Kritisches Denken als Erfolgsfaktor für Change und Veränderung

Ich gebe es zu, kritisches Denken ist etwas in Verruf geraten und wird in der heutigen Zeit gerne mit Querdenkern, Schwurblern und “Egal-worum-es-geht-ich-bin-einfach-grundsätzlich-gegen-alles-Typen” gleichgesetzt. Doch diese Form der Anti-Haltung hat mit kritischem Denken überhaupt nichts zu tun. Mehr noch, wenn Sie kritisches Denken als festen Bestandteil Ihres Alltags einsetzen, dann werden Sie nicht nur besser mit jeglicher Form von Veränderung umgehen, sondern insgesamt ein erfolgreicheres Leben führen können. Zeit, also etwas genauer hinzuschauen. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns loslegen.
 

Warum ist kritisches Denken wichtig?

Als international tätiger Keynote Speaker habe ich das große Vergnügen, von meinen Kunden für Konferenzen rund um den Globus gebucht zu werden. Klingt sexy, oder? Und das ist es bis zu einem gewissen Grad auch, allerdings bedeutet es natürlich auch, dass ich sehr viel Zeit auf Flughäfen und an Bord der unterschiedlichsten Flugzeuge verbringe, was zugegebenermaßen nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Das Fliegen selbst liebe ich übrigens. Es ist die Warterei und die zunehmende Kompliziertheit von Flugreisen, die ich nicht mag.
 
Doch ich mache das Beste daraus und nutze die vielen Stunden in der Luft für eine sehr wichtige Sache, die im sonst häufig hektischen Alltag gern auf der Strecke bleibt. Ich genieße die Zeit für mich. Ich lese einen spannenden Thriller, schaue mir eine Serie auf Netflix an oder denke über das Leben an sich nach. Keine eingehende E-Mail, kein Telefonanruf und auch keine sonstige Ablenkung kann mich dabei stören, und es ist ein wenig wie ein Spa für meine Seele. 
 
Doch wenn ich mich auf meinen vielen Flugreisen so umschaue, dann sind die meisten Menschen vor allem im „Funktioniermodus“ unterwegs. Sie sprechen hektisch in ihre Mobiltelefone hinein, plaudern dabei sehr gern in extrem hoher Lautstärke Firmeninterna aus, sodass sämtliche Menschen in ihrem Umfeld genauestens über die aktuellen Probleme im Unternehmen Bescheid wissen, klappen direkt nach dem Start ihren Laptop auf und beackern mit einer faszinierenden Besessenheit umfangreiche Excel-Tabellen. Doch woran liegt das? Warum schaffen es manche Menschen nicht einmal auf einem 45-minütigen Flug von Berlin nach Frankfurt, ein wenig zu entspannen? 
 

Sinnhaftigkeit vs. Stupide Routinen

Zum einen habe ich die Vermutung, dass sich so mancher Manager – und zunehmend auch so manche Managerin – selbst für zu wichtig hält und dem fatalen Irrtum erlegen ist, dass die Firma keine einzige Stunde ohne ihn auskommen würde. Der andere Grund ist allerdings noch verbreiteter. Menschen schaffen es einfach nicht, aus ihren gewohnten Routinen und Standardabläufen auszubrechen. Und natürlich sind gewohnte Abläufe wichtig, denn sie geben unserem Job eine gewisse Stabilität und Vertrautheit, denken Sie nur an eines der wichtigsten Bedürfnisse von uns Menschen, dieSicherheit. Doch wenn man in den eigenen Routinen gefangen ist, dann kippt diese grundsätzlich positive Eigenschaft schnell ins Negative. Wenn Abläufe, Prozesse und Verhaltensweisen nicht mehr hinterfragt werden, dann nehmen sie nämlich gern eine Tendenz zum Absurden, Lächerlichen und Stupiden an.
 
Es gilt daher vor allem ein entscheidendes Mantra: Der Fokus sollte IMMER auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden ausgerichtet sein, niemals auf interne Prozesse. Haben Sie sich nicht auch schon einmal geärgert, wenn Mitarbeiter eines Unternehmens Sie als Kunden vollkommen aus den Augen verloren haben und sich ihr Verhalten ausschließlich an firmeninternen Prozessen und Anforderungen orientiert? In solchen Fällen muss ich immer an den genialen Buchtitel meines geschätzten Kollegen Edgar Geffroy denken, der es mit dem Titel eines Buches so schön auf den Punkt gebracht hat: „Das Einzige, was stört, ist der Kunde!“
 

Kritisches Denken: Hinterfragen Sie den Status Quo

Insbesondere wenn ich an Behördenbesuche oder Anrufe bei Hotlines von großen Konzernen denke, fallen mir spontan hunderte Beispiele ein, aber da wir gerade bei Flugreisen waren, bleiben wir gleich dabei. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Abläufe an Bord so sind wie sie sind? Warum muss die Crew wirklich jedes Mal die Sicherheitsanweisungen erläutern, obwohl sowieso niemand zuhört? Warum soll mein kleines iPhone in der Lage sein, den Betrieb eines riesigen Airbus A380 zu stören, aber umgekehrt gibt es keine Schwierigkeiten? (Übrigens: Wenn Sie einmal so richtig lachen wollen, dann geben Sie bei YouTube in der Suche „Why can´t you use phones on planes?“ ein. Einfach nur großartig, und gleichzeitig irgendwie auch traurig.) 
 
Und jedes Mal aufs Neue frage ich mich, wo die Flugbegleiter ihre Ansagen lernen. Und damit meine ich natürlich den meist irrelevanten Inhalt, besonders aber die Form. Ganz im Ernst, kein normaler Mensch spricht so gekünstelt und mit einem so offensichtlich zur Schau gestellten Desinteresse. Kein Wunder, dass niemand zuhört. Die immer gleichen Ansagen aus dem Cockpit fallen übrigens in exakt dieselbe Kategorie. Seit vielen Jahren wundere ich mich, wen es tatsächlich interessiert, in welcher Flughöhe man sich befindet, wie die Außentemperatur ist und von wo der Wind am Zielflughafen kommt. Diese Infos mögen zwar für den Kapitän und seinen Co-Piloten spannend sein, aber die Passagiere aka die Kunden interessiert so etwas gleich Null.
 

Das größte Killerargument der Veränderung

Die Antwort lautet wie in so vielen anderen Bereichen des Lebens: Das haben wir schon immer so gemacht. Irgendwann wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der nun von allen Beteiligten zuverlässig abgearbeitet wird, ohne dass irgendjemand ihn kritisch hinterfragen würde. Der ausführende Mensch wischt jede Frage nach einem Sinn beiseite und durchläuft eine Metamorphose zur stupide ausführenden Arbeitsbiene. Dies führt zu einem fatalen Verhalten. Man denkt nur noch in internen Abläufen, Regeln und Mechanismen und vergisst dabei vollkommen die Bedürfnisse der eigenen Kunden.
 
Doch zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die sich mit dem Killerargument „Das haben wir schon immer so gemacht“ nicht mehr abspeisen lassen. Kritische Denker also, die selbstständig denken, den Status quo hinterfragen und dann dem seelenlosen Prozess wieder eine Bedeutung geben. Vor Kurzem flog ich spät abends von München heim nach Berlin. Und auf einmal geschah das Unerwartete. Der Pilot meldete sich aus dem Cockpit. 
 

Kritisches Denken als Merkmal erfolgreicher Menschen

Mit einer vollkommen normalen Stimme verkündete er: „Liebe Gäste, ich möchte Sie einladen, einmal aus dem Fenster zu schauen. So eine sternenklare Nacht erleben auch wir Piloten selten. Es ist einfach eine wunderschöne Aussicht. In diesem Moment können Sie fast komplett über Brandenburg schauen. Und unsere Passagiere auf der linken Seite haben besonders viel Glück, denn der Anblick, wenn wir gleich auf Berlin zufliegen, ist einfach atemberaubend. Er fasziniert auch mich jedes Mal wieder. Das wollte ich Ihnen nur kurz mitteilen. Ich wünsche Ihnen weiterhin einen guten Flug. Danke, dass mein Team und ich Sie heute sicher an Ihr Ziel bringen durften.“
 
Wie häufig erleben Sie Situationen, wo Sie spontan applaudieren möchten? Zum Glück stand der Mann beim Aussteigen vor seinem Cockpit, sodass ich (und viele andere Gäste) ihm die Hand schütteln und Danke sagen konnte. Denn auch wenn es nur ein paar Sätze waren, so hat das Abweichen von der stupiden (und in meinen Augen sinnlosen) Routine dazu geführt, dass wir einen dieser magischen Momente erlebten, an die man noch lange und gern denkt. Und wenn Sie genau hinschauen, dann ist das ganze Leben voll mit solchen Menschen. 
 

Kritisches Denken lernen: Hinterfragen Sie alles

Doch leider haben wir uns zu sehr daran gewöhnt, dass die große Masse lieber nach Schema F handelt und das Denken den Vorschriften und sinnlosen Regeln überlässt. Ein wichtiger Baustein des Erfolgs ist daher das kritische Denken. Eine Fähigkeit, die leider sehr selten geworden ist, weil sich sehr viele Menschen daran gewöhnt haben, dass ihnen die Medien, die Politik oder anonyme Gremien schon sagen, was wichtig, richtig oder falsch ist. Erliegen Sie dieser fatalen Bequemlichkeit bitte niemals, sondern kultivieren Sie die Kunst des kritischen Denkens. Und damit meine ich auf keinen Fall, dass Sie einer dieser Anti-Menschen werden sollen, die grundsätzlich gegen alles sind. Nein, kritisches Denken ist vor allem die Frage nach dem Sinn, nach Relevanz oder nach Kundenorientierung. Mein Rat: Hinterfragen Sie alles. Sinnlose Prozesse, interne Abläufe und stupide Routinen. Hinterfragen Sie festgefahrene Meinungen, Überzeugungen und Vorurteile, natürlich besonders Ihre eigenen.
 
Oder auf den Punkt gebracht: Hinterfragen Sie alles. Inklusive dieses Impulses, dass Sie alles hinterfragen sollten.
 
Zwei Dinge werden geschehen, sobald Sie beginnen, als kritischer Denker einen Unterschied zu machen: Zum einen werden Sie eine Menge Gegenwind von Ihrem Umfeld erhalten. Kein Wunder, denn Sie hinterfragen auf einmal als allgemeingültig angesehene Prozesse, Routinen und Abläufe. Das ist nicht immer angenehm, aber was wäre die Alternative? 
 
Und noch etwas wird passieren. Sie werden einen dramatischen Anstieg an Erfüllung, Zufriedenheit und Bedeutung in Ihrem Alltag feststellen. Weil Sie nur noch Dinge tun, die wirklich einen Sinn haben, und sämtlichen sinnlosen Tätigkeiten eine klare Absage erteilen. Damit Ihnen das in Zukunft noch wesentlich leichter fällt, möchte ich Ihnen gern drei konkrete Tools vorstellen, die Sie bei der Kultivierung des kritischen Denkens unterstützen.
 

Kritisches Denken Tool #1: Stellen Sie die Sinnfrage

Der beste Wegweiser, den wir im Leben haben, ist der Sinn. Dieser gibt einem gewöhnlichen Job eine Bedeutung, einer Routine eine Daseinsberechtigung und unserem Leben Signifikanz. Nur am Rande: Etwas kann sinnvoll sein oder Sinn haben, aber die weitverbreitete Redewendung „Das macht Sinn“ ist sinnlos. Dies ist wieder ein Beispiel dafür, dass etwas von allen verwendet und dann schließlich von niemandem mehr kritisch hinterfragt wird.
 
Kommen wir nun zu der alles entscheidenden Frage, mit der Sie die Meinungen, Vorurteile, Werte, Überzeugungen und vermeintlichen Tatsachen Ihres Umfelds und natürlich auch von Ihnen selbst zuverlässig auf den Prüfstand stellen können. Die Frage lautet: Woher weiß ich das? Um eine Antwort geben zu können, zwingen Sie sich selbst, zum Kern Ihrer Ursprungserfahrung durchzudringen, und dadurch die Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Je häufiger Sie sich diese Frage stellen, desto mehr werden Sie feststellen, wie viele Meinungen und Überzeugungen wir einfach von anderen Menschen, den Medien oder unserem Umfeld übernommen haben. Das erfordert auf der einen Seite natürlich Mut, andererseits ist es die einzige Möglichkeit, wenn Sie ein selbstbestimmtes und auf eigenen Standards basierendes Leben führen wollen.
 

Kritisches Denken Tool #2: Erstellen Sie eine Not-to-do-Liste

Ja, Sie haben richtig gelesen. Erstellen Sie eine Liste mit Dingen, die Sie ab sofort und ganz bewusst nicht mehr tun werden. Denn ist es nicht so? Eine klassische To-do-Liste nimmt gern einmal gigantische Ausmaße an, und oftmals fühlen wir uns von der Masse an Verpflichtungen schlicht und einfach überfordert. Dagegen gibt es zum Glück ein extrem wirkungsvolles Gegenmittel: Prioritäten setzen und konsequent 
 
Nein sagen. Nein zu den Zeitfressern. Nein zum Verzetteln. Nein zu all den Aufgaben, mit denen wir uns tagein tagaus so gern beschäftigen, die uns aber schlussendlich nicht einen Zentimeter näher an unsere Ziele bringen. Je mehr Sie dieses Nein sagen kultivieren, desto mehr sagen Sie gleichzeitig Ja. Ja zu mehr persönlicher Freiheit. Ja zu mehr Fokussierung. Ja zu mehr Selbstbestimmung. Schnappen Sie sich also Ihr Journal oder ein Blatt Papier, und dann notieren Sie all die Dinge, die Sie ab sofort nicht mehr tun werden. Schon nach wenigen Tagen werden Sie feststellen, wie Ihr Zeitmanagement effektiver und produktiver wird. Und als schöner Nebeneffekt erhöht sich beim Erstellen Ihrer Not-to-Do-Liste auch zeitgleich Ihr innerer Klarheitsgrad.
 

Kritisches Denken Tool #3: Erstellen Sie eine IDGAF-Liste

Und schon kommt die nächste Liste, die es so richtig in sich hat. Ähnlich wie die Not-to-to-Liste legt auch ihre große Schwester, die IDGAF-Liste, ihren Fokus auf das Loslassen, das Nein sagen und das sich abgrenzen. Allerdings ist ihre Wirkung noch eine Spur kraftvoller. Und natürlich ist auch der Name eine Spur cooler, denn IDGAF steht für „I don´t give a fuck!“. Und genau diese Attitüde ist unabdingbar, wenn Sie ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Denn je mehr Sie Ihr Ding machen, desto mehr werden Sie in Ihrem Umfeld folgende Reaktionen erleben: Unverständnis, Kritik, Ablehnung, Besserwisserei, Nörgelei, aktive Opposition und sehr gern auch subtile emotionale Erpressung. Sie hören Sätze wie „Du kannst doch nicht einfach…“, „Du solltest aber…“ oder „Du musst dringend …“. Kommt Ihnen das bekannt vor?
 
Auf der einen Seite können Sie ein wenig stolz sein, wenn Sie solche Reaktionen auf Ihre Persönlichkeit erhalten, weil Menschen sich ausschließlich an Ecken und Kanten reiben können. Andererseits kann es aber auch zu einer echten Belastung werden, wenn der Gegenwind zu heftig wird. Umso wichtiger ist es, sich davon zu lösen, was andere Menschen über Sie denken, von Ihnen erwarten oder verlangen, wie Sie zu funktionieren haben. All das können Sie zwar nicht verhindern, aber Sie können die Entscheidung treffen, dass es Sie ab sofort nicht mehr interessiert. 
 
Orientieren Sie sich daher ab sofort am Mantra von Bestsellerautor Tommy Jaud, der es so wunderbar auf den Punkt gebracht hat: „Einen Scheiß muss ich!“ Und dann erstellen Sie Ihre ganz persönliche IDGAF-Liste. Notieren Sie alles, was Ihnen am Allerwertesten vorbeigeht: Ob anderen Menschen Ihr Leben, Ihre Meinung, Ihre Entscheidungen oder Ihre Ideen passen. Wie Ihre Kleidung ankommt, was man zu Ihrem Fahrstil oder Musikgeschmack sagt. All die vielen Dinge, bei denen Sie innerlich sagen: „I don´t give a fuck! So lange es mich glücklich macht, ist es mir egal, was andere Menschen davon halten.“ Je mehr Sie sich auf diese Weise von den Erwartungen anderer lösen, desto mehr können Sie sich an Ihrem eigenen Anspruch und den eigenen Standards orientieren.
 

Die Kunst des kritischen Denkens

Mit diesen drei Tools bringen Sie die Fähigkeit des kritischen Denkens auf ein neues Level. Hängen Sie die beiden Listen am besten gut sichtbare an Ihrem Arbeitsplatz auf, damit Sie sich jeden Tag daran orientieren können. Und dann genießen Sie Ihr Leben als kritischer Denker. Sie mögen Sie anderen Menschen in einer Zeit der Gleichmacherei, der Uniformität und des Mittelmaßes zwar häufig wie ein Exot vorkommen, aber es ist die einzige Möglichkeit, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Tja, und selbstverständlich sollten Sie auch diese Behauptung umgehend einer kritischen Prüfung unterziehen.
 
Und natürlich interessiert mich sehr, wie Sie das Thema „Kritisches Denken“ sehen. Schreiben Sie mir Ihre Meinung als Kommentar…

Was ist Erfolg – Die wichtigste Frage des Lebens

Erfolg ist kein Glück! So lautet der Refrain des berühmten Songs der Band Kontra K aus dem Jahr 2015. Aber wenn es kein Glück ist, stellt sich ja eine entscheidende Frage: Was ist Erfolg? Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Wir werden uns dem Wesen des Erfolgs nähern, eine Definition wagen und natürlich auch erörtern, wie es am besten gelingt, erfolgreich zu werden. Beginnen möchte ich allerdings mit einer kleinen Zeitreise.
 

Erfolg ist ein Arschloch

„Erfolg ist ein Arschloch!“ Ich knallte den Satz meinem Spiegelbild voller Verachtung ins Gesicht. Es war eine Silvesternacht vor vielen Jahren. Ich war damals noch Geschäftsführer bei Karstadt, und nach einer weiteren Versetzung ganz frisch in einer neuen Stadt. Trotz des besonderen Tages hatte ich, wie so häufig, lange gearbeitet und kehrte erst gegen 19:00 Uhr abends in mein möbliertes Appartement zurück. Ich spüre eine gewisse Beklommenheit. Kein Wunder, denn es war der erste Jahreswechsel, den ich komplett allein verbringen sollte. 
 
In einer Stadt, die ich mir nicht ausgesucht hatte und in der ich keinen einzigen Menschen kannte. Während allerorten Partys steigen, Korken knallen und ausgelassenes Lachen in meine Ohren drang, sah meine Abendplanung anders aus. Erst eine Pizza vom Lieferservice, ein Sechserpack Bier zum Runterspülen, dann ein wenig Fernsehschauen und um Mitternacht mit mir selbst anstoßen. Ein absoluter Tiefpunkt in meinem Leben, denn noch nie hatte ich mich dermaßen einsam und leer gefühlt. 
 
Und das zu einer Zeit, in der mich mein gesamtes Umfeld als sehr erfolgreich bezeichnet hätte. Kein Wunder, denn von außen betrachtet war ich tatsächlich so etwas wie ein Überflieger, der die Karriereleiter im Sturm eroberte und all das erreicht hatte, wovon andere nur träumten. Es gab nur ein riesiges Problem: Wenn das tatsächlich wahr sein sollte, warum war ich dann innerlich so frustriert?
 
Und plötzlich übermannten mich meine negativen Emotionen, und ich war der festen Überzeugung: Erfolg ist ein Arschloch. Denn wenn man für Erfolg im Leben einen solchen Preis zahlen musste, dann wollte ich auf keinen Fall erfolgreich sein. Wenig später ging ich deprimiert ins Bett, bevor ich mich zwei Tage später wieder ins Hamsterrad stürzte. Heute bin ich für diese Silvesternacht sehr dankbar, denn mein absoluter Tiefpunkt war gleichzeitig ein Wendepunkt in meinem Leben. Es war, als ob in mir ein Schalter umgelegt wurde. 
 

Was ist Erfolg? Die Frage aller Fragen

Ich begriff zum ersten Mal so richtig, dass meine Frustration nichts mit den äußeren Umständen zu tun hatte, sondern ausschließlich das Ergebnis meiner eigenen Entscheidungen war, die ich im Laufe der letzten Jahre getroffen hatte – und natürlich auch von den Entscheidungen, die ich nicht getroffen hatte. Nicht der Erfolg war das Arschloch, sondern einzig und allein ich selbst. Weil ich mich von einer Erfolgsdefinition hatte leiten lassen, die nicht die meine war. Weil ich meine eigene Story schon lange nicht mehr besaß und mich an den Erwartungen anderer Menschen orientierte. 
 
Und es gab nur einen Menschen, der etwas daran ändern konnte. Das war ich. Also gab ich mir selbst mein Wort, mich zu verändern. Nicht nur ein wenig, sondern radikal. Keine Kompromisse mehr zu akzeptieren, sondern endlich mein eigenes Ding zu machen. Dies gelang mir nicht von heute auf morgen, denn ich musste erst herausfinden, was ich wirklich wollte. Aber die Samen waren gesät, und auch heute noch zehre ich von der Ernte. Denn ich habe drei Dinge gelernt:
 
  1. Es sind niemals die glänzenden, blinkenden und glamourösen Momente in unserem Leben, die unseren Charakter formen. Es sind die Tiefpunkte, denn diese sind so gut wie immer auch Wendepunkte.
  2. Unzufriedenheit, Niederlagen oder Frustration können extrem starke Motivationsquellen sein, wenn wir es schaffen, diese kraftvollen Emotionen in Produktivität und eine entsprechende „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ umzuwandeln.
  3. Erfolg ist eine individuelle Sache, die jeder Mensch anders definiert.
 
Ja, nun geht es ans Eingemachte. Denn ich möchte mit Ihnen über das Wort sprechen, das ich vor so vielen Jahren zu Unrecht als Arschloch bezeichnet habe. Über kein anderes Thema wurden jemals so viele Bücher geschrieben, Vorträge gehalten und Artikel veröffentlicht, und Unternehmer Darren Hardy hat ihm mit dem Success Magazine sogar eine gedruckte Hommage erwiesen. 
 
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Erfolgreich sein, was bedeutet das eigentlich?

Ich möchte gleich mit einer sehr persönlichen Frage beginnen: Würden Sie sich als erfolgreich bezeichnen? Gar nicht so einfach zu beantworten, nicht wahr? Denn tatsächlich ist Erfolg wesentlich vielschichtiger als das, was uns in den Medien immer als Prototyp verkauft wird. Ich meine das dicke Bankkonto, die Rolex am Handgelenk, die steile Karriere, den Porsche in der Garage, die Yacht im Hafen von Monaco und insgesamt ein Leben, das von Luxus und Statussymbolen gekennzeichnet ist. Sehen Sie sich eine beliebige Werbeanzeige Ihrer Wahl an oder laufen Sie durch eine beliebige Shopping Mall, und Sie wissen wovon ich spreche.
 
Doch genau diese auf externe Faktoren und Anerkennung von anderen Menschen fixierte Erfolgsdefinition führt dazu, dass immer mehr Menschen Zielen hinterherlaufen, die nicht ihre eigenen sind. Sie folgen dem Diktat des Zeitgeistes, erliegen den Verlockungen der modernen Medienwelt und entfernen sich dabei unmerklich, aber stetig von ihren eigenen Werten, Überzeugungen und Träumen. Und das macht auf Dauer extrem unzufrieden. Weil man unbewusst spürt, dass man ein Leben führt, das sich im Widerspruch mit der eigenen Identität befindet.
 

Erfolg ist mehr als Schneller Höher Weiter

Denn lässt sich Erfolg wirklich nur an materiellen Dingen, äußerlichen Errungenschaften und dem Erreichen von gesellschaftlich konformen Zielen festmachen? Ist es kein Erfolg, wenn eine alleinerziehende Mutter ihre drei Kinder großzieht, nebenbei zwei Jobs gleichzeitig erledigt und trotzdem glücklich und zufrieden ist? Ist es kein Erfolg, wenn eine Familie sich entscheidet, fernab der Großstadt in einem alten Bauernhaus zu leben und sich komplett autark zu versorgen? Und ist es kein Erfolg, wenn ein erfolgreicher Rechtsanwalt seine Karriere an den Nagel hängt, von zehn Dollar am Tag als Tauchlehrer in Thailand lebt, durch diese Tätigkeit aber endlich seinen Seelenfrieden gefunden hat? 
 
Dies sind nur drei Beispiele von Millionen anderer, die eines deutlich zeigen: Erfolg entsteht immer von innen nach außen, wenn wir zum Beispiel ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, ein für uns wichtiges Ziel erreicht oder eine bedeutende Entscheidung getroffen haben. Vor allem aber ist Erfolg immer mit unserem ganzen persönlichen Veränderungs-Diamanten verknüpft.
 
Denn es sind Ihre Identität, Ihre Werte und Ihre Überzeugungen, die schlussendlich darüber bestimmen, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben. Natürlich spielen Geld und materielle Dinge immer eine gewisse Rolle; all die Menschen, die Ihnen einreden wollen, dass Geld nicht wichtig wäre, sagen Ihnen nicht die Wahrheit. Es darf aber nicht zum Selbstzweck entfremdet werden. Denn die für Glück, Zufriedenheit und Erfüllung zuständigen Faktoren liegen in der Regel auf einer ganz anderen Ebene.
 

Erfolg Definition

Ich möchte Ihnen daher die gleiche Frage stellen, die ich meinen Coachingkunden ebenfalls stelle:
 
Was bedeutet Erfolg für Sie?
 
Es ist hilfreich, wenn Sie eine gewisse Klarheit darüber haben, was Ihnen wirklich wichtig ist, was Sie antreibt und was Ihrem Leben einen Sinn gibt. Dies wird Ihnen bei der Beantwortung der Frage sehr nützlich sein, und ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig die intensive Reflexion für Ihre persönliche Zukunft ist. Muss ich noch einmal darauf hinweisen, dass Sie unbedingt radikal ehrlich zu sich selbst sein müssen? Wie immer gilt auch hier: Den Menschen in Ihrem Umfeld können Sie eine gewisse Zeit lang etwas vormachen. Aber die Person, die Sie jeden Morgen im Spiegel anblickt, spürt sehr deutlich, wenn sich Schein und Sein dauerhaft nicht im Einklang befinden.
 
Nun also „Butter bei die Fische“, wie man in meiner norddeutschen Heimat zu sagen pflegt, jetzt kommen die Fakten: 
 
Wie lautet Ihre ganz persönliche Definition von Erfolg? 
 
Ist es die steile Karriere in einem globalen Konzern? Der Traum von eigenen Unternehmen? Oder vielleicht ein harmonisches Familienleben auf dem Land mit fünf Kindern, einem großen Sammelsurium an Haustieren und einem eigenen Hof?
 
Blenden Sie bitte sämtliche Gedanken an andere Menschen, fremde Erwartungen oder gesellschaftliche Konformität aus. Es ist Ihr Leben und Ihre Zufriedenheit, und somit auch Ihre Definition von Erfolg. „Okay, Ilja, aber ich finde schnelle Autos, eine Menge Kohle und ein internationales Jetset-Leben ehrlich gesagt ziemlich sexy.“ Wunderbar. Wenn Geld und materielle Dinge für Sie wichtig sind, dann tun Sie alles dafür, um möglichst viel davon zu bekommen. Wenn es aber etwas vollkommen anderes ist, dann geben Sie diesen Bedürfnissen bitte den entsprechenden Raum.
 

Erfolg entsteht immer von Innen nach Außen

Ich selbst erfreue mich immer wieder an den luxuriösen Aspekten des Lebens. Ich sammle schöne (und leider auch teure) Uhren, wohne auf Reisen lieber im Ritz Carlton als in der Pauschalbettenburg im Gewerbegebiet und gebe für nichts so gern so viel Geld aus wie für gutes Essen in exzellenten Restaurants. Es erfüllt mich jedes Mal wieder mit Dankbarkeit, dass ich es mir erarbeitet habe, mir all diesen Luxus leisten zu können. Aber ich brauche diese Annehmlichkeiten nicht, um glücklich zu sein, und könnte auch jederzeit ohne sie leben. Allein dieses Bewusstsein erhöht meinen persönlichen Freiheitsgrad dramatisch.
 
Je besser Sie wissen, was Ihnen wichtig ist, desto besser können Sie auch die Worthülse Erfolg mit einem entsprechenden Inhalt füllen. Und dies versetzt Sie in die Lage, Ihr Leben, Ihren Job und Ihren Alltag so auszurichten, um in all diesen Bereichen erfolgreich sein zu können. Um Sie dabei bestmöglich zu unterstützen, möchte ich Ihnen gern meine Erfolgs-Formel an die Hand geben, die Sie bei jeder nur denkbaren Erfolgsdefinition anwenden können. Aber vorher möchte ich gerne noch ein Mantra mit Ihnen teilen, welches mir schon häufig treue Dienste geleistet hat und das dies auch bei Ihnen tun kann. Es lautet: Wenn es sich gut anfühlt, kann es so schlecht nicht sein! Da ist eine Menge dran, nicht wahr?
 

Was bedeutet Erfolg: Klarheit, Fokus und Fleiß

Die eigene und individuelle Definition von Erfolg ist das unabdingbare Fundament für Glück und Zufriedenheit im Leben. Und um dann auch dauerhaft und insbesondere einfach erfolgreich sein zu können, wollen wir nun den abstrakten Begriff Erfolg mit Leben füllen und ihn mit den entsprechenden Taten in konkrete Resultate transformieren. Denn unter dem Strich entspringt Erfolg der konsequenten und ständigen Wiederholung von vermeintlich kleinen Dingen. Und darum lautet meine ganz persönliche Erfolgs-Formel:
 
 
Erfolg = Klarheit x Fokus x Fleiß 
 
Echter und nachhaltiger Erfolg ist immer das Resultat aus diesen drei Faktoren. Los geht es mit einer tiefen Klarheit über das, was einem wichtig ist. Es folgt die bedingungslose Fokussierung auf die dafür notwendigen Faktoren. Und wenn Sie diese beiden Eigenschaften dann noch mit harter, motivierter und insbesondere langfristiger Arbeit kombinieren, dann wird sich der Erfolg fast schon zwangsläufig einstellen. Lassen Sie uns die einzelnen Bestandteile der Erfolgs-Formel daher etwas genauer unter die Lupe nehmen.
 

Was ist Erfolg? Erfolgsfaktor Klarheit

Als Kinder haben wir oft Cowboy und Indianer gespielt. Jeder von uns hatte seine Präferenzen, welche Rolle wir in unserem nachmittäglichen Treiben übernehmen wollten. Allerdings hatten wir damals nicht sehr viel Auswahl, einfach weil uns die entsprechenden Vorbilder fehlten. Und so spielten die einen meist den Apachen-Häuptling Winnetou, während die anderen lieber Marschall Matt Dillon sein wollten, das ist der Protagonist aus der coolen Serie „Rauchende Colts“. 
 
Heutzutage gibt es Superhelden wie Sand am Meer (meine Favoriten sind eindeutig Batman, Ironman und der Waschbär Rocket von den Guardians of the Galaxy), und wenn ich meine Kinder beim Spielen beobachte, dann geht es gar nicht mehr so sehr darum, welche Rolle sie übernehmen wollen, sondern um eine ganz andere Frage: „Welche Superkraft hättest du gern?“
 
Bei den darauffolgenden Antworten fangen die Augen dann regelmäßig an zu strahlen. Gedankenlesen, Unsichtbarkeit, Zeitreisen, Schnelligkeit, Fliegen oder die Fähigkeit, Gegenstände nur mit der Kraft der Gedanken bewegen zu können, sind nur einige der Dinge, welche sich Kinder heutzutage wünschen. Was würden Sie mir antworten? Welche wäre Ihre bevorzugte Superkraft? Meine Wahl wird Sie wahrscheinlich überraschen, denn ich würde mich für Klarheit entscheiden. 
 
Keine andere Eigenschaft hat eine so entscheidende Bedeutung, wenn es darum geht, ein erfülltes und zufriedenes Leben zu führen. Und auch für unsere individuelle Definition von Erfolg ist Klarheit unabdingbar. Nur, wenn Sie wissen, was Sie wollen, was Ihnen wichtig ist und was Sie wirklich glücklich macht – und natürlich auch, was Sie nicht wollen, was Ihnen nicht wichtig ist und was Sie unglücklich macht –, können Sie die notwendigen Entscheidungen treffen, um es auch zu bekommen.
 
Unter dem Strich steht und fällt der eigene Klarheitsgrad mit der Beantwortung der Frage, was wirklich zählt im Leben und was man genau von ebendiesem erwartet. Und dann kommt es zu einem besonderen Dominoeffekt, der mich immer wieder fasziniert. Ich habe ihn bei mir selbst bestaunen dürfen, aber auch in der Arbeit mit meinen Kunden. Klarheit führt im ersten Schritt zu mehr Verbindlichkeit, denn das erhöhte Bewusstsein über die eigenen Werte und das, was man wirklich will, macht sich natürlich auch in der eigenen Kommunikation bemerkbar. 
 
Sie entscheiden schneller, nachvollziehbarer und geben den Menschen in Ihrem Umfeld Orientierung. Dadurch erhöht sich Ihr Charisma und schlussendlich der Wirkungsgrad, den Sie in den verschiedenen Lebensbereichen erzielen.
 
Klarheit => Verbindlichkeit => Wirkung
 
Doch die Klarheit sorgt noch für einen weiteren, ebenfalls sehr entscheidenden Nebeneffekt. Die Amerikaner bezeichnen diesen gern als Skin in the Game, und der Begriff lässt sich am ehesten mit Commitment übersetzen. Ich habe übrigens lange gesucht, aber mir ist kein deutsches Wort eingefallen, welches den Sinn von Commitment auch nur annähernd beschreiben würden. Verzeihen Sie mir also bitte den Anglizismus. Aber Sie wissen, worauf ich hinaus möchte, oder? 
 
Denn wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, dann tun Sie auch alles dafür, um es in die Tat umzusetzen. Sie investieren Zeit, Energie und Geld. Sie gehen die Extrameile und halten durch, wenn Sie auf Gegenwind stoßen oder Ihre ursprüngliche Motivation etwas nachlässt. Egal, was Sie vorhaben, achten Sie bitte immer drauf, dass Sie Skin in the Game haben, dass es Ihnen wirklich wichtig ist.
 
Ihre Motivation lässt nach? Fragen Sie sich: Habe ich genügend Skin in the Game?
 
Welche Auswirkungen dies haben kann, beobachte ich regelmäßig bei meinen eigenen Seminaren und Veranstaltungen (z.Bsp. meiner zertifizierten Coachingausbildung). Manchmal biete ich vergünstigte Tickets an oder lade sogar jemanden ein – dies mache ich für Menschen, die am Anfang ihrer Karriere stehen oder gerade eine schwere finanzielle Phase durchmachen. Allerdings stelle ich bei dieser Teilnehmergruppe regelmäßig fest, dass die Menschen zwar mit großen Ambitionen in die Kurse starten, es aber meistens an der Umsetzung scheitert. 
 
Dies ist bei den Teilnehmern, welche die volle Teilnahmegebühr gezahlt haben, vollkommen anders. Hier folgen den Worten in der Regel auch die entsprechenden Taten. Weil diese Menschen Skin in the Game haben. Weil sie eine durchaus hohe Summe Geld in sich selbst investiert haben und dadurch den eigenen Anspruch massiv nach oben geschraubt haben. Klarheit führt also nicht nur zu mehr Verbindlichkeit und zu einer hohen Wirkung, sondern schlussendlich auch zu einer gesteigerten Umsetzungskompetenz.
 

Was ist Erfolg? Erfolgsfaktor Fokus 

Nachdem Sie an Ihrer Klarheit gearbeitet haben, geht es nun darum, Ihre Kräfte zu bündeln und den Fokus auszurichten. Sich auf das zu konzentrieren, was Sie wirklich voranbringt, und sich nicht mit Unwichtigem abzulenken und zu verzetteln. Ich empfehle Ihnen hierfür die Metapher von Himmel und Hölle. Was verbirgt sich dahinter? Ganz einfach. Die ausschließliche Fokussierung auf zwei Bereiche: Auf der einen Seite ist der Himmel. 
 
Damit meine ich alles, was mit Ihren Träumen, Ihrer Vision und Ihrer Strategie zusammenhängt. Man könnte es auch die Arbeit an Ihrem Unternehmen bzw. Ihrem Leben nennen. Um sich eine Eselsbrücke zu bauen, können Sie auch gern an Luftschlösser denken, die so riesig sind, dass nur ganz hoch über ihnen Platz ist. Tja, und dann ist da natürlich noch die Hölle. Damit meine ich die harte Arbeit, das Machen und die konkrete Umsetzung der Strategie, die Sie im Himmel entwickelt haben. 
 
Lassen Sie sich bitte nicht von der negativen Bedeutung des Wortes Hölle irritieren, aber ich habe mich für den Begriff entschieden, weil er nun mal das Antidot für den Himmel ist. Und wenn wir ehrlich sind, dann kann die Fokussierung auf die drei viel zitierten Buchstaben T, U und N sich manchmal auch ein wenig wie die Hölle anfühlen, nicht wahr? Das ist dann der berühmt-berüchtigte Preis, den wir zu zahlen bereit sein müssen. (Ich stelle mir dann im Kopf gern die Stimme von Wolfgang Petry vor, der lauthals „Hölle, Hölle, Hölle“ schmettert, und schon bin ich wieder positiv ausgerichtet. Unbedingt ausprobieren!)
 
Der Erfolg liegt im Himmel oder in der Hölle. Alles, was dazwischen ist, lenkt Sie nur ab.
 
Wie auch immer Ihre konkreten Ziele und Vorhaben aussehen, fragen Sie sich stets: Bewege ich mich im Himmel oder in der Hölle? Anders ausgedrückt: Nutzen Sie Ihre drei wichtigsten Ressourcen Zeit, Energie und Geld ab sofort nur noch für Aufgaben, die direkt mit diesen beiden Bereichen zu tun haben – also entweder mit Ihrer Vision, Ihrer Strategie oder dem Entwickeln großer Ideen –, oder aber mit der konkreten Umsetzung dieser Dinge. 
 
Alles, was sich dazwischen befindet, sollten Sie entweder delegieren oder sein lassen. Denn mit den Aufgaben, die sich zwischen Himmel und Hölle befinden, sind Sie zwar ganz wunderbar beschäftigt, aber unter dem Strich ist es nur eine Ablenkung, die nicht produktiv ist und Sie auch nicht Ihren Zielen näherbringt. Richten Sie also Ihren Fokus aus. Ihr Erfolg wird es Ihnen danken.
 

Was ist Erfolg? Erfolgsfaktor Fleiß

Ich möchte Ihnen gern drei meiner tiefsten Überzeugungen mitteilen: „Ohne Fleiß kein Preis“, „Das Glück ist mit dem Tüchtigen“ und „Langfristig schlägt der Fleiß immer das Talent“. Denn an nichts glaube ich so sehr wie an die gute alte harte Arbeit. „Aber Ilja, das ist doch nun wirklich überholt, denn in Zeiten des digitalen Wandels kommt es doch wohl viel mehr darauf an, smart zu arbeiten, oder?“ Diesen Einwand höre ich regelmäßig. Und doch bleibe ich bei meiner Aussage. Denn smart arbeitet heute jeder. Ich übrigens auch. Weil es einfach die absolute Grundvoraussetzung ist, keineswegs aber ein Differenzierungsmerkmal. Und weil das so ist, zahlt sich harte Arbeit dann eben doch aus.
 
Arbeiten Sie smart und hart. Diese seltene Kombination gibt Ihnen automatisch ein Alleinstellungsmerkmal.
 
Damit sind wir also beim dritten Faktor der Erfolgs-Formel, nämlich dem Fleiß. Wenn Sie wissen, was Ihnen wichtig ist und Ihren gesamten Fokus auf diese Dinge ausrichten, dann kommt es darauf an, wie intensiv und insbesondere langfristig Sie ins Machen kommen. Und zwar nicht nur ein Mal, sondern wieder und wieder. Auch an Tagen, an denen Sie keine Lust haben.
 
Wenn Sie mit einem Rückschlag zu kämpfen haben. Wenn Sie am liebsten alles hinschmeißen würden. In all diesen Situationen hilft Ihnen der Fleiß dabei, trotzdem dranzubleiben. Eines meiner großen Idole, der Terminator Arnold Schwarzenegger himself hat das in seiner berühmten „Six Rules of Success Rede“ mit zwei legendären Sätzen perfekt auf den Punkt gebracht:
 
„You can´t climb the ladder of success with your hands in your pocket“ und „While you are taking a nap, somebody else is working his butt off“.
 
In der Übersetzung heißt das „Du kannst die Erfolgsleiter nicht mit den Händen in der Tasche erklimmen“ und „Während du ein Nickerchen machst, reißt sich jemand anderes gerade den Allerwertesten auf“. Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Ohne Fleiß kein Erfolg. So einfach ist es.
 

Erfolg ist individuell. Und zwar immer.

Das waren die drei Faktoren der Erfolgs-Formel. Klarheit. Fokus. Und Fleiß. Lassen Sie diese Eigenschaften zu einem festen Teil Ihrer Lebenseinstellung werden und der Erfolg wird sich in sämtlichen Lebensbereichen zwangsläufig einstellen. Natürlich bedeutet dies nicht, dass es ab sofort leichter oder gar alles von allein laufen wird. Ganz im Gegenteil, Sie werden weiterhin Fehler machen, Rückschläge erleben und mit Niederlagen zu kämpfen haben. 
 
Aber Sie werden an diesen Herausforderungen wachsen und besser werden. Und das ist vielleicht der größte Erfolg von allen. Allerdings: Je mehr Sie sich zutrauen, desto mehr werden auch wieder die Nörgler, Besserwisser und Miesepeter aus ihren Löchern gekrochen kommen. Für Ihre persönliche Zufriedenheit wird es daher entscheidend sein, dass Sie sich trauen, noch viel mehr Ihr Ding zu machen. 
 
Kommen wir zur letzten Frage des Artikels liebe Leserinnen und Leser: Was ist Erfolg für Sie? Ich freue mich auf Ihren Kommentar…

Wahrnehmung – Definition, Bedeutung und Wichtigkeit 

Wenn es um erfolgreiche Veränderung im Leben geht, dann gibt es einen entscheidenden, aber häufig vernachlässigten Faktor: Ich spreche von der Wahrnehmung, oftmals auch als Sinneswahrnehmung bezeichnet. Und genau diesem wichtigen Teil der Kommunikation wollen wir uns in diesem Artikel widmen. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns am besten direkt loslegen.

Selektive Wahrnehmung verhindert optimale Ergebnisse

Vor kurzem kam es in einer Kleinstadt zu einem Banküberfall. Insgesamt 11 Kunden waren zu dem Zeitpunkt im Schalterraum anwesend und wurden später von der Polizei als Zeugen zum Tathergang befragt. Was glauben Sie, wie viele Aussagen es im Nachhinein von dem Überfall gab, der nicht länger als 1 Minute dauerte? Richtig, es waren genau 11 verschiedene Beschreibungen, obwohl doch alle dem gleichen Ergebnis dabei waren.
 
Die Kenntnis um diese Tatsache spielt eine große Rolle im Change Management, denn je detaillierter Sie wahrnehmen und je besser Sie die damit verbundenen Prozesse steuern können, desto mehr Erfolg werden Sie haben.
 

Wahrnehmung Definition: Die 5 Sinne

Grob gesagt funktioniert das Thema Wahrnehmung wie ein großer Computer. Nachdem die entsprechenden Daten eingegeben werden, verarbeitet der Prozessor diese und spuckt am Ende den entstandenen Output aus. Und genau so ist es auch bei Ihnen, bzw. ihrem Gehirn. In jeder Sekunde ihres Lebens nehmen Sie Informationen über ihre fünf Sinneskanäle auf. Sie sehen mit ihren Augen, hören mit ihren Ohren, schmecken mit ihrer Zunge, riechen mit ihrer Nase und spüren mit ihrer Haut und manchmal auch mit dem gesamten Körper. Und es gibt nicht wenige Menschen, die von sich behaupten, dass Sie über den sechsten Sinn verfügen, den Sie möglicherweise als Intuition oder Bauchgefühl bezeichnen.
 
Jetzt ist es wichtig zu wissen, dass Sie über ihre fünf Sinneskanäle nur einen Bruchteil der Informationen bewusst verarbeiten können, die den ganzen Tag über auf Sie einwirken, nämlich ungefähr fünf bis neun Einheiten gleichzeitig (Die restlichen Infos gehen natürlich nicht verloren, sondern werden zu hunderttausenden von ihrem Unterbewusstsein aufgenommen und gespeichert).
 

Wahrnehmung einfach erklärt

Diese „Daten“ durchlaufen dann in ihrem Gehirn diverse Filter (die von ihren Überzeugungen, Werten, ihrer Erziehung, ihrer Kultur oder ihrer sozialen Herkunft geprägt wurden) und werden schließlich zu so genannten internen Repräsentationen des von ihnen Erlebten transformiert. Dies sind nichts anderes als innere Bilder oder Filme, die Art und Weise, wie Sie mit sich selbst sprechen, oder die Gefühle, die sie in einer bestimmten Situation haben.
 
Können Sie mir so weit noch folgen? Sehr gut. Denn die Qualität ihrer internen Repräsentationen bestimmt wiederum ihre Handlungen und damit ihre Ergebnisse im Leben. Ganz einfach zusammengefasst lautet die Schlussfolgerung dieses Wahrnehmungsprozesses wie folgt: Der Fokus ihrer Sinnesaufmerksamkeit bestimmt die Qualität ihrer Ergebnisse im Leben.
Und diesen Fokus sollten Sie von diesem Zeitpunkt an so oft trainieren, wie es geht. Denn von Haus aus besitzt jeder Mensch einen bevorzugten Sinneskanal, den er hauptsächlich verwendet, um Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Aus diesem Grund gab es auch beim besagten Banküberfall Zeugen, die sich besonders gut das Aussehen und die Kleidung des Täters merken konnten, während andere vor allem auf den Dialekt oder die Lautstärke der Stimme geachtet haben. Tja, und dann waren natürlich auch Zeugen anwesend, die kaum etwas zur Beschreibung beitragen konnten, weil Sie hauptsächlich mit ihren Gefühlen beschäftigt waren.
 

Wahrnehmung: Die verschiedenen Sinneskanäle

Wie sieht es bei ihnen aus, haben Sie schon mal darauf geachtet, welcher Typ Sie sind? Sind Sie eher visuell orientiert? Dann reden Sie wahrscheinlich eher schnell (eben weil ihr Gehirn die vielen Bilder im Kopf verarbeitet muss) und nutzen auch entsprechende Wörter und Redewendungen wie „mir geht ein Licht auf“, „ich sehe es deutlich vor mir“ oder „wenn Sie einmal schauen wollen“.
 
Wenn Sie eher ein auditiver Typ sind, dann nutzen Sie als bevorzugten Sinneskanal hauptsächlich ihre Ohren und achten auf Töne, Geräusche und Musik. In diesem Fall ist ihre Stimme höchstwahrscheinlich sehr melodiös und Sie nutzen gerne auditive Wörter und Redewendungen wie „das klingt gut“, „davon hab ich schon viel gehört“ oder „das ist wie Musik in meinen Ohren“.
 
Als kinästhetischer Mensch liegt ihr Schwerpunkt auf dem Spüren und Fühlen. Sie reden eher langsam (weil ja jede neue Information erst einmal abgeglichen werden muss, wie gut sie sich anfühlt) und benutzen Wörter und Redewendungen wie „das fühlt sich rund an“, „packen wir es an“ oder „bringen wir das Projekt jetzt auf die Schiene“.
 
Das Riechen und das Schmecken blende ich an dieser Stelle einmal aus, weil diese beiden Sinneskanäle nur von wenigen Menschen als primärer Sinneskanal genutzt werden. Aber achten Sie doch in den nächsten Unterhaltungen einmal darauf, was genau ihre Gesprächspartner sagen und zu welchem Sinneskanal die Wörter und Redewendungen passen. Denn mit ihrer Sprache beschreiben sie, was gerade in ihnen vorgeht und welche interne Repräsentation ihr Gehirn gerade für sie kreiert.
 
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Wie funktioniert Wahrnehmung?

Wenn der Fokus nun aber permanent auf einem bestimmten Sinneskanal liegt, dann heißt dies nichts anderes, als dass er auf den verbleibenden vier eben in diesem Moment nicht liegt. Und damit gehen ihnen wichtige Informationen und Eindrücke verloren, die ihnen auf ihrem Weg zum Erfolg sehr nützlich sein könnten.
 
Trainieren Sie also ihre ihre Sinnesaufmerksamkeit, und damit Ihre generelle Wahrnehmung. Üben Sie so oft es geht, jeden einzelnen ihrer fünf Sinne bestmöglich zu nutzen und Dinge in ihrem Leben wahrzunehmen, die sonst an ihnen vorbeigehen würden. Und je mehr und besser Sie in der Lage sind, ihre Wahrnehmung nach oben zu schrauben, desto leichter fällt es ihnen auch, Ziele zu erreichen und ihr Verhalten in so gut wie jeder denkbaren Situation flexibel zu gestalten.
 
Wahrscheinlich sind Sie in ihrem bisherigen Leben eher wie auf Autopilot durch die Welt gegangen und haben sich und ihre Umgebung eher zufällig wahrgenommen. Aber sobald Sie anfangen, sich bewusst mit etwas zu beschäftigen und ganz gezielt wahrzunehmen, dann eröffnet sich ihnen eine ganz neue Welt. Dafür bedarf es nur eines regelmäßigen Trainings. Und schon bald werden Sie wieder auf Autopilot durch die Welt gehen. Diesmal jedoch mit einer messerscharfen Wahrnehmung und einem völlig neuen Lebensgefühl, welche nun wie selbstverständlich zu ihren Gewohnheiten gehören.
 

Wahrnehmung trainieren: Mit diesen Übungen klappt’s

Viele meiner Kunden berichten mir immer wieder das Gleiche, wenn sie dieses Training erfolgreich durchgeführt haben. Es kommt ihnen vor, als wären sie jahrelang mit Scheuklappen oder gar verbundenen Augen durchs Leben gegangen. Und sie fragen sich, wie sie bestimmte Dinge übersehen konnten, die auf einmal so klar und deutlich wahrzunehmen sind. Lassen Sie sich einfach mal überraschen, was da so alles passieren kann. Je bewusster Sie nämlich ihre Sinnesaufmerksamkeit einsetzen und trainieren, desto größer werden die Möglichkeiten, die ihnen das Leben anbietet.
 

Sehen: Der visuelle Sinneskanal

Achten Sie darauf, was Sie alles mit ihren Augen wahrnehmen. Sehen Sie sich so viele unterschiedliche Dinge so detailliert wie möglich an: Bilder, Fotos, Pflanzen, Gesichter, Autos, Plakate, Zeitschriften, Bekleidung oder auch so ungewöhnliche Objekte wie Spinnenweben oder Holzstämme. Es gibt so viel wahrzunehmen. Achten Sie vor allem auf die kleinen Details, die Farben, die Schärfe, den Kontrast oder die Helligkeit.
 
Nehmen Sie sich als Übungsobjekt beispielweise ein Gemälde ihres Lieblingsmalers. Sie werden feststellen, dass Sie auch nach Wochen des Anschauens noch viele neue Aspekte und Nuancen wahrnehmen werden. Oder gehen Sie mal in eines der vielen Dunkel-Restaurants, die vor allem in den Großstädten vermehrt vertreten sind. Dort sitzen Sie in völliger Finsternis, werden von blinden Kellnern bedient und müssen komplett ohne ihren visuellen Sinneskanal auskommen. Ich garantiere ihnen, dass ihre Wahrnehmung nach dieser Erfahrung eine andere sein wird.

Hören: Der auditive Sinneskanal

Gehen Sie mit offenen Ohren durchs Leben und legen Sie ihren Fokus auf Geräusche, Stimmen und Töne. Trainieren Sie ihren auditiven Kanal in den unterschiedlichsten Umgebungen: Im Rockkonzert, im nächsten Meeting, im Wald, auf der Autobahn, beim Radiosprecher, in der U-Bahn oder wenn Sie entspannt am Strand relaxen. Achten Sie dann vor allem auf die Lautstärke, die Melodie, die Klangfarbe, das Echo, den Rhythmus oder die Geschwindigkeit.

Fühlen und Spüren: Der kinästhetische Sinneskanal

Beginnen Sie, unterschiedliche Dinge anzufassen und in jeder Situation darauf zu achten, was Sie fühlen. Denken Sie immer daran, dass die im limbischen System des Gehirns beheimateten Emotionen ihre Entscheidungen und damit ihr Verhalten bestimmen. Nehmen Sie die ganz feinen Nuancen wahr, wenn Sie das nächste mal etwas spüren oder fühlen. Achten Sie auf die Bewegung, die Form, die Farbe, den Druck, die Temperatur und vor allem auf die Intensität ihrer Gefühle (Und wenn Sie bisher noch nicht wussten, dass Gefühle diese Qualitäten haben, dann wird es höchste Zeit).
 
 
Üben Sie ihre Wahrnehmung so oft Sie können. Schaffen Sie sich Gelegenheiten, in denen Sie ausschließlich einen bestimmten Sinneskanal trainieren. Und vergessen Sie bitte auch das riechen und schmecken nicht. Laden Sie doch ihren Partner einmal wieder schick zum Essen ein und lassen sich überraschen, wie groß die Vielfalt eines guten Weins oder einer einfachen Suppe doch sein kann.
 
Und je öfter und regelmäßiger Sie ihre Sinneswahrnehmung trainieren, desto bunter, schöner und facettenreicher wird ihr Leben werden. Bis ihre scharfe Wahrnehmung eines Tages eine Gewohnheit geworden ist, mit der Sie leichter und vor allem besser Richtung Erfolg gehen werden.
 

Wahrnehmung Psychologie: Der Semmelweis-Reflex

Die Welt ist voller Wunder. Da draußen warten so viele Chancen und Möglichkeiten auf Sie, doch die meisten Menschen gehen an ihnen vorbei, weil ihre Wahrnehmung nicht scharf genug ist. Das lässt mich oft an den weisen Satz meiner Großmutter denken: „Ob jemand nicht lesen kann oder nicht lesen will, führt letztendlich zum gleichen Ergebnis“. 
 
In der Mitte des 19. Jahrhunderts lebte in Budapest ein Arzt namens Ignatz Phillip Semmelweis. Er wollte sich nicht damit zufrieden geben, dass so viele Mütter an den Folgen des Kindbettfiebers starben und setzte seine ganze Kraft dafür ein, herauszufinden, wie man diesem Problem Einhalt gebieten könnte. Schon bald kam er auf die Lösung, denn er fand heraus, dass es an der mangelnden Hygiene der Ärzte und des Krankenhauspersonals lag, die ihre Bakterien durch die offenen Wunden an ihre Patientinnen übertrugen. Semmelweis schlug also vor, die Hygienestandards drastisch zu erhöhen und forderte Ärzte und Schwestern auf, sich regelmäßig die Hände zu waschen.
 
Im Jahr 1847 veröffentlichte Semmelweis diese Erkenntnisse im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie, die auf der Untersuchung vieler Einzelfälle basierte und heute als erster Fall evidenzbasierter Medizin in Österreich gilt. Diese Ehre wurde ihm jedoch erst nach seinem Tode zuteil, denn zu seinen Lebzeiten wurden die Ergebnisse der Semmelweis-Studie von seinen Kollegen und der Fachwelt als „spekulativer Unfug“ abgetan. Warum sollte man sich denn bitteschön die Hände waschen? Diese sahen schließlich sauber aus und auch von den vielzitierten Bakterien war keine Spur zu sehen. Die Ärzte vertrauten nur dem, was Sie mit ihren Augen sahen. Doch ihre Wahrnehmung war eingeschränkt und spielte ihnen einen Streich.
 
Erst als man durch die Erfindung des Mikroskops die Bakterien auch tatsächlich sehen konnte, kam es zu einem Wechsel im Umgang mit der Hygiene. Die Ärzte glaubten nun auch, dass es so etwas wie Bakterien gab und verhielten sich entsprechend. Für unser Thema bedeutet dies: Nur, weil Sie etwas nicht wahrnehmen, heißt dies nicht, dass es nicht existiert. Schärfen Sie ihre Aufmerksamkeit und ihre Wahlmöglichkeiten werden dramatisch ansteigen.
 

Wahrnehmung fördern: Gehen Sie bewusst durchs Leben

Anfang des 20. Jahrhunderts lebte ein Farmer im Bundesstaat Tennessee. Nachdem er dort über 30 Jahre in dem alten Haus seiner Eltern wohnte, beschloss er eines Tages, für sich und seine Frau ein neues und modernes Heim zu bauen, in dem sie ihren Lebensabend verbringen wollten. Also ließ er die Bagger anrollen, um im ersten Schritt sein altes Haus abzureißen. Als der Baggerführer die Schaufel in den Boden rammte, um das Fundament für das neue Heim auszuheben, schoss auf einmal eine riesige schwarze Fontäne in die Höhe.
 
Ohne dass der Farmer es wusste, hatte er mit seiner Familie auf einer gigantischen Ölquelle gelebt, die nun Richtung Himmel sprudelte und sein gesamtes Leben veränderte. Die lokale Zeitung schrieb damals, dass der Farmer durch das Öl an diesem Tag zum Millionär wurde. Doch wenn Sie es sich recht überlegen, dann war er ja eigentlich schon seit 30 Jahren Millionär, denn die Ölquelle befand sich schon immer dort. Allerdings bekam sie ihren Wert erst, als sie aus den tiefen der Erde an die Oberfläche kam und auf dem Ölmarkt zu Geld gemacht wurde.
 
Was hat dies nun mit ihnen und ihrer Wahrnehmung zu tun? Ich will es ihnen sagen:  Auch in ihnen schlummert eine riesige Ölquelle und wartet nur darauf, wahrgenommen und an die Oberfläche gefördert zu werden. Und der Schlüssel hierzu ist eine scharfe Wahrnehmung und eine regelmäßige Überprüfung der wichtigsten „Schätze“ in ihrem Leben. Machen Sie es bitte nicht so, wie die meisten ihrer Mitmenschen, indem Sie sich nur auf ihre Schwächen fokussieren, sondern erkennen Sie ihre Talente und zahlreichen Stärken. 
 
Wenn Sie noch ein wenig Zweifel haben, welche riesige Ölquelle in ihnen schlummert, dann halten Sie sich am besten an die weise Beobachtung von Albert Einstein, der vor vielen Jahren feststellte, dass wirklich in jedem Menschen ein Genie schlummert. Aber wenn Sie einen Fisch danach beurteilen, wie gut er auf einen Baum klettern kann, dann werden Sie ihr Leben lang glauben, dass Sie nicht gut genug sind und den Erfolg nicht verdient haben. Lassen Sie dies nicht zu, sondern lernen Sie ihre großartigen Potenziale zu erkennen und vor allem zu nutzen.
 
Ich empfehle  Ihnen daher, regelmäßig einen sorgfältigen Wahrnehmungs-Check durchzuführen und die zehn wichtigsten Punkte zu überprüfen, die Sie beachten sollten, wenn Sie beruflichen oder privaten Erfolg haben wollen. Und die wollen wir uns nun einmal gemeinsam anschauen. Einverstanden?
 

Der regelmäßige Wahrnehmungs-Check für ihren Erfolg

 
Überprüfen Sie regelmäßig und gründlich folgende Punkte…
 

1. Wahrnehmung überprüfen: Ziele

Nehmen Sie sich zu festen Terminen Zeit für sich und überprüfen Sie, wo Sie stehen. Denn nur, wenn Sie genau wissen, wo Sie sich befinden, können Sie sich auf den Weg zu ihren Zielen machen und diese auch erreichen. Nehmen Sie sich jeden einzelnen Lebensbereich vor und stellen Sie sich folgende Frage: „Wie zufrieden bin ich im Bereich Job/Beziehung/Gesundheit/Finanzen/Fitness/etc. auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 1 „total unzufrieden“ und 10 „besser geht´s nicht“ ist)?“ Überprüfen Sie dann, wie es um ihre Ziele steht.
 
Die wichtigste Frage ist dabei, ob ihr Ziel überhaupt noch ihr Ziel ist. Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass ein ehemals wichtiges Ziel an Bedeutung verloren hat, während andere in den Vordergrund getreten sind. Prüfen Sie für ihre aktuellen Ziele auf jeden Fall, ob Sie sich auf das Ziel zu- oder davon wegbewegen. Je flexibler Sie dann sind, desto besser und effektiver können Sie reagieren. Und wenn Sie richtig tief in das Thema Ziele einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen diesen Artikel.
 

2. Wahrnehmung überprüfen: Fokus

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, es läuft immer wieder darauf hinaus, dass es entscheidend ist, worauf Sie ihren Fokus lenken. Denn genau dorthin wird ihre Energie fließen und Sie werden mehr davon bekommen. Ihr Fokus bestimmt wie nichts anderes ihre Attitüde. Achten Sie also so häufig wie möglich, worauf Sie ihre Gedanken, ihre Sprache und ihre Energie fokussieren. Damit Sie positiv durchs Leben gehen, sich viele Chancen und Möglichkeiten kreieren und dadurch Erfolg und Zufriedenheit in ihr Leben ziehen.
 

3. Wahrnehmung überprüfen: Selbstbild

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt ihres regelmäßigen Wahrnehmungschecks. Merken Sie sich bitte folgenden Satz, denn er hat entscheidende Auswirkungen auf ihre Ergebnisse:
 
„Sie können nicht dauerhaft Erfolg haben, wenn ihre verbale und nonverbale Kommunikation nicht mit dem Bild übereinstimmt, das Sie von sich selbst haben.“
 
Wenn Sie andere begeistern und überzeugen wollen, müssen Sie zu allererst selbst begeistert und überzeugt sein. Von ihren Produkten und ihrer Dienstleistung. Vor allem aber von sich selbst. Sie müssen jederzeit an sich glauben und sich akzeptieren wie Sie sind. Ihre Stärken ausbauen und ihre Schwächen zu Stärken machen.
 
Denken Sie dran, Sie leben auf einer riesigen und nie versiegenden Ölquelle, die nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert zu werden. Doch nicht immer werden die unter der Erde schlummernden Ressourcen mit nur einem einzigen Spatenstich befreit. Oft ist es eher wie in einer Goldmine. Sie müssen mit Hacke und Schaufel bewaffnet erst eine Menge Geröll und Gestein beiseite räumen. Dann sieben Sie in mühevoller Arbeit den feinen Sand aus, bis ganz zum Schluss ein wundervoll glänzender und wertvoller Nugget übrigbleibt. 
 
Viele Goldgräber haben den Fehler gemacht, sich nur auf die Arbeit, die vielen Steine und den Sand zu konzentrieren. Doch die wirklich erfolgreichen sahen in diesem Berg von Gestein einzig und allein die vielen verborgenen Nuggets und legten ihren Fokus darauf, Wege zu finden, diese zu schürfen. Überprüfen Sie also regelmäßig ihr Selbstbild, denn auf Dauer werden Sie nur Erfolg haben, wenn dieses kongruent zu ihren Überzeugungen, Werten und Verhaltensweisen passt.
 

4. Wahrnehmung überprüfen: Freunde und Umfeld

Nehmen Sie die Menschen in ihrem Umfeld genau wahr. Wie reagieren diese auf ihre Ziele und Träume? Werden Sie von ihnen unterstützt, egal wie verrückt ihre Ideen manchmal auch sein mögen oder sind Sie eher von Nörglern, Miesmachern und Besserwissern umgeben, die ihnen einreden wollen, dass Sie es nicht schaffen werden und dass Sie ihr Ziel auf keinen Fall erreichen können? Lassen Sie sich niemals von anderen Menschen einreden, dass Sie etwas nicht schaffen können!
 
Auf Dauer werden Sie wie die Menschen, mit denen Sie sich umgeben. Sie adaptieren ihre Werte, ihre Überzeugungen, ihre Verhaltensweisen, ihre Sprache und vor allem ihr Mindset.Suchen Sie sich daher vor allem Freunde und Mentoren, die Sie bei ihren Vorhaben unterstützen und am besten schon das geschafft haben, wo Sie noch hinwollen. Dann werden Sie nach oben gezogen und können sich von diesen Menschen inspirieren und motivieren lassen.
 
Trennen Sie sich gleichzeitig von allen Menschen in ihrem Umfeld, die ihnen nicht guttun und ihre Energie hauptsächlich dazu verwenden, Sie zu kritisieren und Sie runterzuziehen. Diese sind oftmals sogar gar nicht böswillig negativ, sondern haben meist ein sehr geringes Selbstbewusstsein und haben unbewusst Angst, dass Sie erfolgreicher als sie selber werden könnten. Sie werden wie die Menschen, mit denen Sie sich umgeben. Wählen Sie ihr Umfeld also Weise.
 

5. Wahrnehmung überprüfen: Sprache

Sprache ist die Kleidung der Gedanken. Wählen Sie ihre Wörter und Formulierungen also bitte genau so sorgfältig wie ihr tägliches Outfit. Die Art und Weise wie Sie reden (mit anderen, vor allem aber mit sich selbst) hat große Auswirkungen auf ihr Selbstbild und damit auf ihre Verhaltensweisen und ihren langfristigen Erfolg.
 
Die Eskimos haben beispielsweise über 20 verschiedene Wörter für Schnee. So sind sie bei jedem Wetter flexibel in der Lage, zu überleben und einen maximalen Jagderfolg zu erzielen. In indianischen Reservaten haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es keinen einzigen Fall von Stottern gab. Kein Wunder, denn es gibt kein indianisches Wort für Stottern.
 
Und wussten Sie, dass der IQ eines Menschen automatisch ansteigt, wenn dieser seinen Wortschatz signifikant erhöht? Mit ihrer Sprache drücken Sie so vieles aus, was Sie gar nicht gesagt haben. In ihrer Sprache spiegeln sich ihr Fokus, ihre Überzeugungen, ihre Werte und ihre Motivation wieder. Und wie wir vor einigen Absätzen gelernt haben, ist ihre Sprache auch ein direkter Spiegel der Prozesse, die gerade in ihrem Gehirn ablaufen.
 
Achten Sie daher so oft wie möglich auf ihre Sprache, vor allem aber auf ihren inneren Dialog. Darauf, was Sie zu sich selbst sagen und wie genau Sie es tun. Loben Sie sich viel und motivieren sich zu Höchstleistungen, oder sind Sie ein permanenter Kritiker, der sich selbst kleinredet und Gründe sucht, warum etwas nicht geht? Reden Sie mit einer angenehmen Stimme mit sich selbst, oder ist es eher eine krächzende und unangenehme Tonalität? Ist es überhaupt ihre eigene Stimme oder die ihrer Mutter oder ihres Vaters? Nehmen Sie alles so detailliert wie möglich wahr und dann ändern Sie es so lange, bis ihr innerer Dialog ihr bester Freund und Motivator ist.
 

6. Wahrnehmung überprüfen: Stärken und Erfolge

Richten Sie ihren Fokus regelmäßig auf ihre Stärken und Erfolge. Nehmen Sie sich nach dem Aufstehen und vor dem Einschlafen jeweils 5 Minuten Zeit (gerne natürlich auch öfter und länger), um darüber nachzudenken, was Sie am Tag besonders gut machen wollen, bzw. was Sie alles erreicht haben. Machen Sie diese Erfolgsfokussierung zu einer Gewohnheit, die ganz nebenbei ihr Selbstbild dramatisch erhöhen wird. Führen Sie ein Erfolgstagebuch und schreiben Sie einmal penibel über 12 Monate auf, was Sie alles an Erfolgen erzielen. Sie werden erstaunt sein, was da alles zusammenkommt.
 
Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und notieren Sie sich ihre 10 größten Stärken. Dann schauen Sie sich selbst in die Augen, bringen sich in einen guten Zustand und dann sagen Sie voller Inbrunst und Leidenschaft: „Ich, Jutta Meier (hier bitte ihren eigenen Namen einsetzen), bin ein wertvoller und zielorientierter Mensch, der jeden Erfolg im Leben verdient hat. Meine großen Stärken sind….(jetzt setzen Sie bitte ihre eigenen Stärken von ihrer Liste ein). Machen Sie diese Übung regelmäßig und ihre Erfolge werden durch die Decke schießen. Darauf haben Sie mein Wort.
 

7. Wahrnehmung überprüfen: Die vielen Kleinen Dinge im Leben

Nehmen Sie nicht nur die großen Brocken und die Meilensteine im Leben wahr. Das große Glück liegt oft vor allem in den kleinen Dingen. Das Lächeln der Kassiererin im Supermarkt, das Kartenspiel mit ihrer besten Freundin, das Blühen eines Baumes, der Ausflug mit ihren Kindern, der Kinoabend mit ihrem Partner, es gibt so viele schöne Dinge im Leben, die Sie möglicherweise gar nicht mehr wertschätzen, weil Sie zu normal geworden sind. Schaffen Sie sich so viele dieser kleinen Glücksmomente wie möglich und genießen Sie ihr Leben mit Herz und Verstand, vor allem aber mit Leidenschaft.
 

8. Wahrnehmung überprüfen: Motivation 

Motivation lässt Sie loslaufen und Gewohnheiten führen Sie ans Ziel. Aber was ist es genau, das Sie auch heute wieder aufstehen lässt, um Träume zu leben? Was genau werden Sie sein, tun oder haben, wenn Sie ihre Ziele erreicht haben? Erinnern Sie sich immer wieder, dass es auf keinen Fall Geld ist. Keine Frage, Geld ist wichtig, aber es ist niemals ihr Hauptziel. 
 
Denn Geld kann ihnen zwar ein schickes Haus kaufen, aber niemals ein Zuhause. Geld kann ihnen Gesellschaft kaufen, aber niemals die Liebe eines besonderen Menschen. Geld kann ihnen ein tolles Auto kaufen, aber niemals die wundervollen Erlebnisse einer unvergesslichen Reise. Überprüfen Sie also regelmäßig ihr „warum“ und stellen Sie sich so bildlich wie möglich vor, wie Sie ihr damit verbundenes Ziel erreicht haben.
 

9. Wahrnehmung überprüfen: Zustände

Je besser ihre Zustände, desto höher die Qualität ihrer Entscheidungen und Ergebnisse. Legen Sie ein besonderes Augenmerk auf ihre Physiologie und achten Sie besonders vor wichtigen Gesprächen und Situationen darauf, in einem Peak State zu sein. Schaffen Sie sich Gewohnheiten, die dafür sorgen, dass Sie körperlich jederzeit in der Lage sind, ihren besten Gedanken und Ideen ein optimales Zuhause zu bieten.
 
Tun Sie etwas für sich und ihren Körper. Treiben Sie Sport, stemmen Sie Gewichte, gehen Sie spazieren, besuchen Sie eine Sauna oder relaxen Sie im Spa. Wofür Sie sich auch immer entscheiden, wichtig ist nur, dass Sie aktiv werden, damit es ihnen leicht fällt, in gute Zustände zu kommen. Und je besser Sie ihren aktuellen Zustand wahrnehmen, desto schneller können Sie gegensteuern.
 

10. Wahrnehmung überprüfen: Verantwortung

Ja, mit dem wichtigsten komme ich natürlich zum Schluss. Überprüfen Sie am besten täglich, ob Sie noch zu 100% die Verantwortung für ihr Leben haben. Wenn es da auch nur den geringsten Zweifel gibt, dann treten Sie sich am besten sofort in den Allerwertesten. Denken Sie immer daran, wenn Sie es nicht tun, dann tut es niemand. Haben Sie die höchsten Ansprüche an sich und fordern Sie sich möglichst oft (Vergessen Sie bitte nicht, sich auch zu loben!). Übernehmen Sie die Verantwortung für ihre Attitude. Ihre Erfolge werden es ihnen danken.
 

Wahrnehmung als Schlüssel für erfolgreiche Veränderungen im Leben

Wenn Sie diesen Wahrnehmungs-Check regelmäßig durchführen, dann haben Sie einen permanenten Abgleich zwischen Soll und Ist. Dabei werden Sie bald feststellen, wie schnell ihre Wahrnehmung schärfer und detaillierter wird. Sie werden Dinge wahrnehmen, die Sie vor kurzem kaum beachtet hätten. Sie werden Dinge mitbekommen, an denen andere Menschen achtlos vorbeigehen. Vor allem aber werden Sie viel mehr Chancen und Möglichkeiten sehen, die es zu ergreifen und umzusetzen gilt.
 
Je schärfer ihre Wahrnehmung ist, desto besser sind Sie in der Lage, mitzukriegen, wie Sie auf sich und andere wirken und welche Ergebnisse Sie dadurch erzielen. Dadurch können Sie jederzeit das Heft des Handelns in der Hand halten und auch mal gegensteuern, wenn es notwendig ist. Investieren Sie viel Zeit in das Training dieser besonderen Fähigkeit. Es lohnt sich. Garantiert.
 

Erfolg ist kein Glück – Oder etwa doch?

Erfolg ist kein Glück. Woran müssen Sie denken, wenn Sie diesen Satz lesen? An den bekannten Song der Band Kontra K oder an eine Aussage, die Erfolgsgurus in den unterschiedlichsten Varianten gebetsmühlenartig wiederholen? Aber ist es wirklich so? Ist Erfolg tatsächlich nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen, oder spielt der Faktor Glück dann doch eine gewisse Rolle? All diesen Fragen wollen wir uns in diesem Artikel widmen. 

 
Hier schon mal ein kleiner Spoiler: Natürlich spielt Glück eine Rolle. Eine wichtige sogar. Aber nicht in der Art und Weise, wie Sie möglicherweise denken. Lassen Sie uns also eintauchen in die Welt des Erfolgs und des Glücks. Und starten wollen wir in Entenhausen.
 

Was ist Glück?

Als Kind war ich ein riesengroßer Fan der lustigen Taschenbücher von Disney. Was habe ich es geliebt, stundenlang unter der Bettdecke zu schmökern, und begeistert den Abenteuern von Mickey Mouse, Kater Karlo oder Kommissar Hunter zu folgen. Besonders begeisterte mich aber die Familie Duck. Da gab es Onkel Dagobert, der mit nur einem Kreuzer Startkapital zum reichsten Mann von Entenhausen wurde, und seine Tage damit verbrachte, durch seine zahlreichen Geldspeicher zu flanieren. Die drei bauernschlauen Neffen Tick, Trick und Track mischten das Pfadfinderlager vom Fähnlein Fieselschweif kräftig auf, und die schöne Daisy verdrehte ihren beiden Verehrern Donald Duck und Gustav Gans kräftig den Kopf. 
 
Gerade die beiden letztgenannten Charaktere konnten verschiedener nicht sein. Da war zum einen der sympathische, wenn auch vollkommen tollpatschige Donald, dem das Pech an den Hacken zu kleben schien, während sein arroganter und fauler Vetter Gustav von einer Glückssträhne nach der anderen verfolgt zu werden schien. Und ich weiß es noch wie heute, dass ich mir damals nichts sehnlicher wünschte, als eines Tages einen ähnlichen Lebensstil wie die glücksverwöhnte Ente mit der Tolle führen zu können (Gustav Gans hat übrigen sogar einen eigenen Duckipedia-Eintrag). 
 
Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon in der Hängematte auf meiner Veranda liegen, während ich meinen Lebensunterhalt mit Lotteriegewinnen, dem Finden von Diamanten oder dem Erhalt von Briefen mit Bargeld verdienen würde.
 

Erfolg ist kein Glück – Es gibt nicht etwas für nichts

Heute, knappe fünfunddreißig Jahre später, finde ich die Familie Duck zwar immer noch richtig klasse, jedoch habe ich eine wichtige Lektion des Lebens gelernt und verinnerlicht:
 
Es gibt nicht etwas für nichts!
 
Alles, was konsumiert wird, muss vorher produziert werden. Alles, was man ausgibt, muss vorher verdient werden. Und alles, was man nehmen möchte, muss jemand anders geben. Was mich aber auch Erwachsener immer noch sehr fasziniert, ist das Thema Glück. Denn ist die Welt nicht voller Donalds und Gustavs? Kennen Sie nicht auch Menschen, denen das Pech geradezu am Stiefel zu kleben scheint, während andere eine Glücksträhne nach der anderen in ihr Leben ziehen? Wir wollen uns daher an dieser Stelle einer wichtigen Frage widmen: Spielt der Faktor Glück eine Rolle, wenn es um Erfolg in den verschiedensten Lebensbereichen geht? 
 
Die vordergründige Antwort hierauf ist ein klares Nein. Wenn Sie sich erfolgreiche Menschen anschauen, dann können Sie immer wieder die gleichen Zutaten beobachten, die zu den außergewöhnlichen Ergebnissen geführt haben: Mutige Ideen, Fleiß, harte Arbeit, die Bereitschaft Fehler zu machen, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, andere Menschen für die eigene Vision zu begeistern. Auch die Wissenschaft kann keine Korrelation zwischen Erfolg und Glück feststellen, und so definiert Wikipedia Glück „als positiven Zufall“. 
 
Und von Zufall spricht man eben immer dann, „wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse keine kausale Erklärung gegeben werden kann“. Objektiv betrachtet scheint es also so zu sein, dass Glück für die Persönlichkeitsentwicklung nur eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint, und vermeintliche Experten nutzen diese Erkenntnis dann gerne, um zu proklamieren, dass Erfolg planbar wäre
 

Glück Definition 

Doch der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass da irgendetwas nicht stimmen kann. Das Leben lässt sich nun mal nicht am Reißbrett designen, und natürlich gibt es eine durchaus große Anzahl an Leuten, die ihren Erfolg glücklichen Zufällen zu verdanken haben. In alter Gustav Gans Manier waren sie einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort, haben dort die richtigen Menschen getroffen und hatten eine Idee, deren Moment gekommen war. Und gleichzeitig gibt es einige Faktoren, welche die Wahrscheinlichkeit, Glück zu haben, dramatisch erhöhen.
 
Um nachhaltigen Erfolg zu haben, spielt der Faktor Glück eine wichtige Rolle. Die gute Nachricht: Wir können diesen Faktor selber beeinflussen.
 
Ja wie denn nun, Ilja? Ich dachte Glück sei ein zufälliger Faktor, wie soll ich ihn dann beeinflussen können? Bevor ich ihnen vier ganz konkrete Methoden vorstelle, möchte ich ihnen gerne eine weitere, weniger mathematische, dafür praxisorientiertere Definition vorstellen:
 
Glück entsteht, wenn harte Arbeit auf die passende Gelegenheit trifft.
 
Ja, es ist in der Tat möglich, sich sein eigenes Glück zu erschaffen. Je aktiver wir sind, Dinge ausprobieren, Fehler machen und unser Netzwerk erweitern, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann die Gelegenheit gekommen ist, die wir im Nachhinein als Glück bezeichnen würden. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn es handelt sich de facto nur um die Belohnung für ihren unermüdlichen Einsatz. Aus diesem Grund ist das Glück auch immer mit den Tüchtigen, und der berühmte Last-Minute-Dusel des FC Bayern München in Wirklichkeit hart erarbeitet. 
 
Denn wenn Sie sich pro Spiel doppelt so viele Chancen erspielen wie ihr Gegner, dann ist eben auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ball glücklich ins Tor gelangt doppelt so hoch. Woody Allen hat dies wunderbar auf den Punkt gebracht, als er sagte: „80% of success in life is just showing up.“ 
 
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Mach Dein eigenes Glück: Mit den 4 Glücks-Boostern

Und genau so ist es. Wer zu Hause auf der Coach sitzend darauf wartet, endlich auch einmal Glück zu haben, den wird das Leben bitter enttäuschen. Wer sich aber aufmacht, sich aktiv verändert und hart für seine Träume arbeitet, der wird irgendwann zwangsläufig Momente erleben, die von außen betrachtet wir Glück aussehen. Wann das sein wird, lässt sich leider niemals planen. Im Folgenden möchte ich ihnen aber vier Faktoren vorstellen, welche die Wahrscheinlichkeit, dass es eher früher als später passiert, deutlich erhöhen. Ich nenne sie die vier Glücks-Booster, und hier sind sie:
 

Glücks-Booster #1: Die Freiheit des Festlegens

Ich bin mir bewusst, dass es durchaus komisch klingt, aber tatsächlich liegt die größtmögliche Freiheit darin, sich festzulegen. Wenn Sie sich jedoch umschauen, dann können Sie vor allem das gegenteilige Muster entdecken. Niemand will sich mehr entscheiden, weil man sich gerne sämtliche Optionen offenhalten will. Das gilt für Beziehungen genauso wie für Projekte oder den täglichen Job. Ganz nach dem Motto: Ich investiere erst einmal nur achtzig Prozent, denn wer weiß schon, ob nicht noch etwas Besseres kommt. 
 
Doch das Gegenteil ist der Fall. Je mehr Sie sich mit Haut und Haaren für eine Sache bewusst entscheiden, desto mehr werden Sie eine ungeahnte innere Freiheit erfahren. Weil Sie sich auf diese Art und Weise commiten, und ihre gesamte Energie bündeln. Ich habe dabei ein ganz einfaches System, welches mir hilft, meine Prioritäten klar zu definieren.
 
Immer, wenn ich vor einer schwierigen Entscheidung stehe, dann entscheide ich mich zwischen zwei Möglichkeiten: Entweder ich sage von Herzen AuJa zu einer Wahl, oder ich entscheide mich für ein Nein. Dazwischen gibt es bei mir nichts, denn ich habe mich vor langer Zeit von sämtlichen Wischiwaschi Entscheidungen verabschiedet. Mein innerer Freiheitsgrad dankt es mir jeden einzelnen Tag. Denn nur wer sich festlegt, der ist wirklich frei.
 
Sagen Sie #AuJa oder Nein. Dazwischen gibt es nichts.
 

Glücks-Booster #2: Sich gut fühlen ohne Grund

Während ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich auf einem Kreuzfahrtschiff, dass gerade in Lissabon vor Anker liegt. Und eine Tatsache fällt mir jeden einzelnen Tag an Bord auf. Obwohl das Meer einfach wunderschön, die Verpflegung umwerfend und das Wetter traumhaft ist, befindet sich der Großteil der Menschen um mich herum in einem von drei verschiedenen Modi. Man unterhält sich über vergangene Reisen, plant die im nächsten Jahr anstehenden oder beschwert sich über die Zustände auf der aktuellen. 
 
Es versteht sich von selbst, dass diese nörgelnden Zeitgenossen es dabei komplett versäumen, die Gegenwart zu genießen. Und wahrscheinlich fällt es mir auch nur so extrem auf, weil ich gemeinsam mit den beiden größten Vorbildern reise, die ich kenne: Meinen beiden Töchter Emma und Elisabeth. Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welcher Neugier, Freude und Dankbarkeit die Zwei jeden einzelnen Moment der Reise genossen. Als Elisabeth eines Tages wieder einmal vor Glück strahlend in unsere Kabine kam, fragte ich sie: „Was ist denn mit dir los, warum strahlst du denn so?“ Ihre Antwort war gleichsam naiv wie vorbildlich: „Einfach nur so, Papa!“ Das bringt mich zu einer wichtigen Frage:
 
Wann haben Sie sich das letzte Mal ohne Grund gut gefühlt?
 
Einfach nur so, weil sie es können. Was, daran können Sie sich nicht mehr erinnern? Dann sollten Sie das aber schleunigst ändern, denn ihre Fähigkeit, sich ohne Grund gut zu fühlen, hängt entscheidend mit ihrer generellen Lebensqualität zusammen.
 
Entscheidungen, die wir aus einem negativen Zustand heraus treffen, führen niemals zu positiven Ergebnissen.
 
Wirklich niemals (Oder haben Sie jemals eine gute Entscheidung aus einem schlechten Zustand heraus getroffen? Sehen Sie.). Entscheiden wir hingegen auf der Basis von Freude, Überfluss und Dankbarkeit, dann sehen die Resultate eben auch entsprechend aus. Lernen Sie also, sich gut zu fühlen. So oft es geht. Indem Sie nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft leben, sondern stets den aktuellen Moment genießen. Je mehr Sie in der Lage sind, dies einfach nur so, und vollkommen ohne Grund zu tun, desto mehr werden Sie auch die Situationen genießen können, in denen ein externer Faktor ihr Leben schöner, intensiver und glücklicher macht.
 

Glücks-Booster #3: Den Wolf im Schafspelz identifizieren

Können Sie sich noch an das Märchen von Rotkäppchen erinnern? Dort ist das kleine Mädchen mit einem Korb voller Lebensmittel auf dem Weg zu ihrer Großmutter. Sie hat eigentlich ein klares Ziel, und weiß genau, welchen Weg sie gehen muss. Doch dann taucht plötzlich der böse Wolf in den unterschiedlichsten Verkleidungen am Wegesrand auf, und lenkt sie somit ab. Das Ende ist bekannt, denn kurze Zeit später wird Rotkäppchen von dem als Großmutter verkleideten Wolf gefressen. 
 
Und falls Sie sich jetzt fragen, warum ich nach der Familie Duck schon wieder von einem Märchen erzähle, dann kommt hier die Auflösung. Auch in ihrem Alltag lauert der böse Wolf permanent am Wegesrand. Was, das haben Sie noch nie bemerkt? Kein Wunder, er hat ja auch kein graues Fell und scharfe Zähne, sondern taucht in den unterschiedlichsten Verkleidungen auf. Ich spreche von den vielen Zeitfressern, Ablenkungen und vermeintlichen Abkürzungen, die Sie so häufig von ihrem eigentlichen Vorhaben abbringen. 
 
Denn Hand auf´s Herz, wie häufig sind Sie nur mit irgendwelchen unwichtigen Dingen beschäftigt, anstatt produktiv und fokussiert an ihrem wichtigen Ziel zu arbeiten? Wie häufig arbeiten sie an einem Projekt und sind gedanklich ganz wo anders? Wie häufig wollten Sie schon eine wichtige Aufgabe angehen, haben dann aber doch wieder ihren Facebook-Feed gescheckt? Wie häufig konnten Sie ihren Kindern beim gemeinsamen Ausflug nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenken, weil Sie nebenbei noch berufliche Emails beantwortet haben? 
 
In all diesen Fällen versucht Sie der böse Wolf vom Wegesrand zu locken, um Sie schlussendlich zu fressen. Um ihr persönliches Glück zu steigern, sollten Sie lernen, den Wolf in ihrem Alltag zu identifizieren und sich nicht ablenken zu lassen. Ihre Zeitfresse zu eliminieren, sich fokussieren und immer nur eine Aufgabe auf einmal zu erledigen. Ich liebe den folgenden Satz, den ich zum ersten Mal von meinem englischen Kollegen Nigel Risner gehört habe:
 
„If you´re in the room, be in the room!“
 
Oder übersetzt: Wenn Du im Raum bist, dann sei im Raum. Und das ist wieder einer dieser Sätze, über die es sich lohnt ein wenig länger nachzudenken.
 

Glücks-Booster #4: Seien Sie positiv. Immer!

An nichts glaube ich so sehr, wie an die Kraft einer positiven Einstellung. Kein Wunder, schließlich habe ich ein ganzes Buch über dieses Thema geschrieben. Und kennen Sie auch nur einen einzigen negativen Menschen, der jemals einen positiven Unterschied gemacht hat? Sehen Sie.
 
Bei gleichen Rahmenbedingungen ist es immer die innere Haltung, die den Unterschied zwischen Erfolg oder Niederlage, gut oder großartig sowie Glück oder Pech ausmacht.
 
Natürlich bedeutet dies nicht, dass Sie wie einer dieser Licht-und-Liebe-Gurus mit der rosaroten Brille durchs Leben laufen sollen, Probleme schlichtweg ignorieren und sich die Herausforderungen des Alltags schönreden sollen. Ganz im Gegenteil, denn Probleme gehören nun mal zum Leben dazu. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen. Die Faustformel lautet: Probleme erkennen und zur selben Zeit schon darüber nachdenken, wie man es bestmöglich lösen kann. 
 
Auf diese Art und Weise denken Sie immer in Möglichkeiten und niemals in Limitationen. Sie agieren aus einer Mentalität des Überflusses und zeigen dem Mangeldenken die rote Karte. Vor allem aber ändern Sie sich, anstatt darauf zu hoffen, dass die äußeren Umstände sich ändern. Vergessen Sie bitte eines niemals: Ihre Attitüde ist nichts Nebensächliches. Sie ist alles. Denn sie bestimmt ihre Grundhaltung, ihre Chancenerkennungskompetenz und vor allem ihre Zufriedenheit im Leben. Ich würde mir daher wünschen, dass Sie die drei goldenen Regeln einer erfolgreichen Attitüde nie mehr vergessen werden:
Regel 1: Seien Sie immer positiv.
Regel 2: Seien Sie immer positiv.
Regel 3: Seien Sie immer positiv.
 
Die Welt ist voller negativer, frustrierter und miesepetriger Menschen. Aber es sind immer die positiven Changemaker, die sie jeden Tag aus den Angeln heben und eine ordentliche Delle ins Universum hauen.
 

Erfolg ist kein Glück – Ein Fazit

Mit den vier Glücks-Boostern werden Sie in der Lage sein, ihr persönliches Glück in sämtlichen Lebensbereichen ordentlich in die Höhe schnellen zu lassen. Doch natürlich ist Glück nicht nur etwas, das man hat oder das einem zufällt. Es ist vor allem auch ein Zustand. Möglicherweise sogar der, nach dem wir Menschen am meisten streben. Doch die große Masse macht dabei den entscheidenden Fehler, Glück als etwas zu betrachten, was von externen Faktoren bestimmt wird. 
 
Welch ein Irrtum. Denn Glück ist niemals ein Ziel, welches man erreicht, wenn bestimmte Dinge passieren, man andere besitzt oder etwas erlebt. Glück ist etwas vollkommen Anderes. Es ist eine grundlegende Haltung zum Leben. Eine bewusste Wahl. Eine Glücks-Attitüde. Probieren Sie diese am besten noch heute aus und seien Sie glücklich. Ohne jeglichen Grund. Einfach, weil Sie es können.
 
Und natürlich interessiert mich nun vor allem eins: “Erfolg ist kein Glück”. Wie stehen Sie nach der Lektüre dieses Artikels zu unserer Anfangsaussage? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.
 

Du bist einzigartig – Eine Anstiftung, die eigene Einzigartigkeit zu leben

“Du bist einzigartig!” Wer von uns würde diesen Satz nicht gerne häufiger hören? Denn wir alle wollen gerne etwa erreichen und jemand sein, der einen positiven Unterschied für die Welt bewirkt, nicht wahr? Doch statt zur besten Version von sich selbst zu werden, verzetteln sich viele Menschen damit, anders zu sein. Und entfernen sich damit immer mehr von der eigenen Einzigartigkeit. Und das will ich mit diesem Artikel gerne ändern. Damit Sie einen Satz ab sofort häufiger voller Stolz hören können: “Du bist einzigartig!”

Einzigartig statt anders

„Männer gesucht für eine waghalsige Reise. Geringer Lohn. Bittere Kälte. Komplette Monate in völliger Dunkelheit. Permanente Gefahr. Sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Falle von Erfolg.“ Mit dieser Anzeige suchte der britische Polarforscher Sir Ernest Shackleton im Jahr 1914 nach mutigen Mitstreitern für seine geplante Antarktisexpedition.Und es klingt nicht gerade nach einer typischen Stellenausschreibung, wie sie ein moderner Personalmanager heute verfassen würde, oder? 
 
Denn wer wählt schon freiwillig das Risiko? Wer setzt sich bewusst bitterer Kälte, monatelanger Dunkelheit und einer minimalen Wahrscheinlichkeit auf sichere Rückkehr aus? Doch Sie werden staunen, denn für über 5.000 Männer und drei Frauen schienen genau diese Aussichten die größtmögliche Motivation gewesen zu sein, als sie sich für die Expedition bewarben. 56 von ihnen machten sich später gemeinsam mit Sir Ernest Shackleton an Bord des Polarschiffs Endurance Richtung Südpol auf.
 
Hätten Sie sich ebenfalls auf diese Anzeige beworben? Ich möchte Sie nämlich mit diesem Artikel für eine Expedition begeistern, die Ihnen mindestens genauso viel Wagemut, Courage und Kühnheit abverlangen wird, wie es vor genau 100 Jahren die Reise ins ewige Eis tat. Ich spreche von dem Weg zur individuellen Einzigartigkeit, dem Mut zum Leben der eigenen Werte und der Umsetzung Ihrer geheimsten Träume. Und damit meine ich auf keinen Fall den aktuell immer mehr um sich greifenden Trend des „Hauptsache anders“, der mittlerweile für eine ganze Generation zu einem alles bestimmenden Mantra geworden zu sein scheint.

Was ist einzigartig? Eher: WER ist einzigartig?

Denn ist es nicht so? Jeder will heute anders sein. Um jeden Preis. Komme, was da wolle. Die Gründe sind nicht immer wichtig, Hauptsache man ist anders. Diese „Ich-bin-total-anders-Attitüde” spiegelt sich dann meist im Outfit, in Haltungen und bei Unternehmen in den verschiedensten Marketingkanälen wider. Die spannende Frage ist nun aber, warum so viele Menschen fast schon zwanghaft anders sein müssen. Ich glaube, es liegt an der Sehnsucht der grauen Masse, endlich nicht mehr zur grauen Masse gehören zu wollen. Und dieser Wunsch führt dann zu einer Suche nach leicht umsetzbaren Wegen, sich von dieser abheben zu können.
 
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass der Großteil mit den Ergebnissen dieser Philosophie nicht besonders glücklich ist. Denn je mehr man verzweifelt versucht, anders zu sein, desto mehr entfernt man sich von seiner eigenen Identität. Man lebt nach den Werten und Vorstellungen anderer Menschen und vergisst dabei, was einem selbst wichtig ist. Für mich allerdings die größte Ironie: Wenn alle auf einmal anders sind, dann sind am Ende ja doch wieder alle gleich, nicht wahr? Ich möchte Sie daher einladen, über eine viel waghalsigere Idee nachzudenken.

Die Persönlichkeit als Schlüssel zur Einzigartigkeit

Statt permanent ein unechtes „Anders sein um jeden Preis” zu verfolgen (und damit den Blick nach außen zu richten), lohnt sich der Blick auf Ihre einmalige Persönlichkeit (also der Blick nach innen). Erst, wenn Sie sich selbst erlauben, die eigene Einzigartigkeit zuzulassen, haben Sie den entscheidenden Schritt gemacht, sich von der großen Masse zu differenzieren. Und einzigartig zu sein ist nun mal etwas anderes, als anders zu sein. Ihre Werte, Überzeugungen, Talente, Fähigkeiten, Ihr Wissen und Ihre ureigenste Identität bilden in der Summe Ihre individuelle Einzigartigkeit. Trauen Sie sich, diese Einzigartigkeit wahrzunehmen und die einzelnen Faktoren auch nach Außen hin zu leben. Und auf einmal sind Sie dann doch anders. Aber auf eine Art und Weise, die es auf der Welt nur einmal gibt. Einzigartig eben.

Einzig statt artig: Trauen Sie sich, die eigene Einzigartigkeit zu leben

Und es ist auch gar nicht so schwer, wie Sie möglicherweise denken, denn noch nie war es so einfach wie heute, aus der Masse herauszustechen und einen Unterschied zu machen. Wo auch immer Sie sich umschauen, werden Sie einen dominierenden Zustand erblicken: Mittelmaß. Die meisten Jobs sind mittelmäßig, die Qualität der meisten Produkte und Dienstleistungen ist mittelmäßig, und auch der Kundenservice ist meistens mittelmäßig. Die große Masse ist nicht wirklich zufrieden, aber auch nicht komplett unzufrieden.
 
Vor Kurzem habe ich beim Warten am Flughafen ein Gespräch zwischen zwei Geschäftsleuten mitbekommen, welches ich typisch für diese Art der Lebenseinstellung finde. Einer der beiden Herren fragte seinen Kollegen: „Und, wie geht´s dir so?“ Dieser seufzte kurz und antwortete dann: „Na ja, muss ja. Und bei dir so?“ Worauf sein Gesprächspartner nur kurz mit den Schultern zuckte und entgegnete: „Auch. Man kämpft sich halt so durch.“

Jenseits des Mittelmaßes heißt es: “Du bist einzigartig!”

Ich bin sicher, Sie haben diese Art von Unterhaltung schon mehr als einmal mitbekommen, oder? Das Lebensgefühl in der heutigen Wohlstandsgesellschaft ließe sich wohl ziemlich gut mit „so lala“ beschreiben. Mittelmäßig eben. Und weil das Mittelmaß so omnipräsent ist, driften auch die Lebensentwürfe der meisten Menschen in genau diese Richtung. Der langjährige Arbeitsplatz, die Beziehung zu Partner und Kindern sowie die generelle Zufriedenheit haben sich irgendwann auf einem gewissen Level eingependelt und sind meist weder Fisch noch Fleisch. Aber statt all diese Dinge aktiv zu verändern, hat man sich mit dem Mittelmaß arrangiert und verwaltet lieber den ungeliebten Status quo. Denn wer weiß, ob es nicht noch schlimmer kommt.
 
Zeit, dies zu ändern, finden Sie nicht auch? Der von mir sehr geschätzte Marketing-Guru Seth Godin hat in seinem Buch „Purple Cow“ zwei sehr bemerkenswerte Dinge gesagt. Zum einen stellt er fest, dass die vermeintlich sicheren Wege in Zeiten des immer schneller werdenden Wandels längst zum neuen Risiko geworden sind. Weiterhin sagt er, dass Sie als Persönlichkeit entweder unsichtbar oder einzigartig sein können.
 
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Sie können entweder unsichtbar oder einzigartig sein

Meiner Meinung nach trifft er damit den Nagel auf den Kopf. Und wenn man die erste der beiden Godin-Feststellungen umkehrt, wird sogar eine richtig gute Strategie daraus: Bewusst Risiken einzugehen, das ist längst der einzig sichere Weg geworden. Handeln statt abwarten lautet das Mantra, das Sie sich täglich immer wieder vergegenwärtigen sollten. 
 
Ich bin fest davon überzeugt, dass es in der heutigen Zeit nur dann gelingt, erfolgreich zu sein, wenn Sie sich von den ausgetretenen Pfaden entfernen, es wagen, die notwendigen Veränderungen aktiv anstoßen und auch einmal riskante Entscheidungen treffen. Wenn Sie den Ausreden Lebewohl sagen und stattdessen Verantwortung übernehmen. Wenn Sie aufhören zu warten und sich auf den Weg zu Ihrer individuellen Einzigartigkeit machen. Und glauben Sie mir, in einer Welt, die von Mittelmaß dominiert wird, werden Sie sehr schnell aus der Masse herausragen.
 
Das größte Risiko ist heute, den vermeintlich sicheren Weg zu gehen. Sich auf veraltete Konzepte zu verlassen und sich der Hoffnung hinzugeben, dass schon alles gut gehen wird. Der dänische Physiker Niels Bohr hat einmal gesagt: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ 
 
Trotzdem wage ich an dieser Stelle einmal eine solche. In den nächsten zehn Jahren werden wir mit Veränderungen konfrontiert sein, die dramatische Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Arbeitswelt und unseren Alltag haben werden. Was gestern noch Standard war, kann heute schon längst überholt sein und sich morgen schon wieder ändern. Die Märkte wandeln sich teilweise dramatisch und die Kunden verhalten sich komplett anders als noch vor ein paar Jahren.

Die eigene Persönlichkeit als Fixpunkt in Zeiten der Veränderung

Ebenso gehören Meldungen über Währungskrisen, Bürgerkriege und Rezessionen mittlerweile zum Alltag. Großkonzerne gehen Pleite und eine riesige Anzahl von Arbeitsplätzen wird in naher Zukunft nicht mehr existent sein. Alles ändert sich. Nichts bleibt gleich. Doch auch in diesen Zeiten rasanten Wandels gibt es eine Konstante, einen Fix- und Angelpunkt, an dem Sie Ihre Lebensplanung jederzeit voller Selbstvertrauen ausrichten können.
 
Ich spreche von Ihnen. Ihrer Persönlichkeit. Ihrer Einzigartigkeit. Sie selbst werden der einzige Faktor sein, auf den Sie sich wirklich verlassen können. Jobs, Krisen, Arbeitgeber, Moden und Veränderungen kommen und gehen. Doch Sie werden immer da sein. Und je gefestigter Ihre individuelle Identität ist, desto einfacher wird es Ihnen fallen, auch den größten Stürmen, Gegenwinden und Herausforderungen zu trotzen. Investieren Sie daher so viel und so häufig wie möglich in Ihre individuelle Einzigartigkeit. In Ihr Wissen, Ihre Fähigkeiten und in Ihre persönliche Entwicklung. Das Risiko ist längst die neue Sicherheit geworden.

Machen Sie sich auf den Weg. Und zwar auf Ihren.

Entscheidend ist, dass Sie sich auf den Weg machen. Und zwar auf Ihren. Nicht auf einen, den andere Menschen für Sie ausgewählt haben, sondern einen, der Sie Ihren Zielen, Ihren Erwartungen und Ihren Träumen näher bringt. Dabei spielt es keine Rolle, wo Sie heute stehen. Egal, in welchem Bereich Sie tätig sind, egal, von welchem Ausgangspunkt Sie starten, und egal, wie gut Sie heute schon sind.
 
Ich habe in den letzten fünfzehn Jahren als Business Coach mit Hunderten von Unternehmern und Führungskräften gearbeitet. Mit jungen und alten, mit guten und schlechten, mit motivierten und desillusionierten. Und in der Summe dieser Erfahrungen habe ich eine Sache festgestellt. Es geht niemals darum, der Beste von allen zu werden. Noch viel weniger geht es darum, sich mit anderen zu vergleichen. Nicht mit Menschen, die schon seit zehn Jahren da sind, wo Sie noch hinwollen, aber auch nicht mit denen, die Sie schon vor zwei Jahren überholt haben. 

Werden Sie zur besten Version von sich selber

Nein, solche Vergleiche führen zu nichts. Stattdessen geht es immer nur um eine einzige Sache: Als Mensch zu wachsen und alles dafür zu geben, heute besser zu sein, als Sie es gestern waren. Zu besten Version von sich selbst zu werden. In Ihnen steckt so viel Potenzial, dass Sie sich niemals mit weniger zufrieden geben sollten. So viele Menschen verschwenden leichtfertig ihre Talente, weil sie sich täglich einreden, dass es für sie unmöglich sei, erfolgreich zu sein oder einen Unterschied machen zu können. Welch ein Irrtum.
 
Stellen Sie sich nur einmal vor, was passiert wäre, wenn Michael Jordan nicht so viel Zeit auf dem Trainingsplatz verbracht hätte, sondern stattdessen Hobbybasketballer geworden wäre. Wenn Eric Clapton nicht sieben Tage die Woche acht Stunden am Tag Gitarre geübt, sondern sich eingeredet hätte, dass es völlig okay sei, nur auf dem Schulfest der Kinder zu spielen. Oder wenn Salvador Dali seine Talente nicht in Form von außergewöhnlichen Bildern ausgedrückt, sondern auf die Bedenken seines Umfelds gehört hätte und Beamter geworden wäre.
 
Ich würde mir wünschen, dass Sie hier und jetzt eine Entscheidung treffen und sich auf den Weg zu Ihrer individuellen Einzigartigkeit machen. Nutzen Sie Ihr inneres Feuer, um im Außen einen Unterschied zu machen. Und geben Sie sich bitte niemals mit Mittelmaß zufrieden, nur weil das mittlerweile der gesellschaftliche Standard ist. Geben Sie dort, wo Sie jetzt stehen, Vollgas. 

Der Weg ist das Ziel. Auch beim Thema Einzigartigkeit

Oder um es mit den Worten von Martin Luther King zu sagen: „Wenn es dir im Leben zufällt, Straßen zu kehren, dann kehre die Straßen, wie Michelangelo Bilder malte. Kehre die Straßen, wie Beethoven Musik komponierte. Kehre die Straßen, wie Shakespeare dichtete. Kehre die Straßen so gut, dass alle Heerscharen im Himmel und auf Erden innehalten müssen und sagen: ‚Hier lebte ein großer Straßenkehrer, der seine Aufgabe gut gemacht hat.‘“
 
Die Expedition von Sir Ernest Shackleton ist übrigens gescheitert. In der ewigen Kälte der Antarktis wurde die Endurance hunderte Meilen vor dem Ziel vom meterhohen Packeis zerquetscht. Fast ein Jahr lang lebte die Crew auf einer Eisscholle und hoffte, dass diese irgendwie nach Norden driften würde. Die Männer schliefen in gefrorenen Schlafsäcken und ernährten sich von Pinguinfett und ihren Schlittenhunden, die sie nach und nach erschossen. 
 
Als die Eisscholle eines Tages auseinanderzubrechen drohte, retteten sich die Männer in einer verzweifelten Aktion zunächst auf eine unbewohnte Insel, bevor sich Shackleton gemeinsam mit fünf Gefährten in einem nur sieben Meter langen Boot aufmachte, um Hilfe zu holen. Und tatsächlich. Nach fünfzehn endlosen Tagen gelangten sie über den stürmischen Atlantik bis zu einer Walfangstation in Südgeorgien. 
 
Und weitere drei Monate später sammelten sie mit einem Schlepper die restlichen Teammitglieder von der Insel ein. Fast zwei Jahre nach ihren waghalsigen Aufbruch ins Eis. „Ich habe es geschafft“, telegrafierte Shackleton damals seiner Frau. „Nicht ein Leben verloren auf dem Weg durch die Hölle.“

Ziele setzen (und erreichen) mit der SEKSI Formel

Ziele setzen: Mythos oder wichtiger Erfolgsfaktor?

Über das Thema “Ziele setzen” gibt es unzählige Bücher, Vorträge, Seminare und insbesondere Methoden, die bekannteste davon sicherlich die SMART Formel. Doch in der Bewertung von Zielen ist man sich dann doch wieder uneinig. Während die einen sagen “Wer keine Ziele hat, der hat das Ziel, unzufrieden zu sein”, bewerten die anderen das Ziele setzen zwar als durchaus wichtig, gehen aber weniger dogmatisch an das Thema ran und behaupten, dass der Weg das eigentliche Ziel sei. Doch wo liegt jetzt die Wahrheit? In diesem Artikel wollen wir uns genau dieser Frage widmen.
 

Ziele als Leuchtturm im Leben

„Darf ich Sie kurz sprechen?“ Diese Frage stellte mir ein sympathischer Herr am Rande einer Signierstunde, die ich vor kurzem in Süddeutschland durchführte. „Gerne“, antwortete ich, „was kann ich für Sie tun?“ Was dann kam, erlebe ich fast täglich. Innerhalb von drei Minuten erzählte er mir in komprimierter Form, dass zurzeit in seinem Leben einiges nicht so lief, wie er es sich vorstellte. Ganz besonders frustrierte ihn die Beziehung zu seiner Frau, mit der er gerade in Scheidung lebte, er steigerte sich in seine schlechten Gefühle immer mehr hinein.
 
Irgendwann drehte er sich nur noch im Kreis, sodass ich ihn unterbrach: „Ich verstehe, die Beziehung zu Ihrer Frau macht Sie zurzeit sehr unzufrieden. Was genau kann ich da für Sie tun?“ Und schon erzählte er mir die gesamte Geschichte noch einmal von vorne, aber mit noch mehr Details. Ich unterbrach ihn wieder und fragte erneut, was genau er sich von unserem Gespräch erwartete.
 
„Na ja“, sagte er, „da muss es doch irgendeine Technik geben, dass ich nicht immer so frustriert bin.“ „Die gibt es sogar“, antwortete ich, „was wollen Sie denn mit dieser Technik erreichen?“ Und das ganze Spiel ging wieder von vorne los. Mit jeder Runde, die der sympathische Herr drehte, fokussierte er sich mehr auf sein Problem und hoffte, von mir einen Ratschlag zu erhalten.

Ziele setzen sorgt für Orientierung und Klarheit

Sein eigentliches Problem lag in diesem Moment jedoch ganz woanders. Er wusste nämlich überhaupt nicht, was er wollte. Er weigerte sich, Ziele zu setzen, hatte sich nicht einmal gefragt, was an die Stelle der Frustration treten sollte und wie er sich die zukünftige Beziehung zu seiner Frau vorstellte. Möglicherweise kennen Sie das auch. Sie wissen ganz genau, was Sie alles nicht mehr wollen. Was Sie aber stattdessen erreichen möchten, dass können Sie nicht mit Bestimmtheit sagen.
 
Aber wie wollen Sie sich erfolgreich verändern, wenn Sie nicht wissen, wie die Resultate Ihrer Vorhaben aussehen sollen? Im Verlauf dieses Artikels wollen wir uns daher mit dem wichtigen Thema „Ziele setzen“ auseinandersetzen. Aber keine Sorge, ich werde Sie weder mit den immer gleichen (und leider nicht wirksamen) Zieleformeln quälen, noch werden wir in die Theorie abdriften. Mein persönliches Ziel ist einfach: Ich möchte, dass Sie genau das Leben führen können, von dem Sie träumen. Lassen Sie uns also beginnen. Sind Sie bereit?

Ziele setzen beginnt mit einer Analyse des Status Quo

Dann benötige ich von Ihnen jetzt nichts anderes als eine schonungslos ehrliche Antwort auf die folgende Frage: „Wie glücklich sind Sie im Moment in folgenden Bereichen auf einer Skala von 1 bis 10?“, wobei 1 für „gar nicht“ und 10 für „nicht zu übertreffen“ steht.
 
  • Beruf
  • Familie
  • Beziehung/Partnerschaft
  • Persönliche Entwicklung
  • Gesundheit
  • Finanzen
  • Spiritualität
  • Unternehmerischer Erfolg bzw. Karriere
 
Ich bin übrigens nicht an politisch korrekten, sozial verträglichen oder in blumige Worte verpackten Antworten interessiert. Stattdessen möchte ich wissen, was Sie fühlen und wie es Ihnen wirklich geht. Und wenn Sie mir doch eine oberflächliche Antwort geben, dann kann ich damit auch leben, weil es nämlich nicht um mich, sondern ausschließlich um Sie geht. Anderen können Sie etwas vormachen. Den Menschen, der Sie jeden Morgen im Spiegel anschaut, können Sie hingegen auf Dauer nicht belügen.

Von Zielen, Träumen und Visionen

Je ehrlicher Sie zu sich selber sind, desto einfach wird es, eine Kurskorrektur vorzunehmen. Möchten Sie also noch einmal antworten? Gut. Wenn Sie mit irgendeinem Bereich Ihres Lebens unzufrieden sind, ein gewisses Frustrationslevel erreicht haben oder gerne mehr erreichen möchten, dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Aber welche Ziele haben Sie? Wovon träumen Sie? Welche Vision treibt Sie an?
 
Und schon sind wir beim entscheidenden Punkt, wenn es um das Ziele setzen geht. Denn die meisten Menschen wissen zwar ganz genau, was sie alles nicht mehr wollen, aber was denn an die Stelle der alten Dinge treten soll, darüber sind sie sich nicht im Klaren. Nachdem Sie eine unumstößliche Entscheidung für die Veränderung getroffen haben, ist es im nächsten Schritt wichtig, genau festzulegen, wie die konkreten Resultate aussehen sollen. 
 
Ich möchte Ihnen daher meinen bevorzugten Ziele setzen Prozess vorstellen, den ich regelmäßig mit meinen Coaching-Klienten nutze, um gemeinsam herauszufinden, was diese wirklich wollen. Und es geht immer genau mit dieser Frage los: „Was wollen Sie in Zukunft sein, tun oder haben?“ Die dann folgenden Antworten lassen sich in sechs verschiedene Kategorien aufteilen:
 
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Die 6 Stufen von Zielen

  1. (Wunsch-)Traum – zum Beispiel: Ich wäre gerne reich. Ich würde gerne mein eigenes Unternehmen gründen. Ich möchte erfolgreich sein.
  2. Vision:  Ich werde der beste Autoverkäufer Berlins. Unsere Marke ist in ganz Europa bekannt und erfolgreich. Mein Unternehmen macht 1 Million Umsatz und ist Marktführer im Bereich XYZ.
  3. Richtung: Ich möchte irgendwas mit Medien machen. Wir werden das Marketing intensivieren. Ich werde mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.
  4. Ziel: Bis zum 31.12. stellen wir zehn neue Azubis ein. Im Jahr 2015 verkaufe ich 50.000 Bücher. Bis Ende des Jahres habe ich acht Kilo abgenommen.
  5. Plan: Pro Tag rufe ich fünf Kunden an. Ich trainiere viermal pro Woche nach dem Fitnessplan XYZ. Ich schreibe jeden Tag von sechs bis sieben Uhr an meinem neuen Buch.
  6. Machen: Tun. Umsetzen: Ins Handeln kommen.
 
Je höher wir uns in dieser Liste befinden, desto größer sind das Abstraktionslevel und der emotionale Antrieb. Je weiter wir uns nach unten bewegen, desto konkreter wird es, während die Emotionen weniger werden. Im Normalfall werden die sechs einzelnen Stufen sequenziell durchlaufen. Aus einem Traum wird eine Vision, die irgendwann in eine noch recht vage Richtung mündet. Je mehr man sich mit dieser beschäftigt, desto klarer werden die einzelnen Ziele, für die man dann konkrete Pläne entwickelt, die schlussendlich umgesetzt werden.

Viele Ziele entwickeln sich erst auf dem Weg

Manchmal kommt es jedoch auch vor, dass eine Vision oder eine grobe Richtung so emotional besetzt ist, dass man ohne Umwege direkt ins Machen kommt und die Ziele und Pläne erst im Nachhinein schmiedet. Aber wie genau der Weg aussieht, spielt keine große Rolle, denn im Endeffekt geht es immer darum, Ihre Vorhaben in Ergebnisse zu transformieren und aus Wünschen konkrete Resultate werden zu lassen.
 
Lassen Sie uns also genau damit beginnen. Wenn Sie wissen, wohin Sie wollen und sich zeitnah auf den Weg machen, dann ist das der entscheidende nächste Schritt für nachhaltige Veränderungen. Aber viele Menschen scheitern leider genau an diesem Punkt, weil Sie auf die folgende Frage keine passende Antwort haben: „Wo will ich überhaupt hin?“ Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt, möglicherweise in jüngster Zeit? Dann möchte ich Ihnen gerne eine wunderbare Übung vorstellen, die Ihnen dabei helfen wird, Struktur und Klarheit in Ihre Wünsche, Visionen, Richtungen, Ziele oder Pläne zu bringen.

Eine effektive und wirkungsvolle Ziele Übung

Und so geht´s: Greifen Sie sich Zettel und Stift (oder eine Notizapp Ihrer Wahl) und nehmen Sie sich ausreichend Zeit für ein ausgiebiges Zukunfts-Brainstorming. Stellen Sie sich folgende Frage: „Was will ich in Zukunft sein, tun oder haben?“ Und dann legen Sie los. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Ohne jegliche Bewertung. Lassen Sie Ihren Stift fließen und Ihr inneres Feuer brennen. Was wollten Sie schon immer mal machen? Was erreichen? Welche Ziele haben Sie? Schreiben Sie mindestens 15 Minuten lang und notieren Sie wirklich alles, so klein und unwichtig es Ihnen auch vorkommen mag.
 
Nachdem Sie diese Aufgabe erledigt haben, trinken Sie am besten erst einmal einen Kaffee oder gehen eine Runde spazieren. Danach nehmen Sie die Ergebnisse Ihres Brainstormings wieder zur Hand und schreiben neben jedes einzelne Ziel entweder eine „1“ oder eine „2“.
 
  • Dabei steht die „1“ für „Dieses Ziel ist mir sehr wichtig, ich mache mich auf jeden Fall an die Umsetzung“ .
  • Und die „2“ bedeutet „Dieses Ziel lasse ich los“.

Manche Ziele muss man loslassen

Möglicherweise fragen Sie sich jetzt: „Wie bitte, ich soll mein Ziel loslassen, wozu habe ich es dann aufgeschrieben?“ Aber Sie werden sehen, wie wichtig dieser Schritt für Sie sein kann. Es gibt einfach Ziele, die wir schon seit Jahren wie einen schweren Rucksack mit uns herumschleppen und deren Umsetzung wir immer wieder hinauszögern. Ist es nicht so? Denken Sie immer daran: Es hat schon seinen Grund, warum Sie diese Ziele bisher nicht umgesetzt haben. Alles hat seine Zeit. Und jetzt benötigen Sie Ihre Kraft und Energie für Ihre neuen und aktuell wichtigen Vorhaben.
 
Also weiter im Prozess. Als Nächstes schreiben Sie Ihre „1er“- und „2er“-Ziele auf ein separates Blatt, sodass Sie nun eine Liste mit aktuellen und eine mit nicht mehr aktuellen Vorhaben vor sich liegen haben sollten. Nun gilt es, sich von Ihren „alten“ Vorhaben zu verabschieden. Lassen Sie sich ein schönes Ritual einfallen und verbrennen Sie den Zettel beispielsweise in Ihrem Kamin, in Ihrem Garten oder in einem feuerfesten Blumentopf. Vertrauen Sie mir, dass ist weder peinlich noch esoterisch, sondern richtig befreiend und kraftspendend. Und diese Energie nutzen Sie nun, um sich um die Umsetzung Ihrer aktuellen Vorhaben zu kümmern.

Ziele erreichen mit drei verschiedenen Zeithorizonten

Nehmen Sie sich hierzu Ihre „1er“-Liste vor und schreiben neben jedes Vorhaben entweder ein „L“, ein „M“ oder ein „K“. Dabei stehen die einzelnen Buchstaben für die folgenden Kategorien:
 
  • L = Langfristiges Ziel mit einem Zeithorizont von zwei bis fünf Jahren
  • M = Mittelfristiges Ziel mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten
  • K = Kurzfristiges Ziel mit einem Zeithorizont von vier Wochen
 
Ihre langfristigen Vorhaben dienen Ihnen als anziehende Vision für die Zukunft. Feilen Sie an den einzelnen Formulierungen, bis Sie alleine beim Gedanken daran von einer riesigen Welle starker Gefühle durchflutet werden. Je emotionaler Ihre Assoziationen mit dem Ziel, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bereit sind, alles für die Erreichung zu tun. 

Lebensvisionen führen zu kraftvollen Zielen

Für eine größtmögliche Wirkung empfehle ich Ihnen, eine kraftvolle Vision für jeden einzelnen Lebensbereich zu entwickeln. Viele meiner Kunden haben auch große Erfolge damit erzielt, sich Ihre Vision als Poster im Büro aufzuhängen oder als Zettel im Portemonnaie mit sich zu führen. Denn je häufiger Sie sich (bewusst oder unbewusst) damit beschäftigen, desto unausweichlicher werden Ihre Ideen, Entscheidungen und Handlungen zur Umsetzung führen.
 
Da wir dabei allerdings von einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren sprechen, ist es wichtig, dass Sie sich für den Weg dorthin Meilensteine setzen. Jetzt kommen die mittel- und kurzfristigen Ziele ins Spiel. Gehen Sie hierzu sämtliche Vorhaben dieser Kategorie durch und stellen Sie sich bei jedem einzelnen vor, wie es sich anfühlt, wenn Sie den Meilenstein erreicht haben. Auch hier gilt: je emotionaler, desto besser.
 
Nehmen Sie sich nun ein weiteres leeres Blatt und notieren Sie Ihre drei wichtigsten Ziele. Sollten Sie bei diesem Schritt noch irgendwelche Schwierigkeiten haben, dann empfehle ich Ihnen meinen Artikel “Entscheidungen treffen lernen”.
 
Nun kommen wir zum letzten Schritt. Wir werden Ihre drei wichtigsten Ziele so lange überarbeiten, bis Sie gar nicht mehr anders können, als voller Motivation loszulegen und sich an die Umsetzung zu machen. Und ich kann Sie beruhigen, ich werde Sie nicht mit irgendwelchen Ziele-Formeln drangsalieren oder Sie damit quälen, so lange an irgendwelchen Details herumzuwerkeln, bis Sie nicht mehr die geringste Lust verspüren, ins Handeln zu kommen. Nein, stattdessen möchte ich Ihnen meine bewährten SEKSI Formel vorstellen, die mir schon seit vielen Jahren treue Dienste leistet. Die Arbeit mit dieser Formel geht schnell, ist zuverlässig und ganz besonders sorgt sie für die notwendige Klarheit.

Ziele setzen mit der SEKSI Formel 

Dabei ist S.E.K.S.I. ein Akronym, in dem jeder Buchstabe für eine wichtige Eigenschaft steht, die kraftvolle Ziele meiner Meinung nach besitzen sollten.
 

S wie SPEZIFISCH

Ihr Ziel sollte so detailliert und eindeutig wie möglich sein. Vage Wünsche oder „Wischi-Waschi“-Vorhaben sind an dieser Stelle des Prozesses fehl am Platz.

E wie EMOTIONAL

Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Ziel bereits erreicht. Was geschieht in Ihnen? Lässt Sie der Gedanke relativ kalt? Dann ist das Ziel nicht emotional genug. Werden Sie hingegen von einer Welle intensiver Gefühle durchflutet, dann werden Sie von ganz alleine ins Machen kommen. Die Frage, die Sie sich bei jedem Ziel stellen sollten: „Steckt mein Herzblut in dem Vorhaben?“

K wie KONKRET

Gibt es messbare Zwischenschritte, Meilensteine und einen Endtermin?

S wie SELBSTSTÄNDIG

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Können Sie Ihr Ziel selbstständig erreichen oder benötigen Sie andere Menschen dazu? Ein Beispiel: „Ich möchte im neuen Jahr zum Abteilungsleiter befördert werden“ ist ein Ziel, das diesem Kriterium nicht genügen würde, weil Sie vom Verhalten Ihres Vorgesetzten abhängig wären. Eine passende Alternative wäre hingegen: „Ich werde mich im kommenden Jahr mit Motivation und Spaß auf meine Arbeit stürzen und besonders viel Wert auf meine Resultate legen, damit mein Vorgesetzter bei der nächsten Beförderung nicht an mir vorbeikommt.“ 

I wie INITIATIV

Last but not least. Ist das Ziel so motivierend, dass Sie von sich aus eine Entscheidung treffen und loslegen?

Ziele müssen SEKSI sein

Wenn Sie Ihre drei wichtigsten Ziele nach allen Kriterien der S.E.K.S.I.-Formel überprüft haben, dann stehen die Chancen mehr als gut, dass Sie es kaum abwarten können, endlich loszulegen. Doch je größer Ihre Vorhaben sind, desto mehr wird das Leben Sie prüfen, ob Sie es auch wirklich ernst meinen. 
 
Und beim Überwinden dieser zwangsläufig auftretenden Hindernisse helfen Ihnen drei wichtige Faktoren: Ihr Mindset, positives Denken und kraftvolle Werte. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren der SEKSI Formel. Und natürlich interessiert mich Ihre Meinung zum Thema “Ziele setzen”. Schreiben Sie mir Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen gerne in die Kommentare.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Komfortzone verlassen – 7 Tipps für mehr Flexibilität im Leben

Die eigene Komfortzone verlassen. Wer möchte das nicht gerne? Doch wie so häufig im Leben hört sich dieser Vorsatz in der Theorie extrem leicht an, während die praktische Umsetzung leider eine Menge Herausforderungen mit sich bringt. Doch glücklicherweise lässt sich das Motto „Raus aus der Komfortzone“ lernen, trainieren und dauerhaft im eigenen Alltag integrieren. Und mit den 7 Tipps aus diesem Artikel werden auch Sie hoffentlich bald zu den Menschen gehören, zu deren Stärken Flexibilität und Mut gehören.

Das Komfortzonenmodell

Bevor wir uns daran machen, uns Wege und Methoden anzuschauen, die eigene Komfortzone verlassen zu können, wollen wir uns zunächst ein wenig den theoretischen Hintergründen widmen. Ganz grob betrachtet gibt es vier große Verhaltensbereiche in ihrem Leben: Die Komfortzone, die Angstzone, die Lernzone und die Wachstumszone. In allen vier Zonen befinden Sie sich mehr oder weniger regelmäßig und die konkrete Verteilung hat einen direkten Einfluss auf ihren persönlichen und unternehmerischen Erfolg, sowie ihre generelle Zufriedenheit.

 komfortzonenmodell

Die Komfortzone

Hier fühlen Sie sich so richtig wohl. Sie haben alle Ressourcen zur Verfügung und sind jederzeit Herr der Lage. Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten sind gut ausgebaut und auf alle Eventualitäten vorbereitet, so dass selten bis nie Probleme.

Wenn Sie das tun, was Sie immer tun, dann befinden Sie sich in ihrer Komfortzone. Nehmen Sie beispielsweise einen Tischler, der einen Schrank anfertigen soll, und jeden einzelnen Arbeitsschritt schon hunderte Male ausgeführt hat. Alles passt und fühlt sich gut an. Man könnte ihn auch Nachts um 4 Uhr anrufen und er würden die Arbeit genauso ordentlich erledigen, sogar, wenn er noch halb im Schlaf wäre.

So weit, so gut, das große Problem ist in diesem Verhaltensbereich nur, dass überhaupt kein persönliches Wachstum stattfindet. Da ja so gut wie nie Probleme und Herausforderungen auftreten, greifen Sie ausschließlich auf bewährte und bekannte Methoden zurück. Wozu auch, denn das Leben in dieser Zone ist ja sehr bequem und alles läuft rund. Es ist zwar auch nicht besonders aufregend, aber dieser Mangel an Abwechslung wird durch eine gesteigerte Bequemlichkeit wieder ausgeglichen. Doch es führt nun mal kein Weg daran vorbei, wenn Sie durch eine Steigerung ihrer Flexibilität zu mehr Wahlmöglichkeiten gelangen wollen, dann müssen Sie ihre Komfortzone verlassen. Ihr Verhaltensrepertoire und ihre Persönlichkeit müssen einfach wachsen.

Denn Wachstum gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Wenn Sie nicht wachsen, dann leben Sie nur vor sich hin und werden es sehr schwer haben, glücklich und erfolgreich zu leben. Merken Sie sich beim Lesen der nächsten Absätze (ach, am besten für den Rest ihres Lebens) daher bitte folgenden Satz: Ihre Lebensqualität hängt von dem Grad an Wachstum ab, mit dem Sie dauerhaft komfortabel leben können

Die Angstzone

Jenseits der Komfortzone lauert das Unbekannte auf Sie. Die Angstzone beginnt, und Ihr bewusster (und unbewusster!) Verstand versucht Sie mit aller Macht zur Umkehr zu bewegen. Dadurch, dass Sie auf einmal neuen und noch nie erlebten Situationen ausgeliefert sind, beginnen Sie zu zweifeln, nach Ausreden zu suchen und würden am liebsten sofort wieder aufgeben.

Kein Wunder, denn so vieles kann schiefgehen, wird nicht beim ersten Mal klappen und eine hartnäckige innere Stimme wird Sie permanent daran erinnern, wie wenig Selbstvertrauen Sie in dieser Zone doch haben. Nicht selten werden Sie sich überfordert fühlen, weil so viele neue Eindrücke auf Sie einprasseln. Ihre wichtigste Aufgabe ist es daher, den Versuchungen des inneren Widerstands zu widerstehen und stattdessen bewusst den Weg der kleinen Schritte zu gehen. Die Unsicherheit zu umarmen und in persönliches Wachstum zu transformieren. Und dies so häufig zu wiederholen, bis sich die ersten Erfolgserlebnisse einstellen.

Die Lernzone  

In diesem Bereich sind viele Dinge neu für Sie und Sie müssen aktiv nach neuen Lösungen und Verhaltensweisen suchen. Bei allen Problemen und Lösungen können Sie auf einen großen Erfahrungsschatz und ein ausgeprägtes Wissen zurückgreifen. Trotz vieler unbekannter Variablen haben Sie das Gefühl, durch bewusste Entscheidungen bestimmen zu können, wie Sie mit den Herausforderungen umgehen.

Nehmen Sie wieder das Beispiel des Tischlers, der sich bewusst entschieden hat, etwas Neues auszuprobieren. Dies könnte die Fertigung eines Möbelstücks mit einem ganz neuen Verfahren oder die Fortbildung in der Verarbeitung branchenfremder Materialien sein. In dieser Zone lernen Sie eine Menge neuer Fähigkeiten, eignen sich neues Wissen und Überzeugungen an, machen auch den einen oder anderen Fehler und wachsen dadurch entsprechend.

Die Wachstumszone

Veränderung macht dann am meisten Spaß, wenn Sie mit Purpose, Erfüllung und Balance einhergeht. Und genau das geschieht in der Wachstumszone. Mittlerweile ist Ihr Selbstvertrauen enorm gestiegen, so dass Sie sich Dinge zutrauen, von denen Sie früher noch nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Voller Freude und Leichtigkeit stürzen Sie sich auf das Lösen von Problemen, probieren neue Ideen umgehend aus und entwickeln sich zu einem Vorbild für Ihr Umfeld. Ihre neuen Fähigkeiten, Skills und Eigenschaften sind Ihnen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen und helfen Ihnen als unbewusste Automatismen dabei, Ihre Ziele und Träume zu erreichen.

Aber noch etwas anderes, viel Wichtigeres geschieht, sobald Sie beginnen, einen Großteil Ihrer Zeit in der Wachstumszone zu verbringen. Fast wie von selbst verschieben sich nämlich die Grenzen sowohl Ihrer Komfort- als auch Ihrer Angstzone. Auf der einen Seite erweitert sich die Komfortzone. Kein Wunder, denn was vor einiger Zeit noch vollkommen undenkbar und jenseits bekannter Regeln und Standards erschien, ist mittlerweile zur gelebten Realität geworden.

Gleichsam verkleinert sich aber auch die Angstzone, denn viele Situationen, in denen Sie in der Vergangenheit noch mit zitternden Knien und pochendem Herzen reagiert hätten, sind mittlerweile für Sie zu einer perfekten Gelegenheit geworden, als Mensch zu wachsen und neue Erfahrungen zu machen. Werden die Zweifel, die Unsicherheit und die Angst jemals komplett verschwinden? Natürlich nicht. Und das ist auch gut so, sind sie doch der perfekte Indikator, dass Sie gerade dabei sind, etwas Außergewöhnliches zu tun.

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Komfortzone verlassen – Bedeutung und Psychologie

Und, haben Sie während der Lektüre schon einen kleinen Abgleich gemacht, in welchem Bereich Sie sich am liebsten aufhalten? Wichtig ist, dass Sie sich dabei vor Augen halten, dass es sich um ein dynamisches Modell handelt, welches sich permanent in der Breite verschiebt. Wenn beispielsweise die Fläche der einzelnen Zonen zur Zeit 10 Quadratzentimeter betragen würde, dann können diese durch entsprechendes Lernen, Wachsen und die Akkumulation neuer Ressourcen schnell auf 50 oder 100 Quadratzentimeter anwachsen.

Genauso verschieben sich natürlich die Grenzen zwischen den einzelnen Zonen. Denn was heute noch vollkommen neu und ungewohnt für Sie ist, kann bei entsprechendem Training schnell normal werden und sich dadurch in ihre Komfortzone verschieben, die natürlich um den Lernfaktor größer geworden ist. Und in der Wachstumszone ist dieser Effekt natürlich noch wesentlich stärker.

Komfortzone verlassen: Beispiele aus dem Alltag

Wann immer Sie also in einer Situation das Gefühl haben, etwas überfordert zu sein, ihr Puls in die Höhe schießt und sich erste Schweißtropfen auf ihrer Stirn bilden, wissen Sie ab sofort, dass es sich um einen wichtigen Moment in ihrem Leben handelt, denn Sie sind höchstwahrscheinlich am Rand ihrer Komfortzone angelangt und dabei, etwas Großartiges zu lernen und zu wachsen.

Während dies bei manchen Menschen schon bei einer kleinen Rede auf der Hochzeit vom Kollegen, dem Anruf bei einem schwierigen Kunden oder der Aussicht auf das Konfliktgespräch mit der Chefin der Fall ist, müssen sich andere solche Momente regelrecht suchen, und machen Abenteuerurlaub, springen nur von einem dünnen Seil gesichert von einer Brücke über 100 Meter in die Tiefe oder halten sich giftige Skorpione als Haustiere.

Raus aus der Komfortzone – Das große Dilemma

Kommen wir nun zum eigentlichen Dilemma. Wenn es doch so offensichtlich ist, dass Menschen nur in der Wachstums- und der Lernzone ihren Zielen und Träumen näher kommen, dann müsste doch eigentlich jeder permanent auf der Suche nach Gelegenheiten sein, in denen er seine Komfortzonengrenzen verschieben und damit sein Glück und seinen Erfolg vergrößern kann, nicht wahr?

Doch diese Annahme könnte falscher nicht sein, denn tatsächlich können Sie genau das Gegenteil beobachten. Menschen verharren den Großteil des Lebens in ihrer Komfortzone und verschenken damit nicht nur eine riesige Menge ihres Potenzials, sondern vor allem die Möglichkeit, das zu bekommen, wovon Sie träumen und was Sie im Leben erreichen wollen. Sie richten sich ihren eigenen goldenen Käfig ein und statten diesen im Laufe der Zeit mit immer mehr gemütlichen Accessoires aus.

Und dann sitzen sie dort und träumen von einem aufregenden Leben, ihren Visionen aus der Kindheit und in einem besonders mutigen Moment auch davon, einmal etwas zu wagen und sich einen lange gehegten Traum zu erfüllen. Doch da die Unsicherheit zu groß ist, wird dieser Gedanke meist auch schnell wieder verdrängt und die eigene Komfortzone noch bequemer eingerichtet. Die Sicherheit des Bekannten wird dem Unbekannten der Freiheit vorgezogen. Und führt dann in der Retrospektive des Lebens regelmäßig zu dem bereits erwähnten: „Ach, hätte ich mich doch getraut…“

Komfortzone verlassen #1: Eine Bucketliste erstellen

Was sind die hundert wichtigsten Dinge, die Sie erleben, besitzen oder sein wollen bevor Sie sterben? Die Antworten ergebn als Resultat Ihre so genannte Bucketliste. Dabei handelt es sich um nichts anderes als um Ihre Träume aus der Kategorie „Ich würde so gerne mal…“. Beispiele wären der eigen Porsche 911 in der Garage, die Position der Vorstandsvorsitzenden in einem bestimmten Unternehmen oder die Weltreise auf einem Segelschiff.

Mit der Erstellung Ihrer Bucketlist haben Sie eine Sache sichergestellt: Sie besitzen 100 Ziele, bei denen Sie sich um die notwendige Motivation keine Sorgen machen müssen. Weil die einzelnen Punkte nämlich so enorm wichtig für Sie sind. Und gleichzeitig alle außerhalb Ihrer Komfortzone liegen.

Komfortzone verlassen #2: Sich den eigenen Ängsten stellen

Wenn es um das Komfortzone verlassen geht, dann gilt folgende universelle Regel: Die Veränderungen, vor denen Sie sich am meisten fürchten, bringen die größten Durchbrüche. Und je häufiger Sie sich Ihren Ängsten stellen, desto größer werden die dadurch entstehenden Durchbrüche sein. Dies wird am Anfang etwas Überwindung kosten, aber im Laufe der Zeit immer einfacher werden. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten Ängste unbegründet sind, und nur in Ihrem Kopf riesengroß sind.

Komfortzone verlassen #3: AuJa zur Veränderung sagen

Je häufiger Sie AuJa zur Veränderung sagen, desto häufiger werden Sie in Situationen geraten, die Ihre Komfortzone erst stretchen und im Laufe der Zeit wachsen lassen werden. Wann immer Sie mit einer neuen Idee konfrontiert werden, man Sie einlädt, Teil eines neuen Projekts zu werden oder es einfach gilt, neue Wege auszuprobieren, sagen Sie AuJa. Und zwar selbst dann, wenn Sie sich noch nicht bereit fühlen, nicht über alle Fähigkeiten oder die notwendige Erfahrung verfügen. Faszinierende Dinge werden geschehen, sobald Sie auf diese Art und Weise Ihre Komfortzone verlassen.

Komfortzone verlassen #4: Viele kleine Erfolgserlebnisse

Es ist viel erfolgsversprechender, wenn Sie hundert mal Ihre Komfortzone ein kleines Stückchen verlassen, als ein einziges mal richtig extrem. Der Weg der kleinen Schritte führt nämlich auf der einen Seite dazu, dass das aktive Einlassen auf neue Erfahrungen für Sie zu einer kraftvollen Gewohnheit wird. Je häufiger Sie sich außerhalb Ihrer Komfortzone befinden, desto mehr Erfolgserlebnisse werden Sie feiern. Auf diese Weise steigt Ihr Selbstbewusstsein fast schon automatisch, was widerum dazu führt, dass Sie sich häufiger trauen, noch häufiger Ihre Komfortzone zu verlassen.

Komfortzone verlassen #5: In fremde Länder reisen

Wenn es um das Thema „Komfortzone verlassen“ geht, dann ist für mich das Reisen die wohl beste Trainingsmethode. Denn jede Begegnung mit fremden Kulturen, Sprachen, Gebräuchen, Sitten und Besonderheiten führt zwangsläufig dazu, dass Sie sich auf etwas Neues einlassen müssen. Nichts erweitert Ihre Komfortzone daher so intensiv wie das regelmäßige Reisen. Und es spielt dabei keine Rolle, ob Sie ans andere Ende der Welt reisen, oder nur eine neue Region Ihres Heimatlandes besuchen. Eines steht fest: Sie werden ein anderer Mensch sein, wenn Sie zurückkehren.

Komfortzone verlassen #6: Jeden Tag eine neue Sache

Eine Gewohnheit, die ich vor vielen Jahren in meinem Beruf als Keynote Speaker und Autor etabliert habe ist folgende: Ich baue jeden Tag etwas in meine Arbeit ein, dass ich vorher noch nie gemacht habe. Dies können Kleinigkeiten wie das Ändern eines einzelnen Wortes sein, aber auch größere Dinge wie der Austausch einer besonders wichtigen Story in einer meiner Keynotes. Auch hier ist die Intention wieder das Neue zu einer Normalität werden zu lassen. Probieren Sie diesen Tipp unbedingt aus. Er wirkt nicht nur extrem kraftvoll, sondern macht auch eine Menge Spaß.

Komfortzone verlassen #7: Einen Change Buddy suchen

Wie so häufig im Leben macht auch das Komfortzone verlassen zu Zweit mehr Spaß. Es empfiehlt sich daher, sich einen Change Buddy zu suchen, mit dem Sie gemeinsam neue Erfahrungen machen. Dies führt nicht nur zu einer erhöhten Motivation, sondern sorgt auch für die nötige Verbindlichkeit bei Ihren Vorhaben. Ein Change Buddy kann eine Freundin, ein Familienmitglied oder auch eine Kollegin sein. Hauptsache, Ihre Ziele sind ähnlich und Sie vertrauen sich gegenseitig.

Raus aus der Komfortzone – Ein Fazit

Echtes Leben und außergewöhnluche Erfolge passieren immer außerhalb der Komfortzone. Weil dort unbekannte Wege, verrückte Ideen und noch nie probierte Verhaltensweisen auf Sie warten. Doch je häufiger Sie sich diesen Veränderungen stellen, desto eher wachsen Sie als Persönlichkeit und werden dadurch zu einer besseren Chefin, einem erfolgreicheren Unternehmer oder einer glücklicheren Führungskraft. 

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist, dass Sie das Komfortzone verlassen nicht als ein temporäres Projekt bgreifen, sondern als ein besonderes Mindset und eine generelle Lebenseinstellung. Auf diese Weise wird Ihr Alltag nicht nur bunter intensiver und schöner, sondern auch erfolgreicher. Beim Ausprobieren der 7 Tipps wünsche ich Ihnen daher jede Menge Spaß und unvergessliche Erfahrungen!

Herzlichst,

Ihr Ilja Grzeskowitz

Entscheidungen treffen lernen – 7 geniale Tipps für mehr Klarheit im Leben

Entscheidungen treffen lernen. Es klingt so einfach. Und ist doch so schwer. Management Guru Peter Drucker hat einmal gesagt: „Wenn Sie irgendwo ein erfolgreiches Unternehmen sehen, dann liegt es daran, dass irgendwann irgendjemand eine mutige Entscheidung getroffen hat.“ Wie richtig er doch mit dieser Aussage lag. Und zwischen den Zeilen hören wir noch etwas anderes heraus. Jeder erfolgreiche Unternehmer ist immer auch ein guter Entscheider.

Oder andersherum, wenn Sie nicht die gewünschten Ergebnisse in Ihrem Leben erzielen, dann liegt die Vermutung nahe, dass Sie an Ihrer Entscheidungskompetenz arbeiten sollten. Sie fragen sich warum? Ganz einfach, weil die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, die wichtigste Eigenschaft eines erfolgreichen Unternehmers, Managers und grundsätzlich jedes einzelnen Menschen ist.

Die richtigen Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen ist also in der Realität wesentlich schwieriger, als in der Theorie. Denn wie viele Menschen kennen Sie, die Weltmeister im Ankündigen, Planen und Vornehmen von Veränderungen sind, aber dann regelmäßig an der Umsetzung scheitern? Wie häufig hatten Sie selbst schon eine grandiose Idee, wollten auch die entsprechenden Entscheidungen treffen, aber konnten diese nicht in die Tat umsetzen? Es mag Sie jetzt überraschen, aber die meisten Menschen haben kein Umsetzungs- sondern ein Entscheidungsproblem. Es ist das Resultat von Wischi-Waschi-Werten und dem damit einhergehenden Mangel an klaren Prioritäten. 

Die Folgen sind fatal: Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass andere Menschen einem die Entscheidungen schon abnehmen werden. Der Chef, die Kollegen, der Lebenspartner, die Nachbarn, der Kellner, die Verkäuferin oder die allseits beliebte und niemals wirklich definierbare Entität namens “Die da Oben”. 

Entscheidungen treffen Psychologie: Der Spiegel der eigenen Prioritäten

So gut wie jedem traut man zu, für einen selber Entscheidungen treffen zu können. Nur man selbst drückt sich davor wie der Teufel vor dem Weihwasser. Diese unentschlossenen Menschen können Sie auch sehr gut an ihrer Sprache erkennen, denn sie verwenden auffallend häufig ihre Lieblingswörter „eigentlich“, “eventuell”, möglicherweise” und „vielleicht“. Denn wenn man lediglich vielleicht darüber nachdenkt, ob man sich möglicherweise zu einem bestimmten Zeitpunkt eventuell entscheiden könnte, ob man sich eigentlich verändern will, dann muss man sich doch gar nicht festlegen! Und das gefällt den meisten Menschen.
 
Aber warum ist das überhaupt so? Warum will sich niemand mehr festlegen? Warum fällt es vielen Menschen so schwer, sich zu entscheiden? Zum einen spielen da natürlich die eigenen Werte eine zentrale Rolle. Wenn ich nicht weiß, wie meine Prioritäten im Leben aussehen, dann kann ich mich auch nicht danach verhalten. Wenn ich innerlich unsicher bin, dann ist es nicht möglich, im Außen klare Entscheidungen zu treffen. Doch in den allermeisten Fällen ist es gar nicht so, dass sich jemand nicht festlegen kann. Vielmehr liegt es am Wollen. 

Entscheidungen zu treffen bedeutet, sich festzulegen

Denn es gibt ein zentrales Merkmal einer jeden Entscheidung: Immer wenn Sie sich für etwas entscheiden, dann entscheiden Sie sich gleichzeitig auch gegen etwas. Mit allen Konsequenzen, Entbehrungen und Konflikten. Aber eben auch mit den entsprechenden Resultaten. Bei jeder einzelnen Entscheidung wägen Sie innerlich ab, wo Ihre Prioritäten liegen. Es immer eine Frage, was Ihnen wichtiger ist. Es ist immer ein „Entweder oder“. Ein paar Beispiele gefällig?
 
  • Sie können entweder die Freiheit des eigenen Unternehmens haben oder die (vermeintliche) Sicherheit einer Festanstellung.
  • Sie können entweder den wichtigen Kundenanruf tätigen oder zum zehnten Mal am Tag auf LinkedIn die Statusmeldungen checken.
  • Sie können entweder früh morgens für Ihren Traumkörper trainieren oder eine Stunde länger im warmen, gemütlichen Bett verbringen.
  • Sie können entweder Ihre nächsten Karriereschritte planen oder den Abend mit den Kumpels in der Kneipe verbringen.
  • Sie können entweder Überstunden für das wichtige Projekt einlegen oder die wohltuende Wirkung von zehn Stunden Schlaf genießen.
  • Sie können alles dafür tun, um den lange ersehnten Posten als Abteilungsleiterin zu ergattern, oder auf Ihren pünktlichen Feierabend beharren.
  • Sie können einen romantischen Urlaub mit Ihrem Lebenspartner genießen oder mit Ihren Freunden an den Ballermann reisen.
  • Sie können Zeit mit Ihren Kindern verbringen oder bis abends um zehn im Büro sitzen.
  • Sie können daran arbeiten, Ihre Träume in die Tat umzusetzen, oder das Nachtleben Ihrer Stadt unsicher machen.
  • Sie können entweder Entscheidungen treffen lernen oder Sie werden einen dauerhaften Zustand der Unzufriedenheit verspüren.

Entscheidungen fällen ist gar nicht so einfach – Aber man kann es lernen

Beim Entscheidungen treffen lautet die entscheidende Frage immer: „Was ist Ihnen wichtiger?“ Wenn Sie das für sich beantworten können, dann fällt es Ihnen auch nicht schwer, sich festzulegen. Je mehr Sie auf kraftvolle Werte zurückgreifen können und je mehr Sie eine nachhaltige Motivation aufgebaut haben, desto eher werden Sie bereit sein, alles dafür zu tun, Ihre Ziele zu erreichen. Und weil das eben immer auch Arbeit, Disziplin und Commitment bedeutet, sind die wenigsten bereit, diese Konsequenzen zu tragen.
 
Aber woran liegt das? Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft, die von Beliebigkeit gekennzeichnet ist. Mit großer Sorge beobachte ich den Trend der großen Masse, auf möglichst vielen Hochzeiten tanzen und keine Entscheidungen treffen zu wollen. Und so macht man eben von allem ein bisschen, aber eben auch nichts richtig. Man wurschtelt sich durchs eigene Leben, hat keine großen Tiefpunkte, aber auch keine Highlights. Die klassische Definition von Mittelmaß. Und wenn man sich dann doch mal aufrafft, eine Entscheidung zu treffen, dann ist es meist gar keine, weil die meisten Menschen mit diesem Begriff extrem locker umgehen. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich so manche Entscheidung allerdings eher als ein frommer Wunsch, den man sehnsüchtig gen Himmel richtet.
 
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Echte Entscheidungen sind keine frommen Wünsche

Lassen Sie sich davon bitte nicht täuschen, denn eine echte Entscheidung ist etwas vollkommen anderes. Es bedeutet, sich zu commiten, sich mit Haut und Haaren den Konsequenzen dieser Handlung zu verschreiben und sich auch von Rückschlägen nicht vom Weg abbringen zu lassen. Eine echte Entscheidung zu treffen, bedeutet, sich festzulegen. Sich für etwas zu entscheiden. Und gleichzeitig auch gegen die Alternative zu entscheiden. Es bedeutet, eine bewusste Wahl zu treffen. Und diese klare und konsequente Wahl scheuen viele und lassen sich stattdessen lieber von äußeren Umständen leiten. Oder noch schlimmer, von den Entscheidungen anderer Menschen.
 
Und damit meine ich beileibe nicht nur die wirklich richtungsweisenden Entscheidungen im Leben. Nein, meist geht es schon bei den kleinen Dingen des Alltags los. Beim Einkaufen, beim Essen, in der U-Bahn oder am Familientisch. Aber wer sich schon bei den alltäglichsten Dingen von der allgemeinen Beliebigkeit leiten lässt, der wird erst recht an den großen Entscheidungen im Leben scheitern. Denn unter dem Strich beginnt jede einzelne Veränderung immer mit einer klaren und unumstößlichen Wahl. Der Entscheidung, die Veränderung vorzunehmen, sich auf den Weg zu machen und den Ritt auf der Achterbahnfahrt namens Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu genießen.

Entscheidungen im Leben – Wie im Kleinen, so im Großen

Daher Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser, wie ist es bei Ihnen, wie gut oder wie schlecht ist es um Ihre Entscheidungskompetenz bestellt? Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann können Sie das einfach überprüfen. Denken Sie für einen Moment an Ihre letzten Restaurantbesuche. Wie sieht Ihr typisches Verhalten aus? Fällt es Ihnen leicht, sich für ein Gericht Ihrer Wahl zu entscheiden, oder drucksen Sie eher lange um den heißen Brei herum, studieren die Speisekarte von vorne bis hinten, nur um dann doch dass gleiche zu bestellen wie Ihr Tischpartner oder das Essen, welches Ihnen vom Kellner empfohlen wird?
 
Wie häufig haben Sie schon Auswahlfragen wie „Möchtest Du Kaffee oder Tee?“, „Wollen wir ins Kino oder ins Theater?“ oder „Gehen wir zum Italiener oder zum Thailänder essen?“ mit einem lapidaren: „Ist mir egal“, „Kannst du dir aussuchen“ oder „Ich mag beides“ beantwortet?

Entscheidungen treffen lernen: Mit diesen 7 genialen Tipps

Sollten Sie sich dann und wann bei einem solch ausweichenden Verhalten ertappen, dann ist Vorsicht geboten. Denn wenn Sie schon bei kleinen Entscheidungen Schwierigkeiten haben, dann wird es auch bei den wichtigen Dingen nicht anders sein. Und jede erfolgreiche Veränderung beginnt nun einmal mit einer unumstößlichen Entscheidung. Sie kommen nicht darum herum.
 
Doch es gibt auch gute Nachrichten, denn es ist gar nicht so schwer, die eigene Entscheidungskompetenz zu trainieren. Die Basis sind kraftvolle Werte, über die ich in diesem Artikel sehr ausführlich geschrieben habe. Diese sind immer die Grundlage, an der sich alles andere ausrichtet. Zusätzliche möchte ich Ihnen gerne noch einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, der Ihnen bei zukünftigen Entscheidungen eine gute Orientierung sein kann.
 

Tipp #1: Entscheiden Sie sich, auf jeden Fall eine Entscheidung zu treffen

Klingt banal, ist aber der wichtigste Schritt von allen. Ab sofort wird nicht mehr rumgeeiert, sondern entschieden. Immer. Bei den kleinen Entscheidungen des Alltags und auch bei den wichtigen Herausforderungen. Je schneller Sie Ihre neue Entscheidungsfreude zu einer Gewohnheit machen, desto besser.
 

Tipp #2: Analysieren Sie die Ausgangslage und wägen Sie Ihre Optionen ab

Machen Sie eine offene und ehrliche Ist-Analyse. Beschönigen Sie nichts, aber machen Sie es auch nicht schlechter, als es ist. Je besser Sie Ihre Ausgangslage kennen, desto leichter wird es Ihnen fallen, die möglichen Optionen zu finden. Und übrigens, ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie in jeder Situation immer mindestens drei Wahlmöglichkeiten haben? Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel.

Tipp #3: Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Sie niemals genau wissen werden, welche Entscheidung richtig oder falsch ist

Diese Erkenntnis kann Ihnen so manche Grübelei ersparen. Akzeptieren Sie daher, dass Sie vorher nie wissen werden, welche Entscheidung die richtige sein wird. Diese Erkenntnis haben wir leider immer erst hinterher. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so, denn schließlich wachsen wir an unseren Erfahrungen.
 

Tipp #4: Kombinieren Sie Ihr Wissen mit Ihrer Intuition und entscheiden Sie sich

Jetzt kommt das unschlagbare Duo „Herz & Verstand“ ins Spiel. Nutzen Sie sowohl Ihre Ratio als auch Ihr Bauchgefühl. Ich selbst habe in den letzten Jahren so gut wie alle wichtigen Entscheidungen aus dem Bauch getroffen, aber dabei auch den Verstand eingeschaltet. Und ich bin mit dieser Strategie so gut gefahren, weil die Intuition immer dann besonders gut wirken kann, wenn Sie auf einer fundierten sachlichen Analyse beruht.
 

Tipp #5: Übernehmen Sie die volle Verantwortung für die Konsequenzen der Entscheidung

Ein besonders wichtiger Schritt, speziell wenn noch weitere Menschen von der Entscheidung betroffen sind. Nichts baut so sehr Vertrauen auf wie Verlässlichkeit und Klarheit. Deshalb: Egal, welche Ergebnisse aus Ihrer Entscheidung resultieren, übernehmen Sie Verantwortung. Für die guten Dinge, aber auch für diejenigen, die nicht so gut gelaufen sind.

 

Schritt #6: Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung, auch wenn Sie auf Gegenwind stoßen

Wenn Sie Verantwortung übernehmen, werden Ihnen eine Menge Respekt und teilweise Bewunderung entgegengebracht. Umgekehrt ist nichts so verachtungswürdig wie das permanente Wechseln der eigenen Meinung. Und doch gehen viele Menschen lieber den leichten Weg und hängen ihre Fahne in den Wind und verbiegen und winden sich, wo sie nur können. So entwickeln sie mit der Zeit ein Rückgrat aus Gummi. Machen Sie sich eines klar: Sie werden es sowieso niemals allen recht machen können, und sehr häufig sind die richtigen Entscheidungen leider auch die unpopulären.
 

Tipp #7: Haben Sie den Mut, eine Entscheidung auch einmal zu revidieren

Trotzdem ist es wichtig, immer flexibel mit den Ergebnissen umzugehen. Und es kommt eben auch vor, dass man sich falsch entschieden hat. Dann ist es wichtig, rechtzeitig zu reagieren und sich neu zu entscheiden. Damit zeigen Sie nicht nur, dass Sie offen und ehrlich zu sich selbst sind, sondern beweisen nach außen hin Größe.
 

Entscheidungen treffen lernen – Ein Fazit

 
Ich würde mir wünschen, dass Sie diesen sieben Tipps für gute Entscheidungen eine Chance geben und sie als Gewohnheit in Ihren Alltag einbauen. Trainieren Sie das Entscheiden so oft wie möglich. Vermeiden Sie das so beliebte „Wischi-Waschi-Verhalten“ und legen Sie sich fest. Im Kleinen wie im Großen. Denn jede einzelne Veränderung beginnt immer mit einer unumstößlichen Entscheidung. Und zwar einer richtigen. Mit allen Konsequenzen. Einer Entscheidung, die Commitment, Motivation und Disziplin nach sich zieht. Einer Entscheidung, für die Sie bereit sind, alles notwendige zu tun, um sie in die Tat umzusetzen.
 
Und nun freue ich mich auf Ihren Kommentar und auf Ihr Feedback zum Thema „Entscheidungen treffen lernen“.
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Intrinsische Motivation – Das Machen macht den Unterschied

Die intrinsische Motivation ist so etwas wie der heilige Gral der Veränderung. Jeder strebt nach ihr, die wenigsten finden sie nachhaltig. Mit diesem Artikel wollen wir das ändern. Haben Sie zum Start Lust auf ein kleines Experiment? Wenn Sie das nächste mal die Gelegenheit haben, vor einer Gruppe von mindestens zwanzig Personen zu sprechen, dann fragen Sie doch einmal in die Runde, wer alles einen veränderungsresistenten Menschen kennt, der zum Jammern und Nörgeln neigt.

Meine Prognose: Sie werden mit großer Sicherheit fast einhundert Prozent erhobene Hände sehen. Jeder kennt einen. Gleich danach stellen Sie dann die Frage, wer sich selber für einen Menschen hält, der zum Jammern und Nörgeln neigt. Hier ist meine Prognose, dass Sie nicht eine einzige erhobene Hand sehen werden. Niemand will einer sein. Tja, die mathematische Auswertung und die dazugehörige Schlussfolgerung überlasse ich für den Moment Ihrer Phantasie.

Wenn ich mich umschaue, dann nehme ich auf jeden Fall sehr viele Menschen wahr, die permanent jammern, wie schwer es doch sei, sich zu verändern. Und dann höre ich häufig eine Standardausrede:

„Ach Ilja, meine intrinsische Motivation ist einfach nicht mehr, wie sie einmal wahr. Wenn Du so einen Chef (hier können Sie wahlweise auch Partner, Freund, Kollege oder einen anderen Menschen einsetzen) hättest wie ich, dann würde Dir das auch so gehen. Da ist Veränderung eben kompliziert.“

Was bedeutet Intrinsische Motivation?

Ich möchte Ihnen deshalb eine weitere meiner stärksten Überzeugungen mitteilen. Sie ist das Ergebnis der Arbeit mit tausenden von Mitarbeitern, wie auch aus meinen täglichen Vorträgen, Beratungen und Trainings in großen und kleinen Unternehmen. Möglicherweise ist sie wieder konträr zu den Botschaften, die man Ihnen sonst so gerne erzählt, weil es eben das ist, was die meisten hören wollen. Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass es ein unabdingbarer Baustein auf dem Weg zu erfolgreicher Veränderung ist.

Ich glaube nämlich tief und fest daran, dass Sie andere Menschen nicht motivieren können. Sie nicht, Ihr Chef nicht und auch ich nicht. Zwar ist es sehr leicht, jemand anderen zu demotivieren (schauen Sie sich auf Ihrer Arbeit um, und Sie werden viele Beispiele dafür finden), es ist aber nicht möglich, jemanden von Punkt A nach Punkt B zu bewegen, wenn er lieber da bleiben möchte, wo er jetzt ist.

Natürlich, ich kann mit dem Zuckerbrot locken oder mit der Peitsche drohen. Ich kann Ihnen auch einen wunderbaren Motivationskick geben, der Sie voller Energie und Tatendrang loslaufen lässt. Ich kann Ihnen auch die optimalen Rahmenbedingungen liefern, unter denen Sie Ihr volles Potenzial entfalten können.

Aber all das wirkt immer nur kurzfristig. Auf lange Sicht braucht es einfach mehr. Um sich nachhaltig verändern zu können, müssen Sie auch für Ihre intrinsische Motivation die volle Verantwortung übernehmen. Es gibt keinen anderen Menschen, der das tun kann. Und genau deshalb ist die intrinsische Motivation so wichtig.

Intrinsische Motivation Definition

Aber wie entsteht die intrinsische Motivation denn nun? Wie so häufig, ist der Prozess einfach, aber keineswegs leicht. Ich werde häufig gefragt: „Ilja, woher nimmst Du nur Deine hohe intrinsische Motivation, mit denen Du die Dinge angehst?“ Und meine Antwort sorgt dann regelmäßig für ein großes Erstaunen:

„Das ist einfach. Ich habe eine Familie, der es gut gehen soll. Ich habe Rechnungen zu bezahlen, und ich gönne mir auch gerne einmal etwas. Vor allem aber habe ich mein Wort gegeben, es zu tun. Meinen Kunden, meinen Mitarbeitern und meinen Kollegen. Ganz besonders aber mir selber.“ Die intrinsische Motivation ist bei mir eine zwangsläufige Folge meiner Ergebnisse, nicht die Voraussetzung.

Und genau das ist die Definition von intrinsischer Motivation. Es handelt sich um Verhaltensweisen, die durch innere Wünsche, Befürfnisse oder Werte angetrieben werden. Oder anders herum: Es ist eine Motivation, die aussschließlich aus dem Inneren stammt und unabhängig von externen Einflüssen wie Anerkennung, Bonuszahlungen oder Druck entsteht.

Intrinsische Motivation entsteht immer dann, wenn Sie wissen, wofür und aus welchem Grund Sie bestimmte Dinge tun wollen. Wenn Sie ein kraftvolles „warum“ haben, dann kommen Sie nämlich von ganz alleine ins Handeln. Auch wenn Sie einmal keine großen Lust verspüren, gehen Sie trotzdem weiter. Weil Sie sich entschieden haben und jederzeit wissen, wofür Sie es tun. Und nun kommt das für viele so erstaunliche. Denn je mehr Sie ins Machen kommen, desto bessere Ergebnisse werden Sie bewundern können.

Und mit diesen steigt auch Ihre intrinsische Motivation. Weil Sie stolz auf das Geleistete sind. Weil Sie es gar nicht mehr abwarten können, weiterzumachen. Weil die erfolgreiche Veränderung an sich der größte Antrieb ist, den Sie sich überhaupt vorstellen können. Intrinsische Motivation könnte man also auch sehr gut als die Motivation des Machens bezeichnen.

Die Motivation des Machens als Voraussetzung für Veränderung

Mein großes Ziel mit diesem Artikel ist es, Ihnen einen umfassenden Einblick in das Thema Motivation zu geben. Die Entscheidung zur Veränderung müssen Sie jedoch selber treffen. Am besten jetzt sofort. Die Verantwortung für Ihre intrinsiche Motivation müssen Sie ebenfalls übernehmen. Am besten für immer. Und auch gehen müssen Sie selber.

Am besten gemeinsam mit Menschen, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen. Auf eines können Sie sich dabei verlassen. Die Motivation des Machens wird Sie nicht immer auf direktem, vor allem aber auf Ihrem individuellen Weg ans Ziel führen. Haben Sie sich bereits entschieden? Wenn nicht, dann möchte ich Ihnen nun ein paar Konsequenzen aufzeigen, die auf Sie warten, wenn Sie doch lieber alles beim Alten lassen wollen.

Eine kraftvolle intrinsische Motivation sorgt dafür, dass Veränderung einfach wird und zu einer hohen Zufriedenheit im Job und im Alltag führt. Wenn Sie hingegen darauf hoffen, dass es schon genug andere Menschen gibt, die sich um Ihre Motivation kümmern, dann führt diese Strategie auf direktem Weg ins Mittelmaß, das immer mehr um sich greift.

Und Sie wären in guter Gesellschaft. Das Allensbach Institut hat vor kurzem eine Umfrage durchgeführt, um das Lebensgefühl der Deutschen zu ermitteln. Das für mich nicht erstaunliche Ergebnis: Die so genannte Generation Mitte wird immer größer. Zu dieser Gruppe gehören in Deutschland über fünfunddreißig Millionen Menschen.

Und die Mitglieder haben prinzipiell nur einen Wunsch. Alles soll so bleiben, wie es ist. Sie haben vor jeder Form von Veränderung Angst, und wünschen sich vor allem Stabilität und finanzielle Sicherheit. Sie gehen niemals ein Risiko ein, sondern lieber auf die berühmte Nummer sicher. Die intrinsische Motivation zur Veränderung ist gleich Null.

Sicherheit ist nur eine Illusion

Doch je größer die Generation Mitte wird, desto mehr breitet sich auch die damit einhergehende Mittelmäßigkeit aus. Man hat sich mit dem Leben, das man führt arrangiert und lässt es widerstandslos über sich ergehen. Neal Donald Walsh hat diese Form der Existenz in seinem Buch Gespräche mit Gott sehr treffend als ein Leben in stiller Verzweiflung bezeichnet. Und genau das ist es auch. Man funktioniert tagein tagaus und hat die eigenen Träume zu Gunsten einer vermeintlichen Sicherheit aufgegeben. Doch diese Sicherheit ist nur eine Illusion. Sie befindet sich ausschließlich in Ihrem Kopf.

Besitzen Sie auch einen Gegenstand, den Sie ungeheuer lieb gewonnen haben, obwohl er eigentlich längst hätte entsorgt werden müssen? Vor über zehn Jahren habe ich von meiner Frau ein kleines Badezimmerradio geschenkt bekommen. Es ist komplett aus Plastik, die technische Ausstattung besteht aus zwei altmodischen Drehknöpfen und der Sound ist auch nicht gerade das, was man als aktuellen Stand der Technik bezeichnen würde.

Trotzdem begleitet mich dieses Radio nun schon über eine lange Zeit. Obwohl es langsam aber sicher auseinander fällt, habe ich dieses Relikt der analogen Unterhaltungselektronik komplett in mein Herz geschlossen. Es ist mittlerweile so weit, dass mir etwas fehlt, wenn ich auf Reisen im Hotel übernachte und auf das gute Stück verzichten muss.

Intrinsische Motivation: Widerstehen Sie den Programmierungen

Seit vielen Jahren habe ich mehrere Rituale, mit denen ich in den Tag starte. Zum einen beginne ich jeden Morgen damit, mich eine Viertelstunde mit positiven Dingen zu beschäftigen. Ich lese ein Kapitel aus meinen Lieblingsbüchern, höre ein Audioprogramm mit inspirierenden Botschaften oder schreibe mir meine Tagesziele auf. Alleine diese Gewohnheiten wirken wahre Wunder für meine intrinsische Motivation.

Danach gehe ich ins Bad und springe unter die Dusche. Und obwohl ich sonst sehr selten Radio höre, schalte ich während der zwanzig Minuten, die ich morgens im Badezimmer verbringe, gerne mein altes Schätzchen ein, um während dieser Zeit ein paar alte und neue Gassenhauer mitträllern zu können.

Und während der täglich gleich ablaufenden Morningshow muss ich häufig daran denken, wie viele Menschen ihre Träume in eine Schublade gesperrt haben und stattdessen freiwillig nach dem Robinson-Prinzip leben. Was das ist? Sie warten am Anfang der Woche bereits sehnsüchtig auf Freitag. Sie können sich das wie folgt vorstellen.

Am Montag Morgen um 06:03 Uhr klingelt der Wecker. Schlaftrunken und mit letzter Kraft erreicht man die Schlummer-Taste und erkauft sich noch eine letzte Viertelstunde des kostbaren Schlafes. Dann zieht man sich an, und schleppt sich mehr schlecht als recht zur Arbeit. Man ist mies drauf, denn es ist ja schließlich Montag. Die schreckliche Arbeitswoche, vor der man sich das ganze Wochenende so gefürchtet hat, beginnt nun tatsächlich.

Und nur falls man vergessen haben sollte, wie furchtbar der Montag doch ist, erinnert einen die freundliche Stimme im Radio noch einmal daran: „Es tut uns leid, liebe Hörer, heute ist wieder Montag und wir hoffen, ihr kriegt den Tag gut rum.

Aber keine Sorge, in fünf Tagen ist ja schon wieder Wochenende“. Dann wird mindestens drei mal „I don´t like Mondays“ von Bob Geldorf und den Boomtown Rats gespielt und bis zum Mittag regelmäßig wiederholt, wie furchtbar es doch ist, dass am Montag die Arbeit wieder beginnt.

Irgendwie schafft man es dann, den Tag rum zu kriegen und fällt Abends erschöpft auf die Couch. Mit der Fernbedienung in der Hand schaut man sich Frauentausch, Big Brother oder Schwiegertochter Gesucht an, und fällt dann nach drei Bier halb tot ins Bett.

Das Leben im seelischen Niemandsland

Bis am Dienstag morgen um 06:03 Uhr der Wecker wieder klingelt. Aber am Dienstag hat man schon ein wenig Hoffnung. Denn die nette Stimme im Radio verkündet, dass ja schon fast Mittwoch, und damit Bergfest ist, welches am darauffolgenden Tag natürlich gebührend gefeiert wird.

Der Donnerstag wird spontan zum „kleinen Bruder von Freitag“ ernannt, und am Freitag, hach, da atmen alle kollektiv durch, weil man die furchtbare und nicht enden wollende Woche endlich hinter sich hat. Der Freitag ist daher auch der allerbeste und schönste Tag der Woche, an dem man endlich die Korken knallen lassen kann.

Im Radio wird dieser Wochentag deshalb auch zelebriert wie Weihnachten und Ostern zusammen, und alle bereiten sich darauf vor, dass am Wochenende endlich das wahre Leben beginnen kann. Doch wie sieht dieses Leben dann meistens aus? Richtig, man sitzt mit der Fernbedienung erschöpft auf der Couch und schaut Frauentausch, Big Brother oder Schwiegertochter Gesucht.

Aber man kann diese Zeit jetzt endlich genießen, denn es ist ja Wochenende. Aber halt, ganz so weit her ist es mit dem Genuss dann doch nicht, weil man ja schon am Samstag Vormittag mit Schrecken daran denkt, dass es bald wieder Montag ist, und um 6:03 Uhr der Wecker klingelt.

Und nur zur Sicherheit erinnert einen die nette Stimme im Radio natürlich auch am Samstag daran:  „Genießt die knappe Zeit, liebe Hörer, denn schon bald ist wieder Montag!“ Und dann geht alles von vorne los. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Für manche ein Leben lang.

Intrinsiche Motivation und Demotivation enstehen im Unterbewusstsein

Habe ich überzeichnet? Mit Sicherheit. Aber möglicherweise eben auch nicht. Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel. In welcher Stadt Sie auch immer wohnen, und welchen Sender Sie zu Ihrer Nummer Eins erkoren haben, ich könnte wetten, dass Sie diese Abfolge von Negativprogrammierungen ebenfalls kennen.

Der furchtbare Montag. Die beliebtesten Strategien, wie Sie die vermeintlich grauenvolle Arbeitswoche am besten überstehen. Der Freitag als der beste Tag und das große Ziel, auf das alle ihre Sehnsucht konzentrieren.

Kommt Ihnen bekannt vor, oder? Jeder kennt diese Sprüche und die meisten lachen sogar ein wenig darüber. Doch wie soll daraus eine nachhaltige intrinsische Motivation entstehen? Mehr noch, je öfter Sie diese Suggestionen unkritisch hören, desto mehr glauben Sie daran. Bis die Botschaften des Radios irgendwann zu Ihrer ganz persönlichen Realität geworden sind, und Sie in den Chor der jammernden Sirenen mit einstimmen.

Aber überlegen Sie sich doch bitte einmal, welches Modell von Leben dort jeden Tag aufs Neue in Ihr Unterbewusstsein gehämmert wird und sich dort im Laufe der Zeit schön gemütlich einnistet. Das Mindset, das sich hinter diesen Programmierungen steht, ist heute so verbreitet, wie noch nie.

Diese vermeintlich harmlosen und witzig gemeinten Aussagen der Radiomoderatoren vermitteln Ihnen nichts anderes, als dass es eine klare Unterteilung in die furchtbare Arbeitszeit und die erstrebenswerte Lebenszeit geben würde.

Tappen Sie nicht in diese Falle. Denn wo steht bitteschön geschrieben, dass Sie am Montag nicht genau so glücklich sein können, wie am Samstag? Und was ist das für ein Leben, in dem Sie fünf Tage lang Dinge tun, die Sie eigentlich nicht mögen, oder sogar verachten.

Und dass alles nur, um dann in der kurzen Zeit am Wochenende das wahre Leben genießen zu können. Die Folgen dieser Attitüde können Sie jeden Tag in den S-Bahnen, Bussen und Zügen dieser Republik beobachten. Die meisten Anhänger des Robinson-Prinzips dümpeln mehr schlecht als recht vor sich hin. Sie haben keine großen Sorgen, aber auch keine wirklichen Freuden. Es ist keine dauerhafte Zufriedenheit vorhanden, aber die Unzufriedenheit ist eben auch noch nicht groß genug, dass man etwas ändern würde.

Intrinsische Motivation oder ein Leben in stiller Verzweiflung?

Genau das ist es, was ich als das seelische Niemandsland bezeichne. Ein Leben in stiller Verzweiflung. Viele Menschen haben in jungen Jahren den Kopf voller Träume und phantasieren darüber, was sie in ihrem Leben alles sein, tun und haben wollen. Das innere Feuer brennt lichterloh.

Doch mitten auf dem Weg wird man dann vernünftig. Es kommt  etwas dazwischen. Der Job als Abteilungsleiter, das prestigeträchtige Projekt in der Kanzlei oder die beruhigende Sicherheit des Beamtenstatus als Geschichtslehrer an einer Realschule.  Und ehe man sich versieht, hat man die eigenen Ansprüche heruntergefahren und sich mit der aktuellen Situation abgefunden.

Man ist nicht so ganz zufrieden, aber eben auch nicht unzufrieden. Nein, es hätte beileibe schlimmer kommen können. Ja, natürlich, die Träume von damals sind zwar noch da, aber die Hypothek für die Doppelhaushälfte bezahlt sich schließlich nicht von alleine.

Das innere Feuer lodert entweder nur noch auf Sparflamme, oder ist ganz erloschen. Man richtet es sich gemütlich im Mittelmaß ein, welches gerade noch so angenehm ist, dass es der vollen Entfaltung des eigenen Potenzials im Weg steht.

Doch zum Glück sind Träume ja hartnäckig. Sie klopfen mit schöner Regelmäßigkeit wieder an und erinnern Sie daran, dass sie auf keinen Fall verschwunden sind. Und diese innere Sehnsucht gilt es, zu erkennen und dann in die Tat umzusetzen. Sie haben jeden Tag die Wahl. Sie selbst Ihr Wort zu geben und Ihre kraftvolle intrinsische Motivation für sich wirken zu lassen, oder langsam aber sicher den Weg ins seelische Niemandsland zu beschreiten. Wofür entscheiden Sie sich?

Die 100 besten Bücher aller Zeiten: Business Edition

Was sind die 100 besten Bücher aller Zeiten? Diese Frage ist ungemein schwer zu beantworten, insbesondere wenn es sich um Bücher aus dem Bereich Business handelt. Aus diesem Grund habe ich mir die Zeit genommen, einmal mein Bücherregal, meine Audible App und meine Kindle Bibliothek einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre habe ich nämlich hunderte von Business Büchern zu den unterschiedlichsten Themen gelesen, und die besten davon auch regelmäßig in meinen Change Monday Impulsen empfohlen.

Herausgekommen ist am Ende eine Liste mit den aus meiner Sicht 100 besten Büchern aller Zeiten. Dabei habe ich zwei Kriterien angelegt: 1) Ich muss das Buch selber gelesen (bzw. gehört) haben. Und 2) Das Buch muss mich auf die eine oder andere Art und Weise berührt, beeinflusst und verändert haben.
 

Die 100 besten Business Bücher, die man gelesen haben muss

Um Dir das Stöbern so übersichtlich wie möglich zu machen, habe ich die komplette Liste in zehn Top 10 Unterkategorien unterteilt. Auch dies war durchaus herausfordernd, denn nicht jedes Buch lässt sich eindeutig zuordnen und manche Werke hätten durchaus auch in drei bis vier verschiedenen Kategorien vertreten sein können.
 
Die 10 besten Entrepreneurship Bücher
Die 10 besten Leadership Bücher
Die 10 besten Marketing Bücher
Die 10 besten Persönlichkeitsentwicklung Bücher
Die 10 besten Management Bücher
Die 10 besten Psychologie Bücher
Die 10 besten Produktivitäts Bücher
Die 10 besten Kommunikations Bücher
Die 10 besten Change Management Bücher
Die 10 besten Business Biografien
 
Jedes einzelne Buch habe ich verlinkt, und mich dabei bemüht – sofern möglich – die deutsche Version zu verwenden. Manchmal ging dies logischerweise nicht, so dass ich das englische Original in die Liste aufgenommen habe. Aber ich empfehle sowieso immer, ein Buch in der Originalsprache zu lesen. Nicht nur kann man die Urgedanken der Autoren aufnehmen, es trainiert gleichsam auch die Verwendung der Fremdsprache. Und im zweiten Schritt die Motivation, diese auch anzuwenden.
 
Und noch ein letzter Hinweis. Selbstverständlich habe ich meine eigenen Bücher nicht mit in die Liste aufgenommen. Erstens würde ich mir niemals anmaßen, mich auf eine Stufe mit Seth Godin, Ariana Huffington oder Stephen King zu setzen und zweitens gibt es sowieso genug Eigenlob auf dieser Welt. Wenn Du trotzdem einen Blick auf meine Bücher werfen willst, dann kannst Du das unter diesem Link tun.
 
 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Unternehmertum

  1. Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen von Eric Ries
  2. Me, Inc.: Build an Army of One, Unleash Your Inner Rock God, Win in Life and Business von Gene Simmons
  3. Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer: Wie Sie und Ihr Unternehmen neue Dynamik gewinnen von Stefan Merath
  4. Linchpin – Are You Indispensible? von Seth Godin
  5. The E-Myth Revisited: Why Most Small Businesses Don’t Work and What to Do About It von Michael E. Gerber
  6. The 4-Hour Work Week: Escape the 9-5, Live Anywhere and Join the New Rich von Tim Ferriss
  7. Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen – Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein von Günter Faltin
  8. #AskGaryVee: One Entrepreneur’s Take on Leadership, Social Media, and Self-Awareness von Gary Vaynerchuck
  9. Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte von Robin Sharma
  10. The Hard Thing About Hard Things: Building a Business When There Are No Easy Answers von Ben Horowitz

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Leadership

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Marketing

  1. Hooked: Wie Sie Produkte erschaffen, die süchtig machen von Nir Eyal
  2. Expert Secrets – The Underground Playbook for Converting Your Online Visitors into Lifelong Customers von Russel Brunson
  3. The 1-Page Marketing Plan: Get New Customers, Make More Money, And Stand Out From The Crowd von Alan Dib
  4. The Innovator’s Dilemma: Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren von Clayton Christensen
  5. This Is Marketing: You Can’t Be Seen Until You Learn to See von Seth Godin
  6. Buyology – Warum wir kaufen, was wir kaufen von Martin Lindstrom
  7. Launch Die Ultimative Anleitung für das E-mail-Marketing von Jeff Walker
  8. Blink – Die Macht des Moments von Malcom Gladwell
  9. Contagious: Why Things Catch On von Jonah Berger
  10. Made to Stick: Why some ideas take hold and others come unstuck von Chip und Dan Heath

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Personal Development

  1. The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life von Mark Manson
  2. Think and Grow Rich: Die ungekürzte und unveränderte Originalausgabe von „Denke nach und werde reich“ von 1937 von Dr. Napoleon Hill
  3. The Wim Hof Method: Activate Your Potential, Transcend Your Limits von Wim Hof
  4. The One Thing: Die überraschend einfach Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg von Gary Keller
  5. The Big 5 for Life – Was im Leben wirklich zählt von John Strelecky
  6. The School of Greatness: A Real-World Guide to Living Bigger, Loving Deeper, and Leaving a Legacy von Lewis Howes
  7. Mad Genius von Randy Gage
  8. Shut Up, Stop Whining, and Get a Life: A Kick-ButtApproach to a Better Life-Second Edition von Larry Winget
  9. Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling
  10. The Obstacle Is the Way: The Timeless Art of Turning Trials into Triumph von Ryan Holiday

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Management

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Psychologie

  1. Mindset – Changing The Way You think To Fulfil Your Potential von Dr. Carol Dweck
  2. … trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager von Viktor Frankl
  3. Everything Is Figureoutable von Marie Forleo  
  4. The War of Art – Break Through the Blocks and Win Your Inner Creative Battles von Steven Pressfield
  5. Schnelles Denken, Langsames Denken von Daniel Kahnemann
  6. Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg von Steven Covey
  7. Influence, New and Expanded: The Psychology of Persuasion von Robert Cialdini
  8. The Millionaire Fastlane: Crack the Code to Wealth and Live Rich for a Lifetime von MJ DeMarco
  9. Think Again – Die Kraft des flexiblen Denkens von Adam Grant

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Produktivität

  1. Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen von James Clear
  2. Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World von Cal Newport
  3. Eat that Frog: 21 Wege, wie Sie in weniger Zeit mehr erreichen von Bryan Tracy
  4. On Writing: A Memoir of the Craft von Stephen King
  5. Building a Second Brain: A Proven Method to Organise Your Digital Life and Unlock Your Creative Potential von Tiago Forte
  6. Getting Things Done: The Art of Stress-Free Productivity von David Allen
  7. Das Zettelkasten-Prinzip: Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen von Söhnke Arens
  8. Flow – Das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi
  9. Steal Like an Artist: 10 Things Nobody Told You About Being Creative von Austin Kleon
  10. Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger. Ein neuer Minimalismus erobert die Welt von Greg McKeown

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Kommunikation

  1. Choose Your Story, Change Your Life: Silence Your Inner Critic and Rewrite Your Life from the Inside Out von Kindra Hall
  2. Building a StoryBrand: Clarify Your Message So Customers Will Listen von Donald Miller
  3. Respekt! Wie Sie Ansehen bei Freund und Feind gewinnen von René Borbonus
  4. Words That Work: It’s Not What You Say, It’s What People Hear von Frank Luntz
  5. Geh nie alleine essen! – Und andere Geheimnisse rund um Networking und Erfolg von Keith Ferrazzi
  6. On Becoming Fearless: …in Love, Work, and Life von Ariana Huffington
  7. Wie man Freunde gewinnt: Das einzige Buch, das Sie brauchen, um beliebt und einflussreich zu sein von Dale Carnegie
  8. Miteinander reden 1-4 von Friedemann Schulz-von-Thun
  9. Der Almanach von Naval Ravikant: Ein Leitfaden auf dem Weg zu Reichtum und Glücklichsein von Eric Jorgenson
  10. Leise Menschen – starke Wirkung: Wie Sie Präsenz zeigen und Gehör finden von Sylvia Löhken

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Change Management

  1. Who Moved My Cheese?: An A-Mazing Way to Deal with Change in Your Work and in Your Life von Spencer Johnson
  2. Imagine It Forward: Courage, Creativity, and the Power of Change von Beth Comstock
  3. Leading Change: Wie Sie Ihr Unternehmen in acht Schritten erfolgreich verändern von John Kotter
  4. Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen! von Chip und Dan Heath
  5. ADKAR: A Model for Change in Business, Government and Our Community von Jeffrey Hiatt
  6. Change (the) Management: Why We as Leaders Must Change for the Change to Last von Al Comeaux
  7. HBR’s 10 Must Reads on Change Management vom Harvard Business Review
  8. Change mich am Arsch: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und sich selbst kaputtverändern von Axel Koch
  9. Doing Agile Right: Transformation Without Chaos von Darrel Rigby
  10. You’re It: Crisis, Change, and How to Lead When It Matters Most von Leonard Marcus et al

 

Die 10 besten Bücher aller Zeiten: Biografien

  1. Astrid Lindgren. Ihr Leben von Jens Andersen
  2. Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens von Arnold Schwarzenegger
  3. Shoe Dog: Die offizielle Biografie des NIKE-Gründers von Phil Knight
  4. Ozzy: Die Autobiografie von Ozzy Osbourne
  5. Die wahre Geschichte von McDonald’s von Ray Kroc
  6. Hoeneß: Die Biografie von Patrick Strasser
  7. Der lange Weg zur Freiheit: Autobiographie von Nelson Mandela
  8. Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers von Walter Isaacson
  9. Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert – Die Biografie von Ashlee Vance
  10. Michael Jordan: The Life von Roland Lazenby

 

Die 100 besten Bücher aller Zeiten: Welche fehlen noch?

Ich hoffe sehr, dass meine subjektive Liste der 100 besten Bücher aller Zeiten für Dich wertvoll und inspirierend war. Ich würde sie gerne noch erweitern. Und zwar um DEINE Buchempfehlungen. Welche Business Bücher haben Dich geprägt? Welche verschenkst Du gerne? Und gibt es eine Kategorie, die aus Deiner Sicht noch fehlt? Schreib Deine Empfehlungen am besten direkt ins Kommentarfeld…

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