Selbstmotivation lernen: 7 geniale Tipps

Selbstmotivation lernen ist essenziell für Erfolg in sämtlichen Lebensbereichen. Wann immer ich eine Keynote Speech oder einen Vortrag halte, kommt früher oder später das Gespräch auf die Selbstmotivation. Und auch in meiner Coachingausbildung nimmt das Thema einen hohen Stellenwert ein, Kein Wunder, denn wann immer wir mehr Sport treiben, gesünder essen, ein neues berufliches Projekt starten oder den lange gehegten Traum in die Tat umsetzen wollen, brauchen wir den notwendigen Antrieb, um nachhaltig erfolgreich sein zu können. 

Selbstmotivation Definition

Doch bevor wir etwas tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir uns zuerst mit der Frage beschäftigen, was Selbstmotivation überhaupt ist. Wikipedia definiert den Begriff wie folgt: „Als Selbstmotivation (Selbstmotivierung) wird […] die Fähigkeit einer Person bezeichnet, aus eigenem Antrieb und ohne unmittelbare Ermutigung oder Zwang durch andere Personen eine Aufgabe zu beginnen und sorgfältig und konsequent durchzuführen, bis das gesetzte Ziel erreicht ist.“

Etwas einfacher formuliert ist Selbstmotivation die Fähigkeit, Ziele zu erreichen, Aufgaben zu erledigen und Dinge zu tun, ohne dass dies durch Zwang oder Druck von anderen Menschen geschieht. 

Die Ursache hierfür ist ein starker innerer Antrieb, der vom Fokus auf Chancen, dem Streben nach Besseren und dem Anspruch auf persönliches Wachstum geprägt wird.

Man spricht in diesem Fall auch von intrinsischer Motivation, also einem Antrieb, der von Werten, Überzeugungen und den eigenen Motiven geprägt ist. Das Gegenteil hierzu ist die extrinsische Motivation, die auf externen Faktoren wie Boni, Druck, Zwang oder Belohnungen basiert.

Selbstmotivation lernen: Dieser Denkfehler hindert uns daran

Kommen wir nun zum großen Dilemma der Motivation, bzw. der Selbstmotivation. Wir alle wissen, dass der innere Antrieb sich oftmals von ganz alleine entwickelt, wenn wir ein Projekt beginnen. Doch genau da liegt das Problem. Wir starten oftmals gar nicht erst. Weil wir uns nicht motiviert, inspiriert oder schlicht und einfach „danach“ fühlen. Und ehe wir uns versehen, sind wir dem größten Motivations-Denkfehler überhaupt auf den Leim gegangen.

Dabei handelt es sich um die Erwartung, dass wir in einem bestimmten Zustand sein müssten (motiviert, inspiriert, kreativ), um ein neues Projekt voller Selbstmotivation beginnen zu können. Und so reden wir uns folgende Dinge in den unterschiedlichsten Varianten ein:

  • Wenn ich erstmal eine gute Idee habe, dann fange ich an, mein Buch zu schreiben
  • Wenn ich mich voller Energie fühle, dann starte ich damit, wieder Sport zu treiben
  • Wenn ich von der Muse geküsst werde, entwickele ich das Konzept für den neuen Onlinekurs
  • Wenn ich endlich professionelles Equipment habe, starte ich meinen YouTube Channel
  • Wenn ich motiviert bin, dann fange ich an, in die Umsetzung zu komme

Die Logik dahinter ist so simpel wie tragisch. Wenn man sich erst einmal auf eine bestimmte Art und Weise fühlt, dann beginnt man mit der Umsetzung. Das große Problem hierbei: Wir fühlen uns eigentlich nie „danach“. Oder kannst Du Dich daran erinnern, wann Du das letzte Mal gedacht hast: „Wow, ich fühle mich so unglaublich motiviert, dass ich gar nicht anders kann, als anzufangen.“ Siehst Du, ich auch nicht.

Selbstmotivation Übungen 

Um dem Trugschluss des „wenn ich mich X fühle, dann setze ich Y um“ zu entkommen, bedarf es nur eine kleinen Mindset-Shifts, der allerdings eine riesige Auswirkung hat. Das Ziel ist es, die Kausalität zwischen X (Motivation) und Y (dem eigenen Verhalten) umzukehren. Dazu ist es entscheidend, anzufangen und ersten Schritt zu machen. Und zwar unabhängig des eigenen emotionalen Zustands. Sobald man nämlich begonnen hat, ins Tun zu kommen, entstehen die ersten kleinen Erfolgserlebnisse. Die versorgen einen mit einer gehörigen Portion Motivation, so dass man Lust bekommt, direkt weiterzumachen. Es folgen weitere Erfolgserlebnisse, welche die Motivation wachsen lassen. Und ehe man sich versieht, ist aus den hunderten von Meilensteinen plötzlich das große Ziel geworden, dass man so gerne erreichen wollte.

Selbstmotivation ist das Ergebnis, nicht die Voraussetzung

Die Reihenfolge in unseren Beispielen würde nach dem Mindset-Shift wie folgt aussehen:

  • Wenn ich beginne, mein Buch zu schreiben, dann folgen die guten Ideen von ganz alleine
  • Wenn ich Sport treibe, dann bin ich voller Energie
  • Wenn ich anfange, den neuen Onlinekurs zu entwickeln, werde ich regelmäßig von der Muse geküsst
  • Wenn ich meinen YouTube Channel starte, werde ich irgendwann so erfolgreich, dass ich mir das professionelle Equipment leisten kann
  • Wenn ich anfange, ins Machen zu kommen, folgt die Motivation von selbst

Siehst Du den Unterschied? Es ist ein kleiner Shift im Mindset, aber die Auswirkungen sind einfach riesig. Ich schlage also vor, dass Du Deine Selbstmotivation nicht mehr von Gefühlen abhängig machst, die sowieso nie da sind, sondern dass Du sie aktiv selber entwickelst. Dabei wünsche ich Dir ganz viel Spaß und Erfolg!

Ins Handeln kommen – So motivierst Du Dich selber

Ins Handeln kommen. Wer möchte das nicht gerne, oder? Aber fällt es Dir auch manchmal auch schwer, Dich zu motivieren? Hast Du immer eine Menge guter Ideen, aber Du kommst einfach nicht in die Umsetzung? Bist Du Weltmeister darin, Dich mit unwichtigen Dingen abzulenken, nur um nicht mit der Umsetzung Deiner Ziele und Träume anfangen zu müssen? Dann habe ich hier zwei gute Nachrichten für Dich:

1) Du bist nicht alleine, denn es geht ganz vielen so. Und

2) Es ist recht einfach zu ändern (einfach, nicht leicht).

Und wie genau das geht, das erfährst Du im heutigen Blogartikel. Viel Spaß dabei.

Ins Handeln kommen: Die Sache mit der  Motivation

Wenn Du ins Handeln kommen willst, ist das gar nicht so einfach, wie es klingt. Denn mit der Motivation, genauer gesagt der Selbstmotivation ist das so eine Sache. Sie ist von Haus aus ein scheues Reh. Sie ist selten da. Und wenn sie einmal kurz auftaucht, dann ist sie auch gleich schon wieder verschwunden.

Übrigens, wenn Du meine S.E.K.S.I. Formel für mehr Selbstmotivation kennenlernen möchtest, dazu habe ich ein ausführliches Video aufgenommen, das Du Dir auf meinem YouTube Kanal anschauen kannst (Dort findest Du auch weitere Impulse zum Thema „Ins Handeln kommen“).

Zur fehlenden Selbstmotivation kommt noch hinzu, dass unser Alltag meistens so voller Termine, Aufgaben und Stress ist, dass wir selten einen starken inneren Antrieb haben, neue Ideen in die Tat umzusetzen. Wir fühlen uns eigentlich niemals „danach“. Und weil das so ist, geben wir uns viel zu oft der berühmten Aufschieberitis hin und reden uns ein, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist, dass Morgen auch noch ein Tag sei und dass wir irgendwann ganz bestimmt unsere Träume leben werden. Aber aus einem hoffnungsvollen Irgendwann wird leider so gut wie immer ein Niemals…

Ins Handeln kommen: Drei praktische Hacks

Doch zum Glück muss das nicht so sein. Wenn Du folgende drei Dinge beachtest, die Dir hoffentlich dabei helfen werden, Dich mit einer großen Portion Selbstmotivation zu versorgen, Deine Umsetzungskompetenz zu erhöhen und Dir dabei helfen, Dich dauerhaft ins Handeln kommen zu lassen

Umsetzungs-Hack 1: Prioritäten setzen

Egal, wie groß Deine Ziel oder Deine Träume sein mögen, entscheidend ist, dass Du sie als allerhöchste Priorität behandelst. Damit meine ich vor allem, dass Du Deine Vorhaben nicht nebenbei und auf keinen Fall zufällig angehen solltest, denn auf diese Weise ist die Gefahr einfach zu groß, dass sie im stressigen Alltag untergehen werden, weil es einfach niemals der richtige Zeitpunkt ist.

Umsetzungs-Hack 2: Strategische Planung

Nachdem Du einer Aufgabe höchste Priorität eingeräumt hast, ist es von essenzieller Notwendigkeit, konkrete Zeiten im Kalender für die Umsetzung im Kalender festzulegen.

Als Faustformel gilt: Was nicht geplant wird, findet nicht statt

Es wird nämlich immer etwas geben, das wichtiger scheint, attraktiver klingt oder einfach mehr Spaß macht. Daher: Block Dir feste und regelmäßige Termine in Deinem Kalender. Für Dich selber, um an Deinen Zielen zu arbeiten, die wichtige Aufgabe der Reflexion durchzuführen, den Fortschritt zu analysieren, die To-do-Liste für das Projekt abzuarbeiten und ggf. alternative Maßnahmen zu entwickeln.

Und falls Du mit einem Team arbeitest, dann solltest Du ebenfalls regelmäßige Termine festlegen. Diese können von unterschiedlicher Wichtigkeit und Länge sein, beispielsweise eine WhatsApp-Gruppe für tägliche Nachrichten untergeordneter Wichtigkeit, ein wöchentlicher Zoom-Call jeden Montag morgen für die Besprechung der Wochenziele oder ein längeres Meeting alle vier Wochen, wo es insbesondere um strategische Themen geht.

Das strategische Planen von festen Terminen ist ein entscheidender Faktor, wenn Du Deine Selbstmotivation erhöhen und besser ins Handeln kommen möchtest. Weil es die Verbindlichkeit massiv erhöht und Dir in den häufig vorkommenden Momenten hilft, in denen Du Dich nicht „danach“ fühlst. Denn wenn Du einen fixen Termin hast, tust Du es auf jeden Fall. Hab ich recht?

Umsetzungs-Hack 3: Regelmäßiges Messen

Der wichtigste Hack, wenn Du häufiger und zielgerichteter ins Handeln kommen möchtest, wartet natürlich zum Schluss. Ich spreche vom konsistenten, regelmäßigen und sorgfältigen Tracken Deiner Ergebnisse und Fortschritte. Was auf den ersten Blick wahrscheinlich recht harmlos und unbedeutend klingt, entscheidet aber darüber, ob Du nachhaltige Resultate erzielst oder eben nicht.

Aus diesem Grund kann ich die Bedeutung des Trackens gar nicht genug hervorheben, so wichtig ist das konsistente und regelmäßige Messen Deiner Fortschritte. Warum? Ganz einfach. Das, was gemessen wird,  kann analysiert, angepasst und verbessert werden.

Wie geht man nun am besten vor? Im ersten Schritt solltest Du die KPI (Key Performance Indicators = Wichtigste Kennzahlen) Deines Ziels definieren: Welche Daten, Werte und Meilensteine genau willst Du messen? Und dann fang an zu messen und schreib den Fortschritt regelmäßig auf. In einem Journal, einem Notizbuch oder digital in einer Excel Tabelle, in Notion oder jeder anderen App Deiner Wahl

Je genauer und regelmäßiger Du trackst, desto besser kannst Du bei Bedarf nachjustieren und Anpassungen vornehmen

Lieber unperfekt starten als perfekt zögern

Es würde mein Herz mit großer Freude erfüllen, wenn Du diese drei Hacks nutzt, um Deine Selbstmotivation zu erhöhen, Deine Umsetzungskompetenz zu steigern und es einfach zu machen. Und wenn Du jemanden kennst, der ein Weltmeister im Planen und Ankündigen ist, aber Schwierigkeiten mit der Umsetzung hat, dann teil den Artikel doch mit diesem Menschen.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch meine Lieblings-Faustformel für mehr Selbstmotivation verraten. Sie lautet:

Lieber unperfekt begonnen, als perfekt gezögert.

Entscheidend ist, dass Du Dich auf den Weg machst. Natürlich wirst Du auf diesem Fehler machen, unvorhergesehene Hindernisse aus dem Weg räumen und diverse Probleme lösen müssen. So ist das Leben nun mal und es ist die einzige Möglichkeit, um zu wachsen, zu lernen und Dich als Persönlichkeit weiterzuentwickeln. 

Meine Empfehlung: Bereite Dich so viel vor wie nötig, aber so wenig wie möglich. Gib Dich mit achtzig Prozent zufrieden (hundert wirst Du sowieso nie erreichen) und dann leg los. Mach es einfach. Mach den ersten Schritt und lerne auf dem Weg. Je mehr Du Dich traust, unperfekt ins Handeln zu kommen, desto erfolgreicher wirst Du sein.

Was ist Motivation? Definition, Bedeutung und Methoden

Was ist Motivation? Dieser wichtigen Frage wollen wir uns in diesem Artikel ausführlich widmen. Dazu werden wir uns mit Hintergründen, Fehlannahmen und allen anderen entscheidenden Faktoren auseinandersetzen. Beginnen möchte ich jedoch mit einer These: Motivation ist Chefsache! Und zwar immer.

Ja, Sie haben richtig gelesen, das Thema Motivation sollte immer die absolut höchste Priorität genießen, und wir müssen uns jeden einzelnen Tag wieder darauf besinnen, warum wir tun, was wir tun. Tja, und das ist nicht immer einfach. Weil wir mit schöner Regelmäßigkeit zweifeln, mit Problemen zu kämpfen haben und darüber nachdenken, die Flinte ins Korn zu werfen. Deshalb ist es so unfassbar wichtig, uns selbst immer wieder einen liebevollen, aber gleichsam festen Tritt in den Hintern zu geben.

Denn wenn Sie es nicht tun, dann tut es niemand. Niemand klopft morgens an Ihre Tür und präsentiert Ihnen die Chance Ihres Lebens auf dem Silbertablett. Keine Fee taucht aus dem Nichts auf, um Ihre innersten Wünsche per Zauberspruch wahr werden zu lassen. Und auch die modernen Motivierer wie Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Julian Nagelsmann werden nicht in Ihrem Büro erscheinen, wenn Sie an einem schweren Tag ein wenig Motivation gebrauchen könnten.

Was ist Motivation?

So leid es mir tut, das Leben ist nun mal so, und am Ende des Tages tragen Sie selbst die volle Verantwortung für Ihre Motivation und Ihre Entscheidungen, und damit auch für Ihre Resultate. Leider steht diese Erkenntnis immer noch in einem großen Widerspruch zum gängigen Ansatz der Motivationslehre. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Alles, was Sie brauchen, um dies nachhaltig und mit einem hohen inneren Antrieb zu ändern, tragen Sie bereits in sich. Sie müssen es nur entdecken, an die Oberfläche holen und täglich anwenden.

Ich möchte diesen Artikel daher dafür nutzen, einen Paradigmenwechsel in Bezug auf das Thema Motivation einzuläuten. Auch wenn die Zukunft von technischen Entwicklungen wie künstlicher Intelligenz, Robotern und Automatisierung geprägt sein wird, so werden es immer intrinsisch motivierte Menschen sein, welche die Technik nutzen und mit den vielen neuen Möglichkeiten die Zukunft aktiv gestalten. Warum ich das mit einer solchen Vehemenz behaupten kann?

Weil wir uns mitten auf dem Weg von der Informations- zur Sinngesellschaft befinden. Vor wenigen Jahren noch waren Daten, Informationen und Wissen das wichtigste Gut überhaupt. Heute sind es ein tiefer Sinn, das Ausleben der individuellen Persönlichkeit und die Vereinbarkeit von Job und Leben. Das bedeutet natürlich auch, dass sich unser ganz persönlicher Umgang mit Motivation diesen veränderten Rahmenbedingungen anpassen muss. Es bedarf eines neuen, modernen Ansatzes, der den Bedürfnissen, Werten und Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Das Motto lautet: Kick your own ass!

Die Zeit von Tschakka Tschakka Motivation ist vorbei

Wenn wir selbst voller Leidenschaft, Begeisterung und Hingabe unsere Ziele verfolgen, dann stecken wir auch andere Menschen mit diesen starken Emotionen an. Um den eingerosteten Schalter umzulegen, ist es im ersten Schritt unabdingbar, dass der Begriff Motivation endlich das unseriöse Schmuddelimage der Vergangenheit ablegt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich halte das für überfällig. Die Welt befindet sich in einem der größten Transformationsprozesse der letzten 250 Jahre. Und für die damit einhergehenden Herausforderungen der Zukunft sind die ollen Kamellen der Vergangenheit die vollkommen falschen Methoden.

Die Zeit von Tschakka grölenden Motivationstrainern, von Licht und Liebe predigenden Esoterik-Gurus und des stumpfen Einsatzes von Zuckerbrot und Peitsche ist schlicht und einfach vorbei. Die Menschen spüren von Tag zu Tag mehr, dass mit hohlen Phrasen und falschen Versprechungen kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Stattdessen lechzen sie nach Sinn, Werten und Nachhaltigkeit. Und trotzdem werden persönliche Entwicklung, Wachstum und Veränderung auch heute immer noch genauso verkauft und gelehrt, wie es zu Helmut Kohls Zeiten kurz nach der Wende der Fall war.

Was bedeutet Motivation

Gehen Sie in ein beliebiges Motivationsseminar Ihrer Wahl, und Sie werden die immer gleichen Muster vorfinden. Eine beherzte Becker-Faust hier, ein inbrünstiger Wunsch ans Universum dort und ein Füllhorn an Metaphern, die so ausgelutscht sind, dass man beim Zuhören am liebsten vor Scham im Boden versinken würde. Die Ergebnisse sind entsprechend. Kurzfristig sind die Adressaten dieser substanzlosen Motivationsspritzen dann auch voller Energie und haben das Gefühl, sämtliche Bäume dieser Erde auf einmal ausreißen zu können. Doch so sicher wie das Amen in der Kirche folgt dem steilen Höhenflug der Absturz in die altbekannte Antriebslosigkeit. Man flüchtet sich in Zynismus, Gleichgültigkeit und Sarkasmus.

Genau diese oberflächliche Herangehensweise hat dafür gesorgt, dass die Antwort auf die Frage „Was ist Motivation“ und der Begriff Motivation heutzutage extrem negativ belegt sind, und der Beruf des Motivationstrainers einen entsprechend schlechten Ruf hat. Wenn es denn ein echter Beruf wäre: Viele selbsternannte Motivationstrainer haben gerade einmal ein Wochenendseminar besucht und fühlen sich danach berufen, ihre Botschaften in die Welt zu tragen. Weil ich weiß, welche wundervolle Kraft eine von Sinn und Motiven geprägte Motivation entfalten kann, macht mich diese Entwicklung wütend.

Und gleichzeitig frage ich mich, warum immer noch so viele Menschen auf die falschen Versprechungen der vermeintlichen Propheten hereinfallen. Nach vielen Jahren des Beobachtens, Forschens und Nachdenkens bin ich heute sicher, dass die Antwort in einer einfachen, aber gleichzeitig fatalen Tatsache begründet liegt:

Menschen hören immer nur das, was Sie hören wollen.

Motivation Sprüche: Die Gurus haben Unrecht!

Und die meisten Motivationsphrasen sind so wunderbar in Watte gepackt, dass man Sie ganz einfach glauben möchte. Tief in uns drin spüren wir zwar, dass irgendetwas nicht stimmen kann. Aber die Alternative wäre eben, dass wir schwierige Entscheidungen treffen, hart arbeiten und uns wirklich verändern müssten. Und da die meisten Menschen dazu nicht bereit sind, schluckt man dann in guter alter Matrix-Manier doch lieber die blaue Pille und schenkt den falschen Versprechungen der Motivationsgurus glauben.

Ein paar Beispiele gefällig? Here we go:

  • Du kannst alles schaffen.
  • Du musst es nur wollen, der Rest kommt von allein.
  • Das Universum wird sich um Deinen Erfolg kümmern.
  • Alles ist gut so wie es ist.
  • Streiche das Wort „unmöglich“ aus Deinem Wortschatz.
  • Das, was passiert, das sollte passieren.
  • Wenn Du ein Ziel nicht erreichst, dann hat es nicht sein sollen.
  • Wir sagen ab sofort nicht mehr Problem, sondern tolle Gelegenheit. (Dieser Satz ist mein absoluter Favorit. Wer so etwas behauptet, der hat noch nie echte Probleme gehabt.)
  • Du musst Deine Wünsche beim Universum bestellen, dann werden sie sich in Deinem Leben manifestieren.
  • Du musst es nur positiv sehen.

Du kannst alles schaffen! Sorry, leider nicht.

Verstehen Sie, was ich meine? Obwohl in allen Sätzen ein kleiner Funken Wahrheit steckt, verführen diese Parolen dazu, lieber den leichten Weg zu gehen, anstatt die notwendige Arbeit zu investieren. Man kratzt ein wenig an der Oberfläche, anstatt zum Kern des eigenen Antriebs vorzudringen. Anstatt Herz und Verstand gleichermaßen zu nutzen, ist plötzlich alles nur noch eine mentale Blockade, spielt sich im Kopf ab oder funktioniert nicht, weil der Merkur gerade rückläufig ist. (Ich gebe es zu, diesen Satz wollte ich schon immer mal in einem Blogartikel schreiben.lol)

Abgerundet werden diese Motivationsphrasen dann meist mit einem festen Klopfen auf die eigene Brust, einem hoffnungsvollen Blick Richtung Universum und schlussendlich einem überzeugten „Tschakka, Du kannst alles schaffen!“. Und dann wundert man sich, wenn man krachend scheitert. Auf die aktuell sehr beliebte Glorifizierung des Thema „Scheiterns“ gehe ich an dieser Stelle übrigens nicht intensiver ein, sonst öffne ich die nächste Büchse der Pandora.

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Was motiviert mich?

Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn ich auf Menschen treffe, die sich nichts sehnlicher wünschen, als eine Veränderung herbeizuführen, und dann aufgrund der falschen Motivationsmethoden krachend scheitern. Ich habe mir daher mit diesem Artikel (und natürlich meinen Büchern) das große Ziel gesetzt, dies zu ändern. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen:

In Zeiten, die immer unsicherer werden, wird der Mensch mit seiner individuellen Persönlichkeit der wichtigste Erfolgsfaktor der Zukunft sein.

Und das bedeutet eben auch, dass wir den vorherrschenden Ansatz der Motivation radikal verändern müssen. Wenn wir wirklich verstehen, was Menschen motiviert, bewegt und antreibt, dann halten wir den Schlüssel für ein Leben voller Zufriedenheit, Erfolg und Sinn in den Händen.

„Ach komm schon, Ilja, das klingt ja jetzt fast schon nach einer Revolution.“ Ja, recht haben Sie. Genau das habe ich vor: Den Wind der Veränderung durch verkrustete Unternehmen, spießige Büros und fremdbestimmte Leben wehen zu lassen. Eine Motivationsrevolution anzuzetteln, die den Heiße-Luft-Dampfplauderern die rote Karte zeigt und dafür sorgt, dass wir endlich wieder von sinnvollen Motiven angetrieben werden. Das klingt ambitioniert? Richtig, denn ich habe einfach keine Lust mehr auf mittelmäßige Ziele.

Am Ende des Tages schlummert in jedem von uns das große Bedürfnis, Veränderungen zu wagen, mutige Durchbrüche zu erleben und persönliche Freiheit zu genießen. Lassen Sie uns also alte Zöpfe abschneiden und neue Besen schwingen. Lassen Sie uns eine von Sinn und Werten geprägte innere Motivation jenseits von Zuckerbrot und Peitsche definieren. Es würde mich unendlich dankbar machen, wenn Sie mich dabei unterstützen würden, diese Philosophie gemeinsam mit mir in die Welt hinauszutragen und die Menschen mit dem positiven Veränderungsvirus anzustecken.

Alles beginnt mit einem beherzten Tritt in den Hintern. Und zwar in den eigenen. Um dies auf die bestmögliche Art und Weise tun zu können, wollen wir uns aber zunächst der einfachen, aber gleichsam entscheidenden Frage widmen, was genau Motivation überhaupt ist. Denn auch, wenn dieser Begriff permanent in aller Munde ist, so herrscht doch eine große semantische Schwammigkeit vor. Lassen Sie uns also den Versuch einer Definition wagen.

Motivation Definition

Okay, was verbirgt sich denn nun genau hinter dem Begriff der Motivation? Rein sprachlich lässt er sich auf das lateinische Wort movere (bewegen, antreiben) zurückführen. Die Onlinebibliothek Wikipedia definiert ihn als „Die Gesamtheit der Beweggründe (Motive), die zur Handlungsbereitschaft führen. Motivation bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität (Aktivierung) beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten.“ Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir ist dieser Satz etwas zu kompliziert. Ich möchte Ihnen daher meine eigene, wesentlich einfachere Definition vorstellen:

Motivation ist der innere Antrieb, um körperlich oder geistig von Punkt A nach Punkt B zu gelangen.

Eine Tatsache möchte ich bei diesem Satz gern besonders deutlich hervorheben, nämlich dass Motivation immer von innen heraus kommt. Denn auch, wenn der Begriff der extrinsischen Motivation in so gut wie jedem Artikel, Buch oder Seminar immer wieder genannt wird, so existiert dieser durch Zuckerbrot und Peitsche hervorgerufene Antrieb leider nur in der Theorie. In der Praxis ist die äußere Motivation, bei der Menschen nur bei der Aussicht auf Geld, Lob bzw. der Vermeidung von Strafe handeln, nicht mehr als ein Mythos.

„Aber Moment mal, Ilja. Was ist denn bitte mit einpeitschenden Ansprachen von Jürgen Klopp, mit Gehaltserhöhungen oder Bonuszahlungen beim Erreichen von Zielen“ Natürlich ist dieser Einwand berechtigt, schließlich haben Belohnungen im Form von Geld, Anerkennung oder Sachwerten, sowie die Androhung von Sanktionen definitiv eine entsprechende Wirkung. Doch diese ist leider immer nur von kurzer Dauer. Wenn Sie schon einmal erfolglos versucht haben, Ihren Kindern das Aufräumen des Zimmers mit der Aussicht auf ein Eis oder der Androhung eines iPad-Verbots schmackhaft zu machen, dann wissen Sie, was ich meine.

Motivation wirkt immer von Innen heraus

Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch für unser Berufsleben. Kein Geld und keine Bonuszahlung dieser der Welt wird Sie langfristig dazu bringen, einen Job zu machen, der Sie frustriert, krank macht oder auf den Sie keine Lust haben. Genauso verpufft auf lange Sicht jede Androhung auf Kündigung, auf Sanktionen oder den Verlust des hierarchischen Status. Kurzfristig ist man zwar motiviert, voller Energie und Tatendrang, aber sobald die Wirkung nachgelassen hat, fällt man wieder auf das ursprüngliche Niveau herab, oftmals sogar deutlich darunter. Die Folge: Die Dosis und Intensität des externen Reizes müssen kontinuierlich erhöht werden. Es ist ein wenig wie bei einem Drogenabhängigen, der niemals zufrieden ist und immer mehr Stoff braucht, um seinen Wohlfühl-Pegel zu erreichen.

Denn je häufiger Zuckerbrot und Peitsche als vermeintlich extrinsische Motivation eingesetzt werden, desto schneller nutzt sich die entsprechende Wirkung ab. Man spricht in diesem Falle auch von einem abnehmenden Grenznutzen. Sie fragen, was das ist? Stellen Sie sich vor, Sie betreten nach einem heißen Tag Ihre Stammkneipe. Das erste Bier ist für Sie der Himmel auf Erden, Sie würden dafür alles bezahlen. Für das zweite wahrscheinlich auch noch. Beim dritten lässt Ihre Begeisterung schon nach. Und spätestens nach dem achten Glas können Sie kein Bier mehr sehen und greifen lieber zum Wasser. Genau das ist das Prinzip des abnehmenden Grenznutzens.

Motivation – Eine unbequeme Wahrheit

Und weil das so ist, kommt langfristige, sinnvolle und nachhaltige Motivation immer von innen. Ein tiefes Bedürfnis, ein zu erfüllender Wert oder ein bestimmtes Motiv sorgen dafür, dass wir ins Handeln kommen, und führen dann auch zu den entsprechenden Ergebnissen im Außen. Lassen Sie mich deshalb eine möglicherweise schmerzhafte Wahrheit aussprechen:

Sie können andere Menschen nicht motivieren!

So, jetzt ist es raus. Und ich kann den Proteststurm der Empörung förmlich spüren. Glauben Sie mir, mit keiner anderen Aussage löse ich in Unternehmen kontroversere Diskussionen aus als mit dieser. Kein Wunder, schließlich haben wir alle über Jahre gelernt, dass wir mit der richtigen Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche unsere Mitarbeiter, Kollegen und Geschäftspartner zu ungeahnten Höchstleistungen treiben können.

Aber wie bei allen anderen Dingen im Leben gehören auch in diesem Fall immer zwei Personen dazu: eine Person, die motiviert, und eine, die sich motivieren lassen will. Und das letzte Wort ist das alles entscheidende. Denn wenn jemand etwas unter keinen Umständen tun will, dann können Ihre Methoden noch so modern, attraktiv oder ausgeklügelt sein: Sie werden keine Chance haben. Ich möchte den obenstehenden Satz daher gern etwas erweitern, um die Aussage noch deutlicher werden zu lassen:

Sie können andere Menschen nicht motivieren, wenn diese sich nicht motivieren lassen wollen!

Was versteht man unter Motivation?

Natürlich gilt das genauso auch umgekehrt: Andere Menschen können auch uns nicht motivieren, wenn wir das nicht wollen. Habe ich jetzt zu sehr an Ihrem Weltbild gerüttelt? Sind Sie vollkommen anderer Meinung? Gern möchte ich Sie daran erinnern, dass ich mich freuen würde, wenn Sie meine Ideen, Meinungen und Ansätze möglichst kritisch betrachten. Überprüfen Sie meine Aussage in Ihrem Alltag. Meine Prognose lautet jedoch, dass Sie feststellen werden, dass Sie bei vielen Menschen mit Ihren externen Motivationskünsten schnell auf Granit beißen werden. Denn so gern ich es anders hätte:

Menschen verändern sich immer nur aus Gründen, die ihnen wichtig sind, und niemals aus denen, die wir gern hätten.

Bedeutet dies nun, dass jede Motivation immer eine Form von Selbstmotivation ist? Im Prinzip – Radio Eriwan lässt grüßen – ja: Wir können andere nicht motivieren, wenn diese es nicht wollen. Aber wenn wir verstanden haben, dass dies genau so ist, dann geht es am Ende des Tages eben doch.

In der Kurzform lautet die Lösung: Wenn wir andere Menschen motivieren wollen, sich geistig oder körperlich von Punkt A nach Punkt B zu bewegen, dann müssen wir ihre inneren Motive kennen und die Rahmenbedingungen schaffen, in denen diese so oft es geht getriggert, also ausgelöst oder angestoßen werden. Dies hört sich auf den ersten Blick leichter an, als es tatsächlich ist, denn es erfordert von uns als Motivator maximale Flexibilität und das Vorhandensein der folgenden drei Eigenschaften:

  • Echtes Interesse am Gegenüber.
  • Die Fähigkeit, ein guter Zuhörer zu sein.
  • Die Bereitschaft, die eigenen Motive zugunsten des gewünschten Resultats hintan zu stellen.

 

Je besser Sie die Werte, Bedürfnisse und Motive Ihrer Mitarbeiter, Kollegen und Kunden kennen, umso flexibler können Sie Ihre Art der Kommunikation ausrichten und sie somit entsprechend motivieren, sich zu verändern. Doch dabei gilt es eine wichtige Tatsache zu beachten.

Was motiviert Sie wirklich?

Intrinsische Motivation ist also der innere Antrieb, um körperlich oder geistig von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. Grundsätzlich betrachtet kann dies auf zwei Arten geschehen: entweder weil Punkt A für uns unerträglich geworden ist oder weil die Alternative B viel verlockender klingt. Wir verändern uns immer dann, wenn der Schmerz zu groß geworden ist oder wir von einem unbändigen Verlangen nach Wachstum, Glück und Freude angetrieben werden. Und genau deshalb bewegen wir uns entweder weg vom Problem oder hin zur Chance.

Das ist das Wesen einer jeden Veränderung. Entweder wir lassen uns von Chancen anziehen oder Probleme schieben uns an. Und auch wenn die Weg-von-Motivation immer eine stärkere Kraft hat, so benötigen wir langfristig immer Ziele, Träume und Visionen, auf die wir uns hinzubewegen. Doch ob wir nun eher den Schmerz vermeiden oder Freude erleben wollen: Ohne den passenden Antrieb gelingt es einfach nicht, anders zu denken, anders zu entscheiden oder anders zu handeln. Und das ist in der heutigen Zeit gleichbedeutend mit Stillstand, Stagnation und Rückschritt.

Motivation als Schlüssel für Erfolg in den Märkten von Morgen

Nur wer als Persönlichkeit wächst, sich weiterentwickelt und permanent dazulernt, wird in den Märkten von morgen erfolgreich bestehen können. Der Schlüssel hierzu ist die richtige Motivation. Diese ist jedoch niemals nur ein Selbstzweck, sondern immer die notwendige Grundlage für angestrebte Veränderungen. Ohne den richtigen Antrieb gibt es keine persönliche Entwicklung, wir wachsen nicht und werden als Unternehmen nicht besser. Und selbst wenn wir es schaffen, unsere Ziele anzugehen, ist noch lange nicht gesagt, dass wir auch bis zum Ende durchhalten.

Denn mit nichts anderem tun wir uns so schwer wie mit der nachhaltigen Umsetzung von Veränderungen. Die letzte Diät, die Anmeldung im Fitnessstudio und der wiederholte Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, lassen grüßen. Kurzfristige Erfolge sind überhaupt kein Problem. Von der richtigen Anfangseuphorie geleitet, schaffen wir es mühelos, uns auf den Weg zu machen. Doch schon bald ist man wieder im Alltagstrott gefangen und macht die ersten Ausnahmen – und ehe man sich versieht, haben die alten Gewohnheiten wieder die Oberhand gewonnen. Doch woran liegt das?

Wissen ist nur etwas wert, wenn es konsequent angewendet wird

In meinen Vorträgen bekomme ich oft die Frage „Was ist Motivation?“ gestellt. Ich antworte dann gerne mit einer Gegenfrage an mein Publikum: „Wer von Ihnen würde gern etwas mehr Sport treiben?“ Hier gehen so gut wie immer sämtliche Hände nach oben. Dann hake ich nach: „Wer würde sich gern auch von dem einen oder anderen Kilo Gewicht trennen?“ Auch hier beobachte ich regelmäßig eine fast hundertprozentige Quote an Meldungen.

Doch entscheidend ist die nächste Frage: „Wer von Ihnen weiß exakt, was er tun müsste, um genau das zu erreichen?“ An dieser Stelle geht meist ein Raunen durch den Saal, die ersten fühlen sich ertappt und schauen nach unten. Denn wahrscheinlich ahnen sie schon, was als Nächstes kommt: „Und wer von Ihnen setzt genau das jeden Tag um?“

Wenn ich an dieser Stelle ins Publikum schaue, dann sehe ich maximal noch zwei oder drei Hände in der Luft. Der Rest muss sich leider eingestehen, dass man, obwohl alle notwendigen Informationen vorliegen, die Veränderung leider nicht konsequent umsetzt. Und genau das ist das große Dilemma. Es liegt niemals an zu wenig Wissen. Es liegt immer daran, dass wir das vorhandene Wissen nicht konsequent anwenden. Es tut mir leid, wenn ich Ihnen da eine Illusion raube, aber es ist tatsächlich so.

Wenn Informationen, Wissen und Kenntnisse entscheidend für unsere Motivation zur Veränderung wären, dann würde jeder von uns einen Waschbrettbauch haben, den ganzen Tag Golf spielen und jeden Morgen voller Freude wie Dagobert Duck durch seine unzähligen Geldspeicher tauchen.

Motivation und Veränderung gehen Hand in Hand

Seit über 15 Jahren erforsche ich das Themengebiet der Persönlichkeitsentwicklung und studiere mit zunehmender Faszination, wie Menschen ticken, was sie antreibt und bewegt. Meine Haupterkenntnis lässt sich wunderbar in einem Satz zusammenfassen:

Jeder will Veränderung. Aber niemand will sich verändern.

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennen Sie nicht auch Menschen, die mit allem und jedem unzufrieden sind? Denen nichts so richtig passt und die am liebsten die Firma, die Gesellschaft und die ganze Welt von heute auf morgen ändern würden? Sie ahnen ja gar nicht, wie viele dieser Zeitgenossen ich kenne, die ganz genau wissen, was und wer sich um sie herum verändern müsste, nur damit sie so bleiben können, wie sie sind.

Eines der besten Beispiele für diese Einstellung war eine meiner Mitarbeiterinnen bei Karstadt, nennen wir sie Erika Riebesehl. Wenn ich die Dame morgens im Gang gefragt habe: „Und, Frau Riebesehl, wie geht’s Ihnen heute?“, kam meistens in einem weinerlichen und frustrierten Tonfall die Antwort: „Hach, noch acht Stunden, dann haben wir’s endlich wieder geschafft.“ Und Erika Riebesehl hatte zwei Standardsprüche auf Lager, für die sie bekannt war. Wenn es irgendwo ein Problem gab, dann sagte sie grundsätzlich:

„Da müsste dringend jemand etwas tun.“ Und wenn Sie dann nachgehakt hätten: „Ja, aber warum tun Sie denn nichts?“, dann kam Standardspruch Nummer zwei zum Einsatz: „Wer, ich? Also bitte, Herr Grzeskowitz, ich kann auch nicht mehr als arbeiten. Das sollen mal schön die anderen machen.“ Wir alle kennen die Erika Riebesehls dieser Welt, nicht wahr? Aber wenn alle darauf warten, dass andere schon etwas tun werden, dann passiert nie etwas.

Ein einziger Mensch kann einen riesigen Unterschied machen

Doch zum Glück gilt auch das Gegenteil. Ein einzelner Mensch kann einen riesigen Unterschied machen, wenn wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Für unser Denken. Für unser Handeln. Für unser Leben. Dazu bedarf es nur einer konsequenten Entscheidung. Wir können entweder ein Changemaker sein, der den immer intensiver werdenden Wandel aktiv gestaltet, oder aber ein Spielball der äußeren Umstände. Und ich bin mir sehr bewusst, dass ich auf nichts anderes in meinen Büchern so häufig hinweise wie auf die Wichtigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Doch es scheint immer noch nicht genug zu sein.

Gerade heute habe ich eine Rezension zu meinem Buch Mach es einfach! Warum wir keine Erlaubnis brauchen, um unser Leben zu verändern gelesen, in dem der oder die Rezensentin sinngemäß Folgendes geschrieben hat: „Ganz allgemein war das Buch gut. Leider ist die Motivation nur eine Woche geblieben. Wahrscheinlich muss man es noch ein weiteres Mal lesen.“ In dem Moment musste ich an einen weiteren tollen Satz des großen Zig Ziglar denken, der einmal gesagt hat: „Wir hören oft, dass Motivation nicht dauerhaft ist. Aber das Gleiche gilt für das Duschen.

Und genau deshalb empfehlen wir es täglich.“ Ob wir es nun gut finden oder nicht: Es sind immer wir selbst, die für die Umsetzung unserer Vorhaben verantwortlich sind. Nicht unser Chef, nicht unsere Familie und auch nicht der Autor eines Blogartikels. Die alles entscheidende Frage lautet daher: Sind Sie bereit, Ihre Motivation zur Chefsache zu erklären? Wenn ja, dann haben Sie auch Ihre Antwort auf die Frage „Was ist Motivation“ gefunden.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Attitüde Deutsch – Definition, Tipps und Bedeutung

Attitude auf Deutsch, was ist das eigentlich genau? Spätestens seit der TV-Sendung „Germany’s next Topmodel“ ist der von Heidi Klum immer wieder verwendete Begriff in aller Munde. Doch wie lässt er sich am besten übersetzen? Zuallererst kommen wohl Begriffe wie Mindset, Einstellung oder innere Haltung in den Sinn. Doch viel besser trifft es das etwas aus der Mode gekommene Wort Attitüde. Nicht nur habe ich mit „Attitüde – Erfolg durch die richtige innere Haltung“ ein ganzes Buch zu diesem Thema geschrieben, sondern ich möchte Ihnen das Thema in diesem Artikel so umfassend wie möglich näherbringen. Haben Sie Lust?

Was ist Attitüde auf Deutsch?

Doch bevor wir einsteigen, möchte ich mit einer wichtigen Frage beginnen: “Liebe Leserinnen und Leser, woran denken Sie ganz spontan, wenn Sie das Wort “Erfolg” hören? Ist es die berufliche Karriere? Der Aufbau eines eigenen Unternehmens? Ein gut gefülltes Bankkonto? Eine glückliche Beziehung? Eine große und intakte Familie? Oder ist es etwas ganz anderes?

Erfolg hat viele Gesichter und es gibt unzählige Wege, wie Sie ihn erlangen können. Deshalb gibt es auch keine geheime Erfolgsformel, mit der Sie die gewünschten Ergebnisse quasi über Nacht erzielen können. Aber es gibt gewisse Eigenschaften und Prinzipien, die alle erfolgreichen Menschen seit Jahrhunderten von Jahren verbinden: Ich spreche von sieben Erfolgsschlüsseln, die in ihrer einzigartigen Kombination zur Attitüde führen.

Machen Sie gerne die Probe auf’s Exempel und denken einmal darüber nach, was genau Sie einen persönlichen oder unternehmerischen Erfolg erzielen lässt.Sind es ihre fachlichen Fähigkeiten auf einem Gebiet, also das jeweilige Handwerk? Ist es das Talent, welches ihnen in die Wiege gelegt wurde? Ist es die Erfahrung und Weisheit vieler Jahre des Übens und Anwendens? Keine Frage, die Kombination dieser Eigenschaften ist eine unbedingte Voraussetzung für Erfolg. Aber die handwerklichen Fähigkeiten beherrschen eben viele. Talent spielt nur zu einem gewissen Grad eine Rolle, und Erfahrung kann manchmal auch zu Betriebsblindheit führen.

Was bedeutet Attitüde?

Was macht dann aber im Endeffekt den Unterschied aus, der einen Unterschied macht? Warum sind manche Menschen so überaus erfolgreich, während andere über das graue Mittelmaß nicht hinauskommen? Wenn Sie sich erfolgreiche Verkäufer, Sportlerinnen, Ärztinnen, Manager oder Unternehmerinnen anschauen, dann sieht es immer so einzigartig leicht aus, wie sie – scheinbar vollkommen mühelos – von Erfolg zu Erfolg eilen und dabei elegant ihre Arbeit verrichten.

Und gleichzeitig schuftet der Großteil ihrer Konkurrenten hart und viel, kämpft und müht sich ab, um dann schlussendlich vollkommen erschöpft und resignierend doch nicht das zu bekommen, was sie wollten.

 

Der Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Menschen lässt sich klar formulieren: Es ist die Attitüde. Die innere Haltung, wie Sie an eine Aufgabe oder ein Ziel herangehen. Ein erfolgreicher Mensch, der mit der richtigen Attitüde durchs Leben schreitet, geht in jeder Sekunde seines Handelns davon aus, dass alles ganz genau so eintritt, wie er es will.

Gleichzeitig ist er frei von Zweifeln, dass etwas schiefgehen könnte, sondern fokussiert sich ausschließlich auf sein Ziel und das gewünschte Ergebnis. Und natürlich beherrscht er die benötigten Fähigkeiten aus dem Effeff und trainiert viel und regelmäßig. Auch das ist eine wichtiger Bestandteil von Attitüde: Der Drang, nie zufrieden zu sein und immer besser werden zu wollen. Niemals satt zu werden, sondern den Erfolgshunger auf einem hohen Level zu halten.

Wie sieht Ihre aktuelle Attitüde aus?

Während Sie diese Zeilen lesen, haben Sie bereits eine Attitüde, mit der Sie die Ergebnisse erzielen, die Sie aktuell erzielen. Ihr Job. Ihre Familie und Partnerschaft. Die Summe auf ihrem Bankkonto. Ihre Gesundheit. Ihre sportliche Fitness. Ihre allgemeine Zufriedenheit im Leben. All diese Dinge sind das Ergebnis ihrer aktuellen Attitüde. Aber sind sie mit diesen Resultaten zufrieden oder gibt es Bereiche, in denen Sie gerne erfolgreicher wären?

Wie es um ihre derzeitige innere Haltung bestellt ist, lässt sich sehr gut an ihrem inneren Dialog festmachen, also an der Art und Weise wie Sie mit sich selber sprechen und vor allem, was Sie zu sich selbst sagen. Wie genau tun Sie das? Loben und motivieren Sie sich regelmäßig oder sind Sie ihr größter Kritiker, der mit schräger Stimme den Teufel an die Wand malt? Ist ihre innere Stimme eher positiv oder negativ ausgerichtet? Hören Sie dieser Stimme gut zu, denn sie spiegelt ihre Gedanken wieder. Und mit der Zeit werden Sie, was Sie den ganzen Tag denken.

Wie auch immer ihre jetzige Attitüde auch sein mag, die gute Nachricht ist, dass Sie sich eine Erfolgshaltung jederzeit auswählen und aneignen können. Nicht über Nacht und auch nicht auf Knopfdruck. Aber mit viel Leidenschaft, stetiger Arbeit und einer großen Portion Erfolgswillen ist es auch ihnen möglich, mit scheinbarer Leichtigkeit von Erfolg zu Erfolg zu eilen. Denn Attitüde ist alles. Ihre Attitüde auf die Bedürfnisse der Zukunft auszurichten, heißt ihr Leben und ihre Ergebnisse zu ändern. Doch bevor wir uns gemeinsam die dafür notwendigen Schritte ansehen, schulde ich Ihnen ja noch die Definition, was genau Attitüde eigentlich ist.

Was ich von einem Texaner über Attitüde gelernt habe

Es geschah vor genau 24 Jahren und die Tonalität des Satzes erinnerte mich an exzessives Kaugummikauen. Und doch waren die Worte, die ich in diesem Moment zum ersten mal hörte, etwas ganz Besonderes für mich:

“Man, you really got Attitude!”

Der Mann, der diesen Satz damals zu mir sagte, hieß Ernie und war für einen Sommer lang mein Boss. Während er die Worte sprach, legte er mir kumpelhaft eine Hand auf die Schulter und lachte dabei herzhaft. Dann ließ er in seinem starken texanischem Akzent noch einen kleinen Witz folgen, drehte sich um und ging. Und in mir drin hatte ich die tiefe Gewissheit, dass ich ihn in diesem Moment für mich gewonnen und einen Platz in seinem Herzen erlangt hatte. Doch fangen wir am Anfang dieser Geschichte an.

Ich war gerade 23 Jahre alt und jobbte während meines Studiums gelegentlich auch als Dolmetscher für ausländische Unternehmen. Einer dieser Jobs brachte mich dann mit Ernie zusammen, der mit seiner amerikanischen Firma für einen der weltweit größten Paketdienstleister in Hamburg eine Förderbandanlage baute. Vom ersten Tag an beäugte er mich Grünschnabel sehr kritisch und testete mich und meine Fähigkeiten, wo er nur konnte.

Doch so sehr ich mich auch bemühte und mit meinen akademischen Kenntnissen zu punkten versuchte, es gelang mir nicht wirklich, von ihm ernst genommen zu werden. Von Tag zu Tag wurde ich unsicherer. Denn Ernie war eine imposante Erscheinung. Ein Texaner wie aus dem Bilderbuch, mit Cowboyhut, ausgewaschenen Jeans und Stiefeln aus Schlangenleder. Ein Mann, der seinen Kaugummi malmend traktierte, als ob er einen persönlichen Krieg mit dem kleinen Streifen austragen würde.

Ich hatte auf jeden Fall mächtig Respekt vor diesem erfolgreichen Unternehmer und Leader. Und da ich für die Zeit des Projekts nicht nur sein Übersetzer, sondern auch eine Art persönlicher Assistent war, hatte ich es mir zum Ziel gesetzt, ihm zu beweisen, aus welchem Holz ich geschnitzt war.

Attitüde Bedeutung

Eines Tages sollte sich die optimale Gelegenheit bieten. Knapp 10 Handwerker standen neben einem hohen Regal, vor dem ein schweres Rohr mit knapp 1 Meter Durchmesser lag. Sie diskutierten laut und intensiv, wie man es wohl am besten auf die obere Plattform befördern könne. Gabelstapler, Seilwinde, Rampe oder Schweißgerät. Jeder der „Experten“ hatte seine ganz eigene Meinung. Nichts von den Vorschlägen funktionierte jedoch und sie diskutierten immer heftiger. Aber in der Hitze der Auseinandersetzung hatten sie scheinbar die einfachste Möglichkeit schlichtweg übersehen.

Also nahm ich sowohl mein Herz in die Hand, als auch einen dieser schicken Bauhelme unter den Arm, ging an den zehn breitschultrigen Männern vorbei, hievte das Rohr mit aller Kraft auf meine Schultern und schleppte es die Treppe hoch, welche fünf Meter weiter genau zur entsprechenden Plattform führte. Natürlich lies ich es mir nicht anmerken, dass ich mehrfach kurz davor war, unter der großen Last zusammenzubrechen. Stattdessen setzte ich mein bestes Lächeln auf und winkte nach Beendigung der Aufgabe lässig von der Plattform herunter.

Und während eine Etage weiter unten zehn Kiefer synchron nach unten klappten, hörte ich aus der nahegelegenen Bürotür nur ein zufriedenes Klatschen. Ernie hatte alles mitbekommen und ging nun auf mich zu. Er kaute erst noch ein wenig auf seinem Kaugummi herum und sprach dann den für mich magischen Satz:

“Man, you really got Attitude!“

Unsere gesamte Beziehung und Zusammenarbeit änderte sich von einem Moment auf den anderen. Weil ich Ernie mit meiner inneren Haltung, meiner Überzeugung und meinem beherzten Handeln für mich gewann. Damals begriff ich zum ersten mal, was Attitude alles ausmachen, und was man im Leben damit erreichen kann.

Seit diesem Tag begleitet mich der Begriff Attitüde durch meine Karriere und ich habe in den vielen Jahren als Geschäftsführer, Keynote Speaker und Solopreneur Coach meine Erfolge vor allem durch die besondere innere Haltung erzielt. Andere waren bestimmt talentierter oder schlauer als ich, doch mein Mindset hat stets den Unterschied bedeutet. Und wenn ich es geschafft habe, dann können Sie es auch.

Attitüde Definition Deutsch

Attitüde wird von den meisten Menschen einfach mit Einstellung gleichgesetzt. Dabei ist sie so viel mehr. Meine Definition lautet wie folgt:

„Attitüde ist mehr als nur eine innere Haltung oder die Einstellung, mit der Sie eine Aufgabe erledigen. Es ist viel mehr eine Philosophie und die Art und Weise, wie Sie mit dem Leben und seinen vielfältigen Herausforderungen umgehen. Das persönliche Mindset. Und das nicht nur einmalig, sondern jeden Tag aufs Neue und in jeder denkbaren Situation. Vom Brötchen kaufen beim Bäcker bis hin zum Millionen-Deal in der Firma. Es ist die Art und Weise, wie Sie denken, reden, morgens aufstehen und abends zu Bett gehen. Wie Sie mit ihren Kindern spielen und mit ihren Kunden umgehen. Wie Sie reagieren, wenn alles glatt läuft, und wie Sie es machen, wenn der Wind des Lebens ihnen direkt und scharf ins Gesicht bläst. Es ist dabei nicht so sehr, dass „was“ Sie tun, sondern vor allem das „wie“ und ganz besonders das „warum“.

Aus dieser Definition wird deutlich, dass Ihre Attitüde eine Kombination aus Ihren Werten, Überzeugungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Ihrem Wissen und den sieben Erfolgsschlüsseln ist. Und wie so oft ist das Ergebnis auch im Falle von Attitüde mehr als die Summe der einzelnen Teile, denn es handelt sich um eine sich selbst verstärkende Spirale. Ihre Attitüde prägt ihre Handlungen und Gewohnheiten.

Und die Ergebnisse dieser Verhaltensweisen beeinflussen und verstärken im Gegenzug auch wieder die Attitüde und deren einzelne Komponenten. Die richtige Attitüde versetzt Sie in die Lage, sowohl kongruent (verbal und nonverbal im Einklang), als auch authentisch (in Übereinstimmung mit ihren Überzeugungen und Werten) zu kommunizieren. Dies führt zu einer dramatisch höheren Qualität von Entscheidungen und damit zu besseren Ergebnissen. Diese drücken sich dann wiederum in ihrer ganz persönlichen Lebensqualität aus. Oder in einer einfachen Formel zusammengefasst:

Die Kombination der sieben Erfolgs-Schlüssel = Erfolgs-Attitüde

Erfolgs-Attitüde + Handeln = Erfolg und hohe Lebensqualität

attitüde deutsch

Attitüde verändern: Erfolg oder Mittelmaß 

Attitüde ist eine ganz bestimmte Form der inneren Einstellung, mit der Sie ihre Ziele und Visionen erreichen können. Und das besser, schneller und eleganter. Die Basis, auf der später alles Weitere aufbaut, ist ihre Grundhaltung, mit der Sie täglich in die Welt hinaus gehen. Worauf legen Sie ihren Fokus? Was ist das Leitbild ihres Lebens? Ist ihr metaphorisches Glas eher halb voll oder halb leer? Einer meiner Mentoren hat mir vor Jahren einmal einen Satz mit auf den Weg gegeben, der mich bis heute noch begleitet:

Wer etwas will, der findet Lösungen. Wer etwas nicht will, der sucht nach Gründen, warum es nicht geht.

Wer positiv denkt und handelt, der hat einfach eine andere Energie und Einstellung, als jemand, dessen Gedanken sich hauptsächlich um Probleme, Horrorszenarien oder negative Dinge drehen. Denn Ihr Gehirn speichert jede Information sorgfältig und zuverlässig ab, mit der Sie es füttern. Es bildet neue Synapsen und die berühmten neuronalen Datenautobahnen. Je breiter diese sind, desto stärker sind wiederum ihre Überzeugungen und ihre innere Haltung. Füttern Sie ihr Gehirn (und natürlich auch ihre Seele) also regelmäßig mit positiven Dingen, mit kreativen Fähigkeiten und neuem Wissen.

Wie sieht nun die ideale Erfolgs-Attitüde aus? Schauen wir uns doch im ersten Schritt einmal die perfekte innere Haltung an, mit der Sie garantiert keinen Erfolg haben werden.

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Attitüde Beispiel: Negative Eigenschaften

  • Sie sind der Meinung, bereits alles zu können und zu wissen
  • Sie machen die äußeren Umstände für ihre eigene Situation verantwortlich
  • Sie suchen die Schuld für die eigenen Ergebnisse bei anderen Menschen
  • Sie benutzen regelmäßig folgende Sätze: „Kenne ich schon“, „Weiß ich alles“ und „Das klappt nie“
  • Wenn Sie eine Chance sehen, denken Sie automatisch „das kann ich nicht“, „das darf ich nicht“ oder „wo kämen wir denn dahin“
  • Sie haben Angst vor Veränderungen
  • Sie haben das Gefühl, in Zwängen und Notwendigkeiten gefangen zu sein
  • Sie sind satt und zufrieden
  • Sie legen ihren Fokus auf Ausreden und Gründen
  • Sie werten und beurteilen schnell
  • Sie machen sich viele Sorgen und neigen zum Grübeln und Zweifeln
  • Ihre große Erfüllung ist es, wenn Sie mit Kollegen gemeinsam jammern können
  • Sie sind ablehnend gegenüber neuen Ideen, Konzepten und Vorschlägen
  • Sie geben schnell auf, wenn Sie mit Schwierigkeiten konfrontiert werden

Sollten Sie sich in irgendeinem dieser Punkte wiedergefunden haben, dann ist es höchste Zeit, etwas zu ändern. Zum Glück ist es auch nicht besonders schwer, sich eine Erfolgs-Attitüde anzueignen. Damit Sie wissen, wie diese genau ausschaut, sehen wir uns nun zum Vergleich genau das an, nämlich die positive innere Haltung, mit der Sie Erfolg und Erfüllung in ihr Leben ziehen werden.

Attitüde Beispiel: Positive Eigenschaften

  • Sie sind offen gegenüber neuen Ideen, Konzepten und Vorschlägen
  • Sie denken positiv und glauben fest daran, dass genug für alle da ist
  • Sie übernehmen die Verantwortung für die eigene Situation und die erzielten Ergebnisse
  • Sie haben die Bereitschaft, lebenslang zu lernen und zu wachsen
  • Sie schaffen sich permanent neue Wahlmöglichkeiten
  • Sie umarmen Veränderungen und betrachten diese als Geschenk des Lebens
  • Auch in schwierigen Situationen suchen Sie immer nach Lösungen
  • Sie benutzen regelmäßig folgende Sätze regelmäßig: „Das klingt spannend“, „Wie könnte ich dieses Ziel erreichen?“ und „Was kann ich daraus lernen?“
  • Sie glauben an sich selbst und daran, dass Sie jeden Erfolg dieser Welt verdient haben
  • Sie bauen ihre eigenen Stärken aus und machen ihre Schwächen zu Stärken
  • Sie sehen Fehler als Chance zum persönlichen Wachstum
  • Sie haben die Bereitschaft, hart und diszipliniert zu arbeiten
  • Sie richten ihren Fokus auf Chancen und Möglichkeiten
  • Sie sind neugierig und offen (Was würde passieren, wenn ich…)
  • Sie sind risikobereit und leben leidenschaftlich
  • Sie fühlen sich persönlich für ihr Leben, ihren Erfolg, ihre Mitarbeiter und ihre Mission verantwortlich
  • Sie sind jederzeit bereit, die „extra Meile“ zu gehen (Schließlich gibt es dort niemals Stau)
  • Sie haben die 7 Erfolgs-Schlüssel in ihr Leben integriert und verstehen diese als Fundament der inneren Haltung
  • Sie haben keine Attitüde, sie leben Attitüde und strahlen diese aus

Was ist Attitüde?

Sehen Sie den Unterschied zwischen den beiden Einstellungen? Der Art und Weise wie erfolgreiche Menschen mit dem Leben und seinen Herausforderungen umgehen, und wie es der Rest tut? Eines wird sehr schnell deutlich: Attitüde hat nichts damit zu tun, was ihnen den ganzen Tag über passiert. Es ist vielmehr die Art und Weise, wie Sie mit diesen Dingen umgehen.

Wohl jeder von uns kennt Tage, an denen vom ersten Moment an alles schiefgeht. Sie stehen mit dem falschen Bein auf. Draußen regnet es in Strömen, Sie vergessen die wichtigen Vertragsunterlagen auf dem Küchentisch und zu allem Unglück verpassen Sie auch noch den Bus. Nachdem Sie auf der Arbeit mit einiger Verspätung angekommen sind, brüllt Sie zuerst der schlecht gelaunte Chef an und dann müssen Sie sich auch noch den ganzen Vormittag mit nörgelnden Kunden und unzufriedenen Kollegen herumschlagen.

Bereits Mittags wünschen Sie sich, dass der Tag hoffentlich bald ein Ende hat. Auch wenn ich etwas überzeichnet habe, kommt ihnen diese Beschreibung bekannt vor? Und jetzt kommt die Preisfrage: Was können Sie von diesen Dingen beeinflussen? Das Wetter auf keinen Fall. Den Fahrplan des Busses ebenso wenig. Und auch die Launen und Verhaltensweisen ihres Chefs, der Kollegen und Kunden liegen außerhalb ihres Einflussbereiches. Denken Sie immer an eine unumstößliche Tatsache:

Der einzige Mensch, den Sie ändern können, sind Sie selbst.

Die Umstände sind, wie sie sind. Sie können Sie nicht ändern. Doch was Sie sehr wohl ändern können, ist die Art und Weise, wie Sie auf diese Umstände reagieren. Lassen Sie es zu, sich von diesen äußeren Gegebenheiten runterziehen und negativ beeinflussen zu lassen? Geben Sie anderen Menschen die Schuld für ihre schlechte Laune und ihre negative Verfassung?

Dann hören Sie bitte sofort damit auf! Denn die Verantwortung für ihre Gefühle, Handlungen und Reaktionen liegt einzig und allein bei ihnen. Sie haben in jeder Situation in ihrem Leben die Wahl, in welche Richtung Sie denken und handeln. Ob Sie negativ oder positiv fokussiert sind. Sie haben die Wahl. Mit welcher inneren Haltung wollen Sie ihre Ziele und Träume im Leben angehen? Wählen Sie den maximalen Erfolg oder sind Sie mit Mittelmaß zufrieden?

Attitüde Coaching

Natürlich erhalten Sie eine solche Attitüde nicht über Nacht. Aber heute ist der beste Tag für die bewusste Entscheidung, sich eine innere Haltung anzueignen, die Ihnen die Erfolge im Leben bringt, von denen Sie träumen. Finden Sie nicht auch? Aber denken Sie bitte daran, dass es mit einer einmaligen Entscheidung nicht getan ist. Ihre neue Attitude will behutsam aufgebaut und gepflegt werden. Sie müssen jeden Tag aufs Neue wählen.

Je nachdem, wo Sie heute stehen, kann es ein langer und manchmal steiniger Weg werden. Doch eines kann ich ihnen versprechen: Es lohnt sich. Denn wenn Sie erst einmal mit einer positiven Attitüde ausgestattet sind, werden Sie nicht nur eine besondere persönliche Erfüllung spüren, sondern auch beruflich eine neue Stufe der Erfolgsleiter erklimmen. Freuen Sie sich also, dass Sie jeden Tag aufs Neue an ihrer inneren Haltung arbeiten dürfen. Treffen Sie diese Entscheidungen daher mit Freude und Leidenschaft.

Ihre Attitüde wählen zu können ist ein Ausdruck ihrer persönlichen Freiheit und ein Geschenk, dass Sie sich täglich selbst machen können. Aber bedenken Sie, die bewusste Entscheidung für eine positive Attitüde ist nicht einfach ein Programm, das Sie abarbeiten oder eine Initiative, die Sie starten können. Es ist ein Lebensgefühl, dass Sie vom Zeitpunkt der Entscheidung begleiten und zu einer hohen Lebensqualität und nachhaltiger Erfüllung führen wird.

Attitüde Check: Sind Sie bereit, eine Entscheidung zu treffen? ​

Die innere Haltung ist die Grundlage und Voraussetzung für alles in ihrem Leben. Ja, wirklich alles.

  • Attitüde ist die Grundlage für ihre Stimmung
  • Attitüde ist die Grundlage für ihr Selbstbewusstsein
  • Attitüde ist die Grundlage ihrer Kommunikation
  • Attitüde ist die Grundlage ihrer Beziehungen
  • Attitüde ist die Grundlage ihrer Denkprozesse
  • Attitüde ist die Grundlage ihrer Motivation
  • Attitüde ist die Grundlage wie Sie sich und die Welt wahrnehmen
  • Attitüde ist die Grundlage ihrer Wirkung nach Innen und Außen
  • Attitüde ist die Grundlage ihrer Reaktionen und Handlungen
  • Attitüde ist die Grundlage ihres Erfolges

 

Die innere Haltung bestimmt Ihre Ergebnisse im Leben

  • Attitüde bestimmt ihre Karriere
  • Attitüde bestimmt ihren unternehmerischen Erfolg
  • Attitüde bestimmt ihre Marke und Persönlichkeit
  • Attitüde bestimmt ihren Service und ihre Kundenorientierung 
  • Attitüde bestimmt ihren Umsatz und Gewinn
  • Attitüde bestimmt ihre Ehe und Partnerschaft
  • Attitüde bestimmt ihre Familie
  • Attitüde bestimmt ihren Lebensstil
  • Attitüde bestimmt ihre Gesundheit
  • Attitüde bestimmt ihr Glück
  • Attitüde bestimmt ihre Zufriedenheit
  • Attitüde bestimmt ihr Leben

Haben Sie ihre Entscheidung getroffen? Dann berichten Sie mir gerne über Ihre Erfahrungen und schreiben mir in einem Kommentar, wie Sie zum Thema Attitüde Deutsch und innere Haltung stehen.

MINDSET ÄNDERN – SO KLAPPT ES MIT DEM SHIFT DER INNEREN HALTUNG

Mindset ändern. Glaubt man den schlauen Büchern und den oftmals noch schlauer klingenden Posts im Internet, dann will die große Mehrheit exakt das. Den Mindset Shift. Die innere Haltung neu auszurichten. Die Attitüde so zu transformieren, dass es dabei hilft, die eigenen Ziele und Träume erfolgreich umzusetzen. Auch wenn das Thema für die breite Masse höchstwahrscheinlich keine große Relevanz besitzt, so steigt die Bedeutung im Businesskontext von Jahr zu Jahr immer weiter. Als Keynote Speaker zum Thema Veränderung darf ich die unterschiedlichsten Unternehmen bei Change Management Prozessen begleiten.

Und wirklich alle erfolgreichen Brands haben „Mindset ändern“ als eine Top-Priorität ausgerufen. Kein Wunder, denn immer mehr Vorstände, Geschäftsführungen und Leader (m/w/d) haben begriffen, dass Skills, Fähigkeiten und Wissen jederzeit gelernt bzw. trainiert werden können. Aber das Mindset ist etwas, was sehr stark mit der Persönlichkeit zusammenhängt. Bevor wir uns aber anschauen, ob es überhaupt möglich ist, das eigene Mindset (oder sogar das von anderen Menschen) zu verändern, wollen wir noch einen Schritt zurückgehen, und klären, was genau sich überhaupt hinter dem Begriff des Mindsets verbirgt.

Was bedeutet Mindset – Attitüde, innere Haltung oder Einstellung?

Die Definition des Mindsets ist gar nicht so einfach. Die naheliegendste Variante wäre es, den Begriff einfach aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen. Dies ist allerdings so gut wie unmöglich, denn es gibt ganz einfach keine eindeutige Übersetzung. Denn das angelsächsische „The Mind“ ist mehr als nur der intellektuelle Teil des Gehirns, der für das Denken zuständig ist, was alleine dadurch klar wird, dass man von einem conscious mind und einem unconscious mindspricht. Am ehesten trifft es wohl das Folgende: Der Begriff Mind beschreibt die Summe unserer Erfahrungen, Glaubenssätze, Werte und Fähigkeiten.

Und diese ganze Summe sorgt dafür, dass wir in bestimmten Mustern denken und aus diesen Mustern unsere Strategien ableiten, nach denen wir entscheiden und handeln. Unser Mindset sorgt dafür, warum wir bestimmte Dinge tun, wie wir Dinge tun und andersherum, warum wir bestimmte Dinge eben nicht tun. Wenn es eine vage Übersetzung geben würde, wäre es die Haltung, die innere Einstellung, die Mentalität bzw. die Attitüde. Doch all das trifft es eben nur zum Teil. In meinem ausführlichen Artikel zur Definition und Bedeutung des Themas Mindset habe ich den Begriff daher wie folgt definiert:

„Das Mindset basiert auf unserer Identität und ist die Summe unserer Werte, Überzeugungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften, Gewohnheiten, Entscheidungsstrategien und unserer generellen Attitüde dem Leben gegenüber. Es ist weniger das, WAS wir tagtäglich tun, sondern vor allem die Art und Weise, WIE wir es machen und der Purpose (emotionaler Grund), also das WARUM und WOFÜR.“

Mindset ändern – Darum geht es in Wirklichkeit gar nicht

Nachdem wir nun die begrifflichen Grundlagen gelegt haben, ist es Zeit, dass wir Klartext reden. Wenn Menschen davon sprechen, dass sie ihr Mindset ändern wollen, oder Unternehmen deutlich machen, dass den Veränderungen der Zukunft nur mit einem entsprechenden Mindset Shift erfolgreich begegnet werden kann, dann geht es in Wirklichkeit um etwas vollkommen anderes, nämlich um eine Veränderung des konkreten Verhaltens. Warum? Weil man mit den aktuellen Ergebnissen nicht zufrieden ist. Weil man – um sich den massiv veränderten Rahmenbedingungen anzupassen – neue Ziele gesetzt, Strategien entwickelt und Maßnahmenpläne formuliert hat.

Doch diese haben mit dem aktuellen Status Quo selten etwas gemeinsam. Ganz im Gegenteil. Nicht selten ist der Weg Richtung Zukunft radikal verschieden, von den Dingen, die man bisher gewohnt war. Und natürlich ist ein Mindset Shift dafür notwendig, aber viel wichtiger ist die Veränderung des Verhaltens.

Mindset ändern Übungen

Und schon geht es ums Eingemachte, denn wenn in Unternehmen ein (in der Regel notwendiger) Mindset Shift angekündigt wird, und das Thema „Mindset ändern“ auf einmal ganz oben auf der Prioritätenliste steht, dann ist die dahinterliegende Aussage i.d.R. die Folgende: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ich hasse diesen Begriff übrigens, doch dazu in einem anderen Blogartikel bald mehr) sind so wie sie sind, für die Zukunft nicht optimal vorbereitet.

Entweder sie verändern ihre generelle Einstellung, oder wir müssen uns über Alternativen Gedanken machen. Ich bin mir der Gefahr bewusst, auf der ich mich argumentativ bewege, denn natürlich bedarf es für die aktive Gestaltung der Zukunft eine andere Mentalität als für die passive Verwaltung des Status Quo. Doch Menschen sind nun mal wie sie sind, und es ist unfassbar schwer, von heute auf morgen eine Wendung um 180 Grad zu vollziehen.

Es ist daher essenziell, sich immer wieder daran zu erinnern, was tatsächlich das Ziel ist, wenn man das Mindset ändern will: Bessere Ergebnisse, neue Verhaltensweisen und eine hohe Motivation, die Zukunft bei den Hörnern zu packen und Veränderungen aktiv zu gestalten. Wenn Du Dein Mindset ändern willst, ist es daher sehr empfehlenswert, das Pferd von hinten aufzuzäumen und Dich auf die folgenden drei Faktoren zu konzentrieren:

Mindset ändern– Erfolgsfaktor #1 – Bewusste Reflexion

Nur was uns bewusst ist, können wir auch verändern. Doch weit über 90 % des Tages sind wir im Autopilotmodus unterwegs und überlassen unsere Entscheidungen, Handlungen und Denkweisen unserem Unterbewusstsein. Dies kann sehr kraftvoll sein, wenn diese unbewussten Muster für uns positiv und förderlich sind. Es gibt nur ein Problem. All diese Automatismen wirken genauso zuverlässig bei negativen, kontraproduktiven und sogar destruktiven Faktoren. In der Praxis bedeutet dies, dass es Menschen gibt, die sich permanent selber sabotieren, ohne dass sie etwas davon mitbekommen. Die nichts mehr wollen, als erfolgreich zu sein, deren unbewusste Muster aber auf das genaue Gegenteil programmiert sind.

All das klingt erst einmal tragisch. Ist es auch. Es ist aber auch relativ einfach (nicht leicht!) zu verändern. Und der Schlüssel lautet Reflexion. Denn je bewusster Du Dir Deines aktuellen Mindsets bist, desto einfacher wird es für Dich, notwendige Veränderungen zu initiieren. Folgende herausfordernde Fragen können Dir bei der Status Quo Analyse eine wichtige Hilfe sein. Und nur zur Sicherheit, die Fragen an sich sind natürlich einfach. Herausfordernd ist es, sie offen und schonungslos ehrlich zu beantworten:

  • Wo liegt mein genereller Fokus im Leben?
  • Wie gehe ich mit Veränderungen um?
  • Wie offen bin ich für neue Ideen?
  • Wie begeisterungsfähig bin ich?
  • Wie kommuniziere ich?
  • Wie wirke ich auf andere?
  • Welche konkreten Verhaltensweisen will/muss ich verändern, um meine Ziele zu erreichen?

 

Die Antworten – insbesondere die letzte – werden Dir beim nächsten Erfolgsfaktor eine große Hilfe sein.

Mindset ändern – Erfolgsfaktor #2 – Mutige Entscheidungen und Commitment

Der größte Shift den Du in Sachen Mindset machen kannst, ist die Erkenntnis, dass Veränderung nicht ist, wovor man Angst haben müsste. Ganz im Gegenteil, es ist die einzige Möglichkeit, um besser zu werden, sich weiterzuentwickeln und persönlich zu wachsen. Es ist die einzige Möglichkeit, um die riesigen Chancen zu nutzen, die überall um uns herum nur darauf warten, erkannt und genutzt zu werden. Deshalb bin ich es auch nicht leid, es immer wieder zu betonen, dass der persönliche Umgang mit Veränderung die wichtigste Schlüsselkompetenz der Zukunft sein wird. Und egal, um welche Form von Change es sich auch handeln mag, nachhaltige Resultate beginnen immer mit einer unumstößlichen Entscheidung für die Veränderung.

Für die neuen Wege. Für die Zukunft. Doch eine Entscheidungs-Schwalbe (ich gebe zu, dieses Wort habe ich mir gerade für die Metapher ausgedacht), macht noch keinen Sommer. Sie kann nur wirken, wenn sie mit dem entsprechenden Commitment unterfüttert wird. Dem Commitment, Verantwortung für die Ergebnisse zu übernehmen. Für die guten, wie die schlechten. Und unabhängig der eigenen Motivation (denn diese ist niemals dauerhaft hoch), das Vorhaben auf jeden Fall durchzuziehen. Einfach weil man sich selber das Wort gegeben hat. Und das eigene Wort ist heilig. Bei Dir doch auch, oder?

Und apropos Entscheidungen, je mehr Du Dich traust, mutige Entscheidungen zu treffen, desto mehr wirst Du in Situationen geraten, die außerhalb Deiner gewohnten Komfortzone liegen. Doch nur dort kannst Du wachsen und Dich weiterentwickeln. Und damit nachhaltig Dein Mindset ändern.

Mindset ändern – Erfolgsfaktor #3 – Nachhaltige Gewohnheiten

Last but not least gilt es, kraftvolle und insbesondere nachhaltige Gewohnheiten zu etablieren. So wie es niemals genug ist, einmal Salat zum Mittag zu essen, wenn man sich vorgenommen hat, dauerhaft abzunehmen, so bedarf es auch bei allen anderen Zielen regelmäßiger Wiederholung von neuen Entscheidungsstrategien, Denkmustern und Verhaltensweisen. Eines meiner Lieblingszitate (dessen Urheber leider nicht eindeutig zuzuordnen ist) lautet: „Gewohnheiten sind wie Schienen. Es ist anstrengend und dauert lange, sie zu verlegen. Aber wenn sie erst einmal da sind, dann führen sie dich sicher und zuverlässig ans Ziel.“ 

Und genau das können sie auch für Dich tun. Wenn Du die neuen Strategien, Muster oder Verhaltensweisen jeden einzelnen Tag (ja wirklich jeden) bewusst in Deinen Alltag einbaust. Und zwar so lange, bis sie Dir in Fleisch und Blut übergegangen sind. Bis sie zu einem neuen, unbewussten Automatismus geworden sind, der ab sofort seinen treuen Dienst für Dich tun wird.

Mindset entwickeln statt Mindset ändern

Nachdem wir uns die drei wichtigen Erfolgsfaktoren für einen Mindset Shift angesehen haben, möchte ich noch kurz auf die Kausalität hinweisen. Auf der einen Seite bestimmt unser Mindset natürlich unser Denken und unsere Handlungen. Doch die Medaille hat wie so oft zwei Seiten, und auf lange Sicht prägen unser Denken und unser Verhalten eben auch unser Mindset. Wir werden zu dem, was wir regelmäßig und täglich tun.

Und dieses Wissen können wir nutzen, wenn wir unser Mindset ändern wollen. Denn mit der Hauruck-Methode ist dieses Vorhaben fast schon zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Unser Mindset und unsere Identität sind nämlich so eng miteinander verknüpft, dass es unglaublich schwer ist, hier eine Veränderung herbeizuführen. Und wenn, dann schon gar nicht kurzfristig (Wenn Dich die Hintergründe interessieren, dann lies Dir unbedingt meinen Artikel zum Change Diamanten durch).

Die einzige Möglichkeit, einen wirklich dauerhaften Mindset Shift zu erreichen, ist in das neue Mindset hineinzuwachsen. Indem wir uns als Persönlichkeit weiterentwickeln, in dem wir neue Erfahrungen machen. Indem wir die Erfolgsfaktoren Bewusstheit, mutige Entscheidungen & Commitment und kraftvolle Gewohnheiten dazu nutzen unser Mindset wirklich dauerhaft zu verändern.

Wie kannst du dein Mindset ändern? Das Quick and Dirty Framework

Da ich weiß, wie wichtig Frameworks und Modelle bei der Entwicklung und Veränderung von Soft Skills sind, möchte ich Dir abschließend noch eine Quick and Dirty Variante des Mindset Shifts mit auf den Weg geben, welche auf der Struktur einer JEDEN erfolgreichen Veränderung beruht:

  1. Ein unbewusstes Muster oder Verhalten identifizieren.
  2. Dieses Muster oder Verhalten an die bewusste Oberfläche holen und eine gewünschte Alternative formulieren.
  3. Diese Alternative so häufig bewusst anwenden, bis sie wieder automatisiert im Unterbewusstsein wirken kann.

Angewendet auf das Thema „Mindset ändern“ lässt sich dieses Framework wie folgt formulieren:

  1. Analysiere dein jetziges Mindset
  2. Entwickle und definiere mögliche Handlungsfelder
  3. Arbeite fokussiert daran und begleite diese Transformation dauerhaft über einen längeren Zeitraum (gerne auch mit Hilfe eines guten Coaches, mein eigenes Angebot findest Du hier)

Wenn du tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest, verweise ich an dieser Stelle auch auf mein Buch „The Change Maker Mindset: How Innovation and Change Start with Inner Transformation“.

Als Persönlichkeit wachsen – Die beste Methode, um die innere Haltung zu verändern

Ich hoffe sehr, dass es mir mit diesem Artikel gelungen ist, etwas Licht ins Thema Mindset ändern zu bringen. Noch mehr hoffe ich, dass klar geworden ist, dass das eigene Mindset nicht einfach mal so von jetzt auf gleich verändern kann (und das von anderen Menschen überhaupt nicht). Am Ende des Tages ist die Lösung wie so häufig sehr einfach, aber leider überhaupt nicht leicht. Es geht darum, als Persönlichkeit zu wachsen. Und je mehr man wächst, desto mehr entwickelt sich auch das eigene Mindset. Begibt man sich also auf den Weg des Changemakers, dann kommt es im Laufe des Prozesses von ganz alleine zum so häufig zitierten und erhofften Mindset Shift.

Abschließend aber noch ein Wort der Warnung. Diese Kausalität gilt natürlich auch für die umgekehrte Richtung. Denn wenn man sich nicht mehr weiterentwickelt, nur noch den Status Quo verwaltet und sich an der guten, alten Zeit festklammert, dann verändert sich auch in diesem Fall das Mindset mit. Allerdings in eine negative Richtung, die in Frustration, Zynismus und Veränderungsresistenz mündet.

Die gute Nachricht daher ganz zum Schluss: Es ist definitiv möglich, das eigene Mindset zu ändern. Wenn man bereit ist, einen Marathon zu laufen, und nicht auf einen Sprint hofft. Und wie es schlussendlich aussieht ist definitiv keine Laune des Schicksals, sondern eine ganz bewusste Entscheidung, die jeder und jede von uns ganz für sich treffen muss.

Ich habe meine Wahl schon vor langer Zeit getroffen. Wie lautet Deine?

Herzlichst, Dein

Unterschrift

Mindset Deutsch – Definition, Tipps und Bedeutung

„Ganz klar, es geht um eine Veränderung des Mindsets.“ Diese Antwort höre ich wohl so oft wie keine zweite, wenn ich meine Kunden im Briefinggespräch vor einer Keynote Speech danach frage, was das Hauptziel meines Vortrags sein soll. Kein anderer Faktor steht so sehr im Mittelpunkt, wenn es um nachhaltige Veränderungen von Individuen oder ganzen Organisationen geht, wie der des Mindsets. Aber Mindset Deutsch? Der Begriff ist in aller Munde. Ich höre ihn täglich von Führungskräften erfolgreicher Unternehmen, von Lifestyle Coaches auf Instagram und sogar von meiner neunjährigen Tochter, die mir vor ihrer letzten Mathearbeit mitteilte: „Das Lernen der Formeln ist gar nicht so wichtig, Papa. Das Mindset ist viel entscheidender.“

Mindset Deutsch – Was ist das Mindset eigentlich?

Und in der Tat ist es so, dass der Begriff „Mindset“ aktuell so häufig verwendet wird, dass man ihn in der Tat als eines der beliebten Buzzwords bezeichnen kann, die man eigentlich gar nicht mehr hören kann. Aber wie genau ist es denn nun beim Thema Mindset? Ist es tatsächlich nur ein inhaltsleerer Begriff oder ein relevanter Erfolgsfaktor? Wie so häufig kommt es wohl vor allem darauf an, was man daraus macht. Denn natürlich gibt es eine bestimmte Personengruppe, die das Label „Mindset“ so ziemlich auf alles klebt, was möglich ist, aber nicht wirklich versteht, was sich hinter dem Wort überhaupt verbirgt. Die vielen selbsternannten Mindset-Coaches auf Social Media lassen grüßen.

Doch es gibt eben auch die andere, praxisorientierte und zukunftsorientierte Verwendung. So ziemlich alle erfolgreichen Organisationen, Unternehmen und Marken, mit denen ich arbeiten darf, haben das Thema Mindset ganz oben auf ihrer Agenda. Weil sie verstanden haben, wie wichtig Soft Skills in der Zukunft sein werden, und dass die innere Haltung wesentlich wichtiger ist, als Fachwissen oder technische Skills (die man sich jederzeit aneignen kann). Doch bevor wir zu tief einsteigen, wollen wir uns zunächst einmal anschauen, was genau sich hinter dem Begriff Mindset überhaupt verbirgt.

Mindset Definition – Was es ist und warum es so wichtig ist

Auf Deutsch ist der aus dem Englischen stammende Begriff Mindset tatsächlich schwer zu übersetzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er oft synonym mit Einstellung, Haltung oder Denkweise verwendet. Das Onlinelexikon Wikipedia definiert Mindset als

„den englischen Begriff für das deutsche Wort Mentalität, was wiederum […] eine vorherrschende psychische Persönlichkeitseigenschaft (Prädisposition) im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe bezeichnet.“

Für mich geht diese Definition noch nicht weit genug. Basierend auf meiner Recherche zu meinen Büchern „Attitüde – Erfolg durch die richtige innere Haltung“ und „The Changemaker Mindset – How Innovation and Change starts with Inner Transformation“ steht der Begriff Mindset auf Deutsch für folgendes:

„Das Mindset basiert auf unserer Identität und ist die Summe unserer Werte, Überzeugungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften, Gewohnheiten, Entscheidungsstrategien und unserer generellen Attitüde dem Leben gegenüber. Es ist weniger das, was wir tagtäglich tun, sondern vor allem die Art und Weise, wie wir es machen und der Purpose (emotionaler Grund), also das warum und wofür.“

Mindset Growth – Die zwei Arten der inneren Haltung

Die wohl bekannteste Forschungsarbeit zum Thema Mindset geht auf die amerikanische Mentalitäts- und Verhaltensforscherin Carol Dweck zurück, die in ihrem Buch „Mindset – Changing the way you think to fulfil your potential“ von einem Fixed Mindset und einem Growth Mindset spricht.

Fixed Mindset

Beim Fixed (zu Deutsch: Starr, unflexibel) Mindset gehen Menschen laut Dweck davon aus, dass ihre Talente, Fähigkeiten und Denkweisen fixe Eigenschaften sind, die entweder vorhanden oder auch nicht vorhanden, auf keinen Fall jedoch veränderbar sind. Menschen mit einem Fixed Mindset sind i.d.R. durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Sie können schlecht mit Niederlagen umgehen
  • Sie vermeiden herausfordernde Situationen, aus Angst vor dem Scheitern
  • Sie sehen sich häufig als untalentiert
  • Sie akzeptieren den Status Quo als unveränderlich
  • Sie geben bei Schwierigkeiten schnell auf

Growth Mindset nach Carol Dweck

Beim Growth (zu Deutsch: Wachstum, Entwicklung) Mindset gehen die Menschen hingegen davon aus, dass die beschriebenen Faktoren veränderbar und ausbaufähig sind, wenn man ausreichend trainiert, lernt und an sich arbeitet. Menschen mit einem Growth Mindset sind i.d.R. durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Sie sind bereit, immer dazuzulernen
  • Sie sehen Fehler als Chance, besser zu werden
  • Sie glauben, dass Wille, Einsatz und harte Arbeit wichtiger sind als Talent
  • Sie sind neugierig, wissensdurstig und offen für Neues
  • Sie kennen ihre Schwächen, sind aber bereit, an diesen zu arbeiten
  • Sie akzeptieren, dass man sich anstrengen muss, wenn man sich persönlich weiterentwickeln möchte

Mindset ändern. Geht das überhaupt?

Kommen wir daher zur entscheidenden Frage: Ist das Mindset eine gegebene Eigenschaft oder kann man es tatsächlich verändern? Die gute Nachricht zuerst: Ja, natürlich kann das eigene Mindset verändert werden. Doch es ist beileibe nicht so einfach, wie man oftmals in den Self-Help Büchern, YouTube Videos und Instagram Posts lesen kann. Es handelt sich nämlich wenige um eine kurzfristige Veränderung vom alten Mindset hin zum neuen Mindset, sondern vielmehr um eine lebenslange persönliche Entwicklung, die niemals so wirklich aufhört. Ich möchte daher ein paar grundlegende Faktoren erwähnen, die für einen nachhaltigen Mindset Shift unabdingbar sind:

  • Bewusstheit: Nur was einem bewusst ist, kann auch verändert werden. Je bewusster du dir deiner eigenen Kommunikation, deines generellen Fokus, deiner Wirkung, deiner Offenheit und deiner Attitüde dem Leben gegenüber bist, desto einfacher wird der Mindset Shift.
  • Offenheit: Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht!“ sollte ab sofort der Vergangenheit angehören. Stattdessen ist eine generelle Offenheit für neue Ideen und neue Wege entscheidend. Denn nur in Situationen, in denen wir vorher noch nie waren, wachsen wir und entwickeln wir uns (und damit unser Mindset) weiter.
  • Fokus: Ja, das Leben ist voller Probleme. Diese sollten auch niemals ausgeblendet oder gar ignoriert werden. Trotzdem ist es wichtig, den Fokus immer auf Lösungen und Möglichkeiten zu richten.
  • Durchhaltevermögen: Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Das gleiche gilt für das Mindset. Es wird Rückschläge geben und du wirst an dir zweifeln. Das ist nicht nur vollkommen normal, sondern eine Notwendigkeit für die persönliche Entwicklung. Erinner dich in diesen Momenten imm daran: Die Arbeit am Mindset ist ein Marathon und kein Sprint.
  • Umfeld: Niemand gewinnt alleine. Das gilt auch für die Veränderung des Mindsets. Denn auf Dauer haben die Menschen in unserem direkten Umfeld eine enorme Wirkung auf uns. Such dir daher Menschen mit einem Growth Mindset, die Dich positiv beeinflussen und dir als Vorbild dienen können.
  • Positivität: Und last but not least, die drei wichtigsten Regeln des Mindset Shifts:
    1. Sei immer positiv.
    2. Sei immer positiv.
    3. Sei immer positiv.

Mindset Deutsch – Ein positive Attitüde ist NICHT positives Denken!

Der letzte Punkt bringt mich zum Abschluss des Artikels zur schonungslosen Wahrheit über eines der wichtigsten, gleichsam aber auch kontroversesten Themen in Verbindung mit dem Mindset überhaupt. Ich spreche vom positiven Denken. Die einen haben sich dieser Philosophie bedingungslos unterworfen, während die anderen es komplett verdammen und als esoterischen Humbug abtun. Das hat natürlich entsprechende Auswirkungen.

Während die Anhänger der ersten Variante mit einem permanenten Dauergrinsen im Gesicht, der rosaroten Brille auf den Augen und einem naiven Vertrauen in Licht und Liebe jedes Problem ganz einfach ignorieren und weglächeln, werden die Gegner des positiven Denkens häufig zu Zynikern, deren Gläser halbleer, die Himmel voller dunkler Wolken und der Alltag meist recht trist ist. Es liegt auf der Hand, dass beide Strategien nicht geeignet sind, ein zufriedenes Leben zu führen. Trotzdem höre ich eine Frage immer wieder: „Ist positives Denken denn jetzt gut oder schlecht?“

Verzeih mir, wenn ich hierauf keine direkte Antwort gebe, aber ich möchte Dich gerne auf einen sehr verbreiteten Fallstrick hinweisen, der hier in Reinkultur zu erkennen ist:

Wenn die Frage falsch ist, dann spielt die Antwort keine Rolle.

Genau das ist hier nämlich der Fall. Die Frage hat einen irreführenden Fokus, und stellt nur einen Aspekt des großen Bildes in den Mittelpunkt, nämlich das Denken. Doch gleichzeitig unterschlägt man die anderen wichtigen Faktoren: Das Handeln, die Gewohnheiten und das generelle Mindset, mit der man das Leben mit all seinen Aufgaben angeht. Darum geht es nämlich, um die grundsätzliche Ausrichtung. Und was die angeht, habe ich eine ganz klare Meinung:

Verschwende Dein Leben nicht mit Negativität, sondern sei positiv. Immer.

Das neueste Wissen, die besten Fähigkeiten und die modernsten Techniken nützen dir überhaupt nichts, wenn du deinen Alltag mit einer negativen Grundhaltung bestreitest. Das heißt im Umkehrschluss übrigens nicht, dass du mit einem positiven Mindset automatisch erfolgreich wirst. Nein, eine auf Chancen und Möglichkeiten ausgerichtete innere Haltung alleine lässt dich noch überhaupt nichts erreichen.

Aber mit einer solchen Attitüde erreichst Du alles besser, als mit einer negativen Grundeinstellung. Seit über zwanzig Jahren studiere ich menschliches Verhalten in all seinen Facetten. Und noch nicht ein einziges Mal ist mir jemand begegnet, der mit einem negativen Mindset positive Ergebnisse erzielt hätte. Mach gerne die Probe auf´s Exempel. Schauen Dich in Deinem Umfeld um. Ich wette mit Dir, dass Du keinen erfolgreichen Menschen finden wirst, dessen DNA auf Negativität gepolt ist. Auf den Punkt gebracht:

Ein negatives Mindset und positive Resultate schließen sich gegenseitig aus.

Mindset Bedeutung: Die Fragen machen den Unterschied

Vergeude Deine Zeit also nicht mit Negativität, sondern konzentrier Dich auf die zahlreichen Chancen und Möglichkeiten. Das bedeutet übrigens nicht, dass man Probleme ausblendet, Risiken nicht erkennt oder sonstige Herausforderungen ignoriert. Ganz im Gegenteil. Der Trick liegt darin, diese Situationen zu erkennen, und gleichzeitig schon in Richtung möglicher Lösungen zu denken. Der Fokus deiner internen Denkmuster ist entscheidend. Die Qualität deiner Fragen bestimmt über die Qualität deiner Ergebnisse. Aber wie sehen diese bei Dir aus?

Über die letzten Jahre habe ich in meinen Seminaren und Coachings eine Liste mit den Fragen erstellt, die ich wieder und wieder höre. Eine kleine Kostprobe gefällig? Hier sind meine Top 10:

Die TOP 10 der problemorientierten Fragen

  1. Warum passiert das immer mir?
  2. Warum schaffe ich es nicht, erfolgreich zu sein?
  3. Warum kann mich in der Firma keiner leiden?
  4. Warum finde ich meine Vision nur nicht?
  5. Warum klappt es bei allen anderen, nur bei mir nicht?
  6. Warum bin ich nicht in der Lage, meine Ziele zu erreichen?
  7. Warum versage ich jedes Mal, wenn es um etwas geht?
  8. Warum ziehe ich Probleme magisch an?
  9. Warum ausgerechnet ich?
  10. Warum ist Veränderung nur so schwer?

Kommt dir da etwas bekannt vor? Diese Fragen haben eines gemeinsam. Sie sind sinnlos. Weil sie rückwärts gerichtet und problemorientiert sind. Aber wie hat schon Albert Einstein treffend festgestellt: „Probleme kann man nicht mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Wie recht er doch hatte. Stellst du dir stattdessen lösungsorientierte Fragen, kommt es umgehend zu einer massiven Verschiebung deines Fokus. Auch hier habe ich dir eine Top 10 vorbereitet:

TOP 10 der lösungsorientierten Fragen

  1. Wie kann ich diese Situation lösen?
  2. Was kann ich daraus lernen?
  3. Wer könnte mich unterstützen?
  4. Wann habe ich schon mal eine ähnliche Aufgabe gelöst?
  5. Was kann ich daraus lernen?
  6. Was benötige ich noch für Ressourcen, um XYZ zu erreichen?
  7. Wie könnte eine Lösung des Problems aussehen?
  8. Wie muss ich mich verändern, um das Ziel zu erreichen?
  9. Welche Chancen lauern in dieser Herausforderung?
  10. Wie muss ich anders denken, um das Ziel zu erreichen?

Mindset trainieren – Ein kleiner Hack mit großer Wirkung

Das ist der kleine, aber feine Unterschied, der einen Unterschied macht. Diesen positiven Fragen folgen nämlich zwangsläufig positive Handlungen, wodurch du positive Ergebnisse erzielen wirst. Eine sich selbst verstärkende Erfolgsspirale entsteht, die sich im Laufe der Zeit tief in deinem Unterbewusstsein verankert, und dort zuverlässig ihren Dienst tut. Natürlich wird es auch mit dem positivsten Mindset weiterhin Situationen geben, die dich ärgern, die dich frustrieren oder in den Wahnsinn treiben. Wunderbar. Dann kommt hier der beste Mindset Tipp, den ich kenne. Bist Du bereit? Here we go:

5 Minuten Jammern ist okay!

Ja, wirklich. Lass für 5 Minuten alles raus. Ärger dich, sei wütend und schrei deine Frustration laut in die Welt. Doch danach gilt die Devise: Positive Fokussierung auf Lösungen und Möglichkeiten. Denn das Leben ist einfach zu schön, um es mit Negativität zu vergeuden. Genieß jeden einzelnen Moment, und transformiere auch die vermeintlich großen Probleme in mindestens genauso große Chancen.

Dein wichtigster Verbündeter neben deinem Mindset ist dabei übrigens ein gerne vergessener Faktor namens Humor. Ja, du hast richtig gehört. Denn Humor öffnet das Tor zu jeder einzelnen Veränderung. Zu den kleinen Herausforderungen des Alltags, aber auch zu den richtig großen Brocken. Wirklich jeder erfolgreiche Mensch, den ich kenne, lacht gerne und viel, ganz besonders übrigens über sich selbst. Denn nur, wer sich selbst nicht allzu ernst nimmt, kann von seinem Umfeld ernst genommen werden. Niemand mag verbitterte, allzeit seriöse und stocksteife Zeitgenossen.

Mindset Shift – Die 3 goldenen Regeln einer positiven Attitüde

Die große Kunst ist es, die vermeintlich kleinen Aufgaben mit einer großen Ernsthaftigkeit anzugehen, und über die schweren, scheinbar unüberwindbaren und oftmals frustrierenden Herausforderungen lachen zu können. Schließen möchte ich diesen Artikel mit den drei goldenen Regeln eines positiven Mindsets:

  1. Sei positiv. Immer. (Hatte ich bereits erwähnt, nicht wahr?)
  2. Nimm Probleme wahr, denke aber gleichzeitig in Chancen und Möglichkeiten.
  3. Humor öffnet das Tor zur Veränderung. Lache viel und oft, und nimm dich selbst nicht zu ernst.

 

Wundervolle Dinge geschehen, wenn Du diese drei Regeln ab sofort zu deinem täglichen Begleiter werden lässt.

Und nun interessiert mich deine Meinung: Wie wichtig ist das Mindset für Dich und welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Motivation zur Veränderung im Team – 5 wirkungsvolle Tipps

Motivation zur Veränderung ist immer der Ausgangspunkt für die aktive Gestaltung der Zukunft und dafür notwendiger Change Management Projekte. Doch mit der Motivation ist das so eine Sache. Denn was sich in der Theorie so leicht und einfach anhört, entpuppt sich in der praktischen Umsetzung häufig als extrem herausfordernd, insbesondere wenn es sich um Veränderungen in einem Team handelt.

Um Dir dabei zu helfen, die notwendige Motivation zur Veränderung zu entwickeln, habe ich in diesem Artikel 5 wirkungsvolle Tipps zusammengestellt, mit denen Du hoffentlich bald häufiger wichtige Entscheidungen treffen und neue Wege gehen kannst.

Motivation zur Veränderung: So klappt es!

Beginnen wir mit ein paar entscheidenden Fragen: Wie entsteht überhaupt dieser berühmte Mut zur Veränderung? Wie gelingt echte und vor allem nachhaltige Motivation, die Dich schwierige Entscheidungen treffen lässt, auch wenn Dir der Wind des Lebens mal wieder mit voller Kraft ins Gesicht bläst?

Um diese Fragen zu beantworten, sollten wir uns eine wichtige Tatsache ins Gedächtnis rufen:  Menschen verändern sich immer nur aus Gründen, die ihnen wichtig sind, und (leider) niemals aus denen, die wir Außenstehenden gerne hätten. Dies bedeutet in letzter Konsequent, dass jede Motivation immer eine intrinsische Motivation ist, die sich von Außen schwer beeinflussen lässt.

Was kannst Du nun aber tun, um Dein Team auf dem Weg der Veränderung mitzunehmen? Das Ziel sollte es natürlich sein, den inneren Antrieb Deiner einzelnen Teammitglieder anzukurbeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen persönliches Wachstum stattfinden kann. Denn wer sein eigenes Potenzial entwickelt, der erfährt von ganz alleine einen erhöhten inneren Antrieb.

Veränderungsresistenz

Es gibt immer wieder Mitglieder in den verschiedensten Teams, die Veränderungen nicht so positiv gegenüberstehen. Denn bestimmte Prozesse hat man immer schon so gehandhabt. Das ist auch okay, denn nur ein geregelter Ablauf von sich wiederholenden Prozessen gibt eine Struktur. Aber „Kenn ich schon, kann ich schon, weiß ich schon“ ist am Ende nicht immer die effizienteste Methode. Diese Einstellung im Team verhindert, dass neue Ideen und Abläufe entstehen und eingesetzt werden können. Das führt auch dazu, dass die Stimmung und die Motivation ohne eine mögliche Veränderung immer weiter sinkt. Das ganze zieht dann seine Kreise. Die schlechte Stimmung hat Auswirkungen auf die interne Kommunikation und die Kommunikation mit den Kunden. Das hat letztendlich auch Auswirkungen auf deinen Umsatz.

Um das zu verhindern, ist es wichtig das Team auf dem Weg der Veränderung abzuholen. Nur durch die richtige Motivation hat dies auch Erfolg. Daher folgen jetzt 5 wirkungsvolle Tipps für Motivation zur Veränderung!

Mut zur Veränderung durch klare Kommunikation

Formuliere deine Anforderungen und Erwartungen sehr genau. Es ist wichtig, das Ziel und die Vision zu nennen und zu erklären. Das gibt deinen Teammitgliedern einen Leitfaden, etwas woran sie sich orientieren können. Dies erreichst du vor allem durch schnelle, faire und zeitnahe Entscheidungen. Dies sind die Voraussetzungen für eine klare Führung.
Ilja beschreibt hier noch das Beispiel mit einem Vakuum. Wenn du nicht klar führst, entsteht für dein Team ein Vakuum, da keine Richtung und keine Ansagen gemacht werden. Das Vakuum wird jedoch wieder befüllt werden. Bist du nicht die Person, die es füllt, kann es sein, dass es nicht mehr deinen Vorstellungen entspricht. Klare Kommunikation und Führung sind wichtig für die Motivation zur Veränderung.

Bedeutung schaffen

Um auf die klare Kommunikation aufzubauen, ist es nun wichtig zu zeigen, wieso die Veränderung so wichtig ist. Mithilfe der klaren Kommunikation zeigst du anhand von „Beweisen“ (Zahlen, Daten, Fakten, Ziele) auf, dass die Veränderung unumgänglich ist. Dies beschreibt die rationale Ebene mit transparenter Kommunikation. Dein Team wird wissen wollen, wieso eine Veränderung so nötig sein soll. Jedoch bilden sie sich damit immer noch ihre Meinung über die Notwendigkeit der Veränderung. Daher ist es wichtig die Veränderung auch auf emotionaler Ebene einzubauen. Dein Team soll das Gefühl bekommen, es als Team anzugehen und sich so gegenseitig mit zu nehmen. Mit der geschaffenen Bedeutung hast du dein Team auf den Weg zur Veränderung gebracht.

Motivation durch Aktives Zuhören

Nimm dir Zeit! Ohne deine Teammitglieder kommst du nicht voran, daher ist es wichtig deinem Team zuzuhören. Habe ein offenes Ohr für Probleme, Herausforderungen, Sorgen, aber auch für kritisches Feedback und kreative Ideen. Durch das Zuhören lernst du dein Team besser kennen. Wenn du dir also der individuellen Stärken und Schwächen deines Teams bewusst bist, kannst du diese gezielt einsetzen und die Ideen auch umsetzen.

Entscheidungen treffen

Dein Team möchte gehört werden und auch klare Aussagen bekommen. Wenn du also eine Entscheidung triffst, ist es wichtig, dass sie einerseits klar formuliert ist, aber auch auf bestehenden Regelungen basiert. Wirkt die Entscheidung aus der Luft gegriffen, ist es nicht nachvollziehbar und die Stimmung und Motivation sinken wieder. Mache also von Anfang an klar, welche Dinge nicht verhandelbar sind und welche Dinge viel Raum für offene Diskussion geben. Entscheide dich schnell und fair, damit dein Team nicht im unklaren ist und kein Vakuum entstehen kann.

Always go first

Sei du, die oder der erste, wenn eine Herausforderung auf euch zukommt. Eine(n) erfolgreiche(n) Leader(in)  wirst du immer dort antreffen, wo es gerade brennt. In solchen Situationen zeigst du, dass du ein Team führen kannst, plausible Entscheidungen triffst und ein offenes Ohr hast. Nur, wenn du Mitten im Geschehen bist, kannst du ein Vorbild sein und auch als solches anerkannt werden. Gelingt dir das, ist das Team bereit und motiviert mit dir den Weg der Veränderung zu gehen.

Wille zur Veränderung

Mit diesen fünf Tipps kann es dir gelingen veränderungsresistente Teammitglieder auf dem Weg zur Veränderung einzusammeln und mitzunehmen. Bedenke dabei, dass du eine klare Richtung vorgibst, ein offenes Ohr hast und ein Vorbild für das Team bist.

Wenn du schonmal in einer solchen Situation warst, kannst du uns gerne berichten, wie du diese gemeistert hast und welche Erfahrungen du damit gemacht hast. Hinterlasse dafür einfach hier oder auf YouTube unter der passenden Folge ein Kommentar.

 

Nachhaltiges Mindset gestalten in 3 einfachen Schritten

Wenn Du ein nachhaltiges Mindset gestalten willst, dann findest Du in diesem Artikel drei kurze, knackige, dafür aber wirkungsvolle Tipps, um Deine Attitüde neu auszurichten und den Fokus auf Chancen, Möglichkeiten und Lösungen, und damit auf die aktive Gestaltung der Zukunft zu richten. Wenn Du tiefer in das Thema „Nachhaltiges Mindset ausrichten“ einsteigen möchtest, dann findest Du ausführliche Hintergründe in meinem Artikel „Mindset – Was es ist und warum es so wichtig ist„.

Nachhaltiges Mindset gestalten – Aber wie funktioniert das?

Wenn Du schon mal ein Buch zum Thema Persönlichkeitsoptimierung gelesen hast, dann stößt Du früher oder später auf den Ratschlag, Dein Mindset zu gestalten. Es weiterzuentwickeln und es von einem Static Mindset zu einem Growth Mindset zu verändern. Auf dem Papier hört sich das leicht an. Aber wie funktioniert das denn eigentlich genau in der Praxis? Und vor allem: Werden die Veränderungen dauerhaft sein?

Auch wenn der dahinterstehende Prozess natürlich sehr komplex und umfangreich ist, so lässt er sich doch auf drei einfache (nicht leichte!!) Schritte herunterbrechen, die ich Dir gerne in diesem Artikel vorstellen möchte.

Ein wichtiger Hinweis dazu: Das Ganze wird nur klappen, wenn Du es als dauerhaftes Projekt angehst, und viel Zeit für das Trainieren, Üben und Entwickeln von Gewohnheiten einplanst. Ein nachhaltiges Mindset gestalten funktioniert nämlich leider nicht per Fingerschnipp. Wenn Du aber bereit bist, in Dein neues Ich hineinzuwachsen, dann können Dir die drei Tipps schon bald treue Dienste leisten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 1 – Analyse des aktuellen Mindsets

Nur wenn Du weißt, wo Du aktuell stehst und wie Dein Mindset ausgerichtet ist, kannst Du die notwendigen Veränderungen zielgerichtet umsetzen. Das bedeutet, dass Du an dieser Stelle einen mutigen Blick in den Spiegel werfen musst und Dir radikal offen und ehrlich beantworten musst, ob Dein aktuelles Mindset eher negativ oder positiv ausgerichtet ist. Um Dir ein paar Ideen bei der Analyse zu geben, habe ich hier noch die wichtigsten Merkmale von Menschen mit einem negativen Mindset für Dich.

Menschen mit einem negativen Mindset…

  1. Sehen das Leben als einen einzigen großen Kampf
  2. Fokussieren sich auf Probleme und wissen jederzeit, was alles nicht geht
  3. Betrachten sich als Opfer der äußeren Umstände
  4. Denken, sie wären „fertig“ und wüssten und könnten schon alles
  5. Sind Meister im Ausreden suchen
  6. Beschweren sich viel und geben sofort auf, wenn etwas nicht klappt
  7. Denken im Mangel und glauben, dass es von allem zu wenig gibt
  8. Malen sich in den buntesten Farben aus, was alles schief gehen kann
  9. Reagieren passiv auf externe Ereignisse
  10. Machen andere Menschen klein

 

Menschen mit einem positiven Mindset hingegen…

  1. Sehen das Leben als großes Geschenk
  2. Fokussieren sich auf Lösungen und denken in Möglichkeiten
  3. Betrachten sich als Schöpfer ihrer eigenen Realität
  4. Folgen der Philosophie des lebenslangen Lernens
  5. Übernehmen Verantwortung. Für die guten und die schlechten Ergebnisse
  6. Akzeptieren Dinge, die sich nicht kontrollieren können und machen das Beste aus jeder Situation
  7. Denken im Überfluss und dass es von allem für alle genug gibt
  8. Träumen groß, setzen sich herausfordernde Ziele und tun alles, um diese zu erreichen
  9. Umarmen Veränderungen und gestalten die Zukunft aktiv
  10. Machen andere Menschen groß

 

Hast Du eine grobe Idee bekommen? Dann kannst Du Dir im nächsten Schritt die Frage stellen, an welchen Stellen Du etwas verändern möchtest. Wo siehst Du den größten Hebel? Und welche Bereiche bieten die besten Quick-Wins? Wenn Du diese Entscheidungen getroffen hast, kannst Du zu Schritt 2 übergehen, um Dein Mindset nachhaltig zu gestalten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 2: Definition klarer Ziele

„Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.“ Dieses Zitat des Philosophen Seneca beschreibt diesen Schritt perfekt. Je genauer Du Dein Ziel formulieren kannst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Du es auch erreichen wirst. Oder konkret: Je präziser und detaillierter Du Dein neues Mindset ausarbeitest, desto nachhaltiger werden die Ergebnisse später aussehen. Folgende Fragen können Dir dabei helfen:

  • Welche Stärken möchte ich ausbauen?
  • Wie genau soll mein neues Mindset aussehen?
  • Welche Glaubenssätze können mein neues Mindset unterstützen?
  • Auf welchen Bereich möchte ich mich fokussieren?
  • Woran werde ich erkennen, dass mein Mindset nachhaltig verändert ist?

 

Im letzten Schritt wollen wir nun sicherstellen, dass Deine neue Attitüde tief in Deinem Unterbewusstsein verankert wird. Und zwar durch kontinuierliche Anwendung und das Bilden von Gewohnheiten.

Nachhaltiges Mindset gestalten Schritt 3 –  Bewusste Integration in den Alltag

Sein Mindset einen Tag lang auf Positivität, das Erkennen von Chancen und die Entwicklung von Lösungen auszurichten ist relativ einfach. Aber wie sieht es mit einer Woche aus? Einem Monat oder sogar mehreren Jahren? An dieser Stelle trennt sich die Spreu schnell vom Weizen. Im dritten und letzten Schritt geht es aus diesem Grund darum, Dein neu gestaltetes Mindset auch dauerhaft beizubehalten. Und dies gelingt am besten durch die ganz bewusste Integration in den Alltag.

Wenn dies lange genug geschieht, dann wird aus dem bewussten Prozess im Laufe der Zeit ein unbewusster Automatismus, der von dann an seine treuen (und positiven!) Dienste für Dich erledigen wird. Wie lange das dauert? Dies ist individuell sehr verschieden. Aber im Schnitt dauert es 66 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren (Ausführlich erklärt im Buch Atomic Habits von James Clear). Gib Dir also mindestens so lange Zeit. Noch besser ist es allerdings, wenn Du die nachhaltige Gestaltung Deines Mindsets nicht als kurzfristiges Projekt ansiehst, sondern als Lebensaufgabe, die niemals endet. Das ist das Prinzip des lebenslangen Lernens, dessen Verinnerlichung zu echten Durchbrüchen führt.

Und wenn Du die Ideen aus diesem Artikel noch etwas ausführlicher erklärt haben möchtest, dann schau Dir doch das passende Video dazu an.

Was sind Werte – Definition, Bedeutung und Wichtigkeit

Werte sind mein absolutes Lieblingsthema. Aus diesem Grund wollen wir uns in diesem Artikel einer wichtigen Frage widmen: Was sind Werte? Sie fragen sich, warum? Weil kraftvolle Werte und nachhaltige Veränderungen einander bedingen. Weil der bewusste Umgang mit Werten darüber bestimmt, ob wir glücklich oder unglücklich sind. Weil der Fokus auf Werte über unseren beruflichen Erfolg bestimmt.

Ich möchte das Thema Werte in diesem Artikel daher etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wir wollen uns anschauen, was Werte genau sind, warum sie so extrem wichtig sind und wie genau man sie definieren und ggf. verändern kann. Haben Sie Lust?

Warum sind Werte wichtig?

Wunderbar, dann lassen Sie uns direkt loslegen. Und zwar mit ein paar harmlos klingenden Fragen, die ich Ihnen gleich zu Beginn stellen möchte.

  • Warum führen Sie das Leben, das Sie führen?
  • Weshalb haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
  • Was ist Ihr Antrieb, wenn es einmal nicht so gut läuft

Die Antwort auf alle drei Fragen lautet: Es sind Ihre Werte. Nichts hat einen so großen Einfluss auf unsere Entscheidungen, Verhaltensweisen und Ergebnisse wie unser inneres Wertesystem. Sie sind der Kompass, an dem wir alles ausrichten. Die Dinge, die wir tun, aber auch diejenigen, die wir nicht tun. Doch schon einmal ein wichtiger Hinweis: Ich spreche in diesem Artikel nicht von diesen fluffigen, wohlklingenden und trendigen Werten, die man auf ein Blatt Papier schreibt (oder in Unternehmen auf Plakate druckt und die Wände damit pflastert).

Nein, ich spreche von den Werten, die tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind, unsere Persönlichkeit definieren und die wir jeden einzelnen Tag leben. Um das besser zu verstehen, wollen wir uns im ersten Schritt einmal die Definition von Werten anschauen.

Werte Definition Deutsch

Was sind Werte eigentlich genau? Je mehr Sie sich mit dem Thema beschäftigen, desto mehr werden Sie eines feststellen: So gut wie jeder hat eine grobe Ahnung und denkt, bereits alles darüber zu wissen. Aber dieses Wissen ist lediglich oberflächlich (ich weiß, wovon ich spreche, ich war auch einmal an diesem Punkt), denn die Beschäftigung und die Definition der eigenen Werte ist ein wenig wie bei Alice im Wunderland. Sobald sie einmal begonnen haben, kennt die Tiefe des Kaninchenbaus keine Grenzen mehr. Was sind Werte denn nun?

Wie immer in solchen Fällen schauen wir bei Wikipedia nach, die folgende Werte-Definition für uns bereitstellt:

„Werte sind erstrebenswert oder moralisch gut betrachtete Eigenschaften, bzw. Qualitäten, die Objekten, Ideen, praktischen, bzw. sittlichen Idealen, Sachverhalten, Handlungsmustern, Charaktereigenschaften beigelegt werden.“

Wenn Sie schon ein paar meiner Artikel oder sogar Bücher gelesen haben, dann wissen Sie, dass ich komplizierte Definitionen überhaupt nicht mag, sondern dass ich kurze, prägnante und insbesondere verständliche Formulierungen bevorzuge. Meine persönliche Werte Definition lautet daher wie folgt:

„Werte sind erstrebenswerte oder ablehnunsgwürdige Eigenschaften, die uns in Entscheidungssituationen als Bewertungsmaßstab dienen.“

„Erm, Ilja, ist das schon alles?“ Ja. Ein einziger Satz, in dem der komplette Kern von Werten beschrieben wird. Damit Sie ein noch besseres Verständnis von dieser Aussage bekommen, möchte ich Ihnen eine kurze (und unvollständige) Auswahl an Werten vorstellen. Dabei stelle ich Ihnen zuerst eine Liste von Werten vor, nach denen wir streben und die für uns positiv belegt sind. Direkt danach folgt eine Übersicht von Werten, die wir gerne vermeiden wollen und die wir als negativ betrachten.

Was sind Werte Beispiele: Positiver Fokus

Positive Werte

Was sind Werte Beispiele: Negativer Fokus

Negative Werte

Was sind meine Werte?

Haben Sie die beiden Listen ein wenig auf sich wirken lassen? Dann möchte ich Ihnen jetzt gerne zwei Fragen stellen:

  1. Was sind Ihre zehn wichtigsten positiven Werte?
  2. Welches sind die zehn Werte, die Sie in Ihrem Leben unbedingt vermeiden wollen?

Ich empfehle Ihnen sehr, sich für diese Überlegung ausreichend Zeit zu nehmen. Und seien Sie bitte bei einer Sache mehr als vorsichtig. Es gibt nämlich einen riesigen Unterschied zwischen den Werten, die wir intellektuell als erstrebenswert erachten und denen, nach denen wir tatsächlich leben und handeln.

Sie können da gerne die Probe aufs Exempel machen. Fragen Sie 100 Personen nach ihren wichtigsten Werten, dann werden Sie in mindestens 90 % aller Fälle Ehrlichkeit als Antwort erhalten. Aber schon in der nächstbesten Konfliktsituation ist es damit dann nicht mehr so weit her und man greift zu Notlügen, verschweigt wichtige Informationen oder traut sich aus Gründen der Political Correctness nicht, seine ehrliche Meinung zu sagen.

Persönliche Werte als Spiegel unseres Verhaltens

Ausschließlich Handlungen sind immer ein direkter Spiegel unserer Werte. Ist uns Pünktlichkeit wichtig, würden wir nie zu spät kommen. Ist Ehrlichkeit ein wichtiger Wert, dann würden wir lieber negative Konsequenzen in Kauf nehmen, anstatt zu lügen. Oder wenn wir Sparsamkeit als erstrebenswert erachten, dann würden wir niemals wahllos mit Geld um uns schmeißen. Generell lässt sich sagen, dass Sie an Ihren Werten exakt erkennen können, was für Sie wichtig ist, und was Sie lieber vermeiden wollen.

Doch zurück zum Spiegel. Ich habe den Zusammenhang zwischen unseren Werten und dem entsprechenden Verhalten vor vielen Jahren auf die harte Tour gelernt. Dazu müssen Sie wissen, dass ich in meinen Listen schon immer den Wert Familie ganz oben stehen hatte. Es kam mir intellektuell immer ganz logisch vor, denn nichts war mir so wichtig wie meine Partnerin und meine damals noch kleine Tochter (die heute bereits eine wunderbare Teenagerin ist).

So wichtig, dass ich es auch regelmäßig all meinen Kollegen, Mitarbeitern und Freunden erzählte. Und ich weiß es noch wie heute, wie mich eines Abends der Schlag der Erkenntnis traf, als mich ein befreundeter Kollege mit folgender Aussage konfrontierte: „Sag mal Ilja, wenn Dir die Familie so wichtig ist, warum sitzt Du dann eigentlich zum vierten Mal in dieser Woche noch um 21 Uhr Abends im Büro?“

Rumms. Das saß. Aus einem ersten Impuls heraus wollte ich meine Gründe darlegen, wollte argumentieren, warum es nur eine Ausnahme war. Aber ich stellte schnell fest, dass alles was ich sagen würde, am Ende nur eine Ausrede sein würde. Zwar eine sehr logisch und plausibel klingende Ausrede, aber so sehr ich auch gerne anders gehabt hätte, es war und blieb eine Ausrede. Und es kostete mich eine Menge Mut, um mir selber den eigentlichen Grund einzugestehen, warum das so war: Mir war zum damaligen Zeitpunkt meine Karriere einfach wichtiger als meine Familie.

Werte sind mehr als nur ein paar wohlklingende Worte auf Papier

Ich gebe zu, dass ich an dieser Erkenntnis ganz schön zu knabbern hatte. Denn meine Familie war in meiner Vorstellung tatsächlich das wichtigste überhaupt für mich. Doch mein Verhalten sagte etwas komplett anderes. Oder wie es ein altes Bonmot sagt: „Ich kann Deine Worte nicht hören, Deine Taten schreien so laut!

Doch ich wollte mich mit diesem Zustand nicht abfinden und wusste, dass ich etwas ändern musste. Grundsätzlich hatte ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich änderte meine Wertehierarchie und akzeptierte es, dass für den Moment meine Karriere die höchste Priorität genoss. Oder aber ich passte mein Verhalten an meine Werte an. Und genau dafür habe ich mich entschieden, indem ich meinen Fokus nicht länger auf Anwesenheit im Büro, sondern auf Effizienz und Ergebnisse gelegt habe. Die Folge war, dass ich nicht nur generell wieder zufriedener war, sondern auch im Job wieder mit mehr Elan und Spaß zu Werke gegangen bin.

Bedeutung Werte für das menschliche Verhalten

Ich hoffe, dass aus diesem Beispiel eine Sache sehr deutlich geworden ist. Die Beschäftigung mit den eigenen Werten klingt theoretisch ziemlich leicht und einfach. Man schreibt ein paar wünschenswerte Begriffe auf, die man gut findet und gerne in seinem Leben hätte. Das Problem ist, dass überhaupt keinen Unterschied macht, was wir auf ein Blatt Papier schreiben. Entscheidend ist nämlich immer, nach welchen Werten wir handeln. Und die sind nicht immer identisch mit denjenigen, die wir gerne hätten. Das liegt an einer einfachen, aber oft übersehenen Kausalität.

Wir bewerten unser eigenes Verhalten, unsere Vorstellungen und Werte immer nach unserer Intention, die von unseren Mitmenschen aber ausschließlich nach deren Ergebnissen.

Würden wir den gleichen Maßstab bei uns selber anwenden, dann würde für viele von uns ein komplettes Weltbild wie ein Kartenhaus zusammenstürzen.

Wie entscheiden Sie sich, wenn es hart auf hart kommt?

Ich möchte Ihnen ein weiteres Beispiel geben. Stellen Sie sich bitte vor, dass Sie auf Ihre Liste die beiden Werte Frieden und Integrität ganz nach Oben gesetzt hätten. Sie sind davon fest überzeugt und würden selbstverständlich niemals gegen Ihre pazifistischen Überzeugungen handeln.

Doch eines Tages befinden Sie sich in einer Notsituation. Sie haben Ihren Job verloren, müssen mehrere Kredite abbezahlen und haben vier hungrige Kinder zu Hause, die sie jeden Abend mit hungrigen Mägen hoffnungsvoll anschauen. Leider ist es nicht so leicht, eine neue Arbeit zu finden, und Ihre Schulden drohen Ihnen langsam über den Kopf zu wachsen.

Bis Sie eines Tages ein phänomenales Jobangebot erhalten. Eine Geschäftsführerposition mit Dienstwagen, großzügiger Altersvorsorge und einem Gehalt, dass Ihre kühnsten Vorstellungen bei weitem übertrifft. Sie wissen: Sie müssen nur Ja sagen und schon wären alle Ihre Probleme gelöst. Sie hätten einen tollen, anspruchsvollen Job.

Ihre Schulden wären auf einen Schlag verschwunden und Ihre Familie hätte wieder genug zu essen. Doch es gibt bedauerlicherweise einen Haken. Das Jobangebot stammt von einer Rüstungsfirma, die Waffen in verschiedene Krisengebiete dieser Welt liefert. Wie entscheiden Sie unter diesen Voraussetzungen? Sind Ihnen Ihre Werte so wichtig, dass Sie ohne mit der Wimper zu zucken auf die finanzielle Absicherung Ihrer Familie verzichten, oder waren der Frieden und die Integrität doch eher eine theoretische Wunschvorstellung?

Wir entscheiden uns IMMER anhand unseres Wertesystems

Auch wenn das jetzt nur eine hypothetische Überlegung war, ist so eine Entscheidung gar nicht so einfach, oder? Und doch agieren wir tagtäglich nach genau diesem Prinzip. Wir entscheiden uns anhand unseres individuellen Wertesystems. Im Kleinen wie im Großen. Im Job, in unseren Beziehungen und in unserem Alltag.

Je gefestigter Ihre Werte sind, desto leichter fällt es Ihnen, eine klare und unumstößliche Entscheidung zu treffen.

Und wie wir später noch sehen werden, beginnt jede nachhaltige Veränderung genau damit. Ich möchte Sie daher gerne dafür begeistern, sich intensiv und ausführlich mit Ihren persönlichen und tiefsten Werten auseinander zu setzen. Denn immer dann, wenn Werte und Verhalten miteinander im Konflikt stehen, dann spüren wir eine gewisse Unzufriedenheit, haben das Gefühl, auf der Stelle zu treten oder erhalten nicht die gewünschten Ergebnisse. Hier deshalb meine Checkliste für eine optimale Ausrichtung Ihres individuellen Wertesystems.

Zehn Schritte zur optimalen Ausrichtung Ihres individuellen Wertesystems

  1. Schreiben Sie sämtliche Werte auf, die Ihnen wichtig sind. Seien Sie kreativ. Brainstormen Sie. Und wie immer: Am besten funktioniert es, wenn Sie das Ganze mit einem Füller und Ihrem Veränderungs-Journal machen.
  2. Wählen Sie aus Ihrer Liste die zehn wichtigsten Werte aus.
  3. Bringen Sie diese Werte in eine hierarchische Reihenfolge, in der Ihr wichtigster Wert auf Platz Eins steht, der zweitwichtigste auf Platz Zwei usw.
  4. Wiederholen Sie das Ganze für Ihre negativen Werte, die Sie auf jeden Fall vermeiden wollen.
  5. Prüfen Sie beide Listen auf Werte, die miteinander in Konflikt stehen (bspw. Freiheit und Sicherheit oder Anerkennung und Zurückweisung). Sollten Sie auf einen Wertekonflikt stoßen, ersetzen Sie den weniger wichtigen durch eine motivierende Alternative.
  6. Prüfen Sie, ob sich tägliches Ihr Verhalten mit Ihren wichtigsten Werten im Einklang befindet. Sollten Sie auf einen Konflikt stoßen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Erstens: Sie tauschen den Wert gegen einen neuen, der zu Ihrem Verhalten passt. Zweitens: Sie passen Ihr Verhalten ganz bewusst dem Wert an.
  7. Adaptieren Sie Ihre Listen so lange, bis Sie insgesamt 20 Werte haben, die Ihre tiefsten Wünsche, Ansichten und Eigenschaften widerspiegeln und zu Ihrem zukünftigen (Traum-) Leben passen.
  8. Integrieren Sie Ihre (neuen) Werte in den Alltag und achten Sie bei so vielen Entscheidungen wie möglich ganz bewusst darauf, nach Ihren wichtigsten Werten zu handeln.
  9. Machen Sie dies so lange, bis Ihr bewusst gewähltes Wertesystem zu einer automatischen und gewohnheitsmäßigen Grundlage für Ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen geworden ist.
  10. Wiederholen Sie diesen Prozess anfangs alle vier Monate, später ein mal im Jahr.

Die wichtigsten Werte aller Changemaker

Je mehr Sie sich mit Ihren ganz individuellen Werten auseinandersetzen, desto mehr werden Sie feststellen, wie wichtig dieses Puzzleteil für den Ausdruck Ihrer einzigartigen Persönlichkeit ist. Je mehr Sie auf kraftvolle und tief verankerte Werte zurückgreifen können, desto mehr werden Sie als Changemaker wahrgenommen, der anderen Menschen als Vorbild gilt. Und wenn auch jeder einzelne Mensch auf dieser Welt ein ganz individuelles Wertesystem hat, so gibt es dennoch einige universelle Werte, die alle Changemaker miteinander verbinden. Die wichtigsten hiervon sind:

Changemaker Wert #1: Eigenverantwortung

Dieses Wort ist das in meinen Büchern vermutlich am häufigsten verwendete. Und das hat einen guten Grund. Nichts ist so wichtig wie die Verantwortung für die eigenen Ideen, Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen. Ohne Ausnahme. Ohne Kompromisse. Ohne Ausreden.

Changemaker Wert #2: Mut

Wer es wagt, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und auch ohne Titel, Geld oder Erlaubnis Veränderungen umzusetzen, benötigt zwangsläufig eine Menge Mut. Warum? Ganz einfach, neue Ideen werden anfangs häufig belächelt und oftmals sogar bekämpft.

Changemaker Wert #3: Verantwortung für andere

Echte Changemaker sind zwar immer individuelle Persönlichkeiten, aber übernehmen auch ohne jede Diskussion Verantwortung für Ihre Mitarbeiter, Ihre Kollegen, Ihre Freunde und Familienmitglieder. Warum? Weil Sie wissen, dass Erfolg nur im Team funktioniert!

Changemaker Wert #4: Entscheidungsfähigkeit

Entscheiden Sie sich immer zeitnah, klar und eindeutig. Nichts gibt Ihrem Umfeld (und Ihnen selber auch) eine so klare Orientierung, wie die Gewissheit, dass Sie in der Lage sind, eine Entscheidung zu treffen. Und wie genau das am besten funktioniert, dass schauen wir uns später noch genau an.

Changemaker Wert #5: Klarheit

Eiern Sie nicht rum, sondern stehen Sie zu Ihrem Wort, Ihren Entscheidungen und Ihrer Meinung. Je klarer Sie kommunizieren, desto verlässlicher werden Sie als Chef, Mitarbeiter, Freund oder Partner.

Changemaker Wert #6: Disziplin

Seien Sie sich niemals zu schade für harte Arbeit und tun Sie alles dafür, Ihre gesetzten Ziele auch zu erreichen. Dafür bedarf es vor allem einer Menge Disziplin. Der rumänische Bildhauer Constantin Brancusi hat es wundervoll auf den Punkt gebracht: „Erschaffe wie ein Gott. Befehle wie ein König. Arbeite wie ein Sklave.“ Und das ist wieder einmal eines der Zitate, bei denen es sich lohnt, ein wenig länger darüber nachzudenken.

Welche Werte treiben Sie an?

Habe ich Sie mit diesem Artikel ein wenig für das Thema Werte begeistern können? Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen sich wirklich intensiv mit ihrem innersten Antrieb auseinandersetzen. Ich hoffe, dass es mir mit meinen Ausführungen gelungen ist, Ihnen zu verdeutlichen, wie sehr unsere täglichen Handlungen durch unser Wertesystem gesteuert sind.

Gerade in einer Welt, die mehr und mehr in die Beliebigkeit abzudriften droht, sind kraftvolle und eindeutige Werte eine seltene Ausnahme, die Unternehmen, Organisationen und Personen eindeutig und klar von Ihrem Umfeld abgrenzen. Ich werde deshalb auch nicht müde, zu jeder möglichen Gelegenheit eine Renaissance der Werte auszurufen. Es wäre mir eine große Ehre, wenn Sie meinem Ruf folgen würden.

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

Veränderungen im Leben gestalten – Der psychologische Hintergrund

Veränderungen im Leben gehören dazu wie Robin zu Batman, die Spree zu Berlin oder Asterix zu Obelix. Denn sie sorgen dafür, dass Sie als Mensch wachsen und sich persönlich weiterentwickeln. Und dies führt auf Dauer zu mehr Zufriedenheit, Glück und Erfüllung sowohl im Job als auch im Alltag. Wenn Veränderungen im Leben aber nun mal essenziell sind, warum fallen sie so vielen Menschen dann so ungeheuer schwer? Weil oftmals an der falschen Stelle angesetzt wird. Doch das muss nicht sein. Wenn Sie die Hintergründe nachhaltiger Veränderungen verstanden und verinnerlicht haben. Und diesen wollen wir uns nun widmen.

Wie verändere ich mein Leben?

Um die Antwort auf genau diese Frage zu verstehen, möchte ich Ihnen gerne ein Modell vorstellen, das die psychologischen Hintergründe von Veränderungen im Leben aus meiner Sicht perfekt erklärt. Es verdeutlicht nämlich, warum manchen Menschen Veränderungen anscheinend immer und ohne große Anstrengung gelingen, während andere schon bei der kleinsten Herausforderung scheitern. Es basiert auf der Idee der Veränderungsebenen, die von Sozialwissenschaftler Gregory Bateson, sowie dem Therapeuten Robert Dilts entwickelt wurden.

Im Laufe der Jahre habe ich die Arbeit mit diesem Modell immer weiter verfeinert, ergänzt und ausgebaut. Herausgekommen ist mein Change Diamant, der auch für Sie einen entscheidenden Unterschied machen kann, wenn Sie Ihre Persönlichkeit als wichtigsten Erfolgsfaktor der Zukunft nutzen wollen.

Veränderungen im Leben mit dem Modell des Change Diamanten

Die folgende Abbildung zeigt das Veränderungsmodell im Überblick und beschreibt damit, wie nachhaltige Veränderung funktioniert. Oder eben auch nicht.

wie verändere ich mein leben

Die Idee hinter dem Modell ist schnell erläutert. Es gibt unterschiedliche psychologische Ebenen, auf denen Veränderungen herbeigeführt werden können, und die sich gegenseitig beeinflussen. Die oberen drei Ebenen sind eng miteinander verknüpft, und das zentrale Element ist die Identität, die als Form einen Diamanten hat. Wir werden gleich sehen, warum dieses Symbol geradezu perfekt passt. Lassen Sie uns aber zuerst einen Blick auf die einzelnen Ebenen werfen.

Umgebung: Unser räumliches Umfeld, die Menschen, mit denen wir interagieren und sämtliche anderen äußeren Bedingungen.

Verhalten und Entscheidungen: Unsere konkreten Handlungen, also alles, was wir tun, machen und entscheiden.

Fähigkeiten, Wissen und Skills: Die Summe unseres Wissens, unseres Könnens und unserer Erfahrungen, die dann zu inneren Prozessen, Strategien und Programmen führen.

Glaubenssätze: Das, wovon wir tief und fest überzeugt sind, dass es wahr ist. Überzeugungen wirken auf unbewusster Ebene, kommen immer von außen und verstärken sich mit der Zeit. Sie können sowohl förderlich als auch limitierend sein.

Werte: Die moralischen Grundsätze unseres Seins und gleichsam der Kompass unseres Handelns. Werte bilden sich im Laufe des Lebens immer fester heraus und wirken ebenfalls auf unbewusster Ebene. Es gibt sogenannte Motivations-Werte (Hin-zu) und Aversions-Werte (Weg-von).

Identität: Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihr gesamtes Wissen, Ihre Fähigkeiten, Talente, Erfahrungen, Träume, Werte, Überzeugungen, Stärken, Schwächen und sämtliche anderen Aspekte Ihrer einzigartigen Persönlichkeit in einen großen Trichter werfen. Dann durchläuft diese große Masse einen speziellen Prozess, und ganz unten kommt nur ein einziger Tropfen heraus, der das Konzentrat dessen enthält, was Sie als Individuum ausmacht: Ihr Selbstbild.

Vision, Mission und Sinn: Die Vision, die uns persönlich antreibt und die Mission, die über die eigene Persönlichkeit hinausgeht und einen höheren Zweck (für andere Menschen) anstrebt. In Kombination mit dem Sinn sorgen Sie für ein Leben mit Bedeutung.

Veränderungen im Leben und wie sie psychologisch ablaufen

So weit, so gut. Zwischen den einzelnen Ebenen gibt es nun folgenden Zusammenhang. Immer, wenn es auf einer Ebene zu einer Veränderung kommt, hat dies auch automatisch Veränderungen auf den Ebenen darunter zur Folge. Top-Down handelt es sich also um eine Ist-Verbindung. Bottom-Up kann es zu Veränderungen auf den Ebenen darüber kommen, muss es aber nicht.

Hierbei handelt es sich um eine Kann-Verbindung. Verändern wir bspw. unsere Werte, so hat dies automatisch auch Veränderungen auf den Ebenen der Fähigkeiten, des Verhaltens und der Umgebung zur Folge. Verändern wir hingegen unser Verhalten, dann kann dies zu einer Veränderung auf den höher liegenden Ebenen führen, es kann jedoch auch alles beim Alten bleiben. Über dem kompletten Modell schwebt dann noch die Ellipse mit einer ggf. vorhandenen Vision und Mission.

Diese Faktoren geben unserem Leben einen echten Sinn, und haben damit auch wieder eine direkte Auswirkung auf die darunterliegenden Veränderungsebenen.

Positive Veränderungen im Leben gestalten

Ich hoffe sehr, dass Sie durch dieses Modell einen deutlichen Zuwachs an Klarheit erhalten haben, nun ein wenig besser verstehen, warum Veränderung manchmal funktioniert, und so häufig eben auch nicht. Im Modell des Change Diamanten gibt es von oben nach unten immer eine Soll-, von unten nach oben hingegen eine Kann-Beziehung. Und der wichtigste Fixpunkt ist die Identität.

Diese steht in einer ganz engen Wechselwirkung zu unseren Werten und Glaubenssätzen, und definiert unsere Persönlichkeit, unser Verhalten und damit unsere Ergebnisse im Leben. „Aber Moment mal Ilja, das würde ja bedeuten, dass Veränderungen auf der Umgebungs-, Verhaltens- und Wissensebene oftmals gar nichts bringen?“ Genau so ist es. Natürlich führt auch das regelmäßige Wiederholen einer Verhaltensweise irgendwann zu einer Veränderung der Identität, aber das ist eher selten der Fall. Im Normalfall wird der Veränderungsdiamant immer der dominierende Faktor sein.

Warum Veränderungen im Leben so häufig scheitern

Ein gutes Beispiel hierfür sind die populären Auswanderserien auf Vox oder RTL2. Hier ist das Muster fast immer das gleiche. Ein unzufriedener und erfolgloser Mensch beschließt, auf Mallorca oder Gran Canaria einen Neuanfang zu wagen. Er verändert also seine Umgebung und meist auch sein Verhalten. Doch eine wichtige Sache vergessen diese Menschen dabei: Sie nehmen sich selber mit in die neue Wahlheimat. Und da die Identität und die damit verbundenen Werte und Überzeugungen gleichgeblieben sind, sehen eben auch die Ergebnisse schon nach kurzer Zeit wieder gleich aus. Man ist frustriert, erfolglos und kehrt der gerade noch als Paradies erkorenen Insel wieder den Rücken.

Ein weiteres Beispiel ist der Raucher, der Veränderungen im Leben auf der Verhaltensebene vorzunehmen versucht. Solange er nichts an seiner Identität („Ich bin Raucher“) und den damit einhergehenden Überzeugungen („Es ist schwer, mit dem Rauchen aufzuhören“ oder „Wenn ich aufhöre zu rauchen, dann nehme ich zwangsläufig zu“) verändert, mag es zwar kurzfristig zu Erfolgen kommen, langfristig enden solche Vorhaben aber immer in einem Rückfall. Erst wenn der Change Diamant transformiert wird („Ich bin ein glücklicher und zufriedener Nichtraucher“) kommt es auch zu nachhaltigen Ergebnissen.

Wir können es also drehen und wenden, wie wir wollen. Wenn wir tiefe und nachhaltige Veränderungen bewirken wollen, dann müssen wir am Kern unserer Persönlichkeit beginnen. Beenden möchte ich diesen Artikel daher mit einer wichtigen Schlussfolgerung: „Jede Veränderung im außen beginnt immer mit einer inneren Transformation.“

Und nun interessiert mich ihre Meinung, bzw. ihre Erfahrung mit Veränderungen im Leben, aber natürlich auch mit den einzelnen Komponenten des Change Diamant Modells. Schreiben Sie mir einen Kommentar und lassen Sie uns in die Diskussion gehen 🙂

Herzlichst, Ihr Ilja Grzeskowitz

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Ilja Grzeskowitz Buch "Mach es einfach" vor weißer Wand.