Komfortzone verlassen – 7 Tipps für mehr Flexibilität im Leben

Die eigene Komfortzone verlassen. Wer möchte das nicht gerne? Doch wie so häufig im Leben hört sich dieser Vorsatz in der Theorie extrem leicht an, während die praktische Umsetzung leider eine Menge Herausforderungen mit sich bringt. Doch glücklicherweise lässt sich das Motto „Raus aus der Komfortzone“ lernen, trainieren und dauerhaft im eigenen Alltag integrieren. Und mit den 7 Tipps aus diesem Artikel werden auch Sie hoffentlich bald zu den Menschen gehören, zu deren Stärken Flexibilität und Mut gehören.

Das Komfortzonenmodell

Bevor wir uns daran machen, uns Wege und Methoden anzuschauen, die eigene Komfortzone verlassen zu können, wollen wir uns zunächst ein wenig den theoretischen Hintergründen widmen. Ganz grob betrachtet gibt es vier große Verhaltensbereiche in ihrem Leben: Die Komfortzone, die Angstzone, die Lernzone und die Wachstumszone. In allen vier Zonen befinden Sie sich mehr oder weniger regelmäßig und die konkrete Verteilung hat einen direkten Einfluss auf ihren persönlichen und unternehmerischen Erfolg, sowie ihre generelle Zufriedenheit.

 komfortzonenmodell

Die Komfortzone

Hier fühlen Sie sich so richtig wohl. Sie haben alle Ressourcen zur Verfügung und sind jederzeit Herr der Lage. Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten sind gut ausgebaut und auf alle Eventualitäten vorbereitet, so dass selten bis nie Probleme.

Wenn Sie das tun, was Sie immer tun, dann befinden Sie sich in ihrer Komfortzone. Nehmen Sie beispielsweise einen Tischler, der einen Schrank anfertigen soll, und jeden einzelnen Arbeitsschritt schon hunderte Male ausgeführt hat. Alles passt und fühlt sich gut an. Man könnte ihn auch Nachts um 4 Uhr anrufen und er würden die Arbeit genauso ordentlich erledigen, sogar, wenn er noch halb im Schlaf wäre.

So weit, so gut, das große Problem ist in diesem Verhaltensbereich nur, dass überhaupt kein persönliches Wachstum stattfindet. Da ja so gut wie nie Probleme und Herausforderungen auftreten, greifen Sie ausschließlich auf bewährte und bekannte Methoden zurück. Wozu auch, denn das Leben in dieser Zone ist ja sehr bequem und alles läuft rund. Es ist zwar auch nicht besonders aufregend, aber dieser Mangel an Abwechslung wird durch eine gesteigerte Bequemlichkeit wieder ausgeglichen. Doch es führt nun mal kein Weg daran vorbei, wenn Sie durch eine Steigerung ihrer Flexibilität zu mehr Wahlmöglichkeiten gelangen wollen, dann müssen Sie ihre Komfortzone verlassen. Ihr Verhaltensrepertoire und ihre Persönlichkeit müssen einfach wachsen.

Denn Wachstum gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Wenn Sie nicht wachsen, dann leben Sie nur vor sich hin und werden es sehr schwer haben, glücklich und erfolgreich zu leben. Merken Sie sich beim Lesen der nächsten Absätze (ach, am besten für den Rest ihres Lebens) daher bitte folgenden Satz: Ihre Lebensqualität hängt von dem Grad an Wachstum ab, mit dem Sie dauerhaft komfortabel leben können

Die Angstzone

Jenseits der Komfortzone lauert das Unbekannte auf Sie. Die Angstzone beginnt, und Ihr bewusster (und unbewusster!) Verstand versucht Sie mit aller Macht zur Umkehr zu bewegen. Dadurch, dass Sie auf einmal neuen und noch nie erlebten Situationen ausgeliefert sind, beginnen Sie zu zweifeln, nach Ausreden zu suchen und würden am liebsten sofort wieder aufgeben.

Kein Wunder, denn so vieles kann schiefgehen, wird nicht beim ersten Mal klappen und eine hartnäckige innere Stimme wird Sie permanent daran erinnern, wie wenig Selbstvertrauen Sie in dieser Zone doch haben. Nicht selten werden Sie sich überfordert fühlen, weil so viele neue Eindrücke auf Sie einprasseln. Ihre wichtigste Aufgabe ist es daher, den Versuchungen des inneren Widerstands zu widerstehen und stattdessen bewusst den Weg der kleinen Schritte zu gehen. Die Unsicherheit zu umarmen und in persönliches Wachstum zu transformieren. Und dies so häufig zu wiederholen, bis sich die ersten Erfolgserlebnisse einstellen.

Die Lernzone  

In diesem Bereich sind viele Dinge neu für Sie und Sie müssen aktiv nach neuen Lösungen und Verhaltensweisen suchen. Bei allen Problemen und Lösungen können Sie auf einen großen Erfahrungsschatz und ein ausgeprägtes Wissen zurückgreifen. Trotz vieler unbekannter Variablen haben Sie das Gefühl, durch bewusste Entscheidungen bestimmen zu können, wie Sie mit den Herausforderungen umgehen.

Nehmen Sie wieder das Beispiel des Tischlers, der sich bewusst entschieden hat, etwas Neues auszuprobieren. Dies könnte die Fertigung eines Möbelstücks mit einem ganz neuen Verfahren oder die Fortbildung in der Verarbeitung branchenfremder Materialien sein. In dieser Zone lernen Sie eine Menge neuer Fähigkeiten, eignen sich neues Wissen und Überzeugungen an, machen auch den einen oder anderen Fehler und wachsen dadurch entsprechend.

Die Wachstumszone

Veränderung macht dann am meisten Spaß, wenn Sie mit Purpose, Erfüllung und Balance einhergeht. Und genau das geschieht in der Wachstumszone. Mittlerweile ist Ihr Selbstvertrauen enorm gestiegen, so dass Sie sich Dinge zutrauen, von denen Sie früher noch nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Voller Freude und Leichtigkeit stürzen Sie sich auf das Lösen von Problemen, probieren neue Ideen umgehend aus und entwickeln sich zu einem Vorbild für Ihr Umfeld. Ihre neuen Fähigkeiten, Skills und Eigenschaften sind Ihnen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen und helfen Ihnen als unbewusste Automatismen dabei, Ihre Ziele und Träume zu erreichen.

Aber noch etwas anderes, viel Wichtigeres geschieht, sobald Sie beginnen, einen Großteil Ihrer Zeit in der Wachstumszone zu verbringen. Fast wie von selbst verschieben sich nämlich die Grenzen sowohl Ihrer Komfort- als auch Ihrer Angstzone. Auf der einen Seite erweitert sich die Komfortzone. Kein Wunder, denn was vor einiger Zeit noch vollkommen undenkbar und jenseits bekannter Regeln und Standards erschien, ist mittlerweile zur gelebten Realität geworden.

Gleichsam verkleinert sich aber auch die Angstzone, denn viele Situationen, in denen Sie in der Vergangenheit noch mit zitternden Knien und pochendem Herzen reagiert hätten, sind mittlerweile für Sie zu einer perfekten Gelegenheit geworden, als Mensch zu wachsen und neue Erfahrungen zu machen. Werden die Zweifel, die Unsicherheit und die Angst jemals komplett verschwinden? Natürlich nicht. Und das ist auch gut so, sind sie doch der perfekte Indikator, dass Sie gerade dabei sind, etwas Außergewöhnliches zu tun.

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Komfortzone verlassen – Bedeutung und Psychologie

Und, haben Sie während der Lektüre schon einen kleinen Abgleich gemacht, in welchem Bereich Sie sich am liebsten aufhalten? Wichtig ist, dass Sie sich dabei vor Augen halten, dass es sich um ein dynamisches Modell handelt, welches sich permanent in der Breite verschiebt. Wenn beispielsweise die Fläche der einzelnen Zonen zur Zeit 10 Quadratzentimeter betragen würde, dann können diese durch entsprechendes Lernen, Wachsen und die Akkumulation neuer Ressourcen schnell auf 50 oder 100 Quadratzentimeter anwachsen.

Genauso verschieben sich natürlich die Grenzen zwischen den einzelnen Zonen. Denn was heute noch vollkommen neu und ungewohnt für Sie ist, kann bei entsprechendem Training schnell normal werden und sich dadurch in ihre Komfortzone verschieben, die natürlich um den Lernfaktor größer geworden ist. Und in der Wachstumszone ist dieser Effekt natürlich noch wesentlich stärker.

Komfortzone verlassen: Beispiele aus dem Alltag

Wann immer Sie also in einer Situation das Gefühl haben, etwas überfordert zu sein, ihr Puls in die Höhe schießt und sich erste Schweißtropfen auf ihrer Stirn bilden, wissen Sie ab sofort, dass es sich um einen wichtigen Moment in ihrem Leben handelt, denn Sie sind höchstwahrscheinlich am Rand ihrer Komfortzone angelangt und dabei, etwas Großartiges zu lernen und zu wachsen.

Während dies bei manchen Menschen schon bei einer kleinen Rede auf der Hochzeit vom Kollegen, dem Anruf bei einem schwierigen Kunden oder der Aussicht auf das Konfliktgespräch mit der Chefin der Fall ist, müssen sich andere solche Momente regelrecht suchen, und machen Abenteuerurlaub, springen nur von einem dünnen Seil gesichert von einer Brücke über 100 Meter in die Tiefe oder halten sich giftige Skorpione als Haustiere.

Raus aus der Komfortzone – Das große Dilemma

Kommen wir nun zum eigentlichen Dilemma. Wenn es doch so offensichtlich ist, dass Menschen nur in der Wachstums- und der Lernzone ihren Zielen und Träumen näher kommen, dann müsste doch eigentlich jeder permanent auf der Suche nach Gelegenheiten sein, in denen er seine Komfortzonengrenzen verschieben und damit sein Glück und seinen Erfolg vergrößern kann, nicht wahr?

Doch diese Annahme könnte falscher nicht sein, denn tatsächlich können Sie genau das Gegenteil beobachten. Menschen verharren den Großteil des Lebens in ihrer Komfortzone und verschenken damit nicht nur eine riesige Menge ihres Potenzials, sondern vor allem die Möglichkeit, das zu bekommen, wovon Sie träumen und was Sie im Leben erreichen wollen. Sie richten sich ihren eigenen goldenen Käfig ein und statten diesen im Laufe der Zeit mit immer mehr gemütlichen Accessoires aus.

Und dann sitzen sie dort und träumen von einem aufregenden Leben, ihren Visionen aus der Kindheit und in einem besonders mutigen Moment auch davon, einmal etwas zu wagen und sich einen lange gehegten Traum zu erfüllen. Doch da die Unsicherheit zu groß ist, wird dieser Gedanke meist auch schnell wieder verdrängt und die eigene Komfortzone noch bequemer eingerichtet. Die Sicherheit des Bekannten wird dem Unbekannten der Freiheit vorgezogen. Und führt dann in der Retrospektive des Lebens regelmäßig zu dem bereits erwähnten: „Ach, hätte ich mich doch getraut…“

Komfortzone verlassen #1: Eine Bucketliste erstellen

Was sind die hundert wichtigsten Dinge, die Sie erleben, besitzen oder sein wollen bevor Sie sterben? Die Antworten ergebn als Resultat Ihre so genannte Bucketliste. Dabei handelt es sich um nichts anderes als um Ihre Träume aus der Kategorie „Ich würde so gerne mal…“. Beispiele wären der eigen Porsche 911 in der Garage, die Position der Vorstandsvorsitzenden in einem bestimmten Unternehmen oder die Weltreise auf einem Segelschiff.

Mit der Erstellung Ihrer Bucketlist haben Sie eine Sache sichergestellt: Sie besitzen 100 Ziele, bei denen Sie sich um die notwendige Motivation keine Sorgen machen müssen. Weil die einzelnen Punkte nämlich so enorm wichtig für Sie sind. Und gleichzeitig alle außerhalb Ihrer Komfortzone liegen.

Komfortzone verlassen #2: Sich den eigenen Ängsten stellen

Wenn es um das Komfortzone verlassen geht, dann gilt folgende universelle Regel: Die Veränderungen, vor denen Sie sich am meisten fürchten, bringen die größten Durchbrüche. Und je häufiger Sie sich Ihren Ängsten stellen, desto größer werden die dadurch entstehenden Durchbrüche sein. Dies wird am Anfang etwas Überwindung kosten, aber im Laufe der Zeit immer einfacher werden. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten Ängste unbegründet sind, und nur in Ihrem Kopf riesengroß sind.

Komfortzone verlassen #3: AuJa zur Veränderung sagen

Je häufiger Sie AuJa zur Veränderung sagen, desto häufiger werden Sie in Situationen geraten, die Ihre Komfortzone erst stretchen und im Laufe der Zeit wachsen lassen werden. Wann immer Sie mit einer neuen Idee konfrontiert werden, man Sie einlädt, Teil eines neuen Projekts zu werden oder es einfach gilt, neue Wege auszuprobieren, sagen Sie AuJa. Und zwar selbst dann, wenn Sie sich noch nicht bereit fühlen, nicht über alle Fähigkeiten oder die notwendige Erfahrung verfügen. Faszinierende Dinge werden geschehen, sobald Sie auf diese Art und Weise Ihre Komfortzone verlassen.

Komfortzone verlassen #4: Viele kleine Erfolgserlebnisse

Es ist viel erfolgsversprechender, wenn Sie hundert mal Ihre Komfortzone ein kleines Stückchen verlassen, als ein einziges mal richtig extrem. Der Weg der kleinen Schritte führt nämlich auf der einen Seite dazu, dass das aktive Einlassen auf neue Erfahrungen für Sie zu einer kraftvollen Gewohnheit wird. Je häufiger Sie sich außerhalb Ihrer Komfortzone befinden, desto mehr Erfolgserlebnisse werden Sie feiern. Auf diese Weise steigt Ihr Selbstbewusstsein fast schon automatisch, was widerum dazu führt, dass Sie sich häufiger trauen, noch häufiger Ihre Komfortzone zu verlassen.

Komfortzone verlassen #5: In fremde Länder reisen

Wenn es um das Thema „Komfortzone verlassen“ geht, dann ist für mich das Reisen die wohl beste Trainingsmethode. Denn jede Begegnung mit fremden Kulturen, Sprachen, Gebräuchen, Sitten und Besonderheiten führt zwangsläufig dazu, dass Sie sich auf etwas Neues einlassen müssen. Nichts erweitert Ihre Komfortzone daher so intensiv wie das regelmäßige Reisen. Und es spielt dabei keine Rolle, ob Sie ans andere Ende der Welt reisen, oder nur eine neue Region Ihres Heimatlandes besuchen. Eines steht fest: Sie werden ein anderer Mensch sein, wenn Sie zurückkehren.

Komfortzone verlassen #6: Jeden Tag eine neue Sache

Eine Gewohnheit, die ich vor vielen Jahren in meinem Beruf als Keynote Speaker und Autor etabliert habe ist folgende: Ich baue jeden Tag etwas in meine Arbeit ein, dass ich vorher noch nie gemacht habe. Dies können Kleinigkeiten wie das Ändern eines einzelnen Wortes sein, aber auch größere Dinge wie der Austausch einer besonders wichtigen Story in einer meiner Keynotes. Auch hier ist die Intention wieder das Neue zu einer Normalität werden zu lassen. Probieren Sie diesen Tipp unbedingt aus. Er wirkt nicht nur extrem kraftvoll, sondern macht auch eine Menge Spaß.

Komfortzone verlassen #7: Einen Change Buddy suchen

Wie so häufig im Leben macht auch das Komfortzone verlassen zu Zweit mehr Spaß. Es empfiehlt sich daher, sich einen Change Buddy zu suchen, mit dem Sie gemeinsam neue Erfahrungen machen. Dies führt nicht nur zu einer erhöhten Motivation, sondern sorgt auch für die nötige Verbindlichkeit bei Ihren Vorhaben. Ein Change Buddy kann eine Freundin, ein Familienmitglied oder auch eine Kollegin sein. Hauptsache, Ihre Ziele sind ähnlich und Sie vertrauen sich gegenseitig.

Raus aus der Komfortzone – Ein Fazit

Echtes Leben und außergewöhnluche Erfolge passieren immer außerhalb der Komfortzone. Weil dort unbekannte Wege, verrückte Ideen und noch nie probierte Verhaltensweisen auf Sie warten. Doch je häufiger Sie sich diesen Veränderungen stellen, desto eher wachsen Sie als Persönlichkeit und werden dadurch zu einer besseren Chefin, einem erfolgreicheren Unternehmer oder einer glücklicheren Führungskraft. 

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist, dass Sie das Komfortzone verlassen nicht als ein temporäres Projekt bgreifen, sondern als ein besonderes Mindset und eine generelle Lebenseinstellung. Auf diese Weise wird Ihr Alltag nicht nur bunter intensiver und schöner, sondern auch erfolgreicher. Beim Ausprobieren der 7 Tipps wünsche ich Ihnen daher jede Menge Spaß und unvergessliche Erfahrungen!

Herzlichst,

Ihr Ilja Grzeskowitz

Keynote Speaker Ausbildung – Erfolgreicher Top Speaker werden

Eine Keynote Speaker Ausbildung besuchen und dann ein erfolgreicher Top Speaker werden. Davon träumen viele. Du auch? Ein professioneller Redner zu werden, ist eine großartige Möglichkeit, Dein Fachwissen und Deine Erfahrungen mit einem breiten Publikum zu teilen. Es ist jedoch kein leichter Weg, und es erfordert Zeit, Geduld und harte Arbeit, um erfolgreich zu sein.
 
Das schreckt Dich nicht ab? Dann möchte ich Dir mit diesem Artikel die wichtigsten zehn Erfolgsfaktoren verraten, mit denen Du Deine Karriere als professioneller Vortragsredner von Anfang an auf gesunde Beine stellen kannst. Entweder als Ergänzung oder sogar als Alternative zu einer Keynote Speaker Ausbildung.
 
Eine der Fragen, die ich nach meinen Vorträgen nämlich so häufig gestellt bekomme, wie keine zweite ist die folgende: “Sag mal Ilja, wie wird man denn eigentlich Keynote Speaker?” Wenn Du Dir meine Vita anschaust, dann wirst Du feststellen, dass ich in diesen Beruf mehr oder weniger durch Zufall hineingeschliddert bin.
 
Und wenn ich mir die erfolgreichsten Keynote Speaker Deutschlands (und natürlich ebenso weltweit) anschaue, dann ist es bei allen ähnlich gelaufen. Bevor wir direkt einsteigen, hier noch ein Hinweis. Wenn Du tiefer in die Hintergründe eines Keynote Speakers einsteigen möchtest, dann empfehle ich Dir meinen Artikel Was ist ein Keynote Speaker?
 

Keynote Speaker werden: Mehr als ein Beruf

Den Beruf des Keynote Speakers kann man nämlich an keiner Schule lernen, es ist auch kein anerkannter Ausbildungsberuf und es gibt auch kein Curriculum an Universitäten oder Fachhochschulen. Stattdessen werden Keynote Speaker aufgrund ihrer ausgewiesenen Expertise und Erfahrung in einem bestimmte Bereich von Firmen, Organisationen oder Verbänden gebucht, um auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen für einen hohen Mehrwert zu sorgen.
 
Das entscheidende Wort dabei ist “gebucht”, denn während auf den einschlägigen brancheninternen Events oftmals für den Slot auf einer Bühne gezahlt wird , erhalten professionelle Vortragsredner immer ein Honorar, dass bei den richtig guten durchaus im hohen vier- und bei Promi-Rednern im fünfstelligen Bereich liegen kann. 
 

Brauche ich eine Keynote Speaker Ausbildung?

Hier die Kurzversion: Nein, Du brauchst keine Keynote Speaker Ausbildung. Denn auch wenn die verschiedenen Angebote zurzeit wie Pilze aus dem Boden schießen, kann man diesen Beruf ganz einfach nicht an einem Wochenende, mehreren Wochen oder gar einem Jahr lernen. Um diese Aussage zu überprüfen, musst Du Dir nur die erfolgreichen Keynote Speaker anschauen. Nicht ein einziger hat jemals eine Keynote Speaker Ausbildung absolviert. Wie wir gleich sehen werden, ist einzig und alleine die Expertise und Erfahrung entscheidend.
 
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass man nicht an den unterschiedlichsten handwerklichen Fähigkeiten wie Rhetorik, Kommunikation, den Einsatz der Stimme oder der Wirkung der eigenen Körpersprache arbeiten könnte. Denn Profis tun genau das jeden einzelnen Tag. Allerdings holen sie sich dabei in der Regel die Unterstützung der absolut besten Coaches in den einzelnen Bereichen.
 

Top Speaker werden – Welche Expertise hast Du?

Auch wenn viele Speaker bekannte Persönlichkeiten sind, so werden sie doch in den meisten Fällen über Ihr Fachgebiet gebucht. Daher ist es wichtig, dass Du ein Experte in einem bestimmten Bereich bist, damit Du Dein Publikum mit nützlichen und relevanten Informationen versorgen kannst.
 
Wenn Du zum Beispiel ein erfahrener Unternehmer bist, kannst Sie über Themen wie Unternehmertum und strategisches Denken sprechen. Finanzexperten eben Impulse zu Finanzplanung, Investitionen und Finanzmanagement. Und ehemalige Manager sind natürlich perfekte Ansprechpartner für modernes Leadership. Je mehr Erfahrung Du in solchen Dingen hast, desto glaubwürdiger wirkst Du auf Deine Zuhörer und baust damit Vertrauen und Bekanntheit auf.
 

Entwickele eine messerscharfe Positionierung

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass alle erfolgreichen Persönlichkeiten (und auch alle Keynote Speaker in dieser Kategorie) eine klare Positionierung besitzen? Wofür willst Du stehen, für welche Werte soll Deine Marke bekannt sein, und welche Ecken und Kanten machen Dich als Mensch aus? Je klarer Du dies herausarbeiten und kommunizieren kannst, desto sichtbarer wirst Du innerhalb Deiner Zielgruppe und baust nachhaltiges Vertrauen auf, das so essenziell für das Wachstum Deines Netzwerkes ist.
 

Keynote versus Vortrag

Eine Keynote ist vom Inhalt und von der Struktur vollkommen anders aufgebaut, als ein (Fach)Vortrag. Während es in letzterem oftmals hauptsächlich um die Vermittlung von Wissen und Informationen geht, hat eine gute Keynote vor allem drei Ziele: Inspiration, Unterhaltung und die Einladung neue Perspektiven auf ein Thema einzunehmen.
 
Einen guten Keynote Speaker erkennt man daran, dass er (und natürlich auch sie) in der Lage ist, ein komplexes Thema so herunterzubrechen, dass man dem Inhalt nicht nur gut folgen kann, sondern dabei auch die eigenen Denk- und Verhaltensmuster herausgefordert werden, während durch eine kurzweilige Darbietung Emotionen geweckt werden. Aus diesem Grund findet man eine Keynote auch entweder zu Beginn oder am Ende eines Events.
 

Eine gute Keynote wird entwickelt, nicht geschrieben

Eine gute Keynote ist das Aushängeschild eines erfolgreichen Top Speakers. Es ist daher unabdingbar, dass Du viel Zeit in die Entwicklung und Verfeinerung Deiner Speech investierst. Allerdings kann dies niemals am Reißbrett geschehen, sondern ausschließlich in der Interaktion mit echten Menschen.
 
Der Grund? Kommunikation ist immer wie ein Ping Pong Spiel aus Aktion und Reaktion. Jede Botschaft, jedes Beispiel, jede Story und jeder Gag muss daher unter live Bedingungen getestet und danach entweder verworfen oder weiterentwickelt wird. Als Faustregel gilt: Eine Keynote sollte ungefähr 100 mal gehalten werden, bis sie richtig gut ist. Und ja, Du hast an dieser Stelle richtig gelesen. 
 

Die verschiedenen Hüte eines Keynote Speakers

Ein Keynote Speaker hat auf einer Konferenz gleich mehrere Rollen. Zum einen wird er natürlich als Experte für sein Fachgebiet eingeladen. Doch das ist noch lange nicht alles. Er ist gleichsam Eisbrecher, Übermittler wichtiger Botschaften, Entertainer und insbesondere der Redner, der die Emotionen im Publikum weckt. Je besser Du Dir dieser verschiedenen Rollen bewusst bist, desto besser kannst Du sie ausfüllen.
 

Meistere die Kunst des Storytellings

Von Daniel Kahnemann stammt der Satz: “Noch nie hat jemand eine Entscheidung aufgrund von Zahlen, Daten und Fakten getroffen. Menschen brauchen Geschichten.” Aus genau diesem Grund sind alle erfolgreichen Keynote Speaker auch immer Meister im Erzählen von Geschichten.
 
Und Du solltest die Kunst des Storytellings ganz oben auf Deine Prioritätenliste setzen. Wenn Du in der Lage bist, Deine Inhalte in persönliche, spannende und emotionale Storys zu verpacken, dann werden Deine Zuhörer Dir nicht nur dauerhaft an den Lippen hängen, sondern Deine Botschaften auch viel besser und vor allem nachhaltig hängenbleiben.
 

Ein Top Speaker ist authentisch

Viele angehende Keynote Speaker haben das Gefühl, dass sie eine besondere Rolle spielen müssten, sobald sie eine Bühne betreten. Das führt dann meist dazu, dass eine übertriebene Gestik verwendet, mit einer überzeichneten Stimme gesprochen und sich auf eine Art und Weise verhalten wird, die eher an einen Laienschauspielkurs an der Volkshochschule erinnert, als an einen professionellen Redner.
 
Auch eine Keynote ist am Ende nur eine Unterhaltung zwischen Dir und Deinem Publikum. Finde daher am besten so schnell wie möglich Deinen eigenen Stil und kommuniziere auf Augenhöhe. Und das gelingt am besten, wenn Du Dich traust, Du selber zu sein und mit Deiner Authentizität zu punkten.
 

Hol Dir Unterstützung von Coaches und Mentoren

Was unterscheidet die außergewöhnlichen Keynote Speaker von den guten und mittelmäßigen? Es ist das Mindset des lebenslangen Lernens und die Bereitschaft immer wieder dazuzulernen. Besonders dann, wenn man von Außen denken könnte, dass sie “es” geschafft hätten. Dazu holen sie sich die Unterstützung von Coaches und Mentoren in den Bereichen Humor, Bühnenpräsenz, Rhetorik, Körpersprache oder der Entwicklung der eigenen Stimme.
 
Denn wer aufhört, besser zu werden, der hört auf, gut zu sein. Wenn Du Unterstützung beim Start oder Ausbau Deiner Karriere als Keynote Speaker benötigst, dann stehe ich Dir mit meinen verschiedenen Speaker Coaching Programmen gerne als Dein persönlicher Mentor zur Seite. Und wenn Du Dir erst mal einen Überblick verschaffen möchtest, dann empfehle ich Dir meinen Onlinekurs, die Professional Speaking Masterclass.
 
Ich hoffe, dass es mir mit diesem Artikel gelungen ist, aufzuzeigen, dass eine Keynote Speaker Ausbildung zwar durchaus sinnvoll sein kann, echte Expertise und Erfahrung allerdings nie ersetzen kann. Ich freue mich auf Deinen Kommentar zu dem Thema.
 
Herzlichst, Dein

Was macht einen guten Leader aus? Die 7 wichtigsten Eigenschaften

Was macht einen guten Leader aus? Diese Frage ist in Zeiten von Veränderung, Transformation und permanentem Wandel immer relevanter. In der Kurzform kommt hier die Zusammenfassung. Es ist ein ganz besonderes Mindset, dass sich aus 7 Leadership Eigenschaften zusammensetzt: Klarheit. Vertrauen. Transparenz. Empathie. Reflexion. Entscheidungsfähigkeit. Und Positivität.
 

Leadership vs. Management

Doch nun zur ausführlichen Antwort auf die Frage “Was macht einen guten Leader aus?”. Dieser unterscheidet sich schon qua Definition vom klassischen Manager. Denn während dieser sich um die Organisation von Prozessen, die Verwaltung bestehender Strukturen und die Optimierung vorhandener Ressourcen kümmert, dreht sich beim Thema Leadership alles um das Führen von Menschen. Um das Vermitteln einer Vision, die Kommunikation gemeinsamer Ziele und die Fähigkeit, diverse Persönlichkeiten zu einem verschworenen Team zusammenzuführen. Den genauen Unterschied zwischen Leadern und Managern können Sie sich in diesem Artikel ausführlich durchlesen.  An dieser Stelle wollen wir uns jetzt die sieben Eigenschaften anschauen, die einen guten Leader ausmachen. 
 

Leadership Eigenschaft #1: Klarheit

Nur wer Klarheit über die eigenen Werte, die gemeinsamen Ziele und die geplante Strategie hat, kann diese auch klar nach Außen kommunizieren. Gutes Leadership beginnt daher immer mit Klarheit. Über die eigene Wirkung. Die eigene Kommunikation. Den eigenen Umgang mit Veränderung. Und natürlich das eigene Mindset. Nicht umsonst beginnt gute Führung immer mit exzellenter Selbstführung. Ist diese jedoch gegeben, dann folgen einem die Menschen um einen herum fast schon von selbst.
 

Leadership Eigenschaft #2: Vertrauen

Vertrauen ist die Basis von allem. Und eine unabdingbare Eigenschaft guter Führungskräfte. Ohne Vertrauen keine Weiterentwicklung, keine Offenheit und insbesondere keine konstruktive Fehlerkultur. Je mehr Sie Ihrem Team vertrauen, desto mehr werden diese Ihnen dies mit Einsatz, Commitment und Zusammenhalt zurückzahlen. Und das ist der versteckte Bonus: Nichts motiviert Menschen nämlich so sehr, wie das Gefühl zu haben, dass man ihnen vertraut. 
 
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Leadership Eigenschaft #3: Transparenz

Gute Leader kommunizieren immer transparent. Behalten keine Infos für sich und teilen ihr Wissen, ihre Ziele und Gedanken mit dem Team. Auf diese Weise gibt es keine geheimen Grüppchen, alle befinden sich auf Augenhöhe und jeder fühlt sich abgeholt. Zwei Dinge möchte ich jedoch besonders herausstellen, wenn es um transparente Kommunikation geht: Die eigenen Zweifel und Erwartungen. Kein Leader kann alles wissen. Ganz im Gegenteil. In Zeiten, die von Unsicherheit und Komplexität geprägt sind, ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Hier offen auch die eigenen Schwächen zu zeigen, ist tatsächlich eine große Stärke, die alle guten Leader vereint.
 
Zum anderen sollten Erwartungen immer ausgesprochen werden. Schlechte Leader zeichnen sich dadurch aus, dass diese sich nur in ihrem eigenen Kopf befinden. Und dann wundern sie sich, warum sie nicht erfüllt werden.
 

Leadership Eigenschaft #4: Empathie

Für mich die wohl wichtigste Leadership Eigenschaft der Zukunft. Und ja, ich bin mir bewusst, dass Empathie von vielen Oldschool Führungskräften (think: Boss!) immer noch als Zeichen von Schwäche definiert wird. Doch das könnte falscher nicht sein. Empathie bedeutet nichts anderes, als die Werte, Erwartungen, Hoffnungen und Gefühle der individuellen Persönlichkeiten zu kennen und auf eine Art und Weise zu kombinieren, dass jeder auf seine Art glücklich wird und gleichsam unbändige Lust hat, Teil des Teams zu sein.
 

Leadership Eigenschaft #5: Reflexion

Das eigene Ego ist der größte Feind guter Leader. Daher ist persönliche Reflexion so unwahrscheinlich wichtig. Denn die regelmäßige Auseinandersetzung mit dem eigenen Mindset, den wichtigsten Werten und dem Soll- bzw. Ist-Zustand führt zu der so wichtigen Klarheit, die dann im nächsten Schritt wieder zu außergewöhnlich guter Kommunikation führt.
 

Leadership Eigenschaft #6: Verbindlichkeit

Hiermit sind zwei Dinge gemeint. Zum einen das zu tun, was man angekündigt hat zu tun. Und zwar immer. Ohne Ausnahme. Denn gute Leader lassen immer Taten statt Worte sprechen. Dies bedingt aber den zweiten Faktor, nämlich die Fähigkeit, gute Entscheidungen treffen zu können. Je verbindlicher eine gute Führungskraft nämlich in der Lage ist, faire, zeitnahe und verständliche Entscheidungen zu treffen, desto mehr gibt sie den Menschen um sich herum Orientierung. Und die ist nun mal eine unbedingte Voraussetzung für gutes Leadership.
 

Leadership Eigenschaft #7: Positivität

Kennen Sie einen guten Leader, der mit Negativität die Köpfe und Herzen der Menschen gewonnen hat? Sehen Sie, ich auch nicht. Gute Leader sind positiv. Und zwar immer. Das bedeutet nicht, dass sie den kompletten Tag mit einem Grinsen durchs Leben gehen. Nein, auch Leader zweifeln, haben Sorgen und regen sich über Missstände auf. Hier ist eher die grundlegende Attitüde gemeint, die auf einem unumstößlichen Optimismus, auf Hoffnung und dem positiven Blick auf die Zukunft beruht. Und diese Positivität ist wie ein kleiner Funke, der sich immer weiterverbreitet. 

 

Was macht einen guten Leader aus: Ein Fazit

Zusammenfassend können wir feststellen, dass gutes Leadership keine Sache ist, die man theoretisch lernen kann. Gute Leader wachsen oftmals erst in ihre Aufgabe hinein, weil nämlich gleichsam ihre Persönlichkeit wächst. Aber wenn Sie sich auf die sieben Eigenschaften des Leadership Mindsets in diesem Artikel konzentrieren, dann haben Sie eine sehr gute Grundlage, auf der Sie Ihren ganz persönlichen Führungsstil aufbauen können. 
 
Bleiben noch zwei Fragen: Was macht für einen guten Leader aus, für Sie ganz persönlich? Und welche Eigenschaften würden Sie ergänzen? Ich freue mich auf Ihren Kommentar…

Entscheidungen treffen lernen – 7 geniale Tipps für mehr Klarheit im Leben

Entscheidungen treffen lernen. Es klingt so einfach. Und ist doch so schwer. Management Guru Peter Drucker hat einmal gesagt: „Wenn Sie irgendwo ein erfolgreiches Unternehmen sehen, dann liegt es daran, dass irgendwann irgendjemand eine mutige Entscheidung getroffen hat.“ Wie richtig er doch mit dieser Aussage lag. Und zwischen den Zeilen hören wir noch etwas anderes heraus. Jeder erfolgreiche Unternehmer ist immer auch ein guter Entscheider.

Oder andersherum, wenn Sie nicht die gewünschten Ergebnisse in Ihrem Leben erzielen, dann liegt die Vermutung nahe, dass Sie an Ihrer Entscheidungskompetenz arbeiten sollten. Sie fragen sich warum? Ganz einfach, weil die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, die wichtigste Eigenschaft eines erfolgreichen Unternehmers, Managers und grundsätzlich jedes einzelnen Menschen ist.

Die richtigen Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen ist also in der Realität wesentlich schwieriger, als in der Theorie. Denn wie viele Menschen kennen Sie, die Weltmeister im Ankündigen, Planen und Vornehmen von Veränderungen sind, aber dann regelmäßig an der Umsetzung scheitern? Wie häufig hatten Sie selbst schon eine grandiose Idee, wollten auch die entsprechenden Entscheidungen treffen, aber konnten diese nicht in die Tat umsetzen? Es mag Sie jetzt überraschen, aber die meisten Menschen haben kein Umsetzungs- sondern ein Entscheidungsproblem. Es ist das Resultat von Wischi-Waschi-Werten und dem damit einhergehenden Mangel an klaren Prioritäten. 

Die Folgen sind fatal: Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass andere Menschen einem die Entscheidungen schon abnehmen werden. Der Chef, die Kollegen, der Lebenspartner, die Nachbarn, der Kellner, die Verkäuferin oder die allseits beliebte und niemals wirklich definierbare Entität namens “Die da Oben”. 

Entscheidungen treffen Psychologie: Der Spiegel der eigenen Prioritäten

So gut wie jedem traut man zu, für einen selber Entscheidungen treffen zu können. Nur man selbst drückt sich davor wie der Teufel vor dem Weihwasser. Diese unentschlossenen Menschen können Sie auch sehr gut an ihrer Sprache erkennen, denn sie verwenden auffallend häufig ihre Lieblingswörter „eigentlich“, “eventuell”, möglicherweise” und „vielleicht“. Denn wenn man lediglich vielleicht darüber nachdenkt, ob man sich möglicherweise zu einem bestimmten Zeitpunkt eventuell entscheiden könnte, ob man sich eigentlich verändern will, dann muss man sich doch gar nicht festlegen! Und das gefällt den meisten Menschen.
 
Aber warum ist das überhaupt so? Warum will sich niemand mehr festlegen? Warum fällt es vielen Menschen so schwer, sich zu entscheiden? Zum einen spielen da natürlich die eigenen Werte eine zentrale Rolle. Wenn ich nicht weiß, wie meine Prioritäten im Leben aussehen, dann kann ich mich auch nicht danach verhalten. Wenn ich innerlich unsicher bin, dann ist es nicht möglich, im Außen klare Entscheidungen zu treffen. Doch in den allermeisten Fällen ist es gar nicht so, dass sich jemand nicht festlegen kann. Vielmehr liegt es am Wollen. 

Entscheidungen zu treffen bedeutet, sich festzulegen

Denn es gibt ein zentrales Merkmal einer jeden Entscheidung: Immer wenn Sie sich für etwas entscheiden, dann entscheiden Sie sich gleichzeitig auch gegen etwas. Mit allen Konsequenzen, Entbehrungen und Konflikten. Aber eben auch mit den entsprechenden Resultaten. Bei jeder einzelnen Entscheidung wägen Sie innerlich ab, wo Ihre Prioritäten liegen. Es immer eine Frage, was Ihnen wichtiger ist. Es ist immer ein „Entweder oder“. Ein paar Beispiele gefällig?
 
  • Sie können entweder die Freiheit des eigenen Unternehmens haben oder die (vermeintliche) Sicherheit einer Festanstellung.
  • Sie können entweder den wichtigen Kundenanruf tätigen oder zum zehnten Mal am Tag auf LinkedIn die Statusmeldungen checken.
  • Sie können entweder früh morgens für Ihren Traumkörper trainieren oder eine Stunde länger im warmen, gemütlichen Bett verbringen.
  • Sie können entweder Ihre nächsten Karriereschritte planen oder den Abend mit den Kumpels in der Kneipe verbringen.
  • Sie können entweder Überstunden für das wichtige Projekt einlegen oder die wohltuende Wirkung von zehn Stunden Schlaf genießen.
  • Sie können alles dafür tun, um den lange ersehnten Posten als Abteilungsleiterin zu ergattern, oder auf Ihren pünktlichen Feierabend beharren.
  • Sie können einen romantischen Urlaub mit Ihrem Lebenspartner genießen oder mit Ihren Freunden an den Ballermann reisen.
  • Sie können Zeit mit Ihren Kindern verbringen oder bis abends um zehn im Büro sitzen.
  • Sie können daran arbeiten, Ihre Träume in die Tat umzusetzen, oder das Nachtleben Ihrer Stadt unsicher machen.
  • Sie können entweder Entscheidungen treffen lernen oder Sie werden einen dauerhaften Zustand der Unzufriedenheit verspüren.

Entscheidungen fällen ist gar nicht so einfach – Aber man kann es lernen

Beim Entscheidungen treffen lautet die entscheidende Frage immer: „Was ist Ihnen wichtiger?“ Wenn Sie das für sich beantworten können, dann fällt es Ihnen auch nicht schwer, sich festzulegen. Je mehr Sie auf kraftvolle Werte zurückgreifen können und je mehr Sie eine nachhaltige Motivation aufgebaut haben, desto eher werden Sie bereit sein, alles dafür zu tun, Ihre Ziele zu erreichen. Und weil das eben immer auch Arbeit, Disziplin und Commitment bedeutet, sind die wenigsten bereit, diese Konsequenzen zu tragen.
 
Aber woran liegt das? Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft, die von Beliebigkeit gekennzeichnet ist. Mit großer Sorge beobachte ich den Trend der großen Masse, auf möglichst vielen Hochzeiten tanzen und keine Entscheidungen treffen zu wollen. Und so macht man eben von allem ein bisschen, aber eben auch nichts richtig. Man wurschtelt sich durchs eigene Leben, hat keine großen Tiefpunkte, aber auch keine Highlights. Die klassische Definition von Mittelmaß. Und wenn man sich dann doch mal aufrafft, eine Entscheidung zu treffen, dann ist es meist gar keine, weil die meisten Menschen mit diesem Begriff extrem locker umgehen. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich so manche Entscheidung allerdings eher als ein frommer Wunsch, den man sehnsüchtig gen Himmel richtet.
 
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Echte Entscheidungen sind keine frommen Wünsche

Lassen Sie sich davon bitte nicht täuschen, denn eine echte Entscheidung ist etwas vollkommen anderes. Es bedeutet, sich zu commiten, sich mit Haut und Haaren den Konsequenzen dieser Handlung zu verschreiben und sich auch von Rückschlägen nicht vom Weg abbringen zu lassen. Eine echte Entscheidung zu treffen, bedeutet, sich festzulegen. Sich für etwas zu entscheiden. Und gleichzeitig auch gegen die Alternative zu entscheiden. Es bedeutet, eine bewusste Wahl zu treffen. Und diese klare und konsequente Wahl scheuen viele und lassen sich stattdessen lieber von äußeren Umständen leiten. Oder noch schlimmer, von den Entscheidungen anderer Menschen.
 
Und damit meine ich beileibe nicht nur die wirklich richtungsweisenden Entscheidungen im Leben. Nein, meist geht es schon bei den kleinen Dingen des Alltags los. Beim Einkaufen, beim Essen, in der U-Bahn oder am Familientisch. Aber wer sich schon bei den alltäglichsten Dingen von der allgemeinen Beliebigkeit leiten lässt, der wird erst recht an den großen Entscheidungen im Leben scheitern. Denn unter dem Strich beginnt jede einzelne Veränderung immer mit einer klaren und unumstößlichen Wahl. Der Entscheidung, die Veränderung vorzunehmen, sich auf den Weg zu machen und den Ritt auf der Achterbahnfahrt namens Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu genießen.

Entscheidungen im Leben – Wie im Kleinen, so im Großen

Daher Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser, wie ist es bei Ihnen, wie gut oder wie schlecht ist es um Ihre Entscheidungskompetenz bestellt? Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann können Sie das einfach überprüfen. Denken Sie für einen Moment an Ihre letzten Restaurantbesuche. Wie sieht Ihr typisches Verhalten aus? Fällt es Ihnen leicht, sich für ein Gericht Ihrer Wahl zu entscheiden, oder drucksen Sie eher lange um den heißen Brei herum, studieren die Speisekarte von vorne bis hinten, nur um dann doch dass gleiche zu bestellen wie Ihr Tischpartner oder das Essen, welches Ihnen vom Kellner empfohlen wird?
 
Wie häufig haben Sie schon Auswahlfragen wie „Möchtest Du Kaffee oder Tee?“, „Wollen wir ins Kino oder ins Theater?“ oder „Gehen wir zum Italiener oder zum Thailänder essen?“ mit einem lapidaren: „Ist mir egal“, „Kannst du dir aussuchen“ oder „Ich mag beides“ beantwortet?

Entscheidungen treffen lernen: Mit diesen 7 genialen Tipps

Sollten Sie sich dann und wann bei einem solch ausweichenden Verhalten ertappen, dann ist Vorsicht geboten. Denn wenn Sie schon bei kleinen Entscheidungen Schwierigkeiten haben, dann wird es auch bei den wichtigen Dingen nicht anders sein. Und jede erfolgreiche Veränderung beginnt nun einmal mit einer unumstößlichen Entscheidung. Sie kommen nicht darum herum.
 
Doch es gibt auch gute Nachrichten, denn es ist gar nicht so schwer, die eigene Entscheidungskompetenz zu trainieren. Die Basis sind kraftvolle Werte, über die ich in diesem Artikel sehr ausführlich geschrieben habe. Diese sind immer die Grundlage, an der sich alles andere ausrichtet. Zusätzliche möchte ich Ihnen gerne noch einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, der Ihnen bei zukünftigen Entscheidungen eine gute Orientierung sein kann.
 

Tipp #1: Entscheiden Sie sich, auf jeden Fall eine Entscheidung zu treffen

Klingt banal, ist aber der wichtigste Schritt von allen. Ab sofort wird nicht mehr rumgeeiert, sondern entschieden. Immer. Bei den kleinen Entscheidungen des Alltags und auch bei den wichtigen Herausforderungen. Je schneller Sie Ihre neue Entscheidungsfreude zu einer Gewohnheit machen, desto besser.
 

Tipp #2: Analysieren Sie die Ausgangslage und wägen Sie Ihre Optionen ab

Machen Sie eine offene und ehrliche Ist-Analyse. Beschönigen Sie nichts, aber machen Sie es auch nicht schlechter, als es ist. Je besser Sie Ihre Ausgangslage kennen, desto leichter wird es Ihnen fallen, die möglichen Optionen zu finden. Und übrigens, ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie in jeder Situation immer mindestens drei Wahlmöglichkeiten haben? Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel.

Tipp #3: Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Sie niemals genau wissen werden, welche Entscheidung richtig oder falsch ist

Diese Erkenntnis kann Ihnen so manche Grübelei ersparen. Akzeptieren Sie daher, dass Sie vorher nie wissen werden, welche Entscheidung die richtige sein wird. Diese Erkenntnis haben wir leider immer erst hinterher. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so, denn schließlich wachsen wir an unseren Erfahrungen.
 

Tipp #4: Kombinieren Sie Ihr Wissen mit Ihrer Intuition und entscheiden Sie sich

Jetzt kommt das unschlagbare Duo „Herz & Verstand“ ins Spiel. Nutzen Sie sowohl Ihre Ratio als auch Ihr Bauchgefühl. Ich selbst habe in den letzten Jahren so gut wie alle wichtigen Entscheidungen aus dem Bauch getroffen, aber dabei auch den Verstand eingeschaltet. Und ich bin mit dieser Strategie so gut gefahren, weil die Intuition immer dann besonders gut wirken kann, wenn Sie auf einer fundierten sachlichen Analyse beruht.
 

Tipp #5: Übernehmen Sie die volle Verantwortung für die Konsequenzen der Entscheidung

Ein besonders wichtiger Schritt, speziell wenn noch weitere Menschen von der Entscheidung betroffen sind. Nichts baut so sehr Vertrauen auf wie Verlässlichkeit und Klarheit. Deshalb: Egal, welche Ergebnisse aus Ihrer Entscheidung resultieren, übernehmen Sie Verantwortung. Für die guten Dinge, aber auch für diejenigen, die nicht so gut gelaufen sind.

 

Schritt #6: Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung, auch wenn Sie auf Gegenwind stoßen

Wenn Sie Verantwortung übernehmen, werden Ihnen eine Menge Respekt und teilweise Bewunderung entgegengebracht. Umgekehrt ist nichts so verachtungswürdig wie das permanente Wechseln der eigenen Meinung. Und doch gehen viele Menschen lieber den leichten Weg und hängen ihre Fahne in den Wind und verbiegen und winden sich, wo sie nur können. So entwickeln sie mit der Zeit ein Rückgrat aus Gummi. Machen Sie sich eines klar: Sie werden es sowieso niemals allen recht machen können, und sehr häufig sind die richtigen Entscheidungen leider auch die unpopulären.
 

Tipp #7: Haben Sie den Mut, eine Entscheidung auch einmal zu revidieren

Trotzdem ist es wichtig, immer flexibel mit den Ergebnissen umzugehen. Und es kommt eben auch vor, dass man sich falsch entschieden hat. Dann ist es wichtig, rechtzeitig zu reagieren und sich neu zu entscheiden. Damit zeigen Sie nicht nur, dass Sie offen und ehrlich zu sich selbst sind, sondern beweisen nach außen hin Größe.
 

Entscheidungen treffen lernen – Ein Fazit

 
Ich würde mir wünschen, dass Sie diesen sieben Tipps für gute Entscheidungen eine Chance geben und sie als Gewohnheit in Ihren Alltag einbauen. Trainieren Sie das Entscheiden so oft wie möglich. Vermeiden Sie das so beliebte „Wischi-Waschi-Verhalten“ und legen Sie sich fest. Im Kleinen wie im Großen. Denn jede einzelne Veränderung beginnt immer mit einer unumstößlichen Entscheidung. Und zwar einer richtigen. Mit allen Konsequenzen. Einer Entscheidung, die Commitment, Motivation und Disziplin nach sich zieht. Einer Entscheidung, für die Sie bereit sind, alles notwendige zu tun, um sie in die Tat umzusetzen.
 
Und nun freue ich mich auf Ihren Kommentar und auf Ihr Feedback zum Thema „Entscheidungen treffen lernen“.
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Intrinsische Motivation – Das Machen macht den Unterschied

Die intrinsische Motivation ist so etwas wie der heilige Gral der Veränderung. Jeder strebt nach ihr, die wenigsten finden sie nachhaltig. Mit diesem Artikel wollen wir das ändern. Haben Sie zum Start Lust auf ein kleines Experiment? Wenn Sie das nächste mal die Gelegenheit haben, vor einer Gruppe von mindestens zwanzig Personen zu sprechen, dann fragen Sie doch einmal in die Runde, wer alles einen veränderungsresistenten Menschen kennt, der zum Jammern und Nörgeln neigt.

Meine Prognose: Sie werden mit großer Sicherheit fast einhundert Prozent erhobene Hände sehen. Jeder kennt einen. Gleich danach stellen Sie dann die Frage, wer sich selber für einen Menschen hält, der zum Jammern und Nörgeln neigt. Hier ist meine Prognose, dass Sie nicht eine einzige erhobene Hand sehen werden. Niemand will einer sein. Tja, die mathematische Auswertung und die dazugehörige Schlussfolgerung überlasse ich für den Moment Ihrer Phantasie.

Wenn ich mich umschaue, dann nehme ich auf jeden Fall sehr viele Menschen wahr, die permanent jammern, wie schwer es doch sei, sich zu verändern. Und dann höre ich häufig eine Standardausrede:

„Ach Ilja, meine intrinsische Motivation ist einfach nicht mehr, wie sie einmal wahr. Wenn Du so einen Chef (hier können Sie wahlweise auch Partner, Freund, Kollege oder einen anderen Menschen einsetzen) hättest wie ich, dann würde Dir das auch so gehen. Da ist Veränderung eben kompliziert.“

Was bedeutet Intrinsische Motivation?

Ich möchte Ihnen deshalb eine weitere meiner stärksten Überzeugungen mitteilen. Sie ist das Ergebnis der Arbeit mit tausenden von Mitarbeitern, wie auch aus meinen täglichen Vorträgen, Beratungen und Trainings in großen und kleinen Unternehmen. Möglicherweise ist sie wieder konträr zu den Botschaften, die man Ihnen sonst so gerne erzählt, weil es eben das ist, was die meisten hören wollen. Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass es ein unabdingbarer Baustein auf dem Weg zu erfolgreicher Veränderung ist.

Ich glaube nämlich tief und fest daran, dass Sie andere Menschen nicht motivieren können. Sie nicht, Ihr Chef nicht und auch ich nicht. Zwar ist es sehr leicht, jemand anderen zu demotivieren (schauen Sie sich auf Ihrer Arbeit um, und Sie werden viele Beispiele dafür finden), es ist aber nicht möglich, jemanden von Punkt A nach Punkt B zu bewegen, wenn er lieber da bleiben möchte, wo er jetzt ist.

Natürlich, ich kann mit dem Zuckerbrot locken oder mit der Peitsche drohen. Ich kann Ihnen auch einen wunderbaren Motivationskick geben, der Sie voller Energie und Tatendrang loslaufen lässt. Ich kann Ihnen auch die optimalen Rahmenbedingungen liefern, unter denen Sie Ihr volles Potenzial entfalten können.

Aber all das wirkt immer nur kurzfristig. Auf lange Sicht braucht es einfach mehr. Um sich nachhaltig verändern zu können, müssen Sie auch für Ihre intrinsische Motivation die volle Verantwortung übernehmen. Es gibt keinen anderen Menschen, der das tun kann. Und genau deshalb ist die intrinsische Motivation so wichtig.

Intrinsische Motivation Definition

Aber wie entsteht die intrinsische Motivation denn nun? Wie so häufig, ist der Prozess einfach, aber keineswegs leicht. Ich werde häufig gefragt: „Ilja, woher nimmst Du nur Deine hohe intrinsische Motivation, mit denen Du die Dinge angehst?“ Und meine Antwort sorgt dann regelmäßig für ein großes Erstaunen:

„Das ist einfach. Ich habe eine Familie, der es gut gehen soll. Ich habe Rechnungen zu bezahlen, und ich gönne mir auch gerne einmal etwas. Vor allem aber habe ich mein Wort gegeben, es zu tun. Meinen Kunden, meinen Mitarbeitern und meinen Kollegen. Ganz besonders aber mir selber.“ Die intrinsische Motivation ist bei mir eine zwangsläufige Folge meiner Ergebnisse, nicht die Voraussetzung.

Und genau das ist die Definition von intrinsischer Motivation. Es handelt sich um Verhaltensweisen, die durch innere Wünsche, Befürfnisse oder Werte angetrieben werden. Oder anders herum: Es ist eine Motivation, die aussschließlich aus dem Inneren stammt und unabhängig von externen Einflüssen wie Anerkennung, Bonuszahlungen oder Druck entsteht.

Intrinsische Motivation entsteht immer dann, wenn Sie wissen, wofür und aus welchem Grund Sie bestimmte Dinge tun wollen. Wenn Sie ein kraftvolles „warum“ haben, dann kommen Sie nämlich von ganz alleine ins Handeln. Auch wenn Sie einmal keine großen Lust verspüren, gehen Sie trotzdem weiter. Weil Sie sich entschieden haben und jederzeit wissen, wofür Sie es tun. Und nun kommt das für viele so erstaunliche. Denn je mehr Sie ins Machen kommen, desto bessere Ergebnisse werden Sie bewundern können.

Und mit diesen steigt auch Ihre intrinsische Motivation. Weil Sie stolz auf das Geleistete sind. Weil Sie es gar nicht mehr abwarten können, weiterzumachen. Weil die erfolgreiche Veränderung an sich der größte Antrieb ist, den Sie sich überhaupt vorstellen können. Intrinsische Motivation könnte man also auch sehr gut als die Motivation des Machens bezeichnen.

Die Motivation des Machens als Voraussetzung für Veränderung

Mein großes Ziel mit diesem Artikel ist es, Ihnen einen umfassenden Einblick in das Thema Motivation zu geben. Die Entscheidung zur Veränderung müssen Sie jedoch selber treffen. Am besten jetzt sofort. Die Verantwortung für Ihre intrinsiche Motivation müssen Sie ebenfalls übernehmen. Am besten für immer. Und auch gehen müssen Sie selber.

Am besten gemeinsam mit Menschen, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen. Auf eines können Sie sich dabei verlassen. Die Motivation des Machens wird Sie nicht immer auf direktem, vor allem aber auf Ihrem individuellen Weg ans Ziel führen. Haben Sie sich bereits entschieden? Wenn nicht, dann möchte ich Ihnen nun ein paar Konsequenzen aufzeigen, die auf Sie warten, wenn Sie doch lieber alles beim Alten lassen wollen.

Eine kraftvolle intrinsische Motivation sorgt dafür, dass Veränderung einfach wird und zu einer hohen Zufriedenheit im Job und im Alltag führt. Wenn Sie hingegen darauf hoffen, dass es schon genug andere Menschen gibt, die sich um Ihre Motivation kümmern, dann führt diese Strategie auf direktem Weg ins Mittelmaß, das immer mehr um sich greift.

Und Sie wären in guter Gesellschaft. Das Allensbach Institut hat vor kurzem eine Umfrage durchgeführt, um das Lebensgefühl der Deutschen zu ermitteln. Das für mich nicht erstaunliche Ergebnis: Die so genannte Generation Mitte wird immer größer. Zu dieser Gruppe gehören in Deutschland über fünfunddreißig Millionen Menschen.

Und die Mitglieder haben prinzipiell nur einen Wunsch. Alles soll so bleiben, wie es ist. Sie haben vor jeder Form von Veränderung Angst, und wünschen sich vor allem Stabilität und finanzielle Sicherheit. Sie gehen niemals ein Risiko ein, sondern lieber auf die berühmte Nummer sicher. Die intrinsische Motivation zur Veränderung ist gleich Null.

Sicherheit ist nur eine Illusion

Doch je größer die Generation Mitte wird, desto mehr breitet sich auch die damit einhergehende Mittelmäßigkeit aus. Man hat sich mit dem Leben, das man führt arrangiert und lässt es widerstandslos über sich ergehen. Neal Donald Walsh hat diese Form der Existenz in seinem Buch Gespräche mit Gott sehr treffend als ein Leben in stiller Verzweiflung bezeichnet. Und genau das ist es auch. Man funktioniert tagein tagaus und hat die eigenen Träume zu Gunsten einer vermeintlichen Sicherheit aufgegeben. Doch diese Sicherheit ist nur eine Illusion. Sie befindet sich ausschließlich in Ihrem Kopf.

Besitzen Sie auch einen Gegenstand, den Sie ungeheuer lieb gewonnen haben, obwohl er eigentlich längst hätte entsorgt werden müssen? Vor über zehn Jahren habe ich von meiner Frau ein kleines Badezimmerradio geschenkt bekommen. Es ist komplett aus Plastik, die technische Ausstattung besteht aus zwei altmodischen Drehknöpfen und der Sound ist auch nicht gerade das, was man als aktuellen Stand der Technik bezeichnen würde.

Trotzdem begleitet mich dieses Radio nun schon über eine lange Zeit. Obwohl es langsam aber sicher auseinander fällt, habe ich dieses Relikt der analogen Unterhaltungselektronik komplett in mein Herz geschlossen. Es ist mittlerweile so weit, dass mir etwas fehlt, wenn ich auf Reisen im Hotel übernachte und auf das gute Stück verzichten muss.

Intrinsische Motivation: Widerstehen Sie den Programmierungen

Seit vielen Jahren habe ich mehrere Rituale, mit denen ich in den Tag starte. Zum einen beginne ich jeden Morgen damit, mich eine Viertelstunde mit positiven Dingen zu beschäftigen. Ich lese ein Kapitel aus meinen Lieblingsbüchern, höre ein Audioprogramm mit inspirierenden Botschaften oder schreibe mir meine Tagesziele auf. Alleine diese Gewohnheiten wirken wahre Wunder für meine intrinsische Motivation.

Danach gehe ich ins Bad und springe unter die Dusche. Und obwohl ich sonst sehr selten Radio höre, schalte ich während der zwanzig Minuten, die ich morgens im Badezimmer verbringe, gerne mein altes Schätzchen ein, um während dieser Zeit ein paar alte und neue Gassenhauer mitträllern zu können.

Und während der täglich gleich ablaufenden Morningshow muss ich häufig daran denken, wie viele Menschen ihre Träume in eine Schublade gesperrt haben und stattdessen freiwillig nach dem Robinson-Prinzip leben. Was das ist? Sie warten am Anfang der Woche bereits sehnsüchtig auf Freitag. Sie können sich das wie folgt vorstellen.

Am Montag Morgen um 06:03 Uhr klingelt der Wecker. Schlaftrunken und mit letzter Kraft erreicht man die Schlummer-Taste und erkauft sich noch eine letzte Viertelstunde des kostbaren Schlafes. Dann zieht man sich an, und schleppt sich mehr schlecht als recht zur Arbeit. Man ist mies drauf, denn es ist ja schließlich Montag. Die schreckliche Arbeitswoche, vor der man sich das ganze Wochenende so gefürchtet hat, beginnt nun tatsächlich.

Und nur falls man vergessen haben sollte, wie furchtbar der Montag doch ist, erinnert einen die freundliche Stimme im Radio noch einmal daran: „Es tut uns leid, liebe Hörer, heute ist wieder Montag und wir hoffen, ihr kriegt den Tag gut rum.

Aber keine Sorge, in fünf Tagen ist ja schon wieder Wochenende“. Dann wird mindestens drei mal „I don´t like Mondays“ von Bob Geldorf und den Boomtown Rats gespielt und bis zum Mittag regelmäßig wiederholt, wie furchtbar es doch ist, dass am Montag die Arbeit wieder beginnt.

Irgendwie schafft man es dann, den Tag rum zu kriegen und fällt Abends erschöpft auf die Couch. Mit der Fernbedienung in der Hand schaut man sich Frauentausch, Big Brother oder Schwiegertochter Gesucht an, und fällt dann nach drei Bier halb tot ins Bett.

Das Leben im seelischen Niemandsland

Bis am Dienstag morgen um 06:03 Uhr der Wecker wieder klingelt. Aber am Dienstag hat man schon ein wenig Hoffnung. Denn die nette Stimme im Radio verkündet, dass ja schon fast Mittwoch, und damit Bergfest ist, welches am darauffolgenden Tag natürlich gebührend gefeiert wird.

Der Donnerstag wird spontan zum „kleinen Bruder von Freitag“ ernannt, und am Freitag, hach, da atmen alle kollektiv durch, weil man die furchtbare und nicht enden wollende Woche endlich hinter sich hat. Der Freitag ist daher auch der allerbeste und schönste Tag der Woche, an dem man endlich die Korken knallen lassen kann.

Im Radio wird dieser Wochentag deshalb auch zelebriert wie Weihnachten und Ostern zusammen, und alle bereiten sich darauf vor, dass am Wochenende endlich das wahre Leben beginnen kann. Doch wie sieht dieses Leben dann meistens aus? Richtig, man sitzt mit der Fernbedienung erschöpft auf der Couch und schaut Frauentausch, Big Brother oder Schwiegertochter Gesucht.

Aber man kann diese Zeit jetzt endlich genießen, denn es ist ja Wochenende. Aber halt, ganz so weit her ist es mit dem Genuss dann doch nicht, weil man ja schon am Samstag Vormittag mit Schrecken daran denkt, dass es bald wieder Montag ist, und um 6:03 Uhr der Wecker klingelt.

Und nur zur Sicherheit erinnert einen die nette Stimme im Radio natürlich auch am Samstag daran:  „Genießt die knappe Zeit, liebe Hörer, denn schon bald ist wieder Montag!“ Und dann geht alles von vorne los. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Für manche ein Leben lang.

Intrinsiche Motivation und Demotivation enstehen im Unterbewusstsein

Habe ich überzeichnet? Mit Sicherheit. Aber möglicherweise eben auch nicht. Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel. In welcher Stadt Sie auch immer wohnen, und welchen Sender Sie zu Ihrer Nummer Eins erkoren haben, ich könnte wetten, dass Sie diese Abfolge von Negativprogrammierungen ebenfalls kennen.

Der furchtbare Montag. Die beliebtesten Strategien, wie Sie die vermeintlich grauenvolle Arbeitswoche am besten überstehen. Der Freitag als der beste Tag und das große Ziel, auf das alle ihre Sehnsucht konzentrieren.

Kommt Ihnen bekannt vor, oder? Jeder kennt diese Sprüche und die meisten lachen sogar ein wenig darüber. Doch wie soll daraus eine nachhaltige intrinsische Motivation entstehen? Mehr noch, je öfter Sie diese Suggestionen unkritisch hören, desto mehr glauben Sie daran. Bis die Botschaften des Radios irgendwann zu Ihrer ganz persönlichen Realität geworden sind, und Sie in den Chor der jammernden Sirenen mit einstimmen.

Aber überlegen Sie sich doch bitte einmal, welches Modell von Leben dort jeden Tag aufs Neue in Ihr Unterbewusstsein gehämmert wird und sich dort im Laufe der Zeit schön gemütlich einnistet. Das Mindset, das sich hinter diesen Programmierungen steht, ist heute so verbreitet, wie noch nie.

Diese vermeintlich harmlosen und witzig gemeinten Aussagen der Radiomoderatoren vermitteln Ihnen nichts anderes, als dass es eine klare Unterteilung in die furchtbare Arbeitszeit und die erstrebenswerte Lebenszeit geben würde.

Tappen Sie nicht in diese Falle. Denn wo steht bitteschön geschrieben, dass Sie am Montag nicht genau so glücklich sein können, wie am Samstag? Und was ist das für ein Leben, in dem Sie fünf Tage lang Dinge tun, die Sie eigentlich nicht mögen, oder sogar verachten.

Und dass alles nur, um dann in der kurzen Zeit am Wochenende das wahre Leben genießen zu können. Die Folgen dieser Attitüde können Sie jeden Tag in den S-Bahnen, Bussen und Zügen dieser Republik beobachten. Die meisten Anhänger des Robinson-Prinzips dümpeln mehr schlecht als recht vor sich hin. Sie haben keine großen Sorgen, aber auch keine wirklichen Freuden. Es ist keine dauerhafte Zufriedenheit vorhanden, aber die Unzufriedenheit ist eben auch noch nicht groß genug, dass man etwas ändern würde.

Intrinsische Motivation oder ein Leben in stiller Verzweiflung?

Genau das ist es, was ich als das seelische Niemandsland bezeichne. Ein Leben in stiller Verzweiflung. Viele Menschen haben in jungen Jahren den Kopf voller Träume und phantasieren darüber, was sie in ihrem Leben alles sein, tun und haben wollen. Das innere Feuer brennt lichterloh.

Doch mitten auf dem Weg wird man dann vernünftig. Es kommt  etwas dazwischen. Der Job als Abteilungsleiter, das prestigeträchtige Projekt in der Kanzlei oder die beruhigende Sicherheit des Beamtenstatus als Geschichtslehrer an einer Realschule.  Und ehe man sich versieht, hat man die eigenen Ansprüche heruntergefahren und sich mit der aktuellen Situation abgefunden.

Man ist nicht so ganz zufrieden, aber eben auch nicht unzufrieden. Nein, es hätte beileibe schlimmer kommen können. Ja, natürlich, die Träume von damals sind zwar noch da, aber die Hypothek für die Doppelhaushälfte bezahlt sich schließlich nicht von alleine.

Das innere Feuer lodert entweder nur noch auf Sparflamme, oder ist ganz erloschen. Man richtet es sich gemütlich im Mittelmaß ein, welches gerade noch so angenehm ist, dass es der vollen Entfaltung des eigenen Potenzials im Weg steht.

Doch zum Glück sind Träume ja hartnäckig. Sie klopfen mit schöner Regelmäßigkeit wieder an und erinnern Sie daran, dass sie auf keinen Fall verschwunden sind. Und diese innere Sehnsucht gilt es, zu erkennen und dann in die Tat umzusetzen. Sie haben jeden Tag die Wahl. Sie selbst Ihr Wort zu geben und Ihre kraftvolle intrinsische Motivation für sich wirken zu lassen, oder langsam aber sicher den Weg ins seelische Niemandsland zu beschreiten. Wofür entscheiden Sie sich?

Die 100 besten Bücher aller Zeiten: Business Edition

Was sind die 100 besten Bücher aller Zeiten? Diese Frage ist ungemein schwer zu beantworten, insbesondere wenn es sich um Bücher aus dem Bereich Business handelt. Aus diesem Grund habe ich mir die Zeit genommen, einmal mein Bücherregal, meine Audible App und meine Kindle Bibliothek einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre habe ich nämlich hunderte von Business Büchern zu den unterschiedlichsten Themen gelesen, und die besten davon auch regelmäßig in meinen Change Monday Impulsen empfohlen.

Herausgekommen ist am Ende eine Liste mit den aus meiner Sicht 100 besten Büchern aller Zeiten. Dabei habe ich zwei Kriterien angelegt: 1) Ich muss das Buch selber gelesen (bzw. gehört) haben. Und 2) Das Buch muss mich auf die eine oder andere Art und Weise berührt, beeinflusst und verändert haben.
 

Die 100 besten Business Bücher, die man gelesen haben muss

Um Dir das Stöbern so übersichtlich wie möglich zu machen, habe ich die komplette Liste in zehn Top 10 Unterkategorien unterteilt. Auch dies war durchaus herausfordernd, denn nicht jedes Buch lässt sich eindeutig zuordnen und manche Werke hätten durchaus auch in drei bis vier verschiedenen Kategorien vertreten sein können.
 
Die 10 besten Entrepreneurship Bücher
Die 10 besten Leadership Bücher
Die 10 besten Marketing Bücher
Die 10 besten Persönlichkeitsentwicklung Bücher
Die 10 besten Management Bücher
Die 10 besten Psychologie Bücher
Die 10 besten Produktivitäts Bücher
Die 10 besten Kommunikations Bücher
Die 10 besten Change Management Bücher
Die 10 besten Business Biografien
 
Jedes einzelne Buch habe ich verlinkt, und mich dabei bemüht – sofern möglich – die deutsche Version zu verwenden. Manchmal ging dies logischerweise nicht, so dass ich das englische Original in die Liste aufgenommen habe. Aber ich empfehle sowieso immer, ein Buch in der Originalsprache zu lesen. Nicht nur kann man die Urgedanken der Autoren aufnehmen, es trainiert gleichsam auch die Verwendung der Fremdsprache. Und im zweiten Schritt die Motivation, diese auch anzuwenden.
 
Und noch ein letzter Hinweis. Selbstverständlich habe ich meine eigenen Bücher nicht mit in die Liste aufgenommen. Erstens würde ich mir niemals anmaßen, mich auf eine Stufe mit Seth Godin, Ariana Huffington oder Stephen King zu setzen und zweitens gibt es sowieso genug Eigenlob auf dieser Welt. Wenn Du trotzdem einen Blick auf meine Bücher werfen willst, dann kannst Du das unter diesem Link tun.
 
 
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Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Unternehmertum

  1. Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen von Eric Ries
  2. Me, Inc.: Build an Army of One, Unleash Your Inner Rock God, Win in Life and Business von Gene Simmons
  3. Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer: Wie Sie und Ihr Unternehmen neue Dynamik gewinnen von Stefan Merath
  4. Linchpin – Are You Indispensible? von Seth Godin
  5. The E-Myth Revisited: Why Most Small Businesses Don’t Work and What to Do About It von Michael E. Gerber
  6. The 4-Hour Work Week: Escape the 9-5, Live Anywhere and Join the New Rich von Tim Ferriss
  7. Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen – Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein von Günter Faltin
  8. #AskGaryVee: One Entrepreneur’s Take on Leadership, Social Media, and Self-Awareness von Gary Vaynerchuck
  9. Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte von Robin Sharma
  10. The Hard Thing About Hard Things: Building a Business When There Are No Easy Answers von Ben Horowitz

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Leadership

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Marketing

  1. Hooked: Wie Sie Produkte erschaffen, die süchtig machen von Nir Eyal
  2. Expert Secrets – The Underground Playbook for Converting Your Online Visitors into Lifelong Customers von Russel Brunson
  3. The 1-Page Marketing Plan: Get New Customers, Make More Money, And Stand Out From The Crowd von Alan Dib
  4. The Innovator’s Dilemma: Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren von Clayton Christensen
  5. This Is Marketing: You Can’t Be Seen Until You Learn to See von Seth Godin
  6. Buyology – Warum wir kaufen, was wir kaufen von Martin Lindstrom
  7. Launch Die Ultimative Anleitung für das E-mail-Marketing von Jeff Walker
  8. Blink – Die Macht des Moments von Malcom Gladwell
  9. Contagious: Why Things Catch On von Jonah Berger
  10. Made to Stick: Why some ideas take hold and others come unstuck von Chip und Dan Heath

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Personal Development

  1. The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life von Mark Manson
  2. Think and Grow Rich: Die ungekürzte und unveränderte Originalausgabe von „Denke nach und werde reich“ von 1937 von Dr. Napoleon Hill
  3. The Wim Hof Method: Activate Your Potential, Transcend Your Limits von Wim Hof
  4. The One Thing: Die überraschend einfach Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg von Gary Keller
  5. The Big 5 for Life – Was im Leben wirklich zählt von John Strelecky
  6. The School of Greatness: A Real-World Guide to Living Bigger, Loving Deeper, and Leaving a Legacy von Lewis Howes
  7. Mad Genius von Randy Gage
  8. Shut Up, Stop Whining, and Get a Life: A Kick-ButtApproach to a Better Life-Second Edition von Larry Winget
  9. Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling
  10. The Obstacle Is the Way: The Timeless Art of Turning Trials into Triumph von Ryan Holiday

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Management

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Psychologie

  1. Mindset – Changing The Way You think To Fulfil Your Potential von Dr. Carol Dweck
  2. … trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager von Viktor Frankl
  3. Everything Is Figureoutable von Marie Forleo  
  4. The War of Art – Break Through the Blocks and Win Your Inner Creative Battles von Steven Pressfield
  5. Schnelles Denken, Langsames Denken von Daniel Kahnemann
  6. Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg von Steven Covey
  7. Influence, New and Expanded: The Psychology of Persuasion von Robert Cialdini
  8. The Millionaire Fastlane: Crack the Code to Wealth and Live Rich for a Lifetime von MJ DeMarco
  9. Think Again – Die Kraft des flexiblen Denkens von Adam Grant

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Produktivität

  1. Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen von James Clear
  2. Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World von Cal Newport
  3. Eat that Frog: 21 Wege, wie Sie in weniger Zeit mehr erreichen von Bryan Tracy
  4. On Writing: A Memoir of the Craft von Stephen King
  5. Building a Second Brain: A Proven Method to Organise Your Digital Life and Unlock Your Creative Potential von Tiago Forte
  6. Getting Things Done: The Art of Stress-Free Productivity von David Allen
  7. Das Zettelkasten-Prinzip: Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen von Söhnke Arens
  8. Flow – Das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi
  9. Steal Like an Artist: 10 Things Nobody Told You About Being Creative von Austin Kleon
  10. Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger. Ein neuer Minimalismus erobert die Welt von Greg McKeown

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Kommunikation

  1. Choose Your Story, Change Your Life: Silence Your Inner Critic and Rewrite Your Life from the Inside Out von Kindra Hall
  2. Building a StoryBrand: Clarify Your Message So Customers Will Listen von Donald Miller
  3. Respekt! Wie Sie Ansehen bei Freund und Feind gewinnen von René Borbonus
  4. Words That Work: It’s Not What You Say, It’s What People Hear von Frank Luntz
  5. Geh nie alleine essen! – Und andere Geheimnisse rund um Networking und Erfolg von Keith Ferrazzi
  6. On Becoming Fearless: …in Love, Work, and Life von Ariana Huffington
  7. Wie man Freunde gewinnt: Das einzige Buch, das Sie brauchen, um beliebt und einflussreich zu sein von Dale Carnegie
  8. Miteinander reden 1-4 von Friedemann Schulz-von-Thun
  9. Der Almanach von Naval Ravikant: Ein Leitfaden auf dem Weg zu Reichtum und Glücklichsein von Eric Jorgenson
  10. Leise Menschen – starke Wirkung: Wie Sie Präsenz zeigen und Gehör finden von Sylvia Löhken

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Change Management

  1. Who Moved My Cheese?: An A-Mazing Way to Deal with Change in Your Work and in Your Life von Spencer Johnson
  2. Imagine It Forward: Courage, Creativity, and the Power of Change von Beth Comstock
  3. Leading Change: Wie Sie Ihr Unternehmen in acht Schritten erfolgreich verändern von John Kotter
  4. Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen! von Chip und Dan Heath
  5. ADKAR: A Model for Change in Business, Government and Our Community von Jeffrey Hiatt
  6. Change (the) Management: Why We as Leaders Must Change for the Change to Last von Al Comeaux
  7. HBR’s 10 Must Reads on Change Management vom Harvard Business Review
  8. Change mich am Arsch: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und sich selbst kaputtverändern von Axel Koch
  9. Doing Agile Right: Transformation Without Chaos von Darrel Rigby
  10. You’re It: Crisis, Change, and How to Lead When It Matters Most von Leonard Marcus et al

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Biografien

  1. Astrid Lindgren. Ihr Leben von Jens Andersen
  2. Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens von Arnold Schwarzenegger
  3. Shoe Dog: Die offizielle Biografie des NIKE-Gründers von Phil Knight
  4. Ozzy: Die Autobiografie von Ozzy Osbourne
  5. Die wahre Geschichte von McDonald’s von Ray Kroc
  6. Hoeneß: Die Biografie von Patrick Strasser
  7. Der lange Weg zur Freiheit: Autobiographie von Nelson Mandela
  8. Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers von Walter Isaacson
  9. Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert – Die Biografie von Ashlee Vance
  10. Michael Jordan: The Life von Roland Lazenby

 

Die 100 besten Bücher aller Zeiten: Welche fehlen noch?

Ich hoffe sehr, dass meine subjektive Liste der 100 besten Bücher aller Zeiten für Dich wertvoll und inspirierend war. Ich würde sie gerne noch erweitern. Und zwar um DEINE Buchempfehlungen. Welche Business Bücher haben Dich geprägt? Welche verschenkst Du gerne? Und gibt es eine Kategorie, die aus Deiner Sicht noch fehlt? Schreib Deine Empfehlungen am besten direkt ins Kommentarfeld…

Das Gesetz der Anziehung – Esoterischer Unsinn oder Geniales Konzept?

Das Gesetz der Anziehung spaltet die Meinungen wie kein zweites pyschologisches Konzept. Denn während die einen es feiern und als zentrales Lebensmotto auserkoren haben, ist es für andere eher eine esoterische Schnapsidee, die dazu entworfen wurde, um empfänglichen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber wer hat nun recht? In diesem Artikel wollen wir uns genau dieser Frage widmen und das Gesetz der Anziehung einem sorgfältigen Check-Up unterziehen.

The Secret: Richtig manifestieren lernen

Das Leben an sich ist voller Grautöne. Es ist weder gut noch schlecht. Es ist voller Chancen, Möglichkeiten und Gelegenheiten. Es ist aber auch voller Risiken, Misserfolge und Rückschläge. Wie ihr persönliches Leben aussieht, hängt ganz alleine von ihnen ab, je nachdem, wie Sie ihren Fokus ausrichten und worauf Sie bewusst oder unbewusst achten. Dieser Fokus wird im Kopf ausgerichtet und ist ein Spiegel Ihrer Persönlichkeit. Dieses Konzept stammt übrigens nicht von mir, sondern kann bereits im Talmud nachgelesen werden.

Dort finden Sie folgende Formulierung: „Wir sehen die Welt nicht wie sie ist. Wir sehen die Welt wie wir sind!“. Da ist eine Menge dran, nicht wahr? Ihre innere Welt manifestiert sich in der äußeren Welt. Sobald Sie beginnen, dauerhaft positiv bzw. negativ zu denken, werden dementsprechende Ergebnisse auch bald in Ihrem Alltag immer häufiger auftauchen. Dafür müssen Sie sich fokussieren und Ihre Gedanken und mentalen Energien in die richtigen Bahnen lenken, damit sich ein Prozess in Gang setzen kann, der eine unglaubliche Wirkung hat.

Im folgenden muss ich allerdings ein wenig aufpassen, dass ich die richtigen Worte verwende. Denn normalerweise löst alleine die Erwähnung von Schlagworten wie „Das Gesetz der Anziehung“ oder „Wünschen beim Universum“ bei mir ziemlich ambivalente Gefühle aus. Denn Bestseller wie The Secret von Rhonda Byrne, Bestellungen beim Universum von Bärbel Mohr oder Bestellen und Bekommen von Esther Hicks haben leider dazu geführt, dass eine ganze Generation von Menschen in gutem Glauben handelnd und ohne es zu wollen, zu Unterlassern wurden. Und damit meine ich diese Zeitgenossen, die so viel denken, manifestieren und wünschen, dass sie dabei leider die wichtigste Komponente vergessen: Das aktive Handeln.

Bestellungen beim Universum: Wünschen alleine reicht leider nicht

Man kann den Fans von The Secret und Co. nicht mal einen großen Vorwurf machen, denn das Versprechen ist groß. Man muss nur seine Wünsche in einer entsprechenden Form an das große Universum schicken und dann darauf vertrauen, dass man das gewünschte Ergebnis auf irgendeine Art und Weise geliefert bekommt. Manche wünschen sich einen Parkplatz, andere einen neuen Job oder Lebenspartner und wiederum andere möglichst viele Kunden für ihr Unternehmen. Und kommt das Ergebnis nicht, dann „sollte es eben nicht sein“, oder „das Universum hat eben andere Pläne mit einem“.

Eine sehr bequeme und vor allem elegante Ausrede, nur um nicht die Verantwortung für seinen eigenen Erfolg übernehmen zu müssen. Aber im Endeffekt doch wieder eine Ausrede. Denn eines ist offensichtlich: Nur mit Wünschen ist es nicht getan. Man muss für seinen Erfolg auch etwas tun! Wie so oft machen Details den entscheidenden Unterschied. Der Großteil der Profi-Wünscher, Gesetz der Anziehung Fans und Universums-Freunde hat nämlich die entscheidende Passage bei The Secret elegant ausgeblendet: Dass man nach dem Wünschen auch etwas tun muss, damit sich ein Ergebnis zeigt. Deshalb sind alle erfolgreichen Menschen auch so gut wie immer Macher und Anpacker.

 

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Das Gesetz der Anziehung Definition: Wie funktioniert es denn nun?

Dies gesagt, müssen wir an dieser Stelle etwas wichtiges festhalten. Das psychologische Konzept, dass Sie unter Gesetz der Anziehung kennen, ist nicht nur genial, sondern auch ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Erfolg, Bedeutung und Zufriedenheit im Leben Lassen Sie sich von dem leicht esoterischen Touch bitte nicht abschrecken, denn die Ergebnisse, die Sie erzielen können, sind mehr als real. Um das Gesetz der Anziehung umfassend zu erklären, könnte ich jetzt einen langen Ausflug in die spannende Welt der Quantenphysik machen, jedoch ist in diesem Fall gar nicht wichtig, warum es so gut funktioniert, sondern einzig und allein, dass es dass tut. Die Welt ist voller lebender Beweise dafür.

Ist ihnen nicht auch schon mal aufgefallen, dass besonders großzügige Menschen auch von anderen oft etwas geschenkt bekommen? Dass positive Menschen immer irgendwie zur richtigen Zeit eine Lösung finden? Wer viel gibt, bekommt auch viel zurück. Nicht immer aus der gleichen Richtung und auch nicht immer sofort. Aber man bekommt zurück. Meist, wen man gar nicht mehr daran denkt, und dann von einer Person, mit der man nie gerechnet hätte.

Dabei ist vor allem entscheidend, dass man gerne gibt und es nicht nur tut, weil man darauf aus ist, etwas zurückzubekommen. Dies ist ein positiver Nebeneffekt, der sich von ganz alleine einstellt. Aber alleine schon das Geben von Geld, Liebe, Zuneigung oder anderen guten Gefühlen sorgt dafür, dass Energie zu fließen beginnt und es zu einem Kreislauf kommt, der sich im Laufe der Zeit verstärkt. Für alle Macher und Umsetzer ist das Universum daher der beste Freund und Unterstützer, den man sich wünschen und auf dessen Dienste man vertrauen kann.

Das Gesetz der Anziehung in einem Satz zusammengefasst

Wohin Sie Ihren Fokus richten, dahin fließen Ihre Zeit, Ihr Geld und Ihre Energie. Und wohin diese wichtigen Ressourcen fließen, davon bekommen Sie mehr. Das ist in einem einfachen Satz ausgedrückt das Gesetz der Anziehung. Fokussiere Sie sich auf Chancen, Möglichkeiten und Erfolg, dann werden Sie genau das finden. Konzentrieren Sie sich hingegen auf Probleme, Misserfolg und all das, was schief gehen kann dann werden Sie auch davon mehr erhalten. Denn das Universum liefert sehr zuverlässig.

Genau in diesem Mechanismus liegt auch das Geheimnis, warum es so viele Glückspilze gibt, die scheinbar mühelos durchs Leben schweben und, egal was sie auch anfangen, immer erfolgreich sind. Und genau so natürlich die ewigen Pechvögel, die immer nur am kämpfen sind (erkennen Sie oft an ihrer Sprache, denn solche Menschen antworten auf die Frage „Wie geht´s Dir?“ sehr häufig mit „Ach, man kämpft noch!“) und denen das hart verdiente Geld wie Sand durch die Finger zu rinnen scheint. Der Fokus macht den Unterschied.

Denn während die einen überall Chancen und Möglichkeiten sehen, suchen die anderen permanent nach Ausreden, Problemen und eventuellen Risiken. Wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt, habe ich schon sehr früh am Anfang meiner Karriere gelernt, als mir einer meiner Chefs folgenden Satz mit auf meinen Weg gab: „Wer etwas will, der findet Lösungen. Wer etwas nicht will, der sucht nach Gründen!“

Positives Denken: Weg mit der rosaroten Brille

So sehr ich ein Fan davon bin, den Fokus auf die vielen Chancen im Leben auszurichten, so wenig möchte ich in die Richtung „man muss nur positiv denken, und alles wird gut“ Schiene abdriften. Denn mit einer rosaroten Brille auf den Augen ist noch keiner erfolgreich geworden. Das Leben ist eine permanente Abfolge von Höhen und Tiefen, von Erfolgen und Niederlagen und insgesamt der kompletten Klaviatur der Emotionen. Entscheidend ist einzig und alleine, wie man mit den Tiefen umgeht, um das Beste daraus zu machen.

Napoleon Hill, Autor des Weltbestsellers „Denke nach und werde reich“ hat hier einen sehr nachahmenswerten Ansatz. Er formulierte es nämlich wie folgt: „Es gibt keinen noch so großen Nachteil, der sich nicht in einen Vorteil umwandeln ließe!“ Genau so funktioniert das positive Denken. Situationen anzunehmen wie sie sind, nach Möglichkeiten zu suchen, was man daraus lernen kann und welche Chancen sich eventuell bieten.

Wenn ein Ergebnis nicht so ist, wie man es haben wollte, dann muss man etwas ändern. Seinen mentalen Fokus neu ausrichten und abseits der ausgetretenen Pfade denken. Etwas tun, was nicht alle tun. Auf keinen Fall aber abzuwarten und zu hoffen, dass es sich schon irgendwie regeln wird. Stattdessen aktiv zu handeln, um zu neuen Lösungen zu kommen und auf diese Art und Weise vielleicht zu einem noch besseren Ergebnis zu kommen.

Da wo Energie hinfließt, dahin schickt das Universum mehr Energie hin. Erfolg und Misserfolg verselbständigen und multiplizieren sich sehr schnell. Wenn Sie also erst einmal ihren mentalen Fokus auf Erfolg, finanzielle Freiheit, Chancen und Möglichkeiten ausgerichtet haben, dann werden Sie genau davon mehr bekommen. Sie werden neue Kontakte knüpfen, es laufen ihnen Menschen über den Weg, die ihnen phantastische Angebote machen und ihr Leben wird scheinbar wie von selbst reicher, interessanter und bunter werden.

Das Gesetz der Anziehung anwenden: Eine spannende Studie

In einem Experiment wurde in den USA untersucht, ob es tatsächlich so etwas wie eine Erfolgs Mindset gibt. Hierzu wurde eine Gruppe von 100 Leuten ausgewählt und im Vorfeld interviewt. Keiner der Probanden wusste genau, worum es ging, denn Vordergründig wurde ihnen mitgeteilt, dass es sich um eine Studie zum Konsumverhalten handeln würde. Im Verlaufe des Interviews wurden sie jedoch gefragt, ob sie sich eher als erfolgreich oder als nicht erfolgreich einstufen würden. Das Ergebnis war frappierend. Von 100 Leuten bezeichneten sich nur 20 Personen als Erfolgsmenschen, der Rest hatte sich mit dem individuellen Schicksal arrangiert und sich selbst mit „nicht erfolgreich“ identifiziert.

Den einzelnen Probanden wurde nun mitgeteilt, dass man sich zur eigentlichen Studie in einem Büro zwei Blocks weiter treffen wollte, wohin sie zu Fuß gehen mussten. Das eigentliche Experiment fand jedoch schon auf dem Weg zum vermeintlichen Treffpunkt statt. Kurz vor dem Eingang wurde eine 100 Dollar Note gut sichtbar auf dem Bürgersteig platziert und die Reaktionen der Teilnehmer mit einer versteckten Kamera aufgenommen. Und nun geschah etwas Erstaunliches.

Nur knapp 20 Personen gingen mit offenen Augen über die Straße. Man sah ihnen auf dem Bildschirm regelrecht an, wie in dem Moment, in dem sie den Geldschein erblickten, eine Art Alarmleuchte in ihrem Kopf zu blinken begann und die Worte „Gelegenheit“ und „Chance“ vor ihrem geistigen Auge erschienen. Dann bückten sie sich, griffen zu und freuten sich, dass sie um 100 Dollar reicher waren.

Doch was passierte mit dem Rest? Ungefähr 70 Personen gingen schnurstracks an dem Geldschein vorbei, ohne ihn überhaupt wahrzunehmen. Weitere 10 Personen sahen die 100 Dollar zwar und blieben auch kurz stehen. Doch dann schien eine Art innerer Dialog abzulaufen, der höchstwahrscheinlich ungefähr so klang: „Nein, das kann gar nicht sein, ich habe doch niemals so ein Glück!“ Und dann gingen sie weiter, ohne die sich ihnen bietende Gelegenheit zu ergreifen.

Und nun raten Sie mal, ob die 20 Probanden, welche die 100 Dollar aufgehoben hatten, zur Kategorie der Erfolgreichen gehörten, oder ob sie sich selbst als eher unglücklich bezeichneten? Ganz klar, sie waren die positiven Menschen, die ihre mentalen Strategien so ausgerichtet hatten, dass sie vom Gesetz der Anziehung bzw. dem Universum permanent Geschenke in Form von Gelegenheiten und Möglichkeiten geboten bekamen. Und sie griffen gerne zu.

Wünschen beim Universum: Ein Fazit

Ich hoffe, dass meine Überlegungen zum Gesetz der Anziehung zwei Dinge deutlich gemacht haben. Zum einen, dass Bestellungen beim Universum richtig gut funktionieren. Allerdings nur dann, wenn man dem Manifestieren von Wünschen, Hoffnungen und Zielen auch die entsprechenden Taten folgen lässt. Zu Hause auf dem bequemen Sofa zu sitzen und einen Wunsch nach dem anderen ans Universum rauszuschicken ist leider nicht genug. Wenn Sie hingegen den Fokus auf Chancen mit einer ausgeprägten Umsetzungskompetenz kombinieren, dann kommt ein weiteres universelles Erfolgsgesetz zur Anwendung. „Glück entsteht, wenn harte Arbeit und Fleiss auf die passende Gelegenheit treffen.“

Das Fazit unserer Ausgangsfrage lässt sich also wie folgt beantworten: Wenn Sie es ausschließlich beim Wünschen und Bestellen beim Universum belassen, dann ist das Gesetz der Anziehung ein dubioses esoterisches Konzept, dass Ihnen auf Dauer mehr schaden als nutzen wird. Kombinieren Sie es allerdings mit Positivität, Disziplin und einem starken Fokus auf die Umsetzung, das Machen und das Tun, dann wird das Leben Sie reich beschenken.

Und nun interessiert mich Ihre Meinung. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht und wie nutzen Sie das Gesetz der Anziehung in Ihrem Alltag? Ich freue mich auf Ihren Kommentar…


Die 50 besten Zitate für Veränderung im Leben

Du suchst nach Veränderung Zitaten und Sprüchen über Wandel und Change? Dann bist Du hier genau richtig. Ich habe meine Sammlung durchforstet und als Ergebnis meine 50 Lieblingszitate zusammengestellt. Egal, ob Du gerade dabei bist, Dein Leben zu verändern und etwas Mut und Hoffnung brauchst, oder ob Du einfach auf der Suche nach inspirierenden Worten bist, in diesem Artikel wirst Du fündig.

Und wenn Du auch auf Lieblingszitat zu Veränderung, Change und Wandel hast, dann schreib doch am besten einen Kommentar und teile es mit uns. Und nun ganz viel Freude mit den Sprüchen und Veränderung Zitaten für den Umgang mit Wandel in Deinem Leben. 

Veränderung Zitate 1 – 10

1) „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ – Antoine de Saint-Exupéry

2) Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war – und das veränderte mein Leben“ – Walt Whitman

3) „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ – Mahatma Ghandi

4) „Man kann einem Menschen alles nehmen. Alles, außer der letzten menschlichen Freiheit: Der Freiheit, die eigene Einstellung und den eigenen Weg zu wählen, egal wie hart die äußeren Umstände auch sein mögen“ – Viktor Frankl

5) „Veränderung geschieht nicht, indem wir auf andere Menschen oder eine andere Zeit warten. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, nach der wir uns sehnen“ – Barack Obama

6) „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ – Heraklit

7) „Wer nichts verändern will, der wird auch das verlieren, was er bewahren möchte“ – Gustav Heinemann

8) „Man sagt immer, dass die Zeit die Dinge verändert. Aber tatsächlich musst Du sie selber verändern“ – Andy Warhol

9) „Es wird eine Zeit kommen, wenn Du denkst, dass alles zu Ende ist. Das wird der Anfang sein.“ Louis L´Amour

10) „Alle wollen die Welt verändern, aber niemand sich selbst“ – Leo Tolstoi

Veränderung Zitate 11 – 20

11) „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ – Chinesisches Sprichwort

12) „In den letzten 33 Jahren habe ich jeden morgen in den Spiegel geblickt und mich gefragt: Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich dann tun wollen, was ich heute tun werde? Und immer, wenn die Antwort für zu viele Tage „Nein“ lautete, wusste ich, dass ich etwas verändern musste.“ – Steve Jobs

13) „Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.“ – Jean Paul

14) „Geld und Erfolg verändern Menschen nicht. Sie verstärken nur, was bereits vorhanden ist.“ – Will Smith

15) „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird. Aber eines kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll“ – Georg Lichtenberg

16) „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“ – Albert Einstein

17) „Arbeite wie ein Sklave. Führe wie ein König. Erschaffe wie ein Gott“ – Constantin Brancusi

18) „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“ – Henry Ford

19) „Das Glück kommt zu denen, die es erwarten. Nur müssen sie die Türen auch offenhalten“ – Thomas Mann

20) „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“ – Johann Wolfgang von Goethe

Veränderung Zitate 21 – 30

21) „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ – Reinhold Niebuhr

22) „Intelligenz ist die Fähigkeit, sich Veränderungen anpassen zu können“ – Stephen Hawking

23) „Gehe nicht dahin, wo der Puck ist. Gehe dahin, wo der Puck sein wird“ – Wayne Gretzky

24) „Veränderung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling“ – Vincent van Gogh

25) „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ – Franz Kafka

26) „Die meisten Menschen würden die Sicherheit des Elends dem Elend der Unsicherheit vorziehen“ – Virginia Satir

27) „Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Diejenigen, die nur auf die Vergangenheit oder die Gegenwart blicken, werden die Zukunft verpassen“ – John F. Kennedy

28) „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende“ – Oscar Wilde

29) „Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen“ – Buckminster Fuller

30) „Wir können den Wind nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen“ – Aristoteles

Veränderung Zitate 31 – 40

31) „Alles, worauf es im Leben ankommt, ist die richtige Intention“ – Andrea Bocelli

32) „Beginne mit dem Notwendigen. Dann erledige das, was möglich ist. Und plötzlich tust Du das Unmögliche“ – Franz von Assisi

33) „Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes“ – Salvador Dali

34) „Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt“ – Aldous Huxley

35) „Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat“ – Mark Twain

36) „Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt“ – Paulo Coelho

37) „Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit“ – Viktor Frankl

38) „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ – Francis Picabia

39) „Egal, was andere Menschen Dir erzählen, Worte und Ideen können die Welt verändern“ – Robin Williams

40) „Wachstum ist schmerzhaft. Veränderung ist schmerzhaft. Aber nichts ist so schmerzhaft, wie an einem Ort festzusitzen, an den man nicht gehört“ – Mandy Hale

Veränderung Zitate 41 – 50

41) „Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen“ – Nelson Mandela

42) „Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern“ – Konfuzius

43) „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten“ – Thomas von Aquin

44) „Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind unscheinbare Dinge im Vergleich zu dem, was in uns liegt“ – Ralph Waldo Emerson

45) „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt“ – Johann Wolfgang von Goethe

46) „Veränderungen begünstigen nur den, der darauf vorbereitet ist“ – Louis Pasteur

47) „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“ – Hermann Hesse

48) „Mut ist die Kraft, das Bekannte loszulassen“ Raymond Lindquist

49) „Verändere Dich, bevor Du gezwungen wirst, Dich zu verändern“ – Jack Welch

50) „Hab keine Angst, das Gute aufzugeben, um das Großartige zu erreichen“ – John D. Rockefeller

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Veränderungen im Leben

Ich hoffe sehr, dass die Veränderung Zitate und Sprüche für Dich wertvoll waren. Mögen Sie Dich inspirieren und Dich bei aktuellen und zukünftigen Veränderungen im Leben mit Mut, Hoffnung und Kraft versorgen. Und vergiss nicht, mir Dein Lieblingszitat als Kommentar zu hinterlassen, damit wir die Veränderung Zitate Sammlung gemeinsam wachsen lassen können. Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Dein Ilja Grzeskowitz

Wie finde ich einen guten Vortragsredner?

Wenn Sie ein Event für Ihre Firma, Ihren Verband oder Ihre Kunden planen, dann stehen Sie irgendwann vor der Frage: „Wie finde ich einen guten Vortragsredner?“ In diesem Artikel möchte ich Ihnen einige Anhaltspunkte geben, worauf Sie bei Ihrer Recherche unbedingt achten sollten. Sie erfahren, was genau einen guten Vortragsredner ausmacht, welche Möglichkeiten es gibt, den passenden Gastredner für Ihre Veranstaltung zu finden und wie Sie gemeinsam mit dem schlussendlich gewählten Key Speaker Ihr Event zu einem vollen Erfolg machen können.

Keynote Speaker Deutsch

Bevor wir einsteigen, sollten wir vielleicht noch etwas Licht ins Dunkel des riesigen Dschungels verschiedener Bezeichnungen bringen. Starten möchte ich mit einer Definition des wohl am häufigsten verwendeten Begriff, dem Keynote Speaker. Hierbei handelt es sich um professionelle Vortragsredner, die auf Firmenveranstaltungen, Kongressen, Kick-Offs, Kundenevents, Messen oder sonstigen Tagungen die wichtigste Rede des Tages halten. In der Regel ist die zu Beginn oder am Ende des jeweiligen Events. Es handelt sich dabei um Praktiker, die mit einer hohen Expertise ausgestattet zu Themen wie Zukunft, Veränderung, Motivation, Kommunikation oder Leadership sprechen. Gerne werden auch Politiker, Sportler oder Prominente als Key Speaker gebucht. Wenn Sie noch tiefer einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen meinen Artikel „Was ist ein Keynote Speaker?

Keynote Speaker vs Gastredner vs. Vortragsredner

Zurück zum Begriffedschungel. Keynote Speaker, Key Speaker, Vortragsredner, Gastredner oder auch Gastreferent (Hinweis: Es ist im folgenden immer m/w/d gemeint). Möglicherweise fragen Sie sich jetzt: „Wo genau liegen denn eigentlich die Unterschiede? Und welche Kategorie benötige ich für meine Veranstaltung?“ Dies ist im Grunde genommen gar nicht so schwer. Der Keynote Speaker ist – wie eben bereits beschrieben – eine Sonderkategorie, da er die „Key Note„, also den wichtigsten Vortrag des Tages hält. Diese Rede ist meist recht abstrakt, fasst ein komplexes Thema auf eine erinnerungswürdige Weise zusammen und legt außerdem Wert auf einen gewissen Entertainmentfaktor.

Zu Beginn eines Tages breitet der Keynote Speaker den roten Faden eines Events aus, an dem sich alle weiteren Programmpunkte ausrichten. Schließt die Keynote den Tag ab, dann ist die Aufgabe des Key Speakers, alle vorangegangenen Inhalte zusammenzufassen und die Teilnehmer emotional zu verabschieden.

Vortragsredner, Referent und Gastredner meinen in der Regel das Gleiche. Sie halten Impulsvorträge, die von der hohen Expertise der Speaker profitieren und für das Publikum einen hohen Mehrwert bieten. Jeder Keynote Speaker ist also automatisch auch ein Vortragsredner und Gastredner. Aber nicht jeder Vortragsredner oder Gastredner ist auch ein Keynote Speaker.

Kriterien eines guten Keynote Speakers

So weit, so gut. Aber was macht nun einen wirklich guten Gastredner aus? Woran erkennt man, wie sich die Spreu vom Weizen trennt und wie findet man in einem unübersichtlich wirkenden Markt genau den passenden Vortragsredner? Auch wenn die persönliche Chemie zwischen Redner und Kunde natürlich immer eine wichtige Rolle spielt, gibt es einige Kriterien, die Sie bei Ihrer Suche abklopfen sollten.

Wie finde ich einen guten Vortragsredner?

Dies ist gar nicht so schwer. Wenn Sie auf folgende Punkte achten. 

Ein guter Vortragsredner…

  • Besitzt eine nachweisbare Expertise aus der Praxis

  • Hat sich auf ein Thema spezialisiert

  • Ist ein ausgewiesener Experte in seinem Gebiet

  • Hat eines oder mehrere Bücher zu seinem Thema in einem renommierten Verlag veröffentlicht

  • Gilt als Vordenker auf seinem Gebiet

  • Hat einen Podcast und/oder erfolgreichen YouTube-Kanal

  • Hat auf seiner Webseite mindestens ein Video von sich, auf dem er auf der Bühne spricht

  • Besitzt Referenzen von echten Kunden und Marken

  • Ist leicht über Google zu finden, weil er so präsent mit seinem Thema ist

Nun geht es darum, den für Sie und Ihr individuelles Event passenden Vortragsredner zu finden. Die besten 4 Wege finden Sie im folgenden.

Vortragsredner finden #1: Ihr Netzwerk

So einfach, aber doch wirkungsvoll. Fragen Sie in Ihrem Netzwerk, denn wenn ein Vortragsredner sowohl bekannt als auch gut ist, dann ist die Chance groß, dass Ihre Kollegen, Geschäftspartner, Freunde und Dienstleister Ihnen jemand empfehlen können, von dem sie entweder gehört habe, oder was natürlich noch besser ist – den sie selbst schon gebucht, bzw. live erlebt haben.

Vortragsredner finden #2:  Medienpräsenz

Nehmen wir an, Sie suchen einen Gastredner zum Thema „Umgang mit Veränderungen“ (was natürlich reiner Zufall ist. Lol). Dann recherchieren Sie nach Büchern, Interviews, Podcasts, Videos, Artikeln oder Dokumentationen zu genau diesem Thema. Ein guter Speaker wird schnell aus der Masse herausstechen, weil er seit vielen Jahren ein absoluter Vordenker in seiner Expertise ist und entsprechend viel veröffentlicht hat.

Vortragsredner finden #3: Das Internet

Die Chancen stehen gut, dass Sie diesen Artikel über Google gefunden haben. Und die größte Suchmaschine der Welt kann Ihnen auch dabei helfen, den für Sie passenden Vortragsredner zu finden. Geben Sie am besten die Kombination der Begriffe „Keynote Speaker“ und dem von Ihnen gewünschten Thema, also bspw. „Motivation“, „Change Management“ oder „Leadership“, ein. Sie werden eine Vielzahl an Vorschlägen erhalten. Aus diesem Grund ist der vierte Tipp so wichtig. Schauen

Vortragsredner finden #4: Die Webseite des Redners

Schauen Sie sich die Webseite der von Ihnen ausgewählten Kandidaten detailliert an. Es gibt nämlich einige Red Flags, die Ihnen sofort anzeigen, dass es sich eher um einen Anfänger und nicht um einen absoluten Profi handelt. Hierzu gehören:

  • Übertriebene Eigenbezeichnungen wie „Deutschlands TOP Experte im Bereich“, „Der führende Redner zum Thema XYZ“ oder „Der beste Superduperhypermega Speaker des Universums“. Wenn solche Bezeichnungen von Kunden oder von Medien stammen, ist das okay. Beweihräuchert sich ein Speaker hingegen vor allem selber, sollten Sie kritisch werden.

  • Es gibt kein Videomaterial. Dies liegt in der Regel daran, dass der Redner noch keine echten Buchungen hatte. Ein Video ist aber absolute Pflicht, schließlich wollen Sie als potenzieller Kunde den Gastredner Ihrer Wahl schon einmal vorab live erleben, damit sie einschätzen können, ob die Person zur Kultur Ihres Events passen würde.

  • Es gibt keine Referenzen von echten Personen und echten Firmen. Stattdessen stehen dort vor allem Testimonials von Kollegen, Veranstaltern von Rednerausbildungen oder anonymen Menschen wie „Ute T., Unternehmerin“. Auch dies ist ein Zeichen, dass jemand den Beruf nicht wirklich professionell ausübt.

  • Das „Gefühl“ der gesamten Seite passt nicht. Wenn Sie vor allem auf große Worte, Marketingversprechungen und Kalendersprüche treffen, aber von echter Expertise, Erfahrungen auf ähnlichen Events und Stimmen von begeisterten Kunden nichts zu sehen ist, dann sollten Sie skeptisch werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich hier um mehr Schein als Sein handelt.

Der passende Gastredner für Ihr Event

Ich hoffe sehr, dass Sie mit diesen kurzen Tipps den für Sie passenden Keynote Speaker finden können. Haben Sie eine Wahl bezüglich eines möglichen Kandidaten gefunden, dann zögern Sie auch nicht, ein kurzes Gespräch mit dem Speaker zu führen. Gute Gastreferenten nehmen sich diese Zeit gerne. Vor allem aber haben Sie keine Standardvorträge, die sie roboterhaft abspulen. Stattdessen bereiten Sie sich auf jede Keynote Speech individuell vor und richten Ihre Inhalte entsprechend aus. Ob das so ist, erfahren Sie ebenfalls in einem persönlichen Gespräch.

Viel Erfolg mit Ihrem Event! Ein guter Vortragsredner ist in der Lage, aus einer durchschnittlichen Veranstaltung etwas Außergewöhnliches zu machen. Weil er in der Lage ist, ein Thema emotional zusammenzufassen und Botschaften zu setzen, die den Teilnehmern auch lange nach dem Ende noch im Gedächtnis bleiben werden.

Storytelling lernen in 7 einfachen Schritten

Definition Storytelling

Storytelling lernen. Oder klassisch auf Deutch: Die Kunst des Geschichten erzählens meistern. Warum sollte man sich damit beschäftigen, diese Fähigkeit zu lernen? Ganz einfach. Geschichten fesseln. Geschichten begeistern. Sie bewegen emotional und wirken auf unbewusster Ebene. Laut Wikipedia wird Storytelling wie folgt definiert: „Es ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form von Leitmotiven, Symbolen, Metaphern oder anderen Mitteln der Rhetorik weitergegeben wird.“

Und Storytelling wirkt. Wenn Sie an den besten Vortrag denken, den Sie jemals gehört haben, dann werden Sie sich kaum an die Fakten und konkreten Inhalte erinnern, aber ganz bestimmt an diese eine Anekdote des Redners, die Ihnen noch heute ein gutes Gefühl bereitet. Mit der Kunst des Storytellings berühren Sie Ihre Zuhörer im Kopf, vor allem aber im Herz. Da fällt mir eine Geschichte ein….

Storytelling Beispiel

Es war Tonys erste Nacht im Gefängnis. Nachdem das Licht ausgeschaltet wurde, hörte er aus der Zelle nebenan einen lauten Schrei: „107“. Sämtliche Häftlinge begannen aus voller Kehle zu lachen. Dann schrie ein anderer: „47“. Wieder ertönte aus den Zellen ein schallendes Gelächter. Ziemlich verdutzt fragte Tony seinen Zellennachbarn John: „Was geht denn hier vor, warum lachen alle wie verrückt?“ „Tja“, antwortete John, „das ist ganz einfach. Jeder Einzelne ist schon so lange hier, dass wir uns nicht mehr die Mühe machen, komplette Geschichten zu erzählen, wir schreien einfach nur die Nummern in die Nacht hinaus“.

Tony war sofort neugierig: „Das würde ich gerne einmal ausprobieren, kannst du mir eine Nummer nennen?“ „Klar, probier´ es mit der 88, die ist ein Klassiker“, antwortete John. Und so schrie Tony voller Inbrunst: „88“. Aber niemand rührte sich. Also probierte er es ein weiteres Mal, diesmal doppelt so laut. Doch wiederum erhielt er die gleiche Reaktion, vollkommene Stille. Tony fragte seinen Zellennachbarn: „Hey, was ist los, warum lacht niemand?“ Die Antwort von John war sehr einfach: „Weißt du Tony, manche Menschen können Geschichten erzählen und manche können es eben nicht!“

Die Storytelling Methode

Nichts vermag Ihre Botschaft so elegant zu transportieren, wie eine gut aufgebaute und humorvoll präsentierte Geschichte. Nur, wenn Sie witzig sind, statt mehr oder weniger platte Witze zu erzählen, sind Sie in der Lage, Ihr Publikum emotional zu berühren, und Ihre Botschaften auf unbewusster Ebene nachhaltig wirken zu lassen. Kennen Sie nicht auch Menschen, die zu jeder Gelegenheit eine passende Story parat haben, und denen Sie bereits nach kurzer Zeit wie gebannt an den Lippen hängen?

Die ihre Themen und Argumente so elegant in Anekdoten verpacken, dass Sie gar nicht anders können, als sich mit Begeisterung auf eine faszinierende Reise voller guter Gefühle mitnehmen zu lassen? Was auf den ersten Blick wie eine angeborene Gabe wirkt, ist tatsächlich eine jahrhunderte alte Methode, mit der auch Sie zu einem solchen Redner werden können.

Die Technik, die hinter dieser besonderen Art der Informationsvermittlung steht, nennt sich Storytelling, und ist mehr eine Kunst als ein Handwerk. Nur wenn eine Geschichte richtig erzählt wird, kann sie ihre volle Wirkung entfalten, und ihre Zuhörer auf fast schon magische Weise in ihre ganz eigene Welt ziehen. Und hier kommt ein weiterer wichtiger Faktor ins Spiel: Der Humor. Lachen ist nicht nur die einfachste Brücke zwischen zwei Menschen, sondern die perfekte Möglichkeit, eine Story emotional aufzuladen. Es ist nun mal wesentlich leichter, Ihre Kernbotschaft zu vermitteln, wenn sich Ihr Publikum in einem ressourcevollen Zustand befindet.

Mit der Storytelling Methode sind Sie in der Lage, auf der kompletten Klaviatur des Humors zu spielen. Sie können mit Ihren Zuhörern individuell kommunizieren und gleichzeitig Ihre eigene Persönlichkeit einbringen. Ein herzhaftes Lachen, ein alberner Lachkrampf, ein intellektuelles Schmunzeln oder ein warmherziges Lächeln; in einer einzelnen Geschichte können Sie jede gewünschte Form von Humor unterbringen und damit eine Atmosphäre generieren, die viel Spaß, nachhaltige Motivation und einen hohen Erinnerungsfaktor nach sich zieht.

Storytelling meistern mit der A.M.E.R.I.K.A. Methode

Sicherlich überlegen Sie gerade, wie Sie sich dieses unschätzbar wertvolle Werkzeug für Ihren Job aneignen können, nicht wahr? Die A.M.E.R.I.K.A.-Methode stattet Sie in sieben einfachen und leicht nachvollziehbaren Schritten mit einem Leitfaden aus, an dem Sie sich orientieren können. Auf Ihrem Weg als Storyteller werden Sie spannende Erfahrungen machen, wie Sie als Redner in Erinnerung bleiben und Ihre Inhalte elegant kommunizieren können. Dabei ist A.M.E.R.I.K.A. ein Akronym und steht für:

A – Anlass

M – Motivation

E – Erfahrung

R – Routine

I – Instrumente

K – Komik

A – Abschluss

In den folgenden Abschnitten erläutere ich Ihnen die einzelnen Schritte, auf die es beim Storytelling ankommt. Sie werden sich einen einfache Methode aneignen, mit der Sie in der Lage sind, jederzeit die passende Geschichte zu wählen, und diese in einer Art und Weise zu präsentieren, die Ihre Zuhörer verzaubern wird. Und natürlich verpacken wir den Inhalt in eine kleine Anekdote. Sind Sie bereit? Lassen Sie mich Ihnen eine Geschichte erzählen…

Storytelling lernen – Schritt 1: Anlass

Henri Dumont ist ein erfahrener Pilot bei einer großen Airline. Und er ist verliebt. Seit er heute morgen aufgewacht ist, denkt er bereits voller Freude an den Abend. Er ist sehr nervös, denn er will seiner Freundin Juliette in einem Luxusrestaurant über den Dächern von Paris den lange geplanten Heiratsantrag machen. Doch bis es soweit ist, muss Henri noch 300 Passagiere sicher von Chicago zum Flughafen Charles de Gaulle befördern.

Obwohl er die Strecke schon dutzende Male geflogen ist, geht er in Gedanken noch einmal die Route durch und lässt sich von seinem ersten Offizier die Wetterlage durchgeben. Vor dem Start läuft er komplett um das Flugzeug herum und kontrolliert  alle wichtigen Punkte anhand einer detaillierten Checkliste. Im Cockpit bespricht er die kommenden Stunden mit seinen Co-Piloten und der Crew. Jede Eventualität wird durchgegangen, Sonderwünsche der Passagiere abgestimmt und der Dienstplan der Teammitglieder besprochen. Kurze Zeit später gibt der Tower das „Go“ und die Boeing 747 hebt ab Richtung Paris…

Ob Sie mit Ihrem Storytelling das Publikum begeistern werden, entscheidet sich bereits lange vor dem eigentlichen Vortrag. Für Sie als Speaker ist eine gute Vorbereitung nicht etwa die halbe Miete, sondern Alles. Fertigen Sie sich eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen an, die Sie vor jedem Termin beantworten. Was genau ist der Anlass Ihres Vortrages? Wie ist die demografische und soziale Zusammensetzung Ihres Publikums? Welche Themen wollen Sie transportieren und wie lautet Ihre Kernbotschaft? Gibt es bestimmte Anforderungen Ihres Auftraggebers?

Ergänzen Sie diese Aufzählung durch weitere Punkte, die für Ihre Branche oder Ihr Expertenthema besonders relevant sind. Aus den Informationen, die Sie dadurch erhalten, erstellen Sie sich dann ein Anforderungsprofil für mögliche Geschichten, Metaphern oder Anekdoten, die optimal für den konkreten Anlass geeignet sind. Der Lohn Ihrer sorgfältigen Vorbereitung: Ihr Publikum wird Ihnen während Ihres Vortrages an den Lippen hängen und Ihnen am Ende Standing Ovations schenken. Denn während die meisten Redner immer wieder die gleichen Metaphern erzählen, die an ein Sakko vom Textilmarkt im Einkaufszentrum erinnern, haben Ihre Zuhörer das Gefühl, Geschichten zu hören, die so perfekt passen wie ein Maßanzug aus der Londoner Savile Row.

Storytelling lernen – Schritt 2: Motivation

Obwohl erst wenige Minuten seit dem Take Off vergangen sind, befindet sich Henri Dumont in Gedanken bereits in Paris. Vor seinem geistigen Auge läuft ein phantasievoller Film ab, in dem ihn Juliette mit ihren einzigartig blauen Augen anschaut, während er alles dafür tut, dass Sie sich wohl und begehrenswert fühlt. An diesem Abend muss einfach alles passen. Es soll der perfekte Moment werden, damit Juliette gar nicht anders kann, als „Ja“ zu sagen…

Sie sollten sich bereits vor Ihrer Rede überlegen, in welchem Zustand sich Ihre Zuhörer am Ende befinden sollen. Der rote Faden Ihres Storytellings sind dabei die Emotionen. Je mehr Sie es schaffen, Ihr Publikum auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen, desto besser werden Sie als Redner in Erinnerung bleiben. Wollen Sie beispielsweise Ihre Zuhörer motivieren, so wählen Sie Geschichten, die zum Handeln anregen und aktivierend wirken. Bauen Sie innerhalb Ihrer Anekdoten einen konsequenten Spannungsbogen auf.

Beschreiben Sie die Persönlichkeit ihrer Helden in den Geschichten möglichst detailliert, so dass sich Ihre Zuhörer leicht mit ihnen identifizieren können. Schlagen Sie inhaltliche Haken, bauen Sie Wendepunkte ein und lassen Sie auch einmal etwas Unerwartetes geschehen. Denken Sie bei Ihrer Dramaturgie immer daran, welche Gefühle Ihre Zuhörer erleben sollen. Dies setzt natürlich voraus, dass Sie ein wichtiges Prinzip beherzigen: „Go First“. Sie müssen die Emotionen selber spüren, die Sie verbal und nonverbal in Ihren Geschichten transportieren wollen.

Storytelling lernen – Schritt 3: Erfahrung

Henri Dumont hält es vor lauter Nervosität kaum noch aus. Statt hier im Cockpit zu sitzen, würde er lieber seine Juliette in den Arm nehmen und leidenschaftlich küssen. Doch welche Flugroute soll er wählen, um so schnell wie möglich nach Paris zu kommen? Zum Glück ist Henri ein sehr erfahrener Pilot, der jede der möglichen Strecken schon dutzende Male geflogen ist. Er holt sein Notizbuch hervor, in dem sich die Aufzeichnungen der letzten fünf Jahre befinden. Anhand der Stärken und Schwächen der einzelnen Routen trifft er seine Entscheidung. Er wählt den Kurs, der über Grönland führt. Der ist zwar am schwierigsten zu Fliegen, aber auch um eine Stunde schneller, als alle Alternativen…

Wenn Sie etwas aus dem Ärmel schütteln wollen, müssen Sie es vorher hineinpacken. Je größer Ihr Repertoire ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, für jeden Anlass die passenden Geschichten auszuwählen. Sie fragen sich, wie das am besten geht? Lesen Sie spannende Romane, schauen Sie sich Theateraufführungen an und abonnieren Sie inspirierende Blogs. Und gehen Sie vor allem mit offenen Augen durchs Leben.

Die Welt ist voller Geschichten, die nur darauf warten, von Ihnen erzählt zu werden. Noch besser ist es, wenn Sie auf viele selbst erlebte Erfahrungen zurückgreifen können. Das steigert Ihre Authenzität und Kompetenz als Redner beträchtlich. Die einfachste Möglichkeit, um sich einen riesigen Schatz an spannenden Geschichten anzueignen, liegt daher in einem abwechslungsreichen Leben. Und halten Sie die erzählenswerten Momente unbedingt schriftlich fest. Legen Sie sich ein hochwertiges Notizbuch zu und dann schreiben Sie Ihre persönlichen Erlebnisse auf. Und zwar immer sofort und nicht erst am Abend oder wenn Sie Zeit dafür haben.

Glauben Sie mir, ein Gedanke, der erst einmal verschwunden ist, kommt so schnell nicht wieder. Schon bald werden Sie ein Bewusstsein für die richtigen Situationen entwickeln. Und Sie werden ebenso rasch feststellen, dass Ihr Leben gleichzeitig bunter, spannender und ereignisreicher sein wird. Wenn Sie heute beginnen, haben Sie in 365 Tagen ein komplettes Buch mit spannenden und emotionalen Geschichten. Vor jedem Vortrag müssen Sie dann anhand Ihrer Checkliste nur noch die Stories wählen, die am besten zum Thema und zum Anlass passen.

Storytelling lernen – Schritt 4: Routine

Kurz vor Grönland wird das Flugzeug von einem heftigen Gewitter überrascht. Der für das Cockpit verantwortliche erste Offizier ist noch neu im Geschäft und mit der kritischen Situation überfordert. Der Schweiß rinnt ihm die Stirn herunter und er weiß nicht, was er tun soll. Doch Henri rettet die brenzlige Lage mit seiner ganzen Erfahrung und übernimmt das Steuer. Weil er schon häufig in einer ähnlichen Situation war, strahlt er Sicherheit, Ruhe und Kompetenz aus. Nach wenigen Minuten hat er die Maschine wieder auf Kurs gebracht und schaut lächelnd auf die Uhr. Noch drei Stunden bis Paris…

Wiederholung ist die Mutter allen Lernens und Training der Vater des Erfolgs. Nervosität und Unsicherheit resultieren vor allem durch eine nicht ausreichende Vorbereitung und zu wenig Übung. Trainieren Sie das Erzählen Ihrer Geschichten im Auto, vor dem Spiegel oder auf Familienfeiern. Ideal ist es, wenn Sie Kinder haben, denn ehrlicheres Feedback werden Sie nirgendwo anders bekommen. Nehmen Sie genau wahr, welche Stellen gut ankommen und wo Sie noch etwas feilen müssen.

Üben Sie, bis Sie Ihre Geschichten so flüssig erzählen können, dass Sie ein Teil von Ihnen geworden sind. Ab diesem Moment können Sie sich voll und ganz auf die kunstvolle Präsentation und die humorvolle Interaktion mit Ihren Zuhörern konzentrieren.

Storytelling leren – Schritt 5: Instrumente

Paris. 19:00 Uhr. Bei sommerlichen 23 Grad sitzen Henri Dumont und seine Freundin Juliette auf der Dachterrasse des Restaurants Coup de Coeur und genießen gemeinsam den Sonnenuntergang, der wohl nirgendwo auf der Welt so romantisch ist, wie in der Stadt der Liebe. Der Wind weht angenehm kühl über die Haut und der süßliche Duft von Flieder liegt in der Luft. Henri überlässt an diesem Abend nichts dem Zufall.

Er hat seinen besten Anzug angezogen, und trägt die edlen Manschettenknöpfe mit Gravur, die Juliette ihm zum Geburtstag geschenkt hat. Er ist sehr aufmerksam, macht seiner Liebsten viele Komplimente und hat zu jeder Gelegenheit eine passende Geschichte parat. Juliette schmilzt dahin: „Ach Henri, ich kann es nicht rational begründen, aber ich fühle mich in deiner Gesellschaft einfach wohl und geborgen…“

Nachdem Ihr Inhalt steht, können Sie Ihren Fokus auf die Form und den gezielten Einbau von Humor richten. Die wichtigsten Werkzeuge für Sie als Storyteller sind dabei Ihre Stimme, Ihre Mimik und Ihre Gestik. Grundsätzlich gilt: Je abwechslungsreicher, desto besser. Spielen Sie mit der Lautstärke und benutzen Sie die ganze Bandbreite der Tonalität.

Setzen Sie kraftvolle Gesten ein und unterstreichen Sie die Aussagen der Worte mit Ihrer Mimik. Je mehr Sie Ihre Anekdoten selber leben, desto leichter wird Ihnen dies fallen. Ein wichtiger Tipp: Nehmen Sie ihre Performances regelmäßig mit einer Kamera oder Ihrem Smartphone auf und achten Sie bei der Analyse besonders auf die Wirkung der angesprochenen Punkte.

Wenn Sie Ihr Publikum nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz berühren möchten, ist es von entscheidender Bedeutung, Ihre Geschichten emotional und sinnesspezifisch zu gestalten. Lassen Sie mit Ihren Worten in den Köpfen der Zuhörer große und lebendige Bilder entstehen. Aktivieren Sie alle fünf Sinne und verwenden Sie viele Adjektive. Spannen Sie mit Ihrem Storytelling mehrere Ebenen gleichzeitig auf: inhaltlich, sprachlich und auch emotional.

Erzählen Sie Geschichten in Geschichten und machen Sie bewusste Pausen, wenn es spannend wird. Je abwechslungsreicher und humorvoller Sie ihr Storytelling präsentieren, desto stärker erreichen Sie Ihre Zuhörer auf der unbewussten Ebene und potenzieren damit den Lern- und Erinnerungseffekt. Vor allem aber bleiben Sie als begeisternder Redner und virtuoser Verbalakrobat im Gedächtnis.

Storytelling lernen – Schritt 6: Komik

„So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Es kommt mir vor, als wäre ich in jeder Deiner Geschichten die Hauptperson.“ Juliette ist glücklich und ihre Augen funkeln. Dabei war Henri noch vor wenigen Monaten eigentlich eher schüchtern. Seine zaghaften Versuche, humorvoll sein zu wollen, wirkten ziemlich hölzern. Doch dann begeisterte er sich für den feinsinnigen Humor von Loriot und schaute sich viele unschätzbare Details ab.

Vor allem wurde er mutig. Im Kollegenkreis erzählte er immer wieder ein paar witzige Stories und schon bald wurde er für seine berühmte Geschichte mit der blonden Stewardess geschätzt, bei der sich die Zuhörer immer wieder vor Lachen die Bäuche hielten. Heute ist Henri ein sehr eloquenter und humorvoller Erzähler, dem es mit großer Souveränität gelingt, seine Zuhörer zum Schmunzeln zu bringen. Gerade als Juliette sich wieder einmal eine Freudenträne aus dem Augenwinkel wischt, greift er in die Innentasche seine Jacketts…

Humor ist Ihr wichtigstes Instrument, wenn Sie Ihr Publikum dazu bringen wollen, eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen aufzubauen und in ressourcevolle Zustände zu gehen. Storytelling bietet Ihnen den optimalen Rahmen, um Ihre Zuhörer lebendig und humorvoll zu unterhalten. Nichts vermag Menschen so leicht zum Lachen zu bringen wie eine lustige und authentisch erzählte Geschichte.

„Aber Ilja“, werden Sie jetzt vielleicht einwenden, „ich bin überhaupt nicht humorvoll und von Natur aus eher der ernste Typ!“ Keine Sorge, da habe ich eine gute Nachricht für Sie: Humor ist eine Fähigkeit, die erlernbar ist. Auch von Ihnen. Hier ist Ihr persönlicher Trainingsplan:

  • Lachen Sie regelmäßig vor dem Spiegel und schauen Sie sich dabei in die Augen. Ihr Gehirn macht keinen Unterschied, ob etwas real ist oder ob Sie es sich nur vorstellen. Die neurophysiologischen Prozesse sind die gleichen. (Ja, trauen Sie sich ruhig, es schaut ja keiner zu)
  • Umgeben Sie sich so oft es geht mit humorvollen und lebensbejahenden Menschen.
  • Schauen Sie sich lustige Serien, Filme und Theaterstücke an. Nehmen Sie genau wahr, worüber Sie lachen müssen, und warum.
  • Verbringen Sie viel Zeit mit Ihren Kindern (wenn Sie keine haben, dann mit denen Ihrer Freunde). Kinder sind die wahren Meister, wenn es um Humor und Lebensfreude geht!
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit, um humorvolle Geschichten zu erzählen. Beginnen Sie im sicheren Kreis (Familie, Freunde, etc.) und filtern Sie heraus, womit Sie andere Menschen zum Lachen bringen.
  • Betrachten Sie Humor nicht als Technik, sondern als Attitüde.

 

Storytelling lernen – Schritt 7: Abschluss

Es ist der perfekte Moment. Die elegante Schatulle mit dem Ring in der Hand haltend, stellt Henri die entscheidende Frage, die er in seinem Kopf schon so häufig geprobt hat: „Juliette, willst Du meine Frau werden?“ Nun blickt er erwartungsvoll in die blauen Augen, in die er sich vor genau acht Monaten so unsterblich verliebt hat.

„Weißt Du, Henri,“ beginnt Juliette zögerlich, „ich erinnere mich noch gut an unser erstes Date. Du warst so anders als die Männer, die ich bisher kannte. Du hast dich für mich interessiert, mir so aufmerksam zugehört und mir jederzeit das Gefühl gegeben, etwas ganz Besonderes zu sein. In dem Moment wusste ich: Mit diesem Mann möchte ich den Rest meines Lebens verbringen. Meine Antwort lautet: Ja!“ Henri strahlt über das ganze Gesicht. Er gibt dem Kellner das verabredete Zeichen, dieser entzündet ein Streichholz, und im selben Moment wird der Pariser Abendhimmel von einem einzigartigen Feuerwerk  erleuchtet.

Die Lippen von Juliette und Henri bewegen sich aufeinander zu. Und kurz bevor die Beiden sich leidenschaftlich küssen, haucht Juliette ihrem zukünftigen Ehemann noch etwas ins Ohr: „Ach Liebster, der Anfang unserer Beziehung war schon beeindruckend. Aber den Abschluss dieses Dinners werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen!“

Der Anfang und das Ende eines Vortrages werden gerne unterschätzt. Ihr Publikum erinnert aber vor allem, was Sie als erstes und als letztes gesagt und getan haben. Streichen Sie zu Beginn sämtliche belanglosen Floskeln, Begrüßungen oder Informationen, sondern kommen Sie sofort zum Punkt. Beginnen Sie mit einer faszinierenden Geschichte, die Ihre Zuhörer sofort in die Handlung zieht.

Und wenn Sie Ihr Publikum erst einmal emotional gepackt haben, dann lassen Sie es nicht mehr los. Weben Sie Ihre Geschichten und Metaphern ineinander und enden Sie dann mit einem Knaller, der im Gedächtnis bleibt. Dies kann eine sehr persönliche Anekdote sein, eine außergewöhnliche Pointe oder ein besonders emotionales Ende einer Geschichte. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, wenn Sie mit einem Highlight enden, dann werden Sie als Redner mit der positiven Emotion verknüpft. Auf diese Weise gelingt es ihnen, sich einen Platz im Kopf ihrer Zuhörer, vor allem aber einen in den Herzen zu sichern. Und darauf kommt es an.

Storytelling im Business – Ein machtvolles Werkzeug

Die Storytelling Methode ist das optimale Vehikel, um Ihre Ideen und Botschaften humorvoll und erinnerungswürdig zu transportieren. Wenn Sie die einzelnen Schritte der A.M.E.R.I.K.A.-Methode beherzigen und regelmäßig trainieren, haben Sie einen treuen Begleiter an Ihrer Seite, um Geschichten, Anekdoten und Metaphern als wichtiges Tool in Ihren professionellen Redner-Werkzeugkasten aufzunehmen. Genießen Sie es, Ihre Zuhörer mit auf faszinierende Reisen zu nehmen. Erzählen Sie Ihre Stories auf eine Art und Weise, dass sie Ihnen an den Lippen hängen und Ihnen Standing Ovations schenken. Und wer weiß, möglicherweise lautet einer Ihrer Lieblingssätze schon bald: „Da fällt mir eine Geschichte ein…“.

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