Veränderung einfach machen – So gelingt Change Management

Seit vielen Jahren lautet der Claim meines Unternehmens: Veränderung einfach machen. Ich liebe die Ambiguität des Satzes einfach, denn je nachdem, ob Ihre Betonung auf dem Wort einfach oder machen liegt, hat er eine vollkommen andere Bedeutung. Aber was versteckt sich eigentlich genau hinter der Philosophie des Veränderung einfach machen? Genau dieser Frage wollen wir uns in diesem Artikel ausführlich widmen. Haben Sie Lust, dass wir direkt loslegen?

Veränderung ist das, was Sie daraus machen


Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie würden in einem meiner Vorträge im Publikum sitzen. Sie haben hoffentlich schon viel gelacht und hören mich ein Experiment ankündigen, in dem ein Glas Wasser die Hauptrolle spielt, welches ich gut sichtbar mit ausgestrecktem Arm in die Luft halte. Möglicherweise geht Ihnen sofort folgender Gedanke durch den Kopf: „Ach, jetzt kommt der alte Hut, ob das Glas nun halbvoll oder halbleer ist.“ 

Aber darum geht es überhaupt nicht. Ich bin ergebnisorientiert und mich interessiert nur, ob das Wasser meinen Durst stillt. Stattdessen stelle ich Ihnen eine andere Frage: „Wenn ich das Glas auf diese Art und Weise halte, was glauben Sie, wie schwer es dann ist?“ Nachdem ich Ihre Antwort gehört habe, komme ich zum eigentlichen Punkt. „Wissen Sie was, das absolute Gewicht spielt überhaupt keine Rolle. Es kommt ausschließlich darauf an, wie lange ich in dieser Position bleibe. Wenn ich das Glas nur kurz halte, ist es kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halte, dann würde irgendwann mein Arm anfangen zu zittern, und ich hätte morgen einen schlimmen Muskelkater. Und wenn ich es den ganzen Tag so halten würde, dann könnte ich an nichts anderes mehr denken, ich hätte starke Schmerzen und der Arm wäre wie gelähmt. In jedem der Fälle verändert sich das Gewicht des Glases nicht. Aber je länger ich es halte, desto schwerer wird es.“

Veränderung einfach machen: Der Fokus ist entscheidend


Jeden Tag befinden wir uns in dutzenden Situationen, in denen wir mit verschiedensten Veränderungen konfrontiert sind. Und es macht einen riesigen Unterschied, wie Sie damit umgehen. Ob Sie denken: „Och nö, das wird bestimmt nichts.“ Oder ob Sie sich für die Alternative entscheiden: „Au ja, packen wir es an.“ Ob Sie das Glas mit aller Macht festhalten oder rechtzeitig wieder abstellen. Doch immer dann, wenn die Entscheidung besonders herausfordernd ist, tritt sie mit schöner Regelmäßigkeit in Aktion. 

Diese kleine, fiese Stimme im Kopf, die in Gestalt eines kleinen Teufelchens auf Ihrer Schulter auftaucht, und Ihnen sehr ausführlich und verführerisch erklärt, warum Ihr Vorhaben keine besonders gute Idee ist, was alles schiefgehen kann und weshalb Sie es am besten gar nicht erst probieren sollten. Kennen Sie diese Zweifel, Sorgen und Ängste, die mit Veränderungen einhergehen? Das war natürlich eine rhetorische Frage, denn jeder von uns hat sie. Und es ist auch gut, dass sie da sind, weil sie eine wichtige Funktion haben. Sie schützen uns davor, allzu großen Blödsinn zu machen. 

Doch wie auch beim Wasserglas kommt es vor allem darauf an, wie Sie damit umgehen. Wenn Sie nur ein wenig zweifeln, dann ist das vollkommen okay. Wenn Sie die Zweifel aber länger mit sich herumtragen, dann werden irgendwann Sorgen draus. Und wenn Sie sich den ganzen Tag Sorgen machen, dann bekommen Sie Angst. Und Angst lähmt. Die Botschaft der Metapher ist also einfach. Erfolgreiche Veränderung hängt nicht davon ab, mit welchen Problemen Sie konfrontiert sind, sondern einzig und alleine, wie Sie darauf reagieren. 

Denn vor welcher Herausforderung Sie auch immer stehen, Sie alleine bestimmen, wie lange Sie Ihr Glas festhalten und wann Sie es wieder abstellen. Ich würde mir wünschen, dass Sie diese Erkenntnis von Anfang an verinnerlichen: Veränderung ist nicht, was um Sie herum geschieht. Es ist die Art und Weise, wie Sie damit umgehen. Es ist Ihre Attitüde.

In den Momenten des Zweifels kommt es sogar ganz besonders darauf an. Wenn alles perfekt läuft, kann jeder glänzen. Schönwetter Kapitäne kennen wir alle zur Genüge. Aber wie gut sind Sie, wenn die Dinge einmal nicht so laufen, wie sie sollen? Jammern Sie, wie schwer Sie es haben und wie ungerecht die Welt ist? Oder beschließen Sie, das Beste daraus zu machen, Au ja zu sagen und sich aktiv zu verändern? Auch wenn die Situation schwer erscheint, Sie können die äußeren Umstände meist nicht ändern. 

Warum Ausreden nachhaltige Veränderungen verhindern


Das einzige, was Sie beeinflussen können, ist die Art und Weise, wie Sie darauf reagieren und zu welchem Zeitpunkt Sie Ihr metaphorisches Glas wieder abstellen. Damit Ihnen das erfolgreich gelingt, erhalten Sie von mir in diesem Artikel einige Ideen und Impulse, mit denen Sie sich ein Mindset aneignen, mit dem Sie auch unter schweren Rahmenbedingungen  Veränderung einfach machen können. 

Natürlich bin ich mir sehr bewusst, dass ich bei diesem Vorhaben ebenfalls mit unterschiedlichsten Varianten der kleinen, fiesen Stimme in Ihrem Kopf zu kämpfen haben werde. Denn immer dann, wenn es sich um einfache Lösungen handelt, sagt das kleine Teufelchen auf der Schulter gerne Sätze wie „kenne ich schon“, „hab ich schon ausprobiert“, oder „das mag bei anderen funktionieren, bei mir aber auf keinen Fall.“ Wenn Sie sich im Laufe der Lektüre bei einem solchen oder ähnlichen Gedanken ertappen sollten, dann erinnern Sie sich bitte daran, das Glas wieder rechtzeitig abzustellen. Ich weiß, was Sie jetzt denken: „Aber Ilja, so häufig kommt das bei mir gar nicht vor.“ Doch diese als unschuldige innere Stimme getarnte Suche nach Ausreden und Gründen, warum etwas nicht geht, taucht in den verschiedensten Gesichtern auf. Und viele haben sich die eigenen Ausreden so häufig selber erzählt, dass sie es gar nicht mehr mitbekommen, wie sehr die eigene Veränderungsresistenz bereits ausgeprägt ist.

Zu viel Change auf einmal: Das Phänomen der Veränderungsmüdigkeit


Hinzu kommt eine sich vermehrt ausbreitende Veränderungsmüdigkeit. Als ich vor kurzem einem befreundeten Unternehmer davon berichtete, dass ich ein weiteres Buch über erfolgreiche Veränderung in Planung habe, runzelte er die Stirn und bemerkte kritisch: „Ach komm, zum Thema Veränderung ist doch nun wirklich alles gesagt, was es zu sagen gibt.“ Und wissen Sie, was? Ganz Unrecht hatte er nicht. 

Wohl jeder von uns hat dutzende Bücher zu diesem Thema gelesen, hat Metaphern über Mäuse, Pinguine oder Eisberge verinnerlicht, Strategien für Zeitmanagement, Glück oder Motivation entwickelt, und beim Lesen heftig mit dem Kopf genickt. Aber welche dieser vielen Informationen haben Sie dann auch  umgesetzt? In Seminaren, Vorträgen und Teambuildingmaßnahmen haben Sie gelernt, wie Veränderung theoretisch funktioniert. Sie haben Ihre Hand ans Kinn geführt und herzlich gelacht, als Sie der Seminarleiter darauf hingewiesen hat, dass er doch laut und deutlich Nase gesagt hatte (Wenn Sie jetzt nicht wissen, wovon ich rede, hatten Sie Glück und saßen wahrscheinlich noch nicht in einem der typischen, aber meist austauschbaren Veränderungstrainings). 

Sie haben gespürt, wie es sich anfühlt, wenn Sie Ihre Hände falten, und dabei den oben liegenden Daumen wechseln. Und wahrscheinlich kennen Sie noch viele weitere theoretische Übungen, die Sie gemacht haben, um sich dem Thema Veränderung zu nähern. Aber wie sagte ein Teilnehmer in einem meiner eigenen Seminare kürzlich zu mir: „Veränderung? Das habe ich schon ausprobiert. War mir viel zu kompliziert.“

Das große Dilemma erfolgreicher Veränderung


Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn es gibt nun mal einen entscheidenden Unterschied zwischen kennen und können. Zwischen kompliziert denken und einfach machen. Und dieser Unterschied führt zu einem großen Dilemma. Auf der einen Seite nimmt die Schlagzahl an Veränderung rasant zu. Im Job, zu Hause, unterwegs, einfach überall. Manchmal sind wir von so vielen unerwarteten Herausforderungen umgeben, dass wir gar nicht genau wissen, welche wir davon zuerst angehen sollen. 

Gleichzeitig explodiert das theoretische Wissen, wie man mit Veränderung umgehen könnte. Die Menge an verfügbaren Informationen steigt exponentiell an. Egal, welches Know-how Sie heute benötigen, im Normalfall ist das Wissen nur einen Mausklick entfernt. Und es spielt keine Rolle, worum es sich handelt, es gibt zu wirklich jedem Themengebiet ausführliche Erfahrungsberichte und Sie können auf die gesamte Schwarmintelligenz der Menschheit zurückgreifen. Probieren Sie es aus. Wenn Sie bei Google den Suchbegriff „Wie kann man…?“ eingeben, dann erhalten Sie 1,7 Milliarden Treffer. Es gibt nichts, was Sie im Internet nicht lernen könnten. Dann müsste doch eigentlich alles perfekt sein, oder? Situation erkannt, Problem gelöst, Haken dran.

Doch das zunehmende Wissen ist keinesfalls eine Erleichterung, sondern für viele mittlerweile zu einer großen Hürde geworden. Denn bevor es überhaupt zu einer möglichen Umsetzung kommen kann, wird die gesamte Energie dafür eingesetzt, die Informationsflut zu sortieren und die Nadel im Heuhaufen zu finden, mit der die Philosophie des “Veränderung einfach machen” umgesetzt werden soll. Das Ergebnis: Die berühmt-berüchtigte Prokrastination, auf Deutsch auch Aufschieberitis genannt. 

Einfach bedeutet nicht leicht, sondern „nicht komplex“


Man schiebt eine geplante Veränderung so lange hinaus, bis man sich damit abgefunden hat, dass „es eben kompliziert ist“, und man ja doch nichts ändern kann. Kennen Sie das nicht auch von Menschen aus Ihrem persönlichen Umfeld? Möglicherweise sogar von sich selbst? Ich bin immer wieder erstaunt, wie kompliziert manche Menschen den Umgang mit Veränderung machen. Sie analysieren das Problem bis ins letzte Detail, entwickeln mehrstufige Umsetzungspläne oder studieren sämtliche Forschungsergebnisse der letzten zwanzig Jahre. 

Doch je komplizierter ein Weg ist, desto geringer ist die Chance, dass er auch wirklich gegangen wird. Und weil Sie so häufig gehört haben, wie schwer und komplex Veränderung doch ist, glauben Sie es irgendwann selber und haben eine wunderbar plausible Ausrede gefunden, warum Sie sich eben doch nicht verändern können. Wenn Sie den Umgang mit den eigenen Herausforderungen allerdings zu einer komplizierten Sache machen, ist ein Scheitern geradezu vorprogrammiert. 

Zu meiner Zeit als Warenhausgeschäftsführer wurde so gut wie bei jeder Führungskräftetagung ein neues Changeprogramm vorgestellt. Die hatten eines gemeinsam: Tolle Titel, meist über 200 PowerPoint Folien und 7 Veränderungsstufen, die jede wiederum 9 Unterschritte hatten, die wir in 3 Phasen abarbeiten sollten. Während einer dieser Tagungen saß ich mal neben einem Kollegen aus dem Ruhrgebiet. Während alle anderen in ihren Sitzen zusammengesunken waren, sah er auch bei Folie 175 immer noch richtig begeistert aus. Also hab ich ihn gefragt: „Du nickst immer so wissend, weißt Du, wie Du das umsetzen kannst?“ Und er sagte: „Nee, viel zu kompliziert, aber es sieht so gut aus“. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich finde, es ist schwer, sich für eine Veränderung zu begeistern, die kompliziert ist. Und es ist unmöglich, andere Menschen für etwas zu begeistern, für das Sie sich selber nicht begeistern können.

Die Grundlagen erfolgreicher Veränderung


Aber wenn es so nicht geht, wie funktioniert erfolgreiche Veränderung denn nun? Unter dem Strich sind es immer die gleichen, einfachen Prinzipien und eine große Portion gesunder Menschenverstand. Doch kennen Sie nicht auch Menschen, welche die Lösung für ihr Problem nicht finden, weil sie so damit beschäftigt sind, nach komplizierten Ausreden zu suchen, warum sie sich nicht verändern können? Ich wünschte, Sie wären dabei gewesen, als eines Tages Frau T. bei mir im Büro für ein Coaching saß. Ich schaute ihr lange in die Augen und sagte dann: „Frau T., sie sind achtunddreißig Jahre alt, eine erfolgreiche Businessfrau und haben laut eigener Aussage schon 152 Therapiestunden hinter sich. Trotzdem fühlen Sie sich immer noch nicht in der Lage, in Ihrer Firma eine Präsentation zu halten?“

Sie errötete leicht und antwortete: „Ach, Herr Grzeskowitz, es ist halt kompliziert. Ich habe schon so viel ausprobiert, aber ich bekomme jedes Mal große, rote Flecken am Hals, kriege einen trockenen Mund und fange dann an, zu stottern.“ Ich nickte und stellte dann die Frage aller Fragen: „Ich verstehe, Frau T. sind Sie denn bereit, etwas zu verändern?“ Ihre Antwort sagte schon alles: „Wissen Sie, Herr Grzeskowitz, ich würde mich ja eigentlich gerne verändern. Aber das geht ja nicht so einfach. Wenn Sie wollen, dann können wir es ja mal versuchen.“ 

Also ich wollte. Aber ich spürte, dass sie nicht wirklich wollte. Trotzdem arbeiteten wir intensiv miteinander und es gelang uns, in nur einer Session ihr Problem zu lösen. Nach nur neunzig Minuten war sie in der Lage, frei vor einer Gruppe zu sprechen. Ohne rote Flecken. Ohne trockenen Mund. Und ohne Stottern. Aber wenn Sie jetzt denken, dass Frau T. deswegen in Jubelstürme ausgebrochen ist, dann haben Sie sich getäuscht. Stattdessen sagte sie immer wieder: „Das kann ja nicht so einfach sein. Nein, das kann auf keinen Fall so einfach sein. Das hält bestimmt nicht lange an.“ 
Und sie sollte recht behalten. Denn genau drei Wochen später klingelt das Telefon. Frau T. ist dran. Und mit einer gewissen Genugtuung in der Stimme verkündet sie: „Tja, Herr Grzeskowitz, wissen Sie was? Ich musste heute vor dem Außendienst die Quartalszahlen präsentieren. Ich habe kaum ein Wort herausbekommen und die roten Flecken sind jetzt wieder da. Ha, ich habe Ihnen ja gleich gesagt, dass Veränderung nicht so einfach ist!“

Veränderung ist immer so einfach, wie Sie es machen


Warum das so war? Ich habe keine Ahnung, vielleicht genoss sie die Aufmerksamkeit, oder liebte es, anderen von ihrem Problem erzählen zu können (Das ist nämlich ein großes Hobby von sehr vielen Menschen). Aber so sehr ich mir gewünscht hätte, dass Frau T. sich ändert, sie wollte es einfach nicht und blieb lieber in ihrer gemütlichen Komfortzone. Sie war so auf die Notwendigkeit einer komplexen Lösung fixiert, dass sie die naheliegende Einfachheit überhaupt nicht in Betracht gezogen hatte. Doch erinnern Sie sich einmal an Ihre eigenen Veränderungen, die Sie in der Vergangenheit nachhaltig gemeistert haben. Was war der gemeinsame Nenner? Richtig, es waren immer einfache Lösungen und Wege, welche die besten Ergebnisse nach sich gezogen haben.

Wie einfach es sein kann, können Sie an einer Form von Veränderung sehen, die wohl jeder von uns kennt. Ich spreche vom Rauchen. Genauer gesagt vom Aufhören. Dort sind es immer die gleichen Muster. Während die einen mit einfachen Mitteln erfolgreich sind, kämpfen die anderen jeden Tag aufs Neue mit einem vermeintlich komplizierten Problem. Haben Sie schon mal erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört? Kennen Sie jemanden, der es geschafft hat? 

Ich selber habe früher geraucht. Auch habe ich als Coach viele Raucherentwöhnungen durchgeführt und dutzende Seminare zu diesem Thema gegeben. Meine Erfahrungen lassen sich einfach zusammenfassen. Unterm Strich gibt es immer nur zwei Kategorien von Rauchern. Da sind diejenigen, die von vorneherein Zweifel haben, ob sie es auch wirklich schaffen. Die sich Sorgen über Entzugserscheinungen, Gewichtszunahme und Nebenwirkungen machen. Die dann für ein paar Tage aufhören, aber bei der ersten Gelegenheit wieder anfangen. Die sich selber so häufig einreden, wie kompliziert es doch ist, bis sie es irgendwann selber glauben. Und sich dann eben nicht verändern, sondern weiterrauchen. Und natürlich jammern, wie gerne sie aufhören würden, wenn es nicht so kompliziert wäre.

Aber wie machen es dann die Millionen von Ex-Rauchern, die es erfolgreich geschafft haben, sich zu verändern? Sind Sie bereit für die harte Wahrheit? Hier ist Sie. Sie haben eine Entscheidung getroffen, und aufgehört zu rauchen. Einfach so. Von heute auf morgen. Von einem Augenblick auf den anderen. Manche brauchen dazu eine kleine Anschubhilfe in Form eines Coachings, eines Seminars oder eines Buches. Aber trotzdem hören Sie dann einfach auf und sind von einem Augenblick auf den anderen Nichtraucher. 

Ich höre schon die Einwände des kleinen Teufelchens auf Ihrer Schulter: „Aber Ilja, das mag ja vielleicht so einfach sein, wenn man nur wenig raucht. Ich rauche schließlich eine ganze Schachtel am Tag.“ Es tut mir leid, aber es spielt keine Rolle, wie viel Sie rauchen. Auch starke Raucher hören dadurch auf zu rauchen, indem sie einfach aufhören zu rauchen. Es dauert zwar länger, bis der Körper sich entgiftet hat, aber das Prinzip ist das gleiche. Doch vielen Menschen hat man so häufig eingeredet, wie schwer und kompliziert Veränderung doch ist, dass sie überhaupt nicht mehr auf die Idee kommen, dass die beste Lösung immer noch die einfache ist.

Treffen Sie eine echte Entscheidung für die Veränderung


Mir ist das sehr bewusst geworden, als ich während eines Sommers meine damals vierjährige Tochter Emma dabei beobachtete, wie sie im obersten Fach unseres Kühlschranks eine große Packung Wassereis entdeckte. Falls Sie jetzt nicht wissen, wovon ich spreche, das sind diese künstlichen Wasserstangen mit Waldmeister-, Cola- oder Zitronengeschmack, die man in den Kühlschrank legt, und die dann dort zu Eis werden. 

Auf jeden Fall war meine Tochter völlig verrückt nach diesen Dingern. Sie hatte jedoch ein Problem. Sie war nicht groß genug und kam nicht heran. Was denken Sie, was sie jetzt getan hat? Richtig, sie hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um an das Eis zu kommen. Zum Schluss stand sie auf einer wackligen Konstruktion aus einem Stuhl, zwei Kissen und einem Kochtopf. Und als sie voller Stolz ihre Trophäe in die Luft streckte, spürte ich, dass sich die Mühe gelohnt hatte. Sie hatte die Veränderung herbeigeführt, weil sie das Eis unbedingt haben wollte. Sie hätte einfach alles dafür getan, es zu bekommen. Und es ging einfach so. Ich musste ihr vorher nicht sagen: „Pass auf Emma, das ist ein ganz schön kompliziertes Problem, da solltest Du Dich gut vorbereiten. Es gibt da so ein revolutionäres Veränderungsmodell, dass ein Professor der Universität Tübingen entwickelt hat. Aber führe vorher unbedingt einen Persönlichkeitstest durch, damit Du herausfindest, was für ein Veränderungstyp Du bist. Und besuche  auf jeden Fall ein Verhaltenstraining, in dem Du lernst, in welchem Winkel man am besten den Kühlschrank öffnet.“ 

Das brauchte sie alles nicht. Sie hat es einfach getan. Weil sie motiviert war und einen einfachen Weg gefunden hatte, wie sie ihr Ziel erreicht. Und daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: Ob Sie nun ein Eis aus dem obersten Fach des Kühlschranks holen, mit dem Rauchen aufhören oder vor einer ganz anderen Herausforderung stehen. Veränderung einfach machen eben.

Veränderung wird einfach, wenn Sie Veränderung einfach machen.


Albert Einstein hat einmal gesagt: „Mach´ die Dinge so einfach wie möglich. Aber nicht einfacher.“ Ich möchte Sie mit diesem Artikel daran erinnern, dass erfolgreiche Veränderung immer auf einfachen Ideen und Lösungen basiert. Doch gestatten Sie mir einen entscheidenden Hinweis. Auch wenn ich so häufig das Wort einfach betone, ich meine damit keinesfalls leicht, mühelos oder ohne jeglichen Aufwand. Ganz im Gegenteil. Das Schicksal kann ganz schön hart sein und fordert Sie täglich aufs Neue heraus, ob Sie es auch wirklich ernst meinen. 

Das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Es ist häufig unfair, oft verletzend und auch nicht immer gerecht. Wenn Sie sich unter diesen Umständen verändern wollen, dann geht es nicht, ohne etwas dafür zu tun. Erfolg geschieht nicht von alleine. Und ich weiß, dass es Hunderte von Büchern und auch viele Seminarleiter gibt, die Ihnen versprechen, man müsse sich die Veränderung nur fest genug wünschen, und schon fällt sie vom Himmel. Aber wenn das so wäre, warum sitzen dann so viele Menschen zu Hause in ihrer Jogginghose auf der Couch, haben schon acht Mal „The Secret“ gesehen, schicken pro Stunde zehn Wünsche ans Universum, und wundern sich, warum sie immer noch einen mittelmäßigen Job haben, warum sie seit Jahren Single sind, und warum der bei Universum bestellte Ferrari in der Garage immer noch ein klappriger Opel Corsa ist?

Weil Erfolg eben immer die Kombination aus harter Arbeit und erstklassiger Qualität ist. Weil es ohne Handeln und Umsetzen nicht geht. Weil Veränderung zwar einfach ist, aber auf keinen Fall leicht. Wichtig ist mir daher vor allem eines: Dass Sie Ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und sich aktiv verändern. Denn wenn Sie wie der berühmte Vogel Strauß mit dem Kopf im Sand darauf vertrauen, dass schon alles gut gehen wird, dann könnten Sie irgendwann vor der Situation stehen, dass Sie von den äußeren Umständen verändert werden. Und diese Veränderungen stehen dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Einklang mit Ihren Werten, Zielen und Träumen, sondern mit denen von anderen Menschen. Und das ist vielleicht nicht die beste Zukunftsaussicht, oder?

Mensch gegen Maschine – Der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management

Mensch gegen Maschine: Der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management 

Mensch gegen Maschine. Glaubt man den Berichten in den Medien, dann bestimmt dieser Kampf die Zukunft. Oftmals werden sogar richtige Schreckensszenarien á la Terminator an die Wand gemalt, in denen die Roboter die komplette Weltherrschaft übernehmen werden. Doch wenn wir die Fantasien von Hollywoodfilmen mal außer Acht lassen, ist die Frage durchaus relevant. 
 
Denn in Zeiten, die von künstlicher Intelligenz, immer schlauer werdenden Maschinen und rasant schneller Software geprägt sind, stellt sich immer mehr die Frage: Wo bleibt bei all diesen Entwicklungen eigentlich der Mensch? Mit diesem Artikel möchte ich gerne meine Perspektive teilen und natürlich auch eine Antwort geben.
 

Mensch und Maschine: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Als Keynote Speaker habe ich das große Vergnügen, regelmäßig auf spannende Konferenzen und Kongresse eingeladen zu werden. Da ich häufig am Ende eines solchen Events spreche, ergibt sich ab und zu die Gelegenheit, dass ich auch meinen Vorrednern noch lauschen kann. Dies ist für mich Trendscouting pur, und ich fülle zu diesen Gelegenheiten ganze Notizbücher mit meinen Gedanken, Ideen und Plänen. Alleine in den letzten sechs Monaten habe ich faszinierende Vorträge über künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Elektromobilität, den Einsatz von Drohnen, die Abwehr von Drohnen, Cyberkriminalität, Cybersecurity, Sprachsteuerung und die Zukunft der Robotertechnik erleben dürfen. 
 

Die Kehrseite der Digitalisierung

Obwohl die Meinungen dabei sehr unterschiedlich sind, zieht sich ein roter Faden durch die Prognosen sämtlicher Experten: Wir stehen gerade erst am Anfang von technischen Entwicklungen, die unser Leben dramatisch verändern werden. Schon längst gibt es für alles eine App, der Alltag wird über unsere Smartphones gesteuert, und immer mehr Prozesse werden von künstlicher Intelligenz übernommen. Es fasziniert mich, was heute bereits möglich ist, und ich denke mit einer fast schon kindlichen Freude an all die Chancen und Möglichkeiten, die sich in der näheren Zukunft bieten werden.
 
Doch wo Licht ist, da ist immer auch Schatten, und bei vielen Menschen habe ich den begründeten Verdacht, dass ihnen die Technik das Leben nicht mehr erleichtert, sondern dass Sie zu Sklaven ihrer diversen Maschinen geworden sind. Sie sind vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und zweiundfünfzig Wochen im Jahr erreichbar und checken selbst im Familienurlaub alle zehn Minuten ihre Mails. Und haben Sie nicht auch schon eine Szene erlebt, in der zwei Menschen über eine Stunde gemeinsam im Café sitzen und nicht ein Wort miteinander sprechen, sich aber permanent WhatsApps, SMS oder Messages per Smartphone schicken (Okay, SMS eher weniger, denn dieses Medium nutzt heute niemand mehr, oder?)? 
 

Mensch oder Maschine: Wer ist in Zukunft wichtiger?

Für die Zukunft stellt sich daher eine entscheidende Frage: Wer gewinnt den Kampf Mensch gegen Maschine? Oder etwas differenzierter ausgedrückt: Wird der Mensch in seiner Wichtigkeit von Maschinen abgelöst werden? Meine Prognose lautet wie folgt: Auf keinen Fall. Wir werden zwar in einer Welt leben, die von Technik und Maschinen erleichtert, nicht aber dominiert wird. Was meine ich damit? Keinesfalls, dass der digitale Fortschritt nicht genau so rasant voranschreitet wie bisher. Ganz im Gegenteil, ich erwarte sogar noch eine Zunahme der Schlagzahl. Doch der entscheidende Faktor, den viele Zukunftsexperten gerne vergessen, ist der Mensch mit seinen einmaligen Potenzialen und Fähigkeiten. 
 
Bei aller Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt behaupte ich, dass es in der Zukunft vor allem auf die Menschen ankommen wird. Sicherlich, Roboter, künstliche Intelligenz und technische Innovationen werden die Art wie wir leben, lieben und arbeiten in den kommenden Jahren heftig durchschütteln. Aber bei aller Wichtigkeit dieser Entwicklung sind wir alle menschliche Wesen und sehnen uns nach Nähe, Austausch und persönlicher Kommunikation. Lassen Sie mich den Satz daher noch einmal wiederholen:
 
In der von Digitalisierung, Disruption und technischem Fortschritt geprägten Zukunft wird der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor sein.
 

Erfolgsfaktor Mensch in Zeiten der Veränderung

Das hat gleich mehrere Auswirkungen. Die Qualität ihres Inner Circle wird maßgeblich darüber entscheiden, wie es um Ihr generelles Glück und Ihre Zufriedenheit bestellt ist. Und im beruflichen Rahmen sind Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Teammitglieder nicht nur der Garant für exzellente Qualität und herausragende Ergebnisse, sondern vor allem der größte Differenzierungsfaktor im immer härter werdenden Wettbewerb. Es menschelt also endlich wieder. Und das finde ich so richtig gut. Weil das Team heilig ist, und es nur gemeinsam gelingen wird, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. 
 
Lassen Sie uns daher die Perspektive wechseln. Weg von persönlichen Motiven, hin zu gemeinsamen Erfolgen. Weg von harten Anstrengungen als Einzelkämpfer hin zu erfolgreichem Teamwork. Weg vom Ich und hin zum Wir. Haben Sie Lust? Dann lassen Sie uns loslegen. Und zwar gemeinsam, denn wie sagte schon der brasilianische Fußballstar Pele: „Der einzige Weg, um zu gewinnen, ist als Team!“
 
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Wir sind Change, oder: Das Team ist heilig

Lappland. Minus zwölf Grad. Die gleißende Sonne blendet und ich spüre, wie ein unvergesslicher Glückshormoncocktail durch meinen Körper fließt. Vor mir ziehen acht wunderschöne Huskys meinen Schlitten, der scheinbar schwerelos durch die majestätische Tundra gleitet. Noch mehr als die atemberaubende Landschaft fasziniert mich die Zusammenarbeit der Schlittenhunde. Weil es zwar eine ganz eindeutige Hierarchie im Rudel gibt, jeder einzelne Husky jedoch weiß, dass sie nur gemeinsam als Team erfolgreich sein können. Jedes Tier bringt seine individuellen Stärken ein, lernt von seinen Teamkollegen und springt bedingungslos in die Bresche, falls einer der anderen mal eine kurze Schwächephase hat. 
 
Wir Menschen können uns da eine Menge abgucken, insbesondere welche kraftvolle Energie entsteht, wenn individuelle Persönlichkeiten an ihrem Platz Verantwortung übernehmen, aber gleichzeitig zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam wirken. Wenn ich in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann ist es die Kraft eines motivierten, kompetenten und zuverlässigen Teams. So sehr ich an die Wichtigkeit des Individuums glaube, ohne die richtigen Menschen um uns herum, sind wir alle nur halb so erfolgreich. Es spielt keine Rolle, wie gut Sie oder ich sind, einen Satz sollten Sie niemals vergessen, und ihn sich am besten gut sichtbar an ihrem Schreibtisch aufhängen: Niemand gewinnt alleine!
 

Niemand gewinnt alleine!

Niemand, und wirklich niemand ist dauerhaft in der Lage, als Einzelkämpfer Erfolg zu haben. Okay, vielleicht Clint Eastwood, der als einsamer Rächer durch die Italo Western reitet, aber das ist eben nur im Film möglich. Befinden sich hingegen die richtigen Menschen in unserem Team, dann lernen wir voneinander, wachsen gemeinsam und unterstützen uns gegenseitig. Und nur, dass wir uns hier richtig verstehen, man ist noch lange kein Team, nur weil man sich ein Büro teilt, an einem gemeinsamen Projekt arbeitet, oder im gleichen Unternehmen tätig ist (Möglicherweise kennen Sie ja auch die typische Übersetzung von Team: Toll. Ein. Anderer. Macht´s.). Nein, ein Team ist etwas ganz Anderes. Es ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. 
 
In einem echten Team ist jeder für die anderen Teammitglieder bedingungslos da, weil man sich einer gemeinsamen Vision verschrieben hat und gleichzeitig jeder an seinem individuellen Platz Verantwortung übernimmt. Ich gehe sogar so weit, die folgende Behauptung aufzustellen: Nur ein Team gibt gewöhnlichen Menschendie Möglichkeit, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel. 
 
Selbst die vermeintlichen Superstars sind ohne ihr Team vollkommen aufgeschmissen. Sebastian Vettel braucht sein Mechanikerteam wie die Luft zum Atmen. Christiano Ronaldo konnte bei Real Madrid nur deshalb glänzen, weil ihm Sergio Ramos und seine Abwehrkollegen den Rücken freihielten. Und selbst der große Richard Branson ist mit seinen über 260 Unternehmen nur deshalb so erfolgreich, weil er die Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Anstrengungen stellt. Und diese zahlen es ihm mit Einsatz, Leistung und Leidenschaft doppelt und dreifach zurück.
 

Mensch vs Maschine: Die Antwort ist eindeutig

Auf den Punkt gebracht: Die Menschen mit denen Sie sich jeden Tag umgeben sind Ihr größtes Faustpfand und gleichsam Ihr größter Erfolgsfaktor auf dem Weg in eine von Veränderung und Unsicherheit geprägte Zukunft. Das Team ist heilig. Sowohl im Business, als auch im Leben. Es sind ihre Freunde, Kollegen, Geschäftspartner und Familienmitglieder. Denn Sie können als individuelle Persönlichkeit nur dann wachsen, erfolgreich sein und ein selbstbestimmtes Leben führen, wenn Sie sich in einem Umfeld bewegen, das von gegenseitigem Lernen, Wertschätzung und Vertrauen geprägt ist. Für die Unternehmen gilt übrigens exakt das gleiche.
 
Ich kann es gar nicht oft genug betonen. Im Zeitalter der Digitalisierung und der damit einhergehenden globalen Vernetzung ist der Erfolgsfaktor Nummer eins mit weitem Abstand die Qualität ihres Inner Circle, also den Menschen, mit denen Sie regelmäßig und intensiv Kontakt haben. Und genau aus dem Grund hat das gute alte Zitat von Speakerlegende Jim Rohn auch heute immer noch Bestand: „Du wirst so wie der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Deine meiste Zeit verbringst.“

Erfolgsfaktor Inner Circle

Das gilt im Großen, aber auch im Kleinen, denn wir adaptieren sowohl die Strategien, Einstellungen und Denkmuster unserer wichtigsten Bezugspersonen, als auch ihre Lieblingswörter und Gewohnheiten. Das bedeutet konkret, dass es einfach einen riesigen Unterschied macht, mit welchen Menschen Sie sich umgeben. Ob ihre besten Freunde frustrierte Zyniker sind, die den ganzen Tag auf der heimischen Couch RTL 2 Sendungen schauen, und sich in einer Spirale aus Negativität, Gleichgültigkeit und Mittelmaß gegenseitig herunterziehen. Oder ob Sie sich mit erfolgreichen Menschen umgeben, die produktive Werte für die Gesellschaft schaffen und dabei ihre Mitmenschen mit Positivität, Leidenschaft und visionärem Denken anstecken.
 
Egal, wie ihre konkreten Ziele aussehen, umgeben Sie sich mit Menschen, die sich bereits dort befinden, wo Sie hinwollen. Ich orientiere mich dabei gerne an dem alten Wahlspruch „Wenn Du der klügste Mensch im Raum bist, dann such Dir einen neuen Raum“. Und ich gehe sogar noch weiter, denn ich habe festgestellt, dass es immer zwei Kategorien von Mitmenschen gibt. Da sind diejenigen, die Sie bremsen, ihnen ihre Träume ausreden wollen, und denen Sie es niemals recht machen können. 
 

Inner Circle Bedeutung

Von denen Sie Sätze wie die folgenden hören: „Schmink Dir das lieber ab“, „Lass es lieber bleiben“ oder „Das mag ja bei anderen klappen, aber doch nicht bei Dir“. Die Begründung wird dann meist gleich mitgeliefert und sie lautet meist wie folgt: „Du bist zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu arm, zu unerfahren, zu laut, zu bunt, zu anders oder zu was auch immer.“ Ich würde mir daher wünschen, dass Sie den folgenden Satz nie mehr vergessen: Sie sind immer zu irgendwas für irgendwen.
 
Je eher Sie verstehen, dass Sie es sowieso niemals allen recht machen können, und dass es immer Menschen geben wird, die auch am sonnigsten Himmel nach einer dunklen Wolke suchen, desto förderlicher wird es für ihr persönliches Wohlbefinden sein. Ignorieren Sie die Miesepeter, Nörgler und Besserwisser also am besten gleich und konzentrieren sich stattdessen auf die zweite Kategorie. Das sind die Menschen, die Sie in Ihrer persönlichen Einzigartigkeit unterstützen. Die Sie so akzeptieren wie Sie sind. Mit allen Stärken und Schwächen. 
 
Die ihnen zwar auch kritisches Feedback geben, Sie aber grundsätzlich bei all ihren Vorhaben unterstützen und Sie bedingungslos ermutigen. An denen Sie sich reiben und mit denen Sie gemeinsam wachsen können. Oder auf den Punkt gebracht: Menschen, die ihnen einfach gut tun. Ich selber habe dieses Konzept in den letzten Jahren sehr konsequent, ja fast schon radikal angewendet. Weil ich weiß, wie kostbar unsere Lebenszeit ist, möchte ich sie nur mit positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen verbringen. Mein Inner Circle ist daher handverlesen, und ich bin extrem dankbar, dass ich so tolle Freunde, Kollegen und Partner an meiner Seite habe.
 

Teamwork makes the Dream Work

Wie ist es um ihren Inner Circle bestellt? Was, darüber haben Sie sich noch niemals bewusst Gedanken gemacht? Dann wird es aber Zeit, sich ein Team aufzubauen, mit dem Sie gemeinsam die Zukunft bei den Hörnern packen können. Starten Sie am besten mit einer sorgfältigen Bestandsaufnahme. Umgeben Sie sich hauptsächlich mit positiven Menschen, die Sie so akzeptieren wie Sie sind und Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen, Träumen und Visionen unterstützen? 
 
Wenn ihre Antwort ja lautet, dann ist dies mehr als großartig. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht hoch, dass Sie in ihrem direkten Umfeld auch so einige Exemplare der bereits beschriebenen Energievampire finden werden. Menschen, die sich akribisch auf die Suche nach dem einzelnen Haar in der schmackhaften Suppe machen, ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu leben haben und ihnen Kraft, Mut und Energie absaugen, wie es ein ganzer Schwarm hungriger Moskitos nicht besser könnte.
 

Feuern Sie die Nörgler und Energievampire

Wie es für jeden Fußballtrainer eine Selbstverständlichkeit ist, seine Elf vor der Saison so perfekt zusammenzustellen, dass die Saisonziele bestmöglich erreicht werden können, so sollten auch Sie Ihr Team, die Menschen in ihrem Umfeld und ihren inneren Zirkel ganz bewusst auswählen. Ihre Motivation, Leidenschaft und Denkweise wird es ihnen danken. Feuern Sie die Zyniker, Besserwisser und Energievampire möglichst noch heute. Umgeben Sie sich stattdessen mit positiven Menschen, Weltenbewegern und Möglichkeitsdenkern, die Sie so nehmen wie Sie sind und Sie beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen. 
 
Und nur, dass wir nichts schönreden, dieser psychische Hygieneprozess kann durchaus schmerzhaft sein, denn viele der besonders toxischen Zeitgenossen tummeln sich schon lange in unseren Leben. Aber erstens ist dieser Schritt unbedingt notwendig, wenn Sie ein glückliches und zufriedenes Leben führen wollen, und zweitens gibt es so viele tolle Menschen da draußen, die nichts lieber tun würden, als den Platz an ihrer Seite einzunehmen.
 

Das perfekte Team zusammenstellen

Aber wie gelingt es nun am besten, die Menschen in ihr Leben zu ziehen, die perfekt in ihren Inner Circle passen würden. Grundsätzlich geschieht dies auf zwei verschiedene Arten. Zum einen können Sie diese Auswahl sehr bewusst treffen. Wer inspiriert Sie, ist ein Vorbild oder ist bereits dort, wo Sie noch hinmöchten? Suchen Sie nach Wegen, mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen, aber tun Sie das bitte niemals mit einer Anspruchshaltung. Erfolgreiche Menschen geben zwar in der Regel sehr gerne, haben aber meist wenig Zeit und noch weniger Lust, dass ihre Gehirne und Herzen von Unbekannten angezapft werden. Entscheidend ist dabei die Reihenfolge. Erst einmal geben, ohne etwas dafür zu erwarten. So entsteht eine Beziehung, die dann wachsen und sich sogar zu tiefen Freundschaften entwickeln kann. Doch dazu gleich noch mehr.
 
Der zweite Weg, eine Vielzahl von positiven, lebensbejahenden und wertschätzenden Menschen in ihren inneren Zirkel zu ziehen ist das stete persönliche Wachstum. In jeder einzelnen Entwicklungsstufe wird sich ihr Umfeld entsprechend anpassen. Sie werden neue Freunde, Kollegen und Geschäftspartner anziehen, während alte sich verabschieden (Und ganz wenige werden Sie ihr gesamtes Leben begleiten. Seien Sie für diese Menschen besonders dankbar). Das ist der Lauf der Dinge, und ich bin immer wieder fasziniert, wie stark das innere Wachstum und das äußere Umfeld korrelieren. 
 

Mensch gegen Maschine: Der wichtigste Tipp von allen

Doch ob Sie sich nun aktiv auf die Suche nach einem Inner Circle machen, der Sie in ihrer Einzigartigkeit und ihrem ganz individuellen Weg unterstützt, oder ob dies als Resultat ihrer Persönlichkeitsentwicklung geschieht, ich empfehle ihnen, den Blick nicht nur in der Einbahnstraße von innen nach außen zu richten und sich nur mit Menschen zu umgeben, die ihnen vermeintlich nutzen können. Machen Sie einen Unterschied. Behandeln Sie ihr Umfeld wertschätzend und achtsam. Seien Sie für Ihre Freunde, Kollegen und Geschäftspartner da. Und vor allem: Machen Sie die Menschen groß. Fungieren Sie als Mutmacher und seien Sie das Licht in einem häufig doch eher dunklen Alltag. Menschen, die andere klein machen, runterziehen und entmutigen, gibt es leider viel zu viele.
 
Machen Sie andere Menschen groß und Sie werden selber größer.
 
Nicht nur werden Sie durch diese Haltung viele spannende Persönlichkeiten in ihren Inner Circle ziehen, sondern zusätzlich auch noch einen dramatischen Anstieg an Glück, Erfüllung und Zufriedenheit erfahren. Beenden möchte ich den Abschnitt daher mit den Worten des amerikanischen Schriftstellers William Arthur Ward: „Wenn wir uns auf den Weg machen das Beste in anderen zu entdecken, werden wir unweigerlich das Beste in uns selbst hervorbringen.“ Wie wahr, denn niemand gewinnt alleine, und Erfolg ist immer das Ergebnis eines Teams, das voller Leidenschaft einer gemeinsamen Vision folgt.
 

Ich hoffe sehr, dass meine Ausführungen zum Thema „Mensch gegen Maschine“ für Sie wertvoll waren. Wie sehen Ihre Erfahrungen und Gedanken aus? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Loslassen lernen – 7 Ideen für erfolgreiche Veränderungen im Leben

Loslassen lernen ist eine der wichtigsten Grundlagen für erfolgreiche und nachhaltige Veränderung. Jeder weiß es. Und doch ist es so schwer, denn etwas loszulassen gehört zu den Dingen, die sich sehr leicht anhören, aber in der Praxis häufig so ungeheuer schwer sind. 

Die Kunst des Loslassens – So gelingt Veränderung

Apropos, da habe ich eine Frage. Wie geht es Ihnen, werden Sie auch hellhörig, wenn Ihr Lebenspartner in diesem ganz besonderen Tonfall Ihren Kosenamen ruft und dann einen Satz wie diesen säuselt „Du Schatzi, wir sollten dringend einmal unseren Kleiderschrank ausmisten“? Genau das hat nämlich meine Frau vor kurzem zu mir gesagt. Und ich wusste sofort, was das bedeutete. Obwohl sie von „wir“ und „uns“ sprach, spürte ich ganz genau, dass sie damit etwas anderes meinte, nämlich dass ich dringend einmal meinen Kleiderschrank ausmisten sollte. 
 
Und tatsächlich, als ich ins Ankleidezimmer kam, standen da schon mehrere dieser großen blauen Säcke für mich bereit. Und damit ich auch genau wusste, was es damit auf sich hat, klebte ein gelbes Post-it daran: „Nicht vergessen, die Säcke nach dem Ausmisten ins Franziskanerkloster zu bringen!“ Im ersten Moment war ich bedient. Als ich aber einen Blick auf meinen überfüllten Kleiderschrank warf, dachte ich mir: „So ganz unrecht hat sie vielleicht nicht.“ Ich hatte nämlich im Jahr zuvor deutschlandweit Vorträge für eine große Modekette gehalten und in dieser Zeit bestimmt fünfundvierzig nagelneue Hemden mit nach Hause gebracht. 
 
Also traf ich schweren Herzens eine Entscheidung: „Okay, ich sortiere vierzig Hemden aus!“ Ich fing an, die guten Stücke einzeln aus dem Schrank zu holen. Aber schon als ich das erste in den Sack legen wollte, kamen die Erinnerungen hoch: „Hach, in diesem Hemd hast du den letzten Abend im Urlaub verbracht. Das war doch dieses schöne Candlelight-Dinner.“ Also packte ich es zurück in den Schrank. Dann kam das zweite. Ich seufzte: „Hmm, das hatte ich ja bei der Einschulung von Emma an. Viel zu schade.“ Zurück in den Schrank. Bei jedem einzelnen Hemd schwelgte ich in schönen Erinnerungen und brachte es einfach nicht übers Herz, mich davon zu trennen.

Loslassen können ist gar nicht so einfach

So kam es, dass ich statt der geplanten vierzig Hemden am Ende nur sieben Stück aussortierte. Nämlich diejenigen, die ich noch nie getragen hatte. Aber wissen Sie, welcher Gedanke mir kam, als ich das letzte davon in den Sack stecken wollte? „Was ist, wenn ich diese Hemden noch einmal brauche?!“ Kennen Sie solche Gedanken? Sie wissen zwar rational genau, dass Sie etwas loslassen müssten, trauen sich aber nicht richtig? 
 
Das liegt ganz einfach daran, dass in diesen Fällen die Gefühle eine viel größere Rolle spielen als der rationale Verstand. Sie erinnern sich an die schönen Momente, und welche Bedeutung diese Dinge in Ihrem Leben einmal hatten. Doch alles hat seine Zeit. Und während ich vor den Säcken saß, musste ich an den Film Fight Club denken, in dem Edward Norton einen Satz sagt, der mich sehr inspiriert hat: „Wir besitzen die Dinge so lange, bis die Dinge anfangen, uns zu besitzen.“
 
Da ist eine Menge dran, oder? Den Großteil von dem ganzen Zeug, das wir im Laufe der Jahre angehäuft haben, besitzen wir einfach nur, weil es eben da ist. Wir benutzen es weder, noch hat es einen Wert für uns. Wir bewahren es für eine eventuelle Benutzung in der Zukunft auf, zu der es sowieso niemals kommen wird. Trotzdem trauen wir uns nicht, die Dinge loszulassen. Und das gilt noch mehr für Veränderung. 

Erfolg heißt zu wissen, was gestern funktioniert hat

Die meisten Menschen haben gar nicht so große Probleme damit, neue Ideen zu akzeptieren. Vielmehr ist es die Angst davor, die alten loszulassen. Die berühmte Komfortzone lässt grüßen. Aber wie wollen Sie neue Wege gehen, wenn Sie morgen das Gleiche tun, was Sie heute, gestern und vorgestern auch schon getan haben? Mutige Entscheidungen legen sich immer fest. Problem oder Lösung. Zögern oder Machen. Kompliziert oder einfach. Stillstand oder neue Wege gehen. Wagen Sie es so oft wie möglich, die Dinge loszulassen, die Sie daran hindern, die nächste Stufe Ihrer Entwicklung zu nehmen. Denn heute Erfolg zu haben, heißt vor allem eins: zu wissen, was gestern funktioniert hat.
 
Genau das war meine größte Herausforderung in den Anfangstagen meiner Selbständigkeit. Ich dachte, ich könnte einfach so weitermachen wie bisher. Doch nur, weil ich als Manager in einem großen Konzern erfolgreich war, hieß das noch lange nicht, dass ich auch ein erfolgreicher Unternehmer sein konnte. Also habe ich eine Sache auf die harte Tour lernen müssen: Kunden interessiert es niemals, wie toll Sie gestern waren. Die interessiert ausschließlich: Wie gut sind Sie heute? Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. 
 
Dieses Muster finden Sie überall. Kennen Sie nicht auch diese Menschen, die jegliche Veränderungsideen mit folgenden Worten direkt abbügeln? „Ick mach den Job hier seit 20 Jahrn. Ick wees janz jenau, wie der Hase läuft.“ Doch dieses Denken ist ausschließlich rückwärts gerichtet. Peter Drucker gilt als der größte Management-Denker des letzten Jahrhunderts. In seinem Standardwerk namens Management hat er einen sehr interessanten Satz niedergeschrieben: „Erfolg macht die Verhaltensweisen überflüssig, durch die er entstanden ist.“ Noch besser hat das vor kurzem Karl Lagerfeld in einem Interview zusammengefasst: „In der Minute, in der Sie glauben, Sie seien toll, Sie hätten es geschafft, ist es aus. Es gibt keinen Kredit auf die Vergangenheit.“ Oder in meinen etwas einfacheren Worten: Der Erfolg von gestern verhindert den Erfolg von morgen. Weil uns nichts so sehr bequem werden lässt wie vergangene Erfolge.
 
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Loslassen Psychologie: Darum ist es so schwer

Wenn Sie den Mut haben und die Dinge loslassen, die Sie daran hindern, zu wachsen und besser zu werden, dann wird Erstaunliches passieren. Denn auf diese Weise können Sie eines der universellen Gesetze der Veränderung nutzen. Haben Sie nämlich Ihre generelle Lebensphilosophie auf Überflussdenken aufgebaut, dann besitzen Sie das notwendige Vertrauen, dass jedes entstehende Vakuum durch etwas Besseres, durch etwas Schöneres ersetzt wird. 
 
Was sich so einfach anhört, fällt allerdings auch mir nicht immer leicht. Sie glauben ja gar nicht, wie viel Zweifel ich manchmal habe, wenn ich einen bestimmten Auftrag ablehne, einen wichtigen Geschäftszweig loslasse oder eine vielversprechende Idee aufgebe. Sofort kommen mir dann Gedanken wie „Ich werde bestimmt verhungern“, oder „So einen guten Kunden finde ich nie wieder“. Doch ich habe im Laufe der Zeit auch etwas anderes losgelassen, nämlich den Gedanken, dass ich frei von Zweifeln wäre. Jeder zweifelt. Sie genauso wie ich. Es ist nicht nur menschlich, sondern hört auch nie auf. 
 
Wenn Sie denken, dass erfolgreiche Menschen niemals zweifeln würden, dann täuschen Sie sich gewaltig. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Erfolgreichen genau wissen, wann sie ihr Glas wieder abstellen müssen. Und trotz aller Zweifel läuft es jedes Mal wieder nach dem gleichen Muster ab. Immer wenn ich eine schwere Entscheidung treffe und im Vertrauen auf den Überfluss loslasse, wird das entstandene Vakuum mit etwas Besserem gefüllt. Ich bekomme zuverlässigere Kunden, erhalte lukrativere Aufträge und mache noch mehr und vor allem nachhaltigeren Umsatz.

Loslassen lernen: Vertrauen Sie dem Universum

Nicht immer kommt das Gute sofort und auch nicht immer aus der Richtung, aus der Sie es erwarten würden. Das Leben geht in diesen Dingen manchmal verworrene und verschlungene Wege. Doch mit einem gewissen Vertrauen in die Kraft eines Vakuums wird eine entstandene Lücke immer durch etwas Besseres ersetzt werden. „Aber, Ilja, was genau soll ich denn jetzt loslassen?“ Das ist eine gute Frage. Und ich kann Sie Ihnen nicht beantworten. Oft ist es nur eine einzige Sache, die Sie loslassen müssen, um damit eine kleine Lawine von positiven Entwicklungen loszutreten. 
 
Das Fiese an der Sache ist allerdings, dass Sie im Vorfeld solcher Entscheidungen eigentlich immer ein ungutes Gefühl haben. Kein Wunder, denn die meisten Dinge, die Sie am dringendsten loslassen sollten, haben einen wichtigen Platz in Ihrem Leben eingenommen. Ihr gesamtes Inneres sträubt sich insolchen Momenten und ruft: „Auf keinen Fall, das ist wichtig. Das brauchen wir noch.“ 
 
Aber die Veränderungen, vor denen Sie am meisten Angst haben, bringen nun mal die größten Durchbrüche. Und so wie mir damals in meinem Ankleidezimmer mein Bauchgefühl sagte, dass die Zeit der Hemden gekommen sei, so spüren Sie ebenfalls, dass ein Teil von Ihnen zwar laut protestiert, Sie aber trotzdem handeln sollten. In solchen Fällen hilft das Training Ihrer Intuition, auf die Sie sich in solchen Fällen fast immer verlassen können.

Loslassen, was nicht glücklich macht

Kommen wir also zur entscheidenden Frage dieses Artikels: Was ist die eine Sache in Ihrem Leben, die Sie loslassen sollten? Wahrscheinlich spüren Sie schon lange, um was es sich dabei handelt, haben bisher aber viele gute Argumente gefunden, warum ein Loslassen hier scheinbar nicht in Frage kommt. Trotzdem kommt diese leise innere Stimme immer wieder und taucht in schöner Regelmäßigkeit an der Oberfläche auf.
 
Habe ich recht? Wenn Sie immer noch zweifeln (und das werden Sie, weil es vollkommen normal ist), dann gehen Sie tief in sich und stellen sich dann folgende Frage: „Was ist die eine Sache in meinem Leben, die ich loslassen sollte?“ Achten Sie nun auf die Antwort, die Ihnen als Allererstes in den Sinn kommt. Egal, wie unrealistisch oder unvernünftig die Idee auch klingen mag, mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich in diesem Moment genau um die Sache, von der Sie sich trennen sollten.
 
Benötigen Sie noch ein paar Ideen, was Sie alles loslassen können? Ich habe vor langer Zeit einmal eine Liste für mich erstellt, in der ich die Dinge zusammengefasst habe, die sich optimal dafür eignen, regelmäßig kritisch überprüft und hinterfragt zu werden. Denn wenn Sie loslassen lernen wollen, dann ist das große Ziel nichts anderes, als kritisch zu denken, geistig flexibel zu bleiben und alles dafür zu tun, der Bequemlichkeit des seelischen Niemandslands zu entfliehen. Obwohl ich in diesen Dingen mittlerweile geübt sein sollte, ertappe ich mich trotzdem häufig dabei, wie ich vor lauter Vorträgen, Terminen und Alltagsaufgaben den leichten Weg gehe und mir lieber meine eigene Komfortzone ausbaue. 

7 Dinge im Leben, die Sie loslassen können

Deshalb habe ich mir feste Termine im Kalender notiert, an denen ich die vermeintlichen Tatsachen des Lebens kritisch hinterfrage, meine Strategien überprüfe und meine Ziele justiere. Dies mache ich einmal im Monat und zum Jahreswechsel sogar ein ganzes Wochenende lang. Leicht wird das Loslassen übrigens nie, aber je häufiger Sie die faszinierenden Auswirkungen erleben, desto mehr Vertrauen werden Sie in Ihre Entscheidungen bekommen. Wollen wir beginnen? Hier sind meine persönlichen Loslass-Vorschläge.

Perfektion loslassen lernen

Für erfolgreiches Change Management ist es viel wichtiger, ins Handeln zu kommen, als auf Perfektion zu warten. Fehler passieren sowieso, Pläne gehen schief und viele große Steine warten auf dem Weg darauf, von Ihnen aus dem Weg geräumt zu werden. Außerdem habe ich eine Sache in meinem Job als Keynote Speaker gelernt: Perfektion wirkt immer ein wenig suspekt. Kleine Fehler zuzugeben und zu Schwächen offen zu stehen, kann hingegen viele Türen öffnen. Menschen mögen nämlich am liebsten Menschen, und keine Roboter. Lassen Sie die Idee los, perfekt sein zu wollen.

Glaubenssätze und Überzeugungen loslassen lernen

Hier fällt das Loslassen am schwersten, denn nichts auf der Welt verteidigen wir so gerne wie unsere eigenen Meinungen, Glaubenssätze und Überzeugungen. Aus diesem Grund verändern sich Menschen eben auch nur, wenn sie es wollen, und nicht, wenn sie es müssen. Hinterfragen Sie Ihre Überzeugungen also regelmäßig kritisch und ergebnisoffen. Ein guter Start ist immer folgender: „Ist diese Überzeugung wirklich meine eigene oder habe ich sie von meinem Umfeld, anderen Menschen oder den Medien übernommen? 
 
Und wenn es meine eigene ist, bringt sie mich meinen Zielen näher oder bremst sie mich?“ Lassen Sie limitierende Glaubenssätze und von anderen übernommene Überzeugungen los.

Erwartungen loslassen lernen

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Das Leben ist kein Ponyhof und schon gar nicht fair. Die Menschen sind es auch nicht. Und Sie können es nicht allen recht machen. Lassen Sie Ihre Erwartungen los, dass alles gerecht zugeht oder dass man Ihnen die Chancen und Möglichkeiten auf dem Silbertablett serviert. Lösen Sie sich von den Erwartungen anderer Menschen und machen Sie Ihr eigenes Ding. Und dafür sollten Sie Ihre eigenen Standards deutlich erhöhen.

Negative Menschen loslassen lernen

Ihr Inner Circle bestimmt über Erfolg oder Mißerfolg. Das gilt für sämtliche Lebensbereiche. Für Ihre Karriere, Ihre Gesundheit und Ihre Finanzen. Es macht einfach einen Unterschied, ob Sie Ihre Zeit mit positiven und innovativen Menschen verbringen oder ob Sie am Stammtisch mit bierseligen Energievampiren sitzen, deren Leben von Neid, Missgunst und Frust bestimmt wird. 
 
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es für uns ist, Menschen loszulassen, die einmal eine wichtige Rolle in unserem Leben gespielt haben. Doch auch hier gilt: Alles hat seine Zeit. Und wenn Sie sich als Person weiterentwickeln, aber die Menschen aus Ihrem Umfeld stehenbleiben, sollten Sie in Ihrem Tempo weitergehen. Je erfolgreicher Sie werden, desto häufiger werden Sie nämlich eine schmerzliche Erfahrung machen: Viele Freunde und Bekannte wollen überhaupt nicht, dass Sie erfolgreich werden. 
 
Und wenn Sie es Ihnen doch gönnen, dann aber bitteschön auf keinen Fall erfolgreicher, als sie selbst es sind.  Dies ist nicht mal böse gemeint, sondern nur das äußerlich sichtbare Verhalten, das aus dem Mangeldenken resultiert. Wie können Sie solche Erfahrungen vermeiden? Umgeben Sie sich ausschließlich mit Möglichkeitsdenkern, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen und bestärken. Und dazu gehört auch einmal ein kritisches Feedback. Aber lassen Sie bitte alle negativen Menschen in Ihrem Umfeld los und vertrauen Sie darauf, dass spannende Persönlichkeiten die Lücken füllen werden.

Kunden und Aufträge loslassen lernen

Haben Sie auch diesen bestimmten Kunden, der kaum Umsatz bringt, aber dafür permanent eine Sonderbehandlung wünscht? Bei dem nichts sofort funktioniert, der immer noch eine Nachfrage hat, und bei dem Sie jedes Mal einen hohen Zusatzaufwand betreiben müssen? Trauen Sie sich nein zu sagen, und lassen Sie los. Konzentrieren Sie Ihre Kraft und Energie lieber auf die Kunden, die niemals nörgeln, meckern oder reklamieren, dafür aber Ihre Leistungen zu schätzen wissen, Umsatz bringen und Sie gerne als Partner an der Seite haben. 
 
Und eines können Sie mir glauben, für den einen schwierigen Kunden stehen schon fünf andere vor der Tür, die nur darauf warten, mit Ihnen Geschäfte zu machen. Und zwar solche, die von einem Austausch von Werten geprägt sind.

Dinge und Zeug loslassen lernen

Keine Sorge, dies wird nicht der hundertste Aufruf zu einem besitzlosen Leben und auch keine Moralpredigt, dass es verwerflich sei, wenn Sie gerne konsumieren. Viel lieber möchte ich Ihr Bewusstsein dafür schärfen, wie viel von dem Zeug, das Sie angehäuft haben, für Sie entweder keinen Wert mehr hat oder nicht genutzt wird. Es gibt einen interessanten Artikel im Journal of Consumer Psychology aus dem Jahre 2011, der den treffenden Titel trägt: „If Money doesn’t buy you happiness, then you probably aren’t spending it right.“ 
 
Wenn Sie Freude an schönen Dingen, an teuren Uhren, an schnellen Autos oder an luxuriösen Klamotten haben, dann kaufen Sie sie sich und erfreuen sich daran. Wenn Sie von Haus aus glücklich und zufrieden sind, dann machen diese Konsumgüter Ihr Leben nämlich noch schöner. Nur wenn Sie den Konsum dazu brauchen, um glücklich zu sein, dann sollten Sie Ihre grundlegende Philosophie dringend überdenken. Doch wie viele Dinge befinden sich in Ihren Schränken, Ihren Kellern oder Garagen, die seit Jahren einfach da sind, und die Sie schon lange nicht mehr nutzen? 
 
Sortieren Sie hier gnadenlos aus. Was Sie im letzten Jahr nicht benutzt haben, werden Sie auch im nächsten nicht nutzen. Zeug, das nur noch da ist, weil es mal teuer war oder mit einer Erinnerung verknüpft ist, nimmt nur Platz und Energie weg für die Dinge, die wirklich wichtig für Sie sind. Es sagt ja niemand, dass Sie alles in den Müll werfen sollen. Verkaufen Sie Dinge auf Ebay, verschenken Sie Sachen an Freunde oder spenden Sie an wohltätige Einrichtungen. Wichtig ist aber vor allem, dass Sie loslassen und damit Platz und Freiraum für Neues schaffen. Probieren Sie es aus, ich garantiere Ihnen, dass Sie von der Wirkung begeistert sein werden.

Ziele und Träume loslassen lernen

Schleppen Sie auch schon seit Jahren diesen einen Traum mit sich herum? Verfolgen Sie auch ein bestimmtes Ziel, für dessen Umsetzung bisher einfach die Zeit fehlte? Dann sollten Sie einmal darüber nachdenken, ob Sie es nicht loslassen sollten. Manche Ziele und Träume sind wie die alten Hemden, die Ihren Kleiderschrank verstopfen. Sie kosten Kraft, Energie und Zeit. Vor allem aber blockieren Sie den Platz, den Sie für Ihre wichtigen Träume und Ihre aktuellen Ziele brauchen. Denken Sie im Zweifel immer wieder daran: Alles im Leben hat seine Zeit. Und es hat seinen Grund, warum Sie diese Dinge bisher nicht umgesetzt haben. Wagen Sie es, loszulassen, und verfolgen Sie lieber die Vorhaben, die Ihnen heute wichtig sind.

Loslassen bedeutet nicht loswerden

Gut, haben Sie einige Anregungen bekommen können? Ich bin mir bewusst, dass wir die Kunst des Loslassens sehr kurz betrachtet haben. Nicht umsonst gibt es ganze Bücher, die sich nur mit diesem einen Thema befassen. Aber wie so häufig wirken meistens die Dinge am besten, die auf den Punkt formuliert sind, und ich hoffe, Sie haben ein Gespür dafür bekommen, welche Kraft das Loslassen lernen haben kann. Unterm Strich läuft es tatsächlich nur auf eine einzige Handlung hinaus: Lassen Sie los, was Sie festhält. Mehr ist es nicht. 
 
Damit Ihnen das in Zukunft nicht mehr so schwer fällt, kommt nun der entscheidende Hinweis ganz zum Schluss. Ich habe nämlich herausgefunden, warum so viele Menschen zwar Weltmeister im Festhalten sind, ihnen das Loslassen aber so ungeheuer schwerfällt. Wie bei allen anderen Veränderungen auch liegt es auch in diesem Fall an der Bewertung. Hier kommt also ein Impuls, der Ihren Umgang mit der Kunst des Loslassens entscheidend verändern kann. Diesen Satz sollten Sie sich entweder aufschreiben oder so gut verinnerlichen, dass Sie ihn nie wieder vergessen:
 
Loslassen bedeutet nicht loswerden.
 
Diese Erkenntnis hat meinem Leben eine völlig neue Qualität gegeben. Sie kann es auch in Ihrem tun. Wenn Sie etwas loslassen, bedeutet das niemals, dass Sie etwas wegwerfen. Ganz im Gegenteil. Loslassen bedeutet einzig und allein, dass Sie etwas nicht mehr festhalten. 

Loslassen können – Die Perspektive, die alles verändert

Wenn ein Falke in einem Käfig festgehalten wird, drehen sich seine ganzen Gedanken nur darum, wie er fliehen kann. Lässt der Falkner aber los und schenkt dem Tier seine Freiheit, kehrt der Vogel immer wieder zurück zu dem Ort, wo er sich besonders wohlfühlt. Und daraus folgt eine wichtige Erkenntnis: Wenn Sie etwas mit aller Macht festhalten müssen, dann ist diese Handlung vor allem von der Angst vor Verlust getrieben. Das, woran sie sich so krampfhaft klammern, hat Sie eigentlich schon vor langer Zeit verlassen. 
 
Wenn Sie es stattdessen wagen, alte Ideen, Überzeugungen oder auch Menschen loszulassen, werden Sie eine erstaunliche Feststellung machen. Manche dieser Dinge werden für immer verschwinden. Und das ist gut so, denn alles hat seine Zeit. Genauso wird es aber auch manches geben, was von sich aus wieder zu Ihnen zurückkehrt. Diese eine Idee, die einfach nicht lockerlässt. Diese Überzeugung, die Ihnen immer wieder begegnet. Und dieser ganz besondere Mensch, der gemeinsam mit Ihnen einen Neuanfang wagen möchte. 
 
Das ist das Großartige am Loslassen lernen. Sobald Sie nicht mehr krampfhaft festhalten, sondern den Dingen die Freiheit lassen, von sich aus zu Ihnen zurückzukehren, spüren Sie, was wirklich zählt und für Ihr Leben wichtig ist. Wagen Sie es, loszulassen, und schaffen Sie Raum für Ideen, Gedanken und Menschen, die Sie beim Erreichen Ihrer Großartigkeit und beim Leben Ihrer Träume unterstützen.
 
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Entscheidungen treffen lernen – 7 geniale Tipps für mehr Klarheit im Leben

Entscheidungen treffen lernen. Es klingt so einfach. Und ist doch so schwer. Management Guru Peter Drucker hat einmal gesagt: „Wenn Sie irgendwo ein erfolgreiches Unternehmen sehen, dann liegt es daran, dass irgendwann irgendjemand eine mutige Entscheidung getroffen hat.“ Wie richtig er doch mit dieser Aussage lag. Und zwischen den Zeilen hören wir noch etwas anderes heraus. Jeder erfolgreiche Unternehmer ist immer auch ein guter Entscheider.

Oder andersherum, wenn Sie nicht die gewünschten Ergebnisse in Ihrem Leben erzielen, dann liegt die Vermutung nahe, dass Sie an Ihrer Entscheidungskompetenz arbeiten sollten. Sie fragen sich warum? Ganz einfach, weil die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, die wichtigste Eigenschaft eines erfolgreichen Unternehmers, Managers und grundsätzlich jedes einzelnen Menschen ist.

Die richtigen Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen ist also in der Realität wesentlich schwieriger, als in der Theorie. Denn wie viele Menschen kennen Sie, die Weltmeister im Ankündigen, Planen und Vornehmen von Veränderungen sind, aber dann regelmäßig an der Umsetzung scheitern? Wie häufig hatten Sie selbst schon eine grandiose Idee, wollten auch die entsprechenden Entscheidungen treffen, aber konnten diese nicht in die Tat umsetzen? Es mag Sie jetzt überraschen, aber die meisten Menschen haben kein Umsetzungs- sondern ein Entscheidungsproblem. Es ist das Resultat von Wischi-Waschi-Werten und dem damit einhergehenden Mangel an klaren Prioritäten. 

Die Folgen sind fatal: Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass andere Menschen einem die Entscheidungen schon abnehmen werden. Der Chef, die Kollegen, der Lebenspartner, die Nachbarn, der Kellner, die Verkäuferin oder die allseits beliebte und niemals wirklich definierbare Entität namens “Die da Oben”. 

Entscheidungen treffen Psychologie: Der Spiegel der eigenen Prioritäten

So gut wie jedem traut man zu, für einen selber Entscheidungen treffen zu können. Nur man selbst drückt sich davor wie der Teufel vor dem Weihwasser. Diese unentschlossenen Menschen können Sie auch sehr gut an ihrer Sprache erkennen, denn sie verwenden auffallend häufig ihre Lieblingswörter „eigentlich“, “eventuell”, möglicherweise” und „vielleicht“. Denn wenn man lediglich vielleicht darüber nachdenkt, ob man sich möglicherweise zu einem bestimmten Zeitpunkt eventuell entscheiden könnte, ob man sich eigentlich verändern will, dann muss man sich doch gar nicht festlegen! Und das gefällt den meisten Menschen.
 
Aber warum ist das überhaupt so? Warum will sich niemand mehr festlegen? Warum fällt es vielen Menschen so schwer, sich zu entscheiden? Zum einen spielen da natürlich die eigenen Werte eine zentrale Rolle. Wenn ich nicht weiß, wie meine Prioritäten im Leben aussehen, dann kann ich mich auch nicht danach verhalten. Wenn ich innerlich unsicher bin, dann ist es nicht möglich, im Außen klare Entscheidungen zu treffen. Doch in den allermeisten Fällen ist es gar nicht so, dass sich jemand nicht festlegen kann. Vielmehr liegt es am Wollen. 

Entscheidungen zu treffen bedeutet, sich festzulegen

Denn es gibt ein zentrales Merkmal einer jeden Entscheidung: Immer wenn Sie sich für etwas entscheiden, dann entscheiden Sie sich gleichzeitig auch gegen etwas. Mit allen Konsequenzen, Entbehrungen und Konflikten. Aber eben auch mit den entsprechenden Resultaten. Bei jeder einzelnen Entscheidung wägen Sie innerlich ab, wo Ihre Prioritäten liegen. Es immer eine Frage, was Ihnen wichtiger ist. Es ist immer ein „Entweder oder“. Ein paar Beispiele gefällig?
 
  • Sie können entweder die Freiheit des eigenen Unternehmens haben oder die (vermeintliche) Sicherheit einer Festanstellung.
  • Sie können entweder den wichtigen Kundenanruf tätigen oder zum zehnten Mal am Tag auf LinkedIn die Statusmeldungen checken.
  • Sie können entweder früh morgens für Ihren Traumkörper trainieren oder eine Stunde länger im warmen, gemütlichen Bett verbringen.
  • Sie können entweder Ihre nächsten Karriereschritte planen oder den Abend mit den Kumpels in der Kneipe verbringen.
  • Sie können entweder Überstunden für das wichtige Projekt einlegen oder die wohltuende Wirkung von zehn Stunden Schlaf genießen.
  • Sie können alles dafür tun, um den lange ersehnten Posten als Abteilungsleiterin zu ergattern, oder auf Ihren pünktlichen Feierabend beharren.
  • Sie können einen romantischen Urlaub mit Ihrem Lebenspartner genießen oder mit Ihren Freunden an den Ballermann reisen.
  • Sie können Zeit mit Ihren Kindern verbringen oder bis abends um zehn im Büro sitzen.
  • Sie können daran arbeiten, Ihre Träume in die Tat umzusetzen, oder das Nachtleben Ihrer Stadt unsicher machen.
  • Sie können entweder Entscheidungen treffen lernen oder Sie werden einen dauerhaften Zustand der Unzufriedenheit verspüren.

Entscheidungen fällen ist gar nicht so einfach – Aber man kann es lernen

Beim Entscheidungen treffen lautet die entscheidende Frage immer: „Was ist Ihnen wichtiger?“ Wenn Sie das für sich beantworten können, dann fällt es Ihnen auch nicht schwer, sich festzulegen. Je mehr Sie auf kraftvolle Werte zurückgreifen können und je mehr Sie eine nachhaltige Motivation aufgebaut haben, desto eher werden Sie bereit sein, alles dafür zu tun, Ihre Ziele zu erreichen. Und weil das eben immer auch Arbeit, Disziplin und Commitment bedeutet, sind die wenigsten bereit, diese Konsequenzen zu tragen.
 
Aber woran liegt das? Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft, die von Beliebigkeit gekennzeichnet ist. Mit großer Sorge beobachte ich den Trend der großen Masse, auf möglichst vielen Hochzeiten tanzen und keine Entscheidungen treffen zu wollen. Und so macht man eben von allem ein bisschen, aber eben auch nichts richtig. Man wurschtelt sich durchs eigene Leben, hat keine großen Tiefpunkte, aber auch keine Highlights. Die klassische Definition von Mittelmaß. Und wenn man sich dann doch mal aufrafft, eine Entscheidung zu treffen, dann ist es meist gar keine, weil die meisten Menschen mit diesem Begriff extrem locker umgehen. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich so manche Entscheidung allerdings eher als ein frommer Wunsch, den man sehnsüchtig gen Himmel richtet.
 
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Echte Entscheidungen sind keine frommen Wünsche

Lassen Sie sich davon bitte nicht täuschen, denn eine echte Entscheidung ist etwas vollkommen anderes. Es bedeutet, sich zu commiten, sich mit Haut und Haaren den Konsequenzen dieser Handlung zu verschreiben und sich auch von Rückschlägen nicht vom Weg abbringen zu lassen. Eine echte Entscheidung zu treffen, bedeutet, sich festzulegen. Sich für etwas zu entscheiden. Und gleichzeitig auch gegen die Alternative zu entscheiden. Es bedeutet, eine bewusste Wahl zu treffen. Und diese klare und konsequente Wahl scheuen viele und lassen sich stattdessen lieber von äußeren Umständen leiten. Oder noch schlimmer, von den Entscheidungen anderer Menschen.
 
Und damit meine ich beileibe nicht nur die wirklich richtungsweisenden Entscheidungen im Leben. Nein, meist geht es schon bei den kleinen Dingen des Alltags los. Beim Einkaufen, beim Essen, in der U-Bahn oder am Familientisch. Aber wer sich schon bei den alltäglichsten Dingen von der allgemeinen Beliebigkeit leiten lässt, der wird erst recht an den großen Entscheidungen im Leben scheitern. Denn unter dem Strich beginnt jede einzelne Veränderung immer mit einer klaren und unumstößlichen Wahl. Der Entscheidung, die Veränderung vorzunehmen, sich auf den Weg zu machen und den Ritt auf der Achterbahnfahrt namens Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu genießen.

Entscheidungen im Leben – Wie im Kleinen, so im Großen

Daher Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser, wie ist es bei Ihnen, wie gut oder wie schlecht ist es um Ihre Entscheidungskompetenz bestellt? Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann können Sie das einfach überprüfen. Denken Sie für einen Moment an Ihre letzten Restaurantbesuche. Wie sieht Ihr typisches Verhalten aus? Fällt es Ihnen leicht, sich für ein Gericht Ihrer Wahl zu entscheiden, oder drucksen Sie eher lange um den heißen Brei herum, studieren die Speisekarte von vorne bis hinten, nur um dann doch dass gleiche zu bestellen wie Ihr Tischpartner oder das Essen, welches Ihnen vom Kellner empfohlen wird?
 
Wie häufig haben Sie schon Auswahlfragen wie „Möchtest Du Kaffee oder Tee?“, „Wollen wir ins Kino oder ins Theater?“ oder „Gehen wir zum Italiener oder zum Thailänder essen?“ mit einem lapidaren: „Ist mir egal“, „Kannst du dir aussuchen“ oder „Ich mag beides“ beantwortet?

Entscheidungen treffen lernen: Mit diesen 7 genialen Tipps

Sollten Sie sich dann und wann bei einem solch ausweichenden Verhalten ertappen, dann ist Vorsicht geboten. Denn wenn Sie schon bei kleinen Entscheidungen Schwierigkeiten haben, dann wird es auch bei den wichtigen Dingen nicht anders sein. Und jede erfolgreiche Veränderung beginnt nun einmal mit einer unumstößlichen Entscheidung. Sie kommen nicht darum herum.
 
Doch es gibt auch gute Nachrichten, denn es ist gar nicht so schwer, die eigene Entscheidungskompetenz zu trainieren. Die Basis sind kraftvolle Werte, über die ich in diesem Artikel sehr ausführlich geschrieben habe. Diese sind immer die Grundlage, an der sich alles andere ausrichtet. Zusätzliche möchte ich Ihnen gerne noch einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, der Ihnen bei zukünftigen Entscheidungen eine gute Orientierung sein kann.
 

Tipp #1: Entscheiden Sie sich, auf jeden Fall eine Entscheidung zu treffen

Klingt banal, ist aber der wichtigste Schritt von allen. Ab sofort wird nicht mehr rumgeeiert, sondern entschieden. Immer. Bei den kleinen Entscheidungen des Alltags und auch bei den wichtigen Herausforderungen. Je schneller Sie Ihre neue Entscheidungsfreude zu einer Gewohnheit machen, desto besser.
 

Tipp #2: Analysieren Sie die Ausgangslage und wägen Sie Ihre Optionen ab

Machen Sie eine offene und ehrliche Ist-Analyse. Beschönigen Sie nichts, aber machen Sie es auch nicht schlechter, als es ist. Je besser Sie Ihre Ausgangslage kennen, desto leichter wird es Ihnen fallen, die möglichen Optionen zu finden. Und übrigens, ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie in jeder Situation immer mindestens drei Wahlmöglichkeiten haben? Machen Sie gerne die Probe aufs Exempel.

Tipp #3: Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Sie niemals genau wissen werden, welche Entscheidung richtig oder falsch ist

Diese Erkenntnis kann Ihnen so manche Grübelei ersparen. Akzeptieren Sie daher, dass Sie vorher nie wissen werden, welche Entscheidung die richtige sein wird. Diese Erkenntnis haben wir leider immer erst hinterher. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so, denn schließlich wachsen wir an unseren Erfahrungen.
 

Tipp #4: Kombinieren Sie Ihr Wissen mit Ihrer Intuition und entscheiden Sie sich

Jetzt kommt das unschlagbare Duo „Herz & Verstand“ ins Spiel. Nutzen Sie sowohl Ihre Ratio als auch Ihr Bauchgefühl. Ich selbst habe in den letzten Jahren so gut wie alle wichtigen Entscheidungen aus dem Bauch getroffen, aber dabei auch den Verstand eingeschaltet. Und ich bin mit dieser Strategie so gut gefahren, weil die Intuition immer dann besonders gut wirken kann, wenn Sie auf einer fundierten sachlichen Analyse beruht.
 

Tipp #5: Übernehmen Sie die volle Verantwortung für die Konsequenzen der Entscheidung

Ein besonders wichtiger Schritt, speziell wenn noch weitere Menschen von der Entscheidung betroffen sind. Nichts baut so sehr Vertrauen auf wie Verlässlichkeit und Klarheit. Deshalb: Egal, welche Ergebnisse aus Ihrer Entscheidung resultieren, übernehmen Sie Verantwortung. Für die guten Dinge, aber auch für diejenigen, die nicht so gut gelaufen sind.

 

Schritt #6: Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung, auch wenn Sie auf Gegenwind stoßen

Wenn Sie Verantwortung übernehmen, werden Ihnen eine Menge Respekt und teilweise Bewunderung entgegengebracht. Umgekehrt ist nichts so verachtungswürdig wie das permanente Wechseln der eigenen Meinung. Und doch gehen viele Menschen lieber den leichten Weg und hängen ihre Fahne in den Wind und verbiegen und winden sich, wo sie nur können. So entwickeln sie mit der Zeit ein Rückgrat aus Gummi. Machen Sie sich eines klar: Sie werden es sowieso niemals allen recht machen können, und sehr häufig sind die richtigen Entscheidungen leider auch die unpopulären.
 

Tipp #7: Haben Sie den Mut, eine Entscheidung auch einmal zu revidieren

Trotzdem ist es wichtig, immer flexibel mit den Ergebnissen umzugehen. Und es kommt eben auch vor, dass man sich falsch entschieden hat. Dann ist es wichtig, rechtzeitig zu reagieren und sich neu zu entscheiden. Damit zeigen Sie nicht nur, dass Sie offen und ehrlich zu sich selbst sind, sondern beweisen nach außen hin Größe.
 

Entscheidungen treffen lernen – Ein Fazit

 
Ich würde mir wünschen, dass Sie diesen sieben Tipps für gute Entscheidungen eine Chance geben und sie als Gewohnheit in Ihren Alltag einbauen. Trainieren Sie das Entscheiden so oft wie möglich. Vermeiden Sie das so beliebte „Wischi-Waschi-Verhalten“ und legen Sie sich fest. Im Kleinen wie im Großen. Denn jede einzelne Veränderung beginnt immer mit einer unumstößlichen Entscheidung. Und zwar einer richtigen. Mit allen Konsequenzen. Einer Entscheidung, die Commitment, Motivation und Disziplin nach sich zieht. Einer Entscheidung, für die Sie bereit sind, alles notwendige zu tun, um sie in die Tat umzusetzen.
 
Und nun freue ich mich auf Ihren Kommentar und auf Ihr Feedback zum Thema „Entscheidungen treffen lernen“.
Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Die 50 besten Zitate für Veränderung im Leben

Du suchst nach Veränderung Zitaten und Sprüchen über Wandel und Change? Dann bist Du hier genau richtig. Ich habe meine Sammlung durchforstet und als Ergebnis meine 50 Lieblingszitate zusammengestellt. Egal, ob Du gerade dabei bist, Dein Leben zu verändern und etwas Mut und Hoffnung brauchst, oder ob Du einfach auf der Suche nach inspirierenden Worten bist, in diesem Artikel wirst Du fündig.

Und wenn Du auch auf Lieblingszitat zu Veränderung, Change und Wandel hast, dann schreib doch am besten einen Kommentar und teile es mit uns. Und nun ganz viel Freude mit den Sprüchen und Veränderung Zitaten für den Umgang mit Wandel in Deinem Leben. 

Veränderung Zitate 1 – 10

1) „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ – Antoine de Saint-Exupéry

2) Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war – und das veränderte mein Leben“ – Walt Whitman

3) „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ – Mahatma Ghandi

4) „Man kann einem Menschen alles nehmen. Alles, außer der letzten menschlichen Freiheit: Der Freiheit, die eigene Einstellung und den eigenen Weg zu wählen, egal wie hart die äußeren Umstände auch sein mögen“ – Viktor Frankl

5) „Veränderung geschieht nicht, indem wir auf andere Menschen oder eine andere Zeit warten. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, nach der wir uns sehnen“ – Barack Obama

6) „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ – Heraklit

7) „Wer nichts verändern will, der wird auch das verlieren, was er bewahren möchte“ – Gustav Heinemann

8) „Man sagt immer, dass die Zeit die Dinge verändert. Aber tatsächlich musst Du sie selber verändern“ – Andy Warhol

9) „Es wird eine Zeit kommen, wenn Du denkst, dass alles zu Ende ist. Das wird der Anfang sein.“ Louis L´Amour

10) „Alle wollen die Welt verändern, aber niemand sich selbst“ – Leo Tolstoi

Veränderung Zitate 11 – 20

11) „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ – Chinesisches Sprichwort

12) „In den letzten 33 Jahren habe ich jeden morgen in den Spiegel geblickt und mich gefragt: Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich dann tun wollen, was ich heute tun werde? Und immer, wenn die Antwort für zu viele Tage „Nein“ lautete, wusste ich, dass ich etwas verändern musste.“ – Steve Jobs

13) „Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.“ – Jean Paul

14) „Geld und Erfolg verändern Menschen nicht. Sie verstärken nur, was bereits vorhanden ist.“ – Will Smith

15) „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird. Aber eines kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll“ – Georg Lichtenberg

16) „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“ – Albert Einstein

17) „Arbeite wie ein Sklave. Führe wie ein König. Erschaffe wie ein Gott“ – Constantin Brancusi

18) „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“ – Henry Ford

19) „Das Glück kommt zu denen, die es erwarten. Nur müssen sie die Türen auch offenhalten“ – Thomas Mann

20) „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“ – Johann Wolfgang von Goethe

Veränderung Zitate 21 – 30

21) „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ – Reinhold Niebuhr

22) „Intelligenz ist die Fähigkeit, sich Veränderungen anpassen zu können“ – Stephen Hawking

23) „Gehe nicht dahin, wo der Puck ist. Gehe dahin, wo der Puck sein wird“ – Wayne Gretzky

24) „Veränderung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling“ – Vincent van Gogh

25) „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ – Franz Kafka

26) „Die meisten Menschen würden die Sicherheit des Elends dem Elend der Unsicherheit vorziehen“ – Virginia Satir

27) „Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Diejenigen, die nur auf die Vergangenheit oder die Gegenwart blicken, werden die Zukunft verpassen“ – John F. Kennedy

28) „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende“ – Oscar Wilde

29) „Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen“ – Buckminster Fuller

30) „Wir können den Wind nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen“ – Aristoteles

Veränderung Zitate 31 – 40

31) „Alles, worauf es im Leben ankommt, ist die richtige Intention“ – Andrea Bocelli

32) „Beginne mit dem Notwendigen. Dann erledige das, was möglich ist. Und plötzlich tust Du das Unmögliche“ – Franz von Assisi

33) „Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes“ – Salvador Dali

34) „Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt“ – Aldous Huxley

35) „Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat“ – Mark Twain

36) „Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt“ – Paulo Coelho

37) „Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit“ – Viktor Frankl

38) „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ – Francis Picabia

39) „Egal, was andere Menschen Dir erzählen, Worte und Ideen können die Welt verändern“ – Robin Williams

40) „Wachstum ist schmerzhaft. Veränderung ist schmerzhaft. Aber nichts ist so schmerzhaft, wie an einem Ort festzusitzen, an den man nicht gehört“ – Mandy Hale

Veränderung Zitate 41 – 50

41) „Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen“ – Nelson Mandela

42) „Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern“ – Konfuzius

43) „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten“ – Thomas von Aquin

44) „Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind unscheinbare Dinge im Vergleich zu dem, was in uns liegt“ – Ralph Waldo Emerson

45) „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt“ – Johann Wolfgang von Goethe

46) „Veränderungen begünstigen nur den, der darauf vorbereitet ist“ – Louis Pasteur

47) „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“ – Hermann Hesse

48) „Mut ist die Kraft, das Bekannte loszulassen“ Raymond Lindquist

49) „Verändere Dich, bevor Du gezwungen wirst, Dich zu verändern“ – Jack Welch

50) „Hab keine Angst, das Gute aufzugeben, um das Großartige zu erreichen“ – John D. Rockefeller

Veränderungen im Leben

Ich hoffe sehr, dass die Veränderung Zitate und Sprüche für Dich wertvoll waren. Mögen Sie Dich inspirieren und Dich bei aktuellen und zukünftigen Veränderungen im Leben mit Mut, Hoffnung und Kraft versorgen. Und vergiss nicht, mir Dein Lieblingszitat als Kommentar zu hinterlassen, damit wir die Veränderung Zitate Sammlung gemeinsam wachsen lassen können. Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Dein Ilja Grzeskowitz

Generation XYZ und ihr faszinierender Umgang mit Change

Der Generationwandel als größte Veränderung der Zukunft

Generation XYZ. Die Babyboomer. Millennials. All dies sind Begriffe, die eine der größten Veränderungen unserer Zeit beschreiben: Den Generationenwandel. Und damit seine Auswirkungen auf die Zukunft. Damit meine ich die extreme demografische Transformation, welche die Menschen weltweit zu weiterem Umdenken zwingen wird. Während die Bevölkerung in den Schwellenländern, vor allem in Indien und China, von Jahr zu Jahr explosionsartig anwächst, wird für Europa ein düsteres Szenario heraufbeschworen. Die Experten prognostizieren eine zunehmende Vergreisung der Gesellschaft. Die Auswirkungen auf die weltweiten Märkte, das Rentensystem, die notwendigen Serviceleistungen im Gesundheitssystem sind heute noch nicht mal an Ansatz absehbar. Trotzdem arbeiten Unternehmen mit Weitblick längst an passenden Lösungen für die Probleme der Zukunft.

Welche Generationen gibt es?

Doch nicht nur die demografische Verteilung der Bevölkerung wird sich ändern, sondern auch die Grenzen zwischen den einzelnen Generationen werden sich immer mehr verschieben. Marketingabteilungen auf allen Kontinenten entwickeln schon heute passende Produkte und Dienstleistungen für die neuen Zielgruppen von Generation XYZ und Co. Gerade durch den Fortschritt in Medizin und Technik verlieren die klassischen Zielgruppen, die Schüler, die Arbeitnehmer und die Rentner, an Bedeutung. In diesem Bereich kommt es zu massiven Veränderungen. Früher war die Unterscheidung einfach. Da gab es die Alten und die Jungen. Das war’s. Die einen haben Kuckucksuhren gekauft und die anderen Plattenspieler. Und heute?

Best Ager: Die goldene Generation

Da sind zum einen die Best Ager, die auch als die »goldene Generation« bezeichnet werden. Diese Menschen sind über sechzig Jahre alt und haben nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend dafür gesorgt, dass wir in Deutschland heute voller Ehrfurcht auf die Zeit des Wirtschaftswunders zurückblicken. Die Best Ager haben einen gewissen Wohlstand aufgebaut, den sie heute als Rentner und Pensionäre genießen wollen. Sie erwarten eine optimale medizinische Versorgung, wollen die Früchte ihrer Arbeit genießen und geben sich nur mit dem Besten zufrieden. Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das auf die zukünftigen Produkte und Dienstleistungen?

Generation Baby Boomer

In die Altersspanne von Mitte vierzig bis Ende sechzig fallen die sogenannten Zoomer oder Babyboomer. Diese Generation lehnt es vehement ab, älter zu werden. Sie sind körperlich und gesundheitlich fit, wirtschaftlich gut situiert und denken nicht dran, zum alten Eisen zu gehören. Warum auch? Schließlich sang schon Udo Jürgens darüber, dass das Leben erst mit sechsundsechzig Jahren so richtig anfängt. Und während in der öffentlichen Diskussion noch darüber gestritten wird, ob die Rente nun mit fünfundsechzig oder siebenundsechzig in Kraft treten soll, sehen viele Zoomer überhaupt nicht ein, warum sie nicht auch noch mit siebzig ihrer Arbeit nachgehen sollten. Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das auf den Arbeitsmarkt?

 

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Generation X: Zwischen den Welten

Die Generation X umfasst Menschen im Alter von Mitte zwanzig bis Ende vierzig, die in den 70er- und 80er-Jahren aufgewachsen sind. Sie sind als Kinder auf Bonanzarädern gefahren, mit der Schwarzwaldklinik und Colt Seavers aufgewachsen, ihr erstes Auto war ein Golf und sie wissen noch, dass Macarena ein Tanz ist und kein Cocktail. Sie haben die Einführung des Internets erlebt und waren die ersten Besitzer eines iPhones. Die Mitglieder der Generation X leben daher ein wenig zwischen den Welten. Auf der einen Seite sind sie analog aufgewachsen, waren aber auch die ersten, die Internet, Smartphone und Co. benutzt haben. Aus diesem Grund sind sie zukünftigen Entwicklungen gegenüber sehr aufgeschlossen, legen aber gleichzeitig einen hohen Wert auf Traditionen

Generation Y: Die Millennials

Die Generation Y besteht zum Großteil aus Twens, die nach der deutschen Einheit geboren wurden. In den 90er-Jahren aufgewachsen, verbinden Sie ihre Jugend mit Soap-Operas und Arabella Kiesbauer auf Pro7, haben Michael Jackson noch live gesehen, kümmerten sich liebevoll um ihre Tamagotchis und sind gerade dabei, ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden.

Die jungen Menschen unter zwanzig werden als Millennials bezeichnet. Sie sind kurz vor oder nach der Jahrtausendwende geboren und hatten alle mit spätestens acht Jahren ihr eigenes Handy und ihre Playstation. Sie nutzen ganz selbstverständlich die Möglichkeiten, welche die moderne Technik heutzutage bietet. Diese Generation entwickelt ihre eigene Sprache, ihre eigenen Vorbilder und wird maßgeblich die Zukunft gestalten. Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das auf die Wertvorstellungen von morgen?

Generation Z: Radikal anders

Die Generation Z kennen Sie als die jungen Leute, die mit Onlineplattformen wie TikTok, Instagram und BeReal groß geworden sind. Sie sind zwischen 1995 und 2010 geboren und für viele Mitglieder dieser Gruppe gehörte das Smartphone von Anfang an zum Leben dazu. Aus diesem Grund findet ein großer Teil des Lebens der Generation Z auch online statt. Man lebt, arbeitet, lernt, studiert, liebt und kauft online.

Man sagt ihr nach, dass die Mitglieder maximal unverbindlich wären, 24/7 online sind, Schwierigkeiten mit dem Treffen von Entscheidungen haben, wenig Verantwortung übernehmen wollen, einen hohen Gerechtigkeitssinn besitzen und vollkommen andere Bedürfnisse bezüglich ihres Jobs haben. Und in wenigen Jahren werden diese jungen Menschen Ihre Kunden, Ihre Mitarbeitenden, Ihre Kollegen und möglicherweise sogar Ihre Chefin sein. Sind Sie auf diese Entwicklung vorbereitet?

Generation Wohlfahrtsstaat

Und eine wichtige Gruppierung fehlt noch. Sie kommt in den wenigsten Berichten und Prognosen vor. Und doch wird sie zu einer der größten Herausforderungen der Zukunft werden. Ich spreche von der »Generation Wohlfahrtsstaat«. Hierzu gehören Menschen aller Altersgruppen und sozialer Schichten. Es sind diejenigen, die niemals gelernt haben, produktiv zu arbeiten, und überhaupt nicht den Willen haben, mit ihrem Können eigenes Geld zu verdienen. Stattdessen haben sie sich komplett der Opfer- und Anspruchsmentalität hingegeben und vertrauen darauf, in der Hängematte sozialer Transferzahlungen ein gemütliches Plätzchen zu finden.

Und nur damit wir uns richtig verstehen, ich spreche hier nicht von den Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren und für eine gewisse Zeit auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen sind. Nein, ich spreche von der Art Mensch, die Sie ganz genau kennen. Denjenigen, die überhaupt keine Lust haben, zu arbeiten oder Verantwortung zu übernehmen. Die lieber den ganzen Tag Big Brother im Fernsehen schauen, statt sich ein eigenes Leben zuzulegen. Diese Bevölkerungsschicht wächst von Jahr zu Jahr.

Manche finden das gut. Andere finden es schlecht. Und vielen ist es egal. Aber wie auch immer Ihre persönliche Bewertung aussieht, was glauben Sie, welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die zukünftige Qualität von Wissen, Fähigkeiten und Problemlösungskompetenz? Und möglicherweise liegt ja auch in diesem Problem wieder eine riesige Chance. Ich bin gespannt, wer Sie erkennen und nutzen wird.

Generation XYZ: Die Chancen der Zukunft

Zurück zu den Generationen XYZ. Haben Sie sich selbst in einer der Beschreibungen wiedergefunden? Haben Sie sich die Zeit genommen, über die einzelnen Fragen ein wenig nachzudenken? Nur wenn Sie in der Lage sind, die zukünftigen Entwicklungen zu antizipieren, werden Sie in der Lage sein, die notwendigen Lösungen anzubieten und die anstehenden Veränderungen zu meistern. All diese individuellen Generationen werden sehr unterschiedlich mit den anstehenden Herausforderungen umgehen.

Doch in welchem Alter Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sich auch befinden, am Ende macht die innere Haltung den Unterschied, und Ihre Einstellung wird der entscheidende Faktor sein, wie Ihre ganz persönliche Zukunft aussieht. Vielleicht kommt ja alles auch ganz anders? Denn sämtliche Voraussagen basieren natürlich immer auf der Annahme, dass alles genau so weiterläuft, wie es das bisher getan hat. Und da bin ich mir nun wieder ziemlich sicher: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Das Einzige, was sich niemals verändert, ist, dass sich alles verändert.

Nachhaltige Veränderung meistern

Change und Wandel dauerhaft gestalten

Man kennt’s: Nachhaltige Veränderungen stehen an. Es ist aufregend und zu Beginn bist du noch mit voller Motivation dabei. Sobald jedoch der Alltag wieder einkehrt, kann es auch mal passieren, dass du die neue Routine aussetzen lässt. Aus einem Mal wird ein zweites Mal und plötzlich bist du zurück in deinem alten Trott. Wie kannst du es also schaffen, dass du die eingeführte Veränderung – im Alltag oder im Workflow – beibehalten kannst?

Hierzu möchte ich Dir gerne mein Change Journey Framework als Grundlage empfehlen. Es bietet den perfekten Rahmen für jede Art von Veränderungsvorhaben. Dabei führt das Modell dich durch die einzelnen Phasen von Change Management durch und zeigt auf, worauf es wirklich ankommt. Doch natürlich stellt sich bei erfolgreicher Anwendung eine entscheidende Frage: Wie gelingt es, die Ergebnisse dauerhaft zu etablieren? Wie genau gelingen nachhaltige Veränderungen im Business und im Leben?

Damit du eine gutes Fundament schaffen kannst, haben wir drei Bausteine, mit welchen du die nachhaltigen Veränderungen – mit Spaß, Freude und Erfüllung – meistern kannst.

Nachhaltige Veränderungen #1: Priorität

Egal wie groß oder klein die Veränderung ist, ob du allein oder im Team arbeitest: Die geplante Veränderung muss das höchste Maß an Aufmerksamkeit bekommen. Damit der Fokus auf nachhaltigen Veränderungen liegt, solltest du keine anderen Aufgaben nebenher bearbeiten. Es ist wichtig, dass in dem Moment jedes einzelne Teammitglied mit Leidenschaft, Herzblut und Seriosität bei der Sache ist. Je höher die intrinsische Motivation ist, desto besser.

Wie immer gilt: Change ist Chefsache. Es ist keine dieser Aufgaben, um die man sich kümmert, wenn „man mal Zeit“ hat. Denn Zeit haben wir eigentlich nie, oder? Je eher Du dem geplanten Change daher die höchste Priorität einräumst, desto besser. Und auf diese Weise gelingt auch die nachhaltige Integration in deinen Alltag oder in den Workflow.

Nachhaltige Veränderungen #2: Strategie

Die strategische Umsetzung bedarf einer konkreten Planung. Damit das neue Verhalten zu einer Gewohnheit wird, kannst du Schritte festlegen, welche step by step abgearbeitet werden können. Um dazu das Team abzuholen, gilt es Meilensteine und Ziele zu setzen. Plane hierfür regelmäßige Meetings, in denen die geblockte Zeit ausschließlich genutzt wird, um an den verfassten Zielen zu arbeiten.

Es wird am schnellsten zu einer neuen Gewohnheit, wenn du täglich daran arbeitest! Im Schnitt dauert es 66 Tage, um aus einem neuen Verhalten, einem neuen Denkmuster oder einer neuen Entscheidungsstrategie einen unbewussten Automatismus zu machen, der ab dann seinen treuen Dienst für dich leisten wird. 

Aus Prioritäten setzen und einer konkreten Strategie wird somit eine nachhaltige Veränderung.

Nachhaltige Veränderungen #3: Messen

„Was wir verändern wollen, müssen wir messen.“

Mache deinen Fortschritt anhand von Zahlen sichtbar. Es ist wichtig, KPIs (Key-Performance-Indicators) zu definieren. Welche Kennzahlen und Faktoren sollen verändert werden? Misst und trackst du die KPI kontinuierlich und sehr genau, kannst du die Auswertungen optimal nutzen. Befindest du dich auf dem richtigen Kurs? Hast du deine gesetzten Ziele auch eingehalten? Somit hast du automatisch ein internes Warnsystem, um die Strategie und die Prioritäten anzupassen, falls du vom Kurs abkommen solltest. 

Und noch ein kleiner Bonus Tipp. Tracke nicht nur regelmäßig, sondern auch in kurzen Abständen. Solltest du nämlich feststellen, dass du dich von deinem Kurs entfernt hast, dann musst du nur eine kleine Feinjustierung vornehmen, und nicht den kompletten Weg ändern.

Der Schlüssel zu nachhaltigen Veränderungen

Die Kombination aus Prioritäten setzen, strategische Planung, sowie Messen & Tracken bildet den Key, um konsistent an nachhaltigen Veränderungen zu arbeiten. Somit wird die Gewohnheit nachhaltig und die Wirkung der Veränderung bleibt erhalten.

Auch hier gilt: Die Summe von tausenden kleinen Schritten und Bausteinen führen dich zu einer dauerhaften Veränderung, welche nachhaltig wirken kann.

Du hast eine Frage zum Thema oder möchtest Ilja zu Gesicht bekommen, dann findest du hier die passende YouTube-Folge. Hinterlasse gerne deine Fragen oder Anmerkungen in den Kommentaren. Wir freuen uns auf deinen Input und deine Anregungen.

Mut zur Veränderung – Erfolgsfaktor Mensch im Change Management

Mut zur Veränderung. Es scheint, dass sich an dieser Eigenschaft der Erfolg von Change Management Projekten messen lässt. Und diese sind notwendiger denn je. Haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, dass die Taktung, Intensität und Komplexität der auf uns einwirkenden Veränderungen immer weniger steuerbar wird?

Dies verwundert nicht, denn Change hat im Jahr 2022 weder Anfang noch Ende, sondern ist ein permanenter Dauerzustand geworden. Als Unternehmerin, Führungskraft oder Managerin ist es daher unabdingbar, als Vorbild voranzugehen, die Mitarbeiter auf die veränderten Anforderungen vorzubereiten und als Team die Zukunft aktiv zu gestalten

Veränderung ist die neue Normalität

Früher war das mit der Veränderung noch irgendwie einfach. Es gab einen Normalzustand, alle paar Jahre einen mehr oder weniger intensiven Changeprozess, und dann hatte man erst einmal wieder seine Ruhe. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Denn die Regeln haben sich längst geändert, und der permanente Wandel ist zur neuen Normalität geworden.

Besonders disruptive Technologien, die immer älter (aber auch gesünder und wohlhabender) werdende Gesellschaft und natürlich die alles verändernde digitale Revolution haben dafür gesorgt, dass ganze Branchen sich dramatisch wandeln, Kunden sich vollkommen anders verhalten als noch vor ein paar Jahren und ehemalige Marktführer komplett von der Bildfläche verschwunden sind.

All das hat eine ganz entscheidende Auswirkung: Der persönliche Umgang mit diesem immer intensiver werdenden Wandel wird zur wichtigsten Schlüsselkompetenz der Zukunft werden. Denn nur wir alleine entscheiden, ob wir auf den Zug der Veränderung mit aufspringen, oder ob wir am Bahnsteig stehen gelassen werden. Mut zur Veränderung wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Und nur, damit wir uns richtig verstehen, ich spreche nicht von Veränderung um der Veränderung willen, sondern von Veränderung mit Sinn. Veränderung, um Ihre Ziele zu erreichen, um besser zu werden und als Team zu wachsen.

Veränderung beginnt mit Verantwortung

Es spielt übrigens keine Rolle, ob Sie diese Entwicklung nun gut finden oder nicht. Sie werden das Rad der Zeit weder beschleunigen noch aufhalten können. Viel wichtiger ist, wie gut Sie auf mögliche Zukunftsszenarien vorbereitet sind. Jede Veränderung im Außen beginnt daher zuallererst im Inneren.

Wer Change aktiv gestalten und frischen Wind ins eigene Unternehmen bringen will, der muss Verantwortung übernehmen. Denn nur wer als Persönlichkeit wächst, der kann auch eine bessere Führungskraft werden. Doch dazu ist nicht jeder bereit. Lieber klammert man sich an bewähren Abläufen fest, sucht nach Ausreden, warum es nicht geht und wartet darauf, dass andere schon das Richtige tun werden.

Doch wenn alle darauf warten, dass jemand anders schon etwas tun wird, dann passiert überhaupt nichts und es bleibt beim Stillstand. Und der ist in unserer heutigen Zeit gleichbedeutend mit Rückschritt.

Mut zur Veränderung = Aktive Gestaltung der Zukunft

Was hat das jetzt alles mit Ihrer Rolle als Manager und dem Thema Mut zur Veränderung zu tun? Einfache Antwort: Alles. Zuerst müssen Sie immer sich selber und Ihr Mindset verändern. Doch noch viel wichtiger: Sie müssen den Wandel in Ihrem Team, Ihrer Abteilung und in Ihrem Unternehmen nicht nur bestmöglich vorbereiten, sondern aktiv gestalten. Organisationen verändern sich nur, wenn die Menschen sich verändern.

Und ihr Job ist es, genau das sicherzustellen. Ein einzelner Mensch kann einen riesigen Unterschied machen. Ich könnte es niemals so gut formulieren wie Barack Obama, der einst sagte: „Veränderung geschieht nicht, indem wir auf andere Menschen oder eine andere Zeit warten. Wir selber sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, nach der wir suchen.“ Wie recht er doch hat.

Jede Veränderung beginnt immer damit, dass jeder einzelne, besonders aber die Führungskräfte eines Unternehmens, Verantwortung übernehmen. Für die eigenen Haltung, die eigenen Entscheidungen und die eigenen Taten. Und natürlich ist das nicht immer einfach. Ganz im Gegenteil, neue Wege zu beschreiten, alte Zöpfe abzuschneiden und die eigene Komfortzone zu verlassen kann durchaus schmerzhaft sein. Aber es lohnt sich, denn die langfristige Perspektive entschädigt für den Aufwand, den wir in der Gegenwart betreiben.

Always Go First!

Um Verantwortung zu übernehmen und Dinge aktiv zu verändern, bedarf es keiner besonderen Fähigkeiten, Kenntnissen oder Talente. Entscheidend ist einzig und alleine, dass Sie eine Entscheidung treffen. Dass Sie den Mut haben, die Initiative zu ergreifen. Mutter Teresa sagte einst: „Wenn jeder einzelne Mensch vor seiner eigenen Tür kehren würde, dann wäre die Welt ein sehr sauberer Ort.“  Recht hatte sie, diese bemerkenswerte Dame.

Ich möchte hinzufügen: Ihre persönliche Entwicklung und Ihre äußeren Ergebnisse sind eng miteinander verzahnt. Wenn Sie wollen, können Sie sofort beginnen. Und ehe Sie sich versehen, werden Sie damit eine gigantische Dominorallye auslösen, die sich auf Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden übertragen wird.“ Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und schaffen Sie Motivation zur Veränderung. Ich möchte Ihnen gerne ein paar konkrete Beispiele geben.

Mut zur Veränderung: Zehn konkrete Dinge, die Sie sofort verändern können

  1. Sie können jeden Tag mit einer positiven Attitüde in die Firma kommen
  2. Sie können jeden Tag mit Ihren Ideen, Worten und Entscheidungen ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sein
  3. Sie können Ihre Arbeit jeden Tag mit Ehrgeiz, Leidenschaft und Herzblut erledigen
  4. Sie können jeden Tag etwas dafür tun, Ihre Mitarbeiter besser zu machen
  5. Sie können jeden Tag dazu nutzen, groß zu träumen und mutig zu handeln
  6. Sie können jeden Tag einen weiteren Schritt auf dem Weg zu Ihren Zielen machen
  7. Sie können jeden Tag mit hohen Standards dafür sorgen, dass Sie ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sind
  8. Sie können jeden Tag Veränderung aktiv vorleben
  9. Sie können jeden Tag ein Lob für Ihr Team aussprechen
  10. Sie können jeden Tag dafür nutzen, um als Persönlichkeit zu wachsen, und dadurch ein besserer Chef, ein besserer Manager und eine bessere Führungskraft zu werden

 

Sehen Sie, was ich meine? Wir alle können viel mehr verändern, als wir es uns oftmals eingestehen wollen. Doch jede einzelne Veränderung steht und fällt mit der Verantwortung. Für die guten Ergebnisse, wie auch für die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Das Motto heißt: Go First! Leben Sie Veränderung vor, und nehmen Sie Ihre Mitarbeiter, Kollegen und Kunden mit.

Ganz oder gar nicht – Ein bisschen Veränderung gibt es nicht

So weit, so gut. Doch nicht immer sind Sie als Führungskraft von anstehenden Veränderungen begeistert. Aber was tun Sie, wenn die Unternehmensleitung ein Change Projekt ankündigt, von dem Sie persönlich überhaupt nicht überzeugt sind? Hier kommt modernes Leadership ins Spiel. Denn das schlimmste, was Sie tun können, ist die halbherzige Variante á la „Ich halte den Weg ja für völlig falsch, aber die da Oben haben nun mal so entschieden.“ Diese Haltung überträgt sich eins zu eins auf Ihr Team, und die Veränderung ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Nein, wenn Sie eine Veränderung angehen, dann mit Haut und Haaren. Mit voller Überzeugung. Mit der Begeisterung, die notwendig ist, um Ihre Mitarbeiter für die anstehenden Maßnahmen anzustecken. Es kann durchaus sein, dass Sie hierfür selber Ihre Perspektive ändern müssen, aber es ist der einzig mögliche Weg.

Und wenn Sie die Veränderungen trotz aller Bemühungen nicht mit Ihren Werten, Prinzipien oder Vorstellungen vereinbaren können, dann gilt auch in diesem Fall die alte Weisheit: „Love it. Change it. Or leave it.“ Denn ein bisschen Veränderung gibt es genauso wenig wie ein bisschen schwanger zu sein, und die notwendigen Prozesse erfordern von allen Beteiligten ein hundertprozentiges Commitment und den vollen Einsatz ohne Handbremse. Das sind Sie sich selbst, besonders aber Ihrer Mannschaft schuldig.

Mut zur Veränderung

Die große Kunst bei jeder Veränderung ist es, das Alte wertzuschätzen, und gleichzeitig mutig neue Wege zu gehen. Nur so gelingt die magische Kombination aus Tradition und Moderne. Gehen Sie daher so oft es geht an den Rand Ihrer Komfortzone. Und dann einen Schritt weiter.

Dort kommen Sie in Situationen, mit denen Sie noch nie konfrontiert waren. Nur so können Sie wachsen und besser werden. Und doch ist es für viele Menschen so unglaublich schwer, denn Veränderung bedeutet immer einen Tausch von vermeintlicher Sicherheit gegen Unsicherheit. Am liebsten will man dann beides haben: Das Abenteuer der Veränderung und die Sicherheit, dass alles gut gehen wird. Aber das weiß man immer erst hinterher und es gibt für nichts eine Garantie.

Doch nichts ist schlimmer, als wenn sie irgendwann zurückblicken und es bereuen, dass Sie etwas nicht getan haben. Deshalb ist es so wichtig, dass der unbändige Drang nach Chancen größer ist als die Angst vor dem Unbekannten.

Ich wünsche Ihnen daher eine Menge Mut zur Veränderung. Ihre Ergebnisse in der Zukunft werden es Ihnen danken.

Veränderung erfolgreich gestalten – Definition und Methoden

Veränderung erfolgreich gestalten. Wer will das in der aktuelle Zeit nicht? Statt Veränderung können Sie übrigens auch gerne Wandel, Transformation oder neudeutsch Change sagen. Welchen Begriff Sie auch immer bevorzugen, wenn Sie den Stillstand im Leben vermeiden wollen, dann kommen Sie nicht daran vorbei, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Und damit wir eines gleich zu Beginn dieses Artikels klarstellen, egal ob im persönlichen Alltag oder im Job, erfolgreiche Veränderung ist niemals eine Frage des Alters oder der Rahmenbedingungen.

Definition Veränderung – Was bedeutet eigentlich Veränderung?

Erfolgreiche Veränderung kann definiert werden, als der Wechsel von einem alten Zustand in einen neuen. Der Antrieb für diesen Wechsel kann dabei entweder einer intrinsischen Motivation oder einem externen Stimulus entspringen. Vor allem aber ist Veränderung das Ergebnis einer inneren Haltung. Der unbedingten Bereitschaft, ins Machen zu kommen. Niemals passiv abzuwarten, sondern aktiv die eigene Zukunft zu gestalten.

Damit meine ich übrigens nicht die zurzeit weitverbreitete Mode, nach dem Prinzip zu handeln: Hauptsache ich bin anders, deshalb verändere ich einfach irgendetwas. Nein, um Veränderung erfolgreich gestalten zu können, sollte sie immer einen Sinn haben. Sie sollte zielgerichtet sein. Sie sollte das Bewährte aus der Vergangenheit wertschätzen und mit neuen Ideen kombinieren. Denn genau auf diese Art und Weise gelingt wirklich nachhaltige Transformation.

Veränderungen im Leben: Das Salz in der Suppe

Denken Sie nur einmal an Ihr eigenes Leben. Wie häufig waren Sie schon in Situationen, in denen sich von einem Moment auf den anderen plötzlich alles geändert hat? Der Wandel wird immer schneller und der Umgang mit Change ist die Schlüsselqualifikation Nummer eins, wenn es um die Karriere und die persönliche Lebensqualität geht. Wer in diesen Zeiten über die Fähigkeit verfügt, Veränderung erfolgreich gestalten zu können, der besitzt einen riesigen Vorsprung.

Doch während die einen schon bei der kleinsten Herausforderung aufgeben, handeln die anderen nach dem berühmten Zitat von Muhammad Ali, der einmal sagte: “Unmöglich ist nur ein großes Wort, das von kleinen Menschen erfunden wurde. Diese Menschen finden es leichter, sich mit dem Mittelmaß abzufinden, statt ihre Potenziale zu aktivieren, mit denen sie etwas ändern könnten. Unmöglich ist niemals Fakt. Es ist eine Meinung. Unmöglich ist keine Feststellung. Es ist eine Herausforderung. Unmöglich ist Potenzial. Unmöglich ist nur zeitweise. Unmöglich ist Nichts!

Wie geht es Ihnen, wenn Sie dieses Zitat lesen? Müssen Sie an die zahlreichen Motivationsgurus denken, die dem brodelnden Saal in der Dortmunder Westfalenhalle unter frenetischem Jubel versprechen, jeder könne wirklich alles erreichen, man müsse es sich nur stark genug wünschen? Oder wandern Ihre Gedanken zu Hermann Hesse, der in seiner unverwechselbaren Art und Weise darauf hinwies, dass wir erst dadurch, dass wir das Unmögliche versuchen, eine Chance haben, das Mögliche zu erreichen?

Wenn ich in diesem Artikel davon spreche, das Unmögliche zu versuchen, dann meine ich damit auf keinen Fall die Dinge, die tatsächlich nicht möglich sind. Ich meine vielmehr all die Vorhaben, die als unmöglich bezeichnet werden, weil man sie sich nicht vorstellen kann oder einfach noch nicht den Mut hatte, sie auszuprobieren. Aber ganz gleich, wie Ihre Reaktion auf das Zitat von Muhammad Ali nun aussieht, sie zeigt Ihnen anschaulich ein wichtiges Prinzip der Veränderung.

Jedes Ereignis, jede Situation und auch jedes Wort ist erst einmal neutral. Erst Ihre ganz persönliche Bewertung macht es dann zu einer positiven oder zu einer negativen Erfahrung. Ihr Change Mindset bestimmt Ihre Ergebnisse im Leben. Erfolgreiche Veränderung passiert niemals »da draußen«, sondern immer »da oben« in unserem Kopf.

Das Leben ist Veränderung. 

”Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii, ging nie durch San Francisco in zerrissenen Jeans.” Diese Textzeile aus dem Welthit von Udo Jürgens beschreibt für mich wie kein anderes Lied die Sehnsucht vieler Menschen, etwas Besonderes aus ihrem Leben zu machen. Auch wenn wir im Alltag manchmal das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren, und von Termin zu Termin hetzen, tief in uns drin werden wir alle von dem großen Traum angetrieben, ein Leben mit Bedeutung zu führen. Würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass jeder Mensch erfolgreich, glücklich, gesund und zufrieden sein will? Die Wege dorthin sind dann natürlich sehr individuell.

Manche wollen Karriere machen und andere hätten gerne eine möglichst große Familie. Die einen wünschen sich eine harmonische Beziehung, während andere die finanzielle Unabhängigkeit anstreben. Einige träumen davon, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, während für andere die größte Erfüllung darin bestehen würde, auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt zu reisen. Doch so unterschiedlich wir alle sind, so sehr eint uns der Wunsch nach Wachstum und persönlicher Entwicklung. Wir wollen unsere Ängste überwinden, und Dinge erreichen, von denen wir träumen. Aber was auch immer Ihr größter Antrieb im Leben ist, ohne Veränderung geht es einfach nicht.

Mut zur Veränderung statt Angst vor dem Unbekannten

Da sollte man doch meinen, dass wir alle nichts lieber tun würden, als Veränderung erfolgreich gestalten zu wollen, oder? Aber Sie wissen aus Ihrem eigenen Umfeld, dass diese Aussage falscher nicht sein könnte. Eine Sache stelle ich nämlich täglich fest: Die meisten Menschen haben einfach keine Lust mehr auf Veränderungen. Weil die Taktung so stark zugenommen hat. Kaum ist die eine Veränderung abgeschlossen, schon steht die nächste vor der Tür. Manche Menschen hassen Veränderung sogar regelrecht. Sie mussten schon durch so viele Veränderungsprozesse gehen, dass sie sich lieber mit dem Mittelmaß arrangieren, als noch einen weiteren Change anstoßen zu müssen.

Doch woran liegt das? Warum tun sich viele Menschen so ungeheuer schwer damit, sich zu verändern? Ich glaube, es liegt vor allem an einer Sache: Der Versuch, Veränderung erfolgreich gestalten zu wollen, kann hart sein und wehtun. Weil es an der gewohnten Bequemlichkeit rüttelt und oftmals die eigenen Meinungen, Vorurteile und Überzeugungen in Frage stellt. Haben Sie schon einmal einen dieser typischen Badeurlaube gemacht? Ich war im letzten Herbst in einem schönen Hotel auf Mallorca.

Am ersten Tag wollte ich morgens um sieben Uhr den Pool ausprobieren (ja, ich bin Frühaufsteher). Doch es waren keine Liegen mehr frei. Und das, obwohl sich sämtliche Gäste noch nicht einmal im Speisesaal beim Frühstück befanden. Stattdessen folgendes Bild: Die erste Liege war mit einem Handtuch belegt. Die zweite Liege war mit einem Handtuch belegt. Und Sie ahnen es sicher schon, auch die dritte Liege war mit einem Handtuch belegt. Aber wie durch ein Wunder war ein Stückchen weiter tatsächlich noch eine Liege frei. Der Platz war wirklich super. Direkt am Pool unter einem Sonnenschirm.

Doch gerade, als ich meine Tasche ablegen wollte, kam ein Mann auf mich zugelaufen und winkte mit beiden Armen. Ein deutscher Tourist wie aus dem Bilderbuch. Bekleidet mit karierten Bermudashorts, weißen Tennissocken und braunen Sandalen. Völlig außer Atem sagte er: ”Entschuldigung, aber da können Sie nicht liegen.” Ich war verwundert und fragte: ”Wieso das denn nicht?” Woraufhin er antwortete: ”Das ist meine Liege, ich hab es heute Morgen nur nicht rechtzeitig geschafft, sie zu reservieren.”

In dem Moment ist mir wieder einmal sehr bewusst geworden: Der Mensch ist und bleibt nun mal ein Gewohnheitstier. Er braucht die Sicherheit von bekannten Ideen, Meinungen und Abläufen. Jede Veränderung bringt diese Sicherheit des Bekannten durcheinander und befördert die Unsicherheit des Neuen an die Oberfläche. Das ist es, was vielen Menschen so ein mulmiges Gefühl bereitet. Die Angst vor dem Unbekannten. Die Angst vorm Scheitern. Und öfter, als Sie vielleicht denken, sogar die Angst vor dem eigenen Erfolg.

Veränderung erfolgreich gestalten: Es gibt zwei Arten von Change

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Veränderungen. Da sind zum einen diejenigen, die Sie selbst wählen und von sich aus freiwillig anstoßen. Die sind meistens relativ einfach und es fällt Ihnen mehr oder weniger leicht, sie umzusetzen. Doch es gibt auch die andere Sorte von Veränderungen. Die unerwarteten. Die unangenehmen. Diejenigen, bei denen auf einmal Ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Ein paar Beispiele gefällig? Einschneidende Ereignisse im Job, gesundheitliche Probleme, das Ende einer Beziehung oder das Platzen eines Traums. Ich spreche von solchen Erfahrungen, an denen Sie richtig zu knabbern haben, und bei denen Sie im ersten Moment denken, dass Sie es niemals schaffen werden.

Wenn Sie mit dieser Art von Veränderung konfrontiert werden, stehen Sie vor einer fundamentalen Entscheidung. Fühlen Sie sich als Opfer der äußeren Umstände oder wählen Sie eine andere Einstellung, um auch aus den größten Herausforderungen das Beste zu machen? Die Rahmenbedingungen können Sie sich nicht immer aussuchen. Aber über Ihre Einstellung für den Umgang mit dem Change bestimmen ausschließlich sie. Niemand anders.

Warum fällt uns Veränderung so schwer?

Und die äußeren Umstände werden ja nicht einfacher. Was gestern noch Standard war, kann heute schon längst überholt sein. Die Wirtschaft hangelt sich von einer Krise zur nächsten, die technische Entwicklung ist kaum noch zu überblicken und eine generelle Unsicherheit begleitet nicht erst seit der Corona Pandemie unser Leben. Denken Sie nur einmal zwanzig Jahre zurück und führen Sie sich vor Augen, was sich seitdem alles getan hat.

Kommt es Ihnen auch wie eine gefühlte Ewigkeit vor? Im Jahr 2002 gab noch kein iPhone, der Euro löste gerade die D-Mark ab und beim Wort “Rettungsschirm” dachte man an schlechtes Wetter und nicht an die drohende Pleite ganzer Staaten. In den letzten zwanzig Jahren hat sich mehr verändert als in den tausend Jahren davor. Und man muss wahrhaftig kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es mindestens in der gleichen Geschwindigkeit weitergehen wird.

In so gut wie jedem Gespräch, das ich heutzutage mit Solopreneuren, Führungskräften oder Managern führe, höre ich eine Variation der folgenden Aussage: ”Herr Grzeskowitz, es ist so, unser Unternehmen steht vor einem großen Veränderungsprozess. Können Sie uns da unterstützen?” Die Firmenlenker mit Weitblick haben nämlich längst erkannt, dass die Strategien der vergangenen Jahre nicht die Lösung für die Herausforderungen der Zukunft sein können.

Doch während die erfolgreichen Unternehmen längst die Weichen neu gestellt haben, sieht sich auch der Rest mit immer massiver auftretenden Veränderungen konfrontiert. Die Reaktionen auf die sich drastisch verändernden Rahmenbedingungen sind vielfältig: die Einführung neuer Technologien, Investitionen in zukunftssichernde Innovationen, strategische Umstrukturierungen oder drastischer Personalabbau (der leider so gut wie immer die letzte verzweifelte Maßnahme ist, wenn man es versäumt hat, rechtzeitig auf die anstehenden Veränderungen zu reagieren).

Veränderung erfolgreich gestalten

Was für die Wirtschaft gilt, hat natürlich auch im täglichen Leben seine Gültigkeit. Auch unser Alltag wird von den unterschiedlichsten Veränderungen bestimmt und begleitet. Manche davon sind absehbar, andere tauchen aus heiterem Himmel auf. Einige Veränderungen sind so wunderschön, dass wir am liebsten den ganzen Tag Goethe zitieren und dem Universum zurufen wollen: ”Augenblick, verweile doch! Du bist so schön.“

Wer von Ihnen schon mal ein neugeborenes Baby im Arm hatte, frisch verliebt war oder unterm Sternenhimmel am Strand von Miami Beach eine Flasche Rotwein getrunken hat, der weiß, wovon ich spreche. Doch so schön diese Momente sind, genauso häufig werden wir von Veränderungen beeinflusst, die uns in Form von Schicksalsschlägen treffen, bei denen wir häufig das Gefühl haben, ohnmächtig der Willkür des Zufalls ausgesetzt zu sein.

Wenn Sie genau hinschauen, gibt es kaum noch einen Lebensbereich, der nicht von massiven Veränderungen betroffen ist. Wie sieht es bei Ihnen aus, mit welchen Herausforderungen sind Sie aktuell in Ihrem beruflichen und privaten Leben konfrontiert? Ob Sie es nun gut finden oder nicht, Change ist überall. Alles ändert sich permanent und ständig. Ich kenne wirklich niemanden, der in den letzten Monaten nicht in irgendeiner Form vom immer schneller werdenden Wandel betroffen war.

Machen Sie sich bitte eines immer wieder klar: Von einer Sekunde auf die andere kann auf einmal alles anders sein. So anders, dass Sie das Gefühl haben, Ihr Leben würde plötzlich auf dem Kopf stehen. Babys werden geboren, verliebte Paare heiraten und gute Freunde erfüllen sich den lange gehegten Lebenstraum. Aber ich bin mir sicher, dass Sie auch die harte Seite der Veränderung aus Ihrem persönlichen Umfeld kennen. Ein geliebter Mensch stirbt, jemand verliert über Nacht seinen Job und steht plötzlich auf der Straße. Oder das Schicksal schwingt brutal seine Keule und erinnert einen in Form eines Herzinfarktes auf dem Golfplatz daran, die Prioritäten im Leben doch dringend einmal zu überdenken.

Verändern oder verändert werden: Change or Die!

Wie Sie mit all diesen Facetten von Change umgehen, bestimmt nicht nur Ihre gesamte Lebensqualität, sondern auch in entscheidendem Maße Ihre Persönlichkeit. Aber warum fallen diese Herausforderungen einigen Menschen scheinbar besonders leicht, während viele andere schon nach kurzer Zeit wieder in alte Muster zurückfallen? Weil es einige wenige gibt, die Veränderung einfach machen. Und dann gibt es den großen Rest, der lieber kompliziert denkt und in der eigenen Bequemlichkeit verharrt.

Doch echte Veränderung findet eben nur dann statt, wenn Sie die gewohnten Bahnen verlassen, und den Mut haben, neue Gedanken zu denken, neue Ideen auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Genau das fällt vielen Menschen so schwer, weil sich Veränderung zwar theoretisch sehr leicht anhört, die praktische Umsetzung jedoch auf einem ganz anderen Blatt steht. Und weil das eben so ist, handeln viele auch erst dann, wenn der Leidensdruck so hoch ist, dass sie gar nicht mehr anders können. Weil sie dann auf einmal müssen. Und es gibt sogar Beispiele, in denen selbst die größte Warnung des Schicksals nicht ausreicht, um zu einer Veränderung zu motivieren.

Ich werde nie vergessen, wie dem Vater eines Bekannten von mir eines Tages ein Teil der Lunge entfernt werden musste. Jahrelang hatte er den Rat, das Rauchen einzustellen, ignoriert. Nach der riskanten Operation führte der behandelnde Arzt ein eindringliches Gespräch mit seinem Patienten. Er sagte: ”Sie rauchen zwei bis drei Schachteln Zigaretten am Tag. Mit ganz viel Glück konnten wir den größten Teil Ihrer Lunge noch retten. Doch Sie müssen jetzt handeln. Ihre Atemwege sind extrem angegriffen und auch das Raucherbein schon weit fortgeschritten. Jede weitere Zigarette birgt die Gefahr, dass Ihre Lunge irreparabel geschädigt wird.”

Der Vater meines Bekannten hörte dem Arzt ruhig zu und verstand die Eindringlichkeit der Worte. Er hatte begriffen, dass es sich bei der Warnung nicht um den so beliebten drohenden Zeigefinger eines Arztes handelte, sondern dass es um Leben und Tod ging. Doch was tat er als Allererstes, als er die Klinik verließ? Sie ahnen es schon, er zündete sich eine Zigarette an und rauchte sie, unterbrochen von gelegentlichen Hustenanfällen, bis zum Ende auf. Rationale Einsicht ist das eine, doch echte Veränderung findet eben immer auch auf einer tieferen, unterbewussten Ebene statt.

Exponentielle Veränderung

Das Change Mindset macht den Unterschied

Der erfolgreiche Umgang mit Veränderungen jeglicher Art ist daher auch keine Technik oder etwas, das Sie mal schnell nebenbei lernen können, sondern viel mehr. Er ist eine Lebensphilosophie, die auf einfachen Prinzipien, mutigen Ideen und einer ausgeprägten Umsetzungskompetenz basiert.

Entgegen weitläufiger Meinungen hat Veränderung niemals etwas mit den äußeren Umständen oder Startvoraussetzungen zu tun (Auch wenn es viele Menschen durch von Geburt an existierende Privilegien natürlich wesentlich einfacher haben. Doch das ist wieder ein ganz anderes Thema). Nein, ganz im Gegenteil. Gerade wenn Ihnen der Wind des Wandels wieder einmal mit voller Kraft ins Gesicht bläst, haben Sie die große Gelegenheit, dem Schicksal zu zeigen, dass Sie es mit Ihren Zielen und Träumen wirklich ernst meinen.

Veränderung ist daher vor allem ein ganz besonderes Change Mindset, das es möglich macht, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen. Es ist die Attitüde, die darin besteht, das komplizierte Denken zu beenden und Veränderung einfach zu machen.

Veränderung ist einfach, aber niemals leicht

Hier allerdings ein wichtiger Hinweis: Auch wenn sich das Wort einfach wie ein roter Faden durch diesen Artikel zieht, behaupte ich nicht, dass Veränderung leicht ist. Nichts liegt mir ferner. Das Leben kann ganz schön hart sein. Es beinhaltet Risiken, Unsicherheit und die Angst vor dem Unbekannten. Jeder, der Ihnen einreden will, dass es leichte Wege geben würde, sagt Ihnen entweder nicht die Wahrheit oder hat noch keine echten Probleme oder einen großen Change meistern müssen.

Einfach bedeutet hier: Wenn die Veränderung ihren ganzen Zauber entfaltet, dann tut sie das niemals auf komplizierten Wegen, sondern immer mit simplen und nicht komplizierten Mitteln. Ich behaupte übrigens nicht, dass ich das Rad in Bezug auf Change neu erfunden habe. Alles Wissen zum Thema Change ist mehr oder weniger bekannt. Aber schauen Sie sich um. Wer nutzt die einfachen Methoden und Wege? So gut wie niemand. Stattdessen wird gejammert, wie schwer man es doch hat, und darauf gewartet, dass irgendwann das große Geheimnis gelüftet wird, wie man erfolgreich mit Veränderung umgehen kann.

Das werden Sie von mir genau jedoch genau so wenig bekommen wie irgendwelche Versprechungen, dass es eine lang verschollene Methode geben würde, mit der Sie ohne jeglichen Einsatz, ohne harte Arbeit und ohne Durchhaltevermögen erfolgreich werden könnten. Stattdessen möchte ich Sie mit diesem Artikel an ein paar wichtige Prinzipien erinnern, die wir alle gut kennen, aber in der Hektik des Alltags häufig vergessen.

Veränderung hat kein Anfang und Ende mehr – Es ist ein permanenter Dauerzustand

Wenn Sie Veränderung erfolgreich gestalten wollen, dann möchte ich Sie daran erinnern, dass Change nichts ist, womit Sie eines Tages beginnen und irgendwann wieder aufhören. Nein, Veränderung ist eine innere Haltung, die es jeden Tag neu auszurichten gilt. Dafür erhalten Sie von mir hier auf dem Blog, in meinen Büchern und natürlich auch in meinen Keynote Speeches einfache, aber wirkungsvolle Impulse, die bei konsequenter Anwendung zu entsprechenden Ergebnissen führen.

Was neu daran ist, ist meine Sicht der Dinge. Ja, meine Ideen und Methoden sind stark durch meine Meinung geprägt. Sie bekommen sämtliche Prinzipien, alle Impulse und auch die konkreten Werkzeuge auf eine Art und Weise aufbereitet, die durch den Filter meiner eigenen Erfahrungen, meiner zwanzigjährigen Forschung des menschlichen Verhaltens und meines Blickwinkels gegangen ist.

Ich behaupte übrigens nicht, einen Weg gefunden zu haben, der Probleme jeglicher Größe mit einem Fingerschnippen in Luft auflöst. Aber ich habe einen Weg gefunden, mit dem Veränderung gelingt. Und zwar nachhaltig. Einen Weg, der keine Abkürzungen oder Wunderdinge verspricht, dafür aber zum Ziel führt. Vor allem aber ist es mein Weg. Ich bin ihn selbst gegangen. Veränderung ist nämlich der rote Faden meines Lebens. Daher ist dieses Thema auch eine echte Herzensangelegenheit für mich. Es ist das Resultat meiner Erfahrungen als Geschäftsführer im Einzelhandel, als Veränderungscoach für spannende und facettenreiche Menschen sowie als Vortragsredner, der Unternehmen aller Branchen durch kleine und große Veränderungen begleitet.

Change als roter Faden des Lebens

Zum Ende dieses Artikels möchte ich Sie etwas fragen: Glauben Sie an Zufälle? Oder anders gefragt, gab es Ereignisse in Ihrem Leben, wo Sie ganz einfach gespürt haben, dass Sie sich an einem Wendepunkt befunden haben? Ich hatte ein solches »Zufallserlebnis« an einem ganz normalen Mittwochnachmittag im Jahre 2006. Ich leitete zu dieser Zeit ein Warenhaus in Berlin und führte täglich die unterschiedlichsten Gespräche mit Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern.

Und eines Tages sagte eine meiner Mitarbeiterinnen nach einer vermeintlich alltäglichen Unterhaltung einen Satz zu mir, der die wohl größte Veränderung in meinem Leben anstoßen sollte: ”Herr Grzeskowitz, ich weiß nicht genau, wie Sie es machen, aber Sie haben eine besondere Gabe, das Potenzial von Menschen zu erkennen und zu entfalten.”

Nun müssen Sie wissen, dass ich mich selbst nicht für besonders gut in solchen Dingen halte. Deshalb fühlte ich mich anfangs auch nur sehr geschmeichelt. Doch mehr und mehr sagte mir mein Bauchgefühl, dass an der Aussage möglicherweise etwas dran sein könnte. Und so stellte ich mir die entscheidende Frage: ”Was wäre wenn …?”

Der Umgang mit Veränderungen als Schlüsselkompetenz der Zukunft

Seitdem treibt mich die Überlegung an, wie man das riesige Potenzial entfalten kann, das in den Köpfen und Herzen der Menschen steckt. An welchem Punkt in Ihrem Leben Sie sich auch befinden, in Ihnen schlummert ein großes inneres Feuer, das nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert und dort als lodernde Flamme sichtbar zu werden. Und eines habe ich schnell erkannt:

Der Schlüssel, um das volle Potenzial in allen Lebensbereichen ausschöpfen zu können, ist der Umgang mit Veränderung. Daraus haben sich für mich mehrere Fragen ergeben:

  • Was ist das Wesen der Veränderung und wie setzt man sie bestmöglich um?
  • Wie schafft man es, Change nicht als Bedrohung anzusehen, sondern als einmalige Chance, die großen und kleinen Träume zu leben?
  • Warum sind für manche Menschen schon die kleinsten Veränderungen ein riesiger Kampf, während andere auch für die komplexesten Probleme einfache Lösungen finden, und es immer wieder schaffen, dem Schicksal einen Schritt voraus zu sein?
  • Und die vielleicht wichtigste Frage von allen: Warum jammern die einen permanent, wie schwer sie es doch haben, während die anderen ein erfülltes und erfolgreiches Leben führen?

Veränderung einfach machen

Die Antwort klingt verblüffend einfach. Es ist eine simple Entscheidung: ob Sie lieber kompliziert denken oder Veränderung einfach machen. Und ich hoffe sehr, dass Sie in diesem Artikel die eine oder andere Idee für den Ausbau der alles entscheidenden Umsetzungskompetenz erhalten haben, mit der Sie auch in schweren Zeiten Probleme lösen und Ihre Träume in die Tat umsetzen können. Die Betonung liegt hier ganz klar auf dem Wort »Tat«. Denn letzten Endes kommt es darauf an, was Sie tun, wie Sie handeln und was Sie machen werden.

Das ist nämlich der große Unterschied, wenn Sie Veränderung erfolgreich gestalten wollen. Während die einen kompliziert denken, machen es die anderen einfach. Und es gibt eine gute Nachricht: Die konkrete Umsetzung von Veränderung kann erlernt und trainiert werden, wie jede andere Fähigkeit auch. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann lassen Sie uns sprechen.

Schließen möchte ich mit einem Gedanken, den ich schon zu Beginn geäußert habe:

Veränderung wird einfach, wenn Sie Veränderung einfach machen.

Und zwar im doppelten Sinn des Satzes.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

CHANGE MANAGEMENT – SO GEHT VERÄNDERUNG IN DER ZUKUNFT

Change Management. Zu Deutsch Veränderungsmanagement. Wohl kein anderes Wort wird aktuell in Unternehmen und Organisationen häufiger verwendet. Kein Wunder. Schließlich ist der Wandel omnipräsent. Als Keynote Speaker zum Thema Change Management habe ich das große Privileg mit Unternehmen unterschiedlichster Größen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenarbeiten zu dürfen. Und ich kenn nicht ein einziges, dass nicht in irgendeiner Form von Veränderungen betroffen ist, teilweise sogar in sehr massiver Form.

Change Management: Warum sind Veränderungen schon lange nicht mehr „nice to have“?

Doch wenn wir uns über Change Management unterhalten, dann müssen wir zu Beginn gleich eines feststellen: Die Veränderung selber hat sich massiv verändert. Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen es alle paar Jahre einen Change Prozess gab (der mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt wurde), bevor man es sich dann wieder im neuen Status Quo gemütlich gemacht hat.

Heute leben wir in einer von Komplexität, Unsicherheit und einer immer größer werdenden Intensität geprägten Zeit, die u.a. durch folgende Faktoren bestimmt wird:

  • Globalisierung
  • Digitalisierung
  • Generationenwandel (Unterschiedliche Werte, Erwartungen, Lebensentwürfe)
  • Radikal verändertes Konsumentenverhalten
  • Wandel von Märkten
  • Krisen sämtlicher Art (Kriege, soziale Unruhen, Pandemien wie COVID-19 etc.)
  • Politische Entscheidungen (Regulierungen, Mindestlohn, Gesetze, Verbote etc.)
  • Technischer Fortschritt (Künstliche Intelligenz, Robotics, Machine Learning, Virtual Reality etc.)

Nur, wer auf diese Entwicklung mit mutigen Entscheidungen reagiert, wird auch in der Zukunft noch relevant sein. Und daraus folgt: Aktives Change Management ist schon lange nicht mehr „nice to have“, sondern ein messbarer Wettbewerbsvorteil. Oder noch mehr auf den Punkt gebracht: Es gilt verändern oder verändert werden. Change or Die.

Definition Change Management

Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir uns daher anschauen, was Change Management, bzw. Veränderungsmanagement überhaupt ist. Das Onlinelexikon Wikipedia definiert den Begriff wie folgt:

Change Management umfasst […] alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen.

Dies klingt natürlich ziemlich holprig, daher möchte ich gerne meine ganz persönliche Definition ebenfalls mit Dir teilen:

Change Management ist die nachhaltige Antizipation, Planung und Steuerung von sinnvollen Veränderungsprozessen in einer Organisation. Modernes Change Management fokussiert sich zu gleichen Teilen auf die Planung, Steurung und Kontrolle von Prozessen, Methoden und Instrumenten, sowie auf das Einbeziehen, Empowern und Führen der beteiligten Menschen, die der entscheidende – weil wichtigste – Erfolgsfaktor für nachhaltige Veränderungen sind.

Aus dieser Definition wird deutlich, warum ich betont habe, dass sich die Veränderung selber verändert hat. Denn auch wenn Prozesse und Methoden natürlich immer noch wichtig sind, so kommt es am Ende des Tages immer auf den wichtigsten Erfolgsfaktor von allen an: Die Menschen.

Change Management Methoden im Überblick

Was unterscheidet erfolgreiches Change Management von den Vorhaben, die am Ende scheitern? Ich habe ein Modell entwickelt, das meine Forschung der letzten zwanzig Jahre mit meiner praktischen Arbeit in den unterschiedlichsten Unternehmen auf der ganzen Welt kombiniert. Doch bevor ich Dir mein Modell der Change Competence vorstelle, möchte ich Dir die bekanntesten Konzepte der wichtigsten Changeforscher vorstellen: Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin, das 8-Stufen-Modell von John P. Kotter, die Change Kurve von Elisabeth Kübler-Ross und das ADKAR Modell von Jeff Hiatt.

Auch wenn die Modelle aus unterschiedlichen Zeiten stammen und alle unterschiedliche Ansätze haben, wirst Du schnell feststellen, dass bestimmte „Zutaten“ immer wieder auftauchen. Kein Wunder, denn unter dem Strich ist erfolgreiche Veränderung kein Hexenwerk. Es geht darum, alte Muster, Strategien und Verhaltensweisen loszulassen, und durch neue, innovative Alternativen zu ersetzen.

Doch was sich so einfach anhört, ist es in der Praxis tatsächlich nicht, denn neben allen rationalen und intellektuellen Faktoren spielt vor allem die Psychologie der Menschen eine entscheidende Rolle. Und die ist eben manchmal unberechenbar, was die Notwendigkeit von klaren Rahmenbedingungen und Modellen um so wichtiger macht.

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Change Management nach Lewin: Das 3 Phasen Modell 

Bereits im Jahr 1947 veröffentlichte der Sozialforscher Kurt Lewin sein 3-Phasen-Modell, mit dem er versuchte, Veränderungsprozesse in Gruppen und Organisationen zu erklären. Change Management nach Lewin verläuft dabei in drei Phasen, nämlich:

Phase 1: Unfreeze (Auftauen)

In dieser Phase geht es um die Vorbereitung einer Veränderung. Dies erfolgt durch eine ausführliche Analyse, Kommunikation der Vorhaben, Einbeziehung der Betroffenen und Diskussion der Maßnahmen. Durch die Summe dieser Faktoren kommt es zu einem erhöhten Veränderungsbewusstsein und generell zu mehr Lust und Motivation auf die Umsetzung.

Phase 2: Change (Verändern)

In Phase zwei wird der Status Quo aktiv verlassen, Lösungen ermittelt, verschiedene Alternativen ausprobiert und konkrete Änderungen durchgeführt. Um nachhaltige Ergebnisse sicherzustellen, werden von den Verantwortlichen neue Standards etabliert, sowie die Prozesse durch regelmäßiges Training und Controlling überwacht.

Phase 3: Refreeze (Wiederholtes Einfrieren)

Unter Phase drei versteht Kurt Lewin die Umgehwöhnung an den neuen Status Quo und die neuen Verhaltensweisen. Um nicht in alte Muster zurückzufallen wird hier viel Wert auf Feedback, Kommunikation, Training und Support gelegt. Zusätzlich werden die Prozesse so lange überwacht und angepasst, bis es zu einer dauerhaften Veränderung gekommen ist.

Change Management nach John P. Kotter: Das 8 Stufen Modell

Im Jahr 1996 veröffentlichte der amerikanische Professor John Paul Kotter weltbekanntes Buch Leading Change, in dem sich sein 8-Stufen-Modell eines Veränderungsprozesses befand. Es basiert auf seinem 1995 im Harvard Business Review erschienen Artikel „Leading Change – Why Transformation Efforts Fail“ und unternimmt den Versuch, Organisationen mit einem Modell auszustatten, dass die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Veränderungsmanagement erhöht. John Kotter formuliert den Veränderungsprozess dabei in 8 Stufen, der – je nach Tiefe und Umfang der Veränderung – mehrere Monate bis Jahre dauern kann.

Stufe 1: Dringlichkeit erzeigen (Create a Sense of Urgency)

Jede Veränderung benötigt ein entsprechendes Bewusstsein bei den Führungskräften und Mitarbeitenden. In dieser Stufe geht es um das Aufzeigen der Notwendigkeit der Veränderung, eine realistische Markt- und Wettbewerbsanalyse, sowie das Aufzeigen von Chancen und Risiken.

Stufe 2: Aufbau einer Führungskoalition (Build a guiding Coalition)

In Stufe zwei wird ein Team gebildet, das für die Umsetzung der Veränderung verantwortlich ist. Dieses soll laut Kotter repräsentativ für die Organisation sein, über ausreichend Kompetenz, Vertrauen und Expertise verfügen, um möglichen Herausforderungen bestmöglich gewappnet zu sein.

Stufe 3: Entwicklung einer Vision und Strategie (Develop a Vision and Strategy)

In Stufe drei wird bestimmt, wie die Vision und das langfristige Ziel der Veränderung aussehen sollen, damit von Vorneherein klar ist, in welche Richtung es geht. Die Vision sollte vorstellbar, realistisch, ausreichend spezifisch, aber ebenso flexibel sein und die Interessen möglichst aller Stakeholder abbilden. Aus der Vision wird dann die Strategie entwickelt.

Stufe 4: Kommunizieren der Veränderungsvision (Communicate the Change Vision)

Für die Akzeptanz der Vision ist die Kommunikation entscheidend, diese sollte daher so einfach, bildlich und klar wie möglich über verschiedenste Kanäle an alle Mitarbeitenden verbreitet werden, so dass diese sich mit dem langfristigen Ziel der Veränderung identifizieren können.

Stufe 5: Mitarbeitende befähigen und breites Handeln ermöglichen (Empower broad-based action)

Was hindert die Mitarbeitenden, die geplanten Veränderungen umzusetzen? Dieser Frage widmet sich Stufe fünf, in der es darum geht, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um aktives Handeln zu ermöglichen. Hierbei kann es sich um bestehende Strukturen, mangelnde Fähigkeiten oder veränderungsresistente Vorgesetzte handeln.

Stufe 6: Kurzfristige und sichtbare Erfolge erzielen (Generate short-term wins)

Da Veränderungsprozesse sehr lange dauern können, ist es entscheidend, schnelle und sichtbare Erfolge zu erzielen, um die Glaubwürdigkeit des Veränderungsprozesses zu erhöhen. Gleichsam dienen die Short-Term-Wins als Feedback und Belohnung für den gezeigten Einsatz und können dadurch die Unterstützung der Mitarbeitenden erhöhen.

Stufe 7: Erfolge sichern und weitere Veränderungen einleiten (Consolidate gains and produce more Change)

In Stufe sieben werden die erzielten Erfolge gefestigt und in der Organisaton etabliert. Allerdings warnt Kotter davor, sich auf den Erfolgen auszuruhen und das Ende eines Change Management Prozesses zu schnell zu verkünden. Daher ist es notwendig, auf den Erfolgen aufzubauen, weitere Veränderungen einzuleiten und umzusetzen.

Stufe 8: Neue Wege und Veränderungen in der Unternehmenskultur verankern (Anchor new approaches in the corporate Culture)

Die letzte Stufe des Change Management Prozesses ist erreicht, wenn die Veränderung in der Unternehmenskultur fest verankert sind. Dafür ist es notwendig, alte und nicht mit der Vision zu vereinbarende Teile der Kultur loszulassen, und durch neue Werte und Überzeugungen zu ersetzen.

Insgesamt lässt sich das 8-Stufen-Modell von John P. Kotter in drei grobe Phasen einteilen: Phase 1: Etablierung eines Klimas für Veränderungen (Stufe 1-3), Phase 2: Einbindung und Empowerment der gesamten Organisation (Stufe 4-6) und Phase 3: Die nachhaltige Umsetzung der Veränderung (Stufe 7 und 8).

Die Veränderungskurve von Elisabeth Kübler-Ross

Die sehr bekannte Veränderungskurve ist ein 1969 veröffentlichtes Modell, das auf die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross zurückgeht, die damit die verschiedenen psychologischen Phasen erklären wollte, die Sterbende durchlaufen. Im Kontext des Change Management helfen die 7 (emotionalen) Phasen des Modells, Veränderungsprozesse besser zu verstehen und somit besser mit ihnen umgehen zu können.

Veränderungskurve Elisabeth Kübler-Ross

Phase 1: Vorahnung und Sorge

Eine Veränderung wird angekündigt oder steht im Raum, und sofort stellt man sich Fragen wie: „Was mag das für mich bedeuten?“, „Wird es mir hinterher schlechter gehen?“ oder „Ist mein Job eventuell in Gefahr?“. Das Ergebnis: Eine nagende Sorge die eigene Zukunft betreffen, die einen emotional belastet.

Phase 2: Schock und Widerstand

Sobald die Sorge real wird, kommt es zu einer Schockreaktion, deren Intensität vom Umfang der Veränderung abhängt. Hierauf kommt es zu einer heftigen Abwerhaltung, die Betroffenen gehen in den Widerstand.

Phase 3: Verneinung und Ablehnung

Es ist zutiefst menschlich, dass man dafür argumentiert, warum alles so bleiben sollte, wie es ist. Und so kommt es, dass Veränderungen verneint, verdrängt und abgelehnt werden: „Es mag andere betreffen, mich nicht“, „sollen die ruhig machen, aber ohne mich“ oder „die werden sich schon wieder beruhigen, dann wird alles wieder so, wie es mal war“.

Phase 4: Rationale Akzeptanz

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man rational versteht, dass die Veränderung nicht nur unausweichlich, sondern auch notwendig ist. Das heißt allerdings noch nicht, dass die Betroffenden auch über die notwendige Bereitschaft für eine persönliche Veränderung verfügen. Viel flüchten sich in Dienst nach Vorschrift, schieben Frust, was in Teams und Organisationen zu einer schlechten Stimmung führt.

Phase 5: Tal der Tränen 

Erst wenn das „Tal der Tränen“ durchschritten wurde, hat man die Veränderung auch emotional akzeptiert. In dieser Phase kommt es zu einer intensiven Achterbahnfahrt der Gefühle, die von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt führen kann. Doch sobald man die mit den alten Wegen verbundenen Emotionen losgelassen hat, kann mal sich voll und ganz auf die kommenden Veränderungen der Zukunft einlassen.

Phase 6: Neugier und Ausprobieren

In der von Neugier geprägten Phase sechs werden neue Ideen, Strategien und Verhaltensweisen vorsichtig ausprobiert, analysiert und weiterentwickelt. Natürlich kommt es auch immer mal wieder zu Rückschlägen, aber in Kombination mit einer konstruktiven Fehlerkultur legt man hier das Fundament für nachhaltiges Change Management.

Phase 7: Integration und Commitment

Die letzte Phase bildet den Abschluss des Veränderungsprozesses, indem man sich den neuen Wegen committet und die Veränderungen dauerhaft in den Alltag integriert. Der neue Status Quo ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, und duent wiederum als Ausgangspunkt für weitere Transformationsvorhaben.

Laut Elisabeth Kübler-Ross durchlaufen alle Menschen die gleichen sieben emotionalen Phasen, und zwar unabhängig davon, wie offen sie für die Veränderung sind. Dies hilft, die eigenen Gefühle besser verstehen, und gleichsam Verständnis für andere Menschen aubringen zu können.

Change Management mit dem ADKAR Modell von Jeff Hiatt

Last but not least möchte ich Dir gerne noch das von mir sehr geschätzte ADKAR Modell vorstellen, dass 1999 vom Gründer der Unternehmensberatung Prosci, Jeff Hiatt enwickelt wurde. Dabei ist ADKAR ein Akronym für die fünf Stufen, die laut Hiatt notwendig sind, um Individuen und Organisationen für erfolgreiches Change Management durchlaufen müssen:

AWARENESS of the need for Change (Bewusstheit)

Nur, wenn einem die Notwendigkeit einer Veränderung wirklich bewusst ist, werden die Menschen bereit sein, diese auch unmzusetzen. Was wird neu sein, was bleibt gleich, wer ist betroffen, und welche konkreten Auswirkungen wird der Veränderungsmanagement Prozess haben. Je höher die Bewusstheit, desto größer die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Umsetzung

DESIRE to participate in the Change (Wunsch)

In dieser Stufe geht es darum, die Individuen mit einer intrinsischen Motivation zu versorgen, die anstehenden Veränderungen umzusetzen. Neben den Auswirkungen für die Organisation geht es vor allem um die Frage, welche Verbesserungen es für einen selber gibt. Die entscheidende Frage lautet: What’s in it for me?

KNOWLEDGE about how to change (Wissen)

Die Bewusstheit und der Wunsch bilden das Fundament für das anstehende Veränderungsmanagement. Entscheidend ist jedoch, dass man auch weiß, wie genau die anstehenden Veränderungen umgesetzt werden können. Dies kann über aktive Kommunikation, Trainings und regelmäßige Meetings geschehen.

ABILITY to implement the Change (Befähigung)

Natürlich nützt das beste Wissen nichts, wenn die entscheidenden Fähigkeiten zur Umsetzung fehlen. Daher ist die Implementierung von Systemen, Schulungen, Standards und Prozessen essenziell.

REINFORCEMENT to sustain the Change (Verstärkung)

Diese Phase sorgt dafür, dass es nicht zu schnell zu einer generellen Zufriedenheit kommt, sondern dass man erste Erfolge zwar sichtbar macht und feiert, gleichsam aber deutlich macht, dass der Weg nur nach Vorne, niemals aber zurück gehen wird. Auf diese Weise erschafft man eine Dynamik, die für dauerhafte und nachhaltige Ergebnisse sorgt.

Das ADKAR Modell eignet sich hervorragend für eine Ausgangsanalyse für ein Change Management Projekt, als auch für die konkrete Umsetzung mit Hilfe der fünf Phasen des Veränderungsprozesses.

Management of Change ist tot – Es lebe das moderne Veränderungsmanagement

Natürlich gibt es neben den vorgestellten Change Management Modellen noch viele weitere. Sie alle haben gemeinsam, dass sie bestimmte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Veränderung in den Mittelpunkt stellen:

  • Bewusstheit für die Notwendigkeit
  • Eine klare Vision und Strategie
  • Eine ausgeprägte intrinsische Motivation der Beteiligten
  • Transparente und regelmäßige Kommunikation
  • Empowerment der Menschen
  • Veränderung als Co-Creation (Wir sind Change! Es geht nur gemeinsam)
  • Ein konkreter Plan für den Umgang mit Rückschlägen
  • Ein langer Atem und Durchhaltevermögen (Change ist ein Marathon, kein Sprint).

Doch einen Punkt vernachlässigen sämtliche Modelle: Change ist schon lange kein Prozess mit einem Anfang und einem Ende mehr. Veränderungsmanagement ist längst zu einem permanenten Dauerzustand einem Change Loop geworden, den ich in der folgenden Grafik dargestellt habe.

Veränderungsmanagement Change Loop

Das Veränderungsmanagement der Zukunft: Change Competence

Mein Change Management Modell stellt den Mensch in den Mittelpunkt und sieht das Thema Veränderungsmanagement nicht länger als Prozess, sondern als Skill, der erlernt, trainiert und entwickelt werden kann (und für nachhaltige Ergebnisse auch muss). In der Übersicht sieht das Modell wie folgt aus:

Modell Change Competence

Wie Du siehst, stehen basiert das Modell der Change Competence auf vier wichtigen Säulen (wenn Du noch tiefer einsteigen möchtest, dann klicke hier um einen umfangreichen Artikel zur Change Competence zu lesen):

1) Leadership: Führung und erfolgreiches Veränderungsmanagement gehen Hand in Hand

2) Kultur: Das Mindset und die Art und Weise, wie miteinander umgegangen wird, sind entscheidend

3) Kommunikation: Hiermit stehen und fallen nachhaltige Ergebnisse

4) Performance: Je konkreter die Strategie und die nachfolgenden Prozesse, desto besser

Die Zukunft des Change Management ist radikal menschlich

Für mich ist der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor für nachhaltiges Veränderungsmanagement (immerhin habe ich mit Radikal Menschlich – Erfolgsfaktor Persönlichkeit in Zeiten der Veränderung ein ganzes Buch zu dem Thema geschrieben). Dies spiegelt sich auch in meinem Modell der Change Competence wieder, die zwei Faktoren in den Mittelpunkt stellt, die alle anderen Modelle entweder nur am Rande, oder gar nicht erwähnen: Purpose und Werte.

Der Purpose, das Motiv oder auch das Warum ist der zentrale Fokuspunkt, an dem sich alles andere ausrichtet. Wenn hier keine Klarheit herrscht, dann sind auch der beste Plan und der modernste Prozess zum Scheitern verurteilt.

Kombinieren Sie den Purpose mit starken, von allen geteilten (und vor allen gelebten) Werten, dann haben Sie ein Fundament erschaffen, das die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Veränderungsmanagement dramatisch erhöht.

Weil Veränderungen auf einmal kein Zwang mehr sind, sondern einen Sinn besitzen.

Weil Veränderungen auf einmal keine Bedrohung mehr sind, sondern eine wunderbare Möglichkeit, um besser zu werden, sich weiterzuentwickeln und die Zukunft bei den Hörnern zu packen und aktiv zu gestalten.

Und genau das ist es doch, was immer das oberste Ziel von Veränderungsmanagement sein sollte: Veränderungslust statt Veränderungsfrust.

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