Bessere Entscheidungen treffen

Die Kunst, sich gut zu fühlen, ohne Grund

Bessere Entscheidungen treffen. Wer würde sich nicht wünschen, genau das in den unterschiedlichsten Kontexten zu können? Denn jeden einzelnen Tag müssen wir Entscheidungen treffen. Im Job, in der Familie und beim Sport. Mal sind es kleine, und dann wiederum richtig große. Und es gibt tatsächlich einen riesigen Erfolgsfaktor, der dafür sorgt, dass Sie dauerhaft in der Lage sind, bessere Entscheidungen treffen zu können. Und genau diesen Erfolgsfaktor möchte ich Ihnen in diesem Artikel gerne vorstellen.

Ich spreche von der Fähigkeit, sich ohne Grund gut zu fühlen. Einfach so. Nicht, weil ihnen etwas Schönes passiert. Nicht, weil Sie sich über das Verhalten eines anderen Menschen freuen. Und auch nicht, weil Sie ein besonderes Erfolgserlebnis haben. Die große Masse ist nämlich so darauf konditioniert, sich grundsätzlich schlecht zu fühlen, dass sie im Laufe der Zeit vergessen hat, dass sich gut zu fühlen nicht nur der Normalzustand sein sollte, sondern dass man diesen auch aktiv herbeiführen kann. Haben Sie Lust, dass wir uns anschauen, wie das geht?

Bessere Entscheidungen treffen – Der rote Faden

Dann möchte ich Sie gerne zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen. Denken Sie doch einmal an die drei besten und die drei schlechtesten Entscheidungen des letzten Jahres zurück. Haben Sie die jeweiligen Situationen vor Ihrem geistigen Auge? Sehr schön. Was war der Unterschied zwischen den beiden Kategorien? Obwohl natürlich verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, ist der wichtigste immer Ihr emotionaler Zustand, aus dem heraus Sie Ihre Entscheidungen treffen.

Denn obwohl wir uns so gerne einreden, dass wir Menschen rational handelnde Wesen wären, die ohne jede Ausnahme logisch und berechenbar handeln würden, ist das exakte Gegenteil der Fall. Weil wir eine hochemotionale Spezies sind, die sämtliche kleinen und großen Entscheidungen des Alltags ausschließlich auf Basis von Gefühlen, impulsiven Launen und inneren Bedürfnissen trifft.

Welchen Grund gäbe es sonst, dass sich manche Frauen ein Birkin Bag für mehrere zehntausend Euro kaufen, obwohl sie bereits dutzende Handtaschen im Schrank haben? Warum brauchen moderne Großstadtcowboys unbedingt einen riesigen SUV, nur um damit ihre Kinder in die 300 m entfernte KiTa fahren zu können? Und was bringt erwachsene Menschen dazu, sich einer Body-Modifikation unterziehen, die darin besteht, einen Gegenstand unter die Stirn pflanzen zu lassen, der die Form eines Bagels hat (ja, diesen Trend gab es wirklich)?

Unsere Emotionen bestimmen die Qualität unserer Entscheidungen

Die Ursache ist in allen drei Beispielen identisch: Intensive Emotionen. Weil diese dazu führen, dass man sich einzigartig fühlt, einen hohen Status erlangt oder Anerkennung von Außen erhält. Natürlich würden diese Menschen dies niemals zugeben, und würde man sie nach ihrem Antrieb fragen, so würden Sie den Einfluss von Gefühlen entschieden verneinen und Ihnen stattdessen eine auf Zahlen, Daten und Fakten basierende Begründung präsentieren. Man spricht in diesem Fall auch von Postrationalisierung.

Und wenn Sie jetzt denken, dass Ihnen so etwas auf keinen Fall passieren könnte, dann irren Sie leider. So unterschiedlich wir Menschen auch sein mögen, so eint uns doch die Eigenschaft, dass wir durch die Bank weg auf der Basis von Gefühlen entscheiden. Und zwar immer. So sehr unser Charakter auch logisch geprägt sein mag, schlussendlich sind es immer die Emotionen, die uns etwas tun bzw. nicht tun lassen.

Lassen Sie uns gerne die Probe aufs Exempel machen. Haben Sie schon einmal etwas aus einer Laune heraus gekauft, was Sie gar nicht brauchten? Haben Sie jemals eine vermeintlich gute Gelegenheit verstreichen lassen, weil Ihr Bauchgefühl dagegensprach? Oder können Sie sich an eine Situation erinnern, in der Sie einem geliebten Menschen etwas verbal an den Kopf geworfen haben, was Sie direkt hinterher bereut haben?

Mixen Sie ihren Brainjuice selber – und treffen Sie bessere Entscheidungen

Sie wissen wovon ich spreche, nicht wahr? Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass Sie noch niemals in Ihrem Leben eine gute Entscheidung aus einem negativen Zustand heraus getroffen haben. Doch zum Glück gilt auch das genaue Gegenteil. Je ausgeprägter der Faktor Herzblut, desto hochwertiger ist auch die Qualität Ihrer Entscheidungen. Was liegt da näher, als die Verantwortung für Ihre emotionalen Zustände zu übernehmen und diese nicht länger dem Zufall zu überlassen.

Wie das am besten geht? In dem wir einen kurzen Blick auf das limbische System des Gehirns werfen.  Dieses ist ausschließlich emotional gesteuert und verantwortlich für Ihre Gefühle, Ihre Zustände und damit auch für die Entscheidungsfindung. Eine geniale Metapher hierfür stammt von John LaValle (ich habe ihn 2008 auf dem NLP Trainers Training kennengelernt und einige Jahre mit ihm zusammengearbeitet. Heute sehe ich die Methode des Neuro Linguistischen Programmierens durchaus kritisch. Aber erstens war ich jung und brauchte das Geld, und zweitens nutze ich einige Techniken auch heute noch gerne), der den dort entstehenden biochemischen Cocktail als „Brain Juice“ bezeichnet, was sich etwas holprig mit „Gehirn Saft“ übersetzen lässt.

Dieser umgibt zusammen mit Wasser die tausenden von Synapsen, zwischen denen sekündlich Signale über die berühmten Datenautobahnen gesendet werden. Je mehr Verbindungen Sie zwischen den einzelnen Speicherplätzen haben, desto leichter fällt es Ihnen, Zugang zu den unterschiedlichsten Informationen zu erhalten. Und je häufiger eine solche Datenautobahn verwendet wird, desto breiter wird diese und es kommt im Laufe der Zeit zu Konditionierungen und damit zur Bildung von unbewussten Automatismen. So weit, so gut? Wunderbar.

Die Quelle guter Entscheidungen liegt im Gehirn

Die Qualität des Brain Juice wird von den Neurotransmittern bestimmt, deren bekannteste Vertreter Adrenalin, Dopamin, Serotonin und das berühmte Glückshormon Endorphin sind. Und jetzt schließt sich der Kreis langsam, denn je besser Ihre Zustände sind, desto mehr werden diese Botenstoffe ausgeschüttet, die dann wiederum zu noch besseren Gefühlen führen. Je häufiger dies geschieht, desto schneller erweitern sich die entsprechenden Datenautobahnen und neue Synapsen werden gebildet. Und das limbische Gehirn trifft dann auf Basis der verschiedenen Glückshormone qualitativ hochwertige Entscheidungen, die sich im Äußeren in Herzblut und entsprechenden Ergebnissen widerspiegeln.

Es lohnt sich also, Ihre Zustände nicht dem Zufall zu überlassen, und Ihren ganz persönlichen Brain Juice ganz bewusst und regelmäßig nur mit den besten Botenstoffen zu versorgen. Dafür sollten Sie allerdings nicht auf die seltenen Momente warten, wo dies von alleine passiert. Ich empfehle Ihnen stattdessen zu lernen, wie Sie sich jederzeit gut fühlen können. Einfach so. Und ohne jeglichen Grund. Je besser Sie dazu in der Lage sind, desto erfolgreicher werden Sie sein, wenn es richtig drauf ankommt.

Je nach Situation benötigen Sie dafür natürlich unterschiedliche Zustände. In einem Verkaufsgespräch müssen Sie leidenschaftlich und überzeugend sein. In einer Prüfung konzentriert und fokussiert. Beim Sport motiviert und voller Energie. In einer Verhandlung klar und verbindlich. In Gesprächen mit Freunden empathisch und verständnisvoll. Beim Lernen neugierig und offen. In einer Präsentation leidenschaftlich und mitreißend.

Unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Zustände

So unterschiedlich diese einzelnen Zustände auch sein mögen, so verbindet sie doch eine Gemeinsamkeit. Je intensiver die jeweilige Emotion ist, desto besser fühlen Sie sich. Und je besser Sie sich fühlen, desto qualitativ hochwertigere Entscheidungen treffen Sie. Doch leider gibt es einen kleinen Haken. Da Sie keine Maschine sind, befinden Sie sich nicht immer im optimalen Zustand. Vor dem Verkaufsgespräch fühlen Sie sich unter Druck. Vor der Prüfung werden Sie von Nervosität geplagt. Vor dem wichtigen Wettkampf fehlt Ihnen die Energie. Vor der Verhandlung sind sie unsicher. Im Gespräch mit Ihrer besten Freundin reagieren Sie ungeduldig und vor der so wichtigen Vorstandpräsentation leiden Sie unter starkem Lampenfieber.

Wäre es da nicht wünschenswert, wenn Sie in diesen Situationen Ihren Zustand mit einfachen Mitteln in die gewünschte Richtung lenken könnten? Dann möchte ich Ihnen nun eine meiner Lieblingsmentaltechniken vorstellen, die mir und vielen meiner Kunden seit Jahren treue Dienste leistet. Sie besteht aus sieben Schritten, deren regelmäßige Anwendung Sie in die Lage versetzen werden, sich in herausfordernden Situationen in einem optimalen Zustand zu befinden.

Bessere Entscheidungen treffen: Das Mixen Ihres Brain Juice in 7 Schritten

  1. Fragen Sie sich, welcher Zustand für die anstehende Situation optimal wäre. In welchen Momenten in Ihrem Leben haben Sie diesen Zustand besonders intensiv erlebt? Lassen Sie die Erinnerungen so lebendig wie möglich werden, so dass Sie das dazugehörige Gefühl intensiv spüren.
  2. Tauchen Sie in die Situation hinein und betrachten Sie alles aus Ihren eigenen Augen heraus heraus. Was können Sie sehen? Was hören? Welche Gerüche und Geschmäcker nehmen Sie wahr? Und am wichtigsten von allen: Wie gut fühlen Sie sich? Je detaillierter Ihre Wahrnehmung, desto besser.
  3. Konzentrieren Sie sich nun auf das gute Gefühl. Welche Form und Farbe hat es? (Ja, Gefühle haben tatsächlich eine Form und eine Farbe, machen Sie gerne die Probe aufs Exempel) Lokalisieren Sie als nächstes, wo genau dieses Gefühl seinen Ursprung hat. In welche Richtung bewegt es sich von dort und auf welche Art und Weise? Dreht es sich im Kreis, pulsiert es oder strahlt es in Wellen aus?
  4. Intensivieren Sie nun die Bewegung und damit das gute Gefühl. Dabei werden Sie folgendes feststellen. Je schneller sich ein Gefühl bewegt, desto intensiver wird es. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit, bis Sie das Maximum an Intensität erreicht haben. Und dann? Tja, dann verdoppeln Sie das gute Gefühl noch einmal. Und noch einmal. So lange, bis Ihr gesamter Körper von einer riesigen Gefühlswelle ausgefüllt ist.
  5. Wenn diese Welle an ihrem Höhepunkt angekommen ist, verknüpfen Sie dieses Gefühl mit einer bestimmten Bewegung (Ballen Sie die Faust, strecken Sie die Arme nach oben, imitieren Sie die berühmte „Jürgen-Klopp-Säge etc.) oder denken Sie sich ein persönliches Kennwort aus, das Sie mit dieser Emotion verbinden und das Sie mehrfach laut aussprechen. Das Ausführen der Bewegung und das Aussprechen des Kennworts kann zu Trainingszwecken live geschehen, aber auch komplett in Ihrer Vorstellung stattfinden. Nehmen Sie bewusst wahr, wie mit jeder Bewegung und jedem Kennwort das gute Gefühl noch intensiver wird.
  6. Testen Sie nun den Erfolg, indem Sie an etwas vollkommen anderes denken, beispielsweise das Ausfüllen einer Excel Tabelle oder das Sortieren von Belegen für Ihre jährliche Steuererklärung. Wenn Sie nicht zufällig ein Buchhaltungs-Fetischist sind, dann sollte das gute Gefühl nun komplett verschwunden sein. Machen Sie nun Ihre Bewegung und sagen Sie Ihr Kennwort. Die Gefühlswelle und der damit verbundene Zustand werden automatisch wieder Ihren gesamten Körper ausfüllen.
  7. Zum Abschluss wollen wir den Zustand generalisieren. Denken Sie dazu an 2-3 Situationen in Ihrer Zukunft, in denen Sie das Gefühl und den Zustand besonders gut gebrauchen könnten. Machen Sie die Bewegung, sagen Sie Ihr Kennwort und lassen Sie sich überraschen, was sich alles verändert hat.

Je häufiger Sie trainieren, sich gut zu fühlen, desto besser werden Sie Ihre Zustände kontrollieren können. In Situationen, in denen es um etwas geht, aber eben auch sonst. Und sobald Sie in der Lage sind, sich ohne jeglichen Grund gut zu fühlen, werden drei Dinge geschehen.

  1. Die Qualität Ihrer Entscheidungen steigt dramatisch an.
  2. Ihr Wirken als Change Maker wird von Leidenschaft und Hingabe geprägt sein.
  3. Sie verbannen das Mittelmaß aus Ihrem Alltag und genießen ein in allen Belangen intensives Leben, dass diesen Namen auch wirklich verdient.

Könnte es etwas Schöneres geben? Wohl kaum. Und gleichsam werden Sie in der Lage sein, bessere Entscheidungen treffen zu können.

Veränderungskompetenz entwickeln mit den 4 W’s der Veränderung

Lassen Sie mich direkt mit der Kernaussage dieses Artikels starten: Der Auf- und Ausbau Ihrer Veränderungskompetenz wird die entscheidende Fähigkeit der Zukunft werden. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Veränderungskompetenz“, auf welchen Erfolgsfaktoren basiert der Skill und was haben die 4 W’s der Veränderung damit zu tun? All diesen Fragen wollen wir uns nun ausführlich widmen.

Warum scheitern Veränderungen?

Im Jahr 1995 hat Professor John P. Kotter in einer großen Studie hunderte von Unternehmen jeglicher Größenordnung untersucht, die aktiv Changemanagement betrieben haben. Dabei ist er zu folgendem Ergebnis gekommen: 70 % aller Veränderungsvorhaben sind gescheitert und haben nicht die gewünschten Ergebnisse erreicht. Seitdem sind fast dreißig Jahre vergangen, der Wandel hat massiv zugenommen und Veränderung ist zu einem täglichen Begleiter geworden.

Da könnte man doch meinen, dass unsere Veränderungskompetenz mittlerweile gestiegen sein sollte, nicht wahr? Doch auch im Jahr 2024 sagen die Studien, dass immer noch 70 % aller Veränderungsvorhaben scheitern. Manche gehen sogar noch von einer höheren Zahl aus. Weil die alten Regeln schon längst nicht mehr gelten. Was gestern noch Standard war, kann heute bereits überholt sein. Die Taktung von Veränderungen steigt nicht mehr linear, sondern exponentiell. Eric Schmidt, der ehemalige CEO von Google hat das bereits im Jahr 2011 in einem Interview auf den Punkt gebracht: „Die Menschheit produziert heute in 48 Stunden genau so viele Informationen, Daten und Ideen wie von der Steinzeit bis ins Jahr 2003 zusammen.“ Was glauben Sie, wie hoch diese Zahl heute ist?

Veränderungskompetenz als entscheidende Fähigkeit der Zukunft

Diese Entwicklung bleibt natürlich nicht ohne Folgen und beeinflusst unseren Alltag in hohem Maße. Großen Risiken und Unabwägbarkeiten stehen enorme Chancen gegenüber. Noch nie war es so leicht, Erfolg zu haben, und noch nie war es so schwer, sich dem immer schneller werdenden Wandel anzupassen. Und dieser Wandel wird immer komplexer, intensiver und unberechenbarer (siehe auch die VUKA Welt). Ein paar Beispiele gefällig?

  • Globalisierung
  • Generationenwandel
  • Demografische Entwicklung
  • Klimawandel
  • Digitalisierung
  • Verändertes Konsumentenverhalten
  • Weltweite Krisen
  • Künstliche Intelligenz
  • New Work
  • Inflation

Ich hätte diese Liste noch beliebig weiterführen können, und es ist nur ein Ausschnitt all der Faktoren, die dafür sorgen, dass die Märkte sich dramatisch wandeln und die Kunden immer anspruchsvoller werden. Wir werden mit immer mehr Veränderungen in immer kürzerer Zeit konfrontiert. Tendenz steigend. Und das bedeutet, dass Ihre Veränderungskompetenz darüber entscheidet, ob Sie zu einem Spielball der äußeren Umstände werden, oder in der Lage sind, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Aus Problemen Chancen machen

Die große Kunst besteht darin, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und dann passende Lösungen dafür anzubieten. Doch welche Veränderungen werden uns in den kommenden Jahren besonders beschäftigen? Die Antwort hat der dänische Wissenschaftler und Nobelpreisträger Niels Bohr in einem sehr bekannten Bonmot zusammengefasst: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

Welche konkreten Ideen, Produkte und Technologien den größten Einfluss haben werden, lässt sich schwer voraussagen. Nur eines scheint sicher, der Wandel wird immer schneller und die Digitalisierung unserer Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Während Sie diesen Beitrag lesen, arbeiten Forscher an der Entwicklung von virtuellen Holodecks, Apple hat vor Kurzem seine bahnbrechende Cyberbrille Vision Pro veröffentlich und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie zur ersten Generation gehören, die mal schnell übers Wochenende zum Mond fliegen kann.

Und das Ende der Entwicklung ist noch lange nicht erreicht. Wenn Sie sich mit Zukunftsforschern unterhalten, deren Bücher lesen oder sich auf Zukunftskongressen umhören, dann ist sich die Fachwelt in einem Punkt einig. Wir befinden uns erst am Anfang von Veränderungen, die unsere Jobs, unsere Gewohnheiten und unseren gesamten Alltag revolutionieren werden.

Veränderungskompetenz bedeutet, die Zukunft aktiv zu gestalten

Und nun Hand auf‘s Herz: Finden Sie diese möglichen Veränderungen faszinierend oder haben Sie eher ein mulmiges Gefühl, weil Ihnen das alles dann doch etwas zu schnell geht? Vielleicht sind Sie genau so erstaunt wie ich, aber technisch ist bereits heute viel mehr möglich, als wir uns das alle vorstellen können.

Im Jahr 2021 schickte charterte der Milliardär Jared Issacman gemeinsam mit drei Mitstreitern für schlappe 200 Millionen Dollar ein Raumschiff der Firma SpaceX, um die Aussicht im Weltall zu genießen. Künstler wie Frank Zappa, Roy Orbison oder Amy Winehouse gaben vor Kurzem ihr Comeback auf Hologramkonzerten. Und auf künstlicher Intelligenz basierende Tools wie ChatGPT, Midjourney und Co. haben längst ihren festen Platz in unserem Alltag erobert (Bei Ihnen nicht? Dann wird es aber Zeit).

Auch in der Wirtschaft dreht sich das Rad der Veränderung immer schneller, und viele liebgewonnene Bequemlichkeiten wurden längst von der aktuellen Entwicklung und den Anforderungen der Zukunft eingeholt. Das Konsumverhalten der Menschen hat sich dramatisch gewandelt und so gut wie jedes Produkt kann heute via Smartphone von der heimischen Couch verglichen, bewertet und natürlich zum günstigsten Preis gekauft werden.

Die Folgen dieser Entwicklung erleben wir täglich. Der Online Handel wächst seit Jahren mit konstant zweistelligen Raten, während der stationäre Handel immer noch nach den richtigen Erfolgsrezepten sucht. Selbst um ein neues Auto zu konfigurieren, zu besichtigen und zu kaufen, müssen Sie schon lange nicht mehr das Haus verlassen. Und apropos, die meisten Autos können mittlerweile alleine einparken und theoretisch sogar von Berlin nach Lübeck fahren, ohne dass ein Mensch am Steuer sitzt.

Firmen wie Tesla, Mercedes oder Waymo arbeiten seit Jahren mit Hochdruck daran, mit autonom fahrenden Autos den Massenmarkt zu erobern. Wie würden Sie sich darauf vorbereiten, wenn Sie Taxifahrer, Busunternehmer oder Automobilhersteller wären? Ohne die eigene Veränderungskompetenz zu entwickeln wird es definitiv schwer.

Veränderungskompetenz richtet den Fokus auf Chancen und Möglichkeiten 

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber je häufiger ich er über all diese Entwicklungen nachdenke, desto mehr fällt mir auf, wie riesig die Möglichkeiten sein werden. Wenn wir uns darauf einlassen, sie auch wahrzunehmen. Durch das Internet ist die Welt mittlerweile komplett vernetzt, so dass es kaum noch die klassischen lokalen Märkte gibt. Ein Schüler aus Flensburg kann heute seine Produkte oder Dienstleistungen mühelos mit nur wenigen Mausklicks an über sieben Milliarden potenzielle Kunden in Los Angeles, Buenos Aires oder Johannesburg verkaufen.

Und ich könnte wetten, dass es mindestens einen solchen Jungen (und wahrscheinlich drei Mädchen) gibt, der gerade jetzt genau dies tut. Und während dieser pfiffige Kerl die Grundlage für seine erste Million legt, trauert die Masse der traditionellen Unternehmen der guten alten Zeit hinterher und beklagt die immer weiter voranschreitende Digitalisierung des Handels.

Change. Adapt. Or Die.

Der letzte Absatz lässt sich relativ leicht zusammenfassen: Change. Adapt. Or Die. Wir können uns entweder verändern. Oder wir werden in der Zukunft irrelevant werden. Diese Aussage ist Ihnen zu hart? Dann lassen Sie uns einmal anschauen, was passiert, wenn man diesen Rat ignoriert.

Könen Sie sich noch an den Sony Walkman, den Kodak Farbfilm oder die Yahoo Suchmaschine erinnern? Alle drei Produkte waren einst der absolute Marktführer in ihrem Segment. Vielleicht sogar mehr.

  • Die Erfindung des Walkmans im Jahr 1979 sorgte für eine kulturelle Revolution und eine ganze Generation war plötzlich mit Kopfhörern in der U-Bahn, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen anzutreffen.
  • Familien auf der ganzen Welt hielten ihre Urlaubserinnerungen auf einem Kodak Filmrolle fest. Dies sorgte dafür, dass Kodak im Jahr 1991 einen Rekordumsatz von 19,4 Mrd. Dollar generieren konnte.
  • Und es gab wohl nicht einen einzigen User, der in den Anfangsjahren des Internets seine Suchanfragen nicht über das Eingabefeld von Altavista laufen ließ. Heute ist das alles längst Geschichte. Sony spielt auf dem Markt für portable Musik schon lange keine Rolle mehr. Kodak wurde von der Entwicklung der digitalen Fotografie nahezu überrollt und musste im Jahr 2012 sogar Insolvenz anmelden. Und wann haben Sie das letzte Mal die Seite yahoo.com dazu genutzt, um nach etwas im Internet zu suchen? Eben.

Hier kommt die tragische Note dieser Beispiele: Alle drei Unternehmen sind einzig und alleine daran gescheitert, dass sie sich nicht rechtzeitig dem Wandel angepasst haben. Die notwendige Technik, das Knowhow und auch die finanzielle Stärke, all das war vorhanden. Doch statt diese Ressourcen in eine innovative Zukunftsstrategie und die Entwicklung der eigenen Veränderungskompetenz zu investieren, entschied man sich lieber für ein bequemes „Weiter so“.

Vom Markt vor die Alternative „Change. Adapt. Or Die“ gestellt, wählte man die zweite Variante und starb einen Tod auf Raten, der schlussendlich darin mündete, dass man komplett vom Markt verschwand.

Und es sind ja nur drei von einer riesigen Anzahl an vergleichbaren Fällen. Denken Sie mal an Karstadt, Loewe, Adler, Holzmann, Quelle, Kunert, Märklin, AirBerlin, Schlecker oder Praktiker.

All diese deutschen Erfolgsmarken haben entweder Insolvenz angemeldet oder sind komplett von der Bildfläche verschwunden. Weil es in Zeiten des immer schneller werdenden Wandels nur zwei Möglichkeiten gibt:

  • Entweder, wir verändern uns.
  • Oder wir werden sterben und vom Markt verschwinden.

Die 4 W’s der Veränderung: Wandel gestalten anstatt den Status Quo zu verwalten

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, wir stehen erst ganz am Anfang einer digitalen Revolution, durch die sich unser Leben und vor allem der Alltag in den nächsten Jahren weiterhin dramatisch verändern wird. Die Regeln haben sich geändert und werden sich weiterhin ändern, vollkommen unabhängig davon, ob wir das gut finden oder nicht. Die wichtigste Schlüsselqualifikation der Zukunft wird daher der persönliche Umgang mit dem Wandel sein. Die Entwicklung unserer Veränderungskompetenz. Oder um es mit einem Wahlspruch der Surfer aus Hawaii zu formulieren: „Du kannst die Welle nicht verhindern. Aber Du kannst lernen, sie zu reiten.“

Das ist die Einstellung, mit der Veränderung auf einmal keine Bedrohung mehr ist, sondern eine einmalige Gelegenheit, als Persönlichkeit zu wachsen und besser zu werden. Eine ausgeprägte Veränderungskompetenz basiert dabei immer auf vier starke Säulen, den 4 W’s der Veränderung. Diese stehen für:

Das 1 W der Veränderung: Wählen

Always Go First! Mahatma Gandhi hat einst gesagt: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir für die Welt wünscht.“ Übersetzt ins Moderne heißt das so viel wie: Leben Sie Veränderung vor und verändern Sie zu allererst sich selber. Denn wenn Sie sich verändern, verändert sich auf einmal alles um Sie herum. Und dies bedeutet, dass Sie ihr Mindset jeden einzelnen Tag ganz bewusst wählen und auf die vielen Chancen der Zukunft ausrichten müssen. Wohin Ihr Fokus gerichtet ist, dahin fließen Ihre Zeit, Ihre Energie und Ihre Geld. Und wohin diese Ressourcen fließen, davon bekommen Sie mehr. Sind wir also sehr problemorientiert, was bekommen wir? Richtig, mehr Probleme. Wenn Sie sich hingegen auf die riesigen Chancen der Digitalisierung fokussieren, dann werden Sie auch in Zukunft noch erfolgreich sein, weil sich Ihnen viele Türen öffnen werden.

Das 2 W der Veränderung: Wollen

Wer sich nicht verändern will, der verändert sich nicht. So einfach ist das. Übernehmen Sie daher Verantwortung. Immer. Überall. Besonders wenn es schwer fällt. Für die guten Ergebnisse, aber auch für das, was nicht so gut gelaufen ist. Gestalten Sie den Wandel aktiv und warten Sie nicht, bis Sie von den äußeren Umständen dazu gezwungen werden. Denn wenn Sie sich nicht verändern, dann werden Sie irgendwann verändert. Ohne Verantwortung kann Veränderung nicht stattfinden. Und das bedeutet, dass Sie neben einer generellen Offenheit für neue Ideen insbesondere einen starken intrinsischen Antrieb benötigen. Und je besser Sie Ihre wichtigsten Werte, Ihre Motive und Ihren Purpose im Leben kennen, desto besser wird es Ihnen gelingen, diesen sukzessive auf- und auszubauen.

Das 3 W der Veränderung: Wagen

Mut ist die entscheidende Komponente in Zeiten der Veränderung. Denn in komplexen und unsicheren Zeiten müssen wir regelmäßig Wagnisse eingehen. Alte und vielleicht sogar erfolgreiche Muster hinterfragen, Gewohntes loslassen und dann mutig neue Wege gehen. Das falscheste, was Sie tun können, ist auf Nummer sicher zu gehen, zu zögern und passiv abzuwarten und zu hoffen, dass alles so bleiben wird, wie bisher. Wenn Sie die Zukunft aktiv gestalten wollen, dann benötigen Sie die unbedingte Bereitschaft, alte Zöpfe abschneiden zu wollen und Ihre den Status Quo, Ihre Ziele, Ihre Strategien und insbesondere sich selber immer wieder zu hinterfragen. Um dann im nächsten Schritt mutige Entscheidungen zu treffen.

Das 4 W der Veränderung: Wiederholen

Jede Veränderung beginnt mit Commitment. Doch es ist die Konsistenz, die langfristig den entscheidenden Unterschied macht. Neue Verhaltensweisen benötigen ganz einfach Zeit, bis sie zu einer unbewussten Gewohnheit geworden sind. Aus diesem Grund ist Change Management niemals eine einmalige Sache. Erst die tägliche Wiederholung und Einbindung in den Alltag führt dazu, dass aus einem Vorhaben nachhaltige Ergebnisse werden.

Veränderungskompetenz entwickeln und trainieren

Am Ende des Tages ist Ihre Veränderungskompetenz der einzige Faktor, den Sie von vorne bis hinten selber bestimmen können. Sie können nicht beeinflussen, ob die Märkte sich wandeln, welche Technologien Ihre Branche in Zukunft verändern oder wie Ihre Wettbewerber sich verhalten. Aber Sie haben immer die Wahl, wie Sie damit umgehen. Ich behaupte sogar: In Zeiten des immer schneller werdenden Wandels ist der Umgang mit Change Management der entscheidende Faktor, ob Sie die Zukunft passiv wie ein Blatt im Wind ertragen müssen, oder ob Sie die Zukunft bei den Hörnern packen und aktiv gestalten.

Jeder einzelne von uns hat täglich die Wahl, ob er auf den Zug der Veränderung aufspringt, oder am Bahngleis stehen gelassen wird. „Business as usual“ ist schon lange vorbei und wir leben in den spannendsten Zeiten, die man sich überhaupt vorstellen kann. Wenn Sie den Wandel nicht als Bedrohung ansehen, sondern Ihren Fokus auf die vielen Chancen und Möglichkeiten richten, dann wartet eine erfolgreiche und erfüllte Zukunft auf Sie.

Doch zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis: Von alleine wird all dies nicht passieren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Zeit, Herzblut und Geld Menschen in das Erlernen einer neuen Sprache, einer Sportart oder eines Musikinstruments stecken. Nur, wenn es um den aktiven Umgang mit Veränderung geht, dann denkt man sich: „Ach, wird schon irgendwie klappen.“ 

Doch das tut es natürlich niemals. Von nichts kommt nichts, und die eigene Veränderungskompetenz zu entwickeln erfordert eine Menge Commitment, Zeit und die Bereitschaft, jeden einzelnen Tag dazuzulernen. Doch wenn Sie diesen Skill erst einmal erlent haben, dann haben Sie sich automatisch von 99% Ihres Umfelds abgesetzt. 

Change. Adapt. Or Die. Veränderungskompetenz durch den Change Loop

Change. Adapt. Or Die. (Auf Deutsch: Verändern. Anpassen. Oder sterben) Mit dieser Ausssage lässt sich die aktuelle Zeit wohl am besten beschreiben. Denn die Regeln haben sich massiv verändert, und der aktive Umgang mit Veränderungen jeglicher Art ist schon lange nichts mehr, was nur „nice to have“ ist. Statdessen ist er ein messbarer Wettbewerbsvorteil geworden, der darüber bestimmt, ob wir auch in der Zukunft noch erfolgreich sein, oder in der Irrelevanz versinken werden.

Change. Adapt. Or Die. Verändern oder verändert werden

Die wohl schwerste Situation meiner beruflichen Karriere hatte ich im Jahr 2004 zu meistern. Viele meiner Kollegen sprachen damals von einem Himmelfahrtskommando, meine Vorgesetzten von einer super Chance, mir meine Sporen zu verdienen. Die Aufgabe war so einfach, wie herausfordernd. Ich sollte als Projektleiter das ehemals erfolgreichste Kaufhaus Berlins, das altehrwürdige Hertie in der Neuköllner Karl-Marx-Straße, zu einem Schnäppchen-Center umwandeln, in dem das Unternehmen die Altware aus dem gesamten Bundesgebiet vermarkten wollte. Es war der allerletzte Versuch, den Standort noch zu retten.

Anfang der neunziger Jahre arbeiteten in dem über 40.000 Quadratmeter großen Kaufhaus noch 1200 Mitarbeiter und die Umsätze gingen direkt nach der Maueröffnung durch die Decke. Doch im Laufe der Jahre erlebte nicht nur Neukölln einen wirtschaftlichen Niedergang, sondern auch das Hertie Kaufhaus.

So kam es, dass an meinem ersten Tag gerade noch 120 Mitarbeiter verzweifelt versuchten, die Umsatzeinbrüche aufzuhalten, die seit langem bei über zwanzig Prozent pro Jahr lagen. Es war allerdings ein hoffnungsloser Kampf, denn der Niedergang war bereits zu weit fortgeschritten. Ganze Abteilungen waren seit längerem geschlossen und es verirrten sich immer weniger Kunden in das Warenhaus, welches von der Atmosphäre manchmal an eine Geisterstadt erinnerte.

Der Umgang mit Veränderung als Schlüsselkompetenz der Zukunft

Und nun stehe ich in einem muffigen Besprechungsraum und vor mir sitzen die verbliebenen sechs Abteilungsleiter, die mich mit ängstlichen Augen anblicken. Der amtierende Geschäftsführer steht nur wenige Wochen vor seiner Pensionierung und macht bei meiner Vorstellung keinen Hehl aus seiner Meinung: „Meine Damen und Herren, darf ich ihnen Herrn Grzeskowitz vorstellen. Er ist hier, um unserem Kaufhaus den Todesstoß zu versetzen und es zu einem Schnäppchencenter zu machen. Ich halte diese Entscheidung für völlig falsch, aber die jungen Leute denken ja immer, sie wissen alles besser.“

Rumms. Können Sie sich vorstellen, wie ich mich gefühlt habe? Obwohl ich nur der Überbringer des neuen Konzepts war, bekam ich die gesamte Wut und aufgestaute Hoffnungslosigkeit der versammelten Menschen zu spüren. So gut es ging lenkte ich den Fokus auf die sich bietenden Chancen, stellte meine Ideen zur Rettung des Standorts vor und versuchte, die Herzen meiner zukünftigen Mitarbeiter zu erreichen.

Es folgte eine hitzige Diskussion, die von vielen Fragen und Zwischenrufen geprägt wurde. Doch es war ein einzelner Satz, der sich mir bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat. Herr Leopold (nicht sein richtiger Name), der Abteilungsleiter aus der zweiten Etage (Zuständigkeiten für einzelne Abteilungen wie in anderen Häusern gab es schon lange nicht mehr) stand auf, blickte mir direkt in die Augen und sagte dann: „Aber verstehen Sie es denn nicht, Herr Grzeskowitz? Wir können diese neuen Ideen hier nicht gebrauchen, weil dann unser Kaufhaus stirbt. Aber wir wollen nicht sterben. Wir wollen leben!“

Veränderungskompetenz zu entwickeln ist schon lange nicht mehr „nice to have“

Es war ein Satz, der mich traf wie ein Donnerhall. Und er zeigt das große Dilemma, welches Veränderungen mit sich bringen. Herr Leopold traf diese Aussage nämlich zum einem Zeitpunkt, als der Patient Hertie Neukölln seit Jahren auf der Intensivstation lag, und de facto bereits klinisch tot war. Und dennoch sträubten sich die beteiligten Menschen gegen sämtliche Alternativen wie der Teufel gegen das Weihwasser. Man wollte, dass alles so blieb, wie es einmal war, nur die Resultate sollten besser werden.

Und dieses Mindset war tragisch, denn auch wenn niemand damals sagen konnte, ob der Kurswechsel den Standort noch retten konnte, so sprachen die aktuellen Umsätze, Deckungsbeiträge und Prognosen doch eine sehr eindeutige Sprache: Mit den Strategien der Vergangenheit zögerte man den Untergang maximal noch um ein paar Monate heraus.  Es gab also nur zwei Möglichkeiten: Sich auf die Veränderung einzulassen. Oder zu sterben. Change. Adapt. Or Die.

Chancen erkennen, nutzen und Wandel gestalten

Und genau dort liegt das große Dilemma. Mich beschleicht nämlich immer häufiger das Gefühl, dass viele Menschen veränderungsmüde geworden sind. Weil die Taktung der Neuerungen so stark zugenommen hat und sich mancher damit einfach überfordert fühlt. Weil das Wort „neu“ gerade im Unternehmenskontext häufig mit schlankeren Strukturen, Personalabbau und Einschränkungen des persönlichen Arbeitsplatzes verbunden wird. Weil alles, was „neu“ ist, gerne als eine Bedrohung der eigenen Komfortzone betrachtet wird.

Weil „neu“ sehr häufig eine Emotion erzeugt, die der größte Feind der Innovation ist: Angst. Und das ist schade, denn Angst lähmt, verlangsamt die eigene Entwicklung und führt über kurz oder lang zum Stillstand. Ich habe mir es daher seit Jahren auf die Fahne geschrieben, dieser Neo-Phobie den Kampf anzusagen. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Lust auf Veränderung zu machen und den Fokus auf die riesigen Chancen zu lenken, die sich im Wandel verbergen. Denn wenn Sie ihre Träume leben, Ziele erreichen und auch morgen noch erfolgreich sein wollen, dann ist es unumgänglich, bereits heute die notwendigen Veränderungen vorzunehmen.

Die Veränderungskurve nach Kübler-Ross

Dafür gilt es, einen radikalen Paradigmenwechsel vorzunehmen. Was ich damit meine? Werfen Sie bitte einen Blick auf die folgende Grafik:

Die Veränderungskurve nach Kübler-Ross

Sie haben es sicher gleich erkannt, es handelt sich um die klassische Veränderungskurve, die in den 1960er Jahren von Elisabeth Kübler-Ross entwickelt wurde. Wie Sie an der Jahreszahl erkennen können, handelt es sich um ein Modell, das seit vielen Jahren in Seminaren, Personalschulungen und Trainings gelehrt, und auch heute noch als eines der Standardtools im Changemanagement verwendet wird.

Selbst hochrangige Unternehmensberatungen setzen die Changekurve immer noch als ein Modell ein, welches Führungskräfte dabei unterstützen soll, Veränderungsprozesse gemeinsam mit ihren Teams zu managen.

Das große Problem der Veränderungskurve

Doch die Changekurve hat ein großes Problem. Sie ist ganz einfach nicht mehr zeitgemäß, denn das Modell wurde in zwei wichtigen Punkten von der Realität überholt.

  • Zum einen basiert es auf der Vorannahme, dass Veränderung immer eine Reaktion auf externe Ereignisse wäre, was heute einfach nicht mehr stimmt. Wir können es uns im Jahre 2024 schlicht und einfach nicht mehr erlauben, nur noch reaktiv zu handeln, sondern müssen die Zukunft aktiv gestalten.
  • Die zweite obsolete Annahme ist diejenige, das Veränderungen immer einen Anfang und ein Ende haben würden. Dies mag in der Vergangenheit sogar noch gestimmt haben. Da gab es einen Normalzustand, alle paar Jahre eine Veränderung, und dann hatte man mit der neuen Normalität wieder für eine gewisse Zeit seine Ruhe. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, denn wir haben es mit Rahmenbedingungen zu tun, die es schon lange nicht mehr zulassen, einen Veränderungsprozess über mehrere Jahre laufen zu lassen. Stattdessen ist Change ein permanenter Dauerzustand geworden, der immer schneller und intensiver Einzug in unseren Alltag hält.

Das Modell des Change Loops

Aus diesem Grund habe ich ein eigenes Modell entwickelt, welches diese Faktoren einbezieht, und den Herausforderungen der nächsten Jahre gerecht wird. Ich nenne es den Change Loop, und ich setze es sowohl in der Einzelarbeit mit Unternehmern, Managern und Führungskräften, aber auch in der Begleitung von Teams und Organisationen ein. Es funktioniert nämlich sowohl auf der individuellen Ebene der Persönlichkeit, als auch im Vorantreiben von unternehmerischen Veränderungen.

Wie bei jedem Loop gibt es weder einen Anfang, noch ein Ende, und jeder Teil spielt eine gleichwichtige Rolle. Lassen Sie uns daher einen Blick auf die einzelnen Faktoren des Change Loops werfen, bevor ich ihnen meine drei wichtigsten Prognosen für die Zukunft vorstellen möchte.

Der Change Loop

 

Change Loop Faktor #1: Bewusstheit

Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Denken, Handeln und Wirken ist unumgänglich für erfolgreiche Veränderung. Aber Hand auf´s Herz, wie bewusst sind Sie sich der zunehmenden Komplexität um Sie herum, ihrer Kommunikation, ihrer Wirkung auf andere Menschen, über ihre Rolle in ihrem Unternehmen, über den Zufriedenheitsgrad im Alltag und über den Grad an Verantwortung, den Sie bereit sind, zu übernehmen? Und das ist so ein Fragenkomplex, über den es sich lohnt, ein wenig länger nachzudenken.

Change Loop Faktor #2: Antrieb

Der Wandel ist heute intensiver, schneller und unberechenbarer, als noch vor wenigen Jahren. Die führt bei vielen Menschen zu einer gewissen Resignation, weil sie einfach keine Lust mehr haben, immer wieder von vorne beginnen und sich tagein tagaus an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Wenn Sie hier über keine nachhaltige und intrinsische Motivation verfügen, werden Sie auf Dauer nicht erfolgreich sein. 

Change Loop Faktor #3: Strategie

Ohne konkrete Ziele, Meilensteine und schlussendlich eine von allen Beteiligten getragene Strategie wird jede Art von Veränderung schwer. Weil Sie dann auf die Alternative vertrauen, und die ist nun mal der Zufall. Je besser Sie wissen, was Sie wollen, mit welchen Methoden Sie dahinkommen wollen, und warum Sie das überhaupt vorhaben, desto erfolgreicher werden ihre Change Projekte.

Change Loop Faktor #4: Handeln

Es mag ihnen etwas komisch vorkommen, dass ich den Schritt des Umsetzens mit in den Change Loop aufgenommen habe, schließlich sollte das doch etwas Selbstverständliches sein, nicht wahr? Ist es aber in der Praxis nicht. Wenn ich für jede Ankündigung, die nicht umgesetzt wurde, nur einen Cent erhalten hätte, dann wäre ich heute ein extrem vermögender Mann.

Nein, eine ausgeprägte Umsetzungskompetenz ist beileibe kein Selbstgänger. Und weil Sie für erfolgreiche Veränderung einfach unabdingbar ist, hat sie einen prominenten Teil in meinem Modell erhalten.

Drei Thesen für die Zukunft durch die Change Brille

Ein hoher Grad an Bewusstheit, ein kraftvoller Antrieb, eine nachhaltige Strategie und eine ausgeprägte Umsetzungskompetenz, das sind die vier entscheidenden Faktoren für erfolgreiche Veränderungen in Zeiten zunehmender Unsicherheit. Sie verstärken einander, und Sie können leider keinen Schritt auslassen, weil er ihnen möglicherweise zu mühsam ist.

Auch ist die Nutzung des Change Loops keine einmalige Sache. Es ist wie bei einer sich selbst verstärkenden Spirale, die immer wieder von neuem beginnt. Und der entscheidende Punkt bei diesem Modell ist ihnen wahrscheinlich schon längst aufgefallen. Sämtliche vier Faktoren sind weder von der Konjunktur, noch von den äußeren Umständen, noch von anderen Menschen abhängig. Sie alleine haben zu hundert Prozent Einfluss auf ihre Bewusstheit, ihren Antrieb, ihre Strategie und ihr Handeln. Basierend auf dieser Erkenntnis möchte ich ihnen daher meine drei wichtigsten Change Thesen für die kommenden Jahre vorstellen:

Change These Nummer 1:

Wir stehen erst am Anfang von Veränderungen, welche die Art wie wir leben, arbeiten, lieben, essen oder wohnen dramatisch verändern werden.

Change These Nummer 2:

Die demographische Entwicklung, disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz oder Robotik, sowie die Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche werden nicht nur die Arbeitswelt, sondern unsere gesamte Gesellschaft kräftig durchschütteln.

Change These Nummer 3:

Der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft wird der Mensch sein. Weil keine künstliche Intelligenz, kein Roboter und auch keine Software jemals Dinge wie persönliche Beziehungen, Empathie oder Teamspirit ersetzen können. Dies hat natürlich Auswirkungen für jeden von uns. Es bedarf einer maximalen Verantwortungs- und Veränderungsbereitschaft, einer Neuausrichtung der Prioritäten, sowie eines ganz neuen und wertschätzenden Miteinanders.

Diese Sätze sind ihnen zu lang? Dann habe ich hier die komprimierte Version für Sie. 

Der persönliche Umgang mit Change und Wandel wird die Schlüsselkompetenz der Zukunft sein.

Und ich finde, das ist ein wunderbarer Abschlusssatz für diesen Artikel. Nicht wahr?

Veränderung gestalten – Mit Ownership und Verantwortung

Wenn Sie Veränderung gestalten wollen, dann kommen Sie um einen entscheidenden Faktor nicht herum. Ich spreche von Ownership. Früher hat man dazu noch ganz altmodisch Verantwortung gesagt, aber am Ende des Tages haben beide Begriffe die gleiche Bedeutung. Es geht darum, die eigenen Umstände zu akzeptieren, sich auf das zu konzentrieren, was man selber beeinflussen kann, das loslassen, was außerhalb dieses Einflussbereichs liegt und dann alles dafür zu tun, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. 

Doch was sich theoretisch so einfach anhört, kann wie so häufig im Alltag ganz schön herausfordernd sein. In diesem Artikel wollen wir uns daher dem Erfolgsfaktor Ownership (bzw. Verantwortung) widmen, mit dem Sie sowohl in Ihrem eigenen Leben als auch in Ihrer Firma in der Lage sein werden, Veränderung gestalten zu können.

Ownership? Nein Danke. Schuld sind immer die anderen

Während meiner Schulzeit hatte ich einen Mitschüler, der dafür bekannt war, regelmäßig zu spät zu kommen. Manchmal waren es nur 5 Minuten, viel häufiger jedoch eher eine halbe Stunde. Nur pünktlich war er eigentlich nie. Viel zuverlässiger war er hingegen im Präsentieren von plausiblen Ausreden. Mal war es der Wecker, der nicht geklingelt hatte. Zu anderer Gelegenheit musste er im Auftrag seines Vaters den Schnee schippen, der über Nacht gefallen war. Und auch heute, fast 40 Jahre später, werde ich wohl nie vergessen, wie er nach einer erneuten Verspätung verkündete, dass der Hamster seiner Schwester krank geworden war. Seine Kreativität im Finden von Ausreden kannte keine Grenzen.

Eines Tages, als er mal wieder 45 Minuten zu spät erschien, platze unserer Klassenlehrerin der Kragen und sie fragte nach: „Tom, warum schaffst Du es denn nicht mal zur wichtigsten Klausur des Jahres, rechtzeitig in der Schule zu erscheinen?“ „Ich konnte nichts dafür“, lautete seine Antwort, „ich komme doch aus Zarpen und muss jeden Tag mit dem Bus fahren. Der Zug um 08:00 Uhr hatte heute einen Motorschaden, deshalb bin ich erst jetzt hier.“ Ich weiß nicht, ob es an seiner überzeugenden Art oder seinem herzzerreißenden Hundeblick lag, aber unsere Lehrerin gab sich wie immer mit der Ausrede zufrieden. Doch ich weiß noch genau, was meine Sitznachbarin damals zu mir sagte: „Komisch, ich wohne auch in Zarpen und ich war pünktlich hier. Denn ich habe bereits den Bus um 07:00 Uhr genommen.“

Ownership statt mit dem Finger auf andere zu zeigen

Auch heute muss ich noch häufig an diesen Moment denken. Denn er steht für mich symbolisch für die fortschreitend abnehmende Bereitschaft vieler Menschen, Verantwortung für Ihr Verhalten zu übernehmen. Finden Sie es nicht auch erstaunlich, wie gut manche Zeitgenossen darin geworden sind, die äußeren Umstände für ihre Resultate in sämtlichen Lebensbereichen verantwortlich zu machen? Wie selbstverständlich sie beginnen, aktiv Gründe zu suchen, warum etwas nicht geht? Und wie kreativ die Ausreden sind, die immer dann präsentiert werden, wenn etwas nicht geklappt hat? 

Die Rolle des Schuldigen wird dabei extrem großzügig verteilt. An die bösen Vorgesetzten, die undankbaren Mitarbeiter, die faulen Kollegen, die unprofessionellen Geschäftspartner bis hin zu den eigenen Eltern und Geschwistern. Und wenn das noch nicht reichen sollte, dann greift man direkt zu schwereren Kalibern und schiebt den schwarzen Peter auf die aktuelle Wirtschaftslage, die Politik, das Wetter oder die Tatsache, dass der Merkur gerade rückläufig ist. Alles und jeder ist für die eigenen Ergebnisse verantwortlich, nur man selber nicht. Und diese Entwicklung ist einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen unzufrieden mit ihrem Leben sind.

Veränderung braucht Verantwortung

Denn was im Kleinen gilt, findet natürlich auch im Großen seine Anwendung. Man lebt ein Leben, dass im Grunde von anderen Menschen, dem Staat oder dem Arbeitgeber bestimmt, kontrolliert und gesteuert wird. Man verfolgt die Ziele anderer, erfüllt die Erwartungen anderer und verlässt sich darauf, dass sich andere schon um einen kümmern werden. Doch je mehr man sich in diese Abhängigkeit begibt, desto mehr entfernt man sich von den eigenen Träumen, Zielen und Erwartungen an das eigene Leben. Und das ist tragisch. 

Denn wie will man glücklich und zufrieden sein, wenn einem von Klein an andere Menschen sagen, wie man zu leben, was man zu tun und was man zu lassen hat? Wenn einen die eigenen Helikoptereltern schon als kleines Kind in Watte packen, einem jede schwierige Entscheidung abnehmen und den Alltag komplett mikromanagen? Wenn einem in der Schule jegliche Individualität und Kreativität abtrainiert wird, damit man als funktionierendes Rädchen seinen Part in der Gesellschaft übernehmen kann? Wenn der eigene Job nur aus dem stupiden Abarbeiten von Anweisungen besteht und der Staat mittlerweile bis in die privatesten Ecken des Lebens vorgedrungen ist und uns detailliert vorschreibt, wie wir leben sollen, was wir essen dürfen und wie wir uns generell zu verhalten haben?

Sicherheit ist nur eine Illusion 

Und hier kommt das Kuriose: Viele Menschen geben sich dieser vermeintlichen Sicherheit nur allzu gerne hin, denn wenn andere für einen das eigene Leben bestimmen, dann muss man eben auch keine schwierigen Entscheidungen treffen, keine Risiken eingehen oder Lösungen für auftretende Probleme finden. Doch dieser Zustand der Bequemlichkeit ist trügerisch, denn je mehr man sich in eine solche Form der Abhängigkeit begibt, desto mehr entfernt man sich von den eigenen Bedürfnissen, Zielen und Träumen. 

Und ehe man sich versieht, hat man komplett resigniert und arrangiert sich damit, dass ein erfülltes Leben nur für eine privilegierte Minderheit möglich ist, während man selbst nur noch funktioniert, sich von Urlaub zu Urlaub rettet und die Abende damit verbringt, sich erschöpft von Soap Operas in der Glotze berieseln zu lassen.

Klingt diese Vorstellung für Sie genau so abschreckend wie für mich? Dann möchte ich Sie gerne für die einzig mögliche Alternative begeistern, nämlich die volle und umfängliche Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen. Für die guten Dinge, wie auch die schlechten. Für Ihre Erfolge, aber auch die Niederlagen. Für die Ereignisse, die Sie selber herbeigeführt haben, aber auch für diejenigen, für die Sie nicht wirklich etwas konnten. 

Ownership als generelles Prinzip im Leben

Je eher Sie die Karten akzeptieren, die Ihnen das Schicksal zugeteilt hat, desto eher können Sie sich auf die Strategie konzentrieren, mit denen Sie Ihr Blatt spielen wollen. Die bewusste und unumstößliche Entscheidung, die volle Verantwortung für Ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu übernehmen ist die absolute Grundvoraussetzung für ein Leben, das von Bedeutung, Sinn und Erfüllung geprägt wird. Ist es ein einfach? Natürlich nicht. Je nachdem, vom welchem Ausgangspunkt Sie starten, werden Sie mit kleineren oder größeren Rückschlägen rechnen müssen. 

Alte Gewohnheiten und unbewusste Prägungen können nun mal extrem hartnäckig sein. Sie werden zweifeln, unsicher sein und oftmals in Versuchung geraten, lieber doch mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen, dem Sie die Schuld für Ihre Situation zuschieben können. Aber es lohnt sich ungemein, durchzuhalten. Denn schon nach kurzer Zeit werden Sie eine dramatische Zunahme an persönlicher Freiheit, beruflicher Erfüllung und einer generellen Unabhängigkeit erleben. Und es gibt wahrscheinlich nichts Schöneres als das intensive Gefühl, das sich automatisch einstellt, wenn Sie Ihre innere Mitte gefunden haben und ein Leben im Einklang mit Ihren Träumen, Werten und Bedürfnissen führen.

Doch genug der Worte. Es ist Zeit, in die Umsetzung zu kommen. Sind Sie bereit, die Entscheidung zu treffen, die volle Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen? Und sind Sie bereit, auf dem nachfolgenden Weg einmal mehr aufzustehen als hinzufallen? Wunderbar, denn diese Wahl kann ich Ihnen nicht abnehmen. Was ich aber kann, ist Sie auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Balance und Erfüllung bestmöglich zu begleiten. Und als Startpunkt für diese Reise schlage ich meine norddeutsche Heimat vor.

Rüm Hart – Klaar Kiming – Die perfekte Metapher für Ownership

Das perfekte Motto für das Thema Verantwortung kommt nämlich aus Schleswig-Holstein. Der Region zwischen Nord- und Ostsee, wo man mit dem Nachbarn einen Klönschnack hält, das Wort „Moin“ als universelle Grußformel verwendet wird und man erst von einem echten Sturm spricht, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. Das Motto, von dem ich spreche, heißt „Rüm Hart – Klaar Kiming“ und wird den nordfriesischen Kapitänen zugesprochen, die vor hunderten von Jahren ihre Schiffe durch raue Meere, hohe Wellen und schwere Unwetter steuern mussten. Übersetzt bedeutet es so viel wie „Weites Herz – Klarer Horizont“. Das Wort Kiming leitet sich dabei von der Kimme ab, welche die Linie zwischen Meer und Himmel bezeichnet und seit jeher als magischer Ort gesehen wurde, der für Fernweh, Offenheit und Entdeckergeist steht.

Und ist es nicht genau das, was wir aktuell im persönlichen Alltag, im Business, ja im ganzen Leben am meisten brauchen? Auf der einen Seite Vertrauen, Transparenz und Empathie im Umgang mit den Menschen um uns herum. Und auf der anderen Seite eine klare Vision, der Blick über den Tellerrand und die permanente Offenheit, neue Erfahrungen zu machen. Würden Sie mir zustimmen, dass die Welt keine weiteren Besitzstandswahrer benötigt, die ihr Ego in den Mittelpunkt stellen, sich an der Vergangenheit festklammern und versuchen, mit einer bequemen „Weiter So“-Strategie ihren persönlichen Vorteil zu maximieren? 

Ich habe dazu eine klare Meinung und behaupte, dass wir in der aktuellen Zeit vor allem Menschen brauchen, welche die Sehnsucht auf neue Horizonte in sich tragen, aber niemals vergessen, wo sie herkommen. Die sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen, sondern rechtzeitig die Segel zu neuen Ufern setzen. Die neue Denkweisen, Ideen und Wege nicht als Bedrohung ansehen, sondern als großartige Chance, noch besser zu werden, zu wachsen und die eigenen Ziele zu erreichen. Die Verantwortung nicht nur für sich selber, sondern für ihre gesamte Crew übernehmen. 

Die Voraussetzung, um das Motto „Rüm Hart – Klaar Kiming“ jeden einzelnen Tag leben zu können, ist die Klarheit. Darüber, wo Sie herkommen, wo Sie warum und aus welchen Gründen hinwollen, und natürlich auch, wie mögliche Wege dorthin aussehen könnten. Die wertvollsten Antworten erhalten Sie, wenn Sie ein weites, warmes Herz mit einem scharfen Verstand kombinieren. Wenn Sie offen für neue Ideen, Meinungen und Ansätze sind und gleichzeitig auf kraftvolle Werte, positive Überzeugungen und ein positives Mindset zurückgreifen können. Ich möchte Sie daher an dieser Stelle einladen, ein wenig über Ihre innersten Bedürfnisse, Ihre mutigsten Ziele und über Ihre verrücktesten Träume zu reflektieren. Je größer Ihre Klarheit, desto leichter wird Ihnen der nächste Schritt fallen, nämlich bewusste und vollumfänglich Ownership für die folgenden Bereiche zu übernehmen:

Ihre aktuelle Lebenssituation

Egal, wo Sie heute stehen, wie zufrieden Sie sind und wie hart Ihnen das Leben eventuell mitgespielt hat. Sobald Sie sich entscheiden, sich nicht länger als Opfer der äußeren Umstände zu definieren, sondern Verantwortung für den Status Quo zu übernehmen, eröffnen sich Ihnen plötzlich ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. 

Ihren Erfolg

Die vielleicht wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: „Was bedeutet Erfolg für mich?“ Die große Masse folgt nämlich den Suggestionen der Medien, der Influencer auf Social Media oder den Botschaften der Werbeindustrie, dass Erfolg automatisch mit Schneller-Höher-Weiter, mit Luxusklamotten, teuren Autos und dem permanenten Streben nach Geld, Status und Macht gleichzusetzen sei. Wenn Sie genau davon träumen, ist das ganz wunderbar. 

Sollten Sie jedoch feststellen, dass Sie von Ihrem Leben etwas ganz anderes erwarten, dann lösen Sie sich so schnell wie möglich von diesen Definitionen. Nicht jeder muss eine Millionärin, ein Superstar oder eine erfolgreiche Unternehmerin werden. Denken Sie immer dran: Es ist Ihr Leben und nur Sie stellen die Regeln auf. Insbesondere, wenn es um Ihre ganz persönliche Definition von Erfolg geht. Der einzige Gradmesser, den ich Ihnen empfehle, ab sofort anzuwenden, ist folgende Frage: „Bin ich glücklich?“ Nichts anderes zählt nämlich.

Ihre Werte

Werte sind mein absolutes Lieblingsthema. Weil ich um ihre Kraft weiß. Weil sie die Bemessungsgrundlage für sämtliche Entscheidungen sind. Und weil unser tägliches Verhalten immer ein direkter Spiegel unserer wichtigsten Werte ist. Es lohnt sich also, die eigenen Kernwerte sehr bewusst festzulegen und zu definieren. Und zwar nicht, weil diese gerade „in“ sind, gesellschaftliche Akzeptanz besitzen oder für ein bestimmtes soziales Umfeld wünschenswert wären. 

Dies führt auf Dauer nur zu Frustration, Unzufriedenheit und dem nagenden Gefühl, sich immer weiter von sich selbst zu entfernen. Wenn Sie hingegen die volle Verantwortung für die für Sie wirklich wichtigen Werte übernehmen, dann kommunizieren Sie nicht nur kongruent, sondern haben einen unfehlbaren Kompass an Ihrer Seite, der Ihnen stets treue Dienste leisten wird.

Ihre Ziele und Träume

Wie viele Menschen in ihrem Umfeld kennen Sie, die ihren Beruf nur ergriffen haben, weil ihre Eltern es so wollten? Die ihre Karriere als Rechtsanwalt, Zahnarzt oder Industriekauffrau nur eingeschlagen haben, weil es in der Familie schon immer Tradition war? Und die zutiefst unglücklich sind, weil sie viel lieber Koch, Künstlerin oder Schauspielerin wären? Doch die eigenen Ziele und Träume in der Schublade zu verstauen, nur um die Erwartungen anderer zu erfüllen, führt zwangsläufig zu einem Leben im seelischen Niemandsland. 

Man ist nicht wirklich unglücklich, aber eben auch nicht glücklich. Das ehemals lodernde innere Feuer ist erloschen und statt leidenschaftlich zu leben, funktioniert und existiert man nur noch. Doch zum Glück ist es niemals zu spät, und Sie können jederzeit die Entscheidung treffen, ab sofort die volle Verantwortung für Ihre Ziele und Träume zu übernehmen. 

Veränderung gestalten – Ohne Ownership wird’s nichts

Und es gibt noch weitere Bereiche, für die Sie genau das Gleiche tun sollten. Für Ihre Überzeugungen, Ihre Strategien, Ihre Entscheidungen, Ihre Gedanken, Ihre Gesundheit, Ihre Finanzen, Ihre Beziehungen, Ihre Kommunikation, Ihre Karriere und natürlich für Ihre Zukunft. Und ja, ich bin mir bewusst, dass dies eine ganze Menge auf einmal ist. Lassen Sie mich Ihnen den möglicherweise entstehenden Druck daher am besten gleich nehmen. Sobald Sie nämlich die Verantwortung für Ihr Leben übernehmen, geschieht etwas Faszinierendes, ja fast schon magisches. Sie werden nämlich ein ungeahntes Gefühl von persönlicher Freiheit spüren. Weil Ihre inneren Werte plötzlich im Einklang mit Ihrem äußeren Verhalten sind. Weil Sie sich von externen Erwartungen lösen und auf Ihre eigenen Bedürfnisse hören. Weil Sie auf einmal, ein Leben führen, dass diesen Namen auch wirklich verdient. Und ist es nicht genau das, worum es jeden einzelnen Tag geht?

Selbstständigkeit Tipps: 16 Lektionen aus 16 Jahren als selbstständiger Unternehmer

Kennst Du das seltene Gefühl, wenn Du denkst, dass Du Dich selbst kneifen müsstest, weil Du einfach so dankbar für bestimmte Dinge in Deinem Leben bist? Genau solch einen Moment hatte ich heute Morgen beim Betrachten meines Kalenders. Denn in diesem Jahr, genauer gesagt am 1.3.2025, bin ich genau sechzehn Jahre als Keynote SpeakerAutor und Business Coach selbstständig.

Dies kommt mir deshalb immer wieder surreal vor, weil ich mich noch genau erinnern kann, wie lange ich Angst davor hatte, die notwendige Entscheidung zu treffen. Und noch mehr, wie hart die Anfangszeit war.

Nachdem ich meinen alten Job als Geschäftsführer bei Karstadt und IKEA gekündigt hatte, fing ich 2009 noch einmal bei null an. Mit null Kunden. Null Netzwerk. Und nichts als meinem großen Traum von der Selbstständigkeit im Kopf. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viel Kritik damals auf mich eingeprasselt war, denn mein Umfeld konnte die Entscheidung gegen den vermeintlich sicheren Job und für eine offensichtlich vollkommen verrückte Idee ganz einfach nicht nachvollziehen.

Der Traum von der Selbstständigkeit

Trotzdem habe ich mich von den Nörglern, Meckerern und Miesepetern nicht einschüchtern lassen und mich voller Leidenschaft auf die Achterbahnfahrt namens Selbstständigkeit eingelassen, die nun schon eineinhalb Jahrzehnte anhält. Und in den Momenten, in denen ich ein wenig Zeit zum Reflektieren habe, stelle ich dankbar fest, wie stolz ich doch bin.

Nicht nur habe ich Jahr für Jahr meine Umsätze steigern können, ich habe auch ein tolles Team an meiner Seite, habe 13 Bücher veröffentlicht (die sich hundertausendfach verkauften, in dutzende Sprachen übersetzt wurden, und von denen drei Bestseller geworden sind), durfte als Keynote Speaker auf Events rund um die Welt Vorträge halten und konnte meine Personal Brand kontinuierlich ausbauen.

Selbstständigkeit ist kein gerader Weg, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt

Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke (denn ich habe noch viel vor!), dann wird mir bewusst, wie viele Fehler ich gemacht, wie viele falsche Entscheidungen ich getroffen und mit wie vielen Rückschlägen ich umgehen musste. Doch dies waren die Momente, in denen ich mich als Unternehmer weiterentwickelt und wichtige Lektionen gelernt habe. Und genau diese habe ich in eine Art Best-of zusammengefasst, die ich heute gerne mit Dir teilen möchte. Falls Du gerade am Anfang Deiner Selbstständigkeit stehst, dann hoffe ich, dass die einzelnen Ideen Dir dabei helfen, Dein Business von Anfang an auf ein gesundes Fundament zu stellen.

Und solltest Du schon ein paar Unternehmerjahre auf dem Buckel haben, dann würde ich mir wünschen, dass Du trotzdem den einen oder anderen Impuls mitnehmen kannst. Hast Du Lust? Dann kommen sie hier, meine 15 besten Selbstständigkeit Tipps und Lektionen aus 15 Jahren Selbstständigkeit:

Selbstständigkeit Tipps #1: Bau Dir rechtzeitig ein Netzwerk auf

Niemand gewinnt allein. Das ist seit vielen Jahren mein Mantra. Und es trifft den Nagel auf den Kopf. Insbesondere als Solopreneurin ist ein qualitativ hochwertiges Netzwerk ein entscheidender Erfolgsfaktor für die nachhaltig erfolgreiche Selbstständigkeit. Ein Netzwerk kann Türen öffnen, Kontakte herstellen, Empfehlungen aussprechen und als Sparringspartner im Alltag eines Selbstständigen fungieren.

Wichtig ist, dass man sich das Netzwerk rechtzeitig aufbaut. Und zwar indem man das Prinzip des “Geben first — Nehmen second” befolgt. Denn ein Netzwerk ist nichts, was man sich aufbaut, um es eines Tages anzapfen zu können, sondern weil es eine wunderbare Symbiose ist, die vom gegenseitigen Support lebt.

Selbstständigkeit Tipps #2: Wenn Du besonders erfolgreich bist, ist der Veränderungsdruck am höchsten

Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. Das ist eine Erkenntnis, die ich früh in meiner Karriere als selbstständiger Unternehmer gewonnen habe. Denn erfolgreich zu sein führt in der Regel dazu, dass wir bequem werden, nicht mehr so innovativ und produktiv sind und eine gewisse “Weiter so Mentalität” entwickeln. Daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: In den Momenten des Erfolges ist die Notwendigkeit zu Innovation, mutigen Entscheidungen und Veränderungen am größten.

Selbstständigkeit Tipps #3: Vertrieb und Marketing sind Fähigkeiten, die JEDE(R)beherrschen sollte

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen, aber ohne Marketing und Vertrieb ist jedes Business zum Scheitern verurteilt, denn was nützt es, wenn Du richtig gut bist, aber niemand von Dir und Deinen Angeboten weiß? Die beiden Skills sind daher schon lange nicht mehr “nice to have”, sondern eine essenzielle Fähigkeit, die Du Dir besser heute als morgen aneignen solltest. Deine Umsätze, Deine Bekanntheit und Dein langfristiger Erfolg werden es Dir danken.

Selbstständigkeit Tipps #4: Definiere Deine Unternehmensstruktur

Um Deine Selbstständigkeit wirtschaftlich erfolgreich und persönlich zufrieden führen zu können, ist einer der wichtigsten Schritt die rechtzeitige — und bewusste — Definition Deiner Unternehmensstruktur. Wie genau soll Dein Unternehmen aufgebaut sein? Wie organisierst Du Dich? Welche Aufgaben und Prozesse fallen immer wieder an und wie sollen die Standards für die Erledigung aussehen?

All das sind vorbereitende Überlegungen für die wichtigste Frage von allen: Womit möchte ich am liebsten den ganzen Tag meine Zeit verbringen (weil ich es gerne tue, besonders gut darin bin oder weil ich damit am besten Geld verdienen kann)? Wenn Du die Antwort gefunden hast, dann kannst Du alles andere entweder automatisieren oder delegieren. Das Resultat: Du tust das, was Du tun willst, erfährst eine tiefe Dankbarkeit und bist maximal profitabel.

Selbstständigkeit Tipps #5: Personal Branding ist der entscheidende Faktor für nachhaltige Selbstständigkeit

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig der Auf- und Ausbau Deiner Personenmarke für den nachhaltigen Erfolg ist. Denn als Selbstständiger bist Du der Kopf, das Herz, die Seele und auch das Gesicht Deines Unternehmens. Je großzügiger Du Deine Persönlichkeit einbringst, desto schärfer gelingt es Dir, Dich zu positionieren und damit langfristig zur Nummer 1 in den Köpfen der Kunden Deiner Zielgruppe zu werden.

Selbstständigkeit Tipps #6: Definiere (und lebe!) Deine Werte

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine gewisse positive Besessenheit für das Thema Werte entwickelt habe. Kein Wunder, sind Sie doch nicht nur der Spiegel unseres Verhaltens, sondern die Grundlage unserer Entscheidungen, unserer inneren Haltung und unserer gesamten Businessausrichtung. Die Zeit, die man in die bewusste Definition der eigenen Werte investiert, kann man kaum mit Euro oder Dollar bewerten, so groß ist der Hebel, den man erzielen wird. Denn sobald man seine Werte kennt (und täglich lebt!), hat man nie wieder Schwierigkeiten, schwere Entscheidungen zu treffen.

Selbstständigkeit Tipps #7: Sei Dir Deines Wertes bewusst und verlange einen entsprechenden Preis dafür

“Wir haben leider kein Budget, aber im Publikum sitzen viele Entscheider und Sie profitieren ja auch von unserer Social Media Reichweite”. So oder ähnlich versuchen viele Interessenten, angehende Selbstständige zu engagieren (z.Bsp. wenn Sie einen Redner buchen wollen). Sie wollen die volle Leistung, ohne den entsprechenden Preis zahlen zu wollen. Doch das Konzept des “etwas für nichts” funktioniert ganz einfach nicht. Oder kennst Du irgendeinen Bäcker, Rechtsanwalt, Koch, Autohändler oder Modehändler, der Dir seine Produkte oder Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellt, weil Du ihm Reichweite und mögliche Folgeaufträge versprichst? Natürlich nicht, oder?

Trotzdem ist dieses Verhalten gerade unter kreativen Selbstständigen und Solopreneuren gang und gäbe. Doch nicht nur verdient man damit kein Geld, man zerstört sich auch die eigene Marke und wird langfristig noch weniger Erfolg haben. Es gilt daher: Kenne Deinen Wert (und den Deiner Produkte und Dienstleistungen) und dann verlange den entsprechenden Preis dafür. Immer. Ohne Ausnahme.

Selbstständigkeit Tipps #8: Verinnerliche das Konzept des lebenslangen Lernens

Hast Du schon mal Gedanken gehabt wie “Das kenne ich schon”, “das weiß ich schon” oder “das kann ich schon”? Wir alle werden regelmäßig Opfer dieser inneren Illusion, die ein fatales Resultat zur Folge hat: Wir hören auf uns weiterzuentwickeln, wachsen nicht mehr und verwalten im besten Fall den Stillstand.

Noch fataler ist allerdings ein anderer Gedanke, der oftmals dann auftritt, wenn wir die ersten Erfolge als Selbstständige gefeiert haben: “Jetzt habe ich es geschafft!”. Wenn man dem nachgibt, dann ist es oft der Anfang vom Ende. Besonders für Selbstständige ist daher das Konzept des lebenslangen Lernens so entscheidend. Damit wir uns permanent weiterentwickeln, als Persönlichkeit wachsen und unsere Selbstständigkeit kontinuierlich ausbauen.

Selbstständigkeit Tipps #9: Mindset Shift vom Konsumenten zum Produzenten

Als Selbstständiger gibt es niemanden, der Dir sagt, was Du zu tun oder zu lassen hast. Dies führt dazu, dass die Unterscheidung zwischen Deinem privaten Alltag und Deiner unternehmerischen Tätigkeit nicht immer ganz trennscharf verläuft. Es ist daher entscheidend, die eigene Denkweise entsprechend anzupassen. Und dies gelingt durch einen Mindset Shift weg vom Konsumieren hin zum Produzieren von Inhalten. Content-Marketing ist einer der wichtigsten Bausteine beim Aufbau der Personal-Brand und für die eigene Akquise.

Wo man als Selbstständige früher Bücher gelesen, Vorträge besucht, Seminare besucht, Onlinekurse konsumiert, Podcasts gehört und Videos geschaut hat, gilt es nun Bücher zu schreiben, Vorträge zu halten, Seminare zu geben, Onlinekurse anzubieten, Podcasts zu produzieren und Videos aufzunehmen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ab sofort gar nichts mehr konsumieren sollte. Ganz im Gegenteil, schließlich haben wir uns dem lebenslangen Lernen verschrieben. Aber wenn, dann immer mit der Intention, Inspiration und Ideen zu sammeln.

Selbstständigkeit Tipps #10: Behandle Dich wie ein Unternehmen

Wo wir schon beim Thema Mindset-Shift sind, kommt direkt noch eine weitere Lektion, in der Deine Identität als Selbstständige im Mittelpunkt steht. Ich spreche von der Idee, Dich von Anfang an als Unternehmerin zu behandeln. Der Rapper Jay-Z hat diese Philosophie wunderbar auf den Punkt gebracht, als er in einem Interview einmal sagte: “I’m not a businessman, I’m a business, man!”.

Als Selbstständige bist Du das Business. Du bist der Kopf, das Herz und auch die Seele. Und dies gilt es zu beachten. Bei sämtlichen Entscheidungen, Investitionen und Tätigkeiten. Je eher Du in der Lage bist, Deinen beruflichen Alltag durch die Unternehmerbrille zu betrachten, desto schneller wird Deine Professionalität ansteigen.

Selbstständigkeit Tipps #11: Bau Dir eine E-Mail-Liste auf

Auch wenn immer wieder betont wird, dass E-Mail-Marketing eigentlich tot sei, so ist auch im Jahr 2024 die eigene E-Mail-Liste immer noch der beste Marketingkanal, den es aus meiner Sicht gibt. Was gibt es Besseres, als Tausende Menschen, die sich freiwillig eingetragen haben, weil Sie Deine Persönlichkeit schätzen, Deine Inhalte lieben und gerne Teil Deiner Community sein wollen? Kombiniert mit einer nachhaltigen Contentstrategie kann Deine E-Mail-Liste schnell zu Deinem erfolgreichsten Verkäufer werden.

Egal, wie klein oder jung Dein Unternehmen auch sein mag, mit dem Aufbau Deiner E-Mail-Liste solltest Du so schnell wie möglich beginnen. Wenn Du in fünfzehn Jahren zurückblickst, dann wirst Du mir für diese Lektion danken.

Übrigens, für meine E-Mail-Liste kannst Du Dich hier eintragen.

Selbstständigkeit Tipps #12: Such Dir Coaches und Mentoren

Ein altes Sprichwort lautet: Die besten Zinsen bringt immer noch die Investition in Dich selbst. Und das stimmt. Weil man insbesondere als Selbstständiger niemals alles wissen und können kann. Deswegen ist die permanente Fort- und Weiterbildung essenziell. Mein Erfolg ist zu einem großen Teil das Resultat meiner Zusammenarbeit mit den verschiedensten Coaches und Mentoren. So habe ich mir bspw. gezielte Unterstützung in den Bereichen Bühnenperformance, Businessaufbau, Onlinemarketing, Speechwriting und Wirkung geholt.

Und genau das empfehle ich Dir ebenso. Auch wenn ich mittlerweile selbst als Mentor und Coach tätig bin, musst Du natürlich nicht mich buchen. Aber ich kann den positiven Hebel von Coaches, die gemeinsam und vornehmlich individuell mit Dir an Deinem Business arbeiten, gar nicht genug betonen.

Selbstständigkeit Tipps #13: Bezahle Deine Partner gut

Kennst Du auch diese vermeintlichen Premiumanbieter, die selbst sehr hohe Preise für Ihre Produkte und Dienstleistungen verlangen, aber dann bei der Beauftragung ihrer eigenen Businesspartner (Webdesigner, Fotografen, Copywriter etc.) plötzlich in bester Dagobert Duck Manier so viel sparen wollen, wie möglich? Dies führt dauerhaft zu nichts, und ich kann Dir nur empfehlen, Deine Partner immer gut zu bezahlen. Natürlich hängt dies immer von Deiner aktuellen Situation ab, aber grundsätzlich gilt: Wenn Du möchtest, dass andere Dich anständig bezahlen, dann bezahle zuerst andere anständig. Klingt ein wenig esoterisch, ist aber wohl der praktischste Tipp von den fünfzehn Lektionen.

Selbstständigkeit Tipps #14: Mach mal Pause

“Selbstständigkeit bedeutet selbst und ständig.” Ich weiß gar nicht, wie häufig ich diesen Satz schon gehört habe. Und besonders zu Beginn der eigenen Unternehmerkarriere ist da auch eine Menge dran. Weil man nur dann Umsatz macht, wenn man aktiv ist. Dies führt allerdings eines Tages dazu, dass man sich nicht mehr traut, Pausen zu machen oder in den Urlaub zu fahren, weil man in der Zeit ja eigentlich am Unternehmen arbeiten könnte.

So kontraindikativ es klingt: Pausen sind nicht nur wichtig, sondern für Dein Businesswachstum essenziell. Ich hatte meine besten Ideen während eines Waldspaziergangs, habe meine besten Entscheidungen nach einer kurzen Auszeit getroffen, und meine größten Heureka-Momente passierten immer nach eine Phase, in denen ich meine kreativen und produktiven Batterien wieder aufladen konnte. Hier daher eine wichtige Empfehlung: Mach öfter mal Pause. Dein Erfolg wird es Dir danken.

Selbstständigkeit Tipps #15: Trau Dich, Du selbst zu sein

Die letzte Lektion klingt extrem banal, die Auswirkungen bei konsequenter Anwendung könnten aber nicht größer sein. Ich spreche davon, Dich zu trauen, Du selbst zu sein. Sämtliche Masken in die Ecke zu pfeffern, und Deine Persönlichkeit mit allen Facetten großzügig mit der Welt zu teilen. Dies klingt leichter gesagt, als es tatsächlich ist, denn Du wirst immer wieder Menschen begegnen, die Dir mitteilen wollen, was Du gefälligst zu tun und was zu lassen hast. Sobald Du in der Lage bist, Dich von diesen externen Erwartungen zu lösen, und Dich traust, Deine inneren Werte in sämtlichen Kontexten konsequent zu leben, wird Deine Personenmarke erfolgreicher werden, was sich langfristig auch in steigenden Anfragen, Kunden und Umsätzen widerspiegeln wird.

Selbstständigkeit Tipps #16: Sei langweilig

Nein, ich meine natürlich nicht vom Charakter her, denn wer mag schon Langweiler, oder? Ich spreche von etwas ganz anderem. Wir alle lieben die großen, emotionalen und herausstechenden Momente im Leben. Aber wahre Freiheit stellt sich ein, wenn Du erkennst, dass Erfolg (was auch immer das für Dich bedeutet) niemals das Ergebnis von einmaligen Geistesblitzen, einer Hauruck-Aktion oder einem geheimen und lange verschollenen Trick ist. Nein, Erfolg ist vom Wesen her extrem langweilig. Denn es geht immer um die konsistente Umsetzung der einfachen, vermeintlich unwichtigen und nicht besonders sexy klingenden Dinge, die am Ende des Tages einen riesigen Unterschied machen. Jeder kennt sie und alle wissen es. Doch nur die wenigsten sind fokussiert, diszipliniert und entschlossen genug, sie jeden einzelnen Tag umzusetzen. Konzentriere dich daher auf die langweiligen Aufgaben. Werde richtig gut darin. Und dein Leben wird das genaue Gegenteil davon werden: Intensiv, aufregend und erfüllend.

Genieße die Achterbahnfahrt namens Selbstständigkeit

Kommen wir zu einem kurzen Fazit. Neben den Learnings aus meiner eigenen Unternehmerkarriere habe ich in den vergangenen Jahren mit hunderten von Selbstständigen am Auf- und Ausbau Ihres Business gearbeitet. Und da die Herausforderungen bei aller Individualität fast immer gleich sind, lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:

  • Nicht jede(r) ist für die Selbstständigkeit geeignet. Für viele Menschen ist ein Job im Angestelltenverhältnis definitiv die bessere Wahl.
  • Besonders der Start kann hart sein, und die zunehmende Bürokratie kostet Nerven, Zeit und leider auch Geld.
  • Der Weg als Selbstständiger ist gekennzeichnet von Zweifel, Sorgen und Rückschlägen. Lass Dich hiervon nicht aus der Bahn werfen. Dies ist normal und hört auch niemals auf.
  • Dein langfristiger Erfolg hängt von Deiner Bereitschaft ab, aktiv an Deinem Business zu arbeiten, diszipliniert in die Umsetzung zu kommen, und konsequent die Extrameile zu gehen.

Der wichtigste Abschnitt kommt aber zum Schluss: Wenn Du Dich von all dem nicht abschrecken lässt, dann ist die Selbstständigkeit wahrscheinlich der erfüllendste Beruf, den man sich vorstellen kann. Nirgendwo sonst erlebt Du dieses Gefühl von Freiheit und der Möglichkeit, Dein Leben aktiv auf eine Art und Weise zu gestalten, die mit Deinen Werten und Deinem Purpose im Einklang steht.

Für die anstehende Achterbahnfahrt namens Selbstständigkeit wünsche ich Dir alles Gute.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar. Lass mich (und alle Lesenden) doch wissen, womit Du Dich selbstständig gemacht hast (oder es vorhast) und welches Deine größten Learnings sind.

Positives Mindset: Leidenschaft und Herzblut als Erfolgsfaktoren

Wie entsteht eigentlich ein positives Mindset? Wie so häufig ist die Antwort auf eine solch einfache Frage durchaus komplex. Gleichsam gibt es aber zwei Erfolgsfaktoren, die einen sehr großen Hebel haben. Ich spreche von Leidenschaft und Herzblut, also dem wie, warum und wofür wir etwas tun. Ich wage nämlich direkt zu Beginn dieses Artikels eine These: In all den Dingen, die Sie mit Herzblut und Leidenschaft tun, werden Sie langfristig richtig gut. Und starten auf diese Weise eine sich selbst verstärkende Spirale, die von ganz alleine dafür sorgt, ein positives Mindset zu entwickeln. Um das zu erläutern, möchte ich mit einer Geschichte beginnen.
 

Ein positives Mindset beflügelt – Nur Mittelmaß ist anstrengend

Die meisten Erinnerungen an meinen Opa sind im Laufe der Jahre verblasst. Dafür sind andere so präsent, als würde er immer noch leben. Neben dem Stopfen seiner Pfeife und dem täglichen Lösen des Kreuzworträtsels in der lokalen Tageszeitung ist es vor allem ein Satz, den er so häufig wiederholt hat, dass sich die Worte bis heute in mein Gedächtnis eingebrannt haben: „Ilja, was auch immer Du vorhast. Egal, ob es sich um etwas Großes oder Kleines handelt. Ob es wichtig oder unwichtig ist. Ob Du es für Dich oder für andere Menschen tust. Mach es gut oder mach es gar nicht. Alles andere ist nur Wischiwaschi.“ 
 
Bis heute bin ich froh, dass ich mir dieses Mantra nicht nur zu Herzen genommen, sondern es im Laufe der Jahre zu meiner eigenen Version weiterentwickelt habe. Diese möchte ich gerne mit Ihnen teilen:
 
Egal, was Sie im Leben vorhaben. Ob es sich um ein großes Projekt oder eine kleine Alltagstätigkeit handelt. Ob es wichtig oder vermeintlich unwichtig ist. Ob Sie es für sich selber oder für jemand anderen machen. Tun Sie es mit Herzblut. Oder lassen Sie es bleiben.
 
Wenn Sie diesen vermeintlich kleinen Mindset-Shift nicht nur in seiner vollen Gänze verstehen, sondern zum Kompass Ihres täglichen Handelns werden lassen, dann werden Sie nicht nur eine deutliche Zunahme an Leichtigkeit und Selbstvertrauen spüren, sondern auch über eine nachhaltig ausgeprägte Motivation. Dies ist übrigens keine theoretische Überlegung, sondern lässt sich immer wieder in den verschiedensten Kontexten beobachten. Ich wage sogar die Behauptung, dass die generelle Zufriedenheit im Leben immer ein direkter Spiegel unseres inneren Feuers ist. 
 

Ein positives Mindset ist eine bewusste Entscheidung

Eine Aufgabe, das eigene Arbeitsumfeld oder ein ganzer Job ist immer nur dann gewöhnlich, wenn wir uns dazu entscheiden, ihn so zu bewerten. Wenn wir uns hingegen entscheiden, auch die vermeintlich kleinen Tätigkeiten mit Leidenschaft und Hingabe zu erledigen, dann führt dies zwangsläufig zu einem hohen Grad an Bedeutung. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass Menschen, die sich von einem positiven Mindset antreiben lassen immer mehr zu Exoten werden, während die Nörgler und Miesepeter stellvertretend für die zunehmende Unzufriedenheit vieler Menschen stehen. 
 
Als Changemaker ist es daher entscheidend, dass Sie die bewusste Entscheidung treffen, sich von der immer weiter ausbreitenden Unzufriedenheit, Berufsempörtheit und Negativität in der Gesellschaft nicht anstecken lassen. Ein Leben zu führen, das diesen Namen auch wirklich verdient. Es mit Haut und Haaren zu genießen. Und Ihre Zukunft aktiv und voller Leidenschaft zu gestalten, anstatt die Launen des Schicksals passiv über sich ergehen zu lassen. Die gilt besonders für Ihren Beruf. Würden Sie mir zustimmen, dass das Leben einfach zu kurz ist, um es mit einem Job zu verschwenden, der keinen Spaß macht, langweilt und Sie gleichzeitig eine Menge Kraft kostet? Dann kommt hier eine weitere große Idee:
 
Nur Mittelmaß ist anstrengend und frustriert. Herzblut führt zu mehr Leichtigkeit, Energie und außergewöhnlichen Resultaten.
 
Wann immer Sie etwas nur mit halbem Herzen und voller Gleichgültigkeit tun, werden Sie sich schlapp, ausgelaugt und wenig motiviert fühlen. Sobald Sie sich hingegen trauen, Ihr inneres Feuer lichterloh brennen zu lassen, werden Sie nicht nur Ihre eigene Zufriedenheit dramatisch steigern, sondern auch die Menschen um Sie herum mit Ihrer Begeisterungsfähigkeit anstiften, es Ihnen gleich zu tun. Es ist daher an der Zeit, die Entwicklung von Leidenschaft und Herzblut nicht dem Zufall zu überlassen. 
 
Diese beiden Eigenschaften zu einem roten Faden Ihres Wirkens werden zu lassen. Und sie sowohl bei den großen und wichtigen Aufgaben einzusetzen, aber auch bei den vermeintlich kleinen Tätigkeiten. Denn egal, wo Sie aktuell stehen, wenn Sie Ihr Leben zu einem Meisterwerk machen wollen, dann geht es ohne die emotionale Hingabe für den Moment ganz einfach nicht. Oder wie es die Prinzessin Elisabeth zu Wied, die spätere Königin von Rumänien treffend auf den Punkt brachte: „Das Leben ist eine Kunst, in der man nur zu oft ein Dilettant bleibt. Um Meisterschaft zu erringen, muss man sein Herzblut vergießen.“ Ihr positives Mindset wird es Ihnen danken.
 

Leidenschaft und Herzblut bewusst entwickeln

Geringe Ansprüche, Negativität und Gleichgültigkeit führen zu Frust und Unzufriedenheit, während echte Leidenschaft ungeahnte Kräfte wecken kann. Aber woran erkennen Sie überhaupt, ob Sie gerade dabei sind, ihr ganzes Herzblut in eine Tätigkeit zu legen? Typische Indikatoren sind die folgenden:
 
  • Ihre Augen strahlen von ganz alleine
  • Sie vergessen alles um sich herum
  • Ihr Herz schlägt schneller
  • Sie müssen weder eine Rolle spielen, noch eine unbequeme Maske aufsetzen, sondern können ganz sie selber sein
  • Sie verspüren eine tiefe innere Motivation
  • Sie tun es Dinge, weil sie wichtig sind, nicht um die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen
  • Es kribbelt in Ihrem Bauch
  • Sie spüren ein Gefühl von Dankbarkeit und Demut
 
Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber mich erinnern all diese Symptome an den Zustand, wenn Sie hoffnungslos verliebt sind. Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich mir kaum etwas Schöneres vorstellen kann, als sie so oft es geht und so intensiv zu erleben. Geht es Ihnen ähnlich? Dann lassen Sie uns Ihr inneres Feuer entfachen, indem wir uns die sechs wichtigsten Herzblut Multiplikatoren anschauen.
 

Herzblut Multiplikator 1: Prioritäten setzen

Je häufiger Sie die verschiedensten Tätigkeiten des Alltags mit Herzblut angehen, desto besser werden auch ihre Ergebnisse aussehen. Dies ist keine große Kunst, wenn es sich um die wirklich wichtigen Vorhaben handelt. Entscheidend ist es aber, auch die Dinge mit Leidenschaft zu erledigen, die wir alle am liebsten so schnell wie möglich hinter uns bringen würden. Ich rede vom Ausfüllen von Excel Tabellen, dem Sortieren von Steuerbelegen, Geschirrspülen oder all den Aufgaben, die einfach nur stupide abgearbeitet werden müssen. Klare Prioritäten helfen hier. Lassen Sie sich nicht mehr auf halbe Sachen ein und machen Sie etwas entweder ganz (mit Herzblut) oder gar nicht. Ihre Energie und Motivation wird es Ihnen danken.
 

Herzblut Multiplikator 2: Die Art und Weise

Wie entsteht Bedeutun? Richtig, Sie müssen den Sinn in Tätigkeiten, Dinge und Jobs hineingeben. Es ist also entscheidend, auf welche Art und Weise Sie eine Aufgabe erledigen. Ob Sie dies halbherzig und vielleicht sogar gelangweilt tun, oder mit einer ansteckenden Leidenschaft. Ich bewundere sämtliche Menschen, die Ihren Beruf mit genau diesem Mindset angehen.
 
Lehrerinnen, die Ihre Schüler so behandeln, als wäre jeder einzelne von ihnen ein Genie. Steuerberater, die mit Zahlen jonglieren, als gäbe es auf der Welt nichts Schöneres. Oder Hotelmitarbeiter, die Ihren Gästen an der Rezeption das Gefühl geben, in einem zweiten Zuhause eingecheckt zu haben. Wie auch immer Ihr ganz persönlicher Job aussieht, erledigen Sie sämtliche Aufgaben stets mit maximaler Hingabe, denn dadurch erhalten auch die vermeintlich unwichtigen Dinge eine große Bedeutung.
 

Herzblut Multiplikator 3: Die Menschen in Ihrem Umfeld

Würden Sie mir zustimmen, dass es ein extrem kraftvoller Motivator sein kann, anderen Menschen etwas Gutes zu tun? Dies können Ihre Kunden, Ihre Kollegen, Ihre Geschäftspartner, aber auch Ihre Familie und Freunde sein. Ich könnte es niemals so gut formulieren wie Zig Ziglar, der gesagt hat: „Du kannst alles im Leben haben, was Du willst. Wenn Du nur genug anderen Menschen dabei hilfst, das zu bekommen, was sie wollen.“ Wie wahr.
 
Wenn ich mich mal wieder in einem Zustand befinde, der von wenig Energie und Motivation gekennzeichnet ist, dann muss ich nur einen Blick auf das Bild meiner beiden Töchter auf dem Schreibtisch werfen. Und innerhalb eines einzigen Augenblicks ist mein Herzblut wieder da. Weil ich weiß, für wen ich jeden einzelnen Tag aufstehe und versuche, mein Bestes zu geben.
 

Herzblut Multiplikator 4: Das persönliche New York im Leben

Sobald Sie Ihr persönliches New York im Leben, Ihren Purpose oder Ihr starkes WARUM gefunden haben, fallen sämtliche Dominosteine auf einmal von ganz alleine. Lassen Sie mich erklären, was ich damit meine. In meinem Job als Keynote Speaker gibt es eine Menge Faktoren, die ich nicht so wirklich mag. Das Warten am Flughafen, überfüllte und verspätete Züge, einsame Nächte in anonymen Hotelzimmern, die monatliche Buchhaltung oder diverse andere administrative Tätigkeiten.
 
Dafür liebe ich es, auf der Bühne zu stehen, und Organisationen dabei zu unterstützen, eine positive Kultur der Veränderung zu etablieren. Ich liebe es Menschen dabei zu helfen, Ihre Träume zu leben und Ihre Ziele mutig anzugehen. Und ich liebe es, mit meinen Büchern einen kleinen Beitrag zu leisten, die Welt ein kleines Stückchen besser zu hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe. Und dieser kraftvolle Purpose führt ganz automatisch dazu, dass ich das WIE und das WAS voller Leidenschaft angehe. Und zwar nicht nur in den Highlight-Momenten, sondern auch in den Situationen, die mir grundsätzlich nicht besonders viel Freude bereiten.
 

Herzblut Multiplikator 5: Die eigenen Werte leben

Haben Sie sich schon einmal gefragt, woran es liegt, dass Sie unmotiviert, lustlos und ohne jegliche Energie sind? Der Grund ist fast immer der gleiche: Ihr Verhalten und Ihre wichtigsten Werte befinden sich in einem Konflikt. Und das geschieht fast immer dann, wenn Sie die Ziele anderer Menschen verfolgen, versuchen, den Erwartungen Ihres Umfelds gerecht zu werden und eine unbequeme Maske tragen, die mit Ihrer tatsächlichen Persönlichkeit überhaupt nichts zu tun hat.
 
Die Lösung klingt in der Theorie einfach, ist aber durchaus herausfordernd. Machen Sie eine radikal ehrliche Analyse und werden Sie sich Ihrer wichtigsten Werte bewusst. Und ich rede hier nicht, von denjenigen, die gesellschaftlich akzeptiert sind, sich gerade im Trend befinden, oder die andere Menschen von Ihnen erwarten. Ich rede von den Werten, die für Sie essentiell und grundsätzlich nicht verhandelbar sind. Sobald Sie Klarheit haben, gilt es, diese Werte zu leben. Jeden einzelnen Tag. Dies ist nicht immer ganz leicht, aber es lohnt sich sehr. Denn wenn sich Ihr Handeln und Ihre Werte im Einklang befinden, dann müssen Sie sich über Leidenschaft und Herzblut keine Gedanken mehr machen.
 

Herzblut Multiplikator 6: Dankbarkeit

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch eine Art Geheimwaffe des Herzbluts vorstellen. Sie ist daher so wirkungsvoll, weil sie so selten ist. Denn die meisten Menschen sind zwar Weltmeister darin, sich über all das zu beschweren, was Ihnen vermeintlich fehlt, vergessen dabei aber gleichsam die Dinge, die sich bereits in ihrem Leben befinden. Sobald Sie beginnen, dieses Mangeldenken zu verbannen und durch Dankbarkeit für die unterschiedlichsten Wunder des Alltags zu ersetzen, wird sich nicht nur Ihre Leidenschaft dramatisch erhöhen, sondern Ihre Lebensqualität insgesamt. „Aber Ilja, wofür soll ich schon dankbar sein? Ich muss nämlich jeden einzelnen Tag ganz schön kämpfen.“ Gut, dass Sie fragen. Hier daher einige Beispiele, wofür es sich lohnt, ganz bewusst dankbar zu sein:
 
  • Die Menschen in Ihrem Leben
  • Ihre Gesundheit
  • Dass Sie ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank haben
  • All das, was Sie in Ihrem Leben schon erreicht haben (machen Sie gerne mal eine Liste, es ist so viel mehr, als Sie denken)
  • Dass Sie Zugang zu Trinkwasser und Elektrizität haben
  • Die Kunden, für die Sie tolle Projekte abwickeln dürfen
  • Die unzähligen Chancen und Möglichkeiten, die nur darauf warten, von Ihnen ergriffen und genutzt zu werden
 

Positives Mindset in einem Satz: Tun Sie das, was Sie erfüllt. So oft wie möglich.

Ich empfehle Ihnen sehr, diese kleine Aufzählung unbedingt noch mit weiteren Beispielen zu ergänzen. Und wann immer Sie in Versuchung geraten, sich mal wieder über irgendeine Kleinigkeit aufzuregen, reicht eine Erinnerung an die Liste, um Sie daran zu erinnern, wie unwichtig das vermeintliche Problem doch ist, und wie dankbar Sie doch können, einen weiteren Tag auf dieser wunderbaren Erde geschenkt zu bekommen.
 
Wenn Sie die einzelnen Multiplikatoren miteinander kombinieren, dann können Sie das Leben in vollen Zügen, insbesondere aber mit maximaler Leidenschaft und einer großen Portion Herzblut genießen.
 
Tun Sie das, was Sie erfüllt. Und zwar so oft wie möglich.
 
Je mehr Sie für eine Sache brennen, desto besser werden Sie darin, und auch Ihre Ergebnisse werden sich entsprechend anpassen. Wird es dadurch leichter? Nein, auch wenn es bei Menschen, die von Herzblut getrieben sind, von Außen immer so mühelos und einfach aussieht, ist dies leider nicht der Fall. So leid es mir tut, das Leben wird niemals leichter. Stattdessen führt ein positives Mindset zu einer persönlichen Entwicklung, die Sie in die Lage versetzt, besser darin zu werden, die harten Aufgaben zu meistern und mit schwierigen Situationen umzugehen. 
 
Alles steht und fällt mit Ihrem inneren Feuer. Wie man dieses regelmäßig einem Checkup unterziehen kann, hat Steve Jobs einst in einem Interview verraten: „In den letzten 33 Jahren habe ich jeden Tag in den Spiegel geschaut und mich gefragt: Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich dann tun wollen, was ich heute tun werde? Und immer, wenn die Antwort für zu viele Tage hintereinander „Nein“ lautete, wusste ich, dass ich etwas verändern muss.“ Dem ist nichts hinzuzufügen

Nachhaltige Veränderung meistern – Das Zufriedenheitsparadox

Wenn Sie nachhaltige Veränderung meistern wollen, dann müssen Sie in der Lage sein, sich permanent in zwei widersprüchlichen Zuständen zu befinden. Auf der einen Seite ist es von essenzieller Bedeutung, dass Sie sich niemals mit dem Erreichten zufriedengeben, sondern sich den Hunger auf bessere Ergebnisse, auf persönliches Wachstum und auf eine kontinuierliche Entwicklung des UnChange Mindsets bewahren. Und gleichzeitig ist es genauso wichtig, zufrieden zu sein. Mit den kleinen und großen Erfolgserlebnissen des Alltags. Mit den persönlichen Errungenschaften. Und natürlich mit all dem, was Sie in Ihrem Leben bereits erreicht haben.
 

Zufrieden und gleichzeitig unzufrieden? 

Klingt paradox? Stimmt, und das ist auch ziemlich gut so. Denn wie hat es der Psychiater C.G. Jung so schön formuliert: „Die Paradoxie gehört sonderbarerweise zum höchsten geistigen Gut; […], denn nur das Paradoxe vermag die Fülle des Lebens annähernd zu fassen.“ Fällt Ihnen die Parallele zum UnChange Mindset auf? 
 
Das Leben mit all seinen Facetten, Unabwägbarkeiten und Überraschungen ist einfach viel zu komplex, um es mit reinem Schwarz-Weiß-Denken bewältigen zu können. Vielmehr kommt es darauf an, die Klaviatur der unterschiedlichsten Grautöne virtuos zu beherrschen, die unterschiedlichsten Herausforderungen differenziert zu analysieren und Situationen immer individuell zu betrachten.
 
Das gilt ganz besonders beim Thema Zufriedenheit, wo die richtige Balance von entscheidender Bedeutung ist. Je zufriedener Sie nämlich sind, je mehr Sie in sich ruhen und je mehr Sie dankbar für all Ihr kleinen und großen Erfolge sind, desto mehr wird Ihr gesamtes Leben von Sinn, Bedeutung und Erfüllung geprägt sein. 
 

Erfolgsfaktor Bewusstheit

Nehmen Sie sich also regelmäßig Zeit, einen Schritt zur Seite zu treten, um ganz bewusst aus der Vogelperspektive auf Ihre Erfolge zu blicken und voller Stolz wahrzunehmen, was Sie alles erreicht, geschafft und umgesetzt haben. Wie so oft gilt auch hier: Wenn Sie diese Momente dem Zufall überlassen, dann ist das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wenn Sie hingegen den Erfolgsfaktor Bewusstheit ganz gezielt einsetzen, dann kann die Zufriedenheit zu einem starken Motivator für Sie werden. Und damit die generelle Positivität noch einmal verstärken.
 
Dabei bin ich mir übrigens sehr bewusst, dass all dies in der Theorie sehr einfach klingt, während die tatsächliche Umsetzung im Alltag ziemlich herausfordernd sein kann. Lassen Sie mich Ihnen erklären, was ich damit meine. Ich würde mich als extrem positiven Menschen bezeichnen. Und doch gab es eine Phase in meinem Leben, wo mein Fokus sich temporär verschoben hatte. Ohne, dass ich es bewusst mitbekam, triggerten mich immer mehr externe Ereignisse und ließen mich schrittweise zu einem dieser Nörgler werden, die sich ständig über irgendetwas empören. 
 

Loslassen, was man nicht kontrollieren kann

Ob es die grandiose Ungerechtigkeit auf der Welt, die unseriösen Machenschaften in meiner Branche, die Unehrlichkeit von Menschen, die Doppelmoral in der Politik oder die zunehmende Gleichgültigkeit in der Gesellschaft war, all diese Dinge lösten in mir eine Kombination aus Wut, Betroffenheit und Ärger aus. Und diese Emotionen kanalisierten sich dann in den unterschiedlichsten Versuchen, diese Zustände nicht länger hinzunehmen und auf irgendeine Art und Weise wieder in die aus meiner Sicht richtigen Bahnen zu lenken.
 
Eine Tatsache übersah ich dabei allerdings. All die Dinge, über die ich mich so sehr aufregte, lagen durch die Bank weg außerhalb meines Einflussbereichs. Und da Sie weder andere Menschen noch die äußeren Umstände verändern können, blieb eben auch alles beim Alten. Na ja, nicht ganz. Denn während sich das Universum einen feuchten Kehricht für meine dauerhafte Entrüstung interessierte, schlitterte ich immer mehr in Richtung Desillusionierung, Negativität und Unzufriedenheit. 
 
Und all das, obwohl ich grundsätzlich einen positiven Unterschied für die Welt bewirken wollte. Doch wir alle haben unsere blinden Flecken und sehen oftmals das Brett nicht, das sich direkt vor unserem Kopf befindet. Zum Glück hatte ich Menschen in meinem Umfeld, die mich darauf aufmerksam machten, dass ich zu einem dieser negativen Profi-Empörer wurde, vor denen ich sie jahrelang immer gewarnt hatten. 
 

4 Schritte, um nachhaltige Veränderung meistern zu können

Die Erkenntnis war anfangs ziemlich hart, aber die radikale Ehrlichkeit mir selbst gegenüber half mir, schnell den Schalter umzulegen. Allerdings war dies gar nicht so einfach, denn auf der einen Seite wollte ich mich zu hundert Prozent auf ein positives Mindset konzentrieren, andererseits war ich aber auch nicht bereit, die vielen Probleme und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt einfach so hinzunehmen. Folgende Erkenntnisse halfen mir schlussendlich beim nachhaltigen Turnaround:
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 1: Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass Sie andere Menschen und die äußeren Umstände niemals ändern können. So frustrierend dies manchmal auch sein mag, ohne diese Akzeptanz geht es einfach nicht.
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 2: Nutzen Sie die Technik des Fünf Minuten Jammern sind okay, und dann fokussieren Sie sich ausschließlich auf positive und konstruktive Lösungen
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 3: Lassen Sie los, was Sie nicht kontrollieren können und widerstehen Sie der Versuchung, die Welt verändern zu müssen.
 
Nachhaltige Veränderung meistern – Schritt 4: Verändern Sie stattdessen sich selber, und stecken Sie die Menschen in Ihrem Umfeld mit Ihrer Positivität an.
 

Was Veränderung mit Dominos zu tun hat

Und wer weiß, je mehr Sie die Dinge im Kleinen positiv beeinflussen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus irgendwann eine Dominorallye entwickeln kann, die das Potenzial besitzt, auch die ganz großen Probleme und Ungerechtigkeiten zu lösen. „Okay Ilja, das klingt ja sehr schön, aber was kann ein einzelner Mensch denn schon bewirken?“ Mehr als sie denken. Viel mehr sogar. Am letztmalig stattfindenden Dominoday im Jahr 2009 führte das Anstoßen eines einzelnen Steins dazu, dass insgesamt 4.491.863 weitere Steine umfielen. Ein bis heute bestehender Weltrekord. 
 
Doch damit nicht genug. Der Physiker Lorne Whitehead veröffentlichte bereits 1983 einen Artikel im American Journal of Physics, in dem er die faszinierenden Erkenntnisse seiner Forschungen teilte. Demnach ist ein einzelner Dominostein in der Lage, einen 50 % größeren Dominostein umzuwerfen. In seinem Experiment startete er mit einem Stein, der 10 mm hoch war. Die entstehende Kettenreaktion endete mit einem umfallenden 13. Dominostein, der 64-mal so hoch war, wie der Auslöser (Auch hier wurde im Jahr 2009 ein Weltrekord aufgestellt, als in den Niederlanden der größte Dominostein der Geschichte fiel). 
 
Würden Sie diese Kette hypothetisch weiterführen, dann hätte der 18. Stein bereits die Höhe des Schiefen Turms von Pisa, der 31. wäre höher als der Mount Everest und der 57. würde die Entfernung zwischen der Erde und dem Mond überbrücken. Faszinierend, oder?
 

Nachhaltige Veränderung meistern: Mach es einfach!

Glauben Sie jetzt, dass ein einzelner Mensch einen riesigen Unterschied machen kann? Eine einzige mutige Entscheidung, eine verrückte Idee oder eine positive Perspektive auf eine scheinbar hoffnungslose Situation kann eine ungeahnte Kettenreaktion auslösen. Je mehr persönliche Dominos Sie also in Ihrem Alltag anstoßen, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie irgendwann Ihren ganz persönlichen Dominoday erleben werden. 
 
Auch in diesem Fall hilft es, sich weniger auf ein eventuelles Ergebnis, sondern vor allem auf den Prozess zu konzentrieren. Die Welt lechzt einfach nach Changemakern, die mit Ihrer Positivität als Vorbild vorangehen, den Blick voller Optimismus auf mögliche Chancen richten und auch bei den kniffligsten Problemen stets in Lösungen denken. Ich habe für mich beschlossen, dass ich genau so eine Person sein möchte. 
 
Wie sieht es bei Ihnen aus? Wenn Sie es nicht sowieso schon getan haben, dann wäre doch genau jetzt eine perfekte Gelegenheit, eine ausgeprägte Positivität zu einer absoluten Priorität in Ihrem Leben zu definieren, nicht wahr? Mir hilft dabei seit vielen Jahren ein Leitspruch, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte.
 
Seien Sie so positiv, dass es negative Menschen nicht in Ihrer Nähe aushalten.
 

Klingt Ihnen das zu sehr nach Ausgrenzung? Ist es aber überhaupt nicht. Natürlich, einige Menschen haben sich an die eigene negative Attitüde so sehr gewöhnt, dass diese zu einem zentralen Lebensinhalt geworden ist. So traurig es auch ist, in diesen Fällen ist bereits Hopfen und Malz verloren. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass Sie die Nörgler, Miesepeter und Grantler in Ihrem Umfeld mit Ihrem positiven Mindset so sehr inspirieren, dass es bei ihnen zu einem Umdenken kommt. 

Und dieser Perspektivwechsel führt dann eben dazu, dass die Menschen sich von Ihnen magisch angezogen fühlen, und sich nichts sehnlicher wünschen, als Teil Ihres Umfelds werden zu können. Und genau das ist die beste Voraussetzung überhaupt, um nachhaltige Veränderung meistern zu können.

Positives Denken lernen in 6 Schritten

Beginnen wir diesen Artikel mit einer guten Nachricht und einer harten Wahrheit. Zu erst die gute Nachricht: Positives Denken lernen ist gar nicht so schwer. Und direkt im Anschluß der Hinweis, dass Sie ohne Positivität niemals in der Lage sein werden, ein zufriedenes Leben führen. Zum Glück gilt dies auch umgekehrt. Selbst wenn Sie positives Denken nur in Minischritten ausbauen, kann ein positives Mindset dazu führen, dass Sie trotzdem große Entwicklungssprünge machen. Und es gibt 6 Erfolgsfaktoren, mit denen es Ihnen das am besten gelingt.
 

Seien Sie positiv. Immer. 

So schwer und hart bestimmte Situationen auch sein mögen, die große Kunst ist es, den Fokus immer auf die positiven Aspekte zu richten. In seinem Buch Think and Grow Rich hat Napoleon Hill dies perfekt beschrieben, als er feststellte, dass Ihr Gehirn nur einen Gedanken zurzeit denken kann. Und dieser kann entweder positiv oder negativ sein. Eine schöne Metapher hierfür ist eine dieser altmodischen Jukeboxes, die früher fast in jeder Kneipe standen. Nachdem man zehn Pfennig eingeworfen und die Taste „D7“ gedrückt hatte, ging ein Greifarm nach hinten und entnahm die gewählte Platte dem Register . 
 
Und Sekunden später hat es dann Zoom gemacht, weil Sie sich zum wiederholten Male „Tausendmal berührt“ von Klaus Lage ausgesucht hatten. In Ihrem Kopf läuft ein ähnlicher Prozess ab. Wenn Sie sich in einer neuen Situation befinden, dann hat Ihr Gehirn zwei Gedanken zur Auswahl, auf die es zurückgreifen kann. Einen positiven und einen negativen. Die Wahl geschieht in 99% der Fälle unbewusst und wird sowohl von Ihrer grundsätzlichen Attitüde als auch der Summe sämtlicher Ideen und Botschaften bestimmt, denen Sie ich täglich aussetzen. 
 
Und es erstaunt nicht, dass bei vielen Menschen der metaphorische Greifarm vollkommen automatisiert und konditioniert den negativen Gedanken wählt. Und das ist tragisch, denn Sie werden nun mal das, was Sie dauerhaft denken. Sind Sie mutig genug, einmal zu prüfen, zu welcher Kategorie Sie aktuell gehören? Hier sind die zehn größten Unterschiede zwischen einem negativen und einem positiven Mindset. 
 

Menschen mit einem negativen Mindset

  • Sehen das Leben als einen einzigen großen Kampf
  • Fokussieren sich auf Probleme und wissen jederzeit, was alles nicht geht
  • Betrachten sich als Opfer der äußeren Umstände
  • Denken, sie wären „fertig“ und wüssten und könnten schon alles
  • Sind Meister im Ausreden suchen
  • Beschweren sich viel und eben sofort auf, wenn etwas nicht klappt
  • Denken im Mangel und glauben, dass es von allem zu wenig gibt
  • Malen sich in den buntesten Farben aus, was alles schief gehen kann
  • Reagieren passiv auf externe Ereignisse
  • Machen andere Menschen klein 
 

Menschen mit einem positiven Mindset

  • Sehen das Leben als großes Geschenk
  • Fokussieren sich auf Lösungen und denken in Möglichkeiten
  • Betrachten sich als Schöpfer ihrer eigenen Realität
  • Folgen der Philosophie des lebenslangen Lernens
  • Übernehmen Verantwortung. Für die guten und die schlechten Ergebnisse
  • Akzeptieren Dinge, die sich nicht kontrollieren können und machen das Beste aus jeder Situation
  • Denken im Überfluss und dass es von allem für alle genug gibt
  • Träumen groß, setzen sich herausfordernde Ziele und tun alles, um diese zu erreichen
  • Umarmen Veränderungen und gestalten die Zukunft aktiv
  • Machen andere Menschen groß 

 

Der Unterschied zwischen positiven und negativen Menschen

Der Unterschied wird ziemlich schnell deutlich, nicht wahr? Während positive Menschen wie ein Magnet sind, von dem sich ihr Umfeld magisch angezogen fühlt, verfangen sich negative Menschen in einer zerstörerischen Abwärtsspirale, aus der es nur ganz schwer wieder ein Entkommen gibt. Oder kennen Sie auch nur eine einzige Person, die es mit einer negativen Einstellung im Leben zu etwas gebracht hat? 
 
Sehen Sie, ich auch nicht. Lassen Sie uns also anschauen, welches die größten Hebel sind, wenn Sie den achten Erfolgsfaktor Positivität erfolgreich ausbauen und einsetzen wollen.
 

Positives Denken lernen Schritt 1: Verantwortung für die eigenen Gedanken 

Hier kommt eine Frage, die das Potenzial besitzt, Ihr Mindset und Ihr Leben dramatisch zu verändern: Wer denkt eigentlich Ihre Gedanken? Und wenn Sie jetzt spontan antworten „Ähm, natürlich ich, wer denn sonst?“, dann möchte ich Ihnen eine alternative Perspektive anbieten. Die Chancen stehen nämlich gut, dass ein Großteil Ihrer täglichen Gedanken von Außen kommt. Von den Medien, dem Internet, Ihren Kollegen, der Werbung, Ihrer Familie oder dem Fernsehen. Und sie die verschiedensten Ideen ungefiltert übernehmen und als Ihre eigenen einordnen. 
 
Leider hat dies zwei riesige Probleme zur Folge: Erstens ist der Großteil Botschaften, Glaubenssätze und Suggestionen negativ und zweitens passt sich ihre grundsätzliche Haltung schleichend dieser limitierenden Weltsicht an. Echte Freiheit beginnt, sobald Sie Verantwortung für Ihre Gedanken übernehmen. Sich so oft es geht ganz bewusst fragen: „Ist dieser Gedanke meinem eigenen Mindset entsprungen oder stammt er von Außen?“ Schritt für Schritt sind Sie so in der Lage, die Spirale der unbewussten Programmierungen zu unterbrechen und zum Denker Ihrer eigenen Gedanken zu werden. 
 
Dies funktioniert übrigens um so besser, je mehr Sie ganz bewusst darauf achten, nur noch qualitativ hochwertige Informationen aus entsprechenden Medien zu konsumieren. Und diese natürlich trotzdem einer kritischen Prüfung unterziehen. 
 

Positives Denken lernen Schritt 2: Fokus auf Lösungen 

Ein positives Mindset und der Fokus auf Lösungen und Möglichkeiten hängen untrennbar miteinander zusammen. Denn wohin Ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist, dahin fließen Ihre Zeit, Ihre Energie und auch sämtliche anderen Ressourcen. Und wohin diese Dinge fließen, davon bekommen Sie mehr. So einfach ist das. Aber bedeutet dies, dass Sie Probleme ab sofort ignorieren sollten, um Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit nicht noch zu vergrößern? 
 
Natürlich nicht. Hier empfehle ich Ihnen folgenden Fokus-Hack: Nehmen Sie das Problem wahr, akzeptieren Sie dessen Existenz, aber denken Sie gleichzeitig bereits über mögliche Lösungen nach. Dies bedingt ebenfalls, dass Sie sämtliche Faktoren loslassen, die Sie nicht kontrollieren können. Und sich auf die Dinge konzentrieren, die in Ihrem Einflussbereich liegen. Ein wahrer Gamechanger, wenn dieses Mindset zu einem unbewussten Automatismus geworden ist.

Positives Denken lernen Schritt 3: Positiv sein, wenn es drauf ankommt 

Auch beim Thema Positivität spielt die Balance eine wichtige Rolle. Denn niemand ist durchgehend positiv. Auch die erfolgreichsten Möglichkeitsdenker zweifeln, machen sich sorgen und haben Angst vor den unterschiedlichsten Dingen. Aber wenn es drauf ankommt, dann sind Sie in der Lage, einen Schalter umzulegen und sich für die positive Platte ihrer inneren Jukebox zu entscheiden. Je eher Sie also auch negative Gedanken akzeptieren, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie besser darin werden, diese in den entscheidenden Momenten in eine positive Richtung umzuleiten.
 

Positives Denken lernen Schritt 4: Begeisterungsfähig sein 

Kennen Sie auch diese Zeitgenossen, die bei jeder noch so guten Idee das Haar in der Suppe suchen, Ihnen umgehend mitteilen, was bei Umsetzen einer neuen Idee alles garantiert schiefgehen wird? Okay, das war jetzt eine rhetorische Frage, denn die Welt ist leider voll von ihnen. Aber wer umgibt sich schon gerne mit solchen Miesepetern? Natürlich niemand. Wovon sich Menschen hingegen magisch angezogen fühlen, sind begeisterungsfähige Changemaker, die sich voller Herzblut und Leidenschaft auf neue Ideen und unerwartete Situationen einlassen.
 

Positives Denken lernen Schritt 5: Positive Glaubenssätze definieren

Ich glaube fest daran, dass sich alle Probleme im Leben mit dem richtigen Mindset lösen lassen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es sich hierbei nur um einen Glaubenssatz handelt. Aber er ist dermaßen kraftvoll, dass er mir seit vielen Jahren treue Dienste leistet. Ich möchte Sie daher an einen wichtigen Zusammenhang erinnern:
 
Ob Sie glauben, dass Sie etwas schaffen, oder ob Sie glauben, dass Sie es nicht schaffen: Sie werden auf jeden Fall Recht behalten. Es ist daher eine sehr gute Idee, sich einige Überzeugungen bewusst zu definieren, an dem sich Ihre innere Haltung ausrichten kann. Neben dem bereits erwähnten Beispiel sind es bei mir u.a. folgende:
 
  • Commitment, Fleiß und Durchhaltevermögen zahlen sich am Ende immer aus 
  • Wenn ich viel und gerne gebe, bekomme ich auf lange Sicht doppelt und dreifach zurück
  • Wenn ich regelmäßig mutige Entscheidungen treffe, wird mich das Leben reich beschenken 
  • Ein positives Mindset wird mir sämtliche Türen im Leben öffnen
 
Handelt es sich dabei um universelle Wahrheiten? Höchstwahrscheinlich nicht. Aber seitdem ich diese Glaubenssätze bewusst als Leuchtturmideen in meinem Leben definiert habe, passieren mir Dinge, die auch auf mich immer wieder wie ein kleines Wunder wirken. Wollen Sie ähnliches erleben? Dann definieren Sie am besten noch heute Ihre ganz persönlichen positiven Überzeugungen.
 

Positives Denken lernen Schritt 6: Über sich selber lachen können 

Negative Menschen haben einfach keinen Humor. Weil sie so sehr damit beschäftigt sind, sich um Probleme zu drehen, anderen Menschen davon zu erzählen und sich dann in ihrer Unzufriedenheit zu baden, haben sie auch gar keine Zeit dafür. Positive Changemaker hingegen lachen viel und oft, vor allem über sich selber. Warum das so wichtig ist? Zum einen ist nichts so positiv ansteckend wie Humor. Und zweitens öffnen Sie dadurch sehr häufig einen kleinen Spalt in der Tür zu möglichen Veränderungen, der dann im Laufe der Zeit immer größer wird. 
 
Je mehr Sie daher über die ernsten Situationen des Lebens lachen können und gleichzeitig die vermeintlich kleinen Dinge mit einer großen Ernsthaftigkeit, desto mehr wird dies auf den Erfolgsfaktor Positivität einzahlen. Wenn ich alle sechs Hebel in einer Aussage zusammenfassen müsste, dann wäre es diese:
 
Seien Sie positiv. Und zwar immer.
 

Positive Menschen sind einfach erfolgreicher

Eine positive Attitüde ist nicht nur die geheime Zutat Ihrer Persönlichkeit, sondern auch der Schlüssel zum Erfolg im Business, in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Sport und in sämtlichen anderen Lebensbereichen. Natürlich erfordert das eine Menge Commitment und auch Konsistenz. So gut wie jeder kann für einen Tag positiv sein. Viele Menschen schaffen es auch für ein paar Wochen. Wenige halten es mehrere Monate durch. Aber die richtig großen Räder drehen immer die außergewöhnlichen Persönlichkeiten, die sich Ihre Positivität über mehrere Dekaden bewahrt haben. 
 
Und daher fehlt in unserer Aufzählung noch ein weiterer Faktor, wenn Sie positives denken lernen als Ihr Ziel definiert haben. Ich spreche von der Gier nach Siegen, dem unstillbaren Hunger nach Erfolg und dem Drang, sich niemals mit dem Status Quo zufrieden zu geben. Denn am Ende des Tages ist es immer die Konsistenz, die nachhaltige Ergebnisse sicherstellt.

Never Normal statt New Normal: Warum die Zukunft riesige Chancen bietet

Haben Sie schon mal vom Never Normal gehört? Nein, dann lesen Sie jetzt unbedingt weiter. Wir leben in Zeiten, in denen permanente Veränderung das New Normal – das neue Normal – geworden ist. Diese Aussage hört man immer wieder. Kein Wunder, denn der Wandel sowohl in der Arbeitswelt, als auch in der Gesellschaft wird immer schneller, unberechenbarer und insbesondere intensiver. Und auch wenn an der Vorstellung des New Normal eine Menge dran ist, so greift die Beschreibung der neuen Normalität doch zu kurz. Warum das so ist, und wie ich die aktuellen Zeiten der Veränderung stattdessen beschreiben würde, erfahren Sie in diesem Artikel.

New Normal – Der Wunsch nach Stabilität im Chaos

Wenn Sie schon einmal einen Roadtrip durch den Norden Amerikas gemacht haben, dann sind Sie südlich von Chicago möglicherweise durch meine absolute Lieblingsstadt gefahren. Diesen Status hat der 52.736 Einwohner zählende Ort nicht etwa durch seine Architektur, sein kulturelles Angebot oder eine erfolgreiche Baseballmannschaft erhalten. Vielmehr ist es der Name, der mich fasziniert, denn die Stadt heißt Normal.

Wie überall in den USA üblich steht am Ortsausgang ein Schild, dass die Gäste verabschieden soll. Der Text lautet: Leaving Normal. Kann es eine bessere Metapher für das Leben geben? Denn spätestens seit die COVID-19 Pandemie unsere gewohnten Regeln und Abläufe komplett durchgeschüttelt hat, sollte auch der Letzte verstanden haben, dass es so etwas wie eine Normalität nicht mehr gibt. Dafür sind die Krisen zu unberechenbar, die Veränderungen zu intensiv und die Notwendigkeit zur Anpassung zu dringend geworden. Eine Schlussfolgerung, die dann gerne gezogen wird, lautet dementsprechend auch: Welcome to the New Normal. Willkommen in der neuen Normalität.

Never Normal statt New Normal

Und ich kann das dahinterstehende Mindset durchaus verstehen, denn wir Menschen sehnen uns nun mal nach Beständigkeit, Routinen und gewohnten Abläufen. Nach all den Unsicherheiten der letzten Jahre lechzen wir danach, dass die Welt endlich wieder normal wird. Und wenn es schon nicht mehr ganz so wie früher sein kann, dann doch wenigstens in einer neuen Form, also einem neuen Normal.

Aber was wäre, wenn es nie wieder so wird wie früher? Was wäre, wenn 2019 nur noch eine Erinnerung an die gute, alte Zeit wäre? Was wäre, wenn die intensiven Veränderungen bleiben und zu einem Dauerzustand würden? Hier kommt eine große Idee: Vergessen Sie das Konzept des New Normal. Stattdessen möchte ich Ihnen eine alternative Botschaft vorschlagen:

Welcome to the Never Normal. Willkommen im Zeitalter, in dem nichts mehr normal ist.

Die Welt wird einfach nicht mehr so sein, wie wir es gewohnt waren. Was wir alle instinktiv spüren, belegen auch die aktuellen Studien. Laut einer McKinsey Umfrage unter 200 Organisationen in verschiedenen Branchen sagen 90% der Entscheider, dass die Art und Weise, wie das Business funktioniert, sich fundamental verändern wird. Auch unser Alltag lässt sich mit vielen Worten Beschreiben. Normal ist keines davon. Macht Ihnen der Gedanke daran Angst? Keine Sorge, Sie sind damit nicht alleine. Denn wenn Veränderungsvorhaben scheitern, egal ob im persönlichen Alltag oder im Job, dann selten, weil Menschen nicht bereit wären, neue Ideen zu akzeptieren. Es liegt vielmehr an der Angst davor, die alten loszulassen.

Das Zeitalter des Never Normal: Eine riesige Chance wartet

Ein guter erster Schritt, um das Zeitalter des Never Normal zu begrüßen wäre, den Glaubenssatz zu verlernen, dass Krisen immer gleichbedeutend mit Entbehrungen, Niedergang und riesigen Problemen wären. Denn in Zeiten der Veränderung gab es in der Geschichte schon immer Menschen, die erfolgreiche Unternehmen gegründet, bahnbrechende Erfindungen gemacht und außergewöhnliche Ideen entwickelt haben.

Jeff Bezos erkannte in den 1990er Jahren, dass die Welt durch die Verbreitung des Internets nie mehr so sein würde, wie vorher. Also kündigte er seinen gut bezahlten Job bei D.E. Shaw, zog nach Seattle und gründete einen virtuellen Buchladen, der heute als Amazon bekannt ist. Der Unternehmer Bodo Janssen traute sich während einer großen Krise seiner Hotelkette Upstalsboom entgegen allen Gepflogenheiten die Mitarbeitenden und den Faktor Sinn in den Mittelpunkt zu stellen und sorgte mit dem Paradigmenwechsel der stillen Revolution für einen Turnaround. Bekannte Marken wie Uber, Airbnb, WhatsApp oder Slack wurden während der Finanzkrise 2008 gegründet, und auch während der Corona Pandemie erblickten mehr Technologie-Start-ups das Licht der Welt als in den Jahren davor.

Die schlechteste Strategie in der Ära des Never Normal ist es, abzuwarten, zu zögern und zu hoffen, dass sich die Vergangenheit durch Zufall irgendwie in die Zukunft übertragen ließe. Obwohl Kodak der absolute Marktführer im Bereich der Fotografie war, setzte man lieber auf die Verbesserung des Farbfilms und überließ der Firma Logitech die Massenverbreitung der Digitalkamera.

Das Automobil wurde nicht von Kutschenbauern, der Personal Computer nicht von Schreibmaschinenherstellern und digitale Bezahlsysteme nicht etwa von Banken, sondern von den Handyproduzenten Telenor Mobil und Ericsson erfunden. Woran das liegt? Weil das Prinzip Hoffnung und das Festhalten an den Erfolgen früherer Jahre noch nie ein guter Berater waren. Weil man in Zeiten, die von intensiven Veränderungen geprägt sind, mit einem bequemen weiter so einfach keinen Blumentopf gewinnen kann.

Tschüss, New Normal. Moin Never Normal

Je eher Sie daher das Konzept des Never Normal nicht nur akzeptieren, sondern als Ihren größten Verbündeten umarmen, desto größer können Ihre Durchbrüche sein. Insbesondere in Krisen trennt die bewusste Anwendung des UnChange Mindsets die Spreu vom Weizen. Denn je stabiler und fester Ihre Wurzeln sind, desto flexibler können Sie im Denken und Handeln sein. Und je häufiger Sie den Fokus auf Chancen und Möglichkeiten richten, desto eher können Sie lernen, die bekannten Wege zu verlassen, und Dinge auszuprobieren, die sich vorher noch niemand getraut hat.

Einer meiner Lieblingsautoren ist James Patterson, dessen Bücher sich bis heute über 100 Millionen Mal verkauften. Doch sein Start ins Leben eines Schriftstellers lief eher suboptimal. Nachdem er seinen Job als Werbetexter in einer Agentur aufgab, um sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen, verkauften sich nur knapp 10.000 Exemplare seines Debutromans The Thomas Berryman Number.

Eine mehr als dürftige Zahl. Also beschloss er, für sein nächstes Werk – den Thriller Along Came a Spider – mit den Konventionen der Buchbranche zu brechen und etwas vollkommen Neues zu probieren. Er wollte das Buch mit TV-Werbung einem breiten Publikum vorstellen. Die Antwort seines Verlags: „Auf keinen Fall. Zu teuer. Die Leser wollen keine Buchwerbung im Fernsehen erhalten.“

Doch Patterson gab nicht auf und produzierte die Werbespots mit seinem eigenen Geld. Die Qualität überzeugte auch den Verlag, der sich bereit erklärte, die die Hälfte der Kosten für die Kampagne zu übernehmen. War es ein mutiger Schritt? Definitiv. Noch nie wurde ein Buch im nationalen Fernsehen mit Anzeigen beworben. Es war eine Aktion jenseits der Normalität. Hat es sich gelohnt? Und wie. Das Buch kletterte zum Erscheinungstermin direkt auf Platz neun der New York Times Bestsellerliste, es wurden bis heute über fünf Millionen Exemplare verkauft und Along Came a Spider ist bis heute Pattersons erfolgreichstes Werk. Gleichzeitig war es der Startschuss für eine der bemerkenswertesten Karrieren in der Literaturgeschichte. Das Vermögen von James Patterson wird heute auf knappe 100 Millionen Dollar geschätzt und er veröffentlich jedes Jahr mehrere neue Bücher.

Embrace the Change – Umarmen Sie die Veränderung

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, in welchen Bereichen Ihres Lebens ist es an der Zeit, die bequemen Pfade zu verlassen, und jenseits der Normalität Spuren zu hinterlassen? Denn genau dort, in den unerforschten Gebieten des Never Normal liegen die größten Chancen. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre unbewussten und limitierenden Glaubenssätze zu identifizieren und die Segel zu neuen Ufern zu setzen. Natürlich wird Ihnen der Wind dabei häufig direkt von Vorne ins Gesicht blasen.

Je mutiger Ihre Ideen sind, desto mehr wird man sie bekämpfen, belächeln oder sogar versuchen in die Ecke von realitätsfernen Spinnern zu drängen. Mein Lieblingsbeispiel ist ein Tweet des ehemaligen Siemens Chefs Joe Käser vom 8.11.2019, in dem er Elon Musk als „kiffenden Kollegen aus den USA bezeichnet, der von Peterchens Mondfahrt spricht“. Aber wenn es jemanden gibt, der das Konzept des Never Normal mit Haut und Haaren verinnerlicht hat, dann ist es der Visionär aus Südafrika.

Heute, vier Jahre nach dem Tweet ist das Tesla Modell Y der meistverkaufte PKW in Deutschland, Starlink versorgt viele Teile der Welt mit Highspeed Internet und Musks Raumfahrtfirma SpaceX hat nicht nur die NASA in Sachen Innovationsfähigkeit überholt, sondern führt auch längst kommerzielle Flüge ins Weltall durch.

Der größte Erfolgsfaktor des Never Normal Zeitalters

Denken Sie immer dran. Es ist Ihr Leben. Und nur Sie bestimmen, wie Sie es leben, welche Ziele Sie erreichen und welche Träume Sie in die Tat umsetzen wollen. Wichtig dabei ist, dass Sie die richtige Balance finden. Denn natürlich ist nicht alles Neue automatisch gut. Und nicht alles ist per se schlecht. Aus diesem Grund ist jedes Veränderungsvorhaben auch immer ein wenig wie der berühmte Ritt auf der Rasierklinge.

Auf der einen Seite sollten wir uns immer wieder fragen, was gut funktioniert, sich bewährt hat und wir es daher bewahren wollen. Und gleichsam sollten wir nie die Bereitschaft verlieren, Prozesse, Ziele, Strategien und insbesondere uns selber radikal auf den Prüfstand zu stellen und einer bewussten Disruption zu unterziehen. Das Zauberwort ist dabei das Wort bewusst. Denn dies ist der entscheidende Erfolgsfaktor, der in unsicheren und stürmischen Zeiten dafür sorgt dass Dinge geschehen werden, von denen andere Menschen nicht einmal zu träumen wagen.

Denn wenn Bewusstheit in Ihr Leben Einzug erhält, dann sind Sie nicht nur in der Lage, Ihre unbewussten Eisberge zu durchbrechen, sondern Ihre Lebensqualität dramatisch zu erhöhen. Weil Sie der Beliebigkeit Lebewohl sagen. Weil Sie Ihrem Umfeld Orientierung bieten. Und weil Sie nur noch mit Intention (also bewusst) kommunizieren und wirken. Hier kommt eine weitere große Idee in diesem Artikel: Bewusstheit schlägt alles.

Bewusstheit sorgt für Orientierung im Never Normal

Bewusstheit schlägt alles. Ja, wirklich alles. Andere mögen schlauer, schneller oder talentierter sein. Wenn Sie mit der richtigen Intention an Ihre Aufgaben gehen, werden Sie immer den berühmten Schritt vorne sein. Weil nichts eine derart große Kraft besitzt, wie die richtige Intention. Weil Sie nicht länger zufällig, beliebig und belanglos agieren, sondern jedem einzelnen Moment Ihres Lebens eine konkrete Bedeutung geben. Das gilt für die kleinen Situationen des Alltags, besonders aber für die großen Herausforderungen in Zeiten des Never Normal. Warum?

· Bewusstheit sorgt für Klarheit
· Bewusstheit stärkt Ihr Selbstbewusstsein
· Bewusstheit eliminiert Zweifel
· Bewusstheit knüpft ein unsichtbares Band zwischen zwei Menschen
· Bewusstheit schafft Gewissheit
· Bewusstheit erzeugt positive Gefühle
· Bewusstheit ersetzt Belanglosigkeit durch Bedeutung
· Bewusstheit sorgt für den richtigen Fokus
· Bewusstheit motiviert
· Bewusstheit ist wichtiger als alle Techniken, Methoden und Prozesse zusammen
· Bewusstheit durchbricht Ihre ganz persönlichen Eisberge

Je nachdem, von welchem Ausgangspunkt Sie starten, bedeutet es natürlich ein wenig Arbeit, die Wurzel der Bewusstheit in den Mutterboden Ihres Mindsets wachsen zu lassen. Aber je häufiger Sie bewusst denken, entscheiden, kommunizieren und handeln, desto eher durchbrechen Sie die unbewusste Selbstsabotage und entwickeln positive Automatismen. Und dann geschieht etwas Spannendes, ja fast schon Magisches.

Sie werden all das mit einer großen Portion Gelassenheit und Leichtigkeit angehen. Sie werden nicht nur außergewöhnliche Ergebnisse erzielen, ein Leben mit Bedeutung führen und Spuren auf den Wegen jenseits der Normalität hinterlassen. Ich könnte es nie so gut formulieren wie der Lyriker Walt Whitman, der es mit folgendem Satz auf den Punkt brachte: „Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war – und das veränderte mein Leben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die 99 fiesesten Killerphrasen, um Veränderung zu verhindern

Der größte Feind von Veränderungsvorhaben sind Killerphrasen, in der Umgangssprache auch als Totschlagargument bekannt. Wann immer eine neue Idee, ein guter Vorschlag oder eine vielversprechende Initiative geäußert wird, es dauert meist nicht lange, bis die ersten Killerphrasen die zarte Pflanze der Veränderung direkt im Keim erstickt haben.

Aber was genau sind überhaupt Killerphrasen und wie entgegnet man ihnen am besten? Diesem Thema wollen wir uns in diesem Artikel widmen. Und als Bonbon gibt es am Ende noch die ultimative Liste der 99 „besten“ Killerphrasen, um Veränderung zu verhindern

Was sind Killerphrasen?

Wikipedia definiert eine Killerphrase als […] in einer Diskussion verwendete, keinen Widerspruch duldende Phrase[…]. Es handelt sich also um gut klingende, aber inhaltlich vollkommen leere Aussagen, die einen einzigen Zweck verfolgen: Diskussionen zu beenden und neue Ideen, Vorschläge und Initiativen abzuschmettern. Wer kennt es nicht, im Meeting traut sich der schüchterne Kollege, einen Vorschlag zur Verbesserung eines wichtigen Prozesses zu machen. Doch er hat seine Idee noch nicht mal zu Ende ausgesprochen, schon passiert es. Ein lautes „Haben wir denn nicht Wichtigeres zu tun? Das klappt sowieso nicht!“ schallt durch den Raum.

An diesem Beispiel wird noch einmal das Wesen von Killerphrasen deutlich. Es handelt sich um inhaltsleere Behauptungen, die dazu dienen, den Gesprächspartner zu diskreditieren, Ideen abzuwürgen und mögliche Veränderungen zu verhindern. Valide Argumente, fundierte Begründungen oder gar nachweisbare Zahlen, Daten und Fakten? Leider komplette Fehlanzeige. Und genau das bringt uns zu den typischen Merkmalen von Killerphrasen.

Typische Merkmale von Killerphrasen

Killerphrasen erkennen Sie relativ einfach, denn sie folgen so gut wie immer einem ganz bestimmten Muster. Achten Sie vor allem auf die folgenden Merkmale:

  • Es handelt sich um inhaltsleere Behauptungen
  • Nachweisbare Zahlen, Daten und Fakten fehlen komplett
  • Das Fehlen von Argumenten wird mit Inbrunst und Überzeugung ausgeglichen
  • Statt detaillierte Aussagen wird auf pauschale Verallgemeinerungen zurückgegriffen
  • Es wird versucht, andere Menschen verbal zu attackieren und deren Kompetenz infrage zu stellen
  • Scheinargumente führen eine mögliche Diskussion in eine kommunikative Sackgasse
  • Statt objektiver Evaluation verschiedener Szenarien wird das auf Vorurteilen und subjektiven Bewertungen basierende Ergebnis als alternativlos dargestellt

Killerphrasen kontern: Eleganter Umgang mit Totschlagargumenten

Ja, der Einsatz von Killerphrasen und Totschlagargumenten verhindert nicht nur effektiv Veränderungen, sondern sorgt auch für eine Vergiftung der Kommunikationskultur in Teams, Abteilungen und ganzen Unternehmen. Doch zum Glück gibt es Mittel und Wege, um den Nutzern von Killerphrasen bestimmt und effektiv entgegenzutreten und sie auf eine Art und Weise zu entlarven, die dazu führt, dass wieder konstruktiv und sachlich diskutiert werden kann. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden. Die besten sind:

  • Konkret nachfragen, um vom Pauschalen zurück auf das Spezifische zu kommen (Was genau?, Wie genau meinen Sie das? Wer genau sagt das? etc.)
  • Auf der Sachebene argumentieren, und die subjektiven Behauptungen anhand von nachweisbaren Zahlen, Daten und Fakten widerlegen
  • Kontern und selbstbewusst antworten. Hierzu benötigt es etwas Selbstbewusstsein. Aber wer verbal deutlich macht, dass man sich nicht einschüchtern lässt, der nimmt einer Killerphrase direkt den Wind aus den Segeln
  • Die Killerphrase als solche deutlich benennen und entlarven („Das ist ja nun wirklich eine Killerphrase, können wir bitte zurück zur Sachebene kommen?“)

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, eine Killerphrase sollte niemals unwidersprochen bleiben. Je besser Sie also mit pauschalen Totschlagargumenten umgehen können, desto besser. Und um Ihnen das Ganze etwas einfacher zu machen, habe ich Ihnen noch eine Liste mit den gängigsten Killerphrasen im Business zusammengestellt. 

Kennen Sie weitere Killerphrasen, die in der Liste fehlen? Dann freue ich mich auf Ihren Kommentar am Ende des Artikels, damit wir die Sammlung kontinuierlich wachsen lassen können.

Die ultimative Liste der 99 fiesesten Killerphrasen im Business

  1. Das haben wir schon immer so gemacht
  2. Dafür fehlt uns das Budget
  3. Wenn es so einfach wäre, dann hätte es ja schon längst jemand anders probiert
  4. Unsere Situation ist besonders
  5. Das mag bei anderen funktionieren, bei uns jedoch nicht
  6. Dazu fehlt uns die Zeit
  7. Klingt theoretisch gut, aber die Praxis sieht nun mal anders aus
  8. Daran sind schon ganz andere gescheitert
  9. Klingt gut, wird aber nicht funktionieren
  10. Warum sollten wir etwas verändern? Es läuft doch alles gut.
  11. Da haben wir nun wirklich Wichtigeres zu tun
  12. Ich fühle mich gerade nicht danach
  13. Das gibt Ärger mit der IT
  14. Das haben wir in der Vergangenheit schon mal probiert
  15. Um das umzusetzen, fehlt uns das Personal
  16. Ich warte erst einmal ab
  17. Wieso eigentlich immer ich?
  18. Oh, mal wieder eine typische Idee der XYZ-Abteilung
  19. Da machen unsere Leute niemals mit
  20. Von mir aus, aber ich kann Ihnen jetzt schon sagen, wie das endet
  21. Damit sollten wir bis nächstes Jahr warten
  22. Wissen Sie, was für ein Aufwand das wäre?
  23. Das bringt doch sowieso nichts
  24. Da habe ich zurzeit wirklich Wichtigeres zu tun
  25. Wer sagt denn, dass es dadurch besser wird?
  26. Das ist ja nun wirklich bekannt, dass es so nicht funktionieren wird
  27. Da macht der Betriebsrat garantiert nicht mit
  28. Wenn die Politik ihre Arbeit vernünftig machen würde, dann hätten wir vielleicht eine Chance
  29. Das geht jetzt viel zu schnell
  30. Man wird uns für verrückt erklären
  31. Das machen unsere Kunden niemals mit
  32. Diese Idee kriegen wir im Vorstand niemals genehmigt
  33. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass das nichts wird
  1. Das haben wir ja noch nie so gemacht
  2. Das wird niemals funktionieren
  3. Gute Idee, ABER…
  4. Das haben wir vor Jahren schon mal ausprobiert
  5. Dafür bin ich nicht zuständig
  6. Was sollen wir denn noch alles machen?
  7. Das haben wir ja noch nie so gemacht
  8. Sollen „Die da Oben“ doch erstmal anfangen
  9. Was sollen wir denn machen, wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen?
  10. Als ich jung war, hatte ich auch noch so naive Ideen
  11. Dafür haben wir einfach nicht die richtige Kultur
  12. Stellen Sie sich mal den ganzen Papierkram vor
  13. Dafür ist unsere Belegschaft viel zu alt
  14. Ich finde es ja gut, aber meine Kollegen machen da niemals mit
  15. Sie stellen sich das viel zu einfach vor
  16. Wer hat Ihnen denn diese Flausen in den Kopf gesetzt?
  17. Klingt ja nett, ist aber völlig unrealistisch
  18. Mit solchen Vorschlägen verunsichern Sie die Mitarbeiter nur
  19. Wir machen das jetzt seit zwanzig Jahren so. Und auf einmal soll es nicht mehr gut genug sein?
  20. Das schaffen wir auf keinen Fall
  21. Dafür fehlen uns die nötigen Spezialisten
  22. Wie soll das denn gehen, bei unserem hohen Krankenstand?
  23. Das kann ich Ihnen jetzt schon sagen, dass dies eine Schnapsidee ist
  24. Ist das Ihr Ernst?
  25. Das ist doch rein organisatorisch überhaupt nicht zu bewältigen?
  26. Wie soll das mit unserer alten Technik denn klappen?
  27. Das kenne ich schon
  28. Das kann ich schon
  29. Das weiß ich schon
  30. In der jetzigen Lage wäre das vollkommen unverantwortlich
  31. Jetzt ist es eh schon zu spät, etwas zu verändern
  32. In der Praxis funktioniert das niemals
  33. Soll jetzt alles schlecht gewesen sein, was wir in der Vergangenheit gemacht haben?
  1. Das haben wir ja noch nie so gemacht
  2. Dafür fehlt Dir die Erfahrung
  3. Haben wir denn keine anderen Sorgen?
  4. Das schaffen wir im stressigen Tagesgeschäft doch gar nicht
  5. Die Zeit ist noch nicht reif für diese Art von Ideen
  6. Sie sind viel zu unerfahren, um das beurteilen zu können
  7. Bei aller Wichtigkeit von Veränderungen, wir müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen
  8. Wie soll das denn bitteschön gehen?
  9. Wir sollten das nicht überstürzen
  10. Da reden wir nach dem Sommer noch mal drüber
  11. Das ist ja nun wirklich eine Idee aus der Mottenkiste
  12. Ich weiß, wie der Hase läuft, das klappt niemals
  13. Das Problem wird sich schon von ganz alleine lösen
  14. Das weiß doch jeder, wie so etwas endet
  15. Da können Sie doch überhaupt nicht mitreden
  16. Daran sind schon ganz andere gescheitert
  17. Das ist doch alles graue Theorie
  18. Dafür ist der Markt noch nicht reif
  19. Warum sollten wir etwas verändern? Der Erfolg gibt uns doch recht
  20. Da könnte ja jeder kommen
  21. Wir haben aktuell einfach andere Prioritäten
  22. Da sollten wir erst die Entwicklung abwarten
  23. Sie sind ja größenwahnsinnig
  24. Das mag in den USA funktionieren, die Deutsche Mentalität ist einfach anders
  25. Die gesamte Abteilung ist sich einig, dass es nicht klappen wird
  26. Diese Art von Idee ist doch längst überholt
  27. Dafür ist unsere Personaldecke viel zu dünn
  28. Mit der Idee ist schon Unternehmen XYZ gescheitert
  29. Ein typischer Akademiker-Vorschlag
  30. Die wirtschaftliche Lage lässt so eine Idee aktuell gar nicht zu
  31. Dafür ist die Stimmung bei uns viel zu schlecht
  32. Wissen Sie, wie oft das schon probiert wurde?
  33. Da macht sowieso niemand mit

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