Success? Wenn Sie meinen bisherigen Ausführungen gefolgt sind, dann ahnen Sie die Antwort sicher schon, oder?
 
Denn natürlich ist dies nicht der Fall. Ich möchte Sie an etwas wichtiges erinnern: Sie sind okay so, wie Sie sind. Und auch ihr aktuelles Mindset ist zu diesem Zeitpunkt im Leben genau richtig. Das Einzige, was es zu tun gibt, ist die nächste Entwicklungsstufe einzuläuten. Und das tun Sie, indem Sie die Vorsilbe „Un“ zu Ihrer inneren Haltung hinzufügen.
 

Veränderung mal „Un“ders

Es war ein wunderschöner Tag im Sommer 2015. Die Sonne brennt mir ins Gesicht, und nachdem ich mir gerade die verschiedensten Sehenswürdigkeiten in Washington D.C. angesehen hatte, befinde ich mich auf dem Rückweg zu meinem Hotel in Georgetown. Während ich die Atmosphäre dieses beeindruckenden Stadtteils auf mich wirken lasse, drehen sich meine Gedanken nur um ein Thema.
 
Wenige Stunden zuvor hatte ich auf einer Konferenz den Worten meines Kollegen Scott Stratten gelauscht, und stolperte in seinem Vortag über den Begriff UnMarketing. Die dahinterstehende Philosophie war so genial, dass sie mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte: Marketing zu betreiben, ohne Marketing zu betreiben.
 
Und ich kann Ihre gedankliche Verwirrung beim Lesen dieser Aussage fast schon spüren. Tatsächlich steckt dahinter eine sehr sinnvolle Logik. Denn warum scheitert Marketing so häufig? Weil Kunden von den üblichen Werkzeugen wie künstlicher Verknappung (nur noch heute), unglaubwürdiger Angebote (nur 29 € statt 1.999 €) oder lebensfremder Versprechungen (schreiben Sie Ihren Bestseller mit nur acht Stunden Arbeit) schlicht und einfach genervt sind.
 
Sobald man aber auf diesen Ansatz verzichtet und sich auf den nachhaltigen Aufbau von Beziehungen zu seiner Zielgruppe konzentriert, dann kaufen die Menschen irgendwann von ganz alleine und vor allem gerne. Weil man zu einer starken Marke geworden ist, der man vertraut, und die sich über eine Pull-Strategie zur Nummer 1 in den Köpfen ihrer Kunden etabliert hat.
 
Das gleiche Prinzip kennen Sie möglicherweise auch von sogenannten UnConferences. Anders als bei klassischen Konferenzen gibt es hier keine dauerhafte Frontalbeschallung, sondern nur einen groben Rahmen, der dann von den Teilnehmerinnen aktiv gefüllt werden kann. Ein wirklich geniales Format.  ⁠ 
 

Das Prinzip des UnChange Mindsets

Und als ich gerade die berühmte Georgetown University passierte, hatte ich einen ganz persönlichen Heureka-Moment, aus dem ein Gedanke entsprang, der mich seitdem nicht mehr loslassen sollte: Wenn dieses Prinzip beim Marketing und bei Konferenzen nachweislich funktioniert, muss es sich doch auch auf das Thema Shift übertragen lassen. Daraus resultierte eine alles entscheidende Frage: Wie könnte erfolgreiche Veränderung ohne die typischen Nebenwirkungen wie Druck, Überforderung und den Drang zum Self-optimization mania gelingen? Das UnChange Mindset Modell war geboren.
 
Denn wäre es nicht wundervoll, wenn Change nicht automatisch mit negativen Emotionen, sondern einem Gefühl von Leichtigkeit einhergehen könnte? Wäre es nicht schön, wenn man die positiven Auswirkungen wie persönliches Wachstum, eine erfolgreiche Karriere und ein generell erfülltes Leben erreichen könnte, ohne permanent den Status Quo bekämpfen zu müssen? Wäre es nicht viel besser, wenn man sich nicht auf das unbedingte Erreichen konkreter Resultate verkrampfen müsste, sondern stattdessen den Weg dorthin genießen könnte?
 
Auf der Suche nach möglichen Antworten recherchierte ich wissenschaftliche Artikel, analysierte die einschlägige Literatur und studierte insbesondere die Mindsets meiner erfolgreichen Kunden. Als Keynote Speaker und Change Berater habe ich das große Privileg, mit Unternehmen jeglicher Größenordnungen auf der ganzen Welt zusammenarbeiten zu dürfen. Und es hat mich schon immer fasziniert, warum manche Menschen, Teams oder ganze Organisationen Veränderungen scheinbar mühelos meistern, während andere sich mit aller Gewalt an der Vergangenheit festklammern, weil alles Neue unmittelbar als Bedrohung wahrgenommen wird.
 
Eines ist mir während meiner Forschungen schnell klar geworden. Die bewährten Change Modelle und Methoden aus der Persönlichkeitsentwicklung klingen zwar durch die Bank weg gut, führen aber selten zu den gewünschten Ergebnissen. Und dies hat einen wichtigen Grund. Sie fokussieren sich ausschließlich auf das Verhalten und blenden gleichzeitig die mentalen Prozesse, die inneren Motive und die psychologischen Faktoren weitestgehend aus.
 
Egal, ob es sich um Veränderungen im persönlichen Alltag oder im beruflichen Kontext handelt, nicht irgendwelche Werkzeuge, Prozesse oder Skills bestimmen darüber, ob man erfolgreich ist oder scheitert. Natürlich sind diese wichtig und bilden immer die Grundlage, aber wenn wir uns das große Bild anschauen, dann ist der entscheidende Faktor immer das Mindset. Die Statistiken bestätigen diese Einschätzung.
 
In der vom World Economic Forum regelmäßig durchgeführten Studie der Top 15 Future Skills befinden sich unter den zehn wichtigsten Fähigkeiten mit Programmieren und der Nutzung neuer Technologien nur zwei sogenannte Hardskills. Die restlichen acht (darunter die Top 3 Innovatives Denken, lebenslanges Lernen und Problemlösungskompetenz) sind alle den mentalen Faktoren zuzuordnen. Es kommt nicht so sehr darauf an, was, sondern insbesondere wie and warum wir etwas tun oder nicht tun.
 

Das UnChange Mindset Modell

Und genau an dieser Stelle kommt das UnChange Mindset Modell ins Spiel, das Ihnen einen erfolgreichen Umgang mit Veränderungen ermöglicht, während es gleichsam die üblichen Nebenwirkungen eliminiert. Dabei handelt es sich um eine besondere Form von Attitude, bei der die Vorsilbe „Un“ genau wie beim UnMarketing oder den UnConferences für einen radikal anderen Ansatz eines bekannten Formats steht. 
 
„Das UnChange Mindset ist eine besondere Form der inneren Haltung, die auf sieben Erfolgsfaktoren basiert, und mit der richtigen Balance aus Stabilität und Flexibilität dafür sorgt, dass Veränderungen erfolgreich gemeistert werden können, indem die Faktoren Druck, Überforderung und Stress eliminiert und durch Leichtigkeit und Selbstvertrauen ersetzt werden.
 
Das Upgrade zum UnChange Mindset gelingt Ihnen, sobald Sie sich an die Prämisse erinnern, dass es nichts zu optimieren gibt. Wenn Sie diese Tatsache ein und für alle Mal verinnerlichen, dann sorgt die daraus resultierende Überzeugung dafür, dass Sie sich voll und ganz auf Ihre Ziele und Träume im Leben konzentrieren können. Und damit über die so wichtige Balance zwischen Neu und Alt, zwischen Erfolgshunger und Durchschnaufen, sowie zwischen Wagen und Bewahren verfügen.  
 

Der UnChange Mindset Baum

Die perfekte Metapher hierfür ist ein Baum. Dieser soll sinnbildlich für Ihr UnChange Mindset stehen. Damit aus der jungen Pflanze einmal ein majestätisches Exemplar werden kann, bedarf es vor allem eines nähr- und mineralstoffreichen Mutterbodens, um bestmögliches Wachstum zu ermöglichen. Je älter der Baum dann wird, desto größer werden die einzelnen Wurzeln, die sich immer tiefer im Boden verankern.
 
Dies sind die sieben UnChange Mindset Erfolgsfaktoren, die dem Stamm den notwendigen Halt verleihen, damit die einzelnen Äste maximal flexibel und biegsam agieren können. In unserer Metapher handelt es sich dabei um Ihr tägliches Verhalten, Ihre Gedanken, Ihre Entscheidungen und Ihre Gewohnheiten. 
 
Genau so entsteht nachhaltige Veränderung. Nur wenn die Wurzeln Ihrem Mindset-Baum die notwendige Kraft geben, können die Äste bei Sonnenschein wachsen, sich aber auch in heftigen Stürmen, Regengüssen oder Gewittern biegen, anpassen und im Wind neigen. Die Balance aus Stabilität und Flexibilität lässt Ihr UnChange Mindset sich immer weiterentwickeln, wodurch ein inneres Feuer entfacht wird, das sich im Außen in einer unbändigen Gestaltungslust widerspiegelt.
 
Und last but not least können Sie gar nicht anders, als hierauf die entsprechenden Taten folgen zu lassen. Und zwar in genau der richtigen Mischung aus Einsatz und Entspannung, aus Wagen und Bewahren, sowie aus Vollgas geben und Durchatmen. Genau diese Menschlichkeit unterscheidet Sie von den kalten Maschinen, und wird in den kommenden Jahren zu Ihrem größten Faustpfand werden.
 
In der folgenden Abbildung finden Sie eine grafische Zusammenfassung des UnChange Mindset Modells:
 
unchange mindset baum
 
Die sieben Erfolgsfaktoren des UnChange Mindset Modells geben Ihnen als Wurzeln Stabilität, Orientierung und Kraft. Und gleichzeitig besitzen Ihr Verhalten, Ihre Entscheidungen und Ihre Denkmuster als Äste über die notwendige Flexibilität, um mit den unterschiedlichsten Herausforderungen in Form von Stürmen oder Gewittern umgehen zu können.
 
Diese besondere Kombination eliminiert den üblichen Druck, das Gefühl der Überforderung und die häufig im Selbstoptimierungswahn mündende Tendenz zu viel auf einmal verändern zu wollen. Wenn sich das UnChange Mindset in Balance befindet, dann bekämpfen Sie nämlich nicht länger den Status Quo, sondern machen sich voller Leichtigkeit auf den Weg in die Richtung Ihrer Ziele. Und spüren dabei ein tiefsitzendes Urvertrauen, dass Sie diese irgendwann auch erreichen werden. Und sollten Sie unterwegs feststellen, dass ein Ziel nicht mehr aktuell bzw. ein anderes attraktiver geworden ist, dann sind Sie jederzeit in der Lage, eine Kurskorrektur vorzunehmen.
 

Das UnChange Mindset: Veränderung mit Leichtigkeit

Gestatten Sie mir an dieser Stelle bitte noch zwei Anmerkungen zum UnChange Mindset. Wenn ich fortlaufend von Leichtigkeit spreche, dann ist damit keinesfalls gemeint, dass Sie sich bequem auf Ihrem Sofa oder in der Hängematte zurücklehnen können. Ganz im Gegenteil. Erfolg in sämtlichen Lebensbereichen fällt niemals vom Himmel und erfordert immer auch eine Portion der guten alten harten Arbeit. Ich meine mit Leichtigkeit vor allem das Gegenteil von verkrampft sein. 
 
Diesen einmaligen Zustand, wenn Sie geistig und körperlich vollkommen locker, entspannt und insgesamt im Flow sind. Weiterhin führt die Anwendung des UnChange Mindset Modells auch nicht dazu, dass ab sofort nur noch eitel Sonnenschein herrscht. Sie werden auch weiterhin mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen haben. Der Wind wird Ihnen mit voller Kraft von vorne ins Gesicht wehen, unvorhergesehene Hindernisse werden auftauchen und einschneidende Krisen müssen gemeistert werden. Der entscheidende Unterschied wird aber darin liegen, wie Sie damit umgehen und wie selbstverständlich Sie entsprechende Lösungen finden werden. Der Unterschied liegt in der Nutzung und Anwendung des UnChange Mindset Modells. 

Preventing and breaking through unconscious self-sabotage

Kennen Sie den größten Feind des Success? Es ist die unbewusste Selbstsabotage, mit der wir alle mehr oder weniger intensiv zu kämpfen haben. Sie tritt immer dann auf, wenn unsere unbewussten Muster im Gegensatz zu den bewussten Zielen und Vorhaben stehen. In diesem Artikel wollen wir uns anschauen, wie die unbewusste Selbstsabotage entsteht und natürlich auch, wie man sie duchbricht.
 

Unbewusste Botschaften prägen das Mindset

Ich war nie ein guter Schüler. Spätestens ab der 8. Klasse habe ich mich mehr oder weniger durgewurschtelt. Und hätte ich nicht einige Paradefächer gehabt, so hätte mir mein komplettes Desinteresse an Mathe, Physik und Chemie wohl notentechnisch das Genick gebrochen. Aber erst heute, viele Jahre und eine große Portion Lebenserfahrung später weiß ich, warum die Schule und ich nie beste Freunde wurden. Es lag an der Struktur, den Zielen und den Botschaften, die mir bewusst oder unbewusst über meine gesamte Kindheit eingetrichtert wurden. 
 
Vielleicht kommen Ihnen einige davon ja bekannt vor: Sitz still. Bereite Dich gut auf die nächste Prüfung vor. Pass Dich an. Mach Deine Hausaufgaben. Hinterfrage nicht. Befolge die Anweisungen der Lehrer. Lerne auswendig. Schreib in Deinem Heft nicht über den Rand. Mach nicht mehr als nötig. Regeln sind wichtiger als Kreativität. Halte Dich im Hintergrund. Das Kollektiv ist wichtiger als der Einzelne. Vermeide Risiken. Tue das, was alle tun. Schlag Dir die Träumereien aus dem Kopf. Tu das, was alle tun. Und last but not least natürlich der bekannte Klassiker Gute Noten sind wichtiger als etwas zu verstehen.
 

Wertschätzung versus Versagerbotschaften

Das Ergebnis? Das Schulsystem hat meine Kreativität und meinen Entdeckergeist gekillt. Und weil auch heute immer noch die Methoden aus den 1980er Jahren Bestand haben, sind Millionen von Kindern zwar echte Experten im Auswendiglernen und Bestehen von Klausuren, verfügen jedoch über so gut wie keine Problemlösungskompetenz. Natürlich ist dies nicht die Schuld der Lehrer, denn viele Lehrkräfte sind super engagiert und richtig toll. Leider haben sie mit genau den gleichen Hindernissen zu kämpfen, denn die Institution Schule mag keine kreativen Pädagogen. 
 
Stattdessen mag sie starre Lehrpläne. Fixe Strukturen. Und auf keinen Fall eine Abweichung von der Norm. Der Status Quo des Bildungssystems führt dann dazu, dass die einzige Fähigkeit, die unsere Kinder nach ihrem Abschluss perfekt beherrschen, „gut in der Schule sein“ ist. Doch welche Relevanz hat das Auswendiglernen von Fakten, die man innerhalb von wenigen Sekunden googeln könnte? Wie wichtig ist das Wiederkäuen von Antworten, welche die fragenden Lehrkräfte schon längst kennen? 
 
Richtig, im wahren Leben sind vollkommen andere Kompetenzen gefragt. Weder Astrid Lindgren, Elon Musk, Arianna Huffington oder irgendeine andere außergewöhnliche Persönlichkeit hat ihren Erfolg der Ausbildung an einer Schule zu verdanken. Denn wir leben schon lange nicht mehr in der Industriegesellschaft, wo Schulen vor allem konforme Arbeiter hervorbringen sollten, die dann fleißig und zuverlässig ihren Dienst an den Fließbändern der Fabriken absolvieren sollten. Gut in der Schule zu sein ist beim Aufbau eines StartUps, in der Guidance eines Unternehmens oder der Entwicklung von zukunftsorientierten Ideen leider genau so irrelevant wie wenn Sie eine absolute Expertin im Bowling wären.
 

Unbewusste Selbstsabotage verhindern: Das Mindset ist der Schlüssel

Auch im Studium wird es nicht etwa besser. Die Themen und Inhalte mögen zwar komplexer sein, aber trotzdem geht es in erster Linie immer noch um das Auswendiglernen von prüfungsrelevanten Informationen. Die praktische Anwendung des Wissens in unterschiedlichen Kontexten spielt hingegen so gut wie keine Rolle. Es war ein prägender Moment in meinem Leben, als ich direkt nach meinem Uni-Abschluss zum ersten Mal eine neue Perspektive eingenommen habe. Weil ich begriff, dass mir die Prägungen, Botschaften und Suggestionen des Bildungssystems für meine Zukunft nur im Wege stehen würden. 
 
Und ehe ich mich versah, stand ich vor der wohl schwierigsten Shift of my life so far. I had to learn to unlearn everything I had grown up with. What had been drilled into me at school for years. I had to discard the messages from the past and redefine who I wanted to be. What I believe in. And which Mindset should drive me. There is a direct connection between the results in our lives and our current mindset, which you can imagine as follows.
 
Mindset Modell deutsch
 
However the Mindset aussieht, mit dem Sie zurzeit durchs Leben gehen, es ist die einzigartige Kombination Ihrer Identität, Ihren wichtigsten Values und Ihren tiefsten Beliefs. Diese besondere Mischung bestimmt nicht nur Ihre generelle Weltsicht, sondern auch Ihre Fähigkeiten, Ihr Verhalten, Ihre Entscheidungsstrategien und am Ende des Tages eben auch Ihre Ergebnisse. Oder kurz und knackig auf den Punkt gebracht:
 
Your behavior is always a direct reflection of your mindset.
 

Ihr Mindset beeinflusst das gesamte Leben. Immer. Überall.

Sie können sich auf intellektueller Ebene noch so sehr wünschen, eine erfolgreiche Unternehmerin zu sein, finanzielle Freiheit zu erlangen oder endlich den Partner fürs Leben zu finden. Wenn Ihr Mindset auf einer diesen Träumen entgegengesetzten Identity und damit einhergehenden Glaubenssätzen basiert, dann werden Sie alles dafür tun, dass die Realität sich Ihren Überzeugungen angleicht. Dies liegt an einem universellen Zusammenhang, wenn es um Veränderungen im Leben geht.
 
The more a behavior attacks our current mindset, the more we will unconsciously do everything we can to postpone or even completely prevent this behavior.
 
Please note that this process takes place completely unconsciously, even if you are rationally guided by your Targets are convinced. Nevertheless, people are true artists at unconsciously sabotaging all these consciously expressed intentions in order to preserve their own identity and the convictions that go with it.
 

Glaubenssätze als Quelle für unbewusste Selbstsabotage

Statt Überzeugungen können Sie gerne auch Glaubenssätze oder Beliefs sagen. Gemeint sind damit die vermeintlichen Fakten und Zusammenhänge, von denen Sie glauben, dass sie wahr sind, sowie die generellen Prinzipien, wie das Leben funktioniert, was alles möglich ist oder wer Sie als Persönlichkeit sind bzw. sein könnten. Ein paar Beispiele gefällig? 
 
Hier kommt eine unvollständige Auswahl von ein paar Klassikern:
 
  • Schuster bleib bei Deinen Leisten.
  • Ich bin nicht gut genug.
  • Geld verdirbt den Charakter.
  • Rechne lieber mit dem Schlechtesten, dann wirst Du nicht enttäuscht.
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Das Leben ist kein Zuckerschlecken.
  • Die Menschheit wird immer schlechter.
  • Ich ziehe den Misserfolg magisch an.
  • Das geht nicht so einfach.
  • Um Erfolg zu haben, muss man die Ellenbogen ausfahren.
  • Ich bin an allem schuld.
  • Dafür fehlt mir die Zeit.
  • Das mag bei anderen klappen, bei mir ist das anders.
  • Or my absolute favorite: change has to be hard for it to work.
 
Ich bin mir sicher, dass Sie beim Lesen direkt noch weitere Beispiele im Kopf hatten, nicht wahr? Dann lassen Sie uns jetzt zum wohl wichtigsten Charakteristikum von Glaubenssätzen kommen. Diese entstehen nämlich nicht aus dem Nichts und sind auf einmal da. Ganz im Gegenteil. Glaubenssätze kommen immer von Außen. Kennen Sie ein Baby, das als Rassist geboren wurde? Kennen Sie einen kleinen Jungen, der mit diskriminierenden Vorurteilen durchs Leben geht? Oder kennen Sie ein Mädchen, dass ihre ausländische Freundin im Kindergarten ausgrenzt, weil sie davon überzeugt ist, dass diese ihr später mal den Job wegnehmen wird? 
 
Sehen Sie, ich auch nicht. Sämtliche Überzeugungen (die positiven wie die negativen) lernen wir erst im Laufe der Zeit von wichtigen Bezugspersonen aus unserem sozialen Umfeld. Ob wir es wollen oder nicht, wir übernehmen die Weltsicht unserer Eltern, Verwandten und später unserer Lehrer. Anfangs sind diese Glaubenssätze noch ganz klein und zart. Aber je mehr wir diese bestätigt sehen, desto mehr verfestigen sich diese. Bis sie irgendwann tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind, und dort zuverlässig ihre Wirkung entfalten.
 

Die Summe der Glaubenssätze beeinflusst das Mindset

By the time we are teenagers at the latest, we have developed a mindset that serves as a compass for our lives. We have learned what is good and what is bad. What to do and what not to do. What place fate has assigned us and what our future will look like. And since the mass of messages we have been bombarded with has tended to be negative, the mass of our beliefs is correspondingly limiting. The result: despite our best intentions, we sabotage ourselves and struggle with the constant feeling that we are running into a glass wall. Because our behavior is always a reflection of our mindset. And what is even more insidious is that we are completely unaware of all this.
 
„Okay Ilja, wenn mein Mindset ganz automatisch meine Fähigkeiten, mein Verhalten und meine Entscheidungen beeinflusst, dann muss ich ja eigentlich nur mein Mindset positiv verändern und schon führen mich meine unbewussten Programme wie von selbst näher an meine Ziele und Träume, oder?“ Gut, dass Sie fragen. Meine Antwort kommt im Radio Eriwan Stil und lautet: Im Prinzip ja. Denn die große Herausforderung lauert im unscheinbaren Wort eigentlich. Es funktioniert nicht per Fingerschnipp und braucht eine gewisse Zeit. Wie Sie in der Abbildung erkennen können, ist die einzige Möglichkeit, Ihr Mindset dauerhaft durch Ihre Gedanken, Ihre Entscheidungen und Ihr Verhalten zu verändern nämlich bewusstes Lernen. 
 

Unbewusste Selbstsabotage verhindern

Der grundsätzliche Prozess, um unbewusste Selbstsabotage zu verhindern, ist überraschend einfach. Es gilt, ein limitierendes Muster zu identifizieren und aus dem Unterbewusstsein an die bewusste Oberfläche zu befördern. Dort können wir es dann mit einer förderlichen Alternative ersetzen, und es wieder zu einem unbewussten Automatismus werden lassen, der dann seinen positiven Dienst für uns erledigt. Klingt erst einmal einfach, nicht wahr? Ist es auch. Wie so häufig steht das Wort einfach aber vor allem für nicht kompliziert und nicht für leicht. Denn unbewusste Muster können extrem hartnäckig sein und es braucht eine große Portion Disziplin, Commitment und Durchhaltevermögen, um eine negative Gewohnheit in eine positive zu transformieren.
 
Of course, I know that these values don't sound particularly sexy in times when everyone just wants to live in the moment and have all their needs met immediately. But not only is it worthwhile, it can also be a lot of fun. If you look at the illustration, you can see the 4-step process at a glance.
 
glaubenssätze auflösen
 
 

Unbewusste Selbstsabotage: Das Wenn-Dann-Schema

Bevor wir uns die einzelnen Stufen anschauen, ist es wichtig, dass wir uns noch einmal detailliert das Prinzip von unbewussten Automatismen anschauen. Diese funktionieren nämlich immer gleich. Stellen Sie sich dazu vor, dass Sie ein Computerprogramm schreiben, dem folgender Algorithmus zugrunde liegt: Immer, wenn X passiert, dann reagiere mit Y. Ein klassisches Reiz-Reaktions-Schema. Im Kontext menschlichen Verhaltens ist X ein bestimmter Trigger, der eine emotionale Reaktion hervorruft, uns an eine bestimmte Erfahrung erinnert oder einen Zustand auslöst. Als Trigger können dabei Bilder, Wörter, Geräusche, Gerüche, Geschmäcker oder Tonfälle dienen. Wird ein solcher Trigger ausgelöst, spult unser Unterbewusstsein automatisch das gelernte Programm ab. Hier einige konkrete Beispiele:
 
  • Sie nehmen den Duft von frischem Kuchen wahr, und erinnern sich sofort an eine schöne Situation aus Ihrer Kindheit.
  • Ihr Lebenspartner reagiert auf einen Vorschlag mit einem typischen Gesichtsausdruck, und Sie fühlen sich automatisch unsicher.
  • Sie hören Ihr Lieblingslied im Auto und sind wie von selbst motiviert.
  • Sie blicken auf Ihr überfülltes Emailpostfach und beginnen sofort damit, sich mit sinnlosem Surfen auf Social Media abzulenken.
  • Ihr Chef gibt benutzt einen bestimmen Tonfall und Sie fühlen sich unsicher.
  • Vor einer Präsentation blicken Sie in die Gesichter Ihrer Zuhörer und Ihr Herz fängt an, schneller zu schlagen.
  • You're driving down the highway hungry and spot the glowing M of a large fast food chain. Although you want to eat healthily, you pull off at the exit and order a double cheeseburger with fries and a milkshake (you know, I got this example from a friend)
 

Lernen, zu verlernen in vier Stufen

In each of these examples, the respective trigger ensures that an automatic program is unwound. Your subconscious doesn't care whether it's something positive or negative. Only one thing is important: when X happens, it reacts with Y. This leads to a crucial insight. If we are dissatisfied with Y, then we have to start with X.
 

Stufe 1: Bewusstheit

Jeden Tag läuft Ihr Unterbewusstsein auf Hochtouren. Sie denken, entscheiden und handeln. Das Problem dabei: Das Ganze läuft so automatisiert ab, dass es für Sie so normal geworden ist, dass Sie es gar nicht mehr mitbekommen. Das Ziel dieses Schritts ist es, diesen unbewussten Loop zu durchtrennen, und unbewusste Muster an die bewusste Oberfläche zu holen. Gehen Sie hierfür mit einem hohen Grad an Achtsamkeit durchs Leben. Nehmen Sie wahr, welche Trigger bei Ihnen welches Verhalten auslösen. Welche Gedanken Sie in welchen Situationen denken. Welche Strategie Ihre Decisions determined. And which patterns you can recognize in your behaviour. At first, this will seem like an almost impossible task. No wonder, because where your everyday life was on autopilot not long ago, you are now taking the wheel into your own hands. But mindfulness can also be trained. And the more consciously you become of the many processes that were previously completely unconscious, the easier step two will be for you.
 

Stufe 2: Verlernen

Je achtsamer Sie durchs Leben gehen, desto mehr unbewusste Muster werden Sie wahrnehmen, die für Sie eher limitierend als förderlich sind. Wählen Sie sich nun eines dieser Muster aus, das Sie gerne verändern möchten. Achten Sie für einige Tage ganz genau drauf, welche Strategien hinter dem Verhalten stecken. Wie genau läuft das Muster ab? Was genau tun Sie und in welcher Reihenfolge tun Sie es? Welche Sinne sind involviert? Und am allerwichtigsten: Durch welchen Trigger wird das Verhalten ausgelöst? Denn es gilt das gelernte Programm „Wenn X passiert, dann reagiere mit Y“ so bewusst wie möglich zu unterbrechen und im nächsten Schritt umzuprogrammieren.
 

Stufe 3: Lernen

Nun ist es Zeit für eine Entscheidung. Welches alternative Verhalten möchten Sie anstelle des alten als unbewussten Automatismus etablieren? Es reicht leider nicht, wenn Sie sich nur von einer negativen Gewohnheit verabschieden. Ohne positive Alternative ist dieser Versuch zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil nach der Verbannung des Verhaltens zunächst ein Vakuum entsteht. Immer wenn der Trigger X ausgelöst wird, sucht das „Programm“ verzweifelt nach der gewohnten Reaktion Y. Bieten Sie an dieser Stelle keine Alternative an, so wird nach kurzer Zeit wieder auf das alte Verhalten zurückgegriffen. Es ist nicht ausreichend, nur zu entscheiden, dass Sie bspw. kein Fastfood mehr essen wollen, Sie benötigen auch die entsprechende neue Wahlmöglichkeit. Der Algorithmus könnte dann so aussehen: „Immer, wenn ich das leuchtende M an der Autobahn entdecke, atme ich tief durch, trinke einen Schluck Wasser und genieße einen Proteinriegel.
 

Stufe 4: Gewohnheit

Abschließend gilt es nun, aus der gewählten Shift einen neuen – und förderlichen – Automatismus zu machen. Je bewusster Sie den Trigger mit dem neuen Verhalten verbinden, desto erfolgreicher wird die Transformation verlaufen. Wie James Clear in seinem Bestseller Atomic Habits beschreibt, dauert es im Schnitt 66 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren. Warum also nicht ein Projekt starten, dass genau so lange dauert? Wichtig sind dabei zwei Faktoren. Erstens, das bewusste Einbauen des neuen Verhaltens in Ihren Alltag. Und zweitens die Regelmäßigkeit. Denn je häufiger das neue Programm abgespult wird, desto eher hat es die Chance, wieder ins Unterbewusstsein zu sinken, und von dann an dort als Automatismus seine positive Wirkung zu erzielen.
 

In diesen Bereichen lauert die unbewusste Selbstsabotage

Auf diese Weise haben Sie eine wundervolle Methode an der Hand, limitierende Muster zu verlernen, neue Gewohnheiten zu etablieren und so schrittweise Ihre persönlichen Eisberge zu durchbrechen. Sie benötigen noch etwas Inspiration, in welchen Bereichen es sich lohnt, zu lernen, wie man unbewusste Automatismen verlernt? Here we go:
 
  • Limiting beliefs
  • Poor decision-making strategies
  • Negative thought patterns
  • Unnecessary assumptions
  • Impulsive behavior
  • Emotional reactions
  • Unfounded prejudices
  • The tendency to look for excuses as to why something doesn't work
  • The focus on problems
  • Excessive doubting
  • The tendency to justify oneself
  • The urge for perfectionism
  • The stories you tell yourself every day
 
Ich wünsche Ihnen gleichsam Freude und Erfolg beim Entdecken und Durchbrechen Ihrer unbewussten Selbstsabotage Muster. Doch achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel auf einmal wollen. Ein Automatismus zurzeit ist nicht nur mehr als ausreichend, sondern Sie erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Veränderung.
 

Self-optimization mania - the biggest enemy of sustainable change

The biggest obstacle to happiness, Success and satisfaction in life is the self-optimization mania. This phenomenon is the reason why a lot of open, innovative and positive people have great difficulty in actively shaping their future. Even though they have understood that Changes are as much a part of life as the air we breathe, and that a lack of mental growth inevitably leads to dreariness, dissatisfaction and frustration. 
 
Do you also belong to this category? Then you may be struggling with a largely ignored problem. I'm talking about the tendency to want to change too much. Yes, you read that right. Even if Change is a wonderful thing, it is important, as always in life, to find the right balance. Or as the doctor puts it Paracelsus as early as the 15th century: All things are poison, and nothing is without poison. Only the dose makes a thing not a poison.“
 

An end to the self-optimization mania

If you overdo it with the changes, this leads to a phenomenon known as self-optimization mania with a precision reminiscent of Swiss clockwork. The ever-increasing pressure to fight the status quo with all your might. And this is accompanied by an almost compulsive urge for supposed improvement, new stimuli and permanent restlessness. 
 
The results of this state are even more dangerous than the well-known resistance to change. Driven by an inner dissatisfaction, you become your biggest critic, try out new ways at random and overdo it with the optimization of supposed weak points. Until the formerly positive approach turns into a self-reinforcing negative spiral characterized by fear, pressure and a tendency towards actionism. It doesn't matter whether something makes sense or not, the main thing is that something has changed.
 

Why the urge for self-optimization is so treacherous

But that is not enough. This process, which is both gradual and unconscious, inevitably leads to a lack of energy, permanent stress and excessive demands. And ultimately leads to you being much unhappier than all the vested interests, status quo defenders and those clinging to the past put together. And this despite doing everything on a conscious level to achieve the exact opposite. 
 
Various empirical studies prove the negative effects of constant pressure to change on our psyche and general health, but common sense also suggests the same conclusion. Don't you know people who have simply overdone it with change over time? Who have changed their behavior, their communication, their Beliefs, have optimized their work processes and their supposed weaknesses for so long that they no longer have any rough edges because they are completely polished? In their self-optimization mania, these people have not even noticed that they have long since passed the tipping point at which their originally positive Changes have taken on a life of their own.
 

The tipping point of change

What do I mean by that? That fundamentally good qualities can become counterproductive or even destructive at a certain point. Let me give you a few examples. Would you agree that love is a beautiful thing? Okay, that was a rhetorical question. But what happens when you overdo it, when you love obsessively? Then this actually positive quality eventually leads to obsession and burdensome clinginess. Desirable thriftiness turns into stinginess if it is constantly exaggerated. Skepticism becomes paranoia. And openness can easily tip over into arbitrariness at some point. I could go on and on, but I think it's clear what I'm getting at, isn't it?
 
To illustrate the tipping point in the context of change, let's look at the typical daily routine of a fictional person who wants nothing more than to lead a successful and happy life. To make it a little more vivid, let's call this person Uwe, who recently quit his well-paid job as an IT administrator in a large corporation to follow his passion and start his own business. Uwe is not yet able to formulate exactly what his business model looks like, but he has a clear sense that it is the business of his heart.
 

An (almost) true story about the self-optimization mania

Driven by the popular messages on social media, the advice in books and the calendar sayings in relevant YouTube videos, Uwe has made it his mission not to leave his personal development to chance. That's why he gets up at 5 o'clock in the morning. Why is that? It's quite simple. Uwe is a member of the famous 5am Club. While others are still asleep, Uwe is already working on personal development. Even though he is actually a night person. 
 
Tired and sleepy, he starts the day with an hour in the gym, where he prepares himself for the day with an intensive EMS workout and a new yoga technique. After a cold shower, a meditation session is on the agenda, followed by filling out the success journal. Uwe then has breakfast at 7 o'clock. However, as he tracks his calories precisely with an app, instead of bread rolls with Nutella he only has a Bullet Proof Coffee, because someone once told Uwe that this is the true breakfast for champions.
 
Hungry but determined, he then visualizes his Goals for the day, which he has written down using the SMART formula. However, as this alone is not enough, he supports the process with appropriate affirmations, which he recites in front of the mirror and concludes with his personal power pose. He has used the Eisenhower matrix to set his to-do list for the morning, and to ensure he is as productive as possible, he uses the Pomodoro technique to make the most of his limited time. During the few breaks he takes, he always finds inspiration on Instagram, where he follows the crème de la crème of the motivational industry, who regularly provide him with quotes that remind him how important it is to be an eagle and definitely not a chicken.
 
Uwe's stomach is starting to growl really loudly, because because he follows the philosophy of intermittent fasting, he is only allowed to eat solid food between 12 noon and 8 pm. But as winners know that carbohydrates make you tired, he enjoys a green smoothie from his three-week juice diet, which he has just bought for several hundred euros. 
 
On his way to a networking appointment (he is always open to synergies), Uwe doesn't waste his time, but instead listens to a podcast by a guru he admires (at 2.7x speed, of course), who reminds him again and again that you will only get anywhere if you are prepared to go the extra mile. Since he still has some time before the appointment, he practices the Wim Hof breathing technique, which enables him to deal with his stressful everyday life as an entrepreneur in spe even more efficiently.
 
After an afternoon that was as exhausting as it was fruitless, Uwe doesn't call it a day, because he is an eagle after all. Instead, he logs into the weekly Inner Circle Call of his exclusive winner mastermind group, which is offered by his guru and of which he has recently become a member for an annual fee of just 35 thousand euros. 
 
Uwe is now struggling to pay his rent on time, but the guru assured him that he would never get anywhere if he didn't invest in his personal development. After the meeting, he still has no idea how to make more money, but he has bought the coach's brand new online course, which was only available that evening at a special price of €2,999.
 
To round off the day, Uwe treats himself to a session with his brand new Mind Spa app before quickly reaching for his success diary shortly after midnight to summarize the day in writing. But he has to hurry, because in just a few hours it will be 5 a.m. again and the stress will start all over again.
 

The pressure for self-optimization is omnipresent

Yes, I admit that I have exaggerated some things to make things clearer. But doesn't all this sound a little familiar to you? Many people feel the same way as Uwe. Regardless of their current life situation. It affects the student just as much as the solopreneur, the manager, the sales representative or the single father. No wonder, because the world is turning faster and faster, and the pace, intensity and unpredictability of external changes and global crises have increased massively in recent years. 
 
Algorithms determine our everyday lives, there is a suitable software for every problem today and a not exactly small number of jobs will be taken over by artificial intelligence or machines in the future. More and more people instinctively sense that we are at a decisive turning point in history. And this development has led to buzzwords such as Change management, transformation and personal development have become omnipresent. Because the realization has taken hold that you can either jump on the bandwagon of change or find yourself lonely and abandoned on the platform at some point.
 

I'm not a machine after all: Exaggerated self-optimization

This is where exaggerated self-optimization comes into play. As gratifying as it may seem at first glance that actively dealing with change is becoming an ever greater priority, the concrete results of these efforts are often fatal. This is because the traditional seminars, programs, training courses and books dedicated to the topic are all based on a fundamental premise: The way things have been done up to now is unfortunately no longer sufficient. What is needed are new ideas, new approaches and, above all, one thing: the development of one's own personality through continuous change.
 
But what do the subsequent efforts usually look like? Open any self-help book and you will always find the same messages communicated more or less subtly:
 
You are missing something.
You are not good enough.
You have an urgent need for optimization.
 
Models, techniques and tools are then proposed as solutions, all of which lead to a flawless, extraordinary and, above all, perfect future. And the promises sound quite tempting. Everyone can live their dream, have a well-paid job, be fit and healthy, have happy relationships, be financially secure and free from worries. If only, yes, if only you followed the experts' instructions perfectly and down to the last detail. 
 

The treacherous messages of self-help books

Of course, the catch in this approach is immediately obvious. We humans are simply not perfect. We have our weaknesses, we are not always as disciplined as we would like to be and our Motivation is in the cellar from time to time. And when imperfect people strive for a perfect state, disaster is inevitable.
 
Triggered by the suggestions of the „You are missing something, you are not good enough and you are in urgent need of optimization“ you get caught up in self-optimization mania. You desperately try to reduce your own weak points. To fight the status quo with all your might. To rebuild your own personality. Leaving nothing to chance and controlling, monitoring and optimizing every single detail of your life. Driven by tools, methods and regular reminders of the need for optimization, you gradually develop into a human lab rat that is so busy trying to eliminate the supposed deficiency that at some point you lose sight of the actual reason why you started all this effort in the first place: To lead a fulfilled and contented life worthy of the name.
 

Out of the self-optimization mania - into balance

Hand on heart, with all the changes in your everyday life, the twenty-third professional change process in five years and the numerous crises that we have to deal with more and more frequently, haven't you already thought: „I've had enough now, I'm not a machine“? If so, I would like to invite you to say goodbye to the self-optimization mania, to give in to the Mindset revolution and embark on a completely new path as a change rebel. 

 
I have set myself the goal of breaking this negative spiral and channeling the immense power of change back in a healthy and fulfilling direction. To convey a modern approach to change that meets the challenges of the present and succeeds in taking the future by the horns. Without coercion. Without pressure. But with the right balance of ease, fulfillment and the desire to shape your own life. I have explained exactly how to do this in my brand new book “The mindset revolution” described.