17 wichtige Lektionen aus 17 Jahren Selbstständigkeit

Vor 17 Jahren habe ich die beste Entscheidung meines Lebens getroffen. Damals hätte ich das aber noch nicht so gesagt.

Am 1. März 2009 kündigte ich meinen vermeintlich sicheren, gut bezahlten Job als leitender Angestellter im Handel. Keine große Vision, kein Masterplan. Nur diesen unstillbaren Drang, eine Delle ins Universum hauen zu wollen. Den Wunsch, etwas zu hinterlassen, das zählt. Etwas, das mehr ist als ein Gehaltsscheck und ein Titel auf einer Visitenkarte.

Was danach kam, war keine Erfolgsstory in gerader Linie. Es war eine Achterbahn aus Höhen, Tiefen, Zweifeln, Rückschlägen und Momenten, die ich gegen nichts auf der Welt tauschen würde. 17 Jahre, in denen ich gelernt habe, was es wirklich bedeutet, ein Business aufzubauen, eine Marke zu sein und jeden Tag mit Überzeugung aufzustehen.

In diesen 17 Jahren durfte ich auf der ganzen Welt sprechen, habe 14 Bücher geschrieben, die in 7 Sprachen übersetzt wurden, Awards gewonnen und mit den besten Marken der Welt gearbeitet. Kunden, die mich seit Jahren immer wieder buchen und auf deren Vertrauen ich jeden Tag stolz bin.

Und doch: Niemand gewinnt alleine. Das ist vielleicht die wichtigste Lektion von allen.

Aber fangen wir von vorne an. Hier sind meine 17 größten Learnings aus 17 Jahren Selbstständigkeit.

1. One Sale a Day. Jeden Tag. Nicht wenn es passt.

Das Mindset des „One Sale a Day“ war einer meiner größten Hebel. Wer selbstständig ist, muss verkaufen. Punkt. Nicht irgendwann, nicht wenn die Rahmenbedingungen perfekt sind, sondern täglich. Eine aktive Vertriebshandlung pro Tag, konsequent und ohne Ausrede. Dieses eine Prinzip hat mein Business mehr verändert als jedes Tool und jeder Hack, den ich je ausprobiert habe.

2. Das Fundament schlägt alle Hacks. Immer.

Werte, Purpose, Identität. Das klingt nach weichem Kram, ist aber das härteste Fundament, das Du haben kannst. Wer weiß, wofür er steht, trifft bessere Entscheidungen, zieht die richtigen Kunden an und übersteht Krisen mit einer Klarheit, die kein Tool der Welt ersetzen kann. Alle Hacks, alle Methoden, alle Strategien bauen auf diesem Fundament auf. Ohne es baut man auf Sand.

3. Struktur zuerst, dann delegieren und automatisieren.

Viele Selbstständige delegieren das Falsche zur falschen Zeit. Definiere zuerst Deine Struktur, Deine Prozesse, Deine Standards. Erst dann übergib. Was Du nicht selbst verstehst, kannst Du nicht delegieren. Und was Du nicht delegierst, frisst Deine Zeit, Deine Energie und letztendlich Dein Wachstum.

4. Vertrieb und Marketing muss jede(r) beherrschen.

Es gibt keine Ausrede. Kein „das liegt mir nicht“, kein „dafür habe ich jemanden“. Vertrieb und Marketing sind die Lebensadern jedes Business. Wer sie nicht versteht, ist von anderen abhängig. Wer sie beherrscht, ist frei. Und Freiheit war immer mein Ziel.

5. Personal Branding ist überlebenswichtig.

Nicht „nice to have“. Nicht ein nettes Extra. Überlebenswichtig. In einer Welt, in der jeder alles anbietet und alle gleich klingen, ist Deine Persönlichkeit Dein schärfstes Differenzierungsmerkmal. Wer Du bist, wie Du denkst, was Du vertrittst. Das kann Dir niemand kopieren.

6. Wer sein Business nicht nach Zahlen führt, fährt blind.

Kenne Deine wichtigsten KPIs. Umsatz, Marge, Conversion, Wiederbuchungsrate, was auch immer für Dein Business zählt. Zahlen lügen nicht. Bauchgefühl ist gut, Bauchgefühl plus Zahlen ist besser. Wer die Zahlen kennt, kann steuern. Wer sie nicht kennt, reagiert nur.

7. Das Imposter Syndrom verschwindet nie.

Egal, wie erfolgreich Du wirst, egal wie viele Bühnen, Bücher und Auszeichnungen Du hast. Das Imposter Syndrom klopft regelmäßig an Deine Tür. Der Unterschied zwischen denen, die scheitern, und denen, die weitermachen, ist nicht das Fehlen von Zweifeln. Es ist die Entscheidung, trotzdem weiterzumachen.

8. Mach DEIN Ding. Allen recht machen funktioniert sowieso nicht.

Je erfolgreicher Du wirst, desto mehr Nörgler kriechen aus ihren Löchern. Das ist eine Naturgesetz der Selbstständigkeit. Die Lösung ist nicht, es allen recht zu machen. Die Lösung ist, so klar in Deiner Identität zu sein, dass Kritik Dich informiert statt erschüttert. Mach DEIN Ding. Die Richtigen werden es lieben.

9. Lebenslanges Lernen ist Pflicht.

Nicht Option. Nicht Hobby. Pflicht. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor, und wer aufhört zu lernen, hört auf relevant zu sein. Das gilt für Fachkenntnisse genauso wie für persönliches Wachstum. Investiere in Deine Weiterentwicklung, jedes Jahr, ohne Kompromisse.

10. Produziere Content, statt Dein Hirn mit Doomscrolling zu frittieren.

Content ist der Beweis Deiner Expertise. Er arbeitet, wenn Du schläfst. Er baut Vertrauen auf, bevor jemand auch nur ein Wort mit Dir gewechselt hat. Und er positioniert Dich als Stimme in Deinem Markt. Die Zeit, die Du in Doomscrolling versenkst, ist Zeit, die Du in Sichtbarkeit investieren könntest.

11. DU bist das Business.

Jede Entscheidung, die Du triffst, jede Aussage, die Du machst, jede Energie, die Du ausstrahlst. Alles davon ist Dein Business. Das ist eine riesige Verantwortung und gleichzeitig die größte Freiheit, die es gibt. Denke, entscheide und handle immer danach.

12. Steuern sofort beiseitelegen. Immer.

Leg Dir von jeder Einnahme sofort genug für die unterschiedlichen Steuern beiseite, am besten mit automatisierten Unterkonten. Die Einnahme, die auf Deinem Konto landet, gehört nicht komplett Dir. Wer das früh verinnerlicht, spart sich böse Überraschungen und schläft besser.

13. Such Dir Coaches und Mentoren, die Dir die Wahrheit sagen.

Nicht die, die Dir sagen, was Du hören willst. Die, die Dir sagen, was Du hören musst. Ein guter Coach ist kein Cheerleader, er ist ein Spiegel. Wer sich solche Menschen ins Leben holt, wächst schneller, macht weniger vermeidbare Fehler und kommt klarer aus schwierigen Phasen heraus.

14. Disziplin schlägt Inspiration jeden Tag.

Gute Prozesse, klare Standards und konsequente Disziplin sind wichtiger als der nächste kreative Geistesblitz. Inspiration kommt und geht. Disziplin bleibt. Wer auf Inspiration wartet, um produktiv zu sein, wartet meistens zu lange. Wer Systeme baut, produziert auch dann, wenn die Motivation auf Urlaub ist.

15. Halte immer 6 bis 12 Monate Reserve. Nicht verhandelbar.

Selbstständigkeit bedeutet Freiheit, aber diese Freiheit braucht ein Fundament. Wer keine Reserve hat, trifft Entscheidungen aus Angst statt aus Stärke. Nimmt Aufträge an, die er ablehnen sollte. Senkt Preise, die er halten müsste. 6 bis 12 Monate Jahreseinkommen als Reserve sind kein Luxus. Sie sind die Voraussetzung für echte unternehmerische Freiheit.

16. Deine Gesundheit ist Dein wertvollstes Gut.

Du bist das Business. Und wenn Du ausfällst, fällt das Business aus. Schlaf, Bewegung, Ernährung, mentale Gesundheit. Das sind keine Wellness-Trends, das ist Betriebsstrategie. Wer seine Gesundheit schützt wie sein wertvollstes Kapital, weil sie genau das ist, hat langfristig den entscheidenden Vorteil.

17. Genieße den Weg. Denn Leben ist ein Verb.

Der nächste Meilenstein ist nicht das Ziel. Das nächste Buch, die nächste Bühne, die nächste Zahl. Das Leben passiert nicht irgendwann, wenn alles perfekt ist. Es passiert genau hier, genau jetzt, in diesem Moment. Genieße den Weg. Nicht trotz der Achterbahn, sondern wegen ihr.

Niemand gewinnt alleine.

So stolz ich auf all das auch bin, was diese 17 Jahre gebracht haben, so sehr weiß ich auch: Keine einzige dieser Zahlen, keine Bühne, kein Buch, kein Award hätte je eine Rolle gespielt, wenn ich diesen Weg alleine gegangen wäre.

Dieser Text ist daher ein riesiges Dankeschön an alle, die diesen Weg mit mir geteilt haben. Kunden, Partner, Leser, Kollegen, Wegbegleiter, Kritiker, Freunde und ja, auch die Hater, ohne die ich niemals da wäre, wo ich heute bin.

Der größte Dank aber geht an DICH.

Von Herzen, Dein Ilja

40 Lebenslektionen, die ich gerne mit 40 gewusst hätte

Vor Kurzem habe ich die magische Marke der 50 geknackt und damit mindestens die Hälfte des Lebens hinter mir (wobei, wenn man manchen Zukunftsforschern Glauben schenkt, dann könnte ich sogar noch etwas mehr Zeit haben). Der Gedanke an meine eigene Sterblichkeit machte mir bewusst, wie viele Perspektiven sich in der letzten Dekade für mich verändert haben.

Erst in den letzten zehn Jahren habe ich wirklich und in voller Gänze verstanden, dass es nicht um das längst akzeptierte Schneller-Höher-Weiter, um sinnlose Überstunden im Büro und das fast schon zwanghafte Anhäufen von belanglosem Zeugs geht, sondern dass Sinnhaftigkeit, eine tiefe innere Zufriedenheit und die Beziehungen zu anderen Menschen die Essenz eines erfüllten Lebens sind. Zwangsläufig musste ich an den Philosophen Søren Kierkegaard denken, der einst so treffend feststellte, dass das Leben vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden wird. Denn je mehr ich über meine Erkenntnis nachdachte, desto mehr wünschte ich mir, diese schon zehn Jahre früher gehabt zu haben.

Worum geht es wirklich im Leben?

Aber da Lamentieren nichts bringt, erinnerte ich mich an einen Satz, der mir im Leben schon häufig eine wichtige Stütze war, wenn ich mal wieder das Gefühl hatte, dass ich eine bestimmte Chance vertan oder eine gute Gelegenheit verpasst hatte: „Der beste Zeitpunkt, um einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Der Zweitbeste ist heute“. Wie wahr. Es ist niemals zu spät, einen Unterschied zu machen.

Also schnappte ich mir mein Journal und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Herausgekommen ist meine ultimative Liste mit 40 Lebenslektionen, von denen ich mir gewünscht hätte, dass ich sie schon gewusst hätte, als ich 40 Jahre alt war. Und da wir gerade beim Wünschen sind. Es wäre das absolut Größte für mich, wenn die eine oder andere Idee auch für dich wertvoll ist, sodass du einen ähnlichen Prozess wie ich startest, und heute die Entscheidung triffst, deinen ganz eigenen Baum der Veränderung zu pflanzen.

40 Lebenslektionen, die ich gerne mit 40 gewusst hätte

  1. Das Leben ist kurz und kann jeden Augenblick vorbei sein. Die ultimative Aufgabe ist es daher, jeden einzelnen Moment voller Intensität und Dankbarkeit zu genießen.
  2. Geld ist nicht alles. Aber ohne Geld ist alles nichts.
  3. Es ist total okay, ein Leben zu führen, das andere Menschen nicht verstehen.
  4. Die Dauerbeschallung mit atomisierten Ideen, Botschaften und Narrativen im Internet ist die größte Gefahr für dein Gehirn. Bewusste Auszeiten und die Nutzung von analogen Medien sind daher das größte Geschenk, das ich mir selbst machen kann.
  5. In jeder einzelnen Interaktion beeinflussen wir die Menschen um uns herum. Und ich habe die Wahl, ob dies auf eine positive oder negative Art und Weise geschieht.
  6. Glück spielt eine wichtige Rolle. Manchmal müssen wir einfach am richtigen Ort zur richtigen Zeit auf die richtigen Menschen treffen. Doch je häufiger wir Wagnisse eingehen, desto häufiger laden wir das Glück ein, bei uns vorbeizuschauen.
  7. Die schönsten Geschenke im Leben kommen oftmals in der miesesten Verpackung daher.
  8. Erholsamer Schlaf, eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind nicht „nice to have„, sondern essenziell.
  9. Ein gemeinsamer Abend mit meinen Kindern bringt mir so viel mehr Erfüllung und Glück, als es alle Partys, Events und Szeneveranstaltungen jemals tun könnten.
  10. Ich habe in jeder Situation mindestens drei Wahlmöglichkeiten. Und manchmal dauert es eine ganze Zeit, bis ich sie erkenne.
  11. Der beste Zeitpunkt für eine Veränderung ist immer heute, egal, wie klein der erste Schritt auch sein mag.
  12. Wenn sich etwas zu gut anhört, um wahr zu sein, dann ist es das auch niemals.
  13. Respekt kann man niemals verlangen. Ich muss ihn mir erarbeiten.
  14. Um eine finanzielle Gelassenheit zu erlangen, sollte man immer ausreichend Ersparnisse zurückgelegt haben, um sechs bis zwölf Monate ohne jegliches Einkommen überbrücken zu können.
  15. Mir selbst treu zu bleiben und nach meiner Blaupause der Freiheit zu leben ist wesentlich wichtiger als das Bedürfnis, von anderen Menschen gemocht zu werden.
  16. Nirgends wird so viel gelogen wie auf Social Media. Die Bilder, Videos und Posts haben selten etwas mit dem echten Leben zu tun, in dem wir alle mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen haben.
  17. Humor ist die wichtigste Eigenschaft überhaupt. Deshalb lache ich viel, oft und insbesondere über mich selbst.
  18. Alles im Leben hat seine Zeit. Menschen, Orte und Prioritäten.
  19. Wenn mir die Lösung eines Konflikts wirklich wichtig ist, dann warte ich nicht, dass andere Menschen die Initiative ergreifen. Ich gehe selbst den ersten Schritt, tätige den Anruf oder suche das Gespräch.
  20. Niemand gewinnt alleine. Erfolg in sämtlichen Lebensbereichen steht und fällt mit den Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten.
  21. Motivation ist nicht die Voraussetzung, um ins Handeln zu kommen, sondern das Ergebnis konsistenter Umsetzung.
  22. Nichts macht unglücklicher, als immer wieder „Ja“ zu sagen, obwohl man eigentlich „Nein“ meint.
  23. Reife, Weisheit und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen sind keine Frage des Alters. Ich kenne flexible und innovative 70-Jährige genauso wie Studenten, die denken, dass sie mit 25 „fertig“ wären, weil sie bereits alles wissen und können.
  24. Jeder einzelne Mensch trägt seine persönlichen emotionalen Rucksäcke mit sich herum, und wir haben einfach keinen blassen Schimmer, durch welche Täler sie gerade gehen. Wir sollten es daher unterlassen, vorschnell über andere zu urteilen.
  25. Es ist so unfassbar wichtig, AuJa zu meinen Träumen zu sagen. Denn nichts, aber auch nichts ist schlimmer, als dieses nagende Gefühl, wenn man eines Tages zurückblickt, und es bereut, etwas nicht gewagt zu haben.
  26. Eine der wichtigsten Gewohnheiten, die ich mir angeeignet habe: Jedes einzelne Mal die Treppe statt den Aufzug zu nehmen.
  27. Es ist super easy, andere Menschen zu belügen. Aber dem Menschen, der mich jeden Morgen im Spiegel anblickt, kann ich auf Dauer nichts vormachen.
  28. Ich kämpfe wie ein Löwe für meine Träume. Aber niemals gegen mich selbst.
  29. Je mehr bewusste Pausen ich mir gönne, desto kreativer und produktiver werde ich.
  30. Es gibt keinen weißen Ritter, der irgendwann angeritten kommt, um uns zu retten. Wenn wir mit irgendetwas unzufrieden sind, dann müssen wir etwas verändern.
  31. Nur, weil ich noch keine Lösung für ein Problem gefunden habe, bedeutet dies nicht, dass es keine gibt.
  32. Bei wichtigen Entscheidungen schlafe ich immer mindestens eine Nacht drüber, um die intensiven Emotionen aus dem Spiel zu nehmen.
  33. Die drei großen L’s: Leben. Lieben. Lachen.
  34. Hartnäckigkeit, Disziplin und Commitment sind wichtig. Aber es braucht eben auch das entsprechende Talent, um es im Sport, in der Musik oder einem anderen Lebensbereich unter die Besten zu schaffen.
  35. Ich spüre eine riesige Dankbarkeit für die vermeintlich kleinen Dinge im Leben, die wir viel zu häufig als selbstverständlich annehmen.
  36. Wir sind alle keine Gedankenleser. Es ist daher wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern, dass andere Menschen unsere Erwartungen nur dann erfüllen können, wenn wir diese klar kommunizieren.
  37. Der Schlüssel zur Gelassenheit: Leben und leben lassen.
  38. Wenn sich etwas richtig gut anfühlt, dann kann es so schlecht nicht sein.
  39. Je älter ich werde, desto stärker vertraue ich meinem Instinkt und Bauchgefühl. Es hat mich noch nie im Stich gelassen.
  40. 40 ist nicht alt!

Gibt es einen bestimmten Satz, der mit dir besonders resoniert? Und fällt dir etwas ein, das du unbedingt ergänzen würdest? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

Bessere Entscheidungen treffen

Die Kunst, sich gut zu fühlen, ohne Grund

Bessere Entscheidungen treffen. Wer würde sich nicht wünschen, genau das in den unterschiedlichsten Kontexten zu können? Denn jeden einzelnen Tag müssen wir Entscheidungen treffen. Im Job, in der Familie und beim Sport. Mal sind es kleine, und dann wiederum richtig große. Und es gibt tatsächlich einen riesigen Erfolgsfaktor, der dafür sorgt, dass Sie dauerhaft in der Lage sind, bessere Entscheidungen treffen zu können. Und genau diesen Erfolgsfaktor möchte ich Ihnen in diesem Artikel gerne vorstellen.

Ich spreche von der Fähigkeit, sich ohne Grund gut zu fühlen. Einfach so. Nicht, weil ihnen etwas Schönes passiert. Nicht, weil Sie sich über das Verhalten eines anderen Menschen freuen. Und auch nicht, weil Sie ein besonderes Erfolgserlebnis haben. Die große Masse ist nämlich so darauf konditioniert, sich grundsätzlich schlecht zu fühlen, dass sie im Laufe der Zeit vergessen hat, dass sich gut zu fühlen nicht nur der Normalzustand sein sollte, sondern dass man diesen auch aktiv herbeiführen kann. Haben Sie Lust, dass wir uns anschauen, wie das geht?

Bessere Entscheidungen treffen – Der rote Faden

Dann möchte ich Sie gerne zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen. Denken Sie doch einmal an die drei besten und die drei schlechtesten Entscheidungen des letzten Jahres zurück. Haben Sie die jeweiligen Situationen vor Ihrem geistigen Auge? Sehr schön. Was war der Unterschied zwischen den beiden Kategorien? Obwohl natürlich verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, ist der wichtigste immer Ihr emotionaler Zustand, aus dem heraus Sie Ihre Entscheidungen treffen.

Denn obwohl wir uns so gerne einreden, dass wir Menschen rational handelnde Wesen wären, die ohne jede Ausnahme logisch und berechenbar handeln würden, ist das exakte Gegenteil der Fall. Weil wir eine hochemotionale Spezies sind, die sämtliche kleinen und großen Entscheidungen des Alltags ausschließlich auf Basis von Gefühlen, impulsiven Launen und inneren Bedürfnissen trifft.

Welchen Grund gäbe es sonst, dass sich manche Frauen ein Birkin Bag für mehrere zehntausend Euro kaufen, obwohl sie bereits dutzende Handtaschen im Schrank haben? Warum brauchen moderne Großstadtcowboys unbedingt einen riesigen SUV, nur um damit ihre Kinder in die 300 m entfernte KiTa fahren zu können? Und was bringt erwachsene Menschen dazu, sich einer Body-Modifikation unterziehen, die darin besteht, einen Gegenstand unter die Stirn pflanzen zu lassen, der die Form eines Bagels hat (ja, diesen Trend gab es wirklich)?

Unsere Emotionen bestimmen die Qualität unserer Entscheidungen

Die Ursache ist in allen drei Beispielen identisch: Intensive Emotionen. Weil diese dazu führen, dass man sich einzigartig fühlt, einen hohen Status erlangt oder Anerkennung von Außen erhält. Natürlich würden diese Menschen dies niemals zugeben, und würde man sie nach ihrem Antrieb fragen, so würden Sie den Einfluss von Gefühlen entschieden verneinen und Ihnen stattdessen eine auf Zahlen, Daten und Fakten basierende Begründung präsentieren. Man spricht in diesem Fall auch von Postrationalisierung.

Und wenn Sie jetzt denken, dass Ihnen so etwas auf keinen Fall passieren könnte, dann irren Sie leider. So unterschiedlich wir Menschen auch sein mögen, so eint uns doch die Eigenschaft, dass wir durch die Bank weg auf der Basis von Gefühlen entscheiden. Und zwar immer. So sehr unser Charakter auch logisch geprägt sein mag, schlussendlich sind es immer die Emotionen, die uns etwas tun bzw. nicht tun lassen.

Lassen Sie uns gerne die Probe aufs Exempel machen. Haben Sie schon einmal etwas aus einer Laune heraus gekauft, was Sie gar nicht brauchten? Haben Sie jemals eine vermeintlich gute Gelegenheit verstreichen lassen, weil Ihr Bauchgefühl dagegensprach? Oder können Sie sich an eine Situation erinnern, in der Sie einem geliebten Menschen etwas verbal an den Kopf geworfen haben, was Sie direkt hinterher bereut haben?

Mixen Sie ihren Brainjuice selber – und treffen Sie bessere Entscheidungen

Sie wissen wovon ich spreche, nicht wahr? Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass Sie noch niemals in Ihrem Leben eine gute Entscheidung aus einem negativen Zustand heraus getroffen haben. Doch zum Glück gilt auch das genaue Gegenteil. Je ausgeprägter der Faktor Herzblut, desto hochwertiger ist auch die Qualität Ihrer Entscheidungen. Was liegt da näher, als die Verantwortung für Ihre emotionalen Zustände zu übernehmen und diese nicht länger dem Zufall zu überlassen.

Wie das am besten geht? In dem wir einen kurzen Blick auf das limbische System des Gehirns werfen.  Dieses ist ausschließlich emotional gesteuert und verantwortlich für Ihre Gefühle, Ihre Zustände und damit auch für die Entscheidungsfindung. Eine geniale Metapher hierfür stammt von John LaValle (ich habe ihn 2008 auf dem NLP Trainers Training kennengelernt und einige Jahre mit ihm zusammengearbeitet. Heute sehe ich die Methode des Neuro Linguistischen Programmierens durchaus kritisch. Aber erstens war ich jung und brauchte das Geld, und zweitens nutze ich einige Techniken auch heute noch gerne), der den dort entstehenden biochemischen Cocktail als „Brain Juice“ bezeichnet, was sich etwas holprig mit „Gehirn Saft“ übersetzen lässt.

Dieser umgibt zusammen mit Wasser die tausenden von Synapsen, zwischen denen sekündlich Signale über die berühmten Datenautobahnen gesendet werden. Je mehr Verbindungen Sie zwischen den einzelnen Speicherplätzen haben, desto leichter fällt es Ihnen, Zugang zu den unterschiedlichsten Informationen zu erhalten. Und je häufiger eine solche Datenautobahn verwendet wird, desto breiter wird diese und es kommt im Laufe der Zeit zu Konditionierungen und damit zur Bildung von unbewussten Automatismen. So weit, so gut? Wunderbar.

Die Quelle guter Entscheidungen liegt im Gehirn

Die Qualität des Brain Juice wird von den Neurotransmittern bestimmt, deren bekannteste Vertreter Adrenalin, Dopamin, Serotonin und das berühmte Glückshormon Endorphin sind. Und jetzt schließt sich der Kreis langsam, denn je besser Ihre Zustände sind, desto mehr werden diese Botenstoffe ausgeschüttet, die dann wiederum zu noch besseren Gefühlen führen. Je häufiger dies geschieht, desto schneller erweitern sich die entsprechenden Datenautobahnen und neue Synapsen werden gebildet. Und das limbische Gehirn trifft dann auf Basis der verschiedenen Glückshormone qualitativ hochwertige Entscheidungen, die sich im Äußeren in Herzblut und entsprechenden Ergebnissen widerspiegeln.

Es lohnt sich also, Ihre Zustände nicht dem Zufall zu überlassen, und Ihren ganz persönlichen Brain Juice ganz bewusst und regelmäßig nur mit den besten Botenstoffen zu versorgen. Dafür sollten Sie allerdings nicht auf die seltenen Momente warten, wo dies von alleine passiert. Ich empfehle Ihnen stattdessen zu lernen, wie Sie sich jederzeit gut fühlen können. Einfach so. Und ohne jeglichen Grund. Je besser Sie dazu in der Lage sind, desto erfolgreicher werden Sie sein, wenn es richtig drauf ankommt.

Je nach Situation benötigen Sie dafür natürlich unterschiedliche Zustände. In einem Verkaufsgespräch müssen Sie leidenschaftlich und überzeugend sein. In einer Prüfung konzentriert und fokussiert. Beim Sport motiviert und voller Energie. In einer Verhandlung klar und verbindlich. In Gesprächen mit Freunden empathisch und verständnisvoll. Beim Lernen neugierig und offen. In einer Präsentation leidenschaftlich und mitreißend.

Unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Zustände

So unterschiedlich diese einzelnen Zustände auch sein mögen, so verbindet sie doch eine Gemeinsamkeit. Je intensiver die jeweilige Emotion ist, desto besser fühlen Sie sich. Und je besser Sie sich fühlen, desto qualitativ hochwertigere Entscheidungen treffen Sie. Doch leider gibt es einen kleinen Haken. Da Sie keine Maschine sind, befinden Sie sich nicht immer im optimalen Zustand. Vor dem Verkaufsgespräch fühlen Sie sich unter Druck. Vor der Prüfung werden Sie von Nervosität geplagt. Vor dem wichtigen Wettkampf fehlt Ihnen die Energie. Vor der Verhandlung sind sie unsicher. Im Gespräch mit Ihrer besten Freundin reagieren Sie ungeduldig und vor der so wichtigen Vorstandpräsentation leiden Sie unter starkem Lampenfieber.

Wäre es da nicht wünschenswert, wenn Sie in diesen Situationen Ihren Zustand mit einfachen Mitteln in die gewünschte Richtung lenken könnten? Dann möchte ich Ihnen nun eine meiner Lieblingsmentaltechniken vorstellen, die mir und vielen meiner Kunden seit Jahren treue Dienste leistet. Sie besteht aus sieben Schritten, deren regelmäßige Anwendung Sie in die Lage versetzen werden, sich in herausfordernden Situationen in einem optimalen Zustand zu befinden.

Bessere Entscheidungen treffen: Das Mixen Ihres Brain Juice in 7 Schritten

  1. Fragen Sie sich, welcher Zustand für die anstehende Situation optimal wäre. In welchen Momenten in Ihrem Leben haben Sie diesen Zustand besonders intensiv erlebt? Lassen Sie die Erinnerungen so lebendig wie möglich werden, so dass Sie das dazugehörige Gefühl intensiv spüren.
  2. Tauchen Sie in die Situation hinein und betrachten Sie alles aus Ihren eigenen Augen heraus heraus. Was können Sie sehen? Was hören? Welche Gerüche und Geschmäcker nehmen Sie wahr? Und am wichtigsten von allen: Wie gut fühlen Sie sich? Je detaillierter Ihre Wahrnehmung, desto besser.
  3. Konzentrieren Sie sich nun auf das gute Gefühl. Welche Form und Farbe hat es? (Ja, Gefühle haben tatsächlich eine Form und eine Farbe, machen Sie gerne die Probe aufs Exempel) Lokalisieren Sie als nächstes, wo genau dieses Gefühl seinen Ursprung hat. In welche Richtung bewegt es sich von dort und auf welche Art und Weise? Dreht es sich im Kreis, pulsiert es oder strahlt es in Wellen aus?
  4. Intensivieren Sie nun die Bewegung und damit das gute Gefühl. Dabei werden Sie folgendes feststellen. Je schneller sich ein Gefühl bewegt, desto intensiver wird es. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit, bis Sie das Maximum an Intensität erreicht haben. Und dann? Tja, dann verdoppeln Sie das gute Gefühl noch einmal. Und noch einmal. So lange, bis Ihr gesamter Körper von einer riesigen Gefühlswelle ausgefüllt ist.
  5. Wenn diese Welle an ihrem Höhepunkt angekommen ist, verknüpfen Sie dieses Gefühl mit einer bestimmten Bewegung (Ballen Sie die Faust, strecken Sie die Arme nach oben, imitieren Sie die berühmte „Jürgen-Klopp-Säge etc.) oder denken Sie sich ein persönliches Kennwort aus, das Sie mit dieser Emotion verbinden und das Sie mehrfach laut aussprechen. Das Ausführen der Bewegung und das Aussprechen des Kennworts kann zu Trainingszwecken live geschehen, aber auch komplett in Ihrer Vorstellung stattfinden. Nehmen Sie bewusst wahr, wie mit jeder Bewegung und jedem Kennwort das gute Gefühl noch intensiver wird.
  6. Testen Sie nun den Erfolg, indem Sie an etwas vollkommen anderes denken, beispielsweise das Ausfüllen einer Excel Tabelle oder das Sortieren von Belegen für Ihre jährliche Steuererklärung. Wenn Sie nicht zufällig ein Buchhaltungs-Fetischist sind, dann sollte das gute Gefühl nun komplett verschwunden sein. Machen Sie nun Ihre Bewegung und sagen Sie Ihr Kennwort. Die Gefühlswelle und der damit verbundene Zustand werden automatisch wieder Ihren gesamten Körper ausfüllen.
  7. Zum Abschluss wollen wir den Zustand generalisieren. Denken Sie dazu an 2-3 Situationen in Ihrer Zukunft, in denen Sie das Gefühl und den Zustand besonders gut gebrauchen könnten. Machen Sie die Bewegung, sagen Sie Ihr Kennwort und lassen Sie sich überraschen, was sich alles verändert hat.

Je häufiger Sie trainieren, sich gut zu fühlen, desto besser werden Sie Ihre Zustände kontrollieren können. In Situationen, in denen es um etwas geht, aber eben auch sonst. Und sobald Sie in der Lage sind, sich ohne jeglichen Grund gut zu fühlen, werden drei Dinge geschehen.

  1. Die Qualität Ihrer Entscheidungen steigt dramatisch an.
  2. Ihr Wirken als Change Maker wird von Leidenschaft und Hingabe geprägt sein.
  3. Sie verbannen das Mittelmaß aus Ihrem Alltag und genießen ein in allen Belangen intensives Leben, dass diesen Namen auch wirklich verdient.

Könnte es etwas Schöneres geben? Wohl kaum. Und gleichsam werden Sie in der Lage sein, bessere Entscheidungen treffen zu können.

Selbstständigkeit Tipps: 16 Lektionen aus 16 Jahren als selbstständiger Unternehmer

Kennst Du das seltene Gefühl, wenn Du denkst, dass Du Dich selbst kneifen müsstest, weil Du einfach so dankbar für bestimmte Dinge in Deinem Leben bist? Genau solch einen Moment hatte ich heute Morgen beim Betrachten meines Kalenders. Denn in diesem Jahr, genauer gesagt am 1.3.2025, bin ich genau sechzehn Jahre als Keynote SpeakerAutor und Business Coach selbstständig.

Dies kommt mir deshalb immer wieder surreal vor, weil ich mich noch genau erinnern kann, wie lange ich Angst davor hatte, die notwendige Entscheidung zu treffen. Und noch mehr, wie hart die Anfangszeit war.

Nachdem ich meinen alten Job als Geschäftsführer bei Karstadt und IKEA gekündigt hatte, fing ich 2009 noch einmal bei null an. Mit null Kunden. Null Netzwerk. Und nichts als meinem großen Traum von der Selbstständigkeit im Kopf. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viel Kritik damals auf mich eingeprasselt war, denn mein Umfeld konnte die Entscheidung gegen den vermeintlich sicheren Job und für eine offensichtlich vollkommen verrückte Idee ganz einfach nicht nachvollziehen.

Der Traum von der Selbstständigkeit

Trotzdem habe ich mich von den Nörglern, Meckerern und Miesepetern nicht einschüchtern lassen und mich voller Leidenschaft auf die Achterbahnfahrt namens Selbstständigkeit eingelassen, die nun schon eineinhalb Jahrzehnte anhält. Und in den Momenten, in denen ich ein wenig Zeit zum Reflektieren habe, stelle ich dankbar fest, wie stolz ich doch bin.

Nicht nur habe ich Jahr für Jahr meine Umsätze steigern können, ich habe auch ein tolles Team an meiner Seite, habe 13 Bücher veröffentlicht (die sich hundertausendfach verkauften, in dutzende Sprachen übersetzt wurden, und von denen drei Bestseller geworden sind), durfte als Keynote Speaker auf Events rund um die Welt Vorträge halten und konnte meine Personal Brand kontinuierlich ausbauen.

Selbstständigkeit ist kein gerader Weg, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt

Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke (denn ich habe noch viel vor!), dann wird mir bewusst, wie viele Fehler ich gemacht, wie viele falsche Entscheidungen ich getroffen und mit wie vielen Rückschlägen ich umgehen musste. Doch dies waren die Momente, in denen ich mich als Unternehmer weiterentwickelt und wichtige Lektionen gelernt habe. Und genau diese habe ich in eine Art Best-of zusammengefasst, die ich heute gerne mit Dir teilen möchte. Falls Du gerade am Anfang Deiner Selbstständigkeit stehst, dann hoffe ich, dass die einzelnen Ideen Dir dabei helfen, Dein Business von Anfang an auf ein gesundes Fundament zu stellen.

Und solltest Du schon ein paar Unternehmerjahre auf dem Buckel haben, dann würde ich mir wünschen, dass Du trotzdem den einen oder anderen Impuls mitnehmen kannst. Hast Du Lust? Dann kommen sie hier, meine 15 besten Selbstständigkeit Tipps und Lektionen aus 15 Jahren Selbstständigkeit:

Selbstständigkeit Tipps #1: Bau Dir rechtzeitig ein Netzwerk auf

Niemand gewinnt allein. Das ist seit vielen Jahren mein Mantra. Und es trifft den Nagel auf den Kopf. Insbesondere als Solopreneurin ist ein qualitativ hochwertiges Netzwerk ein entscheidender Erfolgsfaktor für die nachhaltig erfolgreiche Selbstständigkeit. Ein Netzwerk kann Türen öffnen, Kontakte herstellen, Empfehlungen aussprechen und als Sparringspartner im Alltag eines Selbstständigen fungieren.

Wichtig ist, dass man sich das Netzwerk rechtzeitig aufbaut. Und zwar indem man das Prinzip des “Geben first — Nehmen second” befolgt. Denn ein Netzwerk ist nichts, was man sich aufbaut, um es eines Tages anzapfen zu können, sondern weil es eine wunderbare Symbiose ist, die vom gegenseitigen Support lebt.

Selbstständigkeit Tipps #2: Wenn Du besonders erfolgreich bist, ist der Veränderungsdruck am höchsten

Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. Das ist eine Erkenntnis, die ich früh in meiner Karriere als selbstständiger Unternehmer gewonnen habe. Denn erfolgreich zu sein führt in der Regel dazu, dass wir bequem werden, nicht mehr so innovativ und produktiv sind und eine gewisse “Weiter so Mentalität” entwickeln. Daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: In den Momenten des Erfolges ist die Notwendigkeit zu Innovation, mutigen Entscheidungen und Veränderungen am größten.

Selbstständigkeit Tipps #3: Vertrieb und Marketing sind Fähigkeiten, die JEDE(R)beherrschen sollte

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen, aber ohne Marketing und Vertrieb ist jedes Business zum Scheitern verurteilt, denn was nützt es, wenn Du richtig gut bist, aber niemand von Dir und Deinen Angeboten weiß? Die beiden Skills sind daher schon lange nicht mehr “nice to have”, sondern eine essenzielle Fähigkeit, die Du Dir besser heute als morgen aneignen solltest. Deine Umsätze, Deine Bekanntheit und Dein langfristiger Erfolg werden es Dir danken.

Selbstständigkeit Tipps #4: Definiere Deine Unternehmensstruktur

Um Deine Selbstständigkeit wirtschaftlich erfolgreich und persönlich zufrieden führen zu können, ist einer der wichtigsten Schritt die rechtzeitige — und bewusste — Definition Deiner Unternehmensstruktur. Wie genau soll Dein Unternehmen aufgebaut sein? Wie organisierst Du Dich? Welche Aufgaben und Prozesse fallen immer wieder an und wie sollen die Standards für die Erledigung aussehen?

All das sind vorbereitende Überlegungen für die wichtigste Frage von allen: Womit möchte ich am liebsten den ganzen Tag meine Zeit verbringen (weil ich es gerne tue, besonders gut darin bin oder weil ich damit am besten Geld verdienen kann)? Wenn Du die Antwort gefunden hast, dann kannst Du alles andere entweder automatisieren oder delegieren. Das Resultat: Du tust das, was Du tun willst, erfährst eine tiefe Dankbarkeit und bist maximal profitabel.

Selbstständigkeit Tipps #5: Personal Branding ist der entscheidende Faktor für nachhaltige Selbstständigkeit

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig der Auf- und Ausbau Deiner Personenmarke für den nachhaltigen Erfolg ist. Denn als Selbstständiger bist Du der Kopf, das Herz, die Seele und auch das Gesicht Deines Unternehmens. Je großzügiger Du Deine Persönlichkeit einbringst, desto schärfer gelingt es Dir, Dich zu positionieren und damit langfristig zur Nummer 1 in den Köpfen der Kunden Deiner Zielgruppe zu werden.

Selbstständigkeit Tipps #6: Definiere (und lebe!) Deine Werte

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine gewisse positive Besessenheit für das Thema Werte entwickelt habe. Kein Wunder, sind Sie doch nicht nur der Spiegel unseres Verhaltens, sondern die Grundlage unserer Entscheidungen, unserer inneren Haltung und unserer gesamten Businessausrichtung. Die Zeit, die man in die bewusste Definition der eigenen Werte investiert, kann man kaum mit Euro oder Dollar bewerten, so groß ist der Hebel, den man erzielen wird. Denn sobald man seine Werte kennt (und täglich lebt!), hat man nie wieder Schwierigkeiten, schwere Entscheidungen zu treffen.

Selbstständigkeit Tipps #7: Sei Dir Deines Wertes bewusst und verlange einen entsprechenden Preis dafür

“Wir haben leider kein Budget, aber im Publikum sitzen viele Entscheider und Sie profitieren ja auch von unserer Social Media Reichweite”. So oder ähnlich versuchen viele Interessenten, angehende Selbstständige zu engagieren (z.Bsp. wenn Sie einen Redner buchen wollen). Sie wollen die volle Leistung, ohne den entsprechenden Preis zahlen zu wollen. Doch das Konzept des “etwas für nichts” funktioniert ganz einfach nicht. Oder kennst Du irgendeinen Bäcker, Rechtsanwalt, Koch, Autohändler oder Modehändler, der Dir seine Produkte oder Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellt, weil Du ihm Reichweite und mögliche Folgeaufträge versprichst? Natürlich nicht, oder?

Trotzdem ist dieses Verhalten gerade unter kreativen Selbstständigen und Solopreneuren gang und gäbe. Doch nicht nur verdient man damit kein Geld, man zerstört sich auch die eigene Marke und wird langfristig noch weniger Erfolg haben. Es gilt daher: Kenne Deinen Wert (und den Deiner Produkte und Dienstleistungen) und dann verlange den entsprechenden Preis dafür. Immer. Ohne Ausnahme.

Selbstständigkeit Tipps #8: Verinnerliche das Konzept des lebenslangen Lernens

Hast Du schon mal Gedanken gehabt wie “Das kenne ich schon”, “das weiß ich schon” oder “das kann ich schon”? Wir alle werden regelmäßig Opfer dieser inneren Illusion, die ein fatales Resultat zur Folge hat: Wir hören auf uns weiterzuentwickeln, wachsen nicht mehr und verwalten im besten Fall den Stillstand.

Noch fataler ist allerdings ein anderer Gedanke, der oftmals dann auftritt, wenn wir die ersten Erfolge als Selbstständige gefeiert haben: “Jetzt habe ich es geschafft!”. Wenn man dem nachgibt, dann ist es oft der Anfang vom Ende. Besonders für Selbstständige ist daher das Konzept des lebenslangen Lernens so entscheidend. Damit wir uns permanent weiterentwickeln, als Persönlichkeit wachsen und unsere Selbstständigkeit kontinuierlich ausbauen.

Selbstständigkeit Tipps #9: Mindset Shift vom Konsumenten zum Produzenten

Als Selbstständiger gibt es niemanden, der Dir sagt, was Du zu tun oder zu lassen hast. Dies führt dazu, dass die Unterscheidung zwischen Deinem privaten Alltag und Deiner unternehmerischen Tätigkeit nicht immer ganz trennscharf verläuft. Es ist daher entscheidend, die eigene Denkweise entsprechend anzupassen. Und dies gelingt durch einen Mindset Shift weg vom Konsumieren hin zum Produzieren von Inhalten. Content-Marketing ist einer der wichtigsten Bausteine beim Aufbau der Personal-Brand und für die eigene Akquise.

Wo man als Selbstständige früher Bücher gelesen, Vorträge besucht, Seminare besucht, Onlinekurse konsumiert, Podcasts gehört und Videos geschaut hat, gilt es nun Bücher zu schreiben, Vorträge zu halten, Seminare zu geben, Onlinekurse anzubieten, Podcasts zu produzieren und Videos aufzunehmen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ab sofort gar nichts mehr konsumieren sollte. Ganz im Gegenteil, schließlich haben wir uns dem lebenslangen Lernen verschrieben. Aber wenn, dann immer mit der Intention, Inspiration und Ideen zu sammeln.

Selbstständigkeit Tipps #10: Behandle Dich wie ein Unternehmen

Wo wir schon beim Thema Mindset-Shift sind, kommt direkt noch eine weitere Lektion, in der Deine Identität als Selbstständige im Mittelpunkt steht. Ich spreche von der Idee, Dich von Anfang an als Unternehmerin zu behandeln. Der Rapper Jay-Z hat diese Philosophie wunderbar auf den Punkt gebracht, als er in einem Interview einmal sagte: “I’m not a businessman, I’m a business, man!”.

Als Selbstständige bist Du das Business. Du bist der Kopf, das Herz und auch die Seele. Und dies gilt es zu beachten. Bei sämtlichen Entscheidungen, Investitionen und Tätigkeiten. Je eher Du in der Lage bist, Deinen beruflichen Alltag durch die Unternehmerbrille zu betrachten, desto schneller wird Deine Professionalität ansteigen.

Selbstständigkeit Tipps #11: Bau Dir eine E-Mail-Liste auf

Auch wenn immer wieder betont wird, dass E-Mail-Marketing eigentlich tot sei, so ist auch im Jahr 2024 die eigene E-Mail-Liste immer noch der beste Marketingkanal, den es aus meiner Sicht gibt. Was gibt es Besseres, als Tausende Menschen, die sich freiwillig eingetragen haben, weil Sie Deine Persönlichkeit schätzen, Deine Inhalte lieben und gerne Teil Deiner Community sein wollen? Kombiniert mit einer nachhaltigen Contentstrategie kann Deine E-Mail-Liste schnell zu Deinem erfolgreichsten Verkäufer werden.

Egal, wie klein oder jung Dein Unternehmen auch sein mag, mit dem Aufbau Deiner E-Mail-Liste solltest Du so schnell wie möglich beginnen. Wenn Du in fünfzehn Jahren zurückblickst, dann wirst Du mir für diese Lektion danken.

Übrigens, für meine E-Mail-Liste kannst Du Dich hier eintragen.

Selbstständigkeit Tipps #12: Such Dir Coaches und Mentoren

Ein altes Sprichwort lautet: Die besten Zinsen bringt immer noch die Investition in Dich selbst. Und das stimmt. Weil man insbesondere als Selbstständiger niemals alles wissen und können kann. Deswegen ist die permanente Fort- und Weiterbildung essenziell. Mein Erfolg ist zu einem großen Teil das Resultat meiner Zusammenarbeit mit den verschiedensten Coaches und Mentoren. So habe ich mir bspw. gezielte Unterstützung in den Bereichen Bühnenperformance, Businessaufbau, Onlinemarketing, Speechwriting und Wirkung geholt.

Und genau das empfehle ich Dir ebenso. Auch wenn ich mittlerweile selbst als Mentor und Coach tätig bin, musst Du natürlich nicht mich buchen. Aber ich kann den positiven Hebel von Coaches, die gemeinsam und vornehmlich individuell mit Dir an Deinem Business arbeiten, gar nicht genug betonen.

Selbstständigkeit Tipps #13: Bezahle Deine Partner gut

Kennst Du auch diese vermeintlichen Premiumanbieter, die selbst sehr hohe Preise für Ihre Produkte und Dienstleistungen verlangen, aber dann bei der Beauftragung ihrer eigenen Businesspartner (Webdesigner, Fotografen, Copywriter etc.) plötzlich in bester Dagobert Duck Manier so viel sparen wollen, wie möglich? Dies führt dauerhaft zu nichts, und ich kann Dir nur empfehlen, Deine Partner immer gut zu bezahlen. Natürlich hängt dies immer von Deiner aktuellen Situation ab, aber grundsätzlich gilt: Wenn Du möchtest, dass andere Dich anständig bezahlen, dann bezahle zuerst andere anständig. Klingt ein wenig esoterisch, ist aber wohl der praktischste Tipp von den fünfzehn Lektionen.

Selbstständigkeit Tipps #14: Mach mal Pause

“Selbstständigkeit bedeutet selbst und ständig.” Ich weiß gar nicht, wie häufig ich diesen Satz schon gehört habe. Und besonders zu Beginn der eigenen Unternehmerkarriere ist da auch eine Menge dran. Weil man nur dann Umsatz macht, wenn man aktiv ist. Dies führt allerdings eines Tages dazu, dass man sich nicht mehr traut, Pausen zu machen oder in den Urlaub zu fahren, weil man in der Zeit ja eigentlich am Unternehmen arbeiten könnte.

So kontraindikativ es klingt: Pausen sind nicht nur wichtig, sondern für Dein Businesswachstum essenziell. Ich hatte meine besten Ideen während eines Waldspaziergangs, habe meine besten Entscheidungen nach einer kurzen Auszeit getroffen, und meine größten Heureka-Momente passierten immer nach eine Phase, in denen ich meine kreativen und produktiven Batterien wieder aufladen konnte. Hier daher eine wichtige Empfehlung: Mach öfter mal Pause. Dein Erfolg wird es Dir danken.

Selbstständigkeit Tipps #15: Trau Dich, Du selbst zu sein

Die letzte Lektion klingt extrem banal, die Auswirkungen bei konsequenter Anwendung könnten aber nicht größer sein. Ich spreche davon, Dich zu trauen, Du selbst zu sein. Sämtliche Masken in die Ecke zu pfeffern, und Deine Persönlichkeit mit allen Facetten großzügig mit der Welt zu teilen. Dies klingt leichter gesagt, als es tatsächlich ist, denn Du wirst immer wieder Menschen begegnen, die Dir mitteilen wollen, was Du gefälligst zu tun und was zu lassen hast. Sobald Du in der Lage bist, Dich von diesen externen Erwartungen zu lösen, und Dich traust, Deine inneren Werte in sämtlichen Kontexten konsequent zu leben, wird Deine Personenmarke erfolgreicher werden, was sich langfristig auch in steigenden Anfragen, Kunden und Umsätzen widerspiegeln wird.

Selbstständigkeit Tipps #16: Sei langweilig

Nein, ich meine natürlich nicht vom Charakter her, denn wer mag schon Langweiler, oder? Ich spreche von etwas ganz anderem. Wir alle lieben die großen, emotionalen und herausstechenden Momente im Leben. Aber wahre Freiheit stellt sich ein, wenn Du erkennst, dass Erfolg (was auch immer das für Dich bedeutet) niemals das Ergebnis von einmaligen Geistesblitzen, einer Hauruck-Aktion oder einem geheimen und lange verschollenen Trick ist. Nein, Erfolg ist vom Wesen her extrem langweilig. Denn es geht immer um die konsistente Umsetzung der einfachen, vermeintlich unwichtigen und nicht besonders sexy klingenden Dinge, die am Ende des Tages einen riesigen Unterschied machen. Jeder kennt sie und alle wissen es. Doch nur die wenigsten sind fokussiert, diszipliniert und entschlossen genug, sie jeden einzelnen Tag umzusetzen. Konzentriere dich daher auf die langweiligen Aufgaben. Werde richtig gut darin. Und dein Leben wird das genaue Gegenteil davon werden: Intensiv, aufregend und erfüllend.

Genieße die Achterbahnfahrt namens Selbstständigkeit

Kommen wir zu einem kurzen Fazit. Neben den Learnings aus meiner eigenen Unternehmerkarriere habe ich in den vergangenen Jahren mit hunderten von Selbstständigen am Auf- und Ausbau Ihres Business gearbeitet. Und da die Herausforderungen bei aller Individualität fast immer gleich sind, lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:

  • Nicht jede(r) ist für die Selbstständigkeit geeignet. Für viele Menschen ist ein Job im Angestelltenverhältnis definitiv die bessere Wahl.
  • Besonders der Start kann hart sein, und die zunehmende Bürokratie kostet Nerven, Zeit und leider auch Geld.
  • Der Weg als Selbstständiger ist gekennzeichnet von Zweifel, Sorgen und Rückschlägen. Lass Dich hiervon nicht aus der Bahn werfen. Dies ist normal und hört auch niemals auf.
  • Dein langfristiger Erfolg hängt von Deiner Bereitschaft ab, aktiv an Deinem Business zu arbeiten, diszipliniert in die Umsetzung zu kommen, und konsequent die Extrameile zu gehen.

Der wichtigste Abschnitt kommt aber zum Schluss: Wenn Du Dich von all dem nicht abschrecken lässt, dann ist die Selbstständigkeit wahrscheinlich der erfüllendste Beruf, den man sich vorstellen kann. Nirgendwo sonst erlebt Du dieses Gefühl von Freiheit und der Möglichkeit, Dein Leben aktiv auf eine Art und Weise zu gestalten, die mit Deinen Werten und Deinem Purpose im Einklang steht.

Für die anstehende Achterbahnfahrt namens Selbstständigkeit wünsche ich Dir alles Gute.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar. Lass mich (und alle Lesenden) doch wissen, womit Du Dich selbstständig gemacht hast (oder es vorhast) und welches Deine größten Learnings sind.

Wie wird man Motivationstrainer? Ein Blick hinter die Kulissen

Wie wird man Motivationstrainer?

“Wie wird man Motivationstrainer?” Diese Frage bekomme ich nach meinen Keynote Speeches und Impulsvorträgen auf Tagungen, Kongressen und Firmenveranstaltungen ziemlich häufig gestellt. Und wenn die Antwort auch für Sie interessant ist, dann möchte ich in diesem Artikel gerne die verschiedenen Aspekte besprechen, was ein Motivationstrainer (in meinem Fall wohl eher Motivationsredner) überhaupt ist, und wie man dazu wird. Viel Spaß!
 

Traumberuf Motivationstrainer?

Wenn Sie meine Arbeit schon etwas länger verfolgen oder eines meiner Bücher gelesen haben (übrigens, “Die Mindset Revolution” ist gerade brandneu erschienen), dann ahnen Sie sicher schon, dass meine Antwort auf die Frage “Wie wird man Motivationstrainer” etwas differenzierter ausfällt. 
 
Denn auch wenn viele meiner Zuhörer nach einem meiner Vorträge, Workshops oder Seminare häufig mit einer großen Portion Motivation in ihren Alltag zurückkehren, sehe ich mich selber überhaupt nicht als Motivationsredner. Dies liegt einfach daran, weil meine Arbeit so gar nichts mit den einpeitschenden, Luftballons steigen lassenden, Tschakka Tschakka brüllenden und laute Musik spielenden Gurus zu tun hat, die von einer großen Bühne herab dem hypnotisierten Publikum predigen, dass jeder wirklich alles schaffen könne. Wenn, ja wenn man nur genug daran glauben würde. Und natürlich auch nur, wenn man ein vollkommen überteuertes Seminar des Motivationscoaches bucht.
 
Ja, in der öffentlichen Wahrnehmung hat der Beruf Motivationstrainer nicht den besten Ruf. Kein Wunder, denn wer die Dokumentation des NDR namens “Der Motivationstrainer” gesehen hat, der weiß, dass in der Branche viel mit unseriösen Mitteln und teilweise extrem dubiosen Methoden gearbeitet wird.
 

Was ist ein Motivationstrainer?

Heißt das nun, dass jeder Motivationsredner automatisch in die unseriöse Schmuddelecke gehört? Selbstverständlich nicht. Es gibt unzählige Beispiele von richtig erfolgreichen Motivationstrainern, deren Fokus eben nicht ausschließlich auf dem Wachstum des eigenen Portemonnaies liegt, sondern stattdessen auf dem ihrer Kunden. Dies liegt vor allem daran, dass diese Experten (m/w/d) einen vollkommen anderen Ansatz in ihrer Arbeit haben. Was meine ich damit? 
 
Gute und professionelle Motivationstrainer arbeiten mit Einzelpersonen oder Teams daran, Ihre individuellen und / oder gemeinsamen Ziele besser, schneller oder effizienter zu erreichen. Es geht dabei um die Entwicklung von Strategien und Umsetzungsplänen, die Entwicklung des Mindsets und natürlich um die richtige Motivation bei der Umsetzung. Und genau an diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen.
 

Was gute Motivationstrainer von Gurus und Scharlatanen unterscheidet

Die Tschakka Gurus versuchen nämlich, ihrem Publikum die Motivation von Außen überzustülpen. Dies geschieht durch laute Musik, eine emotional aufgeheizte Stimmung im Saal, einfach Suggestionen und dem Pushen des Selbstwertgefühls. Und natürlich bleiben solche Methoden nicht ohne Wirkung, und die Motivation steigt oft innerhalb weniger Stunden in nie gekannte Höhen. Allerdings hat diese Motivations-Holzhammermethode die gleichen Auswirkungen, die auch Drogensüchtige kennen.
 
Nach einem intensiven und schnellen High folgt schon bald das entsprechende Low. Oder im Kontext der Motivation: Die Luft aus dem prall gefüllten Ballon entweicht genauso schnell, wie sie hineingekommen ist. Das Ergebnis: Entzugserscheinungen nach dem eben noch so präsenten Gefühl der Motivation. Und diese werden leider häufig dadurch gelindert, dass ein noch fortgeschritteneres Seminar, ein noch teureres Coaching und eine noch exklusives Beratung beim Motivationstrainer gebucht werden. 
 

Nachhaltige Motivation als Schlüssel

Und nur, damit wir uns richtig verstehen, daran ist auch überhaupt nichts auszusetzen, denn die Investition in die eigene Persönlichkeit und die eigene Weiterentwicklung bringt mit Sicherheit bessere Zinsen als alle DAX-Aktien zusammen. Aber wenn die emotionalen Bedürfnisse von Menschen dazu benutzt werden, die eigenen Dienstleistungen zu verkaufen, dann ist das zumindest in meiner Welt moralisch und ethisch mehr als fragwürdig.
 
Die guten (und seriösen) Motivationstrainer setzen sich dadurch ab, dass sie verstanden haben, wie nachhaltige Motivation wirklich entsteht, und dass sie immer von Innen nach Außen wirkt. Es bedarf eines starken intrinsischen Antriebs, der immer auf den eigenen Werten, Bedürfnissen, Wünschen, Zielen und Träumen basiert. Und mit der richtigen Kommunikation, kongruenter Leidenschaft für das eigene Thema und jeder Menge Empathie gelingt es einem guten Motivationstrainer, diese intrinsische Motivation sichtbar zu machen, damit sie an der Oberfläche in entsprechende Taten umgesetzt werden kann.
 

Wie wird man Motivationstrainer – Ein Fazit

Es sollte mittlerweile deutlich geworden sein, dass Motivationstrainer kein Beruf ist, denn man in der Schule oder an der Universität lernen kann. Auch reicht es keinesfalls aus, nur über Motivation zu sprechen, dabei laute Musik zu spielen und selber wie ein Duracell-Hase aufgedreht hin und her zu rennen. Denn nachhaltige Motivation funktioniert einfach anders.
 
Gute Motivationstrainer entstehen in der Regel eher zufällig. Einfach, weil sie in der Lage sind, andere Menschen dabei zu unterstützen, die intrinsische Motivation zu wecken. Sie sind i.d.R. Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet und schaffen es, über diese Thema leidenschaftlich, emotional und mitreißend zu sprechen. Dabei kommt es irgendwann zum Moment, an dem der Funke überspringt, und die Zuhörer motiviert werden. 
 
Allerdings handelt es sich in diesen Fällen nicht um einen kurzfristigen Motivationsschub (der kurz darauf wieder abklingt), sondern um eine nachhaltige Motivation, die auch noch wirkt, nachdem der Vortrag, das Seminar oder das Coaching längst vorbei sind. Und genau geht es doch, nicht wahr?
 
Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Thema “Motivationstrainer” gemacht? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.
 

Niemand gewinnt alleine: Erfolgsfaktor Teamspirit 

Niemand gewinnt alleine. Seit vielen Jahren weise ich immer wieder auf den Erfolgsfaktor Teamspirit hin, wenn es um die aktive Gestaltung der Zukunft und die dafür notwendige Umsetzung von Change Management geht. Doch was in der Theorie regelmäßig zu nickender Zustimmung führt, sieht in der Praxis dann doch ganz anders aus. Es ist also an der Zeit, dass ich mich in einem Artikel dem Erfolgsfaktor Teamspirit widme, und diesen von verschiedensten Seiten beleuchte. Dabei wünsche ich Ihnen viel Freude und Inspiration.
 

Alles verändert sich, nichts bleibt gleich

Als Keynote Speaker habe ich das große Vergnügen, regelmäßig auf spannende Konferenzen und Kongresse eingeladen zu werden. Da ich häufig am Ende eines solchen Events spreche, ergibt sich ab und zu die Gelegenheit, dass ich auch meinen Vorrednern noch lauschen kann. Dies ist für mich Trendscouting pur, und ich fülle zu diesen Gelegenheiten ganze Notizbücher mit meinen Gedanken, Ideen und Plänen. Alleine in den letzten sechs Monaten habe ich faszinierende Vorträge über künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Elektromobilität, den Einsatz von Drohnen, die Abwehr von Drohnen, Cyberkriminalität, Cybersecurity, Sprachsteuerung und die Zukunft der Robotertechnik erleben dürfen. 
 
Obwohl die Meinungen dabei sehr unterschiedlich sind, zieht sich ein roter Faden durch die Prognosen sämtlicher Experten: Wir stehen gerade erst am Anfang von technischen Entwicklungen, die unser Leben dramatisch verändern werden. Schon längst gibt es für alles eine App, der Alltag wird über unsere Smartphones gesteuert, und immer mehr Prozesse werden von künstlicher Intelligenz übernommen. Es fasziniert mich, was heute bereits möglich ist, und ich denke mit einer fast schon kindlichen Freude an all die Chancen und Möglichkeiten, die sich in der näheren Zukunft bieten werden.
 
Doch wo Licht ist, da ist immer auch Schatten, und bei vielen Menschen habe ich den begründeten Verdacht, dass ihnen die Technik das Leben nicht mehr erleichtert, sondern dass Sie zu Sklaven ihrer diversen Maschinen geworden sind. Sie sind vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und zweiundfünfzig Wochen im Jahr erreichbar und checken selbst im Familienurlaub alle zehn Minuten ihre Mails. Und haben Sie nicht auch schon eine Szene erlebt, in der zwei Menschen über eine Stunde gemeinsam im Café sitzen und nicht ein Wort miteinander sprechen, sich aber permanent WhatsApps oder SMS (Okay, SMS eher weniger, denn dieses Medium nutzt heute niemand mehr, oder?)  per Smartphone schicken? 
 

Mensch gegen Maschine: Wer gewinnt den Kampf?

Für die Zukunft stellt sich daher eine entscheidende Frage: Wird der Mensch in seiner Wichtigkeit von Maschinen abgelöst werden? Meine Prognose lautet wie folgt (Die ausführliche Antwort finden Sie in meinem Artikel Mensch gegen Maschine – Der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management): Auf keinen Fall. Wir werden zwar in einer Welt leben, die von Technik und Maschinen erleichtert, nicht aber dominiert wird. Was meine ich damit? Keinesfalls, dass der digitale Fortschritt nicht genau so rasant voranschreitet wie bisher. 
 
Ganz im Gegenteil, ich erwarte sogar noch eine Zunahme der Schlagzahl. Doch der entscheidende Faktor, den viele Zukunftsexperten gerne vergessen, ist der Mensch mit seinen einmaligen Potenzialen und Fähigkeiten. Bei aller Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt behaupte ich, dass es in der Zukunft vor allem auf die Menschen ankommen wird. Sicherlich, Roboter, künstliche Intelligenz und technische Innovationen werden die Art wie wir leben, lieben und arbeiten in den kommenden Jahren heftig durchschütteln. 
 

Erfolgsfaktor Teamspirit: Der Mensch im Mittelpunkt 

Aber bei aller Wichtigkeit dieser Entwicklung sind wir alle menschliche Wesen und sehnen uns nach Nähe, Austausch und persönlicher Kommunikation. Lassen Sie mich den Satz daher noch einmal wiederholen:
 
In der von Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt geprägten Zukunft wird der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor sein.
 
Das hat gleich mehrere Auswirkungen. Die Qualität ihres Teams wird maßgeblich darüber entscheiden, wie es um Ihr generelles Glück und Ihre Zufriedenheit bestellt ist. Und im beruflichen Rahmen sind Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Teammitglieder nicht nur der Garant für exzellente Qualität und herausragende Ergebnisse, sondern vor allem der größte Differenzierungsfaktor im immer härter werdenden Wettbewerb. Es menschelt also endlich wieder. Und das finde ich so richtig gut. Lassen Sie uns daher in diesem Artikel die Perspektive auf den Erfolgsfaktor Teamspirit richten. Weg von persönlichen Motiven, hin zu gemeinsamen Erfolgen. Weg von harten Anstrengungen als Einzelkämpfer hin zu erfolgreichem Teamwork. Weg vom Ich und hin zum Wir. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns loslegen. Und zwar gemeinsam, denn wie sagte schon der brasilianische Fußballstar Pele: „Der einzige Weg, um zu gewinnen, ist als Team!“ Oder wie die Überschrift dieses Artikels lautet: Niemand gewinnt alleine.
 

Niemand gewinnt alleine, oder: das Team ist heilig

Lappland. Minus zwölf Grad. Die gleißende Sonne blendet und ich spüre, wie ein unvergesslicher Glückshormoncocktail durch meinen Körper fließt. Vor mir ziehen acht wunderschöne Huskys meinen Schlitten, der scheinbar schwerelos durch die majestätische Tundra gleitet. Noch mehr als die atemberaubende Landschaft fasziniert mich der Teamspirit der Schlittenhunde. Weil es zwar eine ganz eindeutige Hierarchie im Rudel gibt, jeder einzelne Husky jedoch weiß, dass sie nur gemeinsam als Team erfolgreich sein können. 
 
Jedes Tier bringt seine individuellen Stärken ein, lernt von seinen Teamkollegen und springt bedingungslos in die Bresche, falls einer der anderen mal eine kurze Schwächephase hat. Wir Menschen können uns da eine Menge abgucken, insbesondere welche kraftvolle Energie entsteht, wenn individuelle Persönlichkeiten an ihrem Platz Verantwortung übernehmen, aber gleichzeitig zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam wirken.
 
Wenn ich in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann ist es die Kraft eines motivierten, kompetenten und zuverlässigen Teams. So sehr ich an die Wichtigkeit des Individuums glaube, ohne die richtigen Menschen um uns herum, sind wir alle nur halb so erfolgreich. Es spielt keine Rolle, wie gut Sie oder ich sind, einen Satz sollten Sie niemals vergessen, und ihn sich am besten gut sichtbar an ihrem Schreibtisch aufhängen:
 
Niemand gewinnt alleine!
 

Definition Teamspirit: Gemeinsam erfolgreich sein

Niemand gewinnt alleine. Niemand, und wirklich niemand ist dauerhaft in der Lage, als Einzelkämpfer Erfolg zu haben. Befinden sich hingegen die richtigen Menschen in unserem Team, dann lernen wir voneinander, wachsen gemeinsam und unterstützen uns gegenseitig. Und nur, dass wir uns hier richtig verstehen, man ist noch lange kein Team, nur weil man sich ein Büro teilt, an einem gemeinsamen Projekt arbeitet, oder im gleichen Unternehmen tätig ist (Möglicherweise kennen Sie ja auch die typische Übersetzung von Team: Toll. Ein. Anderer. Macht´s.). 
 
Nein, ein Team ist etwas ganz Anderes. Es ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. In einem echten Team ist jeder für die anderen Teammitglieder bedingungslos da, weil man sich einer gemeinsamen Vision verschrieben hat und gleichzeitig jeder an seinem individuellen Platz Verantwortung übernimmt.
 
Nur ein Team gibt gewöhnlichen Menschen die Möglichkeit, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.
 
Und selbst die vermeintlichen Superstars sind ohne ihr Team vollkommen aufgeschmissen. Der von mir sehr geschätzte Michael Schumacher brauchte in seiner Blütezeit als Formel-1-Weltmeister sein Mechanikerteam wie die Luft zum Atmen. Leo Messi kann in der argentinischen Nationalmannschaft nur deshalb glänzen, weil ihm Kollegen den Rücken freihalten. Und selbst der große Richard Branson ist mit seinen über 260 Unternehmen nur deshalb so erfolgreich, weil er die Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Anstrengungen stellt. Und diese zahlen es ihm mit Einsatz, Leistung und Leidenschaft doppelt und dreifach zurück.
 

Ohne Team geht es einfach nicht

Auf den Punkt gebracht: Die Menschen mit denen Sie sich jeden Tag umgeben sind Ihr größtes Faustpfand und gleichsam Ihr größter Erfolgsfaktor auf dem Weg in eine von Veränderung und Unsicherheit geprägte Zukunft. Das Team ist heilig. Sowohl im Business, als auch im Leben. Es sind ihre Freunde, Kollegen, Geschäftspartner und Familienmitglieder. Denn Sie können als individuelle Persönlichkeit nur dann wachsen, erfolgreich sein und ein selbstbestimmtes Leben führen, wenn Sie sich in einem Umfeld bewegen, das von gegenseitigem Lernen, Wertschätzung und Vertrauen geprägt ist. Für die Unternehmen gilt übrigens exakt das gleiche.
 
Ich kann es gar nicht oft genug betonen. Im Zeitalter der Digitalisierung und der damit einhergehenden globalen Vernetzung ist der Erfolgsfaktor Nummer eins mit weitem Abstand die Qualität ihres Inner Circle, also den Menschen, mit denen Sie regelmäßig und intensiv Kontakt haben. Und genau aus dem Grund hat das gute alte Zitat von Speakerlegende Jim Rohn auch heute immer noch Bestand: „Du wirst so wie der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Deine meiste Zeit verbringst.“
 
Das gilt im Großen, aber auch im Kleinen, denn wir adaptieren sowohl die Strategien, Einstellungen und Denkmuster unserer wichtigsten Bezugspersonen, als auch ihr Mindset, ihre Lieblingswörter und ihre Gewohnheiten. Das bedeutet konkret, dass es einfach einen riesigen Unterschied macht, mit welchen Menschen Sie sich umgeben. Ob ihre besten Freunde frustrierte Zyniker sind, die den ganzen Tag auf der heimischen Couch RTL 2 Sendungen schauen, und sich in einer Spirale aus Negativität, Gleichgültigkeit und Mittelmaß gegenseitig herunterziehen. Oder ob Sie sich mit erfolgreichen Menschen umgeben, die produktive Werte für die Gesellschaft schaffen und dabei ihre Mitmenschen mit Positivität, Leidenschaft und visionärem Denken anstecken.
 

Umgeben Sie sich mit positiven Menschen

Egal, wie ihre konkreten Ziele aussehen, umgeben Sie sich mit Menschen, die sich bereits dort befinden, wo Sie hinwollen. Ich orientiere mich dabei gerne an dem alten Wahlspruch „Wenn Du der klügste Mensch im Raum bist, dann such Dir einen neuen Raum“. Und ich gehe sogar noch weiter, denn ich habe festgestellt, dass es immer zwei Kategorien von Mitmenschen gibt. Da sind diejenigen, die Sie bremsen, ihnen ihre Träume ausreden wollen, und denen Sie es niemals recht machen können. 
 
Von denen Sie Sätze wie die folgenden hören: „Schmink Dir das lieber ab“, „Lass es lieber bleiben“ oder „Das mag ja bei anderen klappen, aber doch nicht bei Dir“. Die Begründung wird dann meist gleich mitgeliefert und sie lautet meist wie folgt: „Du bist zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu arm, zu unerfahren, zu laut, zu bunt, zu anders oder zu was auch immer.“ Ich würde mir daher wünschen, dass Sie den folgenden Satz nie mehr vergessen: Sie sind immer zu irgendwas für irgendwen.
 
Je eher Sie verstehen, dass Sie es sowieso niemals allen recht machen können, und dass es immer Menschen geben wird, die auch am sonnigsten Himmel nach einer dunklen Wolke suchen, desto förderlicher wird es für ihr persönliches Wohlbefinden sein. Ignorieren Sie die Miesepeter, Nörgler und Besserwisser also am besten gleich und konzentrieren sich stattdessen auf die zweite Kategorie. Das sind die Menschen, die Sie in Ihrer persönlichen Einzigartigkeit unterstützen. 
 
Die Sie so akzeptieren wie Sie sind. Mit allen Stärken und Schwächen. Die ihnen zwar auch kritisches Feedback geben, Sie aber grundsätzlich bei all ihren Vorhaben unterstützen und Sie bedingungslos ermutigen. An denen Sie sich reiben und mit denen Sie gemeinsam wachsen können. Oder auf den Punkt gebracht: Menschen, die ihnen einfach gut tun. Ich selber habe dieses Konzept in den letzten Jahren sehr konsequent, ja fast schon radikal angewendet. 
 
Weil ich weiß, wie kostbar unsere Lebenszeit ist, möchte ich sie nur mit positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen verbringen. Mein Inner Circle (a.k.a. Team) ist daher handverlesen, und ich bin extrem dankbar, dass ich so tolle Freunde, Kollegen und Partner an meiner Seite habe.
 

Erfolgsfaktor Teamspirit: Wie sieht Ihr Inner Circle aus?

Wie ist es um Ihr Team bestellt? Was, darüber haben Sie sich noch niemals bewusst Gedanken gemacht? Dann wird es aber Zeit, sich einen Inner Circle aufzubauen, mit dem Sie gemeinsam die Zukunft bei den Hörnern packen können. Starten Sie am besten mit einer sorgfältigen Bestandsaufnahme. Umgeben Sie sich hauptsächlich mit positiven Menschen, die Sie so akzeptieren wie Sie sind und Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen, Träumen und Visionen unterstützen? 
 
Wenn ihre Antwort ja lautet, dann ist dies mehr als großartig. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht hoch, dass Sie in ihrem direkten Umfeld auch so einige Exemplare der bereits beschriebenen Energievampire finden werden. Menschen, die sich akribisch auf die Suche nach dem einzelnen Haar in der schmackhaften Suppe machen, ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu leben haben und ihnen Kraft, Mut und Energie absaugen, wie es ein ganzer Schwarm hungriger Moskitos nicht besser könnte.
 
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Feuern Sie die Energievampire, Zyniker und negativen Menschen

Wie es für jeden Fußballtrainer eine Selbstverständlichkeit ist, seine Elf vor der Saison so perfekt zusammenzustellen, dass die Saisonziele bestmöglich erreicht werden können, so sollten auch Sie Ihr Team, die Menschen in ihrem Umfeld und ihren inneren Zirkel ganz bewusst auswählen. Ihre Motivation, Leidenschaft und Denkweise wird es ihnen danken. Feuern Sie die Zyniker, Besserwisser und Energievampire möglichst noch heute. Umgeben Sie sich stattdessen mit positiven Menschen, Weltenbewegern und Möglichkeitsdenkern, die Sie so nehmen wie Sie sind und Sie beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen. 
 
Und nur, dass wir nichts schönreden, dieser psychische Hygieneprozess kann durchaus schmerzhaft sein, denn viele der besonders toxischen Zeitgenossen tummeln sich schon lange in unseren Leben. Aber erstens ist dieser Schritt unbedingt notwendig, wenn Sie ein glückliches und zufriedenes Leben führen wollen, und zweitens gibt es so viele tolle Menschen da draußen, die nichts lieber tun würden, als den Platz an ihrer Seite einzunehmen.
 

Zwei Wege, um ein erfolgreiches Team zusammenzustellen

Aber wie gelingt es nun am besten, die Menschen in ihr Leben zu ziehen, die perfekt in Ihr Team passen würden. Grundsätzlich geschieht dies auf zwei verschiedene Arten. Zum einen können Sie diese Auswahl sehr bewusst treffen. Wer inspiriert Sie, ist ein Vorbild oder ist bereits dort, wo Sie noch hinmöchten? Suchen Sie nach Wegen, mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen, aber tun Sie das bitte niemals mit einer Anspruchshaltung. Erfolgreiche Menschen geben zwar in der Regel sehr gerne, haben aber meist wenig Zeit und noch weniger Lust, dass ihre Gehirne und Herzen von Unbekannten angezapft werden. Fragen Sie sich stattdessen: „Was kann ich für diese Menschen tun, wie kann ich ihnen behilflich sein oder wie kann ich sie unterstützen?“  Entscheidend ist dabei die Reihenfolge. Erst einmal geben, ohne etwas dafür zu erwarten. So entsteht eine Beziehung, die dann wachsen und sich sogar zu tiefen Freundschaften entwickeln kann.
 
Der zweite Weg, eine Vielzahl von positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen in ihren inneren Zirkel zu ziehen ist das stete persönliche Wachstum. In jeder einzelnen Entwicklungsstufe wird sich ihr Umfeld entsprechend anpassen. Sie werden neue Freunde, Kollegen und Geschäftspartner anziehen, während alte sich verabschieden.Das ist der Lauf der Dinge, und ich bin immer wieder fasziniert, wie stark das innere Wachstum und das äußere Umfeld korrelieren. 
 

Gelebter Teamspirit: Andere Menschen groß machen

Doch ob Sie sich nun aktiv auf die Suche nach einem Team machen, der Sie in ihrer Einzigartigkeit und ihrem ganz individuellen Weg unterstützt, oder ob dies als Resultat ihrer Persönlichkeitsentwicklung geschieht, ich empfehle ihnen, den Blick nicht nur in der Einbahnstraße von innen nach außen zu richten und sich nur mit Menschen zu umgeben, die ihnen vermeintlich nutzen können. 
 
Machen Sie einen Unterschied. Behandeln Sie ihr Umfeld wertschätzend und achtsam. Seien Sie für Ihre Freunde, Kollegen und Geschäftspartner da. Und vor allem: Machen Sie die Menschen groß. Fungieren Sie als Mutmacher und seien Sie das Licht in einem häufig doch eher dunklen Alltag. Oder auf den Punkt gebracht: Machen Sie andere Menschen groß und Sie werden selber größer.
 
Nicht nur werden Sie durch diese Haltung viele spannende Persönlichkeiten in ihren Inner Circle ziehen, sondern zusätzlich auch noch einen dramatischen Anstieg an Glück, Erfüllung und Zufriedenheit erfahren. Der amerikanische Schriftstellers William Arthur Ward hat dies wunderschön zusammengefasst: „Wenn wir uns auf den Weg machen das Beste in anderen zu entdecken, werden wir unweigerlich das Beste in uns selbst hervorbringen.“ Wie wahr, denn niemand gewinnt alleine, und Erfolg ist immer das Ergebnis eines Teams, das voller Leidenschaft einer gemeinsamen Vision folgt.
 

Erfolgsfaktor Teamspirit in Unternehmen und Organisationen

„Ilja, es ist so: Ich bin wirklich sehr offen für neue Ideen und würde am liebsten mehrere Ziele auf einmal angehen. Aber meine Kollegen sind einfach veränderungsresistent und blocken jeden meiner Vorschläge immer sofort ab. Es ist einfach frustrierend, was soll ich nur tun?“ Egal, ob ich von meinen Kunden für eine Keynote, einen Change-Workshop oder ein Business Coaching gebucht werde, diesen oftmals von großer Frustration geprägten Hilferuf höre ich häufiger als mir lieb ist. 
 
Dabei spielt die Größe der jeweiligen Organisation keine Rolle, denn ich höre Sätze wie diesen sowohl in Kleinbetrieben, mittelständischen Unternehmen als auch in internationalen Konzernen. Und zwar von Menschen aller Hierarchieebenen. So klagen Mitarbeiter über ihre Chefs, die Chefs über ihre Mitarbeiter und die Kollegen aus dem Marketing über den Verkauf und die Verwaltung.
 
Das Ergebnis: Es entsteht eine Unternehmenskultur, die von gegenseitigem Misstrauen, Schuldzuweisungen und Innovationsfeindlichkeit geprägt ist. Ein Teufelskreis entsteht, denn wenn Menschen mehr gegeneinander als miteinander arbeiten, dann führt das unweigerlich zu mangelnder Leistungsbereitschaft, fehlender Kundenorientierung und damit schlussendlich zu sinkenden Umsätzen.
 
Tja, und wenn eine Firma dauerhaft mit fehlenden Gewinnen zu kämpfen hat, dann wird man schnell nervös und versucht entsprechend gegenzusteuern. Das sieht dann meist so aus: Die Chefetage, das HR Department oder eine externe Berateragentur erinnern sich an die alte Weisheit von Management Vordenker Peter Drucker, der so treffend feststellte, „dass die richtige Kultur die Strategie zum Frühstück isst.“ Und dann wird beschlossen, dass die Unternehmens-DNA dringend einer Renovierung oder gleich einer ganzen Neuausrichtung bedarf. 
 

Der Mensch im Mittelpunkt von Change Management

Grundsätzlich ist dieser Fokus auch vollkommen richtig, denn eine Kultur der Innovation, der Offenheit und des Muts zu neuen Wegen schlägt jede noch so ausgetüftelte Business Strategie um Längen. Denn eines ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Wenn Sie gut sind, dann werden Ihre Konkurrenten alles kopieren. Ihre Produkte. Ihre Preise. Möglicherweise sogar ganze Marketingideen. Doch sie werden niemals in der Lage sein, Ihre Kultur zu kopieren. Weil diese einzigartig ist. 
 
Es lohnt sich also, eine Veränderungskultur zu etablieren, die von jedem einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen geteilt und gelebt wird. Auf diese Weise wird der Umgang mit Veränderung nicht zu einem notwendigen Übel, sondern zu einer selbstverständlichen Haltung, die sich am Ende des Tages positiv auf Ihre Umsätze, Kundenzufriedenheit und Profitabilität auswirken wird.
 

Niemand gewinnt alleine: Kultur isst Strategie zum Frühstück

Ja, es sind immer die Menschen, die den entscheidenden Unterschied machen. Im positiven, wie im Negativen. Doch die Umsetzung dieser Erkenntnis sieht dann in der Praxis meist so aus, dass man die Entwicklung einer modernen Unternehmenskultur als oberste Priorität festlegt, große Plakate mit den neuen Werten der Firma an die Wände hängt und entsprechende Schulungsmaßnahmen in der gesamten Organisation ausrollt. Und dann wird trainiert. Das Verhalten gegenüber Kunden, die interne Art und Weise der Kommunikation oder auch die Veränderung der eigenen Einstellung zum Job. Das Ergebnis ist allerdings meist ernüchternd, denn bis auf wenige Ausnahmen bleibt auch nach einem abgeschlossenen Rollout solcher Schulungsmaßnahmen alles beim Alten.
 
Der gute, alte Menschenverstand sagt uns auch sehr deutlich, woran das liegt. Motivation, Begeisterung oder Leidenschaft für den eigenen Beruf sind alles Eigenschaften, die von innen nach außen wirken. Sie sind mit unserem Charakter und unserer Persönlichkeit untrennbar verknüpft. Aus diesem Grund lassen sie sich weder durch einen externen Trainer überstülpen, noch durch entsprechende Seminare schulen. Und so bleibt ein frustrierter und unmotivierter Mitarbeiter auch nach dem besten Verhaltenstraining immer noch ein frustrierter und unmotivierter Mitarbeiter. 
 
So sehr wir es uns manchmal auch wünschen würden, es ist schlichtweg unmöglich andere Menschen zu verändern. Ein bestehendes Team zu motivieren und für anstehende Veränderungen zu begeistern ist daher ein schwerer und meist auch kostspieliger Weg. Viel einfacher ist es, von Anfang an gleich die richtigen Menschen auszuwählen, die sich mit den eigenen Werten, Zielen und Zukunftsvisionen identifizieren. Dies setzt natürlich voraus, dass man sich der Unternehmens-DNA, den wichtigsten Werten und der eigenen Identität bewusst ist, denn nur dann kann man diese prägenden Eigenschaften auch nach Innen und Außen kommunizieren.
 

Mitarbeiterorientierung kommt vor Kundenorientierung

Immer mehr Unternehmen begreifen die Wichtigkeit der Unternehmenskultur und behandeln ihre Mitarbeiter als das, was sie sind: Als Erfolgsfaktor Nummer eins auf dem Weg in eine von Veränderung und Wandel geprägte Zukunft. Was auf den ersten Blick etwas exotisch anmuten mag, ist bei genauerer Betrachtung alternativlos. Um das zu begründen, möchte ich Ihnen eine These vorstellen:
 
In den Märkten von Morgen wird die Mitarbeiterorientierung wichtiger sein als die Kundenorientierung.
 
„Moment mal Ilja, habe ich das gerade richtig verstanden?“ Okay, ich bin mir bewusst, dass dieser Satz mit hoher Wahrscheinlichkeit das genaue Gegenteil von dem ist, was Sie bisher gehört, gelesen und möglicherweise sogar umgesetzt haben. Denn der Konsens im Business ist nach wie vor: Der Kunde ist König. Und da ist auch eine Menge dran, denn der Kunde sollte immer im Mittelpunkt sämtlicher unternehmerischer Anstrengungen stehen, schließlich sorgt er mit seinem Geld dafür, dass wir auch morgen noch etwas zu Essen auf dem Tisch und ein Dach über dem Kopf haben. 
 
Trotzdem sollten Sie immer Ihre Mitarbeiter an die erste Stelle setzen. Erst dann kommen Ihre Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre. Je klarer Sie Ihre Erwartungen, Werte und Ansprüche formulieren, desto besser kann sich ihr Team mit der Unternehmenskultur identifizieren. Das ist entscheidend, denn heutzutage muss ein Job einfach mehr bieten als nur das monatliche Gehalt und sechs Wochen Urlaub im Jahr. Menschen lechzen heute nach Bedeutung, einem tieferen Sinn und dem Gefühl, einen Unterschied machen zu können. 
 
Denken Sie immer dran: Das Team ist heilig. Und genau so sollten Sie ihre Mannschaft auch behandeln. Sorgen Sie für eine hohe Wertschätzung, für eine Atmosphäre, in der Ihre Mitarbeiter wachsen können und geben Sie jedem einzelnen Menschen die Chance, seine Talente, Stärken und Ideen einbringen zu können.
 

Ein echtes Team erfordert Zeit, Commitment und modernes Leadership

Der letzte Satz ist besonders wichtig, denn ein guter Chef ist in der Lage, ein Team für eine größere Vision zu begeistern, und es gleichzeitig jedem einzelnen Menschen auf dem Weg dorthin zu ermöglichen, als Persönlichkeit zu wachsen, und seine eigenen Träume zu verwirklichen. Ja, das bedeutet selbstverständlich, dass Sie Veränderung vorleben, als Vorbild vorangehen und bereit sind, bedingungslos zu geben. Sie finden das ungerecht? Mag sein, aber was wäre die Alternative? 
 
Nehmen Sie sich einfach ein Beispiel an der Sonne. Sie setzt ihre ganze Kraft dafür ein, sämtliche Sonnenstrahlen nach außen zu schicken, ohne jemals einen einzigen davon selber abzubekommen. Doch sie erhält etwas viel Größeres zurück. Sämtliche Pflanzen auf der Erde wenden sich ihr zu und orientieren sich an ihr. So funktioniert modernes Leadership, das sich an den Bedürfnissen der Zukunft ausrichtet. Denn eines sollte mittlerweile auch die letzte Führungskraft verinnerlicht haben. Die Zeit der Bosse ist endgültig vorbei ist. 
 
Heutzutage ist das oberste Gebot, jeden einzelnen Menschen bei seinen individuellen Bedürfnissen abzuholen, ihn gleichzeitig zu fordern und zu fördern. Auf diese Art und Weise entstehen die berühmten verschworenen Teams, die gemeinsam durch dick und dünn gehen und vermeintliche Wunderdinge vollbringen. Dabei ist es nichts anderes als das natürliche Resultat, wenn Menschen in einer wertschätzenden Atmosphäre ein gemeinsames Ziel verfolgen, und ihr persönlicher Beitrag dazu eine tiefe Bedeutung hat.
 
Tja, und so führt eine solche Philosophie am Ende des Tages eben doch zur denkbar besten Kundenorientierung, denn wenn Ihre Mitarbeiter gerne, mit einer hohen Motivation und viel Spaß zur Arbeit kommen, dann steigt die Zufriedenheit und damit die Leistung. Dies sorgt dafür, dass auch Ihre Kunden und Geschäftspartner mit einer ganz anderen Einstellung behandelt werden. 
 
Und all das gilt nicht nur fürs Business, sondern immer, wenn eine Gruppe von Menschen zusammenkommt. Für den Sportverein, die Arbeitsgruppe an der Uni und natürlich auch für das wichtigste Team der Welt, die Familie. Lassen Sie es wieder menscheln. Und zwar so radikal wie möglich. Denn in den Märkten von Morgen werden diejenigen zu den Gewinnern gehören, die begriffen haben, dass ein gelebter Teamspirit der wichtigste Erfolgsfaktor von allen sein wird.
 
Wie stehen Sie zum Erfolgsfaktor Teamspirit, liebe Leserinnen und Leser? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Die 100 besten Bücher aller Zeiten: Business Edition

Was sind die 100 besten Bücher aller Zeiten? Diese Frage ist ungemein schwer zu beantworten, insbesondere wenn es sich um Bücher aus dem Bereich Business handelt. Aus diesem Grund habe ich mir die Zeit genommen, einmal mein Bücherregal, meine Audible App und meine Kindle Bibliothek einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre habe ich nämlich hunderte von Business Büchern zu den unterschiedlichsten Themen gelesen, und die besten davon auch regelmäßig in meinen Change Monday Impulsen empfohlen.

Herausgekommen ist am Ende eine Liste mit den aus meiner Sicht 100 besten Büchern aller Zeiten. Dabei habe ich zwei Kriterien angelegt: 1) Ich muss das Buch selber gelesen (bzw. gehört) haben. Und 2) Das Buch muss mich auf die eine oder andere Art und Weise berührt, beeinflusst und verändert haben.
 

Die 100 besten Business Bücher, die man gelesen haben muss

Um Dir das Stöbern so übersichtlich wie möglich zu machen, habe ich die komplette Liste in zehn Top 10 Unterkategorien unterteilt. Auch dies war durchaus herausfordernd, denn nicht jedes Buch lässt sich eindeutig zuordnen und manche Werke hätten durchaus auch in drei bis vier verschiedenen Kategorien vertreten sein können.
 
Die 10 besten Entrepreneurship Bücher
Die 10 besten Leadership Bücher
Die 10 besten Marketing Bücher
Die 10 besten Persönlichkeitsentwicklung Bücher
Die 10 besten Management Bücher
Die 10 besten Psychologie Bücher
Die 10 besten Produktivitäts Bücher
Die 10 besten Kommunikations Bücher
Die 10 besten Change Management Bücher
Die 10 besten Business Biografien
 
Jedes einzelne Buch habe ich verlinkt, und mich dabei bemüht – sofern möglich – die deutsche Version zu verwenden. Manchmal ging dies logischerweise nicht, so dass ich das englische Original in die Liste aufgenommen habe. Aber ich empfehle sowieso immer, ein Buch in der Originalsprache zu lesen. Nicht nur kann man die Urgedanken der Autoren aufnehmen, es trainiert gleichsam auch die Verwendung der Fremdsprache. Und im zweiten Schritt die Motivation, diese auch anzuwenden.
 
Und noch ein letzter Hinweis. Selbstverständlich habe ich meine eigenen Bücher nicht mit in die Liste aufgenommen. Erstens würde ich mir niemals anmaßen, mich auf eine Stufe mit Seth Godin, Ariana Huffington oder Stephen King zu setzen und zweitens gibt es sowieso genug Eigenlob auf dieser Welt. Wenn Du trotzdem einen Blick auf meine Bücher werfen willst, dann kannst Du das unter diesem Link tun.
 
 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Unternehmertum

  1. Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen von Eric Ries
  2. Me, Inc.: Build an Army of One, Unleash Your Inner Rock God, Win in Life and Business von Gene Simmons
  3. Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer: Wie Sie und Ihr Unternehmen neue Dynamik gewinnen von Stefan Merath
  4. Linchpin – Are You Indispensible? von Seth Godin
  5. The E-Myth Revisited: Why Most Small Businesses Don’t Work and What to Do About It von Michael E. Gerber
  6. The 4-Hour Work Week: Escape the 9-5, Live Anywhere and Join the New Rich von Tim Ferriss
  7. Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen – Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein von Günter Faltin
  8. #AskGaryVee: One Entrepreneur’s Take on Leadership, Social Media, and Self-Awareness von Gary Vaynerchuck
  9. Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte von Robin Sharma
  10. The Hard Thing About Hard Things: Building a Business When There Are No Easy Answers von Ben Horowitz

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Leadership

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Marketing

  1. Hooked: Wie Sie Produkte erschaffen, die süchtig machen von Nir Eyal
  2. Expert Secrets – The Underground Playbook for Converting Your Online Visitors into Lifelong Customers von Russel Brunson
  3. The 1-Page Marketing Plan: Get New Customers, Make More Money, And Stand Out From The Crowd von Alan Dib
  4. The Innovator’s Dilemma: Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren von Clayton Christensen
  5. This Is Marketing: You Can’t Be Seen Until You Learn to See von Seth Godin
  6. Buyology – Warum wir kaufen, was wir kaufen von Martin Lindstrom
  7. Launch Die Ultimative Anleitung für das E-mail-Marketing von Jeff Walker
  8. Blink – Die Macht des Moments von Malcom Gladwell
  9. Contagious: Why Things Catch On von Jonah Berger
  10. Made to Stick: Why some ideas take hold and others come unstuck von Chip und Dan Heath

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Personal Development

  1. The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life von Mark Manson
  2. Think and Grow Rich: Die ungekürzte und unveränderte Originalausgabe von „Denke nach und werde reich“ von 1937 von Dr. Napoleon Hill
  3. The Wim Hof Method: Activate Your Potential, Transcend Your Limits von Wim Hof
  4. The One Thing: Die überraschend einfach Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg von Gary Keller
  5. The Big 5 for Life – Was im Leben wirklich zählt von John Strelecky
  6. The School of Greatness: A Real-World Guide to Living Bigger, Loving Deeper, and Leaving a Legacy von Lewis Howes
  7. Mad Genius von Randy Gage
  8. Shut Up, Stop Whining, and Get a Life: A Kick-ButtApproach to a Better Life-Second Edition von Larry Winget
  9. Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling
  10. The Obstacle Is the Way: The Timeless Art of Turning Trials into Triumph von Ryan Holiday

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Management

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Psychologie

  1. Mindset – Changing The Way You think To Fulfil Your Potential von Dr. Carol Dweck
  2. … trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager von Viktor Frankl
  3. Everything Is Figureoutable von Marie Forleo  
  4. The War of Art – Break Through the Blocks and Win Your Inner Creative Battles von Steven Pressfield
  5. Schnelles Denken, Langsames Denken von Daniel Kahnemann
  6. Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg von Steven Covey
  7. Influence, New and Expanded: The Psychology of Persuasion von Robert Cialdini
  8. The Millionaire Fastlane: Crack the Code to Wealth and Live Rich for a Lifetime von MJ DeMarco
  9. Think Again – Die Kraft des flexiblen Denkens von Adam Grant

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Produktivität

  1. Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen von James Clear
  2. Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World von Cal Newport
  3. Eat that Frog: 21 Wege, wie Sie in weniger Zeit mehr erreichen von Bryan Tracy
  4. On Writing: A Memoir of the Craft von Stephen King
  5. Building a Second Brain: A Proven Method to Organise Your Digital Life and Unlock Your Creative Potential von Tiago Forte
  6. Getting Things Done: The Art of Stress-Free Productivity von David Allen
  7. Das Zettelkasten-Prinzip: Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen von Söhnke Arens
  8. Flow – Das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi
  9. Steal Like an Artist: 10 Things Nobody Told You About Being Creative von Austin Kleon
  10. Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger. Ein neuer Minimalismus erobert die Welt von Greg McKeown

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Kommunikation

  1. Choose Your Story, Change Your Life: Silence Your Inner Critic and Rewrite Your Life from the Inside Out von Kindra Hall
  2. Building a StoryBrand: Clarify Your Message So Customers Will Listen von Donald Miller
  3. Respekt! Wie Sie Ansehen bei Freund und Feind gewinnen von René Borbonus
  4. Words That Work: It’s Not What You Say, It’s What People Hear von Frank Luntz
  5. Geh nie alleine essen! – Und andere Geheimnisse rund um Networking und Erfolg von Keith Ferrazzi
  6. On Becoming Fearless: …in Love, Work, and Life von Ariana Huffington
  7. Wie man Freunde gewinnt: Das einzige Buch, das Sie brauchen, um beliebt und einflussreich zu sein von Dale Carnegie
  8. Miteinander reden 1-4 von Friedemann Schulz-von-Thun
  9. Der Almanach von Naval Ravikant: Ein Leitfaden auf dem Weg zu Reichtum und Glücklichsein von Eric Jorgenson
  10. Leise Menschen – starke Wirkung: Wie Sie Präsenz zeigen und Gehör finden von Sylvia Löhken

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Change Management

  1. Who Moved My Cheese?: An A-Mazing Way to Deal with Change in Your Work and in Your Life von Spencer Johnson
  2. Imagine It Forward: Courage, Creativity, and the Power of Change von Beth Comstock
  3. Leading Change: Wie Sie Ihr Unternehmen in acht Schritten erfolgreich verändern von John Kotter
  4. Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen! von Chip und Dan Heath
  5. ADKAR: A Model for Change in Business, Government and Our Community von Jeffrey Hiatt
  6. Change (the) Management: Why We as Leaders Must Change for the Change to Last von Al Comeaux
  7. HBR’s 10 Must Reads on Change Management vom Harvard Business Review
  8. Change mich am Arsch: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und sich selbst kaputtverändern von Axel Koch
  9. Doing Agile Right: Transformation Without Chaos von Darrel Rigby
  10. You’re It: Crisis, Change, and How to Lead When It Matters Most von Leonard Marcus et al

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Biografien

  1. Astrid Lindgren. Ihr Leben von Jens Andersen
  2. Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens von Arnold Schwarzenegger
  3. Shoe Dog: Die offizielle Biografie des NIKE-Gründers von Phil Knight
  4. Ozzy: Die Autobiografie von Ozzy Osbourne
  5. Die wahre Geschichte von McDonald’s von Ray Kroc
  6. Hoeneß: Die Biografie von Patrick Strasser
  7. Der lange Weg zur Freiheit: Autobiographie von Nelson Mandela
  8. Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers von Walter Isaacson
  9. Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert – Die Biografie von Ashlee Vance
  10. Michael Jordan: The Life von Roland Lazenby

 

Die 100 besten Bücher aller Zeiten: Welche fehlen noch?

Ich hoffe sehr, dass meine subjektive Liste der 100 besten Bücher aller Zeiten für Dich wertvoll und inspirierend war. Ich würde sie gerne noch erweitern. Und zwar um DEINE Buchempfehlungen. Welche Business Bücher haben Dich geprägt? Welche verschenkst Du gerne? Und gibt es eine Kategorie, die aus Deiner Sicht noch fehlt? Schreib Deine Empfehlungen am besten direkt ins Kommentarfeld…

Was ist ein Solopreneur – Definition und Tipps

Was ist ein Solopreneur?

„Was ist ein Solopreneur?“ Diese Frage höre ich in letzter Zeit immer wieder, wenn ich mit Menschen über mein neuestes Buch – Erfolgreich Selbstständig als Solopreneur – Selbstbestimmt und profitabel zum digitalen Business –  spreche. Klar, die Begriffe Selbstständiger (laut sind übrigens beide Schreibweisen – Selbstständigkeit (mit zwei st) und Selbständigkeit (mit einem st) korrekt), Unternehmer oder auch Entrepreneur sind seit vielen Jahren geläufig.

Und spätestens seit der Diskussion um die Coronahilfen der Bundesregierung kennt man auch die Gruppe der so genannten Soloselbstständigen. Aber ein Solopreneur? Das ist für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Zeit, das zu ändern, nicht wahr? Denn das Modell des Solopreneurs ist nicht nur besonders, sondern wahrscheinlich auch eines der attraktivsten Zukunftsmodelle für Menschen, die sich ein selbstbestimmtes, unabhängiges und profitables Business aufbauen wollen.

In diesem Artikel wollen wir daher einen Blick auf die Definition des Begriffs „Solopreneur“ werfen und was das daraus resultierende Geschäftsmodell des „Solopreneurship“ so besonders macht.

Solopreneur Definition und Abgrenzung

Das Wort Solopreneur setzt sich aus zwei Silben zusammen: Solo + Entrepreneur = Solopreneur.

Dabei steht das Wort „Solo“ für „alleine“ oder „einzige(r)“ und das Wort „Entrepreneur“ stammt aus dem Französischen (entre prende) und lässt sich wohl am besten mit „gestaltender Unternehmer“ übersetzen.

Ein Solopreneur ist also auf jeden Fall ein Selbstständiger, der sein Unternehmen alleine führt. Viele Menschen denken in diesem Fall dann sofort an den Einzelkämpfer, der alleine auf weiter Front vor sich hinwurschtelt, an den Freelancer, der Monat für Monat ums Überleben kämpft oder auch an die Anfang der 2000er Jahre berühmt gewordene „Ich-AG“.

Doch all diese Einschätzungen könnten im Falle des Solopreneurs falscher nicht sein. Doch bevor wir uns die Besonderheiten anschauen, wollen wir aus Gründen der Klarheit die einzelnen Begrifflichkeiten noch einmal voneinander abgrenzen:

  • Selbstständiger: Das Gegenteil eines abhängigen Angestellten, also jemand der ein eigenes Unternehmen (in Form eines Einzelunternehmens, UG, GmbH oder Freiberufler) gründet. Das Hauptmerkmal der Selbstständigkeit ist dabei, dass die Gründer auf eigenen Namen und eigene Rechnung tätig sind, und niemand anderem weisungsgebunden ist. Die selbstständigen Berufe sind dabei vielfältig. Angefangen beim Handwerker, über Rechtsanwälte, Künstler, Architekten, Physiotherapeuten, Journalisten, Steuerberater, Notare oder Ärzte.
  • Unternehmer: Jeder Unternehmer ist logischerweise auch selbstständig, doch in der Regel ist die Geschäftstätigkeit so stark angestiegen, dass das Unternehmen Mitarbeitende eingestellt hat, feste Büroräume besitzt und seine Zeit hauptsächlich dafür nutzt, AM Unternehmen (strategische Entscheidungen, definieren von Zielen, visionäre Handlungen) und nicht IM Unternehmen (abarbeiten von Prozessen des täglichen Geschäfts) arbeitet, um das Unternehmen konstant wachsen zu lassen und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Den klassischen Unternehmer findet man insbesondere im (von mir sehr geschätzten) Mittelstand vor.
  • Freelancer: Der Freelancer ist dadurch charakterisiert, dass er seine Zeit gegen Geld tauscht und in der Regel auf der Basis von Projekten für verschiedene Auftraggeber tätig ist. Dies kann der selbstständige Berater genau so sein wie der Webdesigner, die Fotografin oder die IT Spezialistin. Freelancer sind meistens als One-Man, bzw. One-Woman-Shows unterwegs und kümmern sich daher um den kompletten Ablauf ihres Unternehmens selber, von der Bürorganisation über die Buchhaltung bis hin zu ihrer eigenen Kernkompetenz.

Die Besonderheit von Solopreneurship

Kommen wir nun zum Solopreneur. Obwohl dieser ebenfalls alleine arbeitet, bedeutet es nicht, dass er einer der typischen Einzelkämpfer ist. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Denn obwohl selten feste Mitarbeiter eingestellt werden, haben Solopreneure oft ein Team (in Form von virtuellen Assistenten, Freelancern und Dienstleistern) an das sie all ihre Aufgaben delegieren, die nicht zur eigenen Kernkompetenz gehören.

Ebenso tauschen sie selten Zeit gegen Geld, denn das Geschäftsmodell ist so aufgebaut, dass es auf skalierbaren Prozessen basiert. Das bedeutet übrigens nicht, dass Solopreneure nicht auch Zeit gegen Geld eintauschen, sie tun dies aber bewusst und aus freier Entscheidung. Ich liebe beispielsweise meine Tätigkeiten als Keynote Speaker und Vortragsredner genauso wie meine Unternehmercoachings und das Schreiben von Büchern. Und ich habe mir meine Unternehmensstruktur so eingerichtet, dass ich für diese Dinge möglichst viel Zeit habe.

Solopreneur Beispiele

Die Tätigkeit eines Solopreneurs lässt sich wohl am besten mit folgenden drei Begriffen definieren: Selbstbestimmt. Ortsunabhängig. Und profitabel.

Klingt zu schön, um wahr zu sein, nicht wahr? Und in der Tat träumen viele angehende Solopreneure davon, mit dem Laptop auf dem Schoß unter einer Palme in der Karibik einen Cocktail zu schlürfen, während das passive Einkommen im Minutentakt hereinkommt. Und auch wenn das durchaus möglich ist, sind die Geschäftsmodelle der meisten Solopreneure wesentlich solider, ja fast schon unsexy. Dafür sind sie effektiv und lassen am Ende des Monats mit Freude auf den Kontostand blicken.

Doch alle erfolgreichen Solopreneure haben eines gemeinsam: Der Erfolg ihres Unternehmens basiert nicht auf Zufall, sondern auf einer ganz klaren Strategie. Denn nur wenn man weiß, welche Prozesse, Aufgaben und Tätigkeiten immer wieder anfallen, kann man beginnen diese zu standardisieren und an das (virtuelle) Team delegieren. Das Ziel ist dabei einfach: Zeit für die Aufgaben und Tätigkeiten zu haben, die man am liebsten den ganzen Tag tun möchte. Und je besser man die eigene Unternehmensstruktur definiert hat, desto einfacher und schneller gelingt es.

Zeit für ein Fazit:

  • Ein Solopreneur ist selbstständig.
  • Ein Solopreneur ist alleine verantwortlich, arbeitet aber i.d.R. mit einem (virtuellen) Team zusammen.
  • Ein Solopreneur tauscht nur Zeit gegen Geld, wenn er/sie sich dafür bewusst entscheidet.
  • Ein Solopreneur hat sein Unternehmen so strukturiert, dass es ihm erlaubt seine Produkte und Dienstleistungen zu skalieren.
  • Ein Solopreneur digital und bietet auch sein Angebot entsprechend an.

Und noch eine persönliche Ergänzung von mir:

  • Ein Solopreneur hat den spannendsten, erfüllendsten und coolsten Job der Welt

Wie stehst Du zu dem Thema? Wenn der Artikel für Dich wertvoll war, dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

Übrigens gibt es auch ein Video zum Thema „Was ist ein Solopreneur“…viel Spaß beim Anschauen.

 

Ziele erreichen: Ein wirkungsvoller Quick-Check

Ziele erreichen leicht gemacht

Ziele erreichen kann einfach sein. Oder kompliziert. Je nachdem, wie wir das Thema angehen. Und möglicherweise denkst Du Dir jetzt gerade: „Ach nee, nicht noch ein Artikel über Ziele!“ Wenn das der Fall sein sollte, dann möchte ich Dich gerne einladen, Dir die drei Minuten Zeit zu nehmen, diesen Artikel möglicherweise doch zu lesen.

Denn ersten werden wir nicht über 0815-Formel (think SMART Ziele & Co.) sprechen, sondern uns dem Thema so praktisch wie möglich widmen.

Und zwar in einem wirkungsvollen Quick-Check, der Dich persönlich weiterbringen und auch Dein Business auf die nächste Stufe bringen wird.

Ziele erreichen: Der Status Quo

Habe ich Dich überzeugt? Dann möchte ich Dir direkt eine Frage stellen:

Wie zufrieden bist Du im Moment in folgenden Bereichen auf einer Skala von 1-10 (wobei 1 gar nicht und 10 nicht zu übertreffen ist)?

  • Deinem Solopreneur Business
  • Deiner familiären Situation
  • Deiner Beziehung/Partnerschaft
  • Deiner persönlichen Entwicklung
  • Deiner Gesundheit / Fitness
  • Deinen Finanzen

Wenn Du mit dem Status Quo in irgendeinem System Deines Lebens nicht wirklich happy bist (und das ist ganz normal, denn wir können uns nun mal nicht auf alles gleichzeitig konzentrieren), dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern!

Ziele erreichen: Vision und Purpose

Aber welche Ziele hast Du? Wovon träumst Du? Und welche Vision treibt Dich dabei an?

Wie auch immer die Antworten auf diese drei essenziellen Fragen lauten, was auch immer Du erreichen, wovon Du auch träumst und was Deine konkrete Vision für Dein Leben ist: Entscheidend ist, dass Du noch heute den Schalter umlegst und konsistent dranbleibst. Als eine Art Kompass soll Dir dabei dieser Ziele-Quick-Check dienen.

Hier ist ein wichtiger Reminder. Vergiss bitte niemals (nein, nicht Eisern Union):

Es ist niemals:

  • einfach
  • leicht
  • der richtige Zeitpunkt
  • perfekt
  • garantiert
  • gleich

Es gibt immer:

  • Gründe, es nicht zu tun
  • wichtige andere Termine
  • andere Menschen, die es Dir ausreden wollen
  • Tage, an denen Du Dich nicht gut fühlst
  • Situationen, auf die Du nicht vorbereitet bist
  • Steine, die im Weg liegen
  • Zweifel
  • äußere Umstände
  • Schlaflose Nächte
  • spätes zu Bett gehen
  • frühes Aufstehen
  • schlechtes Wetter
  • Einwände, die dagegen sprechen

Du wirst Dich auch niemals

  • „Danach“ fühlen
  • Mit allen Eventualitäten auseinandergesetzt haben
  • Optimal vorbereitet fühlen

Es scheint daher immer einfacher zu sein:

  • es nicht zu tun
  • doch beim Alten zu bleiben
  • lieber auf der Couch zu sitzen und Netflix Serien zu bingen
  • Dich mit den Gegebenheiten zu arrangieren
  • zu resignieren
  • anderen die Schuld zu geben
  • Ausreden und Gründe zu suchen, warum es nicht klappen kann
  • aufzugeben
  • den Erwartungen anderer zu entsprechen, anstatt den eigenen

Stimmst Du mir bis hierhin zu? Dann habe ich einen weiteren Reminder für Dich.

Ziele erreichen: Ein wichtiger Reminder

Denk immer dran:

Das Leben ist hart! Du bekommst nichts geschenkt und musst jeden Tag aufs Neue angreifen! Denn Zufriedenheit, Erfolg im Business und Gesundheit fallen nun mal nicht einfach vom Himmel!

Aber trotzdem, oder gerade deswegen brauchst Du niemals:

  • Den perfekten Business-Plan
  • Eine Schritt-für-Schritt Anleitung, die jede Eventualität mit einschließt
  • Ein 100 % perfektes Ergebnis
  • Das beste Auto, Büro, Equipment, etc.
  • Den neuesten Business-Hack
  • Die geheime Marketing Formel, die nur die Gurus kennen
  • Nach der einen, alles verändernden Silver Bullet zu suchen (Spoiler Alert: Es gibt sie nämlich nicht!)

Stattdessen gilt beim Thema Ziele erreichen: Fang´ einfach an! Folgen Deinem Herzen und nutze dabei Deinen Verstand. Die Kombination ist einfach unschlagbar. Und wenn Du auf dem Weg manchmal zweifelst:

Es ist vollkommen okay:

  • Nicht alles im Vorfeld zu wissen und nicht alle Antworten zu haben (egal was man Dir gerne einreden will, die hat niemand!).
  • Manchmal ein flaues Gefühl im Bauch zu haben
  • Gelegentlich hinzufallen
  • Auf dem Weg Fehler zu machen, daraus zu lernen und besser zu werden.
  • Dich auch mal mit 80 % zufriedenzugeben (statt ewig auf die 100 % zu warten, die sowieso niemals eintreten werden)

Was hingegen überhaupt nicht okay ist:

  • Zu erwarten, dass alles glatt und von selbst läuft
  • Sofort aufzugeben, wenn es nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast
  • Sofortigen Erfolg und Ergebnisse zu erwarten
  • Doch lieber beim “alten” zu bleiben, und trotzdem zu erwarten, dass sich etwas ändert
  • Über das Leben, die Umstände, die Kollegen, den Chef, Deine Kunden etc. zu jammern, ohne etwas daran zu ändern
  • Dich permanent zu fragen “was wäre wenn?” ohne es jemals ausprobiert zu haben
  • Deine Ziele, Träume und Visionen für die Erwartungen anderer Menschen aufzugeben

 

Gib´ einfach Dein Bestes und mach Dein Ding! Der Erfolg wird sich einstellen. Fang an, zu handeln und Dinge anzupacken. Und geh´ Deinen Weg. Manchmal wird er steinig sein und Du wirst viele Steine aus dem Weg räumen müssen. Du wirst Fehler machen. Ja, es wird passieren. Auch Dir. Es nennt sich Leben. Und je mehr es sind, desto besser. Denn aus Fehlern lernst Du! Wichtig ist (Und sorry, Cheesy Alert:

Steh´ einmal mehr auf, als Du hinfällst!

Und wenn nicht JETZT, wann dann?

Du willst mehr, als Du aktuell hast?

Dann beweise es Dir (und keinem anderen!)

Beim Umsetzen und Ziele erreichen wünsche ich Dir den größtmöglichen Erfolg.

Herzlichst, Dein Ilja

Inbox Zero – 7 Tipps für den Umgang mit der Email Flut

Kennst Du das auch? Viele Solopreneure, Führungskräfte, Manager und Unternehmerinnen werden täglich von einer riesigen Masse an Emails erschlagen: Kundenanfragen, Abstimmungen, Rechnungen, Newsletter oder Deine Mutter, die nachfragt, warum Du sie schon wieder nicht angerufen hast. Schnell kommen da pro Tag mehrere hundert Emails zusammen.

Und während man verzweifelt versucht, zumindest die wichtigsten Emails abzuarbeiten, kommen schon wieder die nächsten rein. Der Berg wird immer größer, die Frustration nimmt zu und irgendwann resigniert man komplett.

Inbox Zero ist möglich 

Doch das muss nicht sein, und in diesem Blogartikel erfährst Du die 7 besten Tipps, um dem Email-Horror zu entkommen und stattdessen jeden Tag mit dem beruhigenden Gefühl des Inbox Zero abzuschließen. Denn auch, wenn es aktuell noch etwas utopisch klingt: Inbox Zero (also den Tag mit einem komplett leeren Posteingang zu beenden) ist gar nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Und zwar unabhängig davon, wie viele Emails Du am Tag erhältst, und egal ob Du Gmail, Outlook, Superhuman, Spark, Apple Mail oder jedes andere Email Programm verwendest. 

Lass uns daher direkt einsteigen. Hier kommen sie also, die 7 Tipps, um der E-Mail Flut zu entkommen und jeden Arbeitstag mit Inbox Zero abzuschließen.

1. Feste Email Zeiten

Entweder Du kontrollierst Deine Emails oder Deine Emails kontrollieren Dich. Hab ich recht? Und bei den meisten Menschen ist das letztere der Fall. Wann immer eine neue Benachrichtigung eingeht, starrt man wie gebannt auf den Laptopbildschirm, das Smartphone oder sogar die Apple Watch, lässt sich dadurch ablenken und verliert den kompletten Fokus.

Um das zu verhindern, empfiehlt es sich, feste Zeiten zu definieren, um die eigenen Emails zu bearbeiten. Dies kann zweimal am Tag sein (bspw. Morgens um 09:00 Uhr und Abends um 20:00 Uhr), alle zwei Stunden oder jede Stunde um Viertel nach. Hauptsache, es passt in Deinen Tagesablauf. Auf diese Weise bist Du in der Lage, Deine Emails fokussiert abzuarbeiten, Inbox Zero zu erreichen und den Rest der Zeit für produktive Arbeit zu haben.

2. Notifications ausstellen

Dieser Tipp klingt so simpel, hat aber eine enorme Wirkung, denn er hilft Dir dabei, Dich nicht ablenken zu lassen und den Fokus auf produktive Arbeit richten zu können. Sobald Du die Notifications (für Deine Emails, idealerweise aber natürlich für sämtliche Apps) auf all Deinen Geräten abgestellt hast, läufst Du nie wieder Gefahr „mal schnell eben“ die Emails zu checken. Auf diese Art und Weise wird es Dir wesentlich leichter fallen, Inbox Zero Tipp Nummer 1 konsequent umzusetzen. 

3. Email Disziplin 

Einer der Hauptgründe, warum wir überhaupt nach Strategien für Inbox Zero nachdenken müssen, ist der schludrige Umgang mit Informationen und Kommunikation. Gehe daher selber mit gutem Beispiel voran und frag Dich vor jeder Email: 

„Muss diese Email wirklich sein, oder könnte es auch ein Anruf, eine WhatsApp oder ein persönliches Gespräch tun?“

Und wenn Du eine Email schreibst, dann komm schnell zum Punkt und fass Dich kurz. Ganz wichtig: Besonders in Konzernen ist es üblich geworden, dutzende Empfänger in Kopie zu setzen, nur um sich selber abzusichern. Das bedeutet, mit einer Email flutest Du nicht eines, sondern unzählige Postfächer, obwohl sie nur für ein bis zwei Menschen relevant gewesen wäre. Nimm deshalb nur Menschen ins CC, für die die Informationen relevant und wichtig sind.  

4. Ein gutes Filtersystem 

Ein gutes Filtersystem ist der Schlüssel für Inbox Zero. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass nur die wirklich wichtigen Emails in Deiner Inbox landen, während Rechnungen, Newsletter oder Benachrichtigungen aller Art automatisch in spezielle Ordner verschoben werden. Die wichtigen und priorisierten Mails arbeitest Du dann in Deinen festen Zeiten ab, während Du den Rest ein oder zweimal in der Woche überfliegst und die Inhalte konsumierst, die Dich wirklich interessieren. Programme wie Gmail, Superhuman oder Spark haben solche Filter von Haus aus eingebaut, ansonsten empfiehlt sich der Einsatz der Software SaneBox.

5. Fokus auf Mehrwert

Darauf aufbauend: Melde Dich radikal von sämtlichen Newslettern, Email-Listen und Abos ab, die sich im Laufe der letzten Jahre angesammelt haben (Ja, auch von dem einen, wo Du Dir immer vornimmst, ihn irgendwann einmal zu lesen. Aber wir beide wissen, dass das sowieso nie geschehen wird, nicht wahr?). Behalten solltest Du nur diejenigen, die Dir wirklich Mehrwert bieten und die Du gerne liest. Glaub mir, dieses Aufräumen wirkt extrem befreiend.

6. Jede Email sofort bearbeiten 

Kommen wir zum vielleicht wichtigsten Tipp, nämlich jede Email während Deiner in Tipp 1 definierten Zeitfenster SOFORT zu bearbeiten. Dies kann auf folgende Arten geschehen.

  • Du antwortest direkt.
  • Wenn die Email ein To-Do nach sich zieht, dann erledigst Du die Aufgabe umgehend.
  • Du delegierst das To-Do oder die Beantwortung der Email.
  • Du leitest die Email inklusive To-Do an Deinen Task-Manager weiter.
  • Wenn Du aktuell nichts tun kannst (weil das To-Do in der Zukunft liegt, Du noch Informationen benötigst, oder andere Personen beteiligt sind), dann snooze die Email und leg sie Dir auf die elektronische Wiedervorlage, so dass sie an einem bestimmten Termin wieder in Deinem Posteingang auftaucht.

Das Prinzip hinter all diesen Möglichkeiten sollte klar sein: Keine Email darf unbearbeitet in der Inbox liegen.

7. Immer nach DEINEM System arbeiten

Wenn Du mit diesen Tipps ein Inbox Zero System aufgebaut hast (und zwar eines, das zu DEINEM Tagesablauf passt), dann arbeite damit und lass Dir keins von anderen Menschen aufzwingen. Das versuchen nämlich mehr Menschen, als Du vielleicht denkst. Möglicherweise kennst Du das ja auch: Ich bekomme so häufig Emails, in denen im Betreff dick und fett WICHTIG, DRINGEND oder UMGEHENDE ANTWORT ERFORDERLICH steht. Aber was wichtig, dringend und umgehend ist, das entscheidest Du und niemand anders. 

Mit diesen 7 Tipps wirst Du in der Lage sein, der Email Flut zu entkommen, und schon bald das Gefühl genießen zu können, jeden Arbeitstag mit Inbox Zero zu beenden. Und wenn Du Dich jetzt fragst, womit Du sofort anfangen kannst, dann frag Dich, wo die größten Schwachstellen in Deinem Email System sind und wie kannst Du diese beheben kannst.

Welche zusätzlichen Tipps hast Du noch? Ich freue mich auf Deinen Kommentar 🤗

Und wenn Du den Inhalt lieber in Form eines Videos konsumieren möchtest, dann wünsche ich Dir nun viel Freude und Inspiration.

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