Ins Handeln kommen – So motivierst Du Dich selber

Ins Handeln kommen. Wer möchte das nicht gerne, oder? Aber fällt es Dir auch manchmal auch schwer, Dich zu motivieren? Hast Du immer eine Menge guter Ideen, aber Du kommst einfach nicht in die Umsetzung? Bist Du Weltmeister darin, Dich mit unwichtigen Dingen abzulenken, nur um nicht mit der Umsetzung Deiner Ziele und Träume anfangen zu müssen? Dann habe ich hier zwei gute Nachrichten für Dich:

1) Du bist nicht alleine, denn es geht ganz vielen so. Und

2) Es ist recht einfach zu ändern (einfach, nicht leicht).

Und wie genau das geht, das erfährst Du im heutigen Blogartikel. Viel Spaß dabei.

Ins Handeln kommen: Die Sache mit der  Motivation

Wenn Du ins Handeln kommen willst, ist das gar nicht so einfach, wie es klingt. Denn mit der Motivation, genauer gesagt der Selbstmotivation ist das so eine Sache. Sie ist von Haus aus ein scheues Reh. Sie ist selten da. Und wenn sie einmal kurz auftaucht, dann ist sie auch gleich schon wieder verschwunden.

Übrigens, wenn Du meine S.E.K.S.I. Formel für mehr Selbstmotivation kennenlernen möchtest, dazu habe ich ein ausführliches Video aufgenommen, das Du Dir auf meinem YouTube Kanal anschauen kannst (Dort findest Du auch weitere Impulse zum Thema „Ins Handeln kommen“).

Zur fehlenden Selbstmotivation kommt noch hinzu, dass unser Alltag meistens so voller Termine, Aufgaben und Stress ist, dass wir selten einen starken inneren Antrieb haben, neue Ideen in die Tat umzusetzen. Wir fühlen uns eigentlich niemals „danach“. Und weil das so ist, geben wir uns viel zu oft der berühmten Aufschieberitis hin und reden uns ein, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist, dass Morgen auch noch ein Tag sei und dass wir irgendwann ganz bestimmt unsere Träume leben werden. Aber aus einem hoffnungsvollen Irgendwann wird leider so gut wie immer ein Niemals…

Ins Handeln kommen: Drei praktische Hacks

Doch zum Glück muss das nicht so sein. Wenn Du folgende drei Dinge beachtest, die Dir hoffentlich dabei helfen werden, Dich mit einer großen Portion Selbstmotivation zu versorgen, Deine Umsetzungskompetenz zu erhöhen und Dir dabei helfen, Dich dauerhaft ins Handeln kommen zu lassen

Umsetzungs-Hack 1: Prioritäten setzen

Egal, wie groß Deine Ziel oder Deine Träume sein mögen, entscheidend ist, dass Du sie als allerhöchste Priorität behandelst. Damit meine ich vor allem, dass Du Deine Vorhaben nicht nebenbei und auf keinen Fall zufällig angehen solltest, denn auf diese Weise ist die Gefahr einfach zu groß, dass sie im stressigen Alltag untergehen werden, weil es einfach niemals der richtige Zeitpunkt ist.

Umsetzungs-Hack 2: Strategische Planung

Nachdem Du einer Aufgabe höchste Priorität eingeräumt hast, ist es von essenzieller Notwendigkeit, konkrete Zeiten im Kalender für die Umsetzung im Kalender festzulegen.

Als Faustformel gilt: Was nicht geplant wird, findet nicht statt

Es wird nämlich immer etwas geben, das wichtiger scheint, attraktiver klingt oder einfach mehr Spaß macht. Daher: Block Dir feste und regelmäßige Termine in Deinem Kalender. Für Dich selber, um an Deinen Zielen zu arbeiten, die wichtige Aufgabe der Reflexion durchzuführen, den Fortschritt zu analysieren, die To-do-Liste für das Projekt abzuarbeiten und ggf. alternative Maßnahmen zu entwickeln.

Und falls Du mit einem Team arbeitest, dann solltest Du ebenfalls regelmäßige Termine festlegen. Diese können von unterschiedlicher Wichtigkeit und Länge sein, beispielsweise eine WhatsApp-Gruppe für tägliche Nachrichten untergeordneter Wichtigkeit, ein wöchentlicher Zoom-Call jeden Montag morgen für die Besprechung der Wochenziele oder ein längeres Meeting alle vier Wochen, wo es insbesondere um strategische Themen geht.

Das strategische Planen von festen Terminen ist ein entscheidender Faktor, wenn Du Deine Selbstmotivation erhöhen und besser ins Handeln kommen möchtest. Weil es die Verbindlichkeit massiv erhöht und Dir in den häufig vorkommenden Momenten hilft, in denen Du Dich nicht „danach“ fühlst. Denn wenn Du einen fixen Termin hast, tust Du es auf jeden Fall. Hab ich recht?

Umsetzungs-Hack 3: Regelmäßiges Messen

Der wichtigste Hack, wenn Du häufiger und zielgerichteter ins Handeln kommen möchtest, wartet natürlich zum Schluss. Ich spreche vom konsistenten, regelmäßigen und sorgfältigen Tracken Deiner Ergebnisse und Fortschritte. Was auf den ersten Blick wahrscheinlich recht harmlos und unbedeutend klingt, entscheidet aber darüber, ob Du nachhaltige Resultate erzielst oder eben nicht.

Aus diesem Grund kann ich die Bedeutung des Trackens gar nicht genug hervorheben, so wichtig ist das konsistente und regelmäßige Messen Deiner Fortschritte. Warum? Ganz einfach. Das, was gemessen wird,  kann analysiert, angepasst und verbessert werden.

Wie geht man nun am besten vor? Im ersten Schritt solltest Du die KPI (Key Performance Indicators = Wichtigste Kennzahlen) Deines Ziels definieren: Welche Daten, Werte und Meilensteine genau willst Du messen? Und dann fang an zu messen und schreib den Fortschritt regelmäßig auf. In einem Journal, einem Notizbuch oder digital in einer Excel Tabelle, in Notion oder jeder anderen App Deiner Wahl

Je genauer und regelmäßiger Du trackst, desto besser kannst Du bei Bedarf nachjustieren und Anpassungen vornehmen

Lieber unperfekt starten als perfekt zögern

Es würde mein Herz mit großer Freude erfüllen, wenn Du diese drei Hacks nutzt, um Deine Selbstmotivation zu erhöhen, Deine Umsetzungskompetenz zu steigern und es einfach zu machen. Und wenn Du jemanden kennst, der ein Weltmeister im Planen und Ankündigen ist, aber Schwierigkeiten mit der Umsetzung hat, dann teil den Artikel doch mit diesem Menschen.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch meine Lieblings-Faustformel für mehr Selbstmotivation verraten. Sie lautet:

Lieber unperfekt begonnen, als perfekt gezögert.

Entscheidend ist, dass Du Dich auf den Weg machst. Natürlich wirst Du auf diesem Fehler machen, unvorhergesehene Hindernisse aus dem Weg räumen und diverse Probleme lösen müssen. So ist das Leben nun mal und es ist die einzige Möglichkeit, um zu wachsen, zu lernen und Dich als Persönlichkeit weiterzuentwickeln. 

Meine Empfehlung: Bereite Dich so viel vor wie nötig, aber so wenig wie möglich. Gib Dich mit achtzig Prozent zufrieden (hundert wirst Du sowieso nie erreichen) und dann leg los. Mach es einfach. Mach den ersten Schritt und lerne auf dem Weg. Je mehr Du Dich traust, unperfekt ins Handeln zu kommen, desto erfolgreicher wirst Du sein.

Was ist Motivation? Definition, Bedeutung und Methoden

Was ist Motivation? Dieser wichtigen Frage wollen wir uns in diesem Artikel ausführlich widmen. Dazu werden wir uns mit Hintergründen, Fehlannahmen und allen anderen entscheidenden Faktoren auseinandersetzen. Beginnen möchte ich jedoch mit einer These: Motivation ist Chefsache! Und zwar immer.

Ja, Sie haben richtig gelesen, das Thema Motivation sollte immer die absolut höchste Priorität genießen, und wir müssen uns jeden einzelnen Tag wieder darauf besinnen, warum wir tun, was wir tun. Tja, und das ist nicht immer einfach. Weil wir mit schöner Regelmäßigkeit zweifeln, mit Problemen zu kämpfen haben und darüber nachdenken, die Flinte ins Korn zu werfen. Deshalb ist es so unfassbar wichtig, uns selbst immer wieder einen liebevollen, aber gleichsam festen Tritt in den Hintern zu geben.

Denn wenn Sie es nicht tun, dann tut es niemand. Niemand klopft morgens an Ihre Tür und präsentiert Ihnen die Chance Ihres Lebens auf dem Silbertablett. Keine Fee taucht aus dem Nichts auf, um Ihre innersten Wünsche per Zauberspruch wahr werden zu lassen. Und auch die modernen Motivierer wie Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Julian Nagelsmann werden nicht in Ihrem Büro erscheinen, wenn Sie an einem schweren Tag ein wenig Motivation gebrauchen könnten.

Was ist Motivation?

So leid es mir tut, das Leben ist nun mal so, und am Ende des Tages tragen Sie selbst die volle Verantwortung für Ihre Motivation und Ihre Entscheidungen, und damit auch für Ihre Resultate. Leider steht diese Erkenntnis immer noch in einem großen Widerspruch zum gängigen Ansatz der Motivationslehre. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Alles, was Sie brauchen, um dies nachhaltig und mit einem hohen inneren Antrieb zu ändern, tragen Sie bereits in sich. Sie müssen es nur entdecken, an die Oberfläche holen und täglich anwenden.

Ich möchte diesen Artikel daher dafür nutzen, einen Paradigmenwechsel in Bezug auf das Thema Motivation einzuläuten. Auch wenn die Zukunft von technischen Entwicklungen wie künstlicher Intelligenz, Robotern und Automatisierung geprägt sein wird, so werden es immer intrinsisch motivierte Menschen sein, welche die Technik nutzen und mit den vielen neuen Möglichkeiten die Zukunft aktiv gestalten. Warum ich das mit einer solchen Vehemenz behaupten kann?

Weil wir uns mitten auf dem Weg von der Informations- zur Sinngesellschaft befinden. Vor wenigen Jahren noch waren Daten, Informationen und Wissen das wichtigste Gut überhaupt. Heute sind es ein tiefer Sinn, das Ausleben der individuellen Persönlichkeit und die Vereinbarkeit von Job und Leben. Das bedeutet natürlich auch, dass sich unser ganz persönlicher Umgang mit Motivation diesen veränderten Rahmenbedingungen anpassen muss. Es bedarf eines neuen, modernen Ansatzes, der den Bedürfnissen, Werten und Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Das Motto lautet: Kick your own ass!

Die Zeit von Tschakka Tschakka Motivation ist vorbei

Wenn wir selbst voller Leidenschaft, Begeisterung und Hingabe unsere Ziele verfolgen, dann stecken wir auch andere Menschen mit diesen starken Emotionen an. Um den eingerosteten Schalter umzulegen, ist es im ersten Schritt unabdingbar, dass der Begriff Motivation endlich das unseriöse Schmuddelimage der Vergangenheit ablegt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich halte das für überfällig. Die Welt befindet sich in einem der größten Transformationsprozesse der letzten 250 Jahre. Und für die damit einhergehenden Herausforderungen der Zukunft sind die ollen Kamellen der Vergangenheit die vollkommen falschen Methoden.

Die Zeit von Tschakka grölenden Motivationstrainern, von Licht und Liebe predigenden Esoterik-Gurus und des stumpfen Einsatzes von Zuckerbrot und Peitsche ist schlicht und einfach vorbei. Die Menschen spüren von Tag zu Tag mehr, dass mit hohlen Phrasen und falschen Versprechungen kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Stattdessen lechzen sie nach Sinn, Werten und Nachhaltigkeit. Und trotzdem werden persönliche Entwicklung, Wachstum und Veränderung auch heute immer noch genauso verkauft und gelehrt, wie es zu Helmut Kohls Zeiten kurz nach der Wende der Fall war.

Was bedeutet Motivation

Gehen Sie in ein beliebiges Motivationsseminar Ihrer Wahl, und Sie werden die immer gleichen Muster vorfinden. Eine beherzte Becker-Faust hier, ein inbrünstiger Wunsch ans Universum dort und ein Füllhorn an Metaphern, die so ausgelutscht sind, dass man beim Zuhören am liebsten vor Scham im Boden versinken würde. Die Ergebnisse sind entsprechend. Kurzfristig sind die Adressaten dieser substanzlosen Motivationsspritzen dann auch voller Energie und haben das Gefühl, sämtliche Bäume dieser Erde auf einmal ausreißen zu können. Doch so sicher wie das Amen in der Kirche folgt dem steilen Höhenflug der Absturz in die altbekannte Antriebslosigkeit. Man flüchtet sich in Zynismus, Gleichgültigkeit und Sarkasmus.

Genau diese oberflächliche Herangehensweise hat dafür gesorgt, dass die Antwort auf die Frage „Was ist Motivation“ und der Begriff Motivation heutzutage extrem negativ belegt sind, und der Beruf des Motivationstrainers einen entsprechend schlechten Ruf hat. Wenn es denn ein echter Beruf wäre: Viele selbsternannte Motivationstrainer haben gerade einmal ein Wochenendseminar besucht und fühlen sich danach berufen, ihre Botschaften in die Welt zu tragen. Weil ich weiß, welche wundervolle Kraft eine von Sinn und Motiven geprägte Motivation entfalten kann, macht mich diese Entwicklung wütend.

Und gleichzeitig frage ich mich, warum immer noch so viele Menschen auf die falschen Versprechungen der vermeintlichen Propheten hereinfallen. Nach vielen Jahren des Beobachtens, Forschens und Nachdenkens bin ich heute sicher, dass die Antwort in einer einfachen, aber gleichzeitig fatalen Tatsache begründet liegt:

Menschen hören immer nur das, was Sie hören wollen.

Motivation Sprüche: Die Gurus haben Unrecht!

Und die meisten Motivationsphrasen sind so wunderbar in Watte gepackt, dass man Sie ganz einfach glauben möchte. Tief in uns drin spüren wir zwar, dass irgendetwas nicht stimmen kann. Aber die Alternative wäre eben, dass wir schwierige Entscheidungen treffen, hart arbeiten und uns wirklich verändern müssten. Und da die meisten Menschen dazu nicht bereit sind, schluckt man dann in guter alter Matrix-Manier doch lieber die blaue Pille und schenkt den falschen Versprechungen der Motivationsgurus glauben.

Ein paar Beispiele gefällig? Here we go:

  • Du kannst alles schaffen.
  • Du musst es nur wollen, der Rest kommt von allein.
  • Das Universum wird sich um Deinen Erfolg kümmern.
  • Alles ist gut so wie es ist.
  • Streiche das Wort „unmöglich“ aus Deinem Wortschatz.
  • Das, was passiert, das sollte passieren.
  • Wenn Du ein Ziel nicht erreichst, dann hat es nicht sein sollen.
  • Wir sagen ab sofort nicht mehr Problem, sondern tolle Gelegenheit. (Dieser Satz ist mein absoluter Favorit. Wer so etwas behauptet, der hat noch nie echte Probleme gehabt.)
  • Du musst Deine Wünsche beim Universum bestellen, dann werden sie sich in Deinem Leben manifestieren.
  • Du musst es nur positiv sehen.

Du kannst alles schaffen! Sorry, leider nicht.

Verstehen Sie, was ich meine? Obwohl in allen Sätzen ein kleiner Funken Wahrheit steckt, verführen diese Parolen dazu, lieber den leichten Weg zu gehen, anstatt die notwendige Arbeit zu investieren. Man kratzt ein wenig an der Oberfläche, anstatt zum Kern des eigenen Antriebs vorzudringen. Anstatt Herz und Verstand gleichermaßen zu nutzen, ist plötzlich alles nur noch eine mentale Blockade, spielt sich im Kopf ab oder funktioniert nicht, weil der Merkur gerade rückläufig ist. (Ich gebe es zu, diesen Satz wollte ich schon immer mal in einem Blogartikel schreiben.lol)

Abgerundet werden diese Motivationsphrasen dann meist mit einem festen Klopfen auf die eigene Brust, einem hoffnungsvollen Blick Richtung Universum und schlussendlich einem überzeugten „Tschakka, Du kannst alles schaffen!“. Und dann wundert man sich, wenn man krachend scheitert. Auf die aktuell sehr beliebte Glorifizierung des Thema „Scheiterns“ gehe ich an dieser Stelle übrigens nicht intensiver ein, sonst öffne ich die nächste Büchse der Pandora.

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Was motiviert mich?

Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn ich auf Menschen treffe, die sich nichts sehnlicher wünschen, als eine Veränderung herbeizuführen, und dann aufgrund der falschen Motivationsmethoden krachend scheitern. Ich habe mir daher mit diesem Artikel (und natürlich meinen Büchern) das große Ziel gesetzt, dies zu ändern. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen:

In Zeiten, die immer unsicherer werden, wird der Mensch mit seiner individuellen Persönlichkeit der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft sein.

Und das bedeutet eben auch, dass wir den vorherrschenden Ansatz der Motivation radikal verändern müssen. Wenn wir wirklich verstehen, was Menschen motiviert, bewegt und antreibt, dann halten wir den Schlüssel für ein Leben voller Zufriedenheit, Erfolg und Sinn in den Händen.

„Ach komm schon, Ilja, das klingt ja jetzt fast schon nach einer Revolution.“ Ja, recht haben Sie. Genau das habe ich vor: Den Wind der Veränderung durch verkrustete Unternehmen, spießige Büros und fremdbestimmte Leben wehen zu lassen. Eine Motivationsrevolution anzuzetteln, die den Heiße-Luft-Dampfplauderern die rote Karte zeigt und dafür sorgt, dass wir endlich wieder von sinnvollen Motiven angetrieben werden. Das klingt ambitioniert? Richtig, denn ich habe einfach keine Lust mehr auf mittelmäßige Ziele.

Am Ende des Tages schlummert in jedem von uns das große Bedürfnis, Veränderungen zu wagen, mutige Durchbrüche zu erleben und persönliche Freiheit zu genießen. Lassen Sie uns also alte Zöpfe abschneiden und neue Besen schwingen. Lassen Sie uns eine von Sinn und Werten geprägte innere Motivation jenseits von Zuckerbrot und Peitsche definieren. Es würde mich unendlich dankbar machen, wenn Sie mich dabei unterstützen würden, diese Philosophie gemeinsam mit mir in die Welt hinauszutragen und die Menschen mit dem positiven Veränderungsvirus anzustecken.

Alles beginnt mit einem beherzten Tritt in den Hintern. Und zwar in den eigenen. Um dies auf die bestmögliche Art und Weise tun zu können, wollen wir uns aber zunächst der einfachen, aber gleichsam entscheidenden Frage widmen, was genau Motivation überhaupt ist. Denn auch, wenn dieser Begriff permanent in aller Munde ist, so herrscht doch eine große semantische Schwammigkeit vor. Lassen Sie uns also den Versuch einer Definition wagen.

Motivation Definition

Okay, was verbirgt sich denn nun genau hinter dem Begriff der Motivation? Rein sprachlich lässt er sich auf das lateinische Wort movere (bewegen, antreiben) zurückführen. Die Onlinebibliothek Wikipedia definiert ihn als „Die Gesamtheit der Beweggründe (Motive), die zur Handlungsbereitschaft führen. Motivation bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität (Aktivierung) beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten.“ Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir ist dieser Satz etwas zu kompliziert. Ich möchte Ihnen daher meine eigene, wesentlich einfachere Definition vorstellen:

Motivation ist der innere Antrieb, um körperlich oder geistig von Punkt A nach Punkt B zu gelangen.

Eine Tatsache möchte ich bei diesem Satz gern besonders deutlich hervorheben, nämlich dass Motivation immer von innen heraus kommt. Denn auch, wenn der Begriff der extrinsischen Motivation in so gut wie jedem Artikel, Buch oder Seminar immer wieder genannt wird, so existiert dieser durch Zuckerbrot und Peitsche hervorgerufene Antrieb leider nur in der Theorie. In der Praxis ist die äußere Motivation, bei der Menschen nur bei der Aussicht auf Geld, Lob bzw. der Vermeidung von Strafe handeln, nicht mehr als ein Mythos.

„Aber Moment mal, Ilja. Was ist denn bitte mit einpeitschenden Ansprachen von Jürgen Klopp, mit Gehaltserhöhungen oder Bonuszahlungen beim Erreichen von Zielen“ Natürlich ist dieser Einwand berechtigt, schließlich haben Belohnungen im Form von Geld, Anerkennung oder Sachwerten, sowie die Androhung von Sanktionen definitiv eine entsprechende Wirkung. Doch diese ist leider immer nur von kurzer Dauer. Wenn Sie schon einmal erfolglos versucht haben, Ihren Kindern das Aufräumen des Zimmers mit der Aussicht auf ein Eis oder der Androhung eines iPad-Verbots schmackhaft zu machen, dann wissen Sie, was ich meine.

Motivation wirkt immer von Innen heraus

Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch für unser Berufsleben. Kein Geld und keine Bonuszahlung dieser der Welt wird Sie langfristig dazu bringen, einen Job zu machen, der Sie frustriert, krank macht oder auf den Sie keine Lust haben. Genauso verpufft auf lange Sicht jede Androhung auf Kündigung, auf Sanktionen oder den Verlust des hierarchischen Status. Kurzfristig ist man zwar motiviert, voller Energie und Tatendrang, aber sobald die Wirkung nachgelassen hat, fällt man wieder auf das ursprüngliche Niveau herab, oftmals sogar deutlich darunter. Die Folge: Die Dosis und Intensität des externen Reizes müssen kontinuierlich erhöht werden. Es ist ein wenig wie bei einem Drogenabhängigen, der niemals zufrieden ist und immer mehr Stoff braucht, um seinen Wohlfühl-Pegel zu erreichen.

Denn je häufiger Zuckerbrot und Peitsche als vermeintlich extrinsische Motivation eingesetzt werden, desto schneller nutzt sich die entsprechende Wirkung ab. Man spricht in diesem Falle auch von einem abnehmenden Grenznutzen. Sie fragen, was das ist? Stellen Sie sich vor, Sie betreten nach einem heißen Tag Ihre Stammkneipe. Das erste Bier ist für Sie der Himmel auf Erden, Sie würden dafür alles bezahlen. Für das zweite wahrscheinlich auch noch. Beim dritten lässt Ihre Begeisterung schon nach. Und spätestens nach dem achten Glas können Sie kein Bier mehr sehen und greifen lieber zum Wasser. Genau das ist das Prinzip des abnehmenden Grenznutzens.

Motivation – Eine unbequeme Wahrheit

Und weil das so ist, kommt langfristige, sinnvolle und nachhaltige Motivation immer von innen. Ein tiefes Bedürfnis, ein zu erfüllender Wert oder ein bestimmtes Motiv sorgen dafür, dass wir ins Handeln kommen, und führen dann auch zu den entsprechenden Ergebnissen im Außen. Lassen Sie mich deshalb eine möglicherweise schmerzhafte Wahrheit aussprechen:

Sie können andere Menschen nicht motivieren!

So, jetzt ist es raus. Und ich kann den Proteststurm der Empörung förmlich spüren. Glauben Sie mir, mit keiner anderen Aussage löse ich in Unternehmen kontroversere Diskussionen aus als mit dieser. Kein Wunder, schließlich haben wir alle über Jahre gelernt, dass wir mit der richtigen Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche unsere Mitarbeiter, Kollegen und Geschäftspartner zu ungeahnten Höchstleistungen treiben können.

Aber wie bei allen anderen Dingen im Leben gehören auch in diesem Fall immer zwei Personen dazu: eine Person, die motiviert, und eine, die sich motivieren lassen will. Und das letzte Wort ist das alles entscheidende. Denn wenn jemand etwas unter keinen Umständen tun will, dann können Ihre Methoden noch so modern, attraktiv oder ausgeklügelt sein: Sie werden keine Chance haben. Ich möchte den obenstehenden Satz daher gern etwas erweitern, um die Aussage noch deutlicher werden zu lassen:

Sie können andere Menschen nicht motivieren, wenn diese sich nicht motivieren lassen wollen!

Was versteht man unter Motivation?

Natürlich gilt das genauso auch umgekehrt: Andere Menschen können auch uns nicht motivieren, wenn wir das nicht wollen. Habe ich jetzt zu sehr an Ihrem Weltbild gerüttelt? Sind Sie vollkommen anderer Meinung? Gern möchte ich Sie daran erinnern, dass ich mich freuen würde, wenn Sie meine Ideen, Meinungen und Ansätze möglichst kritisch betrachten. Überprüfen Sie meine Aussage in Ihrem Alltag. Meine Prognose lautet jedoch, dass Sie feststellen werden, dass Sie bei vielen Menschen mit Ihren externen Motivationskünsten schnell auf Granit beißen werden. Denn so gern ich es anders hätte:

Menschen verändern sich immer nur aus Gründen, die ihnen wichtig sind, und niemals aus denen, die wir gern hätten.

Bedeutet dies nun, dass jede Motivation immer eine Form von Selbstmotivation ist? Im Prinzip – Radio Eriwan lässt grüßen – ja: Wir können andere nicht motivieren, wenn diese es nicht wollen. Aber wenn wir verstanden haben, dass dies genau so ist, dann geht es am Ende des Tages eben doch.

In der Kurzform lautet die Lösung: Wenn wir andere Menschen motivieren wollen, sich geistig oder körperlich von Punkt A nach Punkt B zu bewegen, dann müssen wir ihre inneren Motive kennen und die Rahmenbedingungen schaffen, in denen diese so oft es geht getriggert, also ausgelöst oder angestoßen werden. Dies hört sich auf den ersten Blick leichter an, als es tatsächlich ist, denn es erfordert von uns als Motivator maximale Flexibilität und das Vorhandensein der folgenden drei Eigenschaften:

  • Echtes Interesse am Gegenüber.
  • Die Fähigkeit, ein guter Zuhörer zu sein.
  • Die Bereitschaft, die eigenen Motive zugunsten des gewünschten Resultats hintan zu stellen.

 

Je besser Sie die Werte, Bedürfnisse und Motive Ihrer Mitarbeiter, Kollegen und Kunden kennen, umso flexibler können Sie Ihre Art der Kommunikation ausrichten und sie somit entsprechend motivieren, sich zu verändern. Doch dabei gilt es eine wichtige Tatsache zu beachten.

Was motiviert Sie wirklich?

Intrinsische Motivation ist also der innere Antrieb, um körperlich oder geistig von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. Grundsätzlich betrachtet kann dies auf zwei Arten geschehen: entweder weil Punkt A für uns unerträglich geworden ist oder weil die Alternative B viel verlockender klingt. Wir verändern uns immer dann, wenn der Schmerz zu groß geworden ist oder wir von einem unbändigen Verlangen nach Wachstum, Glück und Freude angetrieben werden. Und genau deshalb bewegen wir uns entweder weg vom Problem oder hin zur Chance.

Das ist das Wesen einer jeden Veränderung. Entweder wir lassen uns von Chancen anziehen oder Probleme schieben uns an. Und auch wenn die Weg-von-Motivation immer eine stärkere Kraft hat, so benötigen wir langfristig immer Ziele, Träume und Visionen, auf die wir uns hinzubewegen. Doch ob wir nun eher den Schmerz vermeiden oder Freude erleben wollen: Ohne den passenden Antrieb gelingt es einfach nicht, anders zu denken, anders zu entscheiden oder anders zu handeln. Und das ist in der heutigen Zeit gleichbedeutend mit Stillstand, Stagnation und Rückschritt.

Motivation als Schlüssel für Erfolg in den Märkten von Morgen

Nur wer als Persönlichkeit wächst, sich weiterentwickelt und permanent dazulernt, wird in den Märkten von morgen erfolgreich bestehen können. Der Schlüssel hierzu ist die richtige Motivation. Diese ist jedoch niemals nur ein Selbstzweck, sondern immer die notwendige Grundlage für angestrebte Veränderungen. Ohne den richtigen Antrieb gibt es keine persönliche Entwicklung, wir wachsen nicht und werden als Unternehmen nicht besser. Und selbst wenn wir es schaffen, unsere Ziele anzugehen, ist noch lange nicht gesagt, dass wir auch bis zum Ende durchhalten.

Denn mit nichts anderem tun wir uns so schwer wie mit der nachhaltigen Umsetzung von Veränderungen. Die letzte Diät, die Anmeldung im Fitnessstudio und der wiederholte Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, lassen grüßen. Kurzfristige Erfolge sind überhaupt kein Problem. Von der richtigen Anfangseuphorie geleitet, schaffen wir es mühelos, uns auf den Weg zu machen. Doch schon bald ist man wieder im Alltagstrott gefangen und macht die ersten Ausnahmen – und ehe man sich versieht, haben die alten Gewohnheiten wieder die Oberhand gewonnen. Doch woran liegt das?

Wissen ist nur etwas wert, wenn es konsequent angewendet wird

In meinen Vorträgen bekomme ich oft die Frage „Was ist Motivation?“ gestellt. Ich antworte dann gerne mit einer Gegenfrage an mein Publikum: „Wer von Ihnen würde gern etwas mehr Sport treiben?“ Hier gehen so gut wie immer sämtliche Hände nach oben. Dann hake ich nach: „Wer würde sich gern auch von dem einen oder anderen Kilo Gewicht trennen?“ Auch hier beobachte ich regelmäßig eine fast hundertprozentige Quote an Meldungen.

Doch entscheidend ist die nächste Frage: „Wer von Ihnen weiß exakt, was er tun müsste, um genau das zu erreichen?“ An dieser Stelle geht meist ein Raunen durch den Saal, die ersten fühlen sich ertappt und schauen nach unten. Denn wahrscheinlich ahnen sie schon, was als Nächstes kommt: „Und wer von Ihnen setzt genau das jeden Tag um?“

Wenn ich an dieser Stelle ins Publikum schaue, dann sehe ich maximal noch zwei oder drei Hände in der Luft. Der Rest muss sich leider eingestehen, dass man, obwohl alle notwendigen Informationen vorliegen, die Veränderung leider nicht konsequent umsetzt. Und genau das ist das große Dilemma. Es liegt niemals an zu wenig Wissen. Es liegt immer daran, dass wir das vorhandene Wissen nicht konsequent anwenden. Es tut mir leid, wenn ich Ihnen da eine Illusion raube, aber es ist tatsächlich so.

Wenn Informationen, Wissen und Kenntnisse entscheidend für unsere Motivation zur Veränderung wären, dann würde jeder von uns einen Waschbrettbauch haben, den ganzen Tag Golf spielen und jeden Morgen voller Freude wie Dagobert Duck durch seine unzähligen Geldspeicher tauchen.

Motivation und Veränderung gehen Hand in Hand

Seit über 15 Jahren erforsche ich das Themengebiet der Persönlichkeitsentwicklung und studiere mit zunehmender Faszination, wie Menschen ticken, was sie antreibt und bewegt. Meine Haupterkenntnis lässt sich wunderbar in einem Satz zusammenfassen:

Jeder will Veränderung. Aber niemand will sich verändern.

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennen Sie nicht auch Menschen, die mit allem und jedem unzufrieden sind? Denen nichts so richtig passt und die am liebsten die Firma, die Gesellschaft und die ganze Welt von heute auf morgen ändern würden? Sie ahnen ja gar nicht, wie viele dieser Zeitgenossen ich kenne, die ganz genau wissen, was und wer sich um sie herum verändern müsste, nur damit sie so bleiben können, wie sie sind.

Eines der besten Beispiele für diese Einstellung war eine meiner Mitarbeiterinnen bei Karstadt, nennen wir sie Erika Riebesehl. Wenn ich die Dame morgens im Gang gefragt habe: „Und, Frau Riebesehl, wie geht’s Ihnen heute?“, kam meistens in einem weinerlichen und frustrierten Tonfall die Antwort: „Hach, noch acht Stunden, dann haben wir’s endlich wieder geschafft.“ Und Erika Riebesehl hatte zwei Standardsprüche auf Lager, für die sie bekannt war. Wenn es irgendwo ein Problem gab, dann sagte sie grundsätzlich:

„Da müsste dringend jemand etwas tun.“ Und wenn Sie dann nachgehakt hätten: „Ja, aber warum tun Sie denn nichts?“, dann kam Standardspruch Nummer zwei zum Einsatz: „Wer, ich? Also bitte, Herr Grzeskowitz, ich kann auch nicht mehr als arbeiten. Das sollen mal schön die anderen machen.“ Wir alle kennen die Erika Riebesehls dieser Welt, nicht wahr? Aber wenn alle darauf warten, dass andere schon etwas tun werden, dann passiert nie etwas.

Ein einziger Mensch kann einen riesigen Unterschied machen

Doch zum Glück gilt auch das Gegenteil. Ein einzelner Mensch kann einen riesigen Unterschied machen, wenn wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Für unser Denken. Für unser Handeln. Für unser Leben. Dazu bedarf es nur einer konsequenten Entscheidung. Wir können entweder ein Changemaker sein, der den immer intensiver werdenden Wandel aktiv gestaltet, oder aber ein Spielball der äußeren Umstände. Und ich bin mir sehr bewusst, dass ich auf nichts anderes in meinen Büchern so häufig hinweise wie auf die Wichtigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Doch es scheint immer noch nicht genug zu sein.

Gerade heute habe ich eine Rezension zu meinem Buch Mach es einfach! Warum wir keine Erlaubnis brauchen, um unser Leben zu verändern gelesen, in dem der oder die Rezensentin sinngemäß Folgendes geschrieben hat: „Ganz allgemein war das Buch gut. Leider ist die Motivation nur eine Woche geblieben. Wahrscheinlich muss man es noch ein weiteres Mal lesen.“ In dem Moment musste ich an einen weiteren tollen Satz des großen Zig Ziglar denken, der einmal gesagt hat: „Wir hören oft, dass Motivation nicht dauerhaft ist. Aber das Gleiche gilt für das Duschen.

Und genau deshalb empfehlen wir es täglich.“ Ob wir es nun gut finden oder nicht: Es sind immer wir selbst, die für die Umsetzung unserer Vorhaben verantwortlich sind. Nicht unser Chef, nicht unsere Familie und auch nicht der Autor eines Blogartikels. Die alles entscheidende Frage lautet daher: Sind Sie bereit, Ihre Motivation zur Chefsache zu erklären? Wenn ja, dann haben Sie auch Ihre Antwort auf die Frage „Was ist Motivation“ gefunden.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Veränderung erfolgreich gestalten – Definition und Methoden

Veränderung erfolgreich gestalten. Wer will das in der aktuelle Zeit nicht? Statt Veränderung können Sie übrigens auch gerne Wandel, Transformation oder neudeutsch Change sagen. Welchen Begriff Sie auch immer bevorzugen, wenn Sie den Stillstand im Leben vermeiden wollen, dann kommen Sie nicht daran vorbei, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Und damit wir eines gleich zu Beginn dieses Artikels klarstellen, egal ob im persönlichen Alltag oder im Job, erfolgreiche Veränderung ist niemals eine Frage des Alters oder der Rahmenbedingungen.

Definition Veränderung – Was bedeutet eigentlich Veränderung?

Erfolgreiche Veränderung kann definiert werden, als der Wechsel von einem alten Zustand in einen neuen. Der Antrieb für diesen Wechsel kann dabei entweder einer intrinsischen Motivation oder einem externen Stimulus entspringen. Vor allem aber ist Veränderung das Ergebnis einer inneren Haltung. Der unbedingten Bereitschaft, ins Machen zu kommen. Niemals passiv abzuwarten, sondern aktiv die eigene Zukunft zu gestalten.

Damit meine ich übrigens nicht die zurzeit weitverbreitete Mode, nach dem Prinzip zu handeln: Hauptsache ich bin anders, deshalb verändere ich einfach irgendetwas. Nein, um Veränderung erfolgreich gestalten zu können, sollte sie immer einen Sinn haben. Sie sollte zielgerichtet sein. Sie sollte das Bewährte aus der Vergangenheit wertschätzen und mit neuen Ideen kombinieren. Denn genau auf diese Art und Weise gelingt wirklich nachhaltige Transformation.

Veränderungen im Leben: Das Salz in der Suppe

Denken Sie nur einmal an Ihr eigenes Leben. Wie häufig waren Sie schon in Situationen, in denen sich von einem Moment auf den anderen plötzlich alles geändert hat? Der Wandel wird immer schneller und der Umgang mit Change ist die Schlüsselqualifikation Nummer eins, wenn es um die Karriere und die persönliche Lebensqualität geht. Wer in diesen Zeiten über die Fähigkeit verfügt, Veränderung erfolgreich gestalten zu können, der besitzt einen riesigen Vorsprung.

Doch während die einen schon bei der kleinsten Herausforderung aufgeben, handeln die anderen nach dem berühmten Zitat von Muhammad Ali, der einmal sagte: “Unmöglich ist nur ein großes Wort, das von kleinen Menschen erfunden wurde. Diese Menschen finden es leichter, sich mit dem Mittelmaß abzufinden, statt ihre Potenziale zu aktivieren, mit denen sie etwas ändern könnten. Unmöglich ist niemals Fakt. Es ist eine Meinung. Unmöglich ist keine Feststellung. Es ist eine Herausforderung. Unmöglich ist Potenzial. Unmöglich ist nur zeitweise. Unmöglich ist Nichts!

Wie geht es Ihnen, wenn Sie dieses Zitat lesen? Müssen Sie an die zahlreichen Motivationsgurus denken, die dem brodelnden Saal in der Dortmunder Westfalenhalle unter frenetischem Jubel versprechen, jeder könne wirklich alles erreichen, man müsse es sich nur stark genug wünschen? Oder wandern Ihre Gedanken zu Hermann Hesse, der in seiner unverwechselbaren Art und Weise darauf hinwies, dass wir erst dadurch, dass wir das Unmögliche versuchen, eine Chance haben, das Mögliche zu erreichen?

Wenn ich in diesem Artikel davon spreche, das Unmögliche zu versuchen, dann meine ich damit auf keinen Fall die Dinge, die tatsächlich nicht möglich sind. Ich meine vielmehr all die Vorhaben, die als unmöglich bezeichnet werden, weil man sie sich nicht vorstellen kann oder einfach noch nicht den Mut hatte, sie auszuprobieren. Aber ganz gleich, wie Ihre Reaktion auf das Zitat von Muhammad Ali nun aussieht, sie zeigt Ihnen anschaulich ein wichtiges Prinzip der Veränderung.

Jedes Ereignis, jede Situation und auch jedes Wort ist erst einmal neutral. Erst Ihre ganz persönliche Bewertung macht es dann zu einer positiven oder zu einer negativen Erfahrung. Ihr Change Mindset bestimmt Ihre Ergebnisse im Leben. Erfolgreiche Veränderung passiert niemals »da draußen«, sondern immer »da oben« in unserem Kopf.

Das Leben ist Veränderung. 

”Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii, ging nie durch San Francisco in zerrissenen Jeans.” Diese Textzeile aus dem Welthit von Udo Jürgens beschreibt für mich wie kein anderes Lied die Sehnsucht vieler Menschen, etwas Besonderes aus ihrem Leben zu machen. Auch wenn wir im Alltag manchmal das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren, und von Termin zu Termin hetzen, tief in uns drin werden wir alle von dem großen Traum angetrieben, ein Leben mit Bedeutung zu führen. Würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass jeder Mensch erfolgreich, glücklich, gesund und zufrieden sein will? Die Wege dorthin sind dann natürlich sehr individuell.

Manche wollen Karriere machen und andere hätten gerne eine möglichst große Familie. Die einen wünschen sich eine harmonische Beziehung, während andere die finanzielle Unabhängigkeit anstreben. Einige träumen davon, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, während für andere die größte Erfüllung darin bestehen würde, auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt zu reisen. Doch so unterschiedlich wir alle sind, so sehr eint uns der Wunsch nach Wachstum und persönlicher Entwicklung. Wir wollen unsere Ängste überwinden, und Dinge erreichen, von denen wir träumen. Aber was auch immer Ihr größter Antrieb im Leben ist, ohne Veränderung geht es einfach nicht.

Mut zur Veränderung statt Angst vor dem Unbekannten

Da sollte man doch meinen, dass wir alle nichts lieber tun würden, als Veränderung erfolgreich gestalten zu wollen, oder? Aber Sie wissen aus Ihrem eigenen Umfeld, dass diese Aussage falscher nicht sein könnte. Eine Sache stelle ich nämlich täglich fest: Die meisten Menschen haben einfach keine Lust mehr auf Veränderungen. Weil die Taktung so stark zugenommen hat. Kaum ist die eine Veränderung abgeschlossen, schon steht die nächste vor der Tür. Manche Menschen hassen Veränderung sogar regelrecht. Sie mussten schon durch so viele Veränderungsprozesse gehen, dass sie sich lieber mit dem Mittelmaß arrangieren, als noch einen weiteren Change anstoßen zu müssen.

Doch woran liegt das? Warum tun sich viele Menschen so ungeheuer schwer damit, sich zu verändern? Ich glaube, es liegt vor allem an einer Sache: Der Versuch, Veränderung erfolgreich gestalten zu wollen, kann hart sein und wehtun. Weil es an der gewohnten Bequemlichkeit rüttelt und oftmals die eigenen Meinungen, Vorurteile und Überzeugungen in Frage stellt. Haben Sie schon einmal einen dieser typischen Badeurlaube gemacht? Ich war im letzten Herbst in einem schönen Hotel auf Mallorca.

Am ersten Tag wollte ich morgens um sieben Uhr den Pool ausprobieren (ja, ich bin Frühaufsteher). Doch es waren keine Liegen mehr frei. Und das, obwohl sich sämtliche Gäste noch nicht einmal im Speisesaal beim Frühstück befanden. Stattdessen folgendes Bild: Die erste Liege war mit einem Handtuch belegt. Die zweite Liege war mit einem Handtuch belegt. Und Sie ahnen es sicher schon, auch die dritte Liege war mit einem Handtuch belegt. Aber wie durch ein Wunder war ein Stückchen weiter tatsächlich noch eine Liege frei. Der Platz war wirklich super. Direkt am Pool unter einem Sonnenschirm.

Doch gerade, als ich meine Tasche ablegen wollte, kam ein Mann auf mich zugelaufen und winkte mit beiden Armen. Ein deutscher Tourist wie aus dem Bilderbuch. Bekleidet mit karierten Bermudashorts, weißen Tennissocken und braunen Sandalen. Völlig außer Atem sagte er: ”Entschuldigung, aber da können Sie nicht liegen.” Ich war verwundert und fragte: ”Wieso das denn nicht?” Woraufhin er antwortete: ”Das ist meine Liege, ich hab es heute Morgen nur nicht rechtzeitig geschafft, sie zu reservieren.”

In dem Moment ist mir wieder einmal sehr bewusst geworden: Der Mensch ist und bleibt nun mal ein Gewohnheitstier. Er braucht die Sicherheit von bekannten Ideen, Meinungen und Abläufen. Jede Veränderung bringt diese Sicherheit des Bekannten durcheinander und befördert die Unsicherheit des Neuen an die Oberfläche. Das ist es, was vielen Menschen so ein mulmiges Gefühl bereitet. Die Angst vor dem Unbekannten. Die Angst vorm Scheitern. Und öfter, als Sie vielleicht denken, sogar die Angst vor dem eigenen Erfolg.

Veränderung erfolgreich gestalten: Es gibt zwei Arten von Change

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Veränderungen. Da sind zum einen diejenigen, die Sie selbst wählen und von sich aus freiwillig anstoßen. Die sind meistens relativ einfach und es fällt Ihnen mehr oder weniger leicht, sie umzusetzen. Doch es gibt auch die andere Sorte von Veränderungen. Die unerwarteten. Die unangenehmen. Diejenigen, bei denen auf einmal Ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Ein paar Beispiele gefällig? Einschneidende Ereignisse im Job, gesundheitliche Probleme, das Ende einer Beziehung oder das Platzen eines Traums. Ich spreche von solchen Erfahrungen, an denen Sie richtig zu knabbern haben, und bei denen Sie im ersten Moment denken, dass Sie es niemals schaffen werden.

Wenn Sie mit dieser Art von Veränderung konfrontiert werden, stehen Sie vor einer fundamentalen Entscheidung. Fühlen Sie sich als Opfer der äußeren Umstände oder wählen Sie eine andere Einstellung, um auch aus den größten Herausforderungen das Beste zu machen? Die Rahmenbedingungen können Sie sich nicht immer aussuchen. Aber über Ihre Einstellung für den Umgang mit dem Change bestimmen ausschließlich sie. Niemand anders.

Warum fällt uns Veränderung so schwer?

Und die äußeren Umstände werden ja nicht einfacher. Was gestern noch Standard war, kann heute schon längst überholt sein. Die Wirtschaft hangelt sich von einer Krise zur nächsten, die technische Entwicklung ist kaum noch zu überblicken und eine generelle Unsicherheit begleitet nicht erst seit der Corona Pandemie unser Leben. Denken Sie nur einmal zwanzig Jahre zurück und führen Sie sich vor Augen, was sich seitdem alles getan hat.

Kommt es Ihnen auch wie eine gefühlte Ewigkeit vor? Im Jahr 2002 gab noch kein iPhone, der Euro löste gerade die D-Mark ab und beim Wort “Rettungsschirm” dachte man an schlechtes Wetter und nicht an die drohende Pleite ganzer Staaten. In den letzten zwanzig Jahren hat sich mehr verändert als in den tausend Jahren davor. Und man muss wahrhaftig kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es mindestens in der gleichen Geschwindigkeit weitergehen wird.

In so gut wie jedem Gespräch, das ich heutzutage mit Solopreneuren, Führungskräften oder Managern führe, höre ich eine Variation der folgenden Aussage: ”Herr Grzeskowitz, es ist so, unser Unternehmen steht vor einem großen Veränderungsprozess. Können Sie uns da unterstützen?” Die Firmenlenker mit Weitblick haben nämlich längst erkannt, dass die Strategien der vergangenen Jahre nicht die Lösung für die Herausforderungen der Zukunft sein können.

Doch während die erfolgreichen Unternehmen längst die Weichen neu gestellt haben, sieht sich auch der Rest mit immer massiver auftretenden Veränderungen konfrontiert. Die Reaktionen auf die sich drastisch verändernden Rahmenbedingungen sind vielfältig: die Einführung neuer Technologien, Investitionen in zukunftssichernde Innovationen, strategische Umstrukturierungen oder drastischer Personalabbau (der leider so gut wie immer die letzte verzweifelte Maßnahme ist, wenn man es versäumt hat, rechtzeitig auf die anstehenden Veränderungen zu reagieren).

Veränderung erfolgreich gestalten

Was für die Wirtschaft gilt, hat natürlich auch im täglichen Leben seine Gültigkeit. Auch unser Alltag wird von den unterschiedlichsten Veränderungen bestimmt und begleitet. Manche davon sind absehbar, andere tauchen aus heiterem Himmel auf. Einige Veränderungen sind so wunderschön, dass wir am liebsten den ganzen Tag Goethe zitieren und dem Universum zurufen wollen: ”Augenblick, verweile doch! Du bist so schön.“

Wer von Ihnen schon mal ein neugeborenes Baby im Arm hatte, frisch verliebt war oder unterm Sternenhimmel am Strand von Miami Beach eine Flasche Rotwein getrunken hat, der weiß, wovon ich spreche. Doch so schön diese Momente sind, genauso häufig werden wir von Veränderungen beeinflusst, die uns in Form von Schicksalsschlägen treffen, bei denen wir häufig das Gefühl haben, ohnmächtig der Willkür des Zufalls ausgesetzt zu sein.

Wenn Sie genau hinschauen, gibt es kaum noch einen Lebensbereich, der nicht von massiven Veränderungen betroffen ist. Wie sieht es bei Ihnen aus, mit welchen Herausforderungen sind Sie aktuell in Ihrem beruflichen und privaten Leben konfrontiert? Ob Sie es nun gut finden oder nicht, Change ist überall. Alles ändert sich permanent und ständig. Ich kenne wirklich niemanden, der in den letzten Monaten nicht in irgendeiner Form vom immer schneller werdenden Wandel betroffen war.

Machen Sie sich bitte eines immer wieder klar: Von einer Sekunde auf die andere kann auf einmal alles anders sein. So anders, dass Sie das Gefühl haben, Ihr Leben würde plötzlich auf dem Kopf stehen. Babys werden geboren, verliebte Paare heiraten und gute Freunde erfüllen sich den lange gehegten Lebenstraum. Aber ich bin mir sicher, dass Sie auch die harte Seite der Veränderung aus Ihrem persönlichen Umfeld kennen. Ein geliebter Mensch stirbt, jemand verliert über Nacht seinen Job und steht plötzlich auf der Straße. Oder das Schicksal schwingt brutal seine Keule und erinnert einen in Form eines Herzinfarktes auf dem Golfplatz daran, die Prioritäten im Leben doch dringend einmal zu überdenken.

Verändern oder verändert werden: Change or Die!

Wie Sie mit all diesen Facetten von Change umgehen, bestimmt nicht nur Ihre gesamte Lebensqualität, sondern auch in entscheidendem Maße Ihre Persönlichkeit. Aber warum fallen diese Herausforderungen einigen Menschen scheinbar besonders leicht, während viele andere schon nach kurzer Zeit wieder in alte Muster zurückfallen? Weil es einige wenige gibt, die Veränderung einfach machen. Und dann gibt es den großen Rest, der lieber kompliziert denkt und in der eigenen Bequemlichkeit verharrt.

Doch echte Veränderung findet eben nur dann statt, wenn Sie die gewohnten Bahnen verlassen, und den Mut haben, neue Gedanken zu denken, neue Ideen auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Genau das fällt vielen Menschen so schwer, weil sich Veränderung zwar theoretisch sehr leicht anhört, die praktische Umsetzung jedoch auf einem ganz anderen Blatt steht. Und weil das eben so ist, handeln viele auch erst dann, wenn der Leidensdruck so hoch ist, dass sie gar nicht mehr anders können. Weil sie dann auf einmal müssen. Und es gibt sogar Beispiele, in denen selbst die größte Warnung des Schicksals nicht ausreicht, um zu einer Veränderung zu motivieren.

Ich werde nie vergessen, wie dem Vater eines Bekannten von mir eines Tages ein Teil der Lunge entfernt werden musste. Jahrelang hatte er den Rat, das Rauchen einzustellen, ignoriert. Nach der riskanten Operation führte der behandelnde Arzt ein eindringliches Gespräch mit seinem Patienten. Er sagte: ”Sie rauchen zwei bis drei Schachteln Zigaretten am Tag. Mit ganz viel Glück konnten wir den größten Teil Ihrer Lunge noch retten. Doch Sie müssen jetzt handeln. Ihre Atemwege sind extrem angegriffen und auch das Raucherbein schon weit fortgeschritten. Jede weitere Zigarette birgt die Gefahr, dass Ihre Lunge irreparabel geschädigt wird.”

Der Vater meines Bekannten hörte dem Arzt ruhig zu und verstand die Eindringlichkeit der Worte. Er hatte begriffen, dass es sich bei der Warnung nicht um den so beliebten drohenden Zeigefinger eines Arztes handelte, sondern dass es um Leben und Tod ging. Doch was tat er als Allererstes, als er die Klinik verließ? Sie ahnen es schon, er zündete sich eine Zigarette an und rauchte sie, unterbrochen von gelegentlichen Hustenanfällen, bis zum Ende auf. Rationale Einsicht ist das eine, doch echte Veränderung findet eben immer auch auf einer tieferen, unterbewussten Ebene statt.

Exponentielle Veränderung

Das Change Mindset macht den Unterschied

Der erfolgreiche Umgang mit Veränderungen jeglicher Art ist daher auch keine Technik oder etwas, das Sie mal schnell nebenbei lernen können, sondern viel mehr. Er ist eine Lebensphilosophie, die auf einfachen Prinzipien, mutigen Ideen und einer ausgeprägten Umsetzungskompetenz basiert.

Entgegen weitläufiger Meinungen hat Veränderung niemals etwas mit den äußeren Umständen oder Startvoraussetzungen zu tun (Auch wenn es viele Menschen durch von Geburt an existierende Privilegien natürlich wesentlich einfacher haben. Doch das ist wieder ein ganz anderes Thema). Nein, ganz im Gegenteil. Gerade wenn Ihnen der Wind des Wandels wieder einmal mit voller Kraft ins Gesicht bläst, haben Sie die große Gelegenheit, dem Schicksal zu zeigen, dass Sie es mit Ihren Zielen und Träumen wirklich ernst meinen.

Veränderung ist daher vor allem ein ganz besonderes Change Mindset, das es möglich macht, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen. Es ist die Attitüde, die darin besteht, das komplizierte Denken zu beenden und Veränderung einfach zu machen.

Veränderung ist einfach, aber niemals leicht

Hier allerdings ein wichtiger Hinweis: Auch wenn sich das Wort einfach wie ein roter Faden durch diesen Artikel zieht, behaupte ich nicht, dass Veränderung leicht ist. Nichts liegt mir ferner. Das Leben kann ganz schön hart sein. Es beinhaltet Risiken, Unsicherheit und die Angst vor dem Unbekannten. Jeder, der Ihnen einreden will, dass es leichte Wege geben würde, sagt Ihnen entweder nicht die Wahrheit oder hat noch keine echten Probleme oder einen großen Change meistern müssen.

Einfach bedeutet hier: Wenn die Veränderung ihren ganzen Zauber entfaltet, dann tut sie das niemals auf komplizierten Wegen, sondern immer mit simplen und nicht komplizierten Mitteln. Ich behaupte übrigens nicht, dass ich das Rad in Bezug auf Change neu erfunden habe. Alles Wissen zum Thema Change ist mehr oder weniger bekannt. Aber schauen Sie sich um. Wer nutzt die einfachen Methoden und Wege? So gut wie niemand. Stattdessen wird gejammert, wie schwer man es doch hat, und darauf gewartet, dass irgendwann das große Geheimnis gelüftet wird, wie man erfolgreich mit Veränderung umgehen kann.

Das werden Sie von mir genau jedoch genau so wenig bekommen wie irgendwelche Versprechungen, dass es eine lang verschollene Methode geben würde, mit der Sie ohne jeglichen Einsatz, ohne harte Arbeit und ohne Durchhaltevermögen erfolgreich werden könnten. Stattdessen möchte ich Sie mit diesem Artikel an ein paar wichtige Prinzipien erinnern, die wir alle gut kennen, aber in der Hektik des Alltags häufig vergessen.

Veränderung hat kein Anfang und Ende mehr – Es ist ein permanenter Dauerzustand

Wenn Sie Veränderung erfolgreich gestalten wollen, dann möchte ich Sie daran erinnern, dass Change nichts ist, womit Sie eines Tages beginnen und irgendwann wieder aufhören. Nein, Veränderung ist eine innere Haltung, die es jeden Tag neu auszurichten gilt. Dafür erhalten Sie von mir hier auf dem Blog, in meinen Büchern und natürlich auch in meinen Keynote Speeches einfache, aber wirkungsvolle Impulse, die bei konsequenter Anwendung zu entsprechenden Ergebnissen führen.

Was neu daran ist, ist meine Sicht der Dinge. Ja, meine Ideen und Methoden sind stark durch meine Meinung geprägt. Sie bekommen sämtliche Prinzipien, alle Impulse und auch die konkreten Werkzeuge auf eine Art und Weise aufbereitet, die durch den Filter meiner eigenen Erfahrungen, meiner zwanzigjährigen Forschung des menschlichen Verhaltens und meines Blickwinkels gegangen ist.

Ich behaupte übrigens nicht, einen Weg gefunden zu haben, der Probleme jeglicher Größe mit einem Fingerschnippen in Luft auflöst. Aber ich habe einen Weg gefunden, mit dem Veränderung gelingt. Und zwar nachhaltig. Einen Weg, der keine Abkürzungen oder Wunderdinge verspricht, dafür aber zum Ziel führt. Vor allem aber ist es mein Weg. Ich bin ihn selbst gegangen. Veränderung ist nämlich der rote Faden meines Lebens. Daher ist dieses Thema auch eine echte Herzensangelegenheit für mich. Es ist das Resultat meiner Erfahrungen als Geschäftsführer im Einzelhandel, als Veränderungscoach für spannende und facettenreiche Menschen sowie als Vortragsredner, der Unternehmen aller Branchen durch kleine und große Veränderungen begleitet.

Change als roter Faden des Lebens

Zum Ende dieses Artikels möchte ich Sie etwas fragen: Glauben Sie an Zufälle? Oder anders gefragt, gab es Ereignisse in Ihrem Leben, wo Sie ganz einfach gespürt haben, dass Sie sich an einem Wendepunkt befunden haben? Ich hatte ein solches »Zufallserlebnis« an einem ganz normalen Mittwochnachmittag im Jahre 2006. Ich leitete zu dieser Zeit ein Warenhaus in Berlin und führte täglich die unterschiedlichsten Gespräche mit Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern.

Und eines Tages sagte eine meiner Mitarbeiterinnen nach einer vermeintlich alltäglichen Unterhaltung einen Satz zu mir, der die wohl größte Veränderung in meinem Leben anstoßen sollte: ”Herr Grzeskowitz, ich weiß nicht genau, wie Sie es machen, aber Sie haben eine besondere Gabe, das Potenzial von Menschen zu erkennen und zu entfalten.”

Nun müssen Sie wissen, dass ich mich selbst nicht für besonders gut in solchen Dingen halte. Deshalb fühlte ich mich anfangs auch nur sehr geschmeichelt. Doch mehr und mehr sagte mir mein Bauchgefühl, dass an der Aussage möglicherweise etwas dran sein könnte. Und so stellte ich mir die entscheidende Frage: ”Was wäre wenn …?”

Der Umgang mit Veränderungen als Schlüsselkompetenz der Zukunft

Seitdem treibt mich die Überlegung an, wie man das riesige Potenzial entfalten kann, das in den Köpfen und Herzen der Menschen steckt. An welchem Punkt in Ihrem Leben Sie sich auch befinden, in Ihnen schlummert ein großes inneres Feuer, das nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert und dort als lodernde Flamme sichtbar zu werden. Und eines habe ich schnell erkannt:

Der Schlüssel, um das volle Potenzial in allen Lebensbereichen ausschöpfen zu können, ist der Umgang mit Veränderung. Daraus haben sich für mich mehrere Fragen ergeben:

  • Was ist das Wesen der Veränderung und wie setzt man sie bestmöglich um?
  • Wie schafft man es, Change nicht als Bedrohung anzusehen, sondern als einmalige Chance, die großen und kleinen Träume zu leben?
  • Warum sind für manche Menschen schon die kleinsten Veränderungen ein riesiger Kampf, während andere auch für die komplexesten Probleme einfache Lösungen finden, und es immer wieder schaffen, dem Schicksal einen Schritt voraus zu sein?
  • Und die vielleicht wichtigste Frage von allen: Warum jammern die einen permanent, wie schwer sie es doch haben, während die anderen ein erfülltes und erfolgreiches Leben führen?

Veränderung einfach machen

Die Antwort klingt verblüffend einfach. Es ist eine simple Entscheidung: ob Sie lieber kompliziert denken oder Veränderung einfach machen. Und ich hoffe sehr, dass Sie in diesem Artikel die eine oder andere Idee für den Ausbau der alles entscheidenden Umsetzungskompetenz erhalten haben, mit der Sie auch in schweren Zeiten Probleme lösen und Ihre Träume in die Tat umsetzen können. Die Betonung liegt hier ganz klar auf dem Wort »Tat«. Denn letzten Endes kommt es darauf an, was Sie tun, wie Sie handeln und was Sie machen werden.

Das ist nämlich der große Unterschied, wenn Sie Veränderung erfolgreich gestalten wollen. Während die einen kompliziert denken, machen es die anderen einfach. Und es gibt eine gute Nachricht: Die konkrete Umsetzung von Veränderung kann erlernt und trainiert werden, wie jede andere Fähigkeit auch. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann lassen Sie uns sprechen.

Schließen möchte ich mit einem Gedanken, den ich schon zu Beginn geäußert habe:

Veränderung wird einfach, wenn Sie Veränderung einfach machen.

Und zwar im doppelten Sinn des Satzes.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

CHANGE MANAGEMENT – SO GEHT VERÄNDERUNG IN DER ZUKUNFT

Change Management. Zu Deutsch Veränderungsmanagement. Wohl kein anderes Wort wird aktuell in Unternehmen und Organisationen häufiger verwendet. Kein Wunder. Schließlich ist der Wandel omnipräsent. Als Keynote Speaker zum Thema Change Management habe ich das große Privileg mit Unternehmen unterschiedlichster Größen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenarbeiten zu dürfen. Und ich kenn nicht ein einziges, dass nicht in irgendeiner Form von Veränderungen betroffen ist, teilweise sogar in sehr massiver Form.

Change Management: Warum sind Veränderungen schon lange nicht mehr „nice to have“?

Doch wenn wir uns über Change Management unterhalten, dann müssen wir zu Beginn gleich eines feststellen: Die Veränderung selber hat sich massiv verändert. Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen es alle paar Jahre einen Change Prozess gab (der mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt wurde), bevor man es sich dann wieder im neuen Status Quo gemütlich gemacht hat.

Heute leben wir in einer von Komplexität, Unsicherheit und einer immer größer werdenden Intensität geprägten Zeit, die u.a. durch folgende Faktoren bestimmt wird:

  • Globalisierung
  • Digitalisierung
  • Generationenwandel (Unterschiedliche Werte, Erwartungen, Lebensentwürfe)
  • Radikal verändertes Konsumentenverhalten
  • Wandel von Märkten
  • Krisen sämtlicher Art (Kriege, soziale Unruhen, Pandemien wie COVID-19 etc.)
  • Politische Entscheidungen (Regulierungen, Mindestlohn, Gesetze, Verbote etc.)
  • Technischer Fortschritt (Künstliche Intelligenz, Robotics, Machine Learning, Virtual Reality etc.)

Nur, wer auf diese Entwicklung mit mutigen Entscheidungen reagiert, wird auch in der Zukunft noch relevant sein. Und daraus folgt: Aktives Change Management ist schon lange nicht mehr „nice to have“, sondern ein messbarer Wettbewerbsvorteil. Oder noch mehr auf den Punkt gebracht: Es gilt verändern oder verändert werden. Change or Die.

Definition Change Management

Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir uns daher anschauen, was Change Management, bzw. Veränderungsmanagement überhaupt ist. Das Onlinelexikon Wikipedia definiert den Begriff wie folgt:

Change Management umfasst […] alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen.

Dies klingt natürlich ziemlich holprig, daher möchte ich gerne meine ganz persönliche Definition ebenfalls mit Dir teilen:

Change Management ist die nachhaltige Antizipation, Planung und Steuerung von sinnvollen Veränderungsprozessen in einer Organisation. Modernes Change Management fokussiert sich zu gleichen Teilen auf die Planung, Steurung und Kontrolle von Prozessen, Methoden und Instrumenten, sowie auf das Einbeziehen, Empowern und Führen der beteiligten Menschen, die der entscheidende – weil wichtigste – Erfolgsfaktor für nachhaltige Veränderungen sind.

Aus dieser Definition wird deutlich, warum ich betont habe, dass sich die Veränderung selber verändert hat. Denn auch wenn Prozesse und Methoden natürlich immer noch wichtig sind, so kommt es am Ende des Tages immer auf den wichtigsten Erfolgsfaktor von allen an: Die Menschen.

Change Management Methoden im Überblick

Was unterscheidet erfolgreiches Change Management von den Vorhaben, die am Ende scheitern? Ich habe ein Modell entwickelt, das meine Forschung der letzten zwanzig Jahre mit meiner praktischen Arbeit in den unterschiedlichsten Unternehmen auf der ganzen Welt kombiniert. Doch bevor ich Dir mein Modell der Change Competence vorstelle, möchte ich Dir die bekanntesten Konzepte der wichtigsten Changeforscher vorstellen: Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin, das 8-Stufen-Modell von John P. Kotter, die Change Kurve von Elisabeth Kübler-Ross und das ADKAR Modell von Jeff Hiatt.

Auch wenn die Modelle aus unterschiedlichen Zeiten stammen und alle unterschiedliche Ansätze haben, wirst Du schnell feststellen, dass bestimmte „Zutaten“ immer wieder auftauchen. Kein Wunder, denn unter dem Strich ist erfolgreiche Veränderung kein Hexenwerk. Es geht darum, alte Muster, Strategien und Verhaltensweisen loszulassen, und durch neue, innovative Alternativen zu ersetzen.

Doch was sich so einfach anhört, ist es in der Praxis tatsächlich nicht, denn neben allen rationalen und intellektuellen Faktoren spielt vor allem die Psychologie der Menschen eine entscheidende Rolle. Und die ist eben manchmal unberechenbar, was die Notwendigkeit von klaren Rahmenbedingungen und Modellen um so wichtiger macht.

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Change Management nach Lewin: Das 3 Phasen Modell 

Bereits im Jahr 1947 veröffentlichte der Sozialforscher Kurt Lewin sein 3-Phasen-Modell, mit dem er versuchte, Veränderungsprozesse in Gruppen und Organisationen zu erklären. Change Management nach Lewin verläuft dabei in drei Phasen, nämlich:

Phase 1: Unfreeze (Auftauen)

In dieser Phase geht es um die Vorbereitung einer Veränderung. Dies erfolgt durch eine ausführliche Analyse, Kommunikation der Vorhaben, Einbeziehung der Betroffenen und Diskussion der Maßnahmen. Durch die Summe dieser Faktoren kommt es zu einem erhöhten Veränderungsbewusstsein und generell zu mehr Lust und Motivation auf die Umsetzung.

Phase 2: Change (Verändern)

In Phase zwei wird der Status Quo aktiv verlassen, Lösungen ermittelt, verschiedene Alternativen ausprobiert und konkrete Änderungen durchgeführt. Um nachhaltige Ergebnisse sicherzustellen, werden von den Verantwortlichen neue Standards etabliert, sowie die Prozesse durch regelmäßiges Training und Controlling überwacht.

Phase 3: Refreeze (Wiederholtes Einfrieren)

Unter Phase drei versteht Kurt Lewin die Umgehwöhnung an den neuen Status Quo und die neuen Verhaltensweisen. Um nicht in alte Muster zurückzufallen wird hier viel Wert auf Feedback, Kommunikation, Training und Support gelegt. Zusätzlich werden die Prozesse so lange überwacht und angepasst, bis es zu einer dauerhaften Veränderung gekommen ist.

Change Management nach John P. Kotter: Das 8 Stufen Modell

Im Jahr 1996 veröffentlichte der amerikanische Professor John Paul Kotter weltbekanntes Buch Leading Change, in dem sich sein 8-Stufen-Modell eines Veränderungsprozesses befand. Es basiert auf seinem 1995 im Harvard Business Review erschienen Artikel „Leading Change – Why Transformation Efforts Fail“ und unternimmt den Versuch, Organisationen mit einem Modell auszustatten, dass die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Veränderungsmanagement erhöht. John Kotter formuliert den Veränderungsprozess dabei in 8 Stufen, der – je nach Tiefe und Umfang der Veränderung – mehrere Monate bis Jahre dauern kann.

Stufe 1: Dringlichkeit erzeigen (Create a Sense of Urgency)

Jede Veränderung benötigt ein entsprechendes Bewusstsein bei den Führungskräften und Mitarbeitenden. In dieser Stufe geht es um das Aufzeigen der Notwendigkeit der Veränderung, eine realistische Markt- und Wettbewerbsanalyse, sowie das Aufzeigen von Chancen und Risiken.

Stufe 2: Aufbau einer Führungskoalition (Build a guiding Coalition)

In Stufe zwei wird ein Team gebildet, das für die Umsetzung der Veränderung verantwortlich ist. Dieses soll laut Kotter repräsentativ für die Organisation sein, über ausreichend Kompetenz, Vertrauen und Expertise verfügen, um möglichen Herausforderungen bestmöglich gewappnet zu sein.

Stufe 3: Entwicklung einer Vision und Strategie (Develop a Vision and Strategy)

In Stufe drei wird bestimmt, wie die Vision und das langfristige Ziel der Veränderung aussehen sollen, damit von Vorneherein klar ist, in welche Richtung es geht. Die Vision sollte vorstellbar, realistisch, ausreichend spezifisch, aber ebenso flexibel sein und die Interessen möglichst aller Stakeholder abbilden. Aus der Vision wird dann die Strategie entwickelt.

Stufe 4: Kommunizieren der Veränderungsvision (Communicate the Change Vision)

Für die Akzeptanz der Vision ist die Kommunikation entscheidend, diese sollte daher so einfach, bildlich und klar wie möglich über verschiedenste Kanäle an alle Mitarbeitenden verbreitet werden, so dass diese sich mit dem langfristigen Ziel der Veränderung identifizieren können.

Stufe 5: Mitarbeitende befähigen und breites Handeln ermöglichen (Empower broad-based action)

Was hindert die Mitarbeitenden, die geplanten Veränderungen umzusetzen? Dieser Frage widmet sich Stufe fünf, in der es darum geht, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um aktives Handeln zu ermöglichen. Hierbei kann es sich um bestehende Strukturen, mangelnde Fähigkeiten oder veränderungsresistente Vorgesetzte handeln.

Stufe 6: Kurzfristige und sichtbare Erfolge erzielen (Generate short-term wins)

Da Veränderungsprozesse sehr lange dauern können, ist es entscheidend, schnelle und sichtbare Erfolge zu erzielen, um die Glaubwürdigkeit des Veränderungsprozesses zu erhöhen. Gleichsam dienen die Short-Term-Wins als Feedback und Belohnung für den gezeigten Einsatz und können dadurch die Unterstützung der Mitarbeitenden erhöhen.

Stufe 7: Erfolge sichern und weitere Veränderungen einleiten (Consolidate gains and produce more Change)

In Stufe sieben werden die erzielten Erfolge gefestigt und in der Organisaton etabliert. Allerdings warnt Kotter davor, sich auf den Erfolgen auszuruhen und das Ende eines Change Management Prozesses zu schnell zu verkünden. Daher ist es notwendig, auf den Erfolgen aufzubauen, weitere Veränderungen einzuleiten und umzusetzen.

Stufe 8: Neue Wege und Veränderungen in der Unternehmenskultur verankern (Anchor new approaches in the corporate Culture)

Die letzte Stufe des Change Management Prozesses ist erreicht, wenn die Veränderung in der Unternehmenskultur fest verankert sind. Dafür ist es notwendig, alte und nicht mit der Vision zu vereinbarende Teile der Kultur loszulassen, und durch neue Werte und Überzeugungen zu ersetzen.

Insgesamt lässt sich das 8-Stufen-Modell von John P. Kotter in drei grobe Phasen einteilen: Phase 1: Etablierung eines Klimas für Veränderungen (Stufe 1-3), Phase 2: Einbindung und Empowerment der gesamten Organisation (Stufe 4-6) und Phase 3: Die nachhaltige Umsetzung der Veränderung (Stufe 7 und 8).

Die Veränderungskurve von Elisabeth Kübler-Ross

Die sehr bekannte Veränderungskurve ist ein 1969 veröffentlichtes Modell, das auf die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross zurückgeht, die damit die verschiedenen psychologischen Phasen erklären wollte, die Sterbende durchlaufen. Im Kontext des Change Management helfen die 7 (emotionalen) Phasen des Modells, Veränderungsprozesse besser zu verstehen und somit besser mit ihnen umgehen zu können.

Veränderungskurve Elisabeth Kübler-Ross

Phase 1: Vorahnung und Sorge

Eine Veränderung wird angekündigt oder steht im Raum, und sofort stellt man sich Fragen wie: „Was mag das für mich bedeuten?“, „Wird es mir hinterher schlechter gehen?“ oder „Ist mein Job eventuell in Gefahr?“. Das Ergebnis: Eine nagende Sorge die eigene Zukunft betreffen, die einen emotional belastet.

Phase 2: Schock und Widerstand

Sobald die Sorge real wird, kommt es zu einer Schockreaktion, deren Intensität vom Umfang der Veränderung abhängt. Hierauf kommt es zu einer heftigen Abwerhaltung, die Betroffenen gehen in den Widerstand.

Phase 3: Verneinung und Ablehnung

Es ist zutiefst menschlich, dass man dafür argumentiert, warum alles so bleiben sollte, wie es ist. Und so kommt es, dass Veränderungen verneint, verdrängt und abgelehnt werden: „Es mag andere betreffen, mich nicht“, „sollen die ruhig machen, aber ohne mich“ oder „die werden sich schon wieder beruhigen, dann wird alles wieder so, wie es mal war“.

Phase 4: Rationale Akzeptanz

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man rational versteht, dass die Veränderung nicht nur unausweichlich, sondern auch notwendig ist. Das heißt allerdings noch nicht, dass die Betroffenden auch über die notwendige Bereitschaft für eine persönliche Veränderung verfügen. Viel flüchten sich in Dienst nach Vorschrift, schieben Frust, was in Teams und Organisationen zu einer schlechten Stimmung führt.

Phase 5: Tal der Tränen 

Erst wenn das „Tal der Tränen“ durchschritten wurde, hat man die Veränderung auch emotional akzeptiert. In dieser Phase kommt es zu einer intensiven Achterbahnfahrt der Gefühle, die von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt führen kann. Doch sobald man die mit den alten Wegen verbundenen Emotionen losgelassen hat, kann mal sich voll und ganz auf die kommenden Veränderungen der Zukunft einlassen.

Phase 6: Neugier und Ausprobieren

In der von Neugier geprägten Phase sechs werden neue Ideen, Strategien und Verhaltensweisen vorsichtig ausprobiert, analysiert und weiterentwickelt. Natürlich kommt es auch immer mal wieder zu Rückschlägen, aber in Kombination mit einer konstruktiven Fehlerkultur legt man hier das Fundament für nachhaltiges Change Management.

Phase 7: Integration und Commitment

Die letzte Phase bildet den Abschluss des Veränderungsprozesses, indem man sich den neuen Wegen committet und die Veränderungen dauerhaft in den Alltag integriert. Der neue Status Quo ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, und duent wiederum als Ausgangspunkt für weitere Transformationsvorhaben.

Laut Elisabeth Kübler-Ross durchlaufen alle Menschen die gleichen sieben emotionalen Phasen, und zwar unabhängig davon, wie offen sie für die Veränderung sind. Dies hilft, die eigenen Gefühle besser verstehen, und gleichsam Verständnis für andere Menschen aubringen zu können.

Change Management mit dem ADKAR Modell von Jeff Hiatt

Last but not least möchte ich Dir gerne noch das von mir sehr geschätzte ADKAR Modell vorstellen, dass 1999 vom Gründer der Unternehmensberatung Prosci, Jeff Hiatt enwickelt wurde. Dabei ist ADKAR ein Akronym für die fünf Stufen, die laut Hiatt notwendig sind, um Individuen und Organisationen für erfolgreiches Change Management durchlaufen müssen:

AWARENESS of the need for Change (Bewusstheit)

Nur, wenn einem die Notwendigkeit einer Veränderung wirklich bewusst ist, werden die Menschen bereit sein, diese auch unmzusetzen. Was wird neu sein, was bleibt gleich, wer ist betroffen, und welche konkreten Auswirkungen wird der Veränderungsmanagement Prozess haben. Je höher die Bewusstheit, desto größer die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Umsetzung

DESIRE to participate in the Change (Wunsch)

In dieser Stufe geht es darum, die Individuen mit einer intrinsischen Motivation zu versorgen, die anstehenden Veränderungen umzusetzen. Neben den Auswirkungen für die Organisation geht es vor allem um die Frage, welche Verbesserungen es für einen selber gibt. Die entscheidende Frage lautet: What’s in it for me?

KNOWLEDGE about how to change (Wissen)

Die Bewusstheit und der Wunsch bilden das Fundament für das anstehende Veränderungsmanagement. Entscheidend ist jedoch, dass man auch weiß, wie genau die anstehenden Veränderungen umgesetzt werden können. Dies kann über aktive Kommunikation, Trainings und regelmäßige Meetings geschehen.

ABILITY to implement the Change (Befähigung)

Natürlich nützt das beste Wissen nichts, wenn die entscheidenden Fähigkeiten zur Umsetzung fehlen. Daher ist die Implementierung von Systemen, Schulungen, Standards und Prozessen essenziell.

REINFORCEMENT to sustain the Change (Verstärkung)

Diese Phase sorgt dafür, dass es nicht zu schnell zu einer generellen Zufriedenheit kommt, sondern dass man erste Erfolge zwar sichtbar macht und feiert, gleichsam aber deutlich macht, dass der Weg nur nach Vorne, niemals aber zurück gehen wird. Auf diese Weise erschafft man eine Dynamik, die für dauerhafte und nachhaltige Ergebnisse sorgt.

Das ADKAR Modell eignet sich hervorragend für eine Ausgangsanalyse für ein Change Management Projekt, als auch für die konkrete Umsetzung mit Hilfe der fünf Phasen des Veränderungsprozesses.

Management of Change ist tot – Es lebe das moderne Veränderungsmanagement

Natürlich gibt es neben den vorgestellten Change Management Modellen noch viele weitere. Sie alle haben gemeinsam, dass sie bestimmte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Veränderung in den Mittelpunkt stellen:

  • Bewusstheit für die Notwendigkeit
  • Eine klare Vision und Strategie
  • Eine ausgeprägte intrinsische Motivation der Beteiligten
  • Transparente und regelmäßige Kommunikation
  • Empowerment der Menschen
  • Veränderung als Co-Creation (Wir sind Change! Es geht nur gemeinsam)
  • Ein konkreter Plan für den Umgang mit Rückschlägen
  • Ein langer Atem und Durchhaltevermögen (Change ist ein Marathon, kein Sprint).

Doch einen Punkt vernachlässigen sämtliche Modelle: Change ist schon lange kein Prozess mit einem Anfang und einem Ende mehr. Veränderungsmanagement ist längst zu einem permanenten Dauerzustand einem Change Loop geworden, den ich in der folgenden Grafik dargestellt habe.

Veränderungsmanagement Change Loop

Das Veränderungsmanagement der Zukunft: Change Competence

Mein Change Management Modell stellt den Mensch in den Mittelpunkt und sieht das Thema Veränderungsmanagement nicht länger als Prozess, sondern als Skill, der erlernt, trainiert und entwickelt werden kann (und für nachhaltige Ergebnisse auch muss). In der Übersicht sieht das Modell wie folgt aus:

Modell Change Competence

Wie Du siehst, stehen basiert das Modell der Change Competence auf vier wichtigen Säulen (wenn Du noch tiefer einsteigen möchtest, dann klicke hier um einen umfangreichen Artikel zur Change Competence zu lesen):

1) Leadership: Führung und erfolgreiches Veränderungsmanagement gehen Hand in Hand

2) Kultur: Das Mindset und die Art und Weise, wie miteinander umgegangen wird, sind entscheidend

3) Kommunikation: Hiermit stehen und fallen nachhaltige Ergebnisse

4) Performance: Je konkreter die Strategie und die nachfolgenden Prozesse, desto besser

Die Zukunft des Change Management ist radikal menschlich

Für mich ist der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor für nachhaltiges Veränderungsmanagement (immerhin habe ich mit Radikal Menschlich – Erfolgsfaktor Persönlichkeit in Zeiten der Veränderung ein ganzes Buch zu dem Thema geschrieben). Dies spiegelt sich auch in meinem Modell der Change Competence wieder, die zwei Faktoren in den Mittelpunkt stellt, die alle anderen Modelle entweder nur am Rande, oder gar nicht erwähnen: Purpose und Werte.

Der Purpose, das Motiv oder auch das Warum ist der zentrale Fokuspunkt, an dem sich alles andere ausrichtet. Wenn hier keine Klarheit herrscht, dann sind auch der beste Plan und der modernste Prozess zum Scheitern verurteilt.

Kombinieren Sie den Purpose mit starken, von allen geteilten (und vor allen gelebten) Werten, dann haben Sie ein Fundament erschaffen, das die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Veränderungsmanagement dramatisch erhöht.

Weil Veränderungen auf einmal kein Zwang mehr sind, sondern einen Sinn besitzen.

Weil Veränderungen auf einmal keine Bedrohung mehr sind, sondern eine wunderbare Möglichkeit, um besser zu werden, sich weiterzuentwickeln und die Zukunft bei den Hörnern zu packen und aktiv zu gestalten.

Und genau das ist es doch, was immer das oberste Ziel von Veränderungsmanagement sein sollte: Veränderungslust statt Veränderungsfrust.

Würdest Du mir zustimmen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar…

Mindset Deutsch – Definition, Tipps und Bedeutung

„Ganz klar, es geht um eine Veränderung des Mindsets.“ Diese Antwort höre ich wohl so oft wie keine zweite, wenn ich meine Kunden im Briefinggespräch vor einer Keynote Speech danach frage, was das Hauptziel meines Vortrags sein soll. Kein anderer Faktor steht so sehr im Mittelpunkt, wenn es um nachhaltige Veränderungen von Individuen oder ganzen Organisationen geht, wie der des Mindsets. Aber Mindset Deutsch? Der Begriff ist in aller Munde. Ich höre ihn täglich von Führungskräften erfolgreicher Unternehmen, von Lifestyle Coaches auf Instagram und sogar von meiner neunjährigen Tochter, die mir vor ihrer letzten Mathearbeit mitteilte: „Das Lernen der Formeln ist gar nicht so wichtig, Papa. Das Mindset ist viel entscheidender.“

Mindset Deutsch – Was ist das Mindset eigentlich?

Und in der Tat ist es so, dass der Begriff „Mindset“ aktuell so häufig verwendet wird, dass man ihn in der Tat als eines der beliebten Buzzwords bezeichnen kann, die man eigentlich gar nicht mehr hören kann. Aber wie genau ist es denn nun beim Thema Mindset? Ist es tatsächlich nur ein inhaltsleerer Begriff oder ein relevanter Erfolgsfaktor? Wie so häufig kommt es wohl vor allem darauf an, was man daraus macht. Denn natürlich gibt es eine bestimmte Personengruppe, die das Label „Mindset“ so ziemlich auf alles klebt, was möglich ist, aber nicht wirklich versteht, was sich hinter dem Wort überhaupt verbirgt. Die vielen selbsternannten Mindset-Coaches auf Social Media lassen grüßen.

Doch es gibt eben auch die andere, praxisorientierte und zukunftsorientierte Verwendung. So ziemlich alle erfolgreichen Organisationen, Unternehmen und Marken, mit denen ich arbeiten darf, haben das Thema Mindset ganz oben auf ihrer Agenda. Weil sie verstanden haben, wie wichtig Soft Skills in der Zukunft sein werden, und dass die innere Haltung wesentlich wichtiger ist, als Fachwissen oder technische Skills (die man sich jederzeit aneignen kann). Doch bevor wir zu tief einsteigen, wollen wir uns zunächst einmal anschauen, was genau sich hinter dem Begriff Mindset überhaupt verbirgt.

Mindset Definition – Was es ist und warum es so wichtig ist

Auf Deutsch ist der aus dem Englischen stammende Begriff Mindset tatsächlich schwer zu übersetzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er oft synonym mit Einstellung, Haltung oder Denkweise verwendet. Das Onlinelexikon Wikipedia definiert Mindset als

„den englischen Begriff für das deutsche Wort Mentalität, was wiederum […] eine vorherrschende psychische Persönlichkeitseigenschaft (Prädisposition) im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe bezeichnet.“

Für mich geht diese Definition noch nicht weit genug. Basierend auf meiner Recherche zu meinen Büchern „Attitüde – Erfolg durch die richtige innere Haltung“ und „The Changemaker Mindset – How Innovation and Change starts with Inner Transformation“ steht der Begriff Mindset auf Deutsch für folgendes:

„Das Mindset basiert auf unserer Identität und ist die Summe unserer Werte, Überzeugungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften, Gewohnheiten, Entscheidungsstrategien und unserer generellen Attitüde dem Leben gegenüber. Es ist weniger das, was wir tagtäglich tun, sondern vor allem die Art und Weise, wie wir es machen und der Purpose (emotionaler Grund), also das warum und wofür.“

Mindset Growth – Die zwei Arten der inneren Haltung

Die wohl bekannteste Forschungsarbeit zum Thema Mindset geht auf die amerikanische Mentalitäts- und Verhaltensforscherin Carol Dweck zurück, die in ihrem Buch „Mindset – Changing the way you think to fulfil your potential“ von einem Fixed Mindset und einem Growth Mindset spricht.

Fixed Mindset

Beim Fixed (zu Deutsch: Starr, unflexibel) Mindset gehen Menschen laut Dweck davon aus, dass ihre Talente, Fähigkeiten und Denkweisen fixe Eigenschaften sind, die entweder vorhanden oder auch nicht vorhanden, auf keinen Fall jedoch veränderbar sind. Menschen mit einem Fixed Mindset sind i.d.R. durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Sie können schlecht mit Niederlagen umgehen
  • Sie vermeiden herausfordernde Situationen, aus Angst vor dem Scheitern
  • Sie sehen sich häufig als untalentiert
  • Sie akzeptieren den Status Quo als unveränderlich
  • Sie geben bei Schwierigkeiten schnell auf

Growth Mindset nach Carol Dweck

Beim Growth (zu Deutsch: Wachstum, Entwicklung) Mindset gehen die Menschen hingegen davon aus, dass die beschriebenen Faktoren veränderbar und ausbaufähig sind, wenn man ausreichend trainiert, lernt und an sich arbeitet. Menschen mit einem Growth Mindset sind i.d.R. durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Sie sind bereit, immer dazuzulernen
  • Sie sehen Fehler als Chance, besser zu werden
  • Sie glauben, dass Wille, Einsatz und harte Arbeit wichtiger sind als Talent
  • Sie sind neugierig, wissensdurstig und offen für Neues
  • Sie kennen ihre Schwächen, sind aber bereit, an diesen zu arbeiten
  • Sie akzeptieren, dass man sich anstrengen muss, wenn man sich persönlich weiterentwickeln möchte

Mindset ändern. Geht das überhaupt?

Kommen wir daher zur entscheidenden Frage: Ist das Mindset eine gegebene Eigenschaft oder kann man es tatsächlich verändern? Die gute Nachricht zuerst: Ja, natürlich kann das eigene Mindset verändert werden. Doch es ist beileibe nicht so einfach, wie man oftmals in den Self-Help Büchern, YouTube Videos und Instagram Posts lesen kann. Es handelt sich nämlich wenige um eine kurzfristige Veränderung vom alten Mindset hin zum neuen Mindset, sondern vielmehr um eine lebenslange persönliche Entwicklung, die niemals so wirklich aufhört. Ich möchte daher ein paar grundlegende Faktoren erwähnen, die für einen nachhaltigen Mindset Shift unabdingbar sind:

  • Bewusstheit: Nur was einem bewusst ist, kann auch verändert werden. Je bewusster du dir deiner eigenen Kommunikation, deines generellen Fokus, deiner Wirkung, deiner Offenheit und deiner Attitüde dem Leben gegenüber bist, desto einfacher wird der Mindset Shift.
  • Offenheit: Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht!“ sollte ab sofort der Vergangenheit angehören. Stattdessen ist eine generelle Offenheit für neue Ideen und neue Wege entscheidend. Denn nur in Situationen, in denen wir vorher noch nie waren, wachsen wir und entwickeln wir uns (und damit unser Mindset) weiter.
  • Fokus: Ja, das Leben ist voller Probleme. Diese sollten auch niemals ausgeblendet oder gar ignoriert werden. Trotzdem ist es wichtig, den Fokus immer auf Lösungen und Möglichkeiten zu richten.
  • Durchhaltevermögen: Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Das gleiche gilt für das Mindset. Es wird Rückschläge geben und du wirst an dir zweifeln. Das ist nicht nur vollkommen normal, sondern eine Notwendigkeit für die persönliche Entwicklung. Erinner dich in diesen Momenten imm daran: Die Arbeit am Mindset ist ein Marathon und kein Sprint.
  • Umfeld: Niemand gewinnt alleine. Das gilt auch für die Veränderung des Mindsets. Denn auf Dauer haben die Menschen in unserem direkten Umfeld eine enorme Wirkung auf uns. Such dir daher Menschen mit einem Growth Mindset, die Dich positiv beeinflussen und dir als Vorbild dienen können.
  • Positivität: Und last but not least, die drei wichtigsten Regeln des Mindset Shifts:
    1. Sei immer positiv.
    2. Sei immer positiv.
    3. Sei immer positiv.

Mindset Deutsch – Ein positive Attitüde ist NICHT positives Denken!

Der letzte Punkt bringt mich zum Abschluss des Artikels zur schonungslosen Wahrheit über eines der wichtigsten, gleichsam aber auch kontroversesten Themen in Verbindung mit dem Mindset überhaupt. Ich spreche vom positiven Denken. Die einen haben sich dieser Philosophie bedingungslos unterworfen, während die anderen es komplett verdammen und als esoterischen Humbug abtun. Das hat natürlich entsprechende Auswirkungen.

Während die Anhänger der ersten Variante mit einem permanenten Dauergrinsen im Gesicht, der rosaroten Brille auf den Augen und einem naiven Vertrauen in Licht und Liebe jedes Problem ganz einfach ignorieren und weglächeln, werden die Gegner des positiven Denkens häufig zu Zynikern, deren Gläser halbleer, die Himmel voller dunkler Wolken und der Alltag meist recht trist ist. Es liegt auf der Hand, dass beide Strategien nicht geeignet sind, ein zufriedenes Leben zu führen. Trotzdem höre ich eine Frage immer wieder: „Ist positives Denken denn jetzt gut oder schlecht?“

Verzeih mir, wenn ich hierauf keine direkte Antwort gebe, aber ich möchte Dich gerne auf einen sehr verbreiteten Fallstrick hinweisen, der hier in Reinkultur zu erkennen ist:

Wenn die Frage falsch ist, dann spielt die Antwort keine Rolle.

Genau das ist hier nämlich der Fall. Die Frage hat einen irreführenden Fokus, und stellt nur einen Aspekt des großen Bildes in den Mittelpunkt, nämlich das Denken. Doch gleichzeitig unterschlägt man die anderen wichtigen Faktoren: Das Handeln, die Gewohnheiten und das generelle Mindset, mit der man das Leben mit all seinen Aufgaben angeht. Darum geht es nämlich, um die grundsätzliche Ausrichtung. Und was die angeht, habe ich eine ganz klare Meinung:

Verschwende Dein Leben nicht mit Negativität, sondern sei positiv. Immer.

Das neueste Wissen, die besten Fähigkeiten und die modernsten Techniken nützen dir überhaupt nichts, wenn du deinen Alltag mit einer negativen Grundhaltung bestreitest. Das heißt im Umkehrschluss übrigens nicht, dass du mit einem positiven Mindset automatisch erfolgreich wirst. Nein, eine auf Chancen und Möglichkeiten ausgerichtete innere Haltung alleine lässt dich noch überhaupt nichts erreichen.

Aber mit einer solchen Attitüde erreichst Du alles besser, als mit einer negativen Grundeinstellung. Seit über zwanzig Jahren studiere ich menschliches Verhalten in all seinen Facetten. Und noch nicht ein einziges Mal ist mir jemand begegnet, der mit einem negativen Mindset positive Ergebnisse erzielt hätte. Mach gerne die Probe auf´s Exempel. Schauen Dich in Deinem Umfeld um. Ich wette mit Dir, dass Du keinen erfolgreichen Menschen finden wirst, dessen DNA auf Negativität gepolt ist. Auf den Punkt gebracht:

Ein negatives Mindset und positive Resultate schließen sich gegenseitig aus.

Mindset Bedeutung: Die Fragen machen den Unterschied

Vergeude Deine Zeit also nicht mit Negativität, sondern konzentrier Dich auf die zahlreichen Chancen und Möglichkeiten. Das bedeutet übrigens nicht, dass man Probleme ausblendet, Risiken nicht erkennt oder sonstige Herausforderungen ignoriert. Ganz im Gegenteil. Der Trick liegt darin, diese Situationen zu erkennen, und gleichzeitig schon in Richtung möglicher Lösungen zu denken. Der Fokus deiner internen Denkmuster ist entscheidend. Die Qualität deiner Fragen bestimmt über die Qualität deiner Ergebnisse. Aber wie sehen diese bei Dir aus?

Über die letzten Jahre habe ich in meinen Seminaren und Coachings eine Liste mit den Fragen erstellt, die ich wieder und wieder höre. Eine kleine Kostprobe gefällig? Hier sind meine Top 10:

Die TOP 10 der problemorientierten Fragen

  1. Warum passiert das immer mir?
  2. Warum schaffe ich es nicht, erfolgreich zu sein?
  3. Warum kann mich in der Firma keiner leiden?
  4. Warum finde ich meine Vision nur nicht?
  5. Warum klappt es bei allen anderen, nur bei mir nicht?
  6. Warum bin ich nicht in der Lage, meine Ziele zu erreichen?
  7. Warum versage ich jedes Mal, wenn es um etwas geht?
  8. Warum ziehe ich Probleme magisch an?
  9. Warum ausgerechnet ich?
  10. Warum ist Veränderung nur so schwer?

Kommt dir da etwas bekannt vor? Diese Fragen haben eines gemeinsam. Sie sind sinnlos. Weil sie rückwärts gerichtet und problemorientiert sind. Aber wie hat schon Albert Einstein treffend festgestellt: „Probleme kann man nicht mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Wie recht er doch hatte. Stellst du dir stattdessen lösungsorientierte Fragen, kommt es umgehend zu einer massiven Verschiebung deines Fokus. Auch hier habe ich dir eine Top 10 vorbereitet:

TOP 10 der lösungsorientierten Fragen

  1. Wie kann ich diese Situation lösen?
  2. Was kann ich daraus lernen?
  3. Wer könnte mich unterstützen?
  4. Wann habe ich schon mal eine ähnliche Aufgabe gelöst?
  5. Was kann ich daraus lernen?
  6. Was benötige ich noch für Ressourcen, um XYZ zu erreichen?
  7. Wie könnte eine Lösung des Problems aussehen?
  8. Wie muss ich mich verändern, um das Ziel zu erreichen?
  9. Welche Chancen lauern in dieser Herausforderung?
  10. Wie muss ich anders denken, um das Ziel zu erreichen?

Mindset trainieren – Ein kleiner Hack mit großer Wirkung

Das ist der kleine, aber feine Unterschied, der einen Unterschied macht. Diesen positiven Fragen folgen nämlich zwangsläufig positive Handlungen, wodurch du positive Ergebnisse erzielen wirst. Eine sich selbst verstärkende Erfolgsspirale entsteht, die sich im Laufe der Zeit tief in deinem Unterbewusstsein verankert, und dort zuverlässig ihren Dienst tut. Natürlich wird es auch mit dem positivsten Mindset weiterhin Situationen geben, die dich ärgern, die dich frustrieren oder in den Wahnsinn treiben. Wunderbar. Dann kommt hier der beste Mindset Tipp, den ich kenne. Bist Du bereit? Here we go:

5 Minuten Jammern ist okay!

Ja, wirklich. Lass für 5 Minuten alles raus. Ärger dich, sei wütend und schrei deine Frustration laut in die Welt. Doch danach gilt die Devise: Positive Fokussierung auf Lösungen und Möglichkeiten. Denn das Leben ist einfach zu schön, um es mit Negativität zu vergeuden. Genieß jeden einzelnen Moment, und transformiere auch die vermeintlich großen Probleme in mindestens genauso große Chancen.

Dein wichtigster Verbündeter neben deinem Mindset ist dabei übrigens ein gerne vergessener Faktor namens Humor. Ja, du hast richtig gehört. Denn Humor öffnet das Tor zu jeder einzelnen Veränderung. Zu den kleinen Herausforderungen des Alltags, aber auch zu den richtig großen Brocken. Wirklich jeder erfolgreiche Mensch, den ich kenne, lacht gerne und viel, ganz besonders übrigens über sich selbst. Denn nur, wer sich selbst nicht allzu ernst nimmt, kann von seinem Umfeld ernst genommen werden. Niemand mag verbitterte, allzeit seriöse und stocksteife Zeitgenossen.

Mindset Shift – Die 3 goldenen Regeln einer positiven Attitüde

Die große Kunst ist es, die vermeintlich kleinen Aufgaben mit einer großen Ernsthaftigkeit anzugehen, und über die schweren, scheinbar unüberwindbaren und oftmals frustrierenden Herausforderungen lachen zu können. Schließen möchte ich diesen Artikel mit den drei goldenen Regeln eines positiven Mindsets:

  1. Sei positiv. Immer. (Hatte ich bereits erwähnt, nicht wahr?)
  2. Nimm Probleme wahr, denke aber gleichzeitig in Chancen und Möglichkeiten.
  3. Humor öffnet das Tor zur Veränderung. Lache viel und oft, und nimm dich selbst nicht zu ernst.

 

Wundervolle Dinge geschehen, wenn Du diese drei Regeln ab sofort zu deinem täglichen Begleiter werden lässt.

Und nun interessiert mich deine Meinung: Wie wichtig ist das Mindset für Dich und welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Gute Vorsätze – 10 geniale Tipps für die erfolgreiche Umsetzung

Gute Vorsätze – Wirkungsvoll oder vollkommen sinnlos?

Ob wir es nun gut finden, oder nicht. Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel genau so dazu wie Bleigießen, Feuerwerk und Dinner for One (Cheerio Miss Sophie). Immer wieder pünktlich zum 1. Januar nehmen sich Millionen von Menschen vor, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben oder endlich das eigene Business zum Laufen zu bekommen. Voller Motivation startet man dann auch in Richtung der neuen Ziele. Und so kommt es, dass in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres die Fitnessstudios voll, die Joggingstrecken überfüllt und der Wille stark ist, wenn es darum geht, den Versuchungen von Fast Food, Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten zu widerstehen.

In der Regel ist es allerdings nach spätesten drei Wochen mit dem starken Willen und der euphorischen Motivation wieder vorbei. Die besinnliche Zeit der Feiertage ist durch den hektischen Alltag ersetzt worden, und man beginnt die ersten Ausnahmen zu machen:

„Einmal nicht joggen zu gehen, wird schon nicht so schlimm sein.“

„Ein kleines Gläschen Wein zum Essen gönne ich mir heute einfach mal.“

„Fürs Fitnessstudio fehlt mir heute einfach die Energie. Aber morgen gehe ich ganz bestimmt wieder.“

Wir alle haben solche Sätze schon in den unterschiedlichsten Varianten gesagt, habe ich recht?

Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind weder gut noch schlecht

Doch sobald wir mit der ersten Ausnahme begonnen haben, ist der Geist aus der Flasche gelassen. Wir haben die Tür zum alten Trott einen winzigen Spalt geöffnet. Doch der ersten Ausnahme folgt die zweite so gut wie immer. Und danach die Dritte. Und viele weitere. Bis aus einem Spalt ein ganzes Scheunentor geworden ist, das uns schneller wieder in die alten und gewohnten Muster zurückfallen lässt, als uns lieb ist.

Auf der Suche nach Gründen für das eigene Scheitern ist der Schuldige schnell gefunden, und viele Menschen verkünden ihrem Umfeld mit tiefster Überzeugung: „Kein Wunder, dass es nicht geklappt hat. Gute Vorsätze funktionieren einfach nicht.“ Doch ist das wirklich so? Sie können sich die Antwort sicher schon denken, nicht wahr? Hier die Kurzform: Natürlich nicht. In der etwas ausführlicheren Version möchte ich daran erinnern, dass gute Vorsätze vom Wesen her genau so sind, wie jede andere Veränderung auch. Sie sind weder gut noch schlecht. Sie sind genau so, wie wir sie bewerten. Und vor allem sind sie das, was wir draus machen.

Es tut mir also leid, wenn ich es so deutlich sagen muss, aber die Verantwortung für die Ergebnisse unserer Neujahrsvorsätze liegt einzig und alleine bei uns selber. Und mit den zehn Tipps für erfolgreiche gute Vorsätze am Ende dieses Artikels ist es auch gar nicht so schwer.

Gute Vorsätze Psychologie: Besteht der schlechten Ruf zu Recht?

Doch zurück zum ursprünglichen Gedanken. Durch die extrem hohe Quote an gescheiterten Zielen und abgebrochenen guten Vorsätze haben diese im Laufe der Zeit einen sehr schlechten Ruf erlangt. Möglicherweise geht es Dir ähnlich, aber wenn ich in den letzten Tagen die Zeitung aufgeschlagen (natürlich die Onlineausgaben, ich bin ja zu 100 % paperless), Blogs, LinkdeIn oder Instagram durchstöbert oder mich mit Freunden und Bekannten unterhalten habe, dann musste ich die Feststellung machen, dass sich ein ganz besonderes Phänomen ausgebreitet hat: Das “Gute-Vorsätze-Bashing”.

Was genau hat es damit auf sich? Ganz einfach. Viele Expertinnen und Experten (die meisten davon übrigens selbsternannt) verbreiten in Posts, Artikeln und Videos den wohlgemeinten Ratschlag, dass man zu Silvester (übrigens nicht zu verwechseln mit Sylvester. Das ist der Stallone) unbedingt auf gute Vorsätze zum neuen Jahr verzichten solle. Schließlich hielte die Motivation maximal ein paar Tage an, bevor man wieder in den alten Trott zurückkehren würde. Dann wird gebetsmühlenartig auf die typischen (und weiter oben bereits erwähnten) Fitnesscenter verwiesen, die am 1. Januar hoffnungslos überfüllt sind, ab Februar jedoch wieder nur noch vom Stammpublikum besucht werden.

Weiterhin bräuchte es kein Silvester, um Veränderungen im eigenen Leben vorzunehmen, sondern man könnte schließlich auch im März oder September damit beginnen, nicht mehr zu rauchen, ein paar Kilo abzuspecken, endlich mehr Sport zu treiben, sich neu zu verlieben oder der eigenen Karriere den entscheidenden Kick zu geben.

Gute Vorsätze: Silvester ist der optimale Zeitpunkt für eine Veränderung

Wie ich es schon zu Beginn dieses Artikels sagte, an diesen Argumenten ist durchaus etwas dran. Und trotzdem empfehle ich Dir, Dich besonders zu Silvester mit dem Thema Veränderung zu beschäftigen und im Zuge dessen auch ein paar gute Vorsätze zu formulieren. „Aber Ilja, warum denn?“ Gut, dass Sie fragen. Die Begründung liegt auf der Hand. Erfolgreiche Veränderung beginnt immer mit dem Bewusstsein für den Status Quo. Einer detaillierten Ausgangsanalyse der aktuellen Situation, auf deren Basis dann Strategien, Ziele und Maßnahmen entwickelt werden.

Und zu keinem anderen Zeitraum im Jahr beschäftigen wir uns so sehr mit unserem Leben und unserer Persönlichkeit, wie zwischen Weihnachten und Neujahr. Wir reflektieren die vergangenen zwölf Monate und setzen uns Ziele für die Zeit, die vor uns liegt. Hinzukommt, dass der 1. Januar durch die kalendarische Zäsur ein wunderbarer Nullpunkt ist. Das alte Jahr endet und ein neues Buch mit 365 leeren Seiten wartet darauf, von uns gefüllt zu werden. Egal, wie viele Niederlagen wir in der Vergangenheit erlitten, wie viele Ziele wir nicht erreicht und wie viele Dinge wir versäumt haben. Im neuen Jahr geht alles wieder von vorne los. Wir drücken den Resetknopf und legen mit neuer Motivation und einer Menge Leidenschaft los.

10 Tipps, damit gute Vorsätze garantiert gewünschten Ergebnisse bringen

Doch genug der Vorrede. Kommen wir zum praktischen Teil, der Umsetzung. Damit Ihre guten Vorsätze auch zu nachhaltigen Veränderungen werden, ist es notwendig, ein paar wichtige Dinge zu beachten. Im Folgenden finden Sie daher zehn Tipps, mit denen aus Ihren Vorhaben am Ende auch die gewünschten konkreten Ergebnisse werden:

  1. Entscheiden Sie sich ganz bewusst, dass Sie Ihre guten Vorsätze auf jeden Fall durchziehen werden. Gehen Sie mit sich selbst einen Vertrag ein und geben Sie sich selbst die Hand. Aufgaben ist keine Option!
  2. Fokussieren Sie sich auf ein bis maximal drei Vorsätze. Je weniger, desto besser, weil fokussierter. Zu viele Vorhaben führen schnell dazu, dass Sie sich verzetteln und sich schnell überfordert fühlen.
  3. Formulieren Sie Ihre Ziele unbedingt schriftlich. Das schafft Verbindlichkeit und ist viel kraftvoller, als wenn Sie es nur denken (Probieren Sie es aus, und Sie wissen sofort, was ich meine).
  4. Erzählen Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden und/oder Ihren Kollegen von Ihrem Vorhaben. Dieses soziale Commitment sorgt für zusätzliche Motivation.
  5. Gehen Sie Ihre Ziele mit Gleichgesinnten an. Gehen Sie gemeinsam Joggen, arbeiten Sie gemeinsam an beruflichen Projekten oder tauschen Sie such einfach nur aus.
  6. Konzentrieren Sie sich auf das Ergebnis und weniger auf den Weg.
  7. Setzen Sie sich Zwischenziele und belohnen Sie sich, wenn Sie diese erreicht haben.
  8. Dokumentieren Sie Ihre Fortschritte (ja, natürlich wieder schriftlich. Am besten in einer App wie Notion, Craft oder Logseq, aber natürlich tut es auch die gute, alte Kombi aus Zettel und Stift).
  9. Seien Sie sich bewusst, dass es auch Rückschläge geben wird. Erinnern Sie sich in diesen Fällen an die Motivation, mit der Sie gestartet sind. Je besser Sie wissen, wofür Sie das alles tun, desto geringer die Gefahr, dass Sie aufgeben.
  10. Betrachten Sie den guten Vorsatz nicht als kurzfristige Phase, sondern integrieren Sie Ihr neues Verhalten möglichst schnell in den Alltag. Machen Sie eine kraftvolle Gewohnheit draus, die von nun an auf Autopilot für Sie wirkt.

 

Und der vielleicht wichtigste Tipp zum Schluss: Haben Sie beim Umsetzen Ihrer Neujahrs-Vorsätze auf jeden Fall eine Menge Spaß. Der Start ist meistens schwer und holprig, genießen Sie trotzdem jede einzelnen Minute und freuen sich darauf, dass Sie mit Ihren guten Vorsätzen eine wichtige Voraussetzung geschaffen haben, damit das neue Jahr das beste Jahr Ihres Lebens werden kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viel Erfolg beim Umsetzen Ihrer guten Vorsätze.

Ihr Ilja Grzeskowitz

P.S.: Ich bin mir sicher, dass nicht viele bis hierhin lesen werden, daher habe ich mir den Bonustipp für diejenigen aufgehoben, die es wirklich ernst mit der Veränderung meinen.

Bonustipp für erfolgreiche gute Vorsätze

Okay, sind Sie bereit, für den ultimativen Bonustipp zum Thema Gute Vorsätze? Here we go:

Machen wir uns nichts vor, egal wie hoch die Motivation auch sein mag, mit der wir in die Umsetzung unserer Ziele starten, es wird der Tag kommen, an dem wir lustlos sind, keine Motivation verspüren und nicht das tun, was wir uns vorgenommen hatten. Wir sind nicht joggen gegangen, haben statt Salat zum Mittag bei McDonalds gegessen oder haben lieber eine Netflix-Session eingelegt, anstatt neue Kunden zu akquirieren. In diesen Fällen heißt es: Keine Panik. Es ist uns allen schon passiert, denn das Leben ist nun mal ein ständiges Auf und Ab. Wichtig ist in diesen Fällen, wie Sie damit umgehen. Auf keinen Fall sollten Sie sich selber heruntermachen und das Projekt für gescheitert erklären. Seien Sie sich stattdessen bewusst, dass Sie vom Plan abgewichen sind.

Akzeptieren Sie diese Tatsache und dann treffen Sie die bewusste Entscheidung am nächsten Tag wieder mit voller Energie und einer großen Portion Fokus neu zu beginnen. Wir alle fallen hin und wieder zu Boden. Entscheidend ist, dass wir wieder aufstehen. Im Zweifelsfall so häufig, bis wir am Ziel angekommen sind.

Motivation zur Veränderung im Team – 5 wirkungsvolle Tipps

Motivation zur Veränderung ist immer der Ausgangspunkt für die aktive Gestaltung der Zukunft und dafür notwendiger Change Management Projekte. Doch mit der Motivation ist das so eine Sache. Denn was sich in der Theorie so leicht und einfach anhört, entpuppt sich in der praktischen Umsetzung häufig als extrem herausfordernd, insbesondere wenn es sich um Veränderungen in einem Team handelt.

Um Dir dabei zu helfen, die notwendige Motivation zur Veränderung zu entwickeln, habe ich in diesem Artikel 5 wirkungsvolle Tipps zusammengestellt, mit denen Du hoffentlich bald häufiger wichtige Entscheidungen treffen und neue Wege gehen kannst.

Motivation zur Veränderung: So klappt es!

Beginnen wir mit ein paar entscheidenden Fragen: Wie entsteht überhaupt dieser berühmte Mut zur Veränderung? Wie gelingt echte und vor allem nachhaltige Motivation, die Dich schwierige Entscheidungen treffen lässt, auch wenn Dir der Wind des Lebens mal wieder mit voller Kraft ins Gesicht bläst?

Um diese Fragen zu beantworten, sollten wir uns eine wichtige Tatsache ins Gedächtnis rufen:  Menschen verändern sich immer nur aus Gründen, die ihnen wichtig sind, und (leider) niemals aus denen, die wir Außenstehenden gerne hätten. Dies bedeutet in letzter Konsequent, dass jede Motivation immer eine intrinsische Motivation ist, die sich von Außen schwer beeinflussen lässt.

Was kannst Du nun aber tun, um Dein Team auf dem Weg der Veränderung mitzunehmen? Das Ziel sollte es natürlich sein, den inneren Antrieb Deiner einzelnen Teammitglieder anzukurbeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen persönliches Wachstum stattfinden kann. Denn wer sein eigenes Potenzial entwickelt, der erfährt von ganz alleine einen erhöhten inneren Antrieb.

Veränderungsresistenz

Es gibt immer wieder Mitglieder in den verschiedensten Teams, die Veränderungen nicht so positiv gegenüberstehen. Denn bestimmte Prozesse hat man immer schon so gehandhabt. Das ist auch okay, denn nur ein geregelter Ablauf von sich wiederholenden Prozessen gibt eine Struktur. Aber „Kenn ich schon, kann ich schon, weiß ich schon“ ist am Ende nicht immer die effizienteste Methode. Diese Einstellung im Team verhindert, dass neue Ideen und Abläufe entstehen und eingesetzt werden können. Das führt auch dazu, dass die Stimmung und die Motivation ohne eine mögliche Veränderung immer weiter sinkt. Das ganze zieht dann seine Kreise. Die schlechte Stimmung hat Auswirkungen auf die interne Kommunikation und die Kommunikation mit den Kunden. Das hat letztendlich auch Auswirkungen auf deinen Umsatz.

Um das zu verhindern, ist es wichtig das Team auf dem Weg der Veränderung abzuholen. Nur durch die richtige Motivation hat dies auch Erfolg. Daher folgen jetzt 5 wirkungsvolle Tipps für Motivation zur Veränderung!

Mut zur Veränderung durch klare Kommunikation

Formuliere deine Anforderungen und Erwartungen sehr genau. Es ist wichtig, das Ziel und die Vision zu nennen und zu erklären. Das gibt deinen Teammitgliedern einen Leitfaden, etwas woran sie sich orientieren können. Dies erreichst du vor allem durch schnelle, faire und zeitnahe Entscheidungen. Dies sind die Voraussetzungen für eine klare Führung.
Ilja beschreibt hier noch das Beispiel mit einem Vakuum. Wenn du nicht klar führst, entsteht für dein Team ein Vakuum, da keine Richtung und keine Ansagen gemacht werden. Das Vakuum wird jedoch wieder befüllt werden. Bist du nicht die Person, die es füllt, kann es sein, dass es nicht mehr deinen Vorstellungen entspricht. Klare Kommunikation und Führung sind wichtig für die Motivation zur Veränderung.

Bedeutung schaffen

Um auf die klare Kommunikation aufzubauen, ist es nun wichtig zu zeigen, wieso die Veränderung so wichtig ist. Mithilfe der klaren Kommunikation zeigst du anhand von „Beweisen“ (Zahlen, Daten, Fakten, Ziele) auf, dass die Veränderung unumgänglich ist. Dies beschreibt die rationale Ebene mit transparenter Kommunikation. Dein Team wird wissen wollen, wieso eine Veränderung so nötig sein soll. Jedoch bilden sie sich damit immer noch ihre Meinung über die Notwendigkeit der Veränderung. Daher ist es wichtig die Veränderung auch auf emotionaler Ebene einzubauen. Dein Team soll das Gefühl bekommen, es als Team anzugehen und sich so gegenseitig mit zu nehmen. Mit der geschaffenen Bedeutung hast du dein Team auf den Weg zur Veränderung gebracht.

Motivation durch Aktives Zuhören

Nimm dir Zeit! Ohne deine Teammitglieder kommst du nicht voran, daher ist es wichtig deinem Team zuzuhören. Habe ein offenes Ohr für Probleme, Herausforderungen, Sorgen, aber auch für kritisches Feedback und kreative Ideen. Durch das Zuhören lernst du dein Team besser kennen. Wenn du dir also der individuellen Stärken und Schwächen deines Teams bewusst bist, kannst du diese gezielt einsetzen und die Ideen auch umsetzen.

Entscheidungen treffen

Dein Team möchte gehört werden und auch klare Aussagen bekommen. Wenn du also eine Entscheidung triffst, ist es wichtig, dass sie einerseits klar formuliert ist, aber auch auf bestehenden Regelungen basiert. Wirkt die Entscheidung aus der Luft gegriffen, ist es nicht nachvollziehbar und die Stimmung und Motivation sinken wieder. Mache also von Anfang an klar, welche Dinge nicht verhandelbar sind und welche Dinge viel Raum für offene Diskussion geben. Entscheide dich schnell und fair, damit dein Team nicht im unklaren ist und kein Vakuum entstehen kann.

Always go first

Sei du, die oder der erste, wenn eine Herausforderung auf euch zukommt. Eine(n) erfolgreiche(n) Leader(in)  wirst du immer dort antreffen, wo es gerade brennt. In solchen Situationen zeigst du, dass du ein Team führen kannst, plausible Entscheidungen triffst und ein offenes Ohr hast. Nur, wenn du Mitten im Geschehen bist, kannst du ein Vorbild sein und auch als solches anerkannt werden. Gelingt dir das, ist das Team bereit und motiviert mit dir den Weg der Veränderung zu gehen.

Wille zur Veränderung

Mit diesen fünf Tipps kann es dir gelingen veränderungsresistente Teammitglieder auf dem Weg zur Veränderung einzusammeln und mitzunehmen. Bedenke dabei, dass du eine klare Richtung vorgibst, ein offenes Ohr hast und ein Vorbild für das Team bist.

Wenn du schonmal in einer solchen Situation warst, kannst du uns gerne berichten, wie du diese gemeistert hast und welche Erfahrungen du damit gemacht hast. Hinterlasse dafür einfach hier oder auf YouTube unter der passenden Folge ein Kommentar.

 

SCHNELLER HÖHER WEITER IST VORBEI – WAS ERFOLG WIRKLICH AUSMACHT

Was wir von den 1990er Jahre Werbespots über Erfolg lernen können

Schneller Höher Weiter war über viele Jahrzehnte die einzige wahre Definition von Erfolg. Wusste bereits das Werbefernsehen. In den 1990er Jahren entstanden einige der berühmtesten Spots, die deutsche Regisseure jemals produziert haben.

Können Sie sich noch erinnern? Mit einem beherzten „Man, ist der Dickmann“ bissen junge Menschen in schmackhafte Schokoküsse aus der Frischebox, wenn man sich leicht ernähren wollte, griff man zu Gervais Obstgarten, und meine Liebslings-TV-Figur ever – eine ältere Dame namens Tante Tilly – pries die Vorzüge des Geschirrspülmittels Palmolive an, in dem die ihr gegenübersitzende junge Frau gerade ihre Hände badete.

Mein absoluter Favorit stammt allerdings aus dem Jahr 1998 und spielt in einem Restaurant, wo ein Yuppie namens Schröder seinen alten Schulfreund Schober wieder trifft. Eine kurze Begrüßung und schon geht  das pfauenhafte Kräftemessen los. Auf die Frage, wie es ihm denn so gehen würde, antwortet Schröder: „Blendend. Warte mal.“ Dann greift er in seine Jackettasche und legt – begleitet von legendären Worten – nacheinander drei Fotos auf den Tisch: „Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot.“

Erwartungsvoll blickt er seinem alten Kumpel Schober in die Augen. Doch dieser lässt sich nicht einschüchtern und überdeckt die Fotos auf dem Tisch mit seinen eigenen Bildern, auf denen noch viel größere Statussymbole zu sehen sind. Dann sagt er triumphierend: „Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot.“, um kurz darauf drei weitere Fotos zu präsentieren: „Meine Dusche (pompös). Meine Badewanne (ein riesiger Pool). Mein Schaukelpferdchen (Ein wunderschöner Lipizzaner Hengst).“

Und als der verdutze Schröder vollkommen eingeschüchtert feststellt, dass Schober doch „in der Schule doch immer…“ unterbricht dieser ihn und holt zum finalen Schlag aus. Mit einem süffisanten Lächeln pfeffert er eine Visitenkarte auf den Tisch und verkündet: „Mein Anlageberater.“ Der abschließende Slogan klärt die Zuschauer dann auf, wie sie sich ebenfalls ein Haus, ein Auto und ein eigenes Boot leisten können: „Wenn´s um Geld geht: Sparkasse!“

Schneller Höher Weiter – Muss es wirklich immer mehr sein?

Ja, ich gebe es zu, in den 90ern habe ich noch viel Fernsehen geschaut, aber ich schwelge an dieser Stelle nicht in Erinnerungen, weil mir Sendungen wie Al Bundy, Alf, MacGyver oder Knight Rider heute fehlen. Nein, wenn ich auf den Sparkassen-Werbespot zurückblicke, dann ausschließlich, weil er eine Art Startschuss für ein Phänomen war, dessen Auswirkungen Sie auch heute immer noch beobachten können. Ich spreche von der Philosophie des „Schneller Höher  Weiter“.

Dem Streben nach immer mehr. Mehr Leistung. Mehr Umsatz. Mehr Marktanteilen. Mehr Macht. Mehr Ansehen. Mehr Statussymbolen. Und natürlich mehr Anerkennung von anderen Menschen. Ohne Pause. Ohne Durchschnaufen. Und ohne Dankbarkeit für das, was man bereits ist, erreicht und geschafft hat.

Bei Unternehmen macht sich das klassische Schneller Höher Weiter Denken vor allem im Drang bemerkbar, immer weiter wachsen zu müssen. Sowohl was die KPI´s angeht, aber auch in der Produktentwicklung. Können Sie jeden Tag in fast jeder Branche beobachten. Die Autos werden schneller, die Wolkenkratzer höher und die Werbekampagnen epischer.

In unserem persönlichen Alltag kommt das Schneller Höher Weiter insbesondere in Form von Neid und einer extremen Fokussierung auf externe Bestätigung daher. Der Nachbar hat einen neuen 3er BMW gekauft? Dann muss es bei einem selber schon der 5er sein. Man will sich ja schließlich nicht lumpen lassen. Die frustrierende Beraterstelle inklusive 80-Stunden-Woche und Schlafmangel nimmt man nur an, um es dem Freundeskreis zu beweisen. Und um mit der blinkenden Rolex angeben zu können, wird auch schon mal ein Kredit aufgenommen, für den man dann noch härter arbeiten muss. Ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer wieder herausfindet.

Von Fight Club lernen heißt fürs Leben lernen

Und nur, dass wir uns richtig verstehen, ich bin ein riesiger Freund von Leistung, gebe im Job immer Vollgas, und ich belohne mich auch gerne mit schönen Dingen. Allerdings habe ich ein riesiges Problem damit, wenn man sich dem Schneller Höher Weiter verschrieben hat, nur weil man denkt, dass man auf diese Art und Weise beliebt, erfolgreich oder wichtig werden könnte.

Weil man sich an einer Definition von Erfolg orientiert, die nicht die eigene ist und damit an den innersten Bedürfnissen und Werten vorbeigeht. Ich muss dann immer an den alten Spruch von Tyler Durden (a.k.a. Bratt Pitt) aus dem Film Fight Club denken: „Wir kaufen uns Dinge, die wir nicht brauchen, mit dem Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.“ Da ist was dran, oder? Denn wie viel ist genug? Muss man immer nach noch mehr, noch schneller, noch höher, noch besser oder noch effizienter streben? Gibt es nicht den Zeitpunkt, an dem man mit dem erreichten auch einmal zufrieden sein darf?

So viele Menschen sind darauf fokussiert, was ihnen vermeintlich fehlt und vergessen dabei vollkommen, für das dankbar zu sein, was sie bereits alles haben. Und das ist eine ganze Menge. Es sind die Menschen in unserem Leben, die Arbeit, die wir tun dürfen und die vielen Kleinigkeiten, die wir viel zu häufig als selbstverständlich hinnehmen.

Vor kurzem habe ich eine schöne Geschichte gelesen, die sich vor über dreitausend Jahren in Ägypten abspielte. Dort befand sich der Pharao – ein unsympathischer und mies gelaunter Typ – gerade auf der Jagd, als er sich mal wieder so danebenbenahm, dass sogar seine Hunde sauer wurden. Sie knurrten laut, fletschten ihre Zähne und jagten ihn dann Richtung Nil, wo bereits die nächste Gefahr lauerte. Hunderte von Krokodilen versperrten dem König den Fluchtweg. Diese wollten sich gerade auf diesen stürzen, da trat das größte Reptil von allen vor, und bat ihm an, ihn sicher ans andere Ufer zu transportieren.

Der Herrscher war so verzweifelt, dass er das Angebot annahm, und zu seiner großen Überraschung geleitete ihn das Krokodil sogar unversehrt über den Fluss. Doch auf der anderen Seite angekommen, erkannte er, dass es sich um Sobek, den Krokodilgott handelte, der eine Gegenleistung dafür verlangte, dass er dem Pharao das Leben gerettet hatte. Der Herrscher sollte dafür sorgen, dass sowohl er als auch seine Untertanen den Fluss und all seine Bewohner mit Respekt und Achtsamkeit behandelten. Solange die Menschen dem Nil und den Tieren die Ehre erwiesen, würde Sobek für eine sichere Überfahrt ihrer Boote sorgen.

Der Pakt war besiegelt, und genau so kam es. Nur ein einziges Mal, zweitausend Jahre später vergaß eine Flotte von Militärbooten sich an den Deal mit Sobek zu halten. Während dieser Überfahrt forderte der Fluss über tausend Leben.

Mehr vom Richtigen ist besser als weniger vom Falschen

Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, liebe Leserinnen und Leser, aber ich muss bei dieser kleinen Fabel augenblicklich an uns Menschen und unseren Umgang miteinander und mit den Ressourcen dieser Erde denken. Auch wenn uns im Alltag keine Krokodilgötter begegnen, wird das Leben seinen Tribut einfordern, wenn wir es nicht mit Achtsamkeit, Wertschätzung und einem hohen Grad an Dankbarkeit ehren. Und genau aus diesem Grund halte ich es für überfällig, das Ende von Schneller, Höher und Weiter einzuläuten. Für weniger und gleichzeitig mehr zu plädieren.

  • Weniger Oberflächlichkeit.
  • Weniger Egoismus.
  • Weniger Perfektion.
  • Weniger Gleichgültigkeit.
  • Weniger Neid.
  • Weniger Optimierungswahn.
  • Weniger Getriebenheit.

Schneller Höher Weiter – Die Alternative

  • Dafür mehr Tiefe.
  • Mehr Achtsamkeit.
  • Mehr Bedeutung.
  • Mehr Verantwortung.
  • Mehr Sinn.
  • Mehr Wertschätzung.
  • Und mehr Dankbarkeit.

Die persönliche Definition von Erfolg

Wer wie ein armer Esel permanent der Mohrrübe externer Erwartungen hinterherhetzt, der entfernt sich immer mehr von seinem innersten Kern. Und das führt über kurz oder lang zu Unzufriedenheit, Frustration und Burnout. Stattdessen werbe ich für maximale Dankbarkeit, eine eigene Definition von Zufriedenheit und der ausschließlichen Orientierung an eigenen Erwartungen, Zielen und Bedürfnissen.

Was ich damit meine? Wenn Ihre persönliche Definition von Erfolg die Anhäufung von materiellem Reichtum, das steile Erklimmen der Karriereleiter oder die ausschließliche Fokussierung auf Gewinnmaximierung ist, dann gehören Sie möglicherweise zu einer kleinen Minderheit, für die Schneller Höher Weiter genau der richtige Weg ist. Haben Sie hingegen andere Prioritäten wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, legen Wert auf Sinn und Bedeutung oder wollen mit ihrem Unternehmen der Gesellschaft auch etwas zurückgeben, dann sollten Sie dringend eine Kurskorrektur vornehmen.

Und genau das wollen wir  machen. Wir schauen uns an, wie man eine echte Mission im Leben findet, was das Wechseln von Batterien mit tiefer Erfüllung zu tun hat, und wie es gelingt, sich von den Erwartungen anderer Menschen zu lösen und ganz einfach sein eigenes Ding zu machen. Sind sie bereit? Wunderbar, dann lassen Sie uns loslegen. Und wenn Sie während dieses Prozesses doch einmal Zweifel, Unsicherheit oder Leistungsdruck verspüren sollten, dann möchte ich ihnen gerne das Mantra des ehemaligen Football Coaches und späterem Versicherungsgiganten Art Williams mit auf den Weg geben:

„All you can do is all you can do. And all you can do is enough.“

Ein Satz mit echtem Tiefgang, der mir seit vielen Jahren ein zuverlässiger Wegweiser im oftmals harten Alltag ist.

Nachhaltiges Mindset gestalten in 3 einfachen Schritten

Wenn Du ein nachhaltiges Mindset gestalten willst, dann findest Du in diesem Artikel drei kurze, knackige, dafür aber wirkungsvolle Tipps, um Deine Attitüde neu auszurichten und den Fokus auf Chancen, Möglichkeiten und Lösungen, und damit auf die aktive Gestaltung der Zukunft zu richten. Wenn Du tiefer in das Thema „Nachhaltiges Mindset ausrichten“ einsteigen möchtest, dann findest Du ausführliche Hintergründe in meinem Artikel „Mindset – Was es ist und warum es so wichtig ist„.

Nachhaltiges Mindset gestalten – Aber wie funktioniert das?

Wenn Du schon mal ein Buch zum Thema Persönlichkeitsoptimierung gelesen hast, dann stößt Du früher oder später auf den Ratschlag, Dein Mindset zu gestalten. Es weiterzuentwickeln und es von einem Static Mindset zu einem Growth Mindset zu verändern. Auf dem Papier hört sich das leicht an. Aber wie funktioniert das denn eigentlich genau in der Praxis? Und vor allem: Werden die Veränderungen dauerhaft sein?

Auch wenn der dahinterstehende Prozess natürlich sehr komplex und umfangreich ist, so lässt er sich doch auf drei einfache (nicht leichte!!) Schritte herunterbrechen, die ich Dir gerne in diesem Artikel vorstellen möchte.

Ein wichtiger Hinweis dazu: Das Ganze wird nur klappen, wenn Du es als dauerhaftes Projekt angehst, und viel Zeit für das Trainieren, Üben und Entwickeln von Gewohnheiten einplanst. Ein nachhaltiges Mindset gestalten funktioniert nämlich leider nicht per Fingerschnipp. Wenn Du aber bereit bist, in Dein neues Ich hineinzuwachsen, dann können Dir die drei Tipps schon bald treue Dienste leisten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 1 – Analyse des aktuellen Mindsets

Nur wenn Du weißt, wo Du aktuell stehst und wie Dein Mindset ausgerichtet ist, kannst Du die notwendigen Veränderungen zielgerichtet umsetzen. Das bedeutet, dass Du an dieser Stelle einen mutigen Blick in den Spiegel werfen musst und Dir radikal offen und ehrlich beantworten musst, ob Dein aktuelles Mindset eher negativ oder positiv ausgerichtet ist. Um Dir ein paar Ideen bei der Analyse zu geben, habe ich hier noch die wichtigsten Merkmale von Menschen mit einem negativen Mindset für Dich.

Menschen mit einem negativen Mindset…

  1. Sehen das Leben als einen einzigen großen Kampf
  2. Fokussieren sich auf Probleme und wissen jederzeit, was alles nicht geht
  3. Betrachten sich als Opfer der äußeren Umstände
  4. Denken, sie wären „fertig“ und wüssten und könnten schon alles
  5. Sind Meister im Ausreden suchen
  6. Beschweren sich viel und geben sofort auf, wenn etwas nicht klappt
  7. Denken im Mangel und glauben, dass es von allem zu wenig gibt
  8. Malen sich in den buntesten Farben aus, was alles schief gehen kann
  9. Reagieren passiv auf externe Ereignisse
  10. Machen andere Menschen klein

 

Menschen mit einem positiven Mindset hingegen…

  1. Sehen das Leben als großes Geschenk
  2. Fokussieren sich auf Lösungen und denken in Möglichkeiten
  3. Betrachten sich als Schöpfer ihrer eigenen Realität
  4. Folgen der Philosophie des lebenslangen Lernens
  5. Übernehmen Verantwortung. Für die guten und die schlechten Ergebnisse
  6. Akzeptieren Dinge, die sich nicht kontrollieren können und machen das Beste aus jeder Situation
  7. Denken im Überfluss und dass es von allem für alle genug gibt
  8. Träumen groß, setzen sich herausfordernde Ziele und tun alles, um diese zu erreichen
  9. Umarmen Veränderungen und gestalten die Zukunft aktiv
  10. Machen andere Menschen groß

 

Hast Du eine grobe Idee bekommen? Dann kannst Du Dir im nächsten Schritt die Frage stellen, an welchen Stellen Du etwas verändern möchtest. Wo siehst Du den größten Hebel? Und welche Bereiche bieten die besten Quick-Wins? Wenn Du diese Entscheidungen getroffen hast, kannst Du zu Schritt 2 übergehen, um Dein Mindset nachhaltig zu gestalten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 2: Definition klarer Ziele

„Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.“ Dieses Zitat des Philosophen Seneca beschreibt diesen Schritt perfekt. Je genauer Du Dein Ziel formulieren kannst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Du es auch erreichen wirst. Oder konkret: Je präziser und detaillierter Du Dein neues Mindset ausarbeitest, desto nachhaltiger werden die Ergebnisse später aussehen. Folgende Fragen können Dir dabei helfen:

  • Welche Stärken möchte ich ausbauen?
  • Wie genau soll mein neues Mindset aussehen?
  • Welche Glaubenssätze können mein neues Mindset unterstützen?
  • Auf welchen Bereich möchte ich mich fokussieren?
  • Woran werde ich erkennen, dass mein Mindset nachhaltig verändert ist?

 

Im letzten Schritt wollen wir nun sicherstellen, dass Deine neue Attitüde tief in Deinem Unterbewusstsein verankert wird. Und zwar durch kontinuierliche Anwendung und das Bilden von Gewohnheiten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 3 –  Bewusste Integration in den Alltag

Sein Mindset einen Tag lang auf Positivität, das Erkennen von Chancen und die Entwicklung von Lösungen auszurichten ist relativ einfach. Aber wie sieht es mit einer Woche aus? Einem Monat oder sogar mehreren Jahren? An dieser Stelle trennt sich die Spreu schnell vom Weizen. Im dritten und letzten Schritt geht es aus diesem Grund darum, Dein neu gestaltetes Mindset auch dauerhaft beizubehalten. Und dies gelingt am besten durch die ganz bewusste Integration in den Alltag.

Wenn dies lange genug geschieht, dann wird aus dem bewussten Prozess im Laufe der Zeit ein unbewusster Automatismus, der von dann an seine treuen (und positiven!) Dienste für Dich erledigen wird. Wie lange das dauert? Dies ist individuell sehr verschieden. Aber im Schnitt dauert es 66 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren (Ausführlich erklärt im Buch Atomic Habits von James Clear). Gib Dir also mindestens so lange Zeit. Noch besser ist es allerdings, wenn Du die nachhaltige Gestaltung Deines Mindsets nicht als kurzfristiges Projekt ansiehst, sondern als Lebensaufgabe, die niemals endet. Das ist das Prinzip des lebenslangen Lernens, dessen Verinnerlichung zu echten Durchbrüchen führt.

Und wenn Du die Ideen aus diesem Artikel noch etwas ausführlicher erklärt haben möchtest, dann schau Dir doch das passende Video dazu an.

GEWOHNHEITEN ÄNDERN MIT DIESEN 5 TIPPS

Schlechte Gewohnheiten ändern

Jeder von uns hat negative Angewohnheiten. Wir ernähren uns nicht optimal, treiben nicht so viel Sport, wie wir gerne würden, und auch im Job gibt es Gewohnheiten, die uns daran hindern, unsere Karriere weiter voranzutreiben. Die meisten dieser Gewohnheiten wirken dabei unbewusst als eine Art Automatismus, der zuverlässig seinen Dienst tut. Zeit dies unter die Lupe zu nehmen und diese Gewohnheiten zu ändern. Dabei möchte ich mich auf 5 Klassiker konzentrieren.

Gewohnheit ändern: Klassiker #1 – Perfekt sein ​wollen

Neigst du dazu, in eine Perfektionsfalle zu treten? Hast du den Anspruch, perfekt zu sein? Wieso hast du diesen Anspruch? Willst du bestimmte Erwartungen von anderen erfüllen?

Es gibt keinen Zustand der Perfektion. Wenn du etwas umsetzen möchtest, musst du anfangen zu handeln. Keine perfekte Vorbereitung bedeutet nicht, dass der Outcome nicht stimmt. Dadurch verlängert sich nur der Prozess und du schiebst das Durchstarten immer weiter weg. Wenn du anfängst, zu handeln, treten möglicherweise Probleme auf. Diese wären aber wahrscheinlich aufgetreten, egal wie perfekt die Vorbereitung auch war. Auf dem Weg zum Ziel entwickelst du dich weiter und lernst während dem Prozess dazu. Dadurch kommst du zu einem guten Ergebnis, auch wenn deine Vorbereitung nicht perfekt war.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #2 – Hart, aber nicht smart arbeiten

Durchhaltevermögen, Konsistent sein und zu deinem Wort stehen. All das steht für hart arbeiten. Durch hartes Arbeiten erreichst du deine Ziele und wirst im besten Fall erfolgreich.

ABER

Mache es dir nicht schwieriger als notwendig. Standardisiere und automatisiere deine Prozesse, setze Software ein oder nutze virtuelle Assistenten. Passe deine Gewohnheiten an. Es gibt viele Möglichkeiten, dein Leben durch smarte Apps, Technologien und Softwares einfacher, effektiver und produktiver zu machen. Dadurch sparst du in den einzelnen Prozessen Zeit, welche du anderweitig nutzen kannst.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #3 – Fokus auf Mangel ​

Jeder kennt es. Wir glauben, etwas zu brauchen, was wir momentan nicht besitzen. Wir sind so darauf fokussiert, was uns vermeintlich fehlt, statt uns dessen bewusst zu machen, was wir eigentlich haben. Ich spreche hier bewusst von Wir. Denn jeder hat diese Gedanken, aber wir können verändern, wie oft und wie stark diese Gedanken uns beeinflussen. Dieser Mindset Shift kann sehr viel bewegen. Es fängt mit den kleinen Dingen an. Sei zufrieden, mit dem, was du hast, und mache dir bewusst, wie „privilegiert“ unsere grundlegende Lebenssituation eigentlich ist. Auf einmal werden vermeintliche Probleme kleiner und unsere eigene Lebensqualität steigt. Hast du diese selbstzerstörende Gewohnheiten abgelegt, bleibt nur noch eine übrig.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #4 – Zu wenig Pausen

Lange und hart arbeiten, denn wir wissen: Nur so wird man erfolgreich. Du musst dich um dein Business kümmern, neue Kunden gewinnen, Umsatz machen und Ideen generieren. STOPP.

Pause machen.

Immer, wenn wir eine Pause machen, erholt sich unser Körper. In diesem Moment kann auch das Gehirn das geschehene Verarbeiten. Dies führt dann jedoch dazu, dass neue Ideen entstehen. Du distanzierst dich ein wenig vom Alltag und bekommst dadurch neue Eindrücke. Das bereits verarbeitete und die neuen Eindrücke tragen dazu bei, dass es dein Gehirn anregt, wieder kreativ zu werden. Dazu kommt, dass sich deine Energiereserven wieder füllen. Überraschung: Zurück auf der Arbeit bist du dadurch produktiver und effektiver als zuvor.

Je mehr bewusste Pausen du dir nimmst, desto erfolgreicher wirst du mit deinem Business auf lange Sicht sein.

Gewohnheiten ändern: Klassiker #5 – Vergleiche

Bin ich genauso gut wie XY? Wieso sind die Kennzahlen von Unternehmen XY so viel besser? Was soll ich noch verändern können? Bekommt auch sonst kein anderes Unternehmen hin.

Sich mit anderen Unternehmen und Selbstständigen zu vergleichen, ist prinzipiell (z.B. in Bezug auf Marketing-Strategien) nicht unumgänglich. Auch hier gibt es ein Aber. Ist das Unternehmen auf dem gleichen Level wie das eigene? Hat das andere Business mehr oder weniger Erfahrungen? Wenn ja, dann ist dies der falsche Maßstab. Sind eure Unternehmen und ihr als Personen auf dem gleichen Level an Erfahrung? Das wäre dann wohl ein passenderer Vergleich, jedoch solltest du nur einen Vergleich mit dir selbst ziehen.

Gibst DU dein Bestes? Ist das deine beste Version, die du sein kannst? Holst du aus deinem Business alles raus, was es bieten kann?

Das sind die Fragen, die du dir eigentlich stellen solltest. Denn nur so weißt du, dass du dein Bestes gegeben hast.

Diese Gewohnheiten abzutrainieren, erfordert ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen, aber garantiert dir ein zufriedeneres Leben. Auch der Mindset Shift hilft dir, kreativ zu werden, neue Ideen zu sammeln und schlichtweg etwas aus deinem Leben zu machen.

Diese selbstzerstörenden Gewohnheiten erklärt Ilja dir in dieser Youtube-Folge noch einmal. Wenn du eine Frage zu diesem Beitrag oder dem Video hast, hinterlasse gerne ein Kommentar. Wir freuen uns auf deinen Input.