Mut zur Veränderung – Erfolgsfaktor Mensch im Change Management

Mut zur Veränderung. Es scheint, dass sich an dieser Eigenschaft der Erfolg von Change Management Projekten messen lässt. Und diese sind notwendiger denn je. Haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, dass die Taktung, Intensität und Komplexität der auf uns einwirkenden Veränderungen immer weniger steuerbar wird?

Dies verwundert nicht, denn Change hat im Jahr 2022 weder Anfang noch Ende, sondern ist ein permanenter Dauerzustand geworden. Als Unternehmerin, Führungskraft oder Managerin ist es daher unabdingbar, als Vorbild voranzugehen, die Mitarbeiter auf die veränderten Anforderungen vorzubereiten und als Team die Zukunft aktiv zu gestalten

Veränderung ist die neue Normalität

Früher war das mit der Veränderung noch irgendwie einfach. Es gab einen Normalzustand, alle paar Jahre einen mehr oder weniger intensiven Changeprozess, und dann hatte man erst einmal wieder seine Ruhe. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Denn die Regeln haben sich längst geändert, und der permanente Wandel ist zur neuen Normalität geworden.

Besonders disruptive Technologien, die immer älter (aber auch gesünder und wohlhabender) werdende Gesellschaft und natürlich die alles verändernde digitale Revolution haben dafür gesorgt, dass ganze Branchen sich dramatisch wandeln, Kunden sich vollkommen anders verhalten als noch vor ein paar Jahren und ehemalige Marktführer komplett von der Bildfläche verschwunden sind.

All das hat eine ganz entscheidende Auswirkung: Der persönliche Umgang mit diesem immer intensiver werdenden Wandel wird zur wichtigsten Schlüsselkompetenz der Zukunft werden. Denn nur wir alleine entscheiden, ob wir auf den Zug der Veränderung mit aufspringen, oder ob wir am Bahnsteig stehen gelassen werden. Mut zur Veränderung wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Und nur, damit wir uns richtig verstehen, ich spreche nicht von Veränderung um der Veränderung willen, sondern von Veränderung mit Sinn. Veränderung, um Ihre Ziele zu erreichen, um besser zu werden und als Team zu wachsen.

Veränderung beginnt mit Verantwortung

Es spielt übrigens keine Rolle, ob Sie diese Entwicklung nun gut finden oder nicht. Sie werden das Rad der Zeit weder beschleunigen noch aufhalten können. Viel wichtiger ist, wie gut Sie auf mögliche Zukunftsszenarien vorbereitet sind. Jede Veränderung im Außen beginnt daher zuallererst im Inneren.

Wer Change aktiv gestalten und frischen Wind ins eigene Unternehmen bringen will, der muss Verantwortung übernehmen. Denn nur wer als Persönlichkeit wächst, der kann auch eine bessere Führungskraft werden. Doch dazu ist nicht jeder bereit. Lieber klammert man sich an bewähren Abläufen fest, sucht nach Ausreden, warum es nicht geht und wartet darauf, dass andere schon das Richtige tun werden.

Doch wenn alle darauf warten, dass jemand anders schon etwas tun wird, dann passiert überhaupt nichts und es bleibt beim Stillstand. Und der ist in unserer heutigen Zeit gleichbedeutend mit Rückschritt.

Mut zur Veränderung = Aktive Gestaltung der Zukunft

Was hat das jetzt alles mit Ihrer Rolle als Manager und dem Thema Mut zur Veränderung zu tun? Einfache Antwort: Alles. Zuerst müssen Sie immer sich selber und Ihr Mindset verändern. Doch noch viel wichtiger: Sie müssen den Wandel in Ihrem Team, Ihrer Abteilung und in Ihrem Unternehmen nicht nur bestmöglich vorbereiten, sondern aktiv gestalten. Organisationen verändern sich nur, wenn die Menschen sich verändern.

Und ihr Job ist es, genau das sicherzustellen. Ein einzelner Mensch kann einen riesigen Unterschied machen. Ich könnte es niemals so gut formulieren wie Barack Obama, der einst sagte: „Veränderung geschieht nicht, indem wir auf andere Menschen oder eine andere Zeit warten. Wir selber sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, nach der wir suchen.“ Wie recht er doch hat.

Jede Veränderung beginnt immer damit, dass jeder einzelne, besonders aber die Führungskräfte eines Unternehmens, Verantwortung übernehmen. Für die eigenen Haltung, die eigenen Entscheidungen und die eigenen Taten. Und natürlich ist das nicht immer einfach. Ganz im Gegenteil, neue Wege zu beschreiten, alte Zöpfe abzuschneiden und die eigene Komfortzone zu verlassen kann durchaus schmerzhaft sein. Aber es lohnt sich, denn die langfristige Perspektive entschädigt für den Aufwand, den wir in der Gegenwart betreiben.

Always Go First!

Um Verantwortung zu übernehmen und Dinge aktiv zu verändern, bedarf es keiner besonderen Fähigkeiten, Kenntnissen oder Talente. Entscheidend ist einzig und alleine, dass Sie eine Entscheidung treffen. Dass Sie den Mut haben, die Initiative zu ergreifen. Mutter Teresa sagte einst: „Wenn jeder einzelne Mensch vor seiner eigenen Tür kehren würde, dann wäre die Welt ein sehr sauberer Ort.“  Recht hatte sie, diese bemerkenswerte Dame.

Ich möchte hinzufügen: Ihre persönliche Entwicklung und Ihre äußeren Ergebnisse sind eng miteinander verzahnt. Wenn Sie wollen, können Sie sofort beginnen. Und ehe Sie sich versehen, werden Sie damit eine gigantische Dominorallye auslösen, die sich auf Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden übertragen wird.“ Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und schaffen Sie Motivation zur Veränderung. Ich möchte Ihnen gerne ein paar konkrete Beispiele geben.

Mut zur Veränderung: Zehn konkrete Dinge, die Sie sofort verändern können

  1. Sie können jeden Tag mit einer positiven Attitüde in die Firma kommen
  2. Sie können jeden Tag mit Ihren Ideen, Worten und Entscheidungen ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sein
  3. Sie können Ihre Arbeit jeden Tag mit Ehrgeiz, Leidenschaft und Herzblut erledigen
  4. Sie können jeden Tag etwas dafür tun, Ihre Mitarbeiter besser zu machen
  5. Sie können jeden Tag dazu nutzen, groß zu träumen und mutig zu handeln
  6. Sie können jeden Tag einen weiteren Schritt auf dem Weg zu Ihren Zielen machen
  7. Sie können jeden Tag mit hohen Standards dafür sorgen, dass Sie ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sind
  8. Sie können jeden Tag Veränderung aktiv vorleben
  9. Sie können jeden Tag ein Lob für Ihr Team aussprechen
  10. Sie können jeden Tag dafür nutzen, um als Persönlichkeit zu wachsen, und dadurch ein besserer Chef, ein besserer Manager und eine bessere Führungskraft zu werden

 

Sehen Sie, was ich meine? Wir alle können viel mehr verändern, als wir es uns oftmals eingestehen wollen. Doch jede einzelne Veränderung steht und fällt mit der Verantwortung. Für die guten Ergebnisse, wie auch für die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Das Motto heißt: Go First! Leben Sie Veränderung vor, und nehmen Sie Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden mit.

Ganz oder gar nicht – Ein bisschen Veränderung gibt es nicht

So weit, so gut. Doch nicht immer sind Sie als Führungskraft von anstehenden Veränderungen begeistert. Aber was tun Sie, wenn die Unternehmensleitung ein Change Projekt ankündigt, von dem Sie persönlich überhaupt nicht überzeugt sind? Hier kommt modernes Leadership ins Spiel. Denn das schlimmste, was Sie tun können, ist die halbherzige Variante á la „Ich halte den Weg ja für völlig falsch, aber die da Oben haben nun mal so entschieden.“ Diese Haltung überträgt sich eins zu eins auf Ihr Team, und die Veränderung ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Nein, wenn Sie eine Veränderung angehen, dann mit Haut und Haaren. Mit voller Überzeugung. Mit der Begeisterung, die notwendig ist, um Ihre Mitarbeiter für die anstehenden Maßnahmen anzustecken. Es kann durchaus sein, dass Sie hierfür selber Ihre Perspektive ändern müssen, aber es ist der einzig mögliche Weg.

Und wenn Sie die Veränderungen trotz aller Bemühungen nicht mit Ihren Werten, Prinzipien oder Vorstellungen vereinbaren können, dann gilt auch in diesem Fall die alte Weisheit: „Love it. Change it. Or leave it.“ Denn ein bisschen Veränderung gibt es genauso wenig wie ein bisschen schwanger zu sein, und die notwendigen Prozesse erfordern von allen Beteiligten ein hundertprozentiges Commitment und den vollen Einsatz ohne Handbremse. Das sind Sie sich selbst, besonders aber Ihrer Mannschaft schuldig.

Mut zur Veränderung

Die große Kunst bei jeder Veränderung ist es, das Alte wertzuschätzen, und gleichzeitig mutig neue Wege zu gehen. Nur so gelingt die magische Kombination aus Tradition und Moderne. Gehen Sie daher so oft es geht an den Rand Ihrer Komfortzone. Und dann einen Schritt weiter.

Dort kommen Sie in Situationen, mit denen Sie noch nie konfrontiert waren. Nur so können Sie wachsen und besser werden. Und doch ist es für viele Menschen so unglaublich schwer, denn Veränderung bedeutet immer einen Tausch von vermeintlicher Sicherheit gegen Unsicherheit. Am liebsten will man dann beides haben: Das Abenteuer der Veränderung und die Sicherheit, dass alles gut gehen wird. Aber das weiß man immer erst hinterher und es gibt für nichts eine Garantie.

Doch nichts ist schlimmer, als wenn sie irgendwann zurückblicken und es bereuen, dass Sie etwas nicht getan haben. Deshalb ist es so wichtig, dass der unbändige Drang nach Chancen größer ist als die Angst vor dem Unbekannten.

Ich wünsche Ihnen daher eine Menge Mut zur Veränderung. Ihre Ergebnisse in der Zukunft werden es Ihnen danken.

Resilienz trainieren – Erfolgreich Veränderung meistern

Resilienz trainieren ist die Fähigkeit, mit Rückschlägen und Herausforderungen in einer Art und Weise umzugehen, dass man als Persönlichkeit daran wächst. So weit, so gut. Aber warum sollte man sich überhaupt mit dieser immer relevanter werdenden Zukunfts-Fähigkeit auseinandersetzen? Das ist relativ einfach. Wenn du dich schon einmal gefragt hast, was den Unterschied zwischen Menschen ausmacht, die im Leben erfolgreich sind und jenen, die es nicht sind, dann lautet eine der häufigsten Antworten: Resilienz. Das Durchhaltevermögen bei Veränderungen. Die Fähigkeit, bei sämtlichen Herausforderungen immer einmal mehr aufzustehen als hinzufallen.

Aus diesem Grund denken viele Menschen, dass sie resilient sein müssen, um erfolgreich zu sein, aber das ist nicht wahr. Es geht auch komplett ohne. Resilienz hilft uns jedoch enorm, unsere Ziele zu erreichen und unsere Träume zu verwirklichen, indem wir uns von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Eine Studie der University of Rochester zeigte, dass die Fähigkeit, Resilienz zu entwickeln, entscheidend für den Erfolg im Leben ist. Die Forscher untersuchten mehrere Gruppen von Studenten und stellten fest, dass diejenigen, die resilient waren, eher in der Lage waren, sich an neue Herausforderungen anzupassen und erfolgreich zu sein. Resilienz ist also eine wichtige Eigenschaft, die uns hilft, unsere Ziele zu erreichen. Aber was genau ist Resilienz und wie kann man sie trainieren?

Definition Resilienz: Warum ist sie wichtig?

Das Wort Resilienz stammt vom lateinischen resilire ab und bedeutet so viel wie abprallen oder nicht anhaften. Laut Wikipedia kann diese Eigenschaft definiert werden als […] der Prozess, in dem Personen auf Probleme und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren.

Dies möchte ich sowohl ergänzen als auch vereinfachen, indem ich den Begriff wie folgt definiere: „Resilienz ist die Fähigkeit, auf schwierige Situationen, Herausforderungen und Ereignisse lösungsorientiert und positiv zu reagieren, so dass man in der Lage ist, die Veränderungen zu meistern und stärker daraus hervorzugehen.

Resilienz basiert auf der psychologischen Theorie der Persönlichkeitsentwicklung von Erik Erikson. Danach entwickeln wir uns im Laufe unseres Lebens durch verschiedene Stufen der psychosozialen Entwicklung. Auf jeder Stufe stellen wir uns neuen Herausforderungen und müssen bestimmte Krisen meistern. Wenn wir diese Krisen erfolgreich bewältigen, entwickeln wir eine stärkere Persönlichkeit und mehr Selbstvertrauen. Wenn wir jedoch scheitern, kann es sein, dass wir an dieser Stelle steckenbleiben und uns nicht weiterentwickeln können. Erikson glaubte, dass Resilienz die Fähigkeit ist, diese Krisen zu meistern und trotzdem weiterzumachen. Je mehr Krisenerfahrung wir haben, desto resilienter werden wir also.

Wie kann ich meine Resilienz trainieren?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Resilienz etwas ist, was man entweder besitzt oder nicht. Doch dies stimmt so natürlich nicht. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben, ist auch die Resilienz etwas, das man üben, trainieren und verbessern kann. Mit etwas Übung und Geduld kann man lernen, resilienter zu sein und damit besser mit schwierigen Situationen umzugehen.

Hier sind einige Tipps, wie du deine Resilienz trainieren kannst:

  • Setze dir realistische Ziele und arbeite an einem Schritt nach dem anderen.
  • Mach Pausen und gönne dir Ruhephasen, in denen du dich erholen kannst.
  • Sprich über deine Sorgen und Ängste mit Freunden oder Familie oder Kollegen.
  • Denke auch bei harten Problemen in Lösungen.
  • Wechsle deine Perspektive und versuche auch in schwierigen Zeiten optimistisch zu bleiben.
  • Investiere in deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.

Nach diesen Quick-Tipps wollen wir uns das Ganze etwas genauer anschauen.

Wie kann ich meine Resilienz im Alltag stärken?

Im ersten Absatz haben wir uns damit beschäftigt, was Resilienz ist und warum sie so wichtig für unseren Erfolg im beruflichen Alltag ist. Nun wollen wir uns aber der Frage widmen, wie wir unsere Resilienz stärken können. Denn ganz egal, in welcher Lebenssituation wir uns befinden, es ist immer möglich, an unserer Resilienz zu arbeiten und sie zu stärken. Eines der wichtigsten Dinge, die wir tun können, um unsere Resilienz zu erhöhen, ist es, auf unsere Gedanken zu achten. Denn unser Mindset beeinflusst unser Handeln und unsere Emotionen. Wenn wir also negativ denken, dann fühlen wir uns auch entsprechend negativ und handeln dementsprechend.

Umso wichtiger ist es also, positiv zu denken und uns selbst mit positiven Gedanken zu versorgen. Wenn wir das tun, dann stärken wir nicht nur unsere Resilienz, sondern fühlen uns auch allgemein besser. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, soziale Kontakte zu pflegen. Denn Menschen, die in ihrem Umfeld positive Beziehungen haben, sind tendenziell resilient als Menschen, die sozial isoliert sind.

Es empfiehlt sich, den Kontakt zu Menschen zu suchen, mit denen man gerne Zeit verbringt. Auch das hilft dabei, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken. Und last but not least: Bewegung! Ja, richtig gelesen – Bewegung hilft nicht nur dabei, körperlich fit zu bleiben, sondern auch mental stark und resilient. Durch Bewegung produzieren wir nämlich Glückshormone, die uns positiv stimmen und uns Kraft geben – genau das Richtige also für eine starke Resilienz! Also: Aufgepasst bei den Gedanken, soziale Kontakte pflegen und regelmäßig Bewegung – dann steht der kraftvollen Veränderungsfähigkeit im beruflichen Alltag nichts mehr im Weg!

Beispiele für erfolgreiche Menschen mit hoher Resilienz

Es gibt viele bekannte und erfolgreiche Menschen, die ein hohes Maß an Resilienz aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Künstler, Politiker, Sportler und Unternehmer. Viele von ihnen haben sich durch harte Zeiten gekämpft und sind trotzdem stark geblieben. Ihre Geschichten können anderen Menschen Mut machen und zeigen, dass es möglich ist, auch in schwierigen Zeiten zu bestehen.

Ein bekanntes Beispiel für eine erfolgreiche Person mit hoher Resilienz ist Nelson Mandela. Er war ein politischer Gefangener in Südafrika und wurde nach 27 Jahren Haft entlassen. Nach seiner Freilassung wurde er zum Präsidenten von Südafrika gewählt und hat maßgeblich dazu beigetragen, das Land zu verändern. Auch wenn er viele Jahre lang im Gefängnis war, hat er nicht aufgegeben und ist letzten Endes gestärkt aus der Situation hervorgegangen.

Auch Sportler können als Beispiele für hohe Resilienz gelten. Ein bekanntes Beispiel ist die US-amerikanische Fußballspielerin Abby Wambach. Sie begann ihre Laufbahn als junge Spielerin und wurde schnell zu einer der besten Spielerinnen ihrer Generation. In den Jahren 2006 und 2007 verletzte sie sich jedoch so schwer, dass sie lange Zeit ausfiel. Viele Experten gaben ihr damals keine Chance mehr, auf dem Platz zurückzukehren. Doch Abby Wambach trainierte hart und kämpfte sich zurück ins Team. Heute ist sie wieder eine der besten Spielerinnen der Welt und hat mit ihrer Mannschaft die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen.

Unternehmer können ebenfalls als Beispiele für hohe Resilienz gelten. Ein bekanntes Beispiel ist Steve Jobs, der Gründer von Apple. Er war einer der erfolgreichsten Unternehmer seiner Generation und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Computerbranche zu revolutionieren. In den 1980er Jahren wurde er jedoch von seinem eigenen Unternehmen Apple entlassen. Viele Experten hielten ihn damals für am Ende. Doch Steve Jobs gründete ein neues Unternehmen – die Firma NeXT – und kehrte später sogar wieder zu Apple zurück. Heute ist Apple eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt und Steve Jobs ist eine Legende in der IT-Branche.

Resilienz ist also keine Frage des Talents oder der Begabung, sondern vielmehr eine Frage des Charakters. Menschen mit hoher Widerstandsfähigkeit geben nicht so leicht auf und lassen sich von Rückschlägen nicht unterkriegen. Stattdessen stehen sie immer wieder auf und kämpfen weiter – bis sie am Ende triumphieren.

Resiliente Menschen haben es einfacher

Resilienz ist eine Eigenschaft, die uns alle durchs Leben begleitet. Im Job und im Privatleben können wir immer wieder Rückschläge erleben – doch wie wir damit umgehen, ist entscheidend für unseren Erfolg. Wenn wir resilient sind, lassen wir uns von Rückschlägen nicht unterkriegen und kämpfen weiter. Diese Eigenschaft ist also entscheidend für den Erfolg in unserem Leben – egal, ob im Job oder privat. Wenn wir lernen, resilient zu sein, stehen wir immer wieder auf und können unsere Ziele erreichen.

Und nun interessieren mich deine Gedanken zum Thema. Wie gehst du damit um und welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

POSITIVES DENKEN: MYTHOS ODER WUNDERMITTEL?

Positives Denken: An nichts glaube ich so sehr wie an die Kraft einer lebensbejahenden Einstellung. Denn kennen Sie auch nur einen einzigen negativen Menschen, der jemals einen positiven Unterschied gemacht hat? Sehen Sie. Natürlich bedeutet dies nicht, dass Sie wie einer dieser Licht-und-Liebe-Gurus mit der rosaroten Brille durchs Leben laufen, Probleme schlichtweg ignorieren und sich die Herausforderungen des Alltags schönreden sollen. Ganz im Gegenteil, denn Probleme gehören nun einmal zum Leben dazu. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen.

Die Faustformel lautet:

Erkenne das Problem und denke zur selben Zeit schon darüber nach, wie man es bestmöglich lösen kann.

Auf diese Art und Weise denken Sie immer in Möglichkeiten und niemals in Limitationen. Sie agieren aus einer Mentalität des Überflusses heraus und zeigen dem Mangeldenken die rote Karte. Vor allem aber ändern Sie sich, anstatt darauf zu hoffen, dass die äußeren Umstände sich ändern. Gleich zu Beginn dieses Artikels möchte ich daher direkt Klartext sprechen:

Positives Denken alleine lässt Sie nichts erreichen. Aber mit positivem Denken erreichen Sie alles besser, als Sie es mit negativem Denken tun würden.

Was ist Positives Denken: Eine kritische Betrachtung

Schon Napoleon Hill in seinem grandiosen Buch “Think and Grow Rich” oder James Allen in “As a Man Thinketh” wussten um die Kraft der Gedanken, und dass die Art, wie wir denken der entscheidende Faktor für die Ergebnisse im Leben ist. Trotzdem gibt es wenige Themen, die so kontrovers diskutiert werden, wie das positive Denken. Insbesondere Filme wie “The Secret” oder Bücher wie “Bestellungen beim Universum” haben dazu geführt, das die zielgerichtete Nutzung des Mindsets oftmals (und leider auch zurecht) als esoterischer Humbug abgetan wird, der nichts mehr als eine Modeerscheinung ist, mit der man Geld verdienen möchte.

Gleichsam erfahren immer mehr erfolgreiche Unternehmer, Manager oder Spitzensportler, zu welchen außergewöhnlichen Ergebnissen positives Denken führen kann. Der große Unterschied liegt wie so oft in der Interpretation und vor allem darin, wie wir positives Denken anwenden. Lassen Sie uns daher ein wenig tiefer in das Thema einsteigen.

Positives Denken Definition

Die Grundidee des positiven Denken ist einfach: Unser Gehirn kann nur einen Gedanken zur Zeit verarbeiten. Und dieser kann entweder positiv oder negativ sein. Eine schöne Metapher hierfür ist eine dieser altmodischen Jukeboxes, die früher in Bars, Restaurants und Kneipen standen. Nachdem man 10 Pfennig eingeworfen und die Taste “F4” gedrückt hatte, ging ein Greifarm nach hinten und entnahm die gewählte Platte dem Register. Und wenige Sekunden später erklang dann “Verdammt ich lieb Dich” von Matthias Reim, oder welchen Song man sich auch immer ausgesucht hatte.

In unserem Kopf läuft ein ähnlicher Prozess ab. Wenn wir in einer neuen Situation sind, dann hat unser Gehirn zwei Platten zur Auswahl, auf die es zurückgreifen kann. Eine positive und eine negative. Welche der beiden gewählt wird, bestimmt dann die generelle Attitüde und die Summe der Programmierungen, denen wir uns täglich aussetzen. Und es erstaunt nicht, dass bei vielen Menschen der metaphorische Greifarm vollkommen automatisiert und konditioniert die negative Platte wählt.

Die innere Jukebox bestimmt die Ergebnisse

In meiner Zeit als Geschäftsführer im Handel hatte ich einen Abteilungsleiter, der ein recht intelligenter Mann war und seinen Beruf gern ausübte. Wenn ich ihn im Umgang mit seinen Mitarbeitern oder Kunden beobachtete, dann war ihm deutlich anzusehen, dass er ein Verkäuferherz in sich trug. Nur wenn es darum ging, seine eigenen Ideen und Vorschläge zu verkaufen, mehr Budget für seine Abteilung herauszuschlagen oder einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen zu dürfen, war seine Argumentation und vor allem seine Überzeugungskraft einfach schwach.

So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte einfach keinen Grund finden, warum ich ihn bei seinen Anfragen unterstützen sollte. Seine Kollegen waren ihm um Lichtjahre voraus. Es war schon so weit gekommen, dass ich ihm die Argumente liefern musste, damit er für die Firma wichtige Projekte umsetzen konnte.

Eines Tages wurde es mir zu bunt, ich fragte ihn, was mit ihm los sei und weshalb er die Leidenschaft aus seiner Abteilung nicht auch in seine Präsentationen und Verhandlungen einbrachte. Er antwortete mit heruntergelassenen Mundwinkeln: „Wissen Sie, ich konnte meine Sache und mich noch nie gut vertreten. Im entscheidenden Moment fallen mir einfach nicht die richtigen Argumente ein. Deshalb weiß ich vorher schon immer, dass es sowieso nichts wird.“ Er hatte sich mit dieser Attitüde in eine sich selbst erfüllende Prophezeiung hinein programmiert. Sofort fiel mir eine der wichtigsten Grundlagen des positiven Denkens ein:

Ob Sie glauben, dass Sie es schaffen, oder ob Sie glauben, dass Sie es nicht schaffen: Sie werden auf jeden Fall Recht behalten.

Doch es ging noch weiter. In kürzester Zeit erklärte mir der Abteilungsleiter, warum er es so schwer hätte, warum seine Kollegen ihn nicht leiden könnten, die Kunden immer schwieriger und sein Job von Jahr zu Jahr härter würden. Er schob die Verantwortung für seine Misserfolge auf seine gesamte Umwelt, andere Menschen und das Leben an sich ab. Nur auf die einzig mögliche Lösung, nämlich die Verantwortung bei sich selbst zu suchen und positives Denken in seinem Alltag zu integrieren, verschwendete er keine Sekunde.

Positives Denken in schwierigen Situationen

Und nun kommt ein universelles Gesetz des Lebens ins Spiel:

Wohin Sie Ihren Fokus richten, dahin fließt Ihre Energie. Und wohin Ihre Energie fließt, davon werden Sie mehr bekommen.

Wenn Sie also den ganzen Tag nur traurige Lieder hören, dann bildet sich schnell die Überzeugung: Die Welt klingt nun mal Moll. Und umgekehrt ist Ihr Weltbild eben Dur, wenn Ihr Fokus auf den entsprechenden Lieder liegt.

Bitte beachten Sie dabei, dass sich all diese Prozesse auf unbewusster Ebene und innerhalb weniger Millisekunden abspielen. Wenn wir etwas an der Programmierung unserer inneren Jukebox ändern wollen, dann müssen wir den Input überprüfen und ändern. Es macht einfach einen Unterschied: Umgeben Sie sich den ganzen Tag mit negativen Menschen, hören sich tagsüber die Schreckensmeldungen im Radio an, um dann mit RTL2, SAT1 und ähnlichen Sendern Ihren Tag gemütlich den Tag ausklingen zu lassen? Oder verbringen Sie Ihre Zeit mit Menschen, die Sie Ihren Zielen und Träumen näher bringen, lesen wertvolle Bücher und füttern Ihren Geist mit neuen Ideen und Möglichkeiten?

Je positiver Ihre Attitüde ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, erfolgreich Ihre Ziele zu erreichen, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen und auch schwierige Situationen elegant zu meistern. Jetzt werden Sie anmerken, dass dies ja eine Binsenweisheit sei. Und natürlich haben Sie Recht. So gut wie jeder andere Mensch wissen Sie, dass Erfolg im Kopf beginnt und Sie mit einer positiven inneren Haltung besser und erfolgreicher durchs Leben kommen.

Es gibt zahlreiche Bücher über positives Denken eigentlich ist es auch Ihnen klar, wie Sie sich verhalten müssten, um das zu erhalten, was Sie sich vorgenommen haben. Doch der Knackpunkt liegt in dem kleinen Wort „eigentlich“. Denn leider sieht die Realität anders aus. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen dazu neigen, eben nicht positiv zu denken und sich auf das bestmögliche Ergebnis einer Aufgabe zu fokussieren, sondern lieber auf das Worst-Case-Szenario, also auf das, was alles schief gehen kann.

Im Durchschnitt denkt ein Mensch sogar zu 70 Prozent in eine negative Richtung. Und es kommt noch schlimmer. Da es sich bei dieser Form der Fokussierung um unbewusste Überzeugungen und Gewohnheiten handelt, merken viele Menschen oftmals gar nicht, mit welcher Attitüde sie durchs Leben gehen. Tja, wie soll da bitte schön am Ende etwas Erfolgreiches herauskommen? Um dies zu ändern, bedarf es also zuallererst einer Änderung Ihres Fokus. Denn die Richtung, in die Sie denken, bestimmt sowohl Ihren Zustand, als auch Ihre Entscheidungen, Handlungen, Gewohnheiten und schlussendlich auch Ihre Ergebnisse und Ihren Erfolg.

Positives Denken lernen

Unter dem Strich meint positives Denken nichts anderes als die positive Ausrichtung Ihrer Gedanken und die draus resultierende Sicht auf die Welt. Und nur noch einmal, damit wir uns richtig verstehen: Es geht hier nicht um das Aufsetzen der rosaroten Brille und auch nicht darum, Probleme und Herausforderungen auszublenden. Ganz im Gegenteil – gerade Probleme sind immer ein guter Ausgangspunkt, um sich neu auszurichten und etwas erreichen zu können. Entscheidend ist lediglich, wie Sie mit ihnen umgehen. Um nachhaltigen Erfolg haben zu können, bedarf es dafür einer Attitüde, die auf einer positiven Grundhaltung basiert.

Das große Problem mit dem positiven Denken in der heutigen Zeit ist ganz einfach, dass es von zu vielen Pseudo-Motivationsgurus in eine Schublade gesteckt wurde, in die es nun beim besten Willen nicht hineingehört. Denn nur mit einem laut gebrüllten „Tschaka, du schaffst es!“, einem intensiv ans Universum geschickten Wunsch oder einem sonor affirmierten „Kumbaya“ ist es nun mal nicht getan.

Nein, positives Denken alleine ist kein Wundermittel. Ich höre für mein Leben gerne Musik. Wenn ich beispielsweise dem Gitarrenspiel eines Eric Clapton lausche, dann öffnet sich mir eine wundervolle Welt, in die ich abtauchen kann, um mich den Melodien und Tonfolgen hinzugeben. Ich spiele auch selber gerne und voller Leidenschaft Gitarre. Aber ich werde es in den nächsten Jahren nicht mehr schaffen, auf der Bühne der Royal Albert Hall zu stehen und mit meiner Virtuosität ein Millionenpublikum zu begeistern.

Für die absolute Topspitze fehlt mir ganz einfach die Fingerfertigkeit, und durch meine vielen Aktivitäten befindet sich das notwendige Übungsprogramm auf meiner Prioritätenliste ziemlich weit unten. Da kann ich positiv denken wie ich will, ich werde niemals ein professioneller Gitarrenspieler werden.

Oder nehmen Sie den Bodybuilder und Schauspieler Ralf Möller. Ich garantiere Ihnen, dass er die Kunst des positiven Denkens in sein Leben integriert hat und auch ziemlich gut darin ist. Trotzdem wird er in seinem ganzen Leben niemals ein professioneller Balletttänzer werden. Und der oftmals auch als Turnfloh bezeichnete Athlet Florian Hambüchen wird niemals in der NBA um den Titel im Basketball mitspielen. Und dem kleinen und quirligen Lionel Messi werden alle Wünsche und Visualisierungen dieser Welt nicht helfen, sich zum Kopfballungeheuer zu entwickeln.

Positives Denken üben

Trotz dieser Beispiele möchte ich Sie explizit dazu auffordern, das positive Denken als Grundpfeiler Ihrer positiv fokussierten Attitüde in Ihr Leben aufzunehmen und zu integrieren. Dabei sollten Sie einen entscheidenden Satz immer im Hinterkopf behalten:

Mit negativen Gedanken werden Sie niemals positive Ergebnisse erzielen, egal in welchem Lebensbereich.

Verstehen Sie, worauf ich hinaus will? Wenn Sie positiv denken, dann gehen Sie vollkommen anders durchs Leben. Sie glauben an das Gute in jedem Menschen, anstatt davon auszugehen, dass die Leute nur darauf warten, Sie übers Ohr zu hauen. Sie gehen davon aus, dass in Ihrem beruflichen Markt oder Umfeld genug für alle da ist und kein ewiger Kampf um die wenigen Kunden, Aufträge oder Chancen vorherrscht. Sie gehen davon aus, dass Ihr Leben einen bunten Strauß an Chancen, Möglichkeiten und Gelegenheiten für Sie bereit hält und nicht nur darauf wartet, es Ihnen so schwer wie möglich zu machen. Das ist die wichtige Philosophie hinter dem positiven Denken.

So weit, so gut. Aber trotzdem wird das einfache Konzept von vielen Menschen falsch angewendet, dann als nicht wirkungsvoll abgetan und somit als unbrauchbar bezeichnet. Doch allen Kritikern sei noch einmal gesagt: Positives Denken ist nicht das Aufsetzen der berühmten rosaroten Brille und das Ausblenden von Problemen.

Es bringt einfach nichts, durch den eigenen Garten zu gehen, das wuchernde Unkraut zwar wahrzunehmen, dann aber zu sagen: “Ich denke jetzt positiv…es ist kein Unkraut da…es ist kein Unkraut da!” Lassen Sie es mich klar und deutlich sagen: Dies ist kein positives Denken, sondern einfach eine Verzerrung der Realität und ein ziemlich sicherer Weg, keinen Erfolg im Leben zu haben. Eine bessere Strategie wäre es, das Unkraut wahrzunehmen und sich dann zu fragen: “Wie soll mein Garten diesen Sommer aussehen und was muss ich dafür tun?” Der große Unterschied liegt nun in der Fokussierung auf das positive Ergebnis.

Und genau auf diese Weise können Sie positives Denken trainieren und dauerhaft in Ihrem Alltag integrieren. In dem Sie Ihre Gedanken bewusst denken, und insbesondere in wichtigen Momenten nicht automatisiert reagieren, sondern darauf achten, welche verschiedenen Wahlmöglichkeiten Sie haben. Und dann dementsprechend handeln.

Positives Denken als Lebenseinstellung

Das Geheimnis des positiven Denkens, der Unterschied zwischen exzellenten und mittelmäßigen Ergebnissen versteckt sich im letzten Absatz. Es ist das Umsetzen, das Handeln und das Machen. Denn positives Denken kann nur dann seine volle Kraft entfalten, wenn es mit den entsprechenden Handlungen kombiniert wird. Nur zu Hause zu sitzen und einen Wunsch nach dem anderen ans Universum abzuschicken, ist nicht genug!

Aber wenn Sie erst einmal die berühmte 51% Schwelle erreicht haben, und der innere Greifarm der Jukebox automatisch einen positiven Gedanken wählt, dann sind Sie sowieso voller Motivation und Tatendrang, um Ihre vielen Ideen in die Realität umzusetzen. Und diese Ergebnisse beeinflussen dann wiederum Ihre Programmierungen und der Anteil der positiven Gedanken wächst auf 55, 75 und vielleicht sogar auf 90%. Es kommt zu einer sich selbst verstärkenden Spirale, die Ihre gesamte Lebensqualität beeinflusst.

Und genau so wird ein Schuh aus dem positiven Denken. Ich bin mir sehr bewusst, dass ich dieses Thema im Rahmen eines kurzen Blogartikels nur anreißen kann und dass viele Aspekte entweder nur gestreift oder gar weggelassen wurden. Aber die Kernaussage lässt sich in einem einzigen Satz zusammenfassen, der für mich eine Art Leitfaden für mein Leben in allen Bereichen geworden ist:

“Positives Denken alleine lässt Sie noch überhaupt nichts erreichen. Aber mit positiven Denken erreichen Sie ALLES besser, als Sie es mit negativem Denken tun würden.”

Vergessen Sie bitte eines niemals: Ihre Attitüde ist nichts Nebensächliches. Sie ist alles. Denn sie bestimmt Ihre Grundhaltung, Ihre Chancenerkennungs-Kompetenz und vor allem Ihre Zufriedenheit im Leben. Ich wünsche mir daher, dass Sie die drei goldenen Regeln einer erfolgreichen Attitüde nie mehr vergessen:

Regel 1: Seien Sie immer positiv.

Regel 2: Seien Sie immer positiv.

Regel 3: Seien Sie immer positiv.

Die Welt ist voller negativer, frustrierter und miesepetriger Menschen. Aber es sind immer die positiven Changemaker, die sie jeden Tag aus den Angeln heben und eine ordentliche Delle ins Universum hauen.

Selbstbild als Schlüssel für Persönlichkeitsentwicklung

Das Selbstbild. Oftmals stiefmütterlich behandelter Erfolgsfaktor der Persönlichkeitsentwicklung. Dies würde ich gerne ändern. Darf ich Ihnen daher eine kühne Aussage präsentieren? Hier ist sie: Die wichtigste Meinung, die Sie jemals haben werden, ist die über sich selbst. Wenn Sie meinen Artikel zum Change Diamanten gelesen haben, dann wissen Sie ja bereits, wie wichtig Ihre Identität für erfolgreiche Veränderung ist. Der Umgang mit anstehenden Herausforderungen fällt Ihnen umso leichter, je gefestigter Ihre Persönlichkeit ist. Je mehr Sie in sich ruhen und auf gefestigte Glaubenssätze und Werte zurückgreifen, desto einfacher können Sie auf turbulente Entwicklungen im außen reagieren. Genau deshalb ist die persönliche Entwicklung auch so wichtig, denn inneres Wachstum und äußere Ergebnisse gehen immer Hand in Hand.

Aber wenn ich Ihnen jetzt die Frage stellen würde, wer Sie sind, wären Sie dann in der Lage, mir eine umgehende und überzeugende Antwort zu geben? Nein, mir geht es nicht um Titel, Positionen oder eine der vielen Masken, die Sie in den unterschiedlichsten Lebensbereichen mehr oder weniger gerne tragen. Ich bin nur an Ihnen als Persönlichkeit mit all ihren spannenden Facetten interessiert. Warum ich darauf so explizit hinweise?

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich viele Menschen hauptsächlich über eine bestimmte Rolle definieren und ihre gesamte Persönlichkeit darauf aufbauen? Sie sind Martinas Ehemann, Prokurist der Firma Kunststoff Meier, Steffis Mutter oder Vorsitzender des Kleingartenvereins Zepernick und gehen mit Haut und Haar in dieser Identität auf. Aber was bleibt, wenn Martina sich scheiden lässt, Kunststoff Meier pleitegeht, Steffi aus dem elterlichen Haus auszieht oder der geliebte Kleingartenverein einen neuen Vorstand wählt? Meistens nicht sehr viel. Manchmal sogar gar nichts. Und das ist tragisch. Denn Ihr Selbstbild ist Fix- und Angelpunkt des gesamten Lebens und damit auch jeder Veränderung.

Die Kraft des Selbstbilds

Welche Rolle eine starkes Selbstbild spielen kann, möchte ich Ihnen anhand einer kleinen Geschichte veranschaulichen. Im US-Bundesstaat Tennessee wuchs in den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein kleiner Junge in sehr einfachen Verhältnissen auf. Er hatte nicht viele Freunde und die Leute mieden ihn, weil er in der falschen Straße im falschen Stadtviertel lebte. Oftmals wurde er als Abschaum oder gar als Schlimmeres beschimpft. Doch tief in diesem kleinen Jungen brannte die Flamme der Leidenschaft und er hatte es sich schon früh in den Kopf gesetzt, es zu etwas Besonderem zu bringen. Er wollte jemand sein und verfolgte diesen Traum mit allem, was er hatte.

Seine Liebe galt der Musik. Er besaß zwar eine alte Gitarre, konnte diese aber nicht stimmen. Trotzdem gab er niemals auf. Vor seinem geistigen Auge sah er sich schon auf einer Bühne stehen, während ihm das Publikum zujubelte. Obwohl er noch gar nicht spielen konnte, war er in seinem Kopf bereits Gitarrist. Der Cousin seines einzigen Freundes war der Musiker Lonzo Green, der dem Jungen aus Mitleid beibrachte, wie man Akkorde greift. Von seinem eigenen Traum angetrieben, übte der Kleine wie ein Besessener und machte schnell Fortschritte.

Er ließ sich von den vielen negativen Programmierungen seines Umfeldes nicht beeindrucken und ergriff die Chance, die sich ihm bot. Und viele Jahre später drückte dieser Junge namens Elvis Presley der ganzen Welt seinen Stempel auf und prägte eine ganze Generation mit seiner Musik und seiner Leidenschaft. Der Rock ’n‘ Roll war geboren. Auch wenn alle Rahmenbedingungen gegen Elvis sprachen, widerstand er der Versuchung, sich als Opfer zu fühlen. Durch seine kraftvolles Selbstbild und seine einmalige Einstellung hatte er sich einfach die passenden Umstände geschaffen.

Die Identität als Dreh- und Angelpunkt von Veränderungen

Diese Geschichte zeigt eines sehr deutlich. Jede Veränderung hat ihren Ursprung in der eigenen Identität. Das Bild, was Sie von sich selbst haben, wird sich über kurz oder lang in der Realität manifestieren. Andersherum können Sie keinen dauerhaften Erfolg haben, wenn Ihre Gedanken und Handlungen nicht mit diesem inneren Bild übereinstimmen. Oder etwas einfacher formuliert: Wenn Sie es nicht sehen können, dann werden Sie es nicht erleben. Und hier kommen die unbewussten Programmierungen ins Spiel, die schon in jungen Jahren Ihre Persönlichkeit beeinflussen und prägen.

Es ist einfach unglaublich schwer, eine optimale Einstellung in Bezug auf Veränderung zu entwickeln, wenn Ihr Selbstbild von limitierenden Programmierungen und Versagerbotschaften dominiert wird. Dies führt dann dazu, dass Sie sich selbst nicht als wertvoll oder gar als Verlierer sehen und die erfolgreichen, die wohlhabenden und die begehrenswerten Menschen immer „die anderen“ sind, die in einer ganz anderen Welt leben.

Ihr Selbstbild wird sich früher oder später in der Realität widerspiegeln. Sehen Sie sich als Gewinner, werden Sie ein Gewinner. Sehen Sie sich als Verlierer, dann werden Sie auf unbewusster Ebene alles dafür tun, damit sich dieses Bild ebenfalls in der Realität manifestiert.

Das Selbstbild prägt die Realität

Heute Morgen habe ich wieder mal eine dieser Geschichten gelesen, in denen von einem Lottogewinner berichtet wurde, der seinen Millionengewinn innerhalb eines Jahres komplett verjubelt hat und nun wieder von Hartz IV leben muss. Warum? Sein Selbstbild war das eines Versagers. Und auch wenn er auf der rationalen Ebene alles dafür gegeben hätte, dazu zu gehören und ein erfolgreicher Mensch zu sein, glich sich die Realität eben seiner Identität an.

Auch viele Spitzensportler verdienen in jungen Jahren mehrere Millionen und leben später am Rande des Existenzminimums, weil Sie falsche Investitionen tätigen oder einfach zu viel ausgeben. Und so mancher Unternehmer baut eine Firma nach der anderen auf, die dann am Ende doch in der Pleite endet.

Aber woran liegt es, dass dem rasanten Aufstieg in diesen Fällen auch ein ebenso dramatischer Absturz folgt? Diese Menschen haben genügend Intelligenz, arbeiten hart und mit mindestens genauso viel Leidenschaft, wie alle anderen auch. Und wenn wir sie fragen würden, ob Sie wirklich erfolgreich und wohlhabend sein wollen, dann würden sie diese Frage aus tiefstem Herzen bejahen. Doch wenn wir genau hinschauen, dann würden wir mit großer Sicherheit einen geringen Selbstwert vorfinden, der sich dann in einer entsprechenden Identität widerspiegelt.

Vor einigen Jahren ging die Geschichte von Vince Young durch die Presse. Er ist Footballprofi in der amerikanischen NFL und hatte in jungen Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Als einer der wenigen schaffte er den Sprung aus dem Slum einer Großstadt ins Rampenlicht des schillernden Sports. Mit Anfang zwanzig war er bereits Multimillionär und ihm wurde eine große Karriere als Quarterback prophezeit.

Doch seine Identität war immer noch die aus den Tagen, als er als kleiner Junge für jede warme Mahlzeit hart kämpfen musste. Sein Selbstwert war so gering, dass er es sich in der Tiefe seines Unterbewusstseins nicht vorstellen konnte, so viel Erfolg und Geld wirklich zu verdienen. Er selbst sah sich immer noch als den armen Schlucker, den Loser und den Versager von früher. Und es dauerte nicht lange, da hatten sich die äußeren Umstände seinem (unbewussten) Bild von sich selbst angepasst. Er verlor alles, was er besaß, ging durch eine schwere Krise und sitzt heute auf einem riesigen Schuldenberg.

Wie sieht Ihr Selbstbild aus?

Kommen wir nun zur Frage, auf die Sie wahrscheinlich schon warten. Wie sieht es mit Ihrem Selbstbild aus? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es einer Menge Mut bedarf, die eigene Meinung über sich selbst kritisch zu überprüfen. Es ist das Leichteste überhaupt, dies bei anderen zu tun. Aber es ist das Härteste der Welt, den ehrlichen Blick in den Spiegel zu wagen. Doch ohne geht es einfach nicht. Was auch immer Sie sich vornehmen und was Sie auch erreichen wollen, alles beginnt mit der Vision, die Sie von sich selbst haben.

Schon Muhammad Ali wusste um die Kraft des Selbstbilds. Von ihm stammt die Aussage: „Ich bin der Größte. Und ich habe das schon gesagt, bevor ich wusste, dass ich es war.“ Die Realität passt sich der Identität an. Bei Ali war seine starke Persönlichkeit so stark ausgeprägt, dass es eines Tages zu folgender Begebenheit kam, als er in einem Flugzeug von New York nach San Francisco fliegen wollte. Die Stewardess kam auf ihn zu und sagte freundlich: „Herr Ali, würden Sie zum Start bitte den Sicherheitsgurt anlegen.“ Die Antwort des Box-Champs kam prompt: „Nein. Superman braucht keinen Sicherheitsgurt.“ Doch die Stewardess war schlagfertig und antwortete: „Das mag schon sein. Aber Superman braucht auch kein Flugzeug.“

Auch Torwart-Titan Oliver Kahn nutzte das Prinzip eines kraftvollen Selbstbilds, als er in den Anfangsjahren seiner Karriere beschloss, das Mittelmaß hinter sich zu lassen und stattdessen ein Ausnahmesportler zu sein. Er war sich zwar bewusst, dass er noch einen weiten Weg vor sich hatte und noch viel lernen musste, aber in seinem Kopf hatte sich ein Bild eingebrannt.

Obwohl er sich als junger Mann beim Karlsruher SC gerade erst seine ersten Sporen verdiente, sah er sich vor seinem geistigen Auge schon als besten Torwart der Welt. Und dieses Selbstbild manifestierte sich dann Jahre später fast schon automatisch in der Realität und sorgte dafür, dass Oliver Kahn in der gesamten Welt ein Vorbild wurde für Willenskraft und die Fähigkeit, niemals aufzugeben.

Selbstbild als wichtigster Faktor der Persönlichkeitsentwicklung

Doch zurück zur Frage, wer Sie sind. Und wer Sie sein wollen. Während Sie diese Worte lesen, haben Sie bereits ein Selbstbild, das in großem Maße Ihre Einstellung und damit Ihre Ergebnisse im Leben beeinflusst. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob Sie eine Identität haben, sondern ob Sie diese bewusst gewählt haben. Die Alternative wäre nämlich, dass sie eher zufällig entstanden ist. Wenn das Selbstbild so eine wichtige Rolle bei Veränderungsprozessen spielt, dann lohnt es sich, dieses bewusst und mit Blick auf die Zukunft festzulegen. Denken Sie immer dran: Sie müssen zuerst jemand sein, um etwas tun und danach etwas haben zu können.

Das Schöne an dieser Entscheidung ist, dass Sie keinerlei Beschränkungen oder gar Limitierungen unterliegen. Fragen Sie sich einfach: „Wer bin ich jetzt und wer will ich in zwei Jahren sein?“ Ich weiß, dass es hierfür oft einer Menge Mut bedarf. Denn unserem Umfeld, den Kollegen und der Welt da draußen können wir etwas vormachen.

Es ist leicht, in eine Rolle zu schlüpfen, auch wenn sie uns nicht so wirklich gefällt. Aber den Typen, der uns jeden Morgen im Spiegel anblickt, den können wir auf Dauer nicht belügen. Weil er uns in schöner Regelmäßigkeit daran erinnert, was wichtig ist und was wirklich zählt. Geben Sie sich also hemmungslos Ihren mutigen Träumen hin und lassen Sie Ihre Vision für sich arbeiten. Dann formulieren Sie, wer Sie sind und wer Sie sein wollen. Ein erfolgreicher Unternehmer, eine liebende Ehefrau, ein berühmter , eine respektierte Führungskraft oder auch ein inspirierender Musiker. Alles ist möglich.

Welches Selbstbild wählen Sie?

„Aber Ilja“, werden Sie jetzt möglicherweise einwenden, „bei mir ist das anders. Ich bin doch nur ein kleiner Angestellter, der Frau und Kinder hat und seine Rechnungen zahlen muss. Ich kann doch auf keinen Fall ein Komponist von Opern oder ein Besitzer eines veganen Restaurants sein.“ Hierauf möchte ich Ihnen nur eines antworten: Sie ahnen ja gar nicht, welches Potenzial in Ihnen schlummert und nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert zu werden. Und Sie können wirklich alles im Leben sein und erreichen.

Sobald Sie bereit sind, die Überzeugung aufzugeben, dass Sie es nicht können. Und dieser Satz ist es wirklich wert, dass Sie ihn ein zweites Mal lesen. Wir greifen ihn noch einmal auf, wenn wir zu den vier W‘s der Veränderung kommen. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihr Selbstbild nicht nur verbal formulieren, sondern es sich auch so lebendig und real wie möglich vor Ihrem geistigen Auge vorstellen. Denn auf diese Weise kommt Ihr Gehirn wieder ins Spiel. Für Ihr Gehirn macht es nämlich keinen Unterschied, ob Sie sich etwas nur vorstellen oder ob es tatsächlich passiert. Doch wenn Sie es nicht sehen können, werden Sie es nicht erleben.

Der Gran Torino Effekt der Persönlichkeitsentwicklung

Ja, ich weiß, was Sie jetzt denken: „Ach komm schon, Ilja, das ist doch ein alter Hut und eher eine Metapher ohne großen praktischen Wert.“ Weit gefehlt, lieber Leserin, lieber Leser. Kennen Sie den Film Gran Torino mit Clint Eastwood? Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als ich diesen im Kino gesehen habe. Noch lange nach dem Ende war ich von der emotionalen Geschichte um den knurrigen Eigenbrötler Walt Kowalski beeindruckt, der im Laufe der Handlung immer mehr seine herzliche Seite zeigt und sich mit einem asiatischen Nachbarsjungen anfreundet.

Und ich werde es nie vergessen, wie sämtliche Kerle im Kinosaal (mich übrigens eingeschlossen) heulten wie die Schlosshunde, als Walt Kowalski kurz vor Schluss erschossen wurde, begleitet von den traurigen Klängen von Jamie Cullums Titelsong, und dadurch seinen kleinen Freund und dessen Familie rettete. Nun ja, manchmal bin eben auch ich nah am Wasser gebaut. Und nun lassen Sie uns noch einmal über die Möglichkeiten der Vorstellungskraft reden. Jeder einzelne im Kino wusste ganz genau, dass es nur ein Film war.

Uns allen war bewusst, dass Clint Eastwood gar nicht tot war, sondern für seine grandiose schauspielerische Leistung ein Vermögen erhalten hat. Jeder wusste, dass diese Szene nur in unserer Vorstellung stattfand und dass es in Wirklichkeit nur viele einzelne Pixel auf einer weißen Leinwand waren. Und doch ließ unser Gehirn das Erleben so real werden, dass wir um die Wette weinten. Und die gleiche Kraft liegt in der Vorstellung Ihrer Vision und Ihres Selbstbilds.

Entscheiden Sie sich bewusst für Ihre Selbstbild und Ihre Identität

Entscheiden Sie sich bewusst für die Persönlichkeit, die Sie sein wollen. Und seien Sie dabei unbedingt ehrlich zu sich selbst. Es geht hier weder um Masken noch um äußere Fassaden noch darum, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Ganze Generationen haben ein unglückliches Leben gelebt, nur weil die Eltern unbedingt wollten, dass man Rechtsanwalt, Tierarzt oder Steuerberater wird, obwohl man eigentlich davon geträumt hat, Maler, Komponist oder Restaurantbesitzer zu sein.

Das einzige, was zählt, ist Ihr ganz individueller Kern. Ihre Einzigartigkeit. Die Werte, die für Sie wichtig sind und die Ihnen eine hohe Lebenszufriedenheit garantieren. Und dann treffen Sie eine Entscheidung. Wer wollen Sie sein? Und wie soll Ihre eigene Identität in all den verschiedenen Facetten aussehen? Träumen Sie groß. Träumen Sie mutig. Wählen Sie Ihre Persönlichkeit, träumen Sie von deren Erfolgen und stellen Sie sich das so realistisch vor wie möglich. Je detaillierter und anziehender Ihre inneren Bilder werden, desto leichter kann der Gran-Torino-Effekt für Sie in Aktion treten und Ihre heutige Vorstellung zur täglich gelebten Realität von morgen werden lassen.

Ziele erreichen: Ein wirkungsvoller Quick-Check

Ziele erreichen leicht gemacht

Ziele erreichen kann einfach sein. Oder kompliziert. Je nachdem, wie wir das Thema angehen. Und möglicherweise denkst Du Dir jetzt gerade: „Ach nee, nicht noch ein Artikel über Ziele!“ Wenn das der Fall sein sollte, dann möchte ich Dich gerne einladen, Dir die drei Minuten Zeit zu nehmen, diesen Artikel möglicherweise doch zu lesen.

Denn ersten werden wir nicht über 0815-Formel (think SMART Ziele & Co.) sprechen, sondern uns dem Thema so praktisch wie möglich widmen.

Und zwar in einem wirkungsvollen Quick-Check, der Dich persönlich weiterbringen und auch Dein Business auf die nächste Stufe bringen wird.

Ziele erreichen: Der Status Quo

Habe ich Dich überzeugt? Dann möchte ich Dir direkt eine Frage stellen:

Wie zufrieden bist Du im Moment in folgenden Bereichen auf einer Skala von 1-10 (wobei 1 gar nicht und 10 nicht zu übertreffen ist)?

  • Deinem Solopreneur Business
  • Deiner familiären Situation
  • Deiner Beziehung/Partnerschaft
  • Deiner persönlichen Entwicklung
  • Deiner Gesundheit / Fitness
  • Deinen Finanzen

Wenn Du mit dem Status Quo in irgendeinem System Deines Lebens nicht wirklich happy bist (und das ist ganz normal, denn wir können uns nun mal nicht auf alles gleichzeitig konzentrieren), dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern!

Ziele erreichen: Vision und Purpose

Aber welche Ziele hast Du? Wovon träumst Du? Und welche Vision treibt Dich dabei an?

Wie auch immer die Antworten auf diese drei essenziellen Fragen lauten, was auch immer Du erreichen, wovon Du auch träumst und was Deine konkrete Vision für Dein Leben ist: Entscheidend ist, dass Du noch heute den Schalter umlegst und konsistent dranbleibst. Als eine Art Kompass soll Dir dabei dieser Ziele-Quick-Check dienen.

Hier ist ein wichtiger Reminder. Vergiss bitte niemals (nein, nicht Eisern Union):

Es ist niemals:

  • einfach
  • leicht
  • der richtige Zeitpunkt
  • perfekt
  • garantiert
  • gleich

Es gibt immer:

  • Gründe, es nicht zu tun
  • wichtige andere Termine
  • andere Menschen, die es Dir ausreden wollen
  • Tage, an denen Du Dich nicht gut fühlst
  • Situationen, auf die Du nicht vorbereitet bist
  • Steine, die im Weg liegen
  • Zweifel
  • äußere Umstände
  • Schlaflose Nächte
  • spätes zu Bett gehen
  • frühes Aufstehen
  • schlechtes Wetter
  • Einwände, die dagegen sprechen

Du wirst Dich auch niemals

  • „Danach“ fühlen
  • Mit allen Eventualitäten auseinandergesetzt haben
  • Optimal vorbereitet fühlen

Es scheint daher immer einfacher zu sein:

  • es nicht zu tun
  • doch beim Alten zu bleiben
  • lieber auf der Couch zu sitzen und Netflix Serien zu bingen
  • Dich mit den Gegebenheiten zu arrangieren
  • zu resignieren
  • anderen die Schuld zu geben
  • Ausreden und Gründe zu suchen, warum es nicht klappen kann
  • aufzugeben
  • den Erwartungen anderer zu entsprechen, anstatt den eigenen

Stimmst Du mir bis hierhin zu? Dann habe ich einen weiteren Reminder für Dich.

Ziele erreichen: Ein wichtiger Reminder

Denk immer dran:

Das Leben ist hart! Du bekommst nichts geschenkt und musst jeden Tag aufs Neue angreifen! Denn Zufriedenheit, Erfolg im Business und Gesundheit fallen nun mal nicht einfach vom Himmel!

Aber trotzdem, oder gerade deswegen brauchst Du niemals:

  • Den perfekten Business-Plan
  • Eine Schritt-für-Schritt Anleitung, die jede Eventualität mit einschließt
  • Ein 100 % perfektes Ergebnis
  • Das beste Auto, Büro, Equipment, etc.
  • Den neuesten Business-Hack
  • Die geheime Marketing Formel, die nur die Gurus kennen
  • Nach der einen, alles verändernden Silver Bullet zu suchen (Spoiler Alert: Es gibt sie nämlich nicht!)

Stattdessen gilt beim Thema Ziele erreichen: Fang´ einfach an! Folgen Deinem Herzen und nutze dabei Deinen Verstand. Die Kombination ist einfach unschlagbar. Und wenn Du auf dem Weg manchmal zweifelst:

Es ist vollkommen okay:

  • Nicht alles im Vorfeld zu wissen und nicht alle Antworten zu haben (egal was man Dir gerne einreden will, die hat niemand!).
  • Manchmal ein flaues Gefühl im Bauch zu haben
  • Gelegentlich hinzufallen
  • Auf dem Weg Fehler zu machen, daraus zu lernen und besser zu werden.
  • Dich auch mal mit 80 % zufriedenzugeben (statt ewig auf die 100 % zu warten, die sowieso niemals eintreten werden)

Was hingegen überhaupt nicht okay ist:

  • Zu erwarten, dass alles glatt und von selbst läuft
  • Sofort aufzugeben, wenn es nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast
  • Sofortigen Erfolg und Ergebnisse zu erwarten
  • Doch lieber beim “alten” zu bleiben, und trotzdem zu erwarten, dass sich etwas ändert
  • Über das Leben, die Umstände, die Kollegen, den Chef, Deine Kunden etc. zu jammern, ohne etwas daran zu ändern
  • Dich permanent zu fragen “was wäre wenn?” ohne es jemals ausprobiert zu haben
  • Deine Ziele, Träume und Visionen für die Erwartungen anderer Menschen aufzugeben

 

Gib´ einfach Dein Bestes und mach Dein Ding! Der Erfolg wird sich einstellen. Fang an, zu handeln und Dinge anzupacken. Und geh´ Deinen Weg. Manchmal wird er steinig sein und Du wirst viele Steine aus dem Weg räumen müssen. Du wirst Fehler machen. Ja, es wird passieren. Auch Dir. Es nennt sich Leben. Und je mehr es sind, desto besser. Denn aus Fehlern lernst Du! Wichtig ist (Und sorry, Cheesy Alert:

Steh´ einmal mehr auf, als Du hinfällst!

Und wenn nicht JETZT, wann dann?

Du willst mehr, als Du aktuell hast?

Dann beweise es Dir (und keinem anderen!)

Beim Umsetzen und Ziele erreichen wünsche ich Dir den größtmöglichen Erfolg.

Herzlichst, Dein Ilja

Inbox Zero – 7 Tipps für den Umgang mit der Email Flut

Kennst Du das auch? Viele Solopreneure, Führungskräfte, Manager und Unternehmerinnen werden täglich von einer riesigen Masse an Emails erschlagen: Kundenanfragen, Abstimmungen, Rechnungen, Newsletter oder Deine Mutter, die nachfragt, warum Du sie schon wieder nicht angerufen hast. Schnell kommen da pro Tag mehrere hundert Emails zusammen.

Und während man verzweifelt versucht, zumindest die wichtigsten Emails abzuarbeiten, kommen schon wieder die nächsten rein. Der Berg wird immer größer, die Frustration nimmt zu und irgendwann resigniert man komplett.

Inbox Zero ist möglich 

Doch das muss nicht sein, und in diesem Blogartikel erfährst Du die 7 besten Tipps, um dem Email-Horror zu entkommen und stattdessen jeden Tag mit dem beruhigenden Gefühl des Inbox Zero abzuschließen. Denn auch, wenn es aktuell noch etwas utopisch klingt: Inbox Zero (also den Tag mit einem komplett leeren Posteingang zu beenden) ist gar nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Und zwar unabhängig davon, wie viele Emails Du am Tag erhältst, und egal ob Du Gmail, Outlook, Superhuman, Spark, Apple Mail oder jedes andere Email Programm verwendest. 

Lass uns daher direkt einsteigen. Hier kommen sie also, die 7 Tipps, um der E-Mail Flut zu entkommen und jeden Arbeitstag mit Inbox Zero abzuschließen.

1. Feste Email Zeiten

Entweder Du kontrollierst Deine Emails oder Deine Emails kontrollieren Dich. Hab ich recht? Und bei den meisten Menschen ist das letztere der Fall. Wann immer eine neue Benachrichtigung eingeht, starrt man wie gebannt auf den Laptopbildschirm, das Smartphone oder sogar die Apple Watch, lässt sich dadurch ablenken und verliert den kompletten Fokus.

Um das zu verhindern, empfiehlt es sich, feste Zeiten zu definieren, um die eigenen Emails zu bearbeiten. Dies kann zweimal am Tag sein (bspw. Morgens um 09:00 Uhr und Abends um 20:00 Uhr), alle zwei Stunden oder jede Stunde um Viertel nach. Hauptsache, es passt in Deinen Tagesablauf. Auf diese Weise bist Du in der Lage, Deine Emails fokussiert abzuarbeiten, Inbox Zero zu erreichen und den Rest der Zeit für produktive Arbeit zu haben.

2. Notifications ausstellen

Dieser Tipp klingt so simpel, hat aber eine enorme Wirkung, denn er hilft Dir dabei, Dich nicht ablenken zu lassen und den Fokus auf produktive Arbeit richten zu können. Sobald Du die Notifications (für Deine Emails, idealerweise aber natürlich für sämtliche Apps) auf all Deinen Geräten abgestellt hast, läufst Du nie wieder Gefahr „mal schnell eben“ die Emails zu checken. Auf diese Art und Weise wird es Dir wesentlich leichter fallen, Inbox Zero Tipp Nummer 1 konsequent umzusetzen. 

3. Email Disziplin 

Einer der Hauptgründe, warum wir überhaupt nach Strategien für Inbox Zero nachdenken müssen, ist der schludrige Umgang mit Informationen und Kommunikation. Gehe daher selber mit gutem Beispiel voran und frag Dich vor jeder Email: 

„Muss diese Email wirklich sein, oder könnte es auch ein Anruf, eine WhatsApp oder ein persönliches Gespräch tun?“

Und wenn Du eine Email schreibst, dann komm schnell zum Punkt und fass Dich kurz. Ganz wichtig: Besonders in Konzernen ist es üblich geworden, dutzende Empfänger in Kopie zu setzen, nur um sich selber abzusichern. Das bedeutet, mit einer Email flutest Du nicht eines, sondern unzählige Postfächer, obwohl sie nur für ein bis zwei Menschen relevant gewesen wäre. Nimm deshalb nur Menschen ins CC, für die die Informationen relevant und wichtig sind.  

4. Ein gutes Filtersystem 

Ein gutes Filtersystem ist der Schlüssel für Inbox Zero. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass nur die wirklich wichtigen Emails in Deiner Inbox landen, während Rechnungen, Newsletter oder Benachrichtigungen aller Art automatisch in spezielle Ordner verschoben werden. Die wichtigen und priorisierten Mails arbeitest Du dann in Deinen festen Zeiten ab, während Du den Rest ein oder zweimal in der Woche überfliegst und die Inhalte konsumierst, die Dich wirklich interessieren. Programme wie Gmail, Superhuman oder Spark haben solche Filter von Haus aus eingebaut, ansonsten empfiehlt sich der Einsatz der Software SaneBox.

5. Fokus auf Mehrwert

Darauf aufbauend: Melde Dich radikal von sämtlichen Newslettern, Email-Listen und Abos ab, die sich im Laufe der letzten Jahre angesammelt haben (Ja, auch von dem einen, wo Du Dir immer vornimmst, ihn irgendwann einmal zu lesen. Aber wir beide wissen, dass das sowieso nie geschehen wird, nicht wahr?). Behalten solltest Du nur diejenigen, die Dir wirklich Mehrwert bieten und die Du gerne liest. Glaub mir, dieses Aufräumen wirkt extrem befreiend.

6. Jede Email sofort bearbeiten 

Kommen wir zum vielleicht wichtigsten Tipp, nämlich jede Email während Deiner in Tipp 1 definierten Zeitfenster SOFORT zu bearbeiten. Dies kann auf folgende Arten geschehen.

  • Du antwortest direkt.
  • Wenn die Email ein To-Do nach sich zieht, dann erledigst Du die Aufgabe umgehend.
  • Du delegierst das To-Do oder die Beantwortung der Email.
  • Du leitest die Email inklusive To-Do an Deinen Task-Manager weiter.
  • Wenn Du aktuell nichts tun kannst (weil das To-Do in der Zukunft liegt, Du noch Informationen benötigst, oder andere Personen beteiligt sind), dann snooze die Email und leg sie Dir auf die elektronische Wiedervorlage, so dass sie an einem bestimmten Termin wieder in Deinem Posteingang auftaucht.

Das Prinzip hinter all diesen Möglichkeiten sollte klar sein: Keine Email darf unbearbeitet in der Inbox liegen.

7. Immer nach DEINEM System arbeiten

Wenn Du mit diesen Tipps ein Inbox Zero System aufgebaut hast (und zwar eines, das zu DEINEM Tagesablauf passt), dann arbeite damit und lass Dir keins von anderen Menschen aufzwingen. Das versuchen nämlich mehr Menschen, als Du vielleicht denkst. Möglicherweise kennst Du das ja auch: Ich bekomme so häufig Emails, in denen im Betreff dick und fett WICHTIG, DRINGEND oder UMGEHENDE ANTWORT ERFORDERLICH steht. Aber was wichtig, dringend und umgehend ist, das entscheidest Du und niemand anders. 

Mit diesen 7 Tipps wirst Du in der Lage sein, der Email Flut zu entkommen, und schon bald das Gefühl genießen zu können, jeden Arbeitstag mit Inbox Zero zu beenden. Und wenn Du Dich jetzt fragst, womit Du sofort anfangen kannst, dann frag Dich, wo die größten Schwachstellen in Deinem Email System sind und wie kannst Du diese beheben kannst.

Welche zusätzlichen Tipps hast Du noch? Ich freue mich auf Deinen Kommentar 🤗

Und wenn Du den Inhalt lieber in Form eines Videos konsumieren möchtest, dann wünsche ich Dir nun viel Freude und Inspiration.

Selbstmotivation lernen: 7 geniale Tipps

Selbstmotivation lernen ist essenziell für Erfolg in sämtlichen Lebensbereichen. Wann immer ich eine Keynote Speech oder einen Vortrag halte, kommt früher oder später das Gespräch auf die Selbstmotivation. Und auch in meiner Coachingausbildung nimmt das Thema einen hohen Stellenwert ein, Kein Wunder, denn wann immer wir mehr Sport treiben, gesünder essen, ein neues berufliches Projekt starten oder den lange gehegten Traum in die Tat umsetzen wollen, brauchen wir den notwendigen Antrieb, um nachhaltig erfolgreich sein zu können. 

Selbstmotivation Definition

Doch bevor wir etwas tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir uns zuerst mit der Frage beschäftigen, was Selbstmotivation überhaupt ist. Wikipedia definiert den Begriff wie folgt: „Als Selbstmotivation (Selbstmotivierung) wird […] die Fähigkeit einer Person bezeichnet, aus eigenem Antrieb und ohne unmittelbare Ermutigung oder Zwang durch andere Personen eine Aufgabe zu beginnen und sorgfältig und konsequent durchzuführen, bis das gesetzte Ziel erreicht ist.“

Etwas einfacher formuliert ist Selbstmotivation die Fähigkeit, Ziele zu erreichen, Aufgaben zu erledigen und Dinge zu tun, ohne dass dies durch Zwang oder Druck von anderen Menschen geschieht. 

Die Ursache hierfür ist ein starker innerer Antrieb, der vom Fokus auf Chancen, dem Streben nach Besseren und dem Anspruch auf persönliches Wachstum geprägt wird.

Man spricht in diesem Fall auch von intrinsischer Motivation, also einem Antrieb, der von Werten, Überzeugungen und den eigenen Motiven geprägt ist. Das Gegenteil hierzu ist die extrinsische Motivation, die auf externen Faktoren wie Boni, Druck, Zwang oder Belohnungen basiert.

Selbstmotivation lernen: Dieser Denkfehler hindert uns daran

Kommen wir nun zum großen Dilemma der Motivation, bzw. der Selbstmotivation. Wir alle wissen, dass der innere Antrieb sich oftmals von ganz alleine entwickelt, wenn wir ein Projekt beginnen. Doch genau da liegt das Problem. Wir starten oftmals gar nicht erst. Weil wir uns nicht motiviert, inspiriert oder schlicht und einfach „danach“ fühlen. Und ehe wir uns versehen, sind wir dem größten Motivations-Denkfehler überhaupt auf den Leim gegangen.

Dabei handelt es sich um die Erwartung, dass wir in einem bestimmten Zustand sein müssten (motiviert, inspiriert, kreativ), um ein neues Projekt voller Selbstmotivation beginnen zu können. Und so reden wir uns folgende Dinge in den unterschiedlichsten Varianten ein:

  • Wenn ich erstmal eine gute Idee habe, dann fange ich an, mein Buch zu schreiben
  • Wenn ich mich voller Energie fühle, dann starte ich damit, wieder Sport zu treiben
  • Wenn ich von der Muse geküsst werde, entwickele ich das Konzept für den neuen Onlinekurs
  • Wenn ich endlich professionelles Equipment habe, starte ich meinen YouTube Channel
  • Wenn ich motiviert bin, dann fange ich an, in die Umsetzung zu komme

Die Logik dahinter ist so simpel wie tragisch. Wenn man sich erst einmal auf eine bestimmte Art und Weise fühlt, dann beginnt man mit der Umsetzung. Das große Problem hierbei: Wir fühlen uns eigentlich nie „danach“. Oder kannst Du Dich daran erinnern, wann Du das letzte Mal gedacht hast: „Wow, ich fühle mich so unglaublich motiviert, dass ich gar nicht anders kann, als anzufangen.“ Siehst Du, ich auch nicht.

Selbstmotivation Übungen 

Um dem Trugschluss des „wenn ich mich X fühle, dann setze ich Y um“ zu entkommen, bedarf es nur eine kleinen Mindset-Shifts, der allerdings eine riesige Auswirkung hat. Das Ziel ist es, die Kausalität zwischen X (Motivation) und Y (dem eigenen Verhalten) umzukehren. Dazu ist es entscheidend, anzufangen und ersten Schritt zu machen. Und zwar unabhängig des eigenen emotionalen Zustands. Sobald man nämlich begonnen hat, ins Tun zu kommen, entstehen die ersten kleinen Erfolgserlebnisse. Die versorgen einen mit einer gehörigen Portion Motivation, so dass man Lust bekommt, direkt weiterzumachen. Es folgen weitere Erfolgserlebnisse, welche die Motivation wachsen lassen. Und ehe man sich versieht, ist aus den hunderten von Meilensteinen plötzlich das große Ziel geworden, dass man so gerne erreichen wollte.

Selbstmotivation ist das Ergebnis, nicht die Voraussetzung

Die Reihenfolge in unseren Beispielen würde nach dem Mindset-Shift wie folgt aussehen:

  • Wenn ich beginne, mein Buch zu schreiben, dann folgen die guten Ideen von ganz alleine
  • Wenn ich Sport treibe, dann bin ich voller Energie
  • Wenn ich anfange, den neuen Onlinekurs zu entwickeln, werde ich regelmäßig von der Muse geküsst
  • Wenn ich meinen YouTube Channel starte, werde ich irgendwann so erfolgreich, dass ich mir das professionelle Equipment leisten kann
  • Wenn ich anfange, ins Machen zu kommen, folgt die Motivation von selbst

Siehst Du den Unterschied? Es ist ein kleiner Shift im Mindset, aber die Auswirkungen sind einfach riesig. Ich schlage also vor, dass Du Deine Selbstmotivation nicht mehr von Gefühlen abhängig machst, die sowieso nie da sind, sondern dass Du sie aktiv selber entwickelst. Dabei wünsche ich Dir ganz viel Spaß und Erfolg!

WIE SCHREIBT MAN EIN BUCH? 10 TIPPS FÜR AUTOREN

Was braucht man, um ein Buch zu schreiben?

“Da müsste man mal ein Buch drüber schreiben.” Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie häufig ich diesen Satz in meinem Leben schon gehört habe. Allerdings korreliert eine solche Ankündigung immer mit der Nichtumsetzung derselben. Denn natürlich klingt die Idee ein Buch zu schreiben, Autor zu sein und in sein eigenes Werk in den Medien, Buchhandlungen und Regalen in Deutschland (und möglicherweise sogar weltweit) bewundern zu können, mehr als sexy. Doch über ein Buch nachzudenken und tatsächlich eines zu schreiben sind nun mal zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Und viele angehende Autoren scheitern an der Frage „Wie schreibt man ein Buch?“, denn aufgrund mangelnden Wissens trauen sie sich nicht, anzufangen.

Lohnt es sich, ein Buch zu schreiben?

Kommen wir daher zu den zwei entscheidenden Fragen: 1) Warum sollte ich überhaupt ein Buch schreiben? Und 2) Wie schreibt man ein Buch? Bevor ich detailliert auf die zweite Frage eingehe, ein paar Anmerkungen, warum ein Buch zu schreiben, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den besten Dingen gehört, die Du je in Deinem Leben tun wirst. Dies hat mehrere Gründe. Ein Buch zu schreiben…

  • …führt zu eine nie dagewesenen Klarheit für Dich als Autor/in
  • …sorgt für eine tiefe innere Zufriedenheit
  • …stärkt Deine Positionierung als Experte/in
  • ….”zwingt” Dich, eine intensive Auseinandersetzung und Recherche zu einem Thema zu betreiben
  • …mündet in erhöhter Sichtbarkeit
  • …ist das wohl beste Marketinginstrument, das es gibt

Ja, es gibt wohl kaum ein schöneres Gefühl, als die Transformation von der ersten Idee bis hin zum fertigen Werk vollendet zu sehen. Doch bevor es so weit ist, verlangen die Buchgötter eine Menge Zeit, Energie und Herzblut von Dir. Denn Dein Buch will konzipiert, geschrieben, veröffentlicht und natürlich auch vermarktet werden. Der komplette Buchentstehungsprozess lässt sich dabei grob in zehn Phasen einteilen.

Phase 1: Die Buchidee

Jedes Buch startet mit einer Idee im Kopf. Dies kann ein spezielles Thema, eine These, eine Meinung, eine Studie oder auch eine How-To-Anleitung sein. Worum wird es in Deinem Buch gehen? Die Entscheidende Frage lautet: Kannst Du Deine Buchidee in einem Satz zusammenfassen? Dieser eine Satz wird dann der Ausgangspunkt, an dem die in Phase 4 erläuterte Struktur und Gliederung ansetzen.

Phase 2: Self-Publishing oder Verlag?

Bevor Du Dich an die eigentliche Arbeit machst, gilt es eine grundsätzliche Frage zu klären. Willst Du Dein Buch selber herausbringen, oder mit einem etablierten Verlag zusammenarbeiten. Kurz und knapp hier die Vor- und Nachteile beider Varianten:

Dein Buch im Self-Publishing herausbringen

Vorteile:

  • Maximale Flexibilität
  • Maximale Freiheit bei allen Entscheidungen
  • Pro verkauftem Buch bleibt mehr Geld in Deiner Tasche

 

Nachteile:

  • Du musst Dich um alles selber kümmern
  • Die Gefahr für Fehler und mangelnde Qualität bei Inhalt, Grammatik, Haptik, Design und Layout ist hoch (wenn man keine Profis als Dienstleister engagiert)
  • Self-Publishing Bücher genießen immer noch ein wenig das Ansehen von „Büchern zweiter Klasse“

Dein Buch in einem renommierten Verlag herausbringen

Vorteile:

  • Du arbeitest mit absoluten Profis zusammen
  • Du kannst auf die jahrelange Expertise des Verlags zurückgreifen
  • Verlage haben beste Kontakte zu wichtigen Entscheidern und Journalisten
  • Der Vertrieb des Verlags bringt Dich aktiv in den Buchhandel
  • Ein guter Verlag ist auf vielen Messen und Events vertreten, wo auch Dein Buch immer wieder präsentiert wird

 

Nachteile:

  • Ein Verlag ist zeitlich unflexibel. Von der Unterzeichnung des Vertrages bis zur Veröffentlichung kann es bis zu zwei Jahre dauern
  • In einem Verlag bist Du nur ein Autor unter vielen
  • Ein Verlag möchte ein gewisses Mitspracherecht bei der Gestaltung
  • Durch den Verlagsvertrag trittst Du sämtliche Rechte an Deinem Manuskript ab
  • Dir bleibt wesentlich weniger Geld in der Tasche

Meine Empfehlung: Wenn Du auf Qualität und hohe Standards setzt, solltest Du Dein Buch auf jeden Fall in einem Verlag veröffentlichen.

Phase 3: Das Exposé erstellen

Sobald Deine Idee konkreter wird, gilt es, ein Exposé an eine Auswahl an in Frage kommender Verlage zu senden. Hierbei gilt es, Deine Idee, den USP Deines Buchprojektes, Deine Marketingstrategie sowie alles Weitere unterzubringen, was einen Verlag dazu veranlassen könnte, Dir einen Verlagsvertrag anzubieten.

Phase 4: Eine klare Struktur und Gliederung entwickeln

Im nächsten Schritt solltest Du Dein Buch strukturieren und in eine entsprechende Gliederung (Themen, Unterpunkte, mögliche Kapitel und Überschriften) bringen. Je klarer Du all das für Dich im Kopf hast, desto leichter wird es Dir später fallen, diese Struktur zu Papier zu bringen.

Phase 5: Recherche. Recherche. Recherche.

Nachdem Du Dich für die Themen entsprechend Deiner Gliederung entschieden hast, kommt die wichtigste Phase eines Buchprojektes: Die Recherche. Hiermit meine ich das Studium von Fachliteratur, themenverwandten Büchern, Artikeln oder sonstigen Quellen. Dein Ziel ist es, so tief wie möglich in Dein Thema einzusteigen, so dass Du Deine eigenen Meinungen und Thesen mit bereits bestehenden Argumenten und ggf. Studien untermauern kannst.

Phase 6: Der Schreibprozess (Das Handwerk des Buchschreibens)

Jetzt geht es ans Schreiben. Öffne ein leeres Dokument (Word, Google Doc, Ulysses etc.) und leg los. Diese Phase ist nicht besonders sexy, aber essenziell. Je eher Du für Dich eine passende Routine gefunden hast (eine Stunde Schreiben pro Tag, 10 Seiten pro Tag, jeden Tag zwischen 6 Uhr und 9 Uhr fokussiert schreiben etc.) desto schneller wirst Du fertig und kannst das Rohmanuskript an den Verlag senden.

Phase 7: Das Lektorat

Ein externer Lektor prüft Dein Manuskript mit geschultem Blick und korrigiert Redundanzen, Logikfehler, Grammatik und Orthografie. Ferner macht er Vorschläge, um Deine Texte zu straffen und besser zu machen. Stell Dir diesen Prozess wie ein Ping Pong Spiel zwischen Dir als Autor/in und dem Lektorat vor. Arbeitet ihr gut zusammen, wird aus einem guten Manuskript in der Regel ein sehr gutes Buch.

Phase 8: Cover, Satz und Layout

Nun gilt es, gemeinsam mit dem Verlag, den Satz, das generelle Layout und auch die Covergestaltung festzulegen. Und auch wenn ein alter Spruch lautet: “Don´t judge a book by it´s cover.” kann ich nicht genug auf die Wahl eines aufmerksamkeitsstarken Covers hinweisen, das in Buchhandlungen, in Regalen und auf Amazon aus der Masse der vielen Bücher heraussticht.

Phase 9: Marketing, PR und Sichtbarkeit

Das beste Buch ist nichts wert, wenn niemand davon weiß. Daher ist es von essenzieller Natur, eine Menge Zeit, Energie und ggf. auch Geld in Marketing und PR zu investieren, um eine höchstmögliche Sichtbarkeit zu erzielen. Zwei Dinge sind besonders erwähnenswert: 1) Das Marketing sollte idealerweise ab Phase 1 bereits beginnen. Und 2) Auch wenn der Verlag unterstützt und man ggf. den Service von externen Dienstleistern in Anspruch nimmt, so ist das Buchmarketing immer Chefsache. Der Erfolg eines Buches steht und fällt mit dem Engagement des Autors / der Autorin.

Der wichtigste Punkt: Ein Buch braucht eine Seele

Ja, ein Buch kann ein tolles Marketinginstrument sein und die eigene Positionierung als Experte massiv steigern. Wer aber ein Buch nur schreibt (oder vielleicht sogar schreiben lässt), um diese Effekte abzugreifen, der sollte es besser gleich sein lassen. Ein Buch benötigt eine Seele. Und die Leser spüren es einfach, wenn ein Autor eine Menge Leidenschaft, Herzblut und Persönlichkeit in das Werk einfließen lassen hat.

Bonus: Eine ausführliche Erläuterung als Video „Wie schreibt man ein Buch?“

Ich bin mir bewusst, dass ich die einzelnen Punkte in diesem Artikel nur kurz anreißen konnte. Aus diesem Grund habe ich parallel ein sehr ausführliches Video aufgenommen, in dem ich 45 Minuten lang in die Tiefe gegangen bin. Viel Spaß beim Anschauen und ich hoffe, sowohl der Artikel und/oder das Video zur Frage „Wie schreibt man ein Buch?“ haben Dich inspiriert, Dein eigenes Buchprojekt anzugehen. Ich wünsche Dir viel Erfolg dab

Selbstständig machen – 6 Top Geschäftsideen, die immer funktionieren

Selbstständig machen. Viele Menschen träumen davon. Doch während man sich in Gedanken schon als erfolgreicher Solopreneur die finanzielle Freiheit genießen sieht, kämpft man in der Realität mit einer ganz entscheidenden Frage:

Womit gründe ich?
 
Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr die Suche nach der passenden Geschäftsidee zu einer riesigen Hürde auf dem Weg zur Selbstständigkeit werden kann. Doch woran liegt das überhaupt? Aus der Erfahrung hunderter Coachings mit selbstständigen Solopreneuren weiß ich, dass der Grund weder mangelnde Kreativität, eine zu geringe Vorstellungskraft oder gar fehlender Unternehmergeist ist. Ganz im Gegenteil. Es liegt an etwas vollkommen anderen: An zu kompliziertem Denken.
 

Womit Selbstständig machen: Ideen und bewährte Konzepte

 
Viele angehende Solopreneure und Solopreneurinnen unterliegen beim selbstständig machen nämlich dem Trugschluss, dass die Geschäftsidee für die Selbstständigkeit etwas ganz außergewöhnliches sein müsste. Etwas, dass es noch nie gab. Etwas, das so neu ist, dass die Umsetzung die Welt auf den Kopf stellen würde. Und natürlich gibt es solche Geschäftsideen immer mal wieder, aber dies sind Ausnahmen. Die Regel sind einfache Ideen, die dafür aber eines gemeinsam haben: Sie funktionieren, bilden eine mehr als solide Grundlage für ein nachhaltig erfolgreiches Solopreneur Business und es ist überhaupt nicht schwer, sie zu entwickeln.
 

Erfolgreiche Geschäftsideen lösen Probleme und schaffen Mehrwert

 
selbstständig machen Wenn Du weißt, worauf es beim selbstständig machen ankommt und wie man sie findet. Und genau das wollen wir uns jetzt einmal gemeinsam anschauen. Bevor wir auf die einzelnen Möglichkeiten eingehen, möchte ich noch einmal betonen, was alle erfolgreichen Geschäftsideen gemeinsam haben:
 
Erfolgreiche Geschäftsideen lösen Probleme, machen den Alltag einfacher, effizienter oder effektiver und erhöhen das emotionale Wohlbefinden.
 
Lass‘ uns hierzu am besten ein paar praktische Beispiele anschauen, die verdeutlichen, was ich mit dieser Aussage meine:
 
  • Durch ein professionelles Imagevideo lassen sich die Vorträge eines Redners & Keynotespeakers viel besser vermarkten und führen so langfristig zu mehr Anfragen und Buchungen.
  • Eine CRM Software standardisiert den Verkaufsprozess und macht die zielgerichtete Kommunikation mit Leads und Kunden wesentlich einfacher.
  • Ein frischer Haarschnitt sorgt dafür, dass man sich wieder gut fühlt und mit Selbstbewusstsein durch durchs Leben geht.
  • Ein Leadership Workshop führt zu einem Dominoeffekt, der eine strategische Transformation der Unternehmenskultur zur Folge hat.
  • Eine SEO Optimierung der Webseite bringt Sichtbarkeit und erhöht Traffic, Anfragen und Umsätze.
  • Eine Scanner App unterstützt bei der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen.
  • Ein Onlinekurs vermittelt für ein bestimmtes Spezialgebiet Wissen, Know-How und Fähigkeiten. 
 
All diese Beispiele haben eines gemeinsam: Sie helfen, dringende Pain Points aufzulösen, schaffen Nutzen und bringen Mehrwert für die jeweilige Zielgruppe. Und für genau diesen sind Menschen bereit, Geld zu zahlen. Es kommt also zu einer klassischen Win-Win-Situation. Die Faustformel ist dabei relativ einfach: Je höher der (subjektive erlebte) Mehrwert, desto höher der mögliche Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung. Perfekt zum selbstständig mchen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir uns eines immer wieder in Erinnerung rufen:
 
Menschen kaufen keine Produkte oder Dienstleistungen, sie kaufen das durch diese Produkte oder Dienstleistungen erzielte Resultat.
 
Auch hier wieder einige Beispiele:
 
  • Menschen kaufen nicht die Bohrmaschine, sondern das Loch in der Wand.
  • Menschen kaufen nicht den LinkedIn SalesNavigator für 59 Euro im Monat, sondern die Möglichkeit, einfacher und besser mit potenziellen Kunden in Kontakt zu kommen.
  • Menschen kaufen nicht den Diätshake, das Nahrungsergänzungsmittel oder das neueste Fitnessgadget, sondern das Gefühl, bald wieder schlank und sexy auszusehen.
  • Menschen kaufen nicht die Dienstleistung eines Steuerberaters, sondern die Gewissheit, dass man sich um die korrekte Durchführung von Buchhaltung und Jahresabschluss keine Sorgen machen muss.
 

Selbstständig machen – Aber womit?

 
Behalte diese beiden entscheidenden Aussahen bitte im Hinterkopf, wenn wir uns jetzt die wichtigsten Bereiche anschauen, in denen Du Geschäftsideen zum selbstständig machen finden kannst.
 

1. Probleme aus dem Alltag

Der erste Bereich ist so offensichtlich, dass viele Solopreneure in spe ihn oft übersehen. Die besten Ideen liegen oftmals nämlich direkt vor unserer Nase. Wir bemerken sie nur nicht, weil wir sie nicht aus der richtigen Perspektive betrachten. Um das zu ändern, solltest Du Dir regelmäßig folgende Fragen stellen:
 
  • Womit bin ich in meinem Alltag unzufrieden?
  • Welche Probleme machen mir den Job schwerer als er sein müsste?
  • Welche Prozesse, Abläufe und Tätigkeiten funktionieren nicht so gut wie sie sollten?
  • Womit verschwende ich Zeit, Energie oder Geld?
  • Was nervt mich so richtig?
 
Mit diesen Fragen kommst Du den Problemen näher, mit denen Du im (beruflichen) Alltag immer wieder zu kämpfen hast. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es vielen anderen ganz genau so geht. Wenn Du in der Lage bist, für diese Probleme eine funktionierende Lösung zu entwickeln, schaffst Du also Mehrwert, für den andere bereit sein werden, Geld zu zahlen. Noch einfacher ist es natürlich, wenn es Probleme gab, für die Du bereits eine passende Lösung gefunden hast. Die Formel ist in beiden Fällen jedoch die gleiche:
 
Existierendes Problem + (einzigartige) Lösung = Nachfrage nach der Lösung
 

2. Recherche in der Zielgruppe

Die nächste Möglichkeit zum selbstständig machen ist der ersten sehr ähnlich, legt den Fokus aber auf die Probleme Deiner Zielgruppe. Wenn Du diese nämlich definiert hast, dann kannst Du für die Menschen aus der entsprechenden Branche passende Lösungen entwickeln. Die Identifikation der größten Pain Points kann über persönliche Gespräche erfolgen, durch die Befragung Deiner E-Mail-Liste, durch Beobachtungen, die Lektüre branchenrelevanter Medien oder dem Aufbau von Multiplikator-Kontakten in on- und offline Netzwerken. Die Chancen stehen gut, dass Du immer wieder über die gleichen Herausforderungen und Probleme stolpern wirst. Wenn Du hierfür entsprechende Produkte oder Dienstleistungen anbietest, werden die betroffenen Menschen nicht nur gerne bei Dir kaufen, sondern Du machst Deine Marke parallel auch innerhalb Deiner Zielgruppe bekannt.
 

3. Deine Expertise

Dieses Geschäftsmodell ist unter Solopreneuren sehr verbreitet. Wenn Du über eine längere Berufserfahrung verfügst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Du auf einem bestimmten Gebiet zum Experten oder zur Spezialistin geworden bist. Dies können beispielsweise Themen wie Leadership, Changemanagement, Personalsteuerung, Buchhaltung, Büroorganisation, Rechtswissenschaft, Kommunikation, Design, Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Verkauf und Vertrieb, der Einkauf von Produkten, Körpersprache, das Schalten von Google Ads und viele andere mehr sein.
 
Aus dieser einzigartigen Expertise können jetzt die unterschiedlichsten Geschäftsideen entwickelt werden, denn die Resultate, die Experten erzielen sind für Unternehmen und Einzelpersonen so wertvoll, dass sie bereit dafür gerne viel Geld zu zahlen. Dies kann in Form von Beratung, Trainings, Vorträgen, Workshops, Coachings, Onlinekursen, Büchern oder auch der Entwicklung von Software oder Apps geschehen.
 

4. Eine persönliche Transformation

Hast Du dauerhaft fünfunddreißig Kilogramm abgenommen, mit Aktien ein Vermögen aufgebaut, Deinen Traumjob gefunden, erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört, Deine Ernährung umgestellt oder auf eine andere Art und Weise in der Vergangenheit etwas gemeistert, was Dein Leben zum positiven transformiert hat? Dann kannst Du aus dieser Erfahrung ein Geschäftsmodell entwickeln, in dem Du aus Deinem dabei erworbenen Wissen, Skills und Insiderinformationen ein Produkt entwickelst.
 
Der Grund ist wieder der gleiche: Wenn es Dir geholfen hat, stehen die Chancen sehr gut, dass es anderen auch helfen wird. Und je außergewöhnlicher Deine Resultate waren, desto größer wird die Sehnsucht anderer Menschen, zu erfahren, wie sie genau das auch schaffen können. Alles, was Du tun musst, ist Deine individuelle Erfahrung in ein allgemeingültiges Framework, System oder einen Ablaufplan zu gießen, damit die Ergebnisse, die Du erzielt hast, duplizierbar werden.
 

5. Ein Hobby oder eine Leidenschaft

Selbstständig mache kann so einfach sein. Eine Menge erfolgreicher Unternehmen sind aus einem Hobby entstanden. Einer Tätigkeit, der man mit so viel Herzblut und Leidenschaft nachgeht, dass man dies am liebsten vierundzwanzig Stunden am Tag tun würde. Egal, ob es sich um das Züchten von Rosen, die Erstellung von Datenbanken in der Software Notion, das Sammeln von Briefmarken, Muskelaufbau im Gym, den Aufbau eines Instagramkanals oder das Einrichten eines Home Studios handelt, wenn man etwas gerne tut, dann wird man im Laufe der Zeit zwangsläufig zu einem Experten auf diesem Gebiet.
 
Grundsätzlich sind wir jetzt wieder am gleichen Punkt wie beim dritten Bereich, allerdings ist hier die Marktrecherche viel entscheidender. Bevor Du nämlich überhaupt darüber nachdenkst, ob Du aus Deinem Hobby ein Solopreneur Business machen könntest, solltest Du unbedingt prüfen, ob es für Dein Wissen, Deine Fähigkeiten und Deine Strategien überhaupt einen Markt gibt. Und das funktioniert wieder mit der gleichen Frage:
 
„Löst mein Angebot, mein Produkt oder meine Dienstleistung ein bestehendes Problem?“
 

6. Funktionierende Modelle adaptieren

Abschließend noch eine weitere Möglichkeit, die Du perfekt mit den bisherigen kombinieren kannst. Du musst das Rad nämlich nicht komplett neu erfinden. Eine sehr empfehlenswerte Strategie ist es daher, bestehende Erfolgsmodelle zu adaptieren. Beachte dabei bitte, dass ich nicht kopieren geschrieben habe, denn eine Businessstrategie eins zu eins abzukupfern ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern schlicht und einfach nicht okay. Adaption ist etwas vollkommen anderes.
 
Schau Dir an, welche Anbieter es in einem bestimmten Markt, für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung gibt. Und dann lass Dich inspirieren. Von der Art der Kommunikation, wie das Marketing durchgeführt wird oder von der Social Media Strategie. Schau Dir an, wie die Prozesse ablaufen, welche Struktur die Unternehmen haben und welche Erfolgsfaktoren das Business ausmachen. Und dann nimmst Du diese Prinzipien, und setzt sie auf Deine Art und Weise um. Durch diese Kombination eines funktionierenden Geschäftsmodells und Deiner einzigartigen Persönlichkeit entsteht dann wiederum ein neues, individuelles Unternehmen, mit dem Du Dich am Markt nachhaltig positionieren können.
 

Selbstständig machen: Das Geheimnis guter Geschäftsideen

Wie Du siehst, sind die besten Geschäftsideen weder kompliziert noch besonders außergewöhnlich. Ganz im Gegenteil, sie sind alle Teil Deines Lebens, Deines Alltags und Deiner Vergangenheit. Sie warten nur darauf, von Dir entdeckt und umgesetzt zu werden. Und wenn Dir partout nichts einfallen will, oder Du mit Deiner aktuellen Idee an eine Grenze stößt, dann lohnt es sich, über die folgende Frage immer wieder intensiv nachzudenken:
 
„Auf welche Art und Weise kann ich den Menschen innerhalb meiner Zielgruppe noch mehr/besser/konkreter helfen?“
 
Ich bin mir sicher, dass die ausgelösten Gedankenprozesse ein wahres Kreativfeuerwerk in Dir entfachen werden. Beim Umsetzen Deiner Geschäftsidee(n) wünsche ich Dir eine Menge Spaß und vor allem Erfolg. Lass mich in den Kommentaren wissen, wie es geklappt hat.
 
Und wenn Du ganz individuelle Unterstützung beim selbstständig machen haben möchtest, dann schau Dir doch einmal meine Coaching Programme an. Ich stehe Dir gerne als Coach und Mentor zur Verfügung, um Dein Business von Anfang an auf gesunde Beine zu stellen.

Leadership Deutsch: Moderne Führung in Zeiten der Veränderung

Leadership vs Management

Leadership ist in aller Munde. Kein Wunder, denn wir leben in Zeiten, die von massiven Veränderungen, zunehmenden Krisen und immer komplexer werdenden Herausforderungen geprägt sind. Sowohl im Alltag, als auch im Business lechzen die Menschen nach Orientierung, klarer Kommunikation und transparenten Entscheidungen. Dies sind nur drei Erfolgsfaktoren von Leadership, zu Deutsch Führung. Bevor wir etwas tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir uns zunächst einmal anschauen, was genau sich hinter dem Begriff verbirgt. Denn Führung und Management werden oftmals synonym verwendet, dabei handelt es sich um zwei vollkommen unterschiedliche Disziplinen.

Leadership Definition

Laut der Onlinebibliothek Wikipedia ist Leadership als „[…] sowohl ein Forschungsbereich als auch eine praktische Fähigkeit, die die Fähigkeit eines Einzelnen, einer Gruppe oder Organisation umfasst, andere Einzelpersonen, Teams oder ganze Organisationen zu führen, zu beeinflussen oder zu führen.

So weit, so gut. Doch mir geht diese Definition weder weit genug, noch ist sie an die Bedürfnisse einer modernen Gesellschaft und zukunftsorientierter Organisationen ausgerichtet. Leadership ist nämlich die Kunst des Führens, des Inspirierens und des Empowerns. Trotzdem werden auch heute noch die Begriffe Leadership und Management miteinander vermischt. Ein fataler Fehler, denn nicht jeder Manager (m/w/d) ist auch ein Leader und nicht jeder Leader ist auch ein Manager. Meine Definition von Leadership lautet daher wie folgt:

Leadership ist die Fähigkeit, einer Gruppe von Menschen eine (neue) Vision und Richtung zu geben, so dass diese sich mit dem Ziel und der Haltung aktivierend identifizieren können. Ein guter Leader (m/w/d) ist in der Lage, diese Vision, nicht nur sprachlich attraktiv zu formulieren, sondern sie auch mit Werten und Überzeugungen zu füllen und – die wichtigste Voraussetzung von allen – sie durch das eigene Handeln vorzuleben.

An dieser Definition können Sie erkennen, dass Leadership sowohl eine Haltung, als auch eine ganz praktische Fähigkeit ist.

Management Definition

Management hingegen kann wie folgt definiert werden:

Management ist die Fähigkeit, innerhalb einer Gruppe, eines Teams oder einer Organisation die beteiligten Personen, Prozesse und Ressourcen anhand von bereits etablierten Werten, Überzeugungen und Regeln zu steuern, zu kontrollieren und optimal einzusetzen.

Erkennen Sie den Unterschied? Während Management sich vor allem auf die effiziente Verwaltung und Steuerung des Status Quo konzentriert, geht es beim Thema Leadership insbesondere um das Vermitteln von Visionen, Zielen und Werten, sowie die Begeisterung der beteiligten Menschen für die gemeinsame Umsetzung. Und jetzt kommt ein entscheidender Satz: Sowohl Management als auch Leadership sind extrem wichtige Fähigkeiten, und die eine ist ohne die andere in der Regel vollkommen wirkungslos. Doch erst in der Kombination können beide Eigenschaften ihre magische Wirkung entfalten. Besitzt eine Führungskraft sowohl ausgeprägte Leadership- als auch Managementqualitäten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie mit ihrem Team überdurchschnittliche Erfolge erzielen kann.

Was ist Leadership: Führung im Wandel

In Zeiten der Veränderung hat sich auch das Thema Leadership im Laufe der letzten Jahre extrem verändert. Vorbei sind die Zeiten eines hierarchisch-patriarchischen Führungsstils, der vor allem auf Druck, Status und Position basierte. Niemand folgt heute freiwillig mehr Menschen, die nicht kommunizieren, Infos für sich behalten und sich in riesigen Büros distanziert hinter ihren Schreibtischen verschanzen. Moderne Leader hingegen stellen Vertrauen, Empowerment und eine ausgeprägte Kommunikation in den Mittelpunkt sämtlichen Handelns. Oder Zusammengefasst: Der traditionelle Boss ist out, der moderne Leader ist in. Was diese beiden Typen voneinander unterscheidet, habe ich versucht, in der folgenden Grafik zusammenzufassen.

leadership deutsch

Beachten Sie bitte, dass ich mich für die jeweils extremen Positionen entschieden habe, und es sich in der Realität meist um Zwischentöne handelt, aber ich denke, dass die Hauptidee klar geworden sein sollte, nicht wahr? Daraus ergeben sich jetzt drei Schlussfolgerungen für modernes Leadership.

Leadership Deutsch: Eine wichtige Dienstleistung

Ja, Sie haben richtig gelesen. Leadership ist eine Dienstleistung. Für ihr Team. Für ihre Mitarbeitenden. Für die Menschen in ihrem Verantwortungsbereich. Und ich bin mir bewusst, dass es sich um ein sehr kontroverses Statement handelt. Kein anderer Satz löst in meinen Vorträgen so häufig Widerstand aus wie dieser. Und doch lässt es sich nicht leugnen: Leadership hat heute vor allem eine Hauptaufgabe. Eine (Arbeits-)Atmosphäre zu erschaffen, die von Vertrauen, Respekt und Wertschätzung geprägt ist, so dass jedes einzelne Teammitglied Spaß an der Arbeit hat und die bestmögliche Performance abliefern kann.

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Leadership ist Co-Creation

Schon lange sind die Zeiten vorbei, als Führung ausschließlich Top-Down funktionierte. Sie wissen schon, jemand (meist ein älterer Herr) traf eine Entscheidung und bestimmte, was ab sofort zu tun oder zu lassen sei. Und der Rest der Organisation setzte diese Entscheidung dann mehr oder weniger begeistert um. Wobei es in der Regel eher weniger als mehr war. Das Ergebnis: Frustration, eine Kultur der Angst und eine generell schlechte Stimmung.

Ist die Lösung also eine konsequente Bottom-Up Kommunikation, also das Initiieren von Veränderungen von Unten nach Oben? Nein, natürlich auch nicht. Denn Hierarchien sind natürlich auch heute noch wichtig. Daher ist Leadership heute von Co-Creation geprägt. Jeder einzelne Mensch muss – unabhängig von seiner hierarchischen Position – im individuellen Verantwortungsbereich Ownership praktizieren und Veränderungen im Kleinen vorantreiben. Warum? Weil man nur so als Team insgesamt Erfolg haben kann.

Leadership ist eine Haltung

Und last but not least ist Leadership vor allem ein Mindset, eine besondere Mentalität. Dies heißt dann auch, dass es weder Titeln, Positionen oder fancy klingender Berufsbezeichnungen bedarf, um ein Leader zu sein. Wenn Sie etwas davon haben, hilft das natürlich, aber die dahinter stehende Haltung ist viel entscheidender. Damit meine ich vor allem eine generelle Offenheit für neue Ideen, Begeisterungsfähigkeit, Klarheit und die Bereitschaft, Entscheidungen treffen zu wollen.

Leadership Skills moderner Führung

Ja, Führung ist mehr als nur Anweisungen erteilen und recht zu haben, nur weil man einen Stern mehr auf seiner Schulter trägt. Leadership ist vor allem eine ganz besondere innere Haltung. Und wenn Sie dieses Leader-Mindset noch mit den entsprechenden Skills kombinieren, dann werden die Menschen ihnen folgen. Und zwar nicht aufgrund von Zwang oder weil sie müssen, sondern weil sie es wirklich wollen. Lassen Sie mich daher die aus meiner Sicht drei wichtigsten Eigenschaften moderner Leader noch einmal gesondert hervorheben.

Vertrauen

Die wohl wichtigste Eigenschaft von allen ist Vertrauen. Denn Vertrauen ist das Fundament für alles. Ohne Vertrauen keine Führung, keine Transformation, keine positive Unternehmenskultur und kein Teamspirit. Und noch viel wichtiger: Nichts motiviert Menschen so sehr, wie das Gefühl, dass man ihnen vertraut.

Transparenz

Wenn Sie radikal transparent kommunizieren und ihre Ideen, Ihr Wissen und die KPI’s teilen, dann sorgen Sie dafür, dass ein Team eins wird. Weil jeder das Gefühl hat, dazuzugehören, es keine „geheimen“ Infos und besondere Gruppen gibt.

Empathie

Ich bin mir bewusst, dass viele Menschen immer noch denken, dass es sich bei Empathie um ein Zeichen von Schwäche handeln würde. Aber das könnte falscher nicht sein. Empathie bedeutet, die Menschen um einen herum zu empowern. Ihre Werte, Erfahrungen und individuellen Ziele zu verstehen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Sie Lust darauf haben, Teil des Teams zu sein.

Leadership und Veränderung gehen Hand in Hand

Wenn diese 3 Faktoren zur DNA Ihrer Führungs-Kultur werden, dann ist Veränderung auf einmal keine Bedrohung mehr, sondern eine wunderbare Gelegenheit, um besser zu werden und die Zukunft aktiv bei den Hörnern zu packen. Weil die Menschen auf einmal nicht mehr müssen, sondern wollen. Denn Change und Leadership gehen nun einmal Hand in Hand. Nicht umsonst lautet eine Binsenweisheit: „Der Fisch stinkt immer vom Kopf zuerst.“ Und dies gilt natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung. Wenn modernes Leadership nicht nur eine hohle Phrase, sondern eine gelebte Philosophie ist, dann gelingt auch nachhaltige Veränderung auf einmal wesentlich leichter.

Würden Sie mir zustimmen? Dann freue ich mich auf Ihren Kommentar.

Ach ja, natürlich gibt es auch den passenden Vortrag zum Thema „Leading Change„.