Niemand gewinnt alleine: Erfolgsfaktor Teamspirit 

Niemand gewinnt alleine. Seit vielen Jahren weise ich immer wieder auf den Erfolgsfaktor Teamspirit hin, wenn es um die aktive Gestaltung der Zukunft und die dafür notwendige Umsetzung von Change Management geht. Doch was in der Theorie regelmäßig zu nickender Zustimmung führt, sieht in der Praxis dann doch ganz anders aus. Es ist also an der Zeit, dass ich mich in einem Artikel dem Erfolgsfaktor Teamspirit widme, und diesen von verschiedensten Seiten beleuchte. Dabei wünsche ich Ihnen viel Freude und Inspiration.
 

Alles verändert sich, nichts bleibt gleich

Als Keynote Speaker habe ich das große Vergnügen, regelmäßig auf spannende Konferenzen und Kongresse eingeladen zu werden. Da ich häufig am Ende eines solchen Events spreche, ergibt sich ab und zu die Gelegenheit, dass ich auch meinen Vorrednern noch lauschen kann. Dies ist für mich Trendscouting pur, und ich fülle zu diesen Gelegenheiten ganze Notizbücher mit meinen Gedanken, Ideen und Plänen. Alleine in den letzten sechs Monaten habe ich faszinierende Vorträge über künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Elektromobilität, den Einsatz von Drohnen, die Abwehr von Drohnen, Cyberkriminalität, Cybersecurity, Sprachsteuerung und die Zukunft der Robotertechnik erleben dürfen. 
 
Obwohl die Meinungen dabei sehr unterschiedlich sind, zieht sich ein roter Faden durch die Prognosen sämtlicher Experten: Wir stehen gerade erst am Anfang von technischen Entwicklungen, die unser Leben dramatisch verändern werden. Schon längst gibt es für alles eine App, der Alltag wird über unsere Smartphones gesteuert, und immer mehr Prozesse werden von künstlicher Intelligenz übernommen. Es fasziniert mich, was heute bereits möglich ist, und ich denke mit einer fast schon kindlichen Freude an all die Chancen und Möglichkeiten, die sich in der näheren Zukunft bieten werden.
 
Doch wo Licht ist, da ist immer auch Schatten, und bei vielen Menschen habe ich den begründeten Verdacht, dass ihnen die Technik das Leben nicht mehr erleichtert, sondern dass Sie zu Sklaven ihrer diversen Maschinen geworden sind. Sie sind vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und zweiundfünfzig Wochen im Jahr erreichbar und checken selbst im Familienurlaub alle zehn Minuten ihre Mails. Und haben Sie nicht auch schon eine Szene erlebt, in der zwei Menschen über eine Stunde gemeinsam im Café sitzen und nicht ein Wort miteinander sprechen, sich aber permanent WhatsApps oder SMS (Okay, SMS eher weniger, denn dieses Medium nutzt heute niemand mehr, oder?)  per Smartphone schicken? 
 

Mensch gegen Maschine: Wer gewinnt den Kampf?

Für die Zukunft stellt sich daher eine entscheidende Frage: Wird der Mensch in seiner Wichtigkeit von Maschinen abgelöst werden? Meine Prognose lautet wie folgt (Die ausführliche Antwort finden Sie in meinem Artikel Mensch gegen Maschine – Der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management): Auf keinen Fall. Wir werden zwar in einer Welt leben, die von Technik und Maschinen erleichtert, nicht aber dominiert wird. Was meine ich damit? Keinesfalls, dass der digitale Fortschritt nicht genau so rasant voranschreitet wie bisher. 
 
Ganz im Gegenteil, ich erwarte sogar noch eine Zunahme der Schlagzahl. Doch der entscheidende Faktor, den viele Zukunftsexperten gerne vergessen, ist der Mensch mit seinen einmaligen Potenzialen und Fähigkeiten. Bei aller Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt behaupte ich, dass es in der Zukunft vor allem auf die Menschen ankommen wird. Sicherlich, Roboter, künstliche Intelligenz und technische Innovationen werden die Art wie wir leben, lieben und arbeiten in den kommenden Jahren heftig durchschütteln. 
 

Erfolgsfaktor Teamspirit: Der Mensch im Mittelpunkt 

Aber bei aller Wichtigkeit dieser Entwicklung sind wir alle menschliche Wesen und sehnen uns nach Nähe, Austausch und persönlicher Kommunikation. Lassen Sie mich den Satz daher noch einmal wiederholen:
 
In der von Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt geprägten Zukunft wird der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor sein.
 
Das hat gleich mehrere Auswirkungen. Die Qualität ihres Teams wird maßgeblich darüber entscheiden, wie es um Ihr generelles Glück und Ihre Zufriedenheit bestellt ist. Und im beruflichen Rahmen sind Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Teammitglieder nicht nur der Garant für exzellente Qualität und herausragende Ergebnisse, sondern vor allem der größte Differenzierungsfaktor im immer härter werdenden Wettbewerb. Es menschelt also endlich wieder. Und das finde ich so richtig gut. Lassen Sie uns daher in diesem Artikel die Perspektive auf den Erfolgsfaktor Teamspirit richten. Weg von persönlichen Motiven, hin zu gemeinsamen Erfolgen. Weg von harten Anstrengungen als Einzelkämpfer hin zu erfolgreichem Teamwork. Weg vom Ich und hin zum Wir. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns loslegen. Und zwar gemeinsam, denn wie sagte schon der brasilianische Fußballstar Pele: „Der einzige Weg, um zu gewinnen, ist als Team!“ Oder wie die Überschrift dieses Artikels lautet: Niemand gewinnt alleine.
 

Niemand gewinnt alleine, oder: das Team ist heilig

Lappland. Minus zwölf Grad. Die gleißende Sonne blendet und ich spüre, wie ein unvergesslicher Glückshormoncocktail durch meinen Körper fließt. Vor mir ziehen acht wunderschöne Huskys meinen Schlitten, der scheinbar schwerelos durch die majestätische Tundra gleitet. Noch mehr als die atemberaubende Landschaft fasziniert mich der Teamspirit der Schlittenhunde. Weil es zwar eine ganz eindeutige Hierarchie im Rudel gibt, jeder einzelne Husky jedoch weiß, dass sie nur gemeinsam als Team erfolgreich sein können. 
 
Jedes Tier bringt seine individuellen Stärken ein, lernt von seinen Teamkollegen und springt bedingungslos in die Bresche, falls einer der anderen mal eine kurze Schwächephase hat. Wir Menschen können uns da eine Menge abgucken, insbesondere welche kraftvolle Energie entsteht, wenn individuelle Persönlichkeiten an ihrem Platz Verantwortung übernehmen, aber gleichzeitig zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam wirken.
 
Wenn ich in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann ist es die Kraft eines motivierten, kompetenten und zuverlässigen Teams. So sehr ich an die Wichtigkeit des Individuums glaube, ohne die richtigen Menschen um uns herum, sind wir alle nur halb so erfolgreich. Es spielt keine Rolle, wie gut Sie oder ich sind, einen Satz sollten Sie niemals vergessen, und ihn sich am besten gut sichtbar an ihrem Schreibtisch aufhängen:
 
Niemand gewinnt alleine!
 

Definition Teamspirit: Gemeinsam erfolgreich sein

Niemand gewinnt alleine. Niemand, und wirklich niemand ist dauerhaft in der Lage, als Einzelkämpfer Erfolg zu haben. Befinden sich hingegen die richtigen Menschen in unserem Team, dann lernen wir voneinander, wachsen gemeinsam und unterstützen uns gegenseitig. Und nur, dass wir uns hier richtig verstehen, man ist noch lange kein Team, nur weil man sich ein Büro teilt, an einem gemeinsamen Projekt arbeitet, oder im gleichen Unternehmen tätig ist (Möglicherweise kennen Sie ja auch die typische Übersetzung von Team: Toll. Ein. Anderer. Macht´s.). 
 
Nein, ein Team ist etwas ganz Anderes. Es ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. In einem echten Team ist jeder für die anderen Teammitglieder bedingungslos da, weil man sich einer gemeinsamen Vision verschrieben hat und gleichzeitig jeder an seinem individuellen Platz Verantwortung übernimmt.
 
Nur ein Team gibt gewöhnlichen Menschen die Möglichkeit, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.
 
Und selbst die vermeintlichen Superstars sind ohne ihr Team vollkommen aufgeschmissen. Der von mir sehr geschätzte Michael Schumacher brauchte in seiner Blütezeit als Formel-1-Weltmeister sein Mechanikerteam wie die Luft zum Atmen. Leo Messi kann in der argentinischen Nationalmannschaft nur deshalb glänzen, weil ihm Kollegen den Rücken freihalten. Und selbst der große Richard Branson ist mit seinen über 260 Unternehmen nur deshalb so erfolgreich, weil er die Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Anstrengungen stellt. Und diese zahlen es ihm mit Einsatz, Leistung und Leidenschaft doppelt und dreifach zurück.
 

Ohne Team geht es einfach nicht

Auf den Punkt gebracht: Die Menschen mit denen Sie sich jeden Tag umgeben sind Ihr größtes Faustpfand und gleichsam Ihr größter Erfolgsfaktor auf dem Weg in eine von Veränderung und Unsicherheit geprägte Zukunft. Das Team ist heilig. Sowohl im Business, als auch im Leben. Es sind ihre Freunde, Kollegen, Geschäftspartner und Familienmitglieder. Denn Sie können als individuelle Persönlichkeit nur dann wachsen, erfolgreich sein und ein selbstbestimmtes Leben führen, wenn Sie sich in einem Umfeld bewegen, das von gegenseitigem Lernen, Wertschätzung und Vertrauen geprägt ist. Für die Unternehmen gilt übrigens exakt das gleiche.
 
Ich kann es gar nicht oft genug betonen. Im Zeitalter der Digitalisierung und der damit einhergehenden globalen Vernetzung ist der Erfolgsfaktor Nummer eins mit weitem Abstand die Qualität ihres Inner Circle, also den Menschen, mit denen Sie regelmäßig und intensiv Kontakt haben. Und genau aus dem Grund hat das gute alte Zitat von Speakerlegende Jim Rohn auch heute immer noch Bestand: „Du wirst so wie der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Deine meiste Zeit verbringst.“
 
Das gilt im Großen, aber auch im Kleinen, denn wir adaptieren sowohl die Strategien, Einstellungen und Denkmuster unserer wichtigsten Bezugspersonen, als auch ihr Mindset, ihre Lieblingswörter und ihre Gewohnheiten. Das bedeutet konkret, dass es einfach einen riesigen Unterschied macht, mit welchen Menschen Sie sich umgeben. Ob ihre besten Freunde frustrierte Zyniker sind, die den ganzen Tag auf der heimischen Couch RTL 2 Sendungen schauen, und sich in einer Spirale aus Negativität, Gleichgültigkeit und Mittelmaß gegenseitig herunterziehen. Oder ob Sie sich mit erfolgreichen Menschen umgeben, die produktive Werte für die Gesellschaft schaffen und dabei ihre Mitmenschen mit Positivität, Leidenschaft und visionärem Denken anstecken.
 

Umgeben Sie sich mit positiven Menschen

Egal, wie ihre konkreten Ziele aussehen, umgeben Sie sich mit Menschen, die sich bereits dort befinden, wo Sie hinwollen. Ich orientiere mich dabei gerne an dem alten Wahlspruch „Wenn Du der klügste Mensch im Raum bist, dann such Dir einen neuen Raum“. Und ich gehe sogar noch weiter, denn ich habe festgestellt, dass es immer zwei Kategorien von Mitmenschen gibt. Da sind diejenigen, die Sie bremsen, ihnen ihre Träume ausreden wollen, und denen Sie es niemals recht machen können. 
 
Von denen Sie Sätze wie die folgenden hören: „Schmink Dir das lieber ab“, „Lass es lieber bleiben“ oder „Das mag ja bei anderen klappen, aber doch nicht bei Dir“. Die Begründung wird dann meist gleich mitgeliefert und sie lautet meist wie folgt: „Du bist zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu arm, zu unerfahren, zu laut, zu bunt, zu anders oder zu was auch immer.“ Ich würde mir daher wünschen, dass Sie den folgenden Satz nie mehr vergessen: Sie sind immer zu irgendwas für irgendwen.
 
Je eher Sie verstehen, dass Sie es sowieso niemals allen recht machen können, und dass es immer Menschen geben wird, die auch am sonnigsten Himmel nach einer dunklen Wolke suchen, desto förderlicher wird es für ihr persönliches Wohlbefinden sein. Ignorieren Sie die Miesepeter, Nörgler und Besserwisser also am besten gleich und konzentrieren sich stattdessen auf die zweite Kategorie. Das sind die Menschen, die Sie in Ihrer persönlichen Einzigartigkeit unterstützen. 
 
Die Sie so akzeptieren wie Sie sind. Mit allen Stärken und Schwächen. Die ihnen zwar auch kritisches Feedback geben, Sie aber grundsätzlich bei all ihren Vorhaben unterstützen und Sie bedingungslos ermutigen. An denen Sie sich reiben und mit denen Sie gemeinsam wachsen können. Oder auf den Punkt gebracht: Menschen, die ihnen einfach gut tun. Ich selber habe dieses Konzept in den letzten Jahren sehr konsequent, ja fast schon radikal angewendet. 
 
Weil ich weiß, wie kostbar unsere Lebenszeit ist, möchte ich sie nur mit positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen verbringen. Mein Inner Circle (a.k.a. Team) ist daher handverlesen, und ich bin extrem dankbar, dass ich so tolle Freunde, Kollegen und Partner an meiner Seite habe.
 

Erfolgsfaktor Teamspirit: Wie sieht Ihr Inner Circle aus?

Wie ist es um Ihr Team bestellt? Was, darüber haben Sie sich noch niemals bewusst Gedanken gemacht? Dann wird es aber Zeit, sich einen Inner Circle aufzubauen, mit dem Sie gemeinsam die Zukunft bei den Hörnern packen können. Starten Sie am besten mit einer sorgfältigen Bestandsaufnahme. Umgeben Sie sich hauptsächlich mit positiven Menschen, die Sie so akzeptieren wie Sie sind und Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen, Träumen und Visionen unterstützen? 
 
Wenn ihre Antwort ja lautet, dann ist dies mehr als großartig. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht hoch, dass Sie in ihrem direkten Umfeld auch so einige Exemplare der bereits beschriebenen Energievampire finden werden. Menschen, die sich akribisch auf die Suche nach dem einzelnen Haar in der schmackhaften Suppe machen, ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu leben haben und ihnen Kraft, Mut und Energie absaugen, wie es ein ganzer Schwarm hungriger Moskitos nicht besser könnte.
 
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Feuern Sie die Energievampire, Zyniker und negativen Menschen

Wie es für jeden Fußballtrainer eine Selbstverständlichkeit ist, seine Elf vor der Saison so perfekt zusammenzustellen, dass die Saisonziele bestmöglich erreicht werden können, so sollten auch Sie Ihr Team, die Menschen in ihrem Umfeld und ihren inneren Zirkel ganz bewusst auswählen. Ihre Motivation, Leidenschaft und Denkweise wird es ihnen danken. Feuern Sie die Zyniker, Besserwisser und Energievampire möglichst noch heute. Umgeben Sie sich stattdessen mit positiven Menschen, Weltenbewegern und Möglichkeitsdenkern, die Sie so nehmen wie Sie sind und Sie beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen. 
 
Und nur, dass wir nichts schönreden, dieser psychische Hygieneprozess kann durchaus schmerzhaft sein, denn viele der besonders toxischen Zeitgenossen tummeln sich schon lange in unseren Leben. Aber erstens ist dieser Schritt unbedingt notwendig, wenn Sie ein glückliches und zufriedenes Leben führen wollen, und zweitens gibt es so viele tolle Menschen da draußen, die nichts lieber tun würden, als den Platz an ihrer Seite einzunehmen.
 

Zwei Wege, um ein erfolgreiches Team zusammenzustellen

Aber wie gelingt es nun am besten, die Menschen in ihr Leben zu ziehen, die perfekt in Ihr Team passen würden. Grundsätzlich geschieht dies auf zwei verschiedene Arten. Zum einen können Sie diese Auswahl sehr bewusst treffen. Wer inspiriert Sie, ist ein Vorbild oder ist bereits dort, wo Sie noch hinmöchten? Suchen Sie nach Wegen, mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen, aber tun Sie das bitte niemals mit einer Anspruchshaltung. Erfolgreiche Menschen geben zwar in der Regel sehr gerne, haben aber meist wenig Zeit und noch weniger Lust, dass ihre Gehirne und Herzen von Unbekannten angezapft werden. Fragen Sie sich stattdessen: „Was kann ich für diese Menschen tun, wie kann ich ihnen behilflich sein oder wie kann ich sie unterstützen?“  Entscheidend ist dabei die Reihenfolge. Erst einmal geben, ohne etwas dafür zu erwarten. So entsteht eine Beziehung, die dann wachsen und sich sogar zu tiefen Freundschaften entwickeln kann.
 
Der zweite Weg, eine Vielzahl von positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen in ihren inneren Zirkel zu ziehen ist das stete persönliche Wachstum. In jeder einzelnen Entwicklungsstufe wird sich ihr Umfeld entsprechend anpassen. Sie werden neue Freunde, Kollegen und Geschäftspartner anziehen, während alte sich verabschieden.Das ist der Lauf der Dinge, und ich bin immer wieder fasziniert, wie stark das innere Wachstum und das äußere Umfeld korrelieren. 
 

Gelebter Teamspirit: Andere Menschen groß machen

Doch ob Sie sich nun aktiv auf die Suche nach einem Team machen, der Sie in ihrer Einzigartigkeit und ihrem ganz individuellen Weg unterstützt, oder ob dies als Resultat ihrer Persönlichkeitsentwicklung geschieht, ich empfehle ihnen, den Blick nicht nur in der Einbahnstraße von innen nach außen zu richten und sich nur mit Menschen zu umgeben, die ihnen vermeintlich nutzen können. 
 
Machen Sie einen Unterschied. Behandeln Sie ihr Umfeld wertschätzend und achtsam. Seien Sie für Ihre Freunde, Kollegen und Geschäftspartner da. Und vor allem: Machen Sie die Menschen groß. Fungieren Sie als Mutmacher und seien Sie das Licht in einem häufig doch eher dunklen Alltag. Oder auf den Punkt gebracht: Machen Sie andere Menschen groß und Sie werden selber größer.
 
Nicht nur werden Sie durch diese Haltung viele spannende Persönlichkeiten in ihren Inner Circle ziehen, sondern zusätzlich auch noch einen dramatischen Anstieg an Glück, Erfüllung und Zufriedenheit erfahren. Der amerikanische Schriftstellers William Arthur Ward hat dies wunderschön zusammengefasst: „Wenn wir uns auf den Weg machen das Beste in anderen zu entdecken, werden wir unweigerlich das Beste in uns selbst hervorbringen.“ Wie wahr, denn niemand gewinnt alleine, und Erfolg ist immer das Ergebnis eines Teams, das voller Leidenschaft einer gemeinsamen Vision folgt.
 

Erfolgsfaktor Teamspirit in Unternehmen und Organisationen

„Ilja, es ist so: Ich bin wirklich sehr offen für neue Ideen und würde am liebsten mehrere Ziele auf einmal angehen. Aber meine Kollegen sind einfach veränderungsresistent und blocken jeden meiner Vorschläge immer sofort ab. Es ist einfach frustrierend, was soll ich nur tun?“ Egal, ob ich von meinen Kunden für eine Keynote, einen Change-Workshop oder ein Business Coaching gebucht werde, diesen oftmals von großer Frustration geprägten Hilferuf höre ich häufiger als mir lieb ist. 
 
Dabei spielt die Größe der jeweiligen Organisation keine Rolle, denn ich höre Sätze wie diesen sowohl in Kleinbetrieben, mittelständischen Unternehmen als auch in internationalen Konzernen. Und zwar von Menschen aller Hierarchieebenen. So klagen Mitarbeiter über ihre Chefs, die Chefs über ihre Mitarbeiter und die Kollegen aus dem Marketing über den Verkauf und die Verwaltung.
 
Das Ergebnis: Es entsteht eine Unternehmenskultur, die von gegenseitigem Misstrauen, Schuldzuweisungen und Innovationsfeindlichkeit geprägt ist. Ein Teufelskreis entsteht, denn wenn Menschen mehr gegeneinander als miteinander arbeiten, dann führt das unweigerlich zu mangelnder Leistungsbereitschaft, fehlender Kundenorientierung und damit schlussendlich zu sinkenden Umsätzen.
 
Tja, und wenn eine Firma dauerhaft mit fehlenden Gewinnen zu kämpfen hat, dann wird man schnell nervös und versucht entsprechend gegenzusteuern. Das sieht dann meist so aus: Die Chefetage, das HR Department oder eine externe Berateragentur erinnern sich an die alte Weisheit von Management Vordenker Peter Drucker, der so treffend feststellte, „dass die richtige Kultur die Strategie zum Frühstück isst.“ Und dann wird beschlossen, dass die Unternehmens-DNA dringend einer Renovierung oder gleich einer ganzen Neuausrichtung bedarf. 
 

Der Mensch im Mittelpunkt von Change Management

Grundsätzlich ist dieser Fokus auch vollkommen richtig, denn eine Kultur der Innovation, der Offenheit und des Muts zu neuen Wegen schlägt jede noch so ausgetüftelte Business Strategie um Längen. Denn eines ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Wenn Sie gut sind, dann werden Ihre Konkurrenten alles kopieren. Ihre Produkte. Ihre Preise. Möglicherweise sogar ganze Marketingideen. Doch sie werden niemals in der Lage sein, Ihre Kultur zu kopieren. Weil diese einzigartig ist. 
 
Es lohnt sich also, eine Veränderungskultur zu etablieren, die von jedem einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen geteilt und gelebt wird. Auf diese Weise wird der Umgang mit Veränderung nicht zu einem notwendigen Übel, sondern zu einer selbstverständlichen Haltung, die sich am Ende des Tages positiv auf Ihre Umsätze, Kundenzufriedenheit und Profitabilität auswirken wird.
 

Niemand gewinnt alleine: Kultur isst Strategie zum Frühstück

Ja, es sind immer die Menschen, die den entscheidenden Unterschied machen. Im positiven, wie im Negativen. Doch die Umsetzung dieser Erkenntnis sieht dann in der Praxis meist so aus, dass man die Entwicklung einer modernen Unternehmenskultur als oberste Priorität festlegt, große Plakate mit den neuen Werten der Firma an die Wände hängt und entsprechende Schulungsmaßnahmen in der gesamten Organisation ausrollt. Und dann wird trainiert. Das Verhalten gegenüber Kunden, die interne Art und Weise der Kommunikation oder auch die Veränderung der eigenen Einstellung zum Job. Das Ergebnis ist allerdings meist ernüchternd, denn bis auf wenige Ausnahmen bleibt auch nach einem abgeschlossenen Rollout solcher Schulungsmaßnahmen alles beim Alten.
 
Der gute, alte Menschenverstand sagt uns auch sehr deutlich, woran das liegt. Motivation, Begeisterung oder Leidenschaft für den eigenen Beruf sind alles Eigenschaften, die von innen nach außen wirken. Sie sind mit unserem Charakter und unserer Persönlichkeit untrennbar verknüpft. Aus diesem Grund lassen sie sich weder durch einen externen Trainer überstülpen, noch durch entsprechende Seminare schulen. Und so bleibt ein frustrierter und unmotivierter Mitarbeiter auch nach dem besten Verhaltenstraining immer noch ein frustrierter und unmotivierter Mitarbeiter. 
 
So sehr wir es uns manchmal auch wünschen würden, es ist schlichtweg unmöglich andere Menschen zu verändern. Ein bestehendes Team zu motivieren und für anstehende Veränderungen zu begeistern ist daher ein schwerer und meist auch kostspieliger Weg. Viel einfacher ist es, von Anfang an gleich die richtigen Menschen auszuwählen, die sich mit den eigenen Werten, Zielen und Zukunftsvisionen identifizieren. Dies setzt natürlich voraus, dass man sich der Unternehmens-DNA, den wichtigsten Werten und der eigenen Identität bewusst ist, denn nur dann kann man diese prägenden Eigenschaften auch nach Innen und Außen kommunizieren.
 

Mitarbeiterorientierung kommt vor Kundenorientierung

Immer mehr Unternehmen begreifen die Wichtigkeit der Unternehmenskultur und behandeln ihre Mitarbeiter als das, was sie sind: Als Erfolgsfaktor Nummer eins auf dem Weg in eine von Veränderung und Wandel geprägte Zukunft. Was auf den ersten Blick etwas exotisch anmuten mag, ist bei genauerer Betrachtung alternativlos. Um das zu begründen, möchte ich Ihnen eine These vorstellen:
 
In den Märkten von Morgen wird die Mitarbeiterorientierung wichtiger sein als die Kundenorientierung.
 
„Moment mal Ilja, habe ich das gerade richtig verstanden?“ Okay, ich bin mir bewusst, dass dieser Satz mit hoher Wahrscheinlichkeit das genaue Gegenteil von dem ist, was Sie bisher gehört, gelesen und möglicherweise sogar umgesetzt haben. Denn der Konsens im Business ist nach wie vor: Der Kunde ist König. Und da ist auch eine Menge dran, denn der Kunde sollte immer im Mittelpunkt sämtlicher unternehmerischer Anstrengungen stehen, schließlich sorgt er mit seinem Geld dafür, dass wir auch morgen noch etwas zu Essen auf dem Tisch und ein Dach über dem Kopf haben. 
 
Trotzdem sollten Sie immer Ihre Mitarbeiter an die erste Stelle setzen. Erst dann kommen Ihre Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre. Je klarer Sie Ihre Erwartungen, Werte und Ansprüche formulieren, desto besser kann sich ihr Team mit der Unternehmenskultur identifizieren. Das ist entscheidend, denn heutzutage muss ein Job einfach mehr bieten als nur das monatliche Gehalt und sechs Wochen Urlaub im Jahr. Menschen lechzen heute nach Bedeutung, einem tieferen Sinn und dem Gefühl, einen Unterschied machen zu können. 
 
Denken Sie immer dran: Das Team ist heilig. Und genau so sollten Sie ihre Mannschaft auch behandeln. Sorgen Sie für eine hohe Wertschätzung, für eine Atmosphäre, in der Ihre Mitarbeiter wachsen können und geben Sie jedem einzelnen Menschen die Chance, seine Talente, Stärken und Ideen einbringen zu können.
 

Ein echtes Team erfordert Zeit, Commitment und modernes Leadership

Der letzte Satz ist besonders wichtig, denn ein guter Chef ist in der Lage, ein Team für eine größere Vision zu begeistern, und es gleichzeitig jedem einzelnen Menschen auf dem Weg dorthin zu ermöglichen, als Persönlichkeit zu wachsen, und seine eigenen Träume zu verwirklichen. Ja, das bedeutet selbstverständlich, dass Sie Veränderung vorleben, als Vorbild vorangehen und bereit sind, bedingungslos zu geben. Sie finden das ungerecht? Mag sein, aber was wäre die Alternative? 
 
Nehmen Sie sich einfach ein Beispiel an der Sonne. Sie setzt ihre ganze Kraft dafür ein, sämtliche Sonnenstrahlen nach außen zu schicken, ohne jemals einen einzigen davon selber abzubekommen. Doch sie erhält etwas viel Größeres zurück. Sämtliche Pflanzen auf der Erde wenden sich ihr zu und orientieren sich an ihr. So funktioniert modernes Leadership, das sich an den Bedürfnissen der Zukunft ausrichtet. Denn eines sollte mittlerweile auch die letzte Führungskraft verinnerlicht haben. Die Zeit der Bosse ist endgültig vorbei ist. 
 
Heutzutage ist das oberste Gebot, jeden einzelnen Menschen bei seinen individuellen Bedürfnissen abzuholen, ihn gleichzeitig zu fordern und zu fördern. Auf diese Art und Weise entstehen die berühmten verschworenen Teams, die gemeinsam durch dick und dünn gehen und vermeintliche Wunderdinge vollbringen. Dabei ist es nichts anderes als das natürliche Resultat, wenn Menschen in einer wertschätzenden Atmosphäre ein gemeinsames Ziel verfolgen, und ihr persönlicher Beitrag dazu eine tiefe Bedeutung hat.
 
Tja, und so führt eine solche Philosophie am Ende des Tages eben doch zur denkbar besten Kundenorientierung, denn wenn Ihre Mitarbeiter gerne, mit einer hohen Motivation und viel Spaß zur Arbeit kommen, dann steigt die Zufriedenheit und damit die Leistung. Dies sorgt dafür, dass auch Ihre Kunden und Geschäftspartner mit einer ganz anderen Einstellung behandelt werden. 
 
Und all das gilt nicht nur fürs Business, sondern immer, wenn eine Gruppe von Menschen zusammenkommt. Für den Sportverein, die Arbeitsgruppe an der Uni und natürlich auch für das wichtigste Team der Welt, die Familie. Lassen Sie es wieder menscheln. Und zwar so radikal wie möglich. Denn in den Märkten von Morgen werden diejenigen zu den Gewinnern gehören, die begriffen haben, dass ein gelebter Teamspirit der wichtigste Erfolgsfaktor von allen sein wird.
 
Wie stehen Sie zum Erfolgsfaktor Teamspirit, liebe Leserinnen und Leser? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Was ist Erfolg – Die wichtigste Frage des Lebens

Erfolg ist kein Glück! So lautet der Refrain des berühmten Songs der Band Kontra K aus dem Jahr 2015. Aber wenn es kein Glück ist, stellt sich ja eine entscheidende Frage: Was ist Erfolg? Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Wir werden uns dem Wesen des Erfolgs nähern, eine Definition wagen und natürlich auch erörtern, wie es am besten gelingt, erfolgreich zu werden. Beginnen möchte ich allerdings mit einer kleinen Zeitreise.
 

Erfolg ist ein Arschloch

„Erfolg ist ein Arschloch!“ Ich knallte den Satz meinem Spiegelbild voller Verachtung ins Gesicht. Es war eine Silvesternacht vor vielen Jahren. Ich war damals noch Geschäftsführer bei Karstadt, und nach einer weiteren Versetzung ganz frisch in einer neuen Stadt. Trotz des besonderen Tages hatte ich, wie so häufig, lange gearbeitet und kehrte erst gegen 19:00 Uhr abends in mein möbliertes Appartement zurück. Ich spüre eine gewisse Beklommenheit. Kein Wunder, denn es war der erste Jahreswechsel, den ich komplett allein verbringen sollte. 
 
In einer Stadt, die ich mir nicht ausgesucht hatte und in der ich keinen einzigen Menschen kannte. Während allerorten Partys steigen, Korken knallen und ausgelassenes Lachen in meine Ohren drang, sah meine Abendplanung anders aus. Erst eine Pizza vom Lieferservice, ein Sechserpack Bier zum Runterspülen, dann ein wenig Fernsehschauen und um Mitternacht mit mir selbst anstoßen. Ein absoluter Tiefpunkt in meinem Leben, denn noch nie hatte ich mich dermaßen einsam und leer gefühlt. 
 
Und das zu einer Zeit, in der mich mein gesamtes Umfeld als sehr erfolgreich bezeichnet hätte. Kein Wunder, denn von außen betrachtet war ich tatsächlich so etwas wie ein Überflieger, der die Karriereleiter im Sturm eroberte und all das erreicht hatte, wovon andere nur träumten. Es gab nur ein riesiges Problem: Wenn das tatsächlich wahr sein sollte, warum war ich dann innerlich so frustriert?
 
Und plötzlich übermannten mich meine negativen Emotionen, und ich war der festen Überzeugung: Erfolg ist ein Arschloch. Denn wenn man für Erfolg im Leben einen solchen Preis zahlen musste, dann wollte ich auf keinen Fall erfolgreich sein. Wenig später ging ich deprimiert ins Bett, bevor ich mich zwei Tage später wieder ins Hamsterrad stürzte. Heute bin ich für diese Silvesternacht sehr dankbar, denn mein absoluter Tiefpunkt war gleichzeitig ein Wendepunkt in meinem Leben. Es war, als ob in mir ein Schalter umgelegt wurde. 
 

Was ist Erfolg? Die Frage aller Fragen

Ich begriff zum ersten Mal so richtig, dass meine Frustration nichts mit den äußeren Umständen zu tun hatte, sondern ausschließlich das Ergebnis meiner eigenen Entscheidungen war, die ich im Laufe der letzten Jahre getroffen hatte – und natürlich auch von den Entscheidungen, die ich nicht getroffen hatte. Nicht der Erfolg war das Arschloch, sondern einzig und allein ich selbst. Weil ich mich von einer Erfolgsdefinition hatte leiten lassen, die nicht die meine war. Weil ich meine eigene Story schon lange nicht mehr besaß und mich an den Erwartungen anderer Menschen orientierte. 
 
Und es gab nur einen Menschen, der etwas daran ändern konnte. Das war ich. Also gab ich mir selbst mein Wort, mich zu verändern. Nicht nur ein wenig, sondern radikal. Keine Kompromisse mehr zu akzeptieren, sondern endlich mein eigenes Ding zu machen. Dies gelang mir nicht von heute auf morgen, denn ich musste erst herausfinden, was ich wirklich wollte. Aber die Samen waren gesät, und auch heute noch zehre ich von der Ernte. Denn ich habe drei Dinge gelernt:
 
  1. Es sind niemals die glänzenden, blinkenden und glamourösen Momente in unserem Leben, die unseren Charakter formen. Es sind die Tiefpunkte, denn diese sind so gut wie immer auch Wendepunkte.
  2. Unzufriedenheit, Niederlagen oder Frustration können extrem starke Motivationsquellen sein, wenn wir es schaffen, diese kraftvollen Emotionen in Produktivität und eine entsprechende „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ umzuwandeln.
  3. Erfolg ist eine individuelle Sache, die jeder Mensch anders definiert.
 
Ja, nun geht es ans Eingemachte. Denn ich möchte mit Ihnen über das Wort sprechen, das ich vor so vielen Jahren zu Unrecht als Arschloch bezeichnet habe. Über kein anderes Thema wurden jemals so viele Bücher geschrieben, Vorträge gehalten und Artikel veröffentlicht, und Unternehmer Darren Hardy hat ihm mit dem Success Magazine sogar eine gedruckte Hommage erwiesen. 
 
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Erfolgreich sein, was bedeutet das eigentlich?

Ich möchte gleich mit einer sehr persönlichen Frage beginnen: Würden Sie sich als erfolgreich bezeichnen? Gar nicht so einfach zu beantworten, nicht wahr? Denn tatsächlich ist Erfolg wesentlich vielschichtiger als das, was uns in den Medien immer als Prototyp verkauft wird. Ich meine das dicke Bankkonto, die Rolex am Handgelenk, die steile Karriere, den Porsche in der Garage, die Yacht im Hafen von Monaco und insgesamt ein Leben, das von Luxus und Statussymbolen gekennzeichnet ist. Sehen Sie sich eine beliebige Werbeanzeige Ihrer Wahl an oder laufen Sie durch eine beliebige Shopping Mall, und Sie wissen wovon ich spreche.
 
Doch genau diese auf externe Faktoren und Anerkennung von anderen Menschen fixierte Erfolgsdefinition führt dazu, dass immer mehr Menschen Zielen hinterherlaufen, die nicht ihre eigenen sind. Sie folgen dem Diktat des Zeitgeistes, erliegen den Verlockungen der modernen Medienwelt und entfernen sich dabei unmerklich, aber stetig von ihren eigenen Werten, Überzeugungen und Träumen. Und das macht auf Dauer extrem unzufrieden. Weil man unbewusst spürt, dass man ein Leben führt, das sich im Widerspruch mit der eigenen Identität befindet.
 

Erfolg ist mehr als Schneller Höher Weiter

Denn lässt sich Erfolg wirklich nur an materiellen Dingen, äußerlichen Errungenschaften und dem Erreichen von gesellschaftlich konformen Zielen festmachen? Ist es kein Erfolg, wenn eine alleinerziehende Mutter ihre drei Kinder großzieht, nebenbei zwei Jobs gleichzeitig erledigt und trotzdem glücklich und zufrieden ist? Ist es kein Erfolg, wenn eine Familie sich entscheidet, fernab der Großstadt in einem alten Bauernhaus zu leben und sich komplett autark zu versorgen? Und ist es kein Erfolg, wenn ein erfolgreicher Rechtsanwalt seine Karriere an den Nagel hängt, von zehn Dollar am Tag als Tauchlehrer in Thailand lebt, durch diese Tätigkeit aber endlich seinen Seelenfrieden gefunden hat? 
 
Dies sind nur drei Beispiele von Millionen anderer, die eines deutlich zeigen: Erfolg entsteht immer von innen nach außen, wenn wir zum Beispiel ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, ein für uns wichtiges Ziel erreicht oder eine bedeutende Entscheidung getroffen haben. Vor allem aber ist Erfolg immer mit unserem ganzen persönlichen Veränderungs-Diamanten verknüpft.
 
Denn es sind Ihre Identität, Ihre Werte und Ihre Überzeugungen, die schlussendlich darüber bestimmen, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben. Natürlich spielen Geld und materielle Dinge immer eine gewisse Rolle; all die Menschen, die Ihnen einreden wollen, dass Geld nicht wichtig wäre, sagen Ihnen nicht die Wahrheit. Es darf aber nicht zum Selbstzweck entfremdet werden. Denn die für Glück, Zufriedenheit und Erfüllung zuständigen Faktoren liegen in der Regel auf einer ganz anderen Ebene.
 

Erfolg Definition

Ich möchte Ihnen daher die gleiche Frage stellen, die ich meinen Coachingkunden ebenfalls stelle:
 
Was bedeutet Erfolg für Sie?
 
Es ist hilfreich, wenn Sie eine gewisse Klarheit darüber haben, was Ihnen wirklich wichtig ist, was Sie antreibt und was Ihrem Leben einen Sinn gibt. Dies wird Ihnen bei der Beantwortung der Frage sehr nützlich sein, und ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig die intensive Reflexion für Ihre persönliche Zukunft ist. Muss ich noch einmal darauf hinweisen, dass Sie unbedingt radikal ehrlich zu sich selbst sein müssen? Wie immer gilt auch hier: Den Menschen in Ihrem Umfeld können Sie eine gewisse Zeit lang etwas vormachen. Aber die Person, die Sie jeden Morgen im Spiegel anblickt, spürt sehr deutlich, wenn sich Schein und Sein dauerhaft nicht im Einklang befinden.
 
Nun also „Butter bei die Fische“, wie man in meiner norddeutschen Heimat zu sagen pflegt, jetzt kommen die Fakten: 
 
Wie lautet Ihre ganz persönliche Definition von Erfolg? 
 
Ist es die steile Karriere in einem globalen Konzern? Der Traum von eigenen Unternehmen? Oder vielleicht ein harmonisches Familienleben auf dem Land mit fünf Kindern, einem großen Sammelsurium an Haustieren und einem eigenen Hof?
 
Blenden Sie bitte sämtliche Gedanken an andere Menschen, fremde Erwartungen oder gesellschaftliche Konformität aus. Es ist Ihr Leben und Ihre Zufriedenheit, und somit auch Ihre Definition von Erfolg. „Okay, Ilja, aber ich finde schnelle Autos, eine Menge Kohle und ein internationales Jetset-Leben ehrlich gesagt ziemlich sexy.“ Wunderbar. Wenn Geld und materielle Dinge für Sie wichtig sind, dann tun Sie alles dafür, um möglichst viel davon zu bekommen. Wenn es aber etwas vollkommen anderes ist, dann geben Sie diesen Bedürfnissen bitte den entsprechenden Raum.
 

Erfolg entsteht immer von Innen nach Außen

Ich selbst erfreue mich immer wieder an den luxuriösen Aspekten des Lebens. Ich sammle schöne (und leider auch teure) Uhren, wohne auf Reisen lieber im Ritz Carlton als in der Pauschalbettenburg im Gewerbegebiet und gebe für nichts so gern so viel Geld aus wie für gutes Essen in exzellenten Restaurants. Es erfüllt mich jedes Mal wieder mit Dankbarkeit, dass ich es mir erarbeitet habe, mir all diesen Luxus leisten zu können. Aber ich brauche diese Annehmlichkeiten nicht, um glücklich zu sein, und könnte auch jederzeit ohne sie leben. Allein dieses Bewusstsein erhöht meinen persönlichen Freiheitsgrad dramatisch.
 
Je besser Sie wissen, was Ihnen wichtig ist, desto besser können Sie auch die Worthülse Erfolg mit einem entsprechenden Inhalt füllen. Und dies versetzt Sie in die Lage, Ihr Leben, Ihren Job und Ihren Alltag so auszurichten, um in all diesen Bereichen erfolgreich sein zu können. Um Sie dabei bestmöglich zu unterstützen, möchte ich Ihnen gern meine Erfolgs-Formel an die Hand geben, die Sie bei jeder nur denkbaren Erfolgsdefinition anwenden können. Aber vorher möchte ich gerne noch ein Mantra mit Ihnen teilen, welches mir schon häufig treue Dienste geleistet hat und das dies auch bei Ihnen tun kann. Es lautet: Wenn es sich gut anfühlt, kann es so schlecht nicht sein! Da ist eine Menge dran, nicht wahr?
 

Was bedeutet Erfolg: Klarheit, Fokus und Fleiß

Die eigene und individuelle Definition von Erfolg ist das unabdingbare Fundament für Glück und Zufriedenheit im Leben. Und um dann auch dauerhaft und insbesondere einfach erfolgreich sein zu können, wollen wir nun den abstrakten Begriff Erfolg mit Leben füllen und ihn mit den entsprechenden Taten in konkrete Resultate transformieren. Denn unter dem Strich entspringt Erfolg der konsequenten und ständigen Wiederholung von vermeintlich kleinen Dingen. Und darum lautet meine ganz persönliche Erfolgs-Formel:
 
 
Erfolg = Klarheit x Fokus x Fleiß 
 
Echter und nachhaltiger Erfolg ist immer das Resultat aus diesen drei Faktoren. Los geht es mit einer tiefen Klarheit über das, was einem wichtig ist. Es folgt die bedingungslose Fokussierung auf die dafür notwendigen Faktoren. Und wenn Sie diese beiden Eigenschaften dann noch mit harter, motivierter und insbesondere langfristiger Arbeit kombinieren, dann wird sich der Erfolg fast schon zwangsläufig einstellen. Lassen Sie uns die einzelnen Bestandteile der Erfolgs-Formel daher etwas genauer unter die Lupe nehmen.
 

Was ist Erfolg? Erfolgsfaktor Klarheit

Als Kinder haben wir oft Cowboy und Indianer gespielt. Jeder von uns hatte seine Präferenzen, welche Rolle wir in unserem nachmittäglichen Treiben übernehmen wollten. Allerdings hatten wir damals nicht sehr viel Auswahl, einfach weil uns die entsprechenden Vorbilder fehlten. Und so spielten die einen meist den Apachen-Häuptling Winnetou, während die anderen lieber Marschall Matt Dillon sein wollten, das ist der Protagonist aus der coolen Serie „Rauchende Colts“. 
 
Heutzutage gibt es Superhelden wie Sand am Meer (meine Favoriten sind eindeutig Batman, Ironman und der Waschbär Rocket von den Guardians of the Galaxy), und wenn ich meine Kinder beim Spielen beobachte, dann geht es gar nicht mehr so sehr darum, welche Rolle sie übernehmen wollen, sondern um eine ganz andere Frage: „Welche Superkraft hättest du gern?“
 
Bei den darauffolgenden Antworten fangen die Augen dann regelmäßig an zu strahlen. Gedankenlesen, Unsichtbarkeit, Zeitreisen, Schnelligkeit, Fliegen oder die Fähigkeit, Gegenstände nur mit der Kraft der Gedanken bewegen zu können, sind nur einige der Dinge, welche sich Kinder heutzutage wünschen. Was würden Sie mir antworten? Welche wäre Ihre bevorzugte Superkraft? Meine Wahl wird Sie wahrscheinlich überraschen, denn ich würde mich für Klarheit entscheiden. 
 
Keine andere Eigenschaft hat eine so entscheidende Bedeutung, wenn es darum geht, ein erfülltes und zufriedenes Leben zu führen. Und auch für unsere individuelle Definition von Erfolg ist Klarheit unabdingbar. Nur, wenn Sie wissen, was Sie wollen, was Ihnen wichtig ist und was Sie wirklich glücklich macht – und natürlich auch, was Sie nicht wollen, was Ihnen nicht wichtig ist und was Sie unglücklich macht –, können Sie die notwendigen Entscheidungen treffen, um es auch zu bekommen.
 
Unter dem Strich steht und fällt der eigene Klarheitsgrad mit der Beantwortung der Frage, was wirklich zählt im Leben und was man genau von ebendiesem erwartet. Und dann kommt es zu einem besonderen Dominoeffekt, der mich immer wieder fasziniert. Ich habe ihn bei mir selbst bestaunen dürfen, aber auch in der Arbeit mit meinen Kunden. Klarheit führt im ersten Schritt zu mehr Verbindlichkeit, denn das erhöhte Bewusstsein über die eigenen Werte und das, was man wirklich will, macht sich natürlich auch in der eigenen Kommunikation bemerkbar. 
 
Sie entscheiden schneller, nachvollziehbarer und geben den Menschen in Ihrem Umfeld Orientierung. Dadurch erhöht sich Ihr Charisma und schlussendlich der Wirkungsgrad, den Sie in den verschiedenen Lebensbereichen erzielen.
 
Klarheit => Verbindlichkeit => Wirkung
 
Doch die Klarheit sorgt noch für einen weiteren, ebenfalls sehr entscheidenden Nebeneffekt. Die Amerikaner bezeichnen diesen gern als Skin in the Game, und der Begriff lässt sich am ehesten mit Commitment übersetzen. Ich habe übrigens lange gesucht, aber mir ist kein deutsches Wort eingefallen, welches den Sinn von Commitment auch nur annähernd beschreiben würden. Verzeihen Sie mir also bitte den Anglizismus. Aber Sie wissen, worauf ich hinaus möchte, oder? 
 
Denn wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, dann tun Sie auch alles dafür, um es in die Tat umzusetzen. Sie investieren Zeit, Energie und Geld. Sie gehen die Extrameile und halten durch, wenn Sie auf Gegenwind stoßen oder Ihre ursprüngliche Motivation etwas nachlässt. Egal, was Sie vorhaben, achten Sie bitte immer drauf, dass Sie Skin in the Game haben, dass es Ihnen wirklich wichtig ist.
 
Ihre Motivation lässt nach? Fragen Sie sich: Habe ich genügend Skin in the Game?
 
Welche Auswirkungen dies haben kann, beobachte ich regelmäßig bei meinen eigenen Seminaren und Veranstaltungen (z.Bsp. meiner zertifizierten Coachingausbildung). Manchmal biete ich vergünstigte Tickets an oder lade sogar jemanden ein – dies mache ich für Menschen, die am Anfang ihrer Karriere stehen oder gerade eine schwere finanzielle Phase durchmachen. Allerdings stelle ich bei dieser Teilnehmergruppe regelmäßig fest, dass die Menschen zwar mit großen Ambitionen in die Kurse starten, es aber meistens an der Umsetzung scheitert. 
 
Dies ist bei den Teilnehmern, welche die volle Teilnahmegebühr gezahlt haben, vollkommen anders. Hier folgen den Worten in der Regel auch die entsprechenden Taten. Weil diese Menschen Skin in the Game haben. Weil sie eine durchaus hohe Summe Geld in sich selbst investiert haben und dadurch den eigenen Anspruch massiv nach oben geschraubt haben. Klarheit führt also nicht nur zu mehr Verbindlichkeit und zu einer hohen Wirkung, sondern schlussendlich auch zu einer gesteigerten Umsetzungskompetenz.
 

Was ist Erfolg? Erfolgsfaktor Fokus 

Nachdem Sie an Ihrer Klarheit gearbeitet haben, geht es nun darum, Ihre Kräfte zu bündeln und den Fokus auszurichten. Sich auf das zu konzentrieren, was Sie wirklich voranbringt, und sich nicht mit Unwichtigem abzulenken und zu verzetteln. Ich empfehle Ihnen hierfür die Metapher von Himmel und Hölle. Was verbirgt sich dahinter? Ganz einfach. Die ausschließliche Fokussierung auf zwei Bereiche: Auf der einen Seite ist der Himmel. 
 
Damit meine ich alles, was mit Ihren Träumen, Ihrer Vision und Ihrer Strategie zusammenhängt. Man könnte es auch die Arbeit an Ihrem Unternehmen bzw. Ihrem Leben nennen. Um sich eine Eselsbrücke zu bauen, können Sie auch gern an Luftschlösser denken, die so riesig sind, dass nur ganz hoch über ihnen Platz ist. Tja, und dann ist da natürlich noch die Hölle. Damit meine ich die harte Arbeit, das Machen und die konkrete Umsetzung der Strategie, die Sie im Himmel entwickelt haben. 
 
Lassen Sie sich bitte nicht von der negativen Bedeutung des Wortes Hölle irritieren, aber ich habe mich für den Begriff entschieden, weil er nun mal das Antidot für den Himmel ist. Und wenn wir ehrlich sind, dann kann die Fokussierung auf die drei viel zitierten Buchstaben T, U und N sich manchmal auch ein wenig wie die Hölle anfühlen, nicht wahr? Das ist dann der berühmt-berüchtigte Preis, den wir zu zahlen bereit sein müssen. (Ich stelle mir dann im Kopf gern die Stimme von Wolfgang Petry vor, der lauthals „Hölle, Hölle, Hölle“ schmettert, und schon bin ich wieder positiv ausgerichtet. Unbedingt ausprobieren!)
 
Der Erfolg liegt im Himmel oder in der Hölle. Alles, was dazwischen ist, lenkt Sie nur ab.
 
Wie auch immer Ihre konkreten Ziele und Vorhaben aussehen, fragen Sie sich stets: Bewege ich mich im Himmel oder in der Hölle? Anders ausgedrückt: Nutzen Sie Ihre drei wichtigsten Ressourcen Zeit, Energie und Geld ab sofort nur noch für Aufgaben, die direkt mit diesen beiden Bereichen zu tun haben – also entweder mit Ihrer Vision, Ihrer Strategie oder dem Entwickeln großer Ideen –, oder aber mit der konkreten Umsetzung dieser Dinge. 
 
Alles, was sich dazwischen befindet, sollten Sie entweder delegieren oder sein lassen. Denn mit den Aufgaben, die sich zwischen Himmel und Hölle befinden, sind Sie zwar ganz wunderbar beschäftigt, aber unter dem Strich ist es nur eine Ablenkung, die nicht produktiv ist und Sie auch nicht Ihren Zielen näherbringt. Richten Sie also Ihren Fokus aus. Ihr Erfolg wird es Ihnen danken.
 

Was ist Erfolg? Erfolgsfaktor Fleiß

Ich möchte Ihnen gern drei meiner tiefsten Überzeugungen mitteilen: „Ohne Fleiß kein Preis“, „Das Glück ist mit dem Tüchtigen“ und „Langfristig schlägt der Fleiß immer das Talent“. Denn an nichts glaube ich so sehr wie an die gute alte harte Arbeit. „Aber Ilja, das ist doch nun wirklich überholt, denn in Zeiten des digitalen Wandels kommt es doch wohl viel mehr darauf an, smart zu arbeiten, oder?“ Diesen Einwand höre ich regelmäßig. Und doch bleibe ich bei meiner Aussage. Denn smart arbeitet heute jeder. Ich übrigens auch. Weil es einfach die absolute Grundvoraussetzung ist, keineswegs aber ein Differenzierungsmerkmal. Und weil das so ist, zahlt sich harte Arbeit dann eben doch aus.
 
Arbeiten Sie smart und hart. Diese seltene Kombination gibt Ihnen automatisch ein Alleinstellungsmerkmal.
 
Damit sind wir also beim dritten Faktor der Erfolgs-Formel, nämlich dem Fleiß. Wenn Sie wissen, was Ihnen wichtig ist und Ihren gesamten Fokus auf diese Dinge ausrichten, dann kommt es darauf an, wie intensiv und insbesondere langfristig Sie ins Machen kommen. Und zwar nicht nur ein Mal, sondern wieder und wieder. Auch an Tagen, an denen Sie keine Lust haben.
 
Wenn Sie mit einem Rückschlag zu kämpfen haben. Wenn Sie am liebsten alles hinschmeißen würden. In all diesen Situationen hilft Ihnen der Fleiß dabei, trotzdem dranzubleiben. Eines meiner großen Idole, der Terminator Arnold Schwarzenegger himself hat das in seiner berühmten „Six Rules of Success Rede“ mit zwei legendären Sätzen perfekt auf den Punkt gebracht:
 
„You can´t climb the ladder of success with your hands in your pocket“ und „While you are taking a nap, somebody else is working his butt off“.
 
In der Übersetzung heißt das „Du kannst die Erfolgsleiter nicht mit den Händen in der Tasche erklimmen“ und „Während du ein Nickerchen machst, reißt sich jemand anderes gerade den Allerwertesten auf“. Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Ohne Fleiß kein Erfolg. So einfach ist es.
 

Erfolg ist individuell. Und zwar immer.

Das waren die drei Faktoren der Erfolgs-Formel. Klarheit. Fokus. Und Fleiß. Lassen Sie diese Eigenschaften zu einem festen Teil Ihrer Lebenseinstellung werden und der Erfolg wird sich in sämtlichen Lebensbereichen zwangsläufig einstellen. Natürlich bedeutet dies nicht, dass es ab sofort leichter oder gar alles von allein laufen wird. Ganz im Gegenteil, Sie werden weiterhin Fehler machen, Rückschläge erleben und mit Niederlagen zu kämpfen haben. 
 
Aber Sie werden an diesen Herausforderungen wachsen und besser werden. Und das ist vielleicht der größte Erfolg von allen. Allerdings: Je mehr Sie sich zutrauen, desto mehr werden auch wieder die Nörgler, Besserwisser und Miesepeter aus ihren Löchern gekrochen kommen. Für Ihre persönliche Zufriedenheit wird es daher entscheidend sein, dass Sie sich trauen, noch viel mehr Ihr Ding zu machen. 
 
Kommen wir zur letzten Frage des Artikels liebe Leserinnen und Leser: Was ist Erfolg für Sie? Ich freue mich auf Ihren Kommentar…

Umsetzungskompetenz entwickeln: Endlich ins Handeln kommen

Warum scheitern eigentlich so viele Veränderungen? Der Grund ist so einfach wie tragisch: Es ist die mangelnde oder komplett fehlende Umsetzungskompetenz. Denn viele Menschen sind zwar Planungsriesen, dafür aber Umsetzungszwerge. In diesem Artikel wollen wir uns daher dem Thema Umsetzung widmen. Mein Ziel dabei ist es, Ihnen Lust aufs Umsetzen, aufs Machen, aufs Handeln und auf Tun zu machen, damit Sie den Erfolg erreichen können, den Sie verdienen. Klingt das gut? Dann lassen Sie uns am besten direkt loslegen.
 

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

In meinem allerersten eigenen Büro hatte mein Vorgänger ein großes Poster aufgehängt, auf dem ein einziger Satz zu lesen war: „Erfolg hat drei Buchstaben: T – U – N“. Anfänglich hatte ich diesen Worten nicht viel Bedeutung beigemessen, aber im Laufe der Zeit begriff ich immer mehr, wie viel Wahrheit doch darin steckte und machte den Satz zu meiner ganz persönlichen Lebensphilosophie.
 
Denn während meiner Karriere – erst als Geschäftsführer im Handel und heute als Keynote Speaker in der Change Leaders Academy – lernte ich die unterschiedlichsten Menschen kennen, die mit den besten Voraussetzungen ausgestattet waren. Sie waren klug, motiviert und hatten oftmals auch ein klares Ziel vor Augen. Doch irgendwie gelang es ihnen nicht, den Schritt von der Planung zur Umsetzung zu machen. Obwohl Sie bereits unendlich viel Zeit mit der einer intensiven Vorbereitung und umfangreichen Recherche verbracht hatten, überkam Sie regelmäßig kurz vor dem Start der geplanten Umsetzung das Gefühl, doch noch nicht ausreichend geplant zu haben, noch nicht gut genug vorbereitet zu sein und noch mehr recherchieren zu müssen.
 

Aufschieberitis als Grund, nicht in die Umsetzung zu kommen

Kennen Sie nicht auch solche Menschen aus ihrem Umfeld, die voller Motivation und mit umfangreichen Fähigkeiten am Startblock stehen und dann doch nicht loslaufen, weil Sie sich nicht gut genug vorbereitet fühlen? Die Weltmeister der Planung sind, aber was die Umsetzung angeht, maximal in der Kreisklasse spielen? Die Begründungen sind immer die gleichen. Sie warten auf eine bessere Gelegenheit, auf einen besonderen Anlass oder müssen sich noch eine weitere Fähigkeit aneignen. Man spricht in diesen Fällen auch von Prokrastination oder von der sogenannten Aufschieberitis. Der erste Schritt wird dabei so lange verschoben, bis er schließlich gar nicht mehr gegangen wird. Denn das große Problem beim Warten auf den einen besonderen Moment ist, dass es ihn nicht gibt.
 
Was immer Sie auch vorhaben, Sie können davon ausgehen, dass Sie nie ausreichend vorbereitet sind und dass Sie immer mit irgendwelchen unvorhergesehenen Herausforderungen konfrontiert sein werden. Oder wie der beste Golfer aller Zeiten – Tiger Woods – es einmal ausdrückte: „Die Gelegenheit, einen entscheidenden Schlag unter perfekten Bedingungen durchführen zu können, kommt so gut wie nie vor“. Wichtig ist, dass Sie den Mut haben, zu handeln und Fehler zu machen. Denn wenn Sie Probleme als Weckruf für Ihre Kreativität betrachten, dann werden Ihnen  schnell die optimalen Ideen und Lösungen einfallen. Man sagt, dass Wiederholung die Mutter allen Lernens ist. Ich möchte diese Aussage gerne noch dahingehend ergänzen, dass Umsetzen, Handeln und Machen die Väter des Erfolgs sind.
 

Umsetzen – Machen – Handeln – Tun

In diesem Artikel wollen wir uns daher mit einem entscheidenden Faktor erfolgreicher Veränderung beschäftigen: Der Umsetzung. Denn ohne Handeln keine Ergebnisse. Ohne Machen kein Erfolg. Ich möchte Sie gerne inspirieren, ins Handeln zu kommen und Ihre neu gewonnene Umsetzungskompetenz so oft wie möglich praktisch auszuprobieren. Ich möchte Sie dabei unterstützen, zum Umsetzungsweltmeister zu werden und dadurch ihre Lebensqualität zu erhöhen. Und ich möchte Sie dazu anregen, sich die Firmenphilosophie von Southwest Airlines anzueignen, dessen CEO Herb Kelleher den Leitsatz prägte: „We have a strategic plan. It´s called doing things!“.
 
Wenn Sie das Handeln nicht nur als notwendiges Übel zur Umsetzung, sondern als strategische Ausrichtung betrachten, dann sind Sie auf dem besten Weg, ein Macher zu werden. Und  dadurch wird dann der Punkt „Handeln“ nicht nur die Brücke zwischen ihren Ideen und ihrem individuellen Erfolg, sondern auch gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil ihrer Attitüde.
 

Werden Sie zum Umsetzungsweltmeister

Richtig erfolgreiche Menschen sind echte Macher und bei allen langfristigen Visionen und Zielen immer handlungsorientiert. Während andere noch planen, sich vorbereiten und zweifeln, haben sie längst die ersten Schritte getan und sind damit ihrem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Damit wir uns richtig verstehen, gute Planung und eine solide Vorbereitung sind natürlich extrem wichtig und auch notwendig, allerdings sollten sie auch immer nur genau einen Zweck erfüllen, nämlich die Umsetzung zu erleichtern und einfacher zu gestalten. Legen Sie also Ihren Schwerpunkt ab sofort auf die Phase zwei und fangen Sie an.
 
Machen Sie sich dabei die 24-Stunden-Regel zunutze und kommen Sie Ihrem Ziel noch heute ein gewaltiges Stück näher. Denn wenn Sie den ersten Schritt nicht innerhalb dieser Zeitspanne gehen, ist die Wahrscheinlichkeit riesengroß, dass Sie es auch danach nicht mehr tun werden und ihn immer wieder verschieben, bis Sie schlussendlich am Sankt Nimmerleinstag angelangt sind. Lassen Sie also Ihr Ziel so intensiv wie möglich vor Ihrem geistigen Auge erscheinen und dann gehen Sie den ersten Schritt. Ein paar Ideen gefällig? Here we go:
 

Umsetzungskompetenz entwickeln: Eine (unvollständige) Ideenliste

  • Setzen Sie eine langgehegte Idee noch HEUTE um
  • Schreiben Sie Ihren Businessplan für die neue Firma neu HEUTE (zum Beispiel, anstatt abends auf der Couch vor dem Fernseher zu hocken)
  • Erstellen Sie sich Ihren persönlichen Plan auf dem Weg zu finanzieller Freiheit und beginnen Sie HEUTE mit dem Investieren und Sparen, selbst wenn es sich dabei nur um ein paar Euro handelt
  • Setzen Sie Ihr Wissen zum Thema Ernährung um, und kochen Sie sich HEUTE ABEND ein gesundes und wohlschmeckendes Essen
  • Hören Sie auf, Ausreden zu suchen und gehen Sie HEUTE ins Fitnessstudio, in den Wald oder aufs Laufband und fangen an, zu trainieren
  • Machen Sie HEUTE den Anruf, den Sie schon so lange vor sich herschieben
  • Reden Sie HEUTE mit dem Menschen, dem Sie schon so lange etwas sagen wollten
  • Beginnen Sie HEUTE voller Motivation und Spaß den Rest Ihres Lebens
 
Oft werde ich gefragt, wann der perfekte Zeitpunkt sei, die Phase 1 (Planung, Vorbereitung und Recherche) durch Phase 2 (Umsetzung und Handeln) zu ersetzen. Das große Geheimnis ist hierbei, dass es kein Geheimnis gibt. Genauso wenig wie den perfekten Zeitpunkt. Denn es wird immer Dinge geben, die Sie nicht bedacht haben. Es werden Probleme auftauchen, auf die Sie nicht vorbereitet sind. Und es wird viele Fähigkeiten geben, die Sie noch lernen müssen. Entscheidend ist ausschließlich, dass Sie anfangen und ins Handeln kommen.
 
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In die Umsetzung kommen: Schritt für Schritt Richtung Ziel

Ich werde nie vergessen, wie ich am sechsten Geburtstag meiner Tochter mit über zehn Kindern eine Schatzsuche auf einem Bauernhof bei uns um die Ecke durchgeführt habe. Ich hatte eine große Kiste mit vielen Schätzen und vor allem Süßigkeiten unter einer Bank vor einem alten Schuppen versteckt und dann eine schön zerknitterte Schatzkarte erstellt, auf der die Kinder ablesen konnten, welchen Weg sie gehen mussten, um aus unserem Partyraum im Hauptgebäude zum Ziel zu gelangen. Da es schon dunkel war, habe ich jedes Kind mit einer kleinen Taschenlampe ausgestattet, sodass die Gruppe den auf der Schatzkarte eingezeichneten Weg leichter finden konnte. 
 
Aber trotz der hellen Taschenlampen hatten die Kinder Angst, sich auf den Weg zu machen. Denn der Strahl des Lichts leuchtete nicht weiter als fünf Meter, und dahinter war es so richtig dunkel und unheimlich. Also griff ich zu einem kleinen Trick und erklärte den kleinen Steppkes, dass wir immer nur so weit laufen würden, wie der Strahl der Taschenlampe leuchtete. Dort blieben wir dann stehen, konnten das Licht neu ausrichten und wieder ein Stück weiter sehen. Mit dieser Taktik schafften wir es, den ganzen dunklen Weg bis zur Schatzkiste zurückzulegen. Dort angekommen war die Freude natürlich riesengroß, und die Kinder machten sich wie echte Piraten über die erbeuteten Schätze her.
 
Wichtig ist, dass Sie loslaufen und ins Handeln kommen. Ein Schiff, das im Hafen vor Anker liegt, wird niemals seine wahre Bestimmung leben können. Und auch ein Flugzeug wurde dazu entworfen, in der Luft zu fliegen, und nicht auf dem Boden zu parken. Natürlich ist jeder Weg auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden, und Sie wissen am Anfang auch nicht genau, was Sie im Laufe der Zeit an Herausforderungen meistern müssen. Aber wenn Sie immer nur so weit laufen, wie das Licht der Taschenlampe leuchtet, dann sehen Sie jederzeit, wohin Sie treten und welche Hindernisse auf dem Weg auf Sie warten.
 
Es macht überhaupt keinen Sinn, sich bereits im Vorhinein Sorgen zu machen, was alles passieren kann, wenn Sie ins Handeln kommen. Aber zwei Dinge sind so sicher wie die Sonne, die jeden Morgen im Osten aufs Neue aufgeht: Sie werden auf ihrem Weg mit Schwierigkeiten, Problemen und Herausforderungen konfrontiert werden. Und Sie werden eine Lösung finden, wenn es soweit ist. Vertrauen Sie mir und vor allem sich selbst.
 

Ins Handeln kommen: Keine Angst vor dem ersten Schritt

Wenn ich in meinen Vorträgen, Seminaren und Business Coachings die Menschen dazu animiere, ins Handeln zu kommen und sich auf den Weg zu machen, höre ich regelmäßig einen bestimmten Einwand: „Das ist ja alles schön und gut, Ilja, aber ich habe ein wenig Angst, was mich alles auf dem Weg erwarten könnte. Kannst Du mir denn eine Garantie geben, dass ich am Ende auch wirklich erfolgreich sein werde?“ Natürlich kann ich dieses Versprechen nicht geben. Dafür kann ich Ihnen aber etwas anderes garantieren: Wenn Sie Ihre Träume leben, Ihre Visionen verwirklichen und Ihre Ziele erreichen wollen, dann müssen Sie den ersten Schritt tun.
 
Ich kann Ihnen auch eine weitere Sache versichern, es ist vollkommen normal, wenn Ihnen ein wenig mulmig zumute ist, wenn Sie an eine geplante Veränderung denken. Dies ist ganz normal und hängt damit zusammen, dass alles Neue immer außerhalb ihrer jetzigen Komfortzone liegt. Wichtig ist nur, dass Sie sich nicht zu sehr davon lähmen lassen, sondern ihre ängstlichen Gefühle in Motivation und Antrieb transformieren.
 
In der Fantasy Saga A Song of Ice and Fire von George Martin lernt Arya Stark, eine der Hauptfiguren, als junges Mädchen von ihrem Mentor während ihrer Ausbildung zur Schwertkämpferin eine Lektion, die sie ihr gesamtes weiteres Leben begleiten und beeinflussen sollte: Fear cuts deeper than swords. Furcht hinterlässt tiefere Wunden als ein Schwert.
 
Diese Tatsache hatte während meiner Kindheit auch meine Mutter begriffen, als sie an unserem Haus ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht vor dem bissigen Hund“ anbrachte. Die Leute, die uns besuchten, waren immer ganz erstaunt, denn unser Beagle-Mischling war wohl so ziemlich das harmloseste Tier welches man sich vorstellen konnte. So ein kleiner Hund würde doch wohl niemals einen Einbrecher abhalten. Aber meine Mutter erwiderte auf diesen Einwand immer das Gleiche: Der Hund nicht, aber das Schild sehr wohl. Fear cuts deeper than swords.
 

Umarmen Sie die Unsicherheit: Dann klappt’s auch mit der Umsetzung

Nichts ist so sicher wie die Tatsache, dass Veränderung immer unsicher ist. Sie begegnet ihnen überall und jeder Mensch hat Angst davor. Der eine mehr und der andere weniger. Und gute Ergebnisse, das Erreichen von Zielen und das Leben ihrer Träume erfordert nun mal Veränderung. Begreifen Sie die damit einhergehenden Gefühle also als einmalige Chance zu wachsen, und umarmen Sie jede sich bietende Gelegenheit.
 

Machen Sie sich einfach bewusst, dass Sie ohnehin nicht jeden Umstand und schon gar nicht Ihre Mitmenschen kontrollieren können. Was Sie aber sehr wohl beeinflussen und damit auch kontrollieren können, ist ihr Mindset. Sie können also voller Selbstvertrauen in sich und ihre Fähigkeiten den ersten Schritt machen und sich auf alles freuen, was danach kommt. Rahmen Sie sich den folgenden Satz am besten ein und hängen Sie ihn irgendwo auf, wo Sie ihn jederzeit sehen können, denn er fasst die Ideen dieses Artikels über Umsetzung, Handeln und Machen auf eine wunderbare Art und Weise zusammen:

Sie müssen nicht großartig sein, um anfangen zu können. Aber Sie müssen anfangen, um großartig werden zu können.

Warum Umsetzung so häufig scheitert

Die meisten Menschen scheitern beim Erreichen ihrer Ziele vor allem daran, dass Sie von vorneherein davon ausgehen, zu scheitern oder nicht gut genug zu sein. Lassen Sie das bitte nicht zu und entwickeln Sie ein positives Mindset, das Sie in die Lage versetzt, Ihre persönliche Definition von Erfolg nicht nur zu planen, sondern insbesondere zu erwarten und schlussendlich auch umzusetzen. Trennen Sie sich dabei vor allem von dem Gedanken, sofort perfekt sein zu müssen und denken Sie immer daran, dass sich viele Dinge auf dem Weg von ganz alleine regeln werden. 
 
Was auch immer Sie vorhaben, es ist immer besser, 100-mal etwas auszuprobieren und komplett in den Sand zu setzen, als auf den einen perfekten Versuch zu warten, der wahrscheinlich sowieso nie kommen wird. Warum dies so ist? Ganz einfach, weil Sie dabei handeln und lernen. Und von mal zu mal besser und erfahrener werden.
 
Vor ein paar Jahren war ich im Rahmen einer gemeinsamen Reise mit Berliner Unternehmern in Lappland, wo wir eines Nachmittags die Gelegenheit hatten, mit einem finnischen Rennfahrer in einem Stockcar auf einem zugefrorenen See ein paar Runden zu drehen. Schon beim Zuschauen wurde mir ein wenig mulmig, denn der Wagen reagierte auf dem rutschigen Untergrund ziemlich zufällig und unberechenbar. Doch der bärtige Fahrer gab mir vor meiner Fahrt mit einer Seelenruhe einen Ratschlag mit auf den Weg, der für mich seitdem eine wundervolle Metapher für das Erreichen von Zielen und das Gehen von Wegen geworden ist.
 
Er sagte mir damals folgendes: „Pass jetzt gut auf und bleib so locker wie möglich. Es gibt auf diesem See so viele Unebenheiten, Steine und Hindernisse, die Du nicht sehen kannst, weil Sie vom Schnee verdeckt sind. Du wirst Sie erst bemerken, wenn es soweit ist. Dann wird der Wagen ausscheren und du musst sofort reagieren. Du wirst in dem Moment auf jeden Fall unvorbereitet sein und musst darauf vertrauen, dass du die Situation auf jeden Fall lösen wirst. Konzentrier dich daher nur darauf, was du erreichen willst und wo du hinfahren willst.  Leg den Fokus auf das Ziel und nicht darauf, wovor du Angst hast. Und nun fahr endlich los und hab´ den Spaß deines Lebens!“
 

Umsetzungskompetenz entwickeln mit der 10.000 Stunden Regel

Ich möchte Ihnen hierzu eine Faustregel mit auf den Weg geben. Halten Sie sich genauso lange in der ersten Phase auf, bis Sie so gut vorbereitet sind, dass Sie sich sicher fühlen. Planen Sie hierfür ungefähr 20 % Ihrer Zeit ein. Und die restlichen 80 % nutzen Sie dann für die konkrete Umsetzung in Phase zwei. Dort werden Sie dann schnell feststellen, was nicht so funktioniert, wie Sie es theoretisch geplant hatten. Diese Dinge tun Sie dann nicht mehr, sondern ersetzen Sie durch alternative Handlungen. Und Sie werden ebenso schnell feststellen, was besonders gut funktioniert. Dies tun Sie dann möglichst oft und viel. Langfristig sind nämlich Disziplin, Fleiß und Umsetzungskompetenz wesentlich wichtiger als Talent oder andere Rahmenbedingungen.
  
Diese Erkenntnis ist mittlerweile sogar wissenschaftlich mehrfach untersucht und bestätigt worden. So hat der schwedische Wissenschaftler und Psychologe K. Anders Ericsson in seinem bahnbrechenden Artikel The Making of an Expert die These aufgestellt, dass auf lange Sicht nicht das Talent, sondern harte Arbeit und regelmäßiges Training über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Er untersuchte dafür die Spitzenleistungen der Elite auf den unterschiedlichsten Gebieten des Sports, der Kunst, der Wissenschaft und der Musik. Dabei stellte er fest, dass es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Intelligenzquotienten, dem Talent und der späteren Leistung eines Experten gab.
  
Um genetische und körperliche Voraussetzungen so gut es geht auszuschließen, untersuchte Ericsson u.a. die Geschichte des ungarischen Lehrer-Ehepaars Polgár, das sich Ende der 1970er Jahre aufmachte, ihre 3 Töchter seit frühesten Kindheitstagen systematisch im strategischen Spiel des Schach auszubilden und zu trainieren. Sie wollten damit beweisen, dass es möglich war, auch als Mädchen und trotz nicht optimaler Voraussetzungen in die Weltspitze vordringen zu können.
 

Die drei Phasen einer ausgeprägten Umsetzungskompetenz

Das Ergebnis sprach für sich. Im Jahr 2000 waren alle drei Töchter bereits unter den zehn besten weiblichen Spielerinnen der Welt und die kleinste Tochter, Judith, hatte es mit fünfzehn Jahren geschafft, den berühmten Bobby Fischer als jüngste Großmeisterin aller Zeiten abzulösen. Zeitgleich untersuchte Ericsson die Kindheit von über 120 Elite Performern, die auf internationaler Ebene Preise, Auszeichnungen und Wettbewerbe gewonnen hatten und kombinierte die Ergebnisse mit den Untersuchungen von über 100 führenden Wissenschaftlern, welche den Weg zum Experten auf Gebieten wie Chirurgie, Schauspielerei, Schach, Schreiben, Programmieren, Ballett, Musik, Fliegerei und vielen anderen untersucht haben. Dabei kamen Gemeinsamkeiten zum Vorschein, die sämtliche Top-Performer gemeinsam hatten:
 
1.     Regelmäßiges, strategisches und fokussiertes Training
2.     Überdurchschnittliches Coaching, Feedback und Mentoring
3.     Ein signifikant hoher Einsatz über einen längeren Zeitraum (typischerweise 10 Jahre oder 10.000 Stunden)
 
Aus diesen drei Punkten folgt eine klare Botschaft für Sie, wenn Sie auf einem bestimmten Gebiet Erfolg haben wollen. Unabhängig von Ihrer jetzigen Ausgangslage ist es für Sie möglich, innerhalb eines absehbaren Zeitpunkts zu einem Top-Performer und Experten zu werden. Das Geheimnis liegt hier zum einen im Handeln und im Trainieren. Denn je häufiger Sie etwas tun, desto erfahrener und besser werden Sie darin. Weiterhin sollten Sie sich einen guten Coach oder Mentor suchen, der Ihnen regelmäßiger und qualitativ hochwertiges Feedback gibt (übrigens steht der Autor für solche Dienstleistungen gerne zur Verfügung). Und dann müssen Sie nur noch über einen langen Zeitraum durchhalten.
 
Unser kleiner Ausflug in die Wissenschaft hat natürlich einen ganz praktischen Bezug. Denn ich möchte Sie mit diesen Erkenntnissen inspirieren und motivieren. Ihre Visionen und Ziele anzugehen und auf Ihrem ganz speziellen Gebiet zur Nummer 1 und zu einem Experten zu werden. Das Gute ist, dass es dabei weder auf ihr Talent noch auf ihre Startvoraussetzungen ankommt. Sie müssen einzig und alleine die Bereitschaft aufbringen, überdurchschnittlichen Einsatz zu zeigen und so schnell wie möglich ins Handeln zu kommen. Der Countdown zu ihrer Eliteperformance läuft. Noch 10.000 Stunden…
 

Nachhaltige Gewohnheiten in 66 Tagen entwickeln

Der Erfolg Ihrer Handlungen und Ihres Trainings hängt langfristig vor allem davon ab, wie gut Sie in der Lage sind, sich kraftvolle Gewohnheiten anzueignen, die Sie jeden Tag ein Stückchen näher an Ihre Ziele und Träume bringen. Der Grund ist einfach: Eine starke Motivation lässt Sie loslaufen, aber Gewohnheiten führen Sie zum Ziel. Je tiefer diese in ihrem Unterbewusstsein verankert sind, desto stärker wirken sie und desto schwieriger sind sie zu verändern. Wenn Sie schon einmal versucht haben, Ihre Ernährung umzustellen, das Rauchen aufzugeben oder regelmäßig morgens direkt nach dem Aufstehen joggen zu gehen, dann wissen Sie, wovon ich spreche. Solange Sie sich bewusst an ihr Vorhaben halten, fällt es Ihnen leicht, das neue Verhalten zu zeigen. Aber mit der Zeit übernimmt dann ihr Unterbewusstsein wieder das Ruder, steuert ihre Handlungen automatisiert und Sie tun wieder das, was Sie gelernt und schon immer getan haben.
 
Der aktuelle Stand der Wissenschaft besagt, dass es im Schnitt 66 Tage regelmäßigen und bewussten Anwendens bedarf, bevor aus einem Verhalten eine Gewohnheit geworden ist.  Diese 66-Tage-Regel ist eine gute Faustregel, wenn Sie sich gute und zielführende Gewohnheiten aneignen wollen. So wie Sie täglich ihre Zähne putzen, unter die Dusche steigen und ihren Körper mit (hoffentlich) gesunder Nahrung füttern, so müssen Sie auch ihre Motivation, ihren Erfolg und ihre Attitude regelmäßig pflegen, füttern und ausbauen.
 
Ich möchte Sie daher zum Abschluss dieses Artikels gerne anregen, die verschiedenen Impulse für 66 Tage auszuprobieren. Sie haben dabei nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen. Wenn Sie damit nicht die von Ihnen gewünschten Ergebnisse erzielen, dann hören Sie einfach wieder damit auf und kehren zu ihren alten und gewohnten Verhaltensweisen zurück. Viel wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Sie mit riesigen Schritten ihren Zielen näher kommen und ihre Lebensqualität drastisch erhöhen werden. Und wenn Sie erst einmal 10.000 Stunden regelmäßigen Trainings absolviert haben, dann warten Spitzenleistungen und ein Platz unter den Besten Ihres Fachgebietes auf Sie.
 
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Entwickeln Ihrer ausgeprägten Umsetzungskompetenz und viel Freude beim Ernten der süßen Früchte des Erfolges.  Lassen Sie sich fortan bei jedem neuen Vorhaben nicht von Zweifeln oder Ängsten aufhalten, sondern orientieren Sie sich an dem mittlerweile legendären Werbespruch eines großen Sportartikelherstellers: „Just do it!“

Wahrnehmung – Definition, Bedeutung und Wichtigkeit 

Wenn es um erfolgreiche Veränderung im Leben geht, dann gibt es einen entscheidenden, aber häufig vernachlässigten Faktor: Ich spreche von der Wahrnehmung, oftmals auch als Sinneswahrnehmung bezeichnet. Und genau diesem wichtigen Teil der Kommunikation wollen wir uns in diesem Artikel widmen. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns am besten direkt loslegen.

Selektive Wahrnehmung verhindert optimale Ergebnisse

Vor kurzem kam es in einer Kleinstadt zu einem Banküberfall. Insgesamt 11 Kunden waren zu dem Zeitpunkt im Schalterraum anwesend und wurden später von der Polizei als Zeugen zum Tathergang befragt. Was glauben Sie, wie viele Aussagen es im Nachhinein von dem Überfall gab, der nicht länger als 1 Minute dauerte? Richtig, es waren genau 11 verschiedene Beschreibungen, obwohl doch alle dem gleichen Ergebnis dabei waren.
 
Die Kenntnis um diese Tatsache spielt eine große Rolle im Change Management, denn je detaillierter Sie wahrnehmen und je besser Sie die damit verbundenen Prozesse steuern können, desto mehr Erfolg werden Sie haben.
 

Wahrnehmung Definition: Die 5 Sinne

Grob gesagt funktioniert das Thema Wahrnehmung wie ein großer Computer. Nachdem die entsprechenden Daten eingegeben werden, verarbeitet der Prozessor diese und spuckt am Ende den entstandenen Output aus. Und genau so ist es auch bei Ihnen, bzw. ihrem Gehirn. In jeder Sekunde ihres Lebens nehmen Sie Informationen über ihre fünf Sinneskanäle auf. Sie sehen mit ihren Augen, hören mit ihren Ohren, schmecken mit ihrer Zunge, riechen mit ihrer Nase und spüren mit ihrer Haut und manchmal auch mit dem gesamten Körper. Und es gibt nicht wenige Menschen, die von sich behaupten, dass Sie über den sechsten Sinn verfügen, den Sie möglicherweise als Intuition oder Bauchgefühl bezeichnen.
 
Jetzt ist es wichtig zu wissen, dass Sie über ihre fünf Sinneskanäle nur einen Bruchteil der Informationen bewusst verarbeiten können, die den ganzen Tag über auf Sie einwirken, nämlich ungefähr fünf bis neun Einheiten gleichzeitig (Die restlichen Infos gehen natürlich nicht verloren, sondern werden zu hunderttausenden von ihrem Unterbewusstsein aufgenommen und gespeichert).
 

Wahrnehmung einfach erklärt

Diese „Daten“ durchlaufen dann in ihrem Gehirn diverse Filter (die von ihren Überzeugungen, Werten, ihrer Erziehung, ihrer Kultur oder ihrer sozialen Herkunft geprägt wurden) und werden schließlich zu so genannten internen Repräsentationen des von ihnen Erlebten transformiert. Dies sind nichts anderes als innere Bilder oder Filme, die Art und Weise, wie Sie mit sich selbst sprechen, oder die Gefühle, die sie in einer bestimmten Situation haben.
 
Können Sie mir so weit noch folgen? Sehr gut. Denn die Qualität ihrer internen Repräsentationen bestimmt wiederum ihre Handlungen und damit ihre Ergebnisse im Leben. Ganz einfach zusammengefasst lautet die Schlussfolgerung dieses Wahrnehmungsprozesses wie folgt: Der Fokus ihrer Sinnesaufmerksamkeit bestimmt die Qualität ihrer Ergebnisse im Leben.
Und diesen Fokus sollten Sie von diesem Zeitpunkt an so oft trainieren, wie es geht. Denn von Haus aus besitzt jeder Mensch einen bevorzugten Sinneskanal, den er hauptsächlich verwendet, um Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Aus diesem Grund gab es auch beim besagten Banküberfall Zeugen, die sich besonders gut das Aussehen und die Kleidung des Täters merken konnten, während andere vor allem auf den Dialekt oder die Lautstärke der Stimme geachtet haben. Tja, und dann waren natürlich auch Zeugen anwesend, die kaum etwas zur Beschreibung beitragen konnten, weil Sie hauptsächlich mit ihren Gefühlen beschäftigt waren.
 

Wahrnehmung: Die verschiedenen Sinneskanäle

Wie sieht es bei ihnen aus, haben Sie schon mal darauf geachtet, welcher Typ Sie sind? Sind Sie eher visuell orientiert? Dann reden Sie wahrscheinlich eher schnell (eben weil ihr Gehirn die vielen Bilder im Kopf verarbeitet muss) und nutzen auch entsprechende Wörter und Redewendungen wie „mir geht ein Licht auf“, „ich sehe es deutlich vor mir“ oder „wenn Sie einmal schauen wollen“.
 
Wenn Sie eher ein auditiver Typ sind, dann nutzen Sie als bevorzugten Sinneskanal hauptsächlich ihre Ohren und achten auf Töne, Geräusche und Musik. In diesem Fall ist ihre Stimme höchstwahrscheinlich sehr melodiös und Sie nutzen gerne auditive Wörter und Redewendungen wie „das klingt gut“, „davon hab ich schon viel gehört“ oder „das ist wie Musik in meinen Ohren“.
 
Als kinästhetischer Mensch liegt ihr Schwerpunkt auf dem Spüren und Fühlen. Sie reden eher langsam (weil ja jede neue Information erst einmal abgeglichen werden muss, wie gut sie sich anfühlt) und benutzen Wörter und Redewendungen wie „das fühlt sich rund an“, „packen wir es an“ oder „bringen wir das Projekt jetzt auf die Schiene“.
 
Das Riechen und das Schmecken blende ich an dieser Stelle einmal aus, weil diese beiden Sinneskanäle nur von wenigen Menschen als primärer Sinneskanal genutzt werden. Aber achten Sie doch in den nächsten Unterhaltungen einmal darauf, was genau ihre Gesprächspartner sagen und zu welchem Sinneskanal die Wörter und Redewendungen passen. Denn mit ihrer Sprache beschreiben sie, was gerade in ihnen vorgeht und welche interne Repräsentation ihr Gehirn gerade für sie kreiert.
 
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Wie funktioniert Wahrnehmung?

Wenn der Fokus nun aber permanent auf einem bestimmten Sinneskanal liegt, dann heißt dies nichts anderes, als dass er auf den verbleibenden vier eben in diesem Moment nicht liegt. Und damit gehen ihnen wichtige Informationen und Eindrücke verloren, die ihnen auf ihrem Weg zum Erfolg sehr nützlich sein könnten.
 
Trainieren Sie also ihre ihre Sinnesaufmerksamkeit, und damit Ihre generelle Wahrnehmung. Üben Sie so oft es geht, jeden einzelnen ihrer fünf Sinne bestmöglich zu nutzen und Dinge in ihrem Leben wahrzunehmen, die sonst an ihnen vorbeigehen würden. Und je mehr und besser Sie in der Lage sind, ihre Wahrnehmung nach oben zu schrauben, desto leichter fällt es ihnen auch, Ziele zu erreichen und ihr Verhalten in so gut wie jeder denkbaren Situation flexibel zu gestalten.
 
Wahrscheinlich sind Sie in ihrem bisherigen Leben eher wie auf Autopilot durch die Welt gegangen und haben sich und ihre Umgebung eher zufällig wahrgenommen. Aber sobald Sie anfangen, sich bewusst mit etwas zu beschäftigen und ganz gezielt wahrzunehmen, dann eröffnet sich ihnen eine ganz neue Welt. Dafür bedarf es nur eines regelmäßigen Trainings. Und schon bald werden Sie wieder auf Autopilot durch die Welt gehen. Diesmal jedoch mit einer messerscharfen Wahrnehmung und einem völlig neuen Lebensgefühl, welche nun wie selbstverständlich zu ihren Gewohnheiten gehören.
 

Wahrnehmung trainieren: Mit diesen Übungen klappt’s

Viele meiner Kunden berichten mir immer wieder das Gleiche, wenn sie dieses Training erfolgreich durchgeführt haben. Es kommt ihnen vor, als wären sie jahrelang mit Scheuklappen oder gar verbundenen Augen durchs Leben gegangen. Und sie fragen sich, wie sie bestimmte Dinge übersehen konnten, die auf einmal so klar und deutlich wahrzunehmen sind. Lassen Sie sich einfach mal überraschen, was da so alles passieren kann. Je bewusster Sie nämlich ihre Sinnesaufmerksamkeit einsetzen und trainieren, desto größer werden die Möglichkeiten, die ihnen das Leben anbietet.
 

Sehen: Der visuelle Sinneskanal

Achten Sie darauf, was Sie alles mit ihren Augen wahrnehmen. Sehen Sie sich so viele unterschiedliche Dinge so detailliert wie möglich an: Bilder, Fotos, Pflanzen, Gesichter, Autos, Plakate, Zeitschriften, Bekleidung oder auch so ungewöhnliche Objekte wie Spinnenweben oder Holzstämme. Es gibt so viel wahrzunehmen. Achten Sie vor allem auf die kleinen Details, die Farben, die Schärfe, den Kontrast oder die Helligkeit.
 
Nehmen Sie sich als Übungsobjekt beispielweise ein Gemälde ihres Lieblingsmalers. Sie werden feststellen, dass Sie auch nach Wochen des Anschauens noch viele neue Aspekte und Nuancen wahrnehmen werden. Oder gehen Sie mal in eines der vielen Dunkel-Restaurants, die vor allem in den Großstädten vermehrt vertreten sind. Dort sitzen Sie in völliger Finsternis, werden von blinden Kellnern bedient und müssen komplett ohne ihren visuellen Sinneskanal auskommen. Ich garantiere ihnen, dass ihre Wahrnehmung nach dieser Erfahrung eine andere sein wird.

Hören: Der auditive Sinneskanal

Gehen Sie mit offenen Ohren durchs Leben und legen Sie ihren Fokus auf Geräusche, Stimmen und Töne. Trainieren Sie ihren auditiven Kanal in den unterschiedlichsten Umgebungen: Im Rockkonzert, im nächsten Meeting, im Wald, auf der Autobahn, beim Radiosprecher, in der U-Bahn oder wenn Sie entspannt am Strand relaxen. Achten Sie dann vor allem auf die Lautstärke, die Melodie, die Klangfarbe, das Echo, den Rhythmus oder die Geschwindigkeit.

Fühlen und Spüren: Der kinästhetische Sinneskanal

Beginnen Sie, unterschiedliche Dinge anzufassen und in jeder Situation darauf zu achten, was Sie fühlen. Denken Sie immer daran, dass die im limbischen System des Gehirns beheimateten Emotionen ihre Entscheidungen und damit ihr Verhalten bestimmen. Nehmen Sie die ganz feinen Nuancen wahr, wenn Sie das nächste mal etwas spüren oder fühlen. Achten Sie auf die Bewegung, die Form, die Farbe, den Druck, die Temperatur und vor allem auf die Intensität ihrer Gefühle (Und wenn Sie bisher noch nicht wussten, dass Gefühle diese Qualitäten haben, dann wird es höchste Zeit).
 
 
Üben Sie ihre Wahrnehmung so oft Sie können. Schaffen Sie sich Gelegenheiten, in denen Sie ausschließlich einen bestimmten Sinneskanal trainieren. Und vergessen Sie bitte auch das riechen und schmecken nicht. Laden Sie doch ihren Partner einmal wieder schick zum Essen ein und lassen sich überraschen, wie groß die Vielfalt eines guten Weins oder einer einfachen Suppe doch sein kann.
 
Und je öfter und regelmäßiger Sie ihre Sinneswahrnehmung trainieren, desto bunter, schöner und facettenreicher wird ihr Leben werden. Bis ihre scharfe Wahrnehmung eines Tages eine Gewohnheit geworden ist, mit der Sie leichter und vor allem besser Richtung Erfolg gehen werden.
 

Wahrnehmung Psychologie: Der Semmelweis-Reflex

Die Welt ist voller Wunder. Da draußen warten so viele Chancen und Möglichkeiten auf Sie, doch die meisten Menschen gehen an ihnen vorbei, weil ihre Wahrnehmung nicht scharf genug ist. Das lässt mich oft an den weisen Satz meiner Großmutter denken: „Ob jemand nicht lesen kann oder nicht lesen will, führt letztendlich zum gleichen Ergebnis“. 
 
In der Mitte des 19. Jahrhunderts lebte in Budapest ein Arzt namens Ignatz Phillip Semmelweis. Er wollte sich nicht damit zufrieden geben, dass so viele Mütter an den Folgen des Kindbettfiebers starben und setzte seine ganze Kraft dafür ein, herauszufinden, wie man diesem Problem Einhalt gebieten könnte. Schon bald kam er auf die Lösung, denn er fand heraus, dass es an der mangelnden Hygiene der Ärzte und des Krankenhauspersonals lag, die ihre Bakterien durch die offenen Wunden an ihre Patientinnen übertrugen. Semmelweis schlug also vor, die Hygienestandards drastisch zu erhöhen und forderte Ärzte und Schwestern auf, sich regelmäßig die Hände zu waschen.
 
Im Jahr 1847 veröffentlichte Semmelweis diese Erkenntnisse im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie, die auf der Untersuchung vieler Einzelfälle basierte und heute als erster Fall evidenzbasierter Medizin in Österreich gilt. Diese Ehre wurde ihm jedoch erst nach seinem Tode zuteil, denn zu seinen Lebzeiten wurden die Ergebnisse der Semmelweis-Studie von seinen Kollegen und der Fachwelt als „spekulativer Unfug“ abgetan. Warum sollte man sich denn bitteschön die Hände waschen? Diese sahen schließlich sauber aus und auch von den vielzitierten Bakterien war keine Spur zu sehen. Die Ärzte vertrauten nur dem, was Sie mit ihren Augen sahen. Doch ihre Wahrnehmung war eingeschränkt und spielte ihnen einen Streich.
 
Erst als man durch die Erfindung des Mikroskops die Bakterien auch tatsächlich sehen konnte, kam es zu einem Wechsel im Umgang mit der Hygiene. Die Ärzte glaubten nun auch, dass es so etwas wie Bakterien gab und verhielten sich entsprechend. Für unser Thema bedeutet dies: Nur, weil Sie etwas nicht wahrnehmen, heißt dies nicht, dass es nicht existiert. Schärfen Sie ihre Aufmerksamkeit und ihre Wahlmöglichkeiten werden dramatisch ansteigen.
 

Wahrnehmung fördern: Gehen Sie bewusst durchs Leben

Anfang des 20. Jahrhunderts lebte ein Farmer im Bundesstaat Tennessee. Nachdem er dort über 30 Jahre in dem alten Haus seiner Eltern wohnte, beschloss er eines Tages, für sich und seine Frau ein neues und modernes Heim zu bauen, in dem sie ihren Lebensabend verbringen wollten. Also ließ er die Bagger anrollen, um im ersten Schritt sein altes Haus abzureißen. Als der Baggerführer die Schaufel in den Boden rammte, um das Fundament für das neue Heim auszuheben, schoss auf einmal eine riesige schwarze Fontäne in die Höhe.
 
Ohne dass der Farmer es wusste, hatte er mit seiner Familie auf einer gigantischen Ölquelle gelebt, die nun Richtung Himmel sprudelte und sein gesamtes Leben veränderte. Die lokale Zeitung schrieb damals, dass der Farmer durch das Öl an diesem Tag zum Millionär wurde. Doch wenn Sie es sich recht überlegen, dann war er ja eigentlich schon seit 30 Jahren Millionär, denn die Ölquelle befand sich schon immer dort. Allerdings bekam sie ihren Wert erst, als sie aus den tiefen der Erde an die Oberfläche kam und auf dem Ölmarkt zu Geld gemacht wurde.
 
Was hat dies nun mit ihnen und ihrer Wahrnehmung zu tun? Ich will es ihnen sagen:  Auch in ihnen schlummert eine riesige Ölquelle und wartet nur darauf, wahrgenommen und an die Oberfläche gefördert zu werden. Und der Schlüssel hierzu ist eine scharfe Wahrnehmung und eine regelmäßige Überprüfung der wichtigsten „Schätze“ in ihrem Leben. Machen Sie es bitte nicht so, wie die meisten ihrer Mitmenschen, indem Sie sich nur auf ihre Schwächen fokussieren, sondern erkennen Sie ihre Talente und zahlreichen Stärken. 
 
Wenn Sie noch ein wenig Zweifel haben, welche riesige Ölquelle in ihnen schlummert, dann halten Sie sich am besten an die weise Beobachtung von Albert Einstein, der vor vielen Jahren feststellte, dass wirklich in jedem Menschen ein Genie schlummert. Aber wenn Sie einen Fisch danach beurteilen, wie gut er auf einen Baum klettern kann, dann werden Sie ihr Leben lang glauben, dass Sie nicht gut genug sind und den Erfolg nicht verdient haben. Lassen Sie dies nicht zu, sondern lernen Sie ihre großartigen Potenziale zu erkennen und vor allem zu nutzen.
 
Ich empfehle  Ihnen daher, regelmäßig einen sorgfältigen Wahrnehmungs-Check durchzuführen und die zehn wichtigsten Punkte zu überprüfen, die Sie beachten sollten, wenn Sie beruflichen oder privaten Erfolg haben wollen. Und die wollen wir uns nun einmal gemeinsam anschauen. Einverstanden?
 

Der regelmäßige Wahrnehmungs-Check für ihren Erfolg

 
Überprüfen Sie regelmäßig und gründlich folgende Punkte…
 

1. Wahrnehmung überprüfen: Ziele

Nehmen Sie sich zu festen Terminen Zeit für sich und überprüfen Sie, wo Sie stehen. Denn nur, wenn Sie genau wissen, wo Sie sich befinden, können Sie sich auf den Weg zu ihren Zielen machen und diese auch erreichen. Nehmen Sie sich jeden einzelnen Lebensbereich vor und stellen Sie sich folgende Frage: „Wie zufrieden bin ich im Bereich Job/Beziehung/Gesundheit/Finanzen/Fitness/etc. auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 1 „total unzufrieden“ und 10 „besser geht´s nicht“ ist)?“ Überprüfen Sie dann, wie es um ihre Ziele steht.
 
Die wichtigste Frage ist dabei, ob ihr Ziel überhaupt noch ihr Ziel ist. Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass ein ehemals wichtiges Ziel an Bedeutung verloren hat, während andere in den Vordergrund getreten sind. Prüfen Sie für ihre aktuellen Ziele auf jeden Fall, ob Sie sich auf das Ziel zu- oder davon wegbewegen. Je flexibler Sie dann sind, desto besser und effektiver können Sie reagieren. Und wenn Sie richtig tief in das Thema Ziele einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen diesen Artikel.
 

2. Wahrnehmung überprüfen: Fokus

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, es läuft immer wieder darauf hinaus, dass es entscheidend ist, worauf Sie ihren Fokus lenken. Denn genau dorthin wird ihre Energie fließen und Sie werden mehr davon bekommen. Ihr Fokus bestimmt wie nichts anderes ihre Attitüde. Achten Sie also so häufig wie möglich, worauf Sie ihre Gedanken, ihre Sprache und ihre Energie fokussieren. Damit Sie positiv durchs Leben gehen, sich viele Chancen und Möglichkeiten kreieren und dadurch Erfolg und Zufriedenheit in ihr Leben ziehen.
 

3. Wahrnehmung überprüfen: Selbstbild

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt ihres regelmäßigen Wahrnehmungschecks. Merken Sie sich bitte folgenden Satz, denn er hat entscheidende Auswirkungen auf ihre Ergebnisse:
 
„Sie können nicht dauerhaft Erfolg haben, wenn ihre verbale und nonverbale Kommunikation nicht mit dem Bild übereinstimmt, das Sie von sich selbst haben.“
 
Wenn Sie andere begeistern und überzeugen wollen, müssen Sie zu allererst selbst begeistert und überzeugt sein. Von ihren Produkten und ihrer Dienstleistung. Vor allem aber von sich selbst. Sie müssen jederzeit an sich glauben und sich akzeptieren wie Sie sind. Ihre Stärken ausbauen und ihre Schwächen zu Stärken machen.
 
Denken Sie dran, Sie leben auf einer riesigen und nie versiegenden Ölquelle, die nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert zu werden. Doch nicht immer werden die unter der Erde schlummernden Ressourcen mit nur einem einzigen Spatenstich befreit. Oft ist es eher wie in einer Goldmine. Sie müssen mit Hacke und Schaufel bewaffnet erst eine Menge Geröll und Gestein beiseite räumen. Dann sieben Sie in mühevoller Arbeit den feinen Sand aus, bis ganz zum Schluss ein wundervoll glänzender und wertvoller Nugget übrigbleibt. 
 
Viele Goldgräber haben den Fehler gemacht, sich nur auf die Arbeit, die vielen Steine und den Sand zu konzentrieren. Doch die wirklich erfolgreichen sahen in diesem Berg von Gestein einzig und allein die vielen verborgenen Nuggets und legten ihren Fokus darauf, Wege zu finden, diese zu schürfen. Überprüfen Sie also regelmäßig ihr Selbstbild, denn auf Dauer werden Sie nur Erfolg haben, wenn dieses kongruent zu ihren Überzeugungen, Werten und Verhaltensweisen passt.
 

4. Wahrnehmung überprüfen: Freunde und Umfeld

Nehmen Sie die Menschen in ihrem Umfeld genau wahr. Wie reagieren diese auf ihre Ziele und Träume? Werden Sie von ihnen unterstützt, egal wie verrückt ihre Ideen manchmal auch sein mögen oder sind Sie eher von Nörglern, Miesmachern und Besserwissern umgeben, die ihnen einreden wollen, dass Sie es nicht schaffen werden und dass Sie ihr Ziel auf keinen Fall erreichen können? Lassen Sie sich niemals von anderen Menschen einreden, dass Sie etwas nicht schaffen können!
 
Auf Dauer werden Sie wie die Menschen, mit denen Sie sich umgeben. Sie adaptieren ihre Werte, ihre Überzeugungen, ihre Verhaltensweisen, ihre Sprache und vor allem ihr Mindset.Suchen Sie sich daher vor allem Freunde und Mentoren, die Sie bei ihren Vorhaben unterstützen und am besten schon das geschafft haben, wo Sie noch hinwollen. Dann werden Sie nach oben gezogen und können sich von diesen Menschen inspirieren und motivieren lassen.
 
Trennen Sie sich gleichzeitig von allen Menschen in ihrem Umfeld, die ihnen nicht guttun und ihre Energie hauptsächlich dazu verwenden, Sie zu kritisieren und Sie runterzuziehen. Diese sind oftmals sogar gar nicht böswillig negativ, sondern haben meist ein sehr geringes Selbstbewusstsein und haben unbewusst Angst, dass Sie erfolgreicher als sie selber werden könnten. Sie werden wie die Menschen, mit denen Sie sich umgeben. Wählen Sie ihr Umfeld also Weise.
 

5. Wahrnehmung überprüfen: Sprache

Sprache ist die Kleidung der Gedanken. Wählen Sie ihre Wörter und Formulierungen also bitte genau so sorgfältig wie ihr tägliches Outfit. Die Art und Weise wie Sie reden (mit anderen, vor allem aber mit sich selbst) hat große Auswirkungen auf ihr Selbstbild und damit auf ihre Verhaltensweisen und ihren langfristigen Erfolg.
 
Die Eskimos haben beispielsweise über 20 verschiedene Wörter für Schnee. So sind sie bei jedem Wetter flexibel in der Lage, zu überleben und einen maximalen Jagderfolg zu erzielen. In indianischen Reservaten haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es keinen einzigen Fall von Stottern gab. Kein Wunder, denn es gibt kein indianisches Wort für Stottern.
 
Und wussten Sie, dass der IQ eines Menschen automatisch ansteigt, wenn dieser seinen Wortschatz signifikant erhöht? Mit ihrer Sprache drücken Sie so vieles aus, was Sie gar nicht gesagt haben. In ihrer Sprache spiegeln sich ihr Fokus, ihre Überzeugungen, ihre Werte und ihre Motivation wieder. Und wie wir vor einigen Absätzen gelernt haben, ist ihre Sprache auch ein direkter Spiegel der Prozesse, die gerade in ihrem Gehirn ablaufen.
 
Achten Sie daher so oft wie möglich auf ihre Sprache, vor allem aber auf ihren inneren Dialog. Darauf, was Sie zu sich selbst sagen und wie genau Sie es tun. Loben Sie sich viel und motivieren sich zu Höchstleistungen, oder sind Sie ein permanenter Kritiker, der sich selbst kleinredet und Gründe sucht, warum etwas nicht geht? Reden Sie mit einer angenehmen Stimme mit sich selbst, oder ist es eher eine krächzende und unangenehme Tonalität? Ist es überhaupt ihre eigene Stimme oder die ihrer Mutter oder ihres Vaters? Nehmen Sie alles so detailliert wie möglich wahr und dann ändern Sie es so lange, bis ihr innerer Dialog ihr bester Freund und Motivator ist.
 

6. Wahrnehmung überprüfen: Stärken und Erfolge

Richten Sie ihren Fokus regelmäßig auf ihre Stärken und Erfolge. Nehmen Sie sich nach dem Aufstehen und vor dem Einschlafen jeweils 5 Minuten Zeit (gerne natürlich auch öfter und länger), um darüber nachzudenken, was Sie am Tag besonders gut machen wollen, bzw. was Sie alles erreicht haben. Machen Sie diese Erfolgsfokussierung zu einer Gewohnheit, die ganz nebenbei ihr Selbstbild dramatisch erhöhen wird. Führen Sie ein Erfolgstagebuch und schreiben Sie einmal penibel über 12 Monate auf, was Sie alles an Erfolgen erzielen. Sie werden erstaunt sein, was da alles zusammenkommt.
 
Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und notieren Sie sich ihre 10 größten Stärken. Dann schauen Sie sich selbst in die Augen, bringen sich in einen guten Zustand und dann sagen Sie voller Inbrunst und Leidenschaft: „Ich, Jutta Meier (hier bitte ihren eigenen Namen einsetzen), bin ein wertvoller und zielorientierter Mensch, der jeden Erfolg im Leben verdient hat. Meine großen Stärken sind….(jetzt setzen Sie bitte ihre eigenen Stärken von ihrer Liste ein). Machen Sie diese Übung regelmäßig und ihre Erfolge werden durch die Decke schießen. Darauf haben Sie mein Wort.
 

7. Wahrnehmung überprüfen: Die vielen Kleinen Dinge im Leben

Nehmen Sie nicht nur die großen Brocken und die Meilensteine im Leben wahr. Das große Glück liegt oft vor allem in den kleinen Dingen. Das Lächeln der Kassiererin im Supermarkt, das Kartenspiel mit ihrer besten Freundin, das Blühen eines Baumes, der Ausflug mit ihren Kindern, der Kinoabend mit ihrem Partner, es gibt so viele schöne Dinge im Leben, die Sie möglicherweise gar nicht mehr wertschätzen, weil Sie zu normal geworden sind. Schaffen Sie sich so viele dieser kleinen Glücksmomente wie möglich und genießen Sie ihr Leben mit Herz und Verstand, vor allem aber mit Leidenschaft.
 

8. Wahrnehmung überprüfen: Motivation 

Motivation lässt Sie loslaufen und Gewohnheiten führen Sie ans Ziel. Aber was ist es genau, das Sie auch heute wieder aufstehen lässt, um Träume zu leben? Was genau werden Sie sein, tun oder haben, wenn Sie ihre Ziele erreicht haben? Erinnern Sie sich immer wieder, dass es auf keinen Fall Geld ist. Keine Frage, Geld ist wichtig, aber es ist niemals ihr Hauptziel. 
 
Denn Geld kann ihnen zwar ein schickes Haus kaufen, aber niemals ein Zuhause. Geld kann ihnen Gesellschaft kaufen, aber niemals die Liebe eines besonderen Menschen. Geld kann ihnen ein tolles Auto kaufen, aber niemals die wundervollen Erlebnisse einer unvergesslichen Reise. Überprüfen Sie also regelmäßig ihr „warum“ und stellen Sie sich so bildlich wie möglich vor, wie Sie ihr damit verbundenes Ziel erreicht haben.
 

9. Wahrnehmung überprüfen: Zustände

Je besser ihre Zustände, desto höher die Qualität ihrer Entscheidungen und Ergebnisse. Legen Sie ein besonderes Augenmerk auf ihre Physiologie und achten Sie besonders vor wichtigen Gesprächen und Situationen darauf, in einem Peak State zu sein. Schaffen Sie sich Gewohnheiten, die dafür sorgen, dass Sie körperlich jederzeit in der Lage sind, ihren besten Gedanken und Ideen ein optimales Zuhause zu bieten.
 
Tun Sie etwas für sich und ihren Körper. Treiben Sie Sport, stemmen Sie Gewichte, gehen Sie spazieren, besuchen Sie eine Sauna oder relaxen Sie im Spa. Wofür Sie sich auch immer entscheiden, wichtig ist nur, dass Sie aktiv werden, damit es ihnen leicht fällt, in gute Zustände zu kommen. Und je besser Sie ihren aktuellen Zustand wahrnehmen, desto schneller können Sie gegensteuern.
 

10. Wahrnehmung überprüfen: Verantwortung

Ja, mit dem wichtigsten komme ich natürlich zum Schluss. Überprüfen Sie am besten täglich, ob Sie noch zu 100% die Verantwortung für ihr Leben haben. Wenn es da auch nur den geringsten Zweifel gibt, dann treten Sie sich am besten sofort in den Allerwertesten. Denken Sie immer daran, wenn Sie es nicht tun, dann tut es niemand. Haben Sie die höchsten Ansprüche an sich und fordern Sie sich möglichst oft (Vergessen Sie bitte nicht, sich auch zu loben!). Übernehmen Sie die Verantwortung für ihre Attitude. Ihre Erfolge werden es ihnen danken.
 

Wahrnehmung als Schlüssel für erfolgreiche Veränderungen im Leben

Wenn Sie diesen Wahrnehmungs-Check regelmäßig durchführen, dann haben Sie einen permanenten Abgleich zwischen Soll und Ist. Dabei werden Sie bald feststellen, wie schnell ihre Wahrnehmung schärfer und detaillierter wird. Sie werden Dinge wahrnehmen, die Sie vor kurzem kaum beachtet hätten. Sie werden Dinge mitbekommen, an denen andere Menschen achtlos vorbeigehen. Vor allem aber werden Sie viel mehr Chancen und Möglichkeiten sehen, die es zu ergreifen und umzusetzen gilt.
 
Je schärfer ihre Wahrnehmung ist, desto besser sind Sie in der Lage, mitzukriegen, wie Sie auf sich und andere wirken und welche Ergebnisse Sie dadurch erzielen. Dadurch können Sie jederzeit das Heft des Handelns in der Hand halten und auch mal gegensteuern, wenn es notwendig ist. Investieren Sie viel Zeit in das Training dieser besonderen Fähigkeit. Es lohnt sich. Garantiert.
 

Zukunft gestalten – Warum die Welt mehr Change Leader braucht

Aktuell stehen wir alle vor einer fundamentalen Entscheidung: Die Zukunft gestalten oder den Status Quo passiv zu erdulden und zu hoffen, dass schon alles irgendwie gut gehen wird. Doch in Zeiten, in denen die Veränderungen immer intensiver, schneller und komplexer werden, scheint die zweite Strategie nicht wirklich erfolgsversprechend zu sein. In diesem Artikel wollen wir uns daher lieber der ersten Variante widmen. Einem Mindset, mit dem es gelingt, Veränderungen aktiv zu gestalten, anstatt permanent das Gefühl haben zu müssen, den Launen des Schicksals passiv ausgeliefert zu sein. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns direkt loslegen.

Zukunftsgestalter vs Status Quo Verwalter

Es ist Montagmorgen. Ich sitze an der Panke, einem kleinen Fluss im Norden von Berlin, und genieße den Tag. Nicht eine Wolke steht am Himmel, und das Thermometer ist bereits um elf Uhr morgens auf 25 Grad geklettert. Nachdem ich die letzte Zeit fast durchgehend für Vorträge auf Reisen war, nutze ich den ersten freien Tag seit Wochen, um meine Seele ein wenig baumeln zu lassen.

Und während ich die vergangenen Erlebnisse an meinem geistigen Auge vorüberziehen lasse, bleibt mein Blick auf einem Stück Holz kleben, das mit der Strömung auf dem Wasser treibt. Die Beobachtung fasziniert mich. Jede Bewegung ist mehr oder weniger zufällig und der Kurs wird von den äußeren Gegebenheiten bestimmt. So manches Mal bleibt das Holzstück an einem Stein oder einer Pflanze hängen, bis es dann irgendwann mit einer schnelleren Stromschnelle aus meinem Blickfeld verschwindet.

Und ich weiß nicht mehr genau, woran es lag, aber in diesem Moment musste ich daran denken, wie viele Menschen ein Leben nach genau diesem Muster führen. Man treibt mehr oder weniger zufällig dahin, ohne dass man ein klares Ziel oder eine konkrete Aufgabe hätte. Man wartet lieber ab und passt sich an. Zukunft gestalten? Bloß nicht. Lieber hofft man darauf, dass schon alles so weiter gehen wird, wie bisher. 
 
Diese Form der passiven Lebensführung hat gravierende Auswirkungen. Jeder verlässt sich darauf, dass andere schon Verantwortung übernehmen werden. Niemand traut sich mehr zu entscheiden. Keiner will einen Fehler machen. Kurs, Richtung und Geschwindigkeit des eigenen Lebens unterliegen einer fatalen Beliebigkeit, und irgendwann arrangiert man sich mit der zweifellos auftretenden Unzufriedenheit. Lieber wird der Stillstand verwaltet, als das Schicksal selbst in die Hände zu nehmen und Veränderungen eigenständig anzustoßen.
 

Zukunft gestalten und Entscheidungen treffen gehen Hand in Hand

Ich möchte Ihnen ein typisches Beispiel geben. Vor Kurzem leitete ich einen Workshop mit Managern der mittleren Führungsebene, die für die Niederlassung eines großen Konzerns mit Umsätzen in zweistelliger Millionenhöhe verantwortlich waren. Ich kenne viele Führungskräfte, die sich nach diesem Job alle zehn Finger geleckt hätten. Aber die handelnden Personen empfanden ihre eigene Situation eher als eine große Belastung. Mehr noch, hätte es noch keine Definition von Stillstand gegeben, so hätte man sie dort live und in Farbe vorfinden können. 
 
Dies lag vor allem daran, dass der ehemalige Niederlassungsleiter vor einigen Jahren verstorben war, der bis dahin sämtliche Entscheidungen herzlich, aber schlussendlich doch patriarchisch getroffen hatte. Alle Beteiligten hatten sich mit der Situation angefreundet, schließlich lief alles mehr oder weniger reibungslos. Doch obwohl die Verantwortung nach dem Tod des ehemaligen Chefs zumindest theoretisch auf mehrere Schultern verteilt wurde, entstand auf einmal ein tückisches Vakuum. 
 
Das Ergebnis war fatal. Projekte blieben liegen, wichtige Kunden gingen verloren und es herrschte insgesamt eine Atmosphäre der Unsicherheit, die sämtliche Mitarbeiter lähmte. Und die Reaktion der versammelten Führungsriege zeigte mir einmal wieder sehr deutlich, wie groß der Bedarf an Menschen ist, die mit einer hohen inneren Motivation als Vorbild vorangehen. Denn auf meine Frage, wer denn in den letzten Monaten für die großen und kleinen Veränderungen des Unternehmens zuständig war erhielt ich von einem der anwesenden Führungskräfte wie selbstverständlich die Antwort: „Na, keiner. Es war ja niemand da, der es hätte entscheiden können!“
 

Zögerst du noch oder setzt du schon um?

Wie sieht Ihr Umgang mit dem Thema “Zukunft gestalten” aus, liebe Leserinnen und Leser, wie häufig waren Sie schon in Situationen, in denen Sie gedacht haben: „Da müsste jetzt dringend jemand etwas machen“? Wie häufig hätten Sie etwas gerne geändert, haben sich aber darauf verlassen, dass sich jemand anders schon kümmern wird? Wie häufig waren Sie mit einem bestimmten Bereich Ihres Lebens unzufrieden, haben aber so lange gezögert, bis dann schlussendlich alles beim Alten geblieben ist? 
 
Ich kenne dieses Verhalten aus meiner eigenen Vergangenheit nur zu gut. Ich war ein wahrer Experte darin, die Verantwortung abzugeben und darauf zu hoffen, dass andere schon die richtigen Entscheidungen für mich treffen werden. Doch eines Tages habe ich begriffen, wohin mich diese Haltung geführt hatte, nämlich in ein fremdbestimmtes und von Unzufriedenheit geprägtes Leben. Und es war beileibe nicht leicht, mich aus diesem Verhaltensmuster zu befreien und die volle Verantwortung für sämtliche meiner Ideen, Entscheidungen und Taten zu übernehmen.
 
Weil ich weiß, wovon ich spreche, ist mir die Botschaft dieses Artikels auch ein absolutes Herzensbedürfnis. Durch meinen heutigen Beruf als Keynote Speaker, Autor und Gründer der Change Leaders Academy habe ich das große Glück, mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt treten und arbeiten zu dürfen. Und unabhängig vom sozialen, wirtschaftlichen oder hierarchischen Status beobachte ich täglich, wie der Großteil dieser Menschen sich mit einer fatalistischen Sicherheit darauf verlässt, dass andere schon für sie entscheiden und die Richtung vorgeben werden. 
 
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Zukunft gemeinsam gestalten

Weil der weitverbreitete Irrglaube vorherrscht, dass man einen Titel, Geld oder die Erlaubnis anderer bräuchte, um erfolgreich Veränderungen anzustoßen. Doch diese Attitüde hat gravierende Auswirkungen, denn schleichend verlernt man dabei, Verantwortung zu übernehmen, sich aktiv zu verändern und das eigene Potenzial in seiner vollen Gänze auszuschöpfen. Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn ich Menschen begegne, die mit einzigartigen Talenten, wundervollen Fähigkeiten und einer großartigen Kreativität gesegnet sind und diese Gaben einfach verkümmern lassen.
 
Und nur falls Sie jetzt denken, dass es nur ein paar Auserwählte sind, die über diese Art von inneren Schätzen verfügen, dann möchte ich Ihnen eine meiner tiefsten Überzeugungen mitteilen: In jedem einzelnen Menschen schlummert ein riesiges Potenzial, das nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert und dort genutzt zu werden. Und es spielt keine Rolle, welchen Job Sie gerade ausüben, welchen Titel Sie haben, oder von welcher Ausgangsposition Sie starten. 
 
Es ist auch nicht von Bedeutung, ob Sie ein erfolgreicher Unternehmer, ein Angestellter im öffentlichen Dienst oder Hausfrau und Mutter sind. Entscheidend ist einzig und allein, ob Sie bereit sind, sich weiterzuentwickeln. Die Welt wartet darauf, bewegt zu werden. Und zwar von Ihnen. „Aber Ilja“, werden Sie jetzt möglicherweise einwenden, „ich soll mein Unternehmen, mein Umfeld oder sogar die Welt verändern? Ich komme ja kaum dazu, meinen Alltag vernünftig zu organisieren. Und außerdem habe ich weder Beziehungen noch genügend Macht oder Geld.“
 

Zukunft gestalten beginnt mit einer Entscheidung

Glauben Sie mir, ich habe Verständnis für diese Einwände, denn schließlich höre ich sie so gut wie jeden Tag. Allerdings habe ich schon vor langer Zeit beschlossen, diese Art von Ausreden nicht mehr gelten zu lassen. Denn auch wenn man Ihnen regelmäßig einreden will, dass die Changemaker der heutigen Zeit über besonders außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen würden, könnte dies falscher nicht sein. 
 
Ganz im Gegenteil, es sind immer Menschen wie Sie, die regelmäßig die größten Dellen ins Universum schlagen. Es sind Menschen wie Sie, die mit Ihren Ideen und Innovationen einen Unterschied machen. Es sind Menschen wie Sie, die mit Ihren Entscheidungen und Taten dafür sorgen, dass die Welt jeden Tag ein kleines Stückchen besser wird. Und Sie benötigen dafür weder Titel noch Geld und auch nicht die Erlaubnis von Anderen. Nicht von Ihrem Chef, nicht von Ihren Kollegen und auch nicht von Ihrem sozialen Umfeld.
 
Alles, was Sie brauchen, um Ihre ganz persönliche Motivation zur Veränderung zu wecken, tragen Sie bereits in sich. Sie zweifeln an dieser Aussage? Dann lassen Sie uns gemeinsam die folgenden Faktoren anschauen, die außer Ihnen niemand sonst beeinflussen kann.
 

Zukunft gestalten: Zehn Dinge, die Sie auch unter schwierigen Rahmenbedingungen jederzeit beeinflussen können 

1.     Sie können jeden Tag mit einer positiven Attitüde durchs Leben gehen.
2.     Sie können jeden Tag mit Ihren Gedanken, Entscheidungen und Taten für andere Menschen ein Vorbild sein.
3.     Sie können jeden Tag Ihre Arbeit mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Motivation erledigen.
4.     Sie können jeden Tag an Ihrer persönlichen Entwicklung arbeiten.
5.     Sie können jeden Tag dafür nutzen, groß zu träumen und mutig zu handeln.
6.     Sie können jeden Tag einem anderen Menschen eine Freude machen.
7.     Sie können jeden Tag mit hohen Standards und Erwartungen dafür sorgen, dass Ihre Kollegen, Kunden und Mitarbeiter sich an Ihnen orientieren können.
8.     Sie können jeden Tag alles dafür geben, heute etwas besser zu sein, als Sie es gestern waren.
9.     Sie können jeden Tag einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Großartigkeit machen.
10.  Sie können jeden Tag Ihre Talente, Ihre Fähigkeiten und Ihre Erfahrungen dafür einsetzen, zur besten Version von sich selbst zu werden.
 

Change Leader sein kann jeder

Sehen Sie, was ich meine? Für all diese Dinge brauchen Sie keine Titel, kein Geld, auch nicht die Erlaubnis anderer Menschen. Es liegt alles an Ihnen. Es liegt alles in Ihnen. Und niemand verlangt, dass Sie sofort die gesamte Welt retten sollen (das überlassen Sie am besten Tim Bendzko). Nein, fangen Sie bei sich an. An Ihrem Arbeitsplatz, in Ihrer Familie und in Ihrem Umfeld. Eines meiner Lieblingszitate stammt von Mutter Teresa, die einmal gesagt hat: „Wenn jeder einzelne Mensch vor seiner eigenen Tür kehren würde, dann wäre die Welt ein sehr sauberer Ort.“ Recht hatte sie, diese bemerkenswerte Dame. Veränderung beginnt immer im Innen und wird dann über unsere Taten im Außen sichtbar.
 
Wenn Sie diese Grundregel verinnerlicht haben, wird sich Ihnen eine vollkommen neue Welt eröffnen. Nicht äußere Umstände, externe Ereignisse oder andere Menschen sind der Ausgangspunkt von Veränderungen in Ihrem Leben. Wenn Sie etwas Anderes sein, tun oder haben möchten, liegt der Ursprung immer in Ihnen. Sie müssen der Funke sein, der am Ende das große Feuer der Veränderung entzündet. Eines meiner erfolgreichsten Bücher trägt den Titel “Mach es einfach!”. Und ist dies nicht ein wunderbares Mantra?
 
Egal, was genau Sie verändern möchten, warten Sie nicht auf andere, sondern gehen Sie immer mit gutem Beispiel voran. Denn Ihre persönliche Entwicklung und Ihre äußeren Ergebnisse sind untrennbar miteinander verzahnt. Sie folgen einer klaren Reihenfolge, die ich Ihnen wieder in zehn Punkten zusammengefasst habe.
 

Zukunft gestalten: 10 äußerliche Erfolge, die ihren Ursprung im Inneren haben

1.     Wenn Sie als Person wachsen, kann auch Ihre Lebensqualität wachsen.
2.     Wenn Sie sich selbst helfen, können Sie auch anderen helfen.
3.     Wenn Sie für sich sorgen, können Sie auch für andere sorgen.
4.     Wenn Sie motiviert sind, können Sie auch andere motivieren.
5.     Wenn Sie zu besten Version von sich selbst werden, können Sie auch das Potenzial von anderen entfalten.
6.     Wenn Sie begeistert sind, können Sie auch andere begeistern.
7.     Wenn Sie Ihren Fokus auf Chancen und Möglichkeiten richten, kann Ihr Umfeld positiver werden.
8.     Wenn Sie sich selbst wertschätzen, können Sie auch Ihre Mitmenschen wertschätzen.
9.     Wenn Sie sich selbst aufbauen, können Sie auch ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen.
10.  Wenn Sie sich verändern, können Sie auch die Welt verändern.
 

Die Zukunft selbst gestalten statt sich dem Schicksal ausgeliefert zu fühlen

In Ihnen schlummern so viele wundervolle Schätze, die darauf warten, gehoben und genutzt zu werden. Wenn Sie wollen, können Sie sofort damit beginnen. Alles, was es dafür bedarf, ist eine Entscheidung. Das unbedingte Bekenntnis dazu, ab sofort Verantwortung für Ihre Ergebnisse, Ihre Karriere und Ihr Leben zu übernehmen. Und ehe Sie sich versehen, werden Sie damit eine gigantische Domino-Rallye auslösen, die sich auf Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden übertragen wird. 
 
Genau das passiert nämlich, wenn Sie aufhören zu warten und stattdessen mutig vorangehen und Ihre Mitarbeiter, Kunden und Kollegen auf Ihrem Weg mitnehmen. Wenn Sie nichts von anderen erwarten, wozu nicht auch Sie bereit wären. Wenn Sie Taten statt Worte sprechen lassen. Wenn Sie zuerst sich selbst verändern und dann beobachten, wie sich um Sie herum alles ändert.
 
Und nun interessiert mit Ihre Meinung und insbesondere Ihre Erfahrung mit dem Thema “Zukunft gestalten”. Ich freue mich auf Ihren Kommentar.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Erfolg ist kein Glück – Oder etwa doch?

Erfolg ist kein Glück. Woran müssen Sie denken, wenn Sie diesen Satz lesen? An den bekannten Song der Band Kontra K oder an eine Aussage, die Erfolgsgurus in den unterschiedlichsten Varianten gebetsmühlenartig wiederholen? Aber ist es wirklich so? Ist Erfolg tatsächlich nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen, oder spielt der Faktor Glück dann doch eine gewisse Rolle? All diesen Fragen wollen wir uns in diesem Artikel widmen. 

 
Hier schon mal ein kleiner Spoiler: Natürlich spielt Glück eine Rolle. Eine wichtige sogar. Aber nicht in der Art und Weise, wie Sie möglicherweise denken. Lassen Sie uns also eintauchen in die Welt des Erfolgs und des Glücks. Und starten wollen wir in Entenhausen.
 

Was ist Glück?

Als Kind war ich ein riesengroßer Fan der lustigen Taschenbücher von Disney. Was habe ich es geliebt, stundenlang unter der Bettdecke zu schmökern, und begeistert den Abenteuern von Mickey Mouse, Kater Karlo oder Kommissar Hunter zu folgen. Besonders begeisterte mich aber die Familie Duck. Da gab es Onkel Dagobert, der mit nur einem Kreuzer Startkapital zum reichsten Mann von Entenhausen wurde, und seine Tage damit verbrachte, durch seine zahlreichen Geldspeicher zu flanieren. Die drei bauernschlauen Neffen Tick, Trick und Track mischten das Pfadfinderlager vom Fähnlein Fieselschweif kräftig auf, und die schöne Daisy verdrehte ihren beiden Verehrern Donald Duck und Gustav Gans kräftig den Kopf. 
 
Gerade die beiden letztgenannten Charaktere konnten verschiedener nicht sein. Da war zum einen der sympathische, wenn auch vollkommen tollpatschige Donald, dem das Pech an den Hacken zu kleben schien, während sein arroganter und fauler Vetter Gustav von einer Glückssträhne nach der anderen verfolgt zu werden schien. Und ich weiß es noch wie heute, dass ich mir damals nichts sehnlicher wünschte, als eines Tages einen ähnlichen Lebensstil wie die glücksverwöhnte Ente mit der Tolle führen zu können (Gustav Gans hat übrigen sogar einen eigenen Duckipedia-Eintrag). 
 
Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon in der Hängematte auf meiner Veranda liegen, während ich meinen Lebensunterhalt mit Lotteriegewinnen, dem Finden von Diamanten oder dem Erhalt von Briefen mit Bargeld verdienen würde.
 

Erfolg ist kein Glück – Es gibt nicht etwas für nichts

Heute, knappe fünfunddreißig Jahre später, finde ich die Familie Duck zwar immer noch richtig klasse, jedoch habe ich eine wichtige Lektion des Lebens gelernt und verinnerlicht:
 
Es gibt nicht etwas für nichts!
 
Alles, was konsumiert wird, muss vorher produziert werden. Alles, was man ausgibt, muss vorher verdient werden. Und alles, was man nehmen möchte, muss jemand anders geben. Was mich aber auch Erwachsener immer noch sehr fasziniert, ist das Thema Glück. Denn ist die Welt nicht voller Donalds und Gustavs? Kennen Sie nicht auch Menschen, denen das Pech geradezu am Stiefel zu kleben scheint, während andere eine Glücksträhne nach der anderen in ihr Leben ziehen? Wir wollen uns daher an dieser Stelle einer wichtigen Frage widmen: Spielt der Faktor Glück eine Rolle, wenn es um Erfolg in den verschiedensten Lebensbereichen geht? 
 
Die vordergründige Antwort hierauf ist ein klares Nein. Wenn Sie sich erfolgreiche Menschen anschauen, dann können Sie immer wieder die gleichen Zutaten beobachten, die zu den außergewöhnlichen Ergebnissen geführt haben: Mutige Ideen, Fleiß, harte Arbeit, die Bereitschaft Fehler zu machen, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, andere Menschen für die eigene Vision zu begeistern. Auch die Wissenschaft kann keine Korrelation zwischen Erfolg und Glück feststellen, und so definiert Wikipedia Glück „als positiven Zufall“. 
 
Und von Zufall spricht man eben immer dann, „wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse keine kausale Erklärung gegeben werden kann“. Objektiv betrachtet scheint es also so zu sein, dass Glück für die Persönlichkeitsentwicklung nur eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint, und vermeintliche Experten nutzen diese Erkenntnis dann gerne, um zu proklamieren, dass Erfolg planbar wäre
 

Glück Definition 

Doch der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass da irgendetwas nicht stimmen kann. Das Leben lässt sich nun mal nicht am Reißbrett designen, und natürlich gibt es eine durchaus große Anzahl an Leuten, die ihren Erfolg glücklichen Zufällen zu verdanken haben. In alter Gustav Gans Manier waren sie einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort, haben dort die richtigen Menschen getroffen und hatten eine Idee, deren Moment gekommen war. Und gleichzeitig gibt es einige Faktoren, welche die Wahrscheinlichkeit, Glück zu haben, dramatisch erhöhen.
 
Um nachhaltigen Erfolg zu haben, spielt der Faktor Glück eine wichtige Rolle. Die gute Nachricht: Wir können diesen Faktor selber beeinflussen.
 
Ja wie denn nun, Ilja? Ich dachte Glück sei ein zufälliger Faktor, wie soll ich ihn dann beeinflussen können? Bevor ich ihnen vier ganz konkrete Methoden vorstelle, möchte ich ihnen gerne eine weitere, weniger mathematische, dafür praxisorientiertere Definition vorstellen:
 
Glück entsteht, wenn harte Arbeit auf die passende Gelegenheit trifft.
 
Ja, es ist in der Tat möglich, sich sein eigenes Glück zu erschaffen. Je aktiver wir sind, Dinge ausprobieren, Fehler machen und unser Netzwerk erweitern, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann die Gelegenheit gekommen ist, die wir im Nachhinein als Glück bezeichnen würden. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn es handelt sich de facto nur um die Belohnung für ihren unermüdlichen Einsatz. Aus diesem Grund ist das Glück auch immer mit den Tüchtigen, und der berühmte Last-Minute-Dusel des FC Bayern München in Wirklichkeit hart erarbeitet. 
 
Denn wenn Sie sich pro Spiel doppelt so viele Chancen erspielen wie ihr Gegner, dann ist eben auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ball glücklich ins Tor gelangt doppelt so hoch. Woody Allen hat dies wunderbar auf den Punkt gebracht, als er sagte: „80% of success in life is just showing up.“ 
 
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Mach Dein eigenes Glück: Mit den 4 Glücks-Boostern

Und genau so ist es. Wer zu Hause auf der Coach sitzend darauf wartet, endlich auch einmal Glück zu haben, den wird das Leben bitter enttäuschen. Wer sich aber aufmacht, sich aktiv verändert und hart für seine Träume arbeitet, der wird irgendwann zwangsläufig Momente erleben, die von außen betrachtet wir Glück aussehen. Wann das sein wird, lässt sich leider niemals planen. Im Folgenden möchte ich ihnen aber vier Faktoren vorstellen, welche die Wahrscheinlichkeit, dass es eher früher als später passiert, deutlich erhöhen. Ich nenne sie die vier Glücks-Booster, und hier sind sie:
 

Glücks-Booster #1: Die Freiheit des Festlegens

Ich bin mir bewusst, dass es durchaus komisch klingt, aber tatsächlich liegt die größtmögliche Freiheit darin, sich festzulegen. Wenn Sie sich jedoch umschauen, dann können Sie vor allem das gegenteilige Muster entdecken. Niemand will sich mehr entscheiden, weil man sich gerne sämtliche Optionen offenhalten will. Das gilt für Beziehungen genauso wie für Projekte oder den täglichen Job. Ganz nach dem Motto: Ich investiere erst einmal nur achtzig Prozent, denn wer weiß schon, ob nicht noch etwas Besseres kommt. 
 
Doch das Gegenteil ist der Fall. Je mehr Sie sich mit Haut und Haaren für eine Sache bewusst entscheiden, desto mehr werden Sie eine ungeahnte innere Freiheit erfahren. Weil Sie sich auf diese Art und Weise commiten, und ihre gesamte Energie bündeln. Ich habe dabei ein ganz einfaches System, welches mir hilft, meine Prioritäten klar zu definieren.
 
Immer, wenn ich vor einer schwierigen Entscheidung stehe, dann entscheide ich mich zwischen zwei Möglichkeiten: Entweder ich sage von Herzen AuJa zu einer Wahl, oder ich entscheide mich für ein Nein. Dazwischen gibt es bei mir nichts, denn ich habe mich vor langer Zeit von sämtlichen Wischiwaschi Entscheidungen verabschiedet. Mein innerer Freiheitsgrad dankt es mir jeden einzelnen Tag. Denn nur wer sich festlegt, der ist wirklich frei.
 
Sagen Sie #AuJa oder Nein. Dazwischen gibt es nichts.
 

Glücks-Booster #2: Sich gut fühlen ohne Grund

Während ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich auf einem Kreuzfahrtschiff, dass gerade in Lissabon vor Anker liegt. Und eine Tatsache fällt mir jeden einzelnen Tag an Bord auf. Obwohl das Meer einfach wunderschön, die Verpflegung umwerfend und das Wetter traumhaft ist, befindet sich der Großteil der Menschen um mich herum in einem von drei verschiedenen Modi. Man unterhält sich über vergangene Reisen, plant die im nächsten Jahr anstehenden oder beschwert sich über die Zustände auf der aktuellen. 
 
Es versteht sich von selbst, dass diese nörgelnden Zeitgenossen es dabei komplett versäumen, die Gegenwart zu genießen. Und wahrscheinlich fällt es mir auch nur so extrem auf, weil ich gemeinsam mit den beiden größten Vorbildern reise, die ich kenne: Meinen beiden Töchter Emma und Elisabeth. Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welcher Neugier, Freude und Dankbarkeit die Zwei jeden einzelnen Moment der Reise genossen. Als Elisabeth eines Tages wieder einmal vor Glück strahlend in unsere Kabine kam, fragte ich sie: „Was ist denn mit dir los, warum strahlst du denn so?“ Ihre Antwort war gleichsam naiv wie vorbildlich: „Einfach nur so, Papa!“ Das bringt mich zu einer wichtigen Frage:
 
Wann haben Sie sich das letzte Mal ohne Grund gut gefühlt?
 
Einfach nur so, weil sie es können. Was, daran können Sie sich nicht mehr erinnern? Dann sollten Sie das aber schleunigst ändern, denn ihre Fähigkeit, sich ohne Grund gut zu fühlen, hängt entscheidend mit ihrer generellen Lebensqualität zusammen.
 
Entscheidungen, die wir aus einem negativen Zustand heraus treffen, führen niemals zu positiven Ergebnissen.
 
Wirklich niemals (Oder haben Sie jemals eine gute Entscheidung aus einem schlechten Zustand heraus getroffen? Sehen Sie.). Entscheiden wir hingegen auf der Basis von Freude, Überfluss und Dankbarkeit, dann sehen die Resultate eben auch entsprechend aus. Lernen Sie also, sich gut zu fühlen. So oft es geht. Indem Sie nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft leben, sondern stets den aktuellen Moment genießen. Je mehr Sie in der Lage sind, dies einfach nur so, und vollkommen ohne Grund zu tun, desto mehr werden Sie auch die Situationen genießen können, in denen ein externer Faktor ihr Leben schöner, intensiver und glücklicher macht.
 

Glücks-Booster #3: Den Wolf im Schafspelz identifizieren

Können Sie sich noch an das Märchen von Rotkäppchen erinnern? Dort ist das kleine Mädchen mit einem Korb voller Lebensmittel auf dem Weg zu ihrer Großmutter. Sie hat eigentlich ein klares Ziel, und weiß genau, welchen Weg sie gehen muss. Doch dann taucht plötzlich der böse Wolf in den unterschiedlichsten Verkleidungen am Wegesrand auf, und lenkt sie somit ab. Das Ende ist bekannt, denn kurze Zeit später wird Rotkäppchen von dem als Großmutter verkleideten Wolf gefressen. 
 
Und falls Sie sich jetzt fragen, warum ich nach der Familie Duck schon wieder von einem Märchen erzähle, dann kommt hier die Auflösung. Auch in ihrem Alltag lauert der böse Wolf permanent am Wegesrand. Was, das haben Sie noch nie bemerkt? Kein Wunder, er hat ja auch kein graues Fell und scharfe Zähne, sondern taucht in den unterschiedlichsten Verkleidungen auf. Ich spreche von den vielen Zeitfressern, Ablenkungen und vermeintlichen Abkürzungen, die Sie so häufig von ihrem eigentlichen Vorhaben abbringen. 
 
Denn Hand auf´s Herz, wie häufig sind Sie nur mit irgendwelchen unwichtigen Dingen beschäftigt, anstatt produktiv und fokussiert an ihrem wichtigen Ziel zu arbeiten? Wie häufig arbeiten sie an einem Projekt und sind gedanklich ganz wo anders? Wie häufig wollten Sie schon eine wichtige Aufgabe angehen, haben dann aber doch wieder ihren Facebook-Feed gescheckt? Wie häufig konnten Sie ihren Kindern beim gemeinsamen Ausflug nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenken, weil Sie nebenbei noch berufliche Emails beantwortet haben? 
 
In all diesen Fällen versucht Sie der böse Wolf vom Wegesrand zu locken, um Sie schlussendlich zu fressen. Um ihr persönliches Glück zu steigern, sollten Sie lernen, den Wolf in ihrem Alltag zu identifizieren und sich nicht ablenken zu lassen. Ihre Zeitfresse zu eliminieren, sich fokussieren und immer nur eine Aufgabe auf einmal zu erledigen. Ich liebe den folgenden Satz, den ich zum ersten Mal von meinem englischen Kollegen Nigel Risner gehört habe:
 
„If you´re in the room, be in the room!“
 
Oder übersetzt: Wenn Du im Raum bist, dann sei im Raum. Und das ist wieder einer dieser Sätze, über die es sich lohnt ein wenig länger nachzudenken.
 

Glücks-Booster #4: Seien Sie positiv. Immer!

An nichts glaube ich so sehr, wie an die Kraft einer positiven Einstellung. Kein Wunder, schließlich habe ich ein ganzes Buch über dieses Thema geschrieben. Und kennen Sie auch nur einen einzigen negativen Menschen, der jemals einen positiven Unterschied gemacht hat? Sehen Sie.
 
Bei gleichen Rahmenbedingungen ist es immer die innere Haltung, die den Unterschied zwischen Erfolg oder Niederlage, gut oder großartig sowie Glück oder Pech ausmacht.
 
Natürlich bedeutet dies nicht, dass Sie wie einer dieser Licht-und-Liebe-Gurus mit der rosaroten Brille durchs Leben laufen sollen, Probleme schlichtweg ignorieren und sich die Herausforderungen des Alltags schönreden sollen. Ganz im Gegenteil, denn Probleme gehören nun mal zum Leben dazu. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen. Die Faustformel lautet: Probleme erkennen und zur selben Zeit schon darüber nachdenken, wie man es bestmöglich lösen kann. 
 
Auf diese Art und Weise denken Sie immer in Möglichkeiten und niemals in Limitationen. Sie agieren aus einer Mentalität des Überflusses und zeigen dem Mangeldenken die rote Karte. Vor allem aber ändern Sie sich, anstatt darauf zu hoffen, dass die äußeren Umstände sich ändern. Vergessen Sie bitte eines niemals: Ihre Attitüde ist nichts Nebensächliches. Sie ist alles. Denn sie bestimmt ihre Grundhaltung, ihre Chancenerkennungskompetenz und vor allem ihre Zufriedenheit im Leben. Ich würde mir daher wünschen, dass Sie die drei goldenen Regeln einer erfolgreichen Attitüde nie mehr vergessen werden:
Regel 1: Seien Sie immer positiv.
Regel 2: Seien Sie immer positiv.
Regel 3: Seien Sie immer positiv.
 
Die Welt ist voller negativer, frustrierter und miesepetriger Menschen. Aber es sind immer die positiven Changemaker, die sie jeden Tag aus den Angeln heben und eine ordentliche Delle ins Universum hauen.
 

Erfolg ist kein Glück – Ein Fazit

Mit den vier Glücks-Boostern werden Sie in der Lage sein, ihr persönliches Glück in sämtlichen Lebensbereichen ordentlich in die Höhe schnellen zu lassen. Doch natürlich ist Glück nicht nur etwas, das man hat oder das einem zufällt. Es ist vor allem auch ein Zustand. Möglicherweise sogar der, nach dem wir Menschen am meisten streben. Doch die große Masse macht dabei den entscheidenden Fehler, Glück als etwas zu betrachten, was von externen Faktoren bestimmt wird. 
 
Welch ein Irrtum. Denn Glück ist niemals ein Ziel, welches man erreicht, wenn bestimmte Dinge passieren, man andere besitzt oder etwas erlebt. Glück ist etwas vollkommen Anderes. Es ist eine grundlegende Haltung zum Leben. Eine bewusste Wahl. Eine Glücks-Attitüde. Probieren Sie diese am besten noch heute aus und seien Sie glücklich. Ohne jeglichen Grund. Einfach, weil Sie es können.
 
Und natürlich interessiert mich nun vor allem eins: “Erfolg ist kein Glück”. Wie stehen Sie nach der Lektüre dieses Artikels zu unserer Anfangsaussage? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.
 

Mensch gegen Maschine – Der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management

Mensch gegen Maschine: Der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management 

Mensch gegen Maschine. Glaubt man den Berichten in den Medien, dann bestimmt dieser Kampf die Zukunft. Oftmals werden sogar richtige Schreckensszenarien á la Terminator an die Wand gemalt, in denen die Roboter die komplette Weltherrschaft übernehmen werden. Doch wenn wir die Fantasien von Hollywoodfilmen mal außer Acht lassen, ist die Frage durchaus relevant. 
 
Denn in Zeiten, die von künstlicher Intelligenz, immer schlauer werdenden Maschinen und rasant schneller Software geprägt sind, stellt sich immer mehr die Frage: Wo bleibt bei all diesen Entwicklungen eigentlich der Mensch? Mit diesem Artikel möchte ich gerne meine Perspektive teilen und natürlich auch eine Antwort geben.
 

Mensch und Maschine: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Als Keynote Speaker habe ich das große Vergnügen, regelmäßig auf spannende Konferenzen und Kongresse eingeladen zu werden. Da ich häufig am Ende eines solchen Events spreche, ergibt sich ab und zu die Gelegenheit, dass ich auch meinen Vorrednern noch lauschen kann. Dies ist für mich Trendscouting pur, und ich fülle zu diesen Gelegenheiten ganze Notizbücher mit meinen Gedanken, Ideen und Plänen. Alleine in den letzten sechs Monaten habe ich faszinierende Vorträge über künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Elektromobilität, den Einsatz von Drohnen, die Abwehr von Drohnen, Cyberkriminalität, Cybersecurity, Sprachsteuerung und die Zukunft der Robotertechnik erleben dürfen. 
 

Die Kehrseite der Digitalisierung

Obwohl die Meinungen dabei sehr unterschiedlich sind, zieht sich ein roter Faden durch die Prognosen sämtlicher Experten: Wir stehen gerade erst am Anfang von technischen Entwicklungen, die unser Leben dramatisch verändern werden. Schon längst gibt es für alles eine App, der Alltag wird über unsere Smartphones gesteuert, und immer mehr Prozesse werden von künstlicher Intelligenz übernommen. Es fasziniert mich, was heute bereits möglich ist, und ich denke mit einer fast schon kindlichen Freude an all die Chancen und Möglichkeiten, die sich in der näheren Zukunft bieten werden.
 
Doch wo Licht ist, da ist immer auch Schatten, und bei vielen Menschen habe ich den begründeten Verdacht, dass ihnen die Technik das Leben nicht mehr erleichtert, sondern dass Sie zu Sklaven ihrer diversen Maschinen geworden sind. Sie sind vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und zweiundfünfzig Wochen im Jahr erreichbar und checken selbst im Familienurlaub alle zehn Minuten ihre Mails. Und haben Sie nicht auch schon eine Szene erlebt, in der zwei Menschen über eine Stunde gemeinsam im Café sitzen und nicht ein Wort miteinander sprechen, sich aber permanent WhatsApps, SMS oder Messages per Smartphone schicken (Okay, SMS eher weniger, denn dieses Medium nutzt heute niemand mehr, oder?)? 
 

Mensch oder Maschine: Wer ist in Zukunft wichtiger?

Für die Zukunft stellt sich daher eine entscheidende Frage: Wer gewinnt den Kampf Mensch gegen Maschine? Oder etwas differenzierter ausgedrückt: Wird der Mensch in seiner Wichtigkeit von Maschinen abgelöst werden? Meine Prognose lautet wie folgt: Auf keinen Fall. Wir werden zwar in einer Welt leben, die von Technik und Maschinen erleichtert, nicht aber dominiert wird. Was meine ich damit? Keinesfalls, dass der digitale Fortschritt nicht genau so rasant voranschreitet wie bisher. Ganz im Gegenteil, ich erwarte sogar noch eine Zunahme der Schlagzahl. Doch der entscheidende Faktor, den viele Zukunftsexperten gerne vergessen, ist der Mensch mit seinen einmaligen Potenzialen und Fähigkeiten. 
 
Bei aller Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt behaupte ich, dass es in der Zukunft vor allem auf die Menschen ankommen wird. Sicherlich, Roboter, künstliche Intelligenz und technische Innovationen werden die Art wie wir leben, lieben und arbeiten in den kommenden Jahren heftig durchschütteln. Aber bei aller Wichtigkeit dieser Entwicklung sind wir alle menschliche Wesen und sehnen uns nach Nähe, Austausch und persönlicher Kommunikation. Lassen Sie mich den Satz daher noch einmal wiederholen:
 
In der von Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt geprägten Zukunft wird der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor sein.
 

Erfolgsfaktor Mensch in Zeiten der Veränderung

Das hat gleich mehrere Auswirkungen. Die Qualität ihres Inner Circle wird maßgeblich darüber entscheiden, wie es um Ihr generelles Glück und Ihre Zufriedenheit bestellt ist. Und im beruflichen Rahmen sind Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Teammitglieder nicht nur der Garant für exzellente Qualität und herausragende Ergebnisse, sondern vor allem der größte Differenzierungsfaktor im immer härter werdenden Wettbewerb. Es menschelt also endlich wieder. Und das finde ich so richtig gut. Weil das Team heilig ist, und es nur gemeinsam gelingen wird, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. 
 
Lassen Sie uns daher die Perspektive wechseln. Weg von persönlichen Motiven, hin zu gemeinsamen Erfolgen. Weg von harten Anstrengungen als Einzelkämpfer hin zu erfolgreichem Teamwork. Weg vom Ich und hin zum Wir. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns loslegen. Und zwar gemeinsam, denn wie sagte schon der brasilianische Fußballstar Pele: „Der einzige Weg, um zu gewinnen, ist als Team!“
 
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Wir sind Change, oder: Das Team ist heilig

Lappland. Minus zwölf Grad. Die gleißende Sonne blendet und ich spüre, wie ein unvergesslicher Glückshormoncocktail durch meinen Körper fließt. Vor mir ziehen acht wunderschöne Huskys meinen Schlitten, der scheinbar schwerelos durch die majestätische Tundra gleitet. Noch mehr als die atemberaubende Landschaft fasziniert mich die Zusammenarbeit der Schlittenhunde. Weil es zwar eine ganz eindeutige Hierarchie im Rudel gibt, jeder einzelne Husky jedoch weiß, dass sie nur gemeinsam als Team erfolgreich sein können. Jedes Tier bringt seine individuellen Stärken ein, lernt von seinen Teamkollegen und springt bedingungslos in die Bresche, falls einer der anderen mal eine kurze Schwächephase hat. 
 
Wir Menschen können uns da eine Menge abgucken, insbesondere welche kraftvolle Energie entsteht, wenn individuelle Persönlichkeiten an ihrem Platz Verantwortung übernehmen, aber gleichzeitig zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam wirken. Wenn ich in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann ist es die Kraft eines motivierten, kompetenten und zuverlässigen Teams. So sehr ich an die Wichtigkeit des Individuums glaube, ohne die richtigen Menschen um uns herum, sind wir alle nur halb so erfolgreich. Es spielt keine Rolle, wie gut Sie oder ich sind, einen Satz sollten Sie niemals vergessen, und ihn sich am besten gut sichtbar an ihrem Schreibtisch aufhängen: Niemand gewinnt alleine!
 

Niemand gewinnt alleine!

Niemand, und wirklich niemand ist dauerhaft in der Lage, als Einzelkämpfer Erfolg zu haben. Okay, vielleicht Clint Eastwood, der als einsamer Rächer durch die Italo Western reitet, aber das ist eben nur im Film möglich. Befinden sich hingegen die richtigen Menschen in unserem Team, dann lernen wir voneinander, wachsen gemeinsam und unterstützen uns gegenseitig. Und nur, dass wir uns hier richtig verstehen, man ist noch lange kein Team, nur weil man sich ein Büro teilt, an einem gemeinsamen Projekt arbeitet, oder im gleichen Unternehmen tätig ist (Möglicherweise kennen Sie ja auch die typische Übersetzung von Team: Toll. Ein. Anderer. Macht´s.). Nein, ein Team ist etwas ganz Anderes. Es ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. 
 
In einem echten Team ist jeder für die anderen Teammitglieder bedingungslos da, weil man sich einer gemeinsamen Vision verschrieben hat und gleichzeitig jeder an seinem individuellen Platz Verantwortung übernimmt. Ich gehe sogar so weit, die folgende Behauptung aufzustellen: Nur ein Team gibt gewöhnlichen Menschendie Möglichkeit, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel. 
 
Selbst die vermeintlichen Superstars sind ohne ihr Team vollkommen aufgeschmissen. Sebastian Vettel braucht sein Mechanikerteam wie die Luft zum Atmen. Christiano Ronaldo konnte bei Real Madrid nur deshalb glänzen, weil ihm Sergio Ramos und seine Abwehrkollegen den Rücken freihielten. Und selbst der große Richard Branson ist mit seinen über 260 Unternehmen nur deshalb so erfolgreich, weil er die Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Anstrengungen stellt. Und diese zahlen es ihm mit Einsatz, Leistung und Leidenschaft doppelt und dreifach zurück.
 

Mensch vs Maschine: Die Antwort ist eindeutig

Auf den Punkt gebracht: Die Menschen mit denen Sie sich jeden Tag umgeben sind Ihr größtes Faustpfand und gleichsam Ihr größter Erfolgsfaktor auf dem Weg in eine von Veränderung und Unsicherheit geprägte Zukunft. Das Team ist heilig. Sowohl im Business, als auch im Leben. Es sind ihre Freunde, Kollegen, Geschäftspartner und Familienmitglieder. Denn Sie können als individuelle Persönlichkeit nur dann wachsen, erfolgreich sein und ein selbstbestimmtes Leben führen, wenn Sie sich in einem Umfeld bewegen, das von gegenseitigem Lernen, Wertschätzung und Vertrauen geprägt ist. Für die Unternehmen gilt übrigens exakt das gleiche.
 
Ich kann es gar nicht oft genug betonen. Im Zeitalter der Digitalisierung und der damit einhergehenden globalen Vernetzung ist der Erfolgsfaktor Nummer eins mit weitem Abstand die Qualität ihres Inner Circle, also den Menschen, mit denen Sie regelmäßig und intensiv Kontakt haben. Und genau aus dem Grund hat das gute alte Zitat von Speakerlegende Jim Rohn auch heute immer noch Bestand: „Du wirst so wie der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Deine meiste Zeit verbringst.“

Erfolgsfaktor Inner Circle

Das gilt im Großen, aber auch im Kleinen, denn wir adaptieren sowohl die Strategien, Einstellungen und Denkmuster unserer wichtigsten Bezugspersonen, als auch ihre Lieblingswörter und Gewohnheiten. Das bedeutet konkret, dass es einfach einen riesigen Unterschied macht, mit welchen Menschen Sie sich umgeben. Ob ihre besten Freunde frustrierte Zyniker sind, die den ganzen Tag auf der heimischen Couch RTL 2 Sendungen schauen, und sich in einer Spirale aus Negativität, Gleichgültigkeit und Mittelmaß gegenseitig herunterziehen. Oder ob Sie sich mit erfolgreichen Menschen umgeben, die produktive Werte für die Gesellschaft schaffen und dabei ihre Mitmenschen mit Positivität, Leidenschaft und visionärem Denken anstecken.
 
Egal, wie ihre konkreten Ziele aussehen, umgeben Sie sich mit Menschen, die sich bereits dort befinden, wo Sie hinwollen. Ich orientiere mich dabei gerne an dem alten Wahlspruch „Wenn Du der klügste Mensch im Raum bist, dann such Dir einen neuen Raum“. Und ich gehe sogar noch weiter, denn ich habe festgestellt, dass es immer zwei Kategorien von Mitmenschen gibt. Da sind diejenigen, die Sie bremsen, ihnen ihre Träume ausreden wollen, und denen Sie es niemals recht machen können. 
 

Inner Circle Bedeutung

Von denen Sie Sätze wie die folgenden hören: „Schmink Dir das lieber ab“, „Lass es lieber bleiben“ oder „Das mag ja bei anderen klappen, aber doch nicht bei Dir“. Die Begründung wird dann meist gleich mitgeliefert und sie lautet meist wie folgt: „Du bist zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu arm, zu unerfahren, zu laut, zu bunt, zu anders oder zu was auch immer.“ Ich würde mir daher wünschen, dass Sie den folgenden Satz nie mehr vergessen: Sie sind immer zu irgendwas für irgendwen.
 
Je eher Sie verstehen, dass Sie es sowieso niemals allen recht machen können, und dass es immer Menschen geben wird, die auch am sonnigsten Himmel nach einer dunklen Wolke suchen, desto förderlicher wird es für ihr persönliches Wohlbefinden sein. Ignorieren Sie die Miesepeter, Nörgler und Besserwisser also am besten gleich und konzentrieren sich stattdessen auf die zweite Kategorie. Das sind die Menschen, die Sie in Ihrer persönlichen Einzigartigkeit unterstützen. Die Sie so akzeptieren wie Sie sind. Mit allen Stärken und Schwächen. 
 
Die ihnen zwar auch kritisches Feedback geben, Sie aber grundsätzlich bei all ihren Vorhaben unterstützen und Sie bedingungslos ermutigen. An denen Sie sich reiben und mit denen Sie gemeinsam wachsen können. Oder auf den Punkt gebracht: Menschen, die ihnen einfach gut tun. Ich selber habe dieses Konzept in den letzten Jahren sehr konsequent, ja fast schon radikal angewendet. Weil ich weiß, wie kostbar unsere Lebenszeit ist, möchte ich sie nur mit positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen verbringen. Mein Inner Circle ist daher handverlesen, und ich bin extrem dankbar, dass ich so tolle Freunde, Kollegen und Partner an meiner Seite habe.
 

Teamwork makes the Dream Work

Wie ist es um ihren Inner Circle bestellt? Was, darüber haben Sie sich noch niemals bewusst Gedanken gemacht? Dann wird es aber Zeit, sich ein Team aufzubauen, mit dem Sie gemeinsam die Zukunft bei den Hörnern packen können. Starten Sie am besten mit einer sorgfältigen Bestandsaufnahme. Umgeben Sie sich hauptsächlich mit positiven Menschen, die Sie so akzeptieren wie Sie sind und Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen, Träumen und Visionen unterstützen? 
 
Wenn ihre Antwort ja lautet, dann ist dies mehr als großartig. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht hoch, dass Sie in ihrem direkten Umfeld auch so einige Exemplare der bereits beschriebenen Energievampire finden werden. Menschen, die sich akribisch auf die Suche nach dem einzelnen Haar in der schmackhaften Suppe machen, ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu leben haben und ihnen Kraft, Mut und Energie absaugen, wie es ein ganzer Schwarm hungriger Moskitos nicht besser könnte.
 

Feuern Sie die Nörgler und Energievampire

Wie es für jeden Fußballtrainer eine Selbstverständlichkeit ist, seine Elf vor der Saison so perfekt zusammenzustellen, dass die Saisonziele bestmöglich erreicht werden können, so sollten auch Sie Ihr Team, die Menschen in ihrem Umfeld und ihren inneren Zirkel ganz bewusst auswählen. Ihre Motivation, Leidenschaft und Denkweise wird es ihnen danken. Feuern Sie die Zyniker, Besserwisser und Energievampire möglichst noch heute. Umgeben Sie sich stattdessen mit positiven Menschen, Weltenbewegern und Möglichkeitsdenkern, die Sie so nehmen wie Sie sind und Sie beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen. 
 
Und nur, dass wir nichts schönreden, dieser psychische Hygieneprozess kann durchaus schmerzhaft sein, denn viele der besonders toxischen Zeitgenossen tummeln sich schon lange in unseren Leben. Aber erstens ist dieser Schritt unbedingt notwendig, wenn Sie ein glückliches und zufriedenes Leben führen wollen, und zweitens gibt es so viele tolle Menschen da draußen, die nichts lieber tun würden, als den Platz an ihrer Seite einzunehmen.
 

Das perfekte Team zusammenstellen

Aber wie gelingt es nun am besten, die Menschen in ihr Leben zu ziehen, die perfekt in ihren Inner Circle passen würden. Grundsätzlich geschieht dies auf zwei verschiedene Arten. Zum einen können Sie diese Auswahl sehr bewusst treffen. Wer inspiriert Sie, ist ein Vorbild oder ist bereits dort, wo Sie noch hinmöchten? Suchen Sie nach Wegen, mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen, aber tun Sie das bitte niemals mit einer Anspruchshaltung. Erfolgreiche Menschen geben zwar in der Regel sehr gerne, haben aber meist wenig Zeit und noch weniger Lust, dass ihre Gehirne und Herzen von Unbekannten angezapft werden. Entscheidend ist dabei die Reihenfolge. Erst einmal geben, ohne etwas dafür zu erwarten. So entsteht eine Beziehung, die dann wachsen und sich sogar zu tiefen Freundschaften entwickeln kann. Doch dazu gleich noch mehr.
 
Der zweite Weg, eine Vielzahl von positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen in ihren inneren Zirkel zu ziehen ist das stete persönliche Wachstum. In jeder einzelnen Entwicklungsstufe wird sich ihr Umfeld entsprechend anpassen. Sie werden neue Freunde, Kollegen und Geschäftspartner anziehen, während alte sich verabschieden (Und ganz wenige werden Sie ihr gesamtes Leben begleiten. Seien Sie für diese Menschen besonders dankbar). Das ist der Lauf der Dinge, und ich bin immer wieder fasziniert, wie stark das innere Wachstum und das äußere Umfeld korrelieren. 
 

Mensch gegen Maschine: Der wichtigste Tipp von allen

Doch ob Sie sich nun aktiv auf die Suche nach einem Inner Circle machen, der Sie in ihrer Einzigartigkeit und ihrem ganz individuellen Weg unterstützt, oder ob dies als Resultat ihrer Persönlichkeitsentwicklung geschieht, ich empfehle ihnen, den Blick nicht nur in der Einbahnstraße von innen nach außen zu richten und sich nur mit Menschen zu umgeben, die ihnen vermeintlich nutzen können. Machen Sie einen Unterschied. Behandeln Sie ihr Umfeld wertschätzend und achtsam. Seien Sie für Ihre Freunde, Kollegen und Geschäftspartner da. Und vor allem: Machen Sie die Menschen groß. Fungieren Sie als Mutmacher und seien Sie das Licht in einem häufig doch eher dunklen Alltag. Menschen, die andere klein machen, runterziehen und entmutigen, gibt es leider viel zu viele.
 
Machen Sie andere Menschen groß und Sie werden selber größer.
 
Nicht nur werden Sie durch diese Haltung viele spannende Persönlichkeiten in ihren Inner Circle ziehen, sondern zusätzlich auch noch einen dramatischen Anstieg an Glück, Erfüllung und Zufriedenheit erfahren. Beenden möchte ich den Abschnitt daher mit den Worten des amerikanischen Schriftstellers William Arthur Ward: „Wenn wir uns auf den Weg machen das Beste in anderen zu entdecken, werden wir unweigerlich das Beste in uns selbst hervorbringen.“ Wie wahr, denn niemand gewinnt alleine, und Erfolg ist immer das Ergebnis eines Teams, das voller Leidenschaft einer gemeinsamen Vision folgt.
 

Ich hoffe sehr, dass meine Ausführungen zum Thema „Mensch gegen Maschine“ für Sie wertvoll waren. Wie sehen Ihre Erfahrungen und Gedanken aus? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Du bist einzigartig – Eine Anstiftung, die eigene Einzigartigkeit zu leben

“Du bist einzigartig!” Wer von uns würde diesen Satz nicht gerne häufiger hören? Denn wir alle wollen gerne etwa erreichen und jemand sein, der einen positiven Unterschied für die Welt bewirkt, nicht wahr? Doch statt zur besten Version von sich selbst zu werden, verzetteln sich viele Menschen damit, anders zu sein. Und entfernen sich damit immer mehr von der eigenen Einzigartigkeit. Und das will ich mit diesem Artikel gerne ändern. Damit Sie einen Satz ab sofort häufiger voller Stolz hören können: “Du bist einzigartig!”

Einzigartig statt anders

„Männer gesucht für eine waghalsige Reise. Geringer Lohn. Bittere Kälte. Komplette Monate in völliger Dunkelheit. Permanente Gefahr. Sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Falle von Erfolg.“ Mit dieser Anzeige suchte der britische Polarforscher Sir Ernest Shackleton im Jahr 1914 nach mutigen Mitstreitern für seine geplante Antarktisexpedition.Und es klingt nicht gerade nach einer typischen Stellenausschreibung, wie sie ein moderner Personalmanager heute verfassen würde, oder? 
 
Denn wer wählt schon freiwillig das Risiko? Wer setzt sich bewusst bitterer Kälte, monatelanger Dunkelheit und einer minimalen Wahrscheinlichkeit auf sichere Rückkehr aus? Doch Sie werden staunen, denn für über 5.000 Männer und drei Frauen schienen genau diese Aussichten die größtmögliche Motivation gewesen zu sein, als sie sich für die Expedition bewarben. 56 von ihnen machten sich später gemeinsam mit Sir Ernest Shackleton an Bord des Polarschiffs Endurance Richtung Südpol auf.
 
Hätten Sie sich ebenfalls auf diese Anzeige beworben? Ich möchte Sie nämlich mit diesem Artikel für eine Expedition begeistern, die Ihnen mindestens genauso viel Wagemut, Courage und Kühnheit abverlangen wird, wie es vor genau 100 Jahren die Reise ins ewige Eis tat. Ich spreche von dem Weg zur individuellen Einzigartigkeit, dem Mut zum Leben der eigenen Werte und der Umsetzung Ihrer geheimsten Träume. Und damit meine ich auf keinen Fall den aktuell immer mehr um sich greifenden Trend des „Hauptsache anders“, der mittlerweile für eine ganze Generation zu einem alles bestimmenden Mantra geworden zu sein scheint.

Was ist einzigartig? Eher: WER ist einzigartig?

Denn ist es nicht so? Jeder will heute anders sein. Um jeden Preis. Komme, was da wolle. Die Gründe sind nicht immer wichtig, Hauptsache man ist anders. Diese „Ich-bin-total-anders-Attitüde” spiegelt sich dann meist im Outfit, in Haltungen und bei Unternehmen in den verschiedensten Marketingkanälen wider. Die spannende Frage ist nun aber, warum so viele Menschen fast schon zwanghaft anders sein müssen. Ich glaube, es liegt an der Sehnsucht der grauen Masse, endlich nicht mehr zur grauen Masse gehören zu wollen. Und dieser Wunsch führt dann zu einer Suche nach leicht umsetzbaren Wegen, sich von dieser abheben zu können.
 
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass der Großteil mit den Ergebnissen dieser Philosophie nicht besonders glücklich ist. Denn je mehr man verzweifelt versucht, anders zu sein, desto mehr entfernt man sich von seiner eigenen Identität. Man lebt nach den Werten und Vorstellungen anderer Menschen und vergisst dabei, was einem selbst wichtig ist. Für mich allerdings die größte Ironie: Wenn alle auf einmal anders sind, dann sind am Ende ja doch wieder alle gleich, nicht wahr? Ich möchte Sie daher einladen, über eine viel waghalsigere Idee nachzudenken.

Die Persönlichkeit als Schlüssel zur Einzigartigkeit

Statt permanent ein unechtes „Anders sein um jeden Preis” zu verfolgen (und damit den Blick nach außen zu richten), lohnt sich der Blick auf Ihre einmalige Persönlichkeit (also der Blick nach innen). Erst, wenn Sie sich selbst erlauben, die eigene Einzigartigkeit zuzulassen, haben Sie den entscheidenden Schritt gemacht, sich von der großen Masse zu differenzieren. Und einzigartig zu sein ist nun mal etwas anderes, als anders zu sein. Ihre Werte, Überzeugungen, Talente, Fähigkeiten, Ihr Wissen und Ihre ureigenste Identität bilden in der Summe Ihre individuelle Einzigartigkeit. Trauen Sie sich, diese Einzigartigkeit wahrzunehmen und die einzelnen Faktoren auch nach Außen hin zu leben. Und auf einmal sind Sie dann doch anders. Aber auf eine Art und Weise, die es auf der Welt nur einmal gibt. Einzigartig eben.

Einzig statt artig: Trauen Sie sich, die eigene Einzigartigkeit zu leben

Und es ist auch gar nicht so schwer, wie Sie möglicherweise denken, denn noch nie war es so einfach wie heute, aus der Masse herauszustechen und einen Unterschied zu machen. Wo auch immer Sie sich umschauen, werden Sie einen dominierenden Zustand erblicken: Mittelmaß. Die meisten Jobs sind mittelmäßig, die Qualität der meisten Produkte und Dienstleistungen ist mittelmäßig, und auch der Kundenservice ist meistens mittelmäßig. Die große Masse ist nicht wirklich zufrieden, aber auch nicht komplett unzufrieden.
 
Vor Kurzem habe ich beim Warten am Flughafen ein Gespräch zwischen zwei Geschäftsleuten mitbekommen, welches ich typisch für diese Art der Lebenseinstellung finde. Einer der beiden Herren fragte seinen Kollegen: „Und, wie geht´s dir so?“ Dieser seufzte kurz und antwortete dann: „Na ja, muss ja. Und bei dir so?“ Worauf sein Gesprächspartner nur kurz mit den Schultern zuckte und entgegnete: „Auch. Man kämpft sich halt so durch.“

Jenseits des Mittelmaßes heißt es: “Du bist einzigartig!”

Ich bin sicher, Sie haben diese Art von Unterhaltung schon mehr als einmal mitbekommen, oder? Das Lebensgefühl in der heutigen Wohlstandsgesellschaft ließe sich wohl ziemlich gut mit „so lala“ beschreiben. Mittelmäßig eben. Und weil das Mittelmaß so omnipräsent ist, driften auch die Lebensentwürfe der meisten Menschen in genau diese Richtung. Der langjährige Arbeitsplatz, die Beziehung zu Partner und Kindern sowie die generelle Zufriedenheit haben sich irgendwann auf einem gewissen Level eingependelt und sind meist weder Fisch noch Fleisch. Aber statt all diese Dinge aktiv zu verändern, hat man sich mit dem Mittelmaß arrangiert und verwaltet lieber den ungeliebten Status quo. Denn wer weiß, ob es nicht noch schlimmer kommt.
 
Zeit, dies zu ändern, finden Sie nicht auch? Der von mir sehr geschätzte Marketing-Guru Seth Godin hat in seinem Buch „Purple Cow“ zwei sehr bemerkenswerte Dinge gesagt. Zum einen stellt er fest, dass die vermeintlich sicheren Wege in Zeiten des immer schneller werdenden Wandels längst zum neuen Risiko geworden sind. Weiterhin sagt er, dass Sie als Persönlichkeit entweder unsichtbar oder einzigartig sein können.
 
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Sie können entweder unsichtbar oder einzigartig sein

Meiner Meinung nach trifft er damit den Nagel auf den Kopf. Und wenn man die erste der beiden Godin-Feststellungen umkehrt, wird sogar eine richtig gute Strategie daraus: Bewusst Risiken einzugehen, das ist längst der einzig sichere Weg geworden. Handeln statt abwarten lautet das Mantra, das Sie sich täglich immer wieder vergegenwärtigen sollten. 
 
Ich bin fest davon überzeugt, dass es in der heutigen Zeit nur dann gelingt, erfolgreich zu sein, wenn Sie sich von den ausgetretenen Pfaden entfernen, es wagen, die notwendigen Veränderungen aktiv anstoßen und auch einmal riskante Entscheidungen treffen. Wenn Sie den Ausreden Lebewohl sagen und stattdessen Verantwortung übernehmen. Wenn Sie aufhören zu warten und sich auf den Weg zu Ihrer individuellen Einzigartigkeit machen. Und glauben Sie mir, in einer Welt, die von Mittelmaß dominiert wird, werden Sie sehr schnell aus der Masse herausragen.
 
Das größte Risiko ist heute, den vermeintlich sicheren Weg zu gehen. Sich auf veraltete Konzepte zu verlassen und sich der Hoffnung hinzugeben, dass schon alles gut gehen wird. Der dänische Physiker Niels Bohr hat einmal gesagt: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ 
 
Trotzdem wage ich an dieser Stelle einmal eine solche. In den nächsten zehn Jahren werden wir mit Veränderungen konfrontiert sein, die dramatische Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Arbeitswelt und unseren Alltag haben werden. Was gestern noch Standard war, kann heute schon längst überholt sein und sich morgen schon wieder ändern. Die Märkte wandeln sich teilweise dramatisch und die Kunden verhalten sich komplett anders als noch vor ein paar Jahren.

Die eigene Persönlichkeit als Fixpunkt in Zeiten der Veränderung

Ebenso gehören Meldungen über Währungskrisen, Bürgerkriege und Rezessionen mittlerweile zum Alltag. Großkonzerne gehen Pleite und eine riesige Anzahl von Arbeitsplätzen wird in naher Zukunft nicht mehr existent sein. Alles ändert sich. Nichts bleibt gleich. Doch auch in diesen Zeiten rasanten Wandels gibt es eine Konstante, einen Fix- und Angelpunkt, an dem Sie Ihre Lebensplanung jederzeit voller Selbstvertrauen ausrichten können.
 
Ich spreche von Ihnen. Ihrer Persönlichkeit. Ihrer Einzigartigkeit. Sie selbst werden der einzige Faktor sein, auf den Sie sich wirklich verlassen können. Jobs, Krisen, Arbeitgeber, Moden und Veränderungen kommen und gehen. Doch Sie werden immer da sein. Und je gefestigter Ihre individuelle Identität ist, desto einfacher wird es Ihnen fallen, auch den größten Stürmen, Gegenwinden und Herausforderungen zu trotzen. Investieren Sie daher so viel und so häufig wie möglich in Ihre individuelle Einzigartigkeit. In Ihr Wissen, Ihre Fähigkeiten und in Ihre persönliche Entwicklung. Das Risiko ist längst die neue Sicherheit geworden.

Machen Sie sich auf den Weg. Und zwar auf Ihren.

Entscheidend ist, dass Sie sich auf den Weg machen. Und zwar auf Ihren. Nicht auf einen, den andere Menschen für Sie ausgewählt haben, sondern einen, der Sie Ihren Zielen, Ihren Erwartungen und Ihren Träumen näher bringt. Dabei spielt es keine Rolle, wo Sie heute stehen. Egal, in welchem Bereich Sie tätig sind, egal, von welchem Ausgangspunkt Sie starten, und egal, wie gut Sie heute schon sind.
 
Ich habe in den letzten fünfzehn Jahren als Business Coach mit Hunderten von Unternehmern und Führungskräften gearbeitet. Mit jungen und alten, mit guten und schlechten, mit motivierten und desillusionierten. Und in der Summe dieser Erfahrungen habe ich eine Sache festgestellt. Es geht niemals darum, der Beste von allen zu werden. Noch viel weniger geht es darum, sich mit anderen zu vergleichen. Nicht mit Menschen, die schon seit zehn Jahren da sind, wo Sie noch hinwollen, aber auch nicht mit denen, die Sie schon vor zwei Jahren überholt haben. 

Werden Sie zur besten Version von sich selber

Nein, solche Vergleiche führen zu nichts. Stattdessen geht es immer nur um eine einzige Sache: Als Mensch zu wachsen und alles dafür zu geben, heute besser zu sein, als Sie es gestern waren. Zu besten Version von sich selbst zu werden. In Ihnen steckt so viel Potenzial, dass Sie sich niemals mit weniger zufrieden geben sollten. So viele Menschen verschwenden leichtfertig ihre Talente, weil sie sich täglich einreden, dass es für sie unmöglich sei, erfolgreich zu sein oder einen Unterschied machen zu können. Welch ein Irrtum.
 
Stellen Sie sich nur einmal vor, was passiert wäre, wenn Michael Jordan nicht so viel Zeit auf dem Trainingsplatz verbracht hätte, sondern stattdessen Hobbybasketballer geworden wäre. Wenn Eric Clapton nicht sieben Tage die Woche acht Stunden am Tag Gitarre geübt, sondern sich eingeredet hätte, dass es völlig okay sei, nur auf dem Schulfest der Kinder zu spielen. Oder wenn Salvador Dali seine Talente nicht in Form von außergewöhnlichen Bildern ausgedrückt, sondern auf die Bedenken seines Umfelds gehört hätte und Beamter geworden wäre.
 
Ich würde mir wünschen, dass Sie hier und jetzt eine Entscheidung treffen und sich auf den Weg zu Ihrer individuellen Einzigartigkeit machen. Nutzen Sie Ihr inneres Feuer, um im Außen einen Unterschied zu machen. Und geben Sie sich bitte niemals mit Mittelmaß zufrieden, nur weil das mittlerweile der gesellschaftliche Standard ist. Geben Sie dort, wo Sie jetzt stehen, Vollgas. 

Der Weg ist das Ziel. Auch beim Thema Einzigartigkeit

Oder um es mit den Worten von Martin Luther King zu sagen: „Wenn es dir im Leben zufällt, Straßen zu kehren, dann kehre die Straßen, wie Michelangelo Bilder malte. Kehre die Straßen, wie Beethoven Musik komponierte. Kehre die Straßen, wie Shakespeare dichtete. Kehre die Straßen so gut, dass alle Heerscharen im Himmel und auf Erden innehalten müssen und sagen: ‚Hier lebte ein großer Straßenkehrer, der seine Aufgabe gut gemacht hat.‘“
 
Die Expedition von Sir Ernest Shackleton ist übrigens gescheitert. In der ewigen Kälte der Antarktis wurde die Endurance hunderte Meilen vor dem Ziel vom meterhohen Packeis zerquetscht. Fast ein Jahr lang lebte die Crew auf einer Eisscholle und hoffte, dass diese irgendwie nach Norden driften würde. Die Männer schliefen in gefrorenen Schlafsäcken und ernährten sich von Pinguinfett und ihren Schlittenhunden, die sie nach und nach erschossen. 
 
Als die Eisscholle eines Tages auseinanderzubrechen drohte, retteten sich die Männer in einer verzweifelten Aktion zunächst auf eine unbewohnte Insel, bevor sich Shackleton gemeinsam mit fünf Gefährten in einem nur sieben Meter langen Boot aufmachte, um Hilfe zu holen. Und tatsächlich. Nach fünfzehn endlosen Tagen gelangten sie über den stürmischen Atlantik bis zu einer Walfangstation in Südgeorgien. 
 
Und weitere drei Monate später sammelten sie mit einem Schlepper die restlichen Teammitglieder von der Insel ein. Fast zwei Jahre nach ihren waghalsigen Aufbruch ins Eis. „Ich habe es geschafft“, telegrafierte Shackleton damals seiner Frau. „Nicht ein Leben verloren auf dem Weg durch die Hölle.“

Ziele setzen (und erreichen) mit der SEKSI Formel

Ziele setzen: Mythos oder wichtiger Erfolgsfaktor?

Über das Thema “Ziele setzen” gibt es unzählige Bücher, Vorträge, Seminare und insbesondere Methoden, die bekannteste davon sicherlich die SMART Formel. Doch in der Bewertung von Zielen ist man sich dann doch wieder uneinig. Während die einen sagen “Wer keine Ziele hat, der hat das Ziel, unzufrieden zu sein”, bewerten die anderen das Ziele setzen zwar als durchaus wichtig, gehen aber weniger dogmatisch an das Thema ran und behaupten, dass der Weg das eigentliche Ziel sei. Doch wo liegt jetzt die Wahrheit? In diesem Artikel wollen wir uns genau dieser Frage widmen.
 

Ziele als Leuchtturm im Leben

„Darf ich Sie kurz sprechen?“ Diese Frage stellte mir ein sympathischer Herr am Rande einer Signierstunde, die ich vor kurzem in Süddeutschland durchführte. „Gerne“, antwortete ich, „was kann ich für Sie tun?“ Was dann kam, erlebe ich fast täglich. Innerhalb von drei Minuten erzählte er mir in komprimierter Form, dass zurzeit in seinem Leben einiges nicht so lief, wie er es sich vorstellte. Ganz besonders frustrierte ihn die Beziehung zu seiner Frau, mit der er gerade in Scheidung lebte, er steigerte sich in seine schlechten Gefühle immer mehr hinein.
 
Irgendwann drehte er sich nur noch im Kreis, sodass ich ihn unterbrach: „Ich verstehe, die Beziehung zu Ihrer Frau macht Sie zurzeit sehr unzufrieden. Was genau kann ich da für Sie tun?“ Und schon erzählte er mir die gesamte Geschichte noch einmal von vorne, aber mit noch mehr Details. Ich unterbrach ihn wieder und fragte erneut, was genau er sich von unserem Gespräch erwartete.
 
„Na ja“, sagte er, „da muss es doch irgendeine Technik geben, dass ich nicht immer so frustriert bin.“ „Die gibt es sogar“, antwortete ich, „was wollen Sie denn mit dieser Technik erreichen?“ Und das ganze Spiel ging wieder von vorne los. Mit jeder Runde, die der sympathische Herr drehte, fokussierte er sich mehr auf sein Problem und hoffte, von mir einen Ratschlag zu erhalten.

Ziele setzen sorgt für Orientierung und Klarheit

Sein eigentliches Problem lag in diesem Moment jedoch ganz woanders. Er wusste nämlich überhaupt nicht, was er wollte. Er weigerte sich, Ziele zu setzen, hatte sich nicht einmal gefragt, was an die Stelle der Frustration treten sollte und wie er sich die zukünftige Beziehung zu seiner Frau vorstellte. Möglicherweise kennen Sie das auch. Sie wissen ganz genau, was Sie alles nicht mehr wollen. Was Sie aber stattdessen erreichen möchten, dass können Sie nicht mit Bestimmtheit sagen.
 
Aber wie wollen Sie sich erfolgreich verändern, wenn Sie nicht wissen, wie die Resultate Ihrer Vorhaben aussehen sollen? Im Verlauf dieses Artikels wollen wir uns daher mit dem wichtigen Thema „Ziele setzen“ auseinandersetzen. Aber keine Sorge, ich werde Sie weder mit den immer gleichen (und leider nicht wirksamen) Zieleformeln quälen, noch werden wir in die Theorie abdriften. Mein persönliches Ziel ist einfach: Ich möchte, dass Sie genau das Leben führen können, von dem Sie träumen. Lassen Sie uns also beginnen. Sind Sie bereit?

Ziele setzen beginnt mit einer Analyse des Status Quo

Dann benötige ich von Ihnen jetzt nichts anderes als eine schonungslos ehrliche Antwort auf die folgende Frage: „Wie glücklich sind Sie im Moment in folgenden Bereichen auf einer Skala von 1 bis 10?“, wobei 1 für „gar nicht“ und 10 für „nicht zu übertreffen“ steht.
 
  • Beruf
  • Familie
  • Beziehung/Partnerschaft
  • Persönliche Entwicklung
  • Gesundheit
  • Finanzen
  • Spiritualität
  • Unternehmerischer Erfolg bzw. Karriere
 
Ich bin übrigens nicht an politisch korrekten, sozial verträglichen oder in blumige Worte verpackten Antworten interessiert. Stattdessen möchte ich wissen, was Sie fühlen und wie es Ihnen wirklich geht. Und wenn Sie mir doch eine oberflächliche Antwort geben, dann kann ich damit auch leben, weil es nämlich nicht um mich, sondern ausschließlich um Sie geht. Anderen können Sie etwas vormachen. Den Menschen, der Sie jeden Morgen im Spiegel anschaut, können Sie hingegen auf Dauer nicht belügen.

Von Zielen, Träumen und Visionen

Je ehrlicher Sie zu sich selber sind, desto einfach wird es, eine Kurskorrektur vorzunehmen. Möchten Sie also noch einmal antworten? Gut. Wenn Sie mit irgendeinem Bereich Ihres Lebens unzufrieden sind, ein gewisses Frustrationslevel erreicht haben oder gerne mehr erreichen möchten, dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Aber welche Ziele haben Sie? Wovon träumen Sie? Welche Vision treibt Sie an?
 
Und schon sind wir beim entscheidenden Punkt, wenn es um das Ziele setzen geht. Denn die meisten Menschen wissen zwar ganz genau, was sie alles nicht mehr wollen, aber was denn an die Stelle der alten Dinge treten soll, darüber sind sie sich nicht im Klaren. Nachdem Sie eine unumstößliche Entscheidung für die Veränderung getroffen haben, ist es im nächsten Schritt wichtig, genau festzulegen, wie die konkreten Resultate aussehen sollen. 
 
Ich möchte Ihnen daher meinen bevorzugten Ziele setzen Prozess vorstellen, den ich regelmäßig mit meinen Coaching-Klienten nutze, um gemeinsam herauszufinden, was diese wirklich wollen. Und es geht immer genau mit dieser Frage los: „Was wollen Sie in Zukunft sein, tun oder haben?“ Die dann folgenden Antworten lassen sich in sechs verschiedene Kategorien aufteilen:
 
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Die 6 Stufen von Zielen

  1. (Wunsch-)Traum – zum Beispiel: Ich wäre gerne reich. Ich würde gerne mein eigenes Unternehmen gründen. Ich möchte erfolgreich sein.
  2. Vision:  Ich werde der beste Autoverkäufer Berlins. Unsere Marke ist in ganz Europa bekannt und erfolgreich. Mein Unternehmen macht 1 Million Umsatz und ist Marktführer im Bereich XYZ.
  3. Richtung: Ich möchte irgendwas mit Medien machen. Wir werden das Marketing intensivieren. Ich werde mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.
  4. Ziel: Bis zum 31.12. stellen wir zehn neue Azubis ein. Im Jahr 2015 verkaufe ich 50.000 Bücher. Bis Ende des Jahres habe ich acht Kilo abgenommen.
  5. Plan: Pro Tag rufe ich fünf Kunden an. Ich trainiere viermal pro Woche nach dem Fitnessplan XYZ. Ich schreibe jeden Tag von sechs bis sieben Uhr an meinem neuen Buch.
  6. Machen: Tun. Umsetzen: Ins Handeln kommen.
 
Je höher wir uns in dieser Liste befinden, desto größer sind das Abstraktionslevel und der emotionale Antrieb. Je weiter wir uns nach unten bewegen, desto konkreter wird es, während die Emotionen weniger werden. Im Normalfall werden die sechs einzelnen Stufen sequenziell durchlaufen. Aus einem Traum wird eine Vision, die irgendwann in eine noch recht vage Richtung mündet. Je mehr man sich mit dieser beschäftigt, desto klarer werden die einzelnen Ziele, für die man dann konkrete Pläne entwickelt, die schlussendlich umgesetzt werden.

Viele Ziele entwickeln sich erst auf dem Weg

Manchmal kommt es jedoch auch vor, dass eine Vision oder eine grobe Richtung so emotional besetzt ist, dass man ohne Umwege direkt ins Machen kommt und die Ziele und Pläne erst im Nachhinein schmiedet. Aber wie genau der Weg aussieht, spielt keine große Rolle, denn im Endeffekt geht es immer darum, Ihre Vorhaben in Ergebnisse zu transformieren und aus Wünschen konkrete Resultate werden zu lassen.
 
Lassen Sie uns also genau damit beginnen. Wenn Sie wissen, wohin Sie wollen und sich zeitnah auf den Weg machen, dann ist das der entscheidende nächste Schritt für nachhaltige Veränderungen. Aber viele Menschen scheitern leider genau an diesem Punkt, weil Sie auf die folgende Frage keine passende Antwort haben: „Wo will ich überhaupt hin?“ Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt, möglicherweise in jüngster Zeit? Dann möchte ich Ihnen gerne eine wunderbare Übung vorstellen, die Ihnen dabei helfen wird, Struktur und Klarheit in Ihre Wünsche, Visionen, Richtungen, Ziele oder Pläne zu bringen.

Eine effektive und wirkungsvolle Ziele Übung

Und so geht´s: Greifen Sie sich Zettel und Stift (oder eine Notizapp Ihrer Wahl) und nehmen Sie sich ausreichend Zeit für ein ausgiebiges Zukunfts-Brainstorming. Stellen Sie sich folgende Frage: „Was will ich in Zukunft sein, tun oder haben?“ Und dann legen Sie los. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Ohne jegliche Bewertung. Lassen Sie Ihren Stift fließen und Ihr inneres Feuer brennen. Was wollten Sie schon immer mal machen? Was erreichen? Welche Ziele haben Sie? Schreiben Sie mindestens 15 Minuten lang und notieren Sie wirklich alles, so klein und unwichtig es Ihnen auch vorkommen mag.
 
Nachdem Sie diese Aufgabe erledigt haben, trinken Sie am besten erst einmal einen Kaffee oder gehen eine Runde spazieren. Danach nehmen Sie die Ergebnisse Ihres Brainstormings wieder zur Hand und schreiben neben jedes einzelne Ziel entweder eine „1“ oder eine „2“.
 
  • Dabei steht die „1“ für „Dieses Ziel ist mir sehr wichtig, ich mache mich auf jeden Fall an die Umsetzung“ .
  • Und die „2“ bedeutet „Dieses Ziel lasse ich los“.

Manche Ziele muss man loslassen

Möglicherweise fragen Sie sich jetzt: „Wie bitte, ich soll mein Ziel loslassen, wozu habe ich es dann aufgeschrieben?“ Aber Sie werden sehen, wie wichtig dieser Schritt für Sie sein kann. Es gibt einfach Ziele, die wir schon seit Jahren wie einen schweren Rucksack mit uns herumschleppen und deren Umsetzung wir immer wieder hinauszögern. Ist es nicht so? Denken Sie immer daran: Es hat schon seinen Grund, warum Sie diese Ziele bisher nicht umgesetzt haben. Alles hat seine Zeit. Und jetzt benötigen Sie Ihre Kraft und Energie für Ihre neuen und aktuell wichtigen Vorhaben.
 
Also weiter im Prozess. Als Nächstes schreiben Sie Ihre „1er“- und „2er“-Ziele auf ein separates Blatt, sodass Sie nun eine Liste mit aktuellen und eine mit nicht mehr aktuellen Vorhaben vor sich liegen haben sollten. Nun gilt es, sich von Ihren „alten“ Vorhaben zu verabschieden. Lassen Sie sich ein schönes Ritual einfallen und verbrennen Sie den Zettel beispielsweise in Ihrem Kamin, in Ihrem Garten oder in einem feuerfesten Blumentopf. Vertrauen Sie mir, dass ist weder peinlich noch esoterisch, sondern richtig befreiend und kraftspendend. Und diese Energie nutzen Sie nun, um sich um die Umsetzung Ihrer aktuellen Vorhaben zu kümmern.

Ziele erreichen mit drei verschiedenen Zeithorizonten

Nehmen Sie sich hierzu Ihre „1er“-Liste vor und schreiben neben jedes Vorhaben entweder ein „L“, ein „M“ oder ein „K“. Dabei stehen die einzelnen Buchstaben für die folgenden Kategorien:
 
  • L = Langfristiges Ziel mit einem Zeithorizont von zwei bis fünf Jahren
  • M = Mittelfristiges Ziel mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten
  • K = Kurzfristiges Ziel mit einem Zeithorizont von vier Wochen
 
Ihre langfristigen Vorhaben dienen Ihnen als anziehende Vision für die Zukunft. Feilen Sie an den einzelnen Formulierungen, bis Sie alleine beim Gedanken daran von einer riesigen Welle starker Gefühle durchflutet werden. Je emotionaler Ihre Assoziationen mit dem Ziel, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bereit sind, alles für die Erreichung zu tun. 

Lebensvisionen führen zu kraftvollen Zielen

Für eine größtmögliche Wirkung empfehle ich Ihnen, eine kraftvolle Vision für jeden einzelnen Lebensbereich zu entwickeln. Viele meiner Kunden haben auch große Erfolge damit erzielt, sich Ihre Vision als Poster im Büro aufzuhängen oder als Zettel im Portemonnaie mit sich zu führen. Denn je häufiger Sie sich (bewusst oder unbewusst) damit beschäftigen, desto unausweichlicher werden Ihre Ideen, Entscheidungen und Handlungen zur Umsetzung führen.
 
Da wir dabei allerdings von einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren sprechen, ist es wichtig, dass Sie sich für den Weg dorthin Meilensteine setzen. Jetzt kommen die mittel- und kurzfristigen Ziele ins Spiel. Gehen Sie hierzu sämtliche Vorhaben dieser Kategorie durch und stellen Sie sich bei jedem einzelnen vor, wie es sich anfühlt, wenn Sie den Meilenstein erreicht haben. Auch hier gilt: je emotionaler, desto besser.
 
Nehmen Sie sich nun ein weiteres leeres Blatt und notieren Sie Ihre drei wichtigsten Ziele. Sollten Sie bei diesem Schritt noch irgendwelche Schwierigkeiten haben, dann empfehle ich Ihnen meinen Artikel “Entscheidungen treffen lernen”.
 
Nun kommen wir zum letzten Schritt. Wir werden Ihre drei wichtigsten Ziele so lange überarbeiten, bis Sie gar nicht mehr anders können, als voller Motivation loszulegen und sich an die Umsetzung zu machen. Und ich kann Sie beruhigen, ich werde Sie nicht mit irgendwelchen Ziele-Formeln drangsalieren oder Sie damit quälen, so lange an irgendwelchen Details herumzuwerkeln, bis Sie nicht mehr die geringste Lust verspüren, ins Handeln zu kommen. Nein, stattdessen möchte ich Ihnen meine bewährten SEKSI Formel vorstellen, die mir schon seit vielen Jahren treue Dienste leistet. Die Arbeit mit dieser Formel geht schnell, ist zuverlässig und ganz besonders sorgt sie für die notwendige Klarheit.

Ziele setzen mit der SEKSI Formel 

Dabei ist S.E.K.S.I. ein Akronym, in dem jeder Buchstabe für eine wichtige Eigenschaft steht, die kraftvolle Ziele meiner Meinung nach besitzen sollten.
 

S wie SPEZIFISCH

Ihr Ziel sollte so detailliert und eindeutig wie möglich sein. Vage Wünsche oder „Wischi-Waschi“-Vorhaben sind an dieser Stelle des Prozesses fehl am Platz.

E wie EMOTIONAL

Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Ziel bereits erreicht. Was geschieht in Ihnen? Lässt Sie der Gedanke relativ kalt? Dann ist das Ziel nicht emotional genug. Werden Sie hingegen von einer Welle intensiver Gefühle durchflutet, dann werden Sie von ganz alleine ins Machen kommen. Die Frage, die Sie sich bei jedem Ziel stellen sollten: „Steckt mein Herzblut in dem Vorhaben?“

K wie KONKRET

Gibt es messbare Zwischenschritte, Meilensteine und einen Endtermin?

S wie SELBSTSTÄNDIG

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Können Sie Ihr Ziel selbstständig erreichen oder benötigen Sie andere Menschen dazu? Ein Beispiel: „Ich möchte im neuen Jahr zum Abteilungsleiter befördert werden“ ist ein Ziel, das diesem Kriterium nicht genügen würde, weil Sie vom Verhalten Ihres Vorgesetzten abhängig wären. Eine passende Alternative wäre hingegen: „Ich werde mich im kommenden Jahr mit Motivation und Spaß auf meine Arbeit stürzen und besonders viel Wert auf meine Resultate legen, damit mein Vorgesetzter bei der nächsten Beförderung nicht an mir vorbeikommt.“ 

I wie INITIATIV

Last but not least. Ist das Ziel so motivierend, dass Sie von sich aus eine Entscheidung treffen und loslegen?

Ziele müssen SEKSI sein

Wenn Sie Ihre drei wichtigsten Ziele nach allen Kriterien der S.E.K.S.I.-Formel überprüft haben, dann stehen die Chancen mehr als gut, dass Sie es kaum abwarten können, endlich loszulegen. Doch je größer Ihre Vorhaben sind, desto mehr wird das Leben Sie prüfen, ob Sie es auch wirklich ernst meinen. 
 
Und beim Überwinden dieser zwangsläufig auftretenden Hindernisse helfen Ihnen drei wichtige Faktoren: Ihr Mindset, positives Denken und kraftvolle Werte. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren der SEKSI Formel. Und natürlich interessiert mich Ihre Meinung zum Thema “Ziele setzen”. Schreiben Sie mir Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen gerne in die Kommentare.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Loslassen lernen – 7 Ideen für erfolgreiche Veränderungen im Leben

Loslassen lernen ist eine der wichtigsten Grundlagen für erfolgreiche und nachhaltige Veränderung. Jeder weiß es. Und doch ist es so schwer, denn etwas loszulassen gehört zu den Dingen, die sich sehr leicht anhören, aber in der Praxis häufig so ungeheuer schwer sind. 

Die Kunst des Loslassens – So gelingt Veränderung

Apropos, da habe ich eine Frage. Wie geht es Ihnen, werden Sie auch hellhörig, wenn Ihr Lebenspartner in diesem ganz besonderen Tonfall Ihren Kosenamen ruft und dann einen Satz wie diesen säuselt „Du Schatzi, wir sollten dringend einmal unseren Kleiderschrank ausmisten“? Genau das hat nämlich meine Frau vor kurzem zu mir gesagt. Und ich wusste sofort, was das bedeutete. Obwohl sie von „wir“ und „uns“ sprach, spürte ich ganz genau, dass sie damit etwas anderes meinte, nämlich dass ich dringend einmal meinen Kleiderschrank ausmisten sollte. 
 
Und tatsächlich, als ich ins Ankleidezimmer kam, standen da schon mehrere dieser großen blauen Säcke für mich bereit. Und damit ich auch genau wusste, was es damit auf sich hat, klebte ein gelbes Post-it daran: „Nicht vergessen, die Säcke nach dem Ausmisten ins Franziskanerkloster zu bringen!“ Im ersten Moment war ich bedient. Als ich aber einen Blick auf meinen überfüllten Kleiderschrank warf, dachte ich mir: „So ganz unrecht hat sie vielleicht nicht.“ Ich hatte nämlich im Jahr zuvor deutschlandweit Vorträge für eine große Modekette gehalten und in dieser Zeit bestimmt fünfundvierzig nagelneue Hemden mit nach Hause gebracht. 
 
Also traf ich schweren Herzens eine Entscheidung: „Okay, ich sortiere vierzig Hemden aus!“ Ich fing an, die guten Stücke einzeln aus dem Schrank zu holen. Aber schon als ich das erste in den Sack legen wollte, kamen die Erinnerungen hoch: „Hach, in diesem Hemd hast du den letzten Abend im Urlaub verbracht. Das war doch dieses schöne Candlelight-Dinner.“ Also packte ich es zurück in den Schrank. Dann kam das zweite. Ich seufzte: „Hmm, das hatte ich ja bei der Einschulung von Emma an. Viel zu schade.“ Zurück in den Schrank. Bei jedem einzelnen Hemd schwelgte ich in schönen Erinnerungen und brachte es einfach nicht übers Herz, mich davon zu trennen.

Loslassen können ist gar nicht so einfach

So kam es, dass ich statt der geplanten vierzig Hemden am Ende nur sieben Stück aussortierte. Nämlich diejenigen, die ich noch nie getragen hatte. Aber wissen Sie, welcher Gedanke mir kam, als ich das letzte davon in den Sack stecken wollte? „Was ist, wenn ich diese Hemden noch einmal brauche?!“ Kennen Sie solche Gedanken? Sie wissen zwar rational genau, dass Sie etwas loslassen müssten, trauen sich aber nicht richtig? 
 
Das liegt ganz einfach daran, dass in diesen Fällen die Gefühle eine viel größere Rolle spielen als der rationale Verstand. Sie erinnern sich an die schönen Momente, und welche Bedeutung diese Dinge in Ihrem Leben einmal hatten. Doch alles hat seine Zeit. Und während ich vor den Säcken saß, musste ich an den Film Fight Club denken, in dem Edward Norton einen Satz sagt, der mich sehr inspiriert hat: „Wir besitzen die Dinge so lange, bis die Dinge anfangen, uns zu besitzen.“
 
Da ist eine Menge dran, oder? Den Großteil von dem ganzen Zeug, das wir im Laufe der Jahre angehäuft haben, besitzen wir einfach nur, weil es eben da ist. Wir benutzen es weder, noch hat es einen Wert für uns. Wir bewahren es für eine eventuelle Benutzung in der Zukunft auf, zu der es sowieso niemals kommen wird. Trotzdem trauen wir uns nicht, die Dinge loszulassen. Und das gilt noch mehr für Veränderung. 

Erfolg heißt zu wissen, was gestern funktioniert hat

Die meisten Menschen haben gar nicht so große Probleme damit, neue Ideen zu akzeptieren. Vielmehr ist es die Angst davor, die alten loszulassen. Die berühmte Komfortzone lässt grüßen. Aber wie wollen Sie neue Wege gehen, wenn Sie morgen das Gleiche tun, was Sie heute, gestern und vorgestern auch schon getan haben? Mutige Entscheidungen legen sich immer fest. Problem oder Lösung. Zögern oder Machen. Kompliziert oder einfach. Stillstand oder neue Wege gehen. Wagen Sie es so oft wie möglich, die Dinge loszulassen, die Sie daran hindern, die nächste Stufe Ihrer Entwicklung zu nehmen. Denn heute Erfolg zu haben, heißt vor allem eins: zu wissen, was gestern funktioniert hat.
 
Genau das war meine größte Herausforderung in den Anfangstagen meiner Selbständigkeit. Ich dachte, ich könnte einfach so weitermachen wie bisher. Doch nur, weil ich als Manager in einem großen Konzern erfolgreich war, hieß das noch lange nicht, dass ich auch ein erfolgreicher Unternehmer sein konnte. Also habe ich eine Sache auf die harte Tour lernen müssen: Kunden interessiert es niemals, wie toll Sie gestern waren. Die interessiert ausschließlich: Wie gut sind Sie heute? Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. 
 
Dieses Muster finden Sie überall. Kennen Sie nicht auch diese Menschen, die jegliche Veränderungsideen mit folgenden Worten direkt abbügeln? „Ick mach den Job hier seit 20 Jahrn. Ick wees janz jenau, wie der Hase läuft.“ Doch dieses Denken ist ausschließlich rückwärts gerichtet. Peter Drucker gilt als der größte Management-Denker des letzten Jahrhunderts. In seinem Standardwerk namens Management hat er einen sehr interessanten Satz niedergeschrieben: „Erfolg macht die Verhaltensweisen überflüssig, durch die er entstanden ist.“ Noch besser hat das vor kurzem Karl Lagerfeld in einem Interview zusammengefasst: „In der Minute, in der Sie glauben, Sie seien toll, Sie hätten es geschafft, ist es aus. Es gibt keinen Kredit auf die Vergangenheit.“ Oder in meinen etwas einfacheren Worten: Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. Weil uns nichts so sehr bequem werden lässt wie vergangene Erfolge.
 
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Loslassen Psychologie: Darum ist es so schwer

Wenn Sie den Mut haben und die Dinge loslassen, die Sie daran hindern, zu wachsen und besser zu werden, dann wird Erstaunliches passieren. Denn auf diese Weise können Sie eines der universellen Gesetze der Veränderung nutzen. Haben Sie nämlich Ihre generelle Lebensphilosophie auf Überflussdenken aufgebaut, dann besitzen Sie das notwendige Vertrauen, dass jedes entstehende Vakuum durch etwas Besseres, durch etwas Schöneres ersetzt wird. 
 
Was sich so einfach anhört, fällt allerdings auch mir nicht immer leicht. Sie glauben ja gar nicht, wie viel Zweifel ich manchmal habe, wenn ich einen bestimmten Auftrag ablehne, einen wichtigen Geschäftszweig loslasse oder eine vielversprechende Idee aufgebe. Sofort kommen mir dann Gedanken wie „Ich werde bestimmt verhungern“, oder „So einen guten Kunden finde ich nie wieder“. Doch ich habe im Laufe der Zeit auch etwas anderes losgelassen, nämlich den Gedanken, dass ich frei von Zweifeln wäre. Jeder zweifelt. Sie genauso wie ich. Es ist nicht nur menschlich, sondern hört auch nie auf. 
 
Wenn Sie denken, dass erfolgreiche Menschen niemals zweifeln würden, dann täuschen Sie sich gewaltig. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Erfolgreichen genau wissen, wann sie ihr Glas wieder abstellen müssen. Und trotz aller Zweifel läuft es jedes Mal wieder nach dem gleichen Muster ab. Immer wenn ich eine schwere Entscheidung treffe und im Vertrauen auf den Überfluss loslasse, wird das entstandene Vakuum mit etwas Besserem gefüllt. Ich bekomme zuverlässigere Kunden, erhalte lukrativere Aufträge und mache noch mehr und vor allem nachhaltigeren Umsatz.

Loslassen lernen: Vertrauen Sie dem Universum

Nicht immer kommt das Gute sofort und auch nicht immer aus der Richtung, aus der Sie es erwarten würden. Das Leben geht in diesen Dingen manchmal verworrene und verschlungene Wege. Doch mit einem gewissen Vertrauen in die Kraft eines Vakuums wird eine entstandene Lücke immer durch etwas Besseres ersetzt werden. „Aber, Ilja, was genau soll ich denn jetzt loslassen?“ Das ist eine gute Frage. Und ich kann Sie Ihnen nicht beantworten. Oft ist es nur eine einzige Sache, die Sie loslassen müssen, um damit eine kleine Lawine von positiven Entwicklungen loszutreten. 
 
Das Fiese an der Sache ist allerdings, dass Sie im Vorfeld solcher Entscheidungen eigentlich immer ein ungutes Gefühl haben. Kein Wunder, denn die meisten Dinge, die Sie am dringendsten loslassen sollten, haben einen wichtigen Platz in Ihrem Leben eingenommen. Ihr gesamtes Inneres sträubt sich insolchen Momenten und ruft: „Auf keinen Fall, das ist wichtig. Das brauchen wir noch.“ 
 
Aber die Veränderungen, vor denen Sie am meisten Angst haben, bringen nun mal die größten Durchbrüche. Und so wie mir damals in meinem Ankleidezimmer mein Bauchgefühl sagte, dass die Zeit der Hemden gekommen sei, so spüren Sie ebenfalls, dass ein Teil von Ihnen zwar laut protestiert, Sie aber trotzdem handeln sollten. In solchen Fällen hilft das Training Ihrer Intuition, auf die Sie sich in solchen Fällen fast immer verlassen können.

Loslassen, was nicht glücklich macht

Kommen wir also zur entscheidenden Frage dieses Artikels: Was ist die eine Sache in Ihrem Leben, die Sie loslassen sollten? Wahrscheinlich spüren Sie schon lange, um was es sich dabei handelt, haben bisher aber viele gute Argumente gefunden, warum ein Loslassen hier scheinbar nicht in Frage kommt. Trotzdem kommt diese leise innere Stimme immer wieder und taucht in schöner Regelmäßigkeit an der Oberfläche auf.
 
Habe ich recht? Wenn Sie immer noch zweifeln (und das werden Sie, weil es vollkommen normal ist), dann gehen Sie tief in sich und stellen sich dann folgende Frage: „Was ist die eine Sache in meinem Leben, die ich loslassen sollte?“ Achten Sie nun auf die Antwort, die Ihnen als Allererstes in den Sinn kommt. Egal, wie unrealistisch oder unvernünftig die Idee auch klingen mag, mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich in diesem Moment genau um die Sache, von der Sie sich trennen sollten.
 
Benötigen Sie noch ein paar Ideen, was Sie alles loslassen können? Ich habe vor langer Zeit einmal eine Liste für mich erstellt, in der ich die Dinge zusammengefasst habe, die sich optimal dafür eignen, regelmäßig kritisch überprüft und hinterfragt zu werden. Denn wenn Sie loslassen lernen wollen, dann ist das große Ziel nichts anderes, als kritisch zu denken, geistig flexibel zu bleiben und alles dafür zu tun, der Bequemlichkeit des seelischen Niemandslands zu entfliehen. Obwohl ich in diesen Dingen mittlerweile geübt sein sollte, ertappe ich mich trotzdem häufig dabei, wie ich vor lauter Vorträgen, Terminen und Alltagsaufgaben den leichten Weg gehe und mir lieber meine eigene Komfortzone ausbaue. 

7 Dinge im Leben, die Sie loslassen können

Deshalb habe ich mir feste Termine im Kalender notiert, an denen ich die vermeintlichen Tatsachen des Lebens kritisch hinterfrage, meine Strategien überprüfe und meine Ziele justiere. Dies mache ich einmal im Monat und zum Jahreswechsel sogar ein ganzes Wochenende lang. Leicht wird das Loslassen übrigens nie, aber je häufiger Sie die faszinierenden Auswirkungen erleben, desto mehr Vertrauen werden Sie in Ihre Entscheidungen bekommen. Wollen wir beginnen? Hier sind meine persönlichen Loslass-Vorschläge.

Perfektion loslassen lernen

Für erfolgreiches Change Management ist es viel wichtiger, ins Handeln zu kommen, als auf Perfektion zu warten. Fehler passieren sowieso, Pläne gehen schief und viele große Steine warten auf dem Weg darauf, von Ihnen aus dem Weg geräumt zu werden. Außerdem habe ich eine Sache in meinem Job als Keynote Speaker gelernt: Perfektion wirkt immer ein wenig suspekt. Kleine Fehler zuzugeben und zu Schwächen offen zu stehen, kann hingegen viele Türen öffnen. Menschen mögen nämlich am liebsten Menschen, und keine Roboter. Lassen Sie die Idee los, perfekt sein zu wollen.

Glaubenssätze und Überzeugungen loslassen lernen

Hier fällt das Loslassen am schwersten, denn nichts auf der Welt verteidigen wir so gerne wie unsere eigenen Meinungen, Glaubenssätze und Überzeugungen. Aus diesem Grund verändern sich Menschen eben auch nur, wenn sie es wollen, und nicht, wenn sie es müssen. Hinterfragen Sie Ihre Überzeugungen also regelmäßig kritisch und ergebnisoffen. Ein guter Start ist immer folgender: „Ist diese Überzeugung wirklich meine eigene oder habe ich sie von meinem Umfeld, anderen Menschen oder den Medien übernommen? 
 
Und wenn es meine eigene ist, bringt sie mich meinen Zielen näher oder bremst sie mich?“ Lassen Sie limitierende Glaubenssätze und von anderen übernommene Überzeugungen los.

Erwartungen loslassen lernen

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Das Leben ist kein Ponyhof und schon gar nicht fair. Die Menschen sind es auch nicht. Und Sie können es nicht allen recht machen. Lassen Sie Ihre Erwartungen los, dass alles gerecht zugeht oder dass man Ihnen die Chancen und Möglichkeiten auf dem Silbertablett serviert. Lösen Sie sich von den Erwartungen anderer Menschen und machen Sie Ihr eigenes Ding. Und dafür sollten Sie Ihre eigenen Standards deutlich erhöhen.

Negative Menschen loslassen lernen

Ihr Inner Circle bestimmt über Erfolg oder Mißerfolg. Das gilt für sämtliche Lebensbereiche. Für Ihre Karriere, Ihre Gesundheit und Ihre Finanzen. Es macht einfach einen Unterschied, ob Sie Ihre Zeit mit positiven und innovativen Menschen verbringen oder ob Sie am Stammtisch mit bierseligen Energievampiren sitzen, deren Leben von Neid, Missgunst und Frust bestimmt wird. 
 
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es für uns ist, Menschen loszulassen, die einmal eine wichtige Rolle in unserem Leben gespielt haben. Doch auch hier gilt: Alles hat seine Zeit. Und wenn Sie sich als Person weiterentwickeln, aber die Menschen aus Ihrem Umfeld stehenbleiben, sollten Sie in Ihrem Tempo weitergehen. Je erfolgreicher Sie werden, desto häufiger werden Sie nämlich eine schmerzliche Erfahrung machen: Viele Freunde und Bekannte wollen überhaupt nicht, dass Sie erfolgreich werden. 
 
Und wenn Sie es Ihnen doch gönnen, dann aber bitteschön auf keinen Fall erfolgreicher, als sie selbst es sind.  Dies ist nicht mal böse gemeint, sondern nur das äußerlich sichtbare Verhalten, das aus dem Mangeldenken resultiert. Wie können Sie solche Erfahrungen vermeiden? Umgeben Sie sich ausschließlich mit Möglichkeitsdenkern, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen und bestärken. Und dazu gehört auch einmal ein kritisches Feedback. Aber lassen Sie bitte alle negativen Menschen in Ihrem Umfeld los und vertrauen Sie darauf, dass spannende Persönlichkeiten die Lücken füllen werden.

Kunden und Aufträge loslassen lernen

Haben Sie auch diesen bestimmten Kunden, der kaum Umsatz bringt, aber dafür permanent eine Sonderbehandlung wünscht? Bei dem nichts sofort funktioniert, der immer noch eine Nachfrage hat, und bei dem Sie jedes Mal einen hohen Zusatzaufwand betreiben müssen? Trauen Sie sich nein zu sagen, und lassen Sie los. Konzentrieren Sie Ihre Kraft und Energie lieber auf die Kunden, die niemals nörgeln, meckern oder reklamieren, dafür aber Ihre Leistungen zu schätzen wissen, Umsatz bringen und Sie gerne als Partner an der Seite haben. 
 
Und eines können Sie mir glauben, für den einen schwierigen Kunden stehen schon fünf andere vor der Tür, die nur darauf warten, mit Ihnen Geschäfte zu machen. Und zwar solche, die von einem Austausch von Werten geprägt sind.

Dinge und Zeug loslassen lernen

Keine Sorge, dies wird nicht der hundertste Aufruf zu einem besitzlosen Leben und auch keine Moralpredigt, dass es verwerflich sei, wenn Sie gerne konsumieren. Viel lieber möchte ich Ihr Bewusstsein dafür schärfen, wie viel von dem Zeug, das Sie angehäuft haben, für Sie entweder keinen Wert mehr hat oder nicht genutzt wird. Es gibt einen interessanten Artikel im Journal of Consumer Psychology aus dem Jahre 2011, der den treffenden Titel trägt: „If Money doesn’t buy you happiness, then you probably aren’t spending it right.“ 
 
Wenn Sie Freude an schönen Dingen, an teuren Uhren, an schnellen Autos oder an luxuriösen Klamotten haben, dann kaufen Sie sie sich und erfreuen sich daran. Wenn Sie von Haus aus glücklich und zufrieden sind, dann machen diese Konsumgüter Ihr Leben nämlich noch schöner. Nur wenn Sie den Konsum dazu brauchen, um glücklich zu sein, dann sollten Sie Ihre grundlegende Philosophie dringend überdenken. Doch wie viele Dinge befinden sich in Ihren Schränken, Ihren Kellern oder Garagen, die seit Jahren einfach da sind, und die Sie schon lange nicht mehr nutzen? 
 
Sortieren Sie hier gnadenlos aus. Was Sie im letzten Jahr nicht benutzt haben, werden Sie auch im nächsten nicht nutzen. Zeug, das nur noch da ist, weil es mal teuer war oder mit einer Erinnerung verknüpft ist, nimmt nur Platz und Energie weg für die Dinge, die wirklich wichtig für Sie sind. Es sagt ja niemand, dass Sie alles in den Müll werfen sollen. Verkaufen Sie Dinge auf Ebay, verschenken Sie Sachen an Freunde oder spenden Sie an wohltätige Einrichtungen. Wichtig ist aber vor allem, dass Sie loslassen und damit Platz und Freiraum für Neues schaffen. Probieren Sie es aus, ich garantiere Ihnen, dass Sie von der Wirkung begeistert sein werden.

Ziele und Träume loslassen lernen

Schleppen Sie auch schon seit Jahren diesen einen Traum mit sich herum? Verfolgen Sie auch ein bestimmtes Ziel, für dessen Umsetzung bisher einfach die Zeit fehlte? Dann sollten Sie einmal darüber nachdenken, ob Sie es nicht loslassen sollten. Manche Ziele und Träume sind wie die alten Hemden, die Ihren Kleiderschrank verstopfen. Sie kosten Kraft, Energie und Zeit. Vor allem aber blockieren Sie den Platz, den Sie für Ihre wichtigen Träume und Ihre aktuellen Ziele brauchen. Denken Sie im Zweifel immer wieder daran: Alles im Leben hat seine Zeit. Und es hat seinen Grund, warum Sie diese Dinge bisher nicht umgesetzt haben. Wagen Sie es, loszulassen, und verfolgen Sie lieber die Vorhaben, die Ihnen heute wichtig sind.

Loslassen bedeutet nicht loswerden

Gut, haben Sie einige Anregungen bekommen können? Ich bin mir bewusst, dass wir die Kunst des Loslassens sehr kurz betrachtet haben. Nicht umsonst gibt es ganze Bücher, die sich nur mit diesem einen Thema befassen. Aber wie so häufig wirken meistens die Dinge am besten, die auf den Punkt formuliert sind, und ich hoffe, Sie haben ein Gespür dafür bekommen, welche Kraft das Loslassen lernen haben kann. Unterm Strich läuft es tatsächlich nur auf eine einzige Handlung hinaus: Lassen Sie los, was Sie festhält. Mehr ist es nicht. 
 
Damit Ihnen das in Zukunft nicht mehr so schwer fällt, kommt nun der entscheidende Hinweis ganz zum Schluss. Ich habe nämlich herausgefunden, warum so viele Menschen zwar Weltmeister im Festhalten sind, ihnen das Loslassen aber so ungeheuer schwerfällt. Wie bei allen anderen Veränderungen auch liegt es auch in diesem Fall an der Bewertung. Hier kommt also ein Impuls, der Ihren Umgang mit der Kunst des Loslassens entscheidend verändern kann. Diesen Satz sollten Sie sich entweder aufschreiben oder so gut verinnerlichen, dass Sie ihn nie wieder vergessen:
 
Loslassen bedeutet nicht loswerden.
 
Diese Erkenntnis hat meinem Leben eine völlig neue Qualität gegeben. Sie kann es auch in Ihrem tun. Wenn Sie etwas loslassen, bedeutet das niemals, dass Sie etwas wegwerfen. Ganz im Gegenteil. Loslassen bedeutet einzig und allein, dass Sie etwas nicht mehr festhalten. 

Loslassen können – Die Perspektive, die alles verändert

Wenn ein Falke in einem Käfig festgehalten wird, drehen sich seine ganzen Gedanken nur darum, wie er fliehen kann. Lässt der Falkner aber los und schenkt dem Tier seine Freiheit, kehrt der Vogel immer wieder zurück zu dem Ort, wo er sich besonders wohlfühlt. Und daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: Wenn Sie etwas mit aller Macht festhalten müssen, dann ist diese Handlung vor allem von der Angst vor Verlust getrieben. Das, woran sie sich so krampfhaft klammern, hat Sie eigentlich schon vor langer Zeit verlassen. 
 
Wenn Sie es stattdessen wagen, alte Ideen, Überzeugungen oder auch Menschen loszulassen, werden Sie eine erstaunliche Feststellung machen. Manche dieser Dinge werden für immer verschwinden. Und das ist gut so, denn alles hat seine Zeit. Genauso wird es aber auch manches geben, was von sich aus wieder zu Ihnen zurückkehrt. Diese eine Idee, die einfach nicht lockerlässt. Diese Überzeugung, die Ihnen immer wieder begegnet. Und dieser ganz besondere Mensch, der gemeinsam mit Ihnen einen Neuanfang wagen möchte. 
 
Das ist das Großartige am Loslassen lernen. Sobald Sie nicht mehr krampfhaft festhalten, sondern den Dingen die Freiheit lassen, von sich aus zu Ihnen zurückzukehren, spüren Sie, was wirklich zählt und für Ihr Leben wichtig ist. Wagen Sie es, loszulassen, und schaffen Sie Raum für Ideen, Gedanken und Menschen, die Sie beim Erreichen Ihrer Großartigkeit und beim Leben Ihrer Träume unterstützen.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

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