Loslassen lernen – 7 Ideen für erfolgreiche Veränderungen im Leben

Loslassen lernen ist eine der wichtigsten Grundlagen für erfolgreiche und nachhaltige Veränderung. Jeder weiß es. Und doch ist es so schwer, denn etwas loszulassen gehört zu den Dingen, die sich sehr leicht anhören, aber in der Praxis häufig so ungeheuer schwer sind. 

Die Kunst des Loslassens – So gelingt Veränderung

Apropos, da habe ich eine Frage. Wie geht es Ihnen, werden Sie auch hellhörig, wenn Ihr Lebenspartner in diesem ganz besonderen Tonfall Ihren Kosenamen ruft und dann einen Satz wie diesen säuselt „Du Schatzi, wir sollten dringend einmal unseren Kleiderschrank ausmisten“? Genau das hat nämlich meine Frau vor kurzem zu mir gesagt. Und ich wusste sofort, was das bedeutete. Obwohl sie von „wir“ und „uns“ sprach, spürte ich ganz genau, dass sie damit etwas anderes meinte, nämlich dass ich dringend einmal meinen Kleiderschrank ausmisten sollte. 
 
Und tatsächlich, als ich ins Ankleidezimmer kam, standen da schon mehrere dieser großen blauen Säcke für mich bereit. Und damit ich auch genau wusste, was es damit auf sich hat, klebte ein gelbes Post-it daran: „Nicht vergessen, die Säcke nach dem Ausmisten ins Franziskanerkloster zu bringen!“ Im ersten Moment war ich bedient. Als ich aber einen Blick auf meinen überfüllten Kleiderschrank warf, dachte ich mir: „So ganz unrecht hat sie vielleicht nicht.“ Ich hatte nämlich im Jahr zuvor deutschlandweit Vorträge für eine große Modekette gehalten und in dieser Zeit bestimmt fünfundvierzig nagelneue Hemden mit nach Hause gebracht. 
 
Also traf ich schweren Herzens eine Entscheidung: „Okay, ich sortiere vierzig Hemden aus!“ Ich fing an, die guten Stücke einzeln aus dem Schrank zu holen. Aber schon als ich das erste in den Sack legen wollte, kamen die Erinnerungen hoch: „Hach, in diesem Hemd hast du den letzten Abend im Urlaub verbracht. Das war doch dieses schöne Candlelight-Dinner.“ Also packte ich es zurück in den Schrank. Dann kam das zweite. Ich seufzte: „Hmm, das hatte ich ja bei der Einschulung von Emma an. Viel zu schade.“ Zurück in den Schrank. Bei jedem einzelnen Hemd schwelgte ich in schönen Erinnerungen und brachte es einfach nicht übers Herz, mich davon zu trennen.

Loslassen können ist gar nicht so einfach

So kam es, dass ich statt der geplanten vierzig Hemden am Ende nur sieben Stück aussortierte. Nämlich diejenigen, die ich noch nie getragen hatte. Aber wissen Sie, welcher Gedanke mir kam, als ich das letzte davon in den Sack stecken wollte? „Was ist, wenn ich diese Hemden noch einmal brauche?!“ Kennen Sie solche Gedanken? Sie wissen zwar rational genau, dass Sie etwas loslassen müssten, trauen sich aber nicht richtig? 
 
Das liegt ganz einfach daran, dass in diesen Fällen die Gefühle eine viel größere Rolle spielen als der rationale Verstand. Sie erinnern sich an die schönen Momente, und welche Bedeutung diese Dinge in Ihrem Leben einmal hatten. Doch alles hat seine Zeit. Und während ich vor den Säcken saß, musste ich an den Film Fight Club denken, in dem Edward Norton einen Satz sagt, der mich sehr inspiriert hat: „Wir besitzen die Dinge so lange, bis die Dinge anfangen, uns zu besitzen.“
 
Da ist eine Menge dran, oder? Den Großteil von dem ganzen Zeug, das wir im Laufe der Jahre angehäuft haben, besitzen wir einfach nur, weil es eben da ist. Wir benutzen es weder, noch hat es einen Wert für uns. Wir bewahren es für eine eventuelle Benutzung in der Zukunft auf, zu der es sowieso niemals kommen wird. Trotzdem trauen wir uns nicht, die Dinge loszulassen. Und das gilt noch mehr für Veränderung. 

Erfolg heißt zu wissen, was gestern funktioniert hat

Die meisten Menschen haben gar nicht so große Probleme damit, neue Ideen zu akzeptieren. Vielmehr ist es die Angst davor, die alten loszulassen. Die berühmte Komfortzone lässt grüßen. Aber wie wollen Sie neue Wege gehen, wenn Sie morgen das Gleiche tun, was Sie heute, gestern und vorgestern auch schon getan haben? Mutige Entscheidungen legen sich immer fest. Problem oder Lösung. Zögern oder Machen. Kompliziert oder einfach. Stillstand oder neue Wege gehen. Wagen Sie es so oft wie möglich, die Dinge loszulassen, die Sie daran hindern, die nächste Stufe Ihrer Entwicklung zu nehmen. Denn heute Erfolg zu haben, heißt vor allem eins: zu wissen, was gestern funktioniert hat.
 
Genau das war meine größte Herausforderung in den Anfangstagen meiner Selbständigkeit. Ich dachte, ich könnte einfach so weitermachen wie bisher. Doch nur, weil ich als Manager in einem großen Konzern erfolgreich war, hieß das noch lange nicht, dass ich auch ein erfolgreicher Unternehmer sein konnte. Also habe ich eine Sache auf die harte Tour lernen müssen: Kunden interessiert es niemals, wie toll Sie gestern waren. Die interessiert ausschließlich: Wie gut sind Sie heute? Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. 
 
Dieses Muster finden Sie überall. Kennen Sie nicht auch diese Menschen, die jegliche Veränderungsideen mit folgenden Worten direkt abbügeln? „Ick mach den Job hier seit 20 Jahrn. Ick wees janz jenau, wie der Hase läuft.“ Doch dieses Denken ist ausschließlich rückwärts gerichtet. Peter Drucker gilt als der größte Management-Denker des letzten Jahrhunderts. In seinem Standardwerk namens Management hat er einen sehr interessanten Satz niedergeschrieben: „Erfolg macht die Verhaltensweisen überflüssig, durch die er entstanden ist.“ Noch besser hat das vor kurzem Karl Lagerfeld in einem Interview zusammengefasst: „In der Minute, in der Sie glauben, Sie seien toll, Sie hätten es geschafft, ist es aus. Es gibt keinen Kredit auf die Vergangenheit.“ Oder in meinen etwas einfacheren Worten: Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. Weil uns nichts so sehr bequem werden lässt wie vergangene Erfolge.
 
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Loslassen Psychologie: Darum ist es so schwer

Wenn Sie den Mut haben und die Dinge loslassen, die Sie daran hindern, zu wachsen und besser zu werden, dann wird Erstaunliches passieren. Denn auf diese Weise können Sie eines der universellen Gesetze der Veränderung nutzen. Haben Sie nämlich Ihre generelle Lebensphilosophie auf Überflussdenken aufgebaut, dann besitzen Sie das notwendige Vertrauen, dass jedes entstehende Vakuum durch etwas Besseres, durch etwas Schöneres ersetzt wird. 
 
Was sich so einfach anhört, fällt allerdings auch mir nicht immer leicht. Sie glauben ja gar nicht, wie viel Zweifel ich manchmal habe, wenn ich einen bestimmten Auftrag ablehne, einen wichtigen Geschäftszweig loslasse oder eine vielversprechende Idee aufgebe. Sofort kommen mir dann Gedanken wie „Ich werde bestimmt verhungern“, oder „So einen guten Kunden finde ich nie wieder“. Doch ich habe im Laufe der Zeit auch etwas anderes losgelassen, nämlich den Gedanken, dass ich frei von Zweifeln wäre. Jeder zweifelt. Sie genauso wie ich. Es ist nicht nur menschlich, sondern hört auch nie auf. 
 
Wenn Sie denken, dass erfolgreiche Menschen niemals zweifeln würden, dann täuschen Sie sich gewaltig. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Erfolgreichen genau wissen, wann sie ihr Glas wieder abstellen müssen. Und trotz aller Zweifel läuft es jedes Mal wieder nach dem gleichen Muster ab. Immer wenn ich eine schwere Entscheidung treffe und im Vertrauen auf den Überfluss loslasse, wird das entstandene Vakuum mit etwas Besserem gefüllt. Ich bekomme zuverlässigere Kunden, erhalte lukrativere Aufträge und mache noch mehr und vor allem nachhaltigeren Umsatz.

Loslassen lernen: Vertrauen Sie dem Universum

Nicht immer kommt das Gute sofort und auch nicht immer aus der Richtung, aus der Sie es erwarten würden. Das Leben geht in diesen Dingen manchmal verworrene und verschlungene Wege. Doch mit einem gewissen Vertrauen in die Kraft eines Vakuums wird eine entstandene Lücke immer durch etwas Besseres ersetzt werden. „Aber, Ilja, was genau soll ich denn jetzt loslassen?“ Das ist eine gute Frage. Und ich kann Sie Ihnen nicht beantworten. Oft ist es nur eine einzige Sache, die Sie loslassen müssen, um damit eine kleine Lawine von positiven Entwicklungen loszutreten. 
 
Das Fiese an der Sache ist allerdings, dass Sie im Vorfeld solcher Entscheidungen eigentlich immer ein ungutes Gefühl haben. Kein Wunder, denn die meisten Dinge, die Sie am dringendsten loslassen sollten, haben einen wichtigen Platz in Ihrem Leben eingenommen. Ihr gesamtes Inneres sträubt sich insolchen Momenten und ruft: „Auf keinen Fall, das ist wichtig. Das brauchen wir noch.“ 
 
Aber die Veränderungen, vor denen Sie am meisten Angst haben, bringen nun mal die größten Durchbrüche. Und so wie mir damals in meinem Ankleidezimmer mein Bauchgefühl sagte, dass die Zeit der Hemden gekommen sei, so spüren Sie ebenfalls, dass ein Teil von Ihnen zwar laut protestiert, Sie aber trotzdem handeln sollten. In solchen Fällen hilft das Training Ihrer Intuition, auf die Sie sich in solchen Fällen fast immer verlassen können.

Loslassen, was nicht glücklich macht

Kommen wir also zur entscheidenden Frage dieses Artikels: Was ist die eine Sache in Ihrem Leben, die Sie loslassen sollten? Wahrscheinlich spüren Sie schon lange, um was es sich dabei handelt, haben bisher aber viele gute Argumente gefunden, warum ein Loslassen hier scheinbar nicht in Frage kommt. Trotzdem kommt diese leise innere Stimme immer wieder und taucht in schöner Regelmäßigkeit an der Oberfläche auf.
 
Habe ich recht? Wenn Sie immer noch zweifeln (und das werden Sie, weil es vollkommen normal ist), dann gehen Sie tief in sich und stellen sich dann folgende Frage: „Was ist die eine Sache in meinem Leben, die ich loslassen sollte?“ Achten Sie nun auf die Antwort, die Ihnen als Allererstes in den Sinn kommt. Egal, wie unrealistisch oder unvernünftig die Idee auch klingen mag, mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich in diesem Moment genau um die Sache, von der Sie sich trennen sollten.
 
Benötigen Sie noch ein paar Ideen, was Sie alles loslassen können? Ich habe vor langer Zeit einmal eine Liste für mich erstellt, in der ich die Dinge zusammengefasst habe, die sich optimal dafür eignen, regelmäßig kritisch überprüft und hinterfragt zu werden. Denn wenn Sie loslassen lernen wollen, dann ist das große Ziel nichts anderes, als kritisch zu denken, geistig flexibel zu bleiben und alles dafür zu tun, der Bequemlichkeit des seelischen Niemandslands zu entfliehen. Obwohl ich in diesen Dingen mittlerweile geübt sein sollte, ertappe ich mich trotzdem häufig dabei, wie ich vor lauter Vorträgen, Terminen und Alltagsaufgaben den leichten Weg gehe und mir lieber meine eigene Komfortzone ausbaue. 

7 Dinge im Leben, die Sie loslassen können

Deshalb habe ich mir feste Termine im Kalender notiert, an denen ich die vermeintlichen Tatsachen des Lebens kritisch hinterfrage, meine Strategien überprüfe und meine Ziele justiere. Dies mache ich einmal im Monat und zum Jahreswechsel sogar ein ganzes Wochenende lang. Leicht wird das Loslassen übrigens nie, aber je häufiger Sie die faszinierenden Auswirkungen erleben, desto mehr Vertrauen werden Sie in Ihre Entscheidungen bekommen. Wollen wir beginnen? Hier sind meine persönlichen Loslass-Vorschläge.

Perfektion loslassen lernen

Für erfolgreiches Change Management ist es viel wichtiger, ins Handeln zu kommen, als auf Perfektion zu warten. Fehler passieren sowieso, Pläne gehen schief und viele große Steine warten auf dem Weg darauf, von Ihnen aus dem Weg geräumt zu werden. Außerdem habe ich eine Sache in meinem Job als Keynote Speaker gelernt: Perfektion wirkt immer ein wenig suspekt. Kleine Fehler zuzugeben und zu Schwächen offen zu stehen, kann hingegen viele Türen öffnen. Menschen mögen nämlich am liebsten Menschen, und keine Roboter. Lassen Sie die Idee los, perfekt sein zu wollen.

Glaubenssätze und Überzeugungen loslassen lernen

Hier fällt das Loslassen am schwersten, denn nichts auf der Welt verteidigen wir so gerne wie unsere eigenen Meinungen, Glaubenssätze und Überzeugungen. Aus diesem Grund verändern sich Menschen eben auch nur, wenn sie es wollen, und nicht, wenn sie es müssen. Hinterfragen Sie Ihre Überzeugungen also regelmäßig kritisch und ergebnisoffen. Ein guter Start ist immer folgender: „Ist diese Überzeugung wirklich meine eigene oder habe ich sie von meinem Umfeld, anderen Menschen oder den Medien übernommen? 
 
Und wenn es meine eigene ist, bringt sie mich meinen Zielen näher oder bremst sie mich?“ Lassen Sie limitierende Glaubenssätze und von anderen übernommene Überzeugungen los.

Erwartungen loslassen lernen

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Das Leben ist kein Ponyhof und schon gar nicht fair. Die Menschen sind es auch nicht. Und Sie können es nicht allen recht machen. Lassen Sie Ihre Erwartungen los, dass alles gerecht zugeht oder dass man Ihnen die Chancen und Möglichkeiten auf dem Silbertablett serviert. Lösen Sie sich von den Erwartungen anderer Menschen und machen Sie Ihr eigenes Ding. Und dafür sollten Sie Ihre eigenen Standards deutlich erhöhen.

Negative Menschen loslassen lernen

Ihr Inner Circle bestimmt über Erfolg oder Mißerfolg. Das gilt für sämtliche Lebensbereiche. Für Ihre Karriere, Ihre Gesundheit und Ihre Finanzen. Es macht einfach einen Unterschied, ob Sie Ihre Zeit mit positiven und innovativen Menschen verbringen oder ob Sie am Stammtisch mit bierseligen Energievampiren sitzen, deren Leben von Neid, Missgunst und Frust bestimmt wird. 
 
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es für uns ist, Menschen loszulassen, die einmal eine wichtige Rolle in unserem Leben gespielt haben. Doch auch hier gilt: Alles hat seine Zeit. Und wenn Sie sich als Person weiterentwickeln, aber die Menschen aus Ihrem Umfeld stehenbleiben, sollten Sie in Ihrem Tempo weitergehen. Je erfolgreicher Sie werden, desto häufiger werden Sie nämlich eine schmerzliche Erfahrung machen: Viele Freunde und Bekannte wollen überhaupt nicht, dass Sie erfolgreich werden. 
 
Und wenn Sie es Ihnen doch gönnen, dann aber bitteschön auf keinen Fall erfolgreicher, als sie selbst es sind.  Dies ist nicht mal böse gemeint, sondern nur das äußerlich sichtbare Verhalten, das aus dem Mangeldenken resultiert. Wie können Sie solche Erfahrungen vermeiden? Umgeben Sie sich ausschließlich mit Möglichkeitsdenkern, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen und bestärken. Und dazu gehört auch einmal ein kritisches Feedback. Aber lassen Sie bitte alle negativen Menschen in Ihrem Umfeld los und vertrauen Sie darauf, dass spannende Persönlichkeiten die Lücken füllen werden.

Kunden und Aufträge loslassen lernen

Haben Sie auch diesen bestimmten Kunden, der kaum Umsatz bringt, aber dafür permanent eine Sonderbehandlung wünscht? Bei dem nichts sofort funktioniert, der immer noch eine Nachfrage hat, und bei dem Sie jedes Mal einen hohen Zusatzaufwand betreiben müssen? Trauen Sie sich nein zu sagen, und lassen Sie los. Konzentrieren Sie Ihre Kraft und Energie lieber auf die Kunden, die niemals nörgeln, meckern oder reklamieren, dafür aber Ihre Leistungen zu schätzen wissen, Umsatz bringen und Sie gerne als Partner an der Seite haben. 
 
Und eines können Sie mir glauben, für den einen schwierigen Kunden stehen schon fünf andere vor der Tür, die nur darauf warten, mit Ihnen Geschäfte zu machen. Und zwar solche, die von einem Austausch von Werten geprägt sind.

Dinge und Zeug loslassen lernen

Keine Sorge, dies wird nicht der hundertste Aufruf zu einem besitzlosen Leben und auch keine Moralpredigt, dass es verwerflich sei, wenn Sie gerne konsumieren. Viel lieber möchte ich Ihr Bewusstsein dafür schärfen, wie viel von dem Zeug, das Sie angehäuft haben, für Sie entweder keinen Wert mehr hat oder nicht genutzt wird. Es gibt einen interessanten Artikel im Journal of Consumer Psychology aus dem Jahre 2011, der den treffenden Titel trägt: „If Money doesn’t buy you happiness, then you probably aren’t spending it right.“ 
 
Wenn Sie Freude an schönen Dingen, an teuren Uhren, an schnellen Autos oder an luxuriösen Klamotten haben, dann kaufen Sie sie sich und erfreuen sich daran. Wenn Sie von Haus aus glücklich und zufrieden sind, dann machen diese Konsumgüter Ihr Leben nämlich noch schöner. Nur wenn Sie den Konsum dazu brauchen, um glücklich zu sein, dann sollten Sie Ihre grundlegende Philosophie dringend überdenken. Doch wie viele Dinge befinden sich in Ihren Schränken, Ihren Kellern oder Garagen, die seit Jahren einfach da sind, und die Sie schon lange nicht mehr nutzen? 
 
Sortieren Sie hier gnadenlos aus. Was Sie im letzten Jahr nicht benutzt haben, werden Sie auch im nächsten nicht nutzen. Zeug, das nur noch da ist, weil es mal teuer war oder mit einer Erinnerung verknüpft ist, nimmt nur Platz und Energie weg für die Dinge, die wirklich wichtig für Sie sind. Es sagt ja niemand, dass Sie alles in den Müll werfen sollen. Verkaufen Sie Dinge auf Ebay, verschenken Sie Sachen an Freunde oder spenden Sie an wohltätige Einrichtungen. Wichtig ist aber vor allem, dass Sie loslassen und damit Platz und Freiraum für Neues schaffen. Probieren Sie es aus, ich garantiere Ihnen, dass Sie von der Wirkung begeistert sein werden.

Ziele und Träume loslassen lernen

Schleppen Sie auch schon seit Jahren diesen einen Traum mit sich herum? Verfolgen Sie auch ein bestimmtes Ziel, für dessen Umsetzung bisher einfach die Zeit fehlte? Dann sollten Sie einmal darüber nachdenken, ob Sie es nicht loslassen sollten. Manche Ziele und Träume sind wie die alten Hemden, die Ihren Kleiderschrank verstopfen. Sie kosten Kraft, Energie und Zeit. Vor allem aber blockieren Sie den Platz, den Sie für Ihre wichtigen Träume und Ihre aktuellen Ziele brauchen. Denken Sie im Zweifel immer wieder daran: Alles im Leben hat seine Zeit. Und es hat seinen Grund, warum Sie diese Dinge bisher nicht umgesetzt haben. Wagen Sie es, loszulassen, und verfolgen Sie lieber die Vorhaben, die Ihnen heute wichtig sind.

Loslassen bedeutet nicht loswerden

Gut, haben Sie einige Anregungen bekommen können? Ich bin mir bewusst, dass wir die Kunst des Loslassens sehr kurz betrachtet haben. Nicht umsonst gibt es ganze Bücher, die sich nur mit diesem einen Thema befassen. Aber wie so häufig wirken meistens die Dinge am besten, die auf den Punkt formuliert sind, und ich hoffe, Sie haben ein Gespür dafür bekommen, welche Kraft das Loslassen lernen haben kann. Unterm Strich läuft es tatsächlich nur auf eine einzige Handlung hinaus: Lassen Sie los, was Sie festhält. Mehr ist es nicht. 
 
Damit Ihnen das in Zukunft nicht mehr so schwer fällt, kommt nun der entscheidende Hinweis ganz zum Schluss. Ich habe nämlich herausgefunden, warum so viele Menschen zwar Weltmeister im Festhalten sind, ihnen das Loslassen aber so ungeheuer schwerfällt. Wie bei allen anderen Veränderungen auch liegt es auch in diesem Fall an der Bewertung. Hier kommt also ein Impuls, der Ihren Umgang mit der Kunst des Loslassens entscheidend verändern kann. Diesen Satz sollten Sie sich entweder aufschreiben oder so gut verinnerlichen, dass Sie ihn nie wieder vergessen:
 
Loslassen bedeutet nicht loswerden.
 
Diese Erkenntnis hat meinem Leben eine völlig neue Qualität gegeben. Sie kann es auch in Ihrem tun. Wenn Sie etwas loslassen, bedeutet das niemals, dass Sie etwas wegwerfen. Ganz im Gegenteil. Loslassen bedeutet einzig und allein, dass Sie etwas nicht mehr festhalten. 

Loslassen können – Die Perspektive, die alles verändert

Wenn ein Falke in einem Käfig festgehalten wird, drehen sich seine ganzen Gedanken nur darum, wie er fliehen kann. Lässt der Falkner aber los und schenkt dem Tier seine Freiheit, kehrt der Vogel immer wieder zurück zu dem Ort, wo er sich besonders wohlfühlt. Und daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: Wenn Sie etwas mit aller Macht festhalten müssen, dann ist diese Handlung vor allem von der Angst vor Verlust getrieben. Das, woran sie sich so krampfhaft klammern, hat Sie eigentlich schon vor langer Zeit verlassen. 
 
Wenn Sie es stattdessen wagen, alte Ideen, Überzeugungen oder auch Menschen loszulassen, werden Sie eine erstaunliche Feststellung machen. Manche dieser Dinge werden für immer verschwinden. Und das ist gut so, denn alles hat seine Zeit. Genauso wird es aber auch manches geben, was von sich aus wieder zu Ihnen zurückkehrt. Diese eine Idee, die einfach nicht lockerlässt. Diese Überzeugung, die Ihnen immer wieder begegnet. Und dieser ganz besondere Mensch, der gemeinsam mit Ihnen einen Neuanfang wagen möchte. 
 
Das ist das Großartige am Loslassen lernen. Sobald Sie nicht mehr krampfhaft festhalten, sondern den Dingen die Freiheit lassen, von sich aus zu Ihnen zurückzukehren, spüren Sie, was wirklich zählt und für Ihr Leben wichtig ist. Wagen Sie es, loszulassen, und schaffen Sie Raum für Ideen, Gedanken und Menschen, die Sie beim Erreichen Ihrer Großartigkeit und beim Leben Ihrer Träume unterstützen.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Was macht einen guten Leader aus? Die 7 wichtigsten Eigenschaften

Was macht einen guten Leader aus? Diese Frage ist in Zeiten von Veränderung, Transformation und permanentem Wandel immer relevanter. In der Kurzform kommt hier die Zusammenfassung. Es ist ein ganz besonderes Mindset, dass sich aus 7 Leadership Eigenschaften zusammensetzt: Klarheit. Vertrauen. Transparenz. Empathie. Reflexion. Entscheidungsfähigkeit. Und Positivität.
 

Leadership vs. Management

Doch nun zur ausführlichen Antwort auf die Frage “Was macht einen guten Leader aus?”. Dieser unterscheidet sich schon qua Definition vom klassischen Manager. Denn während dieser sich um die Organisation von Prozessen, die Verwaltung bestehender Strukturen und die Optimierung vorhandener Ressourcen kümmert, dreht sich beim Thema Leadership alles um das Führen von Menschen. Um das Vermitteln einer Vision, die Kommunikation gemeinsamer Ziele und die Fähigkeit, diverse Persönlichkeiten zu einem verschworenen Team zusammenzuführen. Den genauen Unterschied zwischen Leadern und Managern können Sie sich in diesem Artikel ausführlich durchlesen.  An dieser Stelle wollen wir uns jetzt die sieben Eigenschaften anschauen, die einen guten Leader ausmachen. 
 

Leadership Eigenschaft #1: Klarheit

Nur wer Klarheit über die eigenen Werte, die gemeinsamen Ziele und die geplante Strategie hat, kann diese auch klar nach Außen kommunizieren. Gutes Leadership beginnt daher immer mit Klarheit. Über die eigene Wirkung. Die eigene Kommunikation. Den eigenen Umgang mit Veränderung. Und natürlich das eigene Mindset. Nicht umsonst beginnt gute Führung immer mit exzellenter Selbstführung. Ist diese jedoch gegeben, dann folgen einem die Menschen um einen herum fast schon von selbst.
 

Leadership Eigenschaft #2: Vertrauen

Vertrauen ist die Basis von allem. Und eine unabdingbare Eigenschaft guter Führungskräfte. Ohne Vertrauen keine Weiterentwicklung, keine Offenheit und insbesondere keine konstruktive Fehlerkultur. Je mehr Sie Ihrem Team vertrauen, desto mehr werden diese Ihnen dies mit Einsatz, Commitment und Zusammenhalt zurückzahlen. Und das ist der versteckte Bonus: Nichts motiviert Menschen nämlich so sehr, wie das Gefühl zu haben, dass man ihnen vertraut. 
 
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Leadership Eigenschaft #3: Transparenz

Gute Leader kommunizieren immer transparent. Behalten keine Infos für sich und teilen ihr Wissen, ihre Ziele und Gedanken mit dem Team. Auf diese Weise gibt es keine geheimen Grüppchen, alle befinden sich auf Augenhöhe und jeder fühlt sich abgeholt. Zwei Dinge möchte ich jedoch besonders herausstellen, wenn es um transparente Kommunikation geht: Die eigenen Zweifel und Erwartungen. Kein Leader kann alles wissen. Ganz im Gegenteil. In Zeiten, die von Unsicherheit und Komplexität geprägt sind, ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Hier offen auch die eigenen Schwächen zu zeigen, ist tatsächlich eine große Stärke, die alle guten Leader vereint.
 
Zum anderen sollten Erwartungen immer ausgesprochen werden. Schlechte Leader zeichnen sich dadurch aus, dass diese sich nur in ihrem eigenen Kopf befinden. Und dann wundern sie sich, warum sie nicht erfüllt werden.
 

Leadership Eigenschaft #4: Empathie

Für mich die wohl wichtigste Leadership Eigenschaft der Zukunft. Und ja, ich bin mir bewusst, dass Empathie von vielen Oldschool Führungskräften (think: Boss!) immer noch als Zeichen von Schwäche definiert wird. Doch das könnte falscher nicht sein. Empathie bedeutet nichts anderes, als die Werte, Erwartungen, Hoffnungen und Gefühle der individuellen Persönlichkeiten zu kennen und auf eine Art und Weise zu kombinieren, dass jeder auf seine Art glücklich wird und gleichsam unbändige Lust hat, Teil des Teams zu sein.
 

Leadership Eigenschaft #5: Reflexion

Das eigene Ego ist der größte Feind guter Leader. Daher ist persönliche Reflexion so unwahrscheinlich wichtig. Denn die regelmäßige Auseinandersetzung mit dem eigenen Mindset, den wichtigsten Werten und dem Soll- bzw. Ist-Zustand führt zu der so wichtigen Klarheit, die dann im nächsten Schritt wieder zu außergewöhnlich guter Kommunikation führt.
 

Leadership Eigenschaft #6: Verbindlichkeit

Hiermit sind zwei Dinge gemeint. Zum einen das zu tun, was man angekündigt hat zu tun. Und zwar immer. Ohne Ausnahme. Denn gute Leader lassen immer Taten statt Worte sprechen. Dies bedingt aber den zweiten Faktor, nämlich die Fähigkeit, gute Entscheidungen treffen zu können. Je verbindlicher eine gute Führungskraft nämlich in der Lage ist, faire, zeitnahe und verständliche Entscheidungen zu treffen, desto mehr gibt sie den Menschen um sich herum Orientierung. Und die ist nun mal eine unbedingte Voraussetzung für gutes Leadership.
 

Leadership Eigenschaft #7: Positivität

Kennen Sie einen guten Leader, der mit Negativität die Köpfe und Herzen der Menschen gewonnen hat? Sehen Sie, ich auch nicht. Gute Leader sind positiv. Und zwar immer. Das bedeutet nicht, dass sie den kompletten Tag mit einem Grinsen durchs Leben gehen. Nein, auch Leader zweifeln, haben Sorgen und regen sich über Missstände auf. Hier ist eher die grundlegende Attitüde gemeint, die auf einem unumstößlichen Optimismus, auf Hoffnung und dem positiven Blick auf die Zukunft beruht. Und diese Positivität ist wie ein kleiner Funke, der sich immer weiterverbreitet. 

 

Was macht einen guten Leader aus: Ein Fazit

Zusammenfassend können wir feststellen, dass gutes Leadership keine Sache ist, die man theoretisch lernen kann. Gute Leader wachsen oftmals erst in ihre Aufgabe hinein, weil nämlich gleichsam ihre Persönlichkeit wächst. Aber wenn Sie sich auf die sieben Eigenschaften des Leadership Mindsets in diesem Artikel konzentrieren, dann haben Sie eine sehr gute Grundlage, auf der Sie Ihren ganz persönlichen Führungsstil aufbauen können. 
 
Bleiben noch zwei Fragen: Was macht für einen guten Leader aus, für Sie ganz persönlich? Und welche Eigenschaften würden Sie ergänzen? Ich freue mich auf Ihren Kommentar…

Storytelling lernen in 7 einfachen Schritten

Definition Storytelling

Storytelling bedeutet, Informationen als Geschichte zu erzählen statt sie nur aufzuzählen: Mit einer Figur, einem Konflikt und einem Wendepunkt. So lernen Sie es: Eine klare Kernbotschaft wählen, eine echte Figur einführen, Spannung aufbauen, den Wendepunkt zeigen und mit einer konkreten Erkenntnis schließen. Diese Seite führt in 7 Schritten hindurch.

Storytelling lernen. Oder klassisch auf Deutch: Die Kunst des Geschichten erzählens meistern. Warum sollte man sich damit beschäftigen, diese Fähigkeit zu lernen? Ganz einfach. Geschichten fesseln. Geschichten begeistern. Sie bewegen emotional und wirken auf unbewusster Ebene. Laut Wikipedia wird Storytelling wie folgt definiert: „Es ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form von Leitmotiven, Symbolen, Metaphern oder anderen Mitteln der Rhetorik weitergegeben wird.“

Und Storytelling wirkt. Wenn Sie an den besten Vortrag denken, den Sie jemals gehört haben, dann werden Sie sich kaum an die Fakten und konkreten Inhalte erinnern, aber ganz bestimmt an diese eine Anekdote des Redners, die Ihnen noch heute ein gutes Gefühl bereitet. Mit der Kunst des Storytellings berühren Sie Ihre Zuhörer im Kopf, vor allem aber im Herz. Da fällt mir eine Geschichte ein….

Storytelling Beispiel

Es war Tonys erste Nacht im Gefängnis. Nachdem das Licht ausgeschaltet wurde, hörte er aus der Zelle nebenan einen lauten Schrei: „107“. Sämtliche Häftlinge begannen aus voller Kehle zu lachen. Dann schrie ein anderer: „47“. Wieder ertönte aus den Zellen ein schallendes Gelächter. Ziemlich verdutzt fragte Tony seinen Zellennachbarn John: „Was geht denn hier vor, warum lachen alle wie verrückt?“ „Tja“, antwortete John, „das ist ganz einfach. Jeder Einzelne ist schon so lange hier, dass wir uns nicht mehr die Mühe machen, komplette Geschichten zu erzählen, wir schreien einfach nur die Nummern in die Nacht hinaus“.

Tony war sofort neugierig: „Das würde ich gerne einmal ausprobieren, kannst du mir eine Nummer nennen?“ „Klar, probier´ es mit der 88, die ist ein Klassiker“, antwortete John. Und so schrie Tony voller Inbrunst: „88“. Aber niemand rührte sich. Also probierte er es ein weiteres Mal, diesmal doppelt so laut. Doch wiederum erhielt er die gleiche Reaktion, vollkommene Stille. Tony fragte seinen Zellennachbarn: „Hey, was ist los, warum lacht niemand?“ Die Antwort von John war sehr einfach: „Weißt du Tony, manche Menschen können Geschichten erzählen und manche können es eben nicht!“

Die Storytelling Methode

Nichts vermag Ihre Botschaft so elegant zu transportieren, wie eine gut aufgebaute und humorvoll präsentierte Geschichte. Nur, wenn Sie witzig sind, statt mehr oder weniger platte Witze zu erzählen, sind Sie in der Lage, Ihr Publikum emotional zu berühren, und Ihre Botschaften auf unbewusster Ebene nachhaltig wirken zu lassen. Kennen Sie nicht auch Menschen, die zu jeder Gelegenheit eine passende Story parat haben, und denen Sie bereits nach kurzer Zeit wie gebannt an den Lippen hängen?

Die ihre Themen und Argumente so elegant in Anekdoten verpacken, dass Sie gar nicht anders können, als sich mit Begeisterung auf eine faszinierende Reise voller guter Gefühle mitnehmen zu lassen? Was auf den ersten Blick wie eine angeborene Gabe wirkt, ist tatsächlich eine jahrhunderte alte Methode, mit der auch Sie zu einem solchen Redner werden können.

Die Technik, die hinter dieser besonderen Art der Informationsvermittlung steht, nennt sich Storytelling, und ist mehr eine Kunst als ein Handwerk. Nur wenn eine Geschichte richtig erzählt wird, kann sie ihre volle Wirkung entfalten, und ihre Zuhörer auf fast schon magische Weise in ihre ganz eigene Welt ziehen. Und hier kommt ein weiterer wichtiger Faktor ins Spiel: Der Humor. Lachen ist nicht nur die einfachste Brücke zwischen zwei Menschen, sondern die perfekte Möglichkeit, eine Story emotional aufzuladen. Es ist nun mal wesentlich leichter, Ihre Kernbotschaft zu vermitteln, wenn sich Ihr Publikum in einem ressourcevollen Zustand befindet.

Mit der Storytelling Methode sind Sie in der Lage, auf der kompletten Klaviatur des Humors zu spielen. Sie können mit Ihren Zuhörern individuell kommunizieren und gleichzeitig Ihre eigene Persönlichkeit einbringen. Ein herzhaftes Lachen, ein alberner Lachkrampf, ein intellektuelles Schmunzeln oder ein warmherziges Lächeln; in einer einzelnen Geschichte können Sie jede gewünschte Form von Humor unterbringen und damit eine Atmosphäre generieren, die viel Spaß, nachhaltige Motivation und einen hohen Erinnerungsfaktor nach sich zieht.

Storytelling meistern mit der A.M.E.R.I.K.A. Methode

Sicherlich überlegen Sie gerade, wie Sie sich dieses unschätzbar wertvolle Werkzeug für Ihren Job aneignen können, nicht wahr? Die A.M.E.R.I.K.A.-Methode stattet Sie in sieben einfachen und leicht nachvollziehbaren Schritten mit einem Leitfaden aus, an dem Sie sich orientieren können. Auf Ihrem Weg als Storyteller werden Sie spannende Erfahrungen machen, wie Sie als Redner in Erinnerung bleiben und Ihre Inhalte elegant kommunizieren können. Dabei ist A.M.E.R.I.K.A. ein Akronym und steht für:

A – Anlass

M – Motivation

E – Erfahrung

R – Routine

I – Instrumente

K – Komik

A – Abschluss

In den folgenden Abschnitten erläutere ich Ihnen die einzelnen Schritte, auf die es beim Storytelling ankommt. Sie werden sich einen einfache Methode aneignen, mit der Sie in der Lage sind, jederzeit die passende Geschichte zu wählen, und diese in einer Art und Weise zu präsentieren, die Ihre Zuhörer verzaubern wird. Und natürlich verpacken wir den Inhalt in eine kleine Anekdote. Sind Sie bereit? Lassen Sie mich Ihnen eine Geschichte erzählen…

Storytelling lernen – Schritt 1: Anlass

Henri Dumont ist ein erfahrener Pilot bei einer großen Airline. Und er ist verliebt. Seit er heute morgen aufgewacht ist, denkt er bereits voller Freude an den Abend. Er ist sehr nervös, denn er will seiner Freundin Juliette in einem Luxusrestaurant über den Dächern von Paris den lange geplanten Heiratsantrag machen. Doch bis es soweit ist, muss Henri noch 300 Passagiere sicher von Chicago zum Flughafen Charles de Gaulle befördern.

Obwohl er die Strecke schon dutzende Male geflogen ist, geht er in Gedanken noch einmal die Route durch und lässt sich von seinem ersten Offizier die Wetterlage durchgeben. Vor dem Start läuft er komplett um das Flugzeug herum und kontrolliert  alle wichtigen Punkte anhand einer detaillierten Checkliste. Im Cockpit bespricht er die kommenden Stunden mit seinen Co-Piloten und der Crew. Jede Eventualität wird durchgegangen, Sonderwünsche der Passagiere abgestimmt und der Dienstplan der Teammitglieder besprochen. Kurze Zeit später gibt der Tower das „Go“ und die Boeing 747 hebt ab Richtung Paris…

Ob Sie mit Ihrem Storytelling das Publikum begeistern werden, entscheidet sich bereits lange vor dem eigentlichen Vortrag. Für Sie als Speaker ist eine gute Vorbereitung nicht etwa die halbe Miete, sondern Alles. Fertigen Sie sich eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen an, die Sie vor jedem Termin beantworten. Was genau ist der Anlass Ihres Vortrages? Wie ist die demografische und soziale Zusammensetzung Ihres Publikums? Welche Themen wollen Sie transportieren und wie lautet Ihre Kernbotschaft? Gibt es bestimmte Anforderungen Ihres Auftraggebers?

Ergänzen Sie diese Aufzählung durch weitere Punkte, die für Ihre Branche oder Ihr Expertenthema besonders relevant sind. Aus den Informationen, die Sie dadurch erhalten, erstellen Sie sich dann ein Anforderungsprofil für mögliche Geschichten, Metaphern oder Anekdoten, die optimal für den konkreten Anlass geeignet sind. Der Lohn Ihrer sorgfältigen Vorbereitung: Ihr Publikum wird Ihnen während Ihres Vortrages an den Lippen hängen und Ihnen am Ende Standing Ovations schenken. Denn während die meisten Redner immer wieder die gleichen Metaphern erzählen, die an ein Sakko vom Textilmarkt im Einkaufszentrum erinnern, haben Ihre Zuhörer das Gefühl, Geschichten zu hören, die so perfekt passen wie ein Maßanzug aus der Londoner Savile Row.

Storytelling lernen – Schritt 2: Motivation

Obwohl erst wenige Minuten seit dem Take Off vergangen sind, befindet sich Henri Dumont in Gedanken bereits in Paris. Vor seinem geistigen Auge läuft ein phantasievoller Film ab, in dem ihn Juliette mit ihren einzigartig blauen Augen anschaut, während er alles dafür tut, dass Sie sich wohl und begehrenswert fühlt. An diesem Abend muss einfach alles passen. Es soll der perfekte Moment werden, damit Juliette gar nicht anders kann, als „Ja“ zu sagen…

Sie sollten sich bereits vor Ihrer Rede überlegen, in welchem Zustand sich Ihre Zuhörer am Ende befinden sollen. Der rote Faden Ihres Storytellings sind dabei die Emotionen. Je mehr Sie es schaffen, Ihr Publikum auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen, desto besser werden Sie als Redner in Erinnerung bleiben. Wollen Sie beispielsweise Ihre Zuhörer motivieren, so wählen Sie Geschichten, die zum Handeln anregen und aktivierend wirken. Bauen Sie innerhalb Ihrer Anekdoten einen konsequenten Spannungsbogen auf.

Beschreiben Sie die Persönlichkeit ihrer Helden in den Geschichten möglichst detailliert, so dass sich Ihre Zuhörer leicht mit ihnen identifizieren können. Schlagen Sie inhaltliche Haken, bauen Sie Wendepunkte ein und lassen Sie auch einmal etwas Unerwartetes geschehen. Denken Sie bei Ihrer Dramaturgie immer daran, welche Gefühle Ihre Zuhörer erleben sollen. Dies setzt natürlich voraus, dass Sie ein wichtiges Prinzip beherzigen: „Go First“. Sie müssen die Emotionen selber spüren, die Sie verbal und nonverbal in Ihren Geschichten transportieren wollen.

Storytelling lernen – Schritt 3: Erfahrung

Henri Dumont hält es vor lauter Nervosität kaum noch aus. Statt hier im Cockpit zu sitzen, würde er lieber seine Juliette in den Arm nehmen und leidenschaftlich küssen. Doch welche Flugroute soll er wählen, um so schnell wie möglich nach Paris zu kommen? Zum Glück ist Henri ein sehr erfahrener Pilot, der jede der möglichen Strecken schon dutzende Male geflogen ist. Er holt sein Notizbuch hervor, in dem sich die Aufzeichnungen der letzten fünf Jahre befinden. Anhand der Stärken und Schwächen der einzelnen Routen trifft er seine Entscheidung. Er wählt den Kurs, der über Grönland führt. Der ist zwar am schwierigsten zu Fliegen, aber auch um eine Stunde schneller, als alle Alternativen…

Wenn Sie etwas aus dem Ärmel schütteln wollen, müssen Sie es vorher hineinpacken. Je größer Ihr Repertoire ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, für jeden Anlass die passenden Geschichten auszuwählen. Sie fragen sich, wie das am besten geht? Lesen Sie spannende Romane, schauen Sie sich Theateraufführungen an und abonnieren Sie inspirierende Blogs. Und gehen Sie vor allem mit offenen Augen durchs Leben.

Die Welt ist voller Geschichten, die nur darauf warten, von Ihnen erzählt zu werden. Noch besser ist es, wenn Sie auf viele selbst erlebte Erfahrungen zurückgreifen können. Das steigert Ihre Authenzität und Kompetenz als Redner beträchtlich. Die einfachste Möglichkeit, um sich einen riesigen Schatz an spannenden Geschichten anzueignen, liegt daher in einem abwechslungsreichen Leben. Und halten Sie die erzählenswerten Momente unbedingt schriftlich fest. Legen Sie sich ein hochwertiges Notizbuch zu und dann schreiben Sie Ihre persönlichen Erlebnisse auf. Und zwar immer sofort und nicht erst am Abend oder wenn Sie Zeit dafür haben.

Glauben Sie mir, ein Gedanke, der erst einmal verschwunden ist, kommt so schnell nicht wieder. Schon bald werden Sie ein Bewusstsein für die richtigen Situationen entwickeln. Und Sie werden ebenso rasch feststellen, dass Ihr Leben gleichzeitig bunter, spannender und ereignisreicher sein wird. Wenn Sie heute beginnen, haben Sie in 365 Tagen ein komplettes Buch mit spannenden und emotionalen Geschichten. Vor jedem Vortrag müssen Sie dann anhand Ihrer Checkliste nur noch die Stories wählen, die am besten zum Thema und zum Anlass passen.

Storytelling lernen – Schritt 4: Routine

Kurz vor Grönland wird das Flugzeug von einem heftigen Gewitter überrascht. Der für das Cockpit verantwortliche erste Offizier ist noch neu im Geschäft und mit der kritischen Situation überfordert. Der Schweiß rinnt ihm die Stirn herunter und er weiß nicht, was er tun soll. Doch Henri rettet die brenzlige Lage mit seiner ganzen Erfahrung und übernimmt das Steuer. Weil er schon häufig in einer ähnlichen Situation war, strahlt er Sicherheit, Ruhe und Kompetenz aus. Nach wenigen Minuten hat er die Maschine wieder auf Kurs gebracht und schaut lächelnd auf die Uhr. Noch drei Stunden bis Paris…

Wiederholung ist die Mutter allen Lernens und Training der Vater des Erfolgs. Nervosität und Unsicherheit resultieren vor allem durch eine nicht ausreichende Vorbereitung und zu wenig Übung. Trainieren Sie das Erzählen Ihrer Geschichten im Auto, vor dem Spiegel oder auf Familienfeiern. Ideal ist es, wenn Sie Kinder haben, denn ehrlicheres Feedback werden Sie nirgendwo anders bekommen. Nehmen Sie genau wahr, welche Stellen gut ankommen und wo Sie noch etwas feilen müssen.

Üben Sie, bis Sie Ihre Geschichten so flüssig erzählen können, dass Sie ein Teil von Ihnen geworden sind. Ab diesem Moment können Sie sich voll und ganz auf die kunstvolle Präsentation und die humorvolle Interaktion mit Ihren Zuhörern konzentrieren.

Storytelling leren – Schritt 5: Instrumente

Paris. 19:00 Uhr. Bei sommerlichen 23 Grad sitzen Henri Dumont und seine Freundin Juliette auf der Dachterrasse des Restaurants Coup de Coeur und genießen gemeinsam den Sonnenuntergang, der wohl nirgendwo auf der Welt so romantisch ist, wie in der Stadt der Liebe. Der Wind weht angenehm kühl über die Haut und der süßliche Duft von Flieder liegt in der Luft. Henri überlässt an diesem Abend nichts dem Zufall.

Er hat seinen besten Anzug angezogen, und trägt die edlen Manschettenknöpfe mit Gravur, die Juliette ihm zum Geburtstag geschenkt hat. Er ist sehr aufmerksam, macht seiner Liebsten viele Komplimente und hat zu jeder Gelegenheit eine passende Geschichte parat. Juliette schmilzt dahin: „Ach Henri, ich kann es nicht rational begründen, aber ich fühle mich in deiner Gesellschaft einfach wohl und geborgen…“

Nachdem Ihr Inhalt steht, können Sie Ihren Fokus auf die Form und den gezielten Einbau von Humor richten. Die wichtigsten Werkzeuge für Sie als Storyteller sind dabei Ihre Stimme, Ihre Mimik und Ihre Gestik. Grundsätzlich gilt: Je abwechslungsreicher, desto besser. Spielen Sie mit der Lautstärke und benutzen Sie die ganze Bandbreite der Tonalität.

Setzen Sie kraftvolle Gesten ein und unterstreichen Sie die Aussagen der Worte mit Ihrer Mimik. Je mehr Sie Ihre Anekdoten selber leben, desto leichter wird Ihnen dies fallen. Ein wichtiger Tipp: Nehmen Sie ihre Performances regelmäßig mit einer Kamera oder Ihrem Smartphone auf und achten Sie bei der Analyse besonders auf die Wirkung der angesprochenen Punkte.

Wenn Sie Ihr Publikum nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz berühren möchten, ist es von entscheidender Bedeutung, Ihre Geschichten emotional und sinnesspezifisch zu gestalten. Lassen Sie mit Ihren Worten in den Köpfen der Zuhörer große und lebendige Bilder entstehen. Aktivieren Sie alle fünf Sinne und verwenden Sie viele Adjektive. Spannen Sie mit Ihrem Storytelling mehrere Ebenen gleichzeitig auf: inhaltlich, sprachlich und auch emotional.

Erzählen Sie Geschichten in Geschichten und machen Sie bewusste Pausen, wenn es spannend wird. Je abwechslungsreicher und humorvoller Sie ihr Storytelling präsentieren, desto stärker erreichen Sie Ihre Zuhörer auf der unbewussten Ebene und potenzieren damit den Lern- und Erinnerungseffekt. Vor allem aber bleiben Sie als begeisternder Redner und virtuoser Verbalakrobat im Gedächtnis.

Storytelling lernen – Schritt 6: Komik

„So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Es kommt mir vor, als wäre ich in jeder Deiner Geschichten die Hauptperson.“ Juliette ist glücklich und ihre Augen funkeln. Dabei war Henri noch vor wenigen Monaten eigentlich eher schüchtern. Seine zaghaften Versuche, humorvoll sein zu wollen, wirkten ziemlich hölzern. Doch dann begeisterte er sich für den feinsinnigen Humor von Loriot und schaute sich viele unschätzbare Details ab.

Vor allem wurde er mutig. Im Kollegenkreis erzählte er immer wieder ein paar witzige Stories und schon bald wurde er für seine berühmte Geschichte mit der blonden Stewardess geschätzt, bei der sich die Zuhörer immer wieder vor Lachen die Bäuche hielten. Heute ist Henri ein sehr eloquenter und humorvoller Erzähler, dem es mit großer Souveränität gelingt, seine Zuhörer zum Schmunzeln zu bringen. Gerade als Juliette sich wieder einmal eine Freudenträne aus dem Augenwinkel wischt, greift er in die Innentasche seine Jacketts…

Humor ist Ihr wichtigstes Instrument, wenn Sie Ihr Publikum dazu bringen wollen, eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen aufzubauen und in ressourcevolle Zustände zu gehen. Storytelling bietet Ihnen den optimalen Rahmen, um Ihre Zuhörer lebendig und humorvoll zu unterhalten. Nichts vermag Menschen so leicht zum Lachen zu bringen wie eine lustige und authentisch erzählte Geschichte.

„Aber Ilja“, werden Sie jetzt vielleicht einwenden, „ich bin überhaupt nicht humorvoll und von Natur aus eher der ernste Typ!“ Keine Sorge, da habe ich eine gute Nachricht für Sie: Humor ist eine Fähigkeit, die erlernbar ist. Auch von Ihnen. Hier ist Ihr persönlicher Trainingsplan:

  • Lachen Sie regelmäßig vor dem Spiegel und schauen Sie sich dabei in die Augen. Ihr Gehirn macht keinen Unterschied, ob etwas real ist oder ob Sie es sich nur vorstellen. Die neurophysiologischen Prozesse sind die gleichen. (Ja, trauen Sie sich ruhig, es schaut ja keiner zu)
  • Umgeben Sie sich so oft es geht mit humorvollen und lebensbejahenden Menschen.
  • Schauen Sie sich lustige Serien, Filme und Theaterstücke an. Nehmen Sie genau wahr, worüber Sie lachen müssen, und warum.
  • Verbringen Sie viel Zeit mit Ihren Kindern (wenn Sie keine haben, dann mit denen Ihrer Freunde). Kinder sind die wahren Meister, wenn es um Humor und Lebensfreude geht!
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit, um humorvolle Geschichten zu erzählen. Beginnen Sie im sicheren Kreis (Familie, Freunde, etc.) und filtern Sie heraus, womit Sie andere Menschen zum Lachen bringen.
  • Betrachten Sie Humor nicht als Technik, sondern als Attitüde.

 

Storytelling lernen – Schritt 7: Abschluss

Es ist der perfekte Moment. Die elegante Schatulle mit dem Ring in der Hand haltend, stellt Henri die entscheidende Frage, die er in seinem Kopf schon so häufig geprobt hat: „Juliette, willst Du meine Frau werden?“ Nun blickt er erwartungsvoll in die blauen Augen, in die er sich vor genau acht Monaten so unsterblich verliebt hat.

„Weißt Du, Henri,“ beginnt Juliette zögerlich, „ich erinnere mich noch gut an unser erstes Date. Du warst so anders als die Männer, die ich bisher kannte. Du hast dich für mich interessiert, mir so aufmerksam zugehört und mir jederzeit das Gefühl gegeben, etwas ganz Besonderes zu sein. In dem Moment wusste ich: Mit diesem Mann möchte ich den Rest meines Lebens verbringen. Meine Antwort lautet: Ja!“ Henri strahlt über das ganze Gesicht. Er gibt dem Kellner das verabredete Zeichen, dieser entzündet ein Streichholz, und im selben Moment wird der Pariser Abendhimmel von einem einzigartigen Feuerwerk  erleuchtet.

Die Lippen von Juliette und Henri bewegen sich aufeinander zu. Und kurz bevor die Beiden sich leidenschaftlich küssen, haucht Juliette ihrem zukünftigen Ehemann noch etwas ins Ohr: „Ach Liebster, der Anfang unserer Beziehung war schon beeindruckend. Aber den Abschluss dieses Dinners werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen!“

Der Anfang und das Ende eines Vortrages werden gerne unterschätzt. Ihr Publikum erinnert aber vor allem, was Sie als erstes und als letztes gesagt und getan haben. Streichen Sie zu Beginn sämtliche belanglosen Floskeln, Begrüßungen oder Informationen, sondern kommen Sie sofort zum Punkt. Beginnen Sie mit einer faszinierenden Geschichte, die Ihre Zuhörer sofort in die Handlung zieht.

Und wenn Sie Ihr Publikum erst einmal emotional gepackt haben, dann lassen Sie es nicht mehr los. Weben Sie Ihre Geschichten und Metaphern ineinander und enden Sie dann mit einem Knaller, der im Gedächtnis bleibt. Dies kann eine sehr persönliche Anekdote sein, eine außergewöhnliche Pointe oder ein besonders emotionales Ende einer Geschichte. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, wenn Sie mit einem Highlight enden, dann werden Sie als Redner mit der positiven Emotion verknüpft. Auf diese Weise gelingt es ihnen, sich einen Platz im Kopf ihrer Zuhörer, vor allem aber einen in den Herzen zu sichern. Und darauf kommt es an.

Storytelling im Business – Ein machtvolles Werkzeug

Die Storytelling Methode ist das optimale Vehikel, um Ihre Ideen und Botschaften humorvoll und erinnerungswürdig zu transportieren. Wenn Sie die einzelnen Schritte der A.M.E.R.I.K.A.-Methode beherzigen und regelmäßig trainieren, haben Sie einen treuen Begleiter an Ihrer Seite, um Geschichten, Anekdoten und Metaphern als wichtiges Tool in Ihren professionellen Redner-Werkzeugkasten aufzunehmen. Genießen Sie es, Ihre Zuhörer mit auf faszinierende Reisen zu nehmen. Erzählen Sie Ihre Stories auf eine Art und Weise, dass sie Ihnen an den Lippen hängen und Ihnen Standing Ovations schenken. Und wer weiß, möglicherweise lautet einer Ihrer Lieblingssätze schon bald: „Da fällt mir eine Geschichte ein…“.

Storytelling Lernen: FAQ & Zusammenfassung

Was ist Storytelling?

Storytelling ist die Kunst, eine Botschaft in Form einer Geschichte zu vermitteln. Statt reiner Fakten erzeugt es Bilder und Emotionen – dadurch bleibt der Inhalt deutlich besser im Gedächtnis.

Mit einer einfachen Struktur und viel Übung: Kernbotschaft festlegen, eine nachvollziehbare Figur wählen, einen Konflikt aufbauen und mit einer klaren Lektion enden. Wer regelmäßig kleine Alltagsgeschichten erzählt, wird schnell besser.

Menschen erinnern sich an Geschichten, nicht an Aufzählungen. Storytelling macht Vorträge, Marketing und Führung wirksamer, weil es Aufmerksamkeit hält und Vertrauen schafft.

Selbstbestimmt leben: 3 Tipps für eine aktive Gestaltung der Zukunft

Be yourself, no matter what they say

Selbstbestimmt leben. Ist das überhaupt möglich? Und wenn ja, wie es gelingt, die Mauern in unserem Kopf einzureißen und die notwendigen Veränderungen aktiv zu gestalten?

Es gibt Sätze, die der Tod unserer Träume sind: „Ich sollte mal wieder…“, „Man müsste eigentlich Mal…“, oder auch „Ich wünschte, ich könnte…“ Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Es bricht mir regelmäßig das Herz, wenn Menschen Ihre Ziele nicht erreichen, Ihre Vorhaben nicht umsetzen und Ihre Träume nicht leben, weil sie sich selber dabei im Weg stehen.

Das Tragische daran: Es liegt niemals daran, dass wir es nicht könnten. Vielmehr trauen wir uns nicht, weil wir Angst vor dem Unbekannten haben, und es nicht wagen, die Mauern in unserem Kopf zu überwinden. Lieber arrangieren wir uns mit dem ungeliebten Status quo, anstatt den Schritt ins Unbekannte zu wagen.Aus Angst vor dem Neuen reden wir uns das Alte schön, passen uns an und flüchten uns in Ausreden. Doch die Ängste, denen wir uns nicht stellen, werden zu Mauern in unserem Kopf. Die Zweifel, denen wir nachgeben, werden zu Zäunen, die diese Mauern verstärken und immer weniger überwindbar machen.

Selbstbestimmt Leben – Auf welche Stimme hören Sie?

Möglicherweise kennen Sie das auch. In Ihrem jetzigen Job sind Sie zwar nicht unzufrieden, aber eben auch nicht richtig glücklich. Die Partnerschaft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war, und finanziell könnte es auch etwas besser laufen. Tja, und dann ist da noch dieser eine große Traum, der mit schöner Regelmäßigkeit an die Oberfläche drängt, und danach verlangt, endlich in die Tat umgesetzt zu werden. Mit selbstbestimmt leben hat das wenig zu tun.

Was flüstert Ihnen Ihre innere Stimme in diesem Fall zu? Will sie sich endlich selbständig machen, auswandern, oder einen vollkommen anderen Job annehmen? Hören Sie gut hin, denn es handelt sich hierbei um ihre tiefsten und innersten Bedürfnisse. Doch leider ignorieren wir diese viel zu häufig und hören stattdessen lieber auf die äußeren Stimmen. Und die klingen meisten so: „Selbstbestimmt leben? Das mag bei anderen funktionieren, aber doch nicht bei Dir“, „Das wirst Du in spätesten einem Jahr bereuen“, „Du kannst doch nicht einfach Deinen sicheren Job aufgeben“ oder auch „Meine Freundin hat das auch mal probiert, sie ist grandios gescheitert.

Selbstbestimmt Leben – Überprüfen Sie Ihren inneren Circle

Anstatt das Leben bei den Hörnern zu packen, orientieren wir uns an den Meinungen und Limitationen anderer. Und das macht auf Dauer unzufrieden. Zeit, das zu ändern. Einer der besten Tipps, den ich Ihnen für erfolgreiche Veränderung geben kann, ist sich mit gleich gesinnten Menschen zu umgeben, und sich möglicherweise sogar einen Changebuddy zu suchen, mit dem Sie Ihren Weg gemeinsam gehen.

Aber wie sieht es in Ihrem persönlichen Umfeld aus? Es lohnt sich, hier genau hinzuschauen, denn wir werden in sämtlichen Lebensbereichen so, wie der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meisten Zeit verbringen. Wenn Sie selbstbestimmt leben wollen, ist es daher entscheidend, diesen Inner Circle einer intensiven Analyse zu unterziehen und die Menschen, mit denen Sie die meiste Zeit verbringen, sehr bewusst, ja fast schon radikal auszuwählen. Denn Hand aufs Herz, sind Sie von Leuten umgeben, die Sie so akzeptieren, wie Sie sind, und Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen, Träumen und Visionen unterstützen? Wenn dies so ist, können Sie sich sehr glücklich schätzen.

Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch groß, dass Sie dort vor allem folgende Zeitgenossen antreffen werden: Nörgler, Miesepeter und Energievampire. Haare-in-der-Suppe-Sucher, die Ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu leben haben, und Ihnen Kraft, Mut und Energie absaugen, wie es ein ganzer Schwarm hungriger Moskitos nicht besser könnte.

Selbstbestimmt Leben in 3 Schritten

Kennen Sie einen Menschen, der mit einer negativen Haltung positive Ergebnisse erzielt hat? Sehen Sie. Doch wie gehen Sie am besten mit diesen Bremsern um? Ich empfehle Ihnen drei Schritte:

  1. Erlangen Sie Klarheit über Ihre Werte und lassen Sie diese zum Leitfaden Ihres Handelns werden.
  2. Lernen Sie „Nein“ zu sagen und nehmen Sie Ihre inneren Bedürfnisse als Bemessungsgrundlage.
  3. Ziehen Sie klare Grenzen, die von anderen Menschen nicht überschritten werden dürfen.

Mit dieser Methode werden Sie sehr schnell identifizieren, welche Menschen in Ihrem Umfeld zu den Energievampiren und welche zu den Ermutigern, Möglichkeitsdenkern und Unterstützern gehören. Und wenn Sie einmal unsicher sind, dann stellen Sie sich folgende Frage: „Würde diese Person an meinem Grab stehen und weinen?“ Die Spreu wird sich sehr schnell vom Weizen trennen. Und das ist gut so, denn das Leben ist einfach zu kurz, um es mit Miesepetern zu verbringen. Stattdessen sollten Sie sich einen Inner Circle aufbauen, der Sie mit Energie versorgt, Mut macht und Sie bei Ihren Vorhaben unterstützt. Tja, und dann müssen Sie sich nur noch trauen, jeden einzelnen Tag Sie selber zu sein. Und das ist schwer genug.

Trauen Sie sich, Sie selber zu sein

Wie häufig tragen Sie eine mehr oder weniger bequeme Maske, spielen eine Rolle oder orientieren sich an den Erwartungen anderer? Je mehr Sie versuchen es allen anderen recht zu machen, desto mehr entfernen Sie sich von Ihrem inneren Kern. Es kann ungeahnte Kräfte freisetzen, wenn Sie sich trauen, Sie selbst zu sein.

Die echte Persönlichkeit mit jeder Faser des Körpers zu leben und sich bei allen Entscheidungen des Alltags von den eigenen Werten leiten zu lassen. Sobald Sie diese Entscheidung getroffen haben, erfahren Sie plötzlich die faszinierende Magie ein selbstbestimmtes Leben mit sich bringt. Ihre berufliche Karriere wird erfüllter, Ihr privater Alltag zufriedener, und Sie bekommen auf einmal Familie und Job unter einen Hut, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Fangen Sie also an, Ihre Träume zu leben.

Am besten sofort. Lieber unperfekt gestartet, als perfekt gezögert. Trennen Sie sich von den Energievampiren in Ihrem Umfeld und umgeben Sie sich mit Möglichkeitsdenkern. Und den allerwichtigsten Rat könnte ich niemals so gut formulieren, wie es Sting in seinem Hit „Englishman in New York“ getan hat: „Be yourself, no matter what they say!“ Wenn Sie selbstbestimmt leben wollen, dann ist dem nichts hinzuzufügen.

WAS IST EIN KEYNOTE SPEAKER?

Keynote Speaker Deutsch: Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

„Wo soll es denn hingehen?“ Mit diesen Worten begrüßte mich der nette Taxifahrer am Frankfurter Flughafen. Als ich ihm die Location nannte, in der ich am Nachmittag die Keynote Speech eines großen Kongresses halten durfte, hakte er interessiert nach: „Was machen Sie denn beruflich?“ Meine Antwort, dass ich Keynote Speaker bin, führte dann wie häufig zu einem ungläubigen Blick und der Frage: „Was ist ein Keynote Speaker, auch Key Speaker genannt?“.

Natürlich erklärte ich ihm meinen Beruf während der Fahrt ausführlich. Und trotzdem kam unweigerlich die nächste Frage: „Und damit kann man tatsächlich Geld verdienen?“ Wir werden auf die Frage möglicher Honorare im Verlauf dieses Artikels noch detaillierter eingehen, doch für den Moment wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, warum der Begriff Keynote Speaker in Deutschland nach wie vor so unbekannt ist.

Wenn ich die gleiche Unterhaltung nämlich in den USA, in England oder Asien führe, dann fallen die Reaktionen eher wie folgt aus: „Ah, cool. Ich bin ein großer Fan von Tony Robbins. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Speech.“

 

Key Speaker: Was ist das?

Dieser Artikel soll daher etwas Licht ins Dunkel der Frage „Was ist ein Keynote Speaker“ bringen. Bevor wir den Key Speaker (und selbstverständlich auch die Keynote Speakerin) definieren, wollen wir zuerst das große Knäuel der unterschiedlichen Begrifflichkeiten etwas entwirren. Denn neben dem Keynote Speaker gibt es ja auch noch Redner, Referenten, Dozenten oder Sprecher. Natürlich sind die Übergänge zwischen den einzelnen Kategorien fließend, gleichsam unterscheiden sie sich aber auch elementar, haben sie doch alle unterschiedliche Aufgaben und Zielsetzungen, wenn man sie für eine Veranstaltung bucht.

 

Public Speaking versus Professional Speaking

Apropos buchen, dieser Gedanke erinnert mich daran, an dieser Stelle noch eine wichtige Unterscheidung zu machen. Denn wenn es um das halten von Reden geht, gibt es zwei ähnliche, aber schlussendlich doch vollkommen unterschiedliche Bereiche:

1. Das Public Speaking

Hierunter versteht man das Halten von Reden in der Öffentlichkeit, also vor anderen Menschen. Die Motivation dahinter ist die Freude an Rhetorik, an der Kunst der Rede oder auch das Bedürfnis, andere Menschen zu inspirieren. In Seminaren, Workshops oder Vereinigungen wie Toastmasters erlernt man das Handwerk, wie man eine gute Rede aufbaut und welche Techniken am besten funktionieren. All dies probiert man dann bspw. auf Hochzeiten, Speaker Slams, Messen oder Seminaren aus. Toastmasters geht sogar noch einen Schritt weiter und führt regelmäßig Redewettbewerbe in verschiedenen Kategorien durch, die bis hin zur Weltmeisterschaft im Public Speaking führen. Da dies allerdings alles ohne Bezahlung stattfindet, handelt es sich aber um ein Hobby.

2. Das Professional Speaking

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich in dieser Kategorie um professionelle Redner, die mit dem Halten von Keynote Speeches oder Vorträgen Geld verdienen und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Auch Professional Speaker sind richtig gute Redner (die besten von ihnen sogar überragende), aber dafür werden sie nicht bezahlt. Stattdessen geht es um die Wirkung, die ihre Vorträge erzielen. Und diese ist um so größer, je ausgeprägter die Expertise und Erfahrung der jeweiligen Redner ist. Alle erfolgreichen Professional Speaker sind daher i.d.R. Experten für ein bestimmtes Gebiet (Welche Themen am häufigsten gebucht werden, verrate ich weiter unten).

Ich hoffe, dass die Unterscheidung deutlich geworden ist, denn in diesem Artikel beschäftigen wir uns ausschließlich mit Rednern und Keynote Speakern aus der zweiten Kategorie. „Aber Moment Ilja, jetzt hast Du ja schon wieder beide Begriffe in einem Satz verwendet. Was ist denn jetzt der Unterschied?“. Okay, da haben Sie natürlich recht. Es ist also Zeit, die Frage „Was ist ein Keynote Speaker?“ mit einer entsprechenden Definition zu beantworten.

 

Keynote Speaker Definition

Die Unkenntnis über die wahre Bedeutung des Begriffs Keynote Speaker liegt wohl zu einem großen Teil auch an der inflationären Verwendung desselben in einem falschen Kontext. Machen Sie gerne einmal die Probe aufs Exempel und scrollen Sie durch den Feed von LinkedIn, Instagram oder einer anderen Social-Media-Plattform ihrer Wahl. Die Chancen stehen gut, dass Sie schnell über eine Variante der folgenden Aussagen stolpern werden:

  • „Freue mich schon auf meine Keynote bei Event XYZ“ (obwohl es sich dabei um einen kostenlosen Onlinekongress mit über 35 Rednern handelt).
  • Meine Keynote Speech auf der Mitarbeiterversammlung von Firma XYZ war ein voller Erfolg“ (obwohl es sich um einen Fachvortrag nach der Mittagspause gehandelt hat).
  • „Let’s do this. Keynote Speech an der Universität XYZ“ (obwohl es sich um einen Impulsvortrag als Dozent gehandelt hat)

Sie wissen, wovon ich spreche, nicht wahr? Oft werden diese Aussagen dann noch damit geschmückt, dass man „die Bühne gerockt“ hat, was ein klassischer Indikator dafür ist, dass es sich weder um einen Keynote Speaker, noch um einen professionellen Redner handelt. Eine von einem Keynote Speaker durchgeführte Keynote Speech ist nämlich etwas vollkommen anderes.

Wikipedia definiert die Keynote Speech als „einen herausragend präsentierten Vortrag eines meist prominenten Redners oder professionellen Grundsatzreferenten (Keynote Speaker)“.

Meine Definition des Keynote Speakers lautet wie folgt:

Ein Keynote Speaker ist der Hauptredner einer Veranstaltung, dessen Keynote Speech eine Veranstaltung entweder eröffnet oder abschließt. Dabei orientiert sich diese am roten Faden des Events, setzt Impulse zum Schwerpunktthema und aktiviert das Publikum insbesondere emotional.

Der Begriff setzt sich dabei aus den Silben „Key“ und „Note“ zusammen und stammt ursprünglich aus der Welt des Chorgesangs, wo der Chor vor dem gemeinsamen Auftritt einen einzigen Ton singt, so dass sich die individuellen Sänger auf das zu singende Stück und aufeinander einstimmen können. Der Keynote Speaker hat eine ähnliche Aufgabe, nämlich die Teilnehmenden einer Veranstaltung auf ein Thema, eine Kernbotschaft oder einen roten Faden einzustimmen.

 

Was ist eine Keynote: Kategorien von Rednern (m/w/d)

Auf dieser Definition basierend wollen wir nun die unterschiedlichen Arten von Rednern und ihren Vorträgen abgrenzen:

 

Fachreferent / Fachvortrag

Dies sind Vorträge von fachlichen Experten, bei denen die Information zu einem speziellen Gebiet im Vordergrund steht. Dabei kann es sich um die Einführung eines neuen Produkts, einer neuen Software oder eines neuen Systems handeln. Die Redner sind meistens interne Referenten aus der eigenen Firma oder der eigenen Branche.

 

Vortragsredner / Impulsvortrag

Hier kommen die externen Experten ins Spiel, die zu einem bestimmten auf ihrer Expertise basierenden Thema Impulse von Außen geben. Die Redner haben sich einen Namen in ihrem Bereich gemacht und gelten als Autorität. Sie werden daher gut bezahlt, weil sie es schaffen, eine ausgewogene Mischung aus Information, Inspiration und Kurzweiligkeit so zu kombinieren, dass ihr Publikum nach dem Vortrag anders denkt und Ideen für mögliche Verhaltensänderungen erhalten hat.

 

Keynote Speaker / Keynote Speech

Last but not least, ist die Keynote Speech entweder der erste oder der letzte Vortrag einer Veranstaltung. Dabei stehen Entertainment und das entfachen von intensiven Emotionen noch mehr im Vordergrund, als es bei den Impulsvorträgen der Fall ist. Und auch wenn Keynote Speaker über eine ausgeprägte Expertise, eine große Portion KnowHow und auch das nötige Fachwissen verfügen, schaffen sie es, diese Dinge auf eine einfache und unterhaltsame Art und Weise zu vermitteln, die sowohl in Erinnerung bleibt, gleichsam aber auch eine hohe Wirkung erzielt.

keynote speaker deutsch

 

Keynote Speaker Bedeutung

Der Keynote Speaker hat also auf Events eine besondere Rolle. Als Eröffnungs- oder Abschlussredner ist es seine Aufgabe, zu inspirieren, komplexe Inhalte komprimiert und leicht verständlich dazustellen und dabei mit einer ausgewogenen Mischung aus Information und Entertainment das Publikum emotional zu aktivieren, damit die Menschen optimal auf den Tag eingestimmt werden, bzw. in der gewünschten Stimmung wieder in den Alltag zurückkehren und sich dabei an viele Botschaften, Beispiele und Storys zurückerinnern.

 

Die Rollen eines Keynote Speakers

Was die Rolle des Keynote Speakers so herausfordernd macht, ist die Vielfalt der Aufgabe. In der Praxis bedeutet dies nämlich, dass er mehrere Rollen gleichzeitig ausfüllen muss.

 

Experte

Jeder erfolgreiche Keynote Speaker ist am Markt eindeutig positioniert und wird von Dritten als Experte für ein ganz bestimmtes Thema wahrgenommen. Dies ist entscheidend, da er nur so über die notwendige Credibility verfügt. Die Zuhörenden müssen jederzeit das Gefühl haben, dass die vermittelten Inhalte idealerweise auf einem wissenschaftlichen Background, idealerweise kombiniert mit jahrelanger Erfahrung im entsprechenden Bereich.

 

Übersetzer

Auch wenn der Keynote Speaker als Experte jederzeit auch einen Fachvortrag halten könnte, liegt seine größte Fähigkeit darin, komplexe Zusammenhänge in eine einfache Sprache, emotionale Geschichten und erinnerungswürdige Beispiele herunterzubrechen.

 

Motivator

Ich persönliche hasse den Begriff Motivationstrainer, denn Motivation lässt sich aus meiner Sicht nie per Tschakka Tschakka von außen überstülpen. Gleichsam entsteht durch gute Keynotes natürlich immer auch eine große Portion des so wichtigen intrinsischen Antriebs. Allerdings nur, wenn sich das Publikum emotional aktiviert fühlt und von selbst neue Ideen entwickelt und Lust auf Veränderung bekommt.

 

Inspirator

Gute Keynote Speaker sind Meister darin, das Publikum zu inspirieren. Dies tun sie nicht, indem Sie den Zuhörenden sagen, was diese hören wollen, sondern in dem sie mittels maßgeschneiderter Stories und emotionalen Beispielen den Spiegel auf eine Art und Weise vorhalten, so dass es in den Köpfen der Menschen zu Reflexion und einem Perspektivwechsel kommt.

 

Mutmacher

Doch natürlich ist es mit dem Vorhalten des Spiegels alleine nicht getan. Der Keynote Speaker macht nämlich auch Mut zu neuen Wegen, Lust zur Umsetzung und gibt konkrete Ideen mit auf den Weg, so dass das Publikum in die Lage versetzt wird, die Ärmel hochzukrempeln und ins Machen zu kommen.

 

Entertainer

Last but not least, spielt das Thema Humor eine entscheidende Rolle. Gute Keynote Speeches sind kurzweilig, unterhaltsam und bringen die Menschen zum Lachen. Dabei geht es nicht darum, dass ein Keynote Speaker wie ein Comedian sein sollte. Aber zum einen lernen Menschen ganz einfach besser, wenn sie viel lachen und zum anderen wirken die Beispiele und Botschaften viel nachhaltiger, wenn Sie mit einer großen Prise Humor und Entertainment transportiert werden.

 

Keynote Speaker buchen 

Die wichtigsten Veranstaltungen, für die Keynote Speaker gebucht werden, sind folgende:

  • Mitarbeiterveranstaltungen
  • Kongresse
  • Kundenevents
  • Leadershipmeetings
  • Vertriebstagungen
  • Jahresauftaktveranstaltung
  • Kick-Off Events
  • Symposien
  • Messen

 

Keynote Speaker Themen: Auf die Expertise kommt es an

Wie bereits erwähnt haben die erfolgreichen Keynote Speaker alle eine sehr klare Positionierung und gelten als Spezialisten in ihrem Bereich. Viel entscheidender ist allerdings, dass durch diese Expertise auch ein Problem für die Kunden gelöst wird. Folgende Themen sind aktuell besonders relevant:

  • Motivation
  • Zukunftsforschung
  • Change Management
  • Kulturwandel
  • Leadership
  • Kommunikation
  • Innovation
  • Transformation
  • Teambuilding
  • Celebrity Storys: Vorträge von bekannten Sportlern, Politikern, Schauspielern oder Personen des öffentlichen Lebens, die Ihre Erfahrungen teilen und mit den Bedürfnissen ihrer Kunden verknüpfen.

 

Keynote Speaker Honorare: Die ganze Wahrheit

Okay, nun Butter bei die Fische. Kommen wir zu einem Thema, über das viel diskutiert wird, wo gleichsam aber auch viele Mythen und Falschaussagen vorherrschen. Ich möchte Ihnen daher einen Überblick geben, der auf meiner Erfahrung aus über 10 Jahren am Markt, sowie dem Austausch mit Redneragenturen und vielen Kollegen basiert:

  • Gelegenheitsredner (Trainer, Coaches, Berater, die ab und zu auch einmal einen Vortrag halten): 500 € – 2.500 €
  • Keynote Speaker zu Beginn ihrer Karriere: 2.500 € – 3.500 €
  • Professionelle Keynote Speaker: 3.500 € – 5.000 €
  • Top Keynote Speaker: 5.000 € – 9.500 €
  • Celebrity Speaker: Ab 9.500 €

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Honorare im D/A/CH Raum handelt, im internationalen Markt können diese durchaus auch noch höher ausfallen. Hierbei handelt es sich übrigens nicht etwas um Stundensätze, sondern das Honorar orientiert sich am Wert und der Wirkung, die eine Keynote und die darin enthaltenen Impulse auslöst.

Was sich auf den ersten Blick als sehr viel anhört, relativiert sich schnell, wenn man bedenkt, dass man keine 60 Minuten Vortrag bucht, sondern sowohl Zugriff auf eine langjährige Expertise, insbesondere aber eine Veränderung im Denken und Handeln bei hunderten oder tausenden Menschen erhält, die sich dann wieder in Umsatzzuwächsen, einer erhöhten Produktivität oder dem Commitment zu geplanten Veränderungen niederschlägt.

Und wenn es Sie interessiert, wer der teuerste Keynote Speaker der Welt ist, dann sollten Sie sich am besten dieses Video hier ansehen.

keynote speaker veränderung

 

Top Speaker werden: Was macht einen guten Keynote Speaker aus?

Da heute sich gefühlt jeder Keynote Speaker (gerne auch Top Speaker) nennt, stellt sich die Frage, woran man einen guten Keynote Speaker erkennt. Hier gibt es einige Kriterien, die Sie bei der Suche nach dem für Sie passenden Gastredner prüfen sollten. Da ist zum einen die Expertise. Verfügt der Redner Ihrer Wahl über eine nachweisbare Erfahrung? Dies könnte zum einen ein Studium sein, viel wichtiger ist aber die praktische Arbeit in dem entsprechenden Bereich. Denn Hand aufs Herz, wenn Sie einen Keynote Speaker zum Thema Leadership buchen wollen, der das Thema Führung aber nur aus Büchern kennt, ohne jemals selber Menschen geführt zu haben, dann sollten die ersten Alarmsignale zu schrillen beginnen.

Apropos Erfahrung, natürlich sollte ein guter Keynote Speaker auch ein absoluter Profi sein, der mit jeder Gruppengröße, Location oder Besonderheit professionell umzugehen weiß. Natürlich sind diese erfahrenen Redner teurer als ein Newcomer, Sie haben aber gleichsam die Sicherheit, dass es zu keinen unangenehmen Überraschungen kommen wird.

Dies können Sie übrigens gut mittels entsprechender Referenzen und Kundenstimmen abgleichen. Denn wenn ein Keynote Speaker schon für viele renommierte Firmen im Einsatz war, dann stehen die Chancen gut, dass er (und natürlich wie immer auch sie) gut sein muss. Und lesen Sie sich unbedingt auch die O-Töne der ehemaligen Kunden durch, denn da bekommen Sie bereits ein gutes Gefühl über die Arbeitsweise und Schwerpunkte des Redners. Aber achten Sie hierbei darauf, dass es sich um echte Menschen mit Klarnamen handelt. Referenzen von „Ute S., Unternehmerin“ oder „Tom F., Teilnehmer“ lassen darauf hindeuten, dass noch keine echten Kunden vorhanden sind. Das Gleiche gilt auch für Empfehlungen von Kollegen oder Seminarveranstaltern, die Empfehlungen i.d.R. nur aus Gefälligkeit abgeben.

Natürlich ist ein guter Keynote Speaker auch inhaltlich immer auf dem neusten Stand, und führt bezüglich Ihrer Wünsche, Ziele und Erwartungen ein ausführliches Vorgespräch, damit er seine Keynote Speech darauf customizen kann. Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass die besten Redner auch immer erfolgreiche Autoren sind, die eins oder mehrere Bücher in renommierten Verlagen publiziert haben.

Und last but not least sollten Sie natürlich auch immer schauen, ob die jeweilige Persönlichkeit zu Ihrem Event oder Ihrer Unternehmenskultur passt. Hier können Social Media Profile, Videos auf der Homepage oder persönliche Gespräche eine Menge Licht ins Dunkel bringen.

key speaker deutsch

 

Wie finde ich den richtigen Keynote Speaker?

Nachdem wir uns einige Kriterien für gute Keynote Speaker angeschaut haben, stellt sich die Frage, wie Sie den für sich passenden Redner finden. Wie so oft im Leben sollte Ihr persönliches Netzwerk die erste Anlaufstelle sein. Fragen Sie Ihre Bekannten, Kollegen oder Geschäftspartner, welche Keynote Speaker diese schon gebucht oder erlebt, und auf dieser Basis empfehlen können.

Natürlich können Sie auch Google bemühen und so eine passende Vorauswahl treffen. Schauen Sie sich danach die entsprechenden Webseiten an und gleichen diese mit den eben erwähnten Qualitätskriterien ab. Wichtig ist hier, dass Sie sich unbedingt Videomaterial des Keynote Speakers anschauen sollten, damit Sie einen Eindruck erhalten, wie dieser auf der Bühne wirkt. Alle erfolgreichen Redner haben eine große Auswahl an Material auf ihren Webseiten integriert. Und übrigens: Als Alternative zu Google bietet sich auch YouTube an, denn auch dort werden sie teilweise komplette Speeches von Speakern finden.

Last but not least gibt es noch die Möglichkeit, eine Agentur zu beauftragen, die Sie mit der Suche beauftragen. Neben klassichen Eventagenturen gibt es in Deutschland auch eine Handvoll guter Redneragenturen, die Ihnen den für Sie passenden Keynote Speaker vermitteln können. So arbeite ich seit vielen Jahren erfolgreich mit der Agentur 5 Sterne Redner zusammen, die mein gesamtes Rednermanagment übernommen hat.

 

Wie werde ich Keynote Speaker?

Nach all den Informationen spielen Sie möglicherweise mit dem Gedanken selber Keynote Speaker zu werden. Doch wie wird man das eigentlich? Der Beruf des Redners lässt sich nämlich nicht über eine Ausbildung oder ein Studium lernen. Auch die sehr präsenten Rednerausbildungen können einem zwar das Handwerk und Techniken zur Kommunikation oder Rhetorik vermitteln, aber mittlerweile sollte klar geworden sein, dass es am Ende des Tages auf etwas ganz anderes ankommt.

Jeder erfolgreiche Keynote Speaker den ich kenne (national wie international) ist einen sehr individuellen Weg gegangen. Meist kommen diese aus einer Karriere in der Wirtschaft, wo sie als Manager, Unternehmer oder Führungskraft gearbeitet haben. Aus dieser Erfahrung heraus haben Sie dann die Transformation in den Beruf des Keynote Speakers gewagt, und sich im Laufe der Zeit einen Namen für ihr Thema gemacht.

Es ist also durchaus möglich, ein erfolgreicher Keynote Speaker zu werden. Es ist aber beileibe nicht so leicht, wie einem die vielen Anbieter entsprechender Seminar glauben machen wollen. Wenn Sie stattdessen wissen wollen, wie Sie am besten im Markt Fuß fassen können, dann sprechen Sie mich gerne anich unterstütze Sie gerne.

Public Speaking versus Professional Speaking

Die Rollen eines Keynote Speakers

Wie werde ich Keynote Speaker?