Generation XYZ und ihr faszinierender Umgang mit Change

Der Generationwandel als größte Veränderung der Zukunft

Generation XYZ. Die Babyboomer. Millennials. All dies sind Begriffe, die eine der größten Veränderungen unserer Zeit beschreiben: Den Generationenwandel. Und damit seine Auswirkungen auf die Zukunft. Damit meine ich die extreme demografische Transformation, welche die Menschen weltweit zu weiterem Umdenken zwingen wird. Während die Bevölkerung in den Schwellenländern, vor allem in Indien und China, von Jahr zu Jahr explosionsartig anwächst, wird für Europa ein düsteres Szenario heraufbeschworen. Die Experten prognostizieren eine zunehmende Vergreisung der Gesellschaft. Die Auswirkungen auf die weltweiten Märkte, das Rentensystem, die notwendigen Serviceleistungen im Gesundheitssystem sind heute noch nicht mal an Ansatz absehbar. Trotzdem arbeiten Unternehmen mit Weitblick längst an passenden Lösungen für die Probleme der Zukunft.

Welche Generationen gibt es?

Doch nicht nur die demografische Verteilung der Bevölkerung wird sich ändern, sondern auch die Grenzen zwischen den einzelnen Generationen werden sich immer mehr verschieben. Marketingabteilungen auf allen Kontinenten entwickeln schon heute passende Produkte und Dienstleistungen für die neuen Zielgruppen von Generation XYZ und Co. Gerade durch den Fortschritt in Medizin und Technik verlieren die klassischen Zielgruppen, die Schüler, die Arbeitnehmer und die Rentner, an Bedeutung. In diesem Bereich kommt es zu massiven Veränderungen. Früher war die Unterscheidung einfach. Da gab es die Alten und die Jungen. Das war’s. Die einen haben Kuckucksuhren gekauft und die anderen Plattenspieler. Und heute?

Best Ager: Die goldene Generation

Da sind zum einen die Best Ager, die auch als die »goldene Generation« bezeichnet werden. Diese Menschen sind über sechzig Jahre alt und haben nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend dafür gesorgt, dass wir in Deutschland heute voller Ehrfurcht auf die Zeit des Wirtschaftswunders zurückblicken. Die Best Ager haben einen gewissen Wohlstand aufgebaut, den sie heute als Rentner und Pensionäre genießen wollen. Sie erwarten eine optimale medizinische Versorgung, wollen die Früchte ihrer Arbeit genießen und geben sich nur mit dem Besten zufrieden. Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das auf die zukünftigen Produkte und Dienstleistungen?

Generation Baby Boomer

In die Altersspanne von Mitte vierzig bis Ende sechzig fallen die sogenannten Zoomer oder Babyboomer. Diese Generation lehnt es vehement ab, älter zu werden. Sie sind körperlich und gesundheitlich fit, wirtschaftlich gut situiert und denken nicht dran, zum alten Eisen zu gehören. Warum auch? Schließlich sang schon Udo Jürgens darüber, dass das Leben erst mit sechsundsechzig Jahren so richtig anfängt. Und während in der öffentlichen Diskussion noch darüber gestritten wird, ob die Rente nun mit fünfundsechzig oder siebenundsechzig in Kraft treten soll, sehen viele Zoomer überhaupt nicht ein, warum sie nicht auch noch mit siebzig ihrer Arbeit nachgehen sollten. Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das auf den Arbeitsmarkt?

 

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Generation X: Zwischen den Welten

Die Generation X umfasst Menschen im Alter von Mitte zwanzig bis Ende vierzig, die in den 70er- und 80er-Jahren aufgewachsen sind. Sie sind als Kinder auf Bonanzarädern gefahren, mit der Schwarzwaldklinik und Colt Seavers aufgewachsen, ihr erstes Auto war ein Golf und sie wissen noch, dass Macarena ein Tanz ist und kein Cocktail. Sie haben die Einführung des Internets erlebt und waren die ersten Besitzer eines iPhones. Die Mitglieder der Generation X leben daher ein wenig zwischen den Welten. Auf der einen Seite sind sie analog aufgewachsen, waren aber auch die ersten, die Internet, Smartphone und Co. benutzt haben. Aus diesem Grund sind sie zukünftigen Entwicklungen gegenüber sehr aufgeschlossen, legen aber gleichzeitig einen hohen Wert auf Traditionen

Generation Y: Die Millennials

Die Generation Y besteht zum Großteil aus Twens, die nach der deutschen Einheit geboren wurden. In den 90er-Jahren aufgewachsen, verbinden Sie ihre Jugend mit Soap-Operas und Arabella Kiesbauer auf Pro7, haben Michael Jackson noch live gesehen, kümmerten sich liebevoll um ihre Tamagotchis und sind gerade dabei, ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden.

Die jungen Menschen unter zwanzig werden als Millennials bezeichnet. Sie sind kurz vor oder nach der Jahrtausendwende geboren und hatten alle mit spätestens acht Jahren ihr eigenes Handy und ihre Playstation. Sie nutzen ganz selbstverständlich die Möglichkeiten, welche die moderne Technik heutzutage bietet. Diese Generation entwickelt ihre eigene Sprache, ihre eigenen Vorbilder und wird maßgeblich die Zukunft gestalten. Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das auf die Wertvorstellungen von morgen?

Generation Z: Radikal anders

Die Generation Z kennen Sie als die jungen Leute, die mit Onlineplattformen wie TikTok, Instagram und BeReal groß geworden sind. Sie sind zwischen 1995 und 2010 geboren und für viele Mitglieder dieser Gruppe gehörte das Smartphone von Anfang an zum Leben dazu. Aus diesem Grund findet ein großer Teil des Lebens der Generation Z auch online statt. Man lebt, arbeitet, lernt, studiert, liebt und kauft online.

Man sagt ihr nach, dass die Mitglieder maximal unverbindlich wären, 24/7 online sind, Schwierigkeiten mit dem Treffen von Entscheidungen haben, wenig Verantwortung übernehmen wollen, einen hohen Gerechtigkeitssinn besitzen und vollkommen andere Bedürfnisse bezüglich ihres Jobs haben. Und in wenigen Jahren werden diese jungen Menschen Ihre Kunden, Ihre Mitarbeitenden, Ihre Kollegen und möglicherweise sogar Ihre Chefin sein. Sind Sie auf diese Entwicklung vorbereitet?

Generation Wohlfahrtsstaat

Und eine wichtige Gruppierung fehlt noch. Sie kommt in den wenigsten Berichten und Prognosen vor. Und doch wird sie zu einer der größten Herausforderungen der Zukunft werden. Ich spreche von der »Generation Wohlfahrtsstaat«. Hierzu gehören Menschen aller Altersgruppen und sozialer Schichten. Es sind diejenigen, die niemals gelernt haben, produktiv zu arbeiten, und überhaupt nicht den Willen haben, mit ihrem Können eigenes Geld zu verdienen. Stattdessen haben sie sich komplett der Opfer- und Anspruchsmentalität hingegeben und vertrauen darauf, in der Hängematte sozialer Transferzahlungen ein gemütliches Plätzchen zu finden.

Und nur damit wir uns richtig verstehen, ich spreche hier nicht von den Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren und für eine gewisse Zeit auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen sind. Nein, ich spreche von der Art Mensch, die Sie ganz genau kennen. Denjenigen, die überhaupt keine Lust haben, zu arbeiten oder Verantwortung zu übernehmen. Die lieber den ganzen Tag Big Brother im Fernsehen schauen, statt sich ein eigenes Leben zuzulegen. Diese Bevölkerungsschicht wächst von Jahr zu Jahr.

Manche finden das gut. Andere finden es schlecht. Und vielen ist es egal. Aber wie auch immer Ihre persönliche Bewertung aussieht, was glauben Sie, welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die zukünftige Qualität von Wissen, Fähigkeiten und Problemlösungskompetenz? Und möglicherweise liegt ja auch in diesem Problem wieder eine riesige Chance. Ich bin gespannt, wer Sie erkennen und nutzen wird.

Generation XYZ: Die Chancen der Zukunft

Zurück zu den Generationen XYZ. Haben Sie sich selbst in einer der Beschreibungen wiedergefunden? Haben Sie sich die Zeit genommen, über die einzelnen Fragen ein wenig nachzudenken? Nur wenn Sie in der Lage sind, die zukünftigen Entwicklungen zu antizipieren, werden Sie in der Lage sein, die notwendigen Lösungen anzubieten und die anstehenden Veränderungen zu meistern. All diese individuellen Generationen werden sehr unterschiedlich mit den anstehenden Herausforderungen umgehen.

Doch in welchem Alter Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sich auch befinden, am Ende macht die innere Haltung den Unterschied, und Ihre Einstellung wird der entscheidende Faktor sein, wie Ihre ganz persönliche Zukunft aussieht. Vielleicht kommt ja alles auch ganz anders? Denn sämtliche Voraussagen basieren natürlich immer auf der Annahme, dass alles genau so weiterläuft, wie es das bisher getan hat. Und da bin ich mir nun wieder ziemlich sicher: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Das Einzige, was sich niemals verändert, ist, dass sich alles verändert.

Nachhaltige Veränderung meistern

Change und Wandel dauerhaft gestalten

Man kennt’s: Nachhaltige Veränderungen stehen an. Es ist aufregend und zu Beginn bist du noch mit voller Motivation dabei. Sobald jedoch der Alltag wieder einkehrt, kann es auch mal passieren, dass du die neue Routine aussetzen lässt. Aus einem Mal wird ein zweites Mal und plötzlich bist du zurück in deinem alten Trott. Wie kannst du es also schaffen, dass du die eingeführte Veränderung – im Alltag oder im Workflow – beibehalten kannst?

Hierzu möchte ich Dir gerne mein Change Journey Framework als Grundlage empfehlen. Es bietet den perfekten Rahmen für jede Art von Veränderungsvorhaben. Dabei führt das Modell dich durch die einzelnen Phasen von Change Management durch und zeigt auf, worauf es wirklich ankommt. Doch natürlich stellt sich bei erfolgreicher Anwendung eine entscheidende Frage: Wie gelingt es, die Ergebnisse dauerhaft zu etablieren? Wie genau gelingen nachhaltige Veränderungen im Business und im Leben?

Damit du eine gutes Fundament schaffen kannst, haben wir drei Bausteine, mit welchen du die nachhaltigen Veränderungen – mit Spaß, Freude und Erfüllung – meistern kannst.

Nachhaltige Veränderungen #1: Priorität

Egal wie groß oder klein die Veränderung ist, ob du allein oder im Team arbeitest: Die geplante Veränderung muss das höchste Maß an Aufmerksamkeit bekommen. Damit der Fokus auf nachhaltigen Veränderungen liegt, solltest du keine anderen Aufgaben nebenher bearbeiten. Es ist wichtig, dass in dem Moment jedes einzelne Teammitglied mit Leidenschaft, Herzblut und Seriosität bei der Sache ist. Je höher die intrinsische Motivation ist, desto besser.

Wie immer gilt: Change ist Chefsache. Es ist keine dieser Aufgaben, um die man sich kümmert, wenn „man mal Zeit“ hat. Denn Zeit haben wir eigentlich nie, oder? Je eher Du dem geplanten Change daher die höchste Priorität einräumst, desto besser. Und auf diese Weise gelingt auch die nachhaltige Integration in deinen Alltag oder in den Workflow.

Nachhaltige Veränderungen #2: Strategie

Die strategische Umsetzung bedarf einer konkreten Planung. Damit das neue Verhalten zu einer Gewohnheit wird, kannst du Schritte festlegen, welche step by step abgearbeitet werden können. Um dazu das Team abzuholen, gilt es Meilensteine und Ziele zu setzen. Plane hierfür regelmäßige Meetings, in denen die geblockte Zeit ausschließlich genutzt wird, um an den verfassten Zielen zu arbeiten.

Es wird am schnellsten zu einer neuen Gewohnheit, wenn du täglich daran arbeitest! Im Schnitt dauert es 66 Tage, um aus einem neuen Verhalten, einem neuen Denkmuster oder einer neuen Entscheidungsstrategie einen unbewussten Automatismus zu machen, der ab dann seinen treuen Dienst für dich leisten wird. 

Aus Prioritäten setzen und einer konkreten Strategie wird somit eine nachhaltige Veränderung.

Nachhaltige Veränderungen #3: Messen

„Was wir verändern wollen, müssen wir messen.“

Mache deinen Fortschritt anhand von Zahlen sichtbar. Es ist wichtig, KPIs (Key-Performance-Indicators) zu definieren. Welche Kennzahlen und Faktoren sollen verändert werden? Misst und trackst du die KPI kontinuierlich und sehr genau, kannst du die Auswertungen optimal nutzen. Befindest du dich auf dem richtigen Kurs? Hast du deine gesetzten Ziele auch eingehalten? Somit hast du automatisch ein internes Warnsystem, um die Strategie und die Prioritäten anzupassen, falls du vom Kurs abkommen solltest. 

Und noch ein kleiner Bonus Tipp. Tracke nicht nur regelmäßig, sondern auch in kurzen Abständen. Solltest du nämlich feststellen, dass du dich von deinem Kurs entfernt hast, dann musst du nur eine kleine Feinjustierung vornehmen, und nicht den kompletten Weg ändern.

Der Schlüssel zu nachhaltigen Veränderungen

Die Kombination aus Prioritäten setzen, strategische Planung, sowie Messen & Tracken bildet den Key, um konsistent an nachhaltigen Veränderungen zu arbeiten. Somit wird die Gewohnheit nachhaltig und die Wirkung der Veränderung bleibt erhalten.

Auch hier gilt: Die Summe von tausenden kleinen Schritten und Bausteinen führen dich zu einer dauerhaften Veränderung, welche nachhaltig wirken kann.

Du hast eine Frage zum Thema oder möchtest Ilja zu Gesicht bekommen, dann findest du hier die passende YouTube-Folge. Hinterlasse gerne deine Fragen oder Anmerkungen in den Kommentaren. Wir freuen uns auf deinen Input und deine Anregungen.

Achtsamkeit lernen als Schlüssel für Veränderung

Achtsamkeit lernen. Haben Sie auch schon darüber nachgedacht?  Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, denn das Wort ist aktuell in aller Munde. Doch was hat es mit dem Trend zu einem bewussteren Umgang mit dem eigene Denken und Verhalten auf sich? Genau das wollen wir uns in diesem Artikel etwas genauer anschauen. Starten wollen wir zuerst mit einer Definition des Begriffs

Definition Achtsamkeit – Im Moment sein

Unter Achtsamkeit versteht man das bewusste (und bis zu einem gewissen Teil) wertfreie Wahrnehmen und Erleben des aktuellen Moments. Dies geschieht über unsere fünf Sinne, also das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken. Die große Herausforderung der Achtsamkeit ist es dabei, wirklich IM Moment zu sein, sich der bewussten Wahrnehmung hinzugeben, und dabei weder in der Vergangenheit festzuhängen, noch gedanklich bereits in der Zukunft zu sein. Man nimmt nur wahr, was ist. Und lässt das bewusst los, was war oder was sein könnte.

Achtsamkeit Bedeutung – Warum lohnt es sich, bewusst wahrzunehmen?

„You don’t know what you don’t know.“ Du weißt nicht, was du nicht weißt. Dieses Zitat stammt von dem amerikanischen Sprachwissenschaftler Noam Chomsky, und bringt die Relevanz von Achtsamkeit auf den Punkt: Wir nehmen nur einen kleinen Teil der Realität bewusst wahr, weil sich die große Masse unserer Gedanken, Entscheidungen und Handlungen auf unbewusster Ebene abspielt. Als grobe Hausnummer können Sie davon ausgehen, dass der bewusste Verstand zwischen fünf und neun Informationen gleichzeitig verarbeiten kann. Die Kapazität des Unterbewusstseins ist hingegen unendlich.

Dies ist auf der einen Seite sehr praktisch, weil uns die dadurch entstehenden Automatismen den Alltag sehr erleichtern. Wenn wir einmal gelernt haben, wie man Fahrrad fährt, dass eine Herdplatte verdammt heiß sein kann oder dass man eine Tür öffnet, indem man die Klinke herunterdrückt, dann läuft das entsprechende Programm im Unterbewusstsein wieder und wieder ab, ohne dass es von uns einer bewussten Steuerung bedarf. Je älter wir werden, desto mehr bestimmen diese Gewohnheiten unser Leben. Viele davon sind auch gut und überaus nützlich.

Unbewusste Muster mit Achtsamkeit erkennen

Doch ebenso haben wir im Laufe der Zeit eine riesige Anzahl von unbewussten Denkmustern, Entscheidungsstrategien und Verhaltensweisen gelernt, die eine negative Wirkung haben, uns von unseren Zielen abhalten und uns sogar schaden können.

Und schon sind wir beim großen Dilemma. Denn wie wollen Sie etwas verändern, verbessern oder weiterentwickeln, dass Ihnen überhaupt nicht bewusst ist, weil es sich um automatisierte Prozesse in Ihrem Unterbewusstsein handelt? Okay, das war natürlich eine rhetorische Frage, denn es ist schlichtweg unmöglich. Wir kommen daher zu einer wichtigen Schlussfolgerung.

Sie kommt sehr unscheinbar daher, hat aber – wenn Sie die Bedeutung wirklich in ihrem vollen Ausmaß verinnerlichen – das Potenzial, Ihr Leben dramatisch zu verbessern. Habe ich den Spannungsbogen genug aufgebaut? Sehr schön, dann kommt er nun, der alles entscheidende Satz:

Sie können nur das verändern, was Ihnen bewusst ist!

Achtsamkeit: Beispiele aus dem Alltag

Klingt einfach und logisch, oder? Aber wenn Sie davon ausgehen, dass 99 Prozent Ihrer Gedanken, Strategien und Verhaltensweisen unbewusst ablaufen, dann steckt eine Menge Dynamit in dieser Aussage. Denn Hand aufs Herz, wie sehr führen Sie ein Leben im Autopilotmodus? Wie häufig tun Sie Dinge nur, weil Sie es schon immer so getan haben, weil es normal ist oder weil alle es tun? Wie sehr funktionieren Sie eigentlich nur noch, anstatt mit einem hohen Grad an Bewusstheit Ihren Job zu erledigen, Ihren Alltag zu gestalten und mit den Menschen in Ihrem Umfeld zu kommunizieren?

Das Leben wird erst dann so richtig intensiv, wenn Sie es mit allen fünf Sinnen aufsaugen und sich dem jeweiligen Moment voll und ganz hingeben. Doch wie sieht die Realität aus? Menschen hetzen von einem Meeting zum nächsten, spielen mit ihren Kindern, während sie nebenbei »mal schnell« die wichtige Präsentation für den Chef vorbereiten, und sind während der täglichen U-Bahn-Fahrt so in das Spielen von Candy Crush auf dem Smartphone vertieft, dass sie es nicht mal mitbekommen würden, wenn die Mitreisenden um sie herum alle nackt wären.

Ich habe immer häufiger den Eindruck, dass der Alltag so hektisch geworden ist, dass kaum noch Zeit für bewusste Kommunikation, echtes Interesse am Gegenüber und den hohen Anspruch an die eigenen Resultate bleibt. Und wenn man sich doch einmal auf eine Aufgabe fokussiert, dann ist man gedanklich schon wieder in der nächsten Telko, beim Kunden von morgen oder dem wöchentlichen Meeting, auf das man sich schon wieder nicht rechtzeitig vorbereitet hat. Kommt Ihnen bekannt vor, nicht wahr?

Achtsamkeit trainieren

Nur wenn wir ganz achtsam unsere äußere und innere Realität wahrnehmen, gelingt es uns, die unzähligen Automatismen, Gewohnheiten und Strategien aus dem Unterbewusstsein an die bewusste Oberfläche zu befördern, um sie dann entsprechend zu verändern. Das größte Geschenk, das Sie sich selbst machen können, ist, den Autopilot auszuschalten und das Leben bei den Hörnern zu packen.

Vor einigen Jahren habe ich einen Satz gehört, der Ihnen dabei als gedanklicher Leuchtturm dienen kann: »Wenn du im Raum bist, dann sei im Raum.« Das englische Original lautete: »If you’re in the room, be in the room.« Ja, es lohnt sich, diesen Satz mehrmals zu lesen und ihn auf sich wirken zu lassen. Es reicht nicht, nur körperlich im Raum zu sein, wir müssen es auch mental sein. Nicht nur ein wenig, sondern ganz.

Achtsamkeit lernen

Je achtsamer Sie sich auf eine Situation einlassen, desto selbstbestimmter werden Sie. Weil Sie plötzlich Dinge wahrnehmen, die sonst im Sauseschritt an Ihnen vorbeigerauscht wären. Machen Sie ruhig die Probe aufs Exempel und stellen sich ganz bewusst die folgenden Fragen:

  • Wie sieht mein Mindset aus?
  • Nach welchen Kriterien treffe ich meine Entscheidungen?
  • Warum tue ich, was ich tue?
  • Wie gehe ich mit Veränderung um?
  • Wie wirke ich auf meine Mitmenschen und woran merke ich dies?
  • Woran erkenne ich, dass ich glücklich und zufrieden bin?
  • Wie kommuniziere ich mit meinen Mitarbeitern und Kunden?
  • Wer denkt meine Gedanken?
  • Welche Trigger lösen bei mir immer wieder das gleiche Verhalten aus?

Erinnern Sie sich so häufig wie möglich daran: Sie können nur das verändern, was Ihnen bewusst ist! Das gilt für Ihre Kommunikation, Ihre Gewohnheiten, Ihre Entscheidungen, Ihre internen Strategien und besonders für Ihr Verhalten. Ich würde mir daher nichts sehnlicher wünschen, als ein entschiedenes »Au Ja« zur Achtsamkeit.

Sagen Sie AuJa zur Achtsamkeit

Treffen Sie die Entscheidung, ab sofort nur noch ganz bewusst durchs Leben zu gehen und besonders auf die vermeintlichen Kleinigkeiten zu achten. Ihre alltäglichen Automatismen kritisch zu hinterfragen und mutig in den Spiegel zu blicken. Das Leben mit allen Sinnen zu genießen. Je mehr die Bewusstheit Einzug in Ihren Alltag erhält, desto mehr werden Sie wissen, was Sie alles nicht wissen.

Aber Sie können die Entscheidung treffen, dies zu ändern. Als Persönlichkeit zu wachsen, sich weiterzuentwickeln und besser zu werden. Ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu führen, anstatt nur zu funktionieren.

Schließen möchte ich diesen Artikel daher mit den berühmten Worten von Hermann Hesse: »Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.« Genießen Sie den Beginn einer neuen Ära. Der Ära der Achtsamkeit.

Konfliktmanagement Methoden – 7 Tipps, die wirklich funktionieren

Erfolgreiche Konfliktmanagement Methoden gehören zu den wichtigsten Tools im Business. Denn wohl jeder von uns kennt sie: Die schwierigen Zeitgenossen, die ständig auf der Suche nach dem Haar in der Suppe sind, vehement nach einer Extrawurst verlangen oder in einem harmlosen Gespräch zur Drama-Queen werden. Immer dann, wenn wir auf solche Kunden, Kollegen oder Mitarbeiter treffen, werden Gespräche schwierig und ein Konflikt will möglichst souverän gelöst werden.

Ich bin mir sicher, dass Sie beim Lesen der letzten Zeilen sofort das eine oder andere Gesicht aus Ihrem Alltag vor dem geistigen Auge hatten. Diesen einen Mitarbeiter, der nie das tut, was man ihm sagt. Der Kollege, der die Arbeit so gerne auf andere abschiebt. Oder diesen einen, ganz speziellen Kunden, der fast immer einen Grund zur Beanstandung findet.

Aber Hand aufs Herz, lieber Leser: Wie konfliktfähig sind Sie überhaupt? Wie leicht fällt es Ihnen, schwierige Gespräche zu führen, Ihren Mitarbeitern eine negative Entscheidung mitzuteilen oder eine heikle Kundenreklamation elegant zu lösen? Wenn Sie jetzt gerade ein wenig gezögert haben, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn die wenigsten Führungskräfte in deutschen Unternehmen gehen mit schwierigen Situationen besonders souverän um. Gute Leader hingegen sind in der Lage, Konflikte als Grundlage für eine positive Entwicklung im Team oder in der Abteilung zu nutzen.

Kein Konflikt ist auch keine Lösung

Aber woran liegt es, dass der Umgang mit Konflikten ein so großes Thema ist? Warum scheuen so viele Unternehmer, Führungskräfte und Manager das Führen von vermeintlich schwierigen Gesprächen und fahren stattdessen lieber einen Kuschelkurs, der den Konflikt zwar kurzfristig aufschiebt, ihn aber langfristig meist noch größer werden lässt? Da ist zum einen ein großes Harmoniebedürfnis vieler Chefs, die einfach gerne „eine gute Stimmung“ im Team haben. Und zum anderen spielen unbewusste Überzeugungen wie „ich muss es jedem recht machen“ oder „wenn ich jetzt „Nein“ sage, dann mag mich mein Gesprächspartner nicht mehr“ eine sehr große Rolle.

Solche Glaubenssätze sind allerdings ein schlechter Ratgeber, denn sie führen von vorneherein zu einer Vermeidungsstrategie und daher auf keinen Fall zu einer Lösung. Der Umgang mit potenziellen Konfliktsituationen verläuft dann auch größtenteils nach zwei groben Schemata: Entweder die Führungskraft geht jeder schwierigen Situation geschickt aus dem Weg und trifft so gut wie keine Entscheidung, oder sie handelt nach dem kompletten Gegenteil und nutzt Druck, Angst und die Macht der Position als Leadership Instrument Nummer Eins. Die Ergebnisse sind allerdings in beiden Fällen gleich: Verunsicherte Mitarbeiter, keine Verlässlichkeit und eine sehr geringe Motivation.

Konfliktmanagement Methoden

Aber wie sieht nun die Lösung aus? Welche Konfliktmanagement Methoden und Wege gibt es, und welches Mindset braucht man, um auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und zu einer nachhaltigen Lösung zu gelangen? Zunächst einmal: Die Furcht vor Konflikten ist nicht nur unbegründet, sondern lässt sich mit einfachen Mitteln in eine konstruktive Kommunikationsstrategie umwandeln. Sämtliche Schreckensszenarien spielen sich nämlich ausschließlich in unserem Kopf ab, und werden dort in schöner Regelmäßigkeit groß, bunt und detailreich in einer Art Dauerschleife wiederholt.

Viel sinnvoller ist es, jeden Konflikt als eine Chance zu betrachten, besser zu werden und zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine schwierige Verhandlung, ein Mitarbeitergespräch oder eine Kundenreklamation handelt. Der größte Fehler den Sie machen können, ist überhaupt nichts zu tun und den Versuch zu unternehmen, den Konflikt auszusitzen.

Nutzen Sie stattdessen lieber die folgenden sieben Tipps, um die Angst vor schwierigen Situationen in das komplette Gegenteil zu verwandeln und Ihre vermeintliche Schwäche in eine Stärke umzuwandeln. Und so ganz nebenbei schärfen Sie auch noch Ihr Profil als Führungskraft, Unternehmer oder Macher.

Konfliktmanagement Tipp Nr.1: Seien Sie mutig

Es gehört zur Natur des Menschen, dass er möglichst beliebt sein möchte. Die Folge davon ist dann, dass viele Führungskräfte sich nicht trauen, auch einmal eine unbequeme Wahrheit auszusprechen. Doch wer viele Entscheidungen trifft, der wird auch zwangsläufig einmal auf Widerstände treffen. Dies lässt sich nicht vermeiden und daher auch nicht verhindern. Verabschieden Sie sich daher umgehend von dem Gedanken, es jedem recht machen zu müssen (und schon gar nicht zu können). Nicht umsonst sagte schon Franz-Josef Strauß: „Everybody´s Darling is Everybody´s Depp.“

Konfliktmanagement Tipp Nr.2: Kommunizieren Sie respektvoll

Besonders in schwierigen Situationen zeigt sich wahre Größe. Die Kunst ist es, die eigenen Argumente ruhig und souverän zu formulieren, so dass sich der Gesprächspartner als Mensch immer noch wertgeschätzt fühlt. Trennen Sie daher bei Konflikten stets die Sach- und die Gefühlsebene. Argumentieren Sie konsequent in der Sache, aber bleiben Sie dabei immer menschlich und respektvoll.

Konfliktmanagement Tipp Nr.3: Richten Sie Ihren Fokus auf die Chancen aus

Die meisten Konflikte sind nur in der eigenen Vorstellung so schwierig. Dies liegt vor allem daran, dass man den eigenen Fokus vor allem auf die negativen Dinge richtet. Und in dem Fall wirkt dann eben Murphys Gesetz: Was schiefgehen kann, wird auf jeden Fall schiefgehen. Ändern Sie Ihren Fokus und Sie werden Ihre Ergebnisse ändern. Verstehen Sie einen Konflikt als Chance zur positiven Veränderung. Leben Sie diese Einstellung täglich konsequent vor, und ihre Mitarbeiter werden ihnen folgen.

Konfliktmanagement Tipp Nr.4: Die Kunst, „Nein“ sagen zu können

Stimmen Sie häufig zu und sagen zu allem und jedem „Ja“, einfach, weil es Ihnen leichter fällt? Dies sollten Sie unbedingt ändern, wenn Sie Ihr Konfliktmanagement auf eine neue Stufe bringen wollen. Trainieren Sie die Fähigkeit, auch einmal „Nein“ zu sagen. Suchen Sie sich hierzu gezielt Situationen, bei deren Vorstellung Sie sich ein wenig unsicher fühlen. Schauen Sie ihrem Gesprächspartner in die Augen und dann sagen Sie ruhig, aber bestimmt: „Nein“. Das ist einfacher, als Sie vielleicht jetzt noch denken.

Konfliktmanagement Tipp Nr. 5: Wie Sie etwas sagen, macht den Unterschied

Natürlich ist es wichtig, welche Argumente Sie nutzen, und welche Rhetorik Sie verwenden. Aber mindestens genau so entscheidend ist die Art und Weise, wie Sie etwas sagen. Achten Sie in den nächsten Gesprächen einmal bewusst auf die Tonalität ihrer Stimme. Was tun Sie am Ende des Satzes? Geht die Betonung Ihrer Stimme eher nach oben, bleibt sie neutral oder geht sie nach unten? Wenn Sie nach Oben geht, dann wirkt das unbewusst wie eine Frage und ein neutrales Ende wie eine Feststellung. Wenn Sie hingegen das letzte Wort eines Satzes nach unten betonen, dann wirkt dies wie eine unbewusste Aufforderung und lässt Sie souverän und entschieden wirken.

Konfliktmanagement Tipp Nr.6: Entscheiden Sie

Natürlich, wer niemals etwas entscheidet, der macht auch keine Fehler. Aber wohl nichts ist so unbefriedigend, wie eine Führungskraft, die nicht entscheiden will. Je mehr Entscheidungen Sie treffen, desto verlässlicher werden Sie für Ihre Gesprächspartner und schaffen dadurch Klarheit und Orientierung. Faire und nachvollziehbare Entscheidungen lassen Sie sowohl souverän als auch kompetent erscheinen. Und auch wenn Sie einmal eine unpopuläre Entscheidung treffen, dann wird man Sie trotzdem für die Fähigkeit schätzen, dass Sie überhaupt entschieden haben. Trainieren Sie also ihren „Entscheidungsmuskel“ und lassen Sie keine Gelegenheit aus, sich zu entscheiden, egal in welcher Situation.

Konfliktmanagement Tipp Nr.7: Schaffen Sie Klarheit und Verlässlichkeit

Und wo wir schon beim Thema Entscheidungen sind: Treffen Sie eine Entscheidung immer sofort. Damit schaffen Sie Verlässlichkeit und Klarheit für ihre Mitarbeiter. Auch, wenn Sie einmal eine unangenehme Entscheidung treffen müssen. Überlassen Sie das Zögern und Aussitzen lieber den anderen und begeistern Sie Ihr Umfeld mit Ihrer Umsetzungskompetenz.

Konflikte lösen: Es gibt keine schwierigen Situationen, sondern nur zu wenig Training

Wenn Sie diese sieben Tipps beherzigen und vor allem regelmäßig anwenden, dann werden Sie in Zukunft nicht nur keine Angst mehr vor potenziellen Konflikten haben, sondern mit viel Selbstvertrauen in jede Art von Gespräch gehen. Suchen Sie sich zum Start gezielt möglichst viele Gelegenheiten, um diese Tipps praktisch anzuwenden. Sie werden schnell feststellen, wie ihr neuer Umgang mit Konflikten zur Normalität wird und wie Sie mit ihrer Persönlichkeit auch schwierige Situationen elegant und souverän meistern.

Und ein Hinweis noch zum Schluss: Immer dann, wenn Sie vor einem Gespräch, einer Verhandlung oder einer schwierigen Situation so richtig Respekt haben, dann stehen Sie vor einem großen Durchbruch. Handeln Sie dann besonders beherzt und aktiv. Je mehr Erfahrungen Sie machen, desto leichter werden Ihnen diese Situationen im Laufe der Zeit fallen. Probieren Sie es aus, schon bald werden Sie zu einem Spezialisten für Konfliktmanagement Methoden und schwierige Gespräche werden.

Was ist ein Solopreneur – Definition und Tipps

Was ist ein Solopreneur?

„Was ist ein Solopreneur?“ Diese Frage höre ich in letzter Zeit immer wieder, wenn ich mit Menschen über mein neuestes Buch – Erfolgreich Selbstständig als Solopreneur – Selbstbestimmt und profitabel zum digitalen Business –  spreche. Klar, die Begriffe Selbstständiger (laut sind übrigens beide Schreibweisen – Selbstständigkeit (mit zwei st) und Selbständigkeit (mit einem st) korrekt), Unternehmer oder auch Entrepreneur sind seit vielen Jahren geläufig.

Und spätestens seit der Diskussion um die Coronahilfen der Bundesregierung kennt man auch die Gruppe der so genannten Soloselbstständigen. Aber ein Solopreneur? Das ist für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Zeit, das zu ändern, nicht wahr? Denn das Modell des Solopreneurs ist nicht nur besonders, sondern wahrscheinlich auch eines der attraktivsten Zukunftsmodelle für Menschen, die sich ein selbstbestimmtes, unabhängiges und profitables Business aufbauen wollen.

In diesem Artikel wollen wir daher einen Blick auf die Definition des Begriffs „Solopreneur“ werfen und was das daraus resultierende Geschäftsmodell des „Solopreneurship“ so besonders macht.

Solopreneur Definition und Abgrenzung

Das Wort Solopreneur setzt sich aus zwei Silben zusammen: Solo + Entrepreneur = Solopreneur.

Dabei steht das Wort „Solo“ für „alleine“ oder „einzige(r)“ und das Wort „Entrepreneur“ stammt aus dem Französischen (entre prende) und lässt sich wohl am besten mit „gestaltender Unternehmer“ übersetzen.

Ein Solopreneur ist also auf jeden Fall ein Selbstständiger, der sein Unternehmen alleine führt. Viele Menschen denken in diesem Fall dann sofort an den Einzelkämpfer, der alleine auf weiter Front vor sich hinwurschtelt, an den Freelancer, der Monat für Monat ums Überleben kämpft oder auch an die Anfang der 2000er Jahre berühmt gewordene „Ich-AG“.

Doch all diese Einschätzungen könnten im Falle des Solopreneurs falscher nicht sein. Doch bevor wir uns die Besonderheiten anschauen, wollen wir aus Gründen der Klarheit die einzelnen Begrifflichkeiten noch einmal voneinander abgrenzen:

  • Selbstständiger: Das Gegenteil eines abhängigen Angestellten, also jemand der ein eigenes Unternehmen (in Form eines Einzelunternehmens, UG, GmbH oder Freiberufler) gründet. Das Hauptmerkmal der Selbstständigkeit ist dabei, dass die Gründer auf eigenen Namen und eigene Rechnung tätig sind, und niemand anderem weisungsgebunden ist. Die selbstständigen Berufe sind dabei vielfältig. Angefangen beim Handwerker, über Rechtsanwälte, Künstler, Architekten, Physiotherapeuten, Journalisten, Steuerberater, Notare oder Ärzte.
  • Unternehmer: Jeder Unternehmer ist logischerweise auch selbstständig, doch in der Regel ist die Geschäftstätigkeit so stark angestiegen, dass das Unternehmen Mitarbeitende eingestellt hat, feste Büroräume besitzt und seine Zeit hauptsächlich dafür nutzt, AM Unternehmen (strategische Entscheidungen, definieren von Zielen, visionäre Handlungen) und nicht IM Unternehmen (abarbeiten von Prozessen des täglichen Geschäfts) arbeitet, um das Unternehmen konstant wachsen zu lassen und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Den klassischen Unternehmer findet man insbesondere im (von mir sehr geschätzten) Mittelstand vor.
  • Freelancer: Der Freelancer ist dadurch charakterisiert, dass er seine Zeit gegen Geld tauscht und in der Regel auf der Basis von Projekten für verschiedene Auftraggeber tätig ist. Dies kann der selbstständige Berater genau so sein wie der Webdesigner, die Fotografin oder die IT Spezialistin. Freelancer sind meistens als One-Man, bzw. One-Woman-Shows unterwegs und kümmern sich daher um den kompletten Ablauf ihres Unternehmens selber, von der Bürorganisation über die Buchhaltung bis hin zu ihrer eigenen Kernkompetenz.

Die Besonderheit von Solopreneurship

Kommen wir nun zum Solopreneur. Obwohl dieser ebenfalls alleine arbeitet, bedeutet es nicht, dass er einer der typischen Einzelkämpfer ist. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Denn obwohl selten feste Mitarbeiter eingestellt werden, haben Solopreneure oft ein Team (in Form von virtuellen Assistenten, Freelancern und Dienstleistern) an das sie all ihre Aufgaben delegieren, die nicht zur eigenen Kernkompetenz gehören.

Ebenso tauschen sie selten Zeit gegen Geld, denn das Geschäftsmodell ist so aufgebaut, dass es auf skalierbaren Prozessen basiert. Das bedeutet übrigens nicht, dass Solopreneure nicht auch Zeit gegen Geld eintauschen, sie tun dies aber bewusst und aus freier Entscheidung. Ich liebe beispielsweise meine Tätigkeiten als Keynote Speaker und Vortragsredner genauso wie meine Unternehmercoachings und das Schreiben von Büchern. Und ich habe mir meine Unternehmensstruktur so eingerichtet, dass ich für diese Dinge möglichst viel Zeit habe.

Solopreneur Beispiele

Die Tätigkeit eines Solopreneurs lässt sich wohl am besten mit folgenden drei Begriffen definieren: Selbstbestimmt. Ortsunabhängig. Und profitabel.

Klingt zu schön, um wahr zu sein, nicht wahr? Und in der Tat träumen viele angehende Solopreneure davon, mit dem Laptop auf dem Schoß unter einer Palme in der Karibik einen Cocktail zu schlürfen, während das passive Einkommen im Minutentakt hereinkommt. Und auch wenn das durchaus möglich ist, sind die Geschäftsmodelle der meisten Solopreneure wesentlich solider, ja fast schon unsexy. Dafür sind sie effektiv und lassen am Ende des Monats mit Freude auf den Kontostand blicken.

Doch alle erfolgreichen Solopreneure haben eines gemeinsam: Der Erfolg ihres Unternehmens basiert nicht auf Zufall, sondern auf einer ganz klaren Strategie. Denn nur wenn man weiß, welche Prozesse, Aufgaben und Tätigkeiten immer wieder anfallen, kann man beginnen diese zu standardisieren und an das (virtuelle) Team delegieren. Das Ziel ist dabei einfach: Zeit für die Aufgaben und Tätigkeiten zu haben, die man am liebsten den ganzen Tag tun möchte. Und je besser man die eigene Unternehmensstruktur definiert hat, desto einfacher und schneller gelingt es.

Zeit für ein Fazit:

  • Ein Solopreneur ist selbstständig.
  • Ein Solopreneur ist alleine verantwortlich, arbeitet aber i.d.R. mit einem (virtuellen) Team zusammen.
  • Ein Solopreneur tauscht nur Zeit gegen Geld, wenn er/sie sich dafür bewusst entscheidet.
  • Ein Solopreneur hat sein Unternehmen so strukturiert, dass es ihm erlaubt seine Produkte und Dienstleistungen zu skalieren.
  • Ein Solopreneur digital und bietet auch sein Angebot entsprechend an.

 

Und noch eine persönliche Ergänzung von mir:

  • Ein Solopreneur hat den spannendsten, erfüllendsten und coolsten Job der Welt

 

Wie stehst Du zu dem Thema? Wenn der Artikel für Dich wertvoll war, dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

Übrigens gibt es auch ein Video zum Thema „Was ist ein Solopreneur“…viel Spaß beim Anschauen.

Mut zur Veränderung – Erfolgsfaktor Mensch im Change Management

Mut zur Veränderung. Es scheint, dass sich an dieser Eigenschaft der Erfolg von Change Management Projekten messen lässt. Und diese sind notwendiger denn je. Haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, dass die Taktung, Intensität und Komplexität der auf uns einwirkenden Veränderungen immer weniger steuerbar wird?

Dies verwundert nicht, denn Change hat im Jahr 2022 weder Anfang noch Ende, sondern ist ein permanenter Dauerzustand geworden. Als Unternehmerin, Führungskraft oder Managerin ist es daher unabdingbar, als Vorbild voranzugehen, die Mitarbeiter auf die veränderten Anforderungen vorzubereiten und als Team die Zukunft aktiv zu gestalten

Veränderung ist die neue Normalität

Früher war das mit der Veränderung noch irgendwie einfach. Es gab einen Normalzustand, alle paar Jahre einen mehr oder weniger intensiven Changeprozess, und dann hatte man erst einmal wieder seine Ruhe. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Denn die Regeln haben sich längst geändert, und der permanente Wandel ist zur neuen Normalität geworden.

Besonders disruptive Technologien, die immer älter (aber auch gesünder und wohlhabender) werdende Gesellschaft und natürlich die alles verändernde digitale Revolution haben dafür gesorgt, dass ganze Branchen sich dramatisch wandeln, Kunden sich vollkommen anders verhalten als noch vor ein paar Jahren und ehemalige Marktführer komplett von der Bildfläche verschwunden sind.

All das hat eine ganz entscheidende Auswirkung: Der persönliche Umgang mit diesem immer intensiver werdenden Wandel wird zur wichtigsten Schlüsselkompetenz der Zukunft werden. Denn nur wir alleine entscheiden, ob wir auf den Zug der Veränderung mit aufspringen, oder ob wir am Bahnsteig stehen gelassen werden. Mut zur Veränderung wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Und nur, damit wir uns richtig verstehen, ich spreche nicht von Veränderung um der Veränderung willen, sondern von Veränderung mit Sinn. Veränderung, um Ihre Ziele zu erreichen, um besser zu werden und als Team zu wachsen.

Veränderung beginnt mit Verantwortung

Es spielt übrigens keine Rolle, ob Sie diese Entwicklung nun gut finden oder nicht. Sie werden das Rad der Zeit weder beschleunigen noch aufhalten können. Viel wichtiger ist, wie gut Sie auf mögliche Zukunftsszenarien vorbereitet sind. Jede Veränderung im Außen beginnt daher zuallererst im Inneren.

Wer Change aktiv gestalten und frischen Wind ins eigene Unternehmen bringen will, der muss Verantwortung übernehmen. Denn nur wer als Persönlichkeit wächst, der kann auch eine bessere Führungskraft werden. Doch dazu ist nicht jeder bereit. Lieber klammert man sich an bewähren Abläufen fest, sucht nach Ausreden, warum es nicht geht und wartet darauf, dass andere schon das Richtige tun werden.

Doch wenn alle darauf warten, dass jemand anders schon etwas tun wird, dann passiert überhaupt nichts und es bleibt beim Stillstand. Und der ist in unserer heutigen Zeit gleichbedeutend mit Rückschritt.

Mut zur Veränderung = Aktive Gestaltung der Zukunft

Was hat das jetzt alles mit Ihrer Rolle als Manager und dem Thema Mut zur Veränderung zu tun? Einfache Antwort: Alles. Zuerst müssen Sie immer sich selber und Ihr Mindset verändern. Doch noch viel wichtiger: Sie müssen den Wandel in Ihrem Team, Ihrer Abteilung und in Ihrem Unternehmen nicht nur bestmöglich vorbereiten, sondern aktiv gestalten. Organisationen verändern sich nur, wenn die Menschen sich verändern.

Und ihr Job ist es, genau das sicherzustellen. Ein einzelner Mensch kann einen riesigen Unterschied machen. Ich könnte es niemals so gut formulieren wie Barack Obama, der einst sagte: „Veränderung geschieht nicht, indem wir auf andere Menschen oder eine andere Zeit warten. Wir selber sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, nach der wir suchen.“ Wie recht er doch hat.

Jede Veränderung beginnt immer damit, dass jeder einzelne, besonders aber die Führungskräfte eines Unternehmens, Verantwortung übernehmen. Für die eigenen Haltung, die eigenen Entscheidungen und die eigenen Taten. Und natürlich ist das nicht immer einfach. Ganz im Gegenteil, neue Wege zu beschreiten, alte Zöpfe abzuschneiden und die eigene Komfortzone zu verlassen kann durchaus schmerzhaft sein. Aber es lohnt sich, denn die langfristige Perspektive entschädigt für den Aufwand, den wir in der Gegenwart betreiben.

Always Go First!

Um Verantwortung zu übernehmen und Dinge aktiv zu verändern, bedarf es keiner besonderen Fähigkeiten, Kenntnissen oder Talente. Entscheidend ist einzig und alleine, dass Sie eine Entscheidung treffen. Dass Sie den Mut haben, die Initiative zu ergreifen. Mutter Teresa sagte einst: „Wenn jeder einzelne Mensch vor seiner eigenen Tür kehren würde, dann wäre die Welt ein sehr sauberer Ort.“  Recht hatte sie, diese bemerkenswerte Dame.

Ich möchte hinzufügen: Ihre persönliche Entwicklung und Ihre äußeren Ergebnisse sind eng miteinander verzahnt. Wenn Sie wollen, können Sie sofort beginnen. Und ehe Sie sich versehen, werden Sie damit eine gigantische Dominorallye auslösen, die sich auf Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden übertragen wird.“ Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und schaffen Sie Motivation zur Veränderung. Ich möchte Ihnen gerne ein paar konkrete Beispiele geben.

Mut zur Veränderung: Zehn konkrete Dinge, die Sie sofort verändern können

  1. Sie können jeden Tag mit einer positiven Attitüde in die Firma kommen
  2. Sie können jeden Tag mit Ihren Ideen, Worten und Entscheidungen ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sein
  3. Sie können Ihre Arbeit jeden Tag mit Ehrgeiz, Leidenschaft und Herzblut erledigen
  4. Sie können jeden Tag etwas dafür tun, Ihre Mitarbeiter besser zu machen
  5. Sie können jeden Tag dazu nutzen, groß zu träumen und mutig zu handeln
  6. Sie können jeden Tag einen weiteren Schritt auf dem Weg zu Ihren Zielen machen
  7. Sie können jeden Tag mit hohen Standards dafür sorgen, dass Sie ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sind
  8. Sie können jeden Tag Veränderung aktiv vorleben
  9. Sie können jeden Tag ein Lob für Ihr Team aussprechen
  10. Sie können jeden Tag dafür nutzen, um als Persönlichkeit zu wachsen, und dadurch ein besserer Chef, ein besserer Manager und eine bessere Führungskraft zu werden

 

Sehen Sie, was ich meine? Wir alle können viel mehr verändern, als wir es uns oftmals eingestehen wollen. Doch jede einzelne Veränderung steht und fällt mit der Verantwortung. Für die guten Ergebnisse, wie auch für die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Das Motto heißt: Go First! Leben Sie Veränderung vor, und nehmen Sie Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden mit.

Ganz oder gar nicht – Ein bisschen Veränderung gibt es nicht

So weit, so gut. Doch nicht immer sind Sie als Führungskraft von anstehenden Veränderungen begeistert. Aber was tun Sie, wenn die Unternehmensleitung ein Change Projekt ankündigt, von dem Sie persönlich überhaupt nicht überzeugt sind? Hier kommt modernes Leadership ins Spiel. Denn das schlimmste, was Sie tun können, ist die halbherzige Variante á la „Ich halte den Weg ja für völlig falsch, aber die da Oben haben nun mal so entschieden.“ Diese Haltung überträgt sich eins zu eins auf Ihr Team, und die Veränderung ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Nein, wenn Sie eine Veränderung angehen, dann mit Haut und Haaren. Mit voller Überzeugung. Mit der Begeisterung, die notwendig ist, um Ihre Mitarbeiter für die anstehenden Maßnahmen anzustecken. Es kann durchaus sein, dass Sie hierfür selber Ihre Perspektive ändern müssen, aber es ist der einzig mögliche Weg.

Und wenn Sie die Veränderungen trotz aller Bemühungen nicht mit Ihren Werten, Prinzipien oder Vorstellungen vereinbaren können, dann gilt auch in diesem Fall die alte Weisheit: „Love it. Change it. Or leave it.“ Denn ein bisschen Veränderung gibt es genauso wenig wie ein bisschen schwanger zu sein, und die notwendigen Prozesse erfordern von allen Beteiligten ein hundertprozentiges Commitment und den vollen Einsatz ohne Handbremse. Das sind Sie sich selbst, besonders aber Ihrer Mannschaft schuldig.

Mut zur Veränderung

Die große Kunst bei jeder Veränderung ist es, das Alte wertzuschätzen, und gleichzeitig mutig neue Wege zu gehen. Nur so gelingt die magische Kombination aus Tradition und Moderne. Gehen Sie daher so oft es geht an den Rand Ihrer Komfortzone. Und dann einen Schritt weiter.

Dort kommen Sie in Situationen, mit denen Sie noch nie konfrontiert waren. Nur so können Sie wachsen und besser werden. Und doch ist es für viele Menschen so unglaublich schwer, denn Veränderung bedeutet immer einen Tausch von vermeintlicher Sicherheit gegen Unsicherheit. Am liebsten will man dann beides haben: Das Abenteuer der Veränderung und die Sicherheit, dass alles gut gehen wird. Aber das weiß man immer erst hinterher und es gibt für nichts eine Garantie.

Doch nichts ist schlimmer, als wenn sie irgendwann zurückblicken und es bereuen, dass Sie etwas nicht getan haben. Deshalb ist es so wichtig, dass der unbändige Drang nach Chancen größer ist als die Angst vor dem Unbekannten.

Ich wünsche Ihnen daher eine Menge Mut zur Veränderung. Ihre Ergebnisse in der Zukunft werden es Ihnen danken.

Resilienz trainieren – Erfolgreich Veränderung meistern

Resilienz trainieren ist die Fähigkeit, mit Rückschlägen und Herausforderungen in einer Art und Weise umzugehen, dass man als Persönlichkeit daran wächst. So weit, so gut. Aber warum sollte man sich überhaupt mit dieser immer relevanter werdenden Zukunfts-Fähigkeit auseinandersetzen? Das ist relativ einfach. Wenn du dich schon einmal gefragt hast, was den Unterschied zwischen Menschen ausmacht, die im Leben erfolgreich sind und jenen, die es nicht sind, dann lautet eine der häufigsten Antworten: Resilienz. Das Durchhaltevermögen bei Veränderungen. Die Fähigkeit, bei sämtlichen Herausforderungen immer einmal mehr aufzustehen als hinzufallen.

Aus diesem Grund denken viele Menschen, dass sie resilient sein müssen, um erfolgreich zu sein, aber das ist nicht wahr. Es geht auch komplett ohne. Resilienz hilft uns jedoch enorm, unsere Ziele zu erreichen und unsere Träume zu verwirklichen, indem wir uns von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Eine Studie der University of Rochester zeigte, dass die Fähigkeit, Resilienz zu entwickeln, entscheidend für den Erfolg im Leben ist. Die Forscher untersuchten mehrere Gruppen von Studenten und stellten fest, dass diejenigen, die resilient waren, eher in der Lage waren, sich an neue Herausforderungen anzupassen und erfolgreich zu sein. Resilienz ist also eine wichtige Eigenschaft, die uns hilft, unsere Ziele zu erreichen. Aber was genau ist Resilienz und wie kann man sie trainieren?

Definition Resilienz: Warum ist sie wichtig?

Das Wort Resilienz stammt vom lateinischen resilire ab und bedeutet so viel wie abprallen oder nicht anhaften. Laut Wikipedia kann diese Eigenschaft definiert werden als […] der Prozess, in dem Personen auf Probleme und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren.

Dies möchte ich sowohl ergänzen als auch vereinfachen, indem ich den Begriff wie folgt definiere: „Resilienz ist die Fähigkeit, auf schwierige Situationen, Herausforderungen und Ereignisse lösungsorientiert und positiv zu reagieren, so dass man in der Lage ist, die Veränderungen zu meistern und stärker daraus hervorzugehen.

Resilienz basiert auf der psychologischen Theorie der Persönlichkeitsentwicklung von Erik Erikson. Danach entwickeln wir uns im Laufe unseres Lebens durch verschiedene Stufen der psychosozialen Entwicklung. Auf jeder Stufe stellen wir uns neuen Herausforderungen und müssen bestimmte Krisen meistern. Wenn wir diese Krisen erfolgreich bewältigen, entwickeln wir eine stärkere Persönlichkeit und mehr Selbstvertrauen. Wenn wir jedoch scheitern, kann es sein, dass wir an dieser Stelle steckenbleiben und uns nicht weiterentwickeln können. Erikson glaubte, dass Resilienz die Fähigkeit ist, diese Krisen zu meistern und trotzdem weiterzumachen. Je mehr Krisenerfahrung wir haben, desto resilienter werden wir also.

Wie kann ich meine Resilienz trainieren?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Resilienz etwas ist, was man entweder besitzt oder nicht. Doch dies stimmt so natürlich nicht. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben, ist auch die Resilienz etwas, das man üben, trainieren und verbessern kann. Mit etwas Übung und Geduld kann man lernen, resilienter zu sein und damit besser mit schwierigen Situationen umzugehen.

Hier sind einige Tipps, wie du deine Resilienz trainieren kannst:

  • Setze dir realistische Ziele und arbeite an einem Schritt nach dem anderen.
  • Mach Pausen und gönne dir Ruhephasen, in denen du dich erholen kannst.
  • Sprich über deine Sorgen und Ängste mit Freunden oder Familie oder Kollegen.
  • Denke auch bei harten Problemen in Lösungen.
  • Wechsle deine Perspektive und versuche auch in schwierigen Zeiten optimistisch zu bleiben.
  • Investiere in deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.

Nach diesen Quick-Tipps wollen wir uns das Ganze etwas genauer anschauen.

Wie kann ich meine Resilienz im Alltag stärken?

Im ersten Absatz haben wir uns damit beschäftigt, was Resilienz ist und warum sie so wichtig für unseren Erfolg im beruflichen Alltag ist. Nun wollen wir uns aber der Frage widmen, wie wir unsere Resilienz stärken können. Denn ganz egal, in welcher Lebenssituation wir uns befinden, es ist immer möglich, an unserer Resilienz zu arbeiten und sie zu stärken. Eines der wichtigsten Dinge, die wir tun können, um unsere Resilienz zu erhöhen, ist es, auf unsere Gedanken zu achten. Denn unser Mindset beeinflusst unser Handeln und unsere Emotionen. Wenn wir also negativ denken, dann fühlen wir uns auch entsprechend negativ und handeln dementsprechend.

Umso wichtiger ist es also, positiv zu denken und uns selbst mit positiven Gedanken zu versorgen. Wenn wir das tun, dann stärken wir nicht nur unsere Resilienz, sondern fühlen uns auch allgemein besser. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, soziale Kontakte zu pflegen. Denn Menschen, die in ihrem Umfeld positive Beziehungen haben, sind tendenziell resilient als Menschen, die sozial isoliert sind.

Es empfiehlt sich, den Kontakt zu Menschen zu suchen, mit denen man gerne Zeit verbringt. Auch das hilft dabei, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken. Und last but not least: Bewegung! Ja, richtig gelesen – Bewegung hilft nicht nur dabei, körperlich fit zu bleiben, sondern auch mental stark und resilient. Durch Bewegung produzieren wir nämlich Glückshormone, die uns positiv stimmen und uns Kraft geben – genau das Richtige also für eine starke Resilienz! Also: Aufgepasst bei den Gedanken, soziale Kontakte pflegen und regelmäßig Bewegung – dann steht der kraftvollen Veränderungsfähigkeit im beruflichen Alltag nichts mehr im Weg!

Beispiele für erfolgreiche Menschen mit hoher Resilienz

Es gibt viele bekannte und erfolgreiche Menschen, die ein hohes Maß an Resilienz aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Künstler, Politiker, Sportler und Unternehmer. Viele von ihnen haben sich durch harte Zeiten gekämpft und sind trotzdem stark geblieben. Ihre Geschichten können anderen Menschen Mut machen und zeigen, dass es möglich ist, auch in schwierigen Zeiten zu bestehen.

Ein bekanntes Beispiel für eine erfolgreiche Person mit hoher Resilienz ist Nelson Mandela. Er war ein politischer Gefangener in Südafrika und wurde nach 27 Jahren Haft entlassen. Nach seiner Freilassung wurde er zum Präsidenten von Südafrika gewählt und hat maßgeblich dazu beigetragen, das Land zu verändern. Auch wenn er viele Jahre lang im Gefängnis war, hat er nicht aufgegeben und ist letzten Endes gestärkt aus der Situation hervorgegangen.

Auch Sportler können als Beispiele für hohe Resilienz gelten. Ein bekanntes Beispiel ist die US-amerikanische Fußballspielerin Abby Wambach. Sie begann ihre Laufbahn als junge Spielerin und wurde schnell zu einer der besten Spielerinnen ihrer Generation. In den Jahren 2006 und 2007 verletzte sie sich jedoch so schwer, dass sie lange Zeit ausfiel. Viele Experten gaben ihr damals keine Chance mehr, auf dem Platz zurückzukehren. Doch Abby Wambach trainierte hart und kämpfte sich zurück ins Team. Heute ist sie wieder eine der besten Spielerinnen der Welt und hat mit ihrer Mannschaft die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen.

Unternehmer können ebenfalls als Beispiele für hohe Resilienz gelten. Ein bekanntes Beispiel ist Steve Jobs, der Gründer von Apple. Er war einer der erfolgreichsten Unternehmer seiner Generation und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Computerbranche zu revolutionieren. In den 1980er Jahren wurde er jedoch von seinem eigenen Unternehmen Apple entlassen. Viele Experten hielten ihn damals für am Ende. Doch Steve Jobs gründete ein neues Unternehmen – die Firma NeXT – und kehrte später sogar wieder zu Apple zurück. Heute ist Apple eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt und Steve Jobs ist eine Legende in der IT-Branche.

Resilienz ist also keine Frage des Talents oder der Begabung, sondern vielmehr eine Frage des Charakters. Menschen mit hoher Widerstandsfähigkeit geben nicht so leicht auf und lassen sich von Rückschlägen nicht unterkriegen. Stattdessen stehen sie immer wieder auf und kämpfen weiter – bis sie am Ende triumphieren.

Resiliente Menschen haben es einfacher

Resilienz ist eine Eigenschaft, die uns alle durchs Leben begleitet. Im Job und im Privatleben können wir immer wieder Rückschläge erleben – doch wie wir damit umgehen, ist entscheidend für unseren Erfolg. Wenn wir resilient sind, lassen wir uns von Rückschlägen nicht unterkriegen und kämpfen weiter. Diese Eigenschaft ist also entscheidend für den Erfolg in unserem Leben – egal, ob im Job oder privat. Wenn wir lernen, resilient zu sein, stehen wir immer wieder auf und können unsere Ziele erreichen.

Und nun interessieren mich deine Gedanken zum Thema. Wie gehst du damit um und welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

POSITIVES DENKEN: MYTHOS ODER WUNDERMITTEL?

Positives Denken: An nichts glaube ich so sehr wie an die Kraft einer lebensbejahenden Einstellung. Denn kennen Sie auch nur einen einzigen negativen Menschen, der jemals einen positiven Unterschied gemacht hat? Sehen Sie. Natürlich bedeutet dies nicht, dass Sie wie einer dieser Licht-und-Liebe-Gurus mit der rosaroten Brille durchs Leben laufen, Probleme schlichtweg ignorieren und sich die Herausforderungen des Alltags schönreden sollen. Ganz im Gegenteil, denn Probleme gehören nun einmal zum Leben dazu. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen.

Die Faustformel lautet:

Erkenne das Problem und denke zur selben Zeit schon darüber nach, wie man es bestmöglich lösen kann.

Auf diese Art und Weise denken Sie immer in Möglichkeiten und niemals in Limitationen. Sie agieren aus einer Mentalität des Überflusses heraus und zeigen dem Mangeldenken die rote Karte. Vor allem aber ändern Sie sich, anstatt darauf zu hoffen, dass die äußeren Umstände sich ändern. Gleich zu Beginn dieses Artikels möchte ich daher direkt Klartext sprechen:

Positives Denken alleine lässt Sie nichts erreichen. Aber mit positivem Denken erreichen Sie alles besser, als Sie es mit negativem Denken tun würden.

Was ist Positives Denken: Eine kritische Betrachtung

Schon Napoleon Hill in seinem grandiosen Buch “Think and Grow Rich” oder James Allen in “As a Man Thinketh” wussten um die Kraft der Gedanken, und dass die Art, wie wir denken der entscheidende Faktor für die Ergebnisse im Leben ist. Trotzdem gibt es wenige Themen, die so kontrovers diskutiert werden, wie das positive Denken. Insbesondere Filme wie “The Secret” oder Bücher wie “Bestellungen beim Universum” haben dazu geführt, das die zielgerichtete Nutzung des Mindsets oftmals (und leider auch zurecht) als esoterischer Humbug abgetan wird, der nichts mehr als eine Modeerscheinung ist, mit der man Geld verdienen möchte.

Gleichsam erfahren immer mehr erfolgreiche Unternehmer, Manager oder Spitzensportler, zu welchen außergewöhnlichen Ergebnissen positives Denken führen kann. Der große Unterschied liegt wie so oft in der Interpretation und vor allem darin, wie wir positives Denken anwenden. Lassen Sie uns daher ein wenig tiefer in das Thema einsteigen.

Positives Denken Definition

Die Grundidee des positiven Denken ist einfach: Unser Gehirn kann nur einen Gedanken zur Zeit verarbeiten. Und dieser kann entweder positiv oder negativ sein. Eine schöne Metapher hierfür ist eine dieser altmodischen Jukeboxes, die früher in Bars, Restaurants und Kneipen standen. Nachdem man 10 Pfennig eingeworfen und die Taste “F4” gedrückt hatte, ging ein Greifarm nach hinten und entnahm die gewählte Platte dem Register. Und wenige Sekunden später erklang dann “Verdammt ich lieb Dich” von Matthias Reim, oder welchen Song man sich auch immer ausgesucht hatte.

In unserem Kopf läuft ein ähnlicher Prozess ab. Wenn wir in einer neuen Situation sind, dann hat unser Gehirn zwei Platten zur Auswahl, auf die es zurückgreifen kann. Eine positive und eine negative. Welche der beiden gewählt wird, bestimmt dann die generelle Attitüde und die Summe der Programmierungen, denen wir uns täglich aussetzen. Und es erstaunt nicht, dass bei vielen Menschen der metaphorische Greifarm vollkommen automatisiert und konditioniert die negative Platte wählt.

Die innere Jukebox bestimmt die Ergebnisse

In meiner Zeit als Geschäftsführer im Handel hatte ich einen Abteilungsleiter, der ein recht intelligenter Mann war und seinen Beruf gern ausübte. Wenn ich ihn im Umgang mit seinen Mitarbeitern oder Kunden beobachtete, dann war ihm deutlich anzusehen, dass er ein Verkäuferherz in sich trug. Nur wenn es darum ging, seine eigenen Ideen und Vorschläge zu verkaufen, mehr Budget für seine Abteilung herauszuschlagen oder einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen zu dürfen, war seine Argumentation und vor allem seine Überzeugungskraft einfach schwach.

So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte einfach keinen Grund finden, warum ich ihn bei seinen Anfragen unterstützen sollte. Seine Kollegen waren ihm um Lichtjahre voraus. Es war schon so weit gekommen, dass ich ihm die Argumente liefern musste, damit er für die Firma wichtige Projekte umsetzen konnte.

Eines Tages wurde es mir zu bunt, ich fragte ihn, was mit ihm los sei und weshalb er die Leidenschaft aus seiner Abteilung nicht auch in seine Präsentationen und Verhandlungen einbrachte. Er antwortete mit heruntergelassenen Mundwinkeln: „Wissen Sie, ich konnte meine Sache und mich noch nie gut vertreten. Im entscheidenden Moment fallen mir einfach nicht die richtigen Argumente ein. Deshalb weiß ich vorher schon immer, dass es sowieso nichts wird.“ Er hatte sich mit dieser Attitüde in eine sich selbst erfüllende Prophezeiung hinein programmiert. Sofort fiel mir eine der wichtigsten Grundlagen des positiven Denkens ein:

Ob Sie glauben, dass Sie es schaffen, oder ob Sie glauben, dass Sie es nicht schaffen: Sie werden auf jeden Fall Recht behalten.

Doch es ging noch weiter. In kürzester Zeit erklärte mir der Abteilungsleiter, warum er es so schwer hätte, warum seine Kollegen ihn nicht leiden könnten, die Kunden immer schwieriger und sein Job von Jahr zu Jahr härter würden. Er schob die Verantwortung für seine Misserfolge auf seine gesamte Umwelt, andere Menschen und das Leben an sich ab. Nur auf die einzig mögliche Lösung, nämlich die Verantwortung bei sich selbst zu suchen und positives Denken in seinem Alltag zu integrieren, verschwendete er keine Sekunde.

Positives Denken in schwierigen Situationen

Und nun kommt ein universelles Gesetz des Lebens ins Spiel:

Wohin Sie Ihren Fokus richten, dahin fließt Ihre Energie. Und wohin Ihre Energie fließt, davon werden Sie mehr bekommen.

Wenn Sie also den ganzen Tag nur traurige Lieder hören, dann bildet sich schnell die Überzeugung: Die Welt klingt nun mal Moll. Und umgekehrt ist Ihr Weltbild eben Dur, wenn Ihr Fokus auf den entsprechenden Lieder liegt.

Bitte beachten Sie dabei, dass sich all diese Prozesse auf unbewusster Ebene und innerhalb weniger Millisekunden abspielen. Wenn wir etwas an der Programmierung unserer inneren Jukebox ändern wollen, dann müssen wir den Input überprüfen und ändern. Es macht einfach einen Unterschied: Umgeben Sie sich den ganzen Tag mit negativen Menschen, hören sich tagsüber die Schreckensmeldungen im Radio an, um dann mit RTL2, SAT1 und ähnlichen Sendern Ihren Tag gemütlich den Tag ausklingen zu lassen? Oder verbringen Sie Ihre Zeit mit Menschen, die Sie Ihren Zielen und Träumen näher bringen, lesen wertvolle Bücher und füttern Ihren Geist mit neuen Ideen und Möglichkeiten?

Je positiver Ihre Attitüde ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, erfolgreich Ihre Ziele zu erreichen, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen und auch schwierige Situationen elegant zu meistern. Jetzt werden Sie anmerken, dass dies ja eine Binsenweisheit sei. Und natürlich haben Sie Recht. So gut wie jeder andere Mensch wissen Sie, dass Erfolg im Kopf beginnt und Sie mit einer positiven inneren Haltung besser und erfolgreicher durchs Leben kommen.

Es gibt zahlreiche Bücher über positives Denken eigentlich ist es auch Ihnen klar, wie Sie sich verhalten müssten, um das zu erhalten, was Sie sich vorgenommen haben. Doch der Knackpunkt liegt in dem kleinen Wort „eigentlich“. Denn leider sieht die Realität anders aus. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen dazu neigen, eben nicht positiv zu denken und sich auf das bestmögliche Ergebnis einer Aufgabe zu fokussieren, sondern lieber auf das Worst-Case-Szenario, also auf das, was alles schief gehen kann.

Im Durchschnitt denkt ein Mensch sogar zu 70 Prozent in eine negative Richtung. Und es kommt noch schlimmer. Da es sich bei dieser Form der Fokussierung um unbewusste Überzeugungen und Gewohnheiten handelt, merken viele Menschen oftmals gar nicht, mit welcher Attitüde sie durchs Leben gehen. Tja, wie soll da bitte schön am Ende etwas Erfolgreiches herauskommen? Um dies zu ändern, bedarf es also zuallererst einer Änderung Ihres Fokus. Denn die Richtung, in die Sie denken, bestimmt sowohl Ihren Zustand, als auch Ihre Entscheidungen, Handlungen, Gewohnheiten und schlussendlich auch Ihre Ergebnisse und Ihren Erfolg.

Positives Denken lernen

Unter dem Strich meint positives Denken nichts anderes als die positive Ausrichtung Ihrer Gedanken und die draus resultierende Sicht auf die Welt. Und nur noch einmal, damit wir uns richtig verstehen: Es geht hier nicht um das Aufsetzen der rosaroten Brille und auch nicht darum, Probleme und Herausforderungen auszublenden. Ganz im Gegenteil – gerade Probleme sind immer ein guter Ausgangspunkt, um sich neu auszurichten und etwas erreichen zu können. Entscheidend ist lediglich, wie Sie mit ihnen umgehen. Um nachhaltigen Erfolg haben zu können, bedarf es dafür einer Attitüde, die auf einer positiven Grundhaltung basiert.

Das große Problem mit dem positiven Denken in der heutigen Zeit ist ganz einfach, dass es von zu vielen Pseudo-Motivationsgurus in eine Schublade gesteckt wurde, in die es nun beim besten Willen nicht hineingehört. Denn nur mit einem laut gebrüllten „Tschaka, du schaffst es!“, einem intensiv ans Universum geschickten Wunsch oder einem sonor affirmierten „Kumbaya“ ist es nun mal nicht getan.

Nein, positives Denken alleine ist kein Wundermittel. Ich höre für mein Leben gerne Musik. Wenn ich beispielsweise dem Gitarrenspiel eines Eric Clapton lausche, dann öffnet sich mir eine wundervolle Welt, in die ich abtauchen kann, um mich den Melodien und Tonfolgen hinzugeben. Ich spiele auch selber gerne und voller Leidenschaft Gitarre. Aber ich werde es in den nächsten Jahren nicht mehr schaffen, auf der Bühne der Royal Albert Hall zu stehen und mit meiner Virtuosität ein Millionenpublikum zu begeistern.

Für die absolute Topspitze fehlt mir ganz einfach die Fingerfertigkeit, und durch meine vielen Aktivitäten befindet sich das notwendige Übungsprogramm auf meiner Prioritätenliste ziemlich weit unten. Da kann ich positiv denken wie ich will, ich werde niemals ein professioneller Gitarrenspieler werden.

Oder nehmen Sie den Bodybuilder und Schauspieler Ralf Möller. Ich garantiere Ihnen, dass er die Kunst des positiven Denkens in sein Leben integriert hat und auch ziemlich gut darin ist. Trotzdem wird er in seinem ganzen Leben niemals ein professioneller Balletttänzer werden. Und der oftmals auch als Turnfloh bezeichnete Athlet Florian Hambüchen wird niemals in der NBA um den Titel im Basketball mitspielen. Und dem kleinen und quirligen Lionel Messi werden alle Wünsche und Visualisierungen dieser Welt nicht helfen, sich zum Kopfballungeheuer zu entwickeln.

Positives Denken üben

Trotz dieser Beispiele möchte ich Sie explizit dazu auffordern, das positive Denken als Grundpfeiler Ihrer positiv fokussierten Attitüde in Ihr Leben aufzunehmen und zu integrieren. Dabei sollten Sie einen entscheidenden Satz immer im Hinterkopf behalten:

Mit negativen Gedanken werden Sie niemals positive Ergebnisse erzielen, egal in welchem Lebensbereich.

Verstehen Sie, worauf ich hinaus will? Wenn Sie positiv denken, dann gehen Sie vollkommen anders durchs Leben. Sie glauben an das Gute in jedem Menschen, anstatt davon auszugehen, dass die Leute nur darauf warten, Sie übers Ohr zu hauen. Sie gehen davon aus, dass in Ihrem beruflichen Markt oder Umfeld genug für alle da ist und kein ewiger Kampf um die wenigen Kunden, Aufträge oder Chancen vorherrscht. Sie gehen davon aus, dass Ihr Leben einen bunten Strauß an Chancen, Möglichkeiten und Gelegenheiten für Sie bereit hält und nicht nur darauf wartet, es Ihnen so schwer wie möglich zu machen. Das ist die wichtige Philosophie hinter dem positiven Denken.

So weit, so gut. Aber trotzdem wird das einfache Konzept von vielen Menschen falsch angewendet, dann als nicht wirkungsvoll abgetan und somit als unbrauchbar bezeichnet. Doch allen Kritikern sei noch einmal gesagt: Positives Denken ist nicht das Aufsetzen der berühmten rosaroten Brille und das Ausblenden von Problemen.

Es bringt einfach nichts, durch den eigenen Garten zu gehen, das wuchernde Unkraut zwar wahrzunehmen, dann aber zu sagen: “Ich denke jetzt positiv…es ist kein Unkraut da…es ist kein Unkraut da!” Lassen Sie es mich klar und deutlich sagen: Dies ist kein positives Denken, sondern einfach eine Verzerrung der Realität und ein ziemlich sicherer Weg, keinen Erfolg im Leben zu haben. Eine bessere Strategie wäre es, das Unkraut wahrzunehmen und sich dann zu fragen: “Wie soll mein Garten diesen Sommer aussehen und was muss ich dafür tun?” Der große Unterschied liegt nun in der Fokussierung auf das positive Ergebnis.

Und genau auf diese Weise können Sie positives Denken trainieren und dauerhaft in Ihrem Alltag integrieren. In dem Sie Ihre Gedanken bewusst denken, und insbesondere in wichtigen Momenten nicht automatisiert reagieren, sondern darauf achten, welche verschiedenen Wahlmöglichkeiten Sie haben. Und dann dementsprechend handeln.

Positives Denken als Lebenseinstellung

Das Geheimnis des positiven Denkens, der Unterschied zwischen exzellenten und mittelmäßigen Ergebnissen versteckt sich im letzten Absatz. Es ist das Umsetzen, das Handeln und das Machen. Denn positives Denken kann nur dann seine volle Kraft entfalten, wenn es mit den entsprechenden Handlungen kombiniert wird. Nur zu Hause zu sitzen und einen Wunsch nach dem anderen ans Universum abzuschicken, ist nicht genug!

Aber wenn Sie erst einmal die berühmte 51% Schwelle erreicht haben, und der innere Greifarm der Jukebox automatisch einen positiven Gedanken wählt, dann sind Sie sowieso voller Motivation und Tatendrang, um Ihre vielen Ideen in die Realität umzusetzen. Und diese Ergebnisse beeinflussen dann wiederum Ihre Programmierungen und der Anteil der positiven Gedanken wächst auf 55, 75 und vielleicht sogar auf 90%. Es kommt zu einer sich selbst verstärkenden Spirale, die Ihre gesamte Lebensqualität beeinflusst.

Und genau so wird ein Schuh aus dem positiven Denken. Ich bin mir sehr bewusst, dass ich dieses Thema im Rahmen eines kurzen Blogartikels nur anreißen kann und dass viele Aspekte entweder nur gestreift oder gar weggelassen wurden. Aber die Kernaussage lässt sich in einem einzigen Satz zusammenfassen, der für mich eine Art Leitfaden für mein Leben in allen Bereichen geworden ist:

“Positives Denken alleine lässt Sie noch überhaupt nichts erreichen. Aber mit positiven Denken erreichen Sie ALLES besser, als Sie es mit negativem Denken tun würden.”

Vergessen Sie bitte eines niemals: Ihre Attitüde ist nichts Nebensächliches. Sie ist alles. Denn sie bestimmt Ihre Grundhaltung, Ihre Chancenerkennungs-Kompetenz und vor allem Ihre Zufriedenheit im Leben. Ich wünsche mir daher, dass Sie die drei goldenen Regeln einer erfolgreichen Attitüde nie mehr vergessen:

Regel 1: Seien Sie immer positiv.

Regel 2: Seien Sie immer positiv.

Regel 3: Seien Sie immer positiv.

Die Welt ist voller negativer, frustrierter und miesepetriger Menschen. Aber es sind immer die positiven Changemaker, die sie jeden Tag aus den Angeln heben und eine ordentliche Delle ins Universum hauen.

Selbstbild als Schlüssel für Persönlichkeitsentwicklung

Das Selbstbild. Oftmals stiefmütterlich behandelter Erfolgsfaktor der Persönlichkeitsentwicklung. Dies würde ich gerne ändern. Darf ich Ihnen daher eine kühne Aussage präsentieren? Hier ist sie: Die wichtigste Meinung, die Sie jemals haben werden, ist die über sich selbst. Wenn Sie meinen Artikel zum Change Diamanten gelesen haben, dann wissen Sie ja bereits, wie wichtig Ihre Identität für erfolgreiche Veränderung ist. Der Umgang mit anstehenden Herausforderungen fällt Ihnen umso leichter, je gefestigter Ihre Persönlichkeit ist. Je mehr Sie in sich ruhen und auf gefestigte Glaubenssätze und Werte zurückgreifen, desto einfacher können Sie auf turbulente Entwicklungen im außen reagieren. Genau deshalb ist die persönliche Entwicklung auch so wichtig, denn inneres Wachstum und äußere Ergebnisse gehen immer Hand in Hand.

Aber wenn ich Ihnen jetzt die Frage stellen würde, wer Sie sind, wären Sie dann in der Lage, mir eine umgehende und überzeugende Antwort zu geben? Nein, mir geht es nicht um Titel, Positionen oder eine der vielen Masken, die Sie in den unterschiedlichsten Lebensbereichen mehr oder weniger gerne tragen. Ich bin nur an Ihnen als Persönlichkeit mit all ihren spannenden Facetten interessiert. Warum ich darauf so explizit hinweise?

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich viele Menschen hauptsächlich über eine bestimmte Rolle definieren und ihre gesamte Persönlichkeit darauf aufbauen? Sie sind Martinas Ehemann, Prokurist der Firma Kunststoff Meier, Steffis Mutter oder Vorsitzender des Kleingartenvereins Zepernick und gehen mit Haut und Haar in dieser Identität auf. Aber was bleibt, wenn Martina sich scheiden lässt, Kunststoff Meier pleitegeht, Steffi aus dem elterlichen Haus auszieht oder der geliebte Kleingartenverein einen neuen Vorstand wählt? Meistens nicht sehr viel. Manchmal sogar gar nichts. Und das ist tragisch. Denn Ihr Selbstbild ist Fix- und Angelpunkt des gesamten Lebens und damit auch jeder Veränderung.

Die Kraft des Selbstbilds

Welche Rolle eine starkes Selbstbild spielen kann, möchte ich Ihnen anhand einer kleinen Geschichte veranschaulichen. Im US-Bundesstaat Tennessee wuchs in den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein kleiner Junge in sehr einfachen Verhältnissen auf. Er hatte nicht viele Freunde und die Leute mieden ihn, weil er in der falschen Straße im falschen Stadtviertel lebte. Oftmals wurde er als Abschaum oder gar als Schlimmeres beschimpft. Doch tief in diesem kleinen Jungen brannte die Flamme der Leidenschaft und er hatte es sich schon früh in den Kopf gesetzt, es zu etwas Besonderem zu bringen. Er wollte jemand sein und verfolgte diesen Traum mit allem, was er hatte.

Seine Liebe galt der Musik. Er besaß zwar eine alte Gitarre, konnte diese aber nicht stimmen. Trotzdem gab er niemals auf. Vor seinem geistigen Auge sah er sich schon auf einer Bühne stehen, während ihm das Publikum zujubelte. Obwohl er noch gar nicht spielen konnte, war er in seinem Kopf bereits Gitarrist. Der Cousin seines einzigen Freundes war der Musiker Lonzo Green, der dem Jungen aus Mitleid beibrachte, wie man Akkorde greift. Von seinem eigenen Traum angetrieben, übte der Kleine wie ein Besessener und machte schnell Fortschritte.

Er ließ sich von den vielen negativen Programmierungen seines Umfeldes nicht beeindrucken und ergriff die Chance, die sich ihm bot. Und viele Jahre später drückte dieser Junge namens Elvis Presley der ganzen Welt seinen Stempel auf und prägte eine ganze Generation mit seiner Musik und seiner Leidenschaft. Der Rock ’n‘ Roll war geboren. Auch wenn alle Rahmenbedingungen gegen Elvis sprachen, widerstand er der Versuchung, sich als Opfer zu fühlen. Durch seine kraftvolles Selbstbild und seine einmalige Einstellung hatte er sich einfach die passenden Umstände geschaffen.

Die Identität als Dreh- und Angelpunkt von Veränderungen

Diese Geschichte zeigt eines sehr deutlich. Jede Veränderung hat ihren Ursprung in der eigenen Identität. Das Bild, was Sie von sich selbst haben, wird sich über kurz oder lang in der Realität manifestieren. Andersherum können Sie keinen dauerhaften Erfolg haben, wenn Ihre Gedanken und Handlungen nicht mit diesem inneren Bild übereinstimmen. Oder etwas einfacher formuliert: Wenn Sie es nicht sehen können, dann werden Sie es nicht erleben. Und hier kommen die unbewussten Programmierungen ins Spiel, die schon in jungen Jahren Ihre Persönlichkeit beeinflussen und prägen.

Es ist einfach unglaublich schwer, eine optimale Einstellung in Bezug auf Veränderung zu entwickeln, wenn Ihr Selbstbild von limitierenden Programmierungen und Versagerbotschaften dominiert wird. Dies führt dann dazu, dass Sie sich selbst nicht als wertvoll oder gar als Verlierer sehen und die erfolgreichen, die wohlhabenden und die begehrenswerten Menschen immer „die anderen“ sind, die in einer ganz anderen Welt leben.

Ihr Selbstbild wird sich früher oder später in der Realität widerspiegeln. Sehen Sie sich als Gewinner, werden Sie ein Gewinner. Sehen Sie sich als Verlierer, dann werden Sie auf unbewusster Ebene alles dafür tun, damit sich dieses Bild ebenfalls in der Realität manifestiert.

Das Selbstbild prägt die Realität

Heute Morgen habe ich wieder mal eine dieser Geschichten gelesen, in denen von einem Lottogewinner berichtet wurde, der seinen Millionengewinn innerhalb eines Jahres komplett verjubelt hat und nun wieder von Hartz IV leben muss. Warum? Sein Selbstbild war das eines Versagers. Und auch wenn er auf der rationalen Ebene alles dafür gegeben hätte, dazu zu gehören und ein erfolgreicher Mensch zu sein, glich sich die Realität eben seiner Identität an.

Auch viele Spitzensportler verdienen in jungen Jahren mehrere Millionen und leben später am Rande des Existenzminimums, weil Sie falsche Investitionen tätigen oder einfach zu viel ausgeben. Und so mancher Unternehmer baut eine Firma nach der anderen auf, die dann am Ende doch in der Pleite endet.

Aber woran liegt es, dass dem rasanten Aufstieg in diesen Fällen auch ein ebenso dramatischer Absturz folgt? Diese Menschen haben genügend Intelligenz, arbeiten hart und mit mindestens genauso viel Leidenschaft, wie alle anderen auch. Und wenn wir sie fragen würden, ob Sie wirklich erfolgreich und wohlhabend sein wollen, dann würden sie diese Frage aus tiefstem Herzen bejahen. Doch wenn wir genau hinschauen, dann würden wir mit großer Sicherheit einen geringen Selbstwert vorfinden, der sich dann in einer entsprechenden Identität widerspiegelt.

Vor einigen Jahren ging die Geschichte von Vince Young durch die Presse. Er ist Footballprofi in der amerikanischen NFL und hatte in jungen Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Als einer der wenigen schaffte er den Sprung aus dem Slum einer Großstadt ins Rampenlicht des schillernden Sports. Mit Anfang zwanzig war er bereits Multimillionär und ihm wurde eine große Karriere als Quarterback prophezeit.

Doch seine Identität war immer noch die aus den Tagen, als er als kleiner Junge für jede warme Mahlzeit hart kämpfen musste. Sein Selbstwert war so gering, dass er es sich in der Tiefe seines Unterbewusstseins nicht vorstellen konnte, so viel Erfolg und Geld wirklich zu verdienen. Er selbst sah sich immer noch als den armen Schlucker, den Loser und den Versager von früher. Und es dauerte nicht lange, da hatten sich die äußeren Umstände seinem (unbewussten) Bild von sich selbst angepasst. Er verlor alles, was er besaß, ging durch eine schwere Krise und sitzt heute auf einem riesigen Schuldenberg.

Wie sieht Ihr Selbstbild aus?

Kommen wir nun zur Frage, auf die Sie wahrscheinlich schon warten. Wie sieht es mit Ihrem Selbstbild aus? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es einer Menge Mut bedarf, die eigene Meinung über sich selbst kritisch zu überprüfen. Es ist das Leichteste überhaupt, dies bei anderen zu tun. Aber es ist das Härteste der Welt, den ehrlichen Blick in den Spiegel zu wagen. Doch ohne geht es einfach nicht. Was auch immer Sie sich vornehmen und was Sie auch erreichen wollen, alles beginnt mit der Vision, die Sie von sich selbst haben.

Schon Muhammad Ali wusste um die Kraft des Selbstbilds. Von ihm stammt die Aussage: „Ich bin der Größte. Und ich habe das schon gesagt, bevor ich wusste, dass ich es war.“ Die Realität passt sich der Identität an. Bei Ali war seine starke Persönlichkeit so stark ausgeprägt, dass es eines Tages zu folgender Begebenheit kam, als er in einem Flugzeug von New York nach San Francisco fliegen wollte. Die Stewardess kam auf ihn zu und sagte freundlich: „Herr Ali, würden Sie zum Start bitte den Sicherheitsgurt anlegen.“ Die Antwort des Box-Champs kam prompt: „Nein. Superman braucht keinen Sicherheitsgurt.“ Doch die Stewardess war schlagfertig und antwortete: „Das mag schon sein. Aber Superman braucht auch kein Flugzeug.“

Auch Torwart-Titan Oliver Kahn nutzte das Prinzip eines kraftvollen Selbstbilds, als er in den Anfangsjahren seiner Karriere beschloss, das Mittelmaß hinter sich zu lassen und stattdessen ein Ausnahmesportler zu sein. Er war sich zwar bewusst, dass er noch einen weiten Weg vor sich hatte und noch viel lernen musste, aber in seinem Kopf hatte sich ein Bild eingebrannt.

Obwohl er sich als junger Mann beim Karlsruher SC gerade erst seine ersten Sporen verdiente, sah er sich vor seinem geistigen Auge schon als besten Torwart der Welt. Und dieses Selbstbild manifestierte sich dann Jahre später fast schon automatisch in der Realität und sorgte dafür, dass Oliver Kahn in der gesamten Welt ein Vorbild wurde für Willenskraft und die Fähigkeit, niemals aufzugeben.

Selbstbild als wichtigster Faktor der Persönlichkeitsentwicklung

Doch zurück zur Frage, wer Sie sind. Und wer Sie sein wollen. Während Sie diese Worte lesen, haben Sie bereits ein Selbstbild, das in großem Maße Ihre Einstellung und damit Ihre Ergebnisse im Leben beeinflusst. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob Sie eine Identität haben, sondern ob Sie diese bewusst gewählt haben. Die Alternative wäre nämlich, dass sie eher zufällig entstanden ist. Wenn das Selbstbild so eine wichtige Rolle bei Veränderungsprozessen spielt, dann lohnt es sich, dieses bewusst und mit Blick auf die Zukunft festzulegen. Denken Sie immer dran: Sie müssen zuerst jemand sein, um etwas tun und danach etwas haben zu können.

Das Schöne an dieser Entscheidung ist, dass Sie keinerlei Beschränkungen oder gar Limitierungen unterliegen. Fragen Sie sich einfach: „Wer bin ich jetzt und wer will ich in zwei Jahren sein?“ Ich weiß, dass es hierfür oft einer Menge Mut bedarf. Denn unserem Umfeld, den Kollegen und der Welt da draußen können wir etwas vormachen.

Es ist leicht, in eine Rolle zu schlüpfen, auch wenn sie uns nicht so wirklich gefällt. Aber den Typen, der uns jeden Morgen im Spiegel anblickt, den können wir auf Dauer nicht belügen. Weil er uns in schöner Regelmäßigkeit daran erinnert, was wichtig ist und was wirklich zählt. Geben Sie sich also hemmungslos Ihren mutigen Träumen hin und lassen Sie Ihre Vision für sich arbeiten. Dann formulieren Sie, wer Sie sind und wer Sie sein wollen. Ein erfolgreicher Unternehmer, eine liebende Ehefrau, ein berühmter , eine respektierte Führungskraft oder auch ein inspirierender Musiker. Alles ist möglich.

Welches Selbstbild wählen Sie?

„Aber Ilja“, werden Sie jetzt möglicherweise einwenden, „bei mir ist das anders. Ich bin doch nur ein kleiner Angestellter, der Frau und Kinder hat und seine Rechnungen zahlen muss. Ich kann doch auf keinen Fall ein Komponist von Opern oder ein Besitzer eines veganen Restaurants sein.“ Hierauf möchte ich Ihnen nur eines antworten: Sie ahnen ja gar nicht, welches Potenzial in Ihnen schlummert und nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert zu werden. Und Sie können wirklich alles im Leben sein und erreichen.

Sobald Sie bereit sind, die Überzeugung aufzugeben, dass Sie es nicht können. Und dieser Satz ist es wirklich wert, dass Sie ihn ein zweites Mal lesen. Wir greifen ihn noch einmal auf, wenn wir zu den vier W‘s der Veränderung kommen. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihr Selbstbild nicht nur verbal formulieren, sondern es sich auch so lebendig und real wie möglich vor Ihrem geistigen Auge vorstellen. Denn auf diese Weise kommt Ihr Gehirn wieder ins Spiel. Für Ihr Gehirn macht es nämlich keinen Unterschied, ob Sie sich etwas nur vorstellen oder ob es tatsächlich passiert. Doch wenn Sie es nicht sehen können, werden Sie es nicht erleben.

Der Gran Torino Effekt der Persönlichkeitsentwicklung

Ja, ich weiß, was Sie jetzt denken: „Ach komm schon, Ilja, das ist doch ein alter Hut und eher eine Metapher ohne großen praktischen Wert.“ Weit gefehlt, lieber Leserin, lieber Leser. Kennen Sie den Film Gran Torino mit Clint Eastwood? Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als ich diesen im Kino gesehen habe. Noch lange nach dem Ende war ich von der emotionalen Geschichte um den knurrigen Eigenbrötler Walt Kowalski beeindruckt, der im Laufe der Handlung immer mehr seine herzliche Seite zeigt und sich mit einem asiatischen Nachbarsjungen anfreundet.

Und ich werde es nie vergessen, wie sämtliche Kerle im Kinosaal (mich übrigens eingeschlossen) heulten wie die Schlosshunde, als Walt Kowalski kurz vor Schluss erschossen wurde, begleitet von den traurigen Klängen von Jamie Cullums Titelsong, und dadurch seinen kleinen Freund und dessen Familie rettete. Nun ja, manchmal bin eben auch ich nah am Wasser gebaut. Und nun lassen Sie uns noch einmal über die Möglichkeiten der Vorstellungskraft reden. Jeder einzelne im Kino wusste ganz genau, dass es nur ein Film war.

Uns allen war bewusst, dass Clint Eastwood gar nicht tot war, sondern für seine grandiose schauspielerische Leistung ein Vermögen erhalten hat. Jeder wusste, dass diese Szene nur in unserer Vorstellung stattfand und dass es in Wirklichkeit nur viele einzelne Pixel auf einer weißen Leinwand waren. Und doch ließ unser Gehirn das Erleben so real werden, dass wir um die Wette weinten. Und die gleiche Kraft liegt in der Vorstellung Ihrer Vision und Ihres Selbstbilds.

Entscheiden Sie sich bewusst für Ihre Selbstbild und Ihre Identität

Entscheiden Sie sich bewusst für die Persönlichkeit, die Sie sein wollen. Und seien Sie dabei unbedingt ehrlich zu sich selbst. Es geht hier weder um Masken noch um äußere Fassaden noch darum, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Ganze Generationen haben ein unglückliches Leben gelebt, nur weil die Eltern unbedingt wollten, dass man Rechtsanwalt, Tierarzt oder Steuerberater wird, obwohl man eigentlich davon geträumt hat, Maler, Komponist oder Restaurantbesitzer zu sein.

Das einzige, was zählt, ist Ihr ganz individueller Kern. Ihre Einzigartigkeit. Die Werte, die für Sie wichtig sind und die Ihnen eine hohe Lebenszufriedenheit garantieren. Und dann treffen Sie eine Entscheidung. Wer wollen Sie sein? Und wie soll Ihre eigene Identität in all den verschiedenen Facetten aussehen? Träumen Sie groß. Träumen Sie mutig. Wählen Sie Ihre Persönlichkeit, träumen Sie von deren Erfolgen und stellen Sie sich das so realistisch vor wie möglich. Je detaillierter und anziehender Ihre inneren Bilder werden, desto leichter kann der Gran-Torino-Effekt für Sie in Aktion treten und Ihre heutige Vorstellung zur täglich gelebten Realität von morgen werden lassen.

Ziele erreichen: Ein wirkungsvoller Quick-Check

Ziele erreichen leicht gemacht

Ziele erreichen kann einfach sein. Oder kompliziert. Je nachdem, wie wir das Thema angehen. Und möglicherweise denkst Du Dir jetzt gerade: „Ach nee, nicht noch ein Artikel über Ziele!“ Wenn das der Fall sein sollte, dann möchte ich Dich gerne einladen, Dir die drei Minuten Zeit zu nehmen, diesen Artikel möglicherweise doch zu lesen.

Denn ersten werden wir nicht über 0815-Formel (think SMART Ziele & Co.) sprechen, sondern uns dem Thema so praktisch wie möglich widmen.

Und zwar in einem wirkungsvollen Quick-Check, der Dich persönlich weiterbringen und auch Dein Business auf die nächste Stufe bringen wird.

Ziele erreichen: Der Status Quo

Habe ich Dich überzeugt? Dann möchte ich Dir direkt eine Frage stellen:

Wie zufrieden bist Du im Moment in folgenden Bereichen auf einer Skala von 1-10 (wobei 1 gar nicht und 10 nicht zu übertreffen ist)?

  • Deinem Solopreneur Business
  • Deiner familiären Situation
  • Deiner Beziehung/Partnerschaft
  • Deiner persönlichen Entwicklung
  • Deiner Gesundheit / Fitness
  • Deinen Finanzen

Wenn Du mit dem Status Quo in irgendeinem System Deines Lebens nicht wirklich happy bist (und das ist ganz normal, denn wir können uns nun mal nicht auf alles gleichzeitig konzentrieren), dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern!

Ziele erreichen: Vision und Purpose

Aber welche Ziele hast Du? Wovon träumst Du? Und welche Vision treibt Dich dabei an?

Wie auch immer die Antworten auf diese drei essenziellen Fragen lauten, was auch immer Du erreichen, wovon Du auch träumst und was Deine konkrete Vision für Dein Leben ist: Entscheidend ist, dass Du noch heute den Schalter umlegst und konsistent dranbleibst. Als eine Art Kompass soll Dir dabei dieser Ziele-Quick-Check dienen.

Hier ist ein wichtiger Reminder. Vergiss bitte niemals (nein, nicht Eisern Union):

Es ist niemals:

  • einfach
  • leicht
  • der richtige Zeitpunkt
  • perfekt
  • garantiert
  • gleich

Es gibt immer:

  • Gründe, es nicht zu tun
  • wichtige andere Termine
  • andere Menschen, die es Dir ausreden wollen
  • Tage, an denen Du Dich nicht gut fühlst
  • Situationen, auf die Du nicht vorbereitet bist
  • Steine, die im Weg liegen
  • Zweifel
  • äußere Umstände
  • Schlaflose Nächte
  • spätes zu Bett gehen
  • frühes Aufstehen
  • schlechtes Wetter
  • Einwände, die dagegen sprechen

Du wirst Dich auch niemals

  • „Danach“ fühlen
  • Mit allen Eventualitäten auseinandergesetzt haben
  • Optimal vorbereitet fühlen

Es scheint daher immer einfacher zu sein:

  • es nicht zu tun
  • doch beim Alten zu bleiben
  • lieber auf der Couch zu sitzen und Netflix Serien zu bingen
  • Dich mit den Gegebenheiten zu arrangieren
  • zu resignieren
  • anderen die Schuld zu geben
  • Ausreden und Gründe zu suchen, warum es nicht klappen kann
  • aufzugeben
  • den Erwartungen anderer zu entsprechen, anstatt den eigenen

Stimmst Du mir bis hierhin zu? Dann habe ich einen weiteren Reminder für Dich.

Ziele erreichen: Ein wichtiger Reminder

Denk immer dran:

Das Leben ist hart! Du bekommst nichts geschenkt und musst jeden Tag aufs Neue angreifen! Denn Zufriedenheit, Erfolg im Business und Gesundheit fallen nun mal nicht einfach vom Himmel!

Aber trotzdem, oder gerade deswegen brauchst Du niemals:

  • Den perfekten Business-Plan
  • Eine Schritt-für-Schritt Anleitung, die jede Eventualität mit einschließt
  • Ein 100 % perfektes Ergebnis
  • Das beste Auto, Büro, Equipment, etc.
  • Den neuesten Business-Hack
  • Die geheime Marketing Formel, die nur die Gurus kennen
  • Nach der einen, alles verändernden Silver Bullet zu suchen (Spoiler Alert: Es gibt sie nämlich nicht!)

Stattdessen gilt beim Thema Ziele erreichen: Fang´ einfach an! Folgen Deinem Herzen und nutze dabei Deinen Verstand. Die Kombination ist einfach unschlagbar. Und wenn Du auf dem Weg manchmal zweifelst:

Es ist vollkommen okay:

  • Nicht alles im Vorfeld zu wissen und nicht alle Antworten zu haben (egal was man Dir gerne einreden will, die hat niemand!).
  • Manchmal ein flaues Gefühl im Bauch zu haben
  • Gelegentlich hinzufallen
  • Auf dem Weg Fehler zu machen, daraus zu lernen und besser zu werden.
  • Dich auch mal mit 80 % zufriedenzugeben (statt ewig auf die 100 % zu warten, die sowieso niemals eintreten werden)

Was hingegen überhaupt nicht okay ist:

  • Zu erwarten, dass alles glatt und von selbst läuft
  • Sofort aufzugeben, wenn es nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast
  • Sofortigen Erfolg und Ergebnisse zu erwarten
  • Doch lieber beim “alten” zu bleiben, und trotzdem zu erwarten, dass sich etwas ändert
  • Über das Leben, die Umstände, die Kollegen, den Chef, Deine Kunden etc. zu jammern, ohne etwas daran zu ändern
  • Dich permanent zu fragen “was wäre wenn?” ohne es jemals ausprobiert zu haben
  • Deine Ziele, Träume und Visionen für die Erwartungen anderer Menschen aufzugeben

 

Gib´ einfach Dein Bestes und mach Dein Ding! Der Erfolg wird sich einstellen. Fang an, zu handeln und Dinge anzupacken. Und geh´ Deinen Weg. Manchmal wird er steinig sein und Du wirst viele Steine aus dem Weg räumen müssen. Du wirst Fehler machen. Ja, es wird passieren. Auch Dir. Es nennt sich Leben. Und je mehr es sind, desto besser. Denn aus Fehlern lernst Du! Wichtig ist (Und sorry, Cheesy Alert:

Steh´ einmal mehr auf, als Du hinfällst!

Und wenn nicht JETZT, wann dann?

Du willst mehr, als Du aktuell hast?

Dann beweise es Dir (und keinem anderen!)

Beim Umsetzen und Ziele erreichen wünsche ich Dir den größtmöglichen Erfolg.

Herzlichst, Dein Ilja

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Ilja Grzeskowitz Buch "Mach es einfach" vor weißer Wand.