CHANGE MANAGEMENT – SO GEHT VERÄNDERUNG IN DER ZUKUNFT

Change Management. Zu Deutsch Veränderungsmanagement. Wohl kein anderes Wort wird aktuell in Unternehmen und Organisationen häufiger verwendet. Kein Wunder. Schließlich ist der Wandel omnipräsent. Als Keynote Speaker zum Thema Change Management habe ich das große Privileg mit Unternehmen unterschiedlichster Größen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenarbeiten zu dürfen. Und ich kenn nicht ein einziges, dass nicht in irgendeiner Form von Veränderungen betroffen ist, teilweise sogar in sehr massiver Form.

Change Management: Warum sind Veränderungen schon lange nicht mehr „nice to have“?

Doch wenn wir uns über Change Management unterhalten, dann müssen wir zu Beginn gleich eines feststellen: Die Veränderung selber hat sich massiv verändert. Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen es alle paar Jahre einen Change Prozess gab (der mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt wurde), bevor man es sich dann wieder im neuen Status Quo gemütlich gemacht hat.

Heute leben wir in einer von Komplexität, Unsicherheit und einer immer größer werdenden Intensität geprägten Zeit, die u.a. durch folgende Faktoren bestimmt wird:

  • Globalisierung
  • Digitalisierung
  • Generationenwandel (Unterschiedliche Werte, Erwartungen, Lebensentwürfe)
  • Radikal verändertes Konsumentenverhalten
  • Wandel von Märkten
  • Krisen sämtlicher Art (Kriege, soziale Unruhen, Pandemien wie COVID-19 etc.)
  • Politische Entscheidungen (Regulierungen, Mindestlohn, Gesetze, Verbote etc.)
  • Technischer Fortschritt (Künstliche Intelligenz, Robotics, Machine Learning, Virtual Reality etc.)

 

Nur, wer auf diese Entwicklung mit mutigen Entscheidungen reagiert, wird auch in der Zukunft noch relevant sein. Und daraus folgt: Aktives Change Management ist schon lange nicht mehr „nice to have“, sondern ein messbarer Wettbewerbsvorteil. Oder noch mehr auf den Punkt gebracht: Es gilt verändern oder verändert werden. Change or Die.

Definition Change Management

Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir uns daher anschauen, was Change Management, bzw. Veränderungsmanagement überhaupt ist. Das Onlinelexikon Wikipedia definiert den Begriff wie folgt:

Change Management umfasst […] alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen.

Dies klingt natürlich ziemlich holprig, daher möchte ich gerne meine ganz persönliche Definition ebenfalls mit Dir teilen:

Change Management ist die nachhaltige Antizipation, Planung und Steuerung von sinnvollen Veränderungsprozessen in einer Organisation. Modernes Change Management fokussiert sich zu gleichen Teilen auf die Planung, Steurung und Kontrolle von Prozessen, Methoden und Instrumenten, sowie auf das Einbeziehen, Empowern und Führen der beteiligten Menschen, die der entscheidende – weil wichtigste – Erfolgsfaktor für nachhaltige Veränderungen sind.

Aus dieser Definition wird deutlich, warum ich betont habe, dass sich die Veränderung selber verändert hat. Denn auch wenn Prozesse und Methoden natürlich immer noch wichtig sind, so kommt es am Ende des Tages immer auf den wichtigsten Erfolgsfaktor von allen an: Die Menschen.

Change Management Methoden im Überblick

Was unterscheidet erfolgreiches Change Management von den Vorhaben, die am Ende scheitern? Ich habe ein Modell entwickelt, das meine Forschung der letzten zwanzig Jahre mit meiner praktischen Arbeit in den unterschiedlichsten Unternehmen auf der ganzen Welt kombiniert. Doch bevor ich Dir mein Modell der Change Competence vorstelle, möchte ich Dir die bekanntesten Konzepte der wichtigsten Changeforscher vorstellen: Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin, das 8-Stufen-Modell von John P. Kotter, die Change Kurve von Elisabeth Kübler-Ross und das ADKAR Modell von Jeff Hiatt.

Auch wenn die Modelle aus unterschiedlichen Zeiten stammen und alle unterschiedliche Ansätze haben, wirst Du schnell feststellen, dass bestimmte „Zutaten“ immer wieder auftauchen. Kein Wunder, denn unter dem Strich ist erfolgreiche Veränderung kein Hexenwerk. Es geht darum, alte Muster, Strategien und Verhaltensweisen loszulassen, und durch neue, innovative Alternativen zu ersetzen.

Doch was sich so einfach anhört, ist es in der Praxis tatsächlich nicht, denn neben allen rationalen und intellektuellen Faktoren spielt vor allem die Psychologie der Menschen eine entscheidende Rolle. Und die ist eben manchmal unberechenbar, was die Notwendigkeit von klaren Rahmenbedingungen und Modellen um so wichtiger macht.

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Change Management nach Lewin: Das 3 Phasen Modell 

Bereits im Jahr 1947 veröffentlichte der Sozialforscher Kurt Lewin sein 3-Phasen-Modell, mit dem er versuchte, Veränderungsprozesse in Gruppen und Organisationen zu erklären. Change Management nach Lewin verläuft dabei in drei Phasen, nämlich:

Phase 1: Unfreeze (Auftauen)

In dieser Phase geht es um die Vorbereitung einer Veränderung. Dies erfolgt durch eine ausführliche Analyse, Kommunikation der Vorhaben, Einbeziehung der Betroffenen und Diskussion der Maßnahmen. Durch die Summe dieser Faktoren kommt es zu einem erhöhten Veränderungsbewusstsein und generell zu mehr Lust und Motivation auf die Umsetzung.

Phase 2: Change (Verändern)

In Phase zwei wird der Status Quo aktiv verlassen, Lösungen ermittelt, verschiedene Alternativen ausprobiert und konkrete Änderungen durchgeführt. Um nachhaltige Ergebnisse sicherzustellen, werden von den Verantwortlichen neue Standards etabliert, sowie die Prozesse durch regelmäßiges Training und Controlling überwacht.

Phase 3: Refreeze (Wiederholtes Einfrieren)

Unter Phase drei versteht Kurt Lewin die Umgehwöhnung an den neuen Status Quo und die neuen Verhaltensweisen. Um nicht in alte Muster zurückzufallen wird hier viel Wert auf Feedback, Kommunikation, Training und Support gelegt. Zusätzlich werden die Prozesse so lange überwacht und angepasst, bis es zu einer dauerhaften Veränderung gekommen ist.

Change Management nach John P. Kotter: Das 8 Stufen Modell

Im Jahr 1996 veröffentlichte der amerikanische Professor John Paul Kotter weltbekanntes Buch Leading Change, in dem sich sein 8-Stufen-Modell eines Veränderungsprozesses befand. Es basiert auf seinem 1995 im Harvard Business Review erschienen Artikel „Leading Change – Why Transformation Efforts Fail“ und unternimmt den Versuch, Organisationen mit einem Modell auszustatten, dass die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Veränderungsmanagement erhöht. John Kotter formuliert den Veränderungsprozess dabei in 8 Stufen, der – je nach Tiefe und Umfang der Veränderung – mehrere Monate bis Jahre dauern kann.

Stufe 1: Dringlichkeit erzeigen (Create a Sense of Urgency)

Jede Veränderung benötigt ein entsprechendes Bewusstsein bei den Führungskräften und Mitarbeitenden. In dieser Stufe geht es um das Aufzeigen der Notwendigkeit der Veränderung, eine realistische Markt- und Wettbewerbsanalyse, sowie das Aufzeigen von Chancen und Risiken.

Stufe 2: Aufbau einer Führungskoalition (Build a guiding Coalition)

In Stufe zwei wird ein Team gebildet, das für die Umsetzung der Veränderung verantwortlich ist. Dieses soll laut Kotter repräsentativ für die Organisation sein, über ausreichend Kompetenz, Vertrauen und Expertise verfügen, um möglichen Herausforderungen bestmöglich gewappnet zu sein.

Stufe 3: Entwicklung einer Vision und Strategie (Develop a Vision and Strategy)

In Stufe drei wird bestimmt, wie die Vision und das langfristige Ziel der Veränderung aussehen sollen, damit von Vorneherein klar ist, in welche Richtung es geht. Die Vision sollte vorstellbar, realistisch, ausreichend spezifisch, aber ebenso flexibel sein und die Interessen möglichst aller Stakeholder abbilden. Aus der Vision wird dann die Strategie entwickelt.

Stufe 4: Kommunizieren der Veränderungsvision (Communicate the Change Vision)

Für die Akzeptanz der Vision ist die Kommunikation entscheidend, diese sollte daher so einfach, bildlich und klar wie möglich über verschiedenste Kanäle an alle Mitarbeitenden verbreitet werden, so dass diese sich mit dem langfristigen Ziel der Veränderung identifizieren können.

Stufe 5: Mitarbeitende befähigen und breites Handeln ermöglichen (Empower broad-based action)

Was hindert die Mitarbeitenden, die geplanten Veränderungen umzusetzen? Dieser Frage widmet sich Stufe fünf, in der es darum geht, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um aktives Handeln zu ermöglichen. Hierbei kann es sich um bestehende Strukturen, mangelnde Fähigkeiten oder veränderungsresistente Vorgesetzte handeln.

Stufe 6: Kurzfristige und sichtbare Erfolge erzielen (Generate short-term wins)

Da Veränderungsprozesse sehr lange dauern können, ist es entscheidend, schnelle und sichtbare Erfolge zu erzielen, um die Glaubwürdigkeit des Veränderungsprozesses zu erhöhen. Gleichsam dienen die Short-Term-Wins als Feedback und Belohnung für den gezeigten Einsatz und können dadurch die Unterstützung der Mitarbeitenden erhöhen.

Stufe 7: Erfolge sichern und weitere Veränderungen einleiten (Consolidate gains and produce more Change)

In Stufe sieben werden die erzielten Erfolge gefestigt und in der Organisaton etabliert. Allerdings warnt Kotter davor, sich auf den Erfolgen auszuruhen und das Ende eines Change Management Prozesses zu schnell zu verkünden. Daher ist es notwendig, auf den Erfolgen aufzubauen, weitere Veränderungen einzuleiten und umzusetzen.

Stufe 8: Neue Wege und Veränderungen in der Unternehmenskultur verankern (Anchor new approaches in the corporate Culture)

Die letzte Stufe des Change Management Prozesses ist erreicht, wenn die Veränderung in der Unternehmenskultur fest verankert sind. Dafür ist es notwendig, alte und nicht mit der Vision zu vereinbarende Teile der Kultur loszulassen, und durch neue Werte und Überzeugungen zu ersetzen.

Insgesamt lässt sich das 8-Stufen-Modell von John P. Kotter in drei grobe Phasen einteilen: Phase 1: Etablierung eines Klimas für Veränderungen (Stufe 1-3), Phase 2: Einbindung und Empowerment der gesamten Organisation (Stufe 4-6) und Phase 3: Die nachhaltige Umsetzung der Veränderung (Stufe 7 und 8).

Die Veränderungskurve von Elisabeth Kübler-Ross

Die sehr bekannte Veränderungskurve ist ein 1969 veröffentlichtes Modell, das auf die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross zurückgeht, die damit die verschiedenen psychologischen Phasen erklären wollte, die Sterbende durchlaufen. Im Kontext des Change Management helfen die 7 (emotionalen) Phasen des Modells, Veränderungsprozesse besser zu verstehen und somit besser mit ihnen umgehen zu können.

Veränderungskurve Elisabeth Kübler-Ross

Phase 1: Vorahnung und Sorge

Eine Veränderung wird angekündigt oder steht im Raum, und sofort stellt man sich Fragen wie: „Was mag das für mich bedeuten?“, „Wird es mir hinterher schlechter gehen?“ oder „Ist mein Job eventuell in Gefahr?“. Das Ergebnis: Eine nagende Sorge die eigene Zukunft betreffen, die einen emotional belastet.

Phase 2: Schock und Widerstand

Sobald die Sorge real wird, kommt es zu einer Schockreaktion, deren Intensität vom Umfang der Veränderung abhängt. Hierauf kommt es zu einer heftigen Abwerhaltung, die Betroffenen gehen in den Widerstand.

Phase 3: Verneinung und Ablehnung

Es ist zutiefst menschlich, dass man dafür argumentiert, warum alles so bleiben sollte, wie es ist. Und so kommt es, dass Veränderungen verneint, verdrängt und abgelehnt werden: „Es mag andere betreffen, mich nicht“, „sollen die ruhig machen, aber ohne mich“ oder „die werden sich schon wieder beruhigen, dann wird alles wieder so, wie es mal war“.

Phase 4: Rationale Akzeptanz

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man rational versteht, dass die Veränderung nicht nur unausweichlich, sondern auch notwendig ist. Das heißt allerdings noch nicht, dass die Betroffenden auch über die notwendige Bereitschaft für eine persönliche Veränderung verfügen. Viel flüchten sich in Dienst nach Vorschrift, schieben Frust, was in Teams und Organisationen zu einer schlechten Stimmung führt.

Phase 5: Tal der Tränen 

Erst wenn das „Tal der Tränen“ durchschritten wurde, hat man die Veränderung auch emotional akzeptiert. In dieser Phase kommt es zu einer intensiven Achterbahnfahrt der Gefühle, die von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt führen kann. Doch sobald man die mit den alten Wegen verbundenen Emotionen losgelassen hat, kann mal sich voll und ganz auf die kommenden Veränderungen der Zukunft einlassen.

Phase 6: Neugier und Ausprobieren

In der von Neugier geprägten Phase sechs werden neue Ideen, Strategien und Verhaltensweisen vorsichtig ausprobiert, analysiert und weiterentwickelt. Natürlich kommt es auch immer mal wieder zu Rückschlägen, aber in Kombination mit einer konstruktiven Fehlerkultur legt man hier das Fundament für nachhaltiges Change Management.

Phase 7: Integration und Commitment

Die letzte Phase bildet den Abschluss des Veränderungsprozesses, indem man sich den neuen Wegen committet und die Veränderungen dauerhaft in den Alltag integriert. Der neue Status Quo ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, und duent wiederum als Ausgangspunkt für weitere Transformationsvorhaben.

Laut Elisabeth Kübler-Ross durchlaufen alle Menschen die gleichen sieben emotionalen Phasen, und zwar unabhängig davon, wie offen sie für die Veränderung sind. Dies hilft, die eigenen Gefühle besser verstehen, und gleichsam Verständnis für andere Menschen aubringen zu können.

Change Management mit dem ADKAR Modell von Jeff Hiatt

Last but not least möchte ich Dir gerne noch das von mir sehr geschätzte ADKAR Modell vorstellen, dass 1999 vom Gründer der Unternehmensberatung Prosci, Jeff Hiatt enwickelt wurde. Dabei ist ADKAR ein Akronym für die fünf Stufen, die laut Hiatt notwendig sind, um Individuen und Organisationen für erfolgreiches Change Management durchlaufen müssen:

AWARENESS of the need for Change (Bewusstheit)

Nur, wenn einem die Notwendigkeit einer Veränderung wirklich bewusst ist, werden die Menschen bereit sein, diese auch unmzusetzen. Was wird neu sein, was bleibt gleich, wer ist betroffen, und welche konkreten Auswirkungen wird der Veränderungsmanagement Prozess haben. Je höher die Bewusstheit, desto größer die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Umsetzung

DESIRE to participate in the Change (Wunsch)

In dieser Stufe geht es darum, die Individuen mit einer intrinsischen Motivation zu versorgen, die anstehenden Veränderungen umzusetzen. Neben den Auswirkungen für die Organisation geht es vor allem um die Frage, welche Verbesserungen es für einen selber gibt. Die entscheidende Frage lautet: What’s in it for me?

KNOWLEDGE about how to change (Wissen)

Die Bewusstheit und der Wunsch bilden das Fundament für das anstehende Veränderungsmanagement. Entscheidend ist jedoch, dass man auch weiß, wie genau die anstehenden Veränderungen umgesetzt werden können. Dies kann über aktive Kommunikation, Trainings und regelmäßige Meetings geschehen.

ABILITY to implement the Change (Befähigung)

Natürlich nützt das beste Wissen nichts, wenn die entscheidenden Fähigkeiten zur Umsetzung fehlen. Daher ist die Implementierung von Systemen, Schulungen, Standards und Prozessen essenziell.

REINFORCEMENT to sustain the Change (Verstärkung)

Diese Phase sorgt dafür, dass es nicht zu schnell zu einer generellen Zufriedenheit kommt, sondern dass man erste Erfolge zwar sichtbar macht und feiert, gleichsam aber deutlich macht, dass der Weg nur nach Vorne, niemals aber zurück gehen wird. Auf diese Weise erschafft man eine Dynamik, die für dauerhafte und nachhaltige Ergebnisse sorgt.

Das ADKAR Modell eignet sich hervorragend für eine Ausgangsanalyse für ein Change Management Projekt, als auch für die konkrete Umsetzung mit Hilfe der fünf Phasen des Veränderungsprozesses.

Management of Change ist tot – Es lebe das moderne Veränderungsmanagement

Natürlich gibt es neben den vorgestellten Change Management Modellen noch viele weitere. Sie alle haben gemeinsam, dass sie bestimmte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Veränderung in den Mittelpunkt stellen:

  • Bewusstheit für die Notwendigkeit
  • Eine klare Vision und Strategie
  • Eine ausgeprägte intrinsische Motivation der Beteiligten
  • Transparente und regelmäßige Kommunikation
  • Empowerment der Menschen
  • Veränderung als Co-Creation (Wir sind Change! Es geht nur gemeinsam)
  • Ein konkreter Plan für den Umgang mit Rückschlägen
  • Ein langer Atem und Durchhaltevermögen (Change ist ein Marathon, kein Sprint).

 

Doch einen Punkt vernachlässigen sämtliche Modelle: Change ist schon lange kein Prozess mit einem Anfang und einem Ende mehr. Veränderungsmanagement ist längst zu einem permanenten Dauerzustand einem Change Loop geworden, den ich in der folgenden Grafik dargestellt habe.

Veränderungsmanagement Change Loop

Das Veränderungsmanagement der Zukunft: Change Competence

Mein Change Management Modell stellt den Mensch in den Mittelpunkt und sieht das Thema Veränderungsmanagement nicht länger als Prozess, sondern als Skill, der erlernt, trainiert und entwickelt werden kann (und für nachhaltige Ergebnisse auch muss). In der Übersicht sieht das Modell wie folgt aus:

Modell Change Competence

Wie Du siehst, stehen basiert das Modell der Change Competence auf vier wichtigen Säulen (wenn Du noch tiefer einsteigen möchtest, dann klicke hier um einen umfangreichen Artikel zur Change Competence zu lesen):

1) Leadership: Führung und erfolgreiches Veränderungsmanagement gehen Hand in Hand

2) Kultur: Das Mindset und die Art und Weise, wie miteinander umgegangen wird, sind entscheidend

3) Kommunikation: Hiermit stehen und fallen nachhaltige Ergebnisse

4) Performance: Je konkreter die Strategie und die nachfolgenden Prozesse, desto besser

Die Zukunft des Change Management ist radikal menschlich

Für mich ist der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor für nachhaltiges Veränderungsmanagement (immerhin habe ich mit Radikal Menschlich – Erfolgsfaktor Persönlichkeit in Zeiten der Veränderung ein ganzes Buch zu dem Thema geschrieben). Dies spiegelt sich auch in meinem Modell der Change Competence wieder, die zwei Faktoren in den Mittelpunkt stellt, die alle anderen Modelle entweder nur am Rande, oder gar nicht erwähnen: Purpose und Werte.

Der Purpose, das Motiv oder auch das Warum ist der zentrale Fokuspunkt, an dem sich alles andere ausrichtet. Wenn hier keine Klarheit herrscht, dann sind auch der beste Plan und der modernste Prozess zum Scheitern verurteilt.

Kombinieren Sie den Purpose mit starken, von allen geteilten (und vor allen gelebten) Werten, dann haben Sie ein Fundament erschaffen, das die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Veränderungsmanagement dramatisch erhöht.

Weil Veränderungen auf einmal kein Zwang mehr sind, sondern einen Sinn besitzen.

Weil Veränderungen auf einmal keine Bedrohung mehr sind, sondern eine wunderbare Möglichkeit, um besser zu werden, sich weiterzuentwickeln und die Zukunft bei den Hörnern zu packen und aktiv zu gestalten.

Und genau das ist es doch, was immer das oberste Ziel von Veränderungsmanagement sein sollte: Veränderungslust statt Veränderungsfrust.

Würdest Du mir zustimmen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar…

Mindset Deutsch – Definition, Tipps und Bedeutung

„Ganz klar, es geht um eine Veränderung des Mindsets.“ Diese Antwort höre ich wohl so oft wie keine zweite, wenn ich meine Kunden im Briefinggespräch vor einer Keynote Speech danach frage, was das Hauptziel meines Vortrags sein soll. Kein anderer Faktor steht so sehr im Mittelpunkt, wenn es um nachhaltige Veränderungen von Individuen oder ganzen Organisationen geht, wie der des Mindsets. Aber Mindset Deutsch? Der Begriff ist in aller Munde. Ich höre ihn täglich von Führungskräften erfolgreicher Unternehmen, von Lifestyle Coaches auf Instagram und sogar von meiner neunjährigen Tochter, die mir vor ihrer letzten Mathearbeit mitteilte: „Das Lernen der Formeln ist gar nicht so wichtig, Papa. Das Mindset ist viel entscheidender.“

Mindset Deutsch – Was ist das Mindset eigentlich?

Und in der Tat ist es so, dass der Begriff „Mindset“ aktuell so häufig verwendet wird, dass man ihn in der Tat als eines der beliebten Buzzwords bezeichnen kann, die man eigentlich gar nicht mehr hören kann. Aber wie genau ist es denn nun beim Thema Mindset? Ist es tatsächlich nur ein inhaltsleerer Begriff oder ein relevanter Erfolgsfaktor? Wie so häufig kommt es wohl vor allem darauf an, was man daraus macht. Denn natürlich gibt es eine bestimmte Personengruppe, die das Label „Mindset“ so ziemlich auf alles klebt, was möglich ist, aber nicht wirklich versteht, was sich hinter dem Wort überhaupt verbirgt. Die vielen selbsternannten Mindset-Coaches auf Social Media lassen grüßen.

Doch es gibt eben auch die andere, praxisorientierte und zukunftsorientierte Verwendung. So ziemlich alle erfolgreichen Organisationen, Unternehmen und Marken, mit denen ich arbeiten darf, haben das Thema Mindset ganz oben auf ihrer Agenda. Weil sie verstanden haben, wie wichtig Soft Skills in der Zukunft sein werden, und dass die innere Haltung wesentlich wichtiger ist, als Fachwissen oder technische Skills (die man sich jederzeit aneignen kann). Doch bevor wir zu tief einsteigen, wollen wir uns zunächst einmal anschauen, was genau sich hinter dem Begriff Mindset überhaupt verbirgt.

Mindset Definition – Was es ist und warum es so wichtig ist

Auf Deutsch ist der aus dem Englischen stammende Begriff Mindset tatsächlich schwer zu übersetzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er oft synonym mit Einstellung, Haltung oder Denkweise verwendet. Das Onlinelexikon Wikipedia definiert Mindset als

„den englischen Begriff für das deutsche Wort Mentalität, was wiederum […] eine vorherrschende psychische Persönlichkeitseigenschaft (Prädisposition) im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe bezeichnet.“

Für mich geht diese Definition noch nicht weit genug. Basierend auf meiner Recherche zu meinen Büchern „Attitüde – Erfolg durch die richtige innere Haltung“ und „The Changemaker Mindset – How Innovation and Change starts with Inner Transformation“ steht der Begriff Mindset auf Deutsch für folgendes:

„Das Mindset basiert auf unserer Identität und ist die Summe unserer Werte, Überzeugungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften, Gewohnheiten, Entscheidungsstrategien und unserer generellen Attitüde dem Leben gegenüber. Es ist weniger das, was wir tagtäglich tun, sondern vor allem die Art und Weise, wie wir es machen und der Purpose (emotionaler Grund), also das warum und wofür.“

Mindset Growth – Die zwei Arten der inneren Haltung

Die wohl bekannteste Forschungsarbeit zum Thema Mindset geht auf die amerikanische Mentalitäts- und Verhaltensforscherin Carol Dweck zurück, die in ihrem Buch „Mindset – Changing the way you think to fulfil your potential“ von einem Fixed Mindset und einem Growth Mindset spricht.

Fixed Mindset

Beim Fixed (zu Deutsch: Starr, unflexibel) Mindset gehen Menschen laut Dweck davon aus, dass ihre Talente, Fähigkeiten und Denkweisen fixe Eigenschaften sind, die entweder vorhanden oder auch nicht vorhanden, auf keinen Fall jedoch veränderbar sind. Menschen mit einem Fixed Mindset sind i.d.R. durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Sie können schlecht mit Niederlagen umgehen
  • Sie vermeiden herausfordernde Situationen, aus Angst vor dem Scheitern
  • Sie sehen sich häufig als untalentiert
  • Sie akzeptieren den Status Quo als unveränderlich
  • Sie geben bei Schwierigkeiten schnell auf

Growth Mindset nach Carol Dweck

Beim Growth (zu Deutsch: Wachstum, Entwicklung) Mindset gehen die Menschen hingegen davon aus, dass die beschriebenen Faktoren veränderbar und ausbaufähig sind, wenn man ausreichend trainiert, lernt und an sich arbeitet. Menschen mit einem Growth Mindset sind i.d.R. durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Sie sind bereit, immer dazuzulernen
  • Sie sehen Fehler als Chance, besser zu werden
  • Sie glauben, dass Wille, Einsatz und harte Arbeit wichtiger sind als Talent
  • Sie sind neugierig, wissensdurstig und offen für Neues
  • Sie kennen ihre Schwächen, sind aber bereit, an diesen zu arbeiten
  • Sie akzeptieren, dass man sich anstrengen muss, wenn man sich persönlich weiterentwickeln möchte

Mindset ändern. Geht das überhaupt?

Kommen wir daher zur entscheidenden Frage: Ist das Mindset eine gegebene Eigenschaft oder kann man es tatsächlich verändern? Die gute Nachricht zuerst: Ja, natürlich kann das eigene Mindset verändert werden. Doch es ist beileibe nicht so einfach, wie man oftmals in den Self-Help Büchern, YouTube Videos und Instagram Posts lesen kann. Es handelt sich nämlich wenige um eine kurzfristige Veränderung vom alten Mindset hin zum neuen Mindset, sondern vielmehr um eine lebenslange persönliche Entwicklung, die niemals so wirklich aufhört. Ich möchte daher ein paar grundlegende Faktoren erwähnen, die für einen nachhaltigen Mindset Shift unabdingbar sind:

  • Bewusstheit: Nur was einem bewusst ist, kann auch verändert werden. Je bewusster du dir deiner eigenen Kommunikation, deines generellen Fokus, deiner Wirkung, deiner Offenheit und deiner Attitüde dem Leben gegenüber bist, desto einfacher wird der Mindset Shift.
  • Offenheit: Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht!“ sollte ab sofort der Vergangenheit angehören. Stattdessen ist eine generelle Offenheit für neue Ideen und neue Wege entscheidend. Denn nur in Situationen, in denen wir vorher noch nie waren, wachsen wir und entwickeln wir uns (und damit unser Mindset) weiter.
  • Fokus: Ja, das Leben ist voller Probleme. Diese sollten auch niemals ausgeblendet oder gar ignoriert werden. Trotzdem ist es wichtig, den Fokus immer auf Lösungen und Möglichkeiten zu richten.
  • Durchhaltevermögen: Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Das gleiche gilt für das Mindset. Es wird Rückschläge geben und du wirst an dir zweifeln. Das ist nicht nur vollkommen normal, sondern eine Notwendigkeit für die persönliche Entwicklung. Erinner dich in diesen Momenten imm daran: Die Arbeit am Mindset ist ein Marathon und kein Sprint.
  • Umfeld: Niemand gewinnt alleine. Das gilt auch für die Veränderung des Mindsets. Denn auf Dauer haben die Menschen in unserem direkten Umfeld eine enorme Wirkung auf uns. Such dir daher Menschen mit einem Growth Mindset, die Dich positiv beeinflussen und dir als Vorbild dienen können.
  • Positivität: Und last but not least, die drei wichtigsten Regeln des Mindset Shifts:
    1. Sei immer positiv.
    2. Sei immer positiv.
    3. Sei immer positiv.

 

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Mindset Deutsch – Ein positive Attitüde ist NICHT positives Denken!

Der letzte Punkt bringt mich zum Abschluss des Artikels zur schonungslosen Wahrheit über eines der wichtigsten, gleichsam aber auch kontroversesten Themen in Verbindung mit dem Mindset überhaupt. Ich spreche vom positiven Denken. Die einen haben sich dieser Philosophie bedingungslos unterworfen, während die anderen es komplett verdammen und als esoterischen Humbug abtun. Das hat natürlich entsprechende Auswirkungen.

Während die Anhänger der ersten Variante mit einem permanenten Dauergrinsen im Gesicht, der rosaroten Brille auf den Augen und einem naiven Vertrauen in Licht und Liebe jedes Problem ganz einfach ignorieren und weglächeln, werden die Gegner des positiven Denkens häufig zu Zynikern, deren Gläser halbleer, die Himmel voller dunkler Wolken und der Alltag meist recht trist ist. Es liegt auf der Hand, dass beide Strategien nicht geeignet sind, ein zufriedenes Leben zu führen. Trotzdem höre ich eine Frage immer wieder: „Ist positives Denken denn jetzt gut oder schlecht?“

Verzeih mir, wenn ich hierauf keine direkte Antwort gebe, aber ich möchte Dich gerne auf einen sehr verbreiteten Fallstrick hinweisen, der hier in Reinkultur zu erkennen ist:

Wenn die Frage falsch ist, dann spielt die Antwort keine Rolle.

Genau das ist hier nämlich der Fall. Die Frage hat einen irreführenden Fokus, und stellt nur einen Aspekt des großen Bildes in den Mittelpunkt, nämlich das Denken. Doch gleichzeitig unterschlägt man die anderen wichtigen Faktoren: Das Handeln, die Gewohnheiten und das generelle Mindset, mit der man das Leben mit all seinen Aufgaben angeht. Darum geht es nämlich, um die grundsätzliche Ausrichtung. Und was die angeht, habe ich eine ganz klare Meinung:

Verschwende Dein Leben nicht mit Negativität, sondern sei positiv. Immer.

Das neueste Wissen, die besten Fähigkeiten und die modernsten Techniken nützen dir überhaupt nichts, wenn du deinen Alltag mit einer negativen Grundhaltung bestreitest. Das heißt im Umkehrschluss übrigens nicht, dass du mit einem positiven Mindset automatisch erfolgreich wirst. Nein, eine auf Chancen und Möglichkeiten ausgerichtete innere Haltung alleine lässt dich noch überhaupt nichts erreichen.

Aber mit einer solchen Attitüde erreichst Du alles besser, als mit einer negativen Grundeinstellung. Seit über zwanzig Jahren studiere ich menschliches Verhalten in all seinen Facetten. Und noch nicht ein einziges Mal ist mir jemand begegnet, der mit einem negativen Mindset positive Ergebnisse erzielt hätte. Mach gerne die Probe auf´s Exempel. Schauen Dich in Deinem Umfeld um. Ich wette mit Dir, dass Du keinen erfolgreichen Menschen finden wirst, dessen DNA auf Negativität gepolt ist. Auf den Punkt gebracht:

Ein negatives Mindset und positive Resultate schließen sich gegenseitig aus.

Mindset Bedeutung: Die Fragen machen den Unterschied

Vergeude Deine Zeit also nicht mit Negativität, sondern konzentrier Dich auf die zahlreichen Chancen und Möglichkeiten. Das bedeutet übrigens nicht, dass man Probleme ausblendet, Risiken nicht erkennt oder sonstige Herausforderungen ignoriert. Ganz im Gegenteil. Der Trick liegt darin, diese Situationen zu erkennen, und gleichzeitig schon in Richtung möglicher Lösungen zu denken. Der Fokus deiner internen Denkmuster ist entscheidend. Die Qualität deiner Fragen bestimmt über die Qualität deiner Ergebnisse. Aber wie sehen diese bei Dir aus?

Über die letzten Jahre habe ich in meinen Seminaren und Coachings eine Liste mit den Fragen erstellt, die ich wieder und wieder höre. Eine kleine Kostprobe gefällig? Hier sind meine Top 10:

Die TOP 10 der problemorientierten Fragen

  1. Warum passiert das immer mir?
  2. Warum schaffe ich es nicht, erfolgreich zu sein?
  3. Warum kann mich in der Firma keiner leiden?
  4. Warum finde ich meine Vision nur nicht?
  5. Warum klappt es bei allen anderen, nur bei mir nicht?
  6. Warum bin ich nicht in der Lage, meine Ziele zu erreichen?
  7. Warum versage ich jedes Mal, wenn es um etwas geht?
  8. Warum ziehe ich Probleme magisch an?
  9. Warum ausgerechnet ich?
  10. Warum ist Veränderung nur so schwer?

Kommt dir da etwas bekannt vor? Diese Fragen haben eines gemeinsam. Sie sind sinnlos. Weil sie rückwärts gerichtet und problemorientiert sind. Aber wie hat schon Albert Einstein treffend festgestellt: „Probleme kann man nicht mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Wie recht er doch hatte. Stellst du dir stattdessen lösungsorientierte Fragen, kommt es umgehend zu einer massiven Verschiebung deines Fokus. Auch hier habe ich dir eine Top 10 vorbereitet:

TOP 10 der lösungsorientierten Fragen

  1. Wie kann ich diese Situation lösen?
  2. Was kann ich daraus lernen?
  3. Wer könnte mich unterstützen?
  4. Wann habe ich schon mal eine ähnliche Aufgabe gelöst?
  5. Was kann ich daraus lernen?
  6. Was benötige ich noch für Ressourcen, um XYZ zu erreichen?
  7. Wie könnte eine Lösung des Problems aussehen?
  8. Wie muss ich mich verändern, um das Ziel zu erreichen?
  9. Welche Chancen lauern in dieser Herausforderung?
  10. Wie muss ich anders denken, um das Ziel zu erreichen?

Mindset trainieren – Ein kleiner Hack mit großer Wirkung

Das ist der kleine, aber feine Unterschied, der einen Unterschied macht. Diesen positiven Fragen folgen nämlich zwangsläufig positive Handlungen, wodurch du positive Ergebnisse erzielen wirst. Eine sich selbst verstärkende Erfolgsspirale entsteht, die sich im Laufe der Zeit tief in deinem Unterbewusstsein verankert, und dort zuverlässig ihren Dienst tut. Natürlich wird es auch mit dem positivsten Mindset weiterhin Situationen geben, die dich ärgern, die dich frustrieren oder in den Wahnsinn treiben. Wunderbar. Dann kommt hier der beste Mindset Tipp, den ich kenne. Bist Du bereit? Here we go:

5 Minuten Jammern ist okay!

Ja, wirklich. Lass für 5 Minuten alles raus. Ärger dich, sei wütend und schrei deine Frustration laut in die Welt. Doch danach gilt die Devise: Positive Fokussierung auf Lösungen und Möglichkeiten. Denn das Leben ist einfach zu schön, um es mit Negativität zu vergeuden. Genieß jeden einzelnen Moment, und transformiere auch die vermeintlich großen Probleme in mindestens genauso große Chancen.

Dein wichtigster Verbündeter neben deinem Mindset ist dabei übrigens ein gerne vergessener Faktor namens Humor. Ja, du hast richtig gehört. Denn Humor öffnet das Tor zu jeder einzelnen Veränderung. Zu den kleinen Herausforderungen des Alltags, aber auch zu den richtig großen Brocken. Wirklich jeder erfolgreiche Mensch, den ich kenne, lacht gerne und viel, ganz besonders übrigens über sich selbst. Denn nur, wer sich selbst nicht allzu ernst nimmt, kann von seinem Umfeld ernst genommen werden. Niemand mag verbitterte, allzeit seriöse und stocksteife Zeitgenossen.

Mindset Shift – Die 3 goldenen Regeln einer positiven Attitüde

Die große Kunst ist es, die vermeintlich kleinen Aufgaben mit einer großen Ernsthaftigkeit anzugehen, und über die schweren, scheinbar unüberwindbaren und oftmals frustrierenden Herausforderungen lachen zu können. Schließen möchte ich diesen Artikel mit den drei goldenen Regeln eines positiven Mindsets:

  1. Sei positiv. Immer. (Hatte ich bereits erwähnt, nicht wahr?)
  2. Nimm Probleme wahr, denke aber gleichzeitig in Chancen und Möglichkeiten.
  3. Humor öffnet das Tor zur Veränderung. Lache viel und oft, und nimm dich selbst nicht zu ernst.

 

Wundervolle Dinge geschehen, wenn Du diese drei Regeln ab sofort zu deinem täglichen Begleiter werden lässt.

Und nun interessiert mich deine Meinung: Wie wichtig ist das Mindset für Dich und welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Gute Vorsätze – 10 geniale Tipps für die erfolgreiche Umsetzung

Gute Vorsätze – Wirkungsvoll oder vollkommen sinnlos?

Ob wir es nun gut finden, oder nicht. Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel genau so dazu wie Bleigießen, Feuerwerk und Dinner for One (Cheerio Miss Sophie). Immer wieder pünktlich zum 1. Januar nehmen sich Millionen von Menschen vor, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben oder endlich das eigene Business zum Laufen zu bekommen. Voller Motivation startet man dann auch in Richtung der neuen Ziele. Und so kommt es, dass in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres die Fitnessstudios voll, die Joggingstrecken überfüllt und der Wille stark ist, wenn es darum geht, den Versuchungen von Fast Food, Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten zu widerstehen.

In der Regel ist es allerdings nach spätesten drei Wochen mit dem starken Willen und der euphorischen Motivation wieder vorbei. Die besinnliche Zeit der Feiertage ist durch den hektischen Alltag ersetzt worden, und man beginnt die ersten Ausnahmen zu machen:

„Einmal nicht joggen zu gehen, wird schon nicht so schlimm sein.“

„Ein kleines Gläschen Wein zum Essen gönne ich mir heute einfach mal.“

„Fürs Fitnessstudio fehlt mir heute einfach die Energie. Aber morgen gehe ich ganz bestimmt wieder.“

Wir alle haben solche Sätze schon in den unterschiedlichsten Varianten gesagt, habe ich recht?

Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind weder gut noch schlecht

Doch sobald wir mit der ersten Ausnahme begonnen haben, ist der Geist aus der Flasche gelassen. Wir haben die Tür zum alten Trott einen winzigen Spalt geöffnet. Doch der ersten Ausnahme folgt die zweite so gut wie immer. Und danach die Dritte. Und viele weitere. Bis aus einem Spalt ein ganzes Scheunentor geworden ist, das uns schneller wieder in die alten und gewohnten Muster zurückfallen lässt, als uns lieb ist.

Auf der Suche nach Gründen für das eigene Scheitern ist der Schuldige schnell gefunden, und viele Menschen verkünden ihrem Umfeld mit tiefster Überzeugung: „Kein Wunder, dass es nicht geklappt hat. Gute Vorsätze funktionieren einfach nicht.“ Doch ist das wirklich so? Sie können sich die Antwort sicher schon denken, nicht wahr? Hier die Kurzform: Natürlich nicht. In der etwas ausführlicheren Version möchte ich daran erinnern, dass gute Vorsätze vom Wesen her genau so sind, wie jede andere Veränderung auch. Sie sind weder gut noch schlecht. Sie sind genau so, wie wir sie bewerten. Und vor allem sind sie das, was wir draus machen.

Es tut mir also leid, wenn ich es so deutlich sagen muss, aber die Verantwortung für die Ergebnisse unserer Neujahrsvorsätze liegt einzig und alleine bei uns selber. Und mit den zehn Tipps für erfolgreiche gute Vorsätze am Ende dieses Artikels ist es auch gar nicht so schwer.

Gute Vorsätze Psychologie: Besteht der schlechten Ruf zu Recht?

Doch zurück zum ursprünglichen Gedanken. Durch die extrem hohe Quote an gescheiterten Zielen und abgebrochenen guten Vorsätze haben diese im Laufe der Zeit einen sehr schlechten Ruf erlangt. Möglicherweise geht es Dir ähnlich, aber wenn ich in den letzten Tagen die Zeitung aufgeschlagen (natürlich die Onlineausgaben, ich bin ja zu 100 % paperless), Blogs, LinkdeIn oder Instagram durchstöbert oder mich mit Freunden und Bekannten unterhalten habe, dann musste ich die Feststellung machen, dass sich ein ganz besonderes Phänomen ausgebreitet hat: Das “Gute-Vorsätze-Bashing”.

Was genau hat es damit auf sich? Ganz einfach. Viele Expertinnen und Experten (die meisten davon übrigens selbsternannt) verbreiten in Posts, Artikeln und Videos den wohlgemeinten Ratschlag, dass man zu Silvester (übrigens nicht zu verwechseln mit Sylvester. Das ist der Stallone) unbedingt auf gute Vorsätze zum neuen Jahr verzichten solle. Schließlich hielte die Motivation maximal ein paar Tage an, bevor man wieder in den alten Trott zurückkehren würde. Dann wird gebetsmühlenartig auf die typischen (und weiter oben bereits erwähnten) Fitnesscenter verwiesen, die am 1. Januar hoffnungslos überfüllt sind, ab Februar jedoch wieder nur noch vom Stammpublikum besucht werden.

Weiterhin bräuchte es kein Silvester, um Veränderungen im eigenen Leben vorzunehmen, sondern man könnte schließlich auch im März oder September damit beginnen, nicht mehr zu rauchen, ein paar Kilo abzuspecken, endlich mehr Sport zu treiben, sich neu zu verlieben oder der eigenen Karriere den entscheidenden Kick zu geben.

Gute Vorsätze: Silvester ist der optimale Zeitpunkt für eine Veränderung

Wie ich es schon zu Beginn dieses Artikels sagte, an diesen Argumenten ist durchaus etwas dran. Und trotzdem empfehle ich Dir, Dich besonders zu Silvester mit dem Thema Veränderung zu beschäftigen und im Zuge dessen auch ein paar gute Vorsätze zu formulieren. „Aber Ilja, warum denn?“ Gut, dass Sie fragen. Die Begründung liegt auf der Hand. Erfolgreiche Veränderung beginnt immer mit dem Bewusstsein für den Status Quo. Einer detaillierten Ausgangsanalyse der aktuellen Situation, auf deren Basis dann Strategien, Ziele und Maßnahmen entwickelt werden.

Und zu keinem anderen Zeitraum im Jahr beschäftigen wir uns so sehr mit unserem Leben und unserer Persönlichkeit, wie zwischen Weihnachten und Neujahr. Wir reflektieren die vergangenen zwölf Monate und setzen uns Ziele für die Zeit, die vor uns liegt. Hinzukommt, dass der 1. Januar durch die kalendarische Zäsur ein wunderbarer Nullpunkt ist. Das alte Jahr endet und ein neues Buch mit 365 leeren Seiten wartet darauf, von uns gefüllt zu werden. Egal, wie viele Niederlagen wir in der Vergangenheit erlitten, wie viele Ziele wir nicht erreicht und wie viele Dinge wir versäumt haben. Im neuen Jahr geht alles wieder von vorne los. Wir drücken den Resetknopf und legen mit neuer Motivation und einer Menge Leidenschaft los.

 

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10 Tipps, damit gute Vorsätze garantiert gewünschten Ergebnisse bringen

Doch genug der Vorrede. Kommen wir zum praktischen Teil, der Umsetzung. Damit Ihre guten Vorsätze auch zu nachhaltigen Veränderungen werden, ist es notwendig, ein paar wichtige Dinge zu beachten. Im Folgenden finden Sie daher zehn Tipps, mit denen aus Ihren Vorhaben am Ende auch die gewünschten konkreten Ergebnisse werden:

  1. Entscheiden Sie sich ganz bewusst, dass Sie Ihre guten Vorsätze auf jeden Fall durchziehen werden. Gehen Sie mit sich selbst einen Vertrag ein und geben Sie sich selbst die Hand. Aufgaben ist keine Option!
  2. Fokussieren Sie sich auf ein bis maximal drei Vorsätze. Je weniger, desto besser, weil fokussierter. Zu viele Vorhaben führen schnell dazu, dass Sie sich verzetteln und sich schnell überfordert fühlen.
  3. Formulieren Sie Ihre Ziele unbedingt schriftlich. Das schafft Verbindlichkeit und ist viel kraftvoller, als wenn Sie es nur denken (Probieren Sie es aus, und Sie wissen sofort, was ich meine).
  4. Erzählen Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden und/oder Ihren Kollegen von Ihrem Vorhaben. Dieses soziale Commitment sorgt für zusätzliche Motivation.
  5. Gehen Sie Ihre Ziele mit Gleichgesinnten an. Gehen Sie gemeinsam Joggen, arbeiten Sie gemeinsam an beruflichen Projekten oder tauschen Sie such einfach nur aus.
  6. Konzentrieren Sie sich auf das Ergebnis und weniger auf den Weg.
  7. Setzen Sie sich Zwischenziele und belohnen Sie sich, wenn Sie diese erreicht haben.
  8. Dokumentieren Sie Ihre Fortschritte (ja, natürlich wieder schriftlich. Am besten in einer App wie Notion, Craft oder Logseq, aber natürlich tut es auch die gute, alte Kombi aus Zettel und Stift).
  9. Seien Sie sich bewusst, dass es auch Rückschläge geben wird. Erinnern Sie sich in diesen Fällen an die Motivation, mit der Sie gestartet sind. Je besser Sie wissen, wofür Sie das alles tun, desto geringer die Gefahr, dass Sie aufgeben.
  10. Betrachten Sie den guten Vorsatz nicht als kurzfristige Phase, sondern integrieren Sie Ihr neues Verhalten möglichst schnell in den Alltag. Machen Sie eine kraftvolle Gewohnheit draus, die von nun an auf Autopilot für Sie wirkt.

 

Und der vielleicht wichtigste Tipp zum Schluss: Haben Sie beim Umsetzen Ihrer Neujahrs-Vorsätze auf jeden Fall eine Menge Spaß. Der Start ist meistens schwer und holprig, genießen Sie trotzdem jede einzelnen Minute und freuen sich darauf, dass Sie mit Ihren guten Vorsätzen eine wichtige Voraussetzung geschaffen haben, damit das neue Jahr das beste Jahr Ihres Lebens werden kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viel Erfolg beim Umsetzen Ihrer guten Vorsätze.

Ihr Ilja Grzeskowitz

P.S.: Ich bin mir sicher, dass nicht viele bis hierhin lesen werden, daher habe ich mir den Bonustipp für diejenigen aufgehoben, die es wirklich ernst mit der Veränderung meinen.

Bonustipp für erfolgreiche gute Vorsätze

Okay, sind Sie bereit, für den ultimativen Bonustipp zum Thema Gute Vorsätze? Here we go:

Machen wir uns nichts vor, egal wie hoch die Motivation auch sein mag, mit der wir in die Umsetzung unserer Ziele starten, es wird der Tag kommen, an dem wir lustlos sind, keine Motivation verspüren und nicht das tun, was wir uns vorgenommen hatten. Wir sind nicht joggen gegangen, haben statt Salat zum Mittag bei McDonalds gegessen oder haben lieber eine Netflix-Session eingelegt, anstatt neue Kunden zu akquirieren. In diesen Fällen heißt es: Keine Panik. Es ist uns allen schon passiert, denn das Leben ist nun mal ein ständiges Auf und Ab. Wichtig ist in diesen Fällen, wie Sie damit umgehen. Auf keinen Fall sollten Sie sich selber heruntermachen und das Projekt für gescheitert erklären. Seien Sie sich stattdessen bewusst, dass Sie vom Plan abgewichen sind.

Akzeptieren Sie diese Tatsache und dann treffen Sie die bewusste Entscheidung am nächsten Tag wieder mit voller Energie und einer großen Portion Fokus neu zu beginnen. Wir alle fallen hin und wieder zu Boden. Entscheidend ist, dass wir wieder aufstehen. Im Zweifelsfall so häufig, bis wir am Ziel angekommen sind.

Motivation zur Veränderung im Team – 5 wirkungsvolle Tipps

Motivation zur Veränderung ist immer der Ausgangspunkt für die aktive Gestaltung der Zukunft und dafür notwendiger Change Management Projekte. Doch mit der Motivation ist das so eine Sache. Denn was sich in der Theorie so leicht und einfach anhört, entpuppt sich in der praktischen Umsetzung häufig als extrem herausfordernd, insbesondere wenn es sich um Veränderungen in einem Team handelt.

Um Dir dabei zu helfen, die notwendige Motivation zur Veränderung zu entwickeln, habe ich in diesem Artikel 5 wirkungsvolle Tipps zusammengestellt, mit denen Du hoffentlich bald häufiger wichtige Entscheidungen treffen und neue Wege gehen kannst.

Motivation zur Veränderung: So klappt es!

Beginnen wir mit ein paar entscheidenden Fragen: Wie entsteht überhaupt dieser berühmte Mut zur Veränderung? Wie gelingt echte und vor allem nachhaltige Motivation, die Dich schwierige Entscheidungen treffen lässt, auch wenn Dir der Wind des Lebens mal wieder mit voller Kraft ins Gesicht bläst?

Um diese Fragen zu beantworten, sollten wir uns eine wichtige Tatsache ins Gedächtnis rufen:  Menschen verändern sich immer nur aus Gründen, die ihnen wichtig sind, und (leider) niemals aus denen, die wir Außenstehenden gerne hätten. Dies bedeutet in letzter Konsequent, dass jede Motivation immer eine intrinsische Motivation ist, die sich von Außen schwer beeinflussen lässt.

Was kannst Du nun aber tun, um Dein Team auf dem Weg der Veränderung mitzunehmen? Das Ziel sollte es natürlich sein, den inneren Antrieb Deiner einzelnen Teammitglieder anzukurbeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen persönliches Wachstum stattfinden kann. Denn wer sein eigenes Potenzial entwickelt, der erfährt von ganz alleine einen erhöhten inneren Antrieb.

Veränderungsresistenz

Es gibt immer wieder Mitglieder in den verschiedensten Teams, die Veränderungen nicht so positiv gegenüberstehen. Denn bestimmte Prozesse hat man immer schon so gehandhabt. Das ist auch okay, denn nur ein geregelter Ablauf von sich wiederholenden Prozessen gibt eine Struktur. Aber „Kenn ich schon, kann ich schon, weiß ich schon“ ist am Ende nicht immer die effizienteste Methode. Diese Einstellung im Team verhindert, dass neue Ideen und Abläufe entstehen und eingesetzt werden können. Das führt auch dazu, dass die Stimmung und die Motivation ohne eine mögliche Veränderung immer weiter sinkt. Das ganze zieht dann seine Kreise. Die schlechte Stimmung hat Auswirkungen auf die interne Kommunikation und die Kommunikation mit den Kunden. Das hat letztendlich auch Auswirkungen auf deinen Umsatz.

Um das zu verhindern, ist es wichtig das Team auf dem Weg der Veränderung abzuholen. Nur durch die richtige Motivation hat dies auch Erfolg. Daher folgen jetzt 5 wirkungsvolle Tipps für Motivation zur Veränderung!

Mut zur Veränderung durch klare Kommunikation

Formuliere deine Anforderungen und Erwartungen sehr genau. Es ist wichtig, das Ziel und die Vision zu nennen und zu erklären. Das gibt deinen Teammitgliedern einen Leitfaden, etwas woran sie sich orientieren können. Dies erreichst du vor allem durch schnelle, faire und zeitnahe Entscheidungen. Dies sind die Voraussetzungen für eine klare Führung.
Ilja beschreibt hier noch das Beispiel mit einem Vakuum. Wenn du nicht klar führst, entsteht für dein Team ein Vakuum, da keine Richtung und keine Ansagen gemacht werden. Das Vakuum wird jedoch wieder befüllt werden. Bist du nicht die Person, die es füllt, kann es sein, dass es nicht mehr deinen Vorstellungen entspricht. Klare Kommunikation und Führung sind wichtig für die Motivation zur Veränderung.

Bedeutung schaffen

Um auf die klare Kommunikation aufzubauen, ist es nun wichtig zu zeigen, wieso die Veränderung so wichtig ist. Mithilfe der klaren Kommunikation zeigst du anhand von „Beweisen“ (Zahlen, Daten, Fakten, Ziele) auf, dass die Veränderung unumgänglich ist. Dies beschreibt die rationale Ebene mit transparenter Kommunikation. Dein Team wird wissen wollen, wieso eine Veränderung so nötig sein soll. Jedoch bilden sie sich damit immer noch ihre Meinung über die Notwendigkeit der Veränderung. Daher ist es wichtig die Veränderung auch auf emotionaler Ebene einzubauen. Dein Team soll das Gefühl bekommen, es als Team anzugehen und sich so gegenseitig mit zu nehmen. Mit der geschaffenen Bedeutung hast du dein Team auf den Weg zur Veränderung gebracht.

Motivation durch Aktives Zuhören

Nimm dir Zeit! Ohne deine Teammitglieder kommst du nicht voran, daher ist es wichtig deinem Team zuzuhören. Habe ein offenes Ohr für Probleme, Herausforderungen, Sorgen, aber auch für kritisches Feedback und kreative Ideen. Durch das Zuhören lernst du dein Team besser kennen. Wenn du dir also der individuellen Stärken und Schwächen deines Teams bewusst bist, kannst du diese gezielt einsetzen und die Ideen auch umsetzen.

Entscheidungen treffen

Dein Team möchte gehört werden und auch klare Aussagen bekommen. Wenn du also eine Entscheidung triffst, ist es wichtig, dass sie einerseits klar formuliert ist, aber auch auf bestehenden Regelungen basiert. Wirkt die Entscheidung aus der Luft gegriffen, ist es nicht nachvollziehbar und die Stimmung und Motivation sinken wieder. Mache also von Anfang an klar, welche Dinge nicht verhandelbar sind und welche Dinge viel Raum für offene Diskussion geben. Entscheide dich schnell und fair, damit dein Team nicht im unklaren ist und kein Vakuum entstehen kann.

Always go first

Sei du, die oder der erste, wenn eine Herausforderung auf euch zukommt. Eine(n) erfolgreiche(n) Leader(in)  wirst du immer dort antreffen, wo es gerade brennt. In solchen Situationen zeigst du, dass du ein Team führen kannst, plausible Entscheidungen triffst und ein offenes Ohr hast. Nur, wenn du Mitten im Geschehen bist, kannst du ein Vorbild sein und auch als solches anerkannt werden. Gelingt dir das, ist das Team bereit und motiviert mit dir den Weg der Veränderung zu gehen.

Wille zur Veränderung

Mit diesen fünf Tipps kann es dir gelingen veränderungsresistente Teammitglieder auf dem Weg zur Veränderung einzusammeln und mitzunehmen. Bedenke dabei, dass du eine klare Richtung vorgibst, ein offenes Ohr hast und ein Vorbild für das Team bist.

Wenn du schonmal in einer solchen Situation warst, kannst du uns gerne berichten, wie du diese gemeistert hast und welche Erfahrungen du damit gemacht hast. Hinterlasse dafür einfach hier oder auf YouTube unter der passenden Folge ein Kommentar.

 

SCHNELLER HÖHER WEITER IST VORBEI – WAS ERFOLG WIRKLICH AUSMACHT

Was wir von den 1990er Jahre Werbespots über Erfolg lernen können

Schneller Höher Weiter war über viele Jahrzehnte die einzige wahre Definition von Erfolg. Wusste bereits das Werbefernsehen. In den 1990er Jahren entstanden einige der berühmtesten Spots, die deutsche Regisseure jemals produziert haben.

Können Sie sich noch erinnern? Mit einem beherzten „Man, ist der Dickmann“ bissen junge Menschen in schmackhafte Schokoküsse aus der Frischebox, wenn man sich leicht ernähren wollte, griff man zu Gervais Obstgarten, und meine Liebslings-TV-Figur ever – eine ältere Dame namens Tante Tilly – pries die Vorzüge des Geschirrspülmittels Palmolive an, in dem die ihr gegenübersitzende junge Frau gerade ihre Hände badete.

Mein absoluter Favorit stammt allerdings aus dem Jahr 1998 und spielt in einem Restaurant, wo ein Yuppie namens Schröder seinen alten Schulfreund Schober wieder trifft. Eine kurze Begrüßung und schon geht  das pfauenhafte Kräftemessen los. Auf die Frage, wie es ihm denn so gehen würde, antwortet Schröder: „Blendend. Warte mal.“ Dann greift er in seine Jackettasche und legt – begleitet von legendären Worten – nacheinander drei Fotos auf den Tisch: „Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot.“

Erwartungsvoll blickt er seinem alten Kumpel Schober in die Augen. Doch dieser lässt sich nicht einschüchtern und überdeckt die Fotos auf dem Tisch mit seinen eigenen Bildern, auf denen noch viel größere Statussymbole zu sehen sind. Dann sagt er triumphierend: „Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot.“, um kurz darauf drei weitere Fotos zu präsentieren: „Meine Dusche (pompös). Meine Badewanne (ein riesiger Pool). Mein Schaukelpferdchen (Ein wunderschöner Lipizzaner Hengst).“

Und als der verdutze Schröder vollkommen eingeschüchtert feststellt, dass Schober doch „in der Schule doch immer…“ unterbricht dieser ihn und holt zum finalen Schlag aus. Mit einem süffisanten Lächeln pfeffert er eine Visitenkarte auf den Tisch und verkündet: „Mein Anlageberater.“ Der abschließende Slogan klärt die Zuschauer dann auf, wie sie sich ebenfalls ein Haus, ein Auto und ein eigenes Boot leisten können: „Wenn´s um Geld geht: Sparkasse!“

Schneller Höher Weiter – Muss es wirklich immer mehr sein?

Ja, ich gebe es zu, in den 90ern habe ich noch viel Fernsehen geschaut, aber ich schwelge an dieser Stelle nicht in Erinnerungen, weil mir Sendungen wie Al Bundy, Alf, MacGyver oder Knight Rider heute fehlen. Nein, wenn ich auf den Sparkassen-Werbespot zurückblicke, dann ausschließlich, weil er eine Art Startschuss für ein Phänomen war, dessen Auswirkungen Sie auch heute immer noch beobachten können. Ich spreche von der Philosophie des „Schneller Höher  Weiter“.

Dem Streben nach immer mehr. Mehr Leistung. Mehr Umsatz. Mehr Marktanteilen. Mehr Macht. Mehr Ansehen. Mehr Statussymbolen. Und natürlich mehr Anerkennung von anderen Menschen. Ohne Pause. Ohne Durchschnaufen. Und ohne Dankbarkeit für das, was man bereits ist, erreicht und geschafft hat.

Bei Unternehmen macht sich das klassische Schneller Höher Weiter Denken vor allem im Drang bemerkbar, immer weiter wachsen zu müssen. Sowohl was die KPI´s angeht, aber auch in der Produktentwicklung. Können Sie jeden Tag in fast jeder Branche beobachten. Die Autos werden schneller, die Wolkenkratzer höher und die Werbekampagnen epischer.

In unserem persönlichen Alltag kommt das Schneller Höher Weiter insbesondere in Form von Neid und einer extremen Fokussierung auf externe Bestätigung daher. Der Nachbar hat einen neuen 3er BMW gekauft? Dann muss es bei einem selber schon der 5er sein. Man will sich ja schließlich nicht lumpen lassen. Die frustrierende Beraterstelle inklusive 80-Stunden-Woche und Schlafmangel nimmt man nur an, um es dem Freundeskreis zu beweisen. Und um mit der blinkenden Rolex angeben zu können, wird auch schon mal ein Kredit aufgenommen, für den man dann noch härter arbeiten muss. Ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer wieder herausfindet.

Von Fight Club lernen heißt fürs Leben lernen

Und nur, dass wir uns richtig verstehen, ich bin ein riesiger Freund von Leistung, gebe im Job immer Vollgas, und ich belohne mich auch gerne mit schönen Dingen. Allerdings habe ich ein riesiges Problem damit, wenn man sich dem Schneller Höher Weiter verschrieben hat, nur weil man denkt, dass man auf diese Art und Weise beliebt, erfolgreich oder wichtig werden könnte.

Weil man sich an einer Definition von Erfolg orientiert, die nicht die eigene ist und damit an den innersten Bedürfnissen und Werten vorbeigeht. Ich muss dann immer an den alten Spruch von Tyler Durden (a.k.a. Bratt Pitt) aus dem Film Fight Club denken: „Wir kaufen uns Dinge, die wir nicht brauchen, mit dem Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.“ Da ist was dran, oder? Denn wie viel ist genug? Muss man immer nach noch mehr, noch schneller, noch höher, noch besser oder noch effizienter streben? Gibt es nicht den Zeitpunkt, an dem man mit dem erreichten auch einmal zufrieden sein darf?

So viele Menschen sind darauf fokussiert, was ihnen vermeintlich fehlt und vergessen dabei vollkommen, für das dankbar zu sein, was sie bereits alles haben. Und das ist eine ganze Menge. Es sind die Menschen in unserem Leben, die Arbeit, die wir tun dürfen und die vielen Kleinigkeiten, die wir viel zu häufig als selbstverständlich hinnehmen.

Vor kurzem habe ich eine schöne Geschichte gelesen, die sich vor über dreitausend Jahren in Ägypten abspielte. Dort befand sich der Pharao – ein unsympathischer und mies gelaunter Typ – gerade auf der Jagd, als er sich mal wieder so danebenbenahm, dass sogar seine Hunde sauer wurden. Sie knurrten laut, fletschten ihre Zähne und jagten ihn dann Richtung Nil, wo bereits die nächste Gefahr lauerte. Hunderte von Krokodilen versperrten dem König den Fluchtweg. Diese wollten sich gerade auf diesen stürzen, da trat das größte Reptil von allen vor, und bat ihm an, ihn sicher ans andere Ufer zu transportieren.

Der Herrscher war so verzweifelt, dass er das Angebot annahm, und zu seiner großen Überraschung geleitete ihn das Krokodil sogar unversehrt über den Fluss. Doch auf der anderen Seite angekommen, erkannte er, dass es sich um Sobek, den Krokodilgott handelte, der eine Gegenleistung dafür verlangte, dass er dem Pharao das Leben gerettet hatte. Der Herrscher sollte dafür sorgen, dass sowohl er als auch seine Untertanen den Fluss und all seine Bewohner mit Respekt und Achtsamkeit behandelten. Solange die Menschen dem Nil und den Tieren die Ehre erwiesen, würde Sobek für eine sichere Überfahrt ihrer Boote sorgen.

Der Pakt war besiegelt, und genau so kam es. Nur ein einziges Mal, zweitausend Jahre später vergaß eine Flotte von Militärbooten sich an den Deal mit Sobek zu halten. Während dieser Überfahrt forderte der Fluss über tausend Leben.

Mehr vom Richtigen ist besser als weniger vom Falschen

Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, liebe Leserinnen und Leser, aber ich muss bei dieser kleinen Fabel augenblicklich an uns Menschen und unseren Umgang miteinander und mit den Ressourcen dieser Erde denken. Auch wenn uns im Alltag keine Krokodilgötter begegnen, wird das Leben seinen Tribut einfordern, wenn wir es nicht mit Achtsamkeit, Wertschätzung und einem hohen Grad an Dankbarkeit ehren. Und genau aus diesem Grund halte ich es für überfällig, das Ende von Schneller, Höher und Weiter einzuläuten. Für weniger und gleichzeitig mehr zu plädieren.

  • Weniger Oberflächlichkeit.
  • Weniger Egoismus.
  • Weniger Perfektion.
  • Weniger Gleichgültigkeit.
  • Weniger Neid.
  • Weniger Optimierungswahn.
  • Weniger Getriebenheit.

Schneller Höher Weiter – Die Alternative

  • Dafür mehr Tiefe.
  • Mehr Achtsamkeit.
  • Mehr Bedeutung.
  • Mehr Verantwortung.
  • Mehr Sinn.
  • Mehr Wertschätzung.
  • Und mehr Dankbarkeit.

Die persönliche Definition von Erfolg

Wer wie ein armer Esel permanent der Mohrrübe externer Erwartungen hinterherhetzt, der entfernt sich immer mehr von seinem innersten Kern. Und das führt über kurz oder lang zu Unzufriedenheit, Frustration und Burnout. Stattdessen werbe ich für maximale Dankbarkeit, eine eigene Definition von Zufriedenheit und der ausschließlichen Orientierung an eigenen Erwartungen, Zielen und Bedürfnissen.

Was ich damit meine? Wenn Ihre persönliche Definition von Erfolg die Anhäufung von materiellem Reichtum, das steile Erklimmen der Karriereleiter oder die ausschließliche Fokussierung auf Gewinnmaximierung ist, dann gehören Sie möglicherweise zu einer kleinen Minderheit, für die Schneller Höher Weiter genau der richtige Weg ist. Haben Sie hingegen andere Prioritäten wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, legen Wert auf Sinn und Bedeutung oder wollen mit ihrem Unternehmen der Gesellschaft auch etwas zurückgeben, dann sollten Sie dringend eine Kurskorrektur vornehmen.

Und genau das wollen wir  machen. Wir schauen uns an, wie man eine echte Mission im Leben findet, was das Wechseln von Batterien mit tiefer Erfüllung zu tun hat, und wie es gelingt, sich von den Erwartungen anderer Menschen zu lösen und ganz einfach sein eigenes Ding zu machen. Sind sie bereit? Wunderbar, dann lassen Sie uns loslegen. Und wenn Sie während dieses Prozesses doch einmal Zweifel, Unsicherheit oder Leistungsdruck verspüren sollten, dann möchte ich ihnen gerne das Mantra des ehemaligen Football Coaches und späterem Versicherungsgiganten Art Williams mit auf den Weg geben:

„All you can do is all you can do. And all you can do is enough.“

Ein Satz mit echtem Tiefgang, der mir seit vielen Jahren ein zuverlässiger Wegweiser im oftmals harten Alltag ist.

Selbstbestimmt leben: 3 Tipps für eine aktive Gestaltung der Zukunft

Be yourself, no matter what they say

Selbstbestimmt leben. Ist das überhaupt möglich? Und wenn ja, wie es gelingt, die Mauern in unserem Kopf einzureißen und die notwendigen Veränderungen aktiv zu gestalten?

Es gibt Sätze, die der Tod unserer Träume sind: „Ich sollte mal wieder…“, „Man müsste eigentlich Mal…“, oder auch „Ich wünschte, ich könnte…“ Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Es bricht mir regelmäßig das Herz, wenn Menschen Ihre Ziele nicht erreichen, Ihre Vorhaben nicht umsetzen und Ihre Träume nicht leben, weil sie sich selber dabei im Weg stehen.

Das Tragische daran: Es liegt niemals daran, dass wir es nicht könnten. Vielmehr trauen wir uns nicht, weil wir Angst vor dem Unbekannten haben, und es nicht wagen, die Mauern in unserem Kopf zu überwinden. Lieber arrangieren wir uns mit dem ungeliebten Status quo, anstatt den Schritt ins Unbekannte zu wagen.Aus Angst vor dem Neuen reden wir uns das Alte schön, passen uns an und flüchten uns in Ausreden. Doch die Ängste, denen wir uns nicht stellen, werden zu Mauern in unserem Kopf. Die Zweifel, denen wir nachgeben, werden zu Zäunen, die diese Mauern verstärken und immer weniger überwindbar machen.

Selbstbestimmt Leben – Auf welche Stimme hören Sie?

Möglicherweise kennen Sie das auch. In Ihrem jetzigen Job sind Sie zwar nicht unzufrieden, aber eben auch nicht richtig glücklich. Die Partnerschaft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war, und finanziell könnte es auch etwas besser laufen. Tja, und dann ist da noch dieser eine große Traum, der mit schöner Regelmäßigkeit an die Oberfläche drängt, und danach verlangt, endlich in die Tat umgesetzt zu werden. Mit selbstbestimmt leben hat das wenig zu tun.

Was flüstert Ihnen Ihre innere Stimme in diesem Fall zu? Will sie sich endlich selbständig machen, auswandern, oder einen vollkommen anderen Job annehmen? Hören Sie gut hin, denn es handelt sich hierbei um ihre tiefsten und innersten Bedürfnisse. Doch leider ignorieren wir diese viel zu häufig und hören stattdessen lieber auf die äußeren Stimmen. Und die klingen meisten so: „Selbstbestimmt leben? Das mag bei anderen funktionieren, aber doch nicht bei Dir“, „Das wirst Du in spätesten einem Jahr bereuen“, „Du kannst doch nicht einfach Deinen sicheren Job aufgeben“ oder auch „Meine Freundin hat das auch mal probiert, sie ist grandios gescheitert.

Selbstbestimmt Leben – Überprüfen Sie Ihren inneren Circle

Anstatt das Leben bei den Hörnern zu packen, orientieren wir uns an den Meinungen und Limitationen anderer. Und das macht auf Dauer unzufrieden. Zeit, das zu ändern. Einer der besten Tipps, den ich Ihnen für erfolgreiche Veränderung geben kann, ist sich mit gleich gesinnten Menschen zu umgeben, und sich möglicherweise sogar einen Changebuddy zu suchen, mit dem Sie Ihren Weg gemeinsam gehen.

Aber wie sieht es in Ihrem persönlichen Umfeld aus? Es lohnt sich, hier genau hinzuschauen, denn wir werden in sämtlichen Lebensbereichen so, wie der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meisten Zeit verbringen. Wenn Sie selbstbestimmt leben wollen, ist es daher entscheidend, diesen Inner Circle einer intensiven Analyse zu unterziehen und die Menschen, mit denen Sie die meiste Zeit verbringen, sehr bewusst, ja fast schon radikal auszuwählen. Denn Hand aufs Herz, sind Sie von Leuten umgeben, die Sie so akzeptieren, wie Sie sind, und Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen, Träumen und Visionen unterstützen? Wenn dies so ist, können Sie sich sehr glücklich schätzen.

Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch groß, dass Sie dort vor allem folgende Zeitgenossen antreffen werden: Nörgler, Miesepeter und Energievampire. Haare-in-der-Suppe-Sucher, die Ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu leben haben, und Ihnen Kraft, Mut und Energie absaugen, wie es ein ganzer Schwarm hungriger Moskitos nicht besser könnte.

Selbstbestimmt Leben in 3 Schritten

Kennen Sie einen Menschen, der mit einer negativen Haltung positive Ergebnisse erzielt hat? Sehen Sie. Doch wie gehen Sie am besten mit diesen Bremsern um? Ich empfehle Ihnen drei Schritte:

  1. Erlangen Sie Klarheit über Ihre Werte und lassen Sie diese zum Leitfaden Ihres Handelns werden.
  2. Lernen Sie „Nein“ zu sagen und nehmen Sie Ihre inneren Bedürfnisse als Bemessungsgrundlage.
  3. Ziehen Sie klare Grenzen, die von anderen Menschen nicht überschritten werden dürfen.

 

Mit dieser Methode werden Sie sehr schnell identifizieren, welche Menschen in Ihrem Umfeld zu den Energievampiren und welche zu den Ermutigern, Möglichkeitsdenkern und Unterstützern gehören. Und wenn Sie einmal unsicher sind, dann stellen Sie sich folgende Frage: „Würde diese Person an meinem Grab stehen und weinen?“ Die Spreu wird sich sehr schnell vom Weizen trennen. Und das ist gut so, denn das Leben ist einfach zu kurz, um es mit Miesepetern zu verbringen. Stattdessen sollten Sie sich einen Inner Circle aufbauen, der Sie mit Energie versorgt, Mut macht und Sie bei Ihren Vorhaben unterstützt. Tja, und dann müssen Sie sich nur noch trauen, jeden einzelnen Tag Sie selber zu sein. Und das ist schwer genug.

Trauen Sie sich, Sie selber zu sein

Wie häufig tragen Sie eine mehr oder weniger bequeme Maske, spielen eine Rolle oder orientieren sich an den Erwartungen anderer? Je mehr Sie versuchen es allen anderen recht zu machen, desto mehr entfernen Sie sich von Ihrem inneren Kern. Es kann ungeahnte Kräfte freisetzen, wenn Sie sich trauen, Sie selbst zu sein.

Die echte Persönlichkeit mit jeder Faser des Körpers zu leben und sich bei allen Entscheidungen des Alltags von den eigenen Werten leiten zu lassen. Sobald Sie diese Entscheidung getroffen haben, erfahren Sie plötzlich die faszinierende Magie ein selbstbestimmtes Leben mit sich bringt. Ihre berufliche Karriere wird erfüllter, Ihr privater Alltag zufriedener, und Sie bekommen auf einmal Familie und Job unter einen Hut, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Fangen Sie also an, Ihre Träume zu leben.

Am besten sofort. Lieber unperfekt gestartet, als perfekt gezögert. Trennen Sie sich von den Energievampiren in Ihrem Umfeld und umgeben Sie sich mit Möglichkeitsdenkern. Und den allerwichtigsten Rat könnte ich niemals so gut formulieren, wie es Sting in seinem Hit „Englishman in New York“ getan hat: „Be yourself, no matter what they say!“ Wenn Sie selbstbestimmt leben wollen, dann ist dem nichts hinzuzufügen.

Nachhaltiges Mindset gestalten in 3 einfachen Schritten

Wenn Du ein nachhaltiges Mindset gestalten willst, dann findest Du in diesem Artikel drei kurze, knackige, dafür aber wirkungsvolle Tipps, um Deine Attitüde neu auszurichten und den Fokus auf Chancen, Möglichkeiten und Lösungen, und damit auf die aktive Gestaltung der Zukunft zu richten. Wenn Du tiefer in das Thema „Nachhaltiges Mindset ausrichten“ einsteigen möchtest, dann findest Du ausführliche Hintergründe in meinem Artikel „Mindset – Was es ist und warum es so wichtig ist„.

Nachhaltiges Mindset gestalten – Aber wie funktioniert das?

Wenn Du schon mal ein Buch zum Thema Persönlichkeitsoptimierung gelesen hast, dann stößt Du früher oder später auf den Ratschlag, Dein Mindset zu gestalten. Es weiterzuentwickeln und es von einem Static Mindset zu einem Growth Mindset zu verändern. Auf dem Papier hört sich das leicht an. Aber wie funktioniert das denn eigentlich genau in der Praxis? Und vor allem: Werden die Veränderungen dauerhaft sein?

Auch wenn der dahinterstehende Prozess natürlich sehr komplex und umfangreich ist, so lässt er sich doch auf drei einfache (nicht leichte!!) Schritte herunterbrechen, die ich Dir gerne in diesem Artikel vorstellen möchte.

Ein wichtiger Hinweis dazu: Das Ganze wird nur klappen, wenn Du es als dauerhaftes Projekt angehst, und viel Zeit für das Trainieren, Üben und Entwickeln von Gewohnheiten einplanst. Ein nachhaltiges Mindset gestalten funktioniert nämlich leider nicht per Fingerschnipp. Wenn Du aber bereit bist, in Dein neues Ich hineinzuwachsen, dann können Dir die drei Tipps schon bald treue Dienste leisten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 1 – Analyse des aktuellen Mindsets

Nur wenn Du weißt, wo Du aktuell stehst und wie Dein Mindset ausgerichtet ist, kannst Du die notwendigen Veränderungen zielgerichtet umsetzen. Das bedeutet, dass Du an dieser Stelle einen mutigen Blick in den Spiegel werfen musst und Dir radikal offen und ehrlich beantworten musst, ob Dein aktuelles Mindset eher negativ oder positiv ausgerichtet ist. Um Dir ein paar Ideen bei der Analyse zu geben, habe ich hier noch die wichtigsten Merkmale von Menschen mit einem negativen Mindset für Dich.

Menschen mit einem negativen Mindset…

  1. Sehen das Leben als einen einzigen großen Kampf
  2. Fokussieren sich auf Probleme und wissen jederzeit, was alles nicht geht
  3. Betrachten sich als Opfer der äußeren Umstände
  4. Denken, sie wären „fertig“ und wüssten und könnten schon alles
  5. Sind Meister im Ausreden suchen
  6. Beschweren sich viel und geben sofort auf, wenn etwas nicht klappt
  7. Denken im Mangel und glauben, dass es von allem zu wenig gibt
  8. Malen sich in den buntesten Farben aus, was alles schief gehen kann
  9. Reagieren passiv auf externe Ereignisse
  10. Machen andere Menschen klein

 

Menschen mit einem positiven Mindset hingegen…

  1. Sehen das Leben als großes Geschenk
  2. Fokussieren sich auf Lösungen und denken in Möglichkeiten
  3. Betrachten sich als Schöpfer ihrer eigenen Realität
  4. Folgen der Philosophie des lebenslangen Lernens
  5. Übernehmen Verantwortung. Für die guten und die schlechten Ergebnisse
  6. Akzeptieren Dinge, die sich nicht kontrollieren können und machen das Beste aus jeder Situation
  7. Denken im Überfluss und dass es von allem für alle genug gibt
  8. Träumen groß, setzen sich herausfordernde Ziele und tun alles, um diese zu erreichen
  9. Umarmen Veränderungen und gestalten die Zukunft aktiv
  10. Machen andere Menschen groß

 

Hast Du eine grobe Idee bekommen? Dann kannst Du Dir im nächsten Schritt die Frage stellen, an welchen Stellen Du etwas verändern möchtest. Wo siehst Du den größten Hebel? Und welche Bereiche bieten die besten Quick-Wins? Wenn Du diese Entscheidungen getroffen hast, kannst Du zu Schritt 2 übergehen, um Dein Mindset nachhaltig zu gestalten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 2: Definition klarer Ziele

„Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.“ Dieses Zitat des Philosophen Seneca beschreibt diesen Schritt perfekt. Je genauer Du Dein Ziel formulieren kannst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Du es auch erreichen wirst. Oder konkret: Je präziser und detaillierter Du Dein neues Mindset ausarbeitest, desto nachhaltiger werden die Ergebnisse später aussehen. Folgende Fragen können Dir dabei helfen:

  • Welche Stärken möchte ich ausbauen?
  • Wie genau soll mein neues Mindset aussehen?
  • Welche Glaubenssätze können mein neues Mindset unterstützen?
  • Auf welchen Bereich möchte ich mich fokussieren?
  • Woran werde ich erkennen, dass mein Mindset nachhaltig verändert ist?

 

Im letzten Schritt wollen wir nun sicherstellen, dass Deine neue Attitüde tief in Deinem Unterbewusstsein verankert wird. Und zwar durch kontinuierliche Anwendung und das Bilden von Gewohnheiten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 3 –  Bewusste Integration in den Alltag

Sein Mindset einen Tag lang auf Positivität, das Erkennen von Chancen und die Entwicklung von Lösungen auszurichten ist relativ einfach. Aber wie sieht es mit einer Woche aus? Einem Monat oder sogar mehreren Jahren? An dieser Stelle trennt sich die Spreu schnell vom Weizen. Im dritten und letzten Schritt geht es aus diesem Grund darum, Dein neu gestaltetes Mindset auch dauerhaft beizubehalten. Und dies gelingt am besten durch die ganz bewusste Integration in den Alltag.

Wenn dies lange genug geschieht, dann wird aus dem bewussten Prozess im Laufe der Zeit ein unbewusster Automatismus, der von dann an seine treuen (und positiven!) Dienste für Dich erledigen wird. Wie lange das dauert? Dies ist individuell sehr verschieden. Aber im Schnitt dauert es 66 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren (Ausführlich erklärt im Buch Atomic Habits von James Clear). Gib Dir also mindestens so lange Zeit. Noch besser ist es allerdings, wenn Du die nachhaltige Gestaltung Deines Mindsets nicht als kurzfristiges Projekt ansiehst, sondern als Lebensaufgabe, die niemals endet. Das ist das Prinzip des lebenslangen Lernens, dessen Verinnerlichung zu echten Durchbrüchen führt.

Und wenn Du die Ideen aus diesem Artikel noch etwas ausführlicher erklärt haben möchtest, dann schau Dir doch das passende Video dazu an.

GEWOHNHEITEN ÄNDERN MIT DIESEN 5 TIPPS

Schlechte Gewohnheiten ändern

Jeder von uns hat negative Angewohnheiten. Wir ernähren uns nicht optimal, treiben nicht so viel Sport, wie wir gerne würden, und auch im Job gibt es Gewohnheiten, die uns daran hindern, unsere Karriere weiter voranzutreiben. Die meisten dieser Gewohnheiten wirken dabei unbewusst als eine Art Automatismus, der zuverlässig seinen Dienst tut. Zeit dies unter die Lupe zu nehmen und diese Gewohnheiten zu ändern. Dabei möchte ich mich auf 5 Klassiker konzentrieren.

Gewohnheit ändern: Klassiker #1 – Perfekt sein ​wollen

Neigst du dazu, in eine Perfektionsfalle zu treten? Hast du den Anspruch, perfekt zu sein? Wieso hast du diesen Anspruch? Willst du bestimmte Erwartungen von anderen erfüllen?

Es gibt keinen Zustand der Perfektion. Wenn du etwas umsetzen möchtest, musst du anfangen zu handeln. Keine perfekte Vorbereitung bedeutet nicht, dass der Outcome nicht stimmt. Dadurch verlängert sich nur der Prozess und du schiebst das Durchstarten immer weiter weg. Wenn du anfängst, zu handeln, treten möglicherweise Probleme auf. Diese wären aber wahrscheinlich aufgetreten, egal wie perfekt die Vorbereitung auch war. Auf dem Weg zum Ziel entwickelst du dich weiter und lernst während dem Prozess dazu. Dadurch kommst du zu einem guten Ergebnis, auch wenn deine Vorbereitung nicht perfekt war.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #2 – Hart, aber nicht smart arbeiten

Durchhaltevermögen, Konsistent sein und zu deinem Wort stehen. All das steht für hart arbeiten. Durch hartes Arbeiten erreichst du deine Ziele und wirst im besten Fall erfolgreich.

ABER

Mache es dir nicht schwieriger als notwendig. Standardisiere und automatisiere deine Prozesse, setze Software ein oder nutze virtuelle Assistenten. Passe deine Gewohnheiten an. Es gibt viele Möglichkeiten, dein Leben durch smarte Apps, Technologien und Softwares einfacher, effektiver und produktiver zu machen. Dadurch sparst du in den einzelnen Prozessen Zeit, welche du anderweitig nutzen kannst.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #3 – Fokus auf Mangel ​

Jeder kennt es. Wir glauben, etwas zu brauchen, was wir momentan nicht besitzen. Wir sind so darauf fokussiert, was uns vermeintlich fehlt, statt uns dessen bewusst zu machen, was wir eigentlich haben. Ich spreche hier bewusst von Wir. Denn jeder hat diese Gedanken, aber wir können verändern, wie oft und wie stark diese Gedanken uns beeinflussen. Dieser Mindset Shift kann sehr viel bewegen. Es fängt mit den kleinen Dingen an. Sei zufrieden, mit dem, was du hast, und mache dir bewusst, wie „privilegiert“ unsere grundlegende Lebenssituation eigentlich ist. Auf einmal werden vermeintliche Probleme kleiner und unsere eigene Lebensqualität steigt. Hast du diese selbstzerstörende Gewohnheiten abgelegt, bleibt nur noch eine übrig.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #4 – Zu wenig Pausen

Lange und hart arbeiten, denn wir wissen: Nur so wird man erfolgreich. Du musst dich um dein Business kümmern, neue Kunden gewinnen, Umsatz machen und Ideen generieren. STOPP.

Pause machen.

Immer, wenn wir eine Pause machen, erholt sich unser Körper. In diesem Moment kann auch das Gehirn das geschehene Verarbeiten. Dies führt dann jedoch dazu, dass neue Ideen entstehen. Du distanzierst dich ein wenig vom Alltag und bekommst dadurch neue Eindrücke. Das bereits verarbeitete und die neuen Eindrücke tragen dazu bei, dass es dein Gehirn anregt, wieder kreativ zu werden. Dazu kommt, dass sich deine Energiereserven wieder füllen. Überraschung: Zurück auf der Arbeit bist du dadurch produktiver und effektiver als zuvor.

Je mehr bewusste Pausen du dir nimmst, desto erfolgreicher wirst du mit deinem Business auf lange Sicht sein.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #5 – Vergleiche

Bin ich genauso gut wie XY? Wieso sind die Kennzahlen von Unternehmen XY so viel besser? Was soll ich noch verändern können? Bekommt auch sonst kein anderes Unternehmen hin.

Sich mit anderen Unternehmen und Selbstständigen zu vergleichen, ist prinzipiell (z.B. in Bezug auf Marketing-Strategien) nicht unumgänglich. Auch hier gibt es ein Aber. Ist das Unternehmen auf dem gleichen Level wie das eigene? Hat das andere Business mehr oder weniger Erfahrungen? Wenn ja, dann ist dies der falsche Maßstab. Sind eure Unternehmen und ihr als Personen auf dem gleichen Level an Erfahrung? Das wäre dann wohl ein passenderer Vergleich, jedoch solltest du nur einen Vergleich mit dir selbst ziehen.

Gibst DU dein Bestes? Ist das deine beste Version, die du sein kannst? Holst du aus deinem Business alles raus, was es bieten kann?

Das sind die Fragen, die du dir eigentlich stellen solltest. Denn nur so weißt du, dass du dein Bestes gegeben hast.

Diese Gewohnheiten abzutrainieren, erfordert ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen, aber garantiert dir ein zufriedeneres Leben. Auch der Mindset Shift hilft dir, kreativ zu werden, neue Ideen zu sammeln und schlichtweg etwas aus deinem Leben zu machen.

Diese selbstzerstörenden Gewohnheiten erklärt Ilja dir in dieser Youtube-Folge noch einmal. Wenn du eine Frage zu diesem Beitrag oder dem Video hast, hinterlasse gerne ein Kommentar. Wir freuen uns auf deinen Input.

WAS IST EIN KEYNOTE SPEAKER?

Keynote Speaker Deutsch: Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

„Wo soll es denn hingehen?“ Mit diesen Worten begrüßte mich der nette Taxifahrer am Frankfurter Flughafen. Als ich ihm die Location nannte, in der ich am Nachmittag die Keynote Speech eines großen Kongresses halten durfte, hakte er interessiert nach: „Was machen Sie denn beruflich?“ Meine Antwort, dass ich Keynote Speaker bin, führte dann wie häufig zu einem ungläubigen Blick und der Frage: „Was ist ein Keynote Speaker, auch Key Speaker genannt?“.

Natürlich erklärte ich ihm meinen Beruf während der Fahrt ausführlich. Und trotzdem kam unweigerlich die nächste Frage: „Und damit kann man tatsächlich Geld verdienen?“ Wir werden auf die Frage möglicher Honorare im Verlauf dieses Artikels noch detaillierter eingehen, doch für den Moment wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, warum der Begriff Keynote Speaker in Deutschland nach wie vor so unbekannt ist.

Wenn ich die gleiche Unterhaltung nämlich in den USA, in England oder Asien führe, dann fallen die Reaktionen eher wie folgt aus: „Ah, cool. Ich bin ein großer Fan von Tony Robbins. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Speech.“

Key Speaker: Was ist das?

Dieser Artikel soll daher etwas Licht ins Dunkel der Frage „Was ist ein Keynote Speaker?“ bringen. Bevor wir den Key Speaker (und selbstverständlich auch die Keynote Speakerin) definieren, wollen wir zuerst das große Knäuel der unterschiedlichen Begrifflichkeiten etwas entwirren. Denn neben dem Keynote Speaker gibt es ja auch noch Redner, Referenten, Dozenten oder Sprecher. Natürlich sind die Übergänge zwischen den einzelnen Kategorien fließend, gleichsam unterscheiden sie sich aber auch elementar, haben sie doch alle unterschiedliche Aufgaben und Zielsetzungen, wenn man sie für eine Veranstaltung bucht.

Public Speaking versus Professional Speaking

Apropos buchen, dieser Gedanke erinnert mich daran, an dieser Stelle noch eine wichtige Unterscheidung zu machen. Denn wenn es um das halten von Reden geht, gibt es zwei ähnliche, aber schlussendlich doch vollkommen unterschiedliche Bereiche:

1. Das Public Speaking

Hierunter versteht man das Halten von Reden in der Öffentlichkeit, also vor anderen Menschen. Die Motivation dahinter ist die Freude an Rhetorik, an der Kunst der Rede oder auch das Bedürfnis, andere Menschen zu inspirieren. In Seminaren, Workshops oder Vereinigungen wie Toastmasters erlernt man das Handwerk, wie man eine gute Rede aufbaut und welche Techniken am besten funktionieren. All dies probiert man dann bspw. auf Hochzeiten, Speaker Slams, Messen oder Seminaren aus. Toastmasters geht sogar noch einen Schritt weiter und führt regelmäßig Redewettbewerbe in verschiedenen Kategorien durch, die bis hin zur Weltmeisterschaft im Public Speaking führen. Da dies allerdings alles ohne Bezahlung stattfindet, handelt es sich aber um ein Hobby.

2. Das Professional Speaking

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich in dieser Kategorie um professionelle Redner, die mit dem Halten von Keynote Speeches oder Vorträgen Geld verdienen und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Auch Professional Speaker sind richtig gute Redner (die besten von ihnen sogar überragende), aber dafür werden sie nicht bezahlt. Stattdessen geht es um die Wirkung, die ihre Vorträge erzielen. Und diese ist um so größer, je ausgeprägter die Expertise und Erfahrung der jeweiligen Redner ist. Alle erfolgreichen Professional Speaker sind daher i.d.R. Experten für ein bestimmtes Gebiet (Welche Themen am häufigsten gebucht werden, verrate ich weiter unten).

Ich hoffe, dass die Unterscheidung deutlich geworden ist, denn in diesem Artikel beschäftigen wir uns ausschließlich mit Rednern und Keynote Speakern aus der zweiten Kategorie. „Aber Moment Ilja, jetzt hast Du ja schon wieder beide Begriffe in einem Satz verwendet. Was ist denn jetzt der Unterschied?“. Okay, da haben Sie natürlich recht. Es ist also Zeit, die Frage „Was ist ein Keynote Speaker?“ mit einer entsprechenden Definition zu beantworten.

Keynote Speaker Definition

Die Unkenntnis über die wahre Bedeutung des Begriffs Keynote Speaker liegt wohl zu einem großen Teil auch an der inflationären Verwendung desselben in einem falschen Kontext. Machen Sie gerne einmal die Probe aufs Exempel und scrollen Sie durch den Feed von LinkedIn, Instagram oder einer anderen Social-Media-Plattform ihrer Wahl. Die Chancen stehen gut, dass Sie schnell über eine Variante der folgenden Aussagen stolpern werden:

  • „Freue mich schon auf meine Keynote bei Event XYZ“ (obwohl es sich dabei um einen kostenlosen Onlinekongress mit über 35 Rednern handelt).
  • Meine Keynote Speech auf der Mitarbeiterversammlung von Firma XYZ war ein voller Erfolg“ (obwohl es sich um einen Fachvortrag nach der Mittagspause gehandelt hat).
  • „Let’s do this. Keynote Speech an der Universität XYZ“ (obwohl es sich um einen Impulsvortrag als Dozent gehandelt hat)

Sie wissen, wovon ich spreche, nicht wahr? Oft werden diese Aussagen dann noch damit geschmückt, dass man „die Bühne gerockt“ hat, was ein klassischer Indikator dafür ist, dass es sich weder um einen Keynote Speaker, noch um einen professionellen Redner handelt. Eine von einem Keynote Speaker durchgeführte Keynote Speech ist nämlich etwas vollkommen anderes.

Wikipedia definiert die Keynote Speech als „einen herausragend präsentierten Vortrag eines meist prominenten Redners oder professionellen Grundsatzreferenten (Keynote Speaker)“.

Meine Definition des Keynote Speakers lautet wie folgt:

Ein Keynote Speaker ist der Hauptredner einer Veranstaltung, dessen Keynote Speech eine Veranstaltung entweder eröffnet oder abschließt. Dabei orientiert sich diese am roten Faden des Events, setzt Impulse zum Schwerpunktthema und aktiviert das Publikum insbesondere emotional.

Der Begriff setzt sich dabei aus den Silben „Key“ und „Note“ zusammen und stammt ursprünglich aus der Welt des Chorgesangs, wo der Chor vor dem gemeinsamen Auftritt einen einzigen Ton singt, so dass sich die individuellen Sänger auf das zu singende Stück und aufeinander einstimmen können. Der Keynote Speaker hat eine ähnliche Aufgabe, nämlich die Teilnehmenden einer Veranstaltung auf ein Thema, eine Kernbotschaft oder einen roten Faden einzustimmen.

Was ist eine Keynote: Kategorien von Rednern (m/w/d)

Auf dieser Definition basierend wollen wir nun die unterschiedlichen Arten von Rednern und ihren Vorträgen abgrenzen:

Fachreferent / Fachvortrag

Dies sind Vorträge von fachlichen Experten, bei denen die Information zu einem speziellen Gebiet im Vordergrund steht. Dabei kann es sich um die Einführung eines neuen Produkts, einer neuen Software oder eines neuen Systems handeln. Die Redner sind meistens interne Referenten aus der eigenen Firma oder der eigenen Branche.

Vortragsredner / Impulsvortrag

Hier kommen die externen Experten ins Spiel, die zu einem bestimmten auf ihrer Expertise basierenden Thema Impulse von Außen geben. Die Redner haben sich einen Namen in ihrem Bereich gemacht und gelten als Autorität. Sie werden daher gut bezahlt, weil sie es schaffen, eine ausgewogene Mischung aus Information, Inspiration und Kurzweiligkeit so zu kombinieren, dass ihr Publikum nach dem Vortrag anders denkt und Ideen für mögliche Verhaltensänderungen erhalten hat.

Keynote Speaker / Keynote Speech

Last but not least, ist die Keynote Speech entweder der erste oder der letzte Vortrag einer Veranstaltung. Dabei stehen Entertainment und das entfachen von intensiven Emotionen noch mehr im Vordergrund, als es bei den Impulsvorträgen der Fall ist. Und auch wenn Keynote Speaker über eine ausgeprägte Expertise, eine große Portion KnowHow und auch das nötige Fachwissen verfügen, schaffen sie es, diese Dinge auf eine einfache und unterhaltsame Art und Weise zu vermitteln, die sowohl in Erinnerung bleibt, gleichsam aber auch eine hohe Wirkung erzielt.

keynote speaker deutsch

Keynote Speaker Bedeutung

Der Keynote Speaker hat also auf Events eine besondere Rolle. Als Eröffnungs- oder Abschlussredner ist es seine Aufgabe, zu inspirieren, komplexe Inhalte komprimiert und leicht verständlich dazustellen und dabei mit einer ausgewogenen Mischung aus Information und Entertainment das Publikum emotional zu aktivieren, damit die Menschen optimal auf den Tag eingestimmt werden, bzw. in der gewünschten Stimmung wieder in den Alltag zurückkehren und sich dabei an viele Botschaften, Beispiele und Storys zurückerinnern.

Die Rollen eines Keynote Speakers

Was die Rolle des Keynote Speakers so herausfordernd macht, ist die Vielfalt der Aufgabe. In der Praxis bedeutet dies nämlich, dass er mehrere Rollen gleichzeitig ausfüllen muss.

Experte

Jeder erfolgreiche Keynote Speaker ist am Markt eindeutig positioniert und wird von Dritten als Experte für ein ganz bestimmtes Thema wahrgenommen. Dies ist entscheidend, da er nur so über die notwendige Credibility verfügt. Die Zuhörenden müssen jederzeit das Gefühl haben, dass die vermittelten Inhalte idealerweise auf einem wissenschaftlichen Background, idealerweise kombiniert mit jahrelanger Erfahrung im entsprechenden Bereich.

Übersetzer

Auch wenn der Keynote Speaker als Experte jederzeit auch einen Fachvortrag halten könnte, liegt seine größte Fähigkeit darin, komplexe Zusammenhänge in eine einfache Sprache, emotionale Geschichten und erinnerungswürdige Beispiele herunterzubrechen.

Motivator

Ich persönliche hasse den Begriff Motivationstrainer, denn Motivation lässt sich aus meiner Sicht nie per Tschakka Tschakka von außen überstülpen. Gleichsam entsteht durch gute Keynotes natürlich immer auch eine große Portion des so wichtigen intrinsischen Antriebs. Allerdings nur, wenn sich das Publikum emotional aktiviert fühlt und von selbst neue Ideen entwickelt und Lust auf Veränderung bekommt.

Inspirator

Gute Keynote Speaker sind Meister darin, das Publikum zu inspirieren. Dies tun sie nicht, indem Sie den Zuhörenden sagen, was diese hören wollen, sondern in dem sie mittels maßgeschneiderter Stories und emotionalen Beispielen den Spiegel auf eine Art und Weise vorhalten, so dass es in den Köpfen der Menschen zu Reflexion und einem Perspektivwechsel kommt.

Mutmacher

Doch natürlich ist es mit dem Vorhalten des Spiegels alleine nicht getan. Der Keynote Speaker macht nämlich auch Mut zu neuen Wegen, Lust zur Umsetzung und gibt konkrete Ideen mit auf den Weg, so dass das Publikum in die Lage versetzt wird, die Ärmel hochzukrempeln und ins Machen zu kommen.

Entertainer

Last but not least, spielt das Thema Humor eine entscheidende Rolle. Gute Keynote Speeches sind kurzweilig, unterhaltsam und bringen die Menschen zum Lachen. Dabei geht es nicht darum, dass ein Keynote Speaker wie ein Comedian sein sollte. Aber zum einen lernen Menschen ganz einfach besser, wenn sie viel lachen und zum anderen wirken die Beispiele und Botschaften viel nachhaltiger, wenn Sie mit einer großen Prise Humor und Entertainment transportiert werden.

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Keynote Speaker buchen 

Die wichtigsten Veranstaltungen, für die Keynote Speaker gebucht werden, sind folgende:

  • Mitarbeiterveranstaltungen
  • Kongresse
  • Kundenevents
  • Leadershipmeetings
  • Vertriebstagungen
  • Jahresauftaktveranstaltung
  • Kick-Off Events
  • Symposien
  • Messen

Keynote Speaker Themen: Auf die Expertise kommt es an

Wie bereits erwähnt haben die erfolgreichen Keynote Speaker alle eine sehr klare Positionierung und gelten als Spezialisten in ihrem Bereich. Viel entscheidender ist allerdings, dass durch diese Expertise auch ein Problem für die Kunden gelöst wird. Folgende Themen sind aktuell besonders relevant:

  • Motivation
  • Zukunftsforschung
  • Change Management
  • Kulturwandel
  • Leadership
  • Kommunikation
  • Innovation
  • Transformation
  • Teambuilding
  • Celebrity Storys: Vorträge von bekannten Sportlern, Politikern, Schauspielern oder Personen des öffentlichen Lebens, die Ihre Erfahrungen teilen und mit den Bedürfnissen ihrer Kunden verknüpfen.

Keynote Speaker Honorare: Die ganze Wahrheit

Okay, nun Butter bei die Fische. Kommen wir zu einem Thema, über das viel diskutiert wird, wo gleichsam aber auch viele Mythen und Falschaussagen vorherrschen. Ich möchte Ihnen daher einen Überblick geben, der auf meiner Erfahrung aus über 10 Jahren am Markt, sowie dem Austausch mit Redneragenturen und vielen Kollegen basiert:

  • Gelegenheitsredner (Trainer, Coaches, Berater, die ab und zu auch einmal einen Vortrag halten): 500 € – 2.500 €
  • Keynote Speaker zu Beginn ihrer Karriere: 2.500 € – 3.500 €
  • Professionelle Keynote Speaker: 3.500 € – 5.000 €
  • Top Keynote Speaker: 5.000 € – 9.500 €
  • Celebrity Speaker: Ab 9.500 €

 

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Honorare im D/A/CH Raum handelt, im internationalen Markt können diese durchaus auch noch höher ausfallen. Hierbei handelt es sich übrigens nicht etwas um Stundensätze, sondern das Honorar orientiert sich am Wert und der Wirkung, die eine Keynote und die darin enthaltenen Impulse auslöst.

Was sich auf den ersten Blick als sehr viel anhört, relativiert sich schnell, wenn man bedenkt, dass man keine 60 Minuten Vortrag bucht, sondern sowohl Zugriff auf eine langjährige Expertise, insbesondere aber eine Veränderung im Denken und Handeln bei hunderten oder tausenden Menschen erhält, die sich dann wieder in Umsatzzuwächsen, einer erhöhten Produktivität oder dem Commitment zu geplanten Veränderungen niederschlägt.

Und wenn es Sie interessiert, wer der teuerste Keynote Speaker der Welt ist, dann sollten Sie sich am besten dieses Video hier ansehen.

keynote speaker veränderung

Top Speaker werden: Was macht einen guten Keynote Speaker aus?

Da heute sich gefühlt jeder Keynote Speaker (gerne auch Top Speaker) nennt, stellt sich die Frage, woran man einen guten Keynote Speaker erkennt. Hier gibt es einige Kriterien, die Sie bei der Suche nach dem für Sie passenden Gastredner prüfen sollten. Da ist zum einen die Expertise. Verfügt der Redner Ihrer Wahl über eine nachweisbare Erfahrung? Dies könnte zum einen ein Studium sein, viel wichtiger ist aber die praktische Arbeit in dem entsprechenden Bereich. Denn Hand aufs Herz, wenn Sie einen Keynote Speaker zum Thema Leadership buchen wollen, der das Thema Führung aber nur aus Büchern kennt, ohne jemals selber Menschen geführt zu haben, dann sollten die ersten Alarmsignale zu schrillen beginnen.

Apropos Erfahrung, natürlich sollte ein guter Keynote Speaker auch ein absoluter Profi sein, der mit jeder Gruppengröße, Location oder Besonderheit professionell umzugehen weiß. Natürlich sind diese erfahrenen Redner teurer als ein Newcomer, Sie haben aber gleichsam die Sicherheit, dass es zu keinen unangenehmen Überraschungen kommen wird.

Dies können Sie übrigens gut mittels entsprechender Referenzen und Kundenstimmen abgleichen. Denn wenn ein Keynote Speaker schon für viele renommierte Firmen im Einsatz war, dann stehen die Chancen gut, dass er (und natürlich wie immer auch sie) gut sein muss. Und lesen Sie sich unbedingt auch die O-Töne der ehemaligen Kunden durch, denn da bekommen Sie bereits ein gutes Gefühl über die Arbeitsweise und Schwerpunkte des Redners. Aber achten Sie hierbei darauf, dass es sich um echte Menschen mit Klarnamen handelt. Referenzen von „Ute S., Unternehmerin“ oder „Tom F., Teilnehmer“ lassen darauf hindeuten, dass noch keine echten Kunden vorhanden sind. Das Gleiche gilt auch für Empfehlungen von Kollegen oder Seminarveranstaltern, die Empfehlungen i.d.R. nur aus Gefälligkeit abgeben.

Natürlich ist ein guter Keynote Speaker auch inhaltlich immer auf dem neusten Stand, und führt bezüglich Ihrer Wünsche, Ziele und Erwartungen ein ausführliches Vorgespräch, damit er seine Keynote Speech darauf customizen kann. Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass die besten Redner auch immer erfolgreiche Autoren sind, die eins oder mehrere Bücher in renommierten Verlagen publiziert haben.

Und last but not least sollten Sie natürlich auch immer schauen, ob die jeweilige Persönlichkeit zu Ihrem Event oder Ihrer Unternehmenskultur passt. Hier können Social Media Profile, Videos auf der Homepage oder persönliche Gespräche eine Menge Licht ins Dunkel bringen.

key speaker deutsch

Wie finde ich den richtigen Keynote Speaker?

Nachdem wir uns einige Kriterien für gute Keynote Speaker angeschaut haben, stellt sich die Frage, wie Sie den für sich passenden Redner finden. Wie so oft im Leben sollte Ihr persönliches Netzwerk die erste Anlaufstelle sein. Fragen Sie Ihre Bekannten, Kollegen oder Geschäftspartner, welche Keynote Speaker diese schon gebucht oder erlebt, und auf dieser Basis empfehlen können.

Natürlich können Sie auch Google bemühen und so eine passende Vorauswahl treffen. Schauen Sie sich danach die entsprechenden Webseiten an und gleichen diese mit den eben erwähnten Qualitätskriterien ab. Wichtig ist hier, dass Sie sich unbedingt Videomaterial des Keynote Speakers anschauen sollten, damit Sie einen Eindruck erhalten, wie dieser auf der Bühne wirkt. Alle erfolgreichen Redner haben eine große Auswahl an Material auf ihren Webseiten integriert. Und übrigens: Als Alternative zu Google bietet sich auch YouTube an, denn auch dort werden sie teilweise komplette Speeches von Speakern finden.

Last but not least gibt es noch die Möglichkeit, eine Agentur zu beauftragen, die Sie mit der Suche beauftragen. Neben klassichen Eventagenturen gibt es in Deutschland auch eine Handvoll guter Redneragenturen, die Ihnen den für Sie passenden Keynote Speaker vermitteln können. So arbeite ich seit vielen Jahren erfolgreich mit der Agentur 5 Sterne Redner zusammen, die mein gesamtes Rednermanagment übernommen hat.

Wie werde ich Keynote Speaker?

Nach all den Informationen spielen Sie möglicherweise mit dem Gedanken selber Keynote Speaker zu werden. Doch wie wird man das eigentlich? Der Beruf des Redners lässt sich nämlich nicht über eine Ausbildung oder ein Studium lernen. Auch die sehr präsenten Rednerausbildungen können einem zwar das Handwerk und Techniken zur Kommunikation oder Rhetorik vermitteln, aber mittlerweile sollte klar geworden sein, dass es am Ende des Tages auf etwas ganz anderes ankommt.

Jeder erfolgreiche Keynote Speaker den ich kenne (national wie international) ist einen sehr individuellen Weg gegangen. Meist kommen diese aus einer Karriere in der Wirtschaft, wo sie als Manager, Unternehmer oder Führungskraft gearbeitet haben. Aus dieser Erfahrung heraus haben Sie dann die Transformation in den Beruf des Keynote Speakers gewagt, und sich im Laufe der Zeit einen Namen für ihr Thema gemacht.

Es ist also durchaus möglich, ein erfolgreicher Keynote Speaker zu werden. Es ist aber beileibe nicht so leicht, wie einem die vielen Anbieter entsprechender Seminar glauben machen wollen. Wenn Sie stattdessen wissen wollen, wie Sie am besten im Markt Fuß fassen können, dann sprechen Sie mich gerne an, ich unterstütze Sie gerne.

Was ist Change Management – 10 Schritte zur nachhaltigen Veränderung

Im heutigen Artikel wollen wir uns einer häufig gestellten Frage widmen: Was ist Change Management? Dabei wollen wir uns insbesondere auf die praktische Umsetzung und weniger auf die theoretischen Hintergründe konzentrieren. Wenn Sie in diesem Bereich tiefer eintauchen wollen (um bspw. die unterschiedlichsten Change Management Modelle besser kennenzulernen), dann empfehle ich Ihnen den Artikel Change Management – So geht Veränderung in der Zukunft.

Warum Change Management?

Neue Wege gehen. Nachhaltige Veränderung. Die Zukunft aktiv gestalten. Diese Ziele werden von immer mehr Unternehmen und Organisationen als höchste Priorität ausgerufen. Kein Wunder, denn die Digitalisierung, der Generationenwandel, das radikal veränderte Konsumentenverhalten und nicht zuletzt die Corona-Krise haben für einen extrem hohen externen Veränderungs-Druck gesorgt.

Schnell wird dann der Ruf nach Patentrezepten, 7-Punkte-Formeln oder anderen schablonenartigen Konzepten laut, damit man das lästige Thema Change endlich hinter sich bringen kann. Doch ebenso schnell merken die Verantwortlichen dann, dass es so leider nicht geht. Denn jedes einzelne Veränderungs-Vorgaben ist individuell, komplex und bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich. Ja, man muss wirklich jedes einzelne Mal wieder genau hinschauen. Und genau hier kommt das Thema Change Management ins Spiel, denn um komplexe, unsichere und dynamische Veränderungsprojekte zu meistern, bedarf es eines Ansatzes, diese Vorhaben nicht dem Zufall zu überlassen.

Was ist Change Management? Ein komplexer, unsicherer und dynamischer Prozess

Es gibt einige essenzielle Faktoren, die für nachhaltige Veränderung und damit für erfolgreiches Change Management unabdingbar sind. Die Gewichtung mag je nach Projekt unterschiedlich sein, aber wenn auch nur ein einziger von ihnen fehlt, dann ist die gewünschte Transformation von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Um Ihnen die Planung ihrer Change Projekte etwas einfacher (nicht leichter!!) zu machen, möchte ich Ihnen gerne eine von mir entwickelte Change Management Roadmap vorstellen, die Ihnen in der Zukunft hoffentlich ein treuer Begleiter sein wird.

Jede einzelne Etappe auf der Roadmap beschreibt einen Erfolgsfaktor für erfolgreiches Change Management. Wenn Sie sich an diesem Punkt die richtigen Fragen stellen, diese mutig und ehrlich beantworten, dann können Sie den nächsten Schritt gehen. Solange, bis die gewünschte Transformation erreicht ist. Doch gestatten Sie mir an dieser Stelle einen wichtigen Hinweis: Natürlich laufen Change Management Projekte in der Praxis nicht komplett linear, sondern systemisch ab. 

Die Change Management Roadmap

Häufig beschäftigen Sie sich mit mehreren Schritten gleichzeitig und die einzelnen Faktoren haben auch einen starken Einfluss auf die anderen. Betrachten Sie die Change Management Roadmap daher vor allem als eine Art Visualisierungs-Tool, das den Meta-Prozess nachhaltiger Transformation und die damit verbundenen Schritte darstellt. Und genau die wollen wir uns jetzt im einzelnen einmal anschauen.

warum change management

Schritt 1: Die Standortbestimmung

Es ist essenziell, den Status Quo in allen Facetten zu kennen. Nur wenn man weiß, wo man heute steht, kann man entsprechende Ziele für die geplante Veränderung definieren und Maßnahmen entwickeln.

Change Frage: „Wo stehen wir heute?“

Schritt 2: Das klare Ziel

Dieser Punkt sollte eigentlich selbsterklärend sein. Denn nachdem Sie definiert haben, wo Sie heute stehen, kommt logischerweise als Nächstes die Frage, wo Sie hinwollen. Der Philosoph Seneca hat das wunderschön auf den Punkt gebracht: „Wer nicht weiß, wohin er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

Wenn Sie etwas Unterstützung in Bezug auf das Entwickeln kraftvoller Ziele benötigen, dann habe ich hier einen entsprechenden Artikel dazu verfasst.

Change Frage: „Wo wollen wir hin?“

Schritt 3: Die präzise Analyse

In diesem Schritt ist es empfehlenswert eine SWOT-Analyse durchzuführen, um die externen Chancen und Risiken, sowie die internen Stärken und Schwächen in Bezug auf das Ziel der nachhaltigen Veränderung zu evaluieren.

Change Frage(n): „Welche Chancen und Risiken gibt es?“ und „Welche Stärken und Schwächen haben wir?“

Schritt 4: Der sinnstiftende Purpose

Nachhaltige Veränderung ist zum Scheitern verurteilt, wenn sie nur um der Veränderung selber willen geschieht. Weil man nach Außen dokumentieren will, das man aktiv geworden ist. Wenn man eine Box auf einer Checkliste abhaken will. Wenn man handelt, egal was am Ende dabei herauskommt. Es ist daher unabdingbar, den Grund, die Intention und den Purpose für den Change zu definieren. Auf den Punkt gebracht: Change benötigt Sinn.

Change Fragen(n): „Warum wollen wir uns verändern?“, „Wofür tun wir das?“

Schritt 5: Die nachhaltige Strategie

Die Strategie setzt die Rahmenbedingungen, die Leitplanken für den Weg vom Status Quo zum definierten Ziel. Diese Strategie sollte – einmal verabschiedet – nicht mehr verändert werden. Dies bedeutet: Der Rahmen ist fix, während die sich daraus ergebenden Maßnahmen, Entscheidungen und Verhaltensweisen maximal flexibel sein können.

Change Frage: „Welchen Weg wollen wir gehen?“

Schritt 6: Der Ritt auf der Rasierklinge

Ein wichtiger Grundsatz für nachhaltige Veränderung lautet: Nicht alles was neu ist, ist gut. Und nicht alles Alte ist schlecht. Es kommt immer auf die Balance an. Die Ausgewogenheit von Tradition und Moderne. Von wagen und bewahren. Von Mut und Risiko.

Change Frage: „Was wollen wir bewahren (weil es sich bewährt hat) und was stellen wir radikal auf den Prüfstand?“

Schritt 7: Verschiedene Szenarien

Es ist immer empfehlenswert, unterschiedliche Zukunftsszenarien durchzuspielen, um bei der Umsetzung eine maximale Flexibilität an den Tag legen zu können. Insbesondere sind hier die Auswirkungen möglicher Veränderungen bzw. das starre Festhalten am Status Quo gemeint.

Change Frage(n): „Was passiert, wenn wir uns verändern?“, „Was passiert nicht, wenn wir uns verändern?“, „Was passiert nicht, wenn wir uns verändern?“ und „Was passiert nicht, wenn wir uns nicht verändern?“

Schritt 8: Nicht verhandelbare Werte

Wer mich kennt, der weiß, dass Werte für mich eine Art Obsession sind. Warum? Ganz einfach weil ich um die Kraft von nicht verhandelbaren Prinzipien weiß. Werte sind daher die Grundlage für sämtliche Entscheidungen und alle wichtigen Weggabelungen auf dem Change Journey.

Change Frage: „Welche Werte sind für uns nicht verhandelbar?“

Schritt 9: Definierte Verantwortlichkeiten

Nachhaltige Veränderung ist heute das Ergebnis von Co-Creation. Nur wenn jedes einzelne Teammitglied an seinem Platz Verantwortung übernimmt, kann man gemeinsam erfolgreich sein. Trotzdem ist es notwendig für Change Prozesse konkrete Verantwortlichkeiten zu definieren.

Change Fragen: „Wer genau ist für was genau verantwortlich?“ 

Schritt 10: Die ausgeprägte Umsetzungskompetenz

Der letzte Schritt ist wie so häufig der wichtigste, denn ohne die fokussierte und konsistente Umsetzung der geplanten Veränderungen verpufft die Wirkung der ersten neun Schritte sehr schnell.

Change Frage: „Wie stellen wir sicher, dass wir unsere Prioritäten konsistent und fokussiert abarbeiten?“

Was ist Change Management – Ein Fazit

Ich hoffe sehr, dass Ihnen die Change Management Roadmap für die anstehenden Veränderungsvorhaben in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation wertvolle Dienste leisten wird. Falls Sie zusätzliche Unterstützung benötigen, dann gibt es zu diesem Thema auch die passende Keynote Change Management. Oder wenn Sie eine individuelle Begleitung über einen längeren Zeitraum bevorzugen, dann empfehle ich Ihnen meine Business Coaching Programme.

Und zum Schluss interessiert mich natürlich noch: Welcher der zehn Schritte aus der Change Management Roadmap ist aus Ihrer Sicht der wichtigste? Ich freue mich auf Ihren Kommentar…

Trag Dich für die Change Monday Impulse ein.

Als Willkommensgeschenk bekommst du mein Buch „Mach es einfach“ als Hörbuch-Download. Gratis, direkt in Dein E-Mail Postfach.

Ilja Grzeskowitz Buch "Mach es einfach" vor weißer Wand.