WIE SCHREIBT MAN EIN BUCH? 10 TIPPS FÜR AUTOREN

Was braucht man, um ein Buch zu schreiben?

“Da müsste man mal ein Buch drüber schreiben.” Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie häufig ich diesen Satz in meinem Leben schon gehört habe. Allerdings korreliert eine solche Ankündigung immer mit der Nichtumsetzung derselben. Denn natürlich klingt die Idee ein Buch zu schreiben, Autor zu sein und in sein eigenes Werk in den Medien, Buchhandlungen und Regalen in Deutschland (und möglicherweise sogar weltweit) bewundern zu können, mehr als sexy. Doch über ein Buch nachzudenken und tatsächlich eines zu schreiben sind nun mal zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Und viele angehende Autoren scheitern an der Frage „Wie schreibt man ein Buch?“, denn aufgrund mangelnden Wissens trauen sie sich nicht, anzufangen.

Lohnt es sich, ein Buch zu schreiben?

Kommen wir daher zu den zwei entscheidenden Fragen: 1) Warum sollte ich überhaupt ein Buch schreiben? Und 2) Wie schreibt man ein Buch? Bevor ich detailliert auf die zweite Frage eingehe, ein paar Anmerkungen, warum ein Buch zu schreiben, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den besten Dingen gehört, die Du je in Deinem Leben tun wirst. Dies hat mehrere Gründe. Ein Buch zu schreiben…

  • …führt zu eine nie dagewesenen Klarheit für Dich als Autor/in
  • …sorgt für eine tiefe innere Zufriedenheit
  • …stärkt Deine Positionierung als Experte/in
  • ….”zwingt” Dich, eine intensive Auseinandersetzung und Recherche zu einem Thema zu betreiben
  • …mündet in erhöhter Sichtbarkeit
  • …ist das wohl beste Marketinginstrument, das es gibt

Ja, es gibt wohl kaum ein schöneres Gefühl, als die Transformation von der ersten Idee bis hin zum fertigen Werk vollendet zu sehen. Doch bevor es so weit ist, verlangen die Buchgötter eine Menge Zeit, Energie und Herzblut von Dir. Denn Dein Buch will konzipiert, geschrieben, veröffentlicht und natürlich auch vermarktet werden. Der komplette Buchentstehungsprozess lässt sich dabei grob in zehn Phasen einteilen.

Phase 1: Die Buchidee

Jedes Buch startet mit einer Idee im Kopf. Dies kann ein spezielles Thema, eine These, eine Meinung, eine Studie oder auch eine How-To-Anleitung sein. Worum wird es in Deinem Buch gehen? Die Entscheidende Frage lautet: Kannst Du Deine Buchidee in einem Satz zusammenfassen? Dieser eine Satz wird dann der Ausgangspunkt, an dem die in Phase 4 erläuterte Struktur und Gliederung ansetzen.

Phase 2: Self-Publishing oder Verlag?

Bevor Du Dich an die eigentliche Arbeit machst, gilt es eine grundsätzliche Frage zu klären. Willst Du Dein Buch selber herausbringen, oder mit einem etablierten Verlag zusammenarbeiten. Kurz und knapp hier die Vor- und Nachteile beider Varianten:

Dein Buch im Self-Publishing herausbringen

Vorteile:

  • Maximale Flexibilität
  • Maximale Freiheit bei allen Entscheidungen
  • Pro verkauftem Buch bleibt mehr Geld in Deiner Tasche

 

Nachteile:

  • Du musst Dich um alles selber kümmern
  • Die Gefahr für Fehler und mangelnde Qualität bei Inhalt, Grammatik, Haptik, Design und Layout ist hoch (wenn man keine Profis als Dienstleister engagiert)
  • Self-Publishing Bücher genießen immer noch ein wenig das Ansehen von „Büchern zweiter Klasse“

Dein Buch in einem renommierten Verlag herausbringen

Vorteile:

  • Du arbeitest mit absoluten Profis zusammen
  • Du kannst auf die jahrelange Expertise des Verlags zurückgreifen
  • Verlage haben beste Kontakte zu wichtigen Entscheidern und Journalisten
  • Der Vertrieb des Verlags bringt Dich aktiv in den Buchhandel
  • Ein guter Verlag ist auf vielen Messen und Events vertreten, wo auch Dein Buch immer wieder präsentiert wird

 

Nachteile:

  • Ein Verlag ist zeitlich unflexibel. Von der Unterzeichnung des Vertrages bis zur Veröffentlichung kann es bis zu zwei Jahre dauern
  • In einem Verlag bist Du nur ein Autor unter vielen
  • Ein Verlag möchte ein gewisses Mitspracherecht bei der Gestaltung
  • Durch den Verlagsvertrag trittst Du sämtliche Rechte an Deinem Manuskript ab
  • Dir bleibt wesentlich weniger Geld in der Tasche

Meine Empfehlung: Wenn Du auf Qualität und hohe Standards setzt, solltest Du Dein Buch auf jeden Fall in einem Verlag veröffentlichen.

Phase 3: Das Exposé erstellen

Sobald Deine Idee konkreter wird, gilt es, ein Exposé an eine Auswahl an in Frage kommender Verlage zu senden. Hierbei gilt es, Deine Idee, den USP Deines Buchprojektes, Deine Marketingstrategie sowie alles Weitere unterzubringen, was einen Verlag dazu veranlassen könnte, Dir einen Verlagsvertrag anzubieten.

Phase 4: Eine klare Struktur und Gliederung entwickeln

Im nächsten Schritt solltest Du Dein Buch strukturieren und in eine entsprechende Gliederung (Themen, Unterpunkte, mögliche Kapitel und Überschriften) bringen. Je klarer Du all das für Dich im Kopf hast, desto leichter wird es Dir später fallen, diese Struktur zu Papier zu bringen.

Phase 5: Recherche. Recherche. Recherche.

Nachdem Du Dich für die Themen entsprechend Deiner Gliederung entschieden hast, kommt die wichtigste Phase eines Buchprojektes: Die Recherche. Hiermit meine ich das Studium von Fachliteratur, themenverwandten Büchern, Artikeln oder sonstigen Quellen. Dein Ziel ist es, so tief wie möglich in Dein Thema einzusteigen, so dass Du Deine eigenen Meinungen und Thesen mit bereits bestehenden Argumenten und ggf. Studien untermauern kannst.

Phase 6: Der Schreibprozess (Das Handwerk des Buchschreibens)

Jetzt geht es ans Schreiben. Öffne ein leeres Dokument (Word, Google Doc, Ulysses etc.) und leg los. Diese Phase ist nicht besonders sexy, aber essenziell. Je eher Du für Dich eine passende Routine gefunden hast (eine Stunde Schreiben pro Tag, 10 Seiten pro Tag, jeden Tag zwischen 6 Uhr und 9 Uhr fokussiert schreiben etc.) desto schneller wirst Du fertig und kannst das Rohmanuskript an den Verlag senden.

Phase 7: Das Lektorat

Ein externer Lektor prüft Dein Manuskript mit geschultem Blick und korrigiert Redundanzen, Logikfehler, Grammatik und Orthografie. Ferner macht er Vorschläge, um Deine Texte zu straffen und besser zu machen. Stell Dir diesen Prozess wie ein Ping Pong Spiel zwischen Dir als Autor/in und dem Lektorat vor. Arbeitet ihr gut zusammen, wird aus einem guten Manuskript in der Regel ein sehr gutes Buch.

Phase 8: Cover, Satz und Layout

Nun gilt es, gemeinsam mit dem Verlag, den Satz, das generelle Layout und auch die Covergestaltung festzulegen. Und auch wenn ein alter Spruch lautet: “Don´t judge a book by it´s cover.” kann ich nicht genug auf die Wahl eines aufmerksamkeitsstarken Covers hinweisen, das in Buchhandlungen, in Regalen und auf Amazon aus der Masse der vielen Bücher heraussticht.

Phase 9: Marketing, PR und Sichtbarkeit

Das beste Buch ist nichts wert, wenn niemand davon weiß. Daher ist es von essenzieller Natur, eine Menge Zeit, Energie und ggf. auch Geld in Marketing und PR zu investieren, um eine höchstmögliche Sichtbarkeit zu erzielen. Zwei Dinge sind besonders erwähnenswert: 1) Das Marketing sollte idealerweise ab Phase 1 bereits beginnen. Und 2) Auch wenn der Verlag unterstützt und man ggf. den Service von externen Dienstleistern in Anspruch nimmt, so ist das Buchmarketing immer Chefsache. Der Erfolg eines Buches steht und fällt mit dem Engagement des Autors / der Autorin.

Der wichtigste Punkt: Ein Buch braucht eine Seele

Ja, ein Buch kann ein tolles Marketinginstrument sein und die eigene Positionierung als Experte massiv steigern. Wer aber ein Buch nur schreibt (oder vielleicht sogar schreiben lässt), um diese Effekte abzugreifen, der sollte es besser gleich sein lassen. Ein Buch benötigt eine Seele. Und die Leser spüren es einfach, wenn ein Autor eine Menge Leidenschaft, Herzblut und Persönlichkeit in das Werk einfließen lassen hat.

Bonus: Eine ausführliche Erläuterung als Video „Wie schreibt man ein Buch?“

Ich bin mir bewusst, dass ich die einzelnen Punkte in diesem Artikel nur kurz anreißen konnte. Aus diesem Grund habe ich parallel ein sehr ausführliches Video aufgenommen, in dem ich 45 Minuten lang in die Tiefe gegangen bin. Viel Spaß beim Anschauen und ich hoffe, sowohl der Artikel und/oder das Video zur Frage „Wie schreibt man ein Buch?“ haben Dich inspiriert, Dein eigenes Buchprojekt anzugehen. Ich wünsche Dir viel Erfolg dab

10 Tipps für Autoren: Mit dem eigenen Buch zum Expertenstatus

Im Internet findet man mittlerweile überall Tipps für Autoren. Und wenn Du gerade planst, Dein erstes Buch zu veröffentlichen, dann können all die unterschiedlichen Ratschläge durchaus verwirrend sein. Mit diesem Artikel möchte ich etwas Licht ins Dunkel bringen und Dir meine Meinung, Erfahrung und Einschätzung aus mittlerweile 12 veröffentlichten Büchern zu den wichtigsten Punkten mitteilen. Ich hoffe sehr, dass Du wertvolle Ideen gewinnst, die Dir dabei helfen können, Dein Buchprojekt zu einem vollen Erfolg zu machen.

Als Redner, Trainer oder Coach erfolgreich ein Buch veröffentlichen

Hast Du jemals darüber nachgedacht, ein Buch zu veröffentlichen? Möglicherweise bist Du Keynote Speaker, Trainer oder Coach und möchtest Dein Wissen und Deine Expertise in gedruckter Form Deinen Kunden zugänglich machen. Wenn es Dir wie mir vor über 10 Jahren geht, dann stehst Du vor einem Wirrwarr an Zahlen, Daten und Fakten und weißt nicht so ganz genau, wo Du anfangen sollst. Aber keine Angst, so schwer ist es gar nicht. Wenn Du einige wichtige Punkte beachtest.

Vor einiger Zeit habe ich in einem Interview einige Fragen genau zu diesem Thema beantwortet und möchte Dir meine Antworten gerne zur Verfügung stellen. Hier kommen also meine 10 Tipps für Autoren, von denen ich hoffe, dass sie wertvoll für Dich sind.

Tipps für Autoren – Eigenverlag oder Fremdverlag?

Frage: Ilja, weshalb hast du dein erstes Buch im Eigenverlag herausgebracht? Wie waren deine Erfahrungen damit?

Hauptsächlich aufgrund mangelnden Wissens. Ich hatte damals vom Buchmarkt überhaupt keine Ahnung, und hörte, dass man über eine Webseite ein Buch recht einfach herausbringen könne. Das gesamte Prozedere klang einfach und war auch noch bezahlbar, so dass ich mich mehr oder weniger spontan entschied, bei Books on Demand zu veröffentlichen. Die Erfahrungen waren durch die Bank weg positiv. Besonders gefallen hat mir die professionelle Unterstützung und das qualitativ hochwertige Endprodukt.

Frage: Das Buch wurde dann ja in einem renommierten Verlag neu aufgelegt. Wie ist dieser darauf aufmerksam geworden und was waren die Gründe, weshalb du es mit einem Verlag relaunched hast?

Das Buch hat sich trotz seines Nischenthemas unglaublich gut verkauft, und stand in der internen Bestsellerliste von BoD über einen langen Zeitraum auf den ersten Plätzen. Auch auf Amazon waren die Erfolge gut sichtbar, so dass ich irgendwann das Angebot des mvg Verlages erhielt.

Dies war für mich auch der erste Kontakt mit der „echten“ Verlagswelt, und nach ein wenig Recherche gab es für mich überhaupt keine Zweifel, dass ich als Autor in einem renommierten Verlag genau richtig aufgehoben bin. Die Hauptgründe waren für mich vor allem das Know-how in der Bucherstellung, die Vertriebspower und die um ein Vielfaches besseren Möglichkeiten in der PR- und Marketingarbeit.

Frage: Was ist der Vorteil, wenn man mit einem etablierten Verlag arbeitet?

Wie bei allem im Leben: Wenn man mit Profis zusammenarbeitet, werden auch die Ergebnisse entsprechend. In einem Verlag arbeiten ausschließlich Experten, die das Medium Buch jeden einzelnen Tag leben. Kombiniert mit der entsprechenden Erfahrung ist ein etablierter Verlag der beste Partner, den man sich als Autor vorstellen kann. Und zwar in sämtlichen Phasen eines Buchprojekts, beginnend mit der Konzeption, über die generelle Strategie, den Schreibprozess bis hin zur Vermarktung.

Frage: Kann man einen Expertenstatus über Eigenverlagsveröffentlichungen erreichen?

Selbstverständlich. Allerdings gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Zum einen sollte das Buch natürlich inhaltlich glänzen. Genauso wichtig ist aber auch die Verpackung. Der Großteil aller Bücher, die im Self-Publishing erscheinen, sind nämlich handwerklich extrem schlecht gemacht. Sie strotzen vor Rechtschreibfehlern, das Layout macht das Lesen zu einer wahren Tortur, und Cover, Papier und die generelle Optik sind von einem hochwertigen Ergebnis weit entfernt.

Diese Mängel kann man ausschließen, wenn man auch als Autor im Eigenverlag mit sehr bewusst mit Profis zusammenarbeitet. Hierzu gehören unbedingt ein erfahrener Lektor, ein professioneller Designer (nein, Onkel Otto, der immer die Flyer für den Kegelclub gestaltet, gehört nicht in diese Kategorie) und ein gutes Satzbüro. Die Basics müssen ganz einfach stimmen, denn ansonsten nützt der beste Inhalt nichts.

Tipps für Autoren – Ziel des Buchprojekts

Frage: Derzeit wird jedem geraten, ein Buch auf den Markt zu bringen, um einen Expertenstatus aufzubauen, was hältst du davon?

Naja…dieser Rat stammt ja meisten von Menschen, die auf irgendeine Art und Weise daran verdienen, wenn neue und unerfahrene Autoren ein Buch schreiben. Und natürlich stimmt es, ein Buch untermauert die eigene Expertise wie wohl kein anderes Medium. Allerdings halte ich es für extrem fragwürdig, wenn man ein Buch rein aus marketingtechnischen Gesichtspunkten schreibt, und die Erfahrung zeigt auch, dass diese Strategie so gut wie nie erfolgreich ist.

Wenn ich anderseits in einem Bereich über eine große Erfahrung verfüge, und mich dem Thema in Buchform auseinandersetze, dann werde ich am Markt zwangsläufig als Experte wahrgenommen. Für mich stellt sich da eher eine Grundsatzfrage: Habe ich wirklich etwas zu sagen, weil ich ein Experte auf einem Gebiet bin?

Dann gibt es nichts Besseres als ein Buch, um die Expertise massiv zu steigern. Oder geht es mir ausschließlich um die öffentliche Wahrnehmung, obwohl ich keine große Lust auf die viele Arbeit habe, die hinter dem Entstehungsprozess? In diesem Fall rate ich dringend davon ab, ein Buch zu veröffentlichen, denn der Leser spürt die Intention schon nach den ersten Seiten und die Wahrscheinlichkeit eines Flops ist recht hoch.

Tipps für Autoren – Der richtige Zeitpunkt

Frage: Wann sollten Menschen ein Sachbuch schreiben? Zu Beginn, wenn eine Community aufgebaut werden soll oder wenn schon eine Community vorhanden ist?

Eine Frage, die ich sehr häufig höre, die aber schon von der Grundhaltung in die vollkommen falsche Richtung geht, weil Sie nämlich ausschließlich das Marketing in den Mittelpunkt stellt. Und natürlich ist dies für den Erfolg eines Buchs essenziell, allerdings erst im zweiten Schritt.

Es macht mich immer wieder wütend, wie häufig schlampig geschriebene, inhaltlich dünne und optisch gruselige Bücher auf den Markt kommen, weil die Möchtegernautoren sich erhoffen, eine hohe Reichweite mit dem Produkt aufzubauen. Ich habe da eine sehr einfache Meinung: Man sollte ein Sachbuch schreiben, wenn man etwas zu sagen hat, und es einen Markt für das Thema gibt, mit dem ich mich auf ca. 200 Seiten intensiv auseinandersetzen will und auch kann (Viele Bücher wären besser nach den ersten 80 Seiten beendet worden, weil die Autoren danach einfach kein Material mehr hatten).

Mache ich das auf eine besondere, außergewöhnliche und qualitativ hochwertige Art und Weise, dann kommt der Erfolg und auch die Community von ganz alleine. Es wird m.E. Zeit, dass wir uns wieder über neue Inhalte, mutige Themen und Autoren mit Persönlichkeit unterhalten, und weniger über Second-Hand-Ideen, Möchtegern-Experten und Pseudo-Bestsellerautoren, die ausschließlich aus Marketinggründen auf dem Buchmarkt in Erscheinung treten.

Tipps für Autoren – Marketing und PR

Frage: Wie stehst du zu Marketingstrategien, die Bücher verschenken oder sehr günstig verkaufen?

Da schlagen tatsächlich zwei Herzen in meiner Brust. Als Autor tut es mir natürlich in der Seele weh, wenn ich sehe, dass Bücher verschenkt werden. Schließlich weiß ich, wie viel Zeit, Herzblut und einsame Stunden harter Arbeit am Schreibtisch in so einem Werk stecken.

Als Marketer hingegen finde ich die Idee genial, denn ein Buch eignet sich perfekt als unglaublich wertvolles Einstiegsprodukt in einen Verkaufsfunnel. Ist das Buch nicht nur dahingeschludert, sondern qualitativ hochwertig gestaltet, kann eine solche Strategie für Autor und Leser zu einer echten Win-Win-Geschichte werden.

Tipps für Autoren – Generelles

Frage: Wem würdest du abraten, ein Buch zu schreiben?

Da gibt es für mich genau zwei Kategorien: 1)  Menschen, die nichts zu sagen haben. Und 2) Menschen, die ein Buch ausschließlich aus dem Grund schreiben, weil Sie sich davon einen wirtschaftlichen, bzw. marketingtechnischen Vorteil versprechen.

Frage: Was sind deine drei wichtigsten Tipps für Erstlingsautoren?

Erstens. Betreibe eine intensive Recherche im Vorfeld. Insbesondere sind folgende Fragen wichtig: Gibt es schon ein ähnliches Buch am Markt (gibt es so gut wie immer)? Ist mein Ansatz einzigartig? In welchem Verlag will ich veröffentlichen (weil er zu mir und meinem Thema passt)?

Zweitens. Schreibe ein wirklich gutes Buchexposé und schicke es an mindestens drei potenzielle Verlage (selbst wenn Du vorhast, das Buch im Eigenverlag herauszubringen). Zum einen bekommst Du dadurch für Dich einen dramatischen Anstieg an Klarheit, zum anderen auch ein erstes Feedback von Profis. Der größte Fehler, den ich Erstautoren immer wieder machen sehe, ist das Buch komplett fertig zuschreiben, und sich erst dann um die Verlagsstrategie zu kümmern.

Und last but not least. Hol´ Dir von Anfang an Unterstützung von Profis. Dies können erfahrene Literaturagenten sein, aber auch Ghostwriter oder Spezialisten aus der Buchbranche. Denn auch wenn das Schreiben eines Buchs absolute Chefsache ist, gilt: Niemand gewinnt alleine, und mit dem richtigen Team an der Seite kann man sich eine Menge Lehrgeld sparen.

Frage: Welches sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren, wenn man ein sehr gutes Sachbuch auf den Markt bringen möchte?

1. Klarheit im Kopf des Autors. Sowohl thematisch, als auch strukturell und vor allem in der Vermarktungsstrategie.

2. Ein spannendes und mutiges Thema. Es gibt zu so gut wie allem bereits ein Buch, daher lieben Leser inspirierende Blickwinkel, neue Herangehensweisen oder unkonventionelle Meinungen.

3. Ein persönlicher Schreibstil. Auch als Autor gilt: Sei ein Original und keine Kopie.

4. Fleiß. Ja, ein Buch zu schreiben bedeutet eine Menge Arbeit. Und zwar nicht nur während des eigentlichen Schreibprozesses. Der eigentlich arbeitsreiche Teil beginnt sogar erst nach der Abgabe des Manuskripts, denn ein Buch will vermarktet und promotet werden. Ich kenne so viele wunderbare Bücher, die niemand kennt, weil die Autoren sich bequem zurückgelehnt haben, weil sie darauf gehofft hatten, der Verlag würde sich schon drum kümmern. Nein, der Erfolg eines Buches steht und fällt mit der Bereitschaft des Autors, von der ersten Idee bis zur PR nach Veröffentlichung Vollgas zu geben.

Bonusfrage: Schreibst Du Deine Bücher eigentlich alle selber?

Ja. Und zwar alle. Denn ich liebe das Schreiben und die intensive schriftliche Auseinandersetzung mit einem Thema hat mir wohl schon die eine oder andere Therapiestunde erspart. Allerdings zeigt alleine, dass dies die Frage ist, die mir häufiger gestellt wird als alle anderen zeigt, wie ungewöhnlich das heutzutage zu sein scheint.

10 BUCHTIPPS: BÜCHER, DIE MEIN LEBEN VERÄNDERT HABEN

Buchtipps fürs Business, eine erfolgreiche Karriere und persönliches Wachstum

Regelmäßig bekomme ich Mails und Nachrichten auf Facebook & Co., in denen ich nach Buchtipps gefragt werde. Und ich liebe diese Fragen, denn ich liebe Bücher. Ich lese so oft ich kann, denn ein Buch gibt mir die Gelegenheit, in die Köpfe der klügsten Menschen der Welt zu schlüpfen und mich mit ihren Ideen, Gedanken und Ansichten auseinanderzusetzen.

Aus jedem Buch, das ich lese – sei es auch noch so trivial – nehme ich irgendeine Idee mit, die ich in meinen Alltag einbaue. Es gibt aber auch Bücher, die mich wirklich tief berühren und dazu bringen, über so manches etwas länger und intensiver nachzudenken. Diese Bücher habe ich in einer Liste zusammengefasst.
Hier sind sie also, meine Buchtipps mit den 10 Büchern, die mein Leben verändert haben.

Und wenn Ihnen diese zehn Buchtipps gefallen, dann schauen Sie sich doch mal meine Liste mit den 100 besten Business Büchern aller Zeiten an.

1) Atlas Shrugged von Ayn Rand

Wohl kein Buch hat mich so geprägt wie dieser Roman. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Hauptfiguren Dagny Taggart, Hank Rearden oder John Galt meine zentralsten Werte wie Integrität, Eigenverantwortung und Individualität ansprechen. Das Buch spiegelt wohl wie kein zweites meine persönliche Lebensphilosophie wieder. Doch auch die eigentliche Romanhandlung hat alles, was es für ein langanhaltendes Lesevergnügen braucht: Liebe, Spannung und viele interessante Charaktere. Wenn möglich, unbedingt, in der englischen Originalfassung lesen.

Hier der Link zum Buch: Atlas Shrugged

2) Der Zauberberg von Thomas Mann

Auf Platz 2 befindet sich wieder ein Roman, nämlich der Zauberberg von Thomas Mann. Die Handlung an sich ist gar nicht mal besonders spannend. Der junge Hans Castorp besucht seinen Vetter Joachim Ziemßen in einer Kurklinik in Davos. Aus den geplanten 3 Wochen werden am Ende 7 Jahre. Was mich an dieser Geschichte so fasziniert sind die Hauptfiguren, die kunstvolle Beschreibung der einzelnen Entwicklungen und die vielen philosophischen Konversationen. Ein wahres Meisterwerk, das mich jedes Mal wieder in seinen Bann zieht.

Hier der Link zum Buch: Der Zauberberg

3) Die 4 Stunden Woche von Timothy Ferriss

Nach der Lektüre habe ich mir zum ersten mal die Frage gestellt: “Was wäre wenn…?” Danach war nichts mehr, wie vorher. Die Idee dieses Buches ist so genial, wie einfach. Führe ein Leben nach Deinen Erwartungen und Vorstellungen. Und dann baue Dir ein Business auf, dass diesen Lifestyle unterstützt. Die 4 Stunden Woche ist voller genialer Ideen, Inspiration und Anregungen für jeden, der sich mehr vom Leben erwartet als den täglichen 9 to 5 Job. Eine ganz klare Leseempfehlung.

Hier der Link zum Buch: Die 4 Stunden Woche

4) Geld, Gold und Gottspieler von Roland Baader

Roland Baader gehörte zu den größten Freidenkern unserer Zeit und hat es wie kein Zweiter geschafft, wirtschaftliche Zusammenhänge in einer normalen Alltagssprache zu erklären. Ich habe eigentlich alle seine Bücher gelesen, aber dieses hier ist für mich sein komplettestes Werk. Allerdings sei zur Vorsicht geraten, die Lektüre könnte Ihre Ansichten zum vermeintlich Normalen dramatisch verändern.

Hier der Link zum Buch: Geld, Gold und Gottspieler

5) The Fountainhead von Ayn Rand

Und schon wieder ein Buch von Ayn Rand, dieses mal die Geschichte des Architekten Howard Roark, der es schafft, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und sich durch sämtliche Schwierigkeiten hindurch zu kämpfen. Wieder ist es ein Plädoyer für persönliche Integrität und eine Streitschrift gegen Gleichmacherei. Ein gnadenlos gutes Buch, voller Inspiration, kritischem Denken und mutmachenden Botschaften.

Hier der Link zum Buch: The Fountainhead

6) Total Recall – Die wahre Geschichte meines Lebens von Arnold Schwarzenegger

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von Arnold Schwarzenegger bin. Denn die Lebensgeschichte des ehemaligen Mr. Universums, Terminators und Governor of California ist mehr als beeindruckend. In vielen persönlichen Erzählungen lernt man den Menschen Arnold Schwarzenegger besser kennen und erfährt, was mit Mut, Commitment und großen Visionen alles möglich ist. Dieses Buch ist gedruckte Motivation pur.

Hier der Link zum Buch: Total Recall

7) The Monk Who Sold His Ferrari von Robin Sharma

Robin Sharma erzählt in dieser Business Fabel die Geschichte eines erfolgreichen Geschäftsmanns, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere erkennt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Sehr inspirierend, ansteckend und eine klare Empfehlung für alle, die auf der Suche nach mehr Sinn im Leben sind.

Hier der Link zum Buch: The Monk Who Sold His Ferrari

8) #AskGaryVee von Gary Vaynerchuk

Diese Buchtipps wären unvollständig ohne dieses Werk von Gary Vee. Für mich ist es das beste Businessbuch, das ich in den letzten Jahren gelesen (bzw. gehört, denn ich empfehle unbedingt die Audioversion, die von Gary selber gelesen und mit vielen zusätzlichen Kommentaren versehen ist). Eine perfekte Lektüre für jeden Unternehmer oder Manager, der einen Unterschied machen will.

Hier der Link zum Buch: #AskGaryVee

9) Das verdammte 20. Jahrhundert – Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten von Gerard Radnitzky

Auf der einen Seite erzählt dieses Buch die Lebensgeschichte des von mir sehr geschätzten Freidenkers Gerard Radnitzky. Alleine die vielen Anekdoten und Erzählungen machen das Werk sehr lesenswert. Der Autor wirft nebenbei aber auch regelmäßig einen Blick auf die größeren Zusammenhänge Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts und berichtet aus der Sicht eines Zeitzeugens. Unbequeme Meinungen, visionäre Ideen und ein roter Faden, der sich durch das ganze Buch zieht: Ein Aufruf zur Freiheit.

Hier der Link zum Buch: Das verdammte 20. Jahrhundert

10) Think Big Act Bigger von Jeffrey Hayzlett

Jeffrey Hayzlett hat nicht nur das Vorwort zu meinem Buch “Think it. Do it Change it.” geschrieben, sondern ist auch ein Pfundskerl. Er ist Prime Time TV Host, Chairman des C-Suite Network und im Herzen ein Cowboy. Sein allerneuestes Buch ist für mich sein bestes. Und welch besseres Motto könnte es geben: Denke groß. Aber handele noch größer!

Hier der Link zum Buch: Think Big Act Bigger

Was lesen Sie gerne?

Welches sind Ihre Lieblingsbücher? Schreiben Sie mir (und meinen Lesern) Ihre Buchtipps in das Kommentarfeld. Ich freue mich auf viele inspirierende Vorschläge…

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Ilja Grzeskowitz Buch "Mach es einfach" vor weißer Wand.